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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Verwirbelungselement zum Bilden eines Vorgemischs bei
einem Combustor vom Vorgemischflammentyp mit niedrigem NOx einer Gasturbine.
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Beschreibung des Standes
der Technik
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Der oben genannte Combustortyp nach
dem Stand der Technik wird nachstehend mit Bezug auf die 2 bis 5 erläutert. 4 ist eine Gesamt-Aufbauansicht
eines Beispiels eines Combustors vom Vorgemischflammentyp mit niedrigem
NOx nach dem Stand der Technik, und 5 ist eine Schnittansicht einer
Hauptbrennstoffdüse
als Teil des Combustors von 4.
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Was als Brennstoffzuführdüse zum Zuführen von
Brennstoff und Luft oder eines Gemischs derselben in einem Combustor
bezeichnet wird, besteht aus einer Pilot-Brennstoffdüse 204 zum
Bilden eines Flammenabschnitts in einem Querschnittszentrum des
Combustors, und mehreren Hauptbrennstoffdüsen 202, von denen
jede ein äußeres Gehäuse 206 aufweist
und die um die Pilot-Brennstoffdüse 204 herum
angeordnet sind, um ein Vorgemischgas aus Brennstoff und Luft etc.
zu bilden.
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An einem stromaufseitigen Abschnitt
jeder der Hauptbrennstoffdüsen 202 ist
ein Hauptverwirbelungselement 201 um die Hauptbrennstoffdüse 202 herum
angeordnet und erstreckt sich zu einer Position des äußeren Gehäuses 206.
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Ferner sind in einer Wand des Körpers der Hauptbrennstoffdüse 202 an
der stromabwärtigen Seite
des Hauptverwirbelungselements 201 mehrere Düsenlöcher 205 längs einer
Umfangsrichtung der Hauptbrennstoffdüse 202 gebohrt.
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Bei dem nach obiger Beschreibung
konstruierten, vorbekannten Combustor sind die Hauptverwirbelungselemente 201 in
mehreren Einheiten vorgesehen, und ein Pilot-Verwirbelungselement 203 in einer
einzigen Einheit im Zentrum des Combustors, wobei die Verbrennungsluft
durch die mehreren Hauptverwirbelungselemente 201 und das
Pilot-Verwirbelungselement 203 zugeführt wird,
und Brennstoff aus den mehreren Hauptbrennstoffdüsen 202 und der Pilot-Brennstoffdüse 204 zugeführt wird.
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In der Hauptbrennstoffdüse 202 gemäß 5 wird der Brennstoff von
den in die Wand des Körpers
der Hauptbrennstoffdüse 202 gebohrten
Düsenlöchern 205 eingespritzt
und mit der an einem Außenumfang
der Düse über das
Hauptverwirbelungselement 201 strömenden Luft gemischt, um ein
Vorgemischgas zu bilden.
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Wenn die Luft durch das Hauptverwirbelungselement 201 strömt, wird
ihr ein Verwirbelungswinkel durch das Hauptverwirbelungselement 201 vermittelt,
und dieser Winkel wird durch einen Einsetzwinkel gesteuert, mit
dem ein Verwirbelungsflügel
in einen Nabenabschnitt desselben relativ zu einer Mittelachse der
Brennstoffdüse
eingesetzt ist.
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Bei dem vorbekannten Verwirbelungselement
ist zwar ein Beispiel dargestellt, bei dem der Einsetzwinkel des
Verwirbelungsflügels
verändert und
zur Änderung
des Verwirbelungswinkels angepaßt
ist, das Verwirbelungselement im tatsächlichen Einsatz verbleibt
jedoch so, daß der
Einsetzwinkel am Nabenabschnitt, wenn der Einsetzwinkel des Verwirbelungsflügels am
Nabenabschnitt verändert
und angepaßt
wird (Nabenabschnitt-Einsetzwinkel), bis zum Spitzen- bzw. Endabschnitt
des Verwirbelungsflügels
gleich beibehalten wird, und es gibt kein weiteres Beispiel einer
Winkelveränderung
mehr.
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Als konkrete Beispiele der Änderung
des Nabenabschnitt-Einsetzwinkels
des Verwirbelungsflügels
dienen die in den 2 und 3 dargestellten.
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In einem Beispiel beträgt der Nabenabschnitt-Einsetzwinkel eines
Verwirbelungsflügels 201 in
bezug auf eine Mittelachse C der Hauptbrennstoffdüse 202 25°, wie in 2 gezeigt ist, wobei 2(a) eine Ansicht ist, die
eine Anordnung eines Verwirbelungselements relativ zu der Brennstoffdüse zeigt,
und 2(b) eine Abwicklung
der Anordnung von Verwirbelungsflügeln ist.
