DE69709200T2 - Fahrzeugscheinwerfer mit einziger Lichtquelle für Ablendlicht und Fernlicht - Google Patents
Fahrzeugscheinwerfer mit einziger Lichtquelle für Ablendlicht und FernlichtInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Scheinwerfer für Kraftfahrzeuge.
- Sie betrifft insbesondere einen Scheinwerfer, der ein Abblendlichtbündel und ein Fernlichtbündel ausstrahlen kann.
- Insbesondere aus der FR-A-1 461 607 ist bereits ein Scheinwerfer mit einer einzigen Lichtquelle, in diesem Fall einer Einfadenlampe, bekannt, die mit einem Reflektor zusammenwirkt, der um eine zu seiner optischen Achse senkrecht verlaufende waagerechte Achse gekippt werden kann.
- In seiner nach unten gekippten Stellung wird ein Abblendlichtbündel ohne Blendwirkung erzeugt, während ein Anheben des Reflektors das Erzielen eines Fernlichtbündels mit größerer Reichweite gestattet.
- Dieser bereits bekannte Scheinwerfer zeichnet sich jedoch durch eine Ausführung aus, die für moderne Scheinwerfer völlig ungeeignet ist, insbesondere wenn diese außerdem mit manuellen oder automatischen Mitteln zur Korrektur der Höhen- oder Azimutaleinstellung des Lichtbündels ausgestattet sind.
- Aus der DE-A-44 18 733 ist ferner ein Scheinwerfer bekannt, der mit einer einzigen Lichtquelle (zum Beispiel einem Faden oder Bogen) und einem einzigen Reflektor diese beiden Lichtbündelarten erzeugen kann. Der Reflektor weist zu diesem Zweck einen festen Teil und einen oder mehrere bewegliche Teile auf, wobei die Verlagerung der beweglichen Teile mit Hilfe von geeigneten Stellelementen den Übergang von einer Lichtbündelart auf die andere ermöglicht.
- Diese Lösung erweist sich indessen insofern als ungünstig, als sie eine wesentlich kompliziertere Auslegung und Herstellung des Reflektors zur Folge hat und in bestimmten Fällen insbesondere an den Übergängen zwischen dem feststehenden Teil und dem bzw. den beweglichen Teilen Lichtverluste oder optische Fehler hervorruft.
- Die DE-A-37 22 581 schließlich, die einen Scheinwerfer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 beschreibt, sieht die Verwendung eines einstückigen Reflektors vor, der mit einer einzigen Lichtquelle und zwei oder mehr Stellgliedern zusammenwirkt, um den Übergang von einem Abblendlichtbündel auf ein Fernlichtbündel und umgekehrt zu realisieren.
- Die vorliegende Erfindung schlägt vor, dasselbe Ziel mit einfacheren und kostengünstigeren Mitteln zu erreichen.
- Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine effiziente Kombination einer Umschalteinrichtung für Abblend- und Fernlicht mit kippbarem Reflektor und sonstigen Lichtbündelkorrektureinrichtungen innerhalb desselben Scheinwerfers 2u gewährleisten.
- Die vorliegende Erfindung schlägt somit zunächst einen Kraftfahrzeugscheinwerfer wie in Anspruch 1 definiert vor.
- Bevorzugte, jedoch nicht einschränkende Merkmale dieses Scheinwerfers sind in den. Ansprüchen 2 bis 15 beschrieben.
- Gemäß eines zweiten Merkmals schlägt die Erfindung einen linken oder rechten Satz zweier Scheinwerfer vor, wie in Anspruch 16 beschrieben.
- Gemäß eines dritten Merkmals schlägt die Erfindung schließlich einen Satz mit zwei Scheinwerfern, links und rechts, vor, wie in Anspruch 17 beschrieben.
