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Technisches
Gebiet
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Diese
Erfindung betrifft eine Herbizidzusammensetzung, die N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid
und mindestens eine Art einer Verbindung, ausgewählt aus einer Nitrilverbindung
mit Herbizidaktivität,
einer doppelten Phenoxyverbindung mit Kontrollaktivität (vorbeugende
und beseitigende Aktivität) gegen
grasartiges Unkraut, eine Verbindung, wie beispielsweise eine Amidverbindung
und eine Cyclohexandionverbindung, eine Sulfonylharnstoffverbindung
mit Herbizidaktivität
und eine Diphenyletherverbindung mit Herbizidaktivität als Wirkstoffe
enthält.
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Stand der
Technik
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Als
Herbizid, das N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid als
Wirkstoff enthält,
sind diejenigen bekannt, welche die Verbindung und eine Harnstoffverbindung
(japanische vorläufige
Patentveröffentlichung
Nr. 10749/1988, entsprechend EP-A-239414), diejenigen, welche eine
Triazinverbindung, eine Phenoxyverbindung (japanische vorläufige Patentveröffentlichung
Nr. 40307/1990, entsprechend EP-A-352992) als Wirkstoffe enthalten.
Mischeffekte mit der Nitrilverbindung mit Herbizidaktivität, der doppelten
Phenoxyverbindung mit Kontrollaktivität gegen grasartiges Unkraut,
der Verbindung wie beispielsweise einer Amidverbindung und einer
Cyclohexandionverbindung, der Sulfonylharnstoffverbindung mit Herbizidaktivität und der
Diphenyletherverbindung mit Herbizidaktivität gemäß der vorliegenden Erfindung
waren indessen niemals bekannt.
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Es
ist ein erfindungsgemäßes Ziel,
eine Herbizidzusammensetzung zur Verfügung zu stellen, welche verringernde
Wirkungen hinsichtlich einer zu verwendenden Menge von N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butyramid,
Chemikalienschäden
der Nutzpflanzen, der Zahl der Streuzeiten, der Arbeit beim Verstreuen,
der Kosten usw. erwarten lässt
und die ein extrem breites Unkrautvernichtungsspektrum einschließlich kaum
kontrollierbarer Unkräuter
besitzt, indem N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid
und eine Verbindung, die dessen Herbizidwirkung synergistisch in
Kombination erhöhen
kann, verwendet wird.
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Die
Erfinder haben intensive Studien durchgeführt, um die zuvor erwähnten Probleme
zu lösen
und im Ergebnis gefunden, dass durch Vermischen von N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid
und mindestens einer Art einer Verbindung, ausgewählt aus
einer Nitrilverbindung mit Herbizidaktivität, einer doppelten Phenoxyverbindung
mit Kontrollaktivität
gegen grasartiges Unkraut, einer Verbindung, wie beispielsweise
einer Amidverbindung und einer Cyclohexandionverbindung, einer Sulfonylharnstoffverbindung
mit Herbizidaktivität
und einer Diphenyletherverbindung mit Herbizidaktivität, die Herbizidaktivitäten beider
Arten von Verbindungen merklich erhöht werden können und diese Zusammensetzungen
insbesondere ein weites Unkrautvernichtungsspektrum gegen Unkraut
zeigen, einschließlich
schwer kontrollierbarem Unkraut, wie Ackerfuchsschwanz (Alopecurus
myosuroides, ALOMY), Wildhafer (Avena fatua, AVEFA), Klebkraut (Galium
aparine L., GALAP), Ackerstiefmütterchen
(Viola tricolor, VIOTR), Persischer Ehrenpreis (Veronica persica
Poir., VERPE), Efeuehrenpreis (Veronica hederaefolia L., VERHE),
Vogelmiere (Stellaria media (L.) Villars, STEME), usw. Die erfindungsgemäße Herbizidzusammensetzung
zeigt ausgezeichnete Wirkungen mit einer geringeren verwendeten
Menge als dem Fall, wo jede einzeln verwendet wird, so dass verringernde
Wirkungen auf die Chemikalienschäden
der Nutzpflanzen (insbesondere keine chemische Beschädigung des
Weizens), die Zahl der Streuzeiten, der Streuarbeit, Kosten usw.
erwartet werden können.
