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DE69720303T2 - Mittel zur Inhibierung von Eingeweidefettakkumulation - Google Patents

Mittel zur Inhibierung von Eingeweidefettakkumulation Download PDF

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DE69720303T2
DE69720303T2 DE69720303T DE69720303T DE69720303T2 DE 69720303 T2 DE69720303 T2 DE 69720303T2 DE 69720303 T DE69720303 T DE 69720303T DE 69720303 T DE69720303 T DE 69720303T DE 69720303 T2 DE69720303 T2 DE 69720303T2
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DE
Germany
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amylase
solution
protein
visceral fat
amylase inhibitor
Prior art date
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DE69720303T
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DE69720303D1 (de
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Toshiyuki Iruma-gun Miyazaki
Toshihisa Iruma-gun Morimoto
Ryuji Shiso-gun Murayama
Sachiko Shizuoka-shi Takase
Toshinao Shimizu-shi Goda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nagata Sangyo Co Ltd
Nisshin Pharma Inc
Original Assignee
Nagata Sangyo Co Ltd
Nisshin Pharma Inc
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Application filed by Nagata Sangyo Co Ltd, Nisshin Pharma Inc filed Critical Nagata Sangyo Co Ltd
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett durch die Verwendung eines Amylaseinhibitors, der aus dem Weizen stammt. Die Anreichung von Viszeralfett kann durch die vorliegende Erfindung gehemmt werden, wodurch eine Viszeralfett-Fettleibigkeit verhindert wird, die eine der Krankheitsursachen beim Erwachsenen darstellt.
  • Zahlreiche Ernährungsgewohnheiten führen beim Menschen zu einem Anstieg von Erwachsenenkrankheiten, wie die Arteriosklerose und der Diabetes. Dies beruht auf einer Fettleibigkeit, die bei einer unzureichenden körperlichen Bewegung durch eine überschüssige Aufnahme von Fetten und Kohlenhydraten hervorgerufen wird und zwar ungeachtet der Tatsache, dass der Körper aufgrund des Alterns einen reduzierten Energieverbrauch des Grundstoffwechsels zeigt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass eine Viszeralfett-Fettleibigkeit mit einer Anreicherung von Fett in dem Viscus ein höheres Risiko für das Entstehen einer Erwachsenenkrankheit beinhaltet im Vergleich mit einer subkutanen Fettleibigkeit, die durch eine Anreicherung von Fett in dem subkutanen Gewebe, gekennzeichnet ist. In dieser Situation ist es wichtig, eine Viszeralfett-Fettleibigkeit als Prophylaxe für Krankheiten beim Erwachsenen zu verhindern. Es ist somit erforderlich, eine Substanz oder ein Mittel zu entwickeln, dass in geeigneter Weise die Anreicherung von Viszeralfett hemmen kann. Dies wurde jedoch bisher noch nicht erzielt.
  • Ein Amylaseinhibitor mit Weizenherkunft, der die Aktivität der menschlichen pankreatischen α-Amylase hemmt und die Verdauung von aufgenommener Stärke einschränkt, ist bekannt, wobei ein Anstieg der Blutzuckerkonzentration gehemmt und eine Insulinsekretion reduziert wird, so dass der Amylaseinhibitor für Menschen mit einer hohen Blutzuckerkonzentration oder für einen Diabetes-Kandidaten wirksam ist. Die EP-A-O 618 229 beschreibt die Verwendung von Amylaseinhibitoren aus dem Weizen für die Hemmung des Anstiegs der Blutzuckerkonzentration, für die Kontrolle von Insulinkonzentrationen sowie für die Unterdrückung des Appetits. Es ist auch bekannt, dass der Amylaseinhibitor aus dem Weizen bei der Gewichtskontrolle wirksam ist.
  • Unter diesen Umständen wurden intensive Studien hinsichtlich der Funktion und er chemischen Struktur von Amylaseinhibitoren mit Weizenherkunft durchgeführt und es wurde ein industriell effizientes Verfahren für die Herstellung von Amylaseinhibitoren mit einer hohen Amylase-Hemmaktivität aus dem Extrakt von Weizenmehl oder ähnlichem gefunden. Dieses Verfahren ist in den japanischen Patenten Kokai 5–301898, 7–48268 und 7–48400 offenbart. Es wurde dann ein neues Protein gefunden, welches aus zwei Untereinheiten zusammengesetzt ist, die jeweils als SEQ ID Nr. 1 identifiziert wurden, wobei das neue Protein, welches eine sehr hohe Aktivität besitzt, in dem japanischen Patent Kokai 7–41499 offenbart ist.
  • Die 1 ist ein Chromatogramm, das die Peaks der Fraktionen zeigt, die in dem Vergleichsbeispiel 1 erzielt wurden.
  • Es wurden weitere Studien auf Basis der oben erläuterten Studien durchgeführt und es wurde gefunden, dass die Amylaseinhibitoren aus dem Weizen wirksam sind für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett, was zu der vorliegenden Erfindung führt. Dieses Ergebnis basiert auf der vollständig unerwarteten Funktion mit einer unterschiedlichen Natur im Vergleich zu den Funktionen der Amylaseinhibitoren aus dem Weizen, die bisher bekannt waren, das heißt, die Funktionen auf der Basis der Hemmung der Verdauung von Stärke, des Anstiegs der Blutzuckerkonzentration und der Insulinsekretion sowie der Funktion der Gewichtskontrolle.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich somit auf die Verwendung eines Amylaseinhibitors, der aus dem Weizen stammt, für die Herstellung eines Medikamentes zur Hemmung der Anreicherung von Viszeralfetten.
  • Die Amylaseinhibitoren, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind keine spezifisch limitierten Inhibitoren, soweit sie aus dem Weizen abstammen und eine hohe Amylase-Hemmaktivität zeigen.
  • Die Amylaseinhibitoren mit Weizenherkunft können ein bekanntes Protein, das aus zwei Untereinheiten besteht, die jeweils identifiziert wurden als SEQ ID Nr. 1 (im folgenden bezeichnet als „0,26 AIa") (siehe das japanische Patent Kokai 7–41499), umfassen sowie ein neues Protein, das aus zwei Untereinheiten besteht, die jeweils identifiziert wurden als SEQ ID Nr. 2 (im folgenden bezeichnet als „0,26 Alb"), ein bekanntes Protein, das aus zwei Untereinheiten besteht, die jeweils identifiziert wurden als SEQ ID Nr. 3 (im folgenden bezeichnet als „0,19 AI") [siehe Biochim. Biophys. Acta, Bd. 828, Seiten 213–221 (1985), japanisches Patent Kokai 5–301898, japanisches Patent Kokai 7–48268], ein bekanntes Protein, das aus zwei Untereinheiten besteht, die jeweils identifiziert wurden als SEQ ID Nr. 4 (im folgenden bezeichnet als „0,53 AI") [siehe Biochim. Biophys. Acta, Bd. 743, Seiten 52-57 (1983)], und ein bekanntes Protein, das identifiziert wurde als SEQ ID Nr. 5 (im folgenden bezeichnet als „0,28 AI") [siehe Phytochemistry, Bd. 20, Nr. 8, Seiten 1781–1784 (1981)]. All diese Proteine haben eine Amylase-Hemmaktivität, wobei die Proteine 0,26 AIa, 0,26 AIb und 0,19 AI eine höhere Amylase-Hemmaktivität besitzen, wie dies in der folgenden Tabelle 1 dargestellt ist. Es ist somit bevorzugt, dass die Mittel für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett als aktive Komponente wenigstens einen der Amylaseinhibitoren 0,26 AIa, 0,26 Alb und 0,19 AI umfassen, die eine höhere Amylase-Hemmaktivität aufweisen.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung bezieht sich auf ein neues Protein, das aus zwei Untereinheiten besteht, die jeweils identifiziert wurden als SEQ ID Nr. 2, für die Verwendung als ein Medikament und insbesondere zur Verwendung als Inhibitor für die Anreicherung von Viszeralfetten.
  • Tabelle 1
    Proteintyp mit Weizenherkunft Amylase-Hemmakivität(U/mg)
    0,26 AIa (SEQ ID NR.1) 26.100
    0,26 AIb (SEQ ID NR.2) 20.500
    0,19 AI (SEQ ID NR.3) 20.300
    0,53 AI (SEQ ID NR.4) 3.940
    0,28 AI (SEQ ID NR.5) 840
  • Die hier für die Amylase-Hemmaktivität angegebenen Zahlenwerte wurden durch das folgende Verfahren bestimmt, wobei diese Werte jeweils einen Hemmaktivitätswert gegen die menschliche, pankreatische α-Amylase darstellen.
  • Bestimmung der Hemmaktivität gegen menschliche, pankreatische α-Amylase:
  • Eine wässrige Lösung einer Probe und einer menschlichen, pankreatischen α-Amylase wurde zu 20 mM Piperazin-N,N'-bis(2-ethansulfonsäure)-Puffer (pH 6,9) zugesetzt, der 50 mM NaCl, 5 mM CaCl2 und 0,02% Eiweißalbumin enthielt. Die Mischung stand bei 37°C für 30 Minuten und wurde dann mit 0,5 ml einer 1,5% löslichen Stärkelösung (pH 6,9) gemischt. Die erzielte Lösung reagierte bei 37°C für 10 Minuten. Die Reaktion wurde dann durch Zugabe von 2,5 ml einer Lösung (0,08 M HCl und 0,4 M Essigsäure) beendet. Zu 0,2 ml der Reaktionslösung wurde 2,5 ml einer Iodlösung (0,05% KI und 0,005% Iod) zugesetzt und die Mischung wurde hinsichtlich der Extinktion bei 660 nm gemessen. Die Amylase wurde in einer Menge verwendet, die ausreichte, um eine Reduktion der Extinktion um 80% zu erzielen, wenn keine Probenlösung vorhanden war, wobei die Menge des Amylaseinhibitors, die ausreichte, um 50% der Amylaseaktivität zu diesem Zeitpunkt zu hemmen, als eine (1) Amylase-Hemmeinheit (U) dargestellt ist.
  • Die Mittel zur Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett können einen oder mehrere Amylaseinhibitoren mit Weizenherkunft umfassen. Beispielsweise können die Mittel als aktiven Wirkstoff einen Amylaseinhibitor umfassen und zwar nur eines der Proteine von 0,26 AIa, 0,26 AIb und 0,19 AI, zwei von diesen Proteinen oder alle drei Proteine. Alternativ können die Mittel, die bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden, einen höheren Anteil von wenigstens einem Protein aus 0,26 AIa, 0,26 AIb und 0,19 AI und einen niedrigeren Anteil eines Proteins von 0,58 AI, 0,28 AI, etc. umfassen, die eine geringere Amylase-Hemmaktivität zeigen.
  • Für die Herstellung eines Amylaseinhibitors mit Weizenherkunft und mit einer höheren Produktivität im industriellen Maßstab ist es im Allgemeinen zweckmäßig, eine Mischung (grob gereinigtes Produkt) von mehreren Proteinen (Amylaseinhibitoren) herzustellen, welche die Proteine 0,26 AIa, 0,26 AIb, 0,19 AI und in einigen Fällen die Proteine 0,58 AI, 0,28 AI, etc. umfassen. Diese Vorgehensweise ist geeigneter als die Reinigung der entsprechenden Proteine (Amylaseinhibitoren) 0,26 AIa, 0,26 AIb oder 0,19 AI, bis sie in einer hohen Reinheit vorliegen. Selbst solch eine Mischung (grob gereinigtes Produkt) kann eine ausreichende Hemmaktivität auf die Anreicherung von Viszeralfett zeigen, falls sie eine hohe Amylase-Hemmaktivität besitzt. Die Mittel für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett können somit beide Fälle umfassen, wo ein hochgereinigtes Protein 0,26 AIa, 0,26 AIb oder 0,19 AI als ein Amylase-Hemmstoff für einen aktiven Wirkstoff verwendet wird, und wo andererseits ein grob gereinigtes Produkt in Form einer Mischung davon als ein Amylase-Hemmstoff verwendet wird. Wenn ein Amylase-Hemmstoff verwendet wird, der die Mischung (grob gereinigtes Produkt) von mehreren Proteinen mit einer Amylase-Hemmaktivität, wie oben erwähnt, umfasst, können die Mittel zu niedrigeren Kosten hergestellt werden.
  • Als Amylaseinhibitor-Mischungen (grob gereinigte Produkte), die wirksam in den Mitteln für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett verwendet werden können und welche die Proteine 0,26 AIa, 0,26 AIb, 0,19 AI und/oder andere Proteine mit einer Amylase-Hemmaktivität umfassen, können die folgenden Mischungen beispielhaft genannt werden.
  • Beispiele von Amylaseinhibitoren (in Form einer Mischung), die verwendet werden können, um Medikamente für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett herzustellen:
    • 1. Amylaseinhibitoren, die durch ein Verfahren hergestellt werden, welches die folgenden Schritte umfasst:
    • (a1) Extraktion von Weizen, Weizenmehl oder Weizengluten mit Wasser, einer verdünnten Säure, einer verdünnten Lauge oder einem wässrigen Alkohol, um eine Lösung zu erzielen, die einen Amylaseinhibitor enthält;
    • (b1) Zugabe eines Polysaccharides zu dieser Lösung, um einen unlöslichen Komplex des Amylaseinhibitors mit dem Polysaccharid zu bilden, und Trennung des unlöslichen Komplexes von der Lösung;
    • (c1) Trennung des Polysaccharides von dem Komplex, der in dem vorherigen Schritt abgetrennt wurde, um eine Lösung zu erzielen, die den Amylaseinhibitor enthält; und
    • (d1) Behandlung der gesammelten Lösung mit einem Kationenaustauscher, um den Amylaseinhibitor aus den Fraktionen zu gewinnen, die nicht an dem Kationenaustauscher adsorbiert wurden. Dieses Verfahren ist in dem japanischen Patent Kokai 5–301898 offenbart.
    • 2. Amylaseinhibitoren, die durch ein Verfahren hergestellt werden, welches die folgenden Schritte umfasst:
    • (a2) Zugabe eines Polysaccharides zu einer einen Amylaseinhibitor enthaltenden Lösung, die aus Weizen, Weizenmehl oder Weizengluten mit Wasser, einer verdünnten Säure, einer verdünnten Lauge oder einem wässrigen Alkohol extrahiert wurde, oder zu einem einen Amylaseinhibitor enthaltenden Abwasser, das von Waschvorgängen während der Gewinnung von Stärke und/oder Gluten aus Weizenmehl abstammt, um so einen unlöslichen Komplex des Amylaseinhibitors mit dem Polysaccharid zu bilden, und Trennung des unlöslichen Komplexes von der Lösung;
    • (b2) Trennung des Polysaccharides von dem unlöslichen Komplex, um eine einen Amylaseinhibitor enthaltende Lösung zu erzielen;
    • (c2) Fällen von 40–70% des Proteins in der Amylaseinhibitor enthaltenden Lösung, um das so gefällte Protein zu sammeln, und Lösen des gesammelten Proteins in Wasser, um eine einen Amylaseinhibitor enthaltende Lösung zu erzielen;
    • (d2) Zugabe eines Calciumions und eines Phosphations zu der in dem obigen Schritt erzielten Lösung, um einen unlöslichen Komplex zu erzielen, der den Amylaseinhibitor enthält, und Abtrennung des unlöslichen Komplexes;
    • (e2) Lösen des Amylaseinhibitors in Wasser von dem unlöslichen Komplex, der in dem obigen Schritt abgetrennt wurde, um eine einen Amylaseinhibitor enthaltende Lösung zu bilden; und
    • ferner den Schritt umfassend, wo unreine Proteine und andere Verunreinigungen bei jedem Stadium bis zu der Vollendung des obigen Schrittes (c2) entfernt werden. Dieses Verfahren ist dem japanischen Patent Kokai 7–48268 offenbart.
