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DE69730717T2 - Bleichmittelzusammensetzungen für Wäsche - Google Patents

Bleichmittelzusammensetzungen für Wäsche Download PDF

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DE69730717T2
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textiles
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alkyl
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Valerio Del Duca (Nmn)
Stefano Giunti (Nmn)
Roberto Scaramella (Nmn)
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Procter and Gamble Co
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Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft das Bleichen verschmutzter Textilien und Zusammensetzungen, welche zur Verwendung als Wäschewaschmittel und insbesondere als Vorwaschmittel geeignet sind.
  • Hintergrund
  • Persauerstoffbleichmittel enthaltende Zusammensetzungen sind für Wäschewaschanwendungen als Waschmittel, Waschzusätze und sogar als Vorwaschmittel ausführlich beschrieben worden.
  • Es ist in der Tat bekannt, flüssige Persauerstoffbleichmittel enthaltende Zusammensetzungen mit einem sauren bis neutralen pH (typischerweise bis hinauf zu 7, vorzugsweise von 1 bis 6, und weiter vorzugsweise um etwa 5) bei Anwendungen zur Wäschebehandlung zu verwenden, um die Entfernung verkrusteter Flecken/Verschmutzungen, welche anderweitig besonders schwierig zu entfernen sind, wie Fett, Kaffee, Tee, Gras, Schlamm/Tonerde enthaltende Verschmutzungen und dergleichen zu verstärken. Wir haben jedoch gefunden, dass ein Nachteil, welcher mit solchen Persauerstoffbleichmittel enthaltenden Zusammensetzungen verbunden ist, darin besteht, dass diese Zusammensetzungen die Textilfarben schädigen können, insbesondere, wenn sie für Vorwaschanwendungen verwendet werden, d. h. wenn sie direkt (unverdünnt) auf die Textilien aufgebracht und darauf für eine länger Zeitspanne belassen werden, ehe die Textilien gespült werden oder ehe die Textilien gewaschen und anschließend gespült werden.
  • Es ist folglich eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung Textilien eine verbesserte Farbbeständigkeit beim Bleichen, insbesondere bei Vorbehandlungsanwendungen zu verleihen, wo die Zusammensetzungen für länger Zeitspannen mit den Textilien in unverdünnter Form in Berührung stehen, ehe sie gespült oder gewaschen und anschließend gespült werden.
  • Wird ein Gewebe mit einer auf pH bis hinauf zu 7 formulierten Zusammensetzung vorbehandelt, welche ein Persauerstoffbleichmittel wie Wasserstoffperoxid umfasst und wird die Zusammensetzung in reiner Form auf das Gewebe aufgetragen und zur Einwirkung während einer längeren Zeitspanne darauf belassen ehe sie abgespült wird, zeigt sie in der Tat eine Tendenz auf dem Gewebe zu verdampfen. Es ist beobachtet worden, dass beim Verdampfen solcher Persauerstoffbleichmittel enthaltender Zusammensetzungen das in solchen Zusammensetzungen enthaltene Wasser schneller verdampft als das Persauerstoffbleichmittel. Die Wasserverdampfung trägt mit anderen Worten dazu bei, die Konzentration des Persauerstoffbleichmittels in der flüssigen Zusammensetzung zu erhöhen, welche auf die Oberfläche des Gewebes aufgetragen wurde. Diese viel höhere Konzentration beschleunigt die Erzeugung freier Radikale und als Folge davon die Schädigung des Gewebes und seiner Farben. Es wird auch vermutet, dass beim Verdampfen von Wasser eine Autooxidationsreaktion erfolgt, wenn die flüssigen Zusammensetzungen bis zur Trockne auf den Textilien belassen werden. Diese Autooxidationsreaktion erzeugt Peroxyradikale, welche zum Abbau von Cellulose und bestimmten vorhandenen Farbstoffen in den Textilien beitragen können, was zu einer chemischen Schädigung der Farbstoff moleküle führen kann, welche als Verfärbung und/oder Farbtonänderung sichtbar ist. Es wird in Gebrauchsanweisungen solcher im Handel erhältlicher Persauerstoffbleichmittel enthaltender Zusammensetzungen folglich ausdrücklich empfohlen, bei Verfahren zur Vorbehandlung von verschmutzen Textilien damit, die flüssigen Bleichmittelzusammensetzungen nicht auf den Textilien trocknen zu lassen.
  • Noch überraschender wurde nunmehr beobachtet, dass dieser Verdampfungsvorgang bei maximaler Zunahme der Bleichmittelkonzentration auch zu einem pH-Abfall führt. Es wird vermutet, dass der pH-Abfall auf Werte starker Säuren, typischerweise unter pH 2, beim Eindringen in das gefärbte Gewebe die Farbschädigung beschleunigt.
  • Es wurde nunmehr gefunden, dass durch Formulierung einer flüssigen Bleichzusammensetzung mit einem pH bis hinauf zu 7, welche Wasser, ein Persauerstoffbleichmittel, 0,2% bis 8% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung an pH-Puffermitteln und 0,0001% bis 5 Gew.-% Duftstoff umfasst, eine verbesserte Farbbeständigkeit erzielt werden kann. Es wurde noch spezieller gefunden, dass die Verwendung eines pH-Puffermittels in einer Persauerstoffbleichmittel enthaltenden Zusammensetzung mit einem pH von bis hinauf zu 7, zur Vorbehandlung eines verschmutzen gefärbten Gewebes die Farbschädigung auf einem mit einer solchen Zusammensetuzung vorbehandelten Gewebe beträchtlich verringert.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bieten vorteilhafter Weise zusätzlich zu einem wirksamen Farbschutz einen wirksamen Gewebeschutz.
  • Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass sie auch eine ausgezeichnete Bleichwirkung für eine breite Reihe von Flecken und Verschmutzungen wie bleichfähige Flecken und/oder Fettflecken vorsieht.
  • Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen nicht nur zur Verwendung bei Vorwaschanwendungen eine ausgezeichnete Leistung bieten, sondern auch, wenn sie in einer beliebigen Waschanwendung verwendet werden, wie sie zum Beispiel in einem Wäschewaschmittel oder einem Wäscheadditiv oder sogar bei anderen Anwendungen, wie bei der Anwendung bei der Reinigung harter Oberflächen.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass die Zusammensetzungen hierin bei längerer Lagerung physikalisch und chemisch beständig sind.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen weiterhin ein Tensid oder eine Mischung hiervon, wie zum Beispiel ein zwitterionisches Betaintensid zusammen mit einem alkoxylierten nichtionischen Tensid. Es ist in der Tat gefunden worden, dass ein solches Tensidsystem in den Zusammensetzungen hierin die Bleichwirkung weiter steigert und zur wirksamen Fleckenentfernungsleistung auf verschiedenen Arten von Flecken beiträgt, einschließend fette Flecken wie Mayonnaise, Pflanzenöl, Hauttalg, Make-up und dergleichen. Bei einer hoch bevorzugten Ausführungsform umfassen die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ein salzfreies zwitterionisches Betaintensid. Die Verwendung solcher salzfreier zwitterionischer Betaintenside an Stelle herkömmlicher zwitterionischer Betaintenside trägt zu den Vorteilen der vorliegenden Zusammensetzungen weiter bei, d. h. zur verbessertern Farb- und Gewebesicherheit.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung beinhaltet eine zur Vorbehandlung von Textilien geeignete flüssige Zusammensetzung mit einem pH bis hinauf zu 7, welche Wasser, ein Persauerstoffbleichmittel, 0,2% bis 8% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung pH-Puffermittel und 0,0001% bis 5 Gew.-% Duftstoff umfasst.
  • Die vorliegende Erfindung beinhaltet weiterhin Verfahren zum Bleichen von Textilien, ausgehend von einer wie hierin definierten Zusammensetzung. Die Verfahren schließen die Schritte des Inkontaktbringens der Textilien mit der flüssigen, unverdünnten oder verdünnten, Bleichmittelzusammensetzung und das anschließende Spülen der Textilien ein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform, bei der die Textilien "vorbehandelt" werden, wird die Zusammensetzung in unverdünnter Form auf die Textilien aufgetragen, worauf die Textilien gespült oder in einem normalen Waschgang gewaschen und anschließend mit Wasser gespült werden.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Die flüssigen Zusammensetzungen
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind, im Gegensatz zu einem Feststoff oder einem Gas, flüssige Zusammensetzungen. "Flüssig" schließt, wie hierin verwendet, "pastöse" Zusammensetzungen ein. Die flüssigen Zusammensetzungen hierin sind vorzugsweise wässrige Zusammensetzungen. Die erfindungsgemäßen flüssigen Zusammensetzungen weisen vorzugsweise einen pH bis hinauf zu 7, weiter vorzugsweise von 1 bis 6 und sogar weiter vorzugsweise von 1,5 bis 5,5 auf. Das Formulieren der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen im sauren pH-Bereich trägt zur chemischen Beständigkeit der Zusammensetzungen und zur Fleckenentfernungsleistung der Zusammensetzungen bei.
  • Persauerstoffbleichmittel
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umfassen als einen Hauptbestandteil ein Persauerstoffbleichmittel oder eine Mischung hiervon. Das Vorliegen von Persauerstoffbleichmitteln sorgt in der Tat für ausgezeichnete Bleich- und Reinigungsvorteile. Geeignete Persauerstoffbleichmittel zur Verwendung hierin sind Wasserstoffperoxid, wasserlösliche Quellen hiervon oder Mischungen hiervon. Wasserstoffperoxidquelle bezieht sich, wie hierin verwendet, auf jede Verbindung, welche Perhydroxylionen erzeugt, wenn die Verbindung mit Wasser in Berührung gebracht wird.
  • Geeignete wasserlösliche Wasserstoffperoxidquellen zur Verwendung hierin schließen Percarbonate, Persilicate, Perborate, Peroxysäuren wie Diperoxydodecansäure (DPDA), Magnesiumterephthalsäure, Perlaurinsäure, Perbenzoe- und Alkylperbenzoesäuren, Hydroperoxide, aliphatische und aromatische Diacylperoxide und Mischungen hiervon ein. Bevorzugte Persauerstoffbleichmittel sind hierin Wasserstoffperoxid, Hydroperoxide und/oder Diacylperoxide. Wasserstoffperoxid ist hierin das am meisten bevorzugte Persauerstoffbleichmittel.
  • Geeignete Hydroperoxide zur Verwendung hierin sind tert-Butylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, 2,4,4-Trimethylpentyl-2-hydroperoxid, Diisopropylbenzolmonohydroperoxid, tert-Amylhydroperoxid und 2,5-Dimethylhexan-2,5-dihydroperoxid. Solche Hydroperoxide besitzen den Vorteil, dass sie für die Textilien und Farbe besonders schonend sind, während die gleichzeitig für eine ausgezeichnete Bleichwirkung sorgen.
  • Geeignete aliphatische Diacylperoxide zur Verwendung hierin sind Dilauroylperoxid, Didecanoylperoxid, Dimyristoylperoxide oder Mischungen hiervon. Geeignete aromatische Diacylperoxide zur Verwendung hierin sind zum Beispiel Benzoylperoxid. Solche Diacylperoxide besitzen den Vorteil, dass sie für die Textilien und Farbe besonders schonend sind, während die gleichzeitig für eine ausgezeichnete Bleichwirkung sorgen.
  • Die Zusammensetzungen hierin umfassen typischerweise 0,1% bis 20 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung Persauerstoffbleichmittel oder Mischungen hiervon, vorzugsweise 1% bis 15% und am meisten vorzugsweise 2% bis 10%.
