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DE69733627T2 - Vakuumschalter mit Lichtbogenstreuenden Kontakte - Google Patents

Vakuumschalter mit Lichtbogenstreuenden Kontakte Download PDF

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DE69733627T2
DE69733627T2 DE69733627T DE69733627T DE69733627T2 DE 69733627 T2 DE69733627 T2 DE 69733627T2 DE 69733627 T DE69733627 T DE 69733627T DE 69733627 T DE69733627 T DE 69733627T DE 69733627 T2 DE69733627 T2 DE 69733627T2
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DE
Germany
Prior art keywords
contacts
electrodes
circuit breaker
coil
breaker according
Prior art date
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DE69733627T
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DE69733627D1 (de
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Stehpen David Horseheads Mayo
Paul Graham Ithaca Slade
Michael Bruce Ithaca Schulman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eaton Corp
Original Assignee
Eaton Corp
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Publication date
Application filed by Eaton Corp filed Critical Eaton Corp
Publication of DE69733627D1 publication Critical patent/DE69733627D1/de
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Publication of DE69733627T2 publication Critical patent/DE69733627T2/de
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Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/60Switches wherein the means for extinguishing or preventing the arc do not include separate means for obtaining or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/66Vacuum switches
    • H01H33/664Contacts; Arc-extinguishing means, e.g. arcing rings
    • H01H33/6641Contacts; Arc-extinguishing means, e.g. arcing rings making use of a separate coil

Landscapes

  • High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)
  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet von Schutzunterbrechern für elektrische Leistungsverteilungsschaltungen, insbesondere auf Schaltungen mit hoher Leistung. Die Erfindung sieht eine Konfiguration für die Kontakte vor, die sich mechanisch in einem Vakuum trennen, um hohe Ströme zu unterbrechen, und zwar durch Ableitung des Lichtbogens, der sich zwischen den Kontakten bildet.
  • 2. Stand der Technik
  • Vakuumunterbrecher werden in Vorrichtungen verwendet, die elektrische Leistungsverteilungssysteme vor Schäden aufgrund von Kurzschlüssen schützen, und zwar in Verteilungsverschlussvorrichtungen, plattierten Schaltvorrichtungen, Hebelwechselvorrichtungen und anderen Formen von Kontaktvorrichtungen. Ein herkömmlicher Vakuumunterbrecher weist zwei gasfreie Metallkontakte mit hoher Reinheit auf, die in einer evakuierten Umhüllung bei einem Gasdruck von ungefähr 10-6 Torr aufgenommen sind. Die Kontakte liegen mechanisch aneinander, typischerweise durch eine Federkraft in einem externen Mechanismus, wenn sie Strom zwischen den zwei Unterbrecherkontakten tragen. Ein Kontakt oder beide Kontakte sind bewegbar, so dass die Kontakte mechanisch voneinander getrennt werden können, um die Schaltung zu unterbrechen, in der der Unterbrecher angekoppelt ist. Gewöhnlicherweise ist einer der Kontakte stationär, und der andere ist bewegbar, wobei der bewegbare Kontakt Bellow- bzw. Faltenbalgkontakt genannt wird.
  • Ein elektrischer Lichtbogen wird zwischen den Kontakten gezogen, wenn die Kontakte getrennt werden, während Strom fließt. Obwohl ein Vakuumunterbrecher normalerweise einen sehr niedrigen inneren Gasdruck hat, brennt der Bogen in dem Metalldampf ab, der von den lokalen heißen Punkten auf den Oberflächen der Kontakte verdampft wird, wenn der Lichtbogen geworfen wird. Ionisierter Metalldampf wandert kontinuierlich weg von der Region des Lichtbogens und kondensiert oder plattiert auf verfügbaren Oberflächen, in erster Linie auf den Kontaktflächen, und typischerweise auf einer Metallabschirmung, die den Bereich des Lichtbogens umgibt. Die Abschirmung wird so angeordnet, dass sie die Innenseite eines Gehäuses oder einer Umhüllung vor einer Ablagerung von Metall vom Lichtbogen schützt. Das Gehäuse kann aus Keramik, Glas oder Ähnlichem hergestellt sein und isoliert die Kontakte elektrisch voneinander, wenn der Unterbrecher offen ist. Durch Schützen des Gehäuses vor einer Metallablagerung verhindert die Abschirmung die Ablagerung von Metall, welches einen elektrischen Pfad um das isolierende Gehäuse herum erzeugen könnte, oder reduziert diese Ablagerung.
  • Während der Schaltungsunterbrechung leitet das Trennen der Kontakte einen Spannungsabfall von einigen zig bis einigen Hundert Volt über den geworfenen Vakuumlichtbogen ein. Bei einer erfolgreichen Unterbrechung verringert sich die Metalldampfverdampfung von den Kontaktflächen, wenn der Lichtbogenstrom auf Null abfällt, und stoppt schließlich. Die Umhüllung kehrt dann schnell zu einem sehr niedrigen Druck zurück, wenn der restliche Metalldampf abgelagert wird, wobei nicht mehr Metall verdampft wird. Die dielektrische Stärke des Unterbrechers nimmt zu, wenn die Anzahl der freien Metallionen in dem Bereich zwischen den Kontakten abnimmt. Schließlich wird die Schaltung unterbrochen. Die Schaltung bleibt unterbrochen, solange die Kontakte oder Elektroden voneinander getrennt oder isoliert bleiben, und zwar intern durch einen physischen Spalt durch ein wesentliches Vakuum oder extern durch das isolierende Material der Umhüllung, welches die Elektroden trägt.
  • Es gibt eine Vielzahl von Zielen bei der Konstruktion von Vakuumunterbrechern. Beispielsweise müssen sie, wenn sie geschlossen sind, einen stetigen Nenn-Strom ohne übermäßige Widerstandsaufheizung führen. Wenn sie sich öffnen, müssen die Kontakte ausreichend Metalldampf erzeugen, um zu gestatten, dass der geworfene Lichtbogen den Schaltungsstrom führt, während der Strom sanft auf Null reduziert wird. Das Ziel ist, den Lichtbogen eher zu managen als ihn zu eliminieren, weil eine zu schnelle Verringerung des Stroms eine induktive Spannungswelle verursachen könnte, die zu einem Schaden in dem assoziierten Verteilungssystem und/oder in der mit der Schaltung gekoppelten Lastvorrichtung führt.
  • Unter der Annahme, dass der Lichtbogen bei einem Nulldurchgang der Wechselstromspannung ausgelöscht wird, darf es nicht ausreichend Metalldampf in dem evakuierten Volumen geben, um zu gestatten, dass der Lichtbogen im nächsten Halbzyklus des Wechselstroms erneut zündet, wenn die Wechselstromspannung über die Kontakte zurück läuft. Zusätzlich zu diesen Anforderungen sind die Unterbrecherkontakte vorzugsweise so konfiguriert, dass sie in einem weiten Bereich von Strömen unterbrechen, und eine große Anzahl von Betriebsvorgängen überleben sollten, ohne zu versagen, insbesondere bei Schaltungsunterbrechern, die als die üblichen Schaltmittel zur Koppelung und Entkoppelung von Leistung mit Lasten verwendet werden.
  • Die Metalldampfionen, die den elektrischen Lichtbogen führen, werden durch elektromagnetische Kräfte beeinflusst. Der Strom, der durch die offenen Kontakte fließt, erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das verursachen kann, dass sich ein Lichtbogen außen auf den Oberflächen der Kontakte bewegt. Die elektromagnetische Feldstärke ist eine Funktion der Stromamplitude, jedoch hängt die Verteilung der Stromdichte im Spalt von der Natur des Lichtbogens ab, der säulenförmig oder diffus sein kann. Ein diffuser Lichtbogen tritt gewöhnlicherweise zwischen den sich trennenden Kontakten eines Vakuumunterbrechers bei einem Strom unter 5kA auf. Diese Art eines Lichtbogens wird durch eine Vielzahl von kleinen Kathodenpunkten charakterisiert, die einen Strom zwischen ungefähr 20 und 100A tragen, und zwar abhängig von dem Kontaktmaterial. Die Punkte senden Metallionen aus, die benötigt werden, um den Strom zwischen den sich trennenden Kontakten zu führen. Die übliche Form für die Kontakte eines Vakuumunterbrechers für Schaltungen, die Ströme unter 5kA führen ist eine Scheibenform, die gewöhnlicherweise "Knopfkontakt" genannt wird, und zwar mit Kontakten, die entlang der im Wesentlichen flachen Oberflächen der jeweiligen Scheiben anliegen.
  • Für Ströme von mehr als ungefähr 8kA nimmt ein Lichtbogen eines Vakuumunterbrechers eine Säulenform an und ähnelt einem Lichtbogen in Luft. Um erfolgreich eine Schaltung bei diesem höheren Stromniveau zu unterbrechen, müssen säulenförmige Lichtbögen gesteuert werden. Es gibt zwei Alternativen zur Steuerung des Lichtbogens. Ein Verfahren ist es, die Elektroden als Spiralen oder geschlitzte Näpfe zu formen, die so orientiert sind, dass der säulenförmige Lichtbogen dazu gezwungen wird, sich über die Oberflächen der Kontaktstirnseiten zu bewegen. Ein weiteres Verfahren ist es, den säulenförmigen Lichtbogen dazu zu zwingen, auch bei diesem hohen Stromniveau diffus zu werden, was durch Erzeugung eines axialen Magnetfeldes erreicht werden kann.
  • Für noch höhere Ströme, über ungefähr 16kA, tritt ein eingeschränkter Säulenlichtbogen auf. Lichtbögen fallen somit in verschiedene unterschiedliche Zustände, die nicht eng auf diffuse Lichtbögen und eingeschränkte Säulenlichtbögen begrenzt sind, und bei Übergangsströmen zwischen den zuvor erwähnten Strombereichen ist die Natur des Lichtbogens unsicher. Zusätzlich variiert der Strompegel über einen Wechselstromhalbzyklus, und der Strompegel kann aufgrund des Zeitpunktes der Kontakttrennung relativ zum Halbzyklus variieren. Lichtbögen reichen im Allgemeinen von passiven diffusen Lichtbögen bei niedrigem Strom bis zu intensiven Hochdrucklichtbögen mit schnell verdampfenden Kathoden- und Anodenwurzeln, die dem speziellen Verhalten der Einleitung des Lichtbogens und des Stroms unterworfen sind.
  • Ein Schaltungsunterbrecher, beispielsweise zur Anwendung in einer Kontaktvorrichtung, soll erwartungsgemäß über eine große Anzahl von Unterbrechungszyklen bei seinem Nenn-Lastschaltungsstrom funktionieren, und bei einer kleineren Anzahl von Unterbrechungen bei höherem Strom aufgrund von dem extensiveren Elektrodenschaden der auftritt. Vorteilhafterweise sollte ein Unterbrecher mindestens 106 Betriebsvorgänge bei normalem Laststrom IL ausführen können; 105 Betriebsvorgänge bei 6 × IL, wie beispielsweise beim Ein- und Ausschalten eines Motors für wiederholte Jogging- bzw. Anlaufanwendungen; 50 Betriebsvorgänge bei 10 × IL (was eine Standardanforderung ist); und/oder mindestens 3 Betriebsvorgänge bei einem extremen Kurzschlussstrom von 50 × IL.
  • Wenn der Unterbrecher für Anwendungen bei niedriger Spannung verwendet wird, ist es vorteilhaft, ein Stromabriss- bzw. Current-Chop-Kontaktmaterial einzusetzen. "Current Chop" bzw. Stromabschnitt ist eine Messgröße für das Ausmaß, in dem das Kontaktmaterial bewirkt, dass der Strom während einer Unterbrechung sofort auslöscht, während die Spannung immer noch vorhanden ist, anstatt sanft auf Null beim nächsten Nulldurchgang der Spannung abzufallen. Ein Stromabschnitts-Kontaktmaterial für niedrigen Strom ist eine pulvermetallurgische Mischung von Silber und Wolframcarbid (Ag-WC), die gut in Verbindung mit diffusen Vakuumlichtbögen bei niedriger Spannung arbeitet. Wenn der Strom in der Übergangsregion ist, unterbrechen Knopfkontakte, die aus diesem Material gemacht sind, nicht immer den Strom beim ersten Wechselstromnulldurchgang folgend auf die Trennung der Kontakte. Bei progressiv höheren Stromniveaus wird das Ag-WC-Kontaktmaterial immer weniger effektiv, und bei einem ausreichend hohen Stromniveau werden solche Kontakte überhaupt nicht den Strom erfolgreich unterbrechen. Es wäre vorteilhaft, wenn die Abhängigkeit einer Schaltungsunterbrechung bei hohem Strom unter Verwendung dieses Materials verbessert werden könnte, um die Vorteile eines tiefen Stromabschnittes (Current-Chop) zu erhalten, insbesondere, indem man den Lichtbogen diffus und nicht säulenförmig bei einem so hohen Strom wie möglich hält.
  • Gewisse alternative Materialien sind für die Elektroden möglich, wie beispielsweise Cu-Cr- und Cu-Cr-Bi-Legierungen. Die Notwendigkeit, einen diffusen Lichtbogen beizubehalten, um den Elektrodenschaden zu begrenzen, ist weniger kritisch, bei einigen dieser Materialien als bei Ag-WC, jedoch wird die Schaltungsunterbrechungsleistung von diesen Materialien auch verbessert, wenn der Lichtbogen in einem diffusen Zustand gehalten werden kann.
  • Es ist bekannt, ein axiales Magnetfeld anzulegen, um das Ausmaß zu verbessern, in dem ein Lichtbogen diffus bleibt, der ein Ag-WC-Kontaktmaterial auf weist. Beispielsweise erwähnt das US-Patent 4 367 382 von Suzuki und Anderen Ströme von bis zu 40kA. Die Unterbrecher von Suzuki setzen eine schwimmende Metalldampfabschirmung ein. Eine Magnetfeldspule ist hinter jedem der Kontakte gelegen. Der Mechanismus zur Betätigung der Kontakte trennt die Kontakte mit ungefähr 2 m/s. Es wäre vorteilhaft, wenn Axialmagnetfeldmittel bei einem weniger komplizierten Unterbrecher angewandt werden könnten, der für Kontaktmechanismen geeignet ist, bei denen die Kontakte typischerweise langsam öffnen (beispielsweise 0,5 m/s) und der Unterbrecher im Allgemeinen kompakt, haltbar und kostengünstig sein muss.
  • In der ebenfalls zu eigenen US-Patentanmeldung SN 08/488 404 von Schulman und Slade wurde eine neuartige Unterbrecherbauart offenbart, bei der eine einzelne interne axiale Magnetstromspule in Verbindung mit einem Dampf kondensierenden Lichtbogenschild eingesetzt wurde, welches elektrisch zwischen zwei rohrförmigen elektrischen Isolatoren isoliert wird. Jedoch ist diese Konstruktion immer noch relativ komplex, da die Abschirmung isoliert ist, und dies hat auch hohe innewohnende Kosten bei der Herstellung zur Folge. Daher ist diese Erfindung am besten für den Bereich von Spannungsanwendungen am oberen Ende geeignet, wobei die isolierte Lichtbogenabschirmung die beste Option ist, um die benötigte dielektrische Wiedergewinnung und den Spannungswiderstand bei hohen angelegten Spannungen zu erreichen. Aus diesen und anderen Gründen wird die vorliegende neuartige Unterbrechungsvorrichtung benötigt.
  • US-A-3469050 offenbart eine Lichtbogendrehspulenstruktur in Vakuumschaltungsunterbrechern, wobei eines der Kontaktglieder auf einer strukturellen Röhre montiert ist, die von einem schraubenförmigen Leiter umgeben ist. Der Hauptteil des Stroms fließt von dem Anschluss zum Kontaktglied durch den spiralförmigen Leiter, und das Rohr gibt einen Widerstand für die Lasten beim Zustandekommen der Kontakte.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 1 vorgesehen. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen offenbart.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Schaltungsunterbrechung zu gestatten, insbesondere bei Kontaktvorrichtungsanwendungen bei höheren Strömen, und zwar durch Halten eines diffusen Vakuumlichtbogens unter Verwendung einer kompakten internen Struktur, um ein axiales Magnetfeld in dem Kontaktspalt zu erzeugen.
  • Diese und andere Ziele werden durch einen Vakuumschaltungsunterbrecher mit einer Spule zur Erzeugung eines axial orientierten Magnetfeldes erzeugt, um einen elektrischen Lichtbogen in einem diffusen Zustand und nicht in einem säulenförmigen Zustand beim Öffnen des Unterbrechers zu halten. Mindestens eine von zwei Elektroden mit anlegbaren scheibenförmigen Kontakten ist über einen Metallfaltenbalg entlang einer Achse relativ zum anderen bewegbar und kann durch einen externen Mechanismus gezwungen werden zu öffnen. Die Elektroden werden in einem Gehäuse mit einem elektrischen Isolator zwischen gegenüberliegenden Endhalterungen getragen, die die Elektroden tragen, wobei die Kontakte in einer evakuierten Umschließung sind. Eine der Elektroden weist eine Anordnung auf, die ein starres Tragglied aufweist, das an einem der Kontakte angebracht ist und sich über eine Länge entlang der Achse erstreckt. Eine Spule ist umlaufend um das Tragglied entlang dieser Länge gewickelt, wobei sie einen Leitungspfad zur Erzeugung des axialen Magnetfeldes vorsieht. Das Tragglied weist eine weniger leitende hohle Hülse oder ein festes Stück (beispielsweise aus rostfreiem Stahl) auf, und die Spule ist besser leitend (beispielsweise aus Kupfer), wobei somit eine haltbare und kostengünstige Struktur vorgesehen wird.
  • Die Spule kann nahezu eine vollständige Schraubendrehung ausführen oder kann mindestens zwei Spulenabschnitte aufweisen, die sich jeweils in einem schraubenförmigen Pfad um den Träger herum erstrecken. Zwei dieser Spulenabschnitte können vorgesehen werden, jeweils im Wesentlichen um 180° um das Tragglied herum gewickelt. Die Spule kann an einer festen oder einer bewegbaren Elektrode angeordnet sein. Beispielsweise kann die Spule an einer festen Elektrode an einem Ende mit einem assoziierten Kontakt der Kontakte gekoppelt sein, und an einem gegenüberliegenden Ende mit der jeweiligen Endhalterung und der Träger kann eine integrale rostfreie Rohrhülse sein, die den Kontakt von der Endhalterung beabstandet. In einer festen oder bewegbaren Elektrode kann der Träger eine rostfreie Hülse sein, die einen Schaftteil einer Elektrode von ihrem Kontakt beabstandet, wobei die Spule in dem Spalt angeordnet ist. Als eine weitere Alternative kann ein Schaftteil einer Elektrode gebohrt werden, um eine Hülse vorzusehen, die integral mit dem Schaftteil ist, um den Spalt für die Spule vorzusehen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Es sind in den Zeichnungen gewisse beispielhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht, wie sie gegenwärtig bevorzugt wird. Es sei bemerkt, dass die Erfindung nicht auf die als Beispiele offenbarten Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist, und dass Variationen innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche möglich sind. In den Zeichnungen stellen die Figuren Folgendes dar:
  • 1 ist eine Längsschnittansicht eines Schaltungsunterbrechers gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • 2 ist eine Schnittansicht, die ein alternatives Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • 3 ist eine Schnittansicht, die ein alternatives Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • 4 ist eine voll geschnittene Ansicht, die ein alternatives Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • 5 ist eine voll geschnittene Ansicht, die ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
  • 1 bis 5 bilden einen erfindungsgemäßen Schaltungsunterbrecher 10 gemäß verschiedener alternativer Ausführungsbeispiele ab, wobei gleiche Bezugszeichen in den gesamten Figuren verwendet werden, um die entsprechenden Teile zu bezeichnen. Jede der Zeichnungen ist eine Längsschnittansicht, und jedes der gezeigten Beispiele ist eine im Wesentlichen axialsymmetrische Struktur.
  • Als erstes verkörpern die alternativen Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen hier offenbarten Schaltungsunterbrechers Merkmale, die bei einigen Unterbrechern des Standes der Technik ebenfalls vorkommen. Einige dieser Merkmale des Standes der Technik werden in den folgenden vier Absätzen beschrieben:
    • 1) In jeder der Zeichnungen hat der Schaltungsunterbrecher 10 eine erste Elektrode 12, die gegen eine Endhalterung 54 des Gehäuses des Unterbrechers festgelegt ist und eine zweite Elektrode 16, die entlang einer Längsachse 44 relativ zur anderen Elektrode 12 bewegbar ist. Die Relativbewegung der Elektrode 16 wird über einen Metallfaltenbalg 36 erreicht, der an einem seiner Enden an der Elektrode 16 angebracht ist, und der am anderen seiner Enden an der Endhalterung 52 angebracht ist, die einen Teil des Gehäuses des Unterbrechers bildet. Die Elektrode 12 ist elektrisch mit einem scheibenförmigen Knopfkontakt 22 verbunden und die Elektrode 16 ist elektrisch mit einem scheibenförmigen Knopfkontakt 24 verbunden. Die Kontakte 22 und 24 werden normalerweise zusammengedrückt, um zu gestatten, dass ein Schaltungsstrom durch den Unterbrecher 10 fließt. Ein (nicht gezeigter) externer Schaltmechanismus kann an dem Unterbrecher 10 angebracht sein, beispielsweise durch Innengewinde 42 in einem Schaftteil von einer oder von beiden Elektroden 12 und 16. Ebenfalls können an der Außenseite von einer der Endhalterungen oder von beiden Endhalterungen Mittel vorgesehen sein, wie beispielsweise die Gewindebolzen 78 in 1, um physisch den Unterbrecher an dem externen Mechanismus zu befestigen. In einem alternativen Betriebszustand kann das Gehäuse des Unterbrechers 10 zusammen mit der "festen" Elektrode 12 bewegt werden, wobei die andere Elektrode 16 diejenige ist, die tatsächlich relativ zu einem größeren Mechanismus stationär gehalten wird.
    • 2) Irgendeine von verschiedenen Formen von Schaltmechanismen mit einer Betätigungsvorrichtung kann mit dem Unterbrecher 10 gekoppelt sein, um die Kontakte 22 und 24 zu trennen, wenn der Schaltungsstrom unterbrochen wird. Der Schaltungsmechanismus könnte beispielsweise ein Teil einer Schutzvorrichtung sein, die einen Schaltungsstrom beim Entdecken eines Fehlerstroms unterbrechen soll, oder ein Teil eines Leistungsverteilungsschaltsystems (beispielsweise einer Verteilungsschließvorrichtung oder einer anderen Schaltvorrichtung) oder von einem Hebelwechsler. Er könnte auch eine Kontaktvorrichtung in einer Anwendung sein, wie beispielsweise einer Motorsteuerung (beispielsweise eine Steuerung von Start/Stopp, Vorwärts/Rückwärts, der Geschwindigkeit usw.). Beispielsweise sind die Ausführungsbeispiele der Erfindung, wie in den 2 und 5 gezeigt, für einen Schaltungsunterbrecher geeignet, wie beispielsweise eine Industriegröße Nr. 6, jedoch sind die erfindungsgemäßen Aspekte auf andere Größen und Kapazitäten ebenfalls anwendbar.
    • 3) Alternativ kann die Elektrode 12 auch relativ zum Gehäuse des Unterbrechers 10 durch eine entsprechende Anbringung von einem Metallfaltenbalg an der Elektrode 12 bewegbar sein. Die essentielle Anforderung für den mechanischen Betrieb ist ein Mittel, durch welches die Kontakte 22 und 24 zusammengedrückt werden können, um den Strom zwischen den Elektroden 12 und 16 zu führen, und dann getrennt werden können, um den Strom durch den geworfenen Vakuumlichtbogen zu unterbrechen, wobei das Gehäuse das innere hohe Vakuum aufrecht erhält, das für eine schnelle dielektrische Wiedergewinnung erforderlich ist, und auch die Kapazität, um der angelegten Spannung Widerstand zu bieten.
    • 4) Das Gehäuse des Schaltungsunterbrechers 10 weist einen im Wesentlichern rohrförmigen elektrischen Isolator 48 auf, der hermetisch zwischen gegenüberliegenden Endhalterungen 52 und 54 angebracht ist, die beide eine Öffnung haben, durch die die assoziierte Elektrode 16 oder 12 vorsteht. Die Endhalterungen 52 und 54 sind gewöhnlicherweise elektrisch mit den jeweiligen Elektroden 16 und 12 gekoppelt. In allen Zeichnungen trägt die Endhalterung 54 die feste Elektrode 12 und dichtet diese hermetisch ab und der Metallfaltenbalg 36 dichtet hermetisch an seinem einen Ende zur Elektrode 16 und an seinem anderen Ende zur Endhalterung 52 ab. Die Elektroden 12 und 16, die Metallfaltenbälge 36, die Endhalterungen 54 und 52 und der Isolator 48 definieren zusammen eine gasdichte Umhüllung, die die Kontakte 22 und 24 umgibt. Beispielsweise kann irgendeine der Endhalterungen 52 und 54 oder beide ein einzelner Metallnapf sein, der an seinem oberen Teil mit dem Isolator 48 verbunden ist, wie die Endhalterung 54 in den 1 und 5 abgebildet ist. Genauso kann eine der Endhalterungen 52 und 54 oder auch beide eine zweiteilige Konstruktion besitzen, und zwar mit einem rohrförmigen Bund, an dem eine Endkappe angebracht ist und hermetisch abgedichtet ist (beispielsweise durch Hartlöten oder Wolfram-Inert-Gas-Schweißen bzw. TIG-Schweißen entlang der Verbindung), und zwar als Endhalterung 52, die in verschiedener Weise in allen Zeichnungen abgebildet ist. Der Isolator 48 kann eine Keramik aus viel Aluminiumoxid (Al2O3) aufweisen oder alternativ ein Glas- oder Porzellanmaterial. Im Allgemeinen ist es auch möglich, das Gehäuse mit mehreren Isolatorabschnitten getrennt durch rohrförmige Metallabschnitte aufzubauen. Entsprechend einem möglichen Herstellungsverfahren wird die gasdichte Umhüllung durch ein Portal 56 evakuiert, welches durch einen Stift 58 abgedichtet ist, wie in 1 abgebildet.
  • Zweitens beziehen sich die erfindungsgemäßen Hauptaspekte des Unterbrechers 10 auf die Mittel, die vorgesehen sind, um ein axial gerichtetes Magnetfeld in dem Kontaktspalt einzurichten, und zwar unter Verwendung des Flusses von Schaltungsstrom und auf die optimale Wahl der Kontaktmaterialien, die dies gestattet. In jedem der Ausführungsbeispiele ist eine einzige Strom führende Spule 14 von spezieller Konstruktion vorgesehen, die ausgelegt ist, um ein im Wesentlichen axial orientiertes magnetisches Feld zu erzeugen, wenn der Strom durch den Unterbrecher 10 läuft. In Verbindung damit ist eine Metallabschirmung zur Kondensation von Metalldampf vorgesehen, die elektrisch mit einer von den zwei Elektroden verbunden ist. Die Spule 14 kann entweder mit der festen Elektrode 12 (1, 2 und 5) oder mit der bewegbaren Elektrode 16 (3 und 4) in der folgenden Weise assoziiert sein, wobei die Nummerierung der Teile sich allgemein auf alle Zeichnungen bezieht.
  • Die Spule 14 hat eine elektrische Verbindung 90 an einem ihrer Enden mit ihrer assoziierten Elektrode 12 oder 16 und eine elektrische Verbindung 91 an ihrem gegenüberliegenden Ende mit ihrem assoziierten Kontakt 22 oder 24. Der Kontakt ist von dem inneren Ende der assoziierten Elektrode durch ein Tragglied 32 beabstandet, welches den Raum zur Aufnahme der Höhe der Spule 14 vorsieht, plus einen zusätzlichen Raum 35 zwischen der Spule und der Elektrode und einem Raum 34 zwischen der Spule und dem Kontakt. In diesen Räumen 35 und 34 geschieht es, dass die elektrischen Verbindungen 90 bzw. 91 gemacht werden. Das Tragglied 32 erstreckt sich über eine axiale Länge. Die Spule 14, die einen leitenden Pfad definiert, der umlaufend um das Tragglied 32 gewickelt ist, erstreckt sich entlang dieser Länge und sieht einen Leitungspfad für den Schaltungsstrom vor. Aufgrund der umlaufenden Wicklung erzeugt die Spule 14 ein axial orientiertes Magnetfeld, wenn der Strom durch sie hindurch fließt. Die Struktur ist so angeordnet und die Materialien sind so ausgewählt, dass der größte Teil des Stroms, der durch den Unterbrecher 10 läuft, durch die Spule 14 läuft und nicht durch das Tragglied 32. Das Tragglied 32 und die Spule 14 können beide elektrisch leitend sein. Jedoch leitet die Spule 14 besser als das Tragglied 32, und zwar aufgrund der Wahl der Struktur und/oder des Materials der Spule bzw. des Traggliedes. Die Spule 14 weist vorzugsweise ein gut leitendes und relativ dickes Band oder volles Kupfer auf. Das Tragglied 32 weist vorzugsweise ein weniger gut leitendes Material auf, wie beispielsweise rostfreien Stahl. Das Tragglied 32 ist so gezeigt, dass es als eine relativ dünne rohrförmige Hülse geformt ist, kann jedoch alternativ ein volles Stück sein. Alternativ kann das Tragglied 32 aus einem mechanisch festen isolierenden Material gemacht sein. Die Längsmit telachsen der Elektroden, der Spule und des Traggliedes sind vorzugsweise so ausgelegt, dass sie mit der Längsmittelachse 44 des Unterbrechers 10 zusammenfallen.
  • In allen Zeichnungen ist die Spule 14 in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel gezeigt, in dem sie zwei halbkreisförmige Halbspulenabschnitte 82 und 83 aufweist. Jeder Spulenabschnitt 82 und 83 erstreckt sich in einem schraubenförmigen Pfad um das Tragglied 32. Die Spulenabschnitte 82 und 83 sind jeweils elektrisch an einem ihrer Enden mit dem Umfang einer Verlängerung 93 mit gesteigertem Durchmesser der assoziierten Elektrode verbunden und sind elektrisch an ihrem anderen Ende mit dem Hinterteil des assoziierten Kontaktes an ihrem Umfang verbunden. Alle Zeichnungen zeigen die elektrische Verbindung 90 des Spulenabschnittes 83 mit der Verlängerung 93 der assoziierten Elektrode und die elektrische Verbindung 91 des Spulenabschnittes 82 mit seinem assoziierten Kontakt. Die Halbspulenabschnitte 82 und 83 wickeln sich jeweils im Wesentlichen um 180° um das Tragglied 32, wobei ein Teil dieser Winkeldistanzen auch durch die elektrischen Verbindungen 90 und 91 eingenommen wird. Es ist auch möglich, eine Spule mit einem einzigen Abschnitt einzusetzen, die im Wesentlichen 360° umfasst, oder zusätzlich kleinere Spulenabschnitte. Beispielsweise weist bei einer Spule, die drei Abschnitte aufweist, jeder Abschnitt im Wesentlichen 120° auf. Es ist auch möglich, überlappende Spulenabschnitte vorzusehen, beispielsweise in einer Doppelschraube, wobei jeder Abschnitt im Wesentlichen 360° umfasst und die Abschnitte parallel laufen.
  • Ein Ansatz 99 (1, 3 und 5) oder eine Einsenkung 100 (4) können vorgesehen sein, die ordnungsgemäß das Tragglied 32 an seinem Ende positionieren, wobei es zum Schaft seiner assoziierten Elektrode weist. Der Knopfkontakt, der mit der Spule 14 assoziiert ist, kann genauso vorgesehen sein oder einen Ansatz 66 (1, 3 und 4) oder eine Einsenkung 67 (2 und 5) tragen, die ordnungsgemäß das Tragglied 32 an seinem Ende positionieren, welches zu dem Kontakt hinweist.
  • Die Metallabschirmung 72, die für eine Kondensation des Metalldampfes vom Lichtbogen sorgt, erstreckt sich axial zumindest weit genug, um die Kontakte 22 und 24 in ihrer offenen Position zu umgeben. Dies stellt sicher, dass die Abschirmung 72 vollständig die axiale Länge des maximalen Kontaktspaltes 92 umgibt, in dem der Vakuumlichtbogen auftritt, wie in den 3 und 4 gezeigt. Die Abschirmung 72 kann gerade sein, wie in 3 gezeigt oder kann beispielsweise an ihrem offenen Ende nach innen gebogen sein, wie in 1 gezeigt. Die Abschirmung kann auch den angebrachten Abschnitt 94 tragen, wie beispielsweise in 4 gezeigt. Eine weitere mögliche Konfiguration der Abschirmung 72 ist in den 2 und 5 gezeigt, in denen die Abschirmung 72 einen Abschnitt 73 aufweist, der an dem Ende des Isolators 48 angebracht ist und sich entlang der Richtung der Achse 44 und in gewisser Weise nach innen erstreckt, um den Isolator 48 vor dem vom Lichtbogen erzeugten Metalldampf zu schützen. In Verbindung damit dient der axial verlängerte Abschnitt der Metallendhalterung 54 des Gehäuses gleichzeitig als Dampfkondensationsfläche in dem Bereich des Kontaktspaltes entsprechend der Definition der Abschirmung 72. Das bevorzugte Einwärtsbiegen der Abschirmung 72 an ihrem offenen Ende dient dazu, die Plattierung mit Metalldampf von dem geworfenen elektrischen Lichtbogen auf die Abschirmung 72 zu verbessern und nicht auf die Innenfläche des Isolators 48. Die Abschirmung 72 ist vorzugsweise elektrisch und mechanisch mit der festen Elektrode 12 durch die Endhalterung 54 verbunden. Sie ist auch vorzugsweise radial von der bewegbaren Elektrode 16 und ihrem assoziierten Kontakt 24 um eine Distanz beabstandet, die im Wesentlichen gleich dem maximalen Trennungsspalt der Kontakte 22 und 24 ist oder größer als dieser, wodurch die Beschränkung des elektrischen Lichtbogens auf den Kontaktspalt 92 begünstigt wird. Alternativ könnte die Abschirmung 72 elektrisch und mechanisch mit der bewegbaren Elektrode 16 assoziiert sein.
  • Für einen mittleren Strom- und Spannungspegel weisen die Knopfkontakte 22 und 24 vorzugsweise ein niedrig wirkendes Stromabschnittsmaterial auf, wie beispielsweise Ag-WC oder Cu-Cr-Bi. Die Anwendung von Ag-WC ist norma lerweise auf niedrige Ströme eingeschränkt und kann nicht auf den mittleren Strombereich ausgedehnt werden, der in dieser Erfindung beansprucht wird. Jedoch wird die Anwendung von Ag-WC-Material in diesen Ausführungsbeispielen bei mittleren Strömen durch die erfindungsgemäße Anwendung der einzelnen Spule 14 möglich gemacht, die ein axial orientiertes Magnetfeld vorsieht, welches den Vakuumlichtbogen dazu zwingt, einen diffusen Zustand mit geringer Erosion auch bei mittleren Strömen anzunehmen. Für Schaltungen mit höherer Leistung wird ein Cu-Cr- oder ein Cu-Cr-Bi-Material bevorzugt, jedoch ist für Cu-Cr der Stromabschnittspegel höher.
  • Die in den Zeichnungen abgebildeten Ausführungsbeispiele weisen verschiedene mögliche Merkmale auf, um mechanische, elektrische und/oder Herstellungsaspekte des Unterbrechers 10 zu verbessern. Die 2 und 5 zeigen wie die feste Elektrode 12, wenn sie mit der Spule 14 assoziiert ist, einen zylindrischen Zapfen 64 aufweisen kann oder eine Unterstützung für diesen vorsehen kann, der aus einem festen Material von geringerer Leitfähigkeit als die Elektrode 12 gemacht ist. Der Zapfen bzw. Bolzen 64 ist an seiner Außenseite mit Gewinde versehen gezeigt um eine (nicht gezeigte) Mutter aufzunehmen, durch die er an dem (nicht gezeigten) Schaltmechanismus angebracht werden kann. Insbesondere setzt die in 5 gezeigte Anordnung ein Minimum an Teilen ein und sieht einen haltbaren und kostengünstigen Unterbrecher vor, der leicht hergestellt wird. Sie verwendet einen Halterungsbolzen 64 und eine Endhalterung 54 von der Bauart mit einem Napf aus einem Stück, die oben beschrieben wurde, die auch als Hauptteil der Lichtbogenabschirmung 72 dient. Die Elektrode 12, der Ansatz 99, die Elektrodenverlängerung 93, die Abschnitte 82 und 83 der Spule 14 und die elektrischen Verbindungen 90 und 91 sind alle aus einem Teil von hochleitendem Material, wie beispielsweise aus Kupfer.
  • In den Ausführungsbeispielen der 1, 3, 4 und 5 weist das Tragglied 32 eine trennbare Länge einer schlecht leitenden Röhre (beispielsweise aus rostfreiem Stahl) auf, die zwischen ihrer assoziierten Elektrode und dem Kontakt eingepasst ist, um einen Raum zur Aufnahme der Spule 14 aufrecht zu erhal ten, während sie strukturell die Verschlusskraft trägt, die auf die Kontakte ausgeübt wird. Ein alternatives Ausführungsbeispiel, das minimale Teile hat und insbesondere kompakt, dauerhaft und kostengünstig ist, ist in 2 gezeigt. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind der Bolzen 64 und das Tragglied 32 integral. Das Tragglied 32 ist durch Ausbohren des inneren Endes eines erweiterten Schaftteils 84 des Bolzens 64 vorgesehen, der aus einem schlecht leitenden Material gemacht ist (beispielsweise aus rostfreiem Stahl). Durch Bohren des Endes dieses Stückes, um eine dünne rohrförmige Hülse an dem Ende vorzusehen, welches an den Kontakt 22 angebracht ist, um die erforderlichen Beabstandungen bzw. Räume 34 und 35 aufrecht zu erhalten, ist der Widerstand des Abschnittes, der nun das Tragglied 32 aufweist, hoch im Vergleich zu jenem der Spule 14, wie erwünscht.
  • 3 veranschaulicht ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Kontaktes, der mit der Spule 14 assoziiert ist (d.h. der Kontakt 24 in diesem Fall). Eine Stufe 45, vorzugsweise glatt, ist in dem Umfang der Stirnseite des Kontaktes 24 maschinell eingearbeitet, und zwar derart, dass ungefähr die äußere Hälfte der radialen Dicke der Spulenabschnitte 82 und 83 in einer Linie axial zu dem äußersten Abschnitt 63 mit kleinerer Dicke der Stufe auf dem Umfang des Kontaktes ist. Wir haben herausgefunden, dass dies die Einschränkung des diffusen Lichtbogens in der mittleren Region des Spaltes begünstigt, der radial durch die Stufe 45 begrenzt wird, so dass der Lichtbogen nicht wesentlich in die Region des Abschnittes 63 mit kleinerer Dicke eintritt, in der das Magnetfeld eine verringerte axiale Komponente aufgrund seiner Position relativ zu den Spulenabschnitten hat. 3 zeigt auch die Option einer mittleren Einsenkung 68 in einem der Kontakte (Kontakt 24 in diesem Fall), von der wir herausgefunden haben, dass sie die Kontaktaufschweißung reduziert und ein Aufbrechen einer Aufschweißung begünstigt. 4 veranschaulicht ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem die Spule 14 auf einer bewegbaren Elektrode 16 in ähnlicher Weise wie in 3 angeordnet ist, wobei jedoch der Kontakt 22, der mit der festen Elektrode 12 assoziiert ist, integral als ein Teil eines Napfes ausgeformt ist, der aus Kontaktmaterial gemacht ist, der an seiner Basis 26 an der Endhalterung 54 befestigt ist, und der sich axial erstreckt, um die Abschirmung 72 vorzusehen. In 4 ist auch gezeigt, dass der Ansatz 66, der das Tragglied 32 mit dem Kontakt 24 verbindet, als getrenntes Stück aus einem Material mit niedriger Leitfähigkeit gemacht werden kann (beispielsweise rostfreiem Stahl).
  • Die Erfindung ist in Verbindung mit den vorangegangenen Variationen und Beispielen offenbart worden, wobei nun zusätzliche Variationen dem Fachmann offensichtlich werden. Die Erfindung soll nicht auf die speziell erwähnten Variationen eingeschränkt sein, und entsprechend sollte eher Bezug auf die beigefügten Ansprüche genommen werden als auf die vorangegangene Besprechung von bevorzugten Beispielen, um den Umfang der Erfindung zu erkennen, in dem exklusive Rechte beansprucht werden.

Claims (12)

  1. Schaltungsunterbrecher (10) mit kompakter interner Struktur und der Folgendes aufweist: erste und zweite Elektroden (12, 16), die anliegende bzw. angrenzende Kontakte (22, 24) besitzen, wobei mindestens eine der Elektroden (24) entlang einer längsgerichteten Achse (44) relativ zu der anderen (22) der Elektroden bewegbar ist, wobei die Kontakte (22, 24) zum Befördern von Strom zwischen den Elektroden (12, 16) aneinander anliegen und getrennt werden zum Unterbrechen des Stroms und Auslösen bzw. Zünden eines Lichtbogens zwischen den Kontakten (22, 24), wobei mindestens eine der genannten Elektroden (16) durch externen Druck gegen die andere (12) gedrängt wird und konfiguriert ist zur Befestigung an einem Mechanismus der betreibbar ist, eine Kraft auszuüben, um die Kontakte (22, 24) auseinander zu zwingen; ein Gehäuse einschließlich eines elektrischen Isolators (48), der zwischen gegenüberliegenden Endhalterungen (52, 54) angeordnet ist, wobei die Endhalterungen die Elektroden (12, 16) unterstützen bzw. tragen, wobei die Elektroden (12, 16), die Endhalterungen (52, 54) und der Isolator (48) zusammen eine die Kontakte (22, 24) umgebende evakuierte Umschließung definieren; wobei mindestens eine der Elektroden (12, 16) ein elektrisch leitendes starres Tragglied (32) aufweist, das sich eine Länge entlang der längsgerichteten Achse (44) erstreckt und an einem der Kontakte (22, 24) befestigt ist und mindestens eine elektrisch leitende Spule (14), wobei die Spule (14), die besser leitend ist als das Tragglied (32), einen leitenden Pfad für den Strom vorsieht, so dass die Spule (14) ein axial orientiertes Magnetfeld erzeugt; und wobei die genannte eine der Elektroden (12, 16) einen Schaftteil aufweist und das Tragglied (32) eine tubusförmige bzw. rohrförmige Hülse mit niedriger Leitfähigkeit aufweist zum Beibehalten eines Abstandes, der die genannte Spule aufnimmt, und zwar zwischen dem genannten Schaftteil und dem genannten einen der Kontakte (22, 24) dadurch gekennzeichnet dass, die genannte Spule einen leitenden Pfad definiert, der kreisförmig um das Tragglied (32) herum gewickelt ist und sich entlang der genannten Länge erstreckt, wobei das genannte axial orientierte Magnetfeld das von der genannten Spule (14) in dem Abstand erzeugt wird, dazu führt, dass der Lichtbogen einen weinig erodierenden diffusen Modus selbst bei mittleren Strompegeln annimmt.
  2. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 1, wobei die rohrförmige Hülse zwischen dem Schaftteil und einem der Kontakte (22, 24) angeordnet ist.
  3. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 1 oder 2, wobei die rohrförmige Hülse durch eine Bohrung in dem Ende des Schaftteils, der an einem der Kontakte anliegt, gebildet ist, wobei der Zwischenraum zwischen einem festen Teil des Schaftteils und einem der Kontakte beibehalten wird.
  4. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 2, wobei der rohrförmige Schaft ein integraler Schaft ist, der entlang einer der Elektroden angeordnet ist.
  5. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, wobei der rohrförmige Schaft aus rostfreiem Stahl ist.
  6. Schaltungsunterbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die eine der Elektroden relativ zu dem Gehäuse fixiert ist.
  7. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 6, wobei mindestens einer der Kontakte entweder eine topfförmige Vertiefung oder ein umlaufende Stufe besitzt, die zu den anderen der Kontakte hin gerichtet ist.
  8. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 6, wobei mindestens einer der Kontakte sowohl eine topfförmige Vertiefung als auch eine umlaufende Stufe besitzt, die zu den anderen der Kontakte hin gerichtet ist.
  9. Schaltungsunterbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die eine der Elektroden relativ zu dem Gehäuse bewegbar ist.
  10. Schaltungsunterbrecher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine der Kontakte ein im Wesentlichen scheibenförmiges Profil zum anliegenden Kontakt mit den anderen der Kontakte aufweist.
  11. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 10, wobei mindestens einer der Kontakte mit einem Material beschichtet ist, das mindestens Ag-WC oder Cu-Cr-Bi aufweist.
  12. Schaltungsunterbrecher nach Anspruch 10, wobei mindestens einer der Kontakte mit einem Material beschichtet ist, das eine Legierung aus Cu und Cr aufweist.
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