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Die vorliegende Erfindung betrifft
Gasturbinenmaschinen und insbesondere Laufschaufeln für einen
Bläser
in der Maschine, die ausgelegt sind, ein Brechen des Strömungsprofils
während
eines Laufschaufelverlust-Zustands zu verringern.
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Eine Gasturbinenmaschine, beispielsweise eine
Turbobläsermaschine
für ein
Flugzeug weist einen Bläserabschnitt,
einen Verdichterabschnitt, einen Verbrennungsabschnitt und einen
Turbinenabschnitt auf. Eine Achse der Maschine ist zentral in der Maschine
angeordnet und erstreckt sich in Längsrichtung durch diese Abschnitte.
Ein primärer
Strömungsweg
für Arbeitsmediumsgase
erstreckt sich axial durch die Abschnitte der Maschine. Ein sekundärer Strömungsweg
für Arbeitsmediumsgase
erstreckt sich parallel zu und radial außerhalb des Primär-Strömungswegs.
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Der Bläserabschnitt weist eine Rotoranordnung
und eine Statoranordnung auf. Die Rotoranordnung des Bläsers weist
eine Rotorscheibe und eine Mehrzahl von sich nach außen erstreckenden
Rotorlaufschaufeln auf. Jede Rotorlaufschaufel weist einen Strömungsprofilbereich,
einen schwalbenschwanzartigen Wurzelbereich und eine Plattform auf.
Der Strömungsprofilbereich
erstreckt sich durch den Strömungsweg
und wechselwirkt mit den Arbeitsmediumsgasen, um Energie zwischen
der Rotorlaufschaufel und den Arbeitsmediumsgasen zu übertragen.
Der schwalbenschwanzförmige
Wurzelbereich wirkt mit den Befestigungsmitteln der Rotorscheibe
zusammen. Die Plattform erstreckt sich typischerweise umfangsmäßig von
der Rotorlaufschaufel zu einer Plattform einer benachbarten Rotorlaufschaufel.
Die Plattform ist radial zwischen dem Strömungsprofilbereich und dem
Wurzelbereich angeordnet. Die Statoranordnung weist ein Bläsergehäuse auf,
welches die Rotoranordnung in enger Nähe zu den Spitzen der Rotorlaufschaufeln
umgibt.
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Während
des Betriebs saugt der Bläser
Arbeitsmediumsgase, insbesondere Luft, in die Maschine. Der Bläser erhöht den Druck
der Luft, die entlang dem sekundären
Strömungsweg
gefördert
wird und erzeugt so Nutz-Schub. Die entlang dem primären Strömungsweg
in den Verdichterabschnitt gesaugte Luft wird verdichtet. Die verdichtete
Luft wird zu dem Verbrennungsabschnitt kanalisiert, wo Brennstoff
der verdichteten Luft zugegeben wird und die Luft-Brennstoffmischung
verbrannt wird. Die Verbrennungsprodukte werden zu dem Turbinenabschnitt
abgegeben. Der Turbinenabschnitt entzieht diesen Produkten Arbeit,
um den Bläser
und Verdichter anzutreiben. Sämtliche
Energie aus den Verbrennungsprodukten, die nicht verwendet wird,
um den Bläser
und den Verdichter anzutreiben, trägt zu dem Nutz-Schub bei.
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Die Erfordernisse für die Federal
Aviation Administration (FAA)-Zertifizierung für eine mit Laufschaufeln versehene
Turbobläsermaschine
spezifizieren, dass die Maschine die Fähigkeit zeigt, ein Versagen
einer einzelnen Bläserlaufschaufel
bei maximal zulässiger
Drehzahl zu überleben,
was nachfolgend hier als "Laufschaufelverlust-Zustand" bezeichnet wird.