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Offenbarung
der Erfindung
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Somit
betrifft die vorliegende Erfindung eine Herbizidzusammensetzung,
die N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butyramid
mit der nachstehenden Formel (1):
und mindestens eine Art einer
Verbindung, ausgewählt
aus:
- (a) einer Nitrilverbindung mit Herbizidaktivität, welche
mindestens eine Verbindung ist, ausgewählt aus der Gruppe aus 4-Hydroxy-3,5-diiodbenzonitril,
3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril
und 2,6-Dichlorbenzonitril,
- (b) einer Verbindung, ausgewählt
aus einer doppelten Phenoxyverbindung, einer Amidverbindung und
einer Cyclohexandionverbindung mit Kontrollaktivität gegen
grasartiges Unkraut,
- (c) einer Sulfonylharnstoffverbindung mit Herbizidaktivität, die durch
die folgende Formel (2) wiedergegeben wird: worin R ein Wasserstoffatom
oder eine Methylgruppe bedeutet, Y eine Methylgruppe oder eine Methoxygruppe
bedeutet, Z CH oder N bedeutet und A für den nachstehend gezeigten
Substituenten steht: und
- (d) einer Diphenyletherverbindung mit Herbizidaktivität, die durch
die folgende Formel (3) wiedergegeben wird: worin R1 ein
Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet, R2 ein
Wasserstoffatom oder eine Ethoxycarbonylgruppe bedeutet und X ein
Chloratom oder eine Trifluormethylgruppe bedeutet, als Wirkstoff
enthält.
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Bester Weg
zur Ausführung
der Erfindung
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Im
folgenden wird die vorliegende Erfindung ausführlich beschrieben.
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Die
erfindungsgemäße Herbizidzusammensetzung
umfasst N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid (nachfolgend
als Verbindung 1 bezeichnet) und mindestens eine Art Verbindung
der vorgenannten (a) bis (d) als Wirkstoffe.
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N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid
kann nach dem in der japanischen vorläufigen Patentveröffentlichung
Nr. 10749/1988 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
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Die
Nitrilverbindung mit Herbizidwirkung des vorgenannten (a) ist Ioxynil
(chemischer Name: 4-Hydroxy-3,5-diiodbenzonitril),
Bromoxynil (chemischer Name: 3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril) und/oder Dichlobenil
(chemischer Name: 2,6-Dichlor-benzonitril).
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Diese
Verbindungen können
als kommerziell erhältliches
Produkt erhalten werden.
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Die
Verbindung mit Kontrollaktivität
gegen grasartiges Unkraut von (b) oben ist eine doppelte Phenoxyverbindung,
eine Amidverbindung und/oder eine Cyclohexadionverbindung.
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Als
doppelte Phenoxyverbindung lässt
sich beispielsweise eine Verbindung mit der folgenden Formel (4)
nennen:
worin R
3 eine
Methylgruppe, eine Ethylgruppe oder eine Propinylgruppe bedeutet
und B den nachstehend gezeigten Substituenten bedeutet:
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Als
bevorzugte doppelte Phenoxyverbindungen lassen sich nennen: 2-[4-(6-Chlorbenzoxazin-2-yloxy)phenoxy]propionat
(nachfolgend als Verbindung 2 bezeichnet), Methyl-(±)-2-[4-(2,4-dichlorphenoxy)phenoxy]propionat
(nachfolgend als Verbindung 3 bezeichnet) und dergleichen.
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Als
die Amidverbindung lassen sich Methyl-2-[N-Benzoyl-N-(3-chlor-4-fluorphenyl)amino]propionat (nachfolgend
als Verbindung 4 bezeichnet) und dergleichen anführen.
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Als
die Cyclohexandionverbindung lassen sich 2-[1-(Ethoxyimino)propyl]-3-hydroxy-5-mesityl-2-cyclohexen-1-on
(nachfolgend als Verbindung 5 bezeichnet) und dergleichen nennen.
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Diese
Verbindungen 2 bis 5 können
als kommerziell erhältliche
Produkte erhalten werden.
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Als
bevorzugte Sulfonylharnstoffverbindung (2) mit Herbizidaktivität von (c)
von oben lassen sich anführen:
3-(6-Methoxy-4-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)-1-[2-(2-chlorethoxy)phenylsulfonyl]harnstoff
(nachfolgend als Verbindung 6 bezeichnet), Methyl-3-[3-(4-methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)ureidosulfonyl]thiophen-2-carboxylat
(nachfolgend als Verbindung 7 bezeichnet), Methyl-2-[3-(4-methoxy-6-methyl-1,3,5-triazin-2-yl)ureidosulfonyl]benzoat
(nachfolgend als Verbindung 8 bezeichnet) und dergleichen.
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Diese
Verbindungen 6 bis 8 können
als kommerziell erhältliche
Produkte erhalten werden.
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Als
die bevorzugte Diphenyletherverbindung (3) mit Herbizidaktivität von (d)
von oben lassen sich die Diphenyletherverbindung (3) mit Formel
(3) von oben; und vorzugsweise Ethyl-o-[5-(2-chlor-α,α,α-trifluor-ρ-tolyloxy)-2-nitrobenzoyl]glycolat
(nachfolgend als Verbindung 9 bezeichnet), Methyl-5-(2,4-dichlorphenoxy)-2-nitrobenzoat
(nachfolgend als Verbindung 10 bezeichnet) nennen.
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Diese
Verbindungen 9 und 10 können
als kommerziell erhältliche
Produkte erhalten werden.
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Die
vorliegende Herbizidzusammensetzung kann verwendet werden, indem
Verbindung 1 und mindestens eine Art der Verbindungen (a) bis (d)
von oben mit Herbizidaktivität
formuliert werden und eine Zubereitung hergestellt wird, wie beispielsweise
ein verstäubbares
Pulver, ein emulgierbares Konzentrat, ein Feingranulat, ein Granulat,
SE (Suspoemulsion), ein lösliches
Konzentrat, ein benetzbares Pulver, ein Suspensionskonzentrat (ein
Gelkonzentrat), ein mit Öl
mischbares, fließfähiges Konzentrat
oder ein Aerosol usw.
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Zum
Zeitpunkt ihrer Formulierung können,
um die Anhaftung der vorliegenden Herbizidzusammensetzung an Unkraut
und ihre Absorption zu verbessern und die Eigenschaften, wie die
Dispersion, Emulgierung, Verstreuung usw. der Chemikalie zu verbessern,
ein Träger,
ein Tensid, ein Dispergiermittel, ein Hilfsstoff oder dergleichen
verwendet werden.
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Als
Träger
lassen sich ein fester Träger,
ein flüssiger
Träger,
eine Mischung davon usw. nennen.
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Als
fester Träger
lassen sich Mineralstoffpulver, fester Dünger, Pflanzenmaterialpulver,
Polymerverbindung, Wachse usw. anführen.
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Als
Mineralstoffpulver lassen sich Talk, Bentonit, Ton, Kaolin, Diatomeenerde,
Weißruß, Vermiculit, Montmorillonit,
gelöschter
Kalk, Kieselsand usw. nennen.
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Als
fester Dünger
lassen sich Ammoniumsulfat, Harnstoff usw. anführen.
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Als
Pflanzenmaterialpulver lassen sich Sojabohnenpulver, Stärke usw.
nennen.
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Als
Polymerverbindung lassen sich ein Erdölharz, Polyvinylchlorid usw.
nennen.
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Als
flüssiger
Träger
lassen sich Kohlenwasserstoffe (Kerosin, Mineralöl usw.), aromatische Kohlenwasserstoffe
(Benzol, Toluol, Xylol usw.), chlorierte Kohlenwasserstoffe (Chloroform,
Tetrachlorkohlenstoff usw.), Ether (Dioxan, Tetrahydrofuran usw.),
Ketone (Aceton, Cyclohexanon, Isophoron usw.), Ester (Ethylacetat,
Ethylenglycolacetat, Dibutylmaleat usw.), Alkohole (Methanol, n-Hexanol,
Ethylenglycol usw.), polare Lösungsmittel
(Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid usw.), Wasser und dergleichen
nennen.
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Als
Tensid oder Dispergiermittel lassen sich der nichtionische Typ (Polyoxyethylenalkylether,
Polyoxyethylenalkylester, Polyoxyethylensorbitanalkylester usw.),
der anionische Typ (Alkylbenzolsulfonat, Alkylsulfosuccinat, Alkylsulfat,
Arylsulfonat usw.), der kationische Typ (Alkylamine wie Laurylamin,
Polyoxyethylenalkylamine usw.), der amphotere Typ (Carbonsäure, Sulfat
usw.) oder dergleichen nennen.
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Zur
Verbesserung der Eigenschaften der Zubereitung, beispielsweise Xanthangummi,
Carboxymethylcellulose, Polyethylenglycol, Gummi arabicum usw.
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Darüber hinaus
kann je nach Notwendigkeit ein Insektizid, ein Fungizid, eine andere
Art eines Herbizids, ein Pflanzenwachstumsregler, ein Repellent,
ein Dünger,
ein Bodenverbesserer usw. zu der vorliegenden Zubereitung gegeben
werden, so dass das Unkraut, gegen das sie eingesetzt werden kann,
schädliches
Ungeziefer, gegen das sie eingesetzt werden kann, das Verfahren
ihrer Verwendung, der Zeitraum ihrer Verwendung usw. vergrößert werden
können.
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Die
Konzentration der Wirkstoffe, welche die Summe der Verbindung 1
und mindestens einer Art der Verbindung von (a) bis (d) mit Herbizidaktivität, wie sie
oben erwähnt
sind, ist, beträgt
1 bis 90 Gew.-% in einem benetzbaren Pulver, einem emulgierbaren
Konzentrat, einem flüssigen
Mittel, einem Suspensionskonzentrat und einem mit Öl mischbaren,
fließfähigen Konzentrat,
1 bis 70 Gew.-% in einem verstäubbaren
Pulver und einem Feingranulat und 1 bis 75 Gew.-% in einem Granulat.
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Das
Mischverhältnis
der Wirkstoffe des erfindungsgemäßen Herbizids
ist, bezogen auf 1 Gew.-Teil der Verbindung 1, 0,05 bis 20 Gew.-Teile
der mindestens einen Art der Verbindung von (a) bis (d) von oben
im Fall eines benetzbaren Pulvers, 0,05 bis 10 Gew.-Teile im Fall
eines emulgierbaren Konzentrats und 0,5 bis 10 Gew.-Teile im Fall
eines Suspensionskonzentrats.
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Die
Mengen der beiden Arten von Verbindungen, um ihre Herbizidwirkungen
wirksam zu entfalten, können
Gewichte von 1/10 bis 1/2, bezogen auf den Fall, wo jede allein
verwendet wird, sein.
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Die
zu verwendende Chemikaliendosis der Summe der Verbindung 1 und mindestens
einer Art der zuvor erwähnten
Verbindungen (a) bis (d) mit Herbizidaktivität der vorliegenden Herbizidzusammensetzung
kann abhängig
vom Zubereitungstyp, der Verwendungszeit, dem Zielunkraut und den
Zielnutzpflanzen, den Witterungsbedingungen, den Bodenbedingungen
usw. variieren und ist vorzugsweise 100 bis 5000 g/ha.
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Die
vorliegende Herbizidzusammensetzung besitzt ein breites Unkrautbekämpfungsspektrum
einschließlich
schwer zu kontrollierendem Unkraut mit geringeren Mengen als im
Fall, dass Verbindung 1 und mindestens eine Art der Verbindung von
(a) bis (d) mit Herbizidaktivität
wie oben erwähnt
jeweils alleine verwendet werden. Sie besitzt einen synergistischen
Effekt gegenüber
dem Fall, wo diese jeweils alleine verwendet werden und sie reicht
mit einer geringeren verwendeten Menge aus, so dass sich Reduktionswirkungen,
wie beispielsweise der chemische Schaden der Nutzpflanzen, die Zahl
der Streuungszeiten, der Mühe
für das
Streuen und die Kosten, die auftreten, erwarten lassen.
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Als
das breite Spektrum von Unkraut, einschließlich schwer kontrollierbarem
Unkraut, lassen sich beispielsweise nennen: Weizenhirse (Echinochloa
crus-galli ECHCG), Bluthirse (Digitaria sanguinalis, DIGSP), Wildhafer,
Ackerfuchsschwanz, jährige
Rispe (Poa annua, POAAN), Grüne
Borstenhirse (Setaria viridis, SETVI), Weißer Gänsefuß (Chenopodium album, CHEAL),
grünlicher
Amarant (Amaranthus lividus, AMAI), aufsteiger Amarant (Amaranthus
viridis, AMAVI), Samtmalve (Abutilon theophrasti, ABUTU), Prunkwinde
(Ipomoea purpurea, PHBPU), Knöterich
(Polygonum lapathifolium, POLLN), Schwarzer Nachtschatten (Solanum
nigrum, SOLNI), Klatschmohn (Papaver rhoeas, PAPRH), Wilder Senf
(Sinapis arvensis, SINAR), Wilde Kamille (Matricaria chamomilla,
MATCH), Klebkraut, Persischer Ehrenpreis, Efeuehrenpreis, Stengelumfassende Taubnessel
(Lamium amplexicaule, LAMAM), Purporrote Taubnessel (Lamium purpureum,
LAMPU), Ackerstiefmütterchen,
Hirtentäschel (Capsella
bursa-pastoris, CAPBP), Knäuel-Hornkraut
(Cerastium glomeratum, CERGL) und Vogelmiere usw.
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Das
vorliegende Herbizid hat beachtliche Wirkungen gegen diese Unkräuter und
insbesondere besitzt es bemerkenswerte Wirkung gegen breitblättrige Unkräuter im
Getreidefeld, wie Wildhafer, Ackerfuchsschwanz, Vogelmiere, Wilde
Kamille, Klebkraut, Persischen Ehrenpreis, Efeuehrenpreis, Stengelumfassende Taubnessel,
Purpurrote Taubnessel, Ackerstiefmütterchen, Hirtentäschel usw.,
was bedeutet, dass es einen äußerst hohen
Nutzwert als Herbizid besitzt.
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Darüber hinaus
weist diese Herbizidzusammensetzung einen verringerten Chemikalienschäden oder keinen
Schaden der Nutzpflanzen auf und insbesondere kann es mit hoher
Sicherheit mit Nutzpflanzen, wie Weizen und Gerste (Weizen (Triticum
aestiuum, TRZAX), Gerste, Roggen, Hafter usw.), Mais usw. verwendet werden.
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Beispiele
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im
folgenden wird die vorliegende Erfindung ausführlich unter Bezugnahme auf
Beispiele beschrieben, die jedoch die vorliegende Erfindung nicht
beschränken
sollen.
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Beispiel 1 (Herstellung
der Formulierung)
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(1) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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Verbindung
1 (20 Gew.-Teile), Ioxynil (20 Gew.-Teile), Natriumlaurylsulfat
(2 Gew.-Teile), Natriumlignosulfonat (5 Gew.-Teile), Weißruß (20 Gew.-Teile)
und Kaolin (33 Gew.-Teile) wurden gleichmäßig vermischt und dann pulverisiert
und so ein benetzbares Pulver erhalten.
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(2) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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Verbindung
1 (10 Gew.-Teile), Dichlobenil (25 Gew.-Teile), Natriumlaurylsulfat
(2 Gew.-Teile), Natriumlignosulfonat (5 Gew.-Teile), Weißruß (10 Gew.-Teile) und Kaolin
(48 Gew.-Teile) wurden gleichmäßig vermischt
und dann pulverisiert und so ein benetzbares Pulver erhalten.
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(3) Herstellung von emulgierbarem
Konzentrat
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Verbindung
1 (10 Gew.-Teile), Ioxynil (10 Gew.-Teile) und Sulpol 3685 (Handelsname,
Emulgator, hergestellt von Toho Kagaku Kogyo) (10 Gew.-Teile) wurden
in einer Mischung aus Cyclohexanon (30 Gew.-Teile) und Phenylxylylylethan
(40 Gew.-Teile) gleichförmig
vermischt und so ein emulgierbares Konzentrat erhalten.
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(4) Herstellung von SE
(Suspoemulsion)
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Verbindung
1 (10 Gew.-Teile) wurde mit Naphthalinformaldehydsulfonat-Natriumsalz
(0,5 Gew.-Teile) zu Wasser (25 Gew.-Teile) gegeben, dem Silikonemulsion
(0,1 Gew.-Teile) zugegeben wurde, und die Mischung wurde unter Verwendung
von Kügelchen
(Durchmesser: 0,5 mm) vermischt und so eine suspendierte Basis erhalten.
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Eine
Mischung, die erhalten wurde durch Mischen von Span 80 (Handelsname:
hergestellt von Kao K. K.) (6 Gew.-Teile) und Tween 40 (Handelsname:
hergestellt von Kao K. K.) zu Ioxynil (10 Gew.-Teile) unter Erwärmen, wurde
zu einer Lösung
gegeben, die PROXEL AB (Handelsname, hergestellt von Zeneca Co.)
(0,01 Gew.-Teile), Xanthangummi (0,01 Gew.-Teile), Polyvinylalkohol
(1 Gew.-Teil) und Wasser (43,38 Gew.-Teile) enthielt, und die Mischung
wurde mit einem Hochscherrührer
ausreichend gerührt
und emulgiert, um eine emulgierte Basis zu erhalten.
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Zur
emulgierten Basis wurde unter Rühren
die vorgenannte suspendierte Basis gegeben und so ein SE erhalten.
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(5) Herstellung von Suspensionskonzentrat
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Vorher
fein pulverisierte Verbindung 1 (5 Gew.-Teile) und Dichlobenil (25
Gew.-Teile) wurden zu einer wässrigen
Lösung
(65,34 Gew.-Teile) gegeben, die Xanthangummi (0,15 Gew.-Teile),
eine Silikonemulsion (0,5 Gew.-Teile), PROXEL AB (Handelsname, hergestellt
von Zeneca Co.) (0,01 Gew.-Teile), ein Natriumsalz von Maleinsäureanhydrid-Diisobutylen-Copolymer
(2 Gew.-Teile) und ein Natriumsalz von Naphthalinformaldehydsulfonat
(2 Gew.-Teile) enthielt, und die Mischung wurde der ausreichenden
Nasspulverisierung unter Verwendung einer Dyno-mil (hergestellt
von Shimnaru Enterprises Co.) mit Kügelchen (Durchmesser 0,5 mm) unterzogen
und so ein Suspensionskonzentrat erhalten.
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(6) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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In
derselben Weise wie oben unter (1), außer dass die Verbindung 2 (15
Gew.-Teile) anstelle von Ioxynil (20 Gew.-Teile) verwendet wurde
und die Formulierungsmenge von Kaolin in 38 Gew.-Teile geändert wurde,
wurde ein benetzbares Pulver erhalten.
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(7) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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In
derselben Weise wie unter (2) oben, außer dass Verbindung 3 (30 Gew.-Teile)
anstelle von Dichlobenil (25 Gew.-Teile) verwendet wurde und die
Formulierungsmengen von Weißruß und Kaolin
in 20 Gew.-Teile bzw. 33 Gew.-Teile geändert wurden, wurde ein benetzbares
Pulver erhalten.
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(8) Herstellung von emulgierbarem
Konzentrat
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In
derselben Weise wie unter (3) oben, außer dass Verbindung 4 (30 Gew.-Teile)
anstelle von Ioxynil (10 Gew.-Teile) verwendet wurde und das Lösungsmittel
in eine Mischung aus Cyclohexanon (20 Gew.-Teile) und Phenylxylylethan
(25 Gew.-Teile) geändert
wurde, wurde ein emulgierbares Konzentrat hergestellt.
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(9) Herstellung von SE-Mittel
(Suspoemulsions-Mittel)
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Eine
suspendierte Basis wurde in derselben Weise wie dem zuvor erwähnten (4)
erhalten.
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Eine
emulgierte Basis wurde in derselben Weise wie unter dem vorerwähnten (4)
erhalten, außer
dass Verbindung 4 (8 Gew.-Teile) anstelle von Ioxynil (10 Gew.-Teile)
verwendet wurde und die Formulierungsmenge von Wasser in 45,38 Gew.-Teile
geändert
wurde.
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Zur
emulgierten Basis wurde unter Rühren
die zuvor erwähnte
suspendierte Basis gegeben und so ein SE-Mittel erhalten.
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(10) Herstellung von Suspensionskonzentrat
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Vorher
fein pulverisierte Verbindung 1 (10 Gew.-Teile) und Verbindung 2
(8 Gew.-Teile) wurden zu einer wässrigen
Lösung
(77,34 Gew.-Teile), die Xanthangummi (0,15 Gew.-Teile), eine Silikonemulsion
(0,5 Gew.-Teile), PROXEL AB (Handelsname, hergestellt von Zeneca
Co.) (0,01 Gew.-Teile), ein Natriumsalz von Maleinsäureanhydrid-Diisobutylen-Copolymer
(2 Gew.-Teile) und ein Natriumsalz von Naphthalinformaldehydsulfonat
(2 Gew.-Teile) enthielt, gegeben, und die Mischung unter Verwendung
einer Dyno- mil (hergestellt
von Shimnaru Enterprises Co.) mit Kügelchen (Durchmesser 0,5 mm)
einer ausreichenden Nasspulverisierung unterzogen und so ein Suspensionskonzentrat
erhalten.
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(11) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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In
derselben Weise wie unter (1) oben, außer dass Verbindung 6 (1 Gew.-Teil)
anstelle von Ioxynil (20 Gew.-Teile) verwendet wurde und die Formulierungsmenge
von Kaolin in 52 Gew.-Teile geändert
wurde, wurde ein benetzbares Pulver erhalten.
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(12) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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In
derselben Weise wie unter (2) oben, außer dass Verbindung 7 (2 Gew.-Teile)
anstelle von Dichlobenil (25 Gew.-Teile) verwendet wurde und die
Formulierungsmengen von Weißruß und Kaolin
in 20 Gew.-Teile bzw. 51 Gew.-Teile geändert wurden, wurde ein benetzbares
Pulver erhalten.
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(13) Herstellung von emulgierbarem
Konzentrat
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In
derselben Weise wie unter (3) oben, außer dass Verbindung 8 (1,5
Gew.-Teile) anstelle von Ioxynil (10 Gew.-Teile) verwendet wurde
und die Formulierungsmenge von Phenylxylylethan in 49,5 Gew.-Teile
geändert
wurde, wurde ein emulgierbares Konzentrat hergestellt.
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(14) Herstellung von SE-Mittel
(Suspoemulsions-Mittel)
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Eine
suspendierte Basis wurde in derselben Weise wie im zuvor erwähnten (4)
erhalten.
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Eine
emulgierte Basis wurde in derselben Weise wie im zuvor erwähnten (4)
erhalten, außer
dass Verbindung 7 (2 Gew.-Teile) anstelle von Ioxynil (10 Gew.-Teile)
verwendet wurde und die Formulierungsmenge von Wasser in 51,38 Gew.-Teile
geändert
wurde.
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Zur
emulgierten Basis wurde unter Rühren
die zuvor erwähnte
suspendierte Basis gegeben und so ein SE-Mittel erhalten.
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(15) Herstellung von Suspensionskonzentrat
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Vorher
fein pulverisierte Verbindung 1 (10 Gew.-Teile) und Verbindung 6
(1 Gew.-Teil) wurden zu einer wässrigen
Lösung
(84,34 Gew.-Teile) gegeben, die Xanthangummi (0,15 Gew.-Teile),
eine Silikonemulsion (0,5 Gew.-Teile), PROXEL AB (Handelsname, hergestellt
von Zeneca Co.) (0,01 Gew.-Teile), ein Natriumsalz von Maleinsäureanhydrid-Diisobutylen-Copolymer
(2 Gew.-Teile) und ein Natriumsalz von Naphthalin-Formaldehydsulfonat
(2 Gew.-Teile) enthielt, und die Mischung wurde unter Verwendung
einer Dyno-mil (hergestellt von Shimnaru Enterprises Co.) mit Kügelchen
(Durchmesser 0,5 mm) einer ausreichenden Nasspulverisierung unterzogen
und so ein Suspensionskonzentrat erhalten.
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(16) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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In
derselben Weise wie unter (1) oben, außer dass Verbindung 9 (2 Gew.-Teile)
anstelle von Ioxynil (20 Gew.-Teile) verwendet wurde und die Formulierungsmenge
von Kaolin in 51 Gew.-Teile geändert
wurde, wurde ein benetzbares Pulver erhalten.
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(17) Herstellung von benetzbarem
Pulver
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In
derselben Weise wie unter (2) oben, außer dass Verbindung 10 (35
Gew.-Teile) anstelle von Dichlobenil (25 Gew.-Teile) verwendet wurde
und die Formulierungsmengen von Weißruß und Kaolin in 20 Gew.-Teile
bzw. 28 Gew.-Teile geändert
wurden, wurde ein benetzbares Pulver erhalten.
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(18) Herstellung von emulgierbarem
Konzentrat
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In
derselben Weise wie unter (3) oben, außer dass Verbindung 9 (1 Gew.-Teil)
anstelle von Ioxynil (10 Gew.-Teile) verwendet wurde und die Formulierungsmenge
von Phenylxylylethan in 49 Gew.-Teile geändert wurde, wurde ein emulgierbares
Konzentrat hergestellt.
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(19) Herstellung von SE-Mittel
(Suspoemulsions-Mittel)
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Eine
suspendierte Basis wurde in derselben Weise wie im vorerwähnten (4)
erhalten.
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Eine
emulgierte Basis wurde in derselben Weise wie im vorerwähnten (4)
erhalten, außer
dass Verbindung 9 (1 Gew.-Teil) anstelle von Ioxynil (10 Gew.-Teile)
verwendet wurde und die Formulierungsmenge von Wasser in 52,38 Gew.-Teile
geändert
wurde.
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Zur
emulgierten Basis wurde unter Rühren
die zuvor erwähnte
suspendierte Basis gegeben und so ein SE-Mittel erhalten.
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(20) Herstellung von Suspensionskonzentrat
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Vorher
fein pulverisierte Verbindung 1 (10 Gew.-Teile) und Verbindung 10
(35 Gew.-Teile) wurden zu einer wässrigen Lösung (50,34 Gew.-Teile) gegeben,
die Xanthangummi (0,15 Gew.-Teile), eine Silikonemulsion (0,5 Gew.-Teile),
PROXEL AB (Handelsname, hergestellt von Zeneca Co.) (0,01 Gew.-Teile),
ein Natriumsalz von Maleinsäureanhydrid-Diisobutylen-Copolymer
(2 Gew.-Teile) und ein Natriumsalz von Naphthalin-Formaldehydsulfonat
(2 Gew.-Teile) enthielt, und die Mischung wurde unter Verwendung
einer Dyno-mil (hergestellt von Shimnaru Enterprises Co.) mit Kügelchen
(Durchmesser 0,5 mm) der ausreichenden Nasspulverisierung unterzogen
und so ein Suspensionskonzentrat erhalten.
