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Diese Erfindung betrifft Herbizid-Formulierungen,
insbesondere Herbizid-Zusammensetzungen, die N-Phosphonomethylglycin-Herbizide
(Glyphosat-Herbizide) und Alkyldiamintetraalkoxylat-Tenside umfassen. Die
Erfindung betrifft auch eine Tensid-Zusammensetzung, die ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
und ein Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid umfasst, und
ihre Verwendung mit Glyphosat-Herbiziden, sowie wasserlösliche oder
in Wasser dispergierbare Körner,
die ein nichthygroskopisches Salz von Glyphosat und ein festes Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
umfassen.
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N-Phosphonomethylglycin, allgemein
als „Glyphosat"
bekannt, und seine Salze sind gut bekannte, nichtselektive systemische
Herbizide, die erstmals in den frühen 1970er Jahren von Monsanto
Company entwickelt wurden. Nach der Absorption durch die Blätter wird
es schnell in Bereiche mit metabolischer Aktivität verlagert, einschließlich der
Wurzeln und der Schösslinge.
Es wurde gefunden, dass die Formulierung von Glyphosat mit einigen
Tensid-Adjuvanzien zu einer Verstärkung der herbiziden Aktivität führen kann.
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DE-4 019 362 beschreibt flüssige herbizide
Zusammensetzungen, die Glyphosat und ein Alkyldiamintrialkoxylat-Tensid
enthalten. Im Derwent-Abstract Nr. 96-017109/02, das dem Dokument
JP-07 291 832 entspricht, wird ein kosmetisches Reinigungsmittel
beschrieben, das ein Ethylendiamintetraalkoxylat-Tensid und ein
Alkylpolyglycosid enthält.
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Wyrill und Burnside, Weed Science,
Band 25 (1977), 275–287,
führten
eine Studie über
die Wirkungen verschiedener Tenside auf die herbizide Wirkung von
Glyphosat durch. Einige Tensidklassen waren wirksamer als andere
bezüglich
der Verstärkung
der herbiziden Wirkung von Glyphosat (insbesondere als Lösung des Isopropylamin-Salzes).
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Trotz dieser Studie und nachfolgender
Versuche, die Verstärkung
der Glyphosat-Aktivität
mit der Tensidstruktur zu korrelieren, ist die Wirksamkeit von Tensiden
mit Glyphosat variabel und schwer vorhersagbar.
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Die am häufigsten verwendeten Tensid-Adjuvanzien
in Glyphosat-Formulierungen sind die Talgaminethoxylate. Diese Tenside
sind zwar sehr wirksam bezüglich
der Verstärkung
der Aktivität
des Glyphosats, aber es wurde kürzlich
gezeigt, dass sie eine beträchtliche
aquatische Toxizität
aufweisen. Dementsprechend wurde in vielen Gebieten die Verwendung
von Glyphosat-Zusammensetzungen, die Talgaminethoxylate enthalten, in
der Nähe
von Wasserwegen und deren Einzugsgebieten strikt reguliert. Insbesondere
wurde gezeigt, dass ungefähr
3 ppm einer Standardformulierung aus ethoxyliertem Talgamin und
Glyphosat in einem 48-Stunden-Standardtest bezüglich der EC50 eine
akute toxische Wirkung auf Daphnia carinata zeigen.
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Es wurde nun überraschenderweise gefunden,
dass die Verwendung von Alkyldiamintetraalkoxylat als Tensid in
Glyphosat-Zusammensetzungen Glyphosat-Formulierungen mit einer Aktivität bereit
stellt, der derjenigen der bekannten Zusammensetzungen aus Glyphosat
und ethoxylierten Talgaminen vergleichbar ist, und dass sie eine
geringe aquatische Toxizität
zeigen.
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Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung wird eine herbizide Zusammensetzung bereit gestellt, die
N-Phosphonomethylgycin und/oder ein Salz davon und ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
umfasst.
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Der Begriff „Glyphosat-Zusammensetzung",
wie er hier verwendet wird, meint N-Phosphonomethylglycin sowie
jede beliebige Zusammensetzung oder Formulierung, die ein Glyphosat-Herbizid
enthält. „Glyphosat-Herbizid"
meint jede beliebige Form von Glyphosat, die in wässriger
Lösung
Glyphosat-Anionen zusammen mit geeigneten Kationen oder Glyphosatsäure bereit
stellt. „Glyphosat-Herbizid"
schließt
die Isopropylaminsalze von Glyphosat und andere, in der Landwirtschaft
annehmbare Salze von Glyphosat ein, beispielsweise diejenigen, die
im US-Patent 3 799 758 offenbart wurden.
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Beispiele für derartige geeignete Kationen
sind Alkalimetall-Kationen, zum Beispiel Natrium und Kalium, sowie
Ammonium und substituierte Ammonium-Kationen. Zu letzteren gehören Kationen,
die sich von primären
oder sekundären
Aminen ableiten, wie Isopropylamin oder Dimethylamin, und von Diaminen
wie Ethylendiamin.
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Weiterhin sind Beispiele für in der
Landwirtschaft annehmbare Salze von Glyphosat das Trimethylsulfonium-Salz
(„Sulfosat")
oder Aminoguanidin-Salze, wie sie in EP-A-0 088 180 offenbart wurden.
Da Glyphosat mehr als ein ersetzbares Wasserstoffatom enthält, sind
Mono- und Di-Salze
sowie Mischungen derartiger Salze möglich. Typische Glyphosat-Salze
sind die Natrium-, Ammonium- und Trimethylsulfonium-Salze sowie
die gemischten Alkylsulfonium-Salze
und die Trialkyl-Salze.
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Es wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Tensid-Adjuvanzien
eine Wirksamkeit besitzen, die mit derjenigen der Standard-Talgaminethoxylate
vergleichbar ist, die derzeit verwendet werden. Das ist überraschend,
da der hydrophobe Anteil in Talgaminen eine Mischung von Fettsäure-Monoaminen
mit einer angeknüpften
Kohlenstoffkette von 16 bis 18 Einheiten ist. Im Gegensatz dazu
ist die hydrophobe Basis der erfindungsgemäßen Tenside ein Diamin mit
einer kurzen C1-C6-Alkylkette.
Außerdem
enthalten die hydrophilen Anteile der Talgamine nur Ethoxylat, während das
erfindungsgemäße Tensid
einige höhere
Alkoxylatgruppen enthalten kann.
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Darüber hinaus würde man
aufgrund ihrer Struktur nicht erwarten, dass die erfindungsgemäßen Tenside
nur eine geringe Toxizität
zeigen. Es konnte auch nicht erwartet werden, dass sich die erfindungsgemäßen Tenside
als so gute Adjuvanzien für
Glyphosat wie die Talgamine erweisen würden. Das einzige, was die
beiden hydrophoben Komponenten gemeinsam haben, ist eine Amin-Funktionalität, wobei
diese Amin-Funktionalität
bisher nicht als wichtig für
die Eignung für
eine Verwendung mit Glyphosat identifiziert wurde. Es ist generell
angenommen worden, dass es die Funktion der Alkylkette ist, die
wichtiger ist. Es wurde deshalb nicht erwartet, dass ein kurzkettiges
Diamin so gut wie ein langkettiges Monoamin wirken würde.
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Auf der Basis ihrer Struktur würde man
nicht erwarten, dass Alkyldiamintetraalkoxylat-Tenside mit der Umgebung
einer hohen Salzkonzentration und einem niedrigen pH einer wässrigen
Glyphosat-Zusammensetzung kompatibel sind, und demgemäß erscheint
es überraschend,
dass sie nützliche
Adjuvanzien für
Glyphosat-Herbizide darstellen.
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Der Begriff „niedrige aquatische Toxizität" wird
hier im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Tensid- oder Herbizid-Zusammensetzungen
verwendet, um eine akute aquatische Toxizität zu kennzeichnen, die geringer
als die Toxizität
einer äquivalenten
Zusammensetzung ist, die ein ethoxyliertes Talgamin als Tensid-Komponente
enthält.
Der Begriff zeigt auch an, dass die Toxizität des Tensids oder der Zusammensetzung ausreichend
niedrig ist, um die lokalen, regionalen oder nationalen Regulierungsvorschriften
zu erfüllen,
die die Toxizität
von Tensiden oder Herbizid-Zusammensetzungen des Ortes, der Region
oder des Staates regulieren, wo das Tensid oder die Zusammensetzung
verwendet wird. Die erfindungsgemäßen Herbizid-Zusammensetzungen
erfüllen
vorzugsweise die Ansprüche
an eine Standard-EC50 oder -LC50 mit
einem geeigneten Indikatororganismus, beispielsweise Daphnia-Spezies
wie Daphnia carinata, bei einer Konzentration von 100 ppm, bevorzugter
bei 300 ppm, und am bevorzugtesten bei 1000 ppm.
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Zusätzlich zu den Vorteilen einer
niedrigen aquatischen Toxizität
und einer Wirksamkeit der Alkyldiamintetraalkoxylate als Tenside
in Glyphosat-Formulierungen besitzen sie auch Vorteile gegenüber anderen Tensiden,
die zusammen mit Glyphosat-Formulierungen verwendet werden, beispielsweise
die Einfachheit der Handhabung sowie eine geringere Schaumbildung
im Vergleich zu einigen anderen Tensiden, die derzeit verwendet
werden.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid eine Verbindung der
Formel (I):
worin Q ein linearer oder
verzweigter C
1-C
6-Alkylenrest
ist und jeder Rest R unabhängig
ausgewählt
ist aus Oxyalkylen-Polymer- oder -Blockcopolymer-Ketten.