Die Tests für
die Zertifizierung erfordern eine Zurückhalten von allen Laufschaufelbruchstücken, ohne
Feuer zu fangen und ohne einen nachfolgenden Laufschaufelverlust,
bei einem Betrieb für
mindesten fünfzehn
Minuten. Das ideale Konstruktionskriterium ist, den Laufschaufelverlust
auf eine einzige losgelöste
Laufschaufel zu begrenzen. Die Auftreffbelastungen auf das Einschlussgehäuse und
die Unwuchtbelastungen, die auf die Maschinenstruktur übertragen
werden, sind dann minimal. Wenn die Bläserunwucht zu groß wird,
kann es zu einem Verlust des gesamten Bläsers oder der gesamten Maschine
kommen.
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Das Testverfahren für die Zertifizierung
beinhaltet das Loslösen
einer Bläserlaufschaufel
von der Nabe, indem sowohl mechanische als auch explosive Mittel
verwendet werden. Eine Öffnung
mit einem großen
Durchmesser wird durch die komplette Länge der Schwalbenschwanz-Befestigung
einer Laufschaufel zu der Nabe gebohrt und mit Explosivmaterial
gefüllt.
Zu einem vorbestimmten Zeitpunkt wird das Explosivmaterial entzündet, und
es brennt durch die Wände
der Befestigung, um die Bläserlaufschaufel
freizugeben. Die freigegebene Bläserlaufschaufel bewegt
sich durch die Laufschaufelpassage mit Geschwindigkeiten von einigen
100 Fuß/s.
Erfahrung aus der Vergangenheit hat gezeigt, dass, wenn Bläserlaufschaufeln
des Stands der Technik an dem äußeren Bereich
der Schwalbenschwanz-Befestigung brechen, die Plattform der freigegebenen
Laufschaufel die Vorderkante der benachbarten Laufschaufel trifft,
die der losgelösten
Laufschaufel bezogen auf die Rotationsrichtung folgt, was nachfolgend
als die "folgende
Laufschaufel" bezeichnet
wird. Als Folge des Auftreffens kann die Plattform an der losgelösten Laufschaufel
brechen. Dieses Brechen wird an dem Tangentenpunkt auftreten, wo
die Plattform den Ausrundungsradius zwischen der Plattform und dem Wurzelbereich
der Bläserlaufschaufel
schneidet. Eine Ausrundung ist die radiale Oberfläche an dem Übergang
von zwei Oberflächen.
Das abgebrochene Bruchstück
der Plattform verlässt
die Maschine über den
Bläserkanal.
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Der vorstehende gebrochene Rand der
Plattform der losgelösten
Laufschaufel trifft dann auf die Vorderkante der folgenden Laufschaufel
und verursacht tendenziell die meiste Beschädigung an der folgenden Laufschaufel.
Dieser sekundäre
Treffer gegen die folgende Laufschaufel kann zur Folge haben, dass
das Strömungsprofil
der folgenden Laufschaufel bricht oder durchtrennt wird. Deshalb
haben Bläserlaufschaufeln
des Stands der Technik bei dem Test-Zulässigkeitskriterium für die Zertifizierung
versagt, welches erfordert, dass ein Bläser keinen folgenden Laufschaufelverlust
bei einer maximal zulässigen
niedrigen Rotordrehzahl erfährt.
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Es gibt einige mögliche Lösungen für das Problem abgetrennter
Bläserlaufschaufeln
in Folge des sekundären
Auftreffens einer gebrochenen Laufschaufelplattform. Eine Lösung könnte sein,
die Vorderkante des Strömungsprofils
beispielsweise durch Zugeben von Material zu der Kante zu stärken. Jedoch
hätte eine
erhöhte
Strömungsprofildicke
durch Zugabe von Material, um ein Strömungsprofil-Brechen zu verhindern,
eine signifikante Einwirkung auf das Laufschaufelgewicht, die Bläserleistung
und das Maschinengewicht und ist deshalb unerwünscht. Eine weitere mögliche Lösung wäre, die
Bläserlaufschaufelplattform
in der Nähe
des Übergangs
von dem Plattformvorderrand und dem Strömungsprofilbereich der Bläserlaufschaufel
strukturell zu verstärken.
