-
Die
vorliegende Erfindung betrifft wegwerfbare Anziehwäsche und
Verfahren für
deren Herstellung. Beispiele solcher wegwerfbarer Anziehwäsche umfassen
wegwerfbare Unterwäsche,
wegwerfbare Windeln zum Überziehen
und Trainingshosen und wegwerfbare Slips für eine Verwendung während der Menstruation.
Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf wegwerfbare
Anziehwäsche, die
einen verbesserten Schutz gegen eine rote Markierung aufweist, während sie
einen verbesserten Sitz am Körper
aufrecht hält.
Solche Einwegwäsche und
solche Verfahren sind aus den Dokumenten
WO-A-98/18421 und
WO-A-97/30671 , die die Oberbegriffe
der Ansprüche
1 und 10 darstellen, bekannt.
-
Kinder
und andere inkontinente Individuen tragen Einwegwäsche, wie
Windeln, um Urin und andere Körperausscheidungen
aufzunehmen und einzuschließen.
Wegwerfbare Anziehwäsche,
die feste Seiten aufweist, die auch Kleidung des ”Hosentyps” genannt
wird, ist für
die Verwendung bei Kinder, die gehen können, und oftmals bei solchen,
die das Gehen auf die Toilette üben,
populär
geworden. Diese Anziehwäsche
weist Seitenfelder mit Rändern,
die zusammengenäht
sind, um zwei Beinöffnungen
und eine Hüftöffnung zu
bilden, auf. Um Körperausscheidungen
einzuschließen
und auch um bei einer großen
Vielzahl von Körperformen
und Größen zu passen,
muss diese Anziehwäsche
eng um die Hüfte
und die Beine des Trägers
passen, ohne dass sie von ihrer Position am Rumpf fällt, absackt
oder heruntergleitet. Beispiele dieser Anziehwäsche sind beispielsweise im
US-Patent 5,171,239 , das
an Igaue et al. am 15. Dezember 1992 erteilt wurde, im
US-Patent 4,610,681 , das an Strohbeen
et al. am 9. September 1986 erteilt wurde, im
US-Patent 4,949,464 , das an Van Gompel
et al. am 10. Juli 1990 erteilt wurde, im
US-Patent 5,246,433 , das an Hasse
et al. am 21. September 1993 erteilt wurde, im
US-Patent 5,569,234 ,
das an Buell et al. am 29. Oktober 1996 erteilt wurde, und in der
WO 96/31176 (Ashton), die am
10. Oktober 1996 veröffentlicht
wurde, beschrieben.
-
Um
zu verhindern, dass die Anziehwäsche fällt, sackt
oder vom Rumpf des Trägers
herabrutscht, wird angenommen, dass eine passende Kraft an der Hüfte und
in den Seitenfeldergebieten der Anziehwäsche erzeugt und auf den Rumpf
des Trägers ausgeübt werden
sollte. Beispielsweise beschreibt das
US-Patent
5,415,649 , das an Watanabe et al. am 16. Mai 1995 erteilt
wurde, die Verwendung von elastischen Elementen, die verschiedene
Dehnungsspannungen aufweisen, um einen besseren Sitz am Körper zu
erreichen. Ein anderes Beispiel stellt die
EP 0 547 497 B1 (Van Gompel
et al.), die am 26. März
1997 veröffentlicht
wurde, dar. Diese Veröffentlichung
beschreibt eine wegwerfbare Trainingshose, die Seitenfelder mit
einem Dehnungsgradienten aufweist, um einen verbesserten Sitz zu
liefern. Solche konventionelle Anziehwäsche versucht einen verbesserten
Sitz am Körper
des Trägers
zu bieten, indem sie die Kräfte,
die auf die Hüft-
und Beinbereiche des Trägers
ausgeübt
werden, versucht, zu steuern. Der verbesserte Sitz kann jedoch das
Problem der roten Markierungen in solchen Gebieten verursachen.
-
Das
offengelegte
japanische Patent H8-38546 ,
das am 13. Februar 1996 veröffentlicht wurde,
beschreibt eine wegwerfbare Windel des Hosentyps, die einen Schlitz
aufweist, der durch das Nichtverbinden von Beingummis an der Beinöffnung ausgebildet
wird, um eine Markierung der Haut durch die Beinteilgummis zu verhindern.
Diese Anziehwäsche
weist jedoch eine nicht dehnbare Unterschicht in den Seitenfeldern
auf, die dazu neigt, zu verhindern, dass die Anziehwäsche einen
verbesserten Sitz liefert.
-
Somit
bietet keiner der Artikel des Stands der Technik alle Vorteile und
Vorzüge
der vorliegenden Erfindung.
-
Die
vorliegende Erfindung ist auf eine wegwerfbare Anziehwäsche, die
eine Längszentrallinie, eine
vordere Region, eine hintere Region und eine Schrittregion zwischen
der vorderen Region und der hinteren Region aufweist, gerichtet.
Die wegwerfbare Anziehwäsche
umfasst einen Grundkörper,
der in den vorderen, hinteren und Schrittregionen vorgesehen ist.
Der Grundkörper
weist Randlinien in den vorderen und hinteren Regionen auf und er
umfasst eine flüssigkeitsdurchlässige Oberschicht,
eine flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht,
die mit der Oberschicht verbunden ist, und einen absorbierenden Kern,
der zwischen der Oberschicht und der Unterschicht angeordnet ist.
Die wegwerfbare Anziehwäsche
umfasst ferner mindestens ein Paar dehnbarer Flügelfelder, die sich seitlich
außerhalb
des Grundkörpers
in der vorderen oder hinteren Region erstrecken. Jedes der Flügelfelder
weist eine äußerste Randlinie
auf. Jedes der Flügelfelder
ist mit dem Grundkörper
entlang den entsprechenden Randlinien verbunden, um eine Naht auszubilden,
um somit zwei Beinöffnungen
und eine Hüftöffnung zu
bilden. Mindestens eines der Flügelfelder
weist entlang der Naht einen im wesentlichen verbundenen Teil, der
an der Hüftöffnung beginnt,
und einen ungebundenen Teil, der an der Beinöffnung beginnt, auf. Das Verhältnis der
Länge des
nicht verbundenen Teils zu dem im wesentlichen verbundenen Teil
liegt zwischen ungefähr
4:96 und ungefähr
20:80.
-
Die
vorliegende Erfindung ist auch auf ein Verfahren zur Herstellung
einer solchen wegwerfbaren Anziehwäsche, die eine vordere Region,
eine hintere Region und eine Schrittregion zwischen der vorderen
Region und der hinteren Region aufweist, gerichtet. Das Verfahren
umfasst die Schritte der Herstellung des oben beschriebenen Grundkörpers und das
Verbinden jeder der Flügelfelder
mit dem Grundkörper
entlang der entsprechenden Randlinien, um einen Saum zu bilden,
um somit zwei Beinöffnungen und
eine Hüftöffnung auszubilden.
Andere spezielle Ausührungsformen
der Erfindung sind in den Ansprüchen
2 bis 9 angegeben.
-
Diese
und andere Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden einem Fachmann aus dem Lesen der vorliegenden Beschreibung
deutlich.
-
Während die
Beschreibung mit den Ansprüchen
schließt,
die speziell die Erfindung angeben und beanspruchen, wird angenommen,
dass die Erfindung aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen, in denen gleiche
Bezeichnungen verwendet werden, um im wesentlichen identische Elemente
zu bezeichnen, besser verständlich
wird.
-
1 ist eine perspektivische Ansicht einer bevorzugten
Ausführungsform
der wegwerfbaren Anziehwäsche
der vorliegenden Erfindung in einer typischen Gebrauchskonfiguration;
-
2 ist eine perspektivische Ansicht einer anderen
bevorzugten Ausführungsform
der wegwerfbaren Anziehwäsche
der vorliegenden Erfindung in einer typischen Gebrauchskonfiguration;
-
3 ist eine vereinfachte Aufsicht auf die Ausführungsform,
die in 2 gezeigt ist, in ihrem flachen,
nicht kontrahierten Zustand, die die verschiedenen Felder oder Zonen
des Kleidungsstücks zeigt;
-
4 ist eine Querschnittsansicht einer bevorzugten
Ausführungsform
entlang der Schnittlinie 4-4 der 3;
-
5 ist eine detailliertere Aufsicht auf
die vorderen und hinteren Flügelfelder 46 und 48,
die in 2 gezeigt sind;
-
6 ist eine Querschnittsansicht eines elastischen
Elements 70 einer bevorzugten Ausführungsform;
-
7 ist eine fragmentarische vergrößerte Seitenansicht
des elastischen Elements 70, das in 4 gezeigt
ist;
-
8 ist ein Schaubild, das die zwei Zyklen der
Hysteresekurven eines elastischen Materials in einer bevorzugten
Ausführungsform
zeigt;
-
9 ist eine fragmentarische vergrößerte perspektivische
Darstellung einer alternativen Ausführungsform des elastischen
Materials; und
-
10 ist eine Aufsicht auf eine Ausführungsform
des vorderen Flügelfeldes 46.
-
Alle
zitierten Dokumente werden hiermit durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit
eingeschlossen. Die Angabe jeglichen Dokuments stellt keine Zugeständnis im
Hinblick auf die Bestimmung seiner Verfügbarkeit als Stand der Technik
in Bezug auf die beanspruchte Erfindung dar.
-
Hier
bezieht sich der Ausdruck ”Anziehwäsche” auf Artikel
zum Tragen, die eine definierte Hüftöffnung und ein Paar Beinöffnungen
aufweisen, und die am Körper
des Trägers
angezogen werden, indem die Beine in die Beinöffnungen geschoben werden,
und der Artikel nach oben über
die Hüfte
gezogen wird. Der Ausdruck ”wegwerfbar”, wie er
hier verwendet wird, beschreibt Kleidungsstücke, die nicht gewaschen oder
ansonsten wieder hergestellt oder als ein Kleidungsstück erneut
verwendet werden sollen (das heißt, sie sollen nach einer einmaligen
Verwendung weggeworfen und vorzugsweise recycelt, kompostiert oder
ansonsten in einer umweltverträglichen
Weise entsorgt werden). Eine ”einstückige” Anziehwäsche bezieht
sich auf Anziehwäsche,
die aus getrennten Teilen, die miteinander vereinigt sind, um eine
koordinierte Einheit zu bilden, ausgebildet ist, wobei die Flügelfelder
keine getrennten Elemente, die mit einem Grundkörper verbunden sind, sondern die
Flügelfelder
vielmehr durch mindestens eine Lage, die auch den Grundkörper des
Wäschestück bildet,
ausgebildet wind (das heißt,
das Kleidungsstück benötigt keine
getrennt handhabbaren Felder, wie einen getrennten Grundkörper und
getrennten Flügelfelder).
Das Anziehwäschestück ist vorzugsweise auch ”absorbierend”, um die
verschiedenen Ausscheidungen, die vom Körper abgegeben werden, zu absorbieren
und einzuschließen.
Eine bevorzugte Ausführungsform
des Anziehwäschestücks der
vorliegenden Erfindung ist das einstückige wegwerfbare absorbierende
Anziehwäschestück, das
Anziehwäschestück 120,
das in 1 gezeigt ist. Hier bezieht sich
der Ausdruck ”Anziehwindel” auf Anziehwäsche, die
im allgemeinen von Kinder und anderen inkontinenten Individuen getragen
wird, um Urin und Kot zu absorbieren und einzuschließen. Es
sollte jedoch verständlich
sein, dass die vorliegende Erfindung auch auf andere Anziehwäsche, wie
Trainingshosen, Inkontinenzeinlagen, weibliche Hygieneartikel oder Slips
und dergleichen anwendbar ist. Hier bezeichnet der Ausdruck ”Feld” ein Gebiet
oder Element des Anziehkleidungsstücks. (Während ein Feld typischerweise
ein getrenntes Gebiet oder Element ist, kann ein Feld mit einem
benachbarten Feld in gewisser Weise zusammenfallen, ihm funktionell
entsprechen). Hier umfasst der Ausdruck ”verbunden” oder ”verbinden” Konfigurationen, bei denen
ein Element direkt am anderen Element befestigt ist, indem das Element
direkt am anderen Element befestigt wird, und Konfigurationen, bei
denen das Element indirekt am anderen Element befestigt ist, indem
das Element an einem oder mehreren dazwischen liegenden Elementen
befestigt ist, das oder die wiederum am anderen Element befestigt
sind. Hier bezeichnet der Ausdruck ”nicht kontrahierter Zustand” Zustände der Anziehwäsche in
ihren nicht mit einer Naht versehenen, flachen und entspannten Zustand
(das heißt,
die Nähte
sind entfernt), bei denen alle verwendeten elastischen Materialien
aus ihnen entfernt wurden.
-
1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform
eines wegwerfbaren Anziehwäschestücks der vorliegenden
Erfindung (das ist, die einstückige
wegwerfbare Anziehwindel 120). Betrachtet man die 1, so weist das wegwerfbare Anziehwäschestück 120 der
vorliegenden Erfindung eine vordere Region 26, eine hintere
Region 28 und eine Schrittregion 30 zwischen der
vorderen Region 26und der hinteren Region 28 auf.
Ein Grundkörper 41 ist
in den vorderen und hinteren Regionen 26 und 28 und
der Schrittregion 30 vorgesehen. Der Grundkörper 41 umfasst
eine flüssigkeitsdurchlässige Oberschicht 24,
eine flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht 22, die
mit der Oberschicht 24 verbunden ist, und einen absorbierenden
Kern 25 (der in 1 nicht gezeigt ist),
der zwischen der Oberschicht 24 und der Unterschicht 22 angeordnet
ist. Der Grundkörper 41 weist Seitenränder 220,
die Seitenlinien 22 in der vorderen Region 26 bilden,
auf.