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Ferner beträgt in einem weiteren Beispiel
der Nabenabschnitt-Einsetzwinkel eines Verwirbelungsflügels 201b relativ
zur Mittelachse C der Hauptbrennstoffdüse 202 45°, wie in 3 gezeigt ist, wobei 3(a) eine Ansicht zur Darstellung
einer Anordnung eines Verwirbelungselements relativ zur Brennstoffdüse ist,
und 3(b) eine Abwicklung
einer Anordnung von Verwirbelungsflügeln ist.
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Sowohl in 2 als auch in 3 strömt
Luft A, die stromauf zugeführt
wird, in die Verwirbelungsflügel 201a oder 201b,
um eine auswärtsgerichtete Verwirbelungsströmung zu
bilden, und Brennstoff F aus Erdgas und dgl. wird dieser Verwirbelungsströmung von
Luft über
Düsenlöcher 205 der
Hauptbrennstoffdüse 202 zugeführt, um
ein Vorgemisch des Brennstoffs F und der Luft A zu bilden.
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Bei dem vorbekannten Verwirbelungselement,
bei dem der Nabenabschnitt-Einsetzwinkel des in 3 gezeigten Verwirbelungsflügels 201b 45° beträgt, ist
die Scherströmung
der Luft A stark, da der Winkel nicht weniger als 45° beträgt, so daß eine Durchmischung
des Brennstoffs F und der Luft A sehr günstig beschleunigt wird.
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Infolge der starken Scherströmung jedoch wird
ein starker Stagnationspunkt P am Spitzenabschnitt der Hauptbrennstoffdüse 202 gebildet,
wie durch einen schraffierten Abschnitt in 3(a) gezeigt ist, und wenn einmal ein
Rückzündphänomen auftritt,
stagniert die Flamme am Stagnationspunkt P, so daß das Problem
entsteht, daß die
Hauptbrennstoffdüse 202 nicht
verbrennen kann.
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Andererseits ist bei dem vorbekannten
Verwirbelungselement, bei dem der Nabenabschnitt-Einsetzwinkel des Verwirbelungsflügels 201a gemäß 2 25° beträgt, da der Winkel von 25° relativ
klein ist, eine Scherströmung
der Luft A nicht so stark, und der Stagnationspunkt P, der sich
am oberen Abschnitt der Hauptbrennstoffdüse 202 bildet, wie
durch einen schraffierten Abschnitt in 2(a) gezeigt ist, ist klein, und folglich
stagniert selbst dann, wenn es zu einer Rückzündungserscheinung kommt, die Flamme
dort nicht merklich.
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Diese Wirkung wird jedoch durch die
Scherströmung
der Luft A erhalten, die nicht sehr stark ist, und umgekehrt wird
als Ergebnis eine Durchmischung des Brennstoffs F und der Luft A,
die eine für einen
Combustor vom Vorgemischtyp erforderliche Funktion ist, schlechter,
wie klar aus dem Vergleich mit dem Verwirbelungselement der 3 hervorgeht, bei dem der
Nabenabschnitt-Einsetzwinkel des Verwirbelungsflügels 201b 45° beträgt, und
es ergibt sich ein Problem, dass ein enger Bereich eines Zustands
auftritt, innerhalb dem eine Verbrennung mit niedrigem NOx erhalten wird.
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Die WO 89/06307A (D1) offenbart eine
Gasturbine mit einer erzwungenen Wirbelstrom-Brennstoffeinspritzung.
Das Dokument zeigt qualitativ, daß sich die Verwirbelungselementflügel relativ
axial an ihren radialen inneren Kanten erstrecken, und relativ nicht-axial
an ihren radialen Außenkanten.
Die Brennstoffeinspritzdüse
von D1 ist jedoch offensichtlich von anderer Art, mit nur einer
einzigen zentralen Einspritzdüse.
Ferner besteht der Injektor aus drei allgemein konzentrischen zylindrischen
Rohren, wobei der Brennstoff axial vom zentralen Rohr eingespritzt
wird und konzentriertes Oxidationsmittel koaxial durch die umgebende
Zwischenröhre
ausgestoßen
wird. Bei diesem Typ von Injektor ist das spezifische Problem eines
starken Stagnationspunkts am oberen Abschnitt der Hauptbrennstoffdüse nicht
vorhanden.