Diese strukturelle Verstärkung
verhindert das Brechen der Plattform der freigegebenen Laufschaufel.
Jedoch könnte
während
eines sekundären
Auftreffens die verstärkte
Plattform beim Auftreffen auf eine folgende Bläserlaufschaufel zu einem noch ernsthafteren
Strömungsprofilbruch
führen.
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US 4 120 607 A beschreibt eine Laufschaufel für einen
Bläser
in einer Axialströmungs-Gasturbinenmaschine,
die um eine Längsachse
angeordnet ist, wobei die Gasturbinenmaschine einen axialen Strömungsweg
aufweist, der eine Passage für
Arbeitsmediumsgase definiert, wobei die Bläserlaufschaufel aufweist:
einen
Strömungsprofilbereich,
der eine Vorderkante, eine Hinterkante, eine Druckseite und eine
Sogseite hat, und daran angepasst ist, sich über den Strömungsweg für Arbeitsmediumsgase zu erstrecken,
einen
Wurzelbereich, der radial innerhalb von dem Strömungsprofil angeordnet ist,
wobei der Wurzelbereich einen Schwalbenschwanz-Hals und eine Schwalbenschwanz-Befestigung
hat,
eine Plattform, die radial zwischen dem Strömungsprofilbereich
und dem Wurzelbereich angeordnet ist, wobei sich die Plattform umfangsmäßig von
der Laufschaufel erstreckt und aufweist:
einen Vorderrandbereich
vor der Vorderkante des Strömungsprofilbereichs,
einen
hinteren Randbereich hinter der Hinterkante des Strömungsprofilbereichs,
eine äußere Oberfläche, die
eine Strömungsoberfläche des
Strömungswegs
definiert, und
eine innere Oberfläche radial innerhalb von der äußeren Oberfläche.
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Die vorliegende Erfindung ist gegenüber
US 4 120 607 A dadurch
gekennzeichnet, dass die Plattform derart konstruiert ist, dass
sie an einer vorbe stimmten Stelle bricht, so dass die Bruchkante
in dem Schwalbenschwanz-Hals
positioniert ist und so das Risiko eines Strömungsprofilbruchs in Folge
des Auftreffens der Laufschaufel auf nachfolgende rotierende Bläserlaufschaufeln
verringert ist.
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Deshalb ist eine Bläserlaufschaufel
mit einer Plattform, die derart strukturiert ist, dass sie dem Strömungsprofilbereich
benachbart bricht, so dass die Bruchkante der Plattform nicht in
der Lage ist, auf die folgende Bläserlaufschaufel zu treffen,
bereitgestellt. Das Risiko einer Beschädigung der folgenden rotierenden
Bläserlaufschaufel
ist verringert, da die Bruchkante umfangsmäßig innen in dem Wurzelbereich
der Bläserlaufschaufel
angeordnet ist.
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Vorzugsweise ist die Laufschaufelstruktur, die
umfangsmäßig außerhalb
der Bruchstelle angeordnet ist, abgerundet bzw. abgeschwächt, um
ein günstiges,
mildes Auftreffen auf die Vorderkantenoberfläche der folgenden Laufschaufel
sicherzustellen.
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Noch bevorzugter ist der Strömungsprofilbereich
der Bläserlaufschaufel
verfestigt durch Verdicken der Vorderkante.
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In ihren bevorzugten Ausführungsformen weist
die Bläserlaufschaufel
einige Merkmale auf, um Strömungsprofilbruch
der folgenden Bläserlaufschaufel
zu vermeiden. Vorzugsweise liefert die vorliegende Erfindung eine
Hinterschneidung, die einen Ausnehmungsbereich definiert. Die Hinterschneidung
ist in der radial inneren Oberfläche
der Plattform angeordnet und erstreckt sich in den Wurzelbereich. Gemäß einer
speziellen Ausführungsform
der Erfindung hat die Hinterschneidung eine gekrümmte äußere Oberfläche und eine flache abgeschrägte innere
Oberfläche,
die radial innerhalb der gekrümmten äußeren Oberfläche ist.