-
Das
Anziehwäschestück 120 der
Erfindung umfasst ferner mindestens ein Paar dehnbarer Flügelfelder 45,
die sich jeweils seitlich außerhalb
der entsprechenden Seiten des Grundkörpers 41 erstrecken.
Jedes der Flügelfelder 45 weist
einen äußersten
Rand 240, der eine äußerste Randlinie 242 bildet, auf.
Mindestens eine der äußersten
Randlinien 242 weist eine nicht gleichförmige seitliche Distanz von der
Längszentrallinie 100 (die
in 1 nicht gezeigt ist) im nicht kontrahierten
Zustand des Wäschestücks 120 auf.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
erstrecken sich die Flügelfelder 45 kontinuierlich
von den entsprechenden Seiten des Grundkörpers 41 in der hinteren
Region 28 zu den entsprechenden Seitenrändern 220 des Grundkörpers 41 in
der vorderen Region 26, wie das in 1 gezeigt
ist. Alternativ können
sich die Flügelfelder 45 kontinuierlich
von den entsprechenden Seiten des Grundkörpers 41 in der vorderen
Region 26 zu den entsprechenden Seitenrändern des Grundkörpers 41 in
der hinteren Region 28 erstrecken (in 1 nicht
gezeigt).
-
Das
Anziehwäschestück 120 der
Erfindung weist Flügelfelder 45,
die mit dem Grundkörper 41 verbunden
sind, auf, um die beiden Beinöffnungen 34 und
eine Hüftöffnung 36 auszubilden.
Vorzugsweise umfasst das Anziehwäschestück 120 weiter
Säume 232,
die jeweils den Grundkörper 41 und
die Flügelfelder 45 entlang
den entsprechenden Randlinien 222 und 242 verbinden,
um die beiden Beinöffnungen 34 und
die Hüftöffnung 36 zu
bilden.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist mindestens eines der Flügelfelder 45 entlang
dem Saum 232 einen im wesentlichen verbundenen Teil SB,
der an der Hüftöffnung 36 beginnt,
und einen nicht verbundenen Teil UB, der an der Beinöffnung 34 beginnt,
auf. Vorzugsweise liegt das Verhältnis
in der Länge
des nicht verbundenen Teils zum im wesentlichen verbundenen Teil
zwischen ungefähr
4:96 und 20:80.
-
2 zeigt eine andere bevorzugte Ausführungsform
eines wegwerfbaren Anziehwäschestücks der
vorliegenden Erfindung (das ist eine einstückige wegwerfbare Anziehwindel 20).
Betrachtet man die 2, so umfasst das
wegwerfbare Anziehwäschestück 20 ein
Paar dehnbarer vorderer Flügelfelder 46, die
sich jeweils seitlich außerhalb
der entsprechenden Seiten des Grundkörpers 41 in der vorderen
Region 26 erstrecken, und ein Paar dehnbarer hinterer Flügelfelder 48,
die sich jeweils seitlich außerhalb
der entsprechenden Seiten des Grundkörpers 41 in der hinteren
Region 28 erstrecken. Jedes der Flügelfelder 46 und 48 weist
einen äußersten
Rand 240, der eine äußerste Randlinie 242 bildet,
auf. Mindestens eine der äußersten
Randlinien 242 weist eine nicht gleichförmige seitliche Distanz von
der Längszentrallinie 100 im
nicht kontrahierten Zustand des Wäschestücks 20 auf (in 2 nicht gezeigt, aber in 3 gezeigt).
Das Anziehwäschestück 20 weist
ferner Nähte 32,
die jeweils die vorderen und hinteren Flügelfelder 46 und 48 entlang
den entsprechenden Randlinien 242 verbinden, um die beiden
Beinöffnungen 34 und
die Hüftöffnung 36 zu
bilden, auf.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
sind mindestens ein oder noch besser beide der Paare der Flügelfelder 45, 46 und 48 in
mindestens der Seitenrichtung elastisch dehnbar. In alternativen
Ausführungsformen
sind die Flügelfelder 45, 46 und 48 sowohl
in den Seiten- als auch den Längsrichtungen dehnbar.
Hier bezieht sich der Ausdruck ”dehnbar” auf Materialien,
die sich in mindestens einer Richtung bis zu einem gewissen Grad
ohne ein übermäßiges Reißen dehnen
können.
Hier bezieht sich der Ausdruck ”Elastizität” und ”elastisch
dehnbar” auf
dehnbare Materialien, die die Fähigkeit
aufweisen, ungefähr
zu ihren ursprünglichen
Abmessungen zurück
zu kehren, nachdem die Kraft, die das Material gedehnt hat, weggenommen
wurde. Hier kann jedes Material oder Element, das als ”dehnbar” beschrieben
ist, auch elastisch dehnbar sein, wenn nichts anderes angegeben
ist. Die dehnbaren Flügelfelder 45, 46 und 48 liefern
einen komfortableren und besser angepassten Sitz, indem sie in anpassender
Weise das Anziehwäschestück anfänglich am
Träger
befestigen und diesen Sitz während
der Tragezeit, auch lange nachdem das Anziehwäschestück mit Ausscheidungen beladen
wurde, aufrecht halten, da die Flügelfelder 45, 46 und/oder 48 es
den Seiten des Anziehwäschestücks ermöglichen,
sich zu dehnen und zu kontrahieren.
-
Die
Flügelfelder 45, 46 und 48 können durch einstückige Elemente
des Anziehwäschestücks 20 oder 120 ausgebildet
werden (das heißt,
sie sind keine getrennt handhabbaren Elemente, die am Anziehwäschestück 20 oder 120 befestigt
werden, sondern sie sind vielmehr aus Erweiterungen einer oder mehrerer
der verschiedenen Lagen des Anziehwäschestücks ausgebildet). In einer
bevorzugten Ausführungsform
ist jedes der Flügelfelder 45, 46 und 48 ein vorstehendes
Element des Grundkörpers 41 (was klarer
in 3 gezeigt ist). Vorzugsweise umfassen die
Flügelfelder 45, 46 und 48 mindestens
ein einstückiges
Element oder ein kontinuierliches Schichtmaterial (beispielsweise
die äußere Vliesstoffabdeckung 74 in 4), das einen Teil des Grundkörpers 41 bildet
und sich kontinuierlich in die Flügelfelder 45, 46 und 48 erstreckt.
Alternativ können
die Flügelfelder 45, 46 und 48 diskrete
Elemente sein (was in den Zeichnungsfiguren nicht gezeigt ist),
die kein einstückiges
Element aufweisen, das einen Teil des Grundkörpers 41 bildet, und
sie können
durch das Verbinden der diskreten Elemente mit den entsprechenden Seiten
des Grundkörpers 41 ausgebildet
werden.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Anziehwäschestück 20 oder 120 weiter Nahtfelder 66,
die sich jeweils seitlich außerhalb
von jedem der Flügelfelder 45, 46 und 48 erstrecken,
und Aufreißstreifen 31,
die sich jeweils seitlich außerhalb des
Nahtfeldes 66 erstrecken. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist jedes der Nahtfelder 66 eine Erweiterung der entsprechenden
Flügelfelder 45, 46 und 48 oder
mindestens eines der darin verwendeten Bauteilelemente oder es stellt
irgend eine andere Kombination dieser Elemente dar. Noch besser
ist es, wenn jeder der Aufreißstreifen 31 auch
eine Erweiterung des entsprechenden Nahtfeldes 66 oder mindestens
einer seiner Komponentenelemente, die darin verwendet werden, oder
irgend einer anderen Kombination seiner Elemente ist.
-
Der
Aufreißstreifen 31 kann
jede Form annehmen, so lange sie das beabsichtigte Aufreißen der
Nähte 32 nach
der Beschmutzung der Anziehwäsche 20und 120 erleichtert.
In einer bevorzugten Ausführungsform
nimmt die seitliche Distanz LD von der Längszentrallinie 100 in
Richtung auf die Beinöffnung 34 zu,
wie das in 10 gezeigt ist. In dieser Ausführungsform
weist das ursprüngliche
Material, das für
das vordere Flügelfeld
verwendet wird, eine Form auf, die durch die obere Materiallinie 154 und die
seitliche Materiallinie 156, die rechtwinklig zur oberen
Materiallinie 154 verläuft,
gebildet wird. Der äußerste Rand 240 und
der Aufreißstreifen 31 werden
durch das Entfernen (oder Herausschneiden) der Randteile 158 aus
dem ursprünglichen
Material ausgebildet. Da der Aufreißstreifen 31 aus den
ursprünglichen
Material, das den rechten Winkel aufweist, der durch die Linien 154 und 156 gebildet
wird, erzielt werden kann, ist eine wirksame Verwendung des Materials
erreichbar (das heißt,
das ursprüngliche
Flügelfeldmaterial
kann wirksam verwendet werden).
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden die entsprechenden Randteile des Grundkörpers 41 und/oder
der Seitenfelder 45, 46 und 48 direkt oder
indirekt (beispielsweise durch die Nahtfelder 66) in einer überlappenden
Weise vernäht,
um eine überlappte
Nahtstruktur auszubilden. Alternativ können die vorderen und hinteren
Flügelfelder 46 und 48 mit einer
stumpfen Naht vernäht
werden (was in den Figuren nicht gezeigt ist). Das Verbinden der
Nähte 32 kann
durch jedes geeignete Mittel, das aus dem Stand der Technik für die spezifischen
Materialien, die im Grundkörper 41 und/oder
den Flügelfelder 45, 46 und 48 verwendet
werden, bekannt ist, erfolgen. Somit können ein Schallverbinden, eine
Hitzeverbindung, eine Druckverbindung eine Haftmittelverbindung
oder eine kohäsive
Verbindung, ein Vernähen, eine
autogene Verbindung und dergleichen passende Techniken darstellen.
Vorzugsweise werden die Nahtfelder 66 durch ein vorbestimmtes
Muster von Hitze/Druck oder Ultraschallnähten, die den Kräften und
Belastungen, die im Wäschestück 20 oder 120 während des
Tragens entstehen, standhalten, verbunden.
-
Ein
kontinuierliches Band 38 wird durch die Flügelfelder 45, 46 und 48 und
einen Teil des Grundkörpers 41 um
die Hüftöffnung 36 ausgebildet,
wie das in den 1 und 2 gezeigt
ist. Vorzugsweise werden elastische Hüftbänder 50 sowohl in
der vorderen Region 26 als auch der hinteren Region 28 vorgesehen.
Das kontinuierliche Band 38 dient dazu, dynamisch Passkräfte im Anziehwäschestück 20 oder 120 zu
schaffen, wenn dieses auf dem Träger
positioniert wird, um das Anziehwäschestück 20 oder 120 am
Träger
sogar dann zu halten, wenn es mit Körperausscheidungen beladen
ist, um somit den (in 2 nicht gezeigten)
absorbierenden Kern 25 in großer Nähe zum Träger zu halten, und um die Kräfte, die dynamisch
während
des Tragens um die Hüfte
erzeugt werden, zu verteilen, und somit eine zusätzliche Abstützung des
absorbierenden Kerns 25 ohne ein Einschnüren oder
Aufbauschen des absorbierenden Kerns 25 zu liefern.
-
3 ist eine Aufsicht auf das Anziehwäschestück 20 der 2 in seinem nicht kontrahierten Zustand
(mit Ausnahme der Flügelfelder 46 und 48, die
in ihrem entspannten Zustand belassen wurden) mit teilweise weggeschnittenen
Teilen, wobei die Oberschicht 24 zum Betrachter zeigt,
bevor die Flügelfelder 46 und 48 durch
die Nähte 32 verbunden wurden.
Das Anziehwäschestück 20 weist
die vordere Region 26, die hintere Region 28,
entgegengesetzt zur vorderen Region 26, die Schrittregion 30,
die zwischen der vorderen Region 26 und der hinteren Region 28 angeordnet
ist, und einen Umfang, der durch den äußeren Umfang oder die Ränder des
Anziehwäschestücks 20 gebildet
wird, wobei die Seitenränder mit 150 und 240 bezeichnet
sind, und die Endränder oder Hüftränder mit 152 bezeichnet
sind, auf. Die Oberschicht 24 weist die zum Körper weisende
Oberfläche
des Anziehwäschestücks 20,
das während des
Gebrauchs neben dem Körper
des Trägers
angeordnet ist, auf. Die Unterschicht 22 weist die nach außen weisende
Oberfläche
des Anziehwäschestücks 20,
die weg vom Körper
des Trägers
angeordnet ist, auf. Das Anziehwäschestück 20 umfasst
den Grundkörper 41,
der die flüssigkeitsdurchlässige Oberschicht 24,
die flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht 22,
die mit der Oberschicht 24 verbunden ist, und den absorbierenden
Kern 25, der zwischen der Oberschicht 24 und der
Unterschicht 22 angeordnet ist, umfasst, auf. Das Wäschestück 20 umfasst ferner
die vorderen und hinteren Flügelfelder 46 und 48,
die sich seitlich außerhalb
vom Grundkörper 41 erstrecken,
die elastischen Beinmanschetten 52 und die elastischen
Hüftbänder 50.
Die Oberschicht 24 und die Unterschicht 22 weisen
Längen-
und Breitenabmessungen auf, die im allgemeinen größer als die
des absorbierenden Kerns 25 sind. Die Oberschicht 24 und
die Unterschicht 22 erstrecken sich über die Ränder des absorbierenden Kerns 25 hinaus,
um somit die Seitenränder 150 und
die Hüftränder 152 des
Wäschestücks 20 zu
bilden. Die flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht 22 umfasst
vorzugsweise einen flüssigkeitsundurchlässigen Kunststofffilm 68.