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Q ist vorzugsweise -(CH
2)
n-, worin n 2 bis 6 ist, oder eine verzweigte
Alkylengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie
Am stärksten wird bevorzugt, dass
Q Ethylen ist.
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R kann ein Polymer einer Oxyalkylengruppe
wie Oxyethylen, Oxypropylen oder Oxybutylen sein. R kann ein Blockcopolymer
von zwei oder mehreren verschiedenen Oxyalkylengruppen wie Oxyethylen,
Oxypropylen oder Oxybutylen sein. Es wird bevorzugt, dass R ein
Blockcopolymer von Oxyethylen und Oxypropylen ist.
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Die Blöcke können sich in der Kette abwechseln.
Zum Beispiel können
Verbindungen der Formel (I) hergestellt werden, indem mit einer
Verbindung der Formel (II) begonnen wird:
worin A eine Alkylengruppe
ist. Die Verbindung der Formel (II) kann dann mit einem Alkylenoxid
kondensiert werden, wobei die Alkylgruppe die gleiche wie oder eine
andere als A sein kann. Die resultierende Verbindung kann weiter
mit einem anderen Alkylenoxid kondensiert werden und so weiter,
bis die fertige Verbindung erhalten wird.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
haben die erfindungsgemäßen Tenside
die folgende Formel (III):
worin A und B verschiedene
C
2-C
4-Alkylengruppen
sind,
R H oder C
1-C
6-Alkyl
ist
und X und Y ganze Zahlen von 0 bis 150 sind, mit der Maßgabe, dass
X und Y nicht beide Null sind.
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Vorzugsweise ist A Propylen und B
ist Ethylen, oder A ist Ethylen und B ist Propylen.
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Wenn A Propylen und B Ethylen ist,
dann ist X vorzugsweise eine ganze Zahl von 1 bis ungefähr 30, bevorzugter
von ungefähr
4 bis ungefähr
25, und Y ist vorzugsweise 0 bis ungefähr 150, bevorzugter ungefähr 4 bis
ungefähr
120.
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Die am stärksten bevorzugten erfindungsgemäßen Tenside
sind Ethylendiaminalkoxylate der folgenden Formel (IV): worin x
und y wie oben definiert sind.
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C2H4O wird hier im Folgenden als EO bezeichnet
und C3H6O als PO.
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Geeignete Alkyldiaminalkoxylate,
die als Tenside verwendet werden können, sind diejenigen der SYNPERONIC-T-Reihe
sowie TERIC 173, bei denen es sich um im Handel erhältliche
Ethylendiaminalkoxylate handelt. Besonders geeignet sind SYNPERONIC
T/304 und TERIC 173. SYNPERONIC T/304 und TERIC 173 sind Verbindungen
der Formel (IV), worin x und y 4 sind. Ebenfalls geeignet sind SYNPERONIC
T/707, das eine Verbindung der Formel (IV) ist, worin x 16 ist und
y 50 ist, SYNPERONIC T/908, das eine Verbindung der Formel (IV)
ist, worin x 22,5 ist und y 118 ist, und TERIC 170, das eine Verbindung
der Formel (IV) ist, worin x 1 ist und y 4 ist.
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Es wurde unerwarteterweise gefunden,
dass die Unverträglichkeit
zwischen dem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid und dem Glyphosat-Herbizid
in konzentrierter Lösung
durch eine Erhöhung
der Löslichkeit
des Tensids über
eine Verminderung der Kettenlänge
des Oxyalkylenpolymers oder Blockcopolymers überwunden oder abgemildert
werden kann. Es erscheint weiterhin überraschend, dass bei einer
Verminderung der Kettenlänge
des Oxyalkylenpolymers oder Blockcopolymers die Wirksamkeit und
die aquatische Toxizität
der resultierenden Formulierungen annehmbar bleiben.
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Demgemäß stellt die vorliegende Erfindung
in einem zweiten Aspekt eine Herbizid-Zusammensetzung bereit, die
N-Phosphonomethylglycin und/oder ein Salz davon enthält, sowie
ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid, wobei das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
eine Verbindung der Formel (III) umfasst, wie sie oben definiert wurde,
worin X und Y ganze Zahlen von 0 bis 5 sind, mit der Maßgabe, dass
X und Y nicht beide 0 sind und dass X + Y kleiner gleich oder gleich
6 ist.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform
dieses Aspektes der Erfindung umfasst das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
eine Verbindung der Formel III, worin A Propylen ist, B Ethylen
ist, R Wasserstoff ist, X 1 bis 3 ist, Y 3 bis 5 ist, mit der Maßgabe, dass
X + Y 4 bis 6 ist.
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Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist X 1 und Y ist 4.
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Für
diese Alkyldiamintetraalkoxylat-Tenside wurde gefunden, dass sie
unerwarteterweise und überraschenderweise
mit Glyphosat sowohl in Zusammensetzungen niedriger als auch hoher
Stärke
verträglich
sind. Insbesondere wurde gefunden, dass die Tenside mit Formulierungen
vom Gartenbau-/Industrie-Typ (die beispielsweise 360 g/L Glyphosatsäure-Äquivalente
enthalten) sowie mit Formulierungen für eine großflächige Verwendung (die beispielsweise
450 g/L Glyphosatsäure-Äquivalent
enthalten) verträglich
sind.
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Es wurde auch überraschenderweise gefunden,
dass die Unverträglichkeit
zwischen dem Glyphosat-Herbizid und dem Alkylamintetraalkoxylat-Tensid
durch die Formulierung der Zusammensetzung als wasserlösliche oder
in Wasser dispergierbare Körnchen überwunden
oder abgemildert werden kann.
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Das beinhaltet die Verwendung eines
nichthygroskopischen Salzes von N-Phosphonomethylglycin, beispielsweise
eines Ammoniumsalzes, zusammen mit einer festen Form eines Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids.
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Demgemäß wird in einem weiteren Aspekt
der Erfindung eine Herbizid-Zusammensetzung in Form von in Wasser
dispergierbaren oder wasserlöslichen
Körnern
bereit gestellt, die ein nichthygroskopisches Salz von N-Phosphonomethylglycin
und ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid mit einem Schmelzpunkt
oder Erweichungspunkt von über
45°C, vorzugsweise
von über
50°C, bereit
gestellt.
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Es wurde gefunden, dass eine Erhöhung der
Kettelänge
des Oxyalkylenpolymers oder Blockcopolymers den Schmelzpunkt oder
Erweichungspunkt des Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids erhöht.
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Vorzugsweise umfasst das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
eine Verbindung der Formel (III), wie sie oben definiert wurde,
worin X und Y ganze Zahlen von 0 bis 150 sind, mit der Maßgabe, dass
X + Y größer als oder
gleich 50 ist. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist A Propylen, B ist Ethylen, X ist 10 bis 30 und Y ist 50 bis
150.
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Die wasserlöslichen oder in Wasser dispergierbaren
Körner
können
gemäß Standardverfahren,
die in diesem Gebiet bekannt sind, hergestellt werden, beispielsweise
mittels einer Teller- oder Trommel-Granulierung, Extrudierung, Fließbett- oder
Sprühtrocknung,
oder mittels einer Verdichtung oder Tablettierung. Die festen Körner weisen
die Vorteile auf, dass sie hohe Konzentrationen des Wirkstoffs und
des Tensids ermöglichen,
die Lagerfähigkeit
und Transportierbarkeit verbessern, dass die Abmessung bestimmter
Mengen der Zusammensetzung und die Beseitigung von verschüttetem Material
einfach ist, sowie andere Vorteile, die im Allgemeinen mit festen
Formulierungen verbunden sind.
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Es wurde auch überraschenderweise gefunden,
dass das erfindungsgemäße Tensid
zusammen mit einem Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid
eingesetzt werden kann. Zusätzlich
dazu, dass es als hydrotrope Substanz für das Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
wirkt und dadurch die Verträglichkeit
des Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids mit dem Glyphosat-Herbizid
verbessert, weist das Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid
eine synergistische Wirkung mit dem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
auf, wodurch eine Glyphosat-Zusammensetzung bereit gestellt wird,
die eine Aktivität
aufweist, die mit derjenigen einer Glyphosat-Zusammensetzung vergleichbar
ist, die das Standard-Tensid aus dem ethoxylierten Talgamin enthält. Es wurde auch
unerwarteterweise gefunden, dass die Gegenwart des Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensids und des Alkylglycosid-
oder Alkylpolyglycosid-Tensids die Schaumbildung durch das Alkylglycosid-
oder Alkylpolyglycosid-Tensid vermindert.
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Demgemäß wird in einem weiteren Aspekt
der vorliegenden Erfindung eine Herbizid-Zusammensetzung bereit gestellt, die
N-Phosphonomethylglycin und/oder ein Salz davon, ein Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
und ein Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid umfasst.
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Die Begriffe „Alkylglycosid" und „Alkylpolyglycosid",
wie sie hier verwendet werden, beziehen sich auf Alkylglycoside
der Glucose oder anderer Monosaccharide oder Disaccharide, beispielsweise
von Saccharose, oder von Polysacchariden. Sie können durch eine Reaktion von
Alkanolen mit den Mono-, Di- oder Polysacchariden erhalten werden.
Der Begriff schließt
auch Tenside ein, die aus Mischungen von Monosacchariden und Disacchariden
und auch aus Mischungen von Alkanolen hergestellt wurden. Im Handel
erhältliche
Alkylglycoside und Alkylpolyglycoside sind im Allgemeinen das Produkt
der Reaktion von Glucose mit einer Mischung von Alkanolen, die 8
bis 10 Kohlenstoffatome enthalten. Die Zahl der Glycosideinheiten
pro Molekül (d.
h. das DG-Verhältnis)
kann variieren.
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Beispiele für geeignete Alkylglycosid-
oder Alkylpolyglycosid-Tenside, die für den Einsatz gemäß diesem
Aspekt der Erfindung geeignet sind, sind ATPLUS 450, ATPLUS 258,
ATPLUS 3001 A (Imperial Chemical Industries PLC), ECOTERIC AS10,
ALKADET 15 (ICI Australien), Triton BG (Union Carbide). APG 300,
APG 225 (Henkel), Staley APG 91-3, Staley APG 23-1 und Staley APG
23-3 (Staley Corporation).
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Zur Verminderung von Problemen hinsichtlich
der Verträglichkeit
mit dem Glyphosat-Herbizid wird es bevorzugt, dass das Gewichtsverhältnis zwischen
dem Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid und dem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid
zwischen 1,2: 1 und 2: 1, bevorzugter bei ungefähr 1,5 : 1 liegt. Es wird bevorzugt,
dass die Kombination aus den Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensiden
und den Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensiden in Glyphosat-Zusammensetzungen
verwendet wird, die weniger als 400 g/L, bevorzugter weniger als
360 g/L Glyphosatsäure-Äquivalente
enthalten. Für
Zusammensetzungen, die eine höhere
Glyphosat-Konzentration
enthalten, wird es bevorzugt, ein Alkyldiamintetraalkoxylat der
Formel III zu verwenden.
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Es wurde gefunden, dass die Reduzierung
der Größe der Oxyalkylenpolymer-
oder -blockcopolymer-Kette für
eine Verbesserung der Verträglichkeit
mit dem Glyphosat-Herbizid zu einer Verminderung der Wirksamkeit
des Glyphosat-Herbizids gegenüber
einer äquivalenten
Formulierung, in der das Standard-Tensid aus ethoxyliertem Talgamin
verwendet wird, führen
kann. Es wurde jedoch unerwarteterweise gefunden, dass die Verwendung
eines Alkylglycosid- oder
Alkylpolyglycosid-Tensids in Kombination mit einem derartigen Alkylamintetraalkoxylat-Tensid die Aktivität der Zusammensetzung
auf das Niveau der Standardformulierung bringen kann. Die Kombination
aus einem Alkyldiamintetraalkoxylat-Tensid und einem Alkylglycosid- oder Alkylpolyglycosid-Tensid,
wie sie oben beschrieben wurde, ist neuartig und stellt einen weiteren
Aspekt der vorliegenden Erfindung dar.
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Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können als
Stäube,
gekörnte
Zusammensetzungen, flüssige
Emulsionen oder flüssige
Konzentrate formuliert werden. Das Tensid kann auch zu einer Sprühtank-Lösung von
Glyphosat zugegeben werden, d. h. als eine dem Tank zugesetzte Lösung verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
das Alkyldiamintetraalkoxylat in einer Menge von bis zu ungefähr 90% des
Gewichts der Glyphosat-Äquivalente
an freier Säure,
die in der Formulierung vorliegen, enthalten.
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Für
die Verwendung der Alkyldiamintetraalkoxylate als dem Tank zugesetzte
Adjuvanzien gibt es praktisch keine Obergrenze der Menge an Tensid,
die zugegeben werden kann, aber typischerweise würde ein Tensid in einer Menge
von 0,025–0,6
kg pro Hektar (auf der Basis des aktiven Tensids) verwendet werden,
und zwar in Abhängigkeit
von der Stärke
des verwendeten Glyphosats.
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Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können zur
Kontrolle oder Beseitigung unerwünschter Pflanzen
oder einer unerwünschter
Vegetation eingesetzt werden, indem sie dem Ort, wo die Kontrolle
gewünscht
wird, aufgebracht werden. Normalerweise sind das die Blätter des
Unkrauts, das beseitigt werden soll. Demgemäß wird als ein weiterer Aspekt
der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Kontrolle oder Beseitigung
unerwünschter
Pflanzen oder einer unerwünschter
Vegetation bereit gestellt, das das Ausbringen einer phytotoxischen
Menge einer herbiziden Zusammensetzung gemäß der oben beschriebenen Erfindung
auf einen Ort, wo die Kontrolle oder Beseitigung gewünscht wird,
umfasst.
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Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wird im
Allgemeinen mit Wasser verdünnt,
ehe sie auf die Pflanzenspecies, die behandelt werden soll, gesprüht oder
auf sonstige bekannte Weise appliziert wird. Die Verdünnung kann
so gewählt
werden, dass ein herkömmliches
Sprühen
von 50–600
Liter/Hektar 0,125 bis 3 kg Glyphosatsäure-Äquivalente pro Hektar bereit
stellt. Sprühlösungen für das kontrollierte
Versprühen
von Tröpfchen
sind konzentrierter als für
andere Anwendungen.
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Die Phytoaktivität von herbiziden Zusammensetzungen
hängt auch
von der Menge des Glyphosats ab, die zur Behandlung der jeweiligen
Pflanzenspecies eingesetzt wird. So wird die eingesetzte Menge der
Zusammensetzung üblicherweise
als Gramm Glyphosatsäure-Äquivalente pro Hektar ausgedrückt. Es
wurde gefunden, dass 200–600
Gramm Säureäquivalente
pro Hektar die besten Ergebnisse liefern.
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Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch
andere herkömmliche
Adjuvanzien enthalten, die normalerweise in Glyphosat-Formulierungen
enthalten sind, wie Entschäumer,
Verdickungsmittel, Wärmestabilisatoren,
ultraviolettes Licht absorbierende Agenzien, Dispergiermittel und
Düngemittel
oder andere, in der Landwirtschaft annehmbare Materialien, einschließlich von
Füllstoffen
wie Talk, Diatomeenerde und dergleichen, sowie Verdünnungsmittel
wie Wasser. Die Zusammensetzungen können auch zusätzliche Tensid-Adjuvanzien
mit geringer aquatischer Toxizität
enthalten, vorausgesetzt, dass die Gegenwart derartiger Tenside
nicht die Wirksamkeit der herbiziden Zusammensetzungen auf nicht
annehmbare Werte vermindert.
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Für
feste Glyphosat-Zusammensetzungen, in die das Adjuvans eingearbeitet
ist, wird vorzugsweise ein Alkyldiamintetraalkoxylat mit hohem Molekulargewicht
verwendet. Die Tensid-Zusammensetzung
kann bis zu einer Menge von 100% des Gewichts des Glyphosats, das
als freie Säureäquivalente
vorliegt, eingesetzt werden, aber typischer in einer Menge von unter
35%.
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Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme
auf die folgenden Beispiele beschrieben. Es sollte jedoch klar sein,
dass die Einzelheiten der folgenden Beispiele nicht an die Stelle
der Allgemeinheit der vorangegangenen Beschreibung der Erfindung
treten sollen.
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Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme
auf die folgenden Beispiele und Zeichnungen beschrieben, die einige
bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung veranschaulichen und einige Vergleiche mit im Handel
erhältlich
Formulierungen bringen sollen. Es sollte jedoch klar sein, dass
die Einzelheiten der folgenden Beispiele nicht an die Stelle der
Allgemeinheit der vorangegangenen Beschreibung der Erfindung treten
sollen.
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ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Vergleich der berechneten ED50-Werte
(95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzungen
der Beispiele 1 und 6 und das im Handel erhältliche, auf dem Talgaminethoxylat
basierende Produkt (das in der Figur als „Glyph 360" bezeichnet wird)
für das
Weidelgras-Ungras (Lolium rigidum).
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2 ist
ein Vergleich der ED50-Werte (95%-Konfidenzintervalle
durch Schraffierung angegeben) für das
Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel) und eine auf dem Talgaminethoxylat
basierende Standard-Formulierung mit den Zusammensetzungen aus den
Beispielen 6, 7 und 8 für
Weidelgras.
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3 ist
ein Vergleich der berechneten ED50-Werte
(95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzung
aus den Beispielen 9 und 10 mit zwei im Handel erhältlichen
festen Formulierungen für
Weidelgras.
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4 ist
ein Vergleich der berechneten ED50-Werte
(95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzungen
aus den Beispielen 9 und 10 für
die Breitblatt-Pflanze Raps (Brassica napus L.).
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5 ist
ein Vergleich der berechneten ED50-Werte
(95%-Konfidenzintervalle durch Schraffierung angegeben) für die Zusammensetzungen
aus den Beispielen 1, 2 und 6 für
Raps (Brassica napus L.).
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| TERIC
170 | 170
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
(TERIC 170 ist eine im Handel erhältliche
Verbindung der Formel IV, wobei x 1 ist und y 4 ist, wie in der
Tabelle 1 angegeben ist.)
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Die EC50-Daten
für die
akute aquatische Toxizität
von TERIC 170 für
Daphnia carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und die biologische
Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung
aus dem Talgaminethoxylat bei Verwendung einer ähnlichen Tensidmenge ist in
der Tabelle 3 gezeigt und für
einen weiteren Versuch in der Tabelle 8. Die relative biologische
Wirksamkeit ist auch in der 1 und
der 5 gezeigt. Die Daten
aus der 1 zeigen, dass
das TERIC 170 bezüglich
des Weidelgrases mit dem Talgaminethoxylat vergleichbar ist. TERIC
170 zeigt im Vergleich zu dem Talgaminethoxylat eine stark verminderte akute
aquatische Toxizität.
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Beispiel 2
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| TERIC
171 | 170
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
(TERIC 171 ist eine im Handel erhältliche
Verbindung der Formel IV, wobei x 12 ist und y 4 ist, wie in der
Tabelle 1 angegeben ist.)
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Die biologische Wirksamkeit im Vergleich
zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat
ist in der Tabelle 8 gezeigt. Die relative biologische Wirksamkeit
ist auch in der 5 gezeigt.
Die akute aquatische Toxizität
der Formulierung mit TERIC 171 ist im Vergleich zu derjenigen mit
der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat stark vermindert.
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Beispiel 3
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| TERIC
172 | 170
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
(TERIC 172 ist eine im Handel erhältliche
Verbindung der Formel IV, wobei x 3 ist und y 4 ist, wie in der
Tabelle 1 angegeben ist.)
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Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel)
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| ATPLUS
3001A | 243
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
(ATPLUS 3001A ist ein im Handel erhältliches
Alkylpolyglucosid-Tensid, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.)
Die Menge des vorhandenen aktiven Tensids liegt bei 170 g/L.
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Die EC50-Daten
für die
akute aquatische Toxizität
von ATPLUS 3001A für
Daphnia carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und die biologische
Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung
aus dem Talgaminethoxylat ist in der Tabelle 4 gezeigt. Die relative
biologische Wirksamkeit ist auch in der 2 gezeigt. ATPLUS 3001A hat eine höhere akute
aquatische Toxizität
als die Alkyldiamintetraalkoxylate.
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Beispiel 5
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| ATPLUS
436 | 213
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
(ATPLUS 436 ist ein im Handel erhältliches
Tensid, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.) Die Menge des in der
Formulierung vorhandenen aktiven Tensids liegt bei 170 g/L.
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Die EC50-Daten
für die
akute aquatische Toxizität
von ATPLUS 436 in der obigen Formulierung für Daphnia carinata, Litoria
Lesueuri und Oncorhynchus mykiss sind in der Tabelle 2 gezeigt.
Die biologische Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung
aus dem Talgaminethoxylat in Gewächshausuntersuchungen
ist in den Tabellen 5A und 5B gezeigt. Die Ergebnisse zeigen keinen
signifikanten Unterschied bezüglich
der Wirksamkeit im Vergleich zu derjenigen der Standard-Formulierung
aus dem Talgaminethoxylat bei einer Verwendung in einer Konzentration
von 360 g/L. Die aquatische Toxizität der Formulierung mit ATPLUS
436 ist jedoch signifikant vermindert.
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Beispiel 6
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| DS
2529 | 206
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
(DS 2529 ist ein Blend von TERIC 170 und ATPLUS
3001A, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.)
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Die EC50-Daten
für die
akute aquatische Toxizität
der obigen Zusammensetzung für
Daphnia carinata, Litoria Lesueuri und Oncorhynchus mykiss sind
in der Tabelle 2 gezeigt. Die biologische Wirksamkeit im Vergleich
zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat
und von TERIC 170 ist für
Weidelgras in der Tabelle 3 gezeigt und für Raps in der Tabelle 8. Ein
Vergleich mit ATPLUS 3001A ist in der Tabelle 4 gezeigt. Ihre relative
biologische Wirksamkeit ist in der 1,
der 2 und 5 gezeigt. Diese Ergebnisse
zeigen, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 zu der
gleichen oder einer besseren Wirkung wie bzw. als ATPLUS 3001A bei
dessen alleiniger Verwendung im gleichen Umfang führte. Die
Ergebnisse zeigen auch, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und
TERIC 170 bezüglich
der Wirksamkeit zu einem Ergebnis führte, das besser als dasjenige
für TERIC
170 allein war, während
sie gleichzeitig das Profil der aquatischen Toxizität der Formulierung
deutlich verbesserte.
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Beispiel 7
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| DS
2547 | 192
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
DS 2547 ist ein Blend von TERIC 170 und ATPLUS
3001A, wie es in der Tabelle 1 angegeben ist.)
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Die biologische Wirksamkeit im Vergleich
zu derjenigen der Standard-Formulierung aus dem Talgaminethoxylat
ist in der Tabelle 4 gezeigt, und die relative biologische Wirksamkeit
ist in der 2 gezeigt.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und
TERIC 170 zu einer besseren Wirkung auf das Weidelgras führte als
ATPLUS 3001A bei dessen alleiniger Verwendung im gleichen Umfang.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Kombination von ATPLUS 3001A
und TERIC 170 bezüglich
der Wirksamkeit zu einem Ergebnis führte, das besser als dasjenige
für TERIC
170 allein war, während
sie gleichzeitig das Profil der aquatischen Toxizität der Formulierung
deutlich verbesserte.
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Beispiel 8
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Es wird eine Formulierung von 360
g/L Glyphosat, das als das Isopropylaminsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Isopropylaminsalz
(60 Gew.-%) | 810
g/L |
| DS
2548 | 177
g/L |
| Wasser | ad
1 L |
(DS 2548 ist in der Tabelle 1 näher bezeichnet.)
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Die biologische Wirksamkeit ist in
der Tabelle 4 gezeigt, und die relative biologische Wirksamkeit
ist in der 2 gezeigt.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und
TERIC 170 zu einer besseren Wirkung führte als ATPLUS 3001A bei dessen
alleiniger Verwendung im gleichen Umfang. Die Ergebnisse zeigen
auch, dass die Kombination von ATPLUS 3001A und TERIC 170 bezüglich der
Wirksamkeit zu einem Ergebnis führt,
das besser als dasjenige für
TERIC 170 allein war, während
sie gleichzeitig das Profil der aquatischen Toxizität der Formulierung
deutlich verbesserte.
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Beispiel 9
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Es wird eine feste granuläre Formulierung
von Glyphosat, das als das Monoammoniumsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Ammoniumsalz
(96 Gew.-%) | 734
g/kg |
| SYNPERONIC
T/707 | 217
g/kg |
| Ammoniumsulfat | 49
g/kg |
(SYNPERONIC T/707 ist eine Verbindung der Formel
IV, wobei x ungefähr
16 ist und y 50 ist, wie in der Tabelle 1 angegeben ist.)
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Die EC50-Daten
für die
akute aquatische Toxizität
für Daphnia
carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und die biologische Wirksamkeit
auf Gras und Spezies breitblättriger
Unkräuter
ist im Vergleich zu derjenigen der im Handel erhältlichen festen Formulierungen
WeedmasterTM (Nufarm) und BiactiveTM (Monsanto) in den Tabellen 6 und 7 gezeigt.
Weedmaster enthält
einen Komplex aus Harnstoff und einem nichtionischen Tensid, während man
bei Biactive davon ausgeht, dass es ein Blend aus Alkyl-quaternärem-Amin-alkoxylat-
und Polysorbat-Tensiden enthält.
Die relative biologische Wirksamkeit des Produkts ist in den 3 und 4 gezeigt. Nach diesen Daten ist SYNPERONIC
T/707 beträchtlich
wirksamer gegenüber
Ungräsern
als die im Handel erhältlich
Formulierungen und wenigstens vergleichbar wirksam gegenüber breitblättrigen
Unkräutern.
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Beispiel 10
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Es wird eine feste granuläre Formulierung
von Glyphosat, das als das Monoammoniumsalz vorliegt, wie folgt
formuliert:
| Glyphosat-Ammoniumsalz
(96 Gew.-%) | 734
g/kg |
| SYNPERONIC
T/908 | 217
g/kg |
| Ammoniumsulfat | 49
g/kg |
(SYNPERONIC T/908 ist eine Verbindung der Formel
IV, wobei x ungefähr
16 ist und y 50 ist, wie in der Tabelle 1 angegeben ist.)
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Die EC50-Daten
für die
akute aquatische Toxizität
für Daphnia
carinata sind in der Tabelle 2 gezeigt, und ihre biologische Wirksamkeit
auf Gras und Spezies breitblättriger
Unkräuter
im Vergleich zu derjenigen der im Handel erhältlichen festen Formulierungen,
wie sie im Beispiel 9 beschrieben wurden, ist in den Tabellen 6 und
7 gezeigt. Die relative biologische Wirksamkeit des Produkts ist
in den 3 und 4 gezeigt. Die Daten zeigen,
dass die SYNPERONIC-T/908-Formulierung
bezüglich
ihrer Wirksamkeit auf das Weidelgras vergleichbar mit Weedmaster
und beträchtlich
besser als Biactive ist. Die SYNPERONIC-T/908-Formulierung ist bezüglich der
Raps-Unkräuter
wenigstens vergleichbar mit Weedmaster. Es wird, basierend auf Vergleichen der
Ergebnisse der verwendeten Tensidtypen, erwartet, dass die Formulierung,
die SYNPERONIC T/908 einsetzt, bezüglich der aquatischen Toxizität ein beträchtlich
besseres Profil als die getestete Weedmaster-Probe hat.
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In der ganzen vorliegenden Beschreibung
und den folgenden Ansprüchen
soll, sofern der Zusammenhang nichts anderes erfordert, das Wort „umfassen",
oder Variationen wie „umfasst"
oder „umfassend",
so verstanden werden, dass es den Einschluss einer erwähnten Einheit
oder Gruppe von Einheiten impliziert und nicht den Ausschluss einer
beliebigen anderen Einheit oder Gruppe von Einheiten.
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