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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Xylitol aus
einer Sulfitkochlauge, die Xylose und Xylonsäure enthält. Xylose und Xylonsäure finden
sich z. B. in der Kochlauge einer Sulfitkochung.
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Eine
Sulfitkochlauge kann erhalten werden, wenn eine Masse nach der Sulfitmethode
hergestellt wird. Eine Sulfitkochlauge enthält unlösliches Holzmaterial, Lignin,
Hexose- und Pentosezucker, organische Säuren und Kochchemikalien. Diese
Kochlaugen wurden früher
gewöhnlich
in Wassersysteme abgelassen. Dies ist jedoch seit kurzem von der
die Umwelt betreffenden Gesetzgebung verboten worden, und deshalb
sind Verfahren zum Verwerten der Sulfitkochlauge entwickelt worden.
Nach dem Kochen ist es möglich,
die Sulfitkochlauge zu verdampfen und verbrennen, um Wärmeenergie
zu erzeugen, und der Schwefel und die Base der Lauge können in
den Kochprozeß zurückgeführt werden.
Aufgrund des hohen Schwefelgehalts der Sulfitkochlauge schafft diese
Vorgehensweise jedoch neue Gefahren für die Umwelt. Eine effektive
Verwertung macht es jedoch erforderlich, daß die Sulfitkochlauge in ihre
Bestandteile fraktioniert wird.
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Außer Xylose
enthält
die Sulfitkochlauge auch Xylonsäure,
was die Abtrennung der Xylose von der Lauge schwieriger macht. Es
wäre jedoch
vorzuziehen, die Xylonsäure
als einen Rohstoff bei der Herstellung von Xylitol verwenden zu
können.
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Xylitol
ist ein natürlich
vorkommender Zuckeralkohol, der durch Reduktion von Xylose erhalten
wird und der eine Süße, die
der des „normalen
Zuckers" entspricht,
aber einen Energieinhalt (2,4 kcal/kg), der geringer ist als der
normalen Zuckers, aufweist. Xylitol findet sich in kleinen Mengen
in einer Vielzahl von Früchten
und Gemüsen
und wird auch im menschlichen Körper
als ein normales Stoffwechselprodukt gebildet. Aufgrund bestimmter
metabolischer, dentaler und technischer Eigenschaften ist Xylitol
ein sehr guter Spezialsüßstoff für verschiedene
Zwecke, wie z. B. Kaugummi, Süßwaren,
Konditoreiwaren usw. Als Beispiel kann genannt werden, daß der Xylitolstoffwechsel
von Insulinstoffwechsel unabhängig
ist, und deshalb können
auch Diabetiker Xylitol verwenden. Xylitol verlangsamt auch die
Darmbewegung und kann deshalb bei Diäten nützlich sein. Es ist auch festgestellt
worden, daß Xylitol
keine Zahnkaries hervorruft, sondern daß es sogar einen Antikarieseffekt
aufweisen könnte.
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Trotz
der zahlreichen Vorteile von Xylitol ist seine Verwendung eher begrenzt
gewesen; dies aufgrund des verhältnismäßig hohen
Preises von Xylitol, der sich wiederum aus Schwierigkeiten bei der
Herstellung von Xylitol in einem größeren Maßstab ergibt.
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Xylitol
ist früher
aus xylanhaltigem Material durch Hydrolyse hergestellt worden. Dies
führt zu
einer Monosaccharidmischung, die z. B. Xylose enthält. Xylose
wird dann durch katalytische Reduktion (Hydrierung) üblicherweise
in Gegenwart eines Nickelkatalysators, wie z. B. Raney-Nickel, zu
Xylitol reduziert. In der Fachliteratur werden mehrere Verfahren
zum Herstellen von Xylose und/oder Xylitol aus xylanhaltigem Material
beschrieben. Beispiele umfassen die US-Patentschrift 3,784,408 (Jaffe
et al.), die US-Patentschrift 4,066,711 (Melaja et al.), die US-Patentschrift
4,075,406 (Melaja et al.), die US-Patentschrift 4,008,285 (Melaja
et al.) und die US-Patentschrift 3,586,537 (Steiner et al.).
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In
mehreren Pflanzen ist der Hauptanteil der Hemizellulose Xylan, das
zu Xylose hydrolisiert werden kann. Das Hauptausgangsmaterial für Xylan
ist die Hemizellulose von Laubbäumen,
die hauptsächlich
aus Xylan besteht. Die Verwendung von Xylan und Xylose, die in der
Zelluloseindustrie als Nebenprodukte erhalten werden, ist in jüngster Zeit
auch Gegenstand wachsender Aufmerksamkeit gewesen. Xylose wird z.
B. in sauren Sulfitkochungen gebildet, wobei die typischen Basen
Mg2+, Ca2+, NH4 + und Na+ umfassen. Das Ausgangsmaterial kann auch
eine Kochlauge von neutralen Sulfitkochungen sein, nachdem die Xylo-Oligomeren
des Xylans hydrolisiert worden sind. In den Kochlaugen saurer Sulfitkochungen
liegen die Hemizellulosen bereits in einer Monosaccharidform vor.
Der Begriff „Kochlauge" bezeichnet in diesem
Zusammenhang eine Lösung oder
einen Teil dieser, die beim Kochen verwendet oder nach dem Kochen
erhalten wird. Die bekannten katalytischen Verfahren zum Reduzieren
von Xylose, die zur Herstellung von Xylitol gewöhnlich angewandt werden, erfordern,
daß die
zu reduzierende Xylose keine schädlichen
Verunreinigungen enthält.
Die Reinigung ist sehr anspruchsvoll und erfordert z. B. einen Mehrschrittprozeß (siehe
US-Patentschrift 4,631,129, Heikkilä, und PCT/FI95/00224, Heikkilä et al.),
da die bei der Xylose-Reduktionsreaktion verwendeten Katalysatoren
gegen Verunreinigungen sehr empfindlich sind (siehe Härkönen, M.
und Nuojua, P., Kemia-Kemi, Nr. 3 (1980) Seiten 98–100).
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Wenn
eine Sulfitkochlauge als Ausgangsmaterial für Xylose verwendet wird, besteht
das Problem in den Unterschieden der Kochbedingungen. In Abhängigkeit
von den Bedingungen löst
sich die Hemizellulose von Holz auf verschiedene Weise und erzeugt
größere oder
kleinere Mengen an Xylose. Unter den Kochbedingungen, bei denen
nur eine kleine Menge an Xylose erzeugt wird, können sich auch beträchtliche
Mengen an Xylonsäure bilden.
Es ist schwierig, die sich in einem derartigen Produkt findende
Xylose von einer Lauge, die Xylonsäure enthält, z. B. mittels Chromatographie
abzutrennen, wenn die Xylose rein sein soll. Die in der Lösung anwesende
Xylonsäure
gestaltet die Abtrennung von Xylose schwieriger und verursacht daher
eine Verminderung der Kristallisationsausbeute an Xylose. Es wäre jedoch
vorzuziehen, in der Lage zu sein, Xylonsäure als einen Rohstoff für Xylitol
zu verwenden (siehe WO 93/19030, Vuorinen). Die Abtrennung von Xylose aus
einer Sulfitkochlauge ist an sich bekannt, z. B. durch WO 94/26380,
Heikkilä et
al., und WO 95/29002, Heikkilä et
al.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von
Xylitol aus einem Material, das Xylose und Xylonsäure enthält. Das
Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß Xylonsäure von dem Material, das Xylose
und Xylonsäure
enthält,
abgetrennt wird, wobei das Material, das Xylose und Xylonsäure enthält, eine
Kochlauge aus einer Sulfitkochung ist, wonach die abgetrennte Xylonsäure reduziert
wird. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird auch Xylose abgetrennt. Xylose und Xylonsäure werden
vorzugsweise auf chromatographischem Wege, durch Extraktion, Ionenaustausch
oder Kristallisation abgetrennt.
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Das
Material, das Xylose und Xylonsäure
enthält,
ist die Kochlauge einer Sulfitkochung, wie z. B. die Kochlauge einer
Magnesiumsulfitkochung. Die Herstellung von Xylose in der optimalen
Weise auf chromatographischem Wege aus einer Magnesiumkochlauge
ist aufgrund der Tatsache eingeschränkt, daß kaum ein anderes Kation,
mit Ausnahme von Magnesium, in den chemischen Kreislauf bei der
Zelluloseherstellung zurückgeführt werden
kann. Die bei dem Prozeß verwendeten
chromatographischen Harze sollten vorzugsweise in Magnesiumionenform
(Abtrennung von Mg-Ionen) vorliegen, wobei die von den Trennprozessen
zurückgeführten Anionen
in diesem Falle Magnesiumsalze sind. Ein Trennharz, das in einer
zweiwertigen Form verwendet wird, trennt jedoch Xylose weniger effektiv
ab als ein Trennharz in einer einwertigen Form; siehe z. B. die finnische
Patentschrift 78,734 (Heikkilä).
Wenn die Erfindung angewandt wird, ist es möglich, anstatt zwei aufeinanderfolgende
Magnesiumion-Trennungen eine Magnesiumion-Trennung und eine Natriumion-Trennung zu
verwenden, zwischen denen ein Enthärtungsprozeß erfolgt, bei dem die Magnesiumionen
gegen Natriumionen ausgetauscht werden. Das vorherrschende Kation
in der Fraktion der ersten Trennung ist Magnesium, und es kann als
solches in den Kreislauf der Chemikalien bei der Zelluloseherstellung
zurückgeführt werden. Die
Restfraktion der zweiten Trennung kann nicht in den Kreislauf der
Zelluloseherstellung (in die Wiedergewinnung von Chemikalien, Energieerzeugung)
zurückgeführt werden,
da sie Fremd kationen (= Natrium) enthält. Gemäß der Erfindung wird die gesamte
Restfraktion der zweiten Trennung durch einen Kationenaustauscher
in Wasserstofform geleitet. Die Ionenstärke der Fraktion, die aus der
zweiten Trennung erhalten wird und die dem Kationenaustausch unterworfen
wurde, entspricht nach dem Ionenaustausch der einer relativ starken Säure (niedriger
pH-Wert) und kann deshalb verwendet werden, um das Kationenaustauschharz,
das zum Enthärten
des Zulaufs der zweiten Trennung verwendet wird, zur Wasserstofform
zu regenieren. Gleichzeitig können
die Magnesiumionen, die während
des Enthärtens
in dem Kationenaustauschharz verblieben sind, in den Kreislauf der
Zelluloseherstellung zurückgeführt werden.
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Das
Harz, das für
den Kationenaustausch der Restfraktion verwendet wird, liegt nach
dem Ionenaustausch hauptsächlich
in Natriumform vor. Dieses Harz wird mit einer Säure zur Wasserstofform regeneriert,
und das Natrium, das zu Beginn der Regeneration von der Säule entladen
wird, wird in die Enthärtungssäule zurückgeführt, um
es in die entsprechende (= Natrium) Form zu bringen (aus der Wasserstofform,
zu der es vorher regeneriert worden ist). Die Säure, die zu Anfang von der
Wasserstofform-Enthärtungssäule entladen
wird (Natrium wird gegen Wasserstoff ausgetauscht), kann wiederum
verwendet werden, um das Harz, das zum Kationenaustausch der Restfraktion
verwendet wurde, zur Wasserstofform zu regenieren.