-
Das
Anziehwäschestück 20 weist
auch zwei Zentrallinien, eine Längszentrallinie 100 und
eine Querzentrallinie 110 auf. Hier bezieht sich der Ausdruck ”längs” auf eine
Linie, Achse oder Richtung in der Ebene des Anziehwäschestücks 20,
die im allgemeinen mit einer vertikalen Ebene, die einen stehenden
Träger
in linke und rechte Hälfte
trennt, wenn das Anziehwäschestück 20 getragen
wird, ausgerichtet ist (das heißt
im wesentlichen parallel zu ihr verläuft). Hier sind die Ausdrücke ”quer” und ”seitlich” austauschbar
und beziehen sich auf eine Linie, Achse oder Richtung, die in der
Ebne des Anziehwäschestücks liegt,
die im allgemeinen rechtwinklig zur Längsrichtung verläuft (die
den Träger
in vordere und hintere Körperhälften trennt).
Das Anziehwäschestück 20 und
seine Bestandteilmaterialien weisen auch eine zum Körper weisende
Oberfläche
auf, die beim Gebrauch zur Haut des Trägers weist, und eine nach außen weisende
Oberfläche,
die entgegengesetzt zur zum Körper
weisenden Oberfläche
ist.
-
Jedes
der Flügelfelder 45, 46 und 48 der
vorliegenden Erfindung weist die äußerste Randlinie 242 auf.
Hier bezieht sich der Ausdruck ”Randlinie” auf Linien,
die die Außenlinien
der Flügelfelder 45, 46 und 48 des
Grundkörpers 41 bilden.
Hier bezieht sich der Ausdruck ”äußerste” auf Teile,
die am weitesten von der Längszentrallinie 100 entfernt
sind. Mindestens eine der Randlinien 242 weist eine nicht
gleichförmige
seitliche Distanz LD von der Längszentrallinie 100 im
nicht kontrahierten Zustand des Wäschestücks 20 auf.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist die äußerste Randlinie 242 einen
ersten Punkt 251 am Teil, der am dichtesten zur Hüftöffnung 36 liegt, und
einen zweiten Punkt 252, der am dichtesten zur Beinöffnung 34 liegt,
auf, und die äußerste Randlinie 242 ist
eine gerade Linie, die durch das Verbinden der ersten und zweiten
Punkte 251 und 252 gebildet wird. Die äußerste Randlinie 242 zeigt
die Richtung des äußersten
Rands 240 des Flügelfeldes.
In einer bevorzugten Ausführungsform
lehnt sich die Randlinie 242 an die Längszentrallinie 100 im
nicht kontrahierten Zustand des Anziehwäschestücks 20. Noch besser
ist es, wenn die äußerste Randlinie 242 im nicht
kontrahierten Zustand des Anziehwäschestücks 20 eine seitliche
Distanz LD von der Längszentrallinie 100 aufweist,
die in Richtung auf die Beinöffnung 34 zunimmt,
wie das in 3 gezeigt ist. Alternativ
kann die äußerste Randlinie 242 im
nicht kontrahierten Zustand des Anziehwäschestücks 20 eine seitliche
Distanz LD von der Längszentrallinie 100 aufweisen,
die in Richtung auf die Beinöffnung 34 abnimmt
(in den Figuren nicht gezeigt).
-
Während die
Oberschicht
24, die Unterschicht
22 und der absorbierende
Kern
25 in einer Vielzahl von wohl bekannten Konfigurationen
zusammengefügt
werden können,
sind beispielhafte Konfigurationen des Grundkörpers allgemein im
US-Patent 3,860,003 mit
dem Titel ”Contractible
Side Portions for Disposable Diaper”, das an Kenneth B. Buell am
14. Januar 1975 erteilt wurde, und im
US-Patent 5,151,092 mit
dem Titel ”Absorbent
Article With Dynamic Elastic Waist Feature Having A Predisposed Resilient
Flexural Hinge”,
das an Kenneth B. Buell et al. am 29. September 1992 erteilt wurde,
beschrieben.
-
4 ist eine Querschnittsansicht einer bevorzugten
Ausführungsform
entlang der Schnittlinie 4-4 der 3.
Das Anziehwäschestück 20 umfasst den
Grundkörper 41,
der die flüssigkeitsdurchlässige Oberschicht 24,
die flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht 22,
die mit der Oberschicht 24 verbunden ist, und den absorbierenden
Kern 25, der zwischen der Oberschicht 24 und der
Unterschicht 22 angeordnet ist, einschließt. Das
Anziehwäschestück umfasst ferner
die vorderen Flügelfelder 46,
die sich jeweils seitlich außerhalb
vom Grundkörper 41 erstrecken, und
innere Barrieremanschetten 54. Obwohl die 4 nur
die Struktur des vorderen Flügelfeldes 46 und
des Grundkörpers 41 in
der vorderen Region 26 zeigt, ist vorzugsweise eine ähnliche
Struktur auch in der hinteren Region 28 vorgesehen. In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird jedes der vorderen Flügelfelder 46 durch
das Laminieren eines erweiterten Teils 72 der Barriereklappe 56,
eines elastischen Elements 70 und der äußeren Vliesstoffabdeckung 74 ausgebildet.
Das elastische Element 70 umfasst ein ebenes elastisches
Material 124 (das in 4 nicht gezeigt
ist, das aber in 6 gezeigt ist). Der
Ausdruck ”ebenes
elastisches Material” bezieht
sich hier auf elastische Materialien, die sich kontinuierlich in die
beiden Dimensionsrichtungen erstrecken. Bevorzugte ebene elastische
Materialien umfassen einen Mull, einen perforierten oder mit Öffnungen
ausgebildeten Film, ein elastisches Gewebe oder einen elastisches
Vlies und dergleichen. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das ebene
elastische Material 124 mindestens einen Teil, der eine
nicht gleichförmige
seitliche Breite aufweist.
-
5 ist eine detailliertere Aufsicht auf
die vorderen und hinteren Flügelfelder 46 und 48,
die in 2 gezeigt sind. In 5 ist die nicht gewobene äußere Abdeckung 74 von
den Flügelfelder 46 und 48 entfernt,
um klar die elastische Elemente 70 und die Naht 32 zu
zeigen. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst jedes der
Flügelfelder 46 und 48 das
elastische Element 70, das ein ebenes elastisches Material 124 (so
wie es in 6 gezeigt ist) einschließt. Das
elastische Element 70 kann weiter eine dehnbare Schicht
oder ein Filmmaterial (beispielsweise ein Vliesstoffmaterial), das
mit dem ebenen elastischen Material 124 verbunden ist,
umfassen.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist das ebene elastische Material 124 eine zum elastischen
Element 70 identische Form und identische Abmessungen auf.
Das elastische Element 70 und das ebene elastische Material 124 können eine
große
Vielzahl von Größen und
Formen (beispielsweise dreieckig, rechteckig, anders viereckig und
anders vieleckig) annehmen. In einer bevorzugten Ausführungsform
weist das ebene elastische Material 124 zumindest einen
Teil auf, der eine nicht gleichförmige seitliche
Breite LW aufweist. Vorzugsweise nimmt die seitliche Breite LW des
ebenen elastischen Materials 124 in Richtung auf die Beinöffnung 34 zu,
wie das in 5 gezeigt ist. Alternativ
kann die seitliche Breite LW des ebenen elastischen Materials 124 in
Richtung auf die Beinöffnung 34 abnehmen
(in den Figuren nicht gezeigt).
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Naht 32 durch eine Nahtlinie 230, die
vorher entlang den Randlinien 242 bestimmt wurde, ausgebildet.
Die Nahtlinie 230 kann aus allen geraden Linien, die im überlappten
Gebiet 238 zwischen den Randlinien 242 gezogen
werden kann, bestimmt werden. Noch besser ist es, wenn die Nahtlinie 230 entlang der
entsprechenden Randlinien 242, am besten parallel zu diesen,
ausgebildet ist. In einer noch stärker bevorzugten Ausführungsform
wird eine gerade Linie, die das überlappte
Gebiet 238 gleichmäßig teilt, als
die Nahtlinie 230 verwendet, wie das in 5 gezeigt
ist.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
lehnt sich die Nahtlinie 230 an die Längszentrallinie 100 im nicht
kontrahierten Zustand des Kleidungsstücks 20. Vorzugsweise
nimmt die seitliche Distanz der Nahtlinie 230 von der Längszentrallinie 100 in
Richtung auf die Beinöffnung 34 zu.
Alternativ nimmt die seitliche Distanz der Nahtlinie 230 von
der Längszentrallinie 100 in
Richtung auf die Beinöffnung 34 ab
(in den Figuren nicht gezeigt).
-
Eine
bevorzugte Naht 32 wird durch eine Vielzahl diskreter,
beabstandeter Nahtverbindungen 236, die auf der Nahtlinie 230 ausgebildet
sind, ausgebildet, wie das in 5 gezeigt
ist. Die diskreten Nahtverbindungen 236 bilden auf der
Nahtlinie 230 einen im wesentlichen verbundenen Teil SB,
der an der Hüftöffnung 36 beginnt,
und einen nicht verbundenen Teil UB, der an der Beinöffnung 34 beginnt. Hier
bezieht sich der Ausdruck ”im
wesentlichen verbundener Teil”,
auf Teile, die unterbrochen und/oder kontinuierlich mit anderen
Materialien verbunden sind, um zur Ausbildung der Bein- und Hüftöffnungen 34 und 36 beizutragen.
Hier bezieht sich der Begriff ”nicht
verbundener Teil” auf
Teile, die nicht mit anderen Materialien verbunden sind.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
kann die Naht 32 durch eine kontinuierliche Verbindung, die
kontinuierlich die vorderen und hinteren Flügelfelder 46 und 48 auf
der Nahtlinie 230 verbindet, ausgebildet sein (in den Figuren
nicht gezeigt). Die kontinuierliche Verbindung bildet auch auf der
Nahtlinie 230 einen im wesentlichen verbundenen Teil SB,
der an der Hüftöffnung 36 beginnt,
und einen nicht verbundenen Teil UB, der an der Beinöffnung 34 beginnt.
-
Um
das Problem einer roten Markierung auf der Haut des Trägers zu
vermeiden, liegt das bevorzugte Verhältnis der Länge des nicht verbundenen Teils
UB zum im wesentlichen verbundenen Teil SB bei ungefähr 4:96
bis ungefähr
20:80, noch besser bei ungefähr
8:92 bis ungefähr
15:85, und noch besser bei ungefähr
10:90 bis ungefähr
13:87. Bevorzugte wegwerfbare Anziehwäschestücke für Kinder weisen einen nicht
verbundenen Teil UB von der Beinöffnung 34 in
einer Länge
von ungefähr
4 mm bis ungefähr
20 mm, noch besser von ungefähr
8 mm bis ungefähr
15 mm, und noch besser von ungefähr
10 mm bis ungefähr
13 mm auf.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist zumindest eines der Flügelfelder 45, 46 und 48 teilweise
so ausgebildet, dass es einen Aufreißstreifen 231, der
mit dem nicht verbundenen Teil UB für ein leichtes Aufreißen nach
dem Beschmutzen, verbunden ist, ausbildet. Der Aufreißstreifen 231 kann
jede Form annehmen, solange er das beabsichtigte Aufreißen der
Nähte 32 erleichtert.
In dieser Ausführungsform können die
Flügelfelder 45, 46 und 48 von
der Beinöffnung 34 nach
der Beschmutzung auf gezogen werden. Somit kann der ursprüngliche
Aufreißstreifen 31 in
dieser Ausführungsform
weggelassen werden.
-
Das
Verfahren für
das Herstellen einer wegwerfbaren Anziehwäschestücks 20 oder 120 der
vorliegenden Erfindung umfasst den Schritt des Vorbereitens des
Grundkörpers 41,
der in den vorderen und hinteren Regionen 26 und 28 und
der Schrittregion 30 vorgesehen ist, und der Randlinien 222 in
den vorderen und hinteren Regionen 26 und 28 aufweist. Das
Verfahren umfasst weiter den Schritt der Verbindung jedes der Flügelfelder 45, 46 und 48 mit
dem Grundkörper 41 entlang
den jeweiligen Randlinien 222 und 242, um eine
Naht 32 und 232 auszubilden, um somit die beiden
Beinöffnungen 34 und
eine Hüftöffnung 36 auszubilden,
so dass mindestens eines der Flügelfelder 45, 46 und 48 entlang
der Naht 32 den im wesentlichen verbundenen Teil SB, der
an der Hüftöffnung 36 beginnt,
und den nicht verbundenen Teil UB, der an der Beinöffnung 34 beginnt,
aufweist. Das Verhältnis
der Länge
des nicht verbundenen Teils UB zum im wesentlichen verbundenen Teil
SB liegt zwischen ungefähr
4:96 und ungefähr
20:80.
-
Der
absorbierende Kern 25 kann jedes absorbierende Element,
das im allgemeinen komprimierbar und nachgiebig ist, und das die
Haut des Trägers
nicht reizt und das Flüssigkeiten
wie Urin und gewisse andere Körperausscheidungen
absorbieren und halten kann, sein. Der absorbierende Kern 25 kann
in einer großen
Vielzahl von Größen und
Formen (beispielsweise rechteckig, sanduhrförmig, T-förmig, asymmetrisch etc.) und
aus einer großen Vielzahl
von flüssigkeitsabsorbierenden
Materialien, die allgemein in wegwerfbaren Anziehwäschestücken und
anderen absorbierenden Artikeln verwendet werden, wie zerkleinerten
Holzzellstoff, der allgemein als Airfelt bezeichnet wird, hergestellt
werden. Beispiele anderer geeigneter absorbierender Materialien
umfassen gekreppte Zellulosewatte, schmelzgeblasende Polymere, die
Coform einschließen,
chemisch versteifte, modifizierte oder vernetzte Zellulosefasern,
Tissue, das Tissuehüllen
und Tissuelaminate einschließt,
absorbierende Schäume,
absorbierende Schwämme,
superabsorbierende Polymere, absorbierende Geliermaterialien oder
jedes äquivalente
Material oder Kombinationen dieser Materialien.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist der absorbierende Kern 25 im nicht kontrahierten
Zustand des Anziehwäschestücks 20 ein
Flächenverhältnis der
Kernfläche
zur Wäschestückfläche von
mehr als ungefähr
25%, noch besser von mehr als ungefähr 40% auf. Die Kernfläche ist
als die Gesamtfläche
der zum Körper
weisenden Oberfläche
des absorbierenden Kerns 25 im nicht kontrahierten Zustand des Anziehwäschestücks 20 definiert.
Der Umfang der zum Körper
weisenden Oberfläche
des absorbierenden Kerns 25 wird durch den Umriss oder
Aggregate der primären
absorbierenden Materialien, die im absorbierenden Kern 25 verwendet
werden, bestimmt. Hier bezieht sich der Ausdruck ”primäres absorbierendes
Material” auf
absorbierende Materialien, die mehr als ungefähr 80% des Volumens des absorbierenden
Kerns 25 im trockenen Zustand einnehmen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
wird Holzzellstoff (beispielsweise Airfelt) als primäres absorbierendes
Material des absorbierenden Kerns 25 angesehen, und es
definiert den Umfang der zum Körper
weisenden Oberfläche
des absorbierenden Kerns 25, um somit die Kernfläche des
absorbierenden Kerns zu definieren. Die anderen primären absorbierenden
Materialien können
gekreppte Zellulosewatte, schmelzgeblasene Polymere, die Coform einschließen, chemisch
versteifte, modifizierte oder vernetzte Zellulosefasern, Tissue,
das Tissuehüllen und
Tissuelaminate einschließt,
absorbierende Schäume,
absorbierende Schwämme,
superabsorbierende Polymere, absorbierende Geliermaterialien oder
irgend ein äquivalentes
Material oder Kombinationen von Materialien aufweisen.
-
Die
Wäschestückfläche ist
als die Gesamtfläche
der zum Körper
weisenden Oberfläche
des Anziehwäschestücks 20 im
nicht kontrahierten Zustand definiert. Somit berechnet sich das
Flächenverhältnis folgendermaßen: AR = CA/GA × 100 wobei
- AR:
- das Flächenverhältnis (%)
- CA:
- die Kernfläche (cm2)
- GA:
- die Gesamtfläche (cm2) ist.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
für die
Verwendung bei Kindern weist der absorbierende Kern 25 eine
Kernfläche
von weniger als ungefähr 450
cm2 auf. Vorzugsweise weist der absorbierende Kern 25 eine
maximale Kernbreite von weniger als ungefähr 12 cm, noch besser von weniger
als ungefähr
11 cm auf. Hier bezieht sich der Ausdruck ”Kernbreite” auf die seitliche Distanz
von einem Seitenrand zum anderen Seitenrand des absorbierenden Kerns 25.
-
Die
Konfiguration und Konstruktion des absorbierenden Kerns 25 kann
variieren (beispielsweise kann der absorbierende Kern 25 Zonen
variierender Dicke, eines hydrophilen Gradienten, eines superabsorbierenden
Gradienten oder Annahmezonen einer niedrigeren mittleren Dichte
und eines niedrigeren mittleren Basisgewichts aufweisen, oder er
kann eine oder mehrere Lagen oder Struktur einschließen). Weiterhin
kann auch die Größe und die
Absorptionskapazität
des absorbierenden Kerns 25 variiert werden, um eine Anpassung
an verschiedene Träger,
die von Kinder bis zu Erwachsenen reichen, zu erzielen. Die gesamte
Absorptionskapazität
des absorbierenden Kerns 25 sollt jedoch mit der beabsichtigte
Beladung und der beabsichtigten Verwendung des Wäschestücks 20 kompatibel
sein.
-
Eine
bevorzugte Ausführungsform
des Wäschestücks
20 weist
einen asymmetrischen, in einer modifizierten Sanduhrform ausgebildeten
absorbierenden Kern
25 auf, der Flügel in den vorderen und hinteren
Hüftregionen
26 und
28 besitzt.
Andere beispielhafte absorbierende Strukturen für die Verwendung als absorbierender
Kern
25, die eine große
Akzeptanz und einen kommerziellen Erfolg gefunden haben, sind im
US-Patent 4,610,678 mit
dem Titel ”High-Density Absorbent
Structures”,
das an Weisman et al. am 9. September 1986 erteilt wurde, im
US-Patent 4,673,402 mit
dem Titel ”Absorbent
Articles With Dual-Layered Cores”, das an Weisman et al. am
16. Juni 1987 erteilt wurde, im
US-Patent 4,888,231 mit
dem Titel ”Absorbent
Core Having A Dusting Layer”,
das an Angstadt am 19. Dezember 1989 erteilt wurde, und im
US-Patent 4,834,735 mit dem
Titel ”High
Density Absorbent Members Having Lower Density and Lower Basis Weight
Acquisition Zones”,
das an Alemany et al. am 30. Mai 1989 erteilt wurde, beschrieben.
-
Der
Grundkörper 41 kann
weiter einen Annahme/Verteilungskern 84 chemisch versteifter
Fasern, der über
dem absorbierenden Kern 25 angeordnet ist, umfassen, um
somit ein Doppelkernsystem auszubilden. In einer bevorzugten Ausführungsform sind
die Fasern hydrophile, chemisch versteifte Zellulosefasern. Hier
bezeichnet der Ausdruck ”chemisch versteifte
Fasern” alle
Fasern, die durch chemische Mittel versteift wurden, um die Steifigkeit
der Fasern unter trockenen und wässrigen
Bedingungen zu erhöhen.
Ein solches Mittel umfasst das Hinzufügen von chemischen Versteifungsmitteln,
die beispielsweise die Fasern bedecken und/oder imprägnieren. Solche
Mittel umfassen auch das Versteifen der Fasern durch das Ändern der
chemischen Struktur der Fasern selbst, beispielsweise durch eine
Vernetzung der Polymerketten.
-
Die
Fasern, die im Annahme/Verteilungskern 84 verwendet werden,
können
auch mittels einer chemischen Reaktion versteift werden. Beispielsweise können Vernetzungsmittel
zu den Fasern zugegeben werden, die nach der Anwendung veranlasst
werden, chemisch Vernetzungsbindungen zwischen den Fasern auszubilden.
Diese Vernetzungsbindungen können
die Steifigkeit der Fasern erhöhen.
Wenn auch die Verwendung von Vernetzungsbindungen zwischen den Fasern,
um die Fasern chemisch zu versteifen, bevorzugt ist, soll dies aber
nicht bedeuten, dass andere Typen von Reaktionen für das chemische
Versteifen der Fasern ausgeschlossen werden sollen.
-
In
den bevorzugteren versteiften Fasern umfasst die chemische Verarbeitung
eine Vernetzung zwischen den Fasern mit Vernetzungsmitteln, während solche
Faser sich in einem relativ entwässerten, aufgefaserten
(das heißt
individualisiertem), verdrehten gekrümmten Zustand befinden. Geeignete
chemische Versteifungsmittel umfassen monomere Vernetzungsmittel,
die in nicht einschränkender
Weise C
2-C
8 Dialdehyde
und C
2-C
8 Monoaldehyde
umfassen, die eine saure Funktionalität aufweisen und verwendet werden
können,
um die Vernetzungslösung auszubilden.
Diese Verbindungen können
mit mindestens zwei Hydroxylgruppen in einer einzigen Zellulosekette
oder mit nahe beieinander liegenden Zelluloseketten in einer einzigen
Faser reagieren. Solche Vernetzungsmittel, die für eine Verwendung bei der Herstellung
der versteiften Zellulosefasern berücksichtigt werden, umfassen
in nicht einschränkender
Weise Glutaraldehyde, Glyoxal, Formaldehyde und Glyoxylsäure. Andere
geeignete Versteifungsmittel sind Polycarboxylate, wie Zitronensäure. Die Polycarboxylversteifungsmittel
und ein Verfahren für das
Herstellen versteifter Fasern daraus sind im
US-Patent 5,190,563 mit dem Titel ”Process
for Preparing Individualiszed Polycarboxylic Acid crosslinked Fibers”, das an
Herron am 2. März
1993 erteilt wurde, beschrieben. Die Wirkung der Vernetzung unter
diesen Bedingungen besteht darin, Fasern auszubilden, die versteift
sind, und die dazu neigen, ihre verdrehte, gekringelte Konfiguration
während
der Verwendung in den hier angegebenen absorbierenden Artikeln beizubehalten.
Solche Fasern und Verfahren für
deren Herstellung sind in den oben eingeschlossenen Patenten angegeben.
-
Bevorzugte
Systeme mit doppeltem Kern sind im
US-Patent
5,234,423 mit dem Titel ”Absorbent Article With Elastic
Waist Feature and Enhanced Absorbency”, das an Alemany et al. am
10. August 1993 erteilt wurde, und im
US-Patent 5,147,345 mit dem
Titel ”High
Efficiency Absorbent Articles For Incontinence Management”, das an
Young, LaVon und Taylor am 15. September 1992 erteilt wurde, beschrieben.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst
der Annahme/Verteilungskern
84 chemisch behandeltes, versteiftes
Zellulosefasermaterial, das von Weyerhaeuser Co. (U.S.A.) unter
der Markenbezeichdnung ”CMC” erhältlich ist.
Vorzugsweise weist der Annahme/Verteilungskern
84 ein Basisgewicht von
ungefähr
40 g/m
2 bis ungefähr 400 g/m und noch besser
von ungefähr
75 g/m
2 bis ungefähr 300 g/m
2 auf.
-
Noch
besser ist es, wenn der Grundkörper
22 weiter
eine Annahme/Verteilungslage
82 zwischen der Oberschicht
24 und
dem Annahme/Verteilungskern
84 aufweist, wie das in
4 gezeigt ist. Die Annahme/Verteilungslage
82 wird
bereitgestellt, um die Neigung der Oberschicht
24 zu einer
nassen Oberfläche
reduzieren zu helfen. Die Annahme/Verteilungslage
82 umfasst
vorzugsweise kardierte, durch Harz verbundene voluminöse Vliesstoffmaterialien,
wie sie beispielsweise unter der Bezeichnung FT-6860 von der Polymer
Group, Inc., Nordamerika (Landisville, New Jersey, U.S.A.) erhältlich sind,
wobei diese aus Polyethylentelephthalatfasern von 6 dtex hergestellt
sind und ein Basisgewicht von ungefähr 43 g/m
2 aufweisen.
Ein bevorzugtes Beispiel für die
Annahme/Verteilungslage
82 und den Annahme/Verteilungskern
84 ist
in der
EP-0 797 968
A1 (Kurt et al.), die am 1. Oktober 1997 veröffentlicht wurde,
beschrieben.
-
Die
Oberschicht
24 ist vorzugsweise nachgiebig, fühlt sich
weich an, und reizt die Haut des Trägers nicht. Weiterhin ist die
Oberschicht
24 flüssigkeitsdurchlässig und
ermöglicht
es Flüssigkeiten (beispielsweise
Urin), leicht durch ihre Dicke hindurch zu dringen. Eine geeignete
Oberschicht
24 kann aus einem großen Bereich von Materialien,
wie gewobenen und nicht gewobenen Materialien, Polymermaterialien,
wie mit Öffnungen
ausgebildete thermoplastische Filme, mit Öffnungen versehene Kunststofffilme
und hydrogeformte thermoplastische Filme, poröse Schäume, vernetzte Schäume, vernetzte thermoplastische
Filme und thermoplastischem Mull hergestellt werden. Geeignete gewobene
und nicht gewobene Materialien können
aus natürlichen
Fasern (beispielsweise Holz- oder Baumwollfasern), synthetischen
Fasern (beispielsweise Polymerfasern, wie Polyester, Polypropylen
oder Polyethylenfasern) oder einer Kombination aus natürlichen
und synthetischen Fasern hergestellt sein. Die Oberschicht
24 ist
vorzugsweise aus einem hydrophoben Material hergestellt, um die
Haut des Trägers
gegenüber
den Flüssigkeiten,
die durch die Oberschicht
24 hindurch gegangen und im absorbierenden
Kern
25 enthalten sind, zu isolieren (das heißt, um eine
erneute Benetzung zu vermeiden). Wenn die Oberschicht
24 aus
einem hydrophoben Material hergestellt ist, so wird zumindest die
obere Oberfläche
der Oberschicht
24 behandelt, so dass sie hydrophil ist, so
dass Flüssigkeiten
durch die Oberschicht schneller hindurch gehen. Das vermindert die
Wahrscheinlichkeit, dass Körperausscheidungen
von der Oberschicht
24 herab fließen, statt dass sie durch die Oberschicht
24 gezogen
und im absorbierenden Kern
25 absorbiert werden. Die Oberschicht
24 kann hydrophil
gemacht werden, indem man sie mit einem grenzflächenaktiven Stoff behandelt.
Geeignete Verfahren für
das Behandeln der Oberschicht
24 mit einem grenzflächenaktiven
Stoff umfassen das Einsprühen
des Materials der Oberschicht
24 mit einem grenzflächenaktiven
Stoff und das Eintauchen des Materials in einen grenzflächenaktiven
Stoff. Eine detailliertere Beschreibung einer solchen Behandlung und
der Hydrophilie ist im
US-Patent
4,988,344 mit dem Titel ”Absorbent Articles with Multiple
Layer Absorbent Layers”,
das an Reising et al. am 29. Januar 1991 erteilt wurde, und im
US-Patent 4,988,345 mit dem
Titel ”Absorbent
Articles with Rapid Acquiring Absorbent Cores”, das an Reising am 29. Januar 1991
erteilt wurde, gegeben.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Oberschicht 24 ein Vliesstoff, der eine reduzierte
Neigung für
eine Oberflächenfeuchtigkeit
zeigt, und der somit das Halten des Urins, der vom Kern 25 absorbiert
wurde, weg von der Haut des Trägers
erleichtert, nachdem er benetzt wurde. Eines der bevorzugten Materialien
für die
Oberschicht ist ein thermisch gebundener kardierter Stoff, der unter
der Bezeichnung P-8 von der Fiberweb North America, Inc. (Simpsonville,
South Carolina, U.S.A.) erhältlich
ist. Ein anders bevorzugtes Material für die Oberschicht ist unter
der Bezeichnung S-2355 von Havix Co., Japan erhältlich. Dieses Material ist
ein zweilagiges Verbundmaterial und es ist aus zwei Arten von synthetischen,
mit einem grenzflächenaktiven
Stoff behandelten Zweikomponentenfasern durch das Verwenden von
Kardier- und Durchlufttechnologien hergestellt. Ein nochmals anderes
bevorzugtes Material für
die Oberschicht ist ein thermisch gebundener kardierter Stoff, der
als Profleece Style 040018007 von Amoco Fabrics, Inc. (Gronau, Deutschland)
erhältlich ist.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Oberschicht 24 kompatibel mit anderen Materialien (beispielsweise
Materialien von Komponenten in der Unterschicht 22), die
im Anziehwäschestück 20 oder 120 verwendet
werden, im Hinblick auf seine Gestaltung/sein Verfahren, für das Ausbilden
von Ventilationslöchern
entlang des Hüftrandes 152 und/oder
anderen Teilen des Anziehwäschestücks 20 oder 120.
-
Eine
andere bevorzugte Oberschicht
24 umfasst einen mit Öffnungen
versehenen Vliesstoff. Mit Öffnungen
versehene Vliesstoffe werden in der Oberschicht
24 bevorzugt,
da sie gegenüber
Körperausscheidungen
durchlässig
sind und dennoch nicht absorbierend, und da sie eine reduzierte
Neigung aufweisen, es Flüssigkeiten
zu ermögliche,
zurück
durch sie zu gehen und die Haut des Trägers wieder zu benetzen. Somit
bleibt die Oberfläche
des Vliesstoffs, die sich in Kontakt mit dem Körper befindet, trocken, um
somit die Verschmutzung des Körpers
zu reduzieren, und ein komfortableres Gefühl für den Träger zu schaffen. Geeignete
Vliesstoffe sind im
US-Patent 3,929,135 mit
dem Titel ”Absorptive
Structures Having Tapered Capillaries”, das an Thompson am 30. Dezember
1975 erteilt wurde, im
US-Patent 4,324,246 mit
dem Titel ”Disposable
Absorbent Article Having A Stain Resistant Topsheet”, das an
Mullane et al. am 13. April 1982 erteilt wurde, im
US-Patent 4,342,314 mit dem Titel ”Resilient
Plastic Web Exhibiting Fiber-Like Properties”, das an Radel et al. am 3.
August 1982 erteilt wurde, im
US-Patent
4,463,045 mit dem Titel ”Macroscopically Expanded Three-Dimensional
Plastic Web Exhibiting Non-Glosy Visible Surface and Cloth-Like
Tactile Imperssion”,
das an Ahr et al. am 31. Juli 1984 erteilt wurde, und im
US-Patent 5,006,394 mit
dem Titel ”Multilayer
Polymeric Film”,
das an Baird am 9. April 1991 erteilt wurde, beschrieben.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Unterschicht 22 den flüssigkeitsundurchlässigen Film 68,
wie er beispielsweise in 4 gezeigt ist.
Vorzugsweise erstreckt sich der flüssigkeitsundurchlässige Film 68 längs in den
vorderen und hinteren Regionen 26, 28 und in der
Schrittregion 30. Noch besser ist es, wenn sich der flüssigkeitsundurchlässige Film 68 nicht
seitlich in zumindest eines der Flügelfelder 46 oder 48 erstreckt.
Der flüssigkeitsundurchlässige Film 68 weist
eine zum Körper weisende
Oberfläche 79 und
eine nach außen
weisende Oberfläche 77 auf.
Der flüssigkeitsundurchlässige Film 68 ist
gegenüber
Flüssigkeiten
(beispielsweise Urin) undurchlässig
und er wird vorzugsweise aus einem dünnen Plastikfilm hergestellt.
Noch besser sind jedoch Plastikfilme, die es erlauben, dass Dämpfe aus
dem Wäschestück 20 entweichen
können.
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird ein Polyethylenfilm mit Mikroporen als flüssigkeitsundurchlässiger Film 68 verwendet.
Ein geeigneter Polyethylenfilm mit Mikroporen wird von Mitsui Toatsu Chemicals,
Inc., Nagoya, Japan hergestellt und im Handel unter der Bezeichnung
PG-P vertrieben. In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Einwegband
(das in den Figuren nicht gezeigt ist) zusätzlich mit der äußeren Oberfläche der
Unterschicht 22 verbunden, um ein bequemes Entsorgen nach
der Beschmutzung zu ermöglichen.
-
Ein
geeignetes Material für
den flüssigkeitsundurchlässigen Film 68 ist
ein thermoplastischer Film, der eine Dicke von ungefähr 0,012
mm (0,5 Milliinch) bis ungefähr
0,051 mm (2,0 Milliinch) aufweist, wobei er vorzugsweise Polyethylen
oder Polypropylen einschließt.
Vorzugsweise weist der flüssigkeitsundurchlässige Film
ein Basisgewicht von ungefähr
5 g/m2 bis ungefähr 35 g/m2 auf.
Es sollte jedoch angemerkt werden, dass andere flexible flüssigkeitsundurchlässige Materialien
verwendet werden können.
Hier bezieht sich die Bezeichnung ”flexibel” auf Materialien, die nachgiebig
sind und die sich leicht der allgemeinen Form und den Konturen des Körpers des
Trägers
anpassen.
-
Vorzugsweise
umfasst die Unterschicht 22 weiter die nicht gewobene äußere Abdeckung 74,
die mit der nach außen
weisenden Oberfläche
des flüssigkeitsundurchlässigen Films 68 verbunden
ist, um ein Laminat (das ist die Unterschicht 22) zu bilden. Die
nicht gewobene äußere Abdeckung 74 ist
am außersten
Teil des Wäschestücks 20 angeordnet
und bedeckt mindestens einen Teil des äußersten Teils des Wäschestücks 20.
In einer bevorzugten Ausführungsform
bedeckt die nicht gewobene äußere Abdeckung 74 nahezu
die gesamte Fläche
des äußersten Teils
des Wäschestücks 20.
Die nicht gewobene äußere Abdeckung 74 kann
mit dem flüssigkeitsundurchlässigen Film 68 durch
jedes geeignete Befestigungsmittel, das aus dem Stand der Technik
bekannt ist, verbunden werden. Beispielsweise kann die nicht gewobene äußere Abdeckung 74 am
flüssigkeitsundurchlässigen Film 68 durch
eine gleichförmige
kontinuierliche Lage eines Haftmittels, eine gemusterte Lage eines
Haftmittels oder eine Anordnung von getrennten Linien, Spiralen
oder Punkten des Haftmittels verbunden sein. Geeignete Haftmittel umfassen
Heißschmelzkleber,
die von Nitta Findley Co., Ltd. Osaka, Japan als H-2128 erhältlich sind, und
einen Heißschmelzkleber,
der von H. B. Fuller Japan Co., Ltd., Osaka, Japan als JM-6064 erhältlich ist.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die nicht gewobene äußere Abdeckung 74 ein
kardierter Vliesstoff, wie er beispielsweise von Havix Co., LTD., Gifu,
Japan als E-2341 erhältlich
ist. Die nicht gewobene äußere Abdeckung 74 ist
aus Zweikomponentenfasern aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP)
hergestellt. Das Verhältnis
von PE/PP beträgt ungefähr 50/50.
Die PE/PP Zweikomponentenfaser weist die Abmessung von 2d × 51 mm
auf. Ein anderer bevorzugter kardierter Vliesstoff ist von Chisso Corp.,
Moriyama, Japan erhältlich.
Die nicht gewobene äußere Abdeckung 74 ist
auch aus Zweikomponentenfasern aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP)
hergestellt. Das Verhältnis
von PE/PP beträgt ungefähr 50/50.
-
In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
ist der Vliesstoff ein Spinnvlies, wie es beispielsweise von Mitsui
Petrochemical Industries, Ltd. Tokyo, Japan erhältlich ist. Der Vliesstoff
ist aus Zweikomponentenfasern aus Polyethylen (PE) und Polypropylen
(PP) hergestellt. Das Verhältnis
von PE/PP beträgt
ungefähr
80/20. Die PE/PP Zweikomponentenfaser weist eine dicke von ungefähr 2,3 d
auf.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Unterschicht 22 mit anderen Materialien (beispielsweise
Materialien der Komponenten in der Oberschicht 24), die
im Anziehwäschestück 20 oder 120 verwendet
werden, im Hinblick auf die Gestaltung/das Verfahren, für das Ausbilden
von Ventilationslöchern entlang
des Hüftrandes 152 und/oder
für das
Ausbilden von Nähten 32 im
Anziehwäschestück 20 oder 120 kompatibel.
-
Die
Unterschicht
22 ist vorzugsweise neben der nach außen weisenden
Oberfläche
des absorbierenden Kerns
25 angeordnet, und sie ist vorzugsweise
mit dieser durch jedes geeignete Befestigungsmittel, das aus dem
Stand der Technik bekannt ist, verbunden. Beispielsweise kann die
Unterschicht
22 am absorbierenden Kern
25 durch
eine gleichförmige kontinuierliche
Lage eines Haftmittels, eine gemusterte Lage eines Haftmittels oder
eine Anordnung von getrennten Linien, Spiralen oder Punkten des
Haftmittels befestigt sein. Haftmittel, die sich als zufriedenstellend
erwiesen haben, werden von der H. B. Fuller Company aus St. Paul,
Minnesota, U.S.A. hergestellt und als HL-1358J vermarktet. Ein Beispiel
eines geeigneten Befestigungsmittels, das ein offenes Musternetz
von Filamenten des Haftmittels umfasst, ist im
US-Patent 4,573,986 mit dem Titel ”Disposable Waste-Containment
Garment”,
das an Minetola et al. am 4. März
1986 erteilt wurde, beschrieben. Ein anderes geeignetes Befestigungsmittel,
das mehrere Linien von Haftmittelfilamenten, die in einem Spiralmuster
angeordnet sind, aufweist, ist durch die Vorrichtung und die Verfahren,
die im
US-Patent 3,911,173 ,
das an Sprague Jr. Am 7. Oktober 1975 erteilt wurde, im
US-Patent 4,785,996 , das
an Ziecker et al. am 22. November 1978 erteilt wurde, und im
US-Patent 4,842,666 , das
an Werenicz am 27. Juni 1989 erteilt wurde, beschrieben wurden,
dargestellt. Alternativ können
die Befestigungsmittel Hitzebindungen, Druckbindungen, Ultraschallverbindungen,
dynamische mechanische Verbindungen oder irgend eine andere geeignete
Befestigungsvorrichtung oder Kombinationen dieser Befestigungsvorrichtungen,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, einschließen.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
ist der absorbierende Kern 25 nicht mit der Unterschicht 22 und/oder
der Oberschicht 24 verbunden, um eine größere Dehnbarkeit
in der vorderen Region 26 und der hinteren Region 28 zu
liefern.
-
Das
Anziehwäschestück
20 umfasst
vorzugsweise weiter elastische Beinmanschetten
52 für das Bereitstellen
eines verbesserten Einschlusses von Flüssigkeiten und anderen Körperausscheidungen.
Die elastischen Beinmanschetten
52 können mehrere verschiedene Ausführungsformen
für das Reduzieren
des Auslaufens von Körperausscheidungen
in den Beinregionen einschließen.
