DE69717300T2 - Digitales kommunikationssystem - Google Patents
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Description
- Diese Erfindung bezieht sich auf digitale Telekommunikationssysteme und insbesondere auf eine Anordnung und ein Verfähren zur Übertragung von Verkehr in der asynchronen Übertragungsbetriebsart (ATM).
- Eine neuere Entwicklung in der Kommunikationstechnologie war die Einführung der asynchronen Übertragungsbetriebsart- (ATM-) Übertragungstechnik. Die Technologie der asynchronen Übertragungsbetriebsart (ATM) ist eine flexible Form der Übertragung, die es ermöglicht, daß verschiedene Arten des Diensteverkehrs, beispielsweise Sprache, Video oder Daten, auf einer gemeinsamen Übertragungseinrichtung miteinander multiplexiert werden, wobei der Verkehr in Zellen übertragen wird, die jeweils einen Anfangsblock aufweisen; der Information enthält, die zur Leitweglenkung und zur nachfolgenden Verarbeitung der Zelle zur Rückgewinnung der Nutzinformation verwendet wird. Der Diensteverkehr wird typischerweise in 53-Byte-Zellen mit Anfangsblöcken von 5 Byte und Nutzinformation von 48 Byte angepaßt, so daß der ursprüngliche Verkehr am entfernten Ende des ATM-Netzes wiederhergestellt werden kann. Diese Form der Anpassung wird in der ATM-Anpassungsschicht (AAL) ausgeführt. Die Technik ermöglicht eine zuverlässige und wirkungsvolle Abwicklung von großen Verkehrsvolumina.
- Ein lokales Datennetz (LAN), das bedarfsorientierte Multimedia-Anwendungen über ein ATM-Netz unterstützen kann, wird von Ott et al. in NEC Research and Development, Band 35; Nr. 4, 1. Oktober 1994, Seiten 36-373 beschrieben. Eine Anordnung und ein Verfahren zur Kommunikation zwischen Geräten, die mit einem Ethernet-Netz und einem ATM-Netz gekoppelt sind, ist in der US-5 420 858 beschrieben. Eine weitere neuere Entwicklung in der ATM-Übertragung ist die Einführung von Minizellen für Benutzer mit niedrigen Bitraten, um die Zellenzusammenfügungsverzögerungen zu verringern, die derartige Benutzer bisher erfuhren. Derartige Minizellen von einer Anzahl von Benutzern können miteinander multiplexiert und in eine Standard-ATM-Zelle zur Übertragung über einen gemeinsamen virtuellen Kanal gepackt werden. Typischerweise werden derartige Benutzer mit niedrigen Bitraten mit Diensten, beispielsweise Internet oder Multimedia-Diensten, von einem oder mehreren Diensteanbietern oder Servcos versorgt. Das Volumen an Verkehr dieser Art steigt sehr schnell an, weil mehr und mehr Kunden an diesen Diensten teilnehmen.
- Ein spezielles Problem bei Minizellen-Verkehr ist die Menge an Zusatzinformation, die den Verkehr begleitet und die in dem Demultiplexier- und Abgrenzungsprozeß verwendet wird. Bei dem schnell zunehmenden Volumen dieses Verkehrs besteht ein zunehmendes Risiko einer Netzüberlastung. Weiterhin belegt diese Zusatzinformation Bandbreite, die anderenfalls einer gewinnbringenden Nutzinformationsübertragung zugeteilt werden könnte.
- Es ist ein Ziel der Erfindung, diese Nachteile zu einem Minimum zu machen, oder zu überwinden.
- Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung; ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zur Lieferung von Diensten an Benutzer-Endgeräte zu schaffen.
- Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung wird ein Verfahren zum Transport von Dienste- (Servco-) Verkehr zwischen Endgeräten in einer Netzanordnung geschaffen; die eine Dienstezugangsschicht, die Multimedia-Überleiteinrichtungen für den Zugang durch die Endgeräte aufweist, eine asynchrone Netzschicht, eine Diensteschicht, die Anpassungsschicht-Vermittlungen beinhaltet, die jeweils mit der Netzschicht gekoppelt sind, und eine Transportschicht umfaßt, die ein Verbindungsmedium zwischen den Anpassungsschicht-Vermittlungen ergibt, wobei das Verfahren die Paketierung des Diensteverkehrs in Minizellen beim Eintritt in die Netzschicht, die Multiplexierung der Minizellen zur Bildung der Nutzinformation von ATM-Zellen, die Übertragung der ATM-Zellen in Anfangsblock-freier Form über die Netzschicht; und die Demultiplexierung und Rückgewinnung der Minizellen beim Austritt aus der Netzschicht umfaßt.
- Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung wird eine Netzanordnung zum Transport von Dienste- (Servco-) Verkehr zwischen mit dem Netz gekoppelten Endgeräten geschaffen, wobei die Anordnung eine Dienste-Zugangsschicht, die Multimedia-Überleiteinrichtungen für den Zugang durch die Endgeräte beinhaltet, eine asynchrone Netzschicht; eine Diensteschicht, die Anpassungsschicht- Vermittlungen beinhaltet, die jeweils mit der Netzschicht gekoppelt sind, und eine Transportschicht umfaßt, die ein Verbindungsmedium zwischen den Anpassungsschicht-Vermittlungen ergibt, wobei die Anordnung durch Einrichtungen zum Paketieren des Diensteverkehrs in Minizellen beim Eintritt in die Netzschicht und zur Multiplexierung der Minizellen zur Bildung der Nutzinformation von ATM- Zellen, Einrichtungen zur Übertragung der ATM-Zellen in einer Anfangsblock-freien Form über die Netzschicht und Einrichtungen zur Demultiplexierung und Rückgewinnung der Minizellen beim Austritt aus der Netzschicht gekennzeichnet ist.
- Der ATM-Strom weist die Form von Paketen oder Minizellen mit variabler, jedoch deterministischer Länge auf, deren Länge entweder explizit in bekannte Positionen in diesen Paketen eincodiert ist oder implizit von anderer bekannter Information in diesen Paketen abgeleitet werden kann, beispielsweise von der Leitungsidentifikation für diese Pakete. Diese implizite Ableitung kann den Zustand des Kommunikationspfades oder den Zustand der speziellen Leitung innerhalb des Kommunikationspfades berücksichtigen und hiervon abhängen, was bedingt, daß sich die Länge zwischen einer willkürlichen Multiplexierung von Leitungen von unterschiedlichen Benutzern ändern kann oder sich auch getrennt pro Benutzer ändern kann. Die Länge grenzt den Beginn des nachfolgenden Paketes dieses Kommunikationsstromes ab. Die Pakete enthalten in bekannten festen oder ableitbaren Positionen einen linearen systematischen Code, der eine Redundanz zum Schutz wesentlicher Felder dieser Pakete gegen Fehler verwendet. Der Code definiert mit einer besseren als einer zufälligen Wahrscheinlichkeit die relative Start- Begrenzung des gleichen Paketes, was in Verbindung mit der Länge des gleichen Paketes dazu verwendet werden kann, das lineare systematische Codewort aller nachfolgenden Pakete in den Kommunikationsströmen zu korrelieren. Diese Korrelation kann durch die regelmäßige periodische Einfügung eines Feldes unterstützt werden, dessen Inhalte ein lineares systematisches Codewort bilden. Dieses Codewort zeigt die nächsten oder nachfolgenden Paket-Startbegrenzungen an, um das Betriebsverhalten der Abgrenzungsvorrichtung bei der Empfangsausrüstung zu verbessern.