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Andererseits
wurde festgestellt, daß auch
eine Mg-Mg-Trennung in zwei Schritten in vorteilhafter Weise zur
Trennung von Xylose und Xylonsäure
gemäß der Erfindung
verwendet werden kann. Bei der chromatographischen, zweiten Abtrennung
von Xylose mittels Mg2+, die mit einer Lösung durchgeführt wurde,
deren pH-Wert nicht eingestellt (pH 1,5 bis 2,5) wurde, wird Xylonsäure fast
gleichzeitig mit Xylose eluiert, was wiederum die Reinheit der Xylosefraktion
verringert. Wenn der pH-Wert der Zulauflösung mit MgO auf einen pH-Wert
von etwa 3 oder größer erhöht wird,
wird Xylonsäure
später
eluiert, was die Reinheit der Xylosefraktion und die Breite der
Xylosefraktion vergrößert. Der
pH-Wert kann auch in dem ersten Trennschritt eingestellt werden;
es ist aber vorzuziehen, ihn hinsichtlich des Verbrauchs an Chemikalien
erst im zweiten Trennschritt einzustellen.
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Die
obige Offenbarung bezüglich
der Mg-Trennung trifft auch auf die Behandlung einer Ca-sulfitkochlauge
zu.
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Gemäß der Erfindung
wird die Trennung zweckmäßigerweise
so durchgeführt,
daß
- a) eine Kochlauge einer Magnesiumsulfitkochung
einer chromatographischen Trennung unter Verwendung eines Magnesiumtrennharzes
unterworfen wird, um eine Fraktion, die reich an Xylose ist, eine
gemischte Fraktion und eine Restfraktion in Magnesiumform zu erhalten
und
- b) die erhaltene Fraktion, die reich an Xylose ist, unter Verwendung
eines Trennharzes chromatographiert wird, das in Form von Magnesium
oder eines einwertigen Metalls vorliegt, und eine hinsichtlich Xylose
konzentrierte Fraktion zurückgewonnen
wird, und eine Fraktion, die hinsichtlich Xylonsäure konzentriert ist und die
in Form eines Salzes vorliegt, zurückgewonnen wird.
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Wenn
in Schritt b) ein Trennharz verwendet wird, das in der Form eines
einwertigen Metalls, vorzugsweise Natrium, vorliegt, wird die in
Schritt a) erhaltene xylosehaltige Fraktion vor Schritt b) enthärtet. Wenn
das Harz in Schritt b) in Magnesiumform vorliegt, wird der pH-Wert
der in Schritt a) erhaltenen Fraktion vorzugsweise auf einen Wert
von 3,0 bis 6,5, insbesondere 5,5 eingestellt.
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Die
Trennung kann auch durch Extraktion, vorzugsweise mit Ethanol, oder
durch Ionenaustausch oder Kristallisation von Mg-xylonat ausgeführt werden.
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Es
hat sich herausgestellt, daß abgetrennte
Xylose und Xylonsäure
katalytisch oder durch Verwenden von Metallhydridreagenzien, wie
z. B. Natriumborhydrid, reduziert werden können. Die Reduktion wird zweckmäßigerweise
katalytisch durchgeführt,
in welchem Fall bevorzugte Katalysatoren solche vom Raney-Typ und Edelmetallkatalysatoren,
wie z. B. Ru, Pd, Rh und Pt, vor allem Ru, umfassen.
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Eine
geeignete Reduktionstemperatur bei der katalytischen Reduktion ist
70 bis 150°C,
vorzugsweise 100 bis 130°C,
und die Reduktion wird zweckmäßigerweise
bei einem Druck von 5.000 bis 20.000 kPa, vorzugsweise 10.000 bis
13.000 kPa, durchgeführt.
Der pH-Wert der zu reduzierenden Xylose liegt vorzugsweise zwischen
5 und 7, und der pH-Wert der Xylonsäure liegt vorzugsweise zwischen
1,5 und 2,5.
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Die
Xylose- und Xylonsäurefraktionen,
die vor der Reduktion abgetrennt wurden, müssen möglicherweise gereinigt werden,
z. B. durch Ionenaustausch. Die Xylose- und Xylonsäurefraktionen
können
eine weitere Reinigung durch Neutralisation/Ausfällung/Filtration und/oder Behandlung
mit Kohle oder einem Adsorbens benötigen. Es ist auch möglich, eine
zweistufige Hydrierung anzuwenden, was bedeutet, daß in der
ersten Stufe die Hydrierung z. B. mit einem Raney-Nickel-Katalysator
und in der zweiten Stufe z. B. mit einem Edelmetallkatalysator durchgeführt wird.
Eine Weise zur Durchführung
der Erfindung besteht darin, Voroxidation durchzuführen, in
welchem Fall die Abtrennung des Xylonsäurekonzentrats aus der Lösung effektiver
wird. Xylitol, das gemäß der Erfindung
hergestellt wird, kann chromatographisch oder vorzugsweise durch
Kristallisation aus der Produktlösung
der Reduktion vorzugsweise isoliert werden.
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Das
Verfahren gemäß der Erfindung
macht es möglich,
die Kosten zum Herstellen von Xylitol beträchtlich zu senken. Das Verfahren
ermöglicht
z. B. die bessere Nutzung des Rohmaterials (Das Rohmaterial ist ausreichend
für etwa
die doppelte Menge an Xylitol.).