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ABRISS DER ERFINDUNG
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Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Gasturbinen-Combustor mit einem Verwirbelungselement bereitzustellen,
das in der Lage ist, eine Durchmischung von Brennstoff und Luft
zu beschleunigen sowie einen am oberen Abschnitt einer Hauptbrennstoffdüse gebildeten
Stagnationspunkt kleiner zu machen, und dadurch das Auftreten einer
Flammenstagnation und das Verbrennen von Komponenten zu verhindern,
um so die Probleme des Standes der Technik zu lösen.
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Um diese Aufgabe zu erfüllen, stellt
die vorliegende Erfindung einen Gasturbinen-Combustor mit den in
dem Anspruch definierten Merkmalen bereit. Ein um eine Brennstoffdüse herum
eingesetzter Verwirbelungsflügel
ist von seiner Nabenseite bis zu seiner Spitzenseite hin verdreht,
so daß ein
Einsetzwinkel der Spitzenseite relativ zu einer Mittelachse der
Brennstoffdüse
größer ist
als der der Nabenseite.
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Das heißt, daß bei den um die Brennstoffdüse herum
eingesetzten Verwirbelungsflügel
der Verwirbelungsflügel
von der Nabenseite zur Spitzenseite so verdreht ist, daß der Einsetzwinkel
relativ zur Mittelachse der Brennstoffdüse verändert ist und der Winkel der
Spitzenseite größer als
der der Nabenseite gestaltet ist. Während der Winkel der Nabenseite auf
einen kleineren Winkel eingestellt ist, so daß eine Flammenstagnation und
ein Verbrennen von Komponenten, das sich daraus ergibt, verhindert
werden kann, ist der Verwirbelungsflügel so verdreht, daß der Winkel
der Spitzenseite auf einen Winkel eingestellt werden kann, bei dem
die Scherströmung,
die für eine
angemessene Durchmischung von Brennstoff und Luft notwendig ist,
erhalten wird, wodurch ein dreidimensionales Verwirbelungselement
erhalten wird, das in der Lage ist, eine günstige Vormischung zu erstellen,
um eine Verkürzung
der Nutzungsdauer infolge des Verbrennungsvorgangs zu verhindern und
einen Wirkungsgrad der Verbrennung zu verbessern.
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Ferner beträgt bei dem Combustor der vorliegenden
Erfindung der Einsetzwinkel des Verwirbelungsflügels auf der Nabenseite relativ
zur Mittelachse der Brennstoffdüse
25°, und
der auf der Spitzenseite 45°.
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Das heißt, der Einsetzwinkel der Nabenseite relativ
zur Mittelachse der Brennstoffdüse
ist auf 25° eingestellt,
wobei eine Flammenstagnation und ein Verbrennen von Komponenten
nicht auftreten, und der Winkel an der Spitzenseite ist auf 45° eingestellt, wobei
eine Scherströmung
stark wird und dadurch ein Auftreten des Problems einer Flammenstagnation
und eines Verbrennens auf der Nabenseite eingeschränkt wird
und eine starke Scherströmung
an der Spitzenseite gewährleistet
wird, wodurch ein solches dreidimensionales Verwirbelungselement
in der Lage ist, ein günstiges
Vorgemisch von Brennstoff und Luft zu erstellen, um eine Verkürzung der
Nutzungsdauer infolge des Brennvorgangs etc. zu verhindern und eine
Verbesserung des Wirkungsgrad der Verbrennung zu erhalten.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Es zeigen:
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1 eine
Ansicht zur Darstellung einer Ausführungsform gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei 1(a) eine
Ansicht zur Darstellung einer Anordnung eines Verwirbelungselements
relativ zu einer Brennstoffdüse
ist, 1(b) eine Abwicklung
einer Anordnung von Verwirbelungsflügeln ist, und 1(c) eine perspektivische Ansicht eines
der Verwirbelungsflügel
ist,
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2 eine
Ansicht eines Beispiels eines Verwirbelungselements nach dem Stand
der Technik, wobei 2(a) eine
Ansicht zur Darstellung einer Anordnung eines Verwirbelungselements
relativ zu einer Brennstoffdüse
ist, und 2(b) eine Abwicklung
einer Anordnung von Verwirbelungsflügeln ist,
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3 eine
Ansicht eines weiteren Beispiels eines Verwirbelungselements nach
dem Stand der Technik, wobei 3(a) eine
Ansicht zur Darstellung einer Anordnung eines Verwirbelungselements
relativ zu einer Brennstoffdüse
ist, und 3(b) eine Abwicklung
einer Anordnung von Verwirbelungsflügeln ist,
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4 eine
Gesamt-Aufbauansicht zur Darstellung eines Beispiels eines Combustors
vom Vorgemischflammentyp mit niedrigem NOx,
nach dem Stand der Technik, und
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5 eine
Schnittansicht einer Hauptbrennstoffdüse als Teil des Combustors
der 4.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im folgenden wird eine Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf 1 beschrieben. 1 zeigt ein dreidimensionales
Verwirbelungselement einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung, wobei 1(a) eine
Anordnung eines Verwirbelungselements relativ zu einer Brennstoffdüse zeigt, 1(b) eine Abwicklung einer
Anordnung von Verwirbelungsflügeln
ist, und 1(c) eine perspektivische
Ansicht eines der Verwirbelungsflügel ist.
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Bei der vorliegenden Ausführungsform
ist ein Hauptverwirbelungselement 101 um eine Hauptbrennstoffdüse 102 herum
vorgesehen, und in eine Wand der Hauptbrennstoffdüse 102 entlang
deren Umfangsrichtung an einer Position stromab vom Hauptverwirbelungselement 101 sind
mehrere Düsenlöcher 105 gebohrt,
so daß von
den Düsenlöchern 105 eingespritzter
Brennstoff F sich mit Luft A vermischt, welche das Hauptverwirbelungselement 101 durchströmt hat,
um ein sogenanntes Vorgemisch zu bilden, wobei dieses grundlegende
Konzept und diese grundlegende Struktur des Verwirbelungselements
die gleichen sind wie die im Stand der Technik beschriebenen.
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Die vorliegende Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß das
Hauptverwirbelungselement 101 in einer spezifischen Form
wie folgt aufgebaut ist:
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Gemäß den 1(b) und (c) beträgt ein Einsetzwinkel α eines Verwirbelungsflügels 101a an dessen
Nabenseite 25° relativ
zu einer Mittelachse C der Hauptbrennstoffdüse 102, und ein Einsetzwinkel β des Verwirbelungsflügels 101a an
einer Spitzenseite desselben beträgt 45°, ebenfalls relativ zur Mittelachse
C der Hauptbrennstoffdüse 102.
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Wie aus 1(c) hervorgeht, ist somit der Verwirbelungsflügel 101a von
der Nabenseite zur Spitzenseite um einen Differentialwinkel zwischen dem
nabenseitigen Winkel α =
25° und
dem spitzenseitigen Winkel β =
45° verdreht.
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Bei der vorliegenden Ausführungsform
nach obigem Aufbau, bei der die Strömungsrichtung der Luft A in
ihrer durch den Verwirbelungsflügel 101a des
Hauptverwirbelungselements 101 geändert ist, ist ein Stagnationspunkt
P, wenn er gebildet wird, am Spitzenabschnitt der Hauptbrennstoffdüse 102 nicht so
groß,
da der Einsetzwinkel an der Nabenseite des Verwirbelungsflügels 101a nur
25° beträgt.
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Ferner ist der Verwirbelungsflügel 101a von der
Nabenseite zur Spitzenseite verdreht, und der Einsetzwinkel β an der Spitzenseite
des Verwirbelungsflügels 101a beträgt 45°, womit dort
eine starke Scherströmung
gebildet werden kann.
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Ferner wird der Brennstoff F aus
Erdgas und dgl. einer Verwirbelungsströmung der Luft A zugeführt, die
so über
die in die Hauptbrennstoffdüse 102 gebohrten
Düsenlöcher 105 gebildet
wird, und ein Vorgemisch des Brennstoffs F und der Luft A wird gebildet.
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Somit ist gemäß der vorliegenden Ausführungsform
der Einsetzwinkel auf der Nabenseite des Verwirbelungsflügels 101a auf
25° eingestellt,
so daß der
Stagnationspunkt am Spitzenabschnitt der Hauptbrennstoffdüse 102 klein
ist und dort keine wesentliche Flammenstagnation auftritt, selbst
wenn es zu einer Rückzündung kommt,
womit ferner keine Gefahr besteht, daß Komponenten verbrennen.
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Des weiteren ist der Einsetzwinkel
an der Spitzenseite des Verwirbelungsflügels 101a auf 45° eingestellt,
so daß die
Scherströmung
der Luft A an einer Außenseite
in einer Radialrichtung des Verwirbelungselements stark ist und
eine Durchmischung des Brennstoffs F und der Luft A beschleunigt
wird, womit ein ausgezeichnetes Vorgemisch erhalten werden kann.