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DE69721297T2 - Herbizide zusammensetzungen - Google Patents

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DE69721297T2
DE69721297T2 DE69721297T DE69721297T DE69721297T2 DE 69721297 T2 DE69721297 T2 DE 69721297T2 DE 69721297 T DE69721297 T DE 69721297T DE 69721297 T DE69721297 T DE 69721297T DE 69721297 T2 DE69721297 T2 DE 69721297T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
surfactant
herbicidal composition
glyphosate
composition according
alkyldiamine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69721297T
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English (en)
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DE69721297D1 (de
Inventor
Leslie Paul GRIFFITHS
Francis Andrew KIRBY
Patrick Stephen TONNER
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huntsman Surfactants Technology Corp
Original Assignee
Huntsman Surfactants Technology Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Huntsman Surfactants Technology Corp filed Critical Huntsman Surfactants Technology Corp
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Publication of DE69721297D1 publication Critical patent/DE69721297D1/de
Publication of DE69721297T2 publication Critical patent/DE69721297T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N57/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds
    • A01N57/18Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-carbon bonds
    • A01N57/20Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-carbon bonds containing acyclic or cycloaliphatic radicals

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Diese Erfindung betrifft Herbizid-Formulierungen, insbesondere Herbizid-Zusammensetzungen, die N-Phosphonomethylglycin-Herbizide (Glyphosat-Herbizide) und Alkyldiamintetraalkoxylat-Tenside umfassen. Die Erfindung betrifft auch eine Tensid-Zusammensetzung, die ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid und ein Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid umfasst, und ihre Verwendung mit Glyphosat-Herbiziden, sowie wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare Körner, die ein nichthygroskopisches Salz von Glyphosat und ein festes Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid umfassen.
  • N-Phosphonomethylglycin, allgemein als „Glyphosat" bekannt, und seine Salze sind gut bekannte, nichtselektive systemische Herbizide, die erstmals in den frühen 1970er Jahren von Monsanto Company entwickelt wurden. Nach der Absorption durch die Blätter wird es schnell in Bereiche mit metabolischer Aktivität verlagert, einschließlich der Wurzeln und der Schösslinge. Es wurde gefunden, dass die Formulierung von Glyphosat mit einigen Tensid-Adjuvanzien zu einer Verstärkung der herbiziden Aktivität führen kann.
  • DE-4 019 362 beschreibt flüssige herbizide Zusammensetzungen, die Glyphosat und ein Alkyldiamintrialkoxylat-Tensid enthalten. Im Derwent-Abstract Nr. 96-017109/02, das dem Dokument JP-07 291 832 entspricht, wird ein kosmetisches Reinigungsmittel beschrieben, das ein Ethylendiamintetraalkoxylat-Tensid und ein Alkylpolyglycosid enthält.
  • Wyrill und Burnside, Weed Science, Band 25 (1977), 275–287, führten eine Studie über die Wirkungen verschiedener Tenside auf die herbizide Wirkung von Glyphosat durch. Einige Tensidklassen waren wirksamer als andere bezüglich der Verstärkung der herbiziden Wirkung von Glyphosat (insbesondere als Lösung des Isopropylamin-Salzes).
  • Trotz dieser Studie und nachfolgender Versuche, die Verstärkung der Glyphosat-Aktivität mit der Tensidstruktur zu korrelieren, ist die Wirksamkeit von Tensiden mit Glyphosat variabel und schwer vorhersagbar.
  • Die am häufigsten verwendeten Tensid-Adjuvanzien in Glyphosat-Formulierungen sind die Talgaminethoxylate. Diese Tenside sind zwar sehr wirksam bezüglich der Verstärkung der Aktivität des Glyphosats, aber es wurde kürzlich gezeigt, dass sie eine beträchtliche aquatische Toxizität aufweisen. Dementsprechend wurde in vielen Gebieten die Verwendung von Glyphosat-Zusammensetzungen, die Talgaminethoxylate enthalten, in der Nähe von Wasserwegen und deren Einzugsgebieten strikt reguliert. Insbesondere wurde gezeigt, dass ungefähr 3 ppm einer Standardformulierung aus ethoxyliertem Talgamin und Glyphosat in einem 48-Stunden-Standardtest bezüglich der EC50 eine akute toxische Wirkung auf Daphnia carinata zeigen.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass die Verwendung von Alkyldiamintetraalkoxylat als Tensid in Glyphosat-Zusammensetzungen Glyphosat-Formulierungen mit einer Aktivität bereit stellt, der derjenigen der bekannten Zusammensetzungen aus Glyphosat und ethoxylierten Talgaminen vergleichbar ist, und dass sie eine geringe aquatische Toxizität zeigen.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine herbizide Zusammensetzung bereit gestellt, die N-Phosphonomethylgycin und/oder ein Salz davon und ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid umfasst.
