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DE60214628T2 - Schalteinheit eines Paketübertragungsnetzwerk - Google Patents

Schalteinheit eines Paketübertragungsnetzwerk Download PDF

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DE60214628T2
DE60214628T2 DE60214628T DE60214628T DE60214628T2 DE 60214628 T2 DE60214628 T2 DE 60214628T2 DE 60214628 T DE60214628 T DE 60214628T DE 60214628 T DE60214628 T DE 60214628T DE 60214628 T2 DE60214628 T2 DE 60214628T2
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DE
Germany
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packets
aal2
module
switching unit
packet
Prior art date
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DE60214628T
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Jean-Paul Quinquis
Olivier Roussel
Jean-Yves Cochennec
Thierry Houdoin
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Orange SA
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France Telecom SA
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    • H04L2012/5656Cell construction, e.g. including header, packetisation, depacketisation, assembly, reassembly using the ATM adaptation layer [AAL] using the AAL2

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  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schalteinheit eines Paketübertragungsnetzes, die dazu bestimmt ist, Pakete einer Verbindung, die an einem Eingang eines ihrer Ports vorhanden sind, zu mindestens einem Ausgang ihrer Ports zu schalten, wobei die Pakete, Pakete höherer Schicht genannt, von Paketen tieferer Schicht befördert werden.
  • Ein den nächstliegenden Stand der Technik darstellender Schalter ist in der Druckschrift WO 98/43399 beschrieben.
  • In der vorliegenden Beschreibung und den beiliegenden Ansprüchen werden unter dem Begriff "Schicht" die Protokollschichten verstanden, wie sie zum Beispiel in dem OSI-Modell oder jedem anderen Modell definiert sind, und die je eine Gruppe von Funktionen betreffen, die in Dateneinheiten tieferer oder höherer Schicht angewendet werden.
  • In der vorliegenden Erfindung wird auf zwei Schichten Bezug genommen, von denen eine bezüglich der anderen höher ist, da sie eine Gruppe von zusätzlichen Funktionen hinzufügt, wie zum Beispiel das Routing. In einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die zur höheren Schicht gehörenden Pakete Pakete, wie sie im AAL2-Protokoll spezifiziert sind, während die Pakete der tieferen Schicht ATM-Zellen sind. Es ist jedoch klar, dass die Erfindung sich nicht auf diese besondere Anwendung beschränkt.
  • Nun wird das AAL2-Protokoll beschrieben. Die Informationsübertragung gemäß dem AAL2-Protokoll (Empfehlungen I363.2, I366.1 und I366.2 der ITU – Internationale Fernmeldeunion) und die Anwendung der zugehörigen Signalisierung (Empfehlungen Q.2630.2 der ITU) werden in verschiedenen Kommunikationsnetzen empfohlen oder in Betracht gezogen, von denen das derzeit bekannteste das Zugriffsnetz für Mobilfunkteilnehmer der 3. Generation ist, das mit UTRAN (UMTS Terrestrial Radio Access Network) bezeichnet ist. Die Verwendung dieses AAL2-Protokolls in einem Zugriffsnetz vom Typ mit ATM-Zellen wurde definitiv von dem Normungsinstitut 3GPP für die Version von 1999 (R99) des UTRAN übernommen, wobei diese Version heute mit R3 bezeichnet wird. Die vorliegende Erfindung findet also ihre Anwendung insbesondere in den Netzsteuerungs-Architekturen von Mobilfunkteilnehmern RNC und in den Node B genannten Basisstationen eines UTRAN-Zugriffsnetzes, aber auch bei den Konzentratoren/Schaltern, die die AAL2-Vermittlung durchführen.
  • Es können auch andere Anwendungsgebiete in Betracht gezogen werden, zum Beispiel die Stimmübertragung über ADSL oder der Anschluss von privaten Vermittlungssystemen PABX über ein ATM-Transportnetz unter Verwendung der "Trunking"-Funktion, die in der Teilschicht SSCS definiert ist, welche in der Empfehlung I366.2 der ITU definiert ist.
  • Nachfolgend wird an die Prinzipien erinnert, die das AAL2-Transportprotokoll beherrschen, das in den drei oben erwähnten Empfehlungen der ITU beschrieben ist. Dieses Transportprotokoll wurde definiert, um das Problem der Zusammensetzungszeit einer ATM-Zelle zu umgehen, das bei den niedrigen Durchsatzraten kritisch wird. Bei 16 kBits/s und für ein vollständiges Füllen der ATM-Zelle beträgt diese Zusammensetzungszeit nämlich 24 ms. Die gewählte Lösung besteht darin, die Ströme mehrerer Kommunikationen in dem gleichen ATM-Kanal zu multiplexieren unter Verwendung einer Strukturierung der Informationen in Paketen, die nachfolgend AAL2-Pakete genannt werden. Dieser Transportmodus bildet den tiefen, CPS-Teilschicht (Common Part Sublayer) genannten Bereich des Protokolls. Die unbedingt notwendigen Anpassungsfunktionen befindet sich über der CPS- Teilschicht in SSCS (Service Specific Convergence Sublayer) genannten Teilschichten. Die erste dieser Teilschichten, die Segmentierungs-Teilschicht SSCS, ist in der Empfehlung I366.1 der ITU beschrieben und für den Transport von Dateneinheiten bestimmt, die eine große Anzahl von Bytes enthalten. Die zweite, die Trunking-Teilschicht SSCS für Echtzeit, ist in der Empfehlung I366.2 der ITU beschrieben.
  • Eine Folge von AAL2-Paketen ist in jedem AAL2-Kanal garantiert, aber der von der CPS-Teilschicht gelieferte Dienst ist vom nicht gewährleisteten Typ, d.h. dass die fehlenden Pakete (zum Beispiel aufgrund des Verlusts von sie transportierenden ATM-Zellen) nicht durch Rückübertragung auf diese Ebene ersetzt werden.
  • In 1 ist das Format der AAL2-Pakete der CPS-Schicht des AAL2-Protokolls dargestellt, wie es in der Empfehlung I363.2. der ITU spezifiziert ist. Die AAL2-Pakete haben einen Vorspann H_CPS von drei Bytes und einen Nutzteil P_CPS variabler Länge, der die Benutzerinformation enthält. Standardmäßig ist diese Länge auf 45 Bytes begrenzt. Wie in 1 zu sehen, weist der Vorspann H_CPS die folgenden Felder auf:
    • – ein Verbindungsidentifikationsfeld CID, das ein Feld von 8 Bits ist und es ermöglicht, die AAL2-Verbindung zu identifizieren,
    • – ein Feld, das ein Feld von 6 Bits ist und das die Länge LI des Nutzbereichs des Pakets so codiert, dass LI + 1 gleich der Anzahl von Bytes ist,
    • – ein Feld von Informationen von Benutzer zu Benutzer UUI von 5 Bits,
    • – ein Feld HEC, das ein Feld von 5 Bits für den Schutz vor Vorspannfehlern ist.
  • Die AAL2-Pakete haben eine beliebige Länge. Sie sind im Allgemeinen nicht in den sie transportierenden ATM-Zellen gerahmt. Die Überlappungstechnik (overlapping) gewährleistet das Füllen in diesen Zellen. So kann ein Paket, dessen Beginn am Ende einer Zelle (n) angeordnet ist, auf die folgende Zelle (n + 1) überlaufen. So sind in 2 zwei ATM-Zellen C1 und C2 gezeigt, die ein AAL2-Paket MC enthalten. Das erste Byte, das auf den Vorspann H1 der Zelle C1 folgt, wird "Startfeld" oder "Start Field" (abgekürzt STF) genannt und enthält hauptsächlich einen Zeiger mit 6 Bits, auch "verschobenes Feld" (abgekürzt OSF) genannt, der die Anzahl von Bytes codiert, die dieses Feld vom nächsten CPS-Paket (hier das Paket MC), oder im allgemeinen Fall, vom nächsten leeren Feld trennt. Ein Wert Null zeigt an, dass das AAL2-Paket direkt auf das Byte STF folgt. Der maximal vom Zeiger OSF getragene Wert beträgt 47, was anzeigt, dass die ATM-Zelle keinen Datenwert enthält. Das Management dieses Zeigers ermöglicht es, auf gesicherte Weise eine beliebige Anzahl von Paketen in den aufeinander folgenden ATM-Zellen der gleichen virtuellen Schaltung zu transportieren. Die Leistung der Verbindungen, gemessen in Füllgrad, ist so optimal. Ein Folgenummerbit (SN) und ein Paritätsbit sind ebenfalls Bestandteil des Bytes STF.
  • Die ein Fernmeldenetz bildenden Ausrüstungen managen Endeinrichtungen, und dies sowohl auf der Empfangsebene als auch auf der Sendeebene. Eine Endeinrichtung ist bidirektional und weist folglich einen Empfangsanschlussmodul und einen Sendeanschlussmodul auf. Dies gilt zum Beispiel für ein Zugriffsnetz auf Mobilfunkteilnehmer, wie ein wie oben beschriebenes UTRAN-Netz, die Netzsteuerung RNC oder jede Basisstation genannt Node B. Gleiches gilt für den in 3 gezeigten Schalter XAAL2, bei dem jeder Port A, B, E, F, G einen Empfangsanschlussmodul (Dreieck mit Spitze nach innen weisend) und einen Sendeanschlussmodul (Dreieck mit der Spitze nach außen weisend) aufweist.
  • In einem das AAL2-Protokoll unterstützenden Netz bildet ein AAL2-Endanschluss das Ende eines ATM-Multiplex (wie dasjenige, das als Beispiel angegeben und in 3 mit MX markiert ist), bei dem eine oder mehrere virtuelle Schaltungen VC den Transport der AAL2-Verbindungen gewährleisten. Es ist anzumerken, dass diese virtuellen Schaltungen VC durch verschiedene, ATC genannte Verkehrs- und Dienstqualitätsparameter gekennzeichnet sein können.
  • Allgemein führt ein Empfangsanschlussmodul die Entnahme der AAL2-Pakete ausgehend von den ATM-Zellen durch. Ein solcher Empfangsmodul wird in der nachfolgenden Beschreibung mit in-AAL2 bezeichnet. Genauer sind die von einem solchen Empfangsmodul angewendeten Hauptfunktionen die folgenden:
    • • Decodierung des Bytes STF (start field) der AAL2-Pakete, die in den eingehenden ATM-Zellen enthalten sind, und Bestimmung der Zeiger, Überprüfung der Sequenzierung und Management der Fehler,
    • • Decodierung der Vorspanne der AAL2-Pakete, die von den Zeigern markiert werden, um die Verbindungsidentifikation CID, die Länge LI, das Feld UUI, und den Fehlercode HEC zu bestimmen,
    • • Entnahme und Zusammensetzung auf der Ebene der AAL2-Schicht oder auf der Ebene des Funkrahmens.
  • Die Formate der Daten am Ausgang des Empfangsanschlussmoduls hängen von der Art der von ihm ausgeführten Verarbeitung ab. Diese Verarbeitung kann eine Verarbeitung auf der Ebene des Nutzbereichs der AAL2-Pakete, zum Beispiel das Management der Schichten MAC/RLC im Fall einer Netzsteuerung RNC sein. Es kann sich um eine Verarbeitung auf der Ebene der Teilschichten SSCS handeln. Es kann sich noch um eine Paketschaltung handeln, und in diesem Fall besteht die betreffende Verarbeitung aus der Übersetzung der Vorspanne der ATM-Zellen und der betroffenen AAL2-Pakete.
  • Ein Sendeanschlussmodul führt seinerseits die Einfügung in die und die Multiplexierung der Pakete in den Nutzbereichen der ATM-Zellen durch. Ein solcher Modul wird in der nachfolgenden Beschreibung mit out-AAL2 bezeichnet. Die angewendeten Funktionen sind die folgenden:
    • • die Verarbeitungen der AAL2-Pakete entsprechend den Teilschichten SSCS, falls notwendig,
    • • die Codierung des Bytes STF (start field), d.h. die Bestimmung des Zeigers und die Überprüfung der Sequenzierung der ATM-Zellen,
    • • die Codierung der Vorspanne der AAL2-Pakete: Bestimmung der Verbindungskennung CID, der Länge LI und des Fehlercodes HEC,
    • • die Verwaltung einer "Timer-CU", deren Aufgabe es ist, einen optimalen Füllgrad zu gewährleisten unter Berücksichtigung der Fristzwänge,
    • • das Einfügen und die Multiplexierung der AAL2-Pakete in die ATM-Zellen, und
    • • das Senden der ATM-Zellen.
  • Das Format der Daten am Eingang hängt von der internen Schnittstelle ab.
  • Um die Schaltung von AAL2-Paketen durchzuführen, wird ein Schalter virtueller Schaltungen verwendet, der auf der Benutzerebene einerseits die Funktionen von Endeinrichtungen der Schichten AAL2/CPS, wie diejenigen, die soeben erläutert wurden, und andererseits die Funktionen der Übersetzung der Kennungen von virtuellen Schaltungen und von Verbindungen und die Umlenkfunktionen gemäß dem Protokollmodell durchführt, das nun beschrieben wird. Es ist anzumerken, dass ein solcher Schalter nur die Teilschicht CPS der AAL2-Schicht erkennt, und dass er also für die Inhalte der Nutzbereiche der AAL2-Pakete transparent ist.
  • Die AAL2-Verbindungen werden von einem Signalisierungsprotokoll aufgebaut (im Allgemeinen gemäß der Empfehlung Q2630.2 der ITU), das Funktionen der Verbindungszulässigkeitssteuerung (CAC) gewährleistet und das Verkehrsmanagement ermöglicht. Die Parameter der Verbindungen werden in einem Übersetzungsspeicher MTRAD aufgezeichnet, der dem Schalter zugeordnet ist (siehe 3).
  • Eine AAL2-Verbindung besteht aus zwei Halbverbindungen, einer Aufwärtsverbindung und einer Abwärtsverbindung. Die Durchsätze in jeder Halbverbindung sind nicht unbedingt die gleichen. Sehr schematisch besteht die Schaltung von AAL2-Paketen darin, ein Link zwischen zwei bidirektionalen AAL2-Halbverbindungen aufzubauen.
  • In 3 kann man sehen, dass die Halbverbindung, deren Endeinrichtung der physikalische Port A ist, durch die Kennung CID_a identifiziert wird, und dass die Halbverbindung, deren Endeinrichtung der Port B ist, durch die Kennung CID_b identifiziert wird. Man kann feststellen, dass der Schalter XAAL2 ein Link zwischen der Halbverbindung CID_a, die am Empfangsmodul des Ports A ankommt, und der Halbverbindung CID_b aufbaut, die vom Sendemodul des Ports B ausgeht. In gleicher Weise baut er ein Link zwischen der Halbverbindung CID_b, die am Empfangsmodul des Ports B ankommt, und der Halbverbindung CID_a auf, die vom Sendemodul des Ports A ausgeht.
  • Die Umlenkparameter der AAL2-Verbindungen werden in den Übersetzungsspeicher MTRAD eingespeichert, der dem Schalter XAAL2 zugeordnet ist. Die Verbindungen werden hier zwischen dem linken Multiplex und dem rechten Multiplex aufgebaut.
  • Ein solcher Schalter mit fünf Ports könnte eine RNC genannte Netzsteuerung sein, bei der die Ports E, F und G mit Verbindungen Iub verbunden sind, während der Port A mit der Schnittstelle Iu, der Port A mit einer Schnittstelle Iur verbunden ist.
  • Die nachfolgende Tabelle ist eine schematische Darstellung der Umlenkparameter, wie sie im Übersetzungsspeicher MTRAD des Schalters gespeichert sind. Die Verkehrs- oder Prioritätsmerkmale wurden nicht dargestellt. Für jede Verbindung (sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtsrichtung) baut der Schalter XAAL2 die Links zwischen den erwähnten Ports links in der Tabelle und den entsprechenden rechts und umgekehrt auf, und führt die Übersetzung einerseits der Kennungen von virtuellen Schaltungen, hier der Kennung des virtuellen Pfads VPI und der Kennung der virtuellen Schaltung VCI, und andererseits der Verbindungskennung CID durch.
  • Figure 00090001
  • Wenn man zum Beispiel die Verbindung cx2 betrachtet, ist die Interpretation der Tabelle bezüglich des Betriebs des Schalters XAAL2 wie folgt. Die von der virtuellen Schaltung VC (0,100) transportierten, von der Verbindungskennung CID = 20 identifizierten und am Port A empfangenen AAL2-Pakete werden zum Port G in der virtuellen Schaltung VC (0,200) mit der Verbindungskennung CID = 30 gelenkt. Umgekehrt werden die in der virtuellen Schaltung VC (0,200) transportierten Pakete, die von der Kennung CID = 30 identifiziert und am Port G empfangen werden, zum Port A in der virtuellen Schaltung VC (0,100) mit der Kennung CID = 20 gelenkt.
  • Die Interpretation der anderen aus dieser Tabelle entnommenen Beispiele kann leicht aus der oben angegebenen extrapoliert werden.
  • So kann man feststellen, dass diese besondere Verarbeitung einerseits Umlenkfunktionen von einem Port zu einem anderen Port des Schalters und andererseits Übersetzungsfunktionen der Kennungen von virtuellen Schaltungen (VPI, VCI) der ATM-Zellen, die die AAL2-Pakete transportieren, und der Verbindungskennungen (CID) der AAL2-Pakete selbst anwendet. So kann die Umschaltung von AAL2-Paketen funktionell in drei Operationen aufgeteilt werden:
    • 1) Empfang der ATM-Zellen, die die AAL2-Pakete (Pakete der Teilschicht CPS AAL2) tragen, und Entnahme dieser letzteren aus den ATM-Zellen,
    • 2) Übersetzung der Kennungen von virtuellen Schaltungen der ATM-Zellen und der Verbindungskennungen der entnommenen AAL2-Pakete, und dann Umlenkung der entnommenen AAL2-Pakete im Schalter zum gewünschten Ausgangsport des Schalters, und schließlich,
    • 3) Einfügen der Pakete CPS AAL2 in die ATM-Zellen und Senden dieser Zellen.
  • Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Schalter-Architektur vorzuschlagen, die die Durchführung der Schaltung von AAL2-Paketen, wie sie soeben erläutert wurde, ermöglicht. Es ist genauer in einer besonderen Anwendungsform das Ziel, eine solche Schaltung von AAL2-Paketen unter Verwendung eines Schalters durchzuführen, der zu Beginn vorgesehen ist, um die Schaltung von ATM-Zellen durchzuführen.
  • Ziel der Erfindung ist allgemein, eine Schalteinheit eines Paketübertragungsnetzes vorzuschlagen, die dazu bestimmt ist, Pakete einer Verbindung, die an einem Eingang eines ihrer Ports vorhanden sind, zu mindestens einem gewünschten Ausgang eines ihrer Ports zu schalten, wobei die Pakete, Pakete höherer Schicht genannt, von Paketen tieferer Schicht befördert werden.
  • Eine Schalteinheit eines Paketübertragungsnetzes gemäß der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aufweist:
    mindestens einen Empfangsanschlussmodul, der vorgesehen ist, um aus an seinem Eingang vorhandenen Paketen tieferer Schicht die in ihnen enthaltenen Pakete höherer Schicht zu entnehmen, um jedes so entnommene Paket höherer Schicht in ein einziges Paket tieferer Schicht, Zwischenpaket genannt, einzufügen und das Zwischenpaket zu liefern,
    mindestens einen Sendeanschlussmodul, um das Paket höherer Schicht aus dem Zwischenpaket zu entnehmen, um es ggf. mit anderen Paketen in ein oder mehrere Pakete tieferer Schicht einzufügen und um die Pakete tieferer Schicht zu liefern,
    einen Schalter, der vorgesehen ist, um die an einem seiner Eingänge vorhandenen Pakete tieferer Schicht zu dem Ausgang eines seiner Ports lenken zu können, der mit dem Eingang eines Empfangsanschlussmoduls verbunden ist, um die von dem oder jedem Empfangsanschlussmodul gesendeten Zwischenpakete zu dem Ausgang eines seiner Ports zu lenken, der mit dem Eingang eines Sendeanschlussmoduls verbunden ist, und um die Pakete tieferer Schicht, die von dem oder jedem Sendeanschlussmodul gesendet werden, zum gewünschten Ausgang des Ports der Einheit zu lenken.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Schalteinheit einen Modul auf, der vorgesehen ist, um eine besondere Verarbeitung der Pakete höherer Schicht durchzuführen, wobei der Verarbeitungsmodul vorgesehen ist, um die vom Empfangsanschlussmodul gesendeten Zwischenpakete zu empfangen, um die in den Zwischenpaketen enthaltenen Pakete höherer Schicht zu verarbeiten und um die Zwischenpakete erneut zu senden, in die die so verarbeiteten Pakete höherer Schicht eingefügt sind. In diesem Fall ist der Schalter zum Beispiel vorgesehen, um die Pakete tieferer Schicht, die an einem seiner Eingänge vorhanden sind, zu dem Ausgang eines seiner Ports lenken zu können, der mit dem Eingang eines Empfangsanschlussmoduls verbunden ist, um die von dem oder jedem Empfangsanschlussmodul gesendeten Zwischenpakete zu dem Ausgang eines seiner Ports zu lenken, der mit dem Eingang der Verarbeitungseinheit verbunden ist, um die von der Verarbeitungseinheit erneut gesendeten Zwischenpakete zu dem Ausgang eines seiner Ports zu lenken, der mit dem Eingang eines Sendeanschlussmoduls verbunden ist, und um die Pakete tieferer Schicht, die von dem oder jedem Sendeanschlussmodul gesendet werden, zum gewünschten Ausgang des Ports der Einheit zu lenken.
  • Gemäß einem anderen Merkmal der vorliegenden Erfindung ist der Schalter vorgesehen, um die Pakete tieferer Schicht, die keine Pakete höherer Schicht enthalten, direkt zum gewünschten Ausgang der Schalteinheit zu lenken.
  • Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung sind die Pakete höherer Schicht mit einem Vorspann versehen, in dem sich eine Verbindungskennung befindet, wobei der oder jeder Empfangsanschlussmodul die für die Umschaltung notwendigen Verbindungskennungsübersetzungen durchführt.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Pakete höherer Schicht mit einem Vorspann versehen, in dem sich eine Verbindungskennung befindet, wobei der oder jeder Sendeanschlussmodul die für die Umschaltung notwendigen Verbindungskennungsübersetzungen durchführt.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Pakete tieferer Schicht mit einem Vorspann versehen, in dem sich eine Schaltungskennung befindet, wobei der oder jeder Empfangs- oder Sendeanschlussmodul die für die Umschaltung notwendigen Schaltungskennungsübersetzungen durchführt.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die Schalteinheit eine Signalisierungseinheit auf, die dazu bestimmt ist, die Signalisierungspakete zu verarbeiten, die dem Protokoll der Pakete höherer Schicht entsprechen, und die vorgesehen ist, um Kennungsübersetzungsspeicher zu steuern, die der Schalter, der Sendeanschlussmodul und/oder der Empfangsanschlussmodul enthalten.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist sie mehrere Empfangsanschlussmodule und mehrere Sendeanschlussmodule auf, wobei die Module auf bestimmte Verbindungen und/oder virtuelle Verbindungen zugeschnitten sind.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist sie mindestens ein Paar von Empfangsanschlussmodulen und mindestens ein Paar von Sendeanschlussmodulen auf, wobei jeder Modul jedes Paars einer bestimmten Aufwärts- oder Abwärtsrichtung der Verbindungen zugeteilt ist.
  • Die oben erwähnten sowie andere Merkmale der Erfindung gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor, wobei die Beschreibung sich auf die beiliegenden Zeichnungen bezieht. Es zeigen:
  • 1 ein Diagramm, das das Format eines Pakets der Schicht AAL2/CPS veranschaulicht,
  • 2 ein Diagramm, das seinerseits das Einfügen eines AAL2-Paket in zwei ATM-Zellen veranschaulicht,
  • 3 ein Schaltbild einer Schalteinheit von AAL2-Paketen,
  • 4 ein Schaltbild einer Schalteinheit von AAL2-Paketen entsprechend einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
  • 5 ein Schaltbild einer Schalteinheit von AAL2-Paketen entsprechend einer weiteren besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und
  • 6 ein Schaltbild einer Schalteinheit von AAL2-Paketen entsprechend der bereits in 4 dargestellten besonderen Ausführungsform, aber in diesem Fall aus der Sicht der Signalisierung.
  • Das Prinzip der vorliegenden Erfindung besteht darin, jedes Paket höherer Schicht, das vorher aus den Paketen tieferer Schicht entnommen wird, die am Eingang eines Ports vorhanden sind, in einem einzigen Paket tieferer Schicht, Zwischenpaket genannt, einzuordnen, die Umlenkung des Zwischenpakets in Zusammenhang mit den an dem entsprechenden Paket höherer Schicht durchzuführenden Verarbeitungen durchzuführen, anschließend jedes Paket höherer Schicht aus jedem Zwischenpaket zu entnehmen, es in Pakete tieferer Schicht einzufügen, indem sie in diesen letzteren multiplexiert werden, und dann die Pakete tieferer Schicht zum Ausgang des gewünschten Ports zu lenken.
  • Insbesondere sind in einer besonderen Anwendung die Pakete tieferer Schicht ATM-Zellen, während die Pakete höherer Schicht AAL2-Pakete sind. In diesem Fall besteht die vorliegende Erfindung darin, in einer einzigen ATM-Zelle, Zwischenzelle genannt, jedes Paket einzuordnen, das aus einem oder mehreren Paketen entnommen wird, die am Eingang eines Ports vorhanden sind, und dies mittels eines Empfangsanschlussmoduls (in-AAL2), die Umlenkung des Zwischenpakets in Zusammenhang mit der an dem in ihm enthaltenen AAL2-Paket zu verrichtenden Verarbeitung durchzuführen, und dies in einem traditionellen ATM-Schalter, anschließend jedes Paket aus jeder ATM-Zwischenzelle zu entnehmen, mit Hilfe von Sendeanschlussmodulen (out-AAL2) jedes AAL2-Paket in ausgehende ATM-Zellen einzufügen, indem sie in diesen multiplexiert werden, und dann die ATM-Zellen zum Ausgang des gewünschten Ports zu lenken.
  • In 4 ist eine Schalteinheit 10 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Sie besteht hauptsächlich aus einem Schalter XATM, bei dem der Ausgang mindestens eines Ports (in diesem Fall eines) mit dem Eingang eines Empfangsanschlussmoduls in-AAL2 und sein Eingang mit dem Ausgang des Empfangsanschlussmoduls in-AAL2 verbunden ist, und bei dem der Ausgang mindestens eines anderen Ports (in diesem Fall eines) mit dem Eingang eines Sendeanschlussmoduls out-AAL2 und sein Eingang mit dem Ausgang des Sendeanschlussmoduls out-AAL2 verbunden ist.
  • Der oder jeder Empfangsmodul in-AAL2 führt die normalisierten Empfangsfunktionen (insbesondere Empfang und Entnahme der AAL2-Pakete der ATM-Zellen) und Sendefunktionen (Verkapselung jedes AAL2-Pakets in eine ATM-Zelle) aus. Das Verkapselungsverfahren ist aber sehr vereinfacht aufgrund der Tatsache, dass nur ein einziges AAL2-Paket in die Zwischenzelle eingefügt wird, und dass es daher kein Management eines Bytes STF und keinen CU Timer geben kann. In der ATM-Zwischenzelle ist das Byte STF außerdem unnötig, da der Zeiger immer gleich 0 ist. Das in der Zelle enthaltene Paket wird auf das erste Byte des Nutzbereichs dieser Zelle gerahmt. Die Abwesenheit des Bytes STF ermöglicht es, ein Paket einer Länge gleich 45 Bytes (maximale Länge) in eine einzige ATM-Zelle einzufügen.
  • Der oder jeder Sendemodul out-AAL2 führt die Empfangsfunktionen (Empfang und Entnahme des in jeder Zwischenzelle enthaltenen AAL2-Pakets, wobei diese Entnahme aufgrund der Einfachheit des obigen Verkapselungsprozesses sehr vereinfacht ist) und die Sendefunktionen aus (Einfügen der vorher entnommenen AAL2-Pakete in ATM-Zellen gemäß dem oben erwähnten AAL2-Protokoll, und schließlich Senden der ATM-Zellen).
  • Der Schalter XATM führt hauptsächlich die Lenkoperationen der ATM-Zellen, unabhängig davon, ob sie Zwischenzellen sind oder nicht, sowie die Übersetzungsfunktionen der Kennungen von virtuellen Schaltungen dieser ATM-Zellen durch.
  • Die Übersetzungen der Verbindungskennungen CID der AAL2-Pakete werden ihrerseits in den Empfangsmodulen in-AAL2 oder vorteilhafterweise in den Sendemodulen out-AAL2 durchgeführt.
  • Man sieht, dass die Übersetzung der Kennungen virtueller Schaltungen, die in den Vorspannen der eingehenden ATM-Zellen enthalten sind, ebenfalls von den Modulen in-AAL2 oder vorteilhafterweise von den Modulen out-AAL2 und vom Schalter XATM durchgeführt werden kann.
  • Der Betrieb ist wie folgt. Die ATM-Zellen, die AAL2-Pakete transportieren, und die an mindestens einem der Eingänge 1 bis 5 vorhanden sind, werden auf den Ausgang des Ports C und somit auf den Eingang des Empfangsmoduls in-AAL2 gelenkt. Dies ist der Fall bei den an den Eingängen 1 und 2 vorhandenen ATM-Strömen, wie es die gestrichelten Linien zeigen.
  • Die Ströme von ATM-Zellen, die an den Eingängen 3, 4 und 5 vorhanden sind, die ihrerseits keine AAL2-Pakete tragen, werden direkt auf die Ausgänge 4, 2 bzw. 5 gelenkt.
  • Im Empfangsmodul in-AAL2 wird jedes AAL2-Paket aus der oder den ATM-Zellen entnommen, wo es eingefügt war, und wird in einer einzigen ATM-Zelle verkapselt, Zwischenzelle genannt. Diese Zwischenzelle wird dann an den Eingang des Ports C des Schalters XATM gesendet, wo sie vom Schalter XATM auf den Ausgang des Ports D gelenkt wird, um sich am Eingang des Sendemoduls out-AAL2 wieder zu finden.
  • Dort wird das AAL2-Paket, das jede Zwischenzelle enthält, entnommen und dann in einen Strom von ATM- Zellen eingefügt, die für den gewünschten Ausgangsport bestimmt sind. In diesem Fall wird je nach den Verbindungen, zu denen die betreffenden AAL2-Pakete gehören, der Strom von Zellen am Port D entweder zum Ausgang des Ports A, um sich am Ausgang 1 der Schalteinheit zu befinden, oder zum Ausgang des Ports E gelenkt, um sich am Ausgang 3 der Schalteinheit zu befinden.
  • Um die AAL2-Schaltfunktion herzustellen, besteht so die von der vorliegenden Erfindung angegebene Lösung darin, einen ATM-Schalter zwischen den Empfangsanschlussmodulen in-AAL2 und den Sendeanschlussmodulen out-AAL2 anzuordnen.
  • Zusammengefasst sind die Vorteile im Vergleich mit einem AAL2-Schalter, wie er in 3 dargestellt ist, wie folgt:
    • • Die Verarbeitungen der Funktionen der Entnahme und des Einfügens in getrennte Empfangs- und Sendeanschlussmodule verbessern die Leistungen, da die Prozesse in getrennten "Software- oder Hardware-Maschinen" verarbeitet werden,
    • • es ist möglich, zusätzliche Empfangs- und Sendeanschlussmodule hinzuzufügen, um die Schaltkapazitäten zu erhöhen und die Betriebssicherheit zu verbessern,
    • • die Umlenkfunktionen werden in einem Schalter XATM vom Typ ATM gewährleistet, der eine heute weit verbreitete Ausrüstung ist,
    • • die Verwendung eines klassischen ATM-Schalters ermöglicht es, alle bei diesen Typen von Ausrüstungen entwickelten Funktionen zu verarbeiten, wie zum Beispiel die Funktionen der Querschaltung der virtuellen Kanäle VP, der Schaltung der virtuellen Schaltungen VC, usw., und von der Palette der bereits vorhandenen physikalischen Zugriffe zu profitieren: optisch, elektrisch, mit verschiedenen Durchsätzen.
  • Um das Problem des Overhead zwischen den Empfangsanschlussmodulen in-AAL2 und Sendeanschlussmodulen out-AAL2 zu lösen, gibt es mehrere mögliche Lösungen: dafür sorgen, dass die Bitrate des Ausgangsmultiplex höher ist als diejenige des Eingangsmultiplex, die Anzahl von Ausgangsmultiplexen multiplizieren.
  • Man stellt fest, dass mehrere Empfangsanschlussmodule in-AAL2 und mehrere Sendeanschlussmodule out-AAL2 als Server angeordnet werden können, genau wie diejenigen, die in 4 gezeigt sind. Auch kann jeder Modul sich am Ende einer oder mehrerer AAL2-Verbindungen befinden. Die Anzahl von Verbindungen am Eingang und am Ausgang eines Moduls kann unterschiedlich sein. Die gewählte Konfiguration kann von Zwängen abhängen, die mit dem zu schaltenden Verkehr AAL2 zusammenhängen.
  • In 5 ist eine Ausführungsform einer Schalteinheit gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt, bei der eine besondere Verarbeitung im Nutzbereich der AAL2-Pakete durchgeführt wird. Diese besondere Verarbeitung wird von einem Modul F-AAL2 durchgeführt. Diese Verarbeitung betrifft zum Beispiel Funktionen von Endeinrichtungen über der Teilschicht CPS, wie zum Beispiel das Management der Teilschichten der Funkprotokolle MAC und RLC in einer Netzsteuerung RNC, oder in der Ebene PDU für eine Verarbeitung in den Teilschichten SSCS.
  • Es ist anzumerken, dass eine erfindungsgemäße Schalteinheit mehrere Verarbeitungseinheiten von dem Typ aufweisen könnte, die mit F-AAL2 bezeichnet sind, wenn mehrere Verarbeitungsvorgänge parallel durchzuführen wären.
  • In der in 5 gezeigten Ausführungsform weist der Schalter XATM einen Port mehr auf als der Schalter XATM der 4. Der Ausgang dieses Ports H ist mit dem Eingang des Verarbeitungsmoduls F-AAL2 verbunden, während sein Eingang den Ausgang des Moduls F-AAL2 empfängt.
  • Der Betrieb unterscheidet sich von demjenigen der in 4 gezeigten Ausführungsform dadurch, dass die vom Empfangsmodul in-AAL2 gelieferte und am Eingang des Ports C des Schalters XATM vorhandene Zwischenzelle vom Schalter XATM zum Ausgang des Ports H und folglich zum Verarbeitungsmodul F-AAL2 gelenkt wird, um dort die erwartete Verarbeitung zu erfahren. Die am Ausgang dieses Moduls F-AAL2 gesendeten ATM-Zellen werden vom Eingang des Ports H zum Ausgang des Ports D des Schalters XATM, und folglich zum Eingang des Sendemoduls out-AAL2 gelenkt.
  • Man stellt fest, dass, wenn die Schalteinheit mehrere Verarbeitungseinheiten wie die Einheit F-AAL2 enthalten würde, die vom Empfangsmodul in-AAL2 gesendeten ATM-Zwischenzellen dann zu der einen oder der anderen dieser Verarbeitungseinheiten gelenkt würden, je nach Kriterien, die zum Beispiel mit den Eigenschaften dieser ATM-Zellen (Zugehörigkeit zu dieser oder jener virtuellen Verbindung VPI) oder mit den Eigenschaften der Pakete, die sie enthalten (CID, usw.) verbunden sind.
  • Man stellt noch fest, dass die Umlenkung im Schalter XATM so vorgesehen werden kann, dass die AAL2-Pakete nicht die normalerweise von dem oder den Modulen F-AAL2 durchgeführte Verarbeitung erfahren. In diesem Fall wird die Zwischenzelle, die vom Empfangsmodul in-AAL2 geliefert und am Eingang des Ports C des Schalters XATM vorhanden ist, direkt vom Schalter XATM zum Ausgang des Ports D des Schalters XATM, und folglich zum Eingang des Sendemoduls out-AAL2 gelenkt.
  • Die durchzuführenden Schaltprozesse sind in der Übersetzungstabelle MTRAD (aus Gründen der Lesbarkeit nicht in 5 dargestellt) beschrieben, die dem Schalter XATM zugeordnet ist. Diese Tabelle unterscheidet zwischen den virtuellen Schaltungen VC, die zu schaltende Pakete transportieren, den virtuellen Schaltungen VC, die im Modul F-AAL2 zu verarbeitende Pakete transportieren, den virtuellen Schaltungen VC, die Signalisierungsmitteilungen auf AAL5 transportieren, den quer zu verbindenden virtuellen Schaltungen VC usw.
  • Nun wird als Beispiel eine Schalteinheit wie diejenige betrachtet, die in 4 dargestellt ist und die also nur einen einzigen Empfangsanschlussmodul in-AAL2 und einen einzigen Modul out-AAL2 aufweist. Jeder dieser Module weist außerdem nur einen einzigen Eingang und einen einzigen Ausgang auf.
  • Man sieht, dass eine permanente Verbindung im Schalter XATM zwischen dem Empfangsmodul in-AAL2 und dem Sendemodul out-AAL2 hergestellt wird. Diese Verbindung muss für alle virtuellen Schaltungen VC transparent sein, die AAL2-Verbindungen tragen können. Der Empfangsmodul in-AAL2 ist transparent bezüglich der Verbindungskennung CID der AAL2-Pakete. Er führt die Standard-Entnahmefunktionen und eine vereinfachte Einfügefunktion durch (kein Byte STF und ein einziges AAL2-Paket pro Zelle). Der Sendemodul out-AAL2 seinerseits führt Funktionen der Kennungsübersetzung von virtuellen Schaltungen VPI/VCI und von einer Verbindungskennung CID durch. Er führt außerdem die Standard-Einfügefunktionen und eine vereinfachte Entnahmefunktion durch. Er führt keine Umlenkung durch.
  • In der nachfolgenden Tabelle ist ein Beispiel der Zuordnung der Verbindungen zu den Ports der Schalteinheit und des Schalters XATM angezeigt.
  • Figure 00210001
  • Ein Programmierungsbeispiel der Übersetzungstabelle des Schalters XATM wird nachfolgend angegeben.
  • Figure 00210002
  • Die Programmierung der Übersetzungstabelle des Sendemoduls out-AAL2 ist nachfolgend dargestellt. Jede Zeile entspricht einer AAL2-Verbindung. Man stellt fest, dass die Tatsache, dass jede Verbindung 2 mal vorhanden ist, sich dadurch erklärt, dass der Modul für die 2 Richtungen der Verbindung verwendet wird.
  • Figure 00220001
  • Als Beispiel wird nachfolgend die Verbindung cx4 in der Richtung von A nach E beschrieben.
    • Auf dem Multiplex A: VC 110, CID 30 (cx4 teilt die VC 110 mit cx3)
    • Auf dem Link a): die VC 110 wurde in VC 101 übersetzt,
    • Auf den Links b) und c): Die Pakete von CID 30 sind alleine in der VC 101,
    • Auf dem Link d): das CID 30 wird in CID20 übersetzt, die VC 101 wird in 100 übersetzt,
    • Auf dem Multiplex E: VC 100, CID 20 (cx4 teilt die VC 100 mit cx1 und cx5).
  • In der Richtung von E nach A würde dies ergeben:
    • Auf dem Multiplex E: VC 100, CID 20 (cx4 teilt die VC 100 mit cx1 und cx5)
    • Auf dem Link a): die VC 100 wurde in VC 200 übersetzt.
    • Auf den Links b) und c): die Pakete sind alleine in der VC 200.
    • Auf dem Link d): der CID 20 wird in CID30 übersetzt, die VC 200 wird in 201 übersetzt.
    • Auf dem Multiplex A: VC 110, CID 30 (cx4 teilt die VC mit ex3).
  • Global kann die Schaltung durch die nachfolgende Tabelle veranschaulicht werden:
    Figure 00230001
  • Die oben beschriebenen Herstellungsmodi einer Schalteinheit verwendeten nur Empfangsmodule in-AAL2 und Ausgangsmodule out-AAL2 mit einem einzigen Eingang und einem einzigen Ausgang. Um die Verkehrskapazität zu erhöhen, wenn die Ausrüstung viele Multiplex aufweist, deren AAL2-Verkehr-Lastverhältnisse hoch sind, kann es jedoch vorteilhaft sein, dass sie über mehrere Eingänge und Ausgänge verfügen. Gleiches kann gelten, um die Verkehrs-Typen in Abhängigkeit von verschiedenen Kriterien (zum Beispiel ihre Beschaffenheit: Echtzeit oder nicht Echtzeit, ihre Richtung: aufwärts und abwärts, die Verarbeitung, der ihre Pakete unterzogen werden: Schaltung oder Endeinrichtung oder eine Kombination dieser Kriterien) zu trennen.
  • Um die Leistungen der Ausrüstung zu verbessern, ist es auch möglich, mehrere Empfangsmodule in-AAL2 und Sendemodule out-AAL2 zu verwenden, die ebenfalls in Servern angeordnet sind. Die erhaltenen Ergebnisse sind absolut gleich den im vorherigen Absatz beschriebenen. Man kann die Sicherheit in dem Maße hinzufügen, in dem die Ausrüstung den Ausfall von AAL2-Modulen verkraften kann.
  • In 6 ist eine Schalteinheit nur aus der Sicht der Signalisierung gezeigt. Außer dem Schalter XATM und den Empfangsanschlussmodulen in-AAL2 und Sendeanschlussmodulen out-AAL2 enthält sie eine Signalisierungseinheit S-AAL2, die vorgesehen ist, um die AAL2-Prüffunktionen zu verarbeiten, wie sie durch die Empfehlung I2630 der ITU normalisiert sind. Diese Signalisierungseinheit S-AAL2 hat eine Schnittstelle einerseits mit den Empfangsanschlussmodulen in-AAL2 und Sendeanschlussmodulen out-AAL2 und andererseits mit dem Übersetzungsspeicher MTRAD des Schalters XATM. Diese Signalisierungseinheit S-AAL2 ermöglicht die Aktualisierung der Übersetzungstabellen MTRAD, Min-AAL2 und Mout-AAL2, die im Schalter XATM bzw. in den Endanschlussmodulen in-AAL2 und out-AAL2 vorhanden sind. Wie man in 6 feststellen kann, werden die virtuellen Signalisierungsverbindungen betreffend die AAL2-Verbindungen, die von den eingehenden Multiplex kommen, alle zur Signalisierungseinheit S-AAL2 gelenkt. Die aus dieser Einheit austretenden Mitteilungen führen die umgekehrten Wege aus.
  • Das Anruf-pro-Anruf-Management der ATM-Verbindungen erfolgt im Schalter XATM in einer Prüffunktion, die das normalisierte Signalisierungsprotokoll verarbeitet. Die permanenten Verbindungen werden ebenfalls in klassischer Weise vom Netzverwalter aufgebaut. Die Übersetzungstabelle des ATM-Schalters muss ebenfalls bei jedem Aufbau oder jeder Freigabe von AAL2-Verbindungen aktualisiert werden.
  • Abgesehen von den oben bereits erläuterten Vorteilen hat die vorliegende Erfindung Vorteile, die mit einer Architektur mit Servern verbunden ist. Die Server-Ausrüstungen werden in Abhängigkeit von den Erfordernissen im AAL2-Verkehr installiert und in Betrieb genommen. Eine Ausbreitung kann progressiv sein: Die entwickelte Ausrüstung gewährleistet gleichzeitig AAL2-Endeinrichtungsfunktionen und AAL2-Schaltfunktionen. Das Vorhandensein von dedizierten Modulen, bestimmte für die AAL2-Empfangsfunktionen, die anderen für die AAL2-Sendefunktionen, ermöglicht die Verbesserung der Leistungen.

Claims (13)

  1. Schalteinheit eines Paketübertragungsnetzes, die dazu bestimmt ist, Pakete einer Verbindung, die an einem Eingang eines ihrer Ports vorhanden sind, zu mindestens einem gewünschten Ausgang eines ihrer Ports zu schalten, wobei die Pakete, Pakete höherer Schicht genannt, von Paketen tieferer Schicht befördert werden, dadurch gekennzeichnet, dass sie aufweist: mindestens einen Empfangsanschlussmodul, der vorgesehen ist, um aus an seinem Eingang vorhandenen Paketen tieferer Schicht die in ihnen enthaltenen Pakete höherer Schicht zu entnehmen, um jedes so entnommene Paket höherer Schicht in ein einziges Paket tieferer Schicht, Zwischenpaket genannt, einzufügen und das Zwischenpaket zu liefern, mindestens einen Sendeanschlussmodul, um das Paket höherer Schicht aus dem Zwischenpaket zu entnehmen, um es ggf. mit anderen Paketen in ein oder mehrere Pakete tieferer Schicht einzufügen und um die Pakete tieferer Schicht zu liefern, einen Schalter, der vorgesehen ist, um die an einem seiner Eingänge vorhandenen Pakete tieferer Schicht zu dem Ausgang eines seiner Ports lenken zu können, der mit dem Eingang eines Empfangsanschlussmoduls verbunden ist, um die von dem oder jedem Empfangsanschlussmodul gesendeten Zwischenpakete zu dem Ausgang eines seiner Ports zu lenken, der mit dem Eingang eines Sendeanschlussmoduls verbunden ist, und um die Pakete tieferer Schicht, die von dem oder jedem Sendeanschlussmodul gesendet werden, zum gewünschten Ausgang des Ports der Einheit zu lenken.
  2. Schalteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Modul aufweist, der vorgesehen ist, um eine besondere Verarbeitung der Pakete höherer Schicht durchzuführen, wobei der Verarbeitungsmodul vorgesehen ist, um die vom Empfangsanschlussmodul gesendeten Zwischenpakete zu empfangen, um die in den Zwischenpaketen enthaltenen Pakete höherer Schicht zu verarbeiten und um die Zwischenpakete erneut zu senden, in die die so verarbeiteten Pakete höherer Schicht eingefügt sind.
  3. Schalteinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter vorgesehen ist, um die Pakete tieferer Schicht, die an einem seiner Eingänge vorhanden sind, zu dem Ausgang eines seiner Ports lenken zu können, der mit dem Eingang eines Empfangsanschlussmoduls verbunden ist, um die von dem oder jedem Empfangsanschlussmodul gesendeten Zwischenpakete zu dem Ausgang eines seiner Ports zu lenken, der mit dem Eingang der Verarbeitungseinheit verbunden ist, um die von der Verarbeitungseinheit erneut gesendeten Zwischenpakete zu dem Ausgang eines seiner Ports zu lenken, der mit dem Eingang eines Sendeanschlussmoduls verbunden ist, und um die Pakete tieferer Schicht, die von dem oder jedem Sendeanschlussmodul gesendet werden, zum gewünschten Ausgang des Ports der Einheit zu lenken.
  4. Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter vorgesehen ist, um die Pakete tieferer Schicht, die keine Pakete höherer Schicht enthalten, direkt zum gewünschten Ausgang der Schalteinheit zu lenken.
  5. Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pakete höherer Schicht mit einem Vorspann versehen sind, in dem sich eine Verbindungskennung befindet, wobei der oder jeder Empfangsanschlussmodul die für die Umschaltung notwendigen Verbindungskennungsübersetzungen durchführt.
  6. Schalteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pakete höherer Schicht mit einem Vorspann versehen sind, in dem sich eine Verbindungskennung befindet, wobei der oder jeder Sendeanschlussmodul die für die Umschaltung notwendigen Verbindungskennungsübersetzungen durchführt.
  7. Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pakete tieferer Schicht mit einem Vorspann versehen sind, in dem sich eine Schaltungskennung befindet, wobei der oder jeder Empfangs- oder Sendeanschlussmodul die für die Umschaltung notwendigen Schaltungskennungsübersetzungen durchführt.
  8. Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Signalisierungseinheit aufweist, die dazu bestimmt ist, die Signalisierungspakete zu verarbeiten, die dem Protokoll der Pakete höherer Schicht entsprechen, und die vorgesehen ist, um Kennungsübersetzungsspeicher zu steuern, die der Schalter, der Sendeanschlussmodul und/oder der Empfangsanschlussmodul enthalten.
  9. Schalteinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter vorgesehen ist, um die an einem seiner Eingänge vorhandenen Signalisierungspakete zu dem Ausgang eines seiner Ports lenken zu können, der mit dem Eingang der Signalisierungseinheit verbunden ist, um die von der Signalisierungseinheit gelieferten Signalisierungspakete zum gewünschten Ausgang des Ports der Einheit zu lenken.
  10. Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Empfangsanschlussmodule und mehrere Sendeanschlussmodule aufweist, wobei die Module auf bestimmte Verbindungen und/oder virtuelle Schaltungen zugeschnitten sind.
  11. Schalteinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Paar von Empfangsanschlussmodulen und mindestens ein Paar von Sendeanschlussmodulen aufweist, wobei jeder Modul jedes Paars einer bestimmten Aufwärts- oder Abwärtsrichtung der Verbindungen zugeteilt ist.
  12. Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pakete tieferer Schicht ATM-Zellen sind.
  13. Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pakete höherer Schicht AAL2-Pakete sind.
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