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
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Beispiel 1
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g-Na-Trennung
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Eine
Probe, die aus einer Kochlauge einer Magnesiumsulfitkochung erhalten
wurde, wurde durch Verwenden eines stark sauren Kationenaustauschharzes
(Polystyrolgerüst,
durch Sulfonierung aktiviert) in Magnesiumform auf eine an sich
bekannte Weise (WO 94/26380) chromatographiert, um eine Fraktion,
die reich an Xylose ist, eine gemischte Fraktion und eine Magnesium
enthaltende Restfraktion, die zu der Herstellung der Kochsäure der
Magnesiumsulfitkochung zurückgeführt wurde,
zu erhalten. Die an Xylose reiche Fraktion wurde unter Verwendung
eines starken Kationharzes (DOW 88), das in H+-Form
vorlag und das mit Schwefelsäure
regeneriert worden war, enthärtet
oder dekationisiert. Die Temperatur betrug 50°C, und die Durchflußgeschwindigkeit
betrug 2 Schüttungsvolumina
pro Stunde. Der refraktometrisch bestimmmte Trockensubstanzgehalt
(RTS) des Zulaufs betrug 20 Gew.-%, und die Zykluslänge betrug
etwa 0,6 kg Trockensubstanz/0,5 l Harz.
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Der
pH-Wert des erhaltenen enthärteten
(dekationisierten) Sirups wurde mit NaOH auf 5,5 eingestellt, und
die darin enthaltenen Kationen waren hauptsächlich Natriumionen, und der
Sirup enthielt kaum zweiwertige Kationen. Der Sirup wurde unter
Verwendung eines stark sauren Kationenaustauschharzes (Finex VO
9 CTTM) in Natriumform chromatographiert,
um eine Fraktion, die hinsichtlich Xylose konzentriert war und die
zurückgewonnen
wurde, und eine Restfraktion in Salzform (Salzfraktion), die eine
große
Menge an Natrium enthielt, zu erhalten. Die Menge an Xylose in der
Zulauffraktion betrug 37,2% der Trockensubstanz. Die Menge an Xylose
in der Produktfraktion, die nach der Trennung erhalten wurde, betrug
55% der Trockensubstanz und in der Restfraktion 2% der Trockensubstanz.
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Die
Salzfraktion wurde unter Verwendung eines stark sauren Kationenaustauschharzes
in H+-Form (DOW 88TM)
dekationisiert. Die Durchflußgeschwindigkeit
betrug 2 Schüttungsvolumina
pro Stunde, die Temperatur betrug 50°C, und der Trockensubstanzgehalt
(RTS) des Zulaufs betrug 5,6 Gew.-%. Die gesamte Zykluslänge betrug
7,2 1/1 Harz. Der pH-Wert der dekationisierten Salzfraktion betrug
etwa 1, und sie enthielt 0,252 H+-Äquivalente/1.
Die gesamte dekationisierte Salzfraktion (7,2 l) wurde verwendet,
um das Enthärtungsharz (500
ml), das hauptsächlich
Magnesiumionen enthielt, zu regenerieren. Die Regeneration wurde derart
ausgeführt,
daß die
zu Beginn des Zyklus erhaltene Säurefraktion
und eine zusätzliche
Säure verwendet wurden,
um das Enthärtungsharz
in Magnesiumform in H+-Form umzuwandeln.
Die Na enthaltende Fraktion des Dekationisierungsharzes, die zu
Beginn des Regenerationsyklus erhalten wurde, wurde verwendet, um das
Enthärtungsharz
in die Na-Form umzuwandeln. Die Kapazitäten und Kationgehalte der Harze
in verschiedenen Stufen der Enthärtung
und Dekationisierung werden in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel 2
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Mg-Mg-Trennung
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Die
zweite Trennung der Mg-Kochlauge (Schritt b) wurde in einer chromatographischen
Säule mit
einem Mg
2+-Trennharz unter den folgenden
Bedingungen durchgeführt:
| Trennharz: | Finex
V 11 CTM, DVB 6,5% |
| Temperatur: | 65°C |
| Durchflußgeschwindigkeit: | 0,9
m/h |
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Die
Xylosereinheit des Zulaufs betrug 29,1% der Trockensubstanz, und
die Xylonsäurereinheit
betrug 21,6% der Trockensubstanz. Drei Fraktionen wurden zurückgewonnen.
Die Xylosereinheit der Xylosefraktion betrug etwa 44% der Trockensubstanz,
und der Xylonsäuregehalt
der Xylonsäurefraktion
betrug etwa 41% der Trockensubstanz. Die Reihenfolge der Elution
der zurückgewonnenen
Fraktionen war: Salz, Xylose, Xylonsäure.
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Wenn
die Trennung mit einer Lösung
durchgeführt
wurde, deren pH-Wert nicht eingestellt worden war (pH-Wert 2,1),
betrug die Xylosefraktion-Kapazität 5,2 kg Trockensubstanz/h/m3. Wenn der pH-Wert der Lauge vor der Trennung
mit MgO auf einen Wert von 3,5, 4,5, 5,3 und 6,5 eingestellt wurde,
betrug die Xylosekapazität
11,8, 10,7, 11,6 bzw. 10,7 kg Trockensubstanz/h/m3.
Wenn der pH-Wert der Trennung erhöht wurde, wurde aufgrund der
stärkeren
Anhaftung der Xylonsäure
an dem Harz ein besseres Trennergebnis erhalten.
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Beispiel 3
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Mg-Mg-Trennung
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Die
zweite Trennung der Mg-Kochlauge gemäß Beispiel 2 wurde in einer
chromatographischen Säule mit
einem Trennharz in Mg2+-Form unter den in
Beispiel 2 beschriebenen Bedingungen durchgeführt. Die Xylose- und Xylonsäurefraktionen
wiesen dann die in Tabelle 2 offenbarten Fraktionsreinheiten auf.
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Beispiel 4
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Abtrennung von Xylose
und Xylonsäure
aus einer Ca-sulfitkochlauge durch Extraktion mit Ethanol
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Im
Handel erhältliche,
trockene und pulverförmige
Ca-sulfitkochlauge eines Laubbaums, deren Zusammensetzung in Tabelle
3 (1) dargestellt ist, wurde mit Ethanol extrahiert. Die Menge an
Pulver betrug bei der Extraktion 1.500 g, und die Menge an 95%igem
Ethanol betrug 15 l. Die Mischung wurde bei 50°C 4 Stunden lang gemischt, wonach
sie filtriert und der erhaltene Kuchen getrocknet wurde. Die Menge
an gelösten Feststoffen
betrug 32%. Das Filtrat wurde in einem Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck eingedampft. Der Eindampfrückstand wurde in etwa 8 Liter
Wasser gelöst.
Die Zusammensetzung der Lösung
wird in Tabelle 3 (2) dargestellt. Die Ausbeute an Xylose betrug
etwa 78%, und die Ausbeute an Xylonsäure betrug etwa 43%. Die Ausbeuten
erhöhten
sich auf 95% bzw. 56%, wenn die Extraktion mit Ethanol wiederholt
wurde.
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Tabelle
3 Trennung
von Xylose und Xylonsäure
durch Extraktion mit Ethanol
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Beispiel 5
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Oxidation von Xylose zu
Xylonsäure
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3,6
g MgO, 6 g Xylose und 200 g SO2-Lösung (Konzentration
70 bis 71 g SO2/l) wurden in Autoklaven gegeben.
Die Autoklaven wurden verschlossen und in ein Glycerinbad von 150°C eingebracht.
Die Autoklaven wurden 1 h, 2 h, 4 h und 6 hin dem Bad belassen,
wonach sie abgekühlt
wurden. Die Lösung
wurde filtriert und analysiert. 67% der Xylose wurden in zwei Stunden
zu Xylonsäure
oxidiert.
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Tabelle
4 Oxidation
von Xylose zu Xylonsäure
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Beispiel 6
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Kristallisation von Mg-xylonat
aus Wasser
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Die
Ausgangslösung
war eine von der Mg-sulfitkochlauge abgetrennte Xylonsäurefraktion.
Die Xylonsäurefraktion
wurde bei 10°C
kristallisiert, und die Mutterlauge wurde durch Dekantation abgetrennt.
Die Mg-xylonatkristallmasse (Trockensubstanz 56,2%, Reinheit 58,5%,
berechnet für
die Trockensubstanz von Xylonsäure)
wurde aus einer Ethanol-Wasser-Lösung
in einem Verhältnis
von 120 g Kristallmasse/1 l Ethanol auskristallisiert. Die Kristalle
wurden bei Raumtemperatur getrocknet. Die Reinheit der Mg-xylonatkristalle
betrug 80,9%, berechnet für
die Trockensubstanz von Xylonsäure.
Die Kristalle wurden in Wasser zu einer Lösung von etwa 50% aufgelöst. Die
Lösung
wurde unter Verwendung von Kohle und einem Filterhilfsmittel entfärbt.
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Die
Magnesiumxylonatlösung
(2.040 g, Trockensubstanzgehalt 45,8% (Karl Fischer), Xylonsäurereinheit
79,3% der Trockensubstanz) wurde in ein 2-Liter-Gefäß (Zulauflösung) überführt, wo
das Mg-xylonat in der folgenden Weise auskristallisiert wurde.
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Die
Masse (TMasse 57°C) wurde mit 1 ml Mg-xylonatlösung geimpft.
Eine Stunde nach dem Impfen wurde ein lineares 70-Stunden-Abkühlprogramm
(60°C bis
20°C) ausgelöst. Nach
dem linearen Abkühlprogramm wurde
das Mg-xylonat 72 Stunden lang bei einer konstanten Temperatur (20°C) gehalten.
Die Kristalle wurden abfiltriert und mit Ethanol gewaschen. Die
Kristalle wurden bei 45°C
getrocknet. Die Ausbeute betrug 337 g. Die Xylonsäurereinheit
der Kristalle betrug 94,3% auf Basis der Trockensubstanz.
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Beispiel 7
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Kristallisation von Mg-xylonat
aus Wasser
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Die
Ausgangslösung
war eine von der Mg-sulfitkochlauge abgetrennte Xylonsäurefraktion.
Die Xylonsäurefraktion
wurde bei 10°C
auskristallisiert, und die Mutterlauge wurde durch Dekantation abgetrennt.
Die Mg-xylonatkristallmasse wurde aus der Ethanol-Wasser-Lösung in einem Verhältnis von
120 bis 150 g Kristallmasse/1 l Ethanol auskristallisiert. Die Kristalle
wurden bei Raumtemperatur getrocknet. Die Reinheit der Mg-xylonatkristalle
betrug 80 bis 94%, berechnet für
die Trockensubstanz von Xylonsäure.
Die Kristalle wurden in Wasser zu einer Lösung von etwa 35%, die eine
Xylonsäurereinheit
von 71% aufwies, aufgelöst.
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18,4
kg Magnesiumxylonatlösung
(RTS 34,3%) wurden als eine Zulauflösung verwendet. Wasser wurde
von der Lösung
abgedampft (TMasse 40 bis 55°C). Als der
RTS der Masse 52,8% erreichte, wurde die Masse in einen 6-Liter-Kühlkristallisierapparat
(7,1 kg) überführt. 30
Minuten später
wurde die Masse mit 0,7 g Mg-xylonatkristallen bei 63°C geimpft.
Eine Stunde nach dem Impfen wurde ein lineares 70-Stunden-Abkühlprogramm
(60°C bis
20°C) ausgelöst. Die
Masse, die eine Xylonsäurereinheit
von 72,8% auf Basis der Trockensubstanz und einen Trockensubstanzgehalt
von 47,9% (Karl Fischer) aufwies, wurde bei 4.500 U/min 5 Minuten
lang zentrifugiert und bei 45°C
getrocknet. Die Ausbeute betrug 1.285 g Kristalle. Die Xylonsäurereinheit der
Mg-xylonatkristalle betrug 90,2% auf Basis der Trockensubstanz.
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Beispiel 8
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Kristallisation
von Mg-xylonat aus Wasser
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Die
Ausgangslösung
war eine von der Mg-sulfitkochlauge abgetrennte Xylonsäurefraktion.
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20,6
kg einer Magnesiumxylonatlösung
(RTS 40,8%) wurden als eine Zulauflösung verwendet. Wasser wurde
von der Lösung
abgedampft (TMasse 40 bis 55°C). Als der
RTS der Masse 59,5% erreichte, trat spontane Kristallisation ein.
Die Masse wurde in einen 10-Liter-Kühlkristallisierapparat überführt. Nach
15 Minuten wurde ein lineares 18-Stunden-Abkühlprogramm
(60°C bis
20°C) ausgelöst. Die
Masse mit einer Xylonsäurereinheit
von 74,2% auf Basis der Trockensubstanz und einem Trockensubstanzgehalt
von 51,5% (Karl Fischer) wurde bei 4.500 U/min 5 Minuten lang zentrifugiert,
gewaschen und bei 45°C
getrocknet. Die Ausbeute betrug 3,4 g Kristalle. Die Xylonsäurereinheit
der Mg-xylonatkristalle betrug 82,5% auf Basis der Trockensubstanz.
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Beispiel 9
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Adsorption
von Xylonsäure
an einem leicht basischen Anionenaustauschharz
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Die
Zulauflösung
war eine Xylosefraktion der ersten Trennung gemäß Beispiel 1 aus dem chromatographischen
Trennprozeß von
Mg-sulfitkochlauge. Die Fraktion wurde einer Reihe von Ionenaustauschern
zugeführt,
die ein stark saures Kationenaustauschharz (DOW 88TM)
und zwei leicht basische Anionenaustauschharze (DOW 66TM)
enthielten. Kationen haften an dem Kationenaustauschharz, und Xylonsäure wird
aus ihren Salzen freigesetzt, d. h. sie wird in eine freie Säure überführt, wonach
die Anionen sich an das Anionenaustauschharz haften.
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Der
Trockensubstanzgehalt der Zulauflösung betrug 32%, die Temperatur
betrug 40°C
und die Durchflußgeschwindigkeit
betrug 2 SV/h/Säule
(SV = Schüttungsvolumen).
In diesem Experiment wurde die Lösung in
einer Menge behandelt, die annähernd
dem gesamten Harzvolumen entsprach.
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In
einem derartigen Durchlauf haftete Xylonsäure sich an beide Anionenaustauschharze:
22 g/l Harz an das erste und 63 g/l Harz an das zweite. Die Analysen
des Zulaufs und des Produktes sind in Tabelle 5 dargestellt.
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Tabelle
5 Adsorption
von Xylonsäure
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Beispiel 10
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Trennung von Xylose unter
Verwendung eines leicht sauren Kationenaustauschharzes
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Chromatographische
Trennung von Mg-sulfitkochlösung
wurde unter Verwendung eines leicht sauren Kationenaustauschharzes,
Finex CA 24 GCTM, durchgeführt. Die
Temperatur betrug 65°C,
und die Durchflußgeschwindigkeit
betrug 0,19 m/h. Der pH-Wert der Zulauflösung betrug 1,2, und der Xylosegehalt
betrug 9,8%. Die Xylosefraktionkapazität bei der Fraktionsreinheit
von 25% betrug 9,6 kg Trockensubstanz/m3/h,
und die höchste
Xylosereinheit bei der Trennung betrug 31,4%. Der Xylonsäuregehalt
in der Zulauflösung
betrug 5,5%/Trockensubstanz (RTS) und in der Xylosefraktion 16,7%/Trockensubstanz.
Die Reihenfolge bei der Elution war: Hauptanteil des Salzes gefolgt
von Xylose und Xylonsäure,
fast gleichzeitig (Xylonsäure
etwas später).
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Beispiel 11
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Trennung von Xylose unter
Verwendung eines leicht sauren Kationenaustauschharzes
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Chromatographische
Trennung von Mg-sulfitkochlösung
wurde unter Verwendung eines leicht sauren Kationenaustauschharzes,
Purolite C 105TM, durchgeführt. Die
Temperatur betrug 65°C,
und die Durchflußgeschwindigkeit
betrug 0,7 m/h. Der pH-Wert der Zulauflösung betrug 4,5, und der Xylosegehalt
betrug 10,9%. Die Xylosefraktionkapazität bei der Fraktionsreinheit
von 25% betrug 19,0 kg Trockensubstanz/m3/h
und betrug 7,8 kg Trockensubstanz/m3/h bei
einer Fraktionsreinheit von 40%, und die höchste Xylosereinheit bei der Trennung
betrug 42,7%. Der Xylonsäuregehalt
der Zulauflösung
betrug 5,6%/Trockensubstanz (RTS). Die Xylonsäurereinheit der Xylosefraktion
mit einer Fraktionsreinheit von 25%/Trockensubstanz der Xylose betrug 11,7%/Trockensubstanz,
und in der Xylosefraktion mit einer Fraktionsreinheit von 40%/Trockensubstanz
der Xylose betrug die Xylonsäurereinheit
18,5%/Trockensubstanz. Die Salze, Xylose und Xylonsäure wurden
fast gleichzeitig eluiert (Xylonsäure etwas später).
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Beispiel 12
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Trennung von Xylose unter
Verwendung eines faserartigen Kationenaustauschharzes
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Chromatographische
Trennung von Mg-sulfitkochlauge wurde unter Verwendung eines faserartigen (Stapelfaser)
Kationenaustauschharzes, Smoptec 101,3TM,
Polystyrolgerüst,
das mit Sulfonsäure
aktiviert ist, durchgeführt.
Die Temperatur betrug 65°C,
und die Durchflußgeschwindigkeit
betrug 1,8 m/h. Der pH-Wert der Zulauflösung betrug 2,2, und der Xylosegehalt
betrug 8,9%. Die höchste
Xylosereinheit bei der Trennung betrug 23,4%. Der Xylonsäuregehalt
der Zulauflösung
betrug 5,1%/Trockensubstanz (RTS), und die höchste Reinheit in der Xylosefraktion
betrug 15,0%/Trockensubstanz. Die Reihenfolge bei der Elution war:
Hauptanteil des Salzes, und Xylose und Xylonsäure zusammen.
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Beispiel 13
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Trennung von Xylose unter
Verwendung eines stark sauren Kationenaustauschharzes
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Chromatographische
Trennung von Mg-sulfitkochlösung
wurde unter Verwendung eines stark sauren Kationenaustauschharzes,
Finex CS 11 GCTM, durchgeführt. Die
Temperatur betrug 65°C,
und die Durchflußgeschwindigkeit
betrug 0,7 m/h. Der pH-Wert der Zulauflösung betrug 1,0, und der Xylosegehalt
betrug 11,9%. Die Xylosefraktionkapazität bei der Fraktionsreinheit
von 40% betrug 11,2 kg Trockensubstanz/m3/h,
und die höchste
Xylosereinheit bei der Trennung betrug 44,8%. Der Xylonsäuregehalt
der Zulauflösung
betrug 5,5%/Trockensubstanz (RTS) und in der Xylosefraktion 25%/Trockensubstanz.
Die Reihenfolge bei der Elution war: Salz, Xylose und Xylonsäure. Die
beiden letzten Fraktionen überlappten
sich teilweise.
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Beispiel 14
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Oxidation von Xylose
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2
g MgO, 62 g Mg-sulfitkochlösung
und 140 g SO2-Lösung (Konzentration 70 bis
72 g SO2/l) wurden in Autoklaven eingegeben.
Die Autoklaven wurden verschlossen und in ein Glycerinbad von 150°C eingebracht.
Die Autoklaven wurden 30 Minuten, 1 h, 2 h und 4 h in dem Bad belassen,
wonach sie abgekühlt
wurden. Die Lösung
wurde filtriert und analysiert. 28% der Xylose wurden in vier Stunden
zu Xylonsäure
oxidiert.
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Tabelle
6 Oxidation
von Xylose zu Xylonsäure
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Beispiel 15
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Hydrierung von Xylonsäure
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Das
Rohmaterial war eine Xylonsäurefraktion,
die wie in Beispiel 6, 7 und 8 beschrieben hergestellt wurde und
aus der Magnesium mittels Kationenaustausch entfernt worden war.
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Die
Hydrierung wurde bei 110°C
und einem Druck von 13.000 kPa in einem 5-Liter-Medimex-Autoklaven (Chargenreaktor)
unter Verwendung von Ru/Kohle (5% Ru auf Kohle, Engelhard CP 56 × L/R/WW)
als Katalysator, dessen Dosierung 18% der Trockensubstanz betrug,
durchgeführt.
Die Hydrierzeit betrug 3 Stunden. Tabelle 7 zeigt die Zusammensetzungen
des Ausgangsmaterials und des erhaltenen Produkts.
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Tabelle
7 Hydrierung
von Xylonsäure
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Beispiel 16
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Reduktion mit Natriumborhydrid
einer oxidierten Xylose-Xylonsäure-Fraktion,
hergestellt durch chromatographische Trennung
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Die
Reaktion wurde bei normalem Druck und bei Raumtemperatur unter Mischen
durchgeführt.
Die Reaktionszeit nach der Zugabe des Reagens (allmähliche Zugabe)
betrug 2 Stunden. Die Fraktion wurde als solche und nach Kationenaustausch
bei einem Trockensubstanzgehalt von etwa 10% reduziert. Natriumborhydrid
wurde im Verhältnis
von 3 g/100 g des natürlichen
Gewichts der Lösung
(= 10 g der Trockensubstanz) zugegeben. Das Natriumborhydrid wurde
in Form von 4%iger wäßriger Lösung zugegeben.
Die Reaktion wurde durch Ansäuern
der Lösung
(pH 2) mit 6 N Salzsäure
beendet. Die Ergebnisse werden in Tabelle 8 gezeigt.
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Tabelle
8 Reduktion
einer oxidierten Xylose-Xylonsäure-Fraktion
mit Natriumborhydrid
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Beispiel 17
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Hydrierung mit Raney-Nickel
einer hinsichtlich Xylonsäure
konzentrierten Mischung
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166
g/l Xylonsäure
in 70%igem Methanol wurden in einem Autoklaven mit Raney-Nickel (2 g) bei 122°C und einem
Druck von 6.500 kPa 18 Stunden lang hydriert. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 9 dargestellt.
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Tabelle
9 Hydrierung
einer hinsichtlich Xylonsäure
konzentrierten Mischung
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Beispiel 18
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Hydrierung mit Rhodium
einer hinsichtlich Xylonsäure
konzentrierten Mischung
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166
g/l Xylonsäure
in Wasser wurden in einem Autoklaven unter Verwendung von 0,17 g
5%igem Rh/2%igem Mo/Al2O3 als
Katalysator bei 140°C
und einem Druck von 6.500 kPa 18 Stunden lang hydriert. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 10 dargestellt.
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Tabelle
10 Hydrierung
einer hinsichtlich Xylonsäure
konzentrierten Mischung
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Beispiel 19
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Kristallisation von Xylitol
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Das
Rohmaterial war Xylitol, das wie in den Beispielen 15 bis 18 beschrieben
hergestellt wurde.
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97
g Xylitol (RTS 11,4%, Zulauflösung)
wurden bei 60°C
zu einem RTS-Gehalt von 91,4% eingedampft. Die Masse wurde in ein
1-Liter-Reaktionsgefäß überführt, wo
sie bei 60°C
mit 0,06 g Xylitolkristallen geimpft wurde. Ein lineares 49-Stunden-Abkühlprogramm
(60,5°C
bis 30°C)
wurde ausgelöst.
Nach dem Abkühlen
wurde die Temperatur der Masse um etwa 3°C erhöht, und die Masse wurde zentrifugiert.
Die Xylitolreinheit der Masse betrug 77% bezogen auf die Trockensubstanz.
Die Kristalle wurden bei 4.500 U/min 5 Minuten lang mittels einer
Zentrifuge (Siebmanteldurchmesser 22 cm, Maschenweite 0,15 mm) abgetrennt,
und die Kristalle wurden gewaschen. Die Ausbeute betrug 30 g getrocknete
Kristalle. Die Xylitolreinheit der Kristalle betrug 81,2% auf Basis
der Trockensubstanz.
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Beispiel 20
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Kristallisation von Xylitol
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Das
Rohmaterial war Xylitol, das wie in den Beispielen 15 bis 18 beschrieben
hergestellt wurde.
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Die
Xylitollösung
wurde durch eine Membran von 12 μm
filtriert. 170 g (Trockensubstanz) Xylitol (RTS 19,7%, Zulauflösung) wurden
bei 60°C
zu einem RTS-Gehalt
von 91,3% eingedampft. Die Masse wurde in ein 1-Liter-Reaktionsgefäß überführt, wo
sie bei 60°C
mit 0,05 g Xylitolkristallen geimpft wurde. Ein lineares 41-Stunden-Abkühlprogramm
(60,5°C
bis 30°C)
wurde ausgelöst.
Nach dem Abkühlen
wurde die Temperatur der Masse um etwa 3°C erhöht, und die Masse wurde zentrifugiert.
Die Xylitolreinheit der Masse betrug 64,3% der Trockensubstanz.
Die Kristalle wurden bei 4.500 U/min 5 Minuten lang mit einer Zentrifuge
(Siebmanteldurchmesser 22 cm, Maschenweite 0,15 mm) abgetrennt und
gewaschen. Die Ausbeute betrug 54 g getrocknete Kristalle. Die Xylitolreinheit
der Kristalle betrug 93,3% auf Basis der Trockensubstanz.
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Beispiel 21
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Kristallisation von Xylitol
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Das
Rohmaterial war Xylitol, das wie in den Beispielen 15 bis 18 beschrieben
hergestellt wurde.
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Die
Xylitollösung
wurde durch eine Membran von 12 μm
filtriert. 185 g (Trockensubstanz) Xylitol (RTS 20,9%, Zulauflösung) wurden
bei 60°C
zu einem RTS-Gehalt
von 92,2% eingedampft. Die Masse wurde in ein 1-Liter-Reaktionsgefäß überführt, wo
sie bei 56,5°C
mit 0,05 g Xylitolkristallen geimpft wurde. Ein lineares 69-Stunden-Abkühlprogramm
(57°C bis
30°C) wurde
ausgelöst.
Nach dem Abkühlen
wurde die Temperatur der Masse um etwa 3°C erhöht, und die Masse wurde zentrifugiert.
Die Xylitolreinheit der Masse betrug 56,5% der Trockensubstanz.
Die Kristalle wurden bei 4.500 U/min 5 Minuten lang mit einer Zentrifuge
(Siebmanteldurchmesser 22 cm, Maschenweite 0,15 mm) abgetrennt und
gewaschen. Die Ausbeute betrug 55 g getrocknete Kristalle. Die Xylitolreinheit
der Kristalle betrug 68,0% auf Basis der Trockensubstanz.
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Beispiel 22
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Hydrierung von Xylose
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Das
Rohmaterial war eine Xylosefraktion, die wie in Beispiel 1 beschrieben
erhalten wurde und die herkömmlichem
Ionaustausch unterworfen worden war.
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Die
Hydrierung wurde unter Bedingungen, bei welchen der Druck 4.000
kPa, die Temperatur 100°C und
der Trockensubstanzgehalt des Sirups 47,8 Gew.-% betrug, in einem
Chargenautoklaven (Medimex) durchgeführt. Die Menge an Katalysator
(Raney-Nickel, Chemcat J 10 GSTM) betrug
10%, berechnet für
die Trockensubstanz des Sirups an feuchter Katalysatoraufschlämmung. Die
Reaktionszeit betrug 90 Minuten. Die Xylose- und Xylitolgehalte
der Zulauf- und Produktlösungen
sind in Tabelle 11 dargestellt.
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Tabelle
11 Hydrierung
von Xylose