Diese Hinterschneidung bewegt den Ausrundungsradius zwischen der
inneren Oberfläche
der Plattform und dem Schwalbenschwanz-Hals umfangsmäßig weg
von der folgenden Laufschaufel. Als Folge ist, wenn die Plattform
bricht, die Bruchkante in dem Schwalbenschwanz-Hals in dem Wurzelbereich
positioniert. Keine scharfen Bruchkanten stehen vor, um eine Beschädigung in Folge
des Auftreffens auf die folgende Laufschaufel zu verursachen.
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Ein weiteres bevorzugtes Merkmal
ist eine Nut an der Außenoberfläche der
Plattform, die axial und umfangsmäßig mit der Hinterschneidung
in der inneren Oberfläche
der Plattform zusammenfällt.
Die Nut ist ein Schwächungsbereich,
der sicherstellt, dass der Bruch der Plattform an der Nut erfolgt.
Gemäß einem
noch weiteren bevorzugten Aspekt der Erfindung ist eine in Erstreckungsrichtung
verlaufende Fase in dem Vorderrand des Wurzelbereichs positioniert.
Die Fase sorgt für
eine gebrochene Ecke, die beim Auftreffen auf die Vorderkante des
Strömungsprofils
der folgenden Laufschaufel minimale Beschädigung des Strömungsprofils
verursachen wird.
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Gemäß einem weiteren bevorzugten
Aspekt der Erfindung ist der Vorderrand der Plattform abgeschnitten,
um eine gebrochene Ecke zu schaffen. Das Abschneiden minimiert zusätzlich die
Beschädigung
an der Vorderkante des Strömungsprofils
der folgenden Laufschaufel für
den Fall, dass die Vorderrandecke der Plattform das Strömungsprofil
trifft. Außerdem
ist gemäß einem
weiteren bevorzugten Aspekt der Erfindung die Vorderkante des Strömungsprofils
der Bläserlaufschaufel
bei einem radialen Abstand von der Plattform verdickt. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform
ist die erhöhte
Dicke durch eine Ausnehmung in der Vorderkante an einer radial inneren
Position definiert, um eine kräftigere
Vorderkante zu schaffen.
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Die vorliegende Erfindung liefert
deshalb zumindest in ihren bevorzugten Ausführungsformen eine haltbare
Bläserlaufschaufel.
Die Merkmale der Bläserlaufschaufel
minimieren das Risiko eines Strömungsprofilbruchs
einer folgenden Bläserlaufschaufel,
wenn eine freigegebene Bläserlaufschaufel
auf die folgende Laufschaufel trifft. Ein weiterer Vorteil sind
die Einfachheit und die Kosten der Herstellung der Laufschaufeln
mit den genannten Merkmalen. Laufschaufeln des Stands der Technik
können
aufgearbeitet werden, so dass sie die beschriebenen Merkmale beinhalten,
was zu Laufschaufeln gemäß der vorliegenden
Erfindung führt.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
werden nun nur beispielhaft und mit Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben, für
die gilt:
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1 ist
eine perspektivische Ansicht einer Axialströmungs-Turbobläser-Gasturbinenmaschine.
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2 ist
eine isometrische Ansicht einer Laufschaufel des Stands der Technik
für einen
Bläser in
der Maschine von 1.
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3 ist
eine isometrische Ansicht einer Laufschaufel der vorliegenden Erfindung
für einen Bläser in der
Maschine von 1.
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4 ist
eine Seitenansicht einer Bläserlaufschaufel
der vorliegenden Erfindung.
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5 ist
eine vergrößerte isometrische
Ansicht des Wurzelbereichs der in 3 gezeigten
Bläserlaufschaufel
der vorliegenden Erfindung.
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6 ist
eine isometrische Ansicht, die die Bläserlaufschaufel mit einer zugehörigen Dichtung zeigt.
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7 ist
eine isometrische Ansicht der Dichtung angepasst zwischen zwei benachbarten
Bläserlaufschaufeln.
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Es wird auf die 1 Bezug genommen. Eine Axialströmungs-Turbobläser-Gasturbinenmaschine
10 weist eine Bläserabschnitt 14,
einen Verdichterabschnitt 16, einen Verbrennungsabschnitt 18 und
einen Turbinenabschnitt 20 auf. Eine Achse der Maschine
Ar ist zentral in der Maschine angeordnet und
erstreckt sich in Längsrichtung
durch diese Abschnitte. Ein primärer
Strömungsweg 22 für Arbeitsmediumsgase
erstreckt sich in Längsrichtung
entlang der Achse Ar. Der sekundäre Strömungsweg 24 für Arbeitsmediumsgase
erstreckt sich parallel zu und radial außerhalb von dem primären Strömungsweg 22.
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Der Bläserabschnitt 14 weist
eine Statoranordnung 27 und eine Rotoranordnung 28 auf. Die Statoranordnung
hat ein sich in Längsrichtung
erstreckendes Bläsergehäuse 30,
welches die äußere Wand
des sekundären
Strömungswegs 24 bildet. Das
Bläsergehäuse hat
eine äußere Oberfläche 31. Die
Rotoranordnung 28 weist eine Rotorscheibe 32 und eine Mehrzahl
von Rotorlaufschaufeln 34 auf. Jede Rotorlaufschaufel 34 erstreckt
sich von der Rotorscheibe 32 über die Arbeitsmediums-Strömungswege 22 und 24 in
die Nähe
des Bläsergehäuses 30. Jede
Rotorlaufschaufel 34 hat einen Wurzelbereich 36, eine entgegengesetzte
Spitze 38 und einen Bereich 40 in Erstreckungsmitte, der
sich dazwischen erstreckt.
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2 zeigt
eine Laufschaufel des Stands der Technik für einen Bläser in der Axialströmungs-Gasturbinenmaschine
10, wie in der 1 gezeigt
ist. Die Bläserlaufschaufel
34 weist einen Wurzelbereich 44, eine Plattform 46 und
einen Strömungsprofilbereich 48 auf.
Es wird auf die 3 Bezug
genommen. Die Bläserlaufschaufel
34 der vorliegenden Erfindung weist einen Wurzelbereich 44,
eine Plattform 46 und einen Strömungsprofilbereich 48 auf.
Der Strömungsprofilbereich
hat eine Vorderkante 50, eine Hinterkante 52,
eine Druckseite 54 und eine Sogseite 56. Der Strömungsprofilbereich
ist daran angepasst, sich über
die Strömungswege 22, 24 für die Arbeitsmediumsgase
zu erstrecken. Der Wurzelbereich 44 ist radial innerhalb
des Strömungsprofilbereichs 48 angeordnet,
und er weist einen Schwalbenschwanz-Hals 60 und eine Schwalbenschwanz-Befestigung 22 auf.
Die Plattform 46 ist radial zwischen dem Strömungsprofilbereich
48 und dem Wurzelbereich 44 angeordnet. Die Plattform 46 erstreckt
sich umfangsmäßig von
der Laufschaufel weg. Die Plattform 46 weist einen Vorderrandbereich 64,
der sich vor der Vorderkante 50 des Strömungsprofilbereichs befindet,
einen hinteren Randbereich 66, der sich hinter der Hinterkante 52 des
Strömungsprofilbereichs
befindet, auf. Die Plattform 46 weist auch eine äußere Oberfläche 68 auf,
welche eine Strömungsoberfläche für den Strömungsweg
definiert und eine innere Oberfläche 70 auf,
die radial innerhalb der äußeren Oberfläche ist.
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Die Bläserlaufschaufel 34 der vorliegenden Erfindung
weist eine Hinterschneidung 72 auf, welche einen Ausnehmungsbereich
definiert, so dass, wenn die Bläserlaufschaufel
bricht, der Bruch innerhalb des Schwalbenschwanz-Halses 60 positioniert ist.
Die Hinterschneidung 72 ist in der inneren Oberfläche 70 der
Plattform angeordnet und erstreckt sich in den Schwalbenschwanz-Hals 60 in
dem Wurzelbereich 44. Diese Hinterschneidung 72 verschiebt
den Ausrundungsradius zwischen der inneren Oberfläche 70 der
Plattform 46 und dem Schwalbenschwanz-Hals 60 umfangsmäßig weg
von der folgenden Laufschaufel. In Folge ist, wenn die Plattform 46 bricht,
die Bruchkante in dem Schwalbenschwanz-Hals 60 in dem Wurzelbereich 44 angeordnet:
Die Bläserlaufschaufel
34 der vorliegenden Erfindung, wie sie in der 3 gezeigt ist, weist auch eine Nut 74 an
der äußeren Oberfläche 68 der
Plattform 46 auf, die axial und umfangsmäßig mit
dem Ausrundungsradius zwischen der inneren Oberfläche 70 der
Plattform 46 und dem Schwalbenschwanz-Hals 60 in
der Hinterschneidung 72 zusammenfällt. Die Nut 74 ist
ein Schwächungsbereich,
der sicherstellt, dass der Bruch der Plattform 46 bei der Nut 74 erfolgt.
Außerdem
weist der Vorderrand des Schwalbenschwanz-Halses 60 in
dem Wurzelbereich 44 eine in Erstreckungsrichtung verlaufende
Fase 76 auf, welche die vordere Ecke bzw. Kante des Schwalbenschwanz-Halses 60 bricht.
Die Fase 76 sorgt für eine
stumpfe Ecke, die bei einem Aufprall auf die Vorderkante des Strömungsprofils 50 der
folgenden Laufschaufel keine Beschädigung des Strömungsprofils 48 verursachen
wird.
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Es wird auf die 3 Bezug genommen. Der Vorderrand 64 der
Plattform ist abgeschnitten 78, um für eine stumpfe Ecke zu sorgen.
Das Abschneiden 78 minimiert zusätzlich das Risiko einer Beschädigung der
Vorderkante 50 des Strömungsprofils 48 der
folgenden Laufschaufel für
den Fall, dass die Vorderrand-Ecke auf das Strömungsprofil 48 trifft.
Außerdem
ist die Plattform 46 umfangsmäßig so dimensioniert, dass
sie mit einer benachbarten Plattform einen großen Spalt definiert. Dieser
Spalt definiert die Nähe
zu benachbarten Laufschaufelplattformen. Ein vergrößerte Spalt
verringert die Möglichkeit,
dass Plattformränder
der folgenden benachbarten Laufschaufel während des Zustands eine Laufschaufelverlusts
die der lsgelösten
Laufschaufel berühren. Die
Berührung
zwischen benachbarten Plattformrändern
verursacht eine Beschä digung
der Plattformen 46, was dazu führen kann, dass die folgenden
Laufschaufelplattform 46 bricht.
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Außerdem ist die Vorderkante 50 des
Strömungsprofils
bei einem radialen Abstand von der Plattform, bei der der Strömungsprofilbereich 48 am wahrscheinlichsten
von einer losgelösten
Laufschaufel getroffen wird, verdickt. Die erhöhte Dicke ist durch eine Ausnehmung 51 in
der Vorderkante an einer radial inneren Position definiert, was
für eine
kräftigere
Vorderkante sorgt.
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Es wird auf die 4 Bezug genommen. Die Hinterschneidung 72 erstreckt
sich in den Schwalbenschwanz-Hals 60 des Wurzelbereichs 44.