(Die Beinmanschetten können
auch als Beinbändern,
Seitenklappen, Barrieremanschetten, elastische Manschetten oder
Dichtungsmanschetten bezeichnet werden und werden oftmals auch so
bezeichnet). Das
US-Patent 3,860,003 mit
dem Titel ”Contractable Side
Portions for Disposable Diaper”,
das an Buell am 14. Januar 1975 erteilt wurde, beschreibt eine wegwerfbare
Windel, die eine kontrahierbare Beinöffnung liefert, die eine Seitenklappe
und ein oder mehrere elastische Elemente, um eine elastische Beinmanschette
zu liefern, aufweist. Das
US-Patent 4,909,803 mit
dem Titel ”Disposable
Absorbent Article Having Elasticized Flaps”, das an Aziz et al. am 20. März 1990
erteilt wurde, beschreibt eine wegwerfbare Windel, die ”hoch stehende” elastische
Klappen (Barrieremanschetten) aufweist, um den Einschluss der Beinregionen
zu verbessern. Das
US-Patent 4,695,278 mit
dem Titel ”Absorbent
Article Having Dual Cuffs”,
das an Lawson am 22. September 1987 erteilt wurde, und das
US-Patent 4,795,454 mit dem Titel ”Absorbent
Article having Leakage-Resistant Dual Cuffs”, das an Dragoo am 3. Januar
1989 erteilt wurde, beschreiben wegwerfbare Windeln, die doppelte
Manschetten, die eine Dichtungsmanschette und eine Barrieremanschette
einschließen,
aufweisen. Das
US-Patent 4,704,115 mit
dem Titel ”Disposable
Waist Containment Garment”,
das an Buell am 3. November 1987 erteilt wurde, beschreibt eine wegwerfbare
Windel oder ein Inkontinenzwäschestück, das
Auslaufverhütungsstege
an den Seitenkanten aufweist, die konfiguriert sind, um die freien Flüssigkeiten
im Wäschestück einzuschließen.
-
Während die
elastischen Beinmanschetten
52 so konfiguriert sein können, dass
sie ähnlich
den Beinbändern,
Seitenklappen, Barrieremanschetten oder elastischen Manschetten,
die oben beschrieben wurden, sind, umfassen die elastischen Beinmanschetten
52 vorzugsweise
eine Dichtungsmanschette
62 mit einem oder mehreren elastischen
Strängen
64,
wie das in
3 gezeigt ist, was in den
oben angegebenen
US-Patenten
4,695,278 und
4,795,454 beschrieben
ist. Es ist auch vorteilhaft, wenn jede elastische Beinmanschette
52 weiter
innere Barrieremanschetten
54 umfasst, wobei jede eine
Barriereklappe
56 und ein Abstandselement
58 aufweisen, wie
das im oben angegebenen
US-Patent
4,909,803 beschrieben ist.
-
Das überziehbare
Wäschestück
20 umfasst vorzugsweise
weiter ein elastisches Hüftband
50, das
einen verbesserten Sitz und einen verbesserten Einschluss liefert.
Das elastische Hüftband
50 ist
der Teil oder die Zone des Anziehwäschestücks
20, die sich elastisch
dehnen und kontrahieren soll, um sich dynamisch an die Hüfte des
Trägers
anzupassen. Das elastische Hüftband
50 erstreckt
sich vorzugsweise längs
außen
vom Hüftrand
des Anziehwäschestücks
20 zum
Hüftrand
des absorbierenden Kerns
25. Vorzugsweise weist das Anziehwäschestück
20 zwei
elastische Hüftbänder
50 auf,
wobei eines in der hinteren Region
28 und das andere in
der vorderen Region
26 angeordnet ist, obwohl andere Ausführungsformen
einer Anziehwindel mit nur einem einzigen elastischen Hüftband konstruiert
werden können.
Das elastische Hüftband
50kann
in einer Anzahl unterschiedlicher Konfigurationen hergestellt werden,
wobei diese die einschließen,
die im
US-Patent 4,515,595 mit
dem Titel ”Disposable
Diapers with Elastically Contractible Waistbands”, das an Kievit et al. am
7. Mai 1985 erteilt wurde, und im oben angegebenen
US-Patent 5,151,092 , das an Buell
erteilt wurde, beschrieben sind.
-
Die
Hüftbänder
50 können Materialien
einschließen,
die ”vorgedehnt” oder ”mechanisch
vorgedehnt” (das
heißt
bis zu einem gewissen Grad einem lokalisierten Muster einer mechanischen
Dehnung, um das Material permanent zu dehnen, unterworfen wurden)
wurden. Die Materialien können
unter Verwendung von Tiefprägetechniken,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, vorgedehnt werden. Alternativ
können
die Materialien durch das Leiten des Materials durch ein inkrementelles
mechanisches Dehnungssystem vorgedehnt werden, wie das im
US-Patent 5,330,458 mit
dem Titel ”Absorbent
Article With Elastic Feature Having A Portion Mechanically Prestrained”, das an
Buell et al. am 19. Juli 1994 erteilt wurde, beschrieben ist. Die
Materialien dürfen dann
wieder in ihren im wesentlichen ungespannten Zustand zurück kehren,
um somit ein ”Nulldehnungs-Stretchmaterial” zu bilden,
das dehnbar zumindest bis zum Punkt des anfänglichen Dehnens ist. Beispiele
von Nulldehnungs-Materialien sind im
US-Patent
2,075,189 , das an Galligan am 30. März 1937 erteilt wurde, im
US-Patent 3,025,199 , das
an Harwood am 13. März
1962 erteilt wurde, in den
US-Patenten
4,107,364 und
4,209,563 ,
die an Sisson am 15. August 1978 beziehungsweise 24. Juni 1980 erteilt
wurden, im
US-Patent 4,834,741 ,
das an Sabee am 30. Mai 1989 erteilt wurde, und im
US-Patent 5,151,092 , das an Buell
et al. am 29. September 1992 erteilt wurde, beschrieben.
-
Mindestens
eines der Flügelfelder 45, 46 und 48 umfasst
das elastische Element 70, wie das in 4 gezeigt
ist. Das elastische Element 70 des vorderen Flügelfelds 46 umfasst
das elastische Material 124 (das in 4 nicht
gezeigt ist), das sich vorzugsweise seitlich nach außen vom
Grundkörper 41 weg dehnt,
um einen guten Sitz zu liefern, indem es die optimale Retentionskraft
oder durchgehende Kraft an der Hüfte
und den Seitengebieten des Trägers
erzeugt. Vorzugsweise ist das elastische Material 124 in
mindestens einer Richtung, vorzugsweise in der Seitenrichtung dehnbar,
um eine Retentionskraft (oder durchgehende Kraft) zu erzeugen, die
optimal ist, um zu verhindern, dass das Anziehwäschestück 20 fällt, absackt
oder von seiner Position auf dem Rumpf herunter rutscht, ohne die
rote Markierung auf der Haut des Trägers zu verursachen. In einer
bevorzugten Ausführungsform
umfasst jedes der Flügelfelder 45, 46 und 48 das
elastische Material 124.
-
Das
elastische Element 70 ist wirksam mit mindestens einem
der Vliesstoffe 72 und 74 in den Flügelfeldern 45, 46 und 48 verbunden,
um es dem elastischen Element 70 zu gestatten, in mindestens der
seitlichen Richtung dehnbar zu sein. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das elastische element 70 wirksam mit den Vliesstoffen 72 und 74 verbunden,
indem es mit mindestens einem, vorzugsweise beiden der Vliesstoffe 72 und 74 verbunden wird,
während
es sich in einem im wesentlichen nicht gedehnten (Nulldehnun) Zustand
befindet.
-
Das
elastische Element 70 kann wirksam mit den Vliesstoffen 72 und 74 unter
Verwendung einer unterbrochenen Bindungskonfiguration oder einer
im wesentlichen kontinuierlichen Bindungskonfiguration verbunden
werden. Hierin bedeutet ein ”unterbrochen” verbundenes
Laminatgewebe ein Laminatgewebe, bei denen die Lagen anfänglich miteinander
an diskreten beabstandeten Punkten verbunden sind, oder ein Laminatgebwebe,
bei dem die Lagen im wesentlichen an anderen diskreten beabstandeten
Gebieten nicht verbunden sind. Im Gegensatz dazu bezeichnet ein ”im wesentlichen
kontinuierlich” verbundenes
Laminatgewebe ein Laminatgewebe, bei dem die Lagen anfänglich im
wesentlichen kontinuierlich miteinander durch Flächen der Verbindungsfläche miteinander
verbunden sind. Vorzugsweise wird das Dehnlaminat über den
ganzen oder einen wesentlichen Teil des Dehnlaminats verbunden,
so das die unelastischen Gewebe (das heißt, die Vliesstoffe 72 und 74)
sich dehnen oder ziehen, ohne ein Brechen zu verursachen, wobei
die Lagen der Dehnlaminate vorzugsweise in einer Konfiguration verbunden
sind, die alle Lagen des Dehnlaminats nach der zunehmenden mechanischen
Dehnoperation in einem relativ engen Anhaften aneinander hält. Somit
sind die elastischen Feldelemente und die anderen Lagen des Dehnlaminats
vorzugsweise unter Verwendung eines Haftmittels im wesentlichen
kontinuierlich miteinander verbunden. In einer speziell bevorzugten Ausführungsform
wird das ausgewählte
Haftmittel mit einem gesteuerten Beschichtungssprühmuster mit
einem Basisgewicht von ungefähr
7,0 Gramm/Quadratmeter aufgebracht. Die Breite des Haftmittelmusters
beträgt
ungefähr
6,0 cm. Das Haftmittel ist vorzugsweise ein Haftmittel, wie es von
Nitta Findley Co., Ltd. Osaka Japan unter der Bezeichnung H2085F
erhältlich
ist. Alternativ können
das elastische Feldelement und alle anderen Komponenten der Dehnlaminate
in unterbrochener oder kontinuierlicher Weise miteinander unter
Verwendung einer Hitzebindung, einer Druckbindung, einer Ultraschallbindung,
einer dynamisch, mechanischen Bindung oder irgend einem anderen
Verfahren, wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist, verbunden werden.
-
Nachdem
das elastische Element
70 wirksam mit mindestens den Vliesstoffen
72 und
74 verbunden
wurde, wird dann zumindest ein Teil des sich ergebenden zusammengesetzten
Dehnlaminats einem mechanischen Dehnen unterworfen, das ausreicht,
um die nicht elastischen Komponenten, bei denen es sich beispielsweise
um die Vliesstoffbahnen
72 und
74 handelt, permanent
zu dehnen. Das zusammengesetzte Dehnlaminat darf dann in seinen im
wesentlichen ungedehnten Zustand zurückkehren. Mindestens ein Paar,
vorzugsweise beide Paare der Flügelfelder
45,
46 und
48 werden
somit zu Nulldehnungs-Stretchlaminaten ausgeformt. (Alternativ könnte das
elastische Element
70 wirksam in einem gespannten Zustand
verbunden werden, und dann einem mechanischen Dehnen unterworfen
werden, wobei dies aber nicht so bevorzugt wird wie das Nulldehnungs-Stretchlaminat.
Hier bezieht sich das ”Nulldehnungs-Stretchlaminat” auf ein
Laminat, das mindestens zwei Lagen eines Materials einschließt, wobei
diese zumindest an einem Teil ihrer sich gemeinsam erstreckenden
Oberflächen
aneinander befestigt sind, während
sie sich in einem im wesentlichen nicht gespannten (”Nulldehnung”) Zustand
befinden, wobei eine der Lagen ein Material einschließt, das
dehnbar und elastisch ist (das heißt es wird im wesentlichen
zu seinen ungedehnten Abmessungen zurückkehren, nachdem die aufgebrachte
Dehnungskraft weggenommen wurde) und eine zweite Lage, die dehnbar
(aber nicht notwendigerweise elastisch) ist, so dass beim Dehnen
die zweite Lage zumindest bis zu einem gewissen Grad permanent gedehnt
wird, so dass sie nach dem Wegnehmen der aufgebrachten Dehnungskräfte nicht
vollständig
in ihre ursprüngliche
ungedehnte Konfiguration zurückkehrt.
Das sich ergebende Dehnlaminat wird dadurch elastisch dehnbar zumindest
bis zum Punkt des anfänglichen
Dehnens in der Richtung des anfänglichen
Dehnens gehalten. Speziell bevorzugte Verfahren und eine Vorrichtung,
die verwendet werden, um Dehnlaminate herzustellen, verwenden ineinander eingreifende geriffelte
Walzen, um die Komponenten mechanisch zu dehnen. Speziell bevorzugte
Vorrichtungen und Verfahren sind im
US-Patent
5,167,897 , das an Weber et al. am 1. Dezember 1992 erteilt
wurde, im
US-Patent 5,156,793 ,
das an Buell et al. am 20. Oktober 1990 erteilt wurde, und im
US-Patent 5,143,679 , das
an Weber et al. am 1. September 1992 erteilt wurde, beschrieben.
-
Das
elastische Element 70 ist vorzugsweise mit den jeweiligen
Rändern 78 des
flüssigkeitsundurchlässigen Films
(das ist der flüssigkeitsundurchlässige Film 68)
durch ein Haftmittel 76, wie das in 4 gezeigt
ist, verbunden und vorzugsweise direkt an diesen befestigt. In einer
bevorzugten Ausführungsform
erstreckt es sich, während
sich der flüssigkeitsundurchlässige Film 68 in
den vorderen und hinteren Regionen 26, 28 und
der Schrittregion 30 längs erstreckt,
nicht seitlich in eine dieser Regionen, vorzugsweise jede der dehnbaren
Flügelfelder 45, 46 und 48.
In einer noch mehr bevorzugten Ausführungsform ist das elastische
Element 70 mit den jeweiligen Rändern 78 des flüssigkeitsundurchlässigen Films 68 an
der nach außen
weisenden Oberfläche 77 verbunden,
wie das in 4 gezeigt ist. In einer alternativen
Ausführungsform
kann das elastische Element 70 mit den jeweiligen Rändern 78 des
flüssigkeitsundurchlässigen Films 68 an
der zum Körper weisenden
Oberfläche 79 verbunden
sein (was in den Figuren nicht gezeigt ist). Vorzugsweise wird das Haftmittel
in einem Spiralklebemuster aufgebracht. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Haftmittel 76 ein flexibles Haftmittel mit einer
amorphen und einer kristallisierenden Komponente. Ein solches bevorzugtes
Haftmittel wird von der Nitta Findley Co., Ltd. Osaka Japan unter
der Bezeichnung H2085F hergestellt. Alternativ kann das elastische
Element mit den jeweiligen Rändern 78 des
flüssigkeitsundurchlässigen Films 68 durch
ein anderes Verbindungsmittel, das aus dem Stand der Technik bekannt ist,
das Hitzebindungen, Druckbindungen, Ultraschallbindungen, dynamisch,
mechanische Bindungen oder Kombinationen dieser Befestigungsmittel einschließt, verbunden
sein.
-
Betrachtet
man die 6, so umfasst das elastische
Element 70 das elastische Material 124, das eine
erste Oberfläche 150 und
eine zweite Oberfläche 152 entgegengesetzt
zur ersten Oberfläche 150 und
eine erste Abdecklage 122, die mit der ersten Oberfläche 150 des
elastischen Materials 124 verbunden ist, aufweist. In einer
bevorzugten Ausführungsform
ist die erste Abdecklage 122 mit der ersten Oberfläche 150 des
elastischen Materials 124 durch ein Haftmittel 160,
wie das beispielsweise in 7 gezeigt
ist, verbunden. Noch besser ist es, wenn das elastische Element 70 weiter
eine zweite Abdecklage 126 umfasst, die mit der zweiten
Oberfläche 152 des elastischen
Materials 124 durch ein Haftmittel 164 verbunden
ist.
-
Vorzugsweise
ist das elastische Element 70 mit den jeweiligen Rändern 78 des
flüssigkeitsundurchlässigen Films 68 an
der nach außen
weisenden Oberfläche 77 verbunden,
wie das in 4 gezeigt ist. In einer
alternativen Ausführungsform
kann das elastische Element 70 mit den jeweiligen Rändern 78 des
flüssigkeitsundurchlässigen Films 68 an der
zum Körper
weisenden Oberfläche 79 verbunden sein
(in den Zeichnungsfiguren nicht gezeigt).
-
Das
elastische Material 124 kann in einer großen Vielzahl
von Größen, Formen
und Konturen ausgebildet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
liegt das elastische Material 124 in Form einer kontinuierlichen
ebenen Lage vor. Bevorzugte Formen einer kontinuierlichen ebenen
Lage umfassen einen Mull, einen perforierten (oder mit Öffnungen
ausgebildeten) Film, ein elastisches Gewebe oder einen Vliesstoff
und dergleichen. Die kontinuierliche ebene Lage kann jede Form annehmen,
die geeignet in den Flügelfeldern
vorgesehen werden kann. Bevorzugte Formen der ebenen Lage umfassen
ein Viereck, das ein Rechteck und ein Quadrat einschließt, ein
Trapez und andere Vielecke. In einer alternativen Ausführungsform
liegt das elastische Material 124 in Form von diskreten
Strängen
(oder Folgen), die nicht miteinander verbunden sind, vor.
-
Elastische
Materialien, die sich als besonders geeignet für das elastische Material 124 erwiesen
haben, sind Mullmaterialien, die auf einem Styrenblockcopolymer
basieren, perforierte (oder mit Öffnungen
versehene) elastische Filme, vorzugsweise mit einer Dicke von ungefähr 0,05
mm bis ungefähr
1,0 mm (0,002 Inch bis 0,039 Inch). Andere geeignete elastische
Materialien für
das elastische Material 124 umfassen ”lebenden” synthetischen oder natürlichen
Gummi oder synthetische oder natürliche Kautschukschäume, elastische
Filme (die durch Hitze schrumpfbare elastische Filme einschließen), elastische
Gewebe oder Vliesstoffe, elastische Verbundstoffe oder dergleichen.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das elastische Material 124 ein poröses, makroskopisch gedehntes,
dreidimensionales elastisches Gewebe 172, wie es in 9 gezeigt ist, Das Gewebe 172 weist
eine kontinuierliche erste Oberfläche 174 und eine diskontinuierliche
zweite Oberfläche 176 entfernt
von der ersten Oberfläche 174 auf.
Das elastische Gewebe 172 umfasst vorzugsweise einen Vliesstoff,
der mindestens zwei Polymerlagen aufweist, wobei mindestens eine
der Lagen eine elastische Lage 178 und mindestens eine
der anderen Lagen eine wesentlich geringer elastische Hautlage 182 ist.
Das elastische Gewebe zeigt eine Vielzahl von primären Öffnungen 184 in
der ersten Oberfläche 174 des
Gewebes 172, wobei die primären Öffnungen 184 in der
Ebene der ersten Oberfläche 174 durch
ein kontinuierliches Netzwerk miteinander verbundener Elemente 186 gebildet
werden. Jedes miteinander verbundene Element 186 zeigt
einen nach oben konkav geformten Querschnitt entlang seiner Länge. Die
Verbindungselemente 186 enden im wesentlichen gemeinsam,
um eine zweite Öffnung 188 in
der Ebene der zweiten Oberfläche
des Gewebes zu bilden. Die primären Öffnungen 184 können jede Form
aufweisen. Das Detail einer solchen Struktur und das Verfahren um
diese herzustellen, ist in der US-Patentanmeldung mit der Seriennummer 08/816,106,
die am 14. März
1997 eingereicht wurde, beschrieben. Ein bevorzugtes poröses elastisches Material 124 wird
durch die Tredegar Film Products unter der Bezeichnung X-25007 hergestellt.
-
Die
Dehnungseigenschaften des seitlichen elastischen Materials 124,
wie die Dehnungskraft des ersten Zyklus bei einer Dehnung von 100%
(FCEF 100%), die Dehnungskraft des ersten Zyklus bei einer Dehnung
von 200% (FCEF 200%), die Rückstellkraft
des zweiten Zyklus bei einer Dehnung von 50% (SCRF 50%) und die
ausgehaltene Last bei 50% nach 10 bis 12 Stunden, stellen wichtige
Merkmale bei der Leistungsbetrachtung der wegwerfbaren Wäsche dar.
Das seitlich elastische Material 124 weist vorzugsweise
Dehnungseigenschaften innerhalb der hier definierten Bereiche auf.
Die Werte FCEF 100% und die FCEF 200% sind Maße der insgesamt wahrgenommenen
Dehnung während
des Anlegens/Ablegens der wegwerfbaren Wäsche. Diese zwei Eigenschaften
beeinflussen auch die Fähigkeit
der anlegenden Person, einen geeigneten Grad einer Anlegedehnung
zu erzielen. Ein seitlich elastisches Material 124 mit
einem relativ hohen Wert FCEF 100% und FCEF 200% kann Schwierigkeiten
beim Anlegen des wegwerfbaren Wäschestücks am Träger verursachen.
Andererseits kann es sein, dass ein seitlich elastisches Material 124 mit
einem relativ niedrigen Wert FCEF 100% und FCEF 200% keinen geeigneten Pegel
eines Passens/Sitzens am Körper
erzielt. Der Wert SCRF 50% steht ebenfalls in enger Beziehung des
Passens/Sitzens des wegwerfbaren Wäschestücks am Körper des Trägers. Ein seitlich elastisches
Materials 124 mit einem relativ hohen Wert SCRF 50% neigt
dazu, eine rote Markierung auf der Haut des Trägers zu verursachen, und es
kann für den
Träger
während
des Gebrauchs unbequem sein. Andererseits kann es sein, dass ein
seitlich elastisches Material 124 mit einem relativ geringen
Wert SCRF 50% keine ausreichende elastische Kraft liefert, um die
Windel an ihrem Platz auf dem Träger
zu halten, oder dass sie keine gute Körperpassform liefert. Die aufrecht
erhaltende Last bei 50% nach 10 bis 12 Stunden wertet die Abnahme
der Kraft über
der Zeit aus. Diese Abnahme der Kraft sollte begrenzt sein, da sonst
ein beträchtliches
Absacken auftritt.
-
Die
Werte von FCEF 100%, FCEF 200% und SCRF 50% können unter Verwendung einer
Zugtestvorrichtung gemessen werden. Die Zugtestvorrichtung umfasst
eine obere Klemme und eine untere Klemme, die unter der oberen Klemme
angeordnet ist. Die obere Klemme ist beweglich und sie ist mit einer
Dehnungskraftmesseinrichtung verbunden. Die untere Klemme ist am
Tisch oder dem Boden befestigt. Ein Testexemplar (das ist das zu
messende elastische Material), das eine Breite von ungefähr 2,54 cm
(1,0 Inch) und eine Länge
von ungefähr
12,75 cm (5 Inch) aufweist, wird hergestellt und zwischen der oberen
Klemme und der unteren Klemme eingeklemmt, so dass die wirksame
Exemplarlänge
(L) (das ist die Messgerätslänge) ungefähr 5,08
cm (2,0 Inch) beträgt.
Die Dehnungskraft wird auf das Testexemplar durch die obere Klemme
aufgebracht. Wenn keine Dehnungskraft auf das Textexemplar aufgebracht
wird, so befindet sich das Testexemplar in seiner ursprünglichen
Länge (das
heißt,
eine Dehnung von 0%). Eine Zugtestvorrichtung, die für eine Verwendung
hier geeignet ist, ist erhältlich
von der Instron Corporation (100 Royall Street, Canton, MA 02021,
U.S.A.) unter der Bezeichnung Instron 5564.
-
8 zeigt ein bevorzugtes Beispiel der Dehnungskraft-
und Rückstellkraftkurven
für die Zweizyklushysterese
des elastischen Materials 124. Die Kurve E1 zeigt die Dehnungskraft
im ersten Zyklus, während
die Kurve R1 die Rückstellkraft
im ersten Zyklus zeigt. Die Kurve E2 (in gestrichelten Linien gezeigt)
zeigt die Dehnungskraft im zweiten Zyklus, während die Kurve R2 die Rückstellkraft
im zweiten Zyklus zeigt. Die Dehnungs- und Rückstelleigenschaften werden
folgendermaßen
gemessen.
-
Im
ersten Zyklus wird das Testexemplar einer anfänglichen Dehnungskraft mit
einer Kreuzkopfrate von 50,8 cm/min (20 in/min) bei ungefähr 23°C unterworfen
und für
30 Sekunden bei einer Dehnung von 200% gehalten. Das Testexemplar
kann sich dann mit derselben Rate bis zu seinem ursprünglichen
Zustand (das heißt,
eine Dehnung von 0%) entspannen. Das Testexemplar kann für eine Minute
ungedehnt bleiben, bevor es einer zweiten Dehnungskraft (für den zweiten
Zyklus) mit derselben Rate und denselben Bedingungen unterworfen
wird.
-
In
bevorzugten Ausführungsformen
beträgt der
Wert FCEF 100% des seitlich elastischen Materials 124 mindestens
ungefähr
40 g/cm (100 g/Inch). Noch besser ist es wenn der Wert FCEF 100%
zwischen ungefähr
47 bis ungefähr
86 g/cm (120 bis ungefähr
220 g/Inch) und noch besser zwischen ungefähr 59 und ungefähr 74 g/cm
(150 g/Inch und 190 g/Inch) liegt. Der Wert FCEF 200% liegt vorzugsweise
zwischen ungefähr
62 g/cm und ungefähr
177 g/cm (160 g/Inch und ungefähr
450 g/Inch), noch besser zwischen ungefähr 70 und ungefähr 118 g/cm (ungefähr 180 g/Inch
und ungefähr
300 g/Inch) und noch besser zwischen ungefähr 78 und ungefähr 94 g/cm
(ungefähr
200 g/Inch und ungefähr
240 g/Inch). Der Wert SCRF 50% des seitlich elastischen Materials 124 liegt
vorzugsweise zwischen ungefähr
16 und ungefähr
51 g/cm (ungefähr
40 g/Inch und ungefähr 130
g/Inch), noch besser zwischen ungefähr 25 und ungefähr 41 g/cm
(ungefähr
65 g/Inch und ungefähr 105
g/Inch) und noch besser zwischen ungefähr 29 und ungefähr 37 g/cm
(ungefähr
75 g/Inch und ungefähr
95 g/Inch). Die andauernde Last bei 50% nach 10 bis 12 Stunden liegt
vorzugsweise zwischen ungefähr
16 und ungefähr
51 g/cm (ungefähr
40 g/Inch und ungefähr
130 g/Inch), noch besser zwischen ungefähr 25 und ungefähr 45 g/Inch
(65 g/Inch und ungefähr
105 g/Inch) und nochmals besser zwischen ungefähr 29 und ungefähr 37 g/cm
(75 g/Inch und ungefähr
95 g/Inch).
-
In
der bevorzugten Ausführungsform,
die in 6 gezeigt ist, weist der elastische
Mull 124 eine Vielzahl von ersten Strängen 125 und eine
Vielzahl von zweiten Strängen 127 auf.
Die Vielzahl der ersten Stränge 125 schneidet
die Vielzahl der zweiten Stränge 127 an
Knoten 130 in einem vorbestimmten Winkel α, um eine
netzartige offene Struktur auszubilden, die eine Vielzahl von Öffnungen 132 aufweist. Jede Öffnung 132 wird
durch mindestens zwei benachbarte erste Stränge und mindestens zwei benachbarte
zweite Stränge
definiert, so dass die Öffnungen 132 im
wesentlichen eine rechteckige Form aufweisen. Andere Konfigurationen
der Öffnungen 132,
wie Parallelogramme, Quadrate oder kreisförmige Bogensegmente können auch
vorgesehen werden. Vorzugsweise sind die ersten und zweiten Stränge 125 und 127 im
wesentlichen gerade und verlaufen im wesentlichen parallel zueinander.
Vorzugsweise schneiden die ersten Stränge 125 die zweiten
Stränge 127 an
den Knoten 130, so dass der Winkel α ungefähr 90 Grad beträgt. Die
ersten und zweiten Stränge 125 und 127 sind
vorzugsweise an den Knoten 90 verbunden oder vereinigt.
-
Ein
bevorzugter elastischer Mull 124 wird von der Firma Conwed
Plastics Company (Minneapolis, Minn., U.S.A.) unter der Bezeichnung
XO2514 hergestellt. Dieses Material weist ungefähr 12 elastische Stränge pro
Inch in der Strukturrichtung B (das sind die ersten Stränge 125)
und ungefähr
7 elastische Stränge
pro Inch in der Strukturrichtung D (das sind die zweiten Stränge 127)
auf.
-
In
der in 6 gezeigten Ausführungsform umfasst
das elastische Element 70 erste und zweite Abdecklagen 122 und 126 und
elastisches Material 124, das in den ersten und zweiten
Abdecklagen 122 und 126 angeordnet ist. Die erste
Abdecklage 122 weist eine innere Oberfläche 142 und eine äußere Oberfläche 144 auf.
Die innere Oberfläche 142 der ersten
Abdecklage 122 ist die Oberfläche, die hin zum elastischen
Material 124 weisend angeordnet ist. Die zweite Abdecklage 126 weist
auch eine innere Oberfläche 146 und
eine äußere Oberfläche 148 auf.
Die innere Oberfläche 146 der
zweiten Abdecklage 126 ist die Oberfläche, die zum elastischen Materials 124 hin
weisend angeordnet ist. Das elastische Material 124 weist
auch zwei ebene Oberflächen,
eine erste Oberfläche 150 und
eine zweite Oberfläche 152 auf,
von denen jede im wesentlichen parallel zu den Ebenen der ersten
und zweiten Abdecklagen 122 und 126 verläuft. Die
erste Oberfläche 150 ist
die ebene Oberfläche
des elastischen Materials 124, die am dichtesten neben
der inneren Oberfläche 142 der
ersten Abdecklage 122 liegt. Die zweite Oberfläche 152 ist
die ebene Oberfläche
des elastischen Materials 124, die am dichtesten neben
der inneren Oberfläche 146 der
zweiten Abdecklage 126 liegt.
-
Da
das elastische Element 70 einem mechanischen Dehnen vor
und während
des Gebrauchs unterworfen werden wird, weisen die ersten und zweiten
Abdecklagen 122 und 126 vorzugsweise eine relativ
hohe Bruchdehnung auf, und sie sind vorzugsweise dehnbar oder längbar, noch
besser ziehbar (aber nicht notwendigerweise elastisch), ohne ein übermäßiges Reißen (vorzugsweise
ohne ein Reißen).
Weiterhin sind die ersten und zweiten Abdecklagen 122 und 126 vorzugsweise
nachgiebig, fühlen sich
weich an und reizen die Haut des Trägers nicht und geben dem Artikel
den Eindruck und den Komfort eines Kleidungsstücks. Geeignete Materialien
für die ersten
und zweiten Abdecklagen 122 und 126 können aus
einem breiten Bereich von Materialien, wie Kunststofffilmen, mit Öffnungen
versehene Kunststofffilme, Gewebe oder Vliesstoffe aus natürlichen Fasern
(beispielsweise Holz- oder Baumwollfasern), synthetischen Fasern
(beispielsweise Polyolefin-, Polyamid-, Polyester-, Polyethylen-
oder Polypropylenfasern) oder einer Kombination aus natürlichen und/oder
synthetischen Fasern oder beschichtete Gewebe oder Vliesstoffe hergestellt
werden.
-
Vorzugsweise
ist jeder der ersten und zweiten Abdecklagen 122 und 126 ein
identisch verdichtetes Vliesstoffmaterial. Ein beispielhaftes bevorzugtes
Vliesstoffmaterial wird von der Fiberweb North America, Inc. (Simpsonville,
South Carolina, U.S.A.) unter der Bezeichnung Sofspan 200 hergestellt.
Dieses Material weist ein Basisgewicht von 25 g/m2 vor der
Verdichtung und ein Basisgewicht von ungefähr 63 g/m2 nach
der Verdichtung auf. Hier ist das ”Basisgewicht” das Gewicht
eines Quadratmeters des ebenen Gewebematerials. Alternativ können stark
dehnbare Vliesstoffmaterialien verwendet werden. Alternativ müssen die
ersten und zweiten Abdecklagen 122 und 126 nicht
aus identischen Materialien bestehen, so lange die gewünschte Leistungsanforderungen, wie
die elastische Leistung, die Weichheit, die Flexibilität, die Atmungsfähigkeit
und die Dauerhaftigkeit erfüllt
werden. Hier bedeutet ein ”verdichtetes Vliesstoffmaterial” ein Vliesstoffmaterial,
das unter mechanischer Dehnung in der Strukturrichtung D gerafft
oder reduziert wurde, so dass sich das Material in der Strukturrichtung
D unter geringer Kraft längen kann.
-
7 zeigt eine fragmentarische vergrößerte Seitenansicht,
bei der man in der Strukturrichtung B des Laminats 120 (das
ist das elastische Element 70) schaut. Es wurde herausgefunden,
dass wenn das Laminat 120 verbunden oder anderswie verankert
wird, so dass die seitlichen Ankerzonen A geschaffen werden, ein
solches Laminat 120 sowohl hoch elastisch als auch im wesentlichen
frei von einer Delamination und einem Kriechen ist, während es sehr
gute Leistungseigenschaften in allen Leistungskategorien ohne Kompromisse
bei irgendwelchen geforderten Leistungseigenschaften bietet. Die
seitliche Verankerung wird vorzugsweise durch ein seitliches Verkleben
mit Haftmittelkügelchen,
um das elastische Material 124 zwischen den Abdecklagen 122 und 126 als
ein Teil des Laminierverfahrens zu verankern, erzielt. Alternativ
kann eine seitliche Verankerung durch ein Vernähen, ein Hitzeverschweißen, eine
Ultraschallverbindung, ein Vernadeln, ein alternatives Klebeverfahren
oder durch irgend ein anderes Mittel, das Fachleuten bekannt ist,
durchgeführt
werden. Eine andere Alternative besteht in einer seitlichen Verankerung
der Lagen der Laminatstruktur, nachdem die Lamination der elastischen
Komponenten und der Abdeckkomponenten durchgeführt wurde.
-
Vorzugsweise
kann das Laminat 120 dem Träger und dem Konsumenten insbesondere
ein sehr gutes weiches Gefühl
vermitteln. Dies ist wichtig, da der Konsument Weichheit schätzt. In
konventionellen Laminaten haben die Versuche, ein Kriechen zu vermeiden,
häufig
zu einer nicht akzeptablen Abnahme der Weichheit, oft begleitet
von einer nicht akzeptablen Abnahme der Fähigkeit zur Aktivierung geführt. Das
kam daher, dass solche bisherigen Versuche (mit denen es nicht gelungen
ist das Kriechen zu eliminieren) sich auf die Anwendung zusätzlicher schmelzgeblasener
Haftmittel, oft in einem gesamten Bedeckungsmuster, in einem Versuch,
die Bindungen zu festigen, gerichtet haben. Dies hat im allgemeinen
zu einer unerwünschten
gesamten Versteifung des Laminats geführt. Die Laminate der bevorzugten
Ausführungsformen
liefern jedoch eine Eliminierung des Kriechens ohne einen Verlust
des vom Konsumenten gewünschten
weichen Eindrucks und ohne die Aktivierungsfähigkeit zu beeinträchtigen.
-
Betrachtet
man die 7, so wird ein erstes Haftmittel 170 auf
die innere Oberfläche 146 der zweiten
Abdecklage 126 in Positionen aufgebracht, die jeder der äußeren Ränder 180 der
Laminatstruktur 120 entsprechen. Das erste Haftmittel 170 kann alternativ
oder zusätzlich
auf die innere Oberfläche 142 der
ersten Abdecklage 122 aufgebracht werden. Für eine leichte
Darstellung beziehen sich die Beschreibung und die Figuren nur auf
die Aufbringung auf die zweite Abdecklage 126.
-
Dieses
Muster schafft seitliche Verankerungszonen A, die im wesentlichen
das Delaminieren und das Kriechen, die bei vorher bekannten Laminaten
aufgetreten sind, eliminieren, und die es dem Laminat 120 ermöglichen,
höhere
Dehnungen ohne ein Kriechen oder Delaminieren zu erfahren. Es wurde auch
herausgefunden, dass das Einschränken
des ersten Haftmittels 170 auf die Randgebiete 180 der Laminatstruktur 120 die
Behinderung der Dehnbarkeit des Laminats 120 verhindert
und auch das Ziehen in der Abdecklagen 122 und 126vermeidet.
Vorzugsweise wird das erste Haftmittel 170 als eine Vielzahl
von Kügelchen 168,
wie das in 7 gezeigt ist, aufgebracht.
Vorzugsweise ist das erste Haftmittel 170 ein flexibles
Haftmittel mit einer amorphen und kristallisierenden Komponente.
Ein solches bevorzugtes Haftmittel wird durch Nitta Findley Co.,
Ltd., Osaka, Japan unter der Bezeichnung H9224 hergestellt.
-
Noch
besser ist es, wenn das Laminat 120 ein zweites Haftmittel 164 einschließt. Das
zweite Haftmittel 164 wird vorzugsweise auf die zweite Oberfläche 152 des
elastischen Materials 124 aufgebracht, aber es könnte alternativ
auf die erste Oberfläche 150 des
elastischen Materials 124 aufgebracht werden. Das zweite
Haftmittel 164 wird vorzugsweise in einem Spiralsprühmuster 166 aufgebracht,
um somit Bindungspunkte 167b auszubilden, die diskreter sind,
als dies bei einer linearen Aufsprühen der Fall sein würde. Ohne
an eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, dass der größte Teil
des zweiten Haftmittels 164 in der strukturellen Richtung
D (6) aufgesprüht wird. So wurde herausgefunden, dass
das spiralförmige
Sprühen
zu sehr guten Aktivierungseigenschaften führt. Hier bezieht sich der Ausdruck ”Aktivierung” auf die
Fähigkeit
zur Dehnung.
-
Es
wurde herausgefunden, dass das Sprühen der Lage des zweiten Haftmittels 164 direkt
auf die zweite Oberfläche 152 des
elastischen Materials 124 vorteilhafter ist als das Aufbringen
des zweiten Haftmittels auf die entgegengesetzte (das heißt zweite)
Abdecklage 126. Das ergibt sich daraus, dass das zweite
Haftmittel 164 dazu neigt, durch jede restlichen Verarbeitungsmittel
oder Öle,
die sich eventuell auf der Oberfläche des elastischen Materials 124 befinden,
zu dringen. Solche restlichen Materialien, wenn sie auf dem elastischen
Materials 124 belassen wurden, können die Haftmittelbindungen
und somit die Laminatstruktur 120 über der Zeit schwächen. Wenn
beispielsweise diese restlichen Materialien intakt gelassen werden,
können
sich die Bindungen, die verwendet werden, um das Laminat 120 auszubilden,
während
der Zeitdauer, bevor der Konsument das Produkt kauft, schwächen.
-
Abschälwerte für das Laminat 120 in
den Spiralhaftmittelgebieten sind typischerweise höher, wenn
die Spiralen 166 direkt auf das elastische Material 124 aufgebracht
werden, als wenn sie auf die entgegengesetzte (das ist zweite) Abdecklage 126 aufgebracht
werden. Hier bezieht sich der Ausdruck ”Abschälwert” auf die Menge der Kraft,
die erforderlich ist, um die zwei Lagen des Abdeckmaterials 122 und 126 voneinander
zu trennen. Hohe Abschälwerte führen typischerweise
zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit der Delaminierung bei der
Verwendung.
-
Es
kann vorteilhafterweise auch ein drittes Haftmittel 160 auf
die innere Oberfläche 142 der
ersten Abdecklage 122 aufgebracht werden. Vorzugsweise
ist das dritte Haftmittel 160 ein elastisches Haftmittel.
In ähnlicher
Weise, wie das in Bezug auf das spiralförmige Aufbringen des zweiten
Haftmittels 166 beschrieben wurde, wird das dritte Haftmittel 160 vorzugsweise
in einem Spiralsprühmuster 162 aufgebracht,
um somit Verbindungspunkte 167a auszubilden, die diskreter
sind, als wenn es durch eine lineares Aufsprühen aufgebracht würde. Ohne
an eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, dass der größte Teil
des dritten Haftmittels 160, der so aufgesprüht wurde,
sich in der strukturellen Richtung D ausrichtet.
-
Vorzugsweise
sind die zweiten und dritten Haftmittel 160 und 164 dieselben
elastischen Haftmittel. Ein bevorzugtes Haftmittel für die Verwendung in
den zweiten und dritten Haftmittelspiralsprühmustern 162 und 166 wird
von der Nitta Findley Co. Ltd., Osaka, Japan unter der Bezeichnung
H2120 hergestellt. Vorzugsweise beträgt der Zugabepegel für jedes
der zweiten und dritten Spiralsprühmuster 162 und 166 ungefähr 25, 8
bis ungefähr
77 Milligramm pro Quadratzentimeter (ungefähr 4 bis ungefähr 12 Milligramm
pro Quadratinch), noch besser ungefähr 51,6 Milligramm pro Quadratzentimeter
(ungefähr
8 Milligramm pro Quadratinch).
-
Referenzliste der Zeichnungen
-
Fig. 8
-
- Force
- = Kraft
- Extension
- = Dehnung