  • Der Begriff „Glyphosat-Zusammensetzung", wie er hier verwendet wird, meint N-Phosphonomethylglycin sowie jede beliebige Zusammensetzung oder Formulierung, die ein Glyphosat-Herbizid enthält. „Glyphosat-Herbizid" meint jede beliebige Form von Glyphosat, die in wässriger Lösung Glyphosat-Anionen zusammen mit geeigneten Kationen oder Glyphosatsäure bereit stellt. „Glyphosat-Herbizid" schließt die Isopropylaminsalze von Glyphosat und andere, in der Landwirtschaft annehmbare Salze von Glyphosat ein, beispielsweise diejenigen, die im US-Patent 3 799 758 offenbart wurden.
  • Beispiele für derartige geeignete Kationen sind Alkalimetall-Kationen, zum Beispiel Natrium und Kalium, sowie Ammonium und substituierte Ammonium-Kationen. Zu letzteren gehören Kationen, die sich von primären oder sekundären Aminen ableiten, wie Isopropylamin oder Dimethylamin, und von Diaminen wie Ethylendiamin.
  • Weiterhin sind Beispiele für in der Landwirtschaft annehmbare Salze von Glyphosat das Trimethylsulfonium-Salz („Sulfosat") oder Aminoguanidin-Salze, wie sie in EP-A-0 088 180 offenbart wurden. Da Glyphosat mehr als ein ersetzbares Wasserstoffatom enthält, sind Mono- und Di-Salze sowie Mischungen derartiger Salze möglich. Typische Glyphosat-Salze sind die Natrium-, Ammonium- und Trimethylsulfonium-Salze sowie die gemischten Alkylsulfonium-Salze und die Trialkyl-Salze.
  • Es wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Tensid-Adjuvanzien eine Wirksamkeit besitzen, die mit derjenigen der Standard-Talgaminethoxylate vergleichbar ist, die derzeit verwendet werden. Das ist überraschend, da der hydrophobe Anteil in Talgaminen eine Mischung von Fettsäure-Monoaminen mit einer angeknüpften Kohlenstoffkette von 16 bis 18 Einheiten ist. Im Gegensatz dazu ist die hydrophobe Basis der erfindungsgemäßen Tenside ein Diamin mit einer kurzen C1-C6-Alkylkette. Außerdem enthalten die hydrophilen Anteile der Talgamine nur Ethoxylat, während das erfindungsgemäße Tensid einige höhere Alkoxylatgruppen enthalten kann.
  • Darüber hinaus würde man aufgrund ihrer Struktur nicht erwarten, dass die erfindungsgemäßen Tenside nur eine geringe Toxizität zeigen. Es konnte auch nicht erwartet werden, dass sich die erfindungsgemäßen Tenside als so gute Adjuvanzien für Glyphosat wie die Talgamine erweisen würden. Das einzige, was die beiden hydrophoben Komponenten gemeinsam haben, ist eine Amin-Funktionalität, wobei diese Amin-Funktionalität bisher nicht als wichtig für die Eignung für eine Verwendung mit Glyphosat identifiziert wurde. Es ist generell angenommen worden, dass es die Funktion der Alkylkette ist, die wichtiger ist. Es wurde deshalb nicht erwartet, dass ein kurzkettiges Diamin so gut wie ein langkettiges Monoamin wirken würde.
  • Auf der Basis ihrer Struktur würde man nicht erwarten, dass Alkyldiamintetraalkoxylat-Tenside mit der Umgebung einer hohen Salzkonzentration und einem niedrigen pH einer wässrigen Glyphosat-Zusammensetzung kompatibel sind, und demgemäß erscheint es überraschend, dass sie nützliche Adjuvanzien für Glyphosat-Herbizide darstellen.
  • Der Begriff „niedrige aquatische Toxizität" wird hier im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Tensid- oder Herbizid-Zusammensetzungen verwendet, um eine akute aquatische Toxizität zu kennzeichnen, die geringer als die Toxizität einer äquivalenten Zusammensetzung ist, die ein ethoxyliertes Talgamin als Tensid-Komponente enthält. Der Begriff zeigt auch an, dass die Toxizität des Tensids oder der Zusammensetzung ausreichend niedrig ist, um die lokalen, regionalen oder nationalen Regulierungsvorschriften zu erfüllen, die die Toxizität von Tensiden oder Herbizid-Zusammensetzungen des Ortes, der Region oder des Staates regulieren, wo das Tensid oder die Zusammensetzung verwendet wird. Die erfindungsgemäßen Herbizid-Zusammensetzungen erfüllen vorzugsweise die Ansprüche an eine Standard-EC50 oder -LC50 mit einem geeigneten Indikatororganismus, beispielsweise Daphnia-Spezies wie Daphnia carinata, bei einer Konzentration von 100 ppm, bevorzugter bei 300 ppm, und am bevorzugtesten bei 1000 ppm.
  • Zusätzlich zu den Vorteilen einer niedrigen aquatischen Toxizität und einer Wirksamkeit der Alkyldiamintetraalkoxylate als Tenside in Glyphosat-Formulierungen besitzen sie auch Vorteile gegenüber anderen Tensiden, die zusammen mit Glyphosat-Formulierungen verwendet werden, beispielsweise die Einfachheit der Handhabung sowie eine geringere Schaumbildung im Vergleich zu einigen anderen Tensiden, die derzeit verwendet werden.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid eine Verbindung der Formel (I):
    Figure 00040001
    worin Q ein linearer oder verzweigter C1-C6-Alkylenrest ist und jeder Rest R unabhängig ausgewählt ist aus Oxyalkylen-Polymer- oder -Blockcopolymer-Ketten.
  • Q ist vorzugsweise -(CH2)n-, worin n 2 bis 6 ist, oder eine verzweigte Alkylengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie
    Figure 00040002
    Am stärksten wird bevorzugt, dass Q Ethylen ist.
  • R kann ein Polymer einer Oxyalkylengruppe wie Oxyethylen, Oxypropylen oder Oxybutylen sein. R kann ein Blockcopolymer von zwei oder mehreren verschiedenen Oxyalkylengruppen wie Oxyethylen, Oxypropylen oder Oxybutylen sein. Es wird bevorzugt, dass R ein Blockcopolymer von Oxyethylen und Oxypropylen ist.
  • Die Blöcke können sich in der Kette abwechseln. Zum Beispiel können Verbindungen der Formel (I) hergestellt werden, indem mit einer Verbindung der Formel (II) begonnen wird:
    Figure 00040003
    worin A eine Alkylengruppe ist. Die Verbindung der Formel (II) kann dann mit einem Alkylenoxid kondensiert werden, wobei die Alkylgruppe die gleiche wie oder eine andere als A sein kann. Die resultierende Verbindung kann weiter mit einem anderen Alkylenoxid kondensiert werden und so weiter, bis die fertige Verbindung erhalten wird.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform haben die erfindungsgemäßen Tenside die folgende Formel (III):
    Figure 00050001
    worin A und B verschiedene C2-C4-Alkylengruppen sind,
    R H oder C1-C6-Alkyl ist
    und X und Y ganze Zahlen von 0 bis 150 sind, mit der Maßgabe, dass X und Y nicht beide Null sind.
  • Vorzugsweise ist A Propylen und B ist Ethylen, oder A ist Ethylen und B ist Propylen.
  • Wenn A Propylen und B Ethylen ist, dann ist X vorzugsweise eine ganze Zahl von 1 bis ungefähr 30, bevorzugter von ungefähr 4 bis ungefähr 25, und Y ist vorzugsweise 0 bis ungefähr 150, bevorzugter ungefähr 4 bis ungefähr 120.
  • Die am stärksten bevorzugten erfindungsgemäßen Tenside sind Ethylendiaminalkoxylate der folgenden Formel (IV): worin x und y wie oben definiert sind.
  • C2H4O wird hier im Folgenden als EO bezeichnet und C3H6O als PO.
  • Geeignete Alkyldiaminalkoxylate, die als Tenside verwendet werden können, sind diejenigen der SYNPERONIC-T-Reihe sowie TERIC 173, bei denen es sich um im Handel erhältliche Ethylendiaminalkoxylate handelt. Besonders geeignet sind SYNPERONIC T/304 und TERIC 173. SYNPERONIC T/304 und TERIC 173 sind Verbindungen der Formel (IV), worin x und y 4 sind. Ebenfalls geeignet sind SYNPERONIC T/707, das eine Verbindung der Formel (IV) ist, worin x 16 ist und y 50 ist, SYNPERONIC T/908, das eine Verbindung der Formel (IV) ist, worin x 22,5 ist und y 118 ist, und TERIC 170, das eine Verbindung der Formel (IV) ist, worin x 1 ist und y 4 ist.
  • Es wurde unerwarteterweise gefunden, dass die Unverträglichkeit zwischen dem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid und dem Glyphosat-Herbizid in konzentrierter Lösung durch eine Erhöhung der Löslichkeit des Tensids über eine Verminderung der Kettenlänge des Oxyalkylenpolymers oder Blockcopolymers überwunden oder abgemildert werden kann. Es erscheint weiterhin überraschend, dass bei einer Verminderung der Kettenlänge des Oxyalkylenpolymers oder Blockcopolymers die Wirksamkeit und die aquatische Toxizität der resultierenden Formulierungen annehmbar bleiben.
  • Demgemäß stellt die vorliegende Erfindung in einem zweiten Aspekt eine Herbizid-Zusammensetzung bereit, die N-Phosphonomethylglycin und/oder ein Salz davon enthält, sowie ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid, wobei das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid eine Verbindung der Formel (III) umfasst, wie sie oben definiert wurde, worin X und Y ganze Zahlen von 0 bis 5 sind, mit der Maßgabe, dass X und Y nicht beide 0 sind und dass X + Y kleiner gleich oder gleich 6 ist.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieses Aspektes der Erfindung umfasst das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid eine Verbindung der Formel III, worin A Propylen ist, B Ethylen ist, R Wasserstoff ist, X 1 bis 3 ist, Y 3 bis 5 ist, mit der Maßgabe, dass X + Y 4 bis 6 ist.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist X 1 und Y ist 4.