- Weitere Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der nun folgenden detaillierten Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung hervor, die als Beispiele dienen sollen und anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert werden, in denen:
- Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung der drei Abstützpunkte des Reflektors und der optischen Achse eines Scheinwerfers gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist,
- Fig. 2 eine geschnittene Teilansicht des Scheinwerfers entlang der Linie II-II aus Fig. 1 ist,
- Fig. 3 ein Detail aus Fig. 2 in einem größeren Maßstab zeigt,
- Fig. 4 eine schematische Darstellung der Umrisse zweier Lichtbündel auf einer Projektionswand zeigt, die mit dem Scheinwerfer aus Fig. 1 bis 3 erzielt wurden,
- Fig. 5 eine schematische, perspektivische Darstellung der drei Abstützpunkte des Reflektors und der optischen Achse eines Scheinwerfers gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ist,
- Fig. 6 eine geschnittene Teilansicht des Scheinwerfers entlang der Linie VI-VI aus Fig. 5 ist,
- Fig. 7 eine geschnittene Teilansicht des Scheinwerfers entlang der Linie VII-VII aus Fig. 5 ist,
- Fig. 8 eine schematische Darstellung der Umrisse von zwei Lichtbündeln auf einer Projektionswand zeigt, die mit dem Scheinwerfer aus Fig. 5 bis 7 erzielt wurden,
- Fig. 9 eine schematische, perspektivische Darstellung der drei Abstützpunkte des Reflektors und der optischen Achse eines Scheinwerfers gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung ist,
- Fig. 10 eine geschnittene Teilansicht des Scheinwerfers entlang der Linie X-X aus Fig. 9 ist,
- Fig. 11 eine geschnittene Teilansicht des Scheinwerfers entlang der Linie XI-XI aus Fig. 9 ist,
- Fig. 12 eine schematische Darstellung der Umrisse von zwei Lichtbündeln auf einer Projektionswand zeigt, die mit dem Scheinwerfer aus Fig. 9 bis 11 erzielt wurden,
- Fig. 13 eine schematische, perspektivische Darstellung der drei Abstützpunkte der Reflektoren und der optischen Achsen von zwei Scheinwerfern, links und rechts, gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung ist,
- Fig. 14 eine schematische Darstellung der drei Abstützpunkte eines Scheinwerferreflektors gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung und der Umrisse von zwei Lichtbündeln auf einer Projektionswand zeigt, die mit diesem Scheinwerfer erzielt wurden,
- Fig. 15 in Draufsicht die mit der Ausführungsform aus Fig. 14 erzielte Verlagerung des Reflektors verdeutlicht, und
- Fig. 16 in Draufsicht die mit einer Abwandlung dieser Ausführungsform erzielte Verlagerung des Reflektors verdeutlicht.
- Zunächst ist festzuhalten, daß zur Bezeichnung von identischen oder ähnlichen Elementen oder Teilen der verschiedenen Ausführungsformen nach Möglichkeit dieselben Bezugszeichen verwendet und diese nicht jedes Mal erneut beschrieben werden.
- Fig. 1 bis 3 zeigen zunächst einen Scheinwerfer, der in einem mit einer (nicht dargestellten) Abdeckscheibe verschlossenen Gehäuse 30 einen Reflektor 20 umfaßt, in dem eine Lampe 10 angebracht ist.
- Die Lampe, bei der es sich um eine Faden- oder Bogenlampe handelt, bildet eine einzige Lichtquelle.
- Der Reflektor ist in an sich herkömmlicher Weise so an drei an den drei Spitzen eines rechtwinkligen Dreiecks angeordneten Abstützpunkten befestigt, daß er eine Veränderung der Höhen- (senkrecht) und Azimutaleinstellung (waagerecht) des Lichtbündels ermöglicht. Als Abstütz-"Punkt" wird hier zum Beispiel eine Befestigung bezeichnet, die in einem Bereich hinter dem Reflektor angeordnet ist, auf einem Kopf, der ein mit dem Scheinwerfergehäuse verbundenes Kugelgelenk bildet.
- Man findet zu diesem Zweck einen mit PF bezeichneten, feststehenden Abstützpunkt, einen auf derselben Höhe wie der feststehende Abstützpunkt PF befindlichen beweglichen Abstützpunkt H, der, wenn er in einer im wesentlichen parallel zur optischen Achse xx des Reflektors verlaufenden Richtung verschoben wird, die Azimutaleinstellung des Lichtbündels gewährleistet, und schließlich einen senkrecht zu dem feststehenden Punkt PF angeordneten beweglichen Abstützpunkt V, der, wenn er in einer zu der genannten optischen Achse xx im wesentlichen parallel verlaufenden Richtung verschoben wird, die Höheneinstellung des Lichtbündels ermöglicht.
- Der Scheinwerfer umfaßt außerdem verschiedene Mittel zur Verlagerung der beiden beweglichen Abstützpunkte, so daß die Ausrichtung des Lichtbündels verändert werden kann, und zwar:
- - eine mit cm bezeichnete, an sich bekannte manuelle Korrektureinrichtung, die zur Bedienung von Hand bestimmt ist, um das von dem Reflektor erzeugte Lichtbündel in eine Bezugs- bzw. Nullstellung zu bringen, wobei ein optisches Kalibriergerät benutzt wird, das gegenüber dem Scheinwerfer angeordnet ist, während sich das Fahrzeug auf einer ebenen, waagerechten Fläche befindet; bei dieser manuellen Einstellung handelt es sich in der Regel um eine Azimutaleinstellung und gegebenenfalls um eine Höheneinstellung;
- - eine mit CD bezeichnete, ebenfalls an sich bekannte, sogenannte dynamische Korrektureinrichtung, die je nach Lageveränderung des Fahrzeugs zum Beispiel anhand von Signalen, die von Sensoren im Achsenbereich gesendet werden, automatisch gesteuert wird, um die Höhe des Lichtbündels in Abhängigkeit der Beladung des Fahrzeugs und/oder den auf den Straßenzustand zurückzuführenden Lageveränderungen einzustellen;
- - und schließlich eine mit CR bezeichnete Umschalteinrichtung für Abblend- bzw. Fernlicht, die dazu dient, den Reflektor aus einer ersten Stellung, in der er ein Abblendlichtbündel mit geeigneter Höheneinstellung erzeugt, wobei die Bezugsachse des Reflektors in der Regel um 1% nach unten geneigt ist, in eine zweite Stellung zu bringen, in welcher der Reflektor angehoben ist, damit das vom Reflektor erzeugte Lichtbündel, das sich, absolut betrachtet, nicht verändert, als Fernlichtbündel verwendet werden kann, gegebenenfalls in Verbindung mit einem zusätzlichen Lichtbündel, wie nachfolgend noch näher beschrieben wird, und umgekehrt.
- Bei dieser Ausführungsform wirken die Einrichtungen CD und CR auf den Punkt V, und es sind zwei am Punkt H bzw. Punkt V wirkende manuelle Korrektureinrichtungen cm vorgesehen.
- Die manuellen Korrektureinrichtungen ermöglichen so eine Bezugseinstellung sowohl hinsichtlich der Höhe als auch azimutal.
- Die Einrichtung CD ermöglicht in herkömmlicher Weise eine dynamische Höheneinstellung, während die Einrichtung CR am Abstützpunkt V wirkt und so die selektive Erzeugung der in Fig. 4 dargestellten Lichtbündel F1 bzw. F2 ermöglicht.
- Hierbei ist festzustellen, daß es sich bei dem Lichtbündel F1 um ein herkömmliches Lichtbündel mit sogenannter "V-förmiger" Hell-Dunkel-Grenze handelt, das den einschlägigen europäischen Vorschriften entspricht.
- Vorteilhafterweise ist der Reflektor 20 so ausgelegt, daß er ein derartiges Lichtbündel mit Hell-Dunkel-Grenze erzeugen kann, ohne daß es hierzu einer Abschirmwanne bedarf; der Fachmann wird sich diesbezüglich auf frühere Patente der Anmelderin stützen.
- Außerdem sollte der Reflektor 20, wie ebenfalls in den oben genannten Patenten beschrieben, vorzugsweise so ausgelegt sein, daß er ein Lichtbündel mit der erforderlichen Breite erzeugen kann, ohne daß dazu Prismen oder Streurillen an der Abdeckscheibe notwendig sind. Diese Abdeckscheibe kann also glatt oder nur sehr gering streuend sein.
- Wenn das Lichtbündel von der Abblendlichtstellung (F1) in die Fernlichtstellung (F2) verlagert wird, während die Abdeckscheibe ihrerseits ihre Lage nicht verändert, werden auf diese Weise störende Phänomene vermieden, die beim Einsatz derartiger Prismen oder Pillen erzeugt würden.
- Bei dieser Ausführungsform wird das Lichtbündel F2 einfach vertikal im Verhältnis zum Lichtbündel F1 angehoben, um so die Fahrbahn auf einer größeren Entfernung vor dem Fahrzeug zu beleuchten. Falls erforderlich, kann das Lichtbündel F2 durch ein weniger breites, auf die Fahrbahnachse konzentriertes Lichtbündel F3 ergänzt werden. Dieses zusätzliche Lichtbündel kann in Verbindung mit einem zweiten Scheinwerfer realisiert werden. In Anbetracht dessen, daß die von ihm zu erzeugende Lichtmenge jedoch deutlich geringer ist als bei einem herkömmlichