[go: up one dir, main page]

DE69720052T2 - Neutralisierung eines hitzebeständigen aminsalzes mit verringerter feststoffproduktion - Google Patents

Neutralisierung eines hitzebeständigen aminsalzes mit verringerter feststoffproduktion

Info

Publication number
DE69720052T2
DE69720052T2 DE69720052T DE69720052T DE69720052T2 DE 69720052 T2 DE69720052 T2 DE 69720052T2 DE 69720052 T DE69720052 T DE 69720052T DE 69720052 T DE69720052 T DE 69720052T DE 69720052 T2 DE69720052 T2 DE 69720052T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amine
heat
solution containing
solution
alkali metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69720052T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69720052D1 (de
Inventor
C. Rooney
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ineos LLC
Original Assignee
Ineos LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ineos LLC filed Critical Ineos LLC
Application granted granted Critical
Publication of DE69720052D1 publication Critical patent/DE69720052D1/de
Publication of DE69720052T2 publication Critical patent/DE69720052T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/1493Selection of liquid materials for use as absorbents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/1425Regeneration of liquid absorbents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Neutralisation von wärmebeständigen Amin- oder Alkanolaminsalzen, die gebildet werden, wenn eine Amin-Lösung bei der Gasreinigung verwendet wird.
  • Die Bildung von wärmestabilen Aminsalzen (HSAS) in Amin-Lösungen bei Gasreinigungsanwendungen war lange Zeit ein Problem, insbesondere bei Raffinerie-Systemen oder wenn Sauerstoff oder Kohlenmonoxid in dem Zufuhrgas zur Amineinheit vorhanden ist.
  • HSAS werden wärmestabil genannt, da sie in des Abstrippzone der Amineinheit nicht regenerierbar sind, wie es für Schwefelwasserstoff (H&sub2;S) und Carbonat/Bicarbonat/Carbamat (CO&sub2;) Salze der Fall ist. Diese HSAS, wie Formiat-, Acetat-, Glycolat-, Glyoxalat-, Oxalat-, Thiocyanat-, Thiosulfat-, Sulfat-, Sulfit- und Chlorid-Aminsalze, verringern die Tragfähigkeit für saures Gas des Amins und erhöhen die Lösungsviskosität, wodurch die Betriebskosten der Amineinheit erhöht werden.
  • Es werden mehrere Verfahren zur Verringerung von HSAS in Amin-Lösungen beschrieben, jedoch sind die Kosten sehr hoch und jedes Verfahren weist praktische Grenzen auf. Anionenaustausch ist ein Verfahren zur Entfernung von HSAS auf kleine Mengen (d. h. unterhalb 500 ppm). Wenn Kationen wie Eisen und Natrium entfernt werden müssen, ist auch ein Kationenanionenaustauschharz erforderlich. Ein Nachteil von Ionenaustausch ist die hohe Anzahl an Wasserwaschungen, die erforderlich ist, um die Harzschüttungen zu regenerieren. Außerdem werden durch Ionenaustauschharze nicht allgemein organische Verunreinigungen wie Kohlenwasserstoffe und Triethylenglycol, die häufig in Amin-Lösungen gefunden werden, entfernt. Durch Destillation und Vakuumdestillation können organische Verunreinigungen wie Triethylenglycol und Kohlenwasserstoffe entfernt werden, jedoch ist das Verfahren energieintensiv, da sowohl das Amin als auch das Wasser in dem Reinigungsverfahren als Kopfprodukt übergehen. Wenn HSAS vorhanden sind, muss die Amin-Lösung auch mit einer starken Base neutralisiert werden, um zu verhindern, dass Säuren, insbesondere Ameisensäure und Essigsäure, in die gereinigte Amin-Lösung übergehen.
  • EP-A 0 286 143 beschreibt die Entfernung von wärmestabilen Alkanolaminsalzen aus Alkanolamin-Lösungen, indem die wässrige Lösung durch eine Elektrodialysezelle geleitet wird. Die kontaminierte Alkanolamin-Lösung wird mit einer Base, bevorzugt einer anorganischen Base wie Na&sub2;CO&sub3;, NaOH oder KOH, behandelt. Jedoch stellt die Elektrodialyse mit einer Ionenaustauschmembran einen zusätzlichen Schritt dar, der zeitaufwändig ist und zusätzliche Kosten verursacht.