  • Für diese Alkyldiamintetraalkoxylat-Tenside wurde gefunden, dass sie unerwarteterweise und überraschenderweise mit Glyphosat sowohl in Zusammensetzungen niedriger als auch hoher Stärke verträglich sind. Insbesondere wurde gefunden, dass die Tenside mit Formulierungen vom Gartenbau-/Industrie-Typ (die beispielsweise 360 g/L Glyphosatsäure-Äquivalente enthalten) sowie mit Formulierungen für eine großflächige Verwendung (die beispielsweise 450 g/L Glyphosatsäure-Äquivalent enthalten) verträglich sind.
  • Es wurde auch überraschenderweise gefunden, dass die Unverträglichkeit zwischen dem Glyphosat-Herbizid und dem Alkylamintetraalkoxylat-Tensid durch die Formulierung der Zusammensetzung als wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare Körnchen überwunden oder abgemildert werden kann.
  • Das beinhaltet die Verwendung eines nichthygroskopischen Salzes von N-Phosphonomethylglycin, beispielsweise eines Ammoniumsalzes, zusammen mit einer festen Form eines Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids.
  • Demgemäß wird in einem weiteren Aspekt der Erfindung eine Herbizid-Zusammensetzung in Form von in Wasser dispergierbaren oder wasserlöslichen Körnern bereit gestellt, die ein nichthygroskopisches Salz von N-Phosphonomethylglycin und ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid mit einem Schmelzpunkt oder Erweichungspunkt von über 45°C, vorzugsweise von über 50°C, bereit gestellt.
  • Es wurde gefunden, dass eine Erhöhung der Kettelänge des Oxyalkylenpolymers oder Blockcopolymers den Schmelzpunkt oder Erweichungspunkt des Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids erhöht.
  • Vorzugsweise umfasst das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid eine Verbindung der Formel (III), wie sie oben definiert wurde, worin X und Y ganze Zahlen von 0 bis 150 sind, mit der Maßgabe, dass X + Y größer als oder gleich 50 ist. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist A Propylen, B ist Ethylen, X ist 10 bis 30 und Y ist 50 bis 150.
  • Die wasserlöslichen oder in Wasser dispergierbaren Körner können gemäß Standardverfahren, die in diesem Gebiet bekannt sind, hergestellt werden, beispielsweise mittels einer Teller- oder Trommel-Granulierung, Extrudierung, Fließbett- oder Sprühtrocknung, oder mittels einer Verdichtung oder Tablettierung. Die festen Körner weisen die Vorteile auf, dass sie hohe Konzentrationen des Wirkstoffs und des Tensids ermöglichen, die Lagerfähigkeit und Transportierbarkeit verbessern, dass die Abmessung bestimmter Mengen der Zusammensetzung und die Beseitigung von verschüttetem Material einfach ist, sowie andere Vorteile, die im Allgemeinen mit festen Formulierungen verbunden sind.
  • Es wurde auch überraschenderweise gefunden, dass das erfindungsgemäße Tensid zusammen mit einem Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid eingesetzt werden kann. Zusätzlich dazu, dass es als hydrotrope Substanz für das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid wirkt und dadurch die Verträglichkeit des Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids mit dem Glyphosat-Herbizid verbessert, weist das Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid eine synergistische Wirkung mit dem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid auf, wodurch eine Glyphosat-Zusammensetzung bereit gestellt wird, die eine Aktivität aufweist, die mit derjenigen einer Glyphosat-Zusammensetzung vergleichbar ist, die das Standard-Tensid aus dem ethoxylierten Talgamin enthält. Es wurde auch unerwarteterweise gefunden, dass die Gegenwart des Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids und des Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensids die Schaumbildung durch das Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid vermindert.
  • Demgemäß wird in einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Herbizid-Zusammensetzung bereit gestellt, die N-Phosphonomethylglycin und/oder ein Salz davon, ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid und ein Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid umfasst.
  • Die Begriffe „Alkylglycosid" und „Alkylpolyglycosid", wie sie hier verwendet werden, beziehen sich auf Alkylglycoside der Glucose oder anderer Monosaccharide oder Disaccharide, beispielsweise von Saccharose, oder von Polysacchariden. Sie können durch eine Reaktion von Alkanolen mit den Mono-, Di- oder Polysacchariden erhalten werden. Der Begriff schließt auch Tenside ein, die aus Mischungen von Monosacchariden und Disacchariden und auch aus Mischungen von Alkanolen hergestellt wurden. Im Handel erhältliche Alkylglycoside und Alkylpolyglycoside sind im Allgemeinen das Produkt der Reaktion von Glucose mit einer Mischung von Alkanolen, die 8 bis 10 Kohlenstoffatome enthalten. Die Zahl der Glycosideinheiten pro Molekül (d. h. das DG-Verhältnis) kann variieren.
  • Beispiele für geeignete Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tenside, die für den Einsatz gemäß diesem Aspekt der Erfindung geeignet sind, sind ATPLUS 450, ATPLUS 258, ATPLUS 3001 A (Imperial Chemical Industries PLC), ECOTERIC AS10, ALKADET 15 (ICI Australien), Triton BG (Union Carbide). APG 300, APG 225 (Henkel), Staley APG 91-3, Staley APG 23-1 und Staley APG 23-3 (Staley Corporation).
  • Zur Verminderung von Problemen hinsichtlich der Verträglichkeit mit dem Glyphosat-Herbizid wird es bevorzugt, dass das Gewichtsverhältnis zwischen dem Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid und dem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid zwischen 1,2: 1 und 2: 1, bevorzugter bei ungefähr 1,5 : 1 liegt. Es wird bevorzugt, dass die Kombination aus den Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensiden und den Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensiden in Glyphosat-Zusammensetzungen verwendet wird, die weniger als 400 g/L, bevorzugter weniger als 360 g/L Glyphosatsäure-Äquivalente enthalten. Für Zusammensetzungen, die eine höhere Glyphosat-Konzentration enthalten, wird es bevorzugt, ein Alkyldiamintetraalkoxylat der Formel III zu verwenden.
  • Es wurde gefunden, dass die Reduzierung der Größe der Oxyalkylenpolymer- oder -blockcopolymer-Kette für eine Verbesserung der Verträglichkeit mit dem Glyphosat-Herbizid zu einer Verminderung der Wirksamkeit des Glyphosat-Herbizids gegenüber einer äquivalenten Formulierung, in der das Standard-Tensid aus ethoxyliertem Talgamin verwendet wird, führen kann. Es wurde jedoch unerwarteterweise gefunden, dass die Verwendung eines Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensids in Kombination mit einem derartigen Alkylamintetraalkoxylat-Tensid die Aktivität der Zusammensetzung auf das Niveau der Standardformulierung bringen kann. Die Kombination aus einem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid und einem Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid, wie sie oben beschrieben wurde, ist neuartig und stellt einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung dar.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können als Stäube, gekörnte Zusammensetzungen, flüssige Emulsionen oder flüssige Konzentrate formuliert werden. Das Tensid kann auch zu einer Sprühtank-Lösung von Glyphosat zugegeben werden, d. h. als eine dem Tank zugesetzte Lösung verwendet werden. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können das Alkyldiamintetraalkoxylat in einer Menge von bis zu ungefähr 90% des Gewichts der Glyphosat-Äquivalente an freier Säure, die in der Formulierung vorliegen, enthalten.
  • Für die Verwendung der Alkyldiamintetraalkoxylate als dem Tank zugesetzte Adjuvanzien gibt es praktisch keine Obergrenze der Menge an Tensid, die zugegeben werden kann, aber typischerweise würde ein Tensid in einer Menge von 0,025–0,6 kg pro Hektar (auf der Basis des aktiven Tensids) verwendet werden, und zwar in Abhängigkeit von der Stärke des verwendeten Glyphosats.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können zur Kontrolle oder Beseitigung unerwünschter Pflanzen oder einer unerwünschter Vegetation eingesetzt werden, indem sie dem Ort, wo die Kontrolle gewünscht wird, aufgebracht werden. Normalerweise sind das die Blätter des Unkrauts, das beseitigt werden soll. Demgemäß wird als ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Kontrolle oder Beseitigung unerwünschter Pflanzen oder einer unerwünschter Vegetation bereit gestellt, das das Ausbringen einer phytotoxischen Menge einer herbiziden Zusammensetzung gemäß der oben beschriebenen Erfindung auf einen Ort, wo die Kontrolle oder Beseitigung gewünscht wird, umfasst.
  • Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wird im Allgemeinen mit Wasser verdünnt, ehe sie auf die Pflanzenspecies, die behandelt werden soll, gesprüht oder auf sonstige bekannte Weise appliziert wird. Die Verdünnung kann so gewählt werden, dass ein herkömmliches Sprühen von 50–600 Liter/Hektar 0,125 bis 3 kg Glyphosatsäure-Äquivalente pro Hektar bereit stellt. Sprühlösungen für das kontrollierte Versprühen von Tröpfchen sind konzentrierter als für andere Anwendungen.
  • Die Phytoaktivität von herbiziden Zusammensetzungen hängt auch von der Menge des Glyphosats ab, die zur Behandlung der jeweiligen Pflanzenspecies eingesetzt wird. So wird die eingesetzte Menge der Zusammensetzung üblicherweise als Gramm Glyphosatsäure-Äquivalente pro Hektar ausgedrückt. Es wurde gefunden, dass 200–600 Gramm Säureäquivalente pro Hektar die besten Ergebnisse liefern.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch andere herkömmliche Adjuvanzien enthalten, die normalerweise in Glyphosat-Formulierungen enthalten sind, wie Entschäumer, Verdickungsmittel, Wärmestabilisatoren, ultraviolettes Licht absorbierende Agenzien, Dispergiermittel und Düngemittel oder andere, in der Landwirtschaft annehmbare Materialien, einschließlich von Füllstoffen wie Talk, Diatomeenerde und dergleichen, sowie Verdünnungsmittel wie Wasser. Die Zusammensetzungen können auch zusätzliche Tensid-Adjuvanzien mit geringer aquatischer Toxizität enthalten, vorausgesetzt, dass die Gegenwart derartiger Tenside nicht die Wirksamkeit der herbiziden Zusammensetzungen auf nicht annehmbare Werte vermindert.
  • Für feste Glyphosat-Zusammensetzungen, in die das Adjuvans eingearbeitet ist, wird vorzugsweise ein Alkyldiamintetraalkoxylat mit hohem Molekulargewicht verwendet. Die Tensid-Zusammensetzung kann bis zu einer Menge von 100% des Gewichts des Glyphosats, das als freie Säureäquivalente vorliegt, eingesetzt werden, aber typischer in einer Menge von unter 35%.
  • Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele beschrieben. Es sollte jedoch klar sein, dass die Einzelheiten der folgenden Beispiele nicht an die Stelle der Allgemeinheit der vorangegangenen Beschreibung der Erfindung treten sollen.
  • Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele und Zeichnungen beschrieben, die einige bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung veranschaulichen und einige Vergleiche mit im Handel erhältlich Formulierungen bringen sollen. Es sollte jedoch klar sein, dass die Einzelheiten der folgenden Beispiele nicht an die Stelle der Allgemeinheit der vorangegangenen Beschreibung der Erfindung treten sollen.
  • ZEICHNUNGEN
  • 1 ist ein Vergleich der berechneten ED50-Werte (95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzungen der Beispiele 1 und 6 und das im Handel erhältliche, auf dem Talgaminethoxylat basierende Produkt (das in der Figur als „Glyph 360" bezeichnet wird) für das Weidelgras-Ungras (Lolium rigidum).
  • 2 ist ein Vergleich der ED50-Werte (95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für das Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel) und eine auf dem Talgaminethoxylat basierende Standard-Formulierung mit den Zusammensetzungen aus den Beispielen 6, 7 und 8 für Weidelgras.
  • 3 ist ein Vergleich der berechneten ED50-Werte (95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzung aus den Beispielen 9 und 10 mit zwei im Handel erhältlichen festen Formulierungen für Weidelgras.
  • 4 ist ein Vergleich der berechneten ED50-Werte (95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzungen aus den Beispielen 9 und 10 für die Breitblatt-Pflanze Raps (Brassica napus L.).
  • 5 ist ein Vergleich der berechneten ED50-Werte (95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzungen aus den Beispielen 1, 2 und 6 für Raps (Brassica napus L.).
  • BEISPIELE
  • Beispiel 1
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    TERIC 170 170 g/L
    Wasser ad 1 L
    (TERIC 170 ist eine im Handel erhältliche Verbindung der Formel IV, wobei x 1 ist und y 4 ist, wie in der Tabelle 1 angegeben ist.)
  • Die EC50-Daten für die akute aquatische Toxizität von TERIC 170 für Daphnia carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und die biologische Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat bei Verwendung einer ähnlichen Tensidmenge ist in der Tabelle 3 gezeigt und für einen weiteren Versuch in der Tabelle 8. Die relative biologische Wirksamkeit ist auch in der 1 und der 5 gezeigt. Die Daten aus der 1 zeigen, dass das TERIC 170 bezüglich des Weidelgrases mit dem Talgaminethoxylat vergleichbar ist. TERIC 170 zeigt im Vergleich zu dem Talgaminethoxylat eine stark verminderte akute aquatische Toxizität.
  • Beispiel 2
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    TERIC 171 170 g/L
    Wasser ad 1 L
    (TERIC 171 ist eine im Handel erhältliche Verbindung der Formel IV, wobei x 12 ist und y 4 ist, wie in der Tabelle 1 angegeben ist.)
  • Die biologische Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat ist in der Tabelle 8 gezeigt. Die relative biologische Wirksamkeit ist auch in der 5 gezeigt. Die akute aquatische Toxizität der Formulierung mit TERIC 171 ist im Vergleich zu derjenigen mit der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat stark vermindert.
  • Beispiel 3
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    TERIC 172 170 g/L
    Wasser ad 1 L
    (TERIC 172 ist eine im Handel erhältliche Verbindung der Formel IV, wobei x 3 ist und y 4 ist, wie in der Tabelle 1 angegeben ist.)
  • Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel)
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    ATPLUS 3001A 243 g/L
    Wasser ad 1 L
    (ATPLUS 3001A ist ein im Handel erhältliches Alkylpolyglucosid-Tensid, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.) Die Menge des vorhandenen aktiven Tensids liegt bei 170 g/L.
  • Die EC50-Daten für die akute aquatische Toxizität von ATPLUS 3001A für Daphnia carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und die biologische Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat ist in der Tabelle 4 gezeigt. Die relative biologische Wirksamkeit ist auch in der 2 gezeigt. ATPLUS 3001A hat eine höhere akute aquatische Toxizität als die Alkyldiamintetraalkoxylate.
  • Beispiel 5
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    ATPLUS 436 213 g/L
    Wasser ad 1 L
    (ATPLUS 436 ist ein im Handel erhältliches Tensid, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.) Die Menge des in der Formulierung vorhandenen aktiven Tensids liegt bei 170 g/L.
  • Die EC50-Daten für die akute aquatische Toxizität von ATPLUS 436 in der obigen Formulierung für Daphnia carinata, Litoria Lesueuri und Oncorhynchus mykiss sind in der Tabelle 2 gezeigt. Die biologische Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat in Gewächshausuntersuchungen ist in den Tabellen 5A und 5B gezeigt. Die Ergebnisse zeigen keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat bei einer Verwendung in einer Konzentration von 360 g/L. Die aquatische Toxizität der Formulierung mit ATPLUS 436 ist jedoch signifikant vermindert.
  • Beispiel 6
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    DS 2529 206 g/L
    Wasser ad 1 L
    (DS 2529 ist ein Blend von TERIC 170 und ATPLUS 3001A, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.)
  • Die EC50-Daten für die akute aquatische Toxizität der obigen Zusammensetzung für Daphnia carinata, Litoria Lesueuri und Oncorhynchus mykiss sind in der Tabelle 2 gezeigt. Die biologische Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat und von TERIC 170 ist für Weidelgras in der Tabelle 3 gezeigt und für Raps in der Tabelle 8. Ein Vergleich mit ATPLUS 3001A ist in der Tabelle 4 gezeigt. Ihre relative biologische Wirksamkeit ist in der 1, der 2 und 5 gezeigt. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 zu der gleichen oder einer besseren Wirkung wie bzw. als ATPLUS 3001A bei dessen alleiniger Verwendung im gleichen Umfang führte. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 bezüglich der Wirksamkeit zu einem Ergebnis führte, das besser als dasjenige für TERIC 170 allein war, während sie gleichzeitig das Profil der aquatischen Toxizität der Formulierung deutlich verbesserte.
  • Beispiel 7
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    DS 2547 192 g/L
    Wasser ad 1 L
    DS 2547 ist ein Blend von TERIC 170 und ATPLUS 3001A, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.)
  • Die biologische Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat ist in der Tabelle 4 gezeigt, und die relative biologische Wirksamkeit ist in der 2 gezeigt. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 zu einer besseren Wirkung auf das Weidelgras führte als ATPLUS 3001A bei dessen alleiniger Verwendung im gleichen Umfang. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 bezüglich der Wirksamkeit zu einem Ergebnis führte, das besser als dasjenige für TERIC 170 allein war, während sie gleichzeitig das Profil der aquatischen Toxizität der Formulierung deutlich verbesserte.
  • Beispiel 8
  • Es wird eine Formulierung von 360 g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Isopropylaminsalz (60 Gew.-%) 810 g/L
    DS 2548 177 g/L
    Wasser ad 1 L
    (DS 2548 ist in der Tabelle 1 näher bezeichnet.)
  • Die biologische Wirksamkeit ist in der Tabelle 4 gezeigt, und die relative biologische Wirksamkeit ist in der 2 gezeigt. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 zu einer besseren Wirkung führte als ATPLUS 3001A bei dessen alleiniger Verwendung im gleichen Umfang. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 bezüglich der Wirksamkeit zu einem Ergebnis führt, das besser als dasjenige für TERIC 170 allein war, während sie gleichzeitig das Profil der aquatischen Toxizität der Formulierung deutlich verbesserte.
  • Beispiel 9
  • Es wird eine feste granuläre Formulierung von Glyphosat, das als das Monoammoniumsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Ammoniumsalz (96 Gew.-%) 734 g/kg
    SYNPERONIC T/707 217 g/kg
    Ammoniumsulfat 49 g/kg
    (SYNPERONIC T/707 ist eine Verbindung der Formel IV, wobei x ungefähr 16 ist und y 50 ist, wie in der Tabelle 1 angegeben ist.)
  • Die EC50-Daten für die akute aquatische Toxizität für Daphnia carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und die biologische Wirksamkeit auf Gras und Spezies breitblättriger Unkräuter ist im Vergleich zu derjenigen der im Handel erhältlichen festen Formulierungen WeedmasterTM (Nufarm) und BiactiveTM (Monsanto) in den Tabellen 6 und 7 gezeigt. Weedmaster enthält einen Komplex aus Harnstoff und einem nichtionischen Tensid, während man bei Biactive davon ausgeht, dass es ein Blend aus Alkyl-quaternärem-Amin-alkoxylat- und Polysorbat-Tensiden enthält. Die relative biologische Wirksamkeit des Produkts ist in den 3 und 4 gezeigt. Nach diesen Daten ist SYNPERONIC T/707 beträchtlich wirksamer gegenüber Ungräsern als die im Handel erhältlich Formulierungen und wenigstens vergleichbar wirksam gegenüber breitblättrigen Unkräutern.
  • Beispiel 10
  • Es wird eine feste granuläre Formulierung von Glyphosat, das als das Monoammoniumsalz vorliegt, wie folgt formuliert:
    Glyphosat-Ammoniumsalz (96 Gew.-%) 734 g/kg
    SYNPERONIC T/908 217 g/kg
    Ammoniumsulfat 49 g/kg
    (SYNPERONIC T/908 ist eine Verbindung der Formel IV, wobei x ungefähr 16 ist und y 50 ist, wie in der Tabelle 1 angegeben ist.)
  • Die EC50-Daten für die akute aquatische Toxizität für Daphnia carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und ihre biologische Wirksamkeit auf Gras und Spezies breitblättriger Unkräuter im Vergleich zu derjenigen der im Handel erhältlichen festen Formulierungen, wie sie im Beispiel 9 beschrieben wurden, ist in den Tabellen 6 und 7 gezeigt. Die relative biologische Wirksamkeit des Produkts ist in den 3 und 4 gezeigt. Die Daten zeigen, dass die SYNPERONIC-T/908-Formulierung bezüglich ihrer Wirksamkeit auf das Weidelgras vergleichbar mit Weedmaster und beträchtlich besser als Biactive ist. Die SYNPERONIC-T/908-Formulierung ist bezüglich der Raps-Unkräuter wenigstens vergleichbar mit Weedmaster. Es wird, basierend auf Vergleichen der Ergebnisse der verwendeten Tensidtypen, erwartet, dass die Formulierung, die SYNPERONIC T/908 einsetzt, bezüglich der aquatischen Toxizität ein beträchtlich besseres Profil als die getestete Weedmaster-Probe hat.
  • In der ganzen vorliegenden Beschreibung und den folgenden Ansprüchen soll, sofern der Zusammenhang nichts anderes erfordert, das Wort „umfassen", oder Variationen wie „umfasst" oder „umfassend", so verstanden werden, dass es den Einschluss einer erwähnten Einheit oder Gruppe von Einheiten impliziert und nicht den Ausschluss einer beliebigen anderen Einheit oder Gruppe von Einheiten.
  • Figure 00170001
  • Figure 00180001
  • Figure 00190001
  • Figure 00200001
  • Figure 00210001
  • Figure 00220001
  • Figure 00230001
  • Figure 00240001
  • Figure 00250001

Claims (18)

  1. Herbizide Zusammensetzung, die N-Phosponomethylglycin und/oder ein Salz davon und ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid umfassen.
  2. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Alkyldiamintetraalkoxy-Tensid eine Verbindung der Formel (I) umfaßt
    Figure 00260001
    worin Q ein linearer oder verzweigter C1-C6-Alkylenrest ist und jeder Rest R unabhängig ausgewählt ist aus Oxyalkylen-Polymer- oder -Blockcopolymer-Ketten.
  3. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Alkyldiamintetraalkokylat-Tensid eine Verbindung der Formel (III) umfaßt:
    Figure 00260002
    worin A und B verschiedene C2-C4-Alkylengruppen sind, R H oder C1-C6-Alkyl ist und X und Y ganze Zahlen von 0 bis 150 sind, mit der Maßgabe, daß X und Y nicht beide Null sind.
  4. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 3, wobei A Propylen ist und B Ethylen ist, oder A Ethylen ist und B Propylen ist.
  5. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 4, worin: A Propylen ist, B Ethylen ist, R Wasserstoff ist, X 1 bis 3 ist, Y 3 bis 5 ist, mit der Maßgabe, daß X + Y ≤ 6 beträgt.
  6. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 5, wobei X = 1 und Y = 4.
  7. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 1 in der Form eines wasserdispergierbaren oder wasserlöslichen Granulats.
  8. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 7, die ein nicht-hygroskopisches Salz von N-Phosphonomethylglycin umfaßt.
  9. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 8, wobei das Salz von N-Phosphonomethylglycin ein Ammoniumsalz ist.
  10. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, wobei das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid einen Schmelzpunkt oder Erweichungspunkt von mehr als 45°C aufweist.
  11. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 10, wobei das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid einen Schmelzpunkt oder Erweichungspunkt von mehr als 50°C aufweist.
  12. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 1, die außerdem ein Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid umfaßt.
  13. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 12, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid zu dem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid zwischen 1,2 : 1 und 2 : 1 liegt.
  14. Herbizide Zusammensetzung nach Anspruch 13, wobei das Verhältnis etwa 1,5 : 1 beträgt.
  15. Verwendung der Tensidzusammensetzung, die ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid und ein Alkylglycosid- oder Alkylpolylglycosid-Tensid umfaßt, als Adjuvans für eine Glyphosat-Zusammensetzung.
  16. Verwendung nach Anspruch 15, wobei das Gewichtsverhältnis von Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid zu dem Alkyldiamintetraalkoxylat zwischen 1,2 : 1 und 2 : 1 liegt.
  17. Verwendung eines Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids als Adjuvans für eine Glyphosat-Zusammensetzung.
  18. Verfahren zur Bekämpfung oder Vernichtung unerwünschter Pflanzen oder unerwünschter Vegetation, das die Stufe des Ausbringens einer phytotoxischen Menge einer Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 14 an einem Ort einschließt, wo die Bekämpfung oder Vernichtung gewünscht wird.
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