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Die Erfindung betrifft die kontinuierliche
binäre
Tintenstrahltechnik und insbesondere eine Verbesserung bei Gestaltung
und Betrieb von Tintenstrahldruckkopfkomponenten.
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Stand der Technik
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Die kontinuierliche binäre Tintenstrahltechnik wurde
erstmals um 1975 von der Mead Corporation, Dayton, Ohio, mit Erfolg
auf den Markt gebracht. Bei dieser Technik besitzt ein Druckkopf
eine oder mehrere Reihen von Öffnungen,
denen aus einem unter Druck stehenden Verteiler eine elektrisch
leitfähige Aufzeichnungsflüssigkeit,
beispielsweise eine Druckfarbe auf Wasserbasis, zugeführt wird
und die die Flüssigkeit
in Reihen paralleler Strahlen ausstoßen. Drucker mit derartigen
Druckköpfen
bewirken die graphische Wiedergabe durch selektives Aufladen und
Ablenken der Tropfen der einzelnen Strahlen und Absetzen zumindest
einiger der Tropfen auf einem Druckbildträger, während die anderen auf einer Tropfenfängervorrichtung
auftreffen.
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Beim Stand der Technik hat jede Komponente
des Tintenstrahldruckkopfes getrennte Baugruppen. Beispielsweise
sind die Öffnungsplatte
und die Aufladeplatte sowie die elektronischen Steuerkomponenten
getrennte Baugruppen. Andere Systeme stellen die Verbindung zwischen
der elektronischen Quelle der Druckdaten und den Druckkopfkomponenten
her, die die Strahlen aufladen und ablenken, um den Druck zu bewirken.
Die Druckkopfkomponenten sind von solcher Präzision und Empfindlichkeit,
dass manchmal Schmutzteilchen, elektrische Spannungsspitzen oder
Abnutzung zum Versagen des Druckkopfs führen. Ist das der Fall, muss
der Druckkopf zur Wiederinstandsetzung an eine Zentrale geschickt
werden. Wenn ein Druckkopf ausgetauscht oder repariert werden muss,
gilt es, mehrere kritische Toleranzen in der Druckkopfbaugruppe
zu beachten. Wenn beispielsweise eine Komponente einer Baugruppe
ausgetauscht wird, muss die Austauschkomponente gegenüber den
verschiedenen anderen Komponenten der Baugruppe ausgerichtet werden.
Für den
Ausrichtungsvorgang sind spezielle Präzisionswerkzeuge erforderlich.
Der Vorgang ist somit zeitaufwendig und kostenträchtig und muss unter kontrollierten
Umgebungsbedingungen durchgeführt
werden. Deshalb werden die Druckköpfe zur Instandsetzung an eine
zentrale Stelle eingeschickt.
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Bei der Konstruktion eines Druckkopfs
werden gemeinsame Anstrengungen unternommen, um die verschiedenen
Komponenten und Baugruppen zu einer groben Einheit zu integrieren,
in welcher die Ausrichtungen erhalten bleiben. Bei manchen Ausgestaltungen
können
verschiedene Komponenten wie Aufladeplatten und Tropfenstrahlgeneratoren
vor Ort zerlegt und ausgetauscht werden. Allerdings ist bei einem
solchen Komponentenaustausch eine Ausrichtung vor Ort erforderlich.
Gleichzeitig hat die Marktnachfrage nach verbesserter Druckqualität zur Entwicklung
von Druckköpfen
mit mehr Strahlen pro Zoll geführt.
Mit der Verbesserung der Druckqualität beim binären kontinuierlichen Tintenstrahldruck
waren sogar noch engere Ausrichtungstoleranzen einzuhalten, so dass
ein Austausch von Druckkopfkomponententeilen vor Ort nicht mehr
praktikabel war.
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Nach dem derzeit im Handel erhältlichen Stand
ist mit kontinuierlicher binärer
Tintenstrahltechnik ein Druck mit 240 Rasterpunkten pro Inch (dpi) möglich. Das
geschieht mit einer linearen Strahlanordnung, bei der die räumliche
Dichte der Strahlen der Druckauflösung entspricht (vgl. beispielsweise das
US-Patent 4,636,808). Bei der weiter zunehmenden Nachfrage nach
verbesserter Bildqualität
wird es notwendig, die Druckauflösung
weiter zu erhöhen. Bestehende
240-dpi-Systeme haben die inhärente Kapazität der Skalierung
auf die geforderten höheren Druckauflösungen.
Jedoch haben praktische Probleme die Entwicklung solcher Systeme
behindert. Ein kontinuierliches binäres 240-dpi-System mit Flachbettaufladung,
wie es im Patent 4,636,808 beschrieben ist, hat 94 elektrische Aufladeleiter
pro Zentimeter (240 elektrische Aufladeleiter pro Inch)
auf der Aufladeplatte. Um einen funktionsfähigen Drucker zu erhalten,
muss jeder dieser Leiter mit einer externen Schaltung verbunden
werden, die die Bilddaten liefert. Schon bei 240 dpi ist die Herstellung
der elektrischen Anschlüsse
an diese Leiter ein Hindernis für eine
weitere Erhöhung
der Auflösung.
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Beim Stand der Technik sind die Leitfäden von
der Vorderseite über
die Oberseite der Aufladeplatte zu einem Verbindungspunkt hin „aufgefächert", an
dem sie einen viel größeren Abstand
zueinander haben als an der aktiven Oberfläche der Aufladeplatte. Das
ist deshalb nötig,
weil beim derzeitigen Stand der Verbindungstechnik nur etwa 39 Anschlüsse pro Zentimeter
(100 Anschlüsse
pro Inch) möglich
sind. Mittels der Auffächerungstechnik
werden Anschlüsse zu
94 elektrischen Aufladeleitern pro Zentimeter (240 Aufladeleitern
pro Inch) bei der kommerziell machbaren Anschlussdichte von 39 Anschlüssen pro
Zentimeter (100 Anschlüssen
pro Inch) möglich.
Das geht auf Kosten des Druckkopfraums, weil am Verbindungspunkt
6 cm (2,4 Inch) Anschlussplatz für
jeden Inch tatsächlicher
Druckbreite benötigt
werden. Dadurch ist natürlich
eine viel größere Aufladeplatte
erforderlich als sonst für
die '808-Technik erforderlich wäre.
Durch das Auffächern
wird die Aufladeplatte typischerweise zwei bis drei Mal tiefer,
als sie bei anderen Druckkopfvorgaben sein müsste. Dadurch wiederum wird
der Druckkopf größer als
wünschenswert.
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Ein anderer Aspekt des Anschlussproblems ist
die Anzahl der Anschlüsse,
die zwischen Druckkopf und Datenquelle hergestellt werden müssen. Der
bekannte Druckkopf verwendet beispielsweise 1024 Druckstrahlen bei
einer Auflösung
von 240 Strahlen pro Inch. Obwohl die Druckbreite nur 10,8 cm
(4,267 Inch) beträgt,
sind 1024 Anschlüsse
an das Datensystem erforderlich. Um Druckköpfe mit einer großen Strahlzahl
einzubinden, ist es üblich,
die Daten seriell in einer Folge von 1 und 0 an den Druckkopf zu
senden und sie im Druckkopf wieder in „parallele" Daten zu konvertieren.
Dadurch erhöht
sich die Geschwindigkeit, mit der Daten über den „seriellen" Anschluss übertragen
werden müssen,
verringert jedoch drastisch die Anzahl der Anschlüsse. Bei Anwendung
dieser Technik sind einige elektronische Bauelemente dicht bei der
Aufladeplatte unterzubringen. Bei dem gerade beschriebenen Beispiel
des „4-Zoll"-Druckkopfs ist es üblich, einen
elektronischen Chip mit Treibern für 64 Strahlen zu verwenden,
der über
8 Eingänge
gesteuert wird. Für
den 4-Zoll-Druckkopf sind 16 solche Chips erforderlich, die in großer räumlicher
Nähe zu
den jeweiligen Aufladeelektroden im Druckkopf angebracht sind.
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Die bekannten Druckköpfe enthalten
noch weitere elektronische Bauelemente. Beispielsweise bedeuten
Fabrikationsunterschiede bei den Bauelementen, dass unterschiedliche
Druckköpfe
die beste Druckqualität
jeweils bei geringfügigen
Unterschieden in Spannung, Tintendruck, Betriebsfrequenz usw. liefern.
Diese „individuellen"
Unterschiede werden aufgefangen, indem ein Rechner in den Druckkopf
eingebaut wird, um die speziellen Anforderungen des Druckkopfs an
die Tintenzuführeinheit
zu übermitteln,
die den Druckkopf mit Energie und Tinten speist. Der Rechner ist
auch von Nutzen zur Aufzeichnung etwaiger Druckkopfprobleme, der
Dauer seines Einsatzes, der exakten Phase, die für die Aufladespannung bezogen
auf die Tropfenerzeugungssequenz der einzelnen Strahlen erforderlich
ist, usw..
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Das ganze Elektronikpaket muss dicht
bei den arbeitenden Tintenstrahlen angeordnet werden und wird nach
dem Stand der Technik als Teil der Druckkopfkonstruktion ausgeführt. Das
hat zu Schwierigkeiten geführt,
weil die Tintenstrahlkomponenten bei einem Druckkopf eine viel kürzere Lebensdauer
haben als die elektronischen Bauelemente. Wenn ein Druckkopf wegen
Problemen mit den Tintenstrahlkomponenten an die Zentrale eingeschickt
wird, wird gleichzeitig die Elektronik, die den Druckkopf trägt und Teil
davon ist, eingeschickt, obwohl sie ordnungsgemäß arbeitet. Bei einem Einsatz von
Hunderten solcher Druckköpfe
und weiteren Hunderten, die zwischen der Reparaturzentrale und dem
Einsatzort unterwegs sind, bedeutet das eine riesige Verschwendung
in Bezug auf die funktionstüchtige
Elektronik.
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Es zeigt sich somit ein Bedarf an
einer Druckkopfkonstruktion, bei der die Tintenstrahlkomponenten
zu einer vor Ort auswechselbaren Baugruppe zusammengefasst sind,
die ohne Ausrichtungsbedarf rasch und einfach ausgetauscht werden kann.
Es zeigt sich auch, dass Bedarf an breiteren Druckköpfen besteht.
Und es zeigt sich ferner, dass Bedarf an einer Druckkopfkonstruktion
besteht, bei der die Tintenstrahlkomponenten vor Ort ausgetauscht
werden können,
ohne dass die Druckkopfsteuerelektronik beeinträchtigt wird.
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Die US-Patentschrift A-4,847,631
offenbart einen Tintenstrahldrucker mit Aufladungs- und Ablenkungssteuerung,
bei dem eine Tintenstrahleinheit, eine Aufladeeinheit und eine Ablenkungseinheit
zu einem einzigen austauschbaren Modul zusammengefasst sind. Bei
einer Ausführungsform
hat das austauschbare Modul eine Steuerung zum Variieren der Treiberspannung.
Die Aufladeelektrode ist bei dieser Ausführungsform nicht in dem austauschbaren
Modul untergebracht.
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Die US-Patentschrift A-5,455,611
offenbart eine Druckkopfbaugruppe mit Steuereinrichtung zum Steuern
der Zufuhr von Tinte zu einem Tropfengenerator und zum Übermitteln
von Daten an ein Auflade- und Sammelelement. Die Steuereinrichtung
enthält einen
Mikrokontroller und Glasfaseroptik zum Empfangen von Daten und Steuersignalen
sowie zur Bereitstellung von Signalen an einem Eingabepuffer. Die
Druckkopfbaugruppe hat Diagnosefunktionen und ist eine unabhängige Baugruppe
in einem vor Ort austauschbaren Gehäuse.
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Somit ist es eine Aufgabe der Erfindung,
einen kontinuierlichen Tintenstrahldruckkopf mit separater Elektronik
zur Verfügung
zu stellen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen kontinuierlichen
Tintenstrahldruckkopf mit austauschbaren Komponenten zur Verfügung zu
stellen. Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, dass Teile,
die zur Instandsetzung eingeschickt werden, vor Ort von der Druckkopfelektronik
getrennt werden können.
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Mit der Erfindung wird eine Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung
für Tintenstrahldrucker
zur Verfügung
gestellt, die folgendes enthält:
ein erstes Element, welches Mittel zum Bereitstellen eines Fluids
an einem Tröpfchenerzeugungsmittel
und eine elektronische Druckkopfsteuerschaltung zum Steuern der
Tropfenbildung enthält.
Sie ist gekennzeichnet durch ein zweites Element, welches ein vor
Ort austauschbares Druckelement mit Tröpfchenerzeugungsmittel ist,
Tröpfchenauflade-
und Sammelmittel zum Aufladen und Sammeln von Tropfen aus dem Tröpfchenerzeugungsmittel,
Mittel zum Empfangen von Datensignalen von der Druckkopfelektronik
zum Steuern des Mittels zum Aufladen und Sammeln von Tropfen und
Datenspeichermittel zum Speichern mehrerer Betriebsparameter das
Tröpfchenerzeugungsmittel
und das Tröpfchenauflade-
und Sammelmittel betreffend.
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Weitere Aufgaben und Vorteile der
Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung, den beigefügten Zeichnungen
und den anliegenden Ansprüchen
hervor.
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1 zeigt
eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung,
und
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2 zeigt
eine Seitenansicht der Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung von 1.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Mit der Erfindung wird eine 9-Inch-Druckkopf-Baugruppe
zur Verfügung
gestellt, die minimierte Abmessungen hat und Bedienereingriffe minimiert. Der
9-Inch-Druckkopf arbeitet ähnlich
wie der im US-Patent 5,455,611 beschriebene Druckkopf der früheren Generation.
Tintenstrahldrucker enthalten normalerweise mehrere Komponenten,
darunter ein Fluidsystem, ein Datensystem und einen Druckkopf. Das
Fluidsystem sorgt für
die elektrische Steuerung der für
die Tropfenbildung und für
die Aufrechterhaltung der Fluidqualität erforderlichen Komponenten. Der
Druckkopf, der vom Fluidsystem mit Druckfarbe versorgt wird, erzeugt
Tropfen und führt
nicht verwendete Tropfen in das Fluidsystem zurück. Der Druckkopf steuert unter
Verwendung der vom Datensystem bereitgestellten Daten die selektive
Tropfenaufladung, um den Druck auf einem Druckbildträger zu ermöglichen.
Das Datensystem nimmt Daten in den Standardformaten ASCII, EBCDIC
usw. zusammen mit Druckstart- und Druckverzögerungssignalen an. Die Daten
werden zur Bilderzeugung an den Druckkopf übermittelt.
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In den Zeichnungen sind lediglich
zur besseren Darstellung die Druckkopfkomponenten einer bevorzugten
Ausführungsform
gegenüber
den normalen Komponenten eines Tintenstrahldruckkopfes vergrößert dargestellt,
um alle zur Erhaltung der Tropfenqualität erforderlichen Steuersensoren
zu zeigen. Die Zeichnungen werden unter Bezugnahme auf eine bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung beschrieben, wobei die bevorzugte Ausführungsform ein
9-Inch-Drucker mit 2176 Druckstrahlen ist, was jedoch nicht als
Einschränkung
der Erfindung zu verstehen ist.
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1 zeigt
einen betriebsbereiten Zwei-Elemente-Druckkopf 10, der
mit einer Druckkopf-Schnittstellensteuerung (PIC) 11 verbunden
ist. Das gesonderte Gehäuse 19 ist
das austauschbare Druckkopfmodul (RPM). Das RPM enthält einen Tröpfchenerzeuger 12,
der mit einer Tröpfchenauflade-
und -sammeleinrichtung 14 verbunden worden ist. Gefilterte
Fluide werden über
einen in der PIC untergebrachten Fluidsteuerungsverteiler 16 dem Tröpfchengenerator 12 zugeführt und
von der Tröpfchenauflade-
und -sammeleinrichtung 14 weggeführt. Die Verbindung zwischen
PIC und RPM wird über
Fluid- und Strom-Verbindungsmittel hergestellt, die durch Verbindungsmittel
(nicht eingezeichnet) miteinander verbunden werden, wenn die beiden Komponenten
betriebsbereit gemacht werden. Der Fluidsteuerungsverteiler 16 in
der PIC enthält
einen Tintentemperatursensor 16a, einen Umgebungstemperatursensor 16b und
einen Luftkanal in Richtung des Pfeils 16d. Der Luftkanal 16d wird
von einem Magnetventil 16e gesteuert. Das Magnetventil 16e ermöglicht die
Hindurchleitung von Luft durch den Tröpfchengenerator 12 während der
Druckkopfabschaltphase, um die Entfernung und das Trocknen der Tinte
zu beschleunigen. Um zu verhindern, dass die Tinte während der
Abschaltphase im Hauptfilter 17a trocknet, ist ein zweiter
Filter 17b im RPM 19 für die Belüftung vorgesehen. Die Belüftungsmöglichkeit ist
besonders vorteilhaft für
die Lagerung über
Nacht und für
den Transport. Vom Fluidverteiler 16 in der PIC zugeführte Tinte
wird vor der Zufuhr zum Tropfengenerator 12 von dem Filtermittel 17a gefiltert.
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Die Verteilergruppe 16 enthält auch
ein Druckerfassungsmittel 16f zur exakten Steuerung des Drucks,
bei dem Tropfen erzeugt werden, sowie ein Auslassventil 16g.
Das Auslassventil 16g wird betätigt, um beim Anlaufen einen
hohen Durchfluss durch den Tröpfchengenerator 12 zu
erzielen und die mit dem Tröpfchengenerator
verbundene Öffnungsplatte zu
benetzen. Wenn das Auslassventil 16g geschlossen wird,
baut sich ein für
die Tröpfchenerzeugung ausreichender
Druck auf. Während
dieser Vorgänge wird
der Druck im Tröpfchengenerator 12 über das Druckerfassungsmittel 16f für die Servosteuerung überwacht.
Bei Durchspülung
wird ein geringer Überdruck
von 3,4 kPa bis 6,9 kPa (0,5 bis 1,0 psig) aufrechferhalten, um
das Eindringen von Luft in den Tröpfchengenerator 12,
wo sie möglicherweise
eingeschlossen bliebe, zu verhindern. Eingeschlossene Luft würde eine
gleichmäßige Tropfenbildung
verhindern. Gemäß 1 können der Umgebungstemperatursensor 16b und
der Tintentemperatursensor 16a von einer externen Steuerung
genutzt werden, um Tinte von gleichbleibender Temperatur zuzuführen. Das
wird genutzt zur Reinigung des Tropfenauflade- und -sammelmittels 14 von
Kondensat während
der Anlaufphase. Es könnte
auch während
des Normalbetriebs genutzt werden. Wenn das RPM 19 mit
der PIC 11 verbunden ist, bestehen mehrere elektrische und
Fluidverbindungen, so dass das RPM betriebsbereit ist. Bei einem
Versagen der Tintenstrahlkomponenten kann das RPM 19 leicht
von der PIC 11 getrennt werden, um den Druckkopf an die
Reparaturzentrale einzusenden. Durch nicht eingezeichnete Verbindungsmittel
kann sofort ein Ersatzdruckkopf an die PIC 11 angeschlossen
werden, so dass weitergedruckt werden kann. Die Kombination aus
PIC und Druckkopf hat geringere Abmessungen als bekannte Druckköpfe, von
denen für
eine vergleichbare Druckbreite zwei benötigt würden. Das wird teilweise durch eine
verbesserte Verbindungstechnik im Tropfenauflade- und -sammelmittel 14 erreicht.
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Im folgenden wird auf 2 sowie weiterhin auf 1 Bezug genommen. Eine Klappe 24c im Schließzustand
wird verwendet, um beim Anlaufen und beim Ausschalten Tinte in das
Tropfensammelmittel 14 umzuleiten und über den Kanal 20 zu
entfernen. Im normalen Betrieb (beim Drucken) ist die Klappe 24c geöffnet, damit
die ausgewählten
Tropfen 25 auf den Druckbildträger gelangen können, der in 2 nicht eingezeichnet ist.
Die Klappe 24c wird durch elektromechanische Mittel 24 in
der PIC betätigt
(geöffnet),
die mit einem Verbindungselement 24b verbunden sind und
im Schwenkpunkt 24d einen Schwenkvorgang auslösen. Ein
Vorspannungsmittel 24a wird verwendet, um die Klappe 24c im
Grundzustand gegenüber
dem Tropfenauflade- und -sammelmittel 14 geschlossen zu
halten. Die vom Tinteneinsatzbereich entfernte Anordnung der Betätigungselemente
(in der PIC) verhindert, dass Tinte an den Schwenkbereichen usw.
festtrocknet, was das Hängenbleiben
der Klappe bewirken könnte.
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Beide Druckelemente, d. h. die PIC
und das RPM, werden bis auf schmale Lücken im Bereich der bewegbaren
Klappe 24c von Gehäusen 11 und 19 umschlossen.
Die schmalen Lücken
ermöglichen
die Aufrechterhaltung eines Überdrucks
in der Baugruppe 10. Die PIC erhält unter Überdruck stehende Luft über ein
Gebläse
(nicht eingezeichnet). Die Luft strömt durch die Öffnung 22 in
die PIC, über
die elektronischen Bauelemente 27 der PIC und tritt durch die Öffnung 35 aus
der PIC aus. Das RPM erhält durch
zwei Öffnungen 34,
die auch als Fluchtungsmarken für
PIC und RPM dienen, unter Überdruck stehende
Luft über
eine Luftpumpe im Fluidsystem (nicht eingezeichnet). Beim Stand
der Technik wurde dieselbe reine Luft sowohl zum Kühlen als
auch für den Überdruck
im Druckkopf verwendet. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die
Kühlluft
nicht sauber genug für
den Einsatz bei den Tintenstrahlen 25 gehalten werden kann.
Die Kühlung
der RPM-Elektronik wird durch einen Tintenfluss erreicht, der vom Tropfengeneratorpfad
abgezweigt und über
einen Pfad (nicht eingezeichnet) jenseits des für die Strahlerzeugung verwendeten
Auslassventils zurückgeführt wird.
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Wieder zu 2: Die Aufladeelektrodentreiber sind
auf einer elektronischen Schaltplatine 28 im RPM 19 untergebracht
und mit dem Tropfenauflade- und -sammelmittel 14 verbunden.
Die elektronische Schaltplatine 27 der PIC stellt die Verbindung
mit dem Fluidsystem, dem Datensystem und dem Druckkopf her. Die
Platine 27 übernimmt
Druckdaten vom Datensystem, kombiniert sie mit Taktdaten vom Fluidsystem
und konvertiert sie in ein Format, das sich für die Hochspannungstreiber
auf der elektronischen Schaltplatine 28 des RPM 19 eignet.
Auf der elektronischen Schaltplatine 28 ist außerdem die
Elektronik untergebracht, die das individuelle Modul des speziellen
RPM enthält.
Die Schnittstelle zwischen Datensystem und PIC 11 ist vorzugsweise
ein Glasfaserkabel, das von einem Glasfasertransmitter (nicht eingezeichnet)
im Datensystem gesteuert wird. Die elektronische Schaltplatine 28 im
RPM ist durch Verbindungsmittel 30 mit dem Tropfenauflade-
und -sammelmittel 14 verbunden.
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Bei Tintenstrahldruckern ist die
Aufladung und damit die Ablenkung eines Tropfens abhängig von
der Spannung an der Aufladeplatte unmittelbar vor der Aufspaltung
in Tropfen. Ein Tropfen wird nur dann aufgeladen und dann aufgefangen,
wenn in dem sehr kurzen Intervall unmittelbar vor der Aufspaltung
eine hohe Aufladespannung gegeben ist. umgekehrt bleibt ein Tropfen
nur dann unaufgeladen und für
den Druck bestimmt, wenn die Aufladespannung in diesem Intervall
nahezu null ist. Um die richtige Auswahl der Drucktropfen sicherzustellen,
muss die richtige Phase zwischen den Druckimpulsen und der Tropfenaufspaltung
aufrechterhalten werden. Zur Unterstützung der Bedienperson bei
der Auswahl der optimalen Phase kann ein Mikroprozessor in der PIC-Elektronik 27 ein
Diagnoseschema der Stimulationsaufspaltungsphase für jede Strahlreihe
erzeugen. Anhand dieses Schemas kann die Bedienperson unschwer die
gewünschte
Betriebsphase auswählen.
Dieses Schema liefert auch einen Hinweis auf die Gleichmäßigkeit
der Stimulation, was ein Nachlassen des Tropfengenerators 12 anzeigen kann.
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Die PIC-Elektronik 27 enthält einen
Mikrokontroller zur Statusanzeige, für den Seiftest und zur Überwachung
des Individualmoduls im RPM auf spezielle Fluidsystemparameter.
Der Mikrokontroller hat über
eine serielle Zweirichtungsschnittstelle mit dem Fluidsystem Datenaustausch.
Der Mikrokontroller ist dazu da, eine serielle Schnittstelle zum
Fluidsystem herzustellen, Statusmeldungen und Befehle an das Fluidsystem
oder vom Fluidsystem zu übermitteln und
analoge Bauteile in der PIC zu steuern.
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Bei der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die PIC- und die RPM-Baugruppe unter Verwendung von Parametern
im Individualmodul des RPM von einem Fluidsystem gesteuert. Die erfindungsgemäße Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung
erhält über eine
Glasfaserverbindung von einem Datensystem Daten, die letztendlich
die Auswahl der Drucktropfen steuern.
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Wenngleich die bevorzugte Anwendungsweise
der Erfindung unter Bezugnahme auf einen Tintenstrahldruckkopf für kontinuierliche
Tintenstrahldrucker beschrieben worden ist, lässt sich das Erfindungsprinzip
auch auf eine Reihe anderer Tintenstrahldrucker anwenden.
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Gewerbliche
Anwendbarkeit und Vorteile
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung aus RPM und
PIC ist für
kontinuierliche Tintenstrahldrucker geeignet. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind Druckkopf und Steuerelektronik voneinander trennbar, so dass
die Tintenstrahlkomponenten ohne die Elektronik zur Instandsetzung
eingeschickt werden können.
Das erfindungsgemäße RPM hat
ferner den Vorteil, dass es Betriebsparameter (Anfangs- und Endparameter)
speichern kann, so dass das Austausch-RPM mit derselben PIC-Elektronik
arbeiten kann. Die erfindungsgemäße Kombination
aus PIC und RPM ist kleiner als der bekannte Druckkopf und hat eine
größere Druckbreite
als zwei der bekannten Druckköpfe.