Die Hinterschneidung 72 weist eine gekrümmte äußere Oberfläche 80 und eine flache
abgeschrägte
innere Oberfläche 82 radial
innerhalb von der gekrümmten äußeren Oberfläche 80 auf.
Diese Hinterschneidung 72 verschiebt den Ausrundungsradius
zwischen der inneren Oberfläche 70 der
Plattform 46 und dem Schwalbenschwanz-Hals 60 umfangsmäßig weg
von der folgenden Laufschaufel. In. der Folge ist, wenn die Plattform 46 bricht,
die Bruchkante in dem Schwalbenschwanz-Hals 60 in dem Wurzelbereich 44 positioniert.
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5 ist
eine vergrößerte isometrische
Ansicht einer Bläserlaufschaufel
34 der vorliegenden Erfindung. Sie zeigt weiter, dass sich die Hinterschneidung 72 in
der inneren Oberfläche 70 der
Plattform 46 in den Schwalbenschwanz-Hals 60 erstreckt. Außerdem zeigt
sie die in Erstreckungsrichtung abgefaste vordere Ecke 76 des
Schwalbenschwanz-Halses 60.
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6 zeigt
eine zur Bläserlaufschaufel
34 der vorliegenden Erfindung gehörende Dichtung 86. Die
Dichtung 86 ist generell elastomer. Die Dichtung ist daran
angepasst, den örtlich
großen
Spalt zwischen Plattformen 46 von benachbarten Laufschaufeln
34 abzudichten. Die Dichtung 86 weist einen nach oben stehenden
oder erhabenen Bereich 88 auf, der daran angepasst ist,
den durch das Abschneiden 78 in dem vorderen Rand 64 der
Plattform 46 definierten örtlich großen Spalt abzudichten.
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Es wird auf die 7 Bezug genommen. Die Dichtung 86 ist
zwischen zwei benachbarten Plattformen 46 angeordnet. Die
Dichtung 86 ist daran angepasst, den Spalt in dem Zwischenbereich
von Plattform zu Plattform abzudichten. Die Elastomerdichtung 86 ist
an der inneren Oberfläche 70 von
einer der Plattformen 46 befestigt und wird zentrifugal
in Eingriff mit der inneren Oberfläche 70 der benachbarten
Plattform 46 gedrückt.
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Während
des Betriebs der Gasturbinenmaschine werden die Arbeitsmediumsgase
in dem Bläserabschnitt 14 und
dem Verdichterabschnitt 16 verdichtet. Die Gase werden
mit Brennstoff in dem Verbrennungsabschnitt 18 verbrannt,
um den Gasen Energie zuzuführen.
Die heißen,
Hochdruckgase lässt man
durch den Turbinenabschnitt 20 expandieren, um Schub zu
Nutzarbeit zu machen. Die durch die expandierenden Gase geleistete
Arbeit treibt die Rotoranordnungen in der Maschine an, beispielsweise die
Rotoranordnung 28, die sich zu dem Bläserabschnitt 14 über die
Rotationsachse Ar erstreckt.
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In Folge des Verlustes der strukturellen
Integrität
an der Schwalbenschwanzförmigen
Befestigung 62 der Bläserlaufschaufeln
34 zu der Nabe 32 kann es zu einem Laufschaufel-Verlust-Zustand kommen.
Dieses Szenario wird als Teil der FAA-Zertifizierungserfordernisse
getestet. Die losgelöste Laufschaufel
wandert über
die Bläserlaufschaufelpassage
mit Geschwindigkeiten von einigen 100 Fuß/s.
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Die Plattform 46 der losgelösten Laufschaufel
trifft auf die Vorderkante des Strömungsprofils 50 der
erfolgenden benachbarten Laufschaufel. Die Strömungsprofil-Vorderkante 50 der
Bläserlaufschaufeln
sind verdickt und deshalb verstärkt.