  • Die pH-Puffermittel
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umfassen als einen Hauptbestandteil ein pH-Puffermittel oder eine Mischung hiervon in einem Anteil von 0,2% bis 8% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung. Die Zusammensetzungen hierin umfassen vorzugsweise 0,3% bis 5% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung an Puffermitteln oder einer Mischung hiervon, vorzugsweise 0,3% bis 3% und am meisten vorzugsweise 0,3% bis 2%.
  • Mit "pH-Puffermittel" ist hierin jede Verbindung gemeint, welches bei Zugabe zu einer Lösung diese gegen eine Änderung der Wasserstoffionenkonzentration bei Zugabe von Säure oder Alkali unempfindlich macht.
  • Bevorzugte pH-Puffermittel zur Verwendung hierin umfassen eine schwache Säure mit ihrem pKa (sofern nur eine) oder mindestens eine mit ihren pKa's im Bereich von 1,5 bis 6,5, vorzugsweise 2 bis 6 und weiter vorzugsweise 4 bis 6, und ihre konjugierte Base.
  • Der pKa-Wert ist gemäß der folgenden Gleichung definiert: pKa = –logKa wobei Ka die Dissoziationskonstante der schwachen Sure in Wasser ist und der folgenden Gleichung genügt: [A][H+]/[HA] = Ka worin HA die Säure und A die konjugierte Base ist.
  • Mit "konjugierter Base" ist hierin die korrespondierende Base (A) der schwachen säure (HA) gemeint. Diese konjugierte Base kann durch Zugabe einer Alkalinitätsquelle zu den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen erhalten werden, welche eine, wie hierin definierte schwache Säure umfasst. Geeignete Alkalinitätsquellen zur Verwendung hierin sind Ätzkalis wie Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und/oder Lithiumhydroxid und/oder Alkalimetalloxide wie Natrium- und/oder Kaliumoxid. Eine bevorzugte Alkalinitätsquelle ist Ätzkali, weiter vorzugsweise Natriumhydroxid und/oder Kaliumhydroxid. Alternativ kann die konjugierte Base als solche im Handel erhältlich sein und der schwachen Säure hierin direkt zugesetzt werden.
  • Erfindungsgemäß liegen die schwache Säure (HA) und ihre konjugierte Base (A) in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen typischerweise im Gleichgewicht vor: HA ←→ A + H+ (Wasserstoffionen)
  • Die pH-Puffermittel bestehen hierin vorzugsweise aus der, wie hierin definierten, schwachen Säure und ihrer konjugierten Base in einem Gewichtsverhältnis von schwacher Säure zu ihrer konjugierten Base von vorzugsweise 0,1 : 1 bis 10 : 1, weiter vorzugsweise 0,2 : 1 bis 5 : 1. Ein hoch bevorzugtes Verhältnis von schwacher Säure zu ihrer konjugierten Base ist 1, weil dies die beste Kombination ist, um ein optimales Pufferungsvermögen zu erzielen.
  • Ein bestimmtes pH-Puffermittel wird hierin vorzugsweise dazu verwendet, Zusammensetzungen mit einem pH zwischen pH = pKa – 1 und pH = pKa + 1 eines jeden seiner pKa zu puffern. Citronensäure/Citrat ist zum Beispiel besonders zum Puffern von Zusammensetzungen geeignet, welche pH-Werte zwischen 3,74 und 5,74 (pKa2 = 4,74) und zwischen 2,06 und 4,06 (pKa1 = 3,06) umfassen.
  • Geeignete schwache Säuren zur Verwendung hierin, bei denen mindestens einer ihrer pKa's 1,5 bis 6 beträgt, schließen Citronensäure (pKa1 = 3,06, pKa2 = 4,74), Oxalsäure (pKa 2 = 4,19), Weinsäure (pKa1 = 2,99), Phthalsäure (pKa1 = 2,89, pKa2 = 5,41), Essigsäure (pKa = 4,74), Benzoesäure (pKa = 4,20), Ameisensäure (pKa = 3,76) und Salicylsäure (pKa = 2,97) ein.
  • Besonders geeignete pH-Puffermittel zur Verwendung hierin sind Citronensäure/Natriumcitrat, Citronensäure/Kaliumcitrat, Oxalsäure/Natriumoxalat, Weinsäure/Kaliumhydrogentartrat, Oxalsäure/Kaliumtetraoxalatdihydrat, Phthalsäure/Kaliumphthalat, Essigsäure/Natriumacetat, Ameisensäure/Natriumformiat, Benzoesäure/Natriumbenzoat und/oder Salicylsäure/Natriumsalicylat. Bevorzugte pH-Puffermittel zur Verwendung hierin sind Citronensäure/Natriumcitrat, Citronensäure/Kaliumcitrat, Oxalsäure/Natriumoxalatdihydrat; Citronensäure/Natriumcitrat und/oder Citronensäure/Kaliumcitrat sind am meisten bevorzugt.
  • Hoch bevorzugte pH-Puffermittel zur Verwendung hierin sind Citronensäure und Natriumcitrat.
  • Citronensäure ist von Sigma Aldrich und von Flucka Chemicals unter ihrer chemischen Bezeichnung kommerziell erhältlich.
  • Der Duftstoff
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umfassen als einen Hauptbestandteil einen Duftstoff oder eine Mischung hiervon in einem Anteil von 0,0001% bis 5% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung. Die Zusammensetzungen hierin umfassen vorzugsweise 0,0001% bis 1% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung Duftstoff oder einer Mischung hiervon, vorzugsweise 0,001% bis 1% und am meisten vorzugsweise 0,01% bis 0,5%.
  • Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung sind die Duftstoffe zur Verwendung hierin gegen Persauerstoffbleichmittel natürlich beständig.
  • "Beständig" gegen Persauerstoffbleichmittel bedeutet hierin einen Duftstoff, der nach 10 Tagen Lagerung bei 50°C geruchsstabil ist und die Produktstabilität nicht beeinträchtigt.
  • Geeignete Duftstoffe zur Verwendung hierin schließen Materialien ein, welche einen ästhetischen Geruchsvorteil bieten und/oder irgendeinen "chemischen" Geruch überdecken, den das Produkt aufweisen kann. Die Hauptaufgabe einer kleinen Fraktion der leicht flüchtigen, niedrig siedende (niedrige Siedepunkte aufweisenden) Duftstoffbestandteile in diesen Duftstoffen besteht darin, den Geruch des Produktes selbst zu verbessern und nicht den Geruch auf die gereinigte Oberfläche zu übertragen. Manche der schwerer flüchtigen, hochsiedenden Duftstoffbestandteile verleihen den Oberflächen jedoch einen frischen und sauberen Eindruck, so dass es wünschenswert ist, das diese Bestandteile auf der trockenen Oberfläche abgelagert werden und darauf vorliegen. Duftstoffbestandteile können in den Zusammensetzungen leicht solubilisiert werden, wie zum Beispiel durch nichtionische Waschtenside. Die zur Verwendung hierin geeigneten Duftstoffbestandteile und Zusammensetzungen sind die üblichen, auf dem Fachgebiet bekannten. Die Auswahl irgendwelcher Duftstoffkomponenten oder der Duftstoffmenge erfolgt hauptsächlich unter ästhetischen Gesichtspunkten.
  • Geeignete Duftstoffverbindungen und Zusammensetzungen finden sich auf dem Fachgebiet, einschließend die US-Patentnummern 4,145,184, Brain und Cummins, erteilt am 20. März 1979; 4,209,417, Whyte, erteilt am 24. Juni 1980; 4,515,705, Moeddel, erteilt am 7. Mai 1985, und 4,152,272, Young, erteilt am 1. Mai 1979. Im Allgemeinen ist der Grad der Substantivität eines Duftstoffs dem Prozentgehalt des verwendeten substantiven Duftstoffmaterials in etwa proportional. Diesbezüglich enthalten substantive Duftstoffe mindestens 1%, vorzugsweise mindestens 10% substantive Duftstoffmaterialien. Substantive Duftstoffmaterialien sind jene riechenden Verbindungen, welche sich auf den Oberflächen infolge des Reinigungsvorgangs ablagern und für Leute mit normalem Geruchssinn wahrnehmbar sind. Solche Materialien besitzen typischerweise einen niedrigeren Dampfdruck als das durchschnittliche Duftstoffmaterial. Sie besitzen typischerweise auch Molekulargewichte von 200 und darüber und sind in Mengen wahrnehmbar, welche unter denjenigen des durchschnittlichen Duftstoffmaterials liegen. Duftstoffbestandteile zur Verwendung hierin sind zusammen mit ihrer Duftnote und ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften, wie dem Siedepunkt und dem Molekulargewicht, in "Perfume and Flavour Chemicals (Aroma Chemicals)", Steffen Arctander, veröffentlicht durch den Verfasser, 1969, angegeben.
  • Beispiele für leichtflüchtige, niedrigsiedende, Duftstoffbestandteile sind: Anethol, Benzylacetat, Benzylalkohol, Isobornylacetat, Campher, Citronellol, Citronellylacetat, p-Cymol, Dihydrolinalool, Dihydromyrcenol, Dimethylphenylcarbinol, Eucalyptol, Geraniol, Geranylacetat, Geranylnitril, cis-3-Hexenylacetat, d-Limonen, Linalool, Linalooloxid, Linalylacetat, Linalylpropionat, Methylanthranilat, α-Methyhonon, Methylnonylacetaldehyd, Methylphenylcarbinylacetat, Laevomenthylacetat, Menthone, iso-Menthone, Myrcene, Myrcenylacetat, Myrcenol, Nerol, Nerylacetat, Nonylacetat, Phenylethylalkohol, α-Pinen, β-Pinen, γ-Terpinen, α-Terpineol, β-Terpineol, Terpinylacetat und Vertenex (p-tert-Butylcyclohexylacetat). Manche natürlichen Öle enthalten ebenfalls große prozentuale Anteile an leichtflüchtigen Duftstoffbestandteilen. Lavandin enthält zum Beispiel als Hauptbestandteile Linalool, Linalylacetat, Geraniol und Citronellol. Citronenöl und Orangenterpene enthalten beide etwa 95% d-Limonen.
  • Beispiele für mäßig flüchtige Duftstoffbestandteile sind: Amylzimtaldehyd, iso-Amylsalicylat, β-Caryophillin, Cedren, Zimtalkohol, Dimethylbenzylcarbinylacetat, Ethylvanillin, Eugenol, iso-Eugenol, Floracetat, Heliotropin, 3-cis-Hexenylsalicylat, Hexylsalicylat, Lilial (p-tert-Butyl-α-methylhydrozimtaldehyd), γ-Methylionon, Nerolidol, Patschulialkohol, Phenylhexanol, β-Selinen, Triethylcitrat, Vanillin und Veratraldehyd. Cedernholzterpene sind hauptsächlich aus α-Cedren, β-Cedren und anderen C15H24-Sesquiterpenen zusammengesetzt.
  • Beispiele für weniger flüchtige, hochsiedende Duftstoffbestandteile sind: Benzophenon, Benzylsalicylat, Ethylenbrassylat, Hexylzimtaldehyd, Lyral (4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexen-10-carboxaldehyd), Methylcedrylon, Methyldihydrojasmonat, Methyl-β-naphthylketon und Phenylethylphenylacetat.
  • Die Wahl irgendeines speziellen Duftstoffbestandteils wird ausschließlich von ästhetischen Überlegungen bestimmt.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der Feststellung, dass die pH-Puffermittel den pH-Abfall verringern, welcher andernfalls auftritt, wenn eine Persauerstoffbleichmittel enthaltende Zusammensetzung mit einem pH bis hinauf zu 7 in unverdünnter Form auf zu behandelnde Textilien aufgetragen und darauf Einwirken lassen (und folglich verdampfen) wird, ehe die Textilien gespült oder die Textilien gewaschen und anschließend gespült werden. Die Farbschädigung mancher Arten von Farbstoffen (z. B. blaue und/oder grüne Farbstoffe, insbesondere solche, welche sich auf gefärbten Textilien aus Seide fanden), d. h. die beobachtete Farbänderung und/oder Entfärbung, die beim Bleichen solcher verschmutzter gefärbter Textilien mit einer ein Persauerstoffbleichmittel enthaltenden Zusammensetzung mit eine pH von bis hinauf zu 7 und die ein pH-Puffermittel enthält erfolgt, wird mit anderen Worten verringert, verglichen mit der beobachteten Farbänderung und/oder Entfärbung, wenn die gleiche Zusammensetzung, jedoch ohne das pH-Puffermittel, verwendete wird. Die Verringerung dieser Farbänderung und/oder Entfärbung wird insbesondere bei einer Vorwaschanwendung beobachtet, bei der man die Zusammensetzung auf den verschmutzten gefärbten Textilien trocknen oder teilweise trocknen lässt (Dies bedeutet typischerweise trocknen lassen während einer Zeitspanne, welche von 5 bis 60 min reicht).
  • Die Farbschädigung bei gefärbten Textilien kann durch visuelle Einstufung und/oder anhand eines instrumentellen Verfahrens mit dem HunterLab Tristimulus MINISCAN® bewertet werden, indem ein nach der vorliegenden Erfindung gebleichtes gefärbtes Gewebe Seite an Seite mit einem farbigen Gewebe verglichen wird, welches mit einer Referenzzusammensetzung gebleicht wurde, welche zum Beispiel frei von irgendwelchen pH-Puffermitteln ist.
  • Vorteilhafterweise wird die Abnahme der Zugfestigkeit, welcher durch die Anwesenheit von Kupfer und/oder Eisen und/oder Mangan und/oder Chrom auf der Gewebeoberfläche und/oder durch das Aussetzen an die UV-Strahlung des Sonnenlichts verursacht wird, ebenfalls verringert, wenn das Bleichen, und insbesondere wenn das Vorbehandeln verschmutzter Textilien mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen erfolgt.
  • Die Zugfestigkeitsabnahme eines Gewebes kann mithilfe des Zugfestigkeitsverfahrens gemessen werden. Dieses Verfahren besteht in der Messung der Zugfestigkeit eines gegebenen Gewebes durch Strecken des Gewebes bis es bricht. Die Kraft, ausgedrückt in Kg, welche erforderlich ist, das Gewebe zu brechen, ist die "Endzugfestigkeit" und kann mit einer INSTRON®-Zugfestigkeitsmaschine gemessen werden. Die Zugfestigkeitsabnahme ist die Differenz zwischen der Zugfestigkeit eines Bezugsgewebes, d. h. eines Gewebes, welches nicht gebleicht worden ist und der Zugfestigkeit des gleichen Gewebes nachdem es gebleicht worden ist. Eine Zugfestigkeitsabnahme bedeutet, dass kein Gewebeschaden beobachtet wird.
  • Erfindungsgemäß wird auch eine Verringerung der Zugfestigkeitsabnahme und/ oder eine Verringerung der Farbschädigung erhalten, ohne weder die Bleichwirkung noch die Fleckenentfernungsleistung zu beeinträchtigen.
  • Ein Vorteil der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ist auch, dass sie über längere Lagerzeiten physikalisch und chemisch beständig sind. Die pH-Puffermittel tragen in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen insbesondre zur ausgezeichneten chemischen Beständigkeit der Zusammensetzungen bei verlängerten Lagerzeiten bei. Ein sekundärer Vorteil der in den Zusammensetzungen hierin verwendeten pH-Puffermittel, insbesondere von Citronensäure/Citrat, ist ganz besonders der, dass sie als Antioxidationsmittel wirken, d. h. sie oxydieren in der Bleichumgebung vorliegenden Sauerstoff und Verringern so den oxidativen Abbau von oxydierbaren Bestandteilen, welche in den Bleichmittelzusammensetzungen vorliegen, namentlich Persauerstoffbleichmittel, Duftstoffe, Farbstoffe und dergleichen.
  • Die chemische Beständigkeit der Zusammensetzungen hierin kann durch Messung der verfügbaren Sauerstoffkonzentratration (oft als AvO2 abgekürzt) nach einer gegebenen Lagerdauer ab Herstellung der Zusammensetzungen bestimmt werden. Die verfügbare Sauerstoffkonzentration kann nach auf dem Fachgebiet bekannten chemischen Titrationsverfahren gemessen werden, wie dem iodometrischen Verfahren, dem thiosulfatometrischen Verfahren, dem manganometrischen Verfahren und dem cerimetrischen Verfahren. Diese Verfahren und die Kriterien für die Wahl des geeigneten Verfahrens sind zum Beispiel in "Hydrogen Peroxide", W. C. Schumb, C. N. Satterfield und R. L. Wentworth, Reinhold Publishing Corporation, New York, 1955 und in "Organic Peroxides", Daniel Swern, Hrsg. Wiley Int. Science, 1970 beschrieben.
  • Mit "physikalisch beständig" ist hierin gemeint, dass in den Zusammensetzungen während eines Zeitraums von 14 Tagen bei 50°C keine Phasentrennung eintritt.
  • Zusatzbestandteile
  • Die Zusammensetzungen hierin können weiterhin eine Vielfalt anderer Zusatzbestandteile umfassen wie Tenside, Komplexbildner, Radikalfanger, Antioxidantien, Builder, Stabilisatoren, Bleichaktivatoren, Schaumunterdrücker, Schmutz suspendierende Polyaminpolymere, polymere Schmutzabweisungsmittel, Katalysatoren, Farbstoffübertragungsmittel, Aufheller, Duftstoffe, Pigmente und Farbstoffe.
  • Das Tensid
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können als einen hoch bevorzugten Zusatzbestandteil ein Tensid oder eine Mischung hiervon umfassen. Die Tenside sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung natürlich gegen Persauerstoffbleichmittel beständig.
  • Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung umfassen typischerweise bis zu 60% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung an einem Tensid oder einer Mischung hiervon, vorzugsweise 0,1% bis 30%, weiter vorzugsweise 0,5% bis 15% und am meisten vorzugsweise 1% bis 10%.
  • Geeignete Tenside zur Verwendung hierin schließen beliebige nichtionische, zwitterionische, kationische und/oder amphotere Tenside ein.
  • Besonders geeignete Tenside zur Verwendung hierin sind nichtionische Tenside wie alkoxylierte nichtionische Tenside und/oder Polyhydroxyfettsäureamidtenside und/oder Aminoxide und/oder zwitterionische Tenside wie die zwitterionischen Betaintenside, welche hierin nachstehend beschrieben sind.
  • Geeignete alkoxylierte nichtionische Tenside zur Verwendung hierin sind ethoxylierte nichtionische Tenside gemäß der Formel RO-(C2H4O)nH, worin R eine C6- bis C22-Alkylkette oder eine C6- bis C28-Alkylbenzolkette ist, und worin n 0 bis 20 ist, vorzugsweise 1 bis 15, weiter vorzugsweise 2 bis 15 und am meisten vorzugsweise 2 bis 12 ist. Die bevorzugten R-Ketten zur Verwendung hierin sind die C8- bis C22-Alkylketten. Propoxylierte nichtionische Tenside und ethoxylierte/propoxylierte können hierin anstelle der wie vorstehend definierten ethoxylierten nichtionischen Tenside oder zusammen mit diesen Tensiden, ebenfalls verwendet werden.
  • Bevorzugte ethoxylierte nichtionische Tenside entsprechen der vorstehenden Formel und weisen ein HLB (hydrophiles-lipophiles Gleichgewicht) unter 16, vorzugsweise unter 15 und weiter vorzugsweise unter 14 auf. Es wurde gefunden, das solche ethoxylierten nichtionischen Tenside für gute Fetttrennungseigenschaften sorgen.
  • Folglich sind geeignete hydrophobe nicht-ionische Tenside zur Verwendung hierin Dobanol® 91-2,5 (HLB = 8,1; R ist ein Gemisch von C9- und C11- Alkylketten, n ist 2,5), oder Lutensol® TO3 (HLB = 8; R ist eine C13-Alkylkette, n ist 3), oder Lutensol® AO3 (HLB = 8; R ist ein Gemisch von C13- und C15-Alkylketten, n ist 3), oder Tergitol® 25L3 (HLB = 7,7; R liegt im Bereich von C12- bis C15-Alkylkettenlängen, n ist 3), oder Dobanol® 23-3 (HLB = 8,1; R ist ein Gemisch von C12- und C13-Alkylketten, n = 3), oder Dobanol® 23-2 (HLB = 6,2; R ist ein Gemisch von C12- und C13-Alkylketten, n = 2), oder Dobanol® 45-7 (HLB = 11,6; R ist ein Gemisch von C14- und C15-Alkylketten, n ist 7), oder Dobanol® 23-6.5 (HLB = 11,9; R ist ein Gemisch von C12- und C13-Alkylketten, n ist 6,5), oder Dobanol® 25-7 (HLB = 12; R ist ein Gemisch von C12- und C15-Alkylketten, n ist 7), oder Dobanol® 91-5 (HLB = 11,6; R ist ein Gemisch von C9- und C11-Alkylketten, n ist 5), oder Dobanol® 91-6 (HLB = 12,5; R ist ein Gemisch von C9- und C11-Alkylketten, n ist 6), oder Dobanol® 91-8 (HLB = 13,7; R ist ein Gemisch aus C9- und C11-Alkylketten, n = 8), oder Dobanol® 91-10 (HLB = 14,2; R ist ein Gemisch von C9- bis C11-Alkylketten, n ist 10), oder Mischungen hiervon. Bevorzugt sind hierin Dobanol® 91-2.5, oder Lutensol® TO3, oder Lutensol® AO3, oder Tergitol® 25L3, oder Dobanol® 23-3, oder Dobanol® 23-2 oder Mischungen hiervon. Diese Dobanol®-Tenside sind kommerziell von SHELL erhältlich. Diese Lutensol®-Tenside sind kommerziell von der BASF erhältlich und diese Tergitol®-Tenside sind kommerziell von UNION CARBIDE erhältlich.
  • Geeignete chemische Verfahren zur Herstellung der alkoxylierten nichtionischen Tenside zur Verwendung hierin schließen die Kondensation entsprechender Alkohole mit Alkylenoxid im gewünschten Verhältnis ein. Solche Verfahren sind dem Fachmann wohlbekannt und auf dem Fachgebiet ausführlich beschrieben worden.
  • Die Zusammensetzungen hierin können wunschgemäß ein oder mehrere ethoxylierte nichtionische Tenside oder eine Mischung von ethoxylierten nichtionischen Tensiden mit unterschiedlichen HLB's (hydrophiles-liopophilses Gleichgewicht) umfassen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Zusammensetzungen hierin ein ethoxyliertes nichtionisches Tensid gemäß der vorstehenden Formel mit einem HLB bis hinauf zu 10 (d. h. ein so genanntes hydrophobes ethoxyliertes nichtionisches Tensid), vorzugsweise unterhalb von 10, weiter vorzugsweise unterhalb von 9 und eines mit einem HLB von über 10 bis 16 (d. h. ein so genanntes hydrophiles ethoxyliertes nichtionisches Tensid), vorzugsweise von 11 bis 14. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform umfassen die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung in der Tat typischerweise 0,01% bis 15% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung hydrophobes ethoxyliertes nichtionisches Tensid, vorzugsweise 0,5% bis 10% und 0,01% bis 15% des Gewichts hydrophobes ethoxyliertes nichtionisches Tensid, vorzugsweise 0,5% bis 10%. Solche Mischungen ethoxylierter nichtionischer Tenside mit unterschiedlichen HLB's können erwünscht sein, weil sie eine optimale Reinigungsleistung bei der Entfernung von Fett bei vielfältigerem fettem Schmutz mit unterschiedlichen hydrophoben/hydrophilen Eigenschaften bieten.
  • Andere besonders geeignete nichtionische Tenside zur Verwendung hierin schließen Polyhydroxyfettsäureamidtenside oder Mischungen hiervon ein, gemäß der Formel: R2-C(O)-N(R1)-Z, worin R1 H oder C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydrocarbyl, 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxypropyl oder eine Mischung hiervon ist; R2 C5-C31-Hydrocarbyl und Z ein Polyhydroxyhydrocarbyl mit einer linearen Hydrocarbylkette mit mindestens 3 direkt an die Kette gebundenen Hydroxylen oder ein alkoxyliertes Derivat davon ist.
  • R1 ist vorzugsweise C1-C4-Alkyl, weiter vorzugsweise C1- oder C2-Alkyl und am meisten vorzugsweise Methyl; R2 ist ein geradkettiges C7-C19-Alkyl oder -Alkenyl, vorzugsweise ein geradkettiges C9-C18-Alkyl oder -Alkenyl, weiter vorzugsweise ein geradkettiges C11-C18-Alkyl- oder -Alkenyl und am meisten vorzugsweise ein geradkettiges C11-C14-Alkyl oder -Alkenyl oder Mischungen hiervon. Z wird vorzugsweise von einem reduzierenden Zucker in einer reduzierenden Aminierungsreaktion abgeleitet, wobei Z weiter vorzugsweise ein Glycityl ist. Geeignete reduzierende Zucker schließen Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose und Xylose ein. Als Rohmaterialien kann sowohl hoch Dextrose-haltiger Maissirup, hoch Fructose-haltiger Maissirup und hoch Maltose-haltiger Maissirup als auch die einzelnen, vorstehend aufgeführten Zucker verwendet werden. Diese Maissirupe können eine Mischung von Zuckerkomponenten für Z liefern. Es versteht sich, dass unter keinen Umständen beabsichtigt ist, andere geeignete Rohmaterialien auszuschließen. Z wird vorzugsweise gewählt aus der Gruppe, bestehend aus -CH2-(CHOH)n-CH2OH, -CH(CH2OH)-(CHOH)n–1-CH2H, -CH2-(CHOH)2(CHOR')-CHOH)-CH2OH, worin n eine ganze Zahl von 3 bis einschließlich 5 ist, und R1 H oder ein cyclischer oder aliphatischer Monosaccharid ist, und alkoxylierte Derivate hiervon. Am meisten sind Glycityle bevorzugt, in denen n 4 ist, insbesondere CH2-(CHOH)4-CH2OH.
  • In der Formel R2-C(O)-N(R1)-Z kann R1 zum Beispiel N-Methyl, N-Ethyl, N-Propyl, N-Isopropyl, N-Butyl, N-2-Hydroxyethyl oder N-2-Hydroxypropyl sein. R2-C(O)-N< kann zum Beispiel Kokosamid, Stearamid, Oleamid, Lauramid, Myristamid, Capricamid, Palmitamid, Talgamid und dergleichen sein. Z kann 1-Deoxyglucityl, 2-Deoxyfructityl, 1-Deoxymaltityl, 1-Deoxylaqctityl, 1-Deoxygalactityl, 1-Deoxymannityl, 1-Deoxymaltotriotyl und dergleichen sein.
  • Geeignete Polyhydroxyfettsäureamidtenside zur Verwendung hierin können von Hoechst unter dem Warenzeichen HOE® kommerziell erhältlich sein.
  • Verfahren zur Herstellung von Polyhydroxyfettsäureamidtensiden sind auf dem Fachgebiet bekannt. Sie können im Allgemeinen durch Umsetzung eines Alkylamins mit einem reduzierenden Zucker in einer reduzierenden Aminierungsreaktion unter Bildung des entsprechenden N-Alkylpolyhydroxylamins und anschließender Umsetzung des N-Alkylpolyhydroxylamins mit einem fetten aliphatischen Ester oder Triglycerid in einem Kondensations/Amidierungs-Schritt unter Bildung des N-Alkyl-N-Polyhydroxyfettsäureamid-Produkts hergestellt werden. Verfahren zur Herstellung von Zusammensetzungen, welche Polyhydroxyfettsäureamide enthalten sind zum Beispiel in GB-A 809,060, veröffentlicht am 18. Feb. 1959 von Thomas Hedley & Co. Ltd.; US-A 2,965,576, erteilt am 20. Dez. 1960 an E. R. Wilson; US-A 2,703,798, Anthony M. Schwartz, erteilt am 8. März 1955; US-A 1,985,424, erteilt am 25. Dez. 1934 an Piggott und WO 92/06070 offen gelegt.
  • Andere geeignete nichtionische Tenside zur Verwendung hierin schließen Aminoxide mit der folgenden Formel R1R2R3NO ein, worin jedes R1, R2 und R3 unabhängig eine gesättigte, substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Kohlenwasserstoffkette mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist. Bevorzugte, erfindungsgemäß verwendbare Aminoxidtenside sind Aminoxide mit der folgenden Formel R1R2R3NO, worin R1 eine Kohlenwasserstoffkette ist, umfassend 1 bis 30, vorzugsweise 6 bis 20, weiter vorzugsweise 8 bis 16 und am meisten vorzugsweise 8 bis 12 Kohlenstoffatome, und worin R2 und R3 unabhängig substituierte oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Kohlenwasserstoffketten sind, welche 1 bis 4 Kohlenstoffatom, vorzugsweise 1 bis 3 Kohlenstoffatome umfassen und weiter vorzugsweise Methylgruppen sind. R1 kann eine gesättigte, substituiert oder unsubstituierte, lineare oder verzweigte Kohlenwasserstoffkette sein. Geeignete Aminoxide zur Verwendung hierin sind zum Beispiel sowohl natürliche Gemische von C8-C10-Aminoxiden als auch von C12-C16-Aminoxiden, welche von Hoechst kommerziell erhältlich sind.
  • Eine andere Klasse von Tensiden, welche zur Verwendung hierin besonders geeignet ist, schließen zwitterionische Betaintenside ein, welche sowohl eine kationische hydrophile Gruppe, d. h. eine quaternäre Ammoniumgruppe, als auch eine anionische hydrophile Gruppe im gleichen Molekül über einen relativ breiten Bereich von pH's enthalten. Die typischen anionischen hydrophilen Gruppen sind Carboxylate und Sulfonate, obwohl andere Gruppen wie Sulfate, Phosphonate und ähnliche verwendet werden können. Eine Bruttoformel für einige zwitterionischen Betaintenside zur Verwendung hierin ist: R1-N+(R2)(R3)R4X worin R1 eine hydrophobe Gruppe ist; R2 ist Wasserstoff, C1-C6-Alkyl, Hydroxyalkyl oder eine substituierte C1-C6-Alkylgruppe; R3 ist Wasserstoff, C1-C6-Alkyl, Hydroxyalkyl oder eine andere substituierte C1-C6-Alkylgruppe, welche mit R2 unter Bildung von Ringstrukturen mit dem N verknüpft sein kann, oder eine C1-C6-Carbonssäuregruppe oder eine C1-C6-Sulfonatgruppe; R4 ist eine Einheit, welche das kationische Stickstoffatom mit der hydrophilen Gruppe verbindet und ist typischerweise eine Alkylen-, Hydroxyalkylen- oder Polyalkoxygruppe, welche 1 bis 10 Kohlenstoffatomen enthält; und X ist eine hydrophile Gruppe, welche eine Carboxylat- oder Sulfonatgruppe ist.
  • Bevorzugte hydrophobe R1-Gruppen sind aliphatische oder aromatische, gesättigte oder ungesättigte, substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffketten, welche Verknüpfungsgruppen wie Amidogruppen, Estergruppen enthalten können. R1 ist weiter vorzugsweise ein Alkylgruppe, welche 1 bis 24 Kohlenstoffatome enthält, vorzugsweise 8 bis 18 und weiter vorzugsweise 10 bis 16. Diese einfachen Alkylgruppen sind aus Kosten- und Stabilitätsgründen bevorzugt. Die hydrophobe R1-Gruppe kann jedoch auch ein Amidorest der Formel Ra-C(O)-NH-(C(Rb)2)n sein, worin Ra eine aliphatische oder aromatische, gesättigte oder ungesättigte, substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffkette ist, vorzugsweise eine Alkylgruppe, welche 8 bis zu 20 Kohlenstoffatome enthält, vorzugsweise bis zu 18, weiter vorzugsweise bis zu 16; Rb gewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff und Hydroxygruppen; und m 1 bis 4, vorzugsweise 2 bis 3, weiter vorzugsweise 3 ist, mit nicht mehr als einer Hydroxygruppe in irgendeiner (C(Rb)2>)-Einheit.
  • Bevorzugtes R2 ist Wasserstoff oder ein C1-C3-Alkyl und weiter vorzugsweise Methyl. Bevorzugtes R3 ist eine C1-C4-Carbonsäuregruppe oder eine C1-C4-Sulfo natgruppe oder ein C1-C3-Alkyl und weiter vorzugsweise Methyl. Bevorzugtes R4 ist (CH2)n, worin n eine ganze Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 6, weiter vorzugsweise 1 bis 3 ist. Einige übliche Beispiele von Betainen/Sulfobetainen sind in den US-Patenten 2,082,275; 2,702,279 und 2,255,082 beschrieben.
  • Beispiele besonders geeigneter Alkyldimethylbetaine schließen Kokosnussdimethylbetain, Lauryldimethylbetain, Decyldimethylbetain, 2-(N-Decyl-N-,N-dimethylammonium)acetat, 2-(N-Cocoyl-N,N-dimethylammonium)acetat, Myristyldimethylbetain, Palmityldimethylbetain, Cetyldimethylbetain, Stearyldimethylbetain ein. Kokosnussdimethylbetain ist zum Beispiel von Seppic unter dem Warenzeichen Amonyl 265® kommerziell erhältlich. Laurylbetain ist von Albright & Wilson unter dem Warenzeichen Empigen BB/L® kommerziell erhältlich.
  • Beispiele von Amidobetainen schließen Kokosamidoethylbetain, Kokosamidopropylbetain oder fettes C10-C14-Acylamidopropylen(hydropropylen)sulfobetain ein. Das fette C10-C14-Acylamidopropylen(hydropropylen)sulfobetain ist zum Beispiel von der Sherex Company unter dem Warenzeichen "Varion CAS Sulfobetain" kommerziell erhältlich.
  • Ein weiteres Beispiel für Betaine ist Laurylimminodipropionat, welches von Rhone-Poulenc unter dem Warenzeichen Mirataine H2C-HA kommerziell erhältlich ist.
  • Besonders bevorzugte zwitterionische Betaintenside zur Verwendung hierin sind salzfrei, d. h. das Rohmaterial des zwitterionischen Betaintensids enthält weniger als 5 Gew.-% Salz, vorzugsweise weniger als 2% und weiter vorzugsweise weniger als 1% und am meisten vorzugsweise 0,01% bis 0,5%.
  • Mit "Salz" ist hierin jedes Material mit einer Grundeinheit, einem Paar aus positivem Ion (oder positivem Molekülion) und einem negativen Ion (oder negativem Molekülion), welches ein oder mehrere Halogenatome enthält. Solche Salze schließen Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumbromid und dergleichen ein.
  • Derartige salzfreie zwitterionische Betaintenside sind nach konventionellen Herstellungsverfahren, wie Umkehrosmose und fraktionierte Fällung, erhältlich. Die Umkehrosmose beruht zum Beispiel auf dem Prinzip des Kontaktierens des zwitterionischen Betaintensidrohmaterials (im Handel erhältlich) mit einem polaren Lösungsmittel (es versteht sich, dass ein solches Lösungsmittel salzfrei ist), welche durch eine semipermeable Membran, wie zum Beispiel Aceat-Cellulose, getrennt sind. Auf das System wird ein angemessener Druck aufgegeben, um es dem Salz zu ermöglichen aus dem Tensidrohmaterial in die polare Lösungsmittelphase zu wandern. Auf diese Weise wird das zwitterionische Betaintensidrohmaterial gereinigt, d. h. das Salz wird aus dem Rohmaterial extrahiert.
  • Überaschenderweise ist nunmehr gefunden worden, dass die Verwendung von solchen salzfreien zwitterionischen Betaintenside vorteilhafterweise eine verbesserte Gewebesicherheit und/oder Farbsicherheit bietet, wenn Textilien mit einer Persauerstoffbleichmittel enthaltenden Zusammensetzung gebleicht werden, welche die gleichen zwitterionischen Tenside umfasst, wie die bei Verwendung der gleichen zwitterionischen Tenside mit höheren Salzgehalten. In ihrer weitesten Auslegung beinhaltet die vorliegende Erfindung folglich auch die Verwendung einer Zusammensetzung, umfassend ein salzfreies zwitterionische Betaintensid, ein Persauerstoffbleichmittel und pH-Puffermittel zum Bleichen verschmutzter Textilien, insbesondere zur Vorbehandlung verschmutzter Textilien, wobei die Farbsicherheit verbessert wird (d. h. die Farbschädigung/Entfärbung vermindert wird) und/oder die Gewebesicherheit verbessert wird.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die hierin in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung vorliegenden Tenside aus ethoxylierten nichtionischen Tensiden und zwitterionischen Betaintensiden. Solche zwitterionischen Tenside und ethoxylierten nichtionischen Tenside wirken in der Tat zusammen, um eine ausgezeichnete Fleckenentfernung auf fetten Flecken (z. B. Lippenstift, Olivenöl, Mayonnaise, Pflanzenöl, Hauttalg, Make-up) bereitzustellen, während sie den flüssigen Persauerstoffbleichmittel enthaltenden Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung, welche sie umfassen, eine verbesserten Bleichwirkung verleihen.
  • In der Tat wurde ein beträchtliches Zusammenwirken zwischen diesen Inhaltsstoffen beobachtet, um eine optimale Fleckenentfernungsleistung auf einer Reihe von Verschmutzungen, von teilchenförmigem bis nicht-teilchenförmigem Schmutz, von hydrophobem bis hydrophilem Schmutz unter beliebigen Haushaltsanwendungen und insbesondere Wäschewaschanwendungen sowohl auf hydrophilen als auch auf hydrophoben Textilien zu erhalten.
  • Optimale Fleckenentfernungsleistung und Bleichwirkung werden erhalten, wenn in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung das ethoxylierte nichtionische Tensid und das zwitterionische Betaintensid vorliegen, umfassend ein Persauerstoffbleichmittel (pH unterhalb von 7) bei einem Gewichtsverhältnis von ethoxyliertem Tensid zu zwitterionischem Betaintensid von 0,01 bis 20, vorzugsweise von 0,1 bis 15, weiter vorzugsweise von 0,5 bis 5 und am meisten vorzugsweise von 0,6 bis 3. Von Wichtigkeit ist, dass der Vorteil der verbesserten Fleckenentfernung und der Bleichvorteil von einer flüssigen Zusammensetzung bereitgestellt werden, welche eine wasserähnlich, klare, transparente Zusammensetzung ist. Das Erscheinungsbild einer Zusammensetzung kann mithilfe einer Trübungsmessungsanalyse untersucht werden, Beispielsweise kann die Transparenz einer Zusammensetzung durch Messung der Absorption mithilfe eines Spektralphotometers bei einer Wellenlänge von 800 nm bestimmt werden.
  • In den Zusammensetzungen hierin können andere Tenside verwendet werden, obwohl sie wegen ihrer Fleckenentfernungseigenschaften weniger wünschenswert sind als die vorstehend erwähnten Tenside. Geeignete anionische Tenside zur Verwendung in den Zusammensetzungen hierin schließen wasser-lösliche Salze oder Säuren der Formel ROSO3M ein, worin R vorzugsweise ein C10-C24-Hydrocarbyl, vorzugsweise ein Alkyl oder Hydroxyalkyl mit einer C10-C20-Alkylkomponente ist, weiter vorzugsweise ein C12-C18-Alkyl oder -Hydroxyalkyl ist, und M H oder ein Kation ist, z. B. ein Alkalimetallkation (z. B. Natrium, Kalium, Lithium) oder Ammonium oder substituiertes Ammonium (z. B. Methyl-, Dimethyl- und Trimethylammoniumkationen und quarternäre Ammoniumkationen, die sich von Alkylaminen wie Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin und Mischungen hiervon und dergleichen ableiten). Typischerweise sind C12-C16-Alkylketten bei niedrigeren Waschtemperaturen (z. B. unterhalb von etwa 50°C) und C16-C18-Alkylketten bei höheren Waschtemperaturen (z. B. oberhalb von etwa 50°C) bevorzugt.
  • Andere geeignete anionische Tenside zur Verwendung hierin sind wasserlösliche Salze und Säuren der Formel RO(A)mSO3M, worin R eine unsubstituierte oder substituierte C10-C24-Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit einer C10-C24-Alkylkomponente ist, vorzugsweise einem C12-C20-Alkyl oder -Hydroxyalkyl, weiter vorzugsweise C12-C18-Alkyl oder -Hydroxyalkyl, A eine Ethoxy- oder Propoxyeinheit ist, m großer als Null ist, typischerweise zwischen etwa 0,5 und etwa 6 ist, weiter vorzugsweise zwischen etwa 0,5 und etwa 3 ist, und M H oder ein Kation ist, welches zum Beispiel ein Metallkation (z. B. Natrium, Kalium, Lithium, Calcium und Magnesium etc.), Ammonium- oder substituiertes Ammoniumkation sein kann. Es sind hierin sowohl ethoxylierte Alkylsulfate als auch propoxylierte Alkylsulfate vorgesehen. Spezielle Beispiele von substituierten Ammoniumkationen schließen Methyl-, Dimethyl-, Trimethylammonium und quarternäre Ammoniumkationen ein, wie Tetramethylammonium, Dimethylpiperidinium und Kationen, welche sich von Alkanolaminen wie Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Mischungen hiervon und dergleichen ableiten. Beispielhafte Tenside sind C12-C18-Alkylpolyethoxylat(1,0)-sulfat (C12-C18E(1,0)M), C12-C18-Alkylpolyethoxylat(2,25)-sulfat, (C12-C18E(2,25)M), C12-C18-Alkylpolyethoxylat(3,0)-sulfat, C12-C18-Alkylpolyethoxylat-(4,0)-sulfat, C12-C18E(4,0)M, worin M in zweckdienlicher Weise aus Natrium und Kalium ausgewählt ist.
  • Es können hierin auch andere für Waschzwecke nützliche anionische Tenside verwendet werden. Diese können einschließen: Salze (einschließend zum Beispiel Natrium-, Kalium-, Ammonium- und substituierte Ammoniumsalze wie Mono-, Di- und Triethanolaminsalze) von Seifen, lineare C9-C20-Alkylbenzolsullfonate, primäre oder sekundäre Alkansulfonate, C8-C24-Ollefinsulfonate, sulfonierte Polycarbonsäuren, hergestellt durch Sulfonierung des Pyrolyseproduktes von Erdalkalimetallcitraten, wie z. B in GB-A 1,082,179 beschrieben, C8-C24-Alkylpolyglykolethersulfate (enthaltend bis zu 10 Mole Ethylenoxid); Alkylestersulfonate wie C14-C16-Methylestersulfonate, Acylglycerolsulfonate, fette Oleylglycerolsulfate, Alkylphenolethylenoxidethersulfate, Paraffinsulfonate, Isethionate wie Acylisethionate, N-Acyltaurate, Alkylsuccinamate und Sulfosuccinate, Monoester von Sulfosuccinaten (insbesondere gesättigte und ungesättigte C12-C18-Monoester), Diester von Succinaten (insbesondere gesättigte und ungesättigte C6-C14-Diester), Sulfate von Alkylpolysacchariden wie Alkylpolyglucosidsulfate (die nichtionischen, nicht-sulfatierten Verbindungen werden nachstehend beschrieben), verzweigte primäre Alkylsulfate, Alkylpolyethoxycarboxylate wie jene der Formel RO(CH2CH2O)kCH2COOM+, worin R ein C8-C22-Alkyl, k eine ganze Zahl von 0 bis 10 und M eine lösliches salzbildendes Kation ist. Ebenfalls geeignet sind Harzsäuren und hydrierte Harzsäuren wie Kolophonium, hydriertes Kolophonium und Harzsäuren und hydrierte Harzsäuren, die in Tallöl vorliegen oder sich davon ableiten. Weitere Beispiele sind in „Surface Active Agents and Detergents" (Band. I und II von Schwanz, Perry und Berch) angegeben. Eine Vielfalt solcher Tenside sind auch in US-A 3,929,678, erteilt am 30.12.1975, an Laughlin et al. in Spalte 23, Zeile 58 bis Spalte 29, Zeile 23 allgemein offen gelegt.
  • Andere, zur Verwendung hierin geeignete, anionische Tenside schließen auch Acylsarcosinate oder Mischungen hiervon in ihrer Säure- und/oder Salzform ein, vorzugsweise langkettige Acylsarcosinate mit der nachstehenden Formel:
    Figure 00210001
    worin M Wasserstoff oder eine kationische Einheit ist und worin R eine Alkylgruppe mit 11 bis 15 Kohlenstoffatomen ist, vorzugsweise mit 11 bis 13 Kohlenstoffatomen. Bevorzugte M sind Wasserstoff und Alkalimetallsalze, insbesondere Natrium und Kalium. Die Acylsarcosinattenside leiten sich von natürlichen Fettsäuren und der Aminosäure Sarcosin (N-Methylglycin) ab. Sie sind zur Verwendung als wässrige Lösung ihrer Salze oder in ihrer Säureform als Pulver geeignet. Als Derivate natürlicher Fettsäuren sind die Acylsarcosinate biologisch rasch und vollständig abbaubar und weisen eine gute Hautverträglichkeit auf.
  • Geeignete langkettige Acylsarcosinate zur Verwendung hierin schließen folglich C12-Acylsarcosinat ein (d. h. ein Sarcosinat entsprechend der vorstehenden Formel, bei dem M Wasserstoff und R eine Alkylgruppe mit 11 Kohlenstoffatomen ist) und C14-Acylsarcosinat (d. h. ein Sarcosinat entsprechend der vorstehenden Formel, bei dem M Wasserstoff und R eine Alkylgruppe mit 13 Kohlenstoffatomen ist). C12-Acylsarcosinat ist zum Beispiel als Hamposlyl L-30 kommerziell erhältlich, das von Hampshire geliefert wird.
  • Komplexbildner
  • Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können folglich einen Komplexbildner als bevorzugten Zusatzbestandteil umfassen. Geeignete Komplexbildner können beliebige aus den dem Fachmann bekannten sein, gewählt aus der Gruppe, umfassend Phosphonatkomplexbildner, Aminocarboxylatkomplexbildner, andere Carboxylatkomplexbildner, polyfunktionell substituierte aromatische Komplexbildner, Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure, oder Mischungen hiervon.
  • Ein Komplexbildner kann in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung erwünscht sein, weil er zur Reduzierung der Abnahme der Zugfestigkeit der Textilien und/oder der Farbschädigung beiträgt, insbesondere bei einer Wäschevorbehandlungsanwendung. Die Komplexbildner deaktivieren in der Tat die auf der Oberfläche der Textilien und/oder in den Reinigungszusammensetzungen (unverdünnt oder verdünnt) vorliegenden Metallionen, welche andernfalls zum radikalischen Abbau des Persauerstoffbleichmittels beitragen würden.
  • Geeignete Phosphonatkomplexbildner zur Verwendung hierin schließen sowohl Alkalimetall-ethan-1-hydroxydiphosphonat (HEDP). Alkylenpoly(alkylenphosphonat) als auch Aminophosphonatverbindungen ein, einschließend Aminoaminotri-(methylenphosphonsäure) (ATMP), Nitrilotrimethylenphosphonate (NTP), Ethylendiamintetramethylenphosphonate und Diethylentriaminpentamethylenphosphonate (DTPMP) ein. Die Phosphonatverbindungen können entweder in ihrer Säureform oder als Salze mit unterschiedlichen Kationen in einigen oder allen ihren Säurefunktionalitäten vorliegen. Bevorzugte Phosphonatkomplexbildner zur Verwendung hierin sind Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) und Ethan-1-hydroxydiphosphonat (HEDP). Solche Phosphonatkomplexbildner sind von der Monsanto unter dem Warenzeichen DEQUEST® kommerziell erhältlich.
  • Polyfunktionell substituierte aromatische Komplexbildner können in den Zusammensetzungen hierin ebenfalls verwendet werden. Vergleiche US-A 3,812,044, erteilt am 21 Mai 1974 an Connor et al. Bevorzugte Verbindungen dieses Typs in der Säureform sind Dihydroxydisulfobenzole und 1,2-Dihydroxy-3,5-disulfobenzol.
  • Ein bevorzugter biologisch abbaubarer Komplexbildner zur Verwendung hierin ist Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure oder ihre Alkalimetall- oder Erdalkalimetall-, Ammonium- oder substituierten Ammoniumsalze oder Mischungen hiervon. Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäuren, insbesondere das (S,S)-Isomere, sind in US-A 4,704,233, 3. Nov. 1987 an Hartman und Perkins, ausführlich beschrieben worden. Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäuren sind zum Beispiel unter dem Warenzeichen ssEDDS® von Palmer Research Laboratories kommerziell erhältlich.
  • Geeignete Aminocarboxylate zur Verwendung hierin schließen Ethylendiamintetraacetate, Diethylentriaminpentaacetate (DTPA), N-Hydroxyethylethylendiamintriacetate, Nitrilotriacetate, Ethylendiamintetrapropionate, Triethylentetraminhexaacetate, Ethanoldigylcine, Propylendiamintetraessigsäure (PDTA) und Methylglycindiessigsäure (MGDA) sowohl in ihrer Säureform als auch in Form ihrer Alkalimetall-, Ammonium- und substituierten Ammoniumsalze ein.
  • Besonders geeignete Aminocarboxylate zur Verwendung hierin sind Diethylentriaminpentaessigsäure, Propylendiamintetraessigsäure (PDTA), welche zum Beispiel unter dem Warenzeichen Trilon FS® von der BASF kommerziell erhältlich sind sowie Methylglycindiessigsäure (MGDA).
  • Weitere Carboxylatkomplexbildner zur Verwendung hierin schließen Salicylsäure Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glycin, Malonsäure oder Mischungen hiervon ein.
  • Ein anderer Komplexbildner zur Verwendung hierin besitzt die Formel:
    Figure 00230001
    worin R1, R2, R3 und R4 unabhängig gewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus -H, Alkyl, Alkoxy, Aryl, Aryloxy, -Cl, -Br, -NO2, -C(O)R' und -SO2R'', worin R' gewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus -H, -OH. Alkyl, Alkoxy, Aryl und Aryloxy; R'' gewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Alkyl, Alkoxy, Aryl und Aryloxy; und R5, R6, R7 und R8 unabhängig gewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus -H und Alkyl.
  • Besonders bevorzugte Komplexbildner zur Verwendung hierin sind Aminotri(methylenphosphonsäure), Diethylentriaminopentaessigsäure, Diethylentriaminpentamethylenphosphonat, 1-Hydroxyethandiphosphonat, Ethylendiamin-N,N-dibernsteinsäure und Mischungen hiervon.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können typischerweise bis zu 5% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung an Komplexbildner oder Mischungen hiervon umfassen, vorzugsweise 0,01% bis 1,5 Gew.-% und weiter vorzugsweise 0,01% bis 0,5%.
  • Radikalfanger
  • Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können einen Radikalfänger oder eine Mischung hiervon umfassen. Geeignete Radikalfänger zur Verwendung hierin schließen die wohlbekannten substituierten Mono- und Dihydroxybenzole und ihre Analogen, Alkyl- und Arylcarboxylate und Mischungen hiervon ein. Solche zur Verwendung hierin bevorzugte Radikalfänger schließen Di-tert- Butylhydroxytoluol (BHT), Hydrochinon, Di-tert-Butylhydrochinon, Mono-tert-Butylhydrochinon, tert-Butylhydroxyanisol, Benzoesäure, Toluolsäure, Catechin, tert-Butylcatechin, Benzylamin, 1,1,3-Tris(2-methyl-4-hydroxy-5-tert-butylphenyl)butan, N-Propylgallat oder Mischungen hiervon ein, wobei Di-tert-Butylhydroxytoluol hoch bevorzugt ist. Radikalfänger wie N-Propylgallat können von Nipa Laboratories unter dem Warenzeichen Nipanox S1® kommerziell erhältlich sein. Werden Radikalfänger verwendet, liegen sie hierin typischerweise in Mengen vor, welche bis zu 10% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung reichen, vorzugsweise von 0,001% bis zu 2% und weiter vorzugsweise von 0,001% bis zu 0,5 Gew.-%.
  • Die Anwesenheit von Radikalfängern kann dazu beitragen die Abnahme der Zugfestigkeit und/oder der Farbschädigung zu verringern, wenn die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung bei irgendeiner Wäschewaschanwendung, insbesondere bei einer Waschvorbehandlungsanwendung verwendet werden.
  • Antioxidantien
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können weiterhin ein Antioxidans oder Mischungen hiervon umfassen. Die Zusammensetzungen hierin können typischerweise bis zu 10% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung an einem Antioxidans oder Mischungen hiervon umfassen, vorzugsweise 0,002% bis 5%, weiter vorzugsweise 0,005% bis 2% und am meisten vorzugsweise 0,01% bis 1%.
  • Geeignete Antioxidantien zur Verwendung hierin schließen organische Säuren wie Ascorbinsäure, Adipinsäure und Sorbinsäure, oder Amine wie Lecithin, oder Aminosäuren wie Glutamin, Methionin und Cystein, oder Ester wie Ascorbinpalmitat, Ascorbinstearat und Triethylcitrat oder Mischungen hiervon ein. Bevorzugte Antioxidantien zur Verwendung hierin sind Ascorbinsäure, Ascorbinpalmitat, Lecithin oder Mischungen hiervon.
  • Bleichaktivatoren
  • Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können als Zusatzbestandteil einen Bleichaktivator oder Mischungen hiervon umfassen. Mit „Bleichaktivator" ist hierin eine Verbindung gemeint, die mit Wasserstoffperoxid unter Bildung einer Persäure reagiert. Die so gebildete Persäure stellt das aktivierte Bleichmittel dar. Geeignete Bleichaktivatoren zur Verwendung hierin schließen diejenigen ein, die zur Klasse der Ester, Amide, Imide oder Anhydride gehören. Beispiele von geeigneten Verbindungen dieses Typs sind in GB-A 1,586,769 und GB-A 2,143,231 offen gelegt und ein Verfahren zu ihrer Herstellung in granulärer Form ist in der veröffentlichten Europäischen Patentanmeldung EP-A 0 062 523 beschrieben. Geeignete Beispiele solcher Verbindungen zur Verwendung hierin sind Tetraacetylethylendiamin (TAED), Natrium-3,5,5-Trimethylhexanoylbenzolsulfonat, Diperoxydodecansäure, wie zum Beispiel in US-A 4,818,425 beschrieben, und das Nonylamid der Peroxyadipinsäure, wie zum Beispiel in US-A 4,259,201 beschrieben sowie n-Nonanoyloxybenzolsulfonat (NOBS). Geeignet sind auch N-Acylcaprolactame, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus substituiertem oder unsubstituiertem Benzoylcaprolactam, Octanoylcaprolactam, Nonanoylcaprolactam, Hexanoylcaprolactam, Decanoylcaprolactam, Undecenoylcaprolactam, Formylcaprolactam, Acetylcaprolactam, Propanoylcaprolactam, Butanoylcaprolactam, Pentanoylcaprolactam oder Mischungen hiervon. Eine besondere Familie von interessierenden Bleichaktivatoren wurde in EP-A 0 624 154 offen gelegt, wobei in dieser Familie Acetyltriethylcitrat (ATC) besonders bevorzugt ist. Acetyltriethylcitrat besitzt den Vorteil, dass es umweltfreundlich ist, weil es sich letztendlich zu Citronensäure und Alkohol abbaut. Acetyltriethylcitrat weist weiterhin eine gute Hydrolysebeständigkeit im Produkt auf und ist ein wirksamer Bleichaktivator. Schließlich sorgt es für eine gute Builderwirkung der Zusammensetzung. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können von 0,01% bis 20% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung Bleichaktivator, oder Mischungen hiervon umfassen, vorzugsweise 1% bis 10% und weiter vorzugsweise 3% bis 7%.
  • Das Schaumreduktionssystem
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können ein Schaumreduktionsmittel oder eine Mischung hiervon umfassen. Jedes der dem Fachmann bekannten Schaumreduktionsmittel ist zur Verwendung hierin geeignet. In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Schaumsystem verwendet, welches eine Fettsäure zusammen mit einem gekappten alkoxylierten nichtionischen Tensid, wie hierin nachstehend definiert, und/oder ein Silicon umfasst.
  • Die Zusammensetzungen hierin können typischerweise von 1·10–3% bis 10% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung Fettsäure oder einer Mischung hiervon umfassen, vorzugsweise 1·10–3% bis 5% und weiter vorzugsweise 1·10–2% bis 5%.
  • Die Zusammensetzungen hierin können typischerweise von 1·10–3% bis 20% des Gewichts der Gesamtzusammensetzung gekapptes alkoxyliertes nichtionisches Tensid, wie hierin definiert, oder eine Mischung hiervon umfassen, vorzugsweise 1·10–2% bis 10% und weiter vorzugsweise 5·10–2% bis 5%.
  • Die Zusammensetzungen hierin können typischerweise von 1·10–5% bis 5 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung Silicon oder eine Mischung hiervon umfassen, vorzugsweise 1·10–5% bis 1% und weiter vorzugsweise 1·10–4% bis 0,5%.
  • Geeignete Fettsäuren zur Verwendung hierin sind die Alkalisalze einer C8-C24-Fettsäure. Solche Alkalisalze schließen die mit Metall voll gesättigten Salze ein, wie Natrium-, Kalium- und/oder Lithiumsalze sowie die Ammonium- und/oder Alkylammoniumsalze von Fettsäuren, vorzugsweise das Natriumsalz. Bevorzugte Fettsäuren zur Verwendung hierin enthalten 8 bis 22 Kohlenstoffatome, vorzugsweise 8 bis 20 und weiter vorzugsweise 8 bis 18.
  • Geeignete Fettsäuren können gewählt werden aus Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure und Gemischen geeigneter gehärteter Fettsäuren, die sich von natürlichen Quellen ableiten, wie pflanzlichen oder tierischen Estern (z. B. Palmöl, Kokosnussöl, Sojabohnenöl, Rizinusöl, Tallöl, Erdöl, Wal- und Fischöle und/oder Babassuöl).
  • Kokosnussfettsäure ist zum Beispiel unter dem Namen PRIFAC 5900® von UNICHEMA kommerziell erhältlich.
  • Geeignete alkoxylierte nichtionische Tenside zur Verwendung hierin entsprechen der Formel: R1(O-CH2-CH2)n-(OR2)m-O-R3 worin R1 eine lineare oder verzweigte C8-C24-Alkyl- oder Alkenylgruppe, Arylgruppe, Alkarylgruppe ist, R1 vorzugsweise eine C8-C18 Alkyl- oder Alkenylgruppe, weiter vorzugsweise eine C10-C15 Alkyl- oder Alkenylgruppe ist, und sogar weiter vorzugsweise eine C10-C15-Alkylgruppe ist;
    worin R2 eine lineare oder verzweigte C1-C10-Alkylgruppe, vorzugsweise eine gerade oder verzweigte C2-C10-Alkylgruppe, vorzugsweise eine C3-Gruppe ist;
    worin R3 eine C1-C10-A1kyl- oder Alkenylgruppe, vorzugsweise eine C1-C5-Alkyl gruppe, weiter vorzugsweise Methyl ist;
    und worin n und m ganze Zahlen sind, welche sich unabhängig über den Bereich von 1 bis 20, vorzugsweise von 1 bis 10, noch bevorzugter von 1 bis 5 erstrecken, oder Mischungen hiervon.
  • Diese Tenside sind von der BASF unter dem Warenzeichen Plurafac®, von Hoechst unter dem Warenzeichen Genapol® oder von der ICI unter dem Warenzeichen Symperonic® kommerziell erhältlich. Bevorzugte gekappte nichtionische alkoxylierte Tenside der vorstehenden Formel sind jene, die unter dem Warenzeichen Genapol® L 2,5 NR von Hoechst und Plurafac® von der BASF kommerziell erhältlich sind.
  • Geeignete Silicone zur Verwendung hierin schließen irgendein Silicon und eine Siliciumdioxid-Silicon-Mischungen ein. Silicone können im Allgemeinen als alkylierte Polysiloxanmaterialien betrachtet werden, während Siliciumdioxid normalerweise in feinverteilter Form verwendet wird, wie zum Beispiel als Siliciumdioxidaerogele und Trockengele sowie hydrophoben Siliciumdioxide verschiedenen Typs sind. Diese Materialien können als feinverteilte Feststoffe eingebaut, sein, in denen das Silicon vorteilhafterweise in einen wasserlöslichen oder in Wasser dispergierbaren, im Wesentlichen gegenüber einem nicht-oberflächenaktiven Tensid impermeablen Träger, freisetzbar eingebaut ist. Alternativ kann das Silicon in einem flüssigen Träger gelöst oder dispergiert und durch Aufsprühen auf eine oder mehrere der anderen Komponenten angewendet werden.
  • In der industriellen Praxis ist der Ausdruck „Silicon" in der Tat zu einem Oberbegriff geworden, der eine Vielzahl von relativ hochmolekularen Polymeren beinhaltet, die Siloxaneinheiten und Hydrocarbylgruppen verschiedenen Typs enthalten. Siliconverbindungen sind auf dem Fachgebiet in der Tat ausführlich beschrieben worden; Vergleiche zum Beispiel US-A 4,076,648, US-A 4,021,365, US-A 4,749,740, US-A 4,983,316, EP-A 0 150 872, EP-A 0 217 501 und EP-A 0 499 364. Die darin offen gelegten Siliconverbindungen sind in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung geeignet. Die Siliconverbindungen können allgemein als Siloxane mit der allgemeinen Struktur:
    Figure 00270001
    beschrieben werden, worin n 20 bis 2000 ist, und worin jedes R unabhängig ein Alkyl- oder ein Arylrest sein kann. Beispiele für solche Substituenten sind Methyl, Ethyl, Propyl, Isobutyl und Phenyl. Bevorzugte Polydiorganosiloxane sind Polydimethylsiloxane mit blockierenden endständigen Trimethylsilyleinheiten und mit einer Viskosität von 5 × 10–5 m2/s bis 0,1 m2/s bei 25°C, d. h. einem Wert von n im Bereich von 40 bis 1500. Diese sind wegen ihrer leichten Verfügbarkeit und ihres relativ niedrigen Preises bevorzugt.
  • Ein bevorzugter Typ von Siliconverbindungen, die in den Zusammensetzungen hier nützlich ist, umfasst eine Mischung aus einem alkylierten Siloxan des vorstehend offen gelegten Typs und festem Siliciumdioxid.
  • Das feste Siliciumdioxid kann ein gebranntes Siliciumdioxid, ein gefälltes Siliciumdioxid oder nach Gelbildungsverfahren hergestelltes Siliciumdioxid sein. Die Siliciumdioxidteilchen können durch Behandlung mit Dialkylsilylgruppen und/oder Trialkylsilangruppen entweder durch direkte Bindung an das Siliciumdioxid oder mittels Siliconharzen hydrophob gemacht werden. Eine bevorzugte Siliconverbindung umfasst ein hydrophob silanisiertes, am meisten vorzugsweise trimethylsilanisiertes, Siliciumdioxid mit einer Teilchengröße im Bereich von 10 μm bis 20 μm und einer spezifischen Oberfläche von über 50 m2/g. Siliconverbindungen, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingesetzt werden, enthalten geeigneter Weise eine Siliciumdioxidmenge im Bereich von 1 bis 30 Gew.-% (weiter vorzugsweise von 2,0 bis 15 Gew.-%) des Gesamtgewichts der Siliconverbindungen, was zu Siliconverbindungen mit einer durchschnittlichen Viskosität im Bereich von 2 × 10–4 m2/s bis 1 m2/s führt. Bevorzugte Siliconverbindungen können eine Viskosität im Bereich von 5 × 10–3 m2/s bis 0,1 m2/s aufweisen. Besonders geeignet sind Siliconverbindungen mit einer Viskosität von 2 × 10–2 m2/s oder 4,5 × 10–2 m2/s.
  • Geeignete Siliconverbindungen zur Verwendung hierin sind von verschiedenen Gesellschaften kommerziell erhältlich, einschließend Rhone Poulenc, Fuller und Dow Corning. Beispiele für Siliconverbindungen zur Verwendung hierin sind Silicone DB® 100 und Silicone Emulsion 2-2-3597®, welche beide von Dow Corning kommerziell erhältlich sind.
  • Eine andere Siliconverbindung ist in Bartollota et al. in US-A 3,933,672 offen gelegt. Andere, besonders nützliche Siliconverbindungen sind die in der Deutschen Patentanmeldung DT-OS 26 46 126, veröffentlicht am 28.04.1977, beschriebenen selbstemulgierenden Siliconverbindungen. Ein Beispiel für eine solche Verbindung ist DC-544®, ein von Dow Corning kommerziell erhältliches Siloxan-Glykol-Copolymer.
  • Typische bevorzugte Siliconverbindungen sind in der Europäischen Patentanmeldung EP-A 0 573 699 beschrieben. Die Zusammensetzungen können eine Silicon/Siliciumdioxid-Mischung in Kombination mit gebranntem, nicht-porösem Siliciumdioxid wie Aerosil® umfassen.
  • Verfahren zum Bleichen von Textilien
  • Bei der vorliegenden Erfindung muss die flüssige erfindungsgemäße Bleichzusammensetzung mit den zu bleichenden Textilien in Berührung gebracht werden. Dies kann entweder nach einem so genannten „Vorbehandlungsverfahren" erfolgen, bei der die Zusammensetzung vor dem Spülen oder Waschen und dem anschießenden Spülen unverdünnt auf die Textilien aufgetragen wird, oder nach einem „Einweichverfahren", bei dem die flüssige Zusammensetzung zuerst in einem Wasserbad verdünnt und die Textilien im Bad untergetaucht und eingeweicht werden, ehe sie gespült werden, oder nach einem „Durchwaschverfahren", bei der die flüssige Zusammensetzung oben auf eine Waschlauge aufgegeben wird, welche durch Auflösen oder Dispergieren eines typischen Wäschewaschmittels gebildet wurde.
  • Es ist in beiden Fällen auch wesentlich, dass die Textilien gespült werden, nachdem sie mit der Zusammensetzung in Berührung gebracht wurden, ehe die Zusammensetzung vollständig aufgetrocknet ist.
  • Beim Vorbehandlungsverfahren umfasst das Verfahren die Schritte des Aufbringens der flüssigen Zusammensetzung in ihrer unverdünnten Form auf die Textilien, oder zumindest auf die verschmutzten Teile hiervon, und das anschließende Spülen, oder Waschen und dann Spülen der Textilien. Bei diesem Verfahren kann man die unverdünnte Zusammensetzung gegebenenfalls auf die Textilien während einer Zeitspanne einwirken lassen, die von 1 min bis 1 h reicht, ehe die Textilien gespült, oder gewaschen und dann gespült werden, mit der Maßgabe, dass man die Zusammensetzung nicht auf den Textilien eintrocknen lässt. Bei besonders zähem Schmutz kann es zweckmäßig sein, die Textilien mithilfe eines Schwamms oder einer Bürste zusätzlich zu reiben oder zu bürsten, oder zwei Gewebeteile der Textilien aneinander zu reiben.
  • Bei einem anderen Verfahren, das im Allgemeinen als „Einweichen" bezeichnet wird, umfasst das Verfahren die Schritte des Verdünnens der flüssigen Zusammensetzung in ihrer unverdünnten Form in einem Wasserbad, um eine verdünnte Zusammensetzung zu bilden. Der Verdünnungsgrad der flüssigen Zusammensetzung in einem wässrigen Bad beträgt typischerweise bis zu 1 : 85, vorzugsweise bis zu 1 : 50 und weiter vorzugsweise etwa 1 : 25 (Zusammensetzung: Wasser). Die Textilien werden dann mit dem wässrigen Bad, welches die flüssige Zusammensetzung umfasst, in Berührung gebracht und die Textilien abschließend gespült, oder gewaschen und dann gespült. Bei dieser Ausführungsform werden die Textilien vorzugsweise im wässrigen Bad, welches die flüssige Zusammensetzung umfasst, untergetaucht und ebenso vorzugsweise werden die Textilien darin für eine Zeitspanne, welche von 1 Minute bis zu 48 Stunden, vorzugsweise von 1 Stunde bis 24 Stunden reicht, darin eingeweicht lassen.
  • Bei einem weiteren Verfahren, welches als eine Unterausführungsform des „Einweichens" angesehen werden kann, das im Allgemeinen als „Bleichwäsche" bezeichnet wird, wird die flüssige Zusammensetzung als ein so genanntes Waschadditiv verwendet, wobei bei dieser Ausführungsform das wässrige Bad durch Lösen oder Dispergieren eines konventionellen Wäschewaschmittels gebildet wird. Die flüssige Zusammensetzung wird in ihrer unverdünnten Form mit dem wässrigen Bad in Berührung gebracht, und die Textilien werden anschließend mit dem wässrigen Bad, welches die flüssige Zusammensetzung enthält, in Berührung gebracht. Abschließend werden die Textilien gespült.
  • In Abhängigkeit von der vorgesehenen Endanwendung können die Zusammensetzungen hierin in eine Vielzahl von Behältern abgepackt werden, einschließend konventionelle Flaschen sowie mit Rollverteiler, Schwamm, Bürste oder Sprühvorrichtung ausgerüstete Flaschen.
  • Obwohl die hierin beschriebene bevorzugte Anwendung der Zusammensetzungen Wäschewaschanwendungen und insbesondere die Waschvorbehandlung ist, können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen auch als Haushaltsreiniger zum Reinigen der Oberflächen in Bad oder Küche verwendet werden.
  • Die Erfindung wird anhand der nachsehenden Beispiele weiter erläutert.
  • Beispiele
  • Die nachstehenden Zusammensetzungen wurde durch Mischen der aufgeführten Bestandteile in den aufgeführten Anteilen (Gew.-%, sofern nicht anderweitig spezifiziert) hergestellt.
    Figure 00310001
    Figure 00320001
  • HEDP
    ist 1-Hydroxyethandiphosphonat;
    DTPMP
    ist Diethylentriaminpentmethylenphosphonat;
    BHT
    ist Di-tert-Butylhydroxytoluol;
    Salzfreies Betain*
    ist Lauryldimethylbetain, enthaltend 0,3 Gew.-% Natriumchlorid: Dieses Betain ist durch Reinigung von kommerziell erhältlichem Lauryldimethylbetain GENAGEN LAB® (Hoechst) erhältlich (welches 7,5% Natriumchlorid enthält);
  • Der in den vorstehenden Zusammensetzungen verwendete Duftstoff enthält als Hauptbestandteile Dihydromyrcenol und Hexylzimtaldehyd.
  • Die Zusammensetzungen I bis XXIII zeigen bei der Verwendung zum Bleichen verschmutzter gefärbter Textilen sowohl eine ausgezeichnete Farbschonung als auch eine gute Gewebeschonung damit gebleichter Textilien.
  • Bei einem Vorbehandlungsverfahren werden zum Beispiel die Zusammensetzungen I bis XXIII unverdünnt auf den fleckigen Teil von Textilien aufgetragen und 5 min darauf einwirken lassen. Die Textilien werden dann mit einem herkömmlichen Waschmittel gewaschen und gespült. Überraschenderweise wird mit diesen Zusammensetzungen sowohl eine ausgezeichnete Farbschonung als auch eine gute Gewebeschonung erhalten und dies sogar, wenn man diese Zusammensetzungen längere Zeit, z. B. 1 h auf die Textilien einwirken lässt, bevor die Textilien gewaschen werden.
  • Bei einem Bleichvollwaschgang wird jede der Zusammensetzungen I bis XXIII mit einem wässrigen Bad in Berührung gebracht, welches durch Auflösen eines herkömmlichen Waschmittels in Wasser gebildet wird. Die Textilien werden dann mit dem wässrigen Bad, welches das flüssige Waschmittel umfasst, in Berührung gebracht und die Textilien gespült. Sie können auch bei einem Einweichverfahren verwendet werden, bei dem 100 ml der flüssigen Zusammensetzungen in 10 1 Wasser verdünnt werden. Die Textilien werden mit diesem wässrigen, die Zusammensetzung enthaltenden Bad, in Berührung gebracht und darin während eines Zeitraums von 24 h eingeweicht belassen. Die Textilien werden unter Umständen gespült.

Claims (18)

  1. Flüssige zur Vorbehandlung von Textilien geeignete Zusammensetzung mit einem pH von bis zu 7, welche Wasser, eine Persauerstoffbleiche, 0,2 Gew.-% bis 8 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung eines pH-Puffermittels und 0,0001 Gew.-% bis 5 Gew.-% eines Duftstoffs umfasst.
  2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin die Persauerstoffbleiche Wasserstoffperoxid oder eine wasserlösliche Quelle dafür darstellt, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Percarbonaten, Persilicaten, Perboraten, Peroxysäuren, Hydroperoxiden, aromatischen und aliphatischen Diacylperoxiden und Mischungen davon, bevorzugt Wasserstoffperoxid, tert-Butylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, 2,4,4-Trimethylpentyl-2-hydroperoxid, Diisopropylbenzolmonohydroperoxid, tert-Amylhydroperoxid, 2,5-Dimethylhexan-2,5-dihydroperoxid, Dilauroylperoxid, Didecanoylperoxid, Dimyristoylperoxid, Benzoylperoxid oder Mischungen davon darstellt, und besonders bevorzugt Wasserstoffperoxid ist.
  3. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, welche 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, bevorzugt 1 Gew.-% bis 15 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 Gew.-% bis 10 Gew.-% Persauerstoffbleiche oder eine Mischung davon umfasst.
  4. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin das pH-Puffermittel eine weiche Säure mit ihrem pKa oder einem ihrer pKa von 1,5 bis 6,5, bevorzugt von 2 bis 6 und besonders bevorzugt von 4 bis 6, und dessen konjugierte Base umfasst.
  5. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin das pH-Puffermittel Citronensäure/Natriumcitrat, Citronensäure/Kaliumcitrat, Oxalsäure/Natriumoxalat, Weinsäure/Kaliumhydrogentartrat, Oxalsäure/Kaliumtetraoxalatdihydrat, Phthalsäure/Kaliumphthalat, Essigsäure/Natriumacetat, Ameisensäure/Natriumformiat, Benzoesäure/Natriumbenzoat, und/oder Salicylsäure/Natriumsalicylat darstellt und besonders bevorzugt Citronensäure/Natriumcitrat und/oder Citronensäure/Kaliumcitrat ist.
  6. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, welche 0,3 Gew.-% bis 5 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, bevorzugt 0,3 bis 3 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,3 bis 2 Gew.-% eines pH-Puffermittels oder eine Mischung davon umfasst.
  7. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, welche 0,0001 Gew.-% bis 1 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, besonders bevorzugt 0,001 Gew.-% bis 1 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,1 bis 0,5 Gew.-% eines Duftstoffs oder einer Mischung davon umfasst.
  8. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin die Zusammensetzung weiterhin bis zu 60 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, besonders bevorzugt 0,1 bis 30 Gew.-% und am meisten bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.-% eines Tensids oder einer Mischung davon umfasst.
  9. Zusammensetzung nach Anspruch 8, worin das Tensid ein nichtionisches Tensid und/oder ein zwitterionisches Tensid, bevorzugt eine Mischung eines alkoxylierten nichtionischen Tensids und eines zwitterionischen Betaintensids darstellt.
  10. Zusammensetzung nach Anspruch 9, worin das nichtionische Tensid ein ethoxyliertes nichtionisches Tensid gemäß der Formel RO-(C2H4O)nH, worin R eine C6- bis C22-Alkylkette oder eine C6- bis C28-Alkylbenzolkette darstellt, und worin n eine ganze Zahl von 0 bis 20, bevorzugt von 1 bis 15, besonders bevorzugt von 2 bis 15 und am meisten bevorzugt von 2 bis 12 ist, und/oder ein Aminoxidtensid und/oder ein Polyhydroxyfettsäureamidtensid ist.
  11. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche 9 oder 10, worin das zwitterionische Betaintensid gemäß der Formel ist: R1-N+(R2)(R3)R4X worin R1 eine aliphatische oder aromatische, gesättigte oder ungesättigte, substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffkette darstellt, welche Linkergruppen enthalten kann, wie Amidogruppen, Estergruppen, bevorzugt eine Alkylgruppe, enthaltend 1 bis 24 Kohlenstoffatome, bevorzugt 8 bis 18 und besonders bevorzugt 10 bis 16 Kohlenstoffatome, oder ein Ami dorest der Formel Ra-C(O)-NH-(C(Rb)2)m ist, worin Ra eine aliphatische oder aromatische, gesättigte oder ungesättigte, substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffkette, bevorzugt eine Alkylgruppe, enthaltend 8 bis 20, bevorzugt bis zu 18, besonders bevorzugt bis zu 16 Kohlenstoffatome, ist, Rb ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff und Hydroxygruppen, und m von 1 bis 4, bevorzugt von 2 bis 3 reicht und besonders bevorzugt 3 ist, mit nicht mehr als einer Hydroxygruppe in jeder (C(Rb)2)-Einheit; R2 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl, Hydroxyalkyl oder anderweitig substituierte C1-C6-Alkylgruppen darstellt; R3 eine C1-C6-Alkyl-, Hydroxyalkyl oder anderweitig substituierte C1-C6-Alkylgruppe darstellt, welche ebenso mit R2 unter Bildung von Ringstrukturen mit dem N-Atom verbunden sein kann, oder eine C1-C6-Carbonsäuregruppe oder eine C1-C6-Sulfonatgruppe darstellt; R4 eine Einheit darstellt, welche das kationische Stickstoffatom mit der hydrophilen Gruppe verbindet und typischerweise ein Alkylen, Hydroxyalkylen oder eine Polyalkoxygruppe, welche 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, darstellt; und X eine Carboxylat- oder Sulfonatgruppe; oder eine Mischung davon ist.
  12. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche 9 bis 11, worin der zwitterionische Betaintensid ein salzfreies zwitterionisches Betaintensid, enthaltend weniger als 5 Gew.-%, bevorzugt weniger als 3 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als 2 Gew.-%, noch mehr bevorzugt weniger als 1 Gew.-% und am meisten bevorzugt ungefähr 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% Salze darstellt.
  13. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin die Zusammensetzung weiterhin bis zu 5 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, bevorzugt 0,01 bis 1,5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,01 bis 0,5 Gew.-% eines Komplexierungsmittels oder einer Mischung davon umfasst, worin das Komplexierungsmittel bevorzugt ein Phosphonatkomplexierungsmittel, ein Aminocarboxylatkomplexierungsmittel, ein anderes Carboxylatkomplexierungsmittel, ein polyfunktionell substituiertes aromati sches Komplexierungsmittel, Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure oder Mischungen davon, und besonders bevorzugt Aminoaminotri(methylenphosphonsäure), Diethylentriaminopentaessigsäure, Diethylentriaminpentamethylenphosphonat, 1-Hydroxyethandiphosphonat, Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure oder Mischungen davon darstellt.
  14. Zusammensetzung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin die Zusammensetzung wässrig ist und typischerweise bei einem pH von 1 bis 6, besonders bevorzugt von 1.5 bis 5,5 formuliert ist.
  15. Verfahren zum Bleichen von Textilien, welches die Schritte des Verdünnens einer flüssigen Zusammensetzung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche in einem wässrigen Bad in ihrer unverdünnten Form, das Inkontaktbringen der Textilien mit dem wässrigen Bad, umfassend die flüssige Zusammensetzung, und anschließendes Spülen oder das Waschen und anschließendes Spülen der Textilien umfasst.
  16. Verfahren zur Vorbehandlung von Textilien, welches die Schritte des Auftragens einer flüssigen Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 in ihrer unverdünnten Form auf die Textilien, bevorzugt auf verschmutzte Teile davon, vor dem Spülen der Textilien oder das Waschen und anschließendes Spülen der Textilien umfasst.
  17. Verfahren nach Anspruch 15, worin die Textilien in dem wässrigen Bad, umfassend die flüssige Zusammensetzung, zum Einweichen innerhalb einer Zeitdauer im Bereich von 1 Minute bis 48 Stunden, bevorzugt von 1 Stunde bis 24 Stunden, belassen werden.
  18. Verfahren nach Anspruch 15, worin das wässrige Bad durch Lösen oder Dispergieren eines herkömmlichen Wäschewaschmittels in Wasser gebildet wird.
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