    • 3. Amylaseinhibitoren, die durch ein Verfahren hergestellt werden, welches die folgenden Schritte umfasst:
    • (a3) Behandlung einer einen Amylaseinhibitor enthaltenden Lösung, die aus Weizen, Weizenmehl oder Weizengluten mit Wasser, einer verdünnten Säure, einer verdünnten Lauge oder einem wässrigen Alkohol extrahiert wurde, oder Behandlung eines einen Amylaseinhibitor enthaltenden Abwassers, welches während der Waschvorgänge bei der Gewinnung von Stärke und/oder Gluten aus Weizenmehl gewonnen wird, um lösliche unreine Proteine und andere darin enthaltende Verunreinigungen in ihre unlösliche, feste Formen zu modifizieren, und anschließende Abtrennung und Entfernung der festen Formen;
    • (b3) Bildung eines unlöslichen Calciumphosphatgels in der Lösung, die in dem obigen Schritt (a3) erzielt wurde, wobei der Amylaseinhibitor in dieser Lösung auf diesem Calciumphosphatgel adsorbiert wird, und anschließende Abtrennung und Gewinnung des Calciumphosphatgels, welches den Amylaseinhibitor, der daran adsorbiert ist, enthält;
    • (c3) Lösen des Amylaseinhibitors in Wasser aus dem unlöslichen Calciumphosphatgel, das in dem obigen Schritt (b3) erzielt wurde, um eine Lösung zu erzielen, die den Amylaseinhibitor enthält; und
    • (d3) Gewinnung des Amylaseinhibitors aus der Lösung, die in dem obigen Schritt (c3) erzielt wurde. Dieses Verfahren ist in dem japanischen Patent Kokai 7–48400 offenbart.
  • Das oben erwähnte Protein 0,26 AIb, welches bei den Mitteln für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett verwendet werden kann, ist ein neuer Amylaseinhibitor. Dieses 0,26 AIb kann beispielsweise hergestellt werden, indem die Amylaseinhibitoren 1–3, wie oben erwähnt (Amylaseinhibitoren, die eine Mischung von mehreren Proteinen mit einer Amylase-Hemmaktivität umfassen; das heißt ein grob gereinigtes Produkt), einer Hochdruck-Flüssigchromatographie unterworfen werden, bei der mit Hochdruck eine lineare Gradientenelution mit einem Zeit/Konzentrations-Gradienten durchgeführt wird, wobei zum Beispiel eine 0,1% wässrige Lösung von Trifluoressigsäure als Lösung A und 80% Acetonitril und eine 0,1% wässrige Lösung von Trifluoressigsäure als Lösung B verwendet werden, um die entsprechenden Amylaseinhibitoren (Proteine) über die Differenzen der Retentionszeiten zu fraktionieren und um dann die Fraktion zu gewinnen, welche dem Protein 0,26 AIb entspricht.
  • Insbesondere können die folgenden Schritte (1)–(4), die später bei dem Vergleichsbeispiel 1 beschrieben werden, durchgeführt werden, wobei das Trockenpulver(1 g), welches im Schritt (4) erzielt wird, in 100 ml einer 0,1% wässrigen Lösung von Trifluoressigsäure gelöst und mit der Hochdruck-Flüssigchromatographie unter den in der folgenden Tabelle 2 gezeigten Betriebsbedingungen chromatographiert wird, wobei das 0,26 AIb abgetrennt und gewonnen werden kann.
  • Tabelle 2 Arbeitsbedingungen für die Hochdruck-Flüssigchromatographie
    Säule: Füllmaterial:CAPCELL PAK C18 SG 120A (Partikelgröße 3 μm) (hergestellt von Shiseido Company, Limited) Größe: 4,6 mm ϕ × 150 mm Temperatur: 50°C
    Fließgeschwindigkeit: 0,5 ml/Min.
    Nachweis: Extinktion bei 280 nm
    Mobile Phase: lineare Hochdruckgradientenelution mit einem unten dargestellten Zeit/Konzentrations-Gradienten, wobei eine Lösung A von einer 0,1 % wässrigen Lösung von Trifluoressigsäure, und eine Lösung B, bestehend aus einer 80 % wässrigen Lösung von Acetonitril und einer 0,1% wässrigen Lösung von Trifluoressigsäure, verwendet wird.
  • Figure 00080001
  • Die Mittel für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett können vorzugsweise einen Amylaseinhibitor aus dem Weizen in einer Rate von 2.000 – 30.000 Einheiten (U) eines Amylase-Hemmaktivitätswertes pro 1 mg des Mittels enthalten, um eine Hemmwirkung auf die Anreicherung von Viszeralfett auszuüben. Wenn dieser Amylaseinhibitor aus einer Mischung von mehreren Amylaseinhibitoren mit einer Amylase-Hemmaktivität zusammengesetzt ist, werden die obigen Einheiten als Summe von allen Amylaseinhibitoren ausgedrückt.
  • Die Mittel für die Hemmung einer Anreicherung von Viszeralfett können allein aus dem oben erwähnten Amylaseinhibitor oder aus einer Kombination mit anderen Komponenten zusammengesetzt sein, die vom Weizen abstammen, wie Proteine, Peptide oder andere Materialien, zum Beispiel Stärke, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe.
