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Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Nährfutter
zur beschleunigten Aufzucht von Hochleistungsmilchkühen sowie
ein Auf zuchtverfahren von Milchkühen mit Verfütterung
des Nährfutters.
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Technischer Hintergrund
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Direkt nach dem Kalben in das Anfangsstadium
der Laktation hinein steigern Milchkühe rasch ihre Milchmenge und
stellen in der Puerperalphase ihre körperliche Stärke wieder
her. Dementsprechend erreicht der Energieverbrauch von Milchkühen ein
Maximum und der Nährstoffbedarf
ist physiologisch erhöht.
Trotzdem verringert sich sogar bei normal gesunden Milchkühen aufgrund
ihres Puerperiums ihr Appetit und ihre Futteraufnahme ist zeitweise
reduziert. Da Energie und Nährstoffe
nicht ausreichend ergänzt
werden, ist der Energieverbrauch dementsprechend hoch, so dass das
Energiegleichgewicht negativ wird und eine unzureichende Nährstoffversorgung
auftritt. Naturgemäß versuchen
Milchkühe,
die Energie aus all ihren Körperfetten zu
beziehen. Nachdem der Metabolismus im Körper nur langsam fortschreitet,
tritt Ketose oder eine Labmagenfehllage auf. Energie wird vorzugsweise
zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen,
für die
Laktation und die Aufzucht verwendet. Gerät die Energiebilanz ins Negative,
verringert sich das Körpergewicht
der Milchkühe,
wobei Krankheiten und umweltbedingter Stress sowie eine Verzögerung des
ersten Östrus
und eine Störung
der Eierstockfunktion auftritt, was die Aufzucht beeinflusst (Mizomoto
K., Dairy Japan, February 1993, Extraausgabe).
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Yasuho führt an, dass Wiederkäuer in der
Hauptphase der Laktation oder in der Endphase der Empfängnis dazu
neigen, unter einem anormalen Zucker- und Fettmetabolismus, wie
einer Ketose, zu leiden (New Chemistry of Dairy Cows, Noson Gyoson
Bunka Kyokai, veröffentlicht
July 15, 1987). Er führt
außerdem
an, dass die Bildung von Ketonen zunimmt, wenn die Glyconeogenese
in der Leber zunimmt, wobei er Krebs (1996) zitiert.
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Bei der lebensbedrohlichen diabetischen
Komplikation werden Ketone (D-3-Hydroxybuttersäure, Acetoessigsäure und
Aceton) und in hoher Konzentration Protonen, die das Säure-Base-Puffersystem des
Körpers übersteigen,
gebildet, was zu einem gefährlichen
Anstieg des pH-Wertes des Blutes führt. Obwohl angenommen wurde,
dass Ketone metabolischer Abfall sind, wurde kürzlich bekannt, dass während des
Fastens Ketone als Energielieferant zusätzlich zu Glucose, dem gewöhnlichen
Energielieferant des Gehirns, verwendbar sind. Die kontrollierte
Bildung von Ketonen induziert Ketose. Während der Ketose wird der pH-Wert
des Blutes im normalen Bereich abgepuffert. Dies ist ein wichtiger
Weg, während
des Fastens Glucose zu sparen. Da das Gehirn Fettsäuren nicht
als Energielieferant verwenden kann, wird gespeichertes Glykogen
verbrannt ("Easy
Metabolism, Basic Knowledge of Nutrient Metabolism" übersetzt durch Aso Y.).
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G. D. Baird (J. Dairy Sci. (65) 1 – 10, 1982)
führt an,
dass die Zunahme der Konzentration an Ketonen im Blut einen ungünstigen
Effekt auf die Aufzucht von Milchkühen hat.
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Baalsrud (Nils-Ivar Baalsrud, USP
3,959,496) offenbart, dass während
oder nach dem Kalben von Milchkühen
die gegenwärtige
Milchmenge nicht im Gleichgewicht mit der Milchmenge steht, die
naturgemäß aus der
arteigenen Energie der Milchkühe
hergestellt wird, und dass die gegenwärtige Milchmenge im ersten Monat
vor dem Kalben bis 5 Monate nach dem Kalben mit dem Ergebnis zunimmt,
dass die Energie von Milchkühen
während
dieser Periode aus dem Gleichgewicht gerät, der Verbrauch steigt und
das Gesamtenergiegleichgewicht ins Negative rutscht. Es wird außerdem angeführt, dass
zur Verbesserung eine pansenbeständige,
biologisch aktive Substanz und Glukose verabreicht werden.
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Kato offenbart, dass, da eine überhöhte Aufnahme
von Proteinen durch Milchkühe
während
der Hauptperiode der Laktation den Milchkühen Energie entzieht, der Energieverlust
von Milchkühen
deutlich die Aufzucht beeinflusst, dass sich ein Protein im Pansen
zu Ammoniak zersetzt und dieses durch Bakterien im Pansen verwendet
wird, aber ein Überschuss
an Ammoniak unter Bildung von Harnstoff in der Leber entgiftet wird, wobei
sich der Blutharnstoffstickstoff (BUN) erhöht, und dass, wenn sich der
BUN-Wert erhöht,
ein Spermium, eine Eizelle und ein Fötus (Embryo) ernsthaft beeinflusst
und getötet
werden (Kato H., Dairy Japan, February 1993, Extraausgabe).
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Butler beobachtete eine Beziehung
zwischen dem BUN-Wert und der Empfängnisrate in der ersten Östrusphase
60 Tage nach dem Kalben und berichtete, dass bei einer Blutkonzentration
von 19 mg/dl oder weniger die Empfängnisrate 53% ist, wohingegen
sie bei einer Blutkonzentration von mehr als 19 mg/dl auf 35 sinkt
(W. R. Butler et al., J. Anim. Sci. 1996, 74: 858– 865).
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Meijeijer hat die Konzentration einer
freien Aminosäure
im Plasma und im Muskel von Hochleistungsmilchkühen gemessen, denen ein konzentriertes
Futter, ein Maissilage und eine vorgetrocknete Heusilage zwei Wochen
vor dem Kalben bis 15 Wo chen nach dem Kalben verabreicht wurde.
Als Ergebnis wurde herausgefunden, dass die Konzentrationen von
Methionin, Phenylalanin, Glutaminsäure und Glutamin im Plasma während des
Zeitraums von 6 bis 15 Wochen nach dem Kalben auf 16 bis 25 reduziert
wurden, verglichen mit den Konzentrationen vor dem Kalben. Die Veränderung
der Aminosäurekonzentration
im Muskel zu einem späteren
Zeitpunkt der Empfängnis
bis zur Anfangsphase der Laktation deutet darauf hin, dass das Protein
im Muskel zersetzt wurde, da Aminosäuren der Milch-drüse zugeführt werden.
Es wird außerdem
angeführt,
dass Glutamin bei Hochleistungsmilchkühen die Synthese eines Milchproteins
latent kontrolliert [G. A. L. Meijeijer et al., J. Dairy Sci., 78,
(5), 1131 (1995)].
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Torii (japanische Offenlegungsschrift
(Kokai) Nr. 54,320/ 1988) offenbart eine pharmazeutische Zusammensetzung,
die hauptsächlich
aus Alanin und Glutamin besteht und die zur Behandlung von Alkoholkrankheiten
wirkungsvoll ist. Mawatari (japanische Offenlegungsschrift(Kokai)
Nr. 229,940/1993) offenbart ein Mittel zur Beschleunigung der Leberzellenregeneration,
welches Alanin oder Glutamin als Hauptbestandteile enthält und welches
die Leberzellen vermehren kann, um die Regeneration der Leber zu
beschleunigen. Mawatari (japanische Offenlegungsschrift Kokai) Nr.
221,858/1993) offenbart, dass ein Mittel zur Behandlung von Hepatitis,
welches mindestens eines von Alanin, Glutamin und Ornithin enthält, wirkungsvoll
zur Behandlung viraler Hepatitis, arzneimittelbedingter Hepatitis
und fulminanter Hepatitis ist. Suda (japanische Offenlegungsschrift
(Kokai) Nr. 50,917/1986) offenbart eine Zusammensetzung zur Behandlung
einer Störung
der Leberfunktion, verursacht durch Alkoholmissbrauch, welche A lanin
und Ornithin als Wirkstoffe enthält.
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EP-A-0 610 952 (Ajinomoto Co. Inc)
offenbart ein Mischfutter auf Maisbasis für Milchkühe, welches eine Kombination
aus pansenbeständigem
Lysin und pansenbeständigem
Methionin enthält.
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NL-A-9300356 (Sticking Instituut
Veevoedingsonderzoek "Hoorn" Te Lelystad) offenbart
ein Futter für Milchkühe, welches
pansenbeständiges
Glutamin enthält.
Die Futterzusammensetzung wird zur Erhöhung der Milchausbeute verabreicht.
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WO-A-96/08167 (Don J. Pestell Limited)
offenbart die Verwendung von Glutamin und/oder Alanin in Ergänzungsfuttermitteln
für Wiederkäuer, um
einem Energieungleichgewicht oder Nährstoffungleichgewicht zur
Zeit des Kalbens und Ketose vorzubeugen oder zu verhindern.
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Die vorliegende Erfindung dient der
Entwicklung eines Nährfutters
zur beschleunigten Aufzucht von Milchkühen und ein beschleunigtes
Ruf zuchtverfahren von Milchkühen
mit Verfütterung
des Nährfutters.
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Offenbarung der Erfindung
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Die Erfinder haben herausgefunden,
dass Lysin und Methionin, die limitierende Aminosäuren für Milchkühe sind,
Milchkühen
verabreicht werden, um den BUN-Wert, der einen nachteiligen Effekt
auf die Empfängnisrate
hat, und den Blutzucker zu erhöhen,
der zur Verbesserung des Energiegleichgewichts benötigt wird;
dass Alanin und Glutamin Milchkühen
verabreicht werden, um den Blutzucker zu erhöhen und die Leberfunktion zu
verbessern, und dass die Verwendung dieser Aminosäuren sehr effektiv
ist, um die gute Verfassung der Milchkühe zu erhalten, was ein früheres Erreichen
des ersten Östrus
ohne Stress, Verbesserung der Empfängnisrate bei der Paarung und
Verringerung der Nichtempfängnisrate
erlaubt. Diese Entdeckungen haben zur Vollendung der vorliegenden
Erfindung geführt.
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Das heißt, die vorliegende Erfindung
betrifft ein Milchkuhfutter und eine Grundfutterformulierung aus Maissilage,
welche pansenbeständiges
Lysin und Glutamin und/oder Alanin als Hauptbestandteil und gegebenenfalls
Methionin enthält.
Sie betrifft ebenso ein Aufzuchtverfahren von Hochleistungsmilchkühen, das
dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Grundfutterformulierung aus
Maissilage, wie oben definiert, fortlaufend 21 Tage vor der Kalbung
bis 84 Tage nach der Kalbung verabreicht wird, so dass das Energiegleichgewicht
der Hochleistungsmilchkühe
immer im positiven Bereich ist und zumindest der Aminosäurebedarf
der Hochleistungsmilchkühe
gedeckt ist.
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Damit Milchkühe Milch geben, Embryos entwickeln
und ihr eigenes Leben erhalten, ist es notwendig, das minimale Proteingleichgewicht
und das Energiegleichgewicht zu berücksichtigen. Das Proteingleichgewicht
wird von der Proteinmenge (DP), die von den Milchkühen benötigt wird,
der Proteinmenge (IP), die den Milchkühen durch Nahrungsaufnahme
und durch Einzeller im Pansen zugeführt wird, und der Proteinmenge (RP),
die durch Einschnitte, Harn, Ausscheidungsprodukte und Einzeller
im Pansen verloren geht, bestimmt. Befinden sich diese Mengen in
der Reihenfolge IP-RP > DP,
sind die erforderlichen Proteinmengen der Milchkühe erfüllt. Wird jedoch die Aminosäuremenge
in Bezug auf die Aminosäuren,
die Protei ne darstellen, genauer in Betracht gezogen, stimmt das
Aminosäuregleichgewicht
in den Körpern
der Milchkühe
nicht mit dem Verhältnis
der Aminosäuren
in den Proteinen der Milchkühe überein und
Aminosäuren
(limitierende Aminosäuren) sind
in Mengen vorhanden, die zum Aufbau der Proteine nicht ausreichen.
Werden diese Aminosäuren
zugeführt,
wird das Gleichgewicht der Aminosäuren, die zum Aufbau der Proteine
benötigt
werden, als Ganzes hergestellt und die Proteine werden effektiv
verwendet. Somit geht keine Aminosäure verloren.
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Während
dennoch limitierende Aminosäuren
zugeführt
werden, ist die Synthese der Proteine in den Körpern der Milchkühe auf das
Niveau der limitierenden Aminosäuren
beschränkt.
Da andere Aminosäuren
als limitierende Aminosäuren,
welche keine Proteine begründen,
in Form von Proteinen nicht verwendet werden, werden diese Aminosäuren in
vielen Fällen
abgebaut oder außerhalb
des Körpers über verschiedene
Wege verbrannt. Während
des Metabolismus wird ein Ansteigen des BUN-Wertes des Blutes beobachtet,
was eine große
Belastung der Leberfunktion von Milchkühen bedeutet. Außerdem hat
der Anstieg des BUN-Wertes des Blutes eine nachteilige Wirkung auf
die Empfängnisrate
der Milchkühe
und übt
verschiedene Einflüsse
aus, wie das Zurückgehen
der körperlichen
Verfassung der Milchkühe,
die Verzögerung
deren Wiederherstellung und dergleichen.
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Dementsprechend wirken durch Zuführen limitierender
Aminosäuren
in der Menge, die für
die Bildung von Proteinen nötig
ist, alle Aminosäuren
effektiv bei der Bildung von Proteinen in Milchkühen. Folglich wird die Anwesenheit
von Extra-Aminsäuren, die
keine Proteine bilden, deutlich unterdrückt. Daher steigt in idealer Weise
der BUN-Wert des Blutes, der durch diese Aminosäuren hervorgerufen wird, nicht
an und es ergibt sich keine Belastung für die Leberfunktion der Milchkühe, solange
Aminosäuren,
die Milchkühe
außerhalb
ihres Körpers
durch Metabolismus verbrennen, verschwinden.
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Jedoch ist die körperliche Verfassung der Milchkühe tatsächlich nicht
gleichbleibend, sondern verändert
sich laufend.
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Der BUN-Wert des Blutes kann nicht
auf 0 reduziert werden, da sich die Unregelmäßigkeit der Futterinhaltsstoffe,
die Veränderung
der Futteraufnahme, die Veränderung
in der Verdauung und Absorption des Futters und die Fähigkeit
der Milchkühe
selbst, Proteine zu synthetisieren, verändert. Ist außerdem der BUN-Wert
des Blutes hoch, verstärkt
sich die Belastung der Leber aufgrund einer erhöhten Aufnahme an Proteinen,
einem Ungleichgewicht an Aminosäuren
und dergleichen. Dementsprechend ist es wichtig, dass die Leberfunktion
von Milchkühen
immer normal gehalten wird und Milchkühe kontrolliert werden, damit
sie keine Funktionsstörung
der Leber erleiden. Die Erfinder haben herausgefunden, dass Alanin
und/oder Glutamin zur Verbesserung der Leberfunktion von Milchkühen wirkungsvoll
ist. Die Verabreichung von Alanin und/oder Glutamin hilft, die gute
Leberfunktion und die gesunde Verfassung der Milchkühe zu erhalten.
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Die Arten der limitierenden Aminosäuren und
deren unzureichende Mengen können
durch Berechnen der erforderlichen Aminosäuremengen eines Wiederkäuers und
der Aminsäurenmengen,
die durch Futter zugeführt
werden, bestimmt werden. Bei dieser Berechnung ist das Cornell-Modell
für ein
Kohlenwasserstoff- und ein Proteinsystem zur Bestimmung des Futters
für Milchkühe bekannt
(Search: Agriculture Ithaca, NY: Cor nell Univ. Agr. Exp. No. 34,
128 pp. 1990, ISSN 0362 – 2754).
Es wurde als ein Modell zur Abschätzung des Aminosäurebedarfs
oder eines Futters für
Milchkühe
und zur Berechnung verschiedener Veränderungen hinsichtlich der
Einstellung von notwendigen Nahrungsmittelmengen für Milchkühe, die
sich im Laufe der Zeit ändern,
der Formulierung eines Futters auf dessen Basis, der Kontrolle der
Fruchtbarkeit von Milchkühen,
der Kontrolle der Aufzucht, des Umwelteinflusses durch Hemmen der
Exkretion von Milchkühen
und dergleichen vorgeschlagen. Dieses Modell ist auf eine Tabellenkalkulation
am Computer anwendbar und kann auf Fleischvieh und Milchkühe in verschiedenen
Ebenen und verschiedenen Produktionsarten angewandt werden. Das Cornell-Modell
ermöglicht
es, metabolische Proteine von Milchkühen auf der Grundlage der Art,
des Körpergewichts
bei der Geburt, des gesamten Körpergewichts
und ähnlichem
unter bestimmten Bedingungen von einzelnen Milchkühen zu berechnen
(nämlich,
ob sich die Milchkühe
beim Aufrechterhalten des Zyklus oder während der Laktationsperiode
oder während
der Aufzuchtperiode befinden). Außerdem wird in diesem Modell berücksichtigt,
dass Milchkühe
auf ein Futter reagieren, das auf der Basis einer Futterzusammensetzung,
einer Verdaurate und Verdauungsproteinen (Verdauungsproteine, die
nicht durch die Funktion des Vormagens beeinflusst werden, und Proteine
von verdauten Bakterien) bereitgestellt wird. Metabolische Proteine,
die von einem bestimmten Wiederkäuer
benötigt
werden, werden auf diese Weise berechnet und die Mengen dieser Proteine
werden mit den berechneten Mengen des metabolischen Proteins, welche
sich aus dem bereitgestellten Futtermittel ergeben, berechnet. Werden
Verdauungsproteine in einer geringeren Menge zugeführt als
die, die für
die bestimmten Milchkühe
unter Berücksichtigung
der körperlichen
Verfassung und der Laktationsperiode benö tigt werden, muss ein Futteradditiv,
welches die oben erwähnten
pansenbeständigen
Aminosäuren von
Milchkühen
enthält,
in einer notwendigen Höhe
zugeführt
werden.
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Die Menge des Futteradditivs aus
den pansenbeständigen
Aminosäuren,
die dem Grundfutter zugegeben werden, wird durch Ersatz der Mengen
an Verdauungsproteinen, die in dem Futter fehlen, durch die Mengen
an Methionin und/oder Lysin, die vor der Funktion des Vormagens
geschützt
sind, berechnet. Dieser Austausch kann durch Analysieren der Aminosäuren der
Verdauungsproteine (die vom Futtermittel bereitgestellt werden)
unter Verwendung des oben erwähnten
Cornell-Modells, welches durch Chalupa et al. (Cornell Conference
for production of a feed in 1991, p. 44, cited herein as a reference
data) vorgeschlagen wird, durchgeführt werden. Eine Proteinfraktion
eines Futtermittels, die im ersten (Pansen) bis zum dritten (Psalterium) Magen
von Milchkühen
zersetzt wurde und die nicht im Vormagen zersetzt wurde, und die
Mengen an Methionin und Lysin, die für die Laktation und das Aufrechterhalten
benötigt
werden, und die unter Verwendung des Cornell-Modells berechnet wurden,
werden zusammengezählt,
wodurch es möglich
wird, die Mengen an Methionin und Lysin, die bestimmte Wiederkäuer benötigen, zu
berechnen.
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Die Arten der essentiellen Aminosäuren von
Milchkühen
und deren ausreichende Mengen werden durch die oben erwähnten Analysen,
welche andere Computermodelle als das oben erwähnte Modell umfassen, im Detail
bekannt. Jedoch sind diese Mengen berechnete Mengen und stimmen
manchmal nicht mit den wirklichen Mengen überein. Zum Beispiel verbrauchen
Milchkühe
ihre körperliche
Fitness beim Kalben. Dementsprechend verringert sich ihre körperliche
Fitness direkt nach dem Kalben und die Nahrungsaufnahme vermehrt
sich auf etwa 20% des Durchschnitts. Werden Milchkühe kontrolliert
aufgezogen und die Menge ihrer Milch, die Qualität der Milch und ihre gesundheitliche
Verfassung beobachtet, wird die ideale Aufzuchtprodzedur, die aus
dem Computermodell erhalten wird, nicht wirklich aufgezeigt. Jedoch
entspricht sogar in diesem Zustand die Milchmenge der tatsächlich erwarteten
und die Qualität
der Milch verschlechtert sich nicht wesentlich. Das bedeutet, dass
Milchkühe
selber instinktiv versuchen, kontinuierlich eine notwendige Milchmenge während der
Laktationsperiode zu produzieren. Dementsprechend stehen Milchkühe unter
ernster körperlicher Belastung.
Dies beeinflusst die Milchproduktion in den folgenden Jahren und
verursacht ebenso eine Zunahme von Stress für die Milchkühe, die
Verzögerung
des Östrus,
die Störung
der Ovarienfunktion und die Abnahme der Empfängnisrate. Als Ergebnis vermehren
sich die Tage der Nichtempfängnis
und der wirtschaftliche Verlust von Milchwirtschaften ist groß.
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Alanin und Glutamin sind ebenso wichtig
für Milchkühe, obwohl
sie gemäß dem oben
erwähnten
Computermodell keine anderen Aminosäuren als die essentiellen Aminosäuren von
Milchkühen
sind. Diese Aminosäuren
erhöhen
den Blutzucker, der eine Grundenergie für Milchkühe darstellt und hilft den
Milchkühen,
die Abnahme der körperlichen
Fitness und des Stresses aufgrund des Kalbens zu eliminieren, wodurch
es möglich wird,
die gute gesundheitliche Verfassung zu erhalten.
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Die oben erwähnten Aminosäuren verbessern
die Leberfunktion. Dementsprechend kann die Aufnahme dieser Aminosäuren die
Rückkehr
der Leberfunktion zu einem normalen Zustand be günstigen, sogar wenn Milchkühe aus irgendwelchen
Gründen
eine Leberbelastung erfahren.
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Dementsprechend kann die kombinierte
Verwendung von Lysin, Methionin, Alanin und Glutamin die gute Verfassung
von Milchkühen
im Gesamten erhalten. Speziell wird der BUN-Wert des Blutes verringert
und der Blutzuckerwert erhöht,
um die Leberfunktion zu erhalten. Tritt eine Störung der Leberfunktion auf,
wird sie eliminiert. Daher sind gute Aufzuchtergebnisse gegeben,
wenn die bevorzugten Bedingungen zum Erhalten der bevorzugten gesundheitlichen
Verfassung der Milchkühe,
wie oben erwähnt,
befriedigend sind, und daraus ergeben sich bevorzugte wirtschaftliche
Effekte für
Milchwirtschaften, wie ein früheres
Erreichen des ersten Östrus,
die Verringerung der für
eine Aufnahme nötigen
Paarungen und der Verringerung der Nichtempfängnisrate.
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Beispiele
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Die vorliegende Erfindung wird speziell
unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele beschrieben.
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Herstellungsbeispiel 1
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Herstellung einer pansenbeständigen Aminosäurezusammensetzung:
L-Lysin-Hydrochlorid
(325 g), 99,5 g Methionin, 250 g Alanin, 250 g Glutamin, 172,5 g
Talk, 2,5 g Natriumcarboxymethylcellulose und 135 g Wasser wurden
mit Hilfe eines Kneters geknetet. Das Gemisch wurde unter Verwendung
eines Extrusionspulverisierers mit einer Maschenweite von durchschnittlich
1,5 mm zu kugelförmigen
Granulaten geformt. Die Form der so er haltenen Granulate wurde unter
Verwendung einer Vorrichtung zum Formen von kugelförmigen Granulaten
(Malmerizer, hergestellt durch Fuji Paudal) eingestellt, wobei nahezu
kugelförmige
Granulate erhalten wurden. Die resultierenden kugelförmigen Granulate
wurden in einer Wirbelschicht getrocknet, wobei sich Kerne ergaben,
die L-Lysin-Hydrochlorid enthielten und eine Durchmesserverteilung
zwischen 1 mm bis 2,5 mm aufwiesen.
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Eine Schutzsubstanz, die 1,68 Gew.-Teile
Lipase A "Amano" 6 (hergestellt durch
Amono Seiyaku K. K.) enthielt, wurde in 98,32 Gew.-Teilen gehärtetem Talk
gelöst.
Das Gemisch wurde in einer Menge von 35,8 Gew.-Teilen, bezogen auf
100 Gew.-Teile der
Kerne, die auf einen Durchmesser von durchschnittlich 1,5 mm gescreent
wurden, auf die Kerne aufgetragen. Dann wurden 7,2 Gew.-Teile, bezogen
auf 100 Gew.-Teile der Kerne, mit geschmolzenem, gehärtetem Talk überzogen.
Die resultierenden beschichteten Teilchen wurden dem oben erwähnten Beurteilungstest
unterworfen. Die Elution in den Pansen betrug 9 und die entsprechende Elution
in die Verdauungsorgane 76%.
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Herstellungsbeispiel 2
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Herstellung einer pansenbeständigen Aminosäurezusammensetzung:
L-Lysin-Hydrochlorid
(616 g), 196 g Methionin, 525 g Alanin, 525 g Glutamin, 172,5 g
Talk, 2,5 g Natriumcarboxymethylcellulose und 135 g Wasser wurden
mit Hilfe eines Kneters geknetet. Das Gemisch wurde unter Verwendung
eines Extrusionspulverisierers mit einer Maschenweite von durchschnittlich
1,5 mm zu zylindrischen Granulaten geformt. Die Form der so erhaltenen
Granulate wurde unter Verwendung einer Vorrichtung zum Formen von
kugelförmigen
Granulaten (Malmerizer, hergestellt durch Fuji Paudal) eingestellt,
wobei nahezu kugelförmige
Granulate erhalten wurden. Die resultierenden kugelförmigen Granulate
wurden in einer Wirbelschicht getrocknet, wobei sich Kerne ergaben,
die L-Lysin-Hydrochlorid enthielten und eine Durchmesserverteilung
zwischen 1 mm bis 2,5 mm aufwiesen.
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Eine Schutzsubstanz, die 1,68 Gew.-Teile
Lipase A "Amano" 6 (hergestellt durch
Amono Seiyaku K. K.) enthielt, wurde in 98,32 Gew.-Teilen gehärtetem Talk
gelöst.
Das Gemisch wurde in einer Menge von 35,8 Gew.-Teilen, bezogen auf
100 Gew.-Teile der
Kerne, die auf einen Durchmesser von durchschnittlich 1,5 mm gescreent
wurden, auf die Kerne aufgetragen. Dann wurden 7,2 Gew.-Teile, bezogen
auf 100 Gew.-Teile der Kerne, mit geschmolzenem, gehärteten Talk überzogen.
Die resultierenden beschichteten Teilchen wurden dem oben erwähnten Beurteilungstest
unterworfen. Die Elution in den Pansen betrug 9 und die entsprechende Elution
in die Verdauungsorgane 72%.
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Beispiel 1
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30 Secundipara-Milchkühe (produzierte
Milchmenge – 10.000
kg/Kopf/Jahr, festgelegte Futteraufnahme, berechnet in trockener
Form – 24
Kg pro Tag) wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, nämlich 15 Kühe als Bereich mit Proteinversorgung
(positiver Kontrollbereich) und 15 Kühe als Bereich mit pansenbeständiger Aminosäureversorgung
(RPAA-Zufuhrbereich). In der Trockenstehperiode vor dem Kalben wurde
den Milchkühen aus
dem Bereich mit Proteinversorgung im Zeitraum von drei Wochen vor
dem Kalben bis zum Kalbtag die in Tabelle 1 gezeigte Futterformulierung
für die
Trockenperiode verabreicht. In dem RPAA-Versorgungsbereich wurde
den Kühen
drei Tage vor dem festgesetzten Kalbtag die in Tabelle 1 gezeigte
Futterformulierung für
die Trockenstehperiode verabreicht. In der Laktationsperiode wurde
die in Tabelle 2 gezeigte Futterformulierung für die Laktationsperiode verabreicht.
Das Aminosäuregleichgewicht
des Ergänzungsfuttermittels
mit pansenbeständiger
Aminosäure
(RPAA) in der Trockenperiode ist in Tabelle 3 gezeigt, das Aminosäuregleichgewicht des
Ergänzungsfuttermittels
mit Protein in der Trockenperiode ist in Tabelle 4 gezeigt, das
Aminsäuregleichgewicht
des Futters ohne Lysin und Methionin und das Futter mit pansenbeständiger Aminosäure in der
Laktationsperiode in Tabelle 5 und das Aminosäuregleichgewicht des Futters
mit Protein in der Laktationsperiode in Tabelle 6. Die in Herstellungsbeispiel
2 erhaltene pansenbeständige
Aminosäure
wurde den Milchkühen
in dem RPAA-Versorgungsbereich in den in Tabellen 1 und 2 gezeigten
Mengen verabreicht. Bezüglich
des Aufzuchtprotokolls ist die Futteraufnahme, berechnet in Trockenmasse,
in Tabelle 7 gezeigt. Die gesundheitliche Verfassung und die Beleibtheit
der Milchkühe
wurden anhand der 5-Stufen-Methode optisch ermittelt und die Ergebnisse
sind in Tabelle 8 gezeigt. Am 14. Tag vor der berechneten Kalbung
und am 14. und 56. Tag nach der Kalbung wurden Blutproben von allen
Milchkühen
sowohl in dem Bereich mit Proteinversorgung und in dem Bereich mit
RPAA-Versorgung genommen. Dann wurde der Blutzuckerwert und der
Blutharnstoffstickstoffwert (BUN-Wert) gemessen. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 9 gezeigt.
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- Holstein (15 Kühe/Bereich);
Secundipara, Multipara, produzierte Milchmenge
– 10.000
kg Kuh/Jahr, Futtermenge – 24
kg (als Trockenmasse berechnet)
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Beispiel 2
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40 Holsteiner Secundipara- oder Multipara-Kühe wurden
in zwei Gruppen unterteilt und einem Test unterzogen. Das in Tabelle
10 gezeigte fertig gemischte Futter für die Trockenstehperiode wurde
20 Kühen
in dem Kontrollbereich und 20 Kühen
in dem Bereich der pansenbeständigen
Aminosäureversorgung (RPAA-Verabreichungsbereich)
drei Wochen vor dem Kalben bis zum Kalbungstag verabreicht. Außerdem wurden
den Kühen
drei Tage vor dem berechneten Kalbungstag die in Herstellungsbeispiel
2 erhaltene pansenbeständige
Aminosäure
verabreicht. Nach dem Kalben wurde den Kühen im Kontrollbereich und
in dem Bereich, der pansenbeständigen
Aminosäureversorgung,
das in Tabelle 11 gezeigte fertig gemischte Futter für die Laktationsperiode
(die in Tabellen 12 und gezeigten Aminosäurezusammensetzungen) zugeführt. In
dem RPAA-Verabreichungsbereich wurde es kontinuierlich für 3 Wochen
nach dem Kalben verabreicht. Bezüglich aller
40 Kühe
in beiden Bereichen sind die Anzahl die Tage des ersten Östrus nach
dem Kalben, die Nichtempfängnisrate
und die Paarungshäufigkeit
während
der Empfängnis
in Tabellen 14 und 16 gezeigt. Der Kontrollbereich wurde mit dem
Bereich der pansenbeständigen
Aminosäureverabreichung
verglichen. Als Ergebnis wurde die Rate des ersten Östrus, der
innerhalb 100 Tagen erreicht wurde, gemessen. Sie betrug 78 im Kontrollbereich,
wohingegen sie 98% in dem RPAA-Verabreichungsbereich betrug, bezogen
auf die Anzahl an Tagen des Östrus
nach dem Kalben. Bezüglich
der Paarungshäufigkeit
während
der Empfängnis
betrug die Empfängnisrate
bei einer Paarung 33% und die Empfängnisrate bei drei oder mehr
Paarungen 39% im Kontrollbereich. Während die Empfängnisrate
bei einer Paarung 55% betrug, wurden alle Milchkühe durch höchstens 2 Paarungen in dem
RPAA-Verabreichungsbereich befruchtet. So mit erreichte die Empfängnis eine
gute Wirksamkeit. Dementsprechend wurde die Nichtempfängnisrate
verringert. Andererseits betrug die Nichtempfängnisrate innerhalb 80 Tagen
55%, bezogen auf 22% und die innerhalb 120 Tagen 100%, bezogen auf
58%, verglichen mit dem Kontrollbereich, somit wurde sie verbessert.
Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die RPAA-Verabreichung
das Energiegleichgewicht verbesserte und die Leberfunktion der Milchkühe aktivierte,
wobei die gute Verfassung der Milchkühe erhalten wurde, ihre körperliche
Fitness verbessert und der Stress aufgehoben wurde.
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