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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Textilien, um die Textilien vor
einem Einschrumpfen zu schützen, um Falten zu beseitigen und um für Desinfektion oder andere Vorzüge
bei diesen zu sorgen.
Hintergrund der Erfindung
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Heutzutage verwenden viele Verbraucher keine automatischen Wäschetrockner zum Trocknen von
Baumwolltextilien wegen des Risikos des Einschrumpfens. Dies trifft besonders bei bestimmten Typen
von Trocknern zu, die unter bestimmten, Umständen zu einem Betrieb bei höheren Temperaturen als
erwartet neigen können.
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Die vorliegende Erfindung verwendet einen Einschlussbeutel für Verunreinigungen, welcher die
Textilien vor der Hitze des Trockners schützt, wodurch das Problem des Einschrumpfens minimiert oder
vermieden wird. Darüber hinaus ermöglichen die Dampfdurchströmungscharakteristika des Beutels, dass
Materialien, wie Parfüme, Desinfektionsmittel, Antifaltenbildungsmittel und dergleichen gleichmäßig auf
und in den Textilien während des Tocknungsbetriebs abeschieden werden.
Stand der Technik
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Eine Persäure-haltige Trockenreinigungszusammensetzung ist in der US-4 013 575, erteilt an H.
Castrantas et al., 22. März 1977, beschrieben. Trockenreinigungsverfahren sind offenbart in:
US 5 547 476, erteilt am 20. August 1996 an Siklosi und Roetker; EP 429 172A1, veröffentlicht am
29.5.91, Leigh et al.; und in der US 5 238 587, erteilt am 24.8.93, Smith et al. Andere Druckschriften in
Bezug auf Trockenreinigungszusammensetzungen und -verfahren, sowie Faltenbehandlungen für
Textilien schließen ein: GB 1 598 911; und die US-Patente 4 126 563, 3 949 137, 3 593 544, 3 647 354;
3 432 253 und 1 747 324; und die deutschen Anmeldungen 2 021 561 und 2 460 239, 0 208 989 und
4 007 362. Reinigungs-/Vorflecken-Zusammensetzungen und -Verfahren sind ebenfalls offenbart, zum
Beispiel in den US-Patenten 5 102 573; 5 041 230; 4 909 962; 4 115 061; 4 886 615; 4 139 475;
4 849 257; 5 112 358; 4 659 496; 4 806 254; 5 213 624; 4 130 392; und 4 395 261. Foliensubstrate zur
Verwendung in einem Wäschetrockner sind in dem kanadischen Patent 1 005 204 beschrieben. Die
US 3 956 556 und 4 007 300 betreffen perforierte Lagen bzw. Folien für die Textilkonditionierung in
einem Wäschetrockner. Die US 4 692 277 offenbart den Einsatz von 1,2-Octandiol in Flüssigreinigern.
Die US 3 422 867 und 4 630 312 beschreiben Einschlussbeutel für Textilien in einem Trockner; siehe
auch die US-Patente 3 591 510; 3 737 387; 3 764 544; 3 882 038; 3 907 496; 4 097 397; 4 102 824;
4 336 024; 4 594 362; 4 606 842; 4 758 641; 4 797 310; 4 802 997; 4 943 392; 4 966 724; 4 983 317;
5 004 557; 5 062 973; 5 080 822; 5 173 200; EP 0 213 500; EP 0 261 718; GB 1 397 475; WO 91/09104;
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WO 91/13145; WO 93/2564 und Hunt, D. G. und N. H. Morris, "PnB und DPnB Glycol Ethers", HAPPI.
April 1989, Seiten 78-82.
Zusammenfassung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung beinhaltet in einem Verfahren, welches die Schritte des Wäschewaschens
oder des Einfeuchtens auf andere Weise von Textilien unter Verwendung eines wässrigen Mediums,
wodurch der Erhalt feuchter Textilien gesichert ist, und des anschließenden Unterziehens der feuchten
Textilien einem Trocknungsverfahren in einer mechanischen Vorrichtung umfaßt, die Verbesserung, welche
das Durchführen des Trocknungsverfahrens durch Einbringen der feuchtnassen Textilien in einen
Dampfentlüftungs-Einschlussbeutel und Trocknen der Textilien, die 0,1 X bis 3 X ihres Gewichts an Wasser
enthalten, wobei mindestens etwa 40 bis etwa 90 Gew.-% der in den Beutel eingebrachten
Gesamtfeuchtigkeit während des Erwärmungsschritts daraus entlüftet werden, und das nachfolgende Entnehmen der
Textilien aus dem Beutel, wodurch das Einschrumpfen der Textilien und Faltenbildung auf ein Minimum
beschränkt werden, umfasst. Das hierin beschriebene Verfahren ist insbesondere nützlich, wenn die
Textilien Baumwolle sind, obgleich andere Textilien verwendet werden können.
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Bei einem Modus werden die Textilien auf einen Feuchtigkeitsanteil von etwa 1% bis etwa 10%,
vorzugsweise etwa 1,5% bis etwa 4% in dem Beutel getrocknet. Im Anschluss werden die Textilien aus
dem Beutel entnommen und das Trocknen wird außerhalb der mechanischen Vorrichtung vervollständigt,
z. B. durch Lufttrocknen auf einem Aufhänger bzw. Kleiderbügel. Dadurch wird nicht nur das
Einschrumpfen minimiert, sondern auch die Faltenbildung bei den Textilien minimiert.
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Bei einem optionalen Modus werden die Textilien mit einem Behandlungsmittel während des
Trocknungsverfahrens in der mechanischen Vorrichtung imprägniert. Solche Behandlungsmittel
schließen Vertreter, gewählt aus der Gruppe bestehend aus Desinfektionsmitteln, Antifaltenbildungsmitteln und
Parfümen ein, obgleich andere derartige Mittel zum Einsatz kommen können, wie im Folgenden
beschrieben wird.
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Alle Prozentangaben, Verhältnis- und Anteilsangaben hierin sind gewichtsbezogen, wenn nichts
anderes ausdrücklich angegeben ist. Alle angeführten Druckschriften sind in dem diesbezüglichen Teil
durch den Bezug hierin eingeschlossen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die Fig. 1 ist eine stilisierte Darstellung eines feuchten Kleidungsstücks (1) für die Einbringung in
den Einschlussbeutel, welcher in dem vorliegenden Verfahren zum Einsatz kommt.
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Die Fig. 2 ist eine Perspektive des feuchten Kleidungsstücks, das lose auf einem eingekerbten
Dampfentlüftungs-Einschlussbeutel liegt, welcher sich in einem vorgefalteten Zustand befindet.
Die Fig. 3 ist eine Perspektive des stilisierten Kleidungsstücks in dem Beutel, welcher für eine
Behandlung in einem Heißluft-Wäschetrockner bereit ist.
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Die Fig. 4 ist eine Teilansicht der eingekerbten Wand des Beutels und dessen Anordnung im
Verhältnis zu der Verschlussklappe.
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Die Fig. 5 ist eine Perspektive eines nicht eingekerbten Dampfentlüftungsbeutels, welcher ein loses
feuchtnasses Kleidungsstück enthält (1; stilisierte Darstellung), welches für das Trocknen durch das
vorliegende Verfahren bereit ist.
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Die Fig. 6 ist eine Grafik der Wasserentlüftung aus einem Dampfentlüftungs-Beutel im
"Umhüllungs"-Stil mit dem Dampfentlüftungsverschluss, aus einem Standard-Beutel, d. h. einem versiegelten
Beutel ohne den Entlüftungsverschluss (als Kontrolle für Vergleichszwecke), und aus einem
"Umhüllungsbeutel (2)", welcher einen Dampfentlüftungsverschluss an jedem Ende besitzt.
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Die Fig. 7 ist eine Grafik der Wasserentlüftung wie in Fig. 6, ausgedrückt in Gramm.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Gesamtverfahren - Das Verfahren der vorliegenden Erfindung kann in jedweder geeigneten
Vorrichtung durchgeführt werden, die zum Trocknen von Textilien eingesetzt wird. In einem passenden Modus
wird das Verfahren unter Erhitzen und wahlweise unter Taumelnlassen in einer Vorrichtung, wie einem
herkömmlichen Heißluft-Wäschetrockner, durchgeführt.
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Die Textilien (z. B. Kleidungsstücke, wie Blusen, Hemden, Hosen; Sweater, Schals und dergleichen,
sowie Artikel wie Vorhänge, Dekostoffe etc.) werden hierin in einem angefeuchteten Zustand verwendet.
Bei einem Modus kann der Anwender Wasser auf die Textilien sprenkeln oder sonstwie verteilen. Bei
einem anderen Modus werden die Textilien in einem herkömmlichen Wäschewaschverfahren gewaschen,
geschleudert zur Entziehung von überschüssiger Feuchtigkeit und in dem hierin beschriebenen Verfahren
verwendet. Typischerweise, und nicht als Einschränkung, umfassen die hierin verwendeten
"angefeuchteten" Textilien etwa 0,01 X bis etwa 3 X, vorzugsweise etwa 0,1 X bis etwa 1 X ihres Gewichts an
Wasser pro Gewicht der Textilie (d. h. eine Feuchtigkeits-"Beladung" von etwa 0,01 X bis etwa 3 X,
vorzugsweise etwa 0,1 X bis etwa 1 X). Dies kann mit der Art der Textilien schwanken und kann
routinemäßig ohne ein unangemessenes Experimentieren durch den Anwender bestimmt werden. Bei besagtem
anderen Weg können die hierin verwendeten Textilien "feucht" oder "feuchtnass", aber vorzugsweise
nicht tropfnass sein, da überschüssige Nässe ungebührend lange Trocknungszeiten erfordert.
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Wie obenstehend erwähnt, können die dem vorliegenden Verfahren unterzogenen Textilien
wahlweise mit verschiedenen Mitteln behandelt werden, die dann gleichzeitig über die Textilien und Fasern
während des hierin beschriebenen Verfahren verteilt und/oder in und durch diese einziehen gelassen werden.
Als Beispiel, und nicht zur Einschränkung, können verschiedene Parfüme verteilt und in die Textilien in
dieser Weise einziehen gelassen werden. Gleichfalls können verschiedene phenolische, Peroxid- oder
andere Desinfektionsmittel gleichmäßig verteilt und in die Textilien einziehen gelassen werden.
Schlüpfrige Antifaltenbildungs- und Entfaltungs- (d. h. Faser-Entspannungs-)Mittel, wie Glycerol und Glykole,
können verteilt und in die Textilie einziehen gelassen werden. Sonnenschutzmittel können in der Textilie
verteilt und in diese einziehen gelassen werden, um das Verblassen der Farben zu reduzieren.
Textilweichmacher und Antistatikmittel können in den Textilien verteilt und in diese einziehen gelassen
werden. Alles was erforderlich ist ist, dass das Behandlungsmittel in ausreichender Weise in der feuchten
Atmosphäre mobilisiert wird, welche sich innerhalb des Einschlussbeutels während des vorliegenden
Verfahrens entwickelt, so dass es zu einer gleichmäßigen Verteilung und/oder gleichmäßigem Einziehen
kommen kann.
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Wie aus dem Vorhergesagten zu ersehen ist, können die in der vorliegenden Weise zu behandelnden
feuchten Textilien auf mehreren Wegen erhalten werden. Der Anwender kann eine ansonsten trockene
Textilie befeuchten. Oder der Anwender kann eine Textilie auf herkömmliche Weise waschen und spülen
und die resultierende feuchte Textilie in dem Verfahren verwenden. Behandlungsmittel, wie obenstehend
erwähnt, können durch
das Anfeuchtungsverfahren während des Wäschewasch-/Spülvorgangs oder zu
einem anderen passenden Zeitpunkt vor der Durchführung des hierin beschriebenen Verfahrens
angewandt werden.
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Einschlussbeutel - Die feuchten Kleidungsstücke oder anderen Textilien werden in den
Einschlussbeutel gefüllt. Im Unterschied zu einigen im Fachbereich offenbarten Verfahren wird der Beutel nicht fest
versiegelt, sondern er wird entlüftet. Eine richtige Entlüftung des Beutels auf die hierin beschriebene
Weise kann eine Faltenbildung der Textilie minimieren, unter gleichzeitiger Erleichterung der
Trocknungsoperation. Daher verwendet die vorliegende Erfindung einen "Dampfentlüftungs"-
Verschlussbeutel, wie in den Figuren gezeigt. Der Beutel ist vorzugsweise für mehrfache Anwendungen
und Wiederverwendungen bestimmt und eignet sich besonders für die Verwendung durch den
Verbraucher in jedweder herkömmlichen Heißluft-Wäschetrocknervorrichtung, wie sie im Haushalt oder in
kommerziellen Wäschewasch-/Reinigungseinrichtungen anzutreffen sind, ist aber nicht auf den Einsatz in
einer solchen Vorrichtung beschränkt. Der hierin beschriebene Beutel ist besonders für das Entlüften von
Wasser und anderen Dämpfen, die aus dem Beutel ausströmen, wenn dieser auf die hierin beschriebene
Weise verwendet ist, entworfen. Die aus dem Beutel freigesetzten Dämpfe werden somit durch die
Luftentlüftung der Trocknervorrichtung abgeführt.
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Wie im Folgenden ausführlicher beschrieben, ist der bevorzugte Beutel mit einem Dampfentlüftungs-
Verschluss versehen, welcher einen oder mehrere Hohlräume vorsieht, durch welche Dämpfe aus dem
Beutel beim Gebrauch freigesetzt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Größe des
Hohlraums so gewählt, dass für eine kontrollierte Dampffreisetzung aus dem Beutel unter den
angegebenen Betriebsbedingungen gesorgt wird. Während andere Hohlraumgrößen und Betriebsbedingungen
angewandt werden können, wurde ein bevorzugtes Gleichgewicht zwischen dem Dampfeinschluss in dem
Beutel und der Dampffreisetzung aus dem Beutel unter Anwendung der im Folgenden beschriebenen
Prinzipien bestimmt. Alternativ kann der Beutel mit einer Reihe von Löchern oder anderen
Fensterwerken versehen werden, welche für eine Dampfentlüftung sorgen. Allerdings ist eine solche Entlüftung
nicht so wirksam wie der Dampfentlüftungs-Verschluss, der hierin beschrieben ist.
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Bei einer Ausführungsform umfasst der Dampfentflüftungs-Einschlussbeutel ein offenes Ende, ein
geschlossenes Ende und flexible Seitenwände mit Innen- und Außenflächen, wobei das offene Ende des
Beutels einen Abschnitt aus einer über das offene Ende hinaus sich erstreckenden Seitenwand aufweist,
wodurch eine flexible Klappe vorgesehen wird, wobei die Klappe eine erste daran festgemachte
Verschlussvorrichtung besitzt, wobei die Klappe faltbar bzw. umlegbar ist und sich über einen Teil der
Außenfläche der gegenüberliegenden Seitenwand erstreckt, wobei die Klappe an der Außenfläche der
gegenüberliegenden Wand des Beutels durch Ineinandergreifen der ersten Verschlussvorrichtung auf der
Innenfläche der Klappe mit einer zweiten Verschlussvorrichtung auf der Außenfläche der
gegenüberliegenden Seitenwand befestigt werden kann, und die erste und zweite Verschlussvorrichtung, wenn sie in
dieser Weise ineinandergreifen bzw. miteinander verbunden sind, eine Verschließeinrichtung bilden,
wodurch ein Verschluss für das offene Ende des Beutels vorgesehen wird. Die erste und zweite
Verschlusseinrichtung sind so angeordnet, dass sie, wenn sie ineinandergreifen, für eine Dampfentlüftung
entlang des Verschlusses, insbesondere an den Seitenrändern des Verschlusses sorgen. Der hierin
beschriebene Beutel wird am meisten bevorzugt aus Folie gebildet, die bis mindestens etwa 204ºC-260ºC
hitzebeständig ist. Nylon ist ein bevorzugtes Folienmaterial für die Bildung des Beutels. Bei einer
weiteren Ausführungsform ist der Rand der einen Wand des Beutels entlang eines beträchtlichen Teils seiner
Breite eingekerbt, um die Dampfentlüftung zu erleichtern und zu optimieren.
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Bei einem anderen Modus kann die Klappe umgelegt werden, um den Verschluss vorzusehen, innen
in die gegenüberliegende Seitenwand eingenäht sein und dort durch eine Verschlusseinrichtung gesichert
sein. In diesem Modus werden Dämpfe entlang des Verschlusses und insbesondere an den Seitenrändern
des Verschlusses entlüftet. Bei noch einem weiteren Modus haben die Seitenwände dieselbe Größe und es
ist keine Klappe vorgesehen. Entlang der Bereiche der Innenflächen der Seitenwände mit
Unterbrechungen angeordnete Verschlussvorrichtungen sind in Aktion bzw. greifen ineinander, wenn die Lippen der
Seitenwände zusammengepresst werden, um für einen Verschluss zu sorgen. Ein oder mehrere
Dampfentlüftungshohlräume werden in den Regionen des Verschlusses gebildet, wo keine
Verschlussvorrichtung vorhanden ist.
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Während die hierin beschriebenen Verschlussvorrichtungen chemische Klebstoffe umfassen können,
ist der Beutel vorzugsweise für Mehrfachanwendungen ausgelegt. Demzufolge sind wiederverwendbare
mechanische Verschlussvorrichtungen für die hierin beschriebene Verwendung bevorzugt. Es kann
jedwede wiederverwendbare mechanische Verschlussvorrichtung oder Verschlussmittel verwendet werden,
solange die Elemente der Verschlussvorrichtung so angeordnet werden können, dass dann, wenn der
Beutel geschlossen wird und die Verschlussvorrichtung in Aktion ist, ein Dampfentlüftungsverschluss
vorgesehen ist. Nichteinschränkende Beispiele schließen ein: Beutel, bei welchen die erste und zweite
Verschlussvorrichtung zusammen eine Verschlussvorrichtung vom Haken-/Ösen-(VELCRO®-Typ)
umfassen; Hakenverschlüsse, wie in dem US-Patent 5 058 247 von Thomas & Blaney, erteilt am 22. Oktober
1991, beschrieben; Beutel, bei welchen die erste und zweite Verschlussvorrichtung zusammen einen
Verschluss vom Haken-und-Faden-Verschlußtyp umfassen; Beutel, bei welchen die erste und zweite
Verschlussvorrichtung zusammen eine Haft-Verschlussvorrichtung umfassen; Beutel, bei welchen die erste
und zweite Verschlussvorrichtung zusammen eine Verschlussvorrichtung vom Umschalter = bzw.
Flipflop-Typ umfassen; Beutel, bei welchen die erste und zweite Verschlussvorrichtung zusammen eine
Verschlussvorrichtung vom Schnappverschluss-Typ umfassen; sowie Haken-/Ösen-Verschlussvorrichtungen,
Verschlussvorrichtungen vom ZIP LOK®-Typ, Verschlussvorrichtungen vom Reißverschluss-Typ und
dergleichen, solange die Verschlussvorrichtungen so angebracht sind, dass eine Dampfentlüftung erzielt
wird. Andere Verschlussvorrichtungen können zum Einsatz kommen, solange die Dampfentlüftung
aufrechterhalten ist, wenn der Beutel verschlossen ist, und die Verschlussvorrichtung robust genug ist, dass
die Klappe sich nicht öffnet, während der Beutel und sein Inhalt in dem Wäschetrockner getrommelt
werden. Die Verschlussvorrichtungen können so angebracht sein, dass die mehrfachen
Dampfentlüftungshohlräume entlang des Verschlusses oder an den Seitenrändern gebildet werden oder so dass der
Hohlraum zu einem Ende des Verschlusses versetzt angeordnet ist. Bei noch einer weiteren Ausführungsform
sind beide Enden des Beutels mit einem Dampfentlüftungsverschluss versehen. Diese Art von Beutel
wird in den Fig. 6 und 7 als "Umhüllungsbeutel (2)" bezeichnet. Bevorzugt für die hierin
beschriebene Verwendung ist der "Umhüllungsbeutel", dessen Entlüftung in den in den Fig. 6 und 7 gezeigten
mittleren Kurven dargestellt ist.
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Bevorzugte Beutel
des vorgenannten Typs, die für die Verwendung in einem herkömmlichen
automatischen Haushalts-Heißluft-Wäschetrockner im amerikanischen Stil bestimmt sind, haben ein Volumen
im Bereich von etwa 10 000 cm³ bis etwa 25 000 cm³.
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Der Beutel ist mit einer ausreichenden Belüftung konstruiert, um einen Teil der Wasserdämpfe
(insbesondere zu Beginn des Trocknerzyklus) einzuschließen, doch um einen Austritt des größten Teils des
Wassers gegen Ende des Zyklus zu ermöglichen. Bei besagtem anderen Weg wird die Rate der
Dampffreisetzung vorzugsweise optimiert, um ein Gleichgewicht zwischen der Dampfentlüftung und dem
Dampfeinschluss zu gewährleisten. Eine bevorzugte Beutelkonstruktion verwendet eine
wasserdampfundurchlässige Folie, wie Nylon, mit einer Verschlussklappe (vorzugsweise mit einer Haken/Ösen-
Verschlussvorrichtung vom VELCRO®-Typ) wie diejenige einer großen Hülle. Der Grad der Schlaffheit
bei dem umgefalteten Teil der Verschlussklappe kann variiert werden unter Vorsehung eines
Dampfentlüftungs-Lufthohlraums oder einer teilweisen Öffnung, welche die Rate der Dampfentlüftung aus dem
Beutel reguliert. Bei einem anderen Modus ist eine Kerbung entlang der Kante der Seitenwand der
Klappe gegenüberliegend eingeschnitten, um die Entlüftung weiter einzustellen. Die in den Figuren gezeigten
Verschlussvorrichtungen verlaufen nur teilweise entlang des Verschlusses, wodurch ein Entlüften auch
entlang der Seitenkanten des Verschlusses ermöglicht wird. Als ein Gesamtvorschlag führt die
Durchführung des Verfahrens in der hierin beschriebenen Weise zu einer minimalen Einschrumpfung der Textilien,
insbesondere bei Baumwolltextilien, einer minimalen Bildung neuer Falten und der Beseitigung von
Falten, die bereits in den Kleidungsstücken vor der Behandlung vorhanden sind. Die Textilien enthalten,
wenn sie aus dem Beutel entnommen werden, in der Regel eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit. Das
bedeutet nicht, dass die Textilien sich notwendigerweise bei Berührung eindeutig "feuchtnass" anfühlen.
Vielmehr können sich die Textilien kühl oder kühl-feuchtnass anfühlen aufgrund der
Verdampfungswasserluste. Die so erhaltenen Textilien können zur weiteren Luftrocknung aufgehängt werden, wodurch ein
Neuentstehen von Falten vermieden wird. Die Textilien können gebügelt werden oder anderen
Endbehandlungs- bzw. Appretierungsverfahren unterworfen werden, je nach den Wünschen des Anwenders.
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Das Folgende soll den Formulator bei der Herstellung und der Verwendung von
Dampfentlüftungsbeuteln in der Weise der Erfindung unterstützen, soll aber keine Einschränkung von dieser bedeuten.
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Beutelabmessungen - Die Fig. 3 zeigt die Gesamtabmessungen eines Beutels mit Einkerbungen: d. h.,
die Länge (7) der Faltlinie mit 27 5/8 Inch (70,2 cm); die Breite (8) des Beutels mit 26 Inch (66 cm), mit
einer Klappe an der Basis der Faltlinie (11) von 2 3/8 Inch (6 cm). In den im Folgenden angegebenen
Tests wird auf die offenen Abmessungen des Beutels von "26 In. X 30 In. (66,04 cm X 76,20 cm) Bezug
genommen.
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Die Fig. 4 gibt zusätzliche Details zur Positionierung der verschiedenen Elemente des mit
Einkerbungen versehenen Beutels. In dieser Ausführungsform sind alle Abmessungen sowohl für die linke als
auch die rechte Seite des Beutels dieselben. Die Abmessungen hierin sind für einen geöffneten Beutel
gedacht, welcher etwa 30 Inch (76,2 cm) Gesamtlänge (einschließlich der Klappe) und etwa 26 Inch (66
cm) Breite aufweist. Der Abstand (9) von der Seitenkante des Beutels zum äußersten Rand der
Verschlussvorrichtung (3), die sie sich auf der Innenseite der Klappe (S) befindet, beträgt etwa 2 Inch (5 cm).
In dieser Ausführungsform umfasst die Verschlussvorrichtung (3) auf der Innenseite der Wand (2a) den
Ösenteil eines Streifens vom VELCRO®-Typ, dessen Breite (13) etwa 0,75 Inch (1,9 cm) beträgt und
dessen Gesamtlänge etwa 22 Inch (55,9 cm) beträgt. Die Verschlussvorrichtung (6) liegt in ähnlicher
Weise auf der Außenseite der Wand 2(b) und umfasst der Hakenteil eines 3/4-Inch-(1,9-cm-)Streifens
vom VELCRO®-Typ. Der Abstand (9) kann verringert oder vergrößert werden, um die Entlüftung an den
Kanten der Klappe zu verringern oder zu erhöhen, wenn der Beutel geschlossen ist und die
Verschlussvorrichtung in Aktion bzw. geschlossen ist. Der Abstand (10) zwischen der obersten Kante der Klappe
und der Basis der Einkerbung beträgt etwa 2 7/8 Inch (7,3 cm). Der Abstand (14) zwischen der
Seitenkante des Beutels und der Seitenkante der Einkerbung beträgt etwa 0,25 Inch (0,64 cm). Der Abstand (15)
zwischen der obersten Kante der Klappe und der Faltung (11) beträgt etwa 2 3/8 Inch (6 cm). Der
Abstand (16) zwischen der obersten Kante der Klappe und der Vorderkante des Streifens (3) vom
VELCRO®-Typ, der an der Klappe befestigt ist, beträgt etwa 3/8 Inch (0,95 cm). Der Abstand (17)
zwischen der Falzung (11) und der untersten Kante der Einkerbung beträgt etwa 1/2 Inch (1,27 cm). Dieser
Abstand kann auch variiert werden, um die Dampfentlüftung zu verringern oder zu erhöhen. Ein Bereich
von 0,25-1,5 Inch (0,64-3,81 cm) ist typisch. Der Abstand (18) zwischen der obersten Kante des
Streifens (6) vom VELCRO®-Typ und der untersten Kante der Einkerbung beträgt etwa 3/4 Inch (1,9 cm). Der
Abstand (19) zwischen der untersten Kante des Streifens (3) vom VELCRO®-Typ und der Faltung (11)
beträgt etwa 1 1/4 Inch (3,17 cm).
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Die Fig. 5 gibt weitere Details zu den Abmessungen eines nicht mit Einkerbungen versehenen
Umhüllungsbeutels der vorgenannten Gesamtgröße, welcher die Seitenwände (2a) und (2b) umfasst.
Wiederum ist jeder der Streifen (3) und (6) vom VELCRO®-Typ etwa 3/4 Inch (1,9 cm) breit und etwa 22 Inch
(55,9 cm) lang. Jeder der Streifen ist so positioniert, dass er sich von jeder der Seitenkanten der fertigen
Beutelwand und -klappe etwa 2 Inch (5 cm) einwärts befindet. Der Abstand (12) zwischen der
Vorderkante der Seitenwand (2b) zur Basiskante des Verschlussvorrichtungsstreifens (3) auf dem Klappteil des
Beutels beträgt etwa 2 1/2 Inch (6,35 cm). Der Abstand (20) zwischen der Basiskante des
Befestigungsvorrichtungsstreifens (6) zur Vorderkante der Seitenwand (2b) beträgt etwa 2,25 Inch (5,7 cm). Der
Abstand (21) zwischen der Vorderkante des Verschlussstreifens (6) zu der Vorderkante der Seitenwand
beträgt etwa 1 3/8 Inch (3,5 cm). Der Abstand (22) zwischen der Falte (11) und der Basiskante des
Verschlussvorrichtungsstreifens (3) beträgt etwa 2 Inch (5 cm). Der Abstand (23) zwischen der Vorderkante
des Verschlussvorrichtungsstreifens (3) und der obersten Kante der Klappe, die eine Verlängerung der
Seitenwand (2a) ist, beträgt etwa 0,25 Inch (0,64 cm). Der Abstand (24) beträgt etwa 3 5/8 Inch (9,2 cm).
Wie bei dem vorgenannten eingekerbten Beutel kann die Positionierung und die Länge der
Verschlussvorrichtungen eingestellt werden, um die Entlüftung zu verringern oder zu erhöhen.
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Die Konstruktion des hierin verwendeten bevorzugten, wärmebeständigen Dampfentlüftungsbeutels,
welcher die Textilien in einem Heißluft-Wäschetrockner oder einer ähnlichen Vorrichtung aufnimmt,
verwendet vorzugsweise wärmebeständige Folien, um die benötigte Temperaturbeständigkeit gegenüber
einer inneren Selbstversiegelung und einer äußeren Oberflächenverformung, die manchmal durch
überhitzte Wäschetrockner verursacht wird, vorzusehen. Ferner sind die Beutel gegenüber chemischen
Mitteln, die bei Reinigungs- oder Frischaltezusammensetzungen hierin verwendet werden, beständig. Durch
die richtige Auswahl des Beutelmaterials werden unannehmbare Resultate, wie ein Schmelzen des
Beutels, Schmelzlöcher in Beuteln und ein Wand-an-Wand-Versiegeln der Beutel vermieden. Bei einem
bevorzugten Modus ist die Verschlussvorrichtung auch aus einem wärmebständigen Material aufgebaut.
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Wie in
den Fig. 3 und 5 gezeigt, wird bei einer Ausführungsform 1 bis 3 mil (0,025-0,076 mm)
wärmebeständige Nylon-6-Folie gefaltet und zu einem Einschlussbeutel versiegelt. Das Versiegeln kann
unter Einsatz von standardmäßiger Impuls-Erwärmungsgerätschaft erfolgen. Bei einem anderen Modus
wird eine Lage aus Nylon einfach in zwei Hälften gefaltet und entlang zwei seiner Kanten versiegelt. Bei
noch einem weiteren Modus können Beutel durch Lufiblasoperationen hergestellt werden. Das Verfahren
der Zusammensetzung der Beutel kann variiert werden in Abhängigkeit von der dem Hersteller zur
Verfügung stehenden Gerätschaft und ist nicht für die praktische Durchführung der Erfindung kritisch.
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Die Abmessungen des Verschlussbeutels können je nach dem gewünschten Verwendungszweck
variieren. Zum Beispiel kann ein relativ kleiner Beutel vorgesehen werden, welcher ausreichend ist, um ein
oder zwei Blusen aufzunehmen. Alternativ kann ein größerer Beutel, welcher für die Behandlung einer
Männer-Sportbekleidung geeignet ist, vorgesehen werden. Typischerweise haben die hierin
beschriebenen Beutel ein Innenvolumen von etwa 10 000 cm³ bis etwa 25 000 cm³. Beutel in diesem Größenbereich
sind ausreichend, um eine ziemliche Ladung an Textilien (z. B. 0,2-5 kg) aufzunehmen, ohne so groß zu
sein, dass sie die Trocknerventile in den meisten Haushaltstrocknern vom US-amerikanischen Stil
verstopfen. Etwas kleinere Beutel können in relativ gesehen kleineren europäischen und japanischen
Trocknern verwendet werden.
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Der hierin beschriebene Beutel ist bevorzugt flexibel, doch ist er vorzugsweise beständig genug, um
Mehrfachanwendungen auszuhalten. Der Beutel besitzt auch vorzugsweise eine ausreichende Steifigkeit,
so dass er beim Gebrauch hin und her wogen kann, wodurch dessen Inhalt während des Gebrauchs frei in
dem Beutel umhertaumeln kann. Typischerweise werden solche Beutel aus Polymerlagen von 0,025 mm
bis 0,076 mm (1-3 mil) Dicke hergestellt. Wenn mehr Steifigkeit in dem Beutel erwünscht ist, können
etwas dickere Lagen verwendet werden.
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Neben den thermisch stabilen "Nur-Nylon"-Beuteln können die hierin beschriebenen
Einschlussbeutel auch unter Verwendung von Lagen aus coextrudiertem Nylon- und/oder Polyester- oder Nylon-
und/oder Polyester-Außen- und/oder Innenschichten, welche einen weniger thermisch geeigneten inneren
Kern wie Polypropylen umgeben, hergestellt werden. Bei einem anderen Modus wird ein Beutel unter
Verwendung einer nicht gewebten äußeren "Schale" gebaut, welche ein wärmebeständiges Material, wie
Nylon oder Polyethylenterephthalat, und eine innere Lage aus einem Polymer, welches eine
Dampfbarriere vorsieht, umfasst. Die nicht gewebte äußere Schale schützt den Beutel vor einem Schmelzen und sorgt
für einen verbesserten taktilen Eindruck beim Anwender. Ganz gleich welche Konstruktion verwendet
wird, das Ziel ist es, die Unversehrtheit des Beutels unter Bedingungen einer thermischen Beanspruchung
bei Temperaturen bis zu mindestens etwa 400-500ºF (204ºC bis 260ºC) zu schützen. Unter
Bedingungen, wo eine übermäßige Erhitzung nicht von Belang ist, kann der Beutel aus Polyester, Polypropylen
oder jedwedem anderen geeigneten Polymermaterial hergestellt sein.
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Dampfentlüftungs-Bewertung - Im breitesten Sinne soll der bevorzugte
Dampfentlüftungs-Einschlussbeutel, welcher in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, in der Lage sein, mindestens etwa
40%, vorzugsweise mindestens etwa 60%, bis zu etwa 90%, vorzugsweise nicht mehr als etwa 80% auf
Gewichtsbasis der in den Beutel eingeführten Gesamtfeuchtigkeit innerhalb des Betriebszyklus des
Wäschetrockners oder einer anderen in dem hierin beschriebenen Verfahren verwendeten
Heißluftvorrichtung zu entlüften.
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Es wird von Kennern des Betriebs von Heißluft-Wäschetrocknern und ähnlichen Vorrichtungen
anerkannt, dass die Belüftungsrate in der Regel nicht konstant ist über den gesamten Betriebszyklus. Alle
Trockner besitzen eine Aufwärmperiode zu Beginn des Betriebszyklus, und diese kann je nach den
Spezifikationen des Herstellers schwanken. Die meisten Trockner haben eine Abkühlperiode am Ende des
Betriebszyklus. Eine gewisse Entlüftung aus dem Einschlussbeutel kann während dieser Aufwärm- und
Abkühlperioden erfolgen, doch ist deren Rate allgemein niedriger als die Entlüftungsrate über die
Hauptperiode des Trocknungszyklus. Weiterhin werden selbst während der Hauptperiode des Zyklus zahlreiche
moderne Trockner mit Thermostateinstellungen gebaut, die ein periodisches Ansteigen oder Sinken der
Lufttemperatur in dem Trockner bewirken, wodurch eine Überhitzung vermieden wird. Daher wird
typischerweise eher eine durchschnittliche als eine konstante Trocknerbetriebstemperatur im Targetbereich
von etwa 50º bis etwa 85ºC erzielt.
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Darüber hinaus hat der Benutzer des vorliegenden Einschlussbeutels die Wahl, den Betrieb der
Trocknervorrichtung zu stoppen, bevor der Zyklus vollendet wurde. Einige Anwender können den Erhalt
von Textilien wünschen, welche immer noch leicht feuchtnass sind, so dass sie leicht gebügelt werden
können oder anderen Endbehandlungsoperationen unterzogen werden können.
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Abgesehen von dem angewandten Zeitraum hängt das Dampf-Entlüftungs-Gleichgewicht ("VVE")
für irgendeinen speziellen Typ eines Dampfentlüftungsverschlusses hauptsächlich von der in dem
Trockner erreichten Temperatur ab - was, wie obenstehend erwähnt, typischerweise als einen durchschnittliche
"Trockner-Lufttemperatur" ausgewiesen wird. Tatsächlich ist die in dem Einschlussbeutel erreichte
Temperatur in dieser Hinsicht signifikanter, kann indes schwer exakt zu messen sein. Da die
Wärmeübertragung durch die Wände des Beutels hindurch ziemlich effizient ist infolge der Dünnheit der Wände und
der von herkömmlichen Wäschetrocknern geleisteten Taumelwirkung, ist eine vernünftige Annäherung
zur Messung des VVE die Bezugnahme auf die durchschnittliche Trocknerlufttemperatur.
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Der folgende Dampf-Entlüftungs-Bewertungstest (VVET) erläutert die vorgenannten Punkte
ausführlicher. Größere oder kleinere Einschlussbeutel können verwendet werden je nach dem Volumen der
Trocknertrommel, der Größe der Textilladung und dergleichen. Wie obenstehend erwähnt, soll der
Einschlussbeutel jedoch in jedem Fall einen Grad der Entlüftung oder einen VVE-"Wert" von mindestens
etwa 40% (40 VVE), vorzugsweise von mindestens etwa 60% (60 VVE) bis zu etwa 90% (90 VVE)
erzielen.
Dampfentlüftungs-Bewertungstest
Materialien:
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Umhüllungs- oder "Standard"-, d. h. Kontrolleinschlussbeutel zur Bewertung hinsichtlich des VVE.
Trägersubstrat (15" · 11"; 38,1 cm · 27,9 cm) HYDRASPUN®-Trägersubstratlage bzw. -folie von
Dexter mit (10444)- oder ohne (10244)-Bindemittel.
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Wollbluse: RN77390, Stil 12288, Gewicht etwa 224 Gramm
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Seidenbluse: RN40787, Stil 0161, Gewicht etwa 81 Gramm
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Rayon-Stoffstück: 45" · 17" (114,3 cm · 43,2 cm), Gewicht etwa 60 Gramm
Säckchen: 5" · 6,375" (12,7 cm · 16,2 cm) zur Aufnahme des Trägersubstrats und von Wasser
Entionisiertes Wasser; das Gewicht ist variabel, um den VVE zu ermitteln.
Vorbehandlung von Textilien:
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1. Die Wolle-, Seide- und Rayonmaterialien werden in einen Whirlpooltrockner (Modell LEC7646-
DQO) 10 Minuten lang bei hoher Wärmeeinstellung gegeben, wobei der Erwärmungszyklus im
Bereich von etwa 140ºF-165ºF liegt, um die bei Umgebungsbedingung aufgenommene Feuchtigkeit
zu entziehen.
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2. Die Textilien werden dann aus dem Trockner entnommen und in versiegelte Nylon- oder
Kunststoffbeutel (Minimum 3 mil. Dicke) gegeben, um die Feuchtigkeitsaufnahme aus der Atmosphäre
zu minimieren.
Testverfahrensweise:
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1. Wasser mit verschiedenen gemessenen Gewichten von 0 bis etwa 40 Gramm wird auf das
Trägersubstrat mindestens 30 Minuten vor der Durchführung eines Entlüftungsbeuteltests aufgebracht.
Das Substrat wird gefaltet, in ein Säckchen gegeben und verschlossen.
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2. Jede Textilie wird getrennt gewogen, und es werden die Trockengewichte aufgezeichnet. Die
Gewichte werden ebenfalls für das trockene Trägersubstrat, das Substrat enthaltende trockene
Säckchen und den zu bewertenden trockenen Einschlussbeutel aufgezeichnet.
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3. Jedes Kleidungsstück wird in den zu bewertenden Beutel zur Dampfentlüftung zusammen mit dem
Wasser enthaltenden Substrat gegeben (entnommen aus seinem Säckchen und entfaltet).
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4. Der Beutel wird verschlossen, ohne die Luft herauszupressen und in den Whirlpool-Trockner 30
Minuten lang bei der hohen Wärmeeinstellung gegeben unter einem Taumelnlassen im
Standardbetriebsmodus des Trockners.
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5. Nach 30 Minuten wird der Beutel aus dem Trockner entnommen und jede Textilie, das
Trägersubstrat, der Beutel und das Säckchen werden hinsichtlich der Wassergewichtszunahme im Verhältnis
zum Trockenzustand gewogen. (Ein möglicher geringerer Gewichtsverlust für den Einschlussbeutel
aufgrund der Trocknerwärme wird in den Berechnungen ignoriert.)
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6. Die Gewichtszunahme jedes Kleidungsstücks wird als Prozent der auf das Trägersubstrat
aufgebrachten Gesamtfeuchtigkeit aufgezeichnet.
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7. Die verbleibende ungemessene Feuchtigkeit, geteilt durch die Gesamtfeuchtigkeit, wird als Prozent
Entlüftung aus dem Trocknerbeutel aufgzeichnet.
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8. Wenn eine Reihe von insgesamt angewandten Feuchtigkeitsanteilen bewertet wird, ist zu sehen,
dass oberhalb von etwa 15-20 Gramm Wasser die Prozentsätze des entlüfteten Wassers im
Wesentlichen konstant werden und dies der Dampf-Entlüftungs-Gleichgewichtswert, VVE, für die
spezielle Beutel-Entlüftungskonstruktion ist.
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Es lässt sich anhand der Untersuchung einer Reihe von VVET-Resultaten bei verschiedenen
anfänglichen Feuchtigkeitsanteilen ersehen, dass das Wasser bei geringeren anfänglichen Anteilen in
unverhältnismäßiger Weise durch die Bekleidungsladung, den Kopfraum (Headspace) und den Nylonbeutel
aufgenommen wird, so dass die Entlüftung von Wasser und flüchtigen üblen Gerüchen ernsthaft erst beginnt,
nachdem der VVE-Wert erhalten wurde. Da dies nur dann eintritt, wenn etwa 15-20 Gramm oder mehr
an Wasser anfänglich eingefüllt werden, ist zu erkennen, dass ein VVE von größer als etwa 40 benötigt
wird, um eine übermäßige Durchnässung der Kleidungsstücke zu vermeiden, was zu einer
unannehmbaren Nass-Verfestigung von Falten führt, wie hierin erläutert.
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Textilfalten können visuell durch erfahrene Begutachter bewertet werden. Zum Beispiel können
Seidentextilien, die ziemlich leicht Falten bilden, verwendet werden, um den Grad der durch die
vorliegenden Verfahren erzielten Faltenbeseitigung mit Hilfe des Dampfentlüftungs-Beutels zu bewerten. Andere
einzelne oder mehrfache Textilien können wahlweise verwendet werden. Ein Labortest ist der folgende.
Faltenentfernungstest
Materialien:
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Wie obenstehend für VVET.
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Entionisiertes Wasser, Gewichtsbereich (0-38 Gramm)
Vorbehandlung von Textilien
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Die Seidentextilie wird in einen Packkorb, Korb oder eine Trommel gegeben, um normale
Bedingungen zu simulieren, die nach dem Tragen festzustellen sind. Diese Aufbewahrungsbedingungen liefern
Kleidungsstücke, die stark gefaltet sind (wohldefinierte Knitterfalten) und erfordern eine feuchte
Umgebung zum Entspannen der Falten.
Testverfahrensweise:
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1. Eine Seidentextilie wird in einen zu testenden Einschlussbeutel gelegt.
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2. Wasser (0-38 Gramm) wird auf das Trägersubstrat mindestens 30 Minuten lang vor Durchführung
des Tests aufgebracht, in ein Säckchen gegeben und verschlossen.
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3. Das Seidenbekleidungsstück wird in den Test-Verschlussbeutel zusammen mit dem wasserhaltigen
Substrat gegeben (aus seinem Säckchen entnommen und entfaltet).
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4. Der Beutel wird verschlossen und in einen Whirlpool-Trockner (Modell LEC7646DQ0) 30 Minuten
lang bei hoher Hitze (48-74ºC-Zyklus) gelegt.
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5. Nach 30 Minuten wird der Trocknerbeutel aus dem Trockner SOGLEICH entnommen und das
Seidenbekleidungsstück wird auf einen Aufhänger gehängt.
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6. Das Seidenbekleidungsstück wird anschließend visuell gegenüber dem Kontroll-Bekleidungsstück
aus derselben Vorbehandlung von Textilien begutachtet.
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Parfüm - Wie obenstehend erwähnt, können verschiedene Behandlungsmittel auf die Textilien während
des vorliegenden Verfahrens aufgebracht werden. Ein Typ eines Mittels umfasst verschiedene
Parfümmaterialien. Allerdings sollte der Parfümierer zumindest einige Parfümchemikalien auswählen, die einen
ausreichend hohen Siedepunkt aufweisen, dass sie nicht völlig aus dem Beutel zusammen mit den
Wasserdämpfen während des hierin beschriebenen Trocknungsverfahrens entlüftet werden. Eine breite
Vielzahl an Aldehyden, Ketonen, Estern, Acetalen und dergleichen, Parfümeriechemikalien, die Siedepunkte
von oberhalb etwa 50ºC, vorzugsweise oberhalb etwa 85ºC aufweisen, sind bekannt. Solche Bestandteile
können durch das hierin beschriebene Verfahren abgegeben werden und können in die Kleidungsstücke
des Einschlussbeutels während des hierin beschriebenen Verfahrens eindringen gelassen werden.
Nichteinschränkende Beispiele für Parfümmaterialien mit relativ hochsiedenden Komponenten schließen
verschiedene essentielle Öle, Resinoide und Harze aus einer Vielzahl an Quellen, darin eingeschlossen, aber
nicht beschränkt auf, Orangenöl, Lemonenöl, Patchouli, Peru-Balsam, Olibanum-Resionoid, Styrax,
Labdanumharz, Muskatnuss, Cassia-Öl, Benzoinharz, Koriander, Lavandin und Lavendel ein. Noch weitere
Parfümchemikalien schließen Phenylethylalkohol, Terpineol und gemischte Pinienölterpene, Linalool,
Linalylacetat, Geraniol, Nerol, 2-(1,1 -Dimethylethyl)-cylcohexanolacetat, Orangenterpene und Eugenol
ein. Selbstverständlich können niedrigsiedende Materialien eingeschlossen werden, unter der
Voraussetzung, dass infolge der Entlüftung ein gewisser Verlust auftreten kann.
Verfahrensbedingungen
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Wie in den Zeichnungen veranschaulicht zeigt die Fig. 1 eine stilisierte Darstellung eines feuchten
Kleidungsstückes (1) zur hierin beschriebenen Verwendung. Die Fig. 2 veranschaulicht eine Form eines
vorgeformten, eingekerbten Einschlussbeutels in einer offenen Konfiguration mit dem losen
Kleidungsstück (1), der ersten Seitenwand (2a), der zweiten Seitenwand (2b), der ersten Verschlussvorrichtung (3),
der Seitenversiegelung (4) und der flexiblen Klappe (5). Bei Verwendung wird die flexible Klappe (S)
entlang einer Faltlinie (11) gefaltet, um den Dampfentlüftungsverschluss für den Beutel vorzusehen.
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Die Fig. 3 zeigt den eingekerbten Beutel vom "Umhüllungs-Typ" in einer fertiggestellten
Konfiguration, welcher lose das feuchte Kleidungsstück (1) enthält. Bei Verwendung wird die Klappe (5) entlang
der Faltlinie (11) gefaltet, um die erste Verschlussvorrichtung (3) mit der gegenüberliegenden zweiten
Verschlussvorrichtung (6) zu verbinden, um die Klappe zu verschließen, wodurch ein
Dampfentlüftungsverschluss vorgesehen wird, welcher ausreichend stabil ist, um dem Taumeln in einem Heißluft-
Wäschetrockner oder einer ähnlichen Vorrichtung zu widerstehen.
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Die Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht der Kante des eingekerbten Einschlussbeutels, welche das Innere
der ersten Seitenwand (2a) und der zweiten Seitenwand (2b), die erste Verschlussvorrichtung (3), die
zweite Verschlussvorrichtung (6), die Klappe (5) und die Faltlinie (11) veranschaulicht. Der Abstand
zwischen dem Rand des Beutels (9) und der Tiefe der Einkerbung (11) in der zweiten Seitenwand (2b)
sind Abmessungen, welche hierin obenstehend dargelegt sind.
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Die Fig. 5 beschreibt den nicht eingekerbten Entlüftungsbeutel mit dem darin lose enthaltenen
feuchten Bekleidungsstück.
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Die obenstehend angegebenen Abmessungen sind für Einschlussbeutel, die entworfen sind, um frei
innerhalb der Trommel eines herkömmlichen Haushalts-Heißluft-Wäschetrockners im
US-amerikanischen Stil mit einem Trommelvolumen von etwa 170-210 Litern (Haushaltsgröße) zu taumeln. Der
Beutel mit den angegebenen Abmessungen ist für die Behandlung von bis zu etwa 5 kg Textilladung bei
einer Einzelanwendung bestimmt. Die Abmessungen können proportional für größere oder kleinere
Beutel eingestellt werden, um den gewünschten VVE zu erzielen und eine wirksame Verwendung in
Trocknern mit größeren oder kleineren Trommeln sicherzustellen. Zum Beispiel würde das Gesamtvolumen
eines Einschlussbeutels, welcher für die Verwendung in einem durchschnittlichen europäischen
Haushalts-Wäschetrockner (oder einer US-"Wohnungs"-Größe von ca. 90 Liter Trommelvolumen) konstruiert
ist, etwa 60% des Volumens für einen durchschnittlichen US-Trockner ausmachen.
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Bei einem typischen Modus wird der Nylon- oder andere hitzebeständige Dampfentlüftungs-Beutel
mit den zu trocknenden feuchten Textilien verschlossen und in die Trommel eines automatischen
Heißluft-Wäschetrockners bei Temperaturen von 40ºC-150ºC gegeben. Die Trommel wird sich drehen
gelassen, was an den Beutel eine Taumelwirkung überträgt und dessen Inhalt gleichzeitig mit dem
Taumelnlassen bewegt. Das Trommeln und Erwärmen wird mindestens etwa 10 Minuten lang, typischerweise
etwa 20 Minuten bis etwa 60 Minuten lang durchgeführt. Dieser Schritt kann über längere oder kürzere
Zeiträume durchgeführt werden, in Abhängigkeit von Faktoren wie der Natur der Textilien, der
Textilladung, der Menge der angewandten Wärme und dergleichen, entsprechend den Bedürfnissen des Anwenders.
Während dieses Schritts werden mehr als etwa 40%, vorzugsweise mehr als etwa 80% der
Feuchtigkeit vorzugsweise aus dem Beutel entlüftet. Hinsichtlich der Faltenbeseitigungsfunktion des hierin
- beschriebenen Verfahrens wird ersichtlich, dass die Faltenbildung durch die Art der Textilie, die
Textilienwebart, Textilienappreturen und dergleichen beeinflusst werden kann. Für Textilien, die zu einer
Faltenbildung neigen, ist es bevorzugt, den hierin verwendeten Dampfentlüftungsbeutel nicht zu überladen.
Daher kann es für einen Beutel beispielsweise mit einer Betriebskapazität von bis zu etwa 5 kg Textilien
das Beste sein, nur bis zu etwa 60% der Kapazität (d. h. bis zu etwa 3 kg) an Textilien zu verarbeiten,
um die Faltenbildung weiter zu minimieren.
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Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung weiter, sollen diese aber nicht
einschränken.
Beispiel 1
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Eine Ladung von Baumwollkleidungsstücken wird in einer herkömmlichen automatischen Toplader-
Waschmaschine gewaschen, darin eingeschlossen der Spül- und "Trockenschleuder"-Zyklus. Drei Pfund
(Pounds) (auf Basis des Trockengewichts der Kleidungsstücke) der resultierenden feuchtnassen
Kleidungsstücke werden lose in einen Dampfentlüftungsbeutel von ca. 25 000 cm³ des in Fig. 5
beschriebenen Typs gegeben. Die Luft wird vorzugsweise nicht aus dem Beutel herausgepresst. Die Klappe des
Beutels wird verschlossen, um einen Entlüftungshohlraum am Beutelmund vorzusehen. Der Beutel und
sein Inhalt werden in einen herkömmlichen Heißluft-Wäschetrockner gegeben, welcher in
standardmäßiger Weise 20-40 Minuten lang unter Erhitzung bei 40ºC-150ºC im Durchschnitt und unter Trommeln
betrieben wird. Wenn die Kleidungsstücke nahezu trocken sind (ca. 2-3% Feuchtigkeitsanteil), werden
sie aus dem Beutel entnommen und lufttrocknen gelassen.
Beispiel II
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Feuchtnasse Baumwollkleidungsstücke werden mit einer 1%-igen (Gew.) wässrigen
Parfümzusammensetzung besprüht. Die Kleidungsstücke werden in einen Dampfentlüftungsbeutel gegeben und in der
Weise wie in Beispiel I behandelt. Das Parfüm durchdringt die Kleidungsstücke unter Vorsehung eines
langanhaltenden Frischeeindrucks.
Beispiel III
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Baumwollkleidungsstücke werden gleichmäßig durch Besprühen mit einer 1%-igen (Gew.)
wässrigen 1 : 1-Mischung von phenolischen Kohlenwasserstoffen (Phenol; Natriumphenolat) und natürlichen
Ölen (Eugenol; Citrusölterpene) befeuchtet. Typischerweise wird die wässrige Mischung in einem Anteil
verwendet, welcher ungefähr 25 Gew.-% der zu behandelnden Kleidungsstücke (d. h. 0,25 X) beträgt. Die
befeuchteten Kleidungsstücke werden anschließend wie in Beispiel I behandelt. Die Kleidungsstücke
werden auf diese Weise mit den Phenolen/Ölen unter Vorsehung eines Desinfizierungsvorteils
durchtränkt.