-
Technischer
Bereich
-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung eines Aluminiumlegierungsblechmaterials mit guter Verbesserung
der Formbarkeit und der Streckfestigkeit, wenn es den Lackierungs-
und Ausbackvorgängen, die
typischerweise bei der Herstellung von Automobilteilen angewandt
werden, unterworfen wird. Genauer, wenn auch nicht ausschließlich, betrifft
die Erfindung die Herstellung eines Aluminiumlegierungsblechmaterials,
das zur Herstellung von Automobilteilen geeignet ist, die in den
fertigen Fahrzeugen sichtbar sind, beispielsweise von Automobilaußenpaneelen
und dergleichen.
-
Stand der
Technik
-
Die Automobilindustrie hat zum Zweck
der Reduzierung des Gewichts von Automobilen in zunehmendem Maße Stahlpaneele
durch Aluminiumlegierungspaneele ersetzt. Leichtgewichtigere Paneele
helfen selbstverständlich
bei der Reduzierung des Automobilgewichts, wodurch der Treibstoffverbrauch
verringert wird, jedoch erzeugt die Einführung von Aluminiumlegierungspaneelen
eine eigene Reihe von Bedürfnissen. Damit
es für
Automobilanwendungen geeignet ist, muß ein Aluminiumlegierungsblechprodukt
gute Formgebungseigenschaften im wie erhaltenen (durch den Autohersteller)
T4 Temperzustand aufweisen, so daß es wie gewünscht ohne
Bruchbildung, Rißbildung
oder Faltenbildung gebogen oder geformt werden kann. Gleichzeitig
müssen
die Legierungspaneele nach dem Lackieren und Ausbacken eine ausreichende
Festigkeit aufweisen, so daß sie verbeulungsbeständig sind
und anderen Krafteinwirkungen widerstehen.
-
Für
Automobilpaneelanwendungen werden üblicherweise verschiedene Aluminiumlegierungen
der AA (Aluminum Association) 2000 und 6000 Serien in Betracht gezogen.
Die AA6000 Serien-Legierungen enthalten Magnesium und Silizium,
sowohl mit als auch ohne Kupfer, sie können jedoch in Abhängigkeit
vom Cu-Gehalt als AA2000 Serien-Legierungen klassifiziert werden.
Diese Legierungen sind im T4 Temperzustand formbar und werden nach
dem Lackieren und Ausbacken (Schritte, die üblicherweise an geformten Automobilteilen
durch die Fahrzeughersteller durchgeführt werden) fester. Gute Zunahmen
der Festigkeit nach dem Lackieren und Ausbacken sind in hohem Maße wünschenswert,
so daß dünnere und
daher leichtere Paneele verwendet werden können.
-
Zur Vereinfachung des Verständnisses
wird nachfolgend eine kurze Erläuterung
der Terminologie, wie sie zur Beschreibung von Legierungstempern
verwendet wird, gegeben. Der als T4 bezeichnete Temper ist allgemein
bekannt (siehe beispielsweise Aluminum Standards and Data (1984),
Seite 11, veröffentlicht
von The Aluminum Association) und kennzeichnet in herkömmlicher
Weise hergestellte Legierungen, d. h. ohne intermediäres diskontinuierliches
Glühen
und Voralterung. Dies ist der Temper, in dem Automobilblechprodukte üblicherweise
an die Teilehersteller zur Ausbildung von Außenpaneelen und dergleichen
ausgeliefert wird. T8 Temper kennzeichnet eine Legierung, die lösungswärmebehandelt,
kaltverarbeitet und dann künstlich
gealtert wurde. Künstliche
Alterung schließt
ein Halten der Legierung bei einer oder mehreren erhöhten Temperatur (en) über einen
Zeitraum hinweg ein. T8X Temper kennzeichnet ein T4 Tempermaterial,
das unter Spannung um 2% verformt und nachfolgend einer 30-minütigen Behandlung
bei 177°C
unterworfen wurde, was die Formgebungs- und Lackausbackbehandlung darstellt,
die geformte Automobilpaneele üblicherweise
erfahren. Eine Legierung, die nur lösungswärmebehandelt und künstlich
auf maximale Festigkeit gealtert wurde, wird als T6 Temper bezeichnet,
wohingegen dann, wenn die Alterung in natürlicher Weise unter Raumtemperaturbedingungen
stattgefunden hat, die Legierung als im T4 Temper befindlich bezeichnet
wird, wie oben angegeben. Material, das eine intermediäre diskontinuierliche
Temperung aber keine Voralterung erfahren hat, wird als im T4A Temper
befindlich bezeichnet. Material, das eine Voralterung aber keine
intermediäre
diskontinuierliche Temperung durchlaufen hat, ist im T4P Temper
und Material, das sowohl eine intermediäre Temperung als auch eine
Voralterung durchlaufen hat, wird T4PA als Temper bezeichnet.
-
Im früheren US-Patent 5,616,189,
erteilt am 1. April 1997, von Jin et al. und vom gleichen Anmelder wie
die vorliegende Anmeldung, ist ein Verfahren zur Herstellung von
Aluminiumblechen der 6000er Serie beschrieben, die T4 und T8X Temper
aufweisen, die für
die Herstellung von Automobilteilen wünschenswert sind. Das Verfahren
beinhaltet, nach dem Kaltwalzen, die Durchführung einer Lösungsbehandlung
(Erwärmen
auf 500 bis 570°C),
gefolgt von einem Quench- oder Abkühlprozeß, das sorgfältig gesteuerte
Abkühlschritte
beinhaltet, wodurch ein "Voralterungs"-Grad hervorgebracht
wird. Diese Vorgehensweise resultiert in der Ausbildung feiner stabiler
Niederschlagscluster, die eine feine, gut dispergierte Niederschlagsstruktur
während
der Lackier/Ausbackprozedur, der Automobilpaneele unterworfen werden,
und demzufolge einen relativ hohen T8X Temper fördert.
-
Genauer beinhaltet das Quench- oder
Abkühlverfahren
die Abkühlung
der Legierung von der Lösungswärmebehandlungstemperatur
auf eine Zwischentemperatur ohne Unterbrechung und, ohne weitere
Unterbrechung, die Abkühlung
der Aluminiumlegierung auf Umgebungstemperatur mit signifikant geringerer
Geschwindigkeit. Die angestrebte Zwischentemperatur kann in einem
oder mehreren Schritt (en) erreicht werden.
-
Unglücklicherweise leiden Blechprodukte,
die auf diese Weise aus direkt gekühlten (DC) Gußbarren hergestellt
werden, häufig
an einem Phänomen,
das als Roping, Ridging oder "Farbbürsten"-Linienbildung bekannt
ist (folgend wird der Ausdruck "Roping" verwendet). Dies
entwickelt sich durch die Spannungskomponente senkrecht zur Walzrichtung
bei der Blechherstellung, die angelegt wird, wenn das Blech zu einem
Automobilteil geformt wird. Roping ist das ungleichförmige Muster
des Oberflächenreliefs,
das durch lokal inhomogene Verformung hervorgerufen wird, das stark
in der Walzrichtung des blechförmigen
Artikels ausgerichtet ist. Diese Bänder lokal inhomogener Verformung
manifestieren sich als sichtbare Oberflächenwellung, die die finale
Oberflächenpolitur
des Automobilprodukts beeinträchtigen.
-
Roping wurde auch von anderen im
vorliegenden Bereich erfahren, und es wurde gefunden, daß das Roping
durch Modifizieren des Blechherstellungsverfahrens in einer solchen
Weise, daß eine
Rekristallisation in einer Zwischenstufe der Verarbeitung auftritt,
inhibiert werden kann. Die Inhibierung von Roping ist beispielsweise
in US-Patent 5,480,498, erteilt am 2. Januar 1996 von Armand J.
Beaudoin et al., angemeldet von Reynolds Metals Company angesprochen,
sowie in US-Patent 4,897,124, erteilt am 30. Januar 1990 von Matsuo et
al., angemeldet von Sky Aluminum Co., Ltd.. In diesen Patenten wird
das Roping durch Einführung
eines diskontinuierlichen Temperungsschrittes (z. B. Erwärmen auf
eine Temperatur innerhalb des Bereichs von 316 bis 538°C) in einer
intermediären
Stufe der Blechproduktbildung gesteuert, z. B. nach dem Heißwalzen
aber vor dem Kaltwalzen oder nach einer frühen Stufe des Kaltwalzens.
-
Es wurde jedoch herausgefunden, daß in dem
Fall, daß eine
intermediäre
diskontinuierliche Temperung dieser Art mit einem Blech aus einer
Aluminiumlegierung der 6000er oder 2000er Serie durchgeführt wird, eine
Verringerung nicht nur der T4 Temperfestigkeit sondern auch der
T8X Temperfestigkeit auftritt, wenn die Legierung der Lösungsbehandlung/den
gesteuerten Abkühlungsschritten
aus dem Jin et al. Patent unterworfen werden. Folglich werden durch
Versuche, das Roping zu steuern oder zu verhindern, die Vorteile
der bevorzugten T4/T8X Tempercharakteristiken, die sonst mit diesen
Legierungstypen erreicht werden, verringert oder eliminiert.
-
Demzufolge besteht ein Bedarf für ein verbessertes
Verfahren zur Herstellung von Aluminiumlegierungs-Automobilblechprodukten
aus den 6000er oder 2000er Serien, die wenig oder kein Roping zeigen
und gleichzeitig wünschenswerte
T4/T8X Charakteristiken aufrechterhalten.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Erfindungsgemäßes Ziel ist die Bereitstellung
eines verbesserten Verfahrens zur Verringerung oder Inhibierung
der Tendenz zur Ausbildung von Roping bei Aluminiumlegierungsblechprodukten
der 6000er oder 2000er Serien unter Beibehaltung annehmbarer T4
und T8X Eigenschaften.
-
Ein weiteres erfindungsgemäßes Ziel
ist die Bereitstellung eines verbesserten Verfahrens zur Verringerung
oder Inhibierung der Ropingtendenz in 6000er Serien oder 2000er
Serien Aluminiumlegierungsblechprodukten.
-
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung
blechförmiger
Artikel aus Aluminiumlegierung der 6000er oder 2000er Serien bereitgestellt,
worin ein Gußbarren
durch Direktkühlguß gebildet
wird, der Barren wird unter Ausbildung einer geschälten Barrens
abgeschält,
der geschälte
Barren wird bei einer Temperatur zwischen 480 und 580°C für weniger als
48 Stunden homogenisiert, wodurch ein homogenisierter Barren gebildet
wird, und der homogenisierte Barren wird unter Ausbildung eines
blechförmigen
Artikels auf Enddicke gewalzt, worin die Dicke des homogenisierten
Barrens durch Heißwalzen
und gegebenenfalls Kaltwalzen verringert wird, wodurch ein Artikel
mit einer Zwischendicke gebildet wird, der eine Verringerung der
Dicke im Bereich von 15% bis weniger als 30% zum Erreichen der Enddicke
benötigt,
gefolgt von Kaltwalzen des Artikels mit Zwischendicke unter Ausbildung
des blechförmigen
Artikels mit Enddicke, mit der Maßgabe, daß wenn sowohl Heißwalzen
als auch Kaltwalzen zur Herstellung des Artikels mit Zwischendicke
angewandt werden, zur Temperung des Artikels vor dem Kaltwalzen
auf die Enddicke ein Wärmebehandlungsschritt
mit dem Artikel mit Zwischendicke durchgeführt wird.
-
In der vorliegenden Anmeldung kann
der Ausdruck "Kaltwalzen" als Walzvorgänge verstanden
werden, die bei Temperaturen von Raumtemperatur bis zu einem Maximum
von ungefähr
150°C durchgeführt werden.
Der Ausdruck "Heißwalzen" kann als Walzvorgänge verstanden
werden, die bei Temperaturen von oberhalb ungefähr 300°C und vorzugsweise bei ungefähr 520°C durchgeführt werden.
-
Dieses Verfahren basiert auf dem
Befund, daß es
der Kaltwalzschritt ist, der die Tendenz zur Hervorbringung von
Roping im endbehandelten Blechprodukt hervorruft. Wenn die Verringerung
der Dicke, die im Kaltwalzschritt bewirkt wird, exzessiv ist (30%
oder mehr), werden die Ropingeffekte unakzeptabel.
-
Beim Kaltwalzen auf die Enddicke
wird die Dicke des Legierungsblechs vorzugsweise in einem Ausmaß im Bereich
von 18 bis weniger als 30% auf die Enddicke verringert, weiter bevorzugt
20 bis 30%.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren, in dem Kaltwalzen
auf die Zwischendicke angewandt wird, beinhaltet auch einen Wärmebehandlungsschritt
(z. B. Erwärmen
des Blechs auf eine Temperatur im Bereich von 280 bis 560°C für bis zu
18 Stunden), der durch eine Temperung in einer Stufe der Verringerung
der Dicke des Blechs nach, sofern erforderlich, dem Heißwalzschritt
bewirkt wird, z. B. vor dem Beginn des Kaltwalzens oder wie beansprucht
zwischen den Kaltwalzschritten, wenn mehr als einer angewandt wird.
Wenn der Wärmebehandlungsschritt
zwischen Kaltwalzschritten durchgeführt wird, wird er üblicherweise
zwischen dem vorletzten und dem letzten Kaltwalzschritt durchgeführt. Die
15 bis weniger als 30%ige Verringerung der Dicke wird dann im letzten
Kaltwalzschritt bewirkt.
-
Die erfindungsgemäßen Verfahren beinhalten ferner
vorzugsweise einen Lösungsschritt
(z. B. Erwärmen
auf eine Temperatur von 480 bis 580°C), der mit dem blechförmigen Artikel
in der Enddicke durchgeführt wird.
Dem folgt vorzugsweise ein gesteuerter Voralterungsschritt von dem
Typ wie im oben diskutierten Patent von Jin et al. beschrieben,
z. B. durch rasches Abkühlen
des blechförmigen
Artikels von der Lösungsbehandlungstemperatur
auf eine Zwischentemperatur und anschließendes Abkühlen von der Zwischentemperatur
auf Umgebungstemperatur mit geringerer Geschwindigkeit (z. B., ≤ 2°C/h).
-
Die Legierung, mit der die angegebenen
Prozesse durchgeführt
werden, ist vorzugsweise eine AA6111 Aluminiumlegierung, die Prozesse
sind jedoch auch für
andere Legierungen der 6000er oder 2000er Serien wirksam, insbesondere
wenn sie Cu enthalten, z. B. Legierung AA6016.
-
Folglich beinhaltet eine bevorzugte
erfindungsgemäße Ausführungsform
den Direktkühlguß der Legierung
unter Herstellung eines Gußbarrens,
Abschälen
des Gußbarrens
unter Ausbildung eines geschälten
Barrens, Homogenisieren des geschälten Barrens bei einer Temperatur
zwischen 480 und 580°C
für weniger
als 48 Stunden, wodurch ein homogenisierter Barren gebildet wird,
Heiß-
und Kaltwalzen des homogenisierten Barrens auf eine Zwischendicke,
wodurch ein intermediärer
Blechartikel gebildet wird, Wärmebehandeln
des intermediären
Blechartikels bei einer Temperatur zwischen 280 und 560°C für bis zu
18 Stunden, wodurch eine wärmebehandelter
intermediärer
Artikel gebildet wird, und Kaltwalzen des intermediären Artikels
um zwischen 15 und weniger als 30% auf die Enddicke. Der blechförmige Artikel
in Enddicke wird dann zwischen 480 und 580°C lösungsbehandelt, vorzugsweise
in einem kontinuierlichen Wärmebehandlungsofen,
rasch abgekühlt und
dann wie in dem zuvor beschriebenen Verfahren von Jin et al. vorgealtert.
Schließlich
wird das vorgealterte Material verschiedenen Endbehandlungsmaßnahmen
unterworfen, einschließlich
Nivellierung, wodurch ein flacher blechförmiger Artikel erhalten wird.
-
Das in dieser Weise hergestellte
Material zeigt verbesserte Biegeformbarkeit, kein oder verringertes Roping
((Farbbürsten)-linien)
nach der Umformung zu Paneelen und eine höhere Festigkeit während der
Lackaushärtung
als in herkömmlicher
Weise behandelte Legierungen der gleichen Art (z. B. AA6111-T4 Material).
-
Kurze Beschreibung
der Figuren
-
1 ist
ein Fließdiagramm,
das die Schritte einer erfindungsgemäß bevorzugten Vorgehensweise zeigt;
-
2 ist
ein Fließdiagramm ähnlich 1, das ein nicht zur Erfindung
gehörendes
Verfahren zeigt; und
-
3 ist
eine schematische Darstellung der bevorzugten Ausrüstung, die
für die
Vorgehensweisen gemäß 1 und 2 verwendet wird.
-
Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
-
Wie oben festgestellt, haben die
Erfinder der vorliegenden Erfindung unerwartet entdeckt, daß Legierungsblechmaterialien
der 6000er Serie, wie beispielsweise AA6111 und AA6016, und einige
Legierungsblechmaterialien der 2000er Serie nach alleinigem Heißwalzen
kein Roping zeigen. Die heißgewalzten
Materialien neigen dazu, Anzeichen von Roping nach anschließendem Kaltwalzen
auf ≥ 30%
zu zeigen, und zeigen vollständiges
Roping bei ungefähr
40% Reduktion. Folglich beeinflußt der Grad der Kaltbearbeitung
das Roping, obwohl der zugrundliegende Mechanismus hierfür noch nicht
vollständig
verstanden wird.
-
In der folgenden Beschreibung wird
auf Vorgehensweisen Bezug genommen, die mit Legierung AA6111 durchgeführt wurden,
es ist jedoch verständlich,
daß dies
repräsentativ
für andere
Legierungen der 6000er und 2000er Serien ist.
-
Herkömmliches AA6111 Legierungsblech
wird aus einem Barren kommerzieller Größe hergestellt, der geschält, homogenisiert
und auf ≥ 60%
heiß-
und kaltgewalzt wurde, bevor er zur Einstellung des T4 Tempers lösungswärmebehandelt
(solutioniert) wird. Ein solches Material neigt bei Formgebung zu
Roping (der Standardtest ist es, das Blech in der transversalen
Richtung um 15% zu verformen und dann die Oberfläche leicht zu steinen ("stone")). Erfindungsgemäß kann ein
im wesentlichen ropingfreies Blechmaterial hergestellt werden, vorausgesetzt,
daß das
Ausmaß der
Kaltreduktion nach dem Heißwalzen
zwischen 15 und weniger als 30%, weiter bevorzugt 18% bis weniger
als 30%, noch weiter bevorzugt zwischen 20 und 30%, beträgt. Unterhalb
von 15 Kaltreduktion können
während
der Lösungsbehandlung
grobe Körner
gebildet werden, und diese erzeugen ein "Orangenhaut"-Muster
nach der Formgebung. Ein solches Erscheinungsbild wird als inakzeptabel
angesehen, insbesondere in Automobilaußenpaneelanwendungen.
-
Die Herstellung eines heißgewalzten
Qualitätsmaterials
(Nachwalzblech), das zwischen 15 und 30% Endkaltwalzung mitmacht,
in einer kommerziellen Anlage ist sehr schwierig. Anders als bei
der Herstellung von Nachwalzmaterial mit sehr geringer Dicke ist
der einzige Weg zur Erzielung solcher Bedingungen der Einschluß einer
Wärmebehandlung
bei Zwischendicke nach anfänglichem
Kaltwalzen. Es ist festzuhalten, daß der Zweck der Zwischenwärmebehandlung
die Verringerung der gespeicherten Energie des heiß- und kaltgewalzten
Materials ohne übermäßige Vergröberung von
Niederschlagteilchen ist. Grobe Teilchen sind während der Lösungsbehandlung schwierig vollständig aufzulösen und
sind nicht wünschenswert,
da sie die Festigkeitszunahme, die durch das Voralterungsverfahren
erzielt wird, das im Anschluß an
die Lösungsbehandlung des
Materials in Enddicke durchgeführt
wird, wie im Jin et al. Patent (US-Patent 5,616,189) beschrieben,
nachteilig beeinflussen. Darüber
hinaus sind ungelöste
Teilchen unerwünscht,
da sie es schwierig machen, konsistente mechanische Eigenschaften
zu erzielen.
-
Die Zwischenwärmebehandlung beinhaltet vorzugsweise
eine Erwärmung
des Blechs auf eine Temperatur zwischen 280 und 560°C und Halten
im Wärmebad
für bis
zu 18 Stunden. Die minimale Zeit, die für die Wärmebehandlung erforderlich
ist, hängt
von der verwendeten Temperatur ab. Am oberen Ende des Temperaturbereichs
kann die minimale erforderliche Zeit sehr kurz sein (praktisch keine
Zeit bei der Spitzentemperatur), für den Fachmann ist jedoch die
in jedem beliebigen Fall erforderliche Zeit leicht ersichtlich.
Vorzugsweise wird das Material diskontinuierlich in Spulenform bei
einer Temperatur von ≤ 350°C für bis zu
18 Stunden behandelt. Alternativ können höhere diskontinuierliche Temperungstemperaturen
und kürzere
Zeiten angewandt werden, indem das Material für ungefähr 1 Stunde einer Temperatur
von ungefähr
400°C ausgesetzt wird.
Bei Temperaturen zwischen 350 und 400°C sollten die Wärmebehandlungszeiten
aus den obengenannten Gründen
jedoch minimiert werden, damit eine übermäßige Teilchenvergröberung vermieden
wird.
-
Nach der Wärmebehandlung wird mit dem
Kaltwalzen auf die Enddicke begonnen oder diese vervollständigt, und
das Material in Enddicke wird vorzugsweise einem Lösungsschritt
bei einer Temperatur von 480 bis 580°C unterworfen, vorzugsweise
in einer kontinuierlichen Temper- und Lösungswärmebehandlungsstraße, und
wird dann der Voralterung unterworfen.
-
Ein bevorzugtes Voralterungsverfahren
beinhaltet die rasche Abkühlung
des Blechs von der Lösungstemperatur
auf eine Temperatur im Bereich von 65 bis 75°C, gefolgt von einer langsameren
Abkühlung
auf Umgebungstemperatur mit einer Geschwindigkeit von ≤ 2°C/h.
-
Ein komplexeres Voralterungsverfahren
beinhaltet jedoch vier ununterbrochene Abkühlphasen oder -sequenzen: zuerst
wird von der Temperatur der Lösungswärmebehandlung
auf eine Temperatur zwischen ungefähr 350 und 220°C mit einer
Geschwindigkeit von mehr als 10°C/sek
aber nicht mehr als 2000°C/sek
abgekühlt;
als zweites wird das Legierungsblech von ungefähr 350 bis ungefähr 220°C auf zwischen
ungefähr 270
und 140°C
mit einer Geschwindigkeit von mehr als ungefähr 1°C aber weniger als ungefähr 50°C/sek abgekühlt; drittens
wird weiter auf ungefähr
120 bis 50°C
mit einer Geschwindigkeit von mehr als 5°C/min aber weniger als 20°C/sek abgekühlt; und
viertens wird von ungefähr
120 bis 50°C
mit einer Geschwindigkeit von weniger als ungefähr 10°C/h auf Umgebungstemperatur
gekühlt.
-
Das obige Voralterungs(oder Quench)-verfahren
kann mit einem zusätzlichen
Schritt des Aufwickelns des Blechs vor dem letzten Schritt des Kühlens des
Blechs auf Umgebungstemperatur mit einer Geschwindigkeit von weniger
als 10°C/h
durchgeführt
werden.
-
Alternativ kann das Quenchverfahren
die erzwungene Abkühlung
des Blechs durch Wasserkühlung, Wassernebelkühlung oder
Druckluftkühlung,
Aufwickeln des Blechs bei einer Temperatur von 50 bis 100°C und anschließende Abkühlung der
Spule mit einer Geschwindigkeit von weniger als ungefähr 10°C/h beinhalten. Am
meisten bevorzugt verläßt das Blech
die erzwungene Kühlung
mit einer Temperatur von zwischen 120 und 150°C, und das Blech wird vorzugsweise
bei einer Temperatur von zwischen 60 und 85°C aufgewickelt.
-
Die allgemeinen Stufen der oben angegebenen
Vorgehensweise sind in 1 der
anliegenden Zeichnungen gezeigt. Diese zeigt die Anwendung von Kaltwalzschritten
und einer intermediären
Wärmebehandlung.
Im Gegensatz dazu zeigt 2 der
anliegenden Zeichnungen eine Vorgehensweise, die nicht zur Erfindung
gehört,
worin keine Kaltwalzschritte stattfinden und das Heißwalzen
bis zur Enddicke durchgeführt
wird. In beiden Fällen
werden Quench- und Voralterungsschritte mit dem Material in der
Enddicke durchgeführt.
-
3 ist
repräsentativ
für die
Vorrichtung, die für
die verschiedenen Schritte der bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
des Verfahrens verwendet wird. Ein DC-Gußbarren 10 wird zuerst
bei 11 homogenisiert und dann in einer Walzmühle 12 zur Ausbildung
eines heißgewalzten
Materials (Nachwalzmaterial) in Spulenform 13 heißgewalzt.
Die Pfeile 14, 15 und 16 kennzeichnen
alternative Routen. Der Pfeil 14 betrifft ein Nachwalzmaterial 13,
das auf die Enddicke heißgewalzt
ist, ein Verfahren, das nicht zur vorliegenden Erfindung gehört. Dieses
Material wird einem Lösungsbehandlungsschritt
und einer Voralterungsprozedur in einer kontinuierlichen Temper-
und Lösungswärmebehandlungsstraße 17 unterworfen,
wodurch ein Endprodukt im T4 Temper erhalten wird, das zur Auslieferung
an Automobilteilehersteller geeignet ist.
-
Der Pfeil 15 kennzeichnet
eine Route, die von dem heißgewalzten
Material 13 genommen wird, das noch nicht in der Enddicke
vorliegt. Das Material wird zuerst einem Kaltwalzschritt bei 18
unterworfen, wodurch ein Material erhalten wird, das immer noch
nicht in der Enddicke vorliegt. Dieses Material wird dann einer
Wärmebehandlung
in einem diskontinuierlichen Temperofen 19 oder in einer
kontinuierlichen Temperstraße 20 unterworfen.
Das wärmebehandelte
Produkt wird dann in einer Walzmühle 21 einer
Endkaltwalzung auf die Enddicke unterworfen, wobei es die genannte
Verringerung der Dicke von 15 bis weniger als 30 erfährt. Die
gleichen Lösungs-
und Voralterungsschritte wie zuvor beschrieben können dann in der Straße 17 durchgeführt werden.
-
Der Pfeil 16 kennzeichnet
die Möglichkeit,
daß das
Kaltwalzen nur nach der Wärmebehandlung
im Ofen 19 oder der Straße 20 wie zuvor beschrieben
durchgeführt
wird (d. h. in diesem Fall gibt es keine Vorab-Kaltwalzung in der
Mühle 18).
Die anschließenden
Schritte sind dann die gleichen wie bei dem Material, das dem Pfeil 15 folgt.
-
In allen erfindungsgemäßen Fällen wird
Kaltwalzen nach der Wärmebehandlung
zur Verringerung der Dicke des intermediären Produkts auf die Enddicke
in einem Ausmaß im
Bereich von 15 bis weniger als 30% durchgeführt. Wenn dieser Grad der Abnahme
der Dicke zwischen dem heißgewalzten
Nachwalzmaterial 13 und dem Produkt in Enddicke nicht ausreichend
ist, kann vor der Wärmebehandlung
eine Vorab-Kaltwalzung in der Walzmühle 18 durchgeführt werden.
Der Grad der Abnahme der Dicke, die durch das Kaltwalzen vor dem
Wärmebehandlungsschritt
hervorgerufen wird, beeinflußt
den Ropingeffekt nicht. Es ist das Kaltwalzen nach dieser Wärmebehandlung,
das sorgfältig
gesteuert werden muß,
damit die Einführung
von Ropingcharakteristiken in das Produkt vermieden wird.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren ist darauf ausgelegt,
ein optimierten Blechmaterial mit einer guten Kombination aus Biegeformbarkeit,
Oberflächenerscheinungsbild
nach der Formgebung und Lackbrennreaktion herzustellen. Das in dieser
Weise hergestellte Material wird als gegenüber dem herkömmlichen
Produkt, das gegenwärtig
kommerziell erhältlich
ist, überlegen
angesehen.
-
Die vorliegende Erfindung und ihre
Vorteile werden anhand der nachfolgenden Vergleichsbeispiele und
Beispiele verständlich,
sind aber nicht als den Umfang der vorliegenden Erfindung beschränkend anzusehen
sind.
-
Vergleichsbeispiele 1 bis 3
-
Drei Barren mit AA6111 Zusammensetzung
in kommerzieller Größe wurden
durch Direktkühlguß hergestellt.
Die Barren wurden geschält,
bei 560°C
homogenisiert und auf 2,54 mm Dicke heißgewalzt. Zwei der heißgewalzten
Spulen wurden zusammen durch Erwärmen
auf bis zu 400°C
in einem diskontinuierlichen Ofen, Halten für 1 Stunde und anschließendem Abkühlen mit
einem Gebläse
getempert. Alle Spulen wurden mit 59 und 64 Reduktion auf die Enddicke
von 1,03 bzw. 0,93 mm kaltgewalzt. Die kaltgewalzten Spulen wurden
bei 560°C
einer Lösungsbehandlung
unterworfen, zwischen 65 und 75°C
aufgewickelt und mit einer Geschwindigkeit von ≤ 2°C/h auf Raumtemperatur abgekühlt. Die
Materialien wurden dann Endbehandlungen unterworfen, die Reinigung,
Nivellierung und Zuschnittsmaßnahmen
einschlossen. Die zugeschnittenen Proben wurden zur Charakterisierung
der Materialien verwendet.
-
Die Dehnungseigenschaften in der
senkrechten Richtung wurden unter Verwendung von Standard ASTM Proben
mit einer Kreuzkopfgeschwindigkeit von 2,54 mm/min auf 0,025 Belastung, gefolgt
von 12,7 mm/min bis zum Versagen bestimmt. Die Biegefähigkeit
der Materialien wurden unter Verwendung des Standard ASTM E290-B7
Testverfahrens bestimmt. Die Mikrostruktur des Materials wurde optisch
untersucht. Ein Ropingtest wurde durchgeführt durch Verformung 45 mm
breiter Paneele um 15% in der senkrechten Richtung und anschließendes leichtes
Steinen der Oberfläche
zur Verdeutlichung der Topographie.
-
Tabelle 1 faßt die Eigenschaften herkömmlicher
und diskontinuierlich getemperter Materialien wie aus der Anlage
erhalten zusammen.
-
-
Herkömmliche AA6111 Eigenschaften,
Beispiel 1 in Tabelle 1, in Temperzuständen wie erhalten und lackgebrannt,
liegen bei 140 MPa YS, 276 MPa UTS und 26% El, bzw. 269 MPa YS,
344 MPa und 19% El. Das Material wie erhalten zeigte Biegeformbarkeiten
(r/t) von 0,4 bzw. 0,5 in der Längs-
und der Querrichtung. Die Körngröße des Materials
betrug 35 × 15 μm. Das Material
zeigte nach einer Verformung um 15 in Querrichtung deutliches Roping.
-
Die Beispiele 2 und 3 in Tabelle
1 repräsentieren
Eigenschaften von zwei AA6111 Spulen, die zusammen in einem diskontinuierlichen
Ofen diskontinuierlich getempert wurden. Es ist ersichtlich, daß die Eigenschaften
der beiden Spulen signifikant voneinander abweichen, woran sich
deutlich die Probleme zeigen, die mit dem diskontinuierlichen Temperprozeß verbunden
sind, wenn man versucht, konsistente Eigenschaften zu erzielen.
Diese Unterschiede bestanden aufgrund unterschiedlicher Mengen an
ausgefälltem
grobem Mg2Si/Si. Die Legierung gemäß Beispiel
2 zeigte mehr grobe Teilchen als diejenige aus Beispiel 3. Im allgemeinen
war die Lackbrennreaktion des diskontinuierlich getemperten Materials
geringer als diejenige ihres nicht-diskontinuierlich getemperten
Gegenstücks
(vgl. Beispiel 1 mit Beispielen 2 und 2 in Tabelle 1). Wie oben festgestellt,
steht dieser Unterschied überwiegend
mit der Tatsache in Zusammenhang, daß das diskontinuierlich getemperte
Material nicht auf die Voralterungsbehandlung anspricht.
-
Das diskontinuierlich getemperte
Material zeigte kein Roping, was mit der Lehre der US-Patente 4,897,124
und 5,480,498 von Sky Aluminum bzw. Reynolds Metal Company konsistent
ist. Die diskontinuierlich getemperten Produkte konnten jedoch keine
Lackbrennfestigkeit in einem Ausmaß hervorbringen, wie sie normalerweise
bei den nicht diskontinuierlich getemperten Produkten beobachtet
wird. Darüber
hinaus sind die Eigenschaften des diskontinuierlich getemperten
Materials in einer kommerziellen Verarbeitungsumgebung schwer zu
steuern.
-
Das illustriert den Bedarf nach der
Entwicklung eines besseren Herstellungsverfahrens für Automobilblechanwendungen.
-
Beispiele 1 und 2
-
Das vorliegende Beispiel 2 ist nicht
erfindungemäß.
-
Zwei Barren mit AA6111 Zusammensetzung
in kommerzieller Größe wurden
kommerziell im Direktkühlguß hergestellt.
Die Barren wurden geschält
und bei 560°C
vollständig
homogenisiert. Einer der Barren wurde auf 2,54 mm Dicke und der
andere auf 2,3 mm Dicke heißgewalzt.
Die heißgewalzten
Spulen mit einer Dicke von 2,54 bzw. 2,3 mm wurden auf eine Dicke
von 1,5 bzw. 1,3 mm kaltgewalzt. Die kaltgewalzten Spulen wurden
dann bei 550°C
in einem kontinuierlichen Temperofen wärmebehandelt und rasch abgekühlt. Die
wärmebehandelten
Spulen von 1,5 bzw. 1,3 mm Dicke wurden dann um 33 bzw. 20% auf
die Enddicke von 1,0 mm kaltgewalzt. Die kaltgewalzten Spulen wurden
bei 550°C
lösungsbehandelt,
rasch abgekühlt,
zwischen 65 und 75°C
aufgewickelt und dann bei einer Geschwindigkeit von ≤ 2°C/h auf Raumtemperatur
abgekühlt.
Die Materialien wurden dann ohne Nivellierung zugeschnitten. Die
zugeschnittenen Proben wurden zur Charakterisierung der Materialien
verwendet.
-
Es ist ersichtlich, daß die YS-Werte
der Materialien der Beispiele 1 und 2 in Tabelle 2 sowohl im Temper
wie erhalten als auch im Lackbrenntemper recht eng beieinander liegen.
-
-
Die YS-Werte der Materialien wie
erhalten in Tabelle 2 sind niedriger als im Vergleichsbeispiel 1
(Tabelle 1). Der Grund für
diesen Unterschied liegt vorwiegend darin, daß die Materialien keiner Nivellierungsbehandlung
unterworfen wurden. Die Biegeformbarkeit der Materialien aus den
Beispielen 1 und 2 sind unterschiedlich, repräsentieren jedoch eine Verbesserung
gegenüber
dem herkömmlichen
Material -vgl. Vergleichsbeispiel 1 in Tabelle 1 mit den Beispielen
1 und 2 aus Tabelle 2. Die Lackbrennreaktion der Materialien
aus den Beispielen 1 und 2 ist besser als diejenige, die mit den
diskontinuierlich getemperten Materialien aus Tabelle 1 erhalten
wird.
-
Das 33% kaltgewalzte Material zeigte
ein verringertes Roping, wohingegen das 20% gewalzte Material überhaupt
kein Roping zeigte. Allgemein war das oberflächliche Erscheinungsbild der
beiden Materialien nach dem Ropingtest besser als beim herkömmlichen
Material. Die Korngröße des 20%
kaltgewalzten Materials ist größer als
die seines 33 kaltgewalzten Gegenstücks. Die Korngrößenbereiche,
die aus diesen beiden Beispielen erhalten wurden, liegen innerhalb
des normalen Produktbereichs.
-
Beispiel 3
-
Ein Barren mit AA6111 Zusammensetzung
kommerzieller Größe wurde
im Direktkühlguß hergestellt, geschält, bei
560°C homogenisiert,
und auf eine Zwischendicke von 1,25 mm heiß- und kaltgewalzt. Das Material wurde
dann für
4 Stunden bei 300°C
in einem diskontinuierlichen Ofen wärmebehandelt und auf eine Enddicke
von 1,00 mm kaltgewalzt. Die kaltgewalzten Spulen wurden in einer
kontinuierlichen Temperstraße bei
550°C lösungsbehandelt
und rasch abgekühlt,
zwischen 65 und 75°C
aufgewickelt und dann mit einer Geschwindigkeit von ≤ 2°C/h auf Raumtemperatur
abgekühlt.
Zur Bestimmung verschiedener Eigenschaften wurde eine Materialprobe
genommen.
-
Die Dehnungseigenschaften des AA6111
Materials sind in Tabelle 3 angegeben.
-
Tabelle
3
Mechanische Eigenschaften von erfindungsgemäß hergestellter
AA6111 Legierung
-
Die Eigenschaften sind denjenigen ähnlich,
die mit den Beispielen 1 und 2 in Tabelle 2 erhalten wurden. Biegeverformbarkeit
und die Lackbrennreaktion sind besser als beim herkömmlichen
Material (Vergleichsbeispiel 1 in Tabelle 1). Die Ropingcharakteristiken
des Materials sind ebenfalls besser als beim herkömmlichen
Material.
-
Aus den obigen Beispielen ist deutlich,
daß das
vorgeschlagene Verfahren ein Blechprodukt liefert, das hinsichtlich
Biegeformbarkeit, Roping und Lackbrennreaktion besser ist als das
gegenwärtig
auf dem Markt erhältliche
Produkt.