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DE69719607T2 - Kontinuierlich arbeitender Farbstrahldruckkopf - Google Patents

Kontinuierlich arbeitender Farbstrahldruckkopf Download PDF

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DE69719607T2
DE69719607T2 DE69719607T DE69719607T DE69719607T2 DE 69719607 T2 DE69719607 T2 DE 69719607T2 DE 69719607 T DE69719607 T DE 69719607T DE 69719607 T DE69719607 T DE 69719607T DE 69719607 T2 DE69719607 T2 DE 69719607T2
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DE
Germany
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printhead
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DE69719607T
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Robert J. Bellbrook Simon
Bruce A. Beavercreek Bowling
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Eastman Kodak Co
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Kodak Versamark Inc
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  • Particle Formation And Scattering Control In Inkjet Printers (AREA)
  • Ink Jet (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft die kontinuierliche binäre Tintenstrahltechnik und insbesondere eine Verbesserung bei Gestaltung und Betrieb von Tintenstrahldruckkopfkomponenten.
  • Stand der Technik
  • Die kontinuierliche binäre Tintenstrahltechnik wurde erstmals um 1975 von der Mead Corporation, Dayton, Ohio, mit Erfolg auf den Markt gebracht. Bei dieser Technik besitzt ein Druckkopf eine oder mehrere Reihen von Öffnungen, denen aus einem unter Druck stehenden Verteiler eine elektrisch leitfähige Aufzeichnungsflüssigkeit, beispielsweise eine Druckfarbe auf Wasserbasis, zugeführt wird und die die Flüssigkeit in Reihen paralleler Strahlen ausstoßen. Drucker mit derartigen Druckköpfen bewirken die graphische Wiedergabe durch selektives Aufladen und Ablenken der Tropfen der einzelnen Strahlen und Absetzen zumindest einiger der Tropfen auf einem Druckbildträger, während die anderen auf einer Tropfenfängervorrichtung auftreffen.
  • Beim Stand der Technik hat jede Komponente des Tintenstrahldruckkopfes getrennte Baugruppen. Beispielsweise sind die Öffnungsplatte und die Aufladeplatte sowie die elektronischen Steuerkomponenten getrennte Baugruppen. Andere Systeme stellen die Verbindung zwischen der elektronischen Quelle der Druckdaten und den Druckkopfkomponenten her, die die Strahlen aufladen und ablenken, um den Druck zu bewirken. Die Druckkopfkomponenten sind von solcher Präzision und Empfindlichkeit, dass manchmal Schmutzteilchen, elektrische Spannungsspitzen oder Abnutzung zum Versagen des Druckkopfs führen. Ist das der Fall, muss der Druckkopf zur Wiederinstandsetzung an eine Zentrale geschickt werden. Wenn ein Druckkopf ausgetauscht oder repariert werden muss, gilt es, mehrere kritische Toleranzen in der Druckkopfbaugruppe zu beachten. Wenn beispielsweise eine Komponente einer Baugruppe ausgetauscht wird, muss die Austauschkomponente gegenüber den verschiedenen anderen Komponenten der Baugruppe ausgerichtet werden. Für den Ausrichtungsvorgang sind spezielle Präzisionswerkzeuge erforderlich. Der Vorgang ist somit zeitaufwendig und kostenträchtig und muss unter kontrollierten Umgebungsbedingungen durchgeführt werden. Deshalb werden die Druckköpfe zur Instandsetzung an eine zentrale Stelle eingeschickt.
  • Bei der Konstruktion eines Druckkopfs werden gemeinsame Anstrengungen unternommen, um die verschiedenen Komponenten und Baugruppen zu einer groben Einheit zu integrieren, in welcher die Ausrichtungen erhalten bleiben. Bei manchen Ausgestaltungen können verschiedene Komponenten wie Aufladeplatten und Tropfenstrahlgeneratoren vor Ort zerlegt und ausgetauscht werden. Allerdings ist bei einem solchen Komponentenaustausch eine Ausrichtung vor Ort erforderlich. Gleichzeitig hat die Marktnachfrage nach verbesserter Druckqualität zur Entwicklung von Druckköpfen mit mehr Strahlen pro Zoll geführt. Mit der Verbesserung der Druckqualität beim binären kontinuierlichen Tintenstrahldruck waren sogar noch engere Ausrichtungstoleranzen einzuhalten, so dass ein Austausch von Druckkopfkomponententeilen vor Ort nicht mehr praktikabel war.
  • Nach dem derzeit im Handel erhältlichen Stand ist mit kontinuierlicher binärer Tintenstrahltechnik ein Druck mit 240 Rasterpunkten pro Inch (dpi) möglich. Das geschieht mit einer linearen Strahlanordnung, bei der die räumliche Dichte der Strahlen der Druckauflösung entspricht (vgl. beispielsweise das US-Patent 4,636,808). Bei der weiter zunehmenden Nachfrage nach verbesserter Bildqualität wird es notwendig, die Druckauflösung weiter zu erhöhen. Bestehende 240-dpi-Systeme haben die inhärente Kapazität der Skalierung auf die geforderten höheren Druckauflösungen. Jedoch haben praktische Probleme die Entwicklung solcher Systeme behindert. Ein kontinuierliches binäres 240-dpi-System mit Flachbettaufladung, wie es im Patent 4,636,808 beschrieben ist, hat 94 elektrische Aufladeleiter pro Zentimeter (240 elektrische Aufladeleiter pro Inch) auf der Aufladeplatte. Um einen funktionsfähigen Drucker zu erhalten, muss jeder dieser Leiter mit einer externen Schaltung verbunden werden, die die Bilddaten liefert. Schon bei 240 dpi ist die Herstellung der elektrischen Anschlüsse an diese Leiter ein Hindernis für eine weitere Erhöhung der Auflösung.
  • Beim Stand der Technik sind die Leitfäden von der Vorderseite über die Oberseite der Aufladeplatte zu einem Verbindungspunkt hin „aufgefächert", an dem sie einen viel größeren Abstand zueinander haben als an der aktiven Oberfläche der Aufladeplatte. Das ist deshalb nötig, weil beim derzeitigen Stand der Verbindungstechnik nur etwa 39 Anschlüsse pro Zentimeter (100 Anschlüsse pro Inch) möglich sind. Mittels der Auffächerungstechnik werden Anschlüsse zu 94 elektrischen Aufladeleitern pro Zentimeter (240 Aufladeleitern pro Inch) bei der kommerziell machbaren Anschlussdichte von 39 Anschlüssen pro Zentimeter (100 Anschlüssen pro Inch) möglich. Das geht auf Kosten des Druckkopfraums, weil am Verbindungspunkt 6 cm (2,4 Inch) Anschlussplatz für jeden Inch tatsächlicher Druckbreite benötigt werden. Dadurch ist natürlich eine viel größere Aufladeplatte erforderlich als sonst für die '808-Technik erforderlich wäre. Durch das Auffächern wird die Aufladeplatte typischerweise zwei bis drei Mal tiefer, als sie bei anderen Druckkopfvorgaben sein müsste. Dadurch wiederum wird der Druckkopf größer als wünschenswert.
  • Ein anderer Aspekt des Anschlussproblems ist die Anzahl der Anschlüsse, die zwischen Druckkopf und Datenquelle hergestellt werden müssen. Der bekannte Druckkopf verwendet beispielsweise 1024 Druckstrahlen bei einer Auflösung von 240 Strahlen pro Inch. Obwohl die Druckbreite nur 10,8 cm (4,267 Inch) beträgt, sind 1024 Anschlüsse an das Datensystem erforderlich. Um Druckköpfe mit einer großen Strahlzahl einzubinden, ist es üblich, die Daten seriell in einer Folge von 1 und 0 an den Druckkopf zu senden und sie im Druckkopf wieder in „parallele" Daten zu konvertieren. Dadurch erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der Daten über den „seriellen" Anschluss übertragen werden müssen, verringert jedoch drastisch die Anzahl der Anschlüsse. Bei Anwendung dieser Technik sind einige elektronische Bauelemente dicht bei der Aufladeplatte unterzubringen. Bei dem gerade beschriebenen Beispiel des „4-Zoll"-Druckkopfs ist es üblich, einen elektronischen Chip mit Treibern für 64 Strahlen zu verwenden, der über 8 Eingänge gesteuert wird. Für den 4-Zoll-Druckkopf sind 16 solche Chips erforderlich, die in großer räumlicher Nähe zu den jeweiligen Aufladeelektroden im Druckkopf angebracht sind.
  • Die bekannten Druckköpfe enthalten noch weitere elektronische Bauelemente. Beispielsweise bedeuten Fabrikationsunterschiede bei den Bauelementen, dass unterschiedliche Druckköpfe die beste Druckqualität jeweils bei geringfügigen Unterschieden in Spannung, Tintendruck, Betriebsfrequenz usw. liefern. Diese „individuellen" Unterschiede werden aufgefangen, indem ein Rechner in den Druckkopf eingebaut wird, um die speziellen Anforderungen des Druckkopfs an die Tintenzuführeinheit zu übermitteln, die den Druckkopf mit Energie und Tinten speist. Der Rechner ist auch von Nutzen zur Aufzeichnung etwaiger Druckkopfprobleme, der Dauer seines Einsatzes, der exakten Phase, die für die Aufladespannung bezogen auf die Tropfenerzeugungssequenz der einzelnen Strahlen erforderlich ist, usw..
  • Das ganze Elektronikpaket muss dicht bei den arbeitenden Tintenstrahlen angeordnet werden und wird nach dem Stand der Technik als Teil der Druckkopfkonstruktion ausgeführt. Das hat zu Schwierigkeiten geführt, weil die Tintenstrahlkomponenten bei einem Druckkopf eine viel kürzere Lebensdauer haben als die elektronischen Bauelemente. Wenn ein Druckkopf wegen Problemen mit den Tintenstrahlkomponenten an die Zentrale eingeschickt wird, wird gleichzeitig die Elektronik, die den Druckkopf trägt und Teil davon ist, eingeschickt, obwohl sie ordnungsgemäß arbeitet. Bei einem Einsatz von Hunderten solcher Druckköpfe und weiteren Hunderten, die zwischen der Reparaturzentrale und dem Einsatzort unterwegs sind, bedeutet das eine riesige Verschwendung in Bezug auf die funktionstüchtige Elektronik.
  • Es zeigt sich somit ein Bedarf an einer Druckkopfkonstruktion, bei der die Tintenstrahlkomponenten zu einer vor Ort auswechselbaren Baugruppe zusammengefasst sind, die ohne Ausrichtungsbedarf rasch und einfach ausgetauscht werden kann. Es zeigt sich auch, dass Bedarf an breiteren Druckköpfen besteht. Und es zeigt sich ferner, dass Bedarf an einer Druckkopfkonstruktion besteht, bei der die Tintenstrahlkomponenten vor Ort ausgetauscht werden können, ohne dass die Druckkopfsteuerelektronik beeinträchtigt wird.
  • Die US-Patentschrift A-4,847,631 offenbart einen Tintenstrahldrucker mit Aufladungs- und Ablenkungssteuerung, bei dem eine Tintenstrahleinheit, eine Aufladeeinheit und eine Ablenkungseinheit zu einem einzigen austauschbaren Modul zusammengefasst sind. Bei einer Ausführungsform hat das austauschbare Modul eine Steuerung zum Variieren der Treiberspannung. Die Aufladeelektrode ist bei dieser Ausführungsform nicht in dem austauschbaren Modul untergebracht.
  • Die US-Patentschrift A-5,455,611 offenbart eine Druckkopfbaugruppe mit Steuereinrichtung zum Steuern der Zufuhr von Tinte zu einem Tropfengenerator und zum Übermitteln von Daten an ein Auflade- und Sammelelement. Die Steuereinrichtung enthält einen Mikrokontroller und Glasfaseroptik zum Empfangen von Daten und Steuersignalen sowie zur Bereitstellung von Signalen an einem Eingabepuffer. Die Druckkopfbaugruppe hat Diagnosefunktionen und ist eine unabhängige Baugruppe in einem vor Ort austauschbaren Gehäuse.
  • Somit ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen kontinuierlichen Tintenstrahldruckkopf mit separater Elektronik zur Verfügung zu stellen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen kontinuierlichen Tintenstrahldruckkopf mit austauschbaren Komponenten zur Verfügung zu stellen. Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, dass Teile, die zur Instandsetzung eingeschickt werden, vor Ort von der Druckkopfelektronik getrennt werden können.
  • Mit der Erfindung wird eine Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung für Tintenstrahldrucker zur Verfügung gestellt, die folgendes enthält: ein erstes Element, welches Mittel zum Bereitstellen eines Fluids an einem Tröpfchenerzeugungsmittel und eine elektronische Druckkopfsteuerschaltung zum Steuern der Tropfenbildung enthält. Sie ist gekennzeichnet durch ein zweites Element, welches ein vor Ort austauschbares Druckelement mit Tröpfchenerzeugungsmittel ist, Tröpfchenauflade- und Sammelmittel zum Aufladen und Sammeln von Tropfen aus dem Tröpfchenerzeugungsmittel, Mittel zum Empfangen von Datensignalen von der Druckkopfelektronik zum Steuern des Mittels zum Aufladen und Sammeln von Tropfen und Datenspeichermittel zum Speichern mehrerer Betriebsparameter das Tröpfchenerzeugungsmittel und das Tröpfchenauflade- und Sammelmittel betreffend.
  • Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung, den beigefügten Zeichnungen und den anliegenden Ansprüchen hervor.
  • 1 zeigt eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung, und
  • 2 zeigt eine Seitenansicht der Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung von 1.
  • Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Mit der Erfindung wird eine 9-Inch-Druckkopf-Baugruppe zur Verfügung gestellt, die minimierte Abmessungen hat und Bedienereingriffe minimiert. Der 9-Inch-Druckkopf arbeitet ähnlich wie der im US-Patent 5,455,611 beschriebene Druckkopf der früheren Generation. Tintenstrahldrucker enthalten normalerweise mehrere Komponenten, darunter ein Fluidsystem, ein Datensystem und einen Druckkopf. Das Fluidsystem sorgt für die elektrische Steuerung der für die Tropfenbildung und für die Aufrechterhaltung der Fluidqualität erforderlichen Komponenten. Der Druckkopf, der vom Fluidsystem mit Druckfarbe versorgt wird, erzeugt Tropfen und führt nicht verwendete Tropfen in das Fluidsystem zurück. Der Druckkopf steuert unter Verwendung der vom Datensystem bereitgestellten Daten die selektive Tropfenaufladung, um den Druck auf einem Druckbildträger zu ermöglichen. Das Datensystem nimmt Daten in den Standardformaten ASCII, EBCDIC usw. zusammen mit Druckstart- und Druckverzögerungssignalen an. Die Daten werden zur Bilderzeugung an den Druckkopf übermittelt.
  • In den Zeichnungen sind lediglich zur besseren Darstellung die Druckkopfkomponenten einer bevorzugten Ausführungsform gegenüber den normalen Komponenten eines Tintenstrahldruckkopfes vergrößert dargestellt, um alle zur Erhaltung der Tropfenqualität erforderlichen Steuersensoren zu zeigen. Die Zeichnungen werden unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beschrieben, wobei die bevorzugte Ausführungsform ein 9-Inch-Drucker mit 2176 Druckstrahlen ist, was jedoch nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen ist.
  • 1 zeigt einen betriebsbereiten Zwei-Elemente-Druckkopf 10, der mit einer Druckkopf-Schnittstellensteuerung (PIC) 11 verbunden ist. Das gesonderte Gehäuse 19 ist das austauschbare Druckkopfmodul (RPM). Das RPM enthält einen Tröpfchenerzeuger 12, der mit einer Tröpfchenauflade- und -sammeleinrichtung 14 verbunden worden ist. Gefilterte Fluide werden über einen in der PIC untergebrachten Fluidsteuerungsverteiler 16 dem Tröpfchengenerator 12 zugeführt und von der Tröpfchenauflade- und -sammeleinrichtung 14 weggeführt. Die Verbindung zwischen PIC und RPM wird über Fluid- und Strom-Verbindungsmittel hergestellt, die durch Verbindungsmittel (nicht eingezeichnet) miteinander verbunden werden, wenn die beiden Komponenten betriebsbereit gemacht werden. Der Fluidsteuerungsverteiler 16 in der PIC enthält einen Tintentemperatursensor 16a, einen Umgebungstemperatursensor 16b und einen Luftkanal in Richtung des Pfeils 16d. Der Luftkanal 16d wird von einem Magnetventil 16e gesteuert. Das Magnetventil 16e ermöglicht die Hindurchleitung von Luft durch den Tröpfchengenerator 12 während der Druckkopfabschaltphase, um die Entfernung und das Trocknen der Tinte zu beschleunigen. Um zu verhindern, dass die Tinte während der Abschaltphase im Hauptfilter 17a trocknet, ist ein zweiter Filter 17b im RPM 19 für die Belüftung vorgesehen. Die Belüftungsmöglichkeit ist besonders vorteilhaft für die Lagerung über Nacht und für den Transport. Vom Fluidverteiler 16 in der PIC zugeführte Tinte wird vor der Zufuhr zum Tropfengenerator 12 von dem Filtermittel 17a gefiltert.
  • Die Verteilergruppe 16 enthält auch ein Druckerfassungsmittel 16f zur exakten Steuerung des Drucks, bei dem Tropfen erzeugt werden, sowie ein Auslassventil 16g. Das Auslassventil 16g wird betätigt, um beim Anlaufen einen hohen Durchfluss durch den Tröpfchengenerator 12 zu erzielen und die mit dem Tröpfchengenerator verbundene Öffnungsplatte zu benetzen. Wenn das Auslassventil 16g geschlossen wird, baut sich ein für die Tröpfchenerzeugung ausreichender Druck auf. Während dieser Vorgänge wird der Druck im Tröpfchengenerator 12 über das Druckerfassungsmittel 16f für die Servosteuerung überwacht. Bei Durchspülung wird ein geringer Überdruck von 3,4 kPa bis 6,9 kPa (0,5 bis 1,0 psig) aufrechferhalten, um das Eindringen von Luft in den Tröpfchengenerator 12, wo sie möglicherweise eingeschlossen bliebe, zu verhindern. Eingeschlossene Luft würde eine gleichmäßige Tropfenbildung verhindern. Gemäß 1 können der Umgebungstemperatursensor 16b und der Tintentemperatursensor 16a von einer externen Steuerung genutzt werden, um Tinte von gleichbleibender Temperatur zuzuführen. Das wird genutzt zur Reinigung des Tropfenauflade- und -sammelmittels 14 von Kondensat während der Anlaufphase. Es könnte auch während des Normalbetriebs genutzt werden. Wenn das RPM 19 mit der PIC 11 verbunden ist, bestehen mehrere elektrische und Fluidverbindungen, so dass das RPM betriebsbereit ist. Bei einem Versagen der Tintenstrahlkomponenten kann das RPM 19 leicht von der PIC 11 getrennt werden, um den Druckkopf an die Reparaturzentrale einzusenden. Durch nicht eingezeichnete Verbindungsmittel kann sofort ein Ersatzdruckkopf an die PIC 11 angeschlossen werden, so dass weitergedruckt werden kann. Die Kombination aus PIC und Druckkopf hat geringere Abmessungen als bekannte Druckköpfe, von denen für eine vergleichbare Druckbreite zwei benötigt würden. Das wird teilweise durch eine verbesserte Verbindungstechnik im Tropfenauflade- und -sammelmittel 14 erreicht.
  • Im folgenden wird auf 2 sowie weiterhin auf 1 Bezug genommen. Eine Klappe 24c im Schließzustand wird verwendet, um beim Anlaufen und beim Ausschalten Tinte in das Tropfensammelmittel 14 umzuleiten und über den Kanal 20 zu entfernen. Im normalen Betrieb (beim Drucken) ist die Klappe 24c geöffnet, damit die ausgewählten Tropfen 25 auf den Druckbildträger gelangen können, der in 2 nicht eingezeichnet ist. Die Klappe 24c wird durch elektromechanische Mittel 24 in der PIC betätigt (geöffnet), die mit einem Verbindungselement 24b verbunden sind und im Schwenkpunkt 24d einen Schwenkvorgang auslösen. Ein Vorspannungsmittel 24a wird verwendet, um die Klappe 24c im Grundzustand gegenüber dem Tropfenauflade- und -sammelmittel 14 geschlossen zu halten. Die vom Tinteneinsatzbereich entfernte Anordnung der Betätigungselemente (in der PIC) verhindert, dass Tinte an den Schwenkbereichen usw. festtrocknet, was das Hängenbleiben der Klappe bewirken könnte.
  • Beide Druckelemente, d. h. die PIC und das RPM, werden bis auf schmale Lücken im Bereich der bewegbaren Klappe 24c von Gehäusen 11 und 19 umschlossen. Die schmalen Lücken ermöglichen die Aufrechterhaltung eines Überdrucks in der Baugruppe 10. Die PIC erhält unter Überdruck stehende Luft über ein Gebläse (nicht eingezeichnet). Die Luft strömt durch die Öffnung 22 in die PIC, über die elektronischen Bauelemente 27 der PIC und tritt durch die Öffnung 35 aus der PIC aus. Das RPM erhält durch zwei Öffnungen 34, die auch als Fluchtungsmarken für PIC und RPM dienen, unter Überdruck stehende Luft über eine Luftpumpe im Fluidsystem (nicht eingezeichnet). Beim Stand der Technik wurde dieselbe reine Luft sowohl zum Kühlen als auch für den Überdruck im Druckkopf verwendet. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die Kühlluft nicht sauber genug für den Einsatz bei den Tintenstrahlen 25 gehalten werden kann. Die Kühlung der RPM-Elektronik wird durch einen Tintenfluss erreicht, der vom Tropfengeneratorpfad abgezweigt und über einen Pfad (nicht eingezeichnet) jenseits des für die Strahlerzeugung verwendeten Auslassventils zurückgeführt wird.
  • Wieder zu 2: Die Aufladeelektrodentreiber sind auf einer elektronischen Schaltplatine 28 im RPM 19 untergebracht und mit dem Tropfenauflade- und -sammelmittel 14 verbunden. Die elektronische Schaltplatine 27 der PIC stellt die Verbindung mit dem Fluidsystem, dem Datensystem und dem Druckkopf her. Die Platine 27 übernimmt Druckdaten vom Datensystem, kombiniert sie mit Taktdaten vom Fluidsystem und konvertiert sie in ein Format, das sich für die Hochspannungstreiber auf der elektronischen Schaltplatine 28 des RPM 19 eignet. Auf der elektronischen Schaltplatine 28 ist außerdem die Elektronik untergebracht, die das individuelle Modul des speziellen RPM enthält. Die Schnittstelle zwischen Datensystem und PIC 11 ist vorzugsweise ein Glasfaserkabel, das von einem Glasfasertransmitter (nicht eingezeichnet) im Datensystem gesteuert wird. Die elektronische Schaltplatine 28 im RPM ist durch Verbindungsmittel 30 mit dem Tropfenauflade- und -sammelmittel 14 verbunden.
  • Bei Tintenstrahldruckern ist die Aufladung und damit die Ablenkung eines Tropfens abhängig von der Spannung an der Aufladeplatte unmittelbar vor der Aufspaltung in Tropfen. Ein Tropfen wird nur dann aufgeladen und dann aufgefangen, wenn in dem sehr kurzen Intervall unmittelbar vor der Aufspaltung eine hohe Aufladespannung gegeben ist. umgekehrt bleibt ein Tropfen nur dann unaufgeladen und für den Druck bestimmt, wenn die Aufladespannung in diesem Intervall nahezu null ist. Um die richtige Auswahl der Drucktropfen sicherzustellen, muss die richtige Phase zwischen den Druckimpulsen und der Tropfenaufspaltung aufrechterhalten werden. Zur Unterstützung der Bedienperson bei der Auswahl der optimalen Phase kann ein Mikroprozessor in der PIC-Elektronik 27 ein Diagnoseschema der Stimulationsaufspaltungsphase für jede Strahlreihe erzeugen. Anhand dieses Schemas kann die Bedienperson unschwer die gewünschte Betriebsphase auswählen. Dieses Schema liefert auch einen Hinweis auf die Gleichmäßigkeit der Stimulation, was ein Nachlassen des Tropfengenerators 12 anzeigen kann.
  • Die PIC-Elektronik 27 enthält einen Mikrokontroller zur Statusanzeige, für den Seiftest und zur Überwachung des Individualmoduls im RPM auf spezielle Fluidsystemparameter. Der Mikrokontroller hat über eine serielle Zweirichtungsschnittstelle mit dem Fluidsystem Datenaustausch. Der Mikrokontroller ist dazu da, eine serielle Schnittstelle zum Fluidsystem herzustellen, Statusmeldungen und Befehle an das Fluidsystem oder vom Fluidsystem zu übermitteln und analoge Bauteile in der PIC zu steuern.
  • Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die PIC- und die RPM-Baugruppe unter Verwendung von Parametern im Individualmodul des RPM von einem Fluidsystem gesteuert. Die erfindungsgemäße Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung erhält über eine Glasfaserverbindung von einem Datensystem Daten, die letztendlich die Auswahl der Drucktropfen steuern.
  • Wenngleich die bevorzugte Anwendungsweise der Erfindung unter Bezugnahme auf einen Tintenstrahldruckkopf für kontinuierliche Tintenstrahldrucker beschrieben worden ist, lässt sich das Erfindungsprinzip auch auf eine Reihe anderer Tintenstrahldrucker anwenden.
  • Gewerbliche Anwendbarkeit und Vorteile
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung aus RPM und PIC ist für kontinuierliche Tintenstrahldrucker geeignet. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Druckkopf und Steuerelektronik voneinander trennbar, so dass die Tintenstrahlkomponenten ohne die Elektronik zur Instandsetzung eingeschickt werden können. Das erfindungsgemäße RPM hat ferner den Vorteil, dass es Betriebsparameter (Anfangs- und Endparameter) speichern kann, so dass das Austausch-RPM mit derselben PIC-Elektronik arbeiten kann. Die erfindungsgemäße Kombination aus PIC und RPM ist kleiner als der bekannte Druckkopf und hat eine größere Druckbreite als zwei der bekannten Druckköpfe.

Claims (3)

  1. Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung für einen Tintenstrahldrucker, enthaltend: ein erstes Element, welches Mittel (16) zum Bereitstellen eines Fluids an einem Tröpfchenerzeugungsmittel und eine elektronische Druckkopfsteuerschaltung (27) zum Steuern der Tropfenbildung enthält; ein zweites Element, das eine austauschbare Druckelementeinrichtung (19) ist, welche aufweist: Tröpfchenerzeugungsmittel (12); Tröpfchenauflade- und -sammelmittel (14) zum Aufladen und Sammeln von Tropfen aus den Tröpfchenerzeugungsmitteln; Mittel (28) zum Empfang von Datensignalen aus der elektronischen Druckkopfsteuerschaltung zum Steuern der Mittel (12, 14) zum Aufladen und Sammeln der Tropfen; und gekennzeichnet durch Datenspeichermittel (28) zum Speichern einer Vielzahl an Betriebsparametern, die die Tröpfchenerzeugungsmittel (12) und die Tröpfchenauflade- sowie – sammelmittel (14) betreffen.
  2. Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung nach Anspruch 1, bei der die austauschbare Druckelementeinrichtung (19) eine elektronische Steuerschaltung enthält, die aufweist: a) einen Mikrokontroller (28); b) Glasfasermittel zum Empfangen von Daten und von Steuersignalen sowie zum Bereitstellen der Signale an einen Eingabebuffer; c) einen Direktzugriffsspeicher (28) zum Bereitstellen eines Datenspeichers; d) Verriegelungs- und Schieberegistermittel (28) zum Verriegeln und Verschieben von Daten aus dem Direktzugriffsspeicher; e) Hochspannungs-Steuermittel (28) zum Empfangen von Daten aus den Verriegelungs- und Schieberegistermitteln; und f) eine Steuerzustandsmaschine (28), welche in Kommunikationsverbindung mit dem Mikrokontroller steht, um die Erzeugung aller Steuersignale für den Eingabebuffer, den Direktzugriffsspeicher und die Verriegelungs- und Schieberegistermittel durchzuführen.
  3. Zwei-Elemente-Druckkopfanordnung nach Anspruch 2, bei der die austauschbare Druckelementeinrichtung (19) weiterhin Mittel (28) zum Steuern der Druckqualität durch Steuern eines von außen zugeführten Tintendruckes, der Tintentemperatur und des Stimulationspegels in Übereinstimmung mit den intern gespeicherten Parametern und durch Verwenden von im voraus erfassten Lochgrößeninformationen enthält, um die Zahl an Tropfen zu steuern, die auf einem Punkt zum Zwecke der Farbeinstellung gedruckt werden.
DE69719607T 1996-06-18 1997-06-16 Kontinuierlich arbeitender Farbstrahldruckkopf Expired - Lifetime DE69719607T2 (de)

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