- Die ATM-Schicht stellt eine Zelle mit einer festen Größe von 53 Oktetten bereit, wobei die ersten fünf Oktette hiervon einen Anfangsblock bilden, der so konstruiert ist, daß er ein lineares systematisches Codewort ist. Die ATM-Schicht kann diese Zellen unter Verwendung von Verfahren abgrenzen, die beispielsweise in unserer GB-Anmeldung 2 232 040 beschrieben sind. Oberhalb der ATM-Schicht liegt eine Anpassungsschicht, die so ausgelegt ist, daß sie für spezielle Verkehrtypen geeignet ist, von denen ein derzeit vorgeschlagener Typ der ALL-CU oder AAL-6- Typ ist. Das Wesen der AAL-6-Vorschläge besteht darin, eine Minizelle zu schaffen, im wesentlichen ein eine variable Länge aufweisendes Paket mit einem festen Anfangsblock am Anfang, wobei diese Einheit eine beträchtlich kürzere Länge als die ATM-Zelle hat, um die Zellenzusammenfügungsverzögerung zu beseitigen, die bei verzögerungsempfindlichen und Echtzeit-Niedrigbit-Telefonieanwendungen aufgetreten ist.
- Die Minizelle wird pro Benutzer oder Vielzahl von Benutzern zugeteilt und führt ihre eigene Leitungsidentifikation in dem Anfangsblock; der als ein linearer systematischer Code durch Paritäts-Prüfbits geschützt ist, die auch eine Klasse eines zyklischen Codes oder eines äquivalenten Codes bilden können, der dem Fachmann bekannt ist. Die Minizellen vieler Benutzer können in eine ATM- Verbindung multiplexiert werden, um die Zellenzusammenfügungsverzögerung zu beseitigen. Entsprechend tragen alle diese ATM-Zellen die gleiche Anfangsblock- Information. Beispielsweise muß bei einer Mietleitungsänwendung von einem Mobilnetz-Basisstations-Sendeempfänger zu einer Funkvermittlungsstelle lediglich eine ATM-Verbindung konfiguriert werden, wobei in diesem Fall keine Wiedergabe der gleichen Minizellen-Leitungsidentifikation in einer Anzahl von Verbindungen auf den gleichen Kommunikationskanal dupliziert wird und der ATM-Anfangsblock redundant wird.
- Minizellen müssen getrennt abgegrenzt werden, nachdem der ATM-Zellenstrom abgegrenzt wurde. Es ist eine Anzahl von Verfahren möglich, die es entweder ermöglichen, daß der Minizellen-Anfangsblock die einzige Einrichtung zur Abgrenzung aufgrund des linearen systematischen Codewortes seines Anfangsblockes ist, oder es kann ein Zeigerfeld zu Beginn jeder ATM-Zellen- Nutzinformation verwendet werden, das den Offset oder die Versetzung der ersten Minizellen-Begrenzung in dieser ATM-Zellen-Nutzinformation anzeigt, oder es kann sichergestellt werden, daß das Vorhandensein eines Minizellen-Anfangsblockes am Beginn jeder ATM-Zellen-Nutzinformation erzwungen wird, oder es können alle Minizellen-Anfangsblöcke am Ende der Nutzinformation zusammengefügt werden.
- Bei der vorliegenden Erfindung ist der ATM-Anfangsblock aufgrund seiner redundanten Inhalte nicht mehr erforderlich, und weil der Minizellen-Strom unabhängig von dem ATM-Zellenstrom abgegrenzt werden kann, ermöglicht dies eine größere Bandbreitenausnutzung des Kommunikationskanals dadurch, daß mehr Minizellen innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite übertragen werden können.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nunmehr unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:
- Fig. 1 eine allgemeine schematische Darstellung ist, die die Netco/Servco- Aufteilung in einem ATM-Netz zeigt,
- Fig. 2 die Konfiguration des Senrco-Netzes zeigt, die eine alternative Schmalband-Zugangsanordnung zeigt, und
- Fig. 3 ein ATM-AAL-CU-Format zur Verwendung in dem Netz nach Fig. 2 zeigt.
- In Fig. 1 der Zeichnungen, die das Prinzip der Netco/Senico-Aufteilung erläutert, beinhaltet die Netzarchitektur eine geschichtete Anordnung, die eine Servco- Zugangsschicht; eine Netco-Schicht, eine Servco-Diensteschicht und eine nationale oder internationale Transportschicht umfaßt. Die Servco-Zugangsschicht umfaßt Multimedia-IP-Überleiteinrichtungen oder Gateways 21, die einen Zugang von Benutzer-Endgeräten 22 an jeweilige ATM-Netze 23 bereitstellen, die die Netco- Schicht bilden. Die Überleiteinrichtungen 21 ergeben eine Anpassungsschnittstelle zwischen der Ethernet-Umgebung der Endgeräte 22 und der ATM-Umgebung der Netco-Schicht. Die ATM-Netze 23 sind mit der internationalen Transportschicht 24 über Anpassungsschicht-Vermittlungen 25 gekoppelt; die eine Schnittstellenfunktion zwischen diesen ergeben. Jede Vermittlung 24 kann weiterhin mit einem Sprache- Server 26 und einem Multimedia-IP-Server 27 gekoppelt sein. Die nationale/internationale Transportschicht kann synchron oder asynchron sein und ergibt ein Transportmedium zwischen den ATM-Netzen, die die Netco-Schicht bilden. Servco- Verkehr von einer Anzahl von Benutzer-Endgeräten wird für eine Übertragung über die Netco-Schicht miteinander multiplexiert.
- Die Netco-Schicht umfaßt ein Übertragungsmedium, das von einem Netzbetreiber bereitgestellt wird, und die Servco-Schicht umfaßt die Multimedia, ISDN- und Internet-Dienstefunktionen, die von einem Diensteanbieter bereitgestellt werden. Die Netco-Schicht ergibt somit ein Transportmedium, durch das diese Dienste an die Benutzer-Endgeräte geliefert werden können.
- Verkehr innerhalb der ATM-Netze 23 wird in ATM-Zellen geführt, vorzugsweise in Übereinstimmung mit der ITU AAL2-Norm, wobei diese Minizellen zu ATM-Zellen zur Übertragung über das Netz zusammengefügt werden. Minizellen von einer Anzahl von Benutzern werden miteinander multiplexiert, um ein schnelles Füllen der ATM-Zellen sicherzustellen und um die Zusammenfügungsverzögerung zu einem Minimum zu machen. Eine Demultiplexierung wird ausgeführt, um den Servco- Verkehr für die Zuführung an das empfangende Endgerät zurückzugewinnen. Diese Multiplexierung und Demultiplexierung wird von den Multimedia-Überleiteinrichtungen ausgeführt, die die Endgeräte bedienen. Es sei bemerkt, daß die Multimedia-Überleiteinrichtungen keine Vermittlungsfunktion bereitstellen müssen, weil diese von den Anpassungsschicht-Vermittlungen bereitgestellt wird.
- Zusätzlich zu der Kommunikation mit dem "örtlichen" Multimedia-Server 27 und/oder dem Sprache-Server 26 über die Netco-Schicht und die Anpassungsschicht- Vermittlung kann das Benutzer-Endgerät auch mit entweder einem entfernten Benutzer-Endgerät über die nationale/internationale Transportschicht oder mit einem entfernten Multimedia- und/oder Sprache-Server kommunizieren. Auf diese Weise kann ein vollständiger Internet-Dienst bereitgestellt werden. Die Dienste können weiterhin die Internet-Telefonie einschließen.
- Fig. 2 zeigt eine Modifikation, bei der der Zugang an Dienste über ein Wählmodem oder eine ISDN-Leitung bereitgestellt wird. Mehrfachdienste werden als ein Anfangsblock-freier ATM-Strom übertragen. Der Schmalband-Netzzugang, d. h. die Überleiteinrichtung, fügt einen impliziten ATM-Anfangsblock für die weitere Leitweglenkung in einem Servco-ATM-Netz hinzu.
- Wir haben festgestellt, daß das AAL2-Protokoll die Abtrennung der Servco-Schicht ermöglicht, damit sich eine netzunabhängige Funktionalität für die Netco-Schicht ergibt, die die ATM-Anschlußmöglichkeit bereitstellt. Die Wechselwirkung zwischen CPE-Ausrüstungen, die ATM AAL2-Ströme erzeugen, und, der Servco-Ausrüstung, die an strategischen Stellen angeordnet ist, beispielsweise auf einer Grundlage pro Land, ergibt eine Dienstefunktionalität. Die Technik kann erweitert werden. Das Folgende ist eine Beschreibung der Betriebsweise ohne den ATM-Zellen- Anfangsblock, die zeigt, daß dies ein Verfahren ist, das gegenüber Kanalfehlern robust ist und daß eine Rückgewinnung der Zellenabgrenzung innerhalb einer vollständig annehmbaren Begrenzung einer Zuverlässigkeit und einer Dauer ergibt.
- Die Übertragung des Servco-Verkehrs über die Netco-Schicht ist eine Punkt-zu- Punkt-Übertragung. Somit können die mehrfachen ATM-Dienste als Anfangsblockfreier Strom übertragen werden. Die Überleiteinrichtung, die die Schmalband- Zugangsfunktion bereitstellt; fügt einfach einen impliziten Anfangsblock zur Weiterleitung in dem Netco-ATM-Netz hinzu.
- Eine schematische Ansicht des ATM-Zellen- und Minizellen-Formates ist in Fig. 3 gezeigt. In dieser Figur werden die folgenden Felddefinitionen für die MAD- (Multiplex- und Demultiplex-) Felder und für die Nutzinformations-Steuerinformation- (PCI-) Felder verwendet:
- Offset zur ersten Minizellen- Begrenzung
- SN Folgennummer
- P Gerade Parität
- HEC Anfangsblock-Fehlerkontrolle
- CID Kanalidentifikation
- UUI Benutzer-zu-Benutzer-Information
- LI Längenindikator
- beispielsweise explizite SDU-Länge
- xxxxxx beispielsweise Codepunkt, Fortsetzung, Minizellen-Folgennummer, Längenänderungsanzeiger
- Jede ATM-Zelle beinhaltet ein Anfangsfeld, das einen Offset, eine Folgennummer zur Anzeige einer fehlenden oder die Folge nicht einhaltenden Zelle und eine Paritätsprüfung beinhaltet. Jede Minizelle beinhaltet einen, CPS-Paket- Anfangsblock, der eine Kanalidentifikation, eine Längenanzeige, eine Benutzer-zu- Benutzer-Information und eine Fehlerkontrolle beinhaltet. Bei manchen Anwendungen, beispielsweise bei denen, bei denen die Minizellen eine bekannte Länge aufweisen, oder bei denen die Länge auf der Grundlage eines Benutzers vorgegeben sein kann, kann das Längenanzeigefeld fortgelassen werden.
- Der Offsetwert zur ersten Minizellen-Begrenzung ergibt einen Zeiger von dem Beginn der ATM-Zelle zu dem Beginn der ersten Minizelle in der Nutzinformation. Weitere Minizellen-Begrenzungen können dann aus expliziten oder impliziten Informationen bestimmt werden, die in den Anfangsblöcken der Minizellen innerhalb der Nutzinformation enthalten sind. Durch Vermeiden der Notwendigkeit einer großen Menge an Anfangsblock-Information an den Beginn jeder ATM-Zelle wird eine beträchtliche Menge an Bandbreite für Gewinn erzielenden Nutzinformationsverkehr verfügbar gemacht.
- Wie dies weiter oben erläutert wurde, ist der ATM-Anfangsblock nicht erforderlich, weil die betreffende Information an der Empfangsstation beim Austritt aus der ATM- Umgebung regeneriert wird. Der Empfänger des ATM-Zellenstroms beginnt in dem Suchzustand, in dem er Bit für Bit nach einem gültigen Codewort für den Zeiger an dem Nutzinformationsbeginn, wenn verfügbar, oder nach dem gültigen Codewort eines Minizellen-Anfangsblockes sucht. Von diesem Zeiger oder Anfangsblock aus kann er dann eine explizite oder implizite Längeninformation zum Beginn der allernächsten Minizelle ableiten, wobei er bei Empfang dieser Information in einen vorsynchronisierten Zustand eintritt. Wenn der Zeiger auf die Position ein gültiges Codewort enthält, wird der gleiche Vorgang für eine bestimmte konfigurierte Anzahl von Zeiten wiederholt, die in wünschenswerter Weise auf die Fehlercharakteristiken des Kommunikationsmediums abgestimmt werden kann, worauf der Empfänger in einen synchronisierten Zustand eintritt. Der Empfänger kann die Information, die im vorsynchronisierten Zustand empfangen wird, entweder verwenden oder verwerfen oder für eine spätere Benutzung puffern. Ein Fehler in dem vorsynchronisierten Zustand bewirkt, daß der Empfänger in den Suchzustand zurückkehrt.
- Der Empfänger bleibt in dem synchronisierten Zustand, bis er nicht mehr in zuverlässiger Weise die Minizellen-Begrenzungen aufgrund eines Kanalfehlers festlegen kann. Dies kann eintreten, wenn das explizite Längenfeld oder das Feld, aus dem die Länge implizit abgeleitet werden kann, unwiderbringbar Fehler in den Minizellen aufweist und es keine bekannte oder äußerst wahrscheinliche Position für den Beginn der nächsten Minizelle gibt, wobei in diesem Fall der Empfänger auf den Suchzustand zurückkehrt. Wenn es sicher ist, daß kein weiterer Minizellen- Anfang vor dem nächsten Zeiger auftritt, weil es bekannt ist, daß der Abstand unterhalb der minimalen Paketlänge liegt, so kann der Empfänger in dem synchronisierten Zustand bleiben und den nächsten empfangenen Zeiger zur Rückgewinnung von Informationen von der Minizellen-Nutzinformation verwenden. Wenn der Zeiger einen Fehler auf weist, so ermöglicht es die Anzeige der Länge aus der letzten Minizelle es dem Empfänger, in dem synchronisierten Zustand zu bleiben. Irgendein zweiter Abgrenzungsfehler bringt den Empfänger von dem synchronisierten Zustand in den Suchzustand.
- Das Ausmaß der Redundanz, das zum Schutz der Minizellen-Anfangsblöcke verwendet wird, kann so gewählt werden, daß es die Fehlerhäufigkeit des Kommunikationskanals berücksichtigt, und die Anzahl von aufeinanderfolgenden Anfangsblöcken, die für einen Übergang von dem Vorsynchronisierungs- zu dem Synchronisierungszustand erforderlich ist, kann sowohl auf den ersteren als auf den letzteren abgestimmt werden, um die Betriebsleistung zu verbessern und die Fehlerfortsetzung zu einem Minimum zu machen. Beispielsweise würde bei einem 6-Bit-Zeiger, der als ein 8-Bit-Feld geschützt ist, und einem 3-Oktett-Minizellen- Anfangsblock, der durch einen zyklischen 5-Bit-Redundanzcode (CRC) geschützt ist, wenn kein Fehler in dem Kanal auftreten würde, ein Empfänger eines Zeigers und sechs Minizellen-Anfangsblöcken mit einer Zuverlässigkeit von 0,25 exp(6) < 1E6 oder 99,9999% Sicherheit synchronisiert. Wenn ein zufälliger Fehler in dem Kanal mit einer Wahrscheinlichkeit von p auftritt, so ist die Chance, daß der. Abgrenzungsmechanismus neu gestartet wird, gleich (1-8p)x(1-16p)exp(6) was ungefähr 104 p ist. Dies ist um zwei Größenordnungen oberhalb der latenten Bitfehlerrate. Wenn die latente Bitfehlerrate (BER) sehr klein ist, beispielsweise 1e-7, so ist dies eine annehmbare Begrenzung.
- Aufgrund der zyklischen Eigenart einer Klasse von linearen systematischen Codeworten kann die Verlässlichkeitsgrenze in nachteiliger Weise beeinflußt werden und die Synchronisationszeit vergrößert werden. Dieses Problem wird in einfacher Weise durch die Hinzufügung eines Nebenklassenausdruckes behandelt werden, wie dies für den Fachmann bekannt ist.
- Eine geeignete wirkungsvolle Vorrichtung zum Suchen von gültigen Codeworten Bit für Bit ist vollständig in unserer oben angegebenen Beschreibung GB 2 232 040 beschrieben.
Claims (11)
1. Verfahren zum Transport von Dienste- (Servco-) Verkehr zwischen
Endgeräten in einer Netzanordnung, die eine Dienstezugangsschicht, die
Multimedia-Überleiteinrichtungen für den Zugang durch die Endgeräte beinhaltet,
eine asynchrone Netzschicht, eine Diensteschicht; die Anpassungsschicht-
Vermittlungen beinhaltet, die jeweils mit der Netzschicht gekoppelt sind, und eine
Transportschicht umfaßt, die ein Verbindungsmedium zwischen den
Anpassungsschicht-Vermittlungen ergibt, wobei das Verfahren das Paketieren des
Diensteverkehrs in Minizellen beim Eintritt in die Netzschicht, das Multiplexieren der
Minizellen zur Bildung der Nutzinformation von ATM-Zellen, die Übertragung der
ATM-Zellen in einer Anfangsblock-freien Form über die Netzschicht und die
Demultiplexierung und die Rückgewinnung der Minizellen beim Austritt aus der
Netzschicht umfaßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem jede der genannten
Anpassungsschicht-Vermittlungen mit einem Multimedia-Server und einen Sprache-
/ISDN-Server gekoppelt ist, wodurch Dienste an die Endgeräte geliefert werden
können.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Überleiteinrichtungen eine
Schnittstelle zwischen einem Ethernet-Protokoll, das von den Endgeräten
verwendet wird, und dem ATM-Protokoll der asynchronen Netzschicht bereitstellen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3 bei dem jede Überleiteinrichtung
Einrichtungen zum Multiplexieren des Benutzerverkehrs in ATM-Minizellen und zur
Zusammenfügung der Minizellen in ATM-Zellen zur Übertragung über die
asynchrone Netzschicht an die Diensteschicht aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem jede ATM-Zelle mit einem Anfangsfeld
versehen ist, das einen Offset oder Zeiger beinhaltet, der den Anfang der ersten
Minizelle in ihrer Nutzinformation anzeigt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem jede Minizelle einen Längenanzeiger
beinhaltet, wodurch eine Abgrenzung der Minizellen beim Austritt aus dem Netz
bewirkt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Abgrenzung der Minizellen aus
Benutzerspezifischer Information bestimmt wird; die jeder der Minizellen
zugeordnet ist.
8. Netzanordnung zum Transport von Dienste-(Servco-) Verkehr zwischen mit
dem Netz gekoppelten Endgeräten, wobei die Anordnung eine Dienste-
Zugangsschicht, die Multimedia-Überleiteinrichtungen für den Zugang durch die
Endgeräte beinhaltet, eine asynchrone Netzschicht, eine Diensteschicht, die
Anpassungsschicht-Vermittlungen beinhaltet, die jeweils mit der Netzschicht
gekoppelt sind, und eine Transportschicht umfaßt, die ein Verbindungsmedium
zwischen den Anpassungsschicht-Vermittlungen bildet, wobei die Anordnung durch
Einrichtungen zum Paketieren des Diensteverkehrs in Minizellen beim Eintritt in die
Netzschicht und zum Multiplexieren der Minizellen zur Bildung der Nutzinformation
von ATM-Zellen, Einrichtungen zur Übertragung der ATM-Zellen in einer
Anfangsblock-freien Form über die Netzschicht und Einrichtungen zum
Demultiplexieren und Rückgewinnen der Minizellen beim Austritt aus der
Netzschicht gekennzeichnet ist.
9. Netzanordnung nach Anspruch 8, bei der jede Anpassungsschicht-
Vermittlung mit einem Multimedia-Server und einem Sprache-/ISDN-Server
gekoppelt ist, wodurch Dienste an die Endgeräte geliefert werden können.
10. Netzanordnung nach Anspruch 9, bei dem die Überleiteinrichtungen eine
Schnittstelle zwischen einem Ethernet-Protokoll, das von den Endgeräten
verwendet wird, und einem ATM-Protokoll der asynchronen Netzschicht ergeben.
11. Netzanordnung nach Anspruch 8, 9 oder 10, bei der jede Überleiteinrichtung
Einrichtungen zur Multiplexierung des Benutzerverkehrs in ATM-Minizellen und zur
Zusammenfügung der Minizellen in ATM-Zellen zur Übertragung über die
asynchrone Netzschicht zu der Diensteschicht aufweist.
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