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Beispiel 2 (Wirksamkeitstest)
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(1) Bodenbehandlungstest
vor der Keimung von Unkraut
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Wagner-Töpfe, jeweils
mit einer Fläche
von 1/5000 Ar wurden mit Ackerboden (sandiger Lehm) gepackt und
jeweils Samen von Pflanzen (Weizen, Ackerfuchsschwanz, Vogelmiere,
Mutterkraut, Veilchen, Stengelumfassende Taubnessel, persischer
Ehrenpreis oder Labkraut) gepflanzt.
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Am
Tag nach dem Säen
wurde ein gemäß Beispiel
1 (2) hergestelltes benetzbares Pulver unter Verwendung einer Druckspritze
gleichmäßig auf
der Oberfläche
der Topferde verteilt, um eine vorgegebene Chemikaliendosis zu besitzen.
Man ließ die
Saaten in einem nicht erwärmten
Gewächshaus
(0 bis 18°C)
wachsen und die Herbizidaktivität
wurde nach 5 Wochen untersucht.
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Die
Herbizidaktivität
wurde unter Verwendung der nachstehenden Formel berechnet, indem
man das Gewicht eines lebenden Körpers
auf dem Boden der dem Test unterzogenen Pflanze, das zum Zeitpunkt
der Untersuchung verblieben war, bestimmte.
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Tabelle
1 zeigt die Resultate
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Im übrigen zeigt
der Wert in den Klammern der Tabelle einen erwarteten Wert einer
arithmetischen Wirkung. Der Wert wurde mit der nachstehend gezeigten
Gleichung von Colby (S. R. Colby; Weed, Band 15, Seiten 20–22, 1967)
bestimmt.
wobei
X ein Hemmverhältnis
(%), wenn das Herbizid A mit einer Chemikaliendosis von a g/ha eingesetzt
wird; und Y ein Hemmverhältnis
(%) bedeutet, wenn das Herbizid B mit einer Chemikaliendosis von
a b g/ha eingesetzt wird.
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(2) Blattbehandlungstest
in der Wachstumsperiode von Unkraut
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Wagner-Töpfe mit
jeweils einer Fläche
von 1/5000 Ar wurden mit Ackerboden (sandiger Lehm) gepackt und
dann wurden jeweils Samen von Pflanzen der Arten, die im vorgenannten
(1) gezeigt sind, eingepflanzt und man ließ sie wachsen.
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Im
2- bis 3-Blätterstadium
von Weizen und 3- bis 5-Blätterstadium
von Unkraut wurden benetzbare Pulver, die gemäß Beispiel 1 (2), (7), (12)
und (17) hergestellt worden waren, unter Verwendung einer Druckspritze
jeweils gleichförmig
auf die Oberfläche
der Topferde aufgebracht, so dass eine vorgegebene Chemikaliendosis
vorlag. Anschließend
ließ man
die Samen in einem ungeheizten Gewächshaus (0 bis 18°C) wachsen und
die Herbizidaktivität
wurde nach 5 Wochen untersucht.
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Tabelle
2 zeigt die Resultate
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Wie
aus den in Tabelle 1 und Tabelle 2 beschriebenen, zuvor erwähnten Resultaten
deutlich zu sehen ist, kann bestätigt
werden, dass die erfindungsgemäße Herbizidzusammensetzung
eine ausgezeichnete synergistische Wirkung, anders als die erwartete
arithmetische Wirkung, zeigt.
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Gewerbliche Anweadbarkeit
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Die
erfindungsgemäße Herbizidzusammensetzung
besitzt dadurch eine erhöhte
synergistische Herbizidwirkung beider Arten von Verbindungen, dass
sie N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid und
mindestens eine Verbindung, ausgewählt aus einer Nitrilverbindung
mit Herbizidaktivität,
einer Verbindung mit Kontrollaktivität gegen grasartige Unkräuter, einer
Sulfonylharnstoffverbindung und einer Diphenyletherverbindung als
Wirkstoffe enthält,
und eine verringernde Wirkung im Hinblick auf die zu verwendende
Menge N-Benzyl-2-(4-fluor-3-trifluormethylphenoxy)butanamid, Chemikalienschäden der
Nutzpflanzen, die Zahl von Verstreuungszeiten, die Arbeit beim Verstreuen,
Kosten usw. können
erwartet werden.