  • Die Mittel für die Hemmung einer Anreicherung von Viszeralfett können so, wie sie sind, aufgenommen werden oder können in der Form einer Flüssigzubereitung angewandt werden, wie Lösungen, oder als eine Festzubereitung, wie Körnchen oder Tabletten, welche unter Verwendung von bekannten Trägerstoffen oder Adjuvantien für pharmazeutische Zubereitungen formuliert sind. Alternativ können die Mittel Nahrungsstoffen zugesetzt werden, insbesondere Kohlenhydrat-Nahrungsmitteln, die reich an Stärke sind, wie Brote, Plätzchen, Nudeln etc. oder Tee, Suppe, getrocknetes Fischmehl, Streichmittel, wie Butter oder Marmelade. Falls die Mittel Nahrungsmitteln zugesetzt werden, ist darauf zu achten, dass die Amylase-Hemmaktivität nicht verloren geht, da die Amylaseinhibitoren mit Weizenursprung oft ihre Amylase-Hemmaktivität verlieren oder verringern, wenn sie auf eine erhöhte Temperatur erhitzt werden, normalerweise über 100°C. Es ist ferner bevorzugt, die Menge der Mittel auf 100 mg – 10 g pro Mahlzeit zu begrenzen.
  • Die Erfindung wird im folgenden durch Beispiele weiter erläutert.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Zubereitung eines Amylaseinhibitors
  • Zu 800 kg Weizenmehl werden 400 Liter Wasser zugesetzt und die Mischung wird geknetet, um einen Teig zu bilden. Der Teig wird mit 6000 Liter Wasser gewaschen, um 400 kg Gluten und 500 kg Weizenstärke zu gewinnen. In diesem Stadium werden 5780 Liter Abwasser aus den Waschungen erzielt. Der pH der Wasch-Abwässer (wässriger Extrakt) wird auf 3 mit Salzsäure eingestellt und die Abwässer stehen dann für 30 Minuten. Dann wird der pH auf 6,5 mit wässrigem Ammoniak eingestellt, wodurch unlösliche Materialien gefällt werden. Die Niederschläge werden entfernt, wodurch 4850 Liter eines Überstandes erzielt wird.
  • Zu 1000 Liter des Überstandes, der so gewonnen wurde, wurden 300 ppm an Natriumalginat zugesetzt. Die Mischung wurde auf pH 4,0 eingestellt und 40 Liter des so gebildeten Gels wurden gewonnen. Zu dem so erzielten Gel wurde Calciumchlorid (Dihydrat) zugesetzt, um eine Calciumkonzentration von 400 ppm einzustellen. Anschließend wurde stark gerührt und für 1 Stunde stehen gelassen. Das Gel wurde dann mit einer De Laval-Zentrifuge zentrifugiert, wodurch 10 Liter des Niederschlages gewonnen wurden. Zu dem Niederschlag wurden 30 Liter Wasser zugegeben, um den Niederschlag zu waschen, der dann wieder mit einer De Laval-Zentrifuge zentrifugiert wurde, wobei 6,5 kg Niederschlag erzielt wurden. Zu diesem Niederschlag wurden 25 Liter Wasser zugesetzt und anschließend Calciumchlorid (Dihydrat), um so eine Calciumkonzentration von 3000 ppm einzustellen. Die Mischung wurde gründlich gerührt und 25 Liter des Überstandes wurden mit einer De Laval-Zentrifuge gewonnen. Andererseits wurden 5 Liter des Niederschlages, der durch eine Zentrifuge abgetrennt wurde, wieder mit 12 Liter einer wässrigen Lösung von Calciumchlorid (3000 ppm) gewaschen und die Spülwasser wurden mit einer De Laval-Zentrifuge gewonnen. Die Spülwasser wurden mit 25 Liter des Überstandes, der zuvor erzielt wurde, kombiniert, wodurch 39 Liter des Eluates erzielt wurden.
  • Zu 39 Liter des erzielten Eluates wurden 29,1 g Dinatriumhydrogenphosphat zugegeben, um einen pH von 7,2 einzustellen. Die erzielte Lösung warde auf 80°C erhitzt und das hitzeinstabile Material wurde mit einer De Laval-Zentrifuge entfernt und der Überstand wurde mittels einer Ultrafiltrationsmembran konzentriert („NTU–3250 CIR", hergestellt von Nitto Denko K. K.), wodurch überschüssiges Calciumsalz entfernt und eine konzentrierte Lösung erzielt wurde.
  • 14 Liter der erzielten, konzentrierten Lösung wurden mit Ammoniak auf einen pH von 7,5 eingestellt. Nach Entfernung der Verunreinigungen durch eine Filterpresse wurde die Lösung mit 3 kg eines Kationenaustauscherharzes behandelt („Diaion HPK–55", hergestellt von Mitsubishi Kasei K. K.) und dann mit Zitronensäure auf einen pH von 4 eingestellt. Die pH-eingestellte Lösung wurde bei 80°C hitzebehandelt und dann unter Verwendung eines Gefriertrockners gefriergetrocknet, wodurch 250 g Trockenpulver erzielt wurden.
  • Die Trockenpulver wurden hinsichtlich ihrer Amylase-Hemmaktivität gemäß dem zuvor erwähnten Verfahren analysiert, wobei sich eine Aktivität von etwa 8000 U/mg zeigte. Die Trockenpulver wurden als Amylaseinhibitor verwendet (ein Mittel für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett).
  • Die Trockenpulver wurden mit einer Hochdruck-Flüssigchromatographie unter den in der Tabelle 2 gezeigten Betriebsbedingungen fraktioniert, um die Art der Proteine, die in den Fraktionen vorlagen, zu untersuchen. Das in der 1 gezeigte Diagram wurde so erzielt. Es wurde gefunden, dass die Trockenpulver die oben erwähnten Proteine 0,26 AIa, 0,26 AIb, 0,19 AI, 0,53 AI, 0,28 AI, etc. enthielten. In der 1 war die Fraktion bei dem Peak Nr. 10 das 0,19 AI Protein, die Fraktion bei Peak Nr. 12 war das 0,26 AIb Protein, die Fraktion bei dem Peak Nr. 13 war das 0,26 AIa Protein, die Fraktion bei Peak Nr. 14 war das 0,53 AI Protein und die Fraktion bei dem Peak Nr. 17 war das 0,28 AI Protein.
  • Beispiel 1
  • 16 männliche Ratten des Wistar-Stammes wurden in einem Alter von 6 Wochen in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils aus 8 Tieren bestanden und das durchschnittliche Körpergewicht wurde bestimmt.
  • Die Ratten der ersten Gruppe (Testgruppe) wurden ad libitum über 2 Wochen mit einer Nahrung gefüttert, die durch Zugabe des Trockenpulverproduktes (ein Mittel zur Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett), welches in dem Vergleichsbeispiel 1 erzielt wurde, zu der synthetischen Grundnahrung erzielt wurde, die in der folgenden Tabelle 3 gezeigt ist, wobei eine Rate von 2,4% auf Basis des Nahrungsgewichtes verwendet wurde.
  • Andererseits wurden die Ratten der zweiten Gruppe (Kontrollgruppe) ad libitum über 2 Wochen mit einer Nahrung gefüttert, die hergestellt wurde durch Zugabe eines inaktivierten Mittels zu der Grundnahrung, wie sie in der folgenden Tabelle 3 gezeigt ist, wobei eine Rate von 2,4% auf Basis des Nahrungsgewichtes verwendet wurde. Das inaktivierte Mittel wurde zuvor hergestellt, indem 400 g der Trockenpulver (ein Mittel zur Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett), die in dem Vergleichsbeispiel 1 erzielt wurden, in 2000 ml heißem Wasser (60°C) gelöst wurden, der pH der Lösung auf 9,2 eingestellt und für 10 Minuten auf 90°C erhitzt wurde, um die Amylase-Hemmaktivität vollständig zu inaktivieren, wobei anschließend eine Gefriemocknung und Pulverisierung zur Erzielung der Pulver durchgeführt wurde.
  • Tabelle 3: Formulierung einer synthetischen Grundnahrung (Gewichtsteile)
    α-Weizenstärke 55
    Casein 20
    Lard 13
    Weizenöl 2,0
    Cellulose 5,0
    Mineralmischung 3,5
    Vitaminmischung 1,0
    DL-Methionin 0,3
    Cholinbitartrat 0,2
    Gesamt 100
  • Nach 2 Wochen wurden die Ratten der beiden Gruppen getötet und die Leber, das epididymale Fettgewebe und das mesenteriale Fettgewebe wurden jeweils gewonnen. Die Gewichte davon wurden bestimmt und ein Durchschnittsgewicht pro Tier wurde berechnet, wobei die Ergebnisse gemäß der folgenden Tabelle 4 erzielt wurden.
  • Dann wurden die cytoplasmatischen Fraktionen aus dem epididymalen Fettgewebe, welches wie oben gesammelt wurde, hergestellt und die in der Fraktion enthaltenen lipogenen Enzyme (Fettsäure-Synthetase, Malatdehydrogenase und Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase) wurden auf ihre enzymatische Aktivität getestet und ein Durchschnittswert für die Messungen der 8 Ratten wurde berechnet, wobei die in der folgenden Tabelle 4 gezeigten Ergebnisse erzielt wurden.
  • Test für die Aktivität der Fettsäure-Synthetase in der cytoplasmatischen Fraktion des epididymalen Fettgewebes:
  • Die Zubereitung einer Enzymlösung und der Test für die enzymatische Aktivität wurden gemäß dem Verfahren von Muto & Gibson (Biochem Biophys. Res. Commu., Bd. 38, Seiten 9–15 (1970)) durchgeführt und die enzymatische Aktivität der Fettsäure-Synthetase (FAS), Malatdehydrogenase (ME) und Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PDH) in dem Fettgewebe wurde jeweils getestet.
  • (i) Zubereitung der Enzymlösung:
  • Zu 0,5 g des epididymalen Fettgewebes der Ratte wurden 1 ml 0,1 M Phosphatpuffer (pH 7,4) zugesetzt, der 0,25 M Saccharose, 0,07 M Kaliumhydrogencarbonat und 1mM Ethylendiamintetraessigsäure-Dinatrium (EDTA-Na2) und 1 mM Dithiothreitol (DTT) enthielt. Das Gewebe wurde unter Eiskühlung mit einem Teflon-Homogenisator homogenisiert. Die homogenisierte Lösung wurde bei 8000 × g und bei 4°C für 20 Minuten zentrifugiert, um die mitochondriale Fraktion zu entfernen. Der so gewonnene Überstand wurde weiter bei 105000 × g und bei 4°C für 60 Minuten in einer Hochgeschwindigkeitszentrifuge zentrifugiert und der Überstand wurde als Enzymlösung verwendet.
  • Der Test auf die FAS-Aktivität wurde an dem gleichen Tag durchgeführt, an dem die Enzymlösung hergestellt wurde. Ein Teil der Fraktion des Überstandes (die Enzymlösung), die wie oben erzielt wurde, wurde bei –70° C eingefroren und die ME- und die G6PDH-Aktivitäten wurden innerhalb von 2 Tagen nach dem Einfrieren gemäß den folgenden Verfahren getestet.
  • (ii) Test auf FAS:
  • In einer Küvette wurden 20 μl von 12 mM NADPH (Endkonzentration: 300 μM), 20 μl von 7 mM Acetyl-CoA (Endkonzentration: 176 μM), 700 μl einer Cocktaillösung (0,114 M L-Histidinhydrochlorid-Puffer; pH 6; 7,5 mM DTT und 4,57 mM EDTA-Na2 enthaltend) (Endkonzentration: Histidin 100 mM, DTT 5 mM, EDTA 4 mM) und 40 μl der Enzymlösung als enzymatische Reaktionslösung eingebracht und die erzielte Mischung wurde dann gut gerührt. Sofort anschließend wurde die Mischung in einem autographischen Spektrophotometer vorinkubiert („UV265–FS", hergestellt von Shimadzu Corporation), welches auf 37°C für 2 Minuten eingestellt war. 20 μl von 3,2 mM Malonyl-CoA (Endkonzentration von 78 μM) wurde der Reaktion zugesetzt und die abfallende Rate der Extinktion bei 340 nm während der Reaktion wurde gemessen. Der Aktivitätswert von FAS wurde aus der Menge des während der Reaktion verbrauchten NADPH berechnet, wobei der molare Extinktionscoeffizient von NADPH auf 6230 definiert wurde.
  • (iii) Test der ME-Aktivität:
  • In einer Küvette wurden 80 μl destilliertes Wasser, 40 μl von 0,1 M Magnesiumchlorid (Endkonzentration: 4 mM), 20 μl von 12 mM ß-NADP (Endkonzentration: 0,24 mM), 800 μl einer Cocktaillösung (0,125 M Tris-Hydrochlorid-Puffer; pH 7,4; 0,125 mM DTT enthaltend) (Endkonzentration: 0,1 M Tris und 0,1 mM DTT) und 40 μl der Enzymlösung, die optional auf das 2–5fache mit dieser Cocktaillösung verdünnt war, als die enzymatische Reaktionslösung eingebracht und die so erzielte Mischung wurde gut gerührt. Direkt anschließend wurde die Mischung in einem autographischen Spektrophotometer vorinkubiert („UV265–FS", hergestellt von Shimadzu Corporation), das auf 37° C für 2 Minuten eingestellt war. 20 μl von 0,15 M L-Natriummalat (Endkonzentration: 3 μM) wurden für die Reaktion hinzugegeben und eine gestiegene Rate der Extinktion bei 340 nm wurde während der Reaktion gemessen. Der Aktivitätswert von ME wurde anhand der während der Reaktion verbrauchten Menge von NADPH bestimmt.
  • (iv) Test auf die G6PDH-Aktivität:
  • In einer Küvette wurden 100 μl von destilliertem Wasser, 40 μl von 12 mM ß-NADP (Endkonzentration: 0,48 mM), 800 μl einer Cocktaillösung (0,125 M Tris-Hydrochlorid-Puffer; pH 8,0, enthaltend 17,5 mM MgCl2) (Endkonzentration: 0,1 M Tris und 0,1 mM DTT) und 20 μl der Enzymlösung, die optional auf das 2–5fache mit der Cocktaillösung verdünnt war, als die enzymatische Reaktionslösung eingebracht und dann wurde die erzielte Mischung gut gerührt. Sofort anschließend wurde die Mischung in einem autographischen Spektrophotometer („UV265–FS", hergestellt von Shimadzu Corporation) vorinkubiert, welches auf 37°C für 2 Minuten eingestellt war. 20 μl von 20 mM Glucose-6-phosphat (Endkonzentration: 0,8 mM) wurde zugesetzt und reagierte und dann wurde die gestiegene Rate der Extinktion bei 340 nm während der Reaktion gemessen. Der Aktivitätswert von G6PDH wurde anhand der während der Reaktion verbrauchten Menge von NADPH bestimmt.
  • (v) Beschreibung der enzymatischen Aktivität:
  • Die Aktivität der Fettsäure-Synthetase wurde ausgedrückt als die Menge des NADPH, welches in 1 Minute durch das Enzym pro 1 mg Protein in einer Enzymlösung verbraucht oder hergestellt wurde, und ist als nmol(spezifische Aktivität) dargestellt.
  • Tabelle 4
    Figure 00140001
  • Figure 00150001
  • Die Ergebnisse in der Tabelle 4 zeigen, dass es keinen substanziellen Unterschied zwischen der ersten Gruppe (Testgruppe) und der zweiten Gruppe (Kontrollgruppe) hinsichtlich dem Körpergewicht am Ende des Tests, der Nahrungsaufnahme und dem Gewicht der Leber gibt. Die Ergebnisse in der Tabelle 4 zeigen ferner, dass das mesenterische Fettgewebegewicht in der ersten Gruppe (Testgruppe), die mit einer Nahrung gefüttert wurde, welche den vorliegenden Amylaseinhibitor enthielt, signifikant geringer war im Vergleich zu der zweiten Gruppe (Kontrollgruppe), die mit einer Nahrung gefüttert wurde, die keine Amylase-Hemmaktivität besaß. Dies zeigt, dass die vorliegenden Amylaseinhibitoren mit Weizenursprung wirksam sind für die Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett.
  • Die Ergebnisse in der Tabelle 4 zeigen ferner, dass die Aktivität der lipogenen Enzyme in dem Fettgewebe der ersten Gruppe (Testgruppe), die mit der Nahrung gefüttert wurde, welche den vorliegenden Amylaseinhibitor enthielt, niedriger war als in der zweiten Gruppe(Kontrollgruppe), die mit einer Nahrung gefüttert wurde, die keine Amylase-Hemmaktivität aufwies. Anhand dieser Ergebnisse wurde bestätigt, dass die Mittel zur Hemmung der Anreicherung von Viszeralfett gemäß der vorliegenden Erfindung, die einen Amylaseinhibitor mit Weizenursprung enthalten, die Aktivität der lipogenen Enzyme in dem Viscus reduzieren können, so dass die Anreicherung von Fett in dem Viscus gehemmt wird.
  • Demgemäss können die Mittel gemäß der vorliegenden Erfindung, welche als Wirkstoff einen Amylaseinhibitor, der aus dem Weizen stammz, umfassen, die Anreicherung von Viszeralfett in dem Viscus unterdrücken und so eine Viszeralfett-Fettleibigkeit verhindern, die eine der Ursachen für Erkrankungen beim Erwachsenen darstellt. Die vorliegenden Mittel können sicher aufgrund ihres Weizenursprungs verwendet werden und können in geeigneter Weise ohne physikalisch nachteilige Empfindlichkeiten durch orale Verabreichung oder durch andere Routen oder in Form von Nahrung, bei der die Mittel hinzugesetzt sind, aufgenommen werden.
  • Sequenzprotokoll
    • (1) Allgemeine Informationen:
    • (iii) Zahl der Sequenzen: 5
    • (2) Information für SEQ ID Nr. 1:
    • (i) Sequenzcharakteristik:
    • (A) Länge: 124 Aminosäuren
    • (B) Typ: Aminosäure
    • (C) Topologie: linear
    • (ii) Molekültyp: Protein
    • (xi) Sequenzbeschreibung: SEQ ID Nr. 1:
      Figure 00160001
    • (2) Information für SEQ ID Nr. 2:
    • (i) Sequenzcharakteristik:
    • (A) Länge: 122 Aminosäuren
    • (B) Typ: Aminosäure
    • (C) Topologie: linear
    • (ii) Molekültyp: Protein
    • (xi) Sequenzbeschreibung: SEQ ID Nr. 2:
      Figure 00170001
    • (2) Information für SEQ ID Nr. 3:
    • (i) Sequenzcharakteristik:
    • (A) Länge: 124 Aminosäuren
    • (B) Typ: Aminosäure
    • (C) Topologie: linear
    • (ii) Molekültyp: Protein
    • (xi) Sequenzbeschreibung: SEQ ID Nr. 3:
      Figure 00180001
    • (2) Information für SEQ ID Nr. 4:
    • (i) Sequenzcharakteristik:
    • (A) Länge: 124 Aminosäuren
    • (B) Typ: Aminosäure
    • (C) Topologie: linear
    • (ii) Molekültyp: Protein
    • (xi) Sequenzbeschreibung: SEQ ID Nr. 4:
      Figure 00190001
    • (2) Information für SEQ ID Nr. 5:
    • (i) Sequenzcharakteristik:
    • (A) Länge: 123 Aminosäuren
    • (B) Typ: Aminosäure
    • (C) Topologie: linear
    • (ii) Molekültyp: Protein
    • (xi) Sequenzbeschreibung: SEQ ID Nr. 5:
  • Figure 00200001

Claims (6)

  1. Verwendung eines Amylaseinhibitors, der aus dem Weizen stammt, für die Herstellung eines Medikamentes zur Hemmung der Anreicherung von Viszeralfetten.
  2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der Amylaseinhibitor wenigstens ein Protein enthält, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus einem Protein, welches aus zwei Untereinheiten zusammengesetzt ist, die jeweils als SEQ ID Nr. 1 identifiziert sind, einem Protein, welches aus zwei Untereinheiten zusammengesetzt ist, die jeweils als SEQ ID Nr. 2 identifiziert sind, und einem Protein, welches aus zwei Untereinheiten zusammengesetzt ist, die jeweils als SEQ ID Nr. 3 identifiziert sind, besteht.
  3. Verwendung nach Anspruch 1, wobei die Konzentration des Amylaseinhibitors 2.000 bis 30.000 Einheiten/mg beträgt.
  4. Verwendung nach Anspruch 2, wobei der Amylaseinhibitor in einer Flüssig- oder Festzubereitung zusammen mit einem pharmazeutisch akzeptablen Träger oder Adjuvans formuliert ist.
  5. Protein, welches aus zwei Untereinheiten zusammengesetzt ist, die jeweils als SEQ ID Nr.2 identifiziert sind, für die Verwendung als Medikament.
  6. Protein nach Anspruch 5 für die Verwendung als Inhibitor für die Anreicherung von Viszeralfetten.
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