  • Um die Zeit zu verlängern, bis eine Amin-Lösung regeneriert oder verworfen wird, werden in der Gasbehandlungsindustrie weitgehend wässriges Natriumhydroxid (Lauge) oder wässriges Kaliumcarbonat verwendet, um HSAS zu neutralisieren. Diese Basen, die stärkere Basen sind als im Allgemeinen bei Gasbehandlungsverfahren verwendete Amine, reagieren mit den Amin-HSAS, um Amin auszutreiben und das entsprechende Natrium- oder Kaliumsalz, wie Acetat-, Formiat-, Oxalat-Natrium- oder Kaliumsalze etc. zu bilden. Durch diese Verdrängung wird auch freies Amin zur Verwendung bei der Aufnahme von saurem Gas regeneriert. Rooney et al. offenbaren in Hydrocarbon Processing, März 1996, S. 95 ff, die Zugabe von Chlorid-freier Lauge (25 Baumé oder 19 Gew.-% NaOH) zur Neutralisation von HSAS. Im Allgemeinen wird ausreichend Natriumhydroxid zugegeben, um ungefähr 80 Prozent der Amin-HSAS freizusetzen. Es wird berichtet, dass durch die Begrenzung des freigesetzten Amins auf ungefähr 80 Prozent der ursprünglichen HSAS eine Zugabe von Natriumhydroxid im Überschuss, welche zu lokalen Korrosionsproblemen führen kann, vermieden werden kann.
  • Obwohl durch die Neutralisation von HSAS mit Natriumhydroxid die Zeit verlängert wird, bis die Amin-Lösung regeneriert oder verworfen werden muss, führt eine solche Neutralisation trotzdem zur Bildung einer Menge von Feststoffen in der Amin-Lösung. Diese Feststoffe sind schädlich für die Handhabung der Amin-Lösung und führen zu Verlusten von Amin-Lösung, erhöhten Instandhaltungsaufwendungen und gelegentlicher Anlagenabschaltung. Es wäre daher vorteilhaft, ein Verfahren zur Neutralisation von Amin-Lösungen, die HSAS enthalten, zu haben, wobei die Menge an in der Amin-Lösung gebildeten Feststoffen verringert ist und/oder wobei die Lebensdauer der Amin-Lösung erhöht wird.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Neutralisation einer Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, umfassend Kontaktieren der Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, mit einer wässrigen Kaliumhydroxid-Lösung oder einer mit einem Amin formulierten Alkalimetallbase. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung führt zu einer verringerten Feststoffbildung, verglichen mit der, welche auftritt, wenn eine Alkalimetallbase wie wässriges Natriumhydroxid oder wässriges Kaliumcarbonat verwendet wird, wie es gegenwärtig häufig der Fall ist. Verringerte Feststoffmengen in den Amin-Lösungen führen zu geringeren Filterverstopfungsproblemen, geringerer Schaumbildung, geringeren Korrosionsproblemen aufgrund von Erosion und/oder Korrosion, die durch Feststoffe verursacht werden, und die Zeit der Verwendung der Amingas-Behandlungslösung, bevor das Amin entsorgt oder regeneriert werden muss, wird verlängert.
  • In dem Verfahren dieser Erfindung wird eine Neutralisationslösung von Kaliumhydroxid oder einer mit einem Amin formulierten Alkalimetallbase, mit einer Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, kontaktiert, um die HSAS zu neutralisieren. Wie es hierin verwendet wird, schließt der Ausdruck Amin, wenn er sich auf eine Amin-Lösung bezieht, cyclische und acyclische Alkylamine und Alkanolamine ein.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wurde überraschenderweise gefunden, dass die Zugabe von Kaliumhydroxid zu einer Amin-Lösung, die ein HSAS enthält, zur Neutralisation der HSAS, die Menge an gebildeten Feststoffen stark verringert. Es wurde auch unerwarteterweise gefunden, dass eine Verringerung der Menge gebildeter Feststoffe auftritt, wenn eine mit einem Amin formulierte Alkalimetallbase verwendet wird, um in einer Amin-Lösung enthaltende HSAS zu neutralisieren.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ist bei der Verwendung aller gemeinhin bekannten und verwendeten Amine, die zur Gasreinigung nützlich sind, anwendbar. Beispiele gemeinhin verwendeter Amine schließen Methyldiethanolamin (MDEA), Monoethanolamin (MEA), Diethanolamin (DEA), Diisopropanolamin (DIPA), 2-Amino- 2-methyl-1-propanol (AMP), Monoisopropanolamin (MIPA), Methylmonoethanolamin (MMEA), Ethylmonoethanolamin (EMEA), Butylmonoethanolamin (BMEA), Triethanolamin (TEA), Diglycolamin (DGA), 4-(2-Hydroxyethyl)piperazinon (4-HEP), Piperazin oder Mischungen davon ein. Vorzugsweise ist das Amin MDEA, MEA, DEA, TEA, DGA oder eine Mischung davon. Mehr bevorzugt ist das Amin MDEA, MEA, DEA oder eine Mischung davon.
  • Verfahren zur Gasreinigung sind im Fachgebiet wohlbekannt, siehe zum Beispiel Kohl&Riesenfeld "Gas Purification", dritte Ausgabe. Im Allgemeinen wird das Gas mit einer Amin-Lösung in einem kontinuierlichen Gegenstromfließverfahren kontaktiert. Das Gas wird im Allgemeinen in den Boden einer Absorbereinheit eingespeist, wo das Gas im Gegenstrom mit einer armen Amin-Zusammensetzung kontaktiert wird, um die gewünschte Sauergas-Komponenten oder Komponenten wie CO&sub2;, COS, CS&sub2;, H&sub2;S und HCN zu entfernen, um eine reiche Amin-Lösung zu erzeugen. Zur Regenerierung der Amin-Lösung wird die reiche Amin-Lösung zu einem Strippingturm geleitet, wodurch die sauren Gase entfernt werden. Wenn ein thermischer Regenerathersteller oder Vakuum-Regenerathersteller verwendet wird, wird im Allgemeinen ein Seitenstrom des armen Amins zu einem Regenerathersteller geleitet, wo die Amin-Lösung erhitzt und dann das gereinigte Amin abdestilliert wird. Die Zugabe von KOH oder einer Formulierung eines Amins mit einer Alkalimetallbase erfolgt in der vorliegenden Erfindung im Allgemeinen zu dem Seitenstrom, bevor er zu dem Regenerathersteller läuft, oder kann auch zu dem armen Strom zugegeben werden, bevor dieser in die Absorbereinheit zirkuliert wird. In einer bevorzugten Ausführungsform wird vor der Zufuhr in den Regenerathersteller ein Teil der in der Amin-Lösung vorhandenen HSAS neutralisiert, und vor der Zirkulation zu der Absorbereinheit teilweise neutralisiert.
  • Die in dem vorliegenden Verfahren verwendete KOH-Konzentration wird im Allgemeinen von den spezifischen Durchführungsbedingungen einer einzelnen Gasreinigungsanlage abhängen. Im Allgemeinen beträgt die Kaliumhydroxid- Konzentration 5 bis 60 Gew.-%. Vorzugsweise beträgt die Kaliumhydroxid- Konzentration 25 bis 50 Gew.-%. Mehr bevorzugt beträgt die Kaliumhydroxid- Konzentration 35 bis 50 Gew.-%. Zweckmäßigerweise werden kommerziell erhältliche Lösungen, enthaltend 40 bis 45 Gew.-% Kaliumhydroxid, verwendet. Niedrigere Konzentrationen können verwendet werden; bei Anlagen, in denen das zusätzliche Wasser, das in die Anlage eintritt, nicht gehandhabt werden kann; jedoch kann es sein, dass ein Teil der zirkulierenden Amin-Lösung entfernt werden muss, um die zusätzlich erforderliche KOH-Lösung zu ermöglichen.
  • Um Formulierungen eines Amins und einer Alkalimetallbase herzustellen, können eine Wasserlösung mit 40-45 Gew.-% Alkalimetallbase, die kommerziell erhältlich sind, verwendet werden. Beispiele für bevorzugte Alkalimetallbasen schließen Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Natriumbicarbonat, Kaliumbicarbonat und Mischungen davon ein. Vorzugsweise ist die Alkalimetallbase Kaliumhydroxid, Kaliumcarbonat, Kaliumbicarbonat oder eine Mischung davon. Mehr bevorzugt ist die Alkalimetallbase Kaliumhydroxid. Solche Alkalimetallbasen besitzen im Allgemeinen einen niedrigen Gefrierpunkt, der mit den Amin/Wasser-Lösungen, die im Allgemeinen in der Gasbehandlungsindustrie verwendet werden, kompatibel ist.
  • Die Menge an Amin in der Alkalimetallbasen-Lösung sollte ausreichend sein, sodass die Löslichkeit der Feststoffe in der in einer Anlage verwendeten Lösung verglichen zu Alkalimetallbase und Wasser alleine erhöht wird. Das Ausmaß der Verringerung gebildeter Feststoffe wird von den speziellen Betriebsbedingungen der Gasreinigungsanlage abhängen. Es sollte beachtet werden, dass zum Beispiel nicht so viel Amin zugegeben wird, dass Alkalimetallbase von dem Amin präzipitiert, oder dass der Gefrierpunkt der Lösung zu hoch wird, um einen sicheren Transport zu erreichen. Vorzugsweise sollte die Amin-Konzentration 0,1 bis 50 Gew.-%, mehr bevorzugt 5 bis 40 Gew.-% und am meisten bevorzugt 5 bis 20 Gew.-% betragen. Die optimale Amin-Konzentration kann für die zu behandelnde spezifische Anlagenlösung überprüft werden.
  • Die Zugabe der Neutralisationslösung wässriger KOH oder Alkalimetallbase mit Amin kann durchgeführt werden, wenn sich die HSAS-Amin-Lösung in irgendeinem Tank befindet, wie einem Vorratstank, indem die Neutralisationslösung unter Mischen zugegeben wird. Jedoch ist es häufig zweckmäßig, die Neutralisationslösung der Anlagenlösung zuzugeben, wenn das Amin zur Behandlung von Gasströmen recycelt wird. Bei Zugabe während des Anlagenbetriebs wird die Zugabe der Neutralisationslösung am Besten an einem Punkt durchgeführt, an welchem die Menge der sauren Gase wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff in der Amin- Behandlungslösung gering ist, um eine Reaktion des Kaliumhydroxids mit den sauren Gasen anstelle der HSAS zu verhindern. Im Allgemeinen ist eine bevorzugte Stelle für eine Zugabe der Neutralisationslösung während des Anlagenbetriebs an der Saugseite der Pumpe für das arme Amin, direkt vor dem Absorber. Obwohl jedes gewöhnlich im Fachgebiet für die Zugabe der Neutralisationslösung verwendete Mittel angemessen ist, ist ein bevorzugtes Mittel jedoch eine Injektionsspule (injection quill). Im Allgemeinen sollte die Zugabe kontinuierlich mit sorgfältigem Mischen erfolgen. Die Konzentration der Komponenten in der Neutralisationslösung wird im Allgemeinen so ausgewählt, dass die Neutralisationslösung mit einer Zugaberate von 0,1 Prozent der Aminzirkulierungsrate zugegeben werden kann. Die Menge an zugegebener Neutralisationslösung sollte so berechnet sein, dass ungefähr die Hälfte des Amins der HSAS freigesetzt wird. Nachdem die richtige Zugabe zur Neutralisation von 50 Prozent der HSAS bestätigt wurde, kann zusätzliche Neutralisationslösung zugegeben werden, um 80 bis 100 Prozent des gesamten in den HSAS vorhandenen Amins freizusetzen, mehr bevorzugt 75 bis 80 Prozent des in den HSAS vorhandenen Amins. Durch die Beschränkung des freigesetzten Amins auf 75 bis 80 Prozent der ursprünglichen HSAS wird ein Schutz gegen eine überschüssige Zugabe von Lauge, die zu lokalen Korrosionsproblemen führen kann, bereitgestellt.
  • Wenn eine Neutralisationslösung eines mit einer Alkalimetallbase formulierten Amins zugegeben wird, ist es für einen leichteren Anlagenbetrieb bevorzugt, dass das in der Neutralisationslösung vorhandene Amin das gleiche ist, wie das gegenwärtig in einer Gasreinigungsanlage verwendete Amin. Zum Beispiel ist es bei einem Anlagenbetrieb unter Verwendung einer MEA-Lösung zur Gasreinigung, wenn eine Neutralisationslösung eines Amins mit einer Alkalimetall-Lösung verwendet wird, bevorzugt, dass das Amin mit einer Alkalimetallbase MEA ist. Jedoch ist das Verfahren der vorliegenden Erfindung gut geeignet als ein Mittel, durch welches die Amin-Lösung, die zur Gasreinigung verwendet wird, ausgetauscht werden kann.
  • Die Erfindung wird durch Berücksichtigung der folgenden Beispiele weiter erläutert werden, die nur beispielhaft für die vorliegende Erfindung sind. Alle Gewichte sind Gewichtsprozentangaben, wenn es nicht anders angegeben ist.
  • BEISPIEL 1
  • 100 g einer in einer Betriebsanlage verwendeten Amin-Lösung, die ungefähr 60 Prozent MDEA, 40000 ppm Acetat, 10000 ppm Formiat, 4000 ppm Oxalat und 6400 ppm Thiosulfat enthält, wurden mit verschiedenen Basen bei Raumtemperatur in einem 250 ml Erlenmeyerkolben vollständig neutralisiert. Jede Lösung wurde unter Verwendung eines Magnetrührstäbchens für ungefähr 20 Minuten nach Zugabe der Base gerührt. Die gebildeten Feststoffe wurde mit Whatman Nr. 42 Filterpapier filtriert und gewogen. Die Ergebnisse in Tabelle 1 zeigen, dass KOH oder eine mit einem Amin formulierte Alkalimetallbase die Menge an gebildeten und gewonnenen Feststoffen verglichen mit der Verwendung von Natriumhydroxid verringern. Die Ergebnisse sind insbesondere dramatisch, wenn KOH oder mit einem Amin formulierte KOH (Beispiele 1 bzw. 2) verwendet wird. TABELLE 1

Claims (14)

1. Verfahren zum Neutralisieren und Reinigen einer Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, mit einer wässrigen Kaliumhydroxid-Lösung kontaktiert wird, wodurch die Menge an gebildeten Feststoffen stark verringert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Kaliumhydroxid zu einer in einer Anlage verwendeten Amin-Lösung, die wärmestabile Aminsalze enthält, mittels einer Injektionsspule an der Saugseite einer Pumpe, die eine arme Amin-Lösung, die wärmestabile Aminsalze enthält, transferiert, zugegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Kaliumhydroxid-Konzentration 5 bis 60 Gew.-% beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Kaliumhydroxid-Konzentration 35 bis 50 Gew.-% beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Amin der Amin-Lösung Methyldiethanolamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Diisopropanolamin, 2- Amino-2-methyl-1-propanol, Monoisopropanolamin, Methylmonoethanolamin, Ethylmonoethanolamin, Butylmonoethanolamin, Triethanolamin, Diglycolamin, 4-(2- Hydroxyethyl)piperazinon, Piperazin oder eine Mischung davon ist.
6. Verfahren zum Neutralisieren einer Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, gekennzeichnet durch das Kontaktieren der Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, mit einer mit einem Amin formulierten Alkalimetall- Base.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Alkalimetall-Base Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat, Natriumbicarbonat, Kaliumbicarbonat oder eine Mischung davon ist.
8. Verfahren nach Anspruch 6, wobei mindestens ein Amin in der Amin-Lösung, die ein wärmestabiles Aminsalz enthält, das gleiche ist, wie das Amin in der Formulierung aus Alkalimetall-Base und Amin.
9. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die mit einem Amin formulierte Alkalimetall- Base zu einer in einer Anlage verwendeten Amin-Lösung, die wärmestabile Aminsalze enthält, mittels einer Injektionsspule an der Saugseite einer Pumpe, die eine arme Amin-Lösung, die wärmestabile Aminsalze enthält, transferiert, zugegeben wird.
10. Verfahren nach Anspruch 6, 7 oder 8, wobei das Amin der mit einem Amin formulierten Alkalimetall-Base Methyldiethanolamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Diisopropanolamin, 2-Amino-2-methyl-1-propanol, Monoisopropanolamin, Methylmonoethanolamin, Ethylmonoethanolamin, Butylmonoethanolamin, Triethanolamin, Diglycolamin, 4-(2-Hydroxyethyl)piperazinon, Piperazin oder eine Mischung davon ist.
11. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 10, wobei das Amin Methyldiethanolamin, Monoethanolamin, Diethanolamin oder eine Mischung davon ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Amin Monoethanolamin ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Amin-Konzentration 0,1 bis 50 Gew.- % beträgt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Amin-Konzentration 5 bis 20 Gew.-% beträgt.
DE69720052T 1997-01-28 1997-12-19 Neutralisierung eines hitzebeständigen aminsalzes mit verringerter feststoffproduktion Expired - Fee Related DE69720052T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US08/789,572 US5912387A (en) 1997-01-28 1997-01-28 Amine heat stable salt neutralization having reduced solids
PCT/US1997/023371 WO1998032519A1 (en) 1997-01-28 1997-12-19 Amine heat stable salt neutralization having reduced solids

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69720052D1 DE69720052D1 (de) 2003-04-24
DE69720052T2 true DE69720052T2 (de) 2003-09-11

Family

ID=25148031

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69720052T Expired - Fee Related DE69720052T2 (de) 1997-01-28 1997-12-19 Neutralisierung eines hitzebeständigen aminsalzes mit verringerter feststoffproduktion

Country Status (12)

Country Link
US (1) US5912387A (de)
EP (1) EP0956141B1 (de)
JP (1) JP2001511772A (de)
KR (1) KR20000070479A (de)
AU (1) AU5706998A (de)
BR (1) BR9714294A (de)
CA (1) CA2278455C (de)
DE (1) DE69720052T2 (de)
ID (1) ID19865A (de)
MY (1) MY117951A (de)
WO (1) WO1998032519A1 (de)
ZA (1) ZA98411B (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7934510B2 (en) * 2003-10-27 2011-05-03 Philip Morris Usa Inc. Cigarette wrapper with nanoparticle spinel ferrite catalyst and methods of making same
CA2792698C (en) * 2010-03-17 2018-09-04 Shell Internationale Research Maatschappij B.V. Process for the removal of heat stable salts from acid gas absorbents
PL2637758T3 (pl) 2010-11-10 2018-07-31 Siemens Aktiengesellschaft Przetwarzanie rozpuszczalnika na bazie aminy, zanieczyszczonego przez wprowadzenie tlenków siarki
US20120235087A1 (en) 2011-03-18 2012-09-20 Dow Global Technologies Llc Method for the removal of heat stable amine salts from an amine absorbent
AU2012298735B2 (en) 2011-08-25 2016-10-13 Dow Global Technologies Llc Formate based heat stable salt mitigation in physical solvent acid gas absorption processes
US9458367B2 (en) * 2012-03-14 2016-10-04 Exxonmobil Research And Engineering Company Low temperature transport and storage of amine gas treatment solutions

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3856921A (en) * 1970-07-22 1974-12-24 Exxon Research Engineering Co Promoting scrubbing of acid gases
US4251494A (en) * 1979-12-21 1981-02-17 Exxon Research & Engineering Co. Process for removing acidic compounds from gaseous mixtures using a two liquid phase scrubbing solution
US4405577A (en) * 1981-11-13 1983-09-20 Exxon Research And Engineering Co. Non-sterically hindered-sterically hindered amine co-promoted acid gas scrubbing solution and process for using same
GB8528381D0 (en) * 1985-11-18 1985-12-24 Ici Plc Chemical process
JPH0643378B2 (ja) * 1987-04-09 1994-06-08 ユニオン、カーバイド、コーポレーション イオン交換膜を備えた電気透析槽を使用する水性アルカノールアミンからの塩の除去法
WO1992021652A1 (en) * 1991-06-03 1992-12-10 The Lubrizol Corporation Process for the preparation of a purified acrylamido sulfonic acid monomer derivative

Also Published As

Publication number Publication date
JP2001511772A (ja) 2001-08-14
US5912387A (en) 1999-06-15
CA2278455A1 (en) 1998-07-30
EP0956141B1 (de) 2003-03-19
EP0956141A1 (de) 1999-11-17
ID19865A (id) 1998-08-13
BR9714294A (pt) 2000-04-25
MY117951A (en) 2004-08-30
ZA98411B (en) 1999-07-19
WO1998032519A1 (en) 1998-07-30
KR20000070479A (ko) 2000-11-25
CA2278455C (en) 2005-05-17
DE69720052D1 (de) 2003-04-24
AU5706998A (en) 1998-08-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68921416T2 (de) Entfernung und Rückgewinnung von Schwefeldioxyd aus Gasströmen.
DE60013207T2 (de) Kohlendioxidgewinnung mit zusammengesetzten Aminmischungen
DE69625026T2 (de) Verfahren zur Entfernung von Kohlensäure aus Gasen
DE69318433T2 (de) Verfahren zur Behandlung von Verbrennungsabgasen
DE69312884T2 (de) Verfahren zur Reinigung von Gasen mittels aminhaltiger Absorptionslössungen
EP1303345B1 (de) Verfahren zum entsäuern eines fluidstroms und waschflüssigkeit zur verwendung in einem derartigen verfahren
DE68914040T3 (de) Flüssiges Absorptionsmittel für saure Gase mit einer tertiären Alkanolaminkomponente und einem CO2-Absorptionsaktivator, seine Anwendung zur Entsäuerung von CO2 enthaltendem Gas und möglicherweise anderen sauren Gasen.
DE60038409T2 (de) Kohlendioxidgewinnung aus einem sauerstoffhaltigen Gemisch
DE602004013333T2 (de) Niedrigenergie waschverfahren für so2
DE69528785T2 (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen
DE68923793T2 (de) Verfahren zum süssen von kohlenwasserstoffen.
EP1485190B1 (de) Verfahren zum entsäuern eines fluidstroms und waschflüssigkeit zur verwendung in einem derartigen verfahren
DE3828227A1 (de) Verfahren zum entfernen von co(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) und gegebenenfalls h(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts) aus gasen
DE2804418A1 (de) Verfahren zur entfernung saurer gase aus einer normalerweise gasfoermigen mischung
DE4201921C2 (de) Verfahren zur umfassenden Entfernung von sauren Gasen aus Gasgemischen
DE2423828C3 (de) Verfahren zum Reinigen von Industriegasen
DE69905261T2 (de) Zusammensetzung und verfahren zur entfernung saurer gase
DE2123773A1 (de) Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von sauren Gasen aus Gasgemischen
DE19933301A1 (de) Verfahren zum Entfernen von Mercaptanen aus Fluidströmen
DE69905260T2 (de) Zusammensetzung und verfahren zur entfernung von säuregasen
DE2243744A1 (de) Verfahren zur entfernung von so tief x aus abgasen
DE69720052T2 (de) Neutralisierung eines hitzebeständigen aminsalzes mit verringerter feststoffproduktion
DE102004042418B4 (de) Absorptionsflüssigkeit, deren Verwendung und Verfahren zum Reinigen von Gasen
DE1667120A1 (de) Verfahren zur Regeneration fluechtiger Basen und fluechtiger Saeuren aus Salzen,die aus diesen beiden Komponenten hergestellt wurden
DE69515049T2 (de) Verfahren zum minimieren des lösungsmittelabbaus und korrosion in aminlösungsmittelbehandlungssystemen

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee