-
Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Herstellung einer Feinpartikeldispersion, insbesondere
einer Feinpartikeldispersion, deren Viskosität sich bei Einwirkung eines
elektrischen Feldes sofort erhöht, wobei
es eine elektrorheologische Wirkung zeigt, d. h. den Effekt, dass
verschiedene Farben durch färbende Stoffe
hervorgebracht werden, und die als ein elektrorheologisches Fluid
(ER) wirkt, damit die Dispersion als ein Betriebsfluid in z. B.
einem Motorträger,
einem Dämpfer
und einem Ventil verwendet werden kann. Da mit der durch das Verfahren
der vorliegenden Erfindung vorgesehenen Feinpartikeldispersion verschiedene
Farben entwickelt werden können,
kann die Dispersion ebenfalls als ein färbender Stoff, wie z. B. ein
Flüssig-Toner
und eine Tinte für
eine Tintenstrahlvorrichtung, verwendet werden.
-
Bei dem herkömmlichen ER-Fluid des Typs
einer Feinpartikeldispersion haben die verteilten Feinpartikel eine
Dichte, die größer als
die der Trägerflüssigkeit
ist, was zu einer ungenügenden
Verteilung der Feinpartikel führt.
Wenn also ein schwarzes Material, wie z. B. Kohleschwarz, in der
Trägerflüssigkeit
verteilt ist, kann das herkömmliche
ER-Fluid nicht als ein färbender
Stoff verwendet werden.
-
Zur Überwindung dieser Schwierigkeiten
wird ein elektrorheologisches (ER) Fluid vorgeschlagen, bei dem
Harzpartikel mit einer Dichte, die nah an der Dichte der Trägerflüssigkeit
liegt, verwendet werden. Die Harzpartikel haben jedoch einen großen Partikeldurchmesser,
z. B. circa 15 μm.
Da es also schwierig ist, dass sowohl ein färbender Stoff als auch ein
ER-Material (Material, das verwendet wird, um dem Harzpartikel eine elektrorheologische
Wirkung zu verleihen) in dem Harzpartikel eingebracht sind, wurde
noch kein ER-Fluid unter Verwendung von Harzpartikeln in der Praxis
eingesetzt.
-
In der
EP 562 978 A1 ist ein elektrorheologisches
Fluid offenbart, in dem anorganische/organische Komposit-Partikel,
die einen ein anorganisches Polymer-Gemisch enthaltenden Kern und eine Umhüllung mit einem
anorganischen stoffli chen Partikel und elektrorheologische Eigenschaften
aufweisen, in einem elektrisch isolierendem Medium verteilt sind.
Der Partikeldurchmesser der anorganischen/organischen Komposit-Partikel
liegt vorzugsweise in einem Bereich von 0,1 bis 500 μm und der
Partikel-Durchmesser der ER-anorganischen-Mikropartikel liegt in
einem Bereich von vorzugsweise 0,005 bis 100 μm. Elektrorheologische Fluide
dieser Art sind ebenfalls in der
EP 0 634 473 A2 und
EP 0 540 315 A2 offenbart.
-
In der
EP 0 824 227 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung
eines Flüssig-Toner-Gemisches offenbart, wobei
anorganische Feinpartikel unmittelbar, spätestens vor Initiierung der
Toner-Partikel-Abscheidung, hinzugefügt werden. Der Toner-Partikel-Durchmesser
liegt in dem Bereich zwischen 2,4 und 2,9 μm.
-
In der
EP 0 823 450 A1 ist ein Verbundstoff offenbart,
der das Agglomerieren von Kolloid-Silica-Partikeln nicht zulässt. Dieser
Verbundstoff dient zur Herstellung von Formkörpern, in denen Feinpartikel
aus Kolloid-Silica in einem Harz verteilt sind, während sie
in der Form von Primärteilchen
bleiben.
-
In den bekannten Verfahren zur Vorbereitung
von Feinpartikeldispersionen werden das Polymer und die anorganischen
Partikel gleichzeitig abgeschieden.
-
Unter diesen Umständen stellten die Erfinder
vorher ein Flüssig-Toner-Gemisch
vor, das einen färbenden
Stoff und Harzpartikel mit einem kleinen Partikeldurchmesser von
2 bis 3 μm
eines auf ein Volumen basierenden mittleren Durchmessers enthält, wobei
das Gemisch die Eigenschaften eines ER-Fluids aufweist, und stellten
ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung des bestimmten Flüssig-Toner-Gemisches vor. Als
ein Ergebnis von fortdauernden Anstrengungen, die Eigenschaften
des ER-Fluids weiter zu verbessern, gelangen die gegenwärtigen Erfinder
zu der vorliegenden Erfindung.
-
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Herstellung einer Feinpartikeldispersion mit
verbesserten Eigenschaften zu schaffen.
-
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Feinpartikeldispersion
vorgesehen, das die Schritte umfasst:
- – Heißschmelzen
und Dispergieren eines thermoplastischen Harzes, das einen färbenden
Stoff enthalten kann oder nicht, in einer Lösung mit einer hohen Temperaturabhängigkeit
hinsichtlich der Löslichkeit
des thermoplastischen Harzes, und das einen Löslichkeitsparameter hat, der
zur Regulierung der Partikeldurchmesser der abzuscheidenden Partikel
gesteuert ist;
- – Abkühlen des
harzhaltigen Systems zum Abscheiden der Harzpartikel, die färbende Stoffe
enthalten können
oder nicht;
- – Hinzufügen von
anorganischen Feinpartikeln zu dem System gefolgt durch nochmaliges
Erhitzen des Systems, um eine ausreichende Durchmischung zu erzielen;
und
- – Abkühlen des
Systems, damit die anorganischen Feinpartikel größtenteils an der Oberflächenschicht
der Harzpartikel, die färbende
Stoffe enthalten können
oder nicht, anhaften können
oder darin eingebunden werden.
-
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
-
Die Erfindung ist anhand der folgenden
detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen
verständlicher,
wobei
die einzige Figur eine Vorrichtung zur Auswertung der
elektrorheologischen (ER) Eigenschaften einer Feinpartikeldispersion
zeigt, die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung bereitgestellt
wird.
-
Die durch das Verfahren der vorliegenden
Erfindung erzeugte Feinpartikeldispersion enthält anorganische Feinpartikel,
die dazu dienen, dass die Dispersion eine elektrorheologische Wirkung
(ER) hervorbringen kann. Um zu ermöglichen, dass die Dispersion
eine ER-Wirkung erzeugt, können
die anorganischen Feinpartikel tief im Inneren des Partikels, das
aus Harz oder aus Harz und einem färbenden Material (nachstehend als
gefärbtes
Harzpartikel bezeichnet) besteht, vorhanden sein. Jedoch ist es
vorteilhaft, wenn sich die anorganischen Feinpartikel in der Nähe einer
Oberflächenschicht
des Harzpartikels oder des gefärbten
Harzpartikels befinden. Die anorganischen Feinpartikel sollten naturgemäß vorzugsweise
selektiv in der Nähe
der Oberflächenschicht
des Harzpartikels oder des gefärbten
Harzpartikels hinzugefügt
werden, damit die Dispersion der vorliegenden Erfindung höhere ER-Eigenschaften
hervorbringen kann.
-
Die in dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung verwendeten anorganischen Feinpartikel umfassen z. B.
auf Titan basierende Partikel wie Titanoxyd-Partikel und hydrierte
Titanoxyd-Partikel; auf Silica basierende Partikel wie Silica-Partikel,
Kolloid-Silica und Silicagel; synthetische Mica-Partikel; und Aluminiumborat-Partikel. Die Partikel-Durchmesser
und der spezifische Oberflächenbereich
dieser Partikel können,
wie gewünscht,
zweckmäßig bestimmt
werden. Vorteilhafterweise sollten die anorganischen Feinpartikel
einen Partikeldurchmesser haben, der in einen Bereich von 0.01%
bis 25% des Durchmessers des Harzpartikels oder des gefärbten Harzpartikels
fällt.
Die Oberfläche
der anorganischen Feinpartikel kann ebenfalls mit einem organischen
Stoff, einem Hydroxid oder Ähnlichem,
behandelt werden, um die Dispersionsfähigkeit oder Verbindungsfähigkeit
mit dem Harz der anorganischen Feinpartikel zu verbessern.
-
Die auf Titanium basierenden Partikel,
die als anorganische Feinpartikel in dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, sind zum Beispiel anorganische Feinpartikel,
die von Ishihara Sangyo Kaisha Co. unter den Handelsnamen C-11,
TTO-55(A), TTO-55(B), TTO-55(C), TTO-55(S), TTO-51(A), TTO-51(N), von Teika
Co. unter dem Handelsnamen MT-100SA, MT-100SAS, MT- 150W, X-039, X-040,
X-041, und von Sakai Kagaku Co. unter den Handelsnamen STR-40, STR-60,
STR-65 und STR-80 erhältlich
sind.
-
Die auf Silica basierenden Partikel,
die als anorganische Feinpartikel in dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, umfassen zum Beispiel von Japan Aerosil
Co. unter den Handelsnamen 130, 200, 200SV, 2000F, 300, 3000F, 380,
R972, R974, R202, R805, R812, OX50, TT600, MOX80, MOX170, und COK84
erhältliche
Aerosile (hochdisperse Kieselsäure);
von Nissan Kagaku Kogyo K. K. unter den Handelsnamen IPA-ST und
IPA-ST-Z1 erhältliche
Partikel; von Shokubai Kasai Kogyo K. K. unter dem Handelsnamen
OSCAL-1235 erhältliche
Partikel; von Fuji Silica Kagaku K. K. unter den Handelsnamen CARIACT-15, CARIACT-30
und CARIACT-50 erhältliche
Partikel.
-
Weiterhin schließt das in dem Verfahren der
vorliegenden Erfindung als anorganische Feinpartikel verwendete
synthetische Mica die von Corp. Chemical K. K. unter den Handelsnamen
MK-100 erhältlichen
Mica-Partikel ein. Außerdem
sind in den Aluminiumborat-Feinpartikeln, die als anorganische Feinpartikel
in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden, zum
Beispiel solche eingeschlossen, die von Shikoku Kasei Kogyo K. K.
unter dem Handelsnamen PF Serien und PC Serien erhältlich sind.
-
Selbstverständlich sind die anorganischen
Feinpartikel, die in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet
werden, nicht auf die vorstehend exemplarisch Genannten beschränkt.
-
Da die durch das Verfahren der vorliegenden
Erfindung erzeugte Feinpartikeldispersion als färbender Stoff verwendet wird,
sollten vorteilhafterweise weiße
anorganische Feinpartikel, insbesondere Feinpartikel aus Titanoxyd,
hydriertem Titanoxyd, Silica, synthetischem Mica und Aluminiumborat
verwendet werden. Es ist anzumerken, dass die ER-Eigenschaften der
Dispersion weiter verbessert werden können, indem diese weißen anorganischen
Feinpartikel einer Oberflächenbehandlung
unterzogen werden.
-
Vorzugsweise sollte ein thermoplastisches
Harz für
die Feinpartikeldispersion, die durch das Verfahren der vorliegenden
Erfindung hervorgebracht wird, benutzt werden. Die thermoplastischen
Harze sind zum Beispiel Vinylchlorid-Harz, Vinylidenchlorid-Harz,
Vinylacetat-Harz, Polyvinylacetal-Harz, Harz der Styrolserien, Harz
der Methacrylsäureserien,
Polyethylen-Harz, Polypropylen-Harz, Fluorkohlenstoffharz, Harz
der Polyamidserien, Polyacetal-Harz und gesättigtes Polyester-Harz.
-
Insbesondere sollten vorzugsweise
olefinische Harze mit einer Carboxylgruppe oder einer Esterbindung
verwendet werden, einschließlich
zum Beispiel Ethylen-Vinylacetat-Copolymer,
teilweise verseiftes Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, Ethylen-Acrylsäure-Copolymer,
Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer,
Ethylen-Acrylester-Copolymer,
Ehtylen-Methacrylsäureester-Copolymer,
Acrylester-Harz, Methacrylester-Harz, Styrolacrylsäure-Copolymer,
Styrolmethacrylsäure-Copolymer, Styrolacrylester-Copolymer
und Styrolmethacrylester-Copolymer. Diese Harze können einzeln
oder in Form einer Mischung aus wenigstens zwei dieser Harze verwendet
werden. Falls ein Pigment als ein färbender Stoff dem Harz hinzugefügt wird,
sollte das Pigment mit einer Menge von 50 bis 1 Gew.-% relativ zu
50 bis 99 Gew.-% des Harzes hinzugefügt werden.
-
Ein in einem Tintengemisch oder Toner
allgemein verwendetes Pigment kann als färbender Stoff in der Feinpartikeldispersion
verwendet werden. Es können
verschiedene Arten von Kohleschwarz, z. B. durch das Brennofenverfahren,
Kontaktverfahren, Acetylen-Verfahren, etc. erzeugte und auf dem
Markt zur Verwendung als Additiv zu Gummi, zur Farbentwicklung und
zur Fortleitung von Elektrizität
erhältliche
Arten, als ein schwarzes Pigment verwendet werden.
-
Genauer gesagt ist es möglich, Kohleschwarz,
das durch das Brennofenverfahren einschließlich HCF, MCF, RCF, LCF und
LFF erzeugt wird, Kohleschwarz, das durch das Channel-Verfahren
erzeugt wird einschließlich
HCC, MCC, RCC und LCC, die auf den Seiten 290 bis 291 des „Carbon
Black Binran (Handbuch)", veröffentlicht
im April 1995, klassifiziert sind, und verschiedene auf der Seite
294 des vorstehend genannten „Carbon
Black Binran" beschriebene
Acetylenschwarzsorten zu verwenden.
-
Die nicht-schwarzen Pigmente sind
zum Beispiel Phthalocyaninblau, Phthalocyaningrün, Himmelblau, Rhodaminrot,
Malachitseegrün,
Hansagelb, Benzidingelb und Brilliantkarmin 6B.
-
Die vorstehend genannten Pigmente
können
zusammen mit Farbstoffen, wie zum Beispiel öllösliche Azofarbstoffe wie Ölschwarz
und Ölrot;
basische Azofarbstoffe wie Bismarckbraun; saure Azofarbstoffe wie Schwarzblau
HF; und Chinoniminfarbstoffe, wie Nigrosinfarbstoffe, verwendet
werden. Es ist ebenfalls möglich,
die Oberfläche
mit Harz zu beschichten.
-
Der färbende Stoff kann der Feinpartikeldispersion
der vorliegenden Erfindung hinzugefügt werden, indem er vorab unter
Wärmeeinwirkung
mit dem thermoplastischen Harz verknetet wird. Als Alternative kann
der färbende
Stoff vor Abscheidung der Partikel bei dem Herstellungsverfahren
der Feinpartikeldispersion hinzugefügt werden, so dass der färbende Stoff
in der Lösung
und dem Harz ausreichend vermischt und verteilt werden kann.
-
Bei der vorliegenden Erfindung sollte
vorzugsweise ein Flüssigmaterial
mit hohen elektrischen Isoliereigenschaften als Trägerflüssigkeit
verwendet werden. Die in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung
verwendete Trägerflüssigkeit
enthält
zum Beispiel geradkettige oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffe, alicyclische
Kohlenwasserstoffe, Halogenderivate davon und Siliconöle. Wenn
die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung erzeugte Feinpartikeldispersion
als ein Flüssig-Toner
verwendet wird, sollte der aliphatische Kohlenwasserstoff als Trägerflüssigkeit
verwendet werden. Genauer gesagt sind die Trägerflüssigkeit zum Beispiel ein Siliconöl, das von
Toshiba Silicone Ltd. unter der Handelsbezeichnung TSF451 erhältlich ist, von
Exxon Chemical Ltd. unter den Handelsnamen Isopar G, Isopar H, Isopar
K, Isopar L, Isopar M und Isopar V erhältliche Flüssigmaterialien; ein unter
dem Handelsnamen Shellzole 71 von Shell Petroleum Ltd. erhältliches
Flüssigmaterial;
und Flüssigmaterialien,
die von Idemitsu Petrochemical Co., Ltd unter den Handelsnamen IP1620,
IP2028 und IP2835 erhältlich
sind.
-
Die in dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung verwendete Lösung
ist erforderlich, um das Harz in dem Aufheizschritt aufzuschmelzen
und das Harz erschwert bei Raumtemperatur aufzuschmelzen. Weiterhin wird
der Löslichkeitsparameter
(SP-Wert) der Lösung
derart gesteuert, dass der Durchmesser der abgeschiedenen Harzpartikel
oder abgeschiedenen gefärbten
Harzpartikel reguliert wird. Es ist anzumerken, dass der Differenzwert ΔSP zwischen
dem SP-Wert des eigentlichen Harzes und dem SP-Wert der Lösung so
klein wie möglich
sein sollte, um den Durchmesser der abgeschiedenen Harzpartikel
oder der abgeschiedenen gefärbten
Harzpartikel zu verringern. Es kann auch ein einzelnes Lösungsmittel
oder ein Lösungsmittelgemisch
in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Das
Lösungsmittel
beinhalten zum Beispiel geradkettigen oder verzweigten aliphatischen
Kohlenwasserstoff, Halogenderivate von Kohlenwasserstoffe, aromatische
Kohlenwasserstoffe, aliphatische Alkohole und Äther. Diese Lösungsmittel
können
einzeln oder in Form eines Gemisches aus wenigstens zwei dieser
Lösungsmittel
verwendet werden.
-
Weiterhin können, wenn die Feinpartikeldispersion
als Farbstoff verwendet wird, Additive nach Bedarf hinzugefügt werden.
-
Bei einem ER-Fluid, das Feinharzpartikel
als Basismaterial enthält,
ist es wichtig, dass das ER-Material und die Harzpartikel vollständig zu
einem komplexen Gemisch zusammengebracht werden können. Um eine
hohe ER-Wirkung zu erzielen, sollte das ER-Material vorzugsweise
selektiv in der Nähe
der Oberflächenschicht
des Harzpartikels angelagert werden. Wenn andererseits die die ER-Eigenschaften
aufweisende Feinpartikeldispersion als ein Farbstoff verwendet wird,
ist ein färbender
Stoff wie zum Beispiel ein Pigment in dem Harzpartikel erforderlich.
Hinsichtlich Farbentwicklungseigenschaften sollten die Pigmentpartikel
vorzugsweise so gleichmässig
wie möglich
in den Harzpartikeln verteilt sein. Daraus folgt, dass, wenn es
sich um ER-Eigenschaften aufweisende gefärbte Harzpartikel handelt,
die ebenfalls als ein färbender
Stoff eingesetzt werden können,
die farbgebenden Partikel gleichmässig innerhalb der Harzpartikel
verteilt und das ER-Material gleichzeitig
in der Nähe
der Oberflächenschicht
der Harzpartikel angelagert werden müssen.
-
Einige Beispiele der vorliegenden
Erfindung werden nun beschrieben. Die in den folgenden Beispielen genannten
Ausdrücke „Teil" und „%" bedeuten jeweils „Gewichtsteil" und „Gewichtsprozent".
-
Beispiel 1:
-
Eine anorganische Feinpartikeldispersion
wurde vorbereitet, indem 900 Gewichtsteile von C-11 (Handelsbezeichnung
für hydratisierte
Titanoxid-Partikel, hergestellt von Ishihara Sangyo Kaisha Ltd.
mit einem Partikeldurchmesser von 5 bis 10 nm) in 300 Gewichtsteilen
eines gemischten Lösungsmittels
mit einem SP-Wert von 9,18 und bestehend aus 48 Gew.-% Isopar L,
hergestellt von Exxon Chemincal Ltd., 32 Gew.-% Toluen, hergestellt
von Katayama Kagaku K. K. und 20 Gew.-% Ethanol, hergestellt von
Katayama Kagaku K. K. unter Verwendung einer „Dinomill des Typs KDL-Pilot", die eine von Sinmal
Enterprises Inc. vertriebene Nassmühle ist, verteilt wurden.
-
Auf der anderen Seite wurden in einen
mit einer Rührvorrichtung,
einem Thermometer und einem Rückflusskühler ausgestatteten
Behälter
1200 g des oben aufgeführten
gemischten Lösungsmittels,
50 g „Dumiran
C-2280" (Handelsname
eines teilweise verseiften Ehtylenvinylacetats Copolymer, hergestellt
von Takeda Pharmaceutical Co., Ltd. und mit einem SP-Wert von 8,93)
und 10 g Phthalocyaninblau (C. I. Pigmentblau 15 : 3, hergestellt
von Dai-nichi Kogyo K. K.) gefüllt,
die vorher in einem gemischten Lösungsmittel
unter Einsatz der Dinomill verteilt wurden. Das Gemisch wurde 30
Minuten lang bei 70°C
verrührt,
so dass das vorstehend genannte „Dumiran C-2280" vollständig aufgelöst war,
und anschlie ßend
wurde die Lösung
auf Raumtemperatur abgekühlt,
um die gefärbte
Harzpartikel abzuscheiden.
-
Dann wurden 13 g der vorstehend genannten
anorganischen Feinpartikeldispersion in den Behälter gegeben, das Gemisch wiederum
30 Minuten lang bei 50°C
verrührt
und dann wurde das Gemisch auf Raumtemperatur abgekühlt. Das
gemischte Lösungsmittel
der Feinpartikeldispersion wurde durch Isopar L ersetzt, um so eine
Feinpartikeldispersion vorzubereiten, die eine ER (elektrorheologische)
Wirkung zeigt. Tabelle 1 zeigt die Eigenschaften der Feinpartikeldispersion.
-
-
-
Der in der Tabelle 1 genannte Partikeldurchmesser
ist ein auf ein Volumen basierender mittlerer Durchmesser, der mittels „LA-700", was ein Handelsname
für eine
von Horiba Seisakusho K. K. hergestellte Partikelgrößenverteilungsmessvorrichtung
des Typs Laserlicht-Brechung/Streuung ist, gemessen wurde. Die in
der Tabelle 1 angegebene kinematische Viskosität (cSt) wurde mit einem in
der Figur gezeigten Ostwald Viskositätsmessgerät gemessen. Insbesondere wurde
eine Elektrode (Kupferplatte) 2 innerhalb des Ostwald Viskositätsmessgerätes 1 montiert.
Eine Feinpartikeldispersion 3 mit einer Partikelkonzentration
von 10% befand sich in dem Ostwald Viskositätsmessgerät 1. Weiterhin war
ein blanker Kupferdraht 4 von 0,2 mm Durchmesser innerhalb
des Ostwald Viskositätsmessgerätes 1 angeordnet
und an eine Hochspannungsquelle 5 angeschlossen.
-
Beispiel 2:
-
Eine Feinpartikeldispersion mit einer
ER-Wirkung wurde, wie in Beispiel 1, vorbereitet, ausser dass STR-60
(Handelsname von Titanoxid-Feinpartikeln, die von Sakai Kagaku Kogyo
K. K. hergestellt werden und einen Partikeldurchmesser von 0,02
bis 0,05 μm
haben) anstatt des in Beispiel 1 verwendeten hydrierten Titanoxid
C-11 verwendet wurde. Dann wurde Zirkoniumnaphtenat als ein Füllmedium
zu der Feinpartikeldispersion in einer Menge von 10% basierend auf
die feste Komponente der Dispersion hinzugefügt, um einen positiv geladenen
Flüssig-Toner
aufzubereiten. Die Eigenschaften des Flüssig-Toners und das Ergebnis
der Auswertung der Abbildungsgüte
sind in der Tabelle 1 gezeigt. Zur Auswertung der Abbildungsgüte wurden
Abbildungen auf einem beschichteten Papierblatt unter Einsatz des „Mitsubishi
Electronic Printing Systems" gedruckt und
die Abbildungsgüte
wurde durch Sichtprüfung
bewertet. Weiterhin wurde die Druckkonzentration durch den Einsatz
eines Macbeth Densographen gemessen.
-
Vergleichsbeispiel 1:
-
Eine Feinpartikeldispersion wurde
wie in Beispiel 1 vorbereitet, ausser, dass die anorganische Feinpartikeldispersion
in dem Schritt des Hinzufügens
des Harzes und Pigmentes hinzugefügt wurde, anstatt die anorganische
Feinpartikeldispersion nach der Abscheidung der gefärbten Harzpartikel
hinzuzufügen.
Die Eigen schaften der Feinpartikeldispersion sind in Tabelle 1 dargestellt.
Wie aus der Tabelle 1 ersichtlich, wären die ER-Eigenschaften geringer
als die in Beispiel 1, weil das ER-Material der anorganischen Feinpartikel
innerhalb des Harzpartikels zusammen mit dem Pigment verteilt ist.
-
Vergleichsbeispiel 2:
-
Ein Flüssig-Toner wurde wie in Beispiel
2 vorbereitet, ausser dass die anorganische Feinpartikeldispersion
in dem Schritt des Hinzufügens
des Harzes und Pigmentes hinzugefügt wurde, anstatt die anorganische
Feinpartikeldispersion nach Abscheidung des gefärbten Harzpartikels hinzuzufügen. Die
Eigenschaften des Flüssig-Toners
und das Ergebnis der Auswertung der Abbildungsgüte sind in Tabelle 1 gezeigt.
Wie aus Tabelle 1 ersichtlich, wäre
die Abbildungsgüte
geringer als die des Beispiels 2, weil die ER-Eigenschaften beim Vergleichsbeispiel
2 beeinträchtigt
wären.
-
Beispiel 3:
-
Ein Flüssig-Toner wurde wie in Beispiel
2 vorbereitet, ausser dass die anorganischen Feinpartikel, die von
Saki Kagaku K. K. hergestellt werden und einen Partikeldurchmesser
von 0,02 bis 0,05 μm
haben, und die aufbereitet wurden, in dem die Oberfläche von
STR-60 (die in Beispiel 2 verwendeten Titanoxyd-Feinpartikel) mit
Titanhydroxid in einer Menge von 10% basierend auf dem Gewicht von
STR-60 behandelt wurde, anstelle des in dem Beispiel 2 verwendeten
STR-60 verwendet wurde. Die Eigenschaften des Flüssig-Toners und das Ergebnis
der Auswertung der Abbildungsgüte
sind in Tabelle 1 angegeben.
-
Beispiel 4:
-
Eine anorganische Feinpartikeldispersion
wurde durch Verteilung von 900 Gewichtsteilen von STR-60 (Titanoxyd-Feinpartikel)
in 300 Gewichtsteilen eines gemischten Lösungsmittels bestehend aus
50% Isopar L, 33% Toluen, und 17 % Ethanol durch Dinomill-Einsatz
vorbereitet. Auf der anderen Seite wurden in einen mit einer Rührvorrichtung,
einem Thermometer und einem Rückflusskühler ausgestatteten
Behälter
1.200 g eines vorstehend genannten gemischten Lö sungsmittels und 50 g Dumiran
C-2280 gegeben. Die Mischung wurde 30 Minuten lang bei 70°C verrührt, um
das Dumiran C-2280 vollständig
aufzulösen,
und anschließend
wurde die Lösung
bis auf Raumtemperatur gekühlt,
um die Harzpartikel abzuscheiden. Dann wurden 8,3 g der vorstehend
genannten anorganischen Feinpartikeldispersion in den Behälter gegeben,
diese Mischung wiederum 30 Minuten lang bei 50°C verrührt und anschließend gekühlt. Das
gemischte Lösungsmittel
der Feinpartikeldispersion wurde durch „TSF451-1 ", was der Handelsname einer Lösung ist,
die von Toshiba Silicone K. K. hergestellt wird, ersetzt, um so
eine Feinpartikeldispersion vorzubereiten, die eine ER-Wirkung aufweist.
Die Eigenschaften der Feinpartikeldispersion sind in Tabelle 1 dargestellt.
-
Beispiel 5:
-
Eine anorganische Feinpartikeldispersion
wurde vorbereitet, indem 900 Gewichtsteile von MK-100, was ein Handelsname
für synthetische
Mica-Partikel mit einem Partikel-Durchmesser von 1 bis 5 μm ist, zu 300
Gewichtsteilen einer gemischten Lösung mit einem SP-Wert von
9,89 und bestehend aus 40% Isopar L, 27% Toluen und 33% Ethanol
hinzugefügt.
Die dem gemischten Lösungsmittel
hinzugefügten
Mica-Partikel wurden mittels „Dinomill" pulverisiert, um
eine Dispersion zu ermöglichen,
die Mica-Partikel mit einem Durchmesser von 0,5 bis 2 μm enthält. Auf
der anderen Seite wurden in einen mit einem Rührwerk, einem Thermometer und
einem Rückflusskühler ausgestatteten
Behälter
1.200 g des vorstehend genannten gemischten Lösungsmittels, 50 g Dumiran
C-2280 und 10 g Brilliantkarmin 6B (C. I. Pigmentblau 57 : 1, hergestellt
von Dai-nichi Seika Kogyo K. K.), das vorher in das gemischte Lösungsmittel
unter Einsatz von Dinomill verteilt wurde, gegeben. Die Mischung
wurde 30 Minuten lang bei 70°C
verrührt,
um das Dumiran C-2280 vollständig
aufzulösen,
um dann die resultierende Lösung
auf Raumtemperatur abzukühlen,
so dass die gefärbten
Harzpartikel abgeschieden wurden. Dann wurden 10 g der vorstehend
genannten anorganischen Feinpartikeldispersion dem System hinzugefügt und das
System wurde bei 50°C
wiederum verrührt
und danach wurde das System auf Raumtemperatur abgekühlt. Das
gemischte Lösungsmittel
der Feinpartikeldisperson wurde durch Isopar L ersetzt, so dass
eine Feinpartikeldispersion zubereitet wurde, die eine ER- Wirkung aufweist.
Die Eigenschaften der Feinpartikeldispersion sind ebenfalls in der
Tabelle 1 aufgeführt.
-
Beispiel 6:
-
Eine Feinpartikeldispersin, die eine
ER-Wirkung aufweist, wurde, wie in Beispiel 5, zubereitet, außer dass
PF-03, das ein Handelsname für
ein von Shikoku Kasei Kogyo K. K. hergestelltes Aluminiumborat ist
und einen Partikeldurchmesser von 3 μm hat, anstelle des in Beispiel
5 verwendeten synthetischen Mica MK-100 zur Vorbereitung einer anorganischen
Feinpartikeldispersion, die anorganische Feinpartikel mit einem
Partikel-Durchmesser von 1 μm
enthält,
verwendet wurde. Die Eigenschaften der Feinpartikeldispersion sind
in der Tabelle 1 aufgeführt.
-
Beispiel 7:
-
Ein Flüssig-Toner wurde wie in Beispiel
2 vorbereitet, nur dass 10 g OSCAL-1235, was der Handelsname für von Shokubai
Kasei Kogyo K. K. hergestellte Silicasol ist, anstelle der im Beispiel
2 verwendeten anorganischen Feinpartikeldispersion verwendet wurden.
Die Eigenschaften des Flüssig-Toners
und das Ergebnis der Auswertung der Abbildungsgüte sind in Tabelle 1 aufgeführt.
-
Wie aus den vorstehend genannten
Beispielen ersichtlich ist, wird ein Gemisch aus Pigmenten und Harz
verknetet, oder ein Dispergiermittel wird bei der vorliegenden Erfindung
hinzugefügt,
damit das Pigment ausreichend in dem Lösungsmittel verteilt werden
kann. Daraus resultiert, dass das Pigment gleichmäßig in dem
Harzpartikel beim Abscheiden der gefärbten Harzpartikel enthalten
ist. Dann werden anorganische Feinpartikel hinzugefügt, die
als ein ER-Material agieren, anschließend wird das ER-Material mit
den gefärbten Harzpartikeln
unter Wärmeeinwirkung
vermischt. Bei diesem Aufwärmschritt
ist die Harzoberflächenschicht des
gefärbten
Harzpartikels aufgequollen. Durch die Wechselwirkung mit der aufgequollenen
Harzoberflächenschicht
werden die Pigment Partikel selektiv an der Oberfläche des
gefärbten
Harzpartikels angelagert. Dann wird das System gekühlt, mit
dem Ergebnis, dass die Feinpartikel an der Oberfläche des
gefärbten
Harzpartikels haften. Die anorganischen Feinpartikel, die an der
Oberflächen schicht
des gefärbten
Harzpartikels haften, sind schwer aus dem gefärbten Harzpartikel loszulösen, sogar
wenn die Feinpartikeldispersion verschiedenen Behandlungen in Abhängigkeit
von unterschiedlichen Verwendungen der Feinpartikeldispersion unterzogen
wird.
-
Es sollte ebenfalls noch angemerkt
werden, dass, da das ER-Material selektiv an der Oberflächenschicht
des gefärbten
Harzpartikels angelagert wird, die Feinpartikeldispersion der vorliegenden
Erfindung hohe ER-Eigenschaften aufweisen kann. Außerdem kann
die Feinpartikeldispersion der vorliegenden Erfindung ebenfalls
als ein färbender
Stoff verwendet werden, da das Farbmittel außerdem gleichmäßig in dem Harzpartikel
enthalten ist.