DE69816730T2 - Montageplatte einer Bindung auf einem Ski - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Montageplatte zur Montage einer Schibindung auf einem Schi, mit einem starren Teil, auf dem die Schibindung befestigt wird, und mit einem elastischen Teil, das zwischen einem Abschnitt des starren Teils und dem Schi liegt, so wie es im Patent FR 2 638 651 beschrieben wird.
- Aus diesem Patent FR 2 638 651 kennt man eine Montageplatte, die aus einer Übereinanderlagerung einer Metallplatte und eines Dämpfungsmaterials, insbesondere eines viscoelastischen Materials, besteht, mit welchem die Montageplatte durch Kleben auf dem Schi befestigt ist. Die Schibindung ist mittels Schrauben, die nicht in den Schi eindringen, an dieser Montageplatte befestigt. Diese Montageplatte ist dazu bestimm, die Übertragung von Stössen und Schwingungen des Schis auf den Schiläufer zu dämpfen und ein zu starkes Kanten im Schnee durch eine zu starre Verbindung zwischen Schiläufer und Schi zu vermeiden, was eine ungewollte Bremsung bewirken könnte. Diese Massnahme hat also den unvermeidlichen Effekt, die Feinfühligkeit des Schiläufers gegenüber den auf die Kanten ausgeübten Kräften zu verringern und folglich die Genauigkeit beim Kanten zu verringern.
- Aus dem Gebrauchsmuster FR 2 718 975 kennt man eine Montageplatte, welche den oben erwähnten Nachteil vermeidet. Bei dieser Montageplatte hat das obere starre Teil auf seiner Unterseite vorspringende Teile, die ei ne elastische Basis durchqueren, um direkt mit dem Schi in Kontakt zu kommen, so dass die vom Schiläufer auf die Bindung ausgeübten Kräfte direkt auf den Schi wirken können und umgekehrt, was ein gutes Kanten ermöglicht. Die elastische Basis ihrerseits hat die Funktion, Stösse zu absorbieren. Die am Schi anliegenden Vorsprünge sind symmetrisch beiderseits der in Längsrichtung verlaufenden Symmetrieachse der Montageplatte verteilt.
- Der vorliegenden Erfindung liegt, obwohl ebenfalls die Kombination eines starren Materials und eines elastischen Materials verwendet wird, eine ganz andere Aufgabe zugrunde, nämlich ein sicheres und bequemeres Verhalten des Schis zu erzielen, genauer gesagt ein sicheres Kanten zu gewährleisten, wenn dieses Kanten auf der richtigen Seite des Schis erfolgt, und das Kanten bei einem Kantenfehler viel weniger aggressiv zu machen, was es sowohl Rennkäufern als auch mittelmässigen Schifahrern erlaubt, Stürze weitgehend zu vermeiden.
- Zu diesem Zweck ist die Montageplatte nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das starre Teil wenigstens einen mit dem Schi in Kontakt befindlichen Bereich aufweist und sich das elastische Teil asymmetrisch in bezug auf die mittlere Längsachse der Montageplatte und kontinuierlich in einem Bereich erstreckt, der über einer der Kanten des Schis liegt, so dass es ein Mittel zur Dämpfung der Kräfte bildet, die auf die erwähnte Kante ausgeübt werden, welche die Aussenkante des Schis bildet, und dass der direkt mit dem Schi in Kontakt stehende Bereich des starren Teils der Montageplatte auf der der anderen Kante entsprechenden Seite des Schis liegt, welche beim Nehmen einer Kurve die Innenkante des Schis bildet.
- Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich das elastische Teil über ungefähr 2/3 der Breite der Montageplatte.
- Um die Stabilität der Bindung beim Kanten auf der starren Seite der Montageplatte, das ist die der Innenkante des Schis entsprechende Seite, zu sichern, ist es ratsam, dass bei diesem Kanten die Bindung starr mit dem Schi verbunden ist. Unter Berücksichtigung des über dem elastischen Teil befindlichen Bereichs des starren Teils kann sich daher die Montageplatte unter gewissen Bedingungen leicht biegen. Um das zu vermeiden, ist ihre Verbindung mit dem Schi an der Seite der äusseren Kante vorzugsweise eine zugstarre Verbindung, welche durch die Köpfe der die Montageplatte auf dem Schi haltenden Schrauben gewährleistet sein kann.
- Die beigefügten Zeichnungen zeigen beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung.
-
1 ist eine Seitenansicht der eine Bindung2 tragenden Montageplatte. -
2 zeigt einen Querschnitt. -
3 zeigt einen zum Querschnitt nach2 analogen Querschnitt, der das Verhalten der Montageplatte beim unkorrekten Kanten auf der äusseren Schikante veranschaulicht. -
1 zeigt die mit einer Bindung2 versehene Montageplatte1 . - Diese Montageplatte
1 besteht aus einem starren Teil3 , z. B. aus starrem Kunststoff, und aus einem elastischen Teil4 , z. B. aus Gummi oder Ähnlichem oder sogar aus viskoelastischem Material. Die Montageplatte1 ist mit Hilfe von wenigstens zwei Paar Schrauben5 und6 auf einem Schi7 befestigt. - Das elastische Teil
4 hat die Form eines Streifens, der sich asymmetrisch in bezug auf die mittlere Längsachse der Montageplatte über ungefähr 2/3 ihrer Breite, von einer ihrer Längsseiten aus, erstreckt; diese mittlere Längsachse der Montageplatte fällt hier mit der in der vertikalen Längsebene8 liegenden Achse des Schis zusammen. Im betrachteten Beispiel hat das elastische Teil4 eine gleichförmige Dicke, die ungefähr gleich der halben Gesamtdicke der Montageplatte ist. - Um den Druck der Schrauben
6 auf das starre Teil3 zu begrenzen und eine Biegung des überhängenden Abschnitts dieses starren Teils3 zu vermeiden, was eine Quetschung des elastischen Teils4 zur Folge hätte, stützen sich die Schrauben6 nicht direkt auf der Montageplatte ab, sondern auf einem hülsenförmigen Abstandshalter9 , der mit einem Kragen9a versehen ist, welcher auf dem Boden einer im starren Teil3 gebildeten Senkung10 aufliegt. Die Höhe des Abstandshalters9 ist so gewählt, dass die auf das starre Teil3 ausgeübte Biegekraft unbedeutend ist. Eine Ausführung ohne Abstandshalter ist nur theoretisch möglich und würde Spezialschrauben erfordern, die nur begrenzt in den Schi ein dringen. Die kegelstumpfartigen Köpfe6a der Schrauben6 stützen sich in den kegelstumpfartigen Eingängen9b der Abstandshalter ab. - An der Seite der Schrauben
5 befindet sich das starre Teil3 der Montageplatte in direktem Kontakt mit dem Schi7 , und zwar auf einer Breite, die ungefähr 1/3 der Gesamtbreite der Montageplatte entspricht. - Da die Montageplatte
1 bezüglich der Starrheit ihrer Auflage auf dem Schi7 asymmetrisch ist, hat sie, je nachdem ob der Schiläufer sich auf der auf der Seite der Schrauben5 liegenden Schikante11 oder auf der entgegengesetzten Kante12 abstützt, ein unterschiedliches Verhalten. Der Schi weist also ein asymmetrisches Verhalten auf, was genau bezweckt ist. - Die Kante
11 ist immer die Innenkante des Schis, das heisst diejenige Kante, auf der korrekterweise eine Kurve genommen werden soll. Beim Kanten auf dieser Innenkante11 wird die Kraft auf die entsprechende Seite der Montageplatte1 ausgeübt, wie durch den Pfeil F1 angedeutet. In diesem Falle werden die Kräfte zwischen der Kante11 und der Bindung einzig und allein quer über die starren Teile übertragen, was ein genaues Kanten und insbesondere bei Wettkämpfen eine genaue und sichere Kurvenfahrt garantiert. - Wenn dagegen die Abstützung auf der äusseren Kante
12 erfolgt, wie durch den Pfeil F2 in3 angedeutet, dann wird die Kraft teilweise durch Verformung des elastischen Teils4 absorbiert, so dass das Kanten viel weniger aggressiv erfolgt als auf der Innenkante11 . - Wie bereits weiter oben erwähnt, erlaubt der Abschnitt a des starren Teils
3 , der sich freitragend über dem elastischen Teil4 erstreckt, dass sich das starre Teil3 biegt, wie durch den Abstand e zwischen dem Abstandshalter9 und der Senkung10 angedeutet, was die Komprimierung des elastischen Teils4 ermöglicht. Dank der aus dieser Komprimierung resultierenden wesentlichen Dämpfung, bleibt ein Kantenfehler sehr oft ohne Folgen. Insbesondere kann der Rennläufer beim Wettbewerb vermeiden, aus der Piste getragen zu werden, und ist imstande, seine Bahn wiederzufinden. - Beim korrekten Kanten auf der inneren Kante
11 übt die Bindung eine Zugkraft auf die entgegengesetzte Seite der Montageplatte aus. Dieser Zug hat die Tendenz, den Abschnitt a nach oben zu biegen, was eine Gefühl der Unstabilität hervorrufen könnte. Eine solche Biegung wird jedoch durch die Schrauben6 verhindert. - Die Schi dürfen selbstverständlich nicht vertauscht werden und müssen als linker und rechter Schi markiert werden.
- Das elastische Teil kann aus mehreren Schichten bestehen, von denen bestimmte Schichten durch eine mehr oder weniger starre Schicht getrennt sein können.
Claims (7)
- Montageplatte (
1 ) für die Montage einer Schibindung (2 ) auf einem Schi (7 ), mit einem starren Teil (3 ), auf dem die Schibindung befestigt wird, und mit einem elastischen Teil (4 ), das zwischen einem Abschnitt des starren Teils (3 ) und dem Schi liegt, dadurch gekennzeichnet, dass das starre Teil (3 ) wenigstens einen direkt mit dem Schi in Kontakt befindlichen Bereich aufweist und dass sich das elastische Teil (4 ) asymmetrisch in bezug auf die mittlere Längsachse der Montageplatte und kontinuierlich in einem Bereich erstreckt, der über einer der Kanten (12 ) des Schis liegt, so dass es ein Mittel zur Dämpfung der Kräfte bildet, die auf die erwähnte Kante ausgeübt werden, welche die Aussenkante des Schis bildet, und dass der direkt mit dem Schi in Kontakt stehende Bereich des starren Teils (3 ) der Montageplatte auf der der anderen Kante (11 ) entsprechenden Seite des Schis liegt, welche beim Nehmen einer Kurve die Innenkante des Schis bildet. - Montageplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das elastische Teil (
4 ) über ungefähr 2/3 der Breite der Montageplatte erstreckt. - Montageplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des elastischen Teils (
4 ) ungefähr gleich der Hälfte der Gesamtdicke der Montageplatte ist. - Montageplatte nach einem der Ansprüche
1 bis3 , dadurch gekennzeichnet, dass ihre Verbindung mit dem Schi an der Seite der Aussenkante (12 ) eine zugstarre Verbindung ist. - Montageplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte Verbindung aus einer Schraube (
6 ) besteht, deren Kopf einen axialen Anschlag für das starre Teil (3 ) der Montageplatte bildet. - Montageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welche mittels Schrauben (
5 ,6 ) am Schi befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Seite des elastischen Teils (4 ) zwischen dem Schi und den Schraubenköpfen Abstandsstücke (9 ) angeordnet sind, um den Druck der Schrauben auf die Montageplatte zu begrenzen. - Montageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Teil aus mehreren Schichten besteht.
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