Die Dicke wird erzielt, indem die Vorderkante auf eine radial innere
Position zurückgenommen
wird 51. Als Folge wird eine Beschädigung der Strömungsprofil-Vorderkante 50 verringert.
Außerdem
sorgt der abgeschnittene 78 Vorderrand der Plattform für einen
milden Aufprall auf die Strömungsprofil-Vorderkante 50.
Dieses Merkmal sorgt zusätzlich
für eine
verringert Strömungsprofil-Beschädigung.
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Der Hauptaufprall der losgelösten Laufschaufelplattform 46 auf
das Strömungsprofil 48 der folgenden
Laufschaufel wird zur Folge haben, dass die Plattform 46 der
losgelösten
Laufschaufel entlang der Nut 74 an der äußeren Oberfläche 68 der
Plattform 46 bricht, da diese Nut 74 einen Schwächungsbereich
definiert. Die Bruchkante wird dann in dem zurückgenommenen hinterschnittenen 72 Bereich positioniert
sein, der umfangsmäßig innerhalb
des Wurzelbereichs 44 ist. Der Ausrundungsradius zwischen
der inneren Oberfläche 70 der
Plattform und dem Schwalbenschwanz-Hals 60 in der Hinterschneidung 72 und
der Nut 74 definiert die Position des Plattformbruchs.
Indem die Bruchkante in der Hinterschneidung 72 positioniert
wird, ist die Bruchkante in dem Schwalbenschwanz-Hais 60 des
Wurzelbereichs 44 positioniert. In der Folge können keine scharfen
Bruchkanten vorstehen und auf die folgende Bläserlaufschaufel treffen. Somit
sind Sekundärtreffer
der gebrochenen Plattformränder
weniger wahrscheinlich. Sämtliche
Sekundärtreffer
der losgelösten
Laufschaufel werden wild sein, da die Bereiche, die auftreffen,
abgestumpft sind, wie z. B. die in Erstreckung verlaufende Fase 76 an
dem Schwalbenschwanz-Hals 60.
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Somit ist das Risiko eines Strömungsprofilbruchs
der folgenden Laufschaufel minimiert. Außerdem ist eine Plattformbeschädigung der
folgenden Laufschaufel verringert, da die Spalte zwischen den Plattformen
zwischen benachbarten Laufschaufeln vergrößert sind. Das erlaubt das
Verringern von unabsichtlicher Berührung mit den losgelösten Laufschaufelplattformen.
In der bevorzugten Ausführungsform
wurde der Spalt zwischen Plattformen auf bis zu 0,22 cm (0,090 inch)
erhöht.
Diese Dimension repräsentiert
eine Zunahme um fünfzig
Prozent (50%) des Spalts zwischen Plattformen gegenüber dem
Stand der Technik. Außerdem
wurde für
den Spalt, der durch das Abschneiden des vorderen Rands der Plattform
definiert ist, der Zwischen-Plattform-Spalt in diesem lokalisierten
Bereich auf bis zu 1,27 cm (0,50 inch) erhöht. Es hat sich in Tests jedoch
gezeigt, dass der Spalt in dem lokalisierten Bereich auf 1,9 cm
(0,75 Inch) erhöht
werden könnte.
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Man sollte erkennen, dass die losgelösten Bruchstücke der
gebrochenen Plattform zusammen mit der losgelösten Laufschaufel auf das Bläser-Einschluss gehäuse treffen,
wenn sie sich durch die Bläserpassage
bewegen. Das Einschlussgehäuse
zerbricht die losgelöste
Laufschaufel in Bruchstücke,
die in der Maschine gefangen werden oder die Maschine über den
Bläserkanal
verlassen.
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Obwohl die Erfindung gezeigt und
beschrieben wurde mit Bezugnahme auf detaillierte Ausführungsformen
davon, sollte der Fachmann erkennen, dass verschiedene Änderungen
in deren Form und Detail vorgenommen werden können, ohne von dem Umfang der
Erfindung, der durch die Ansprüche
definiert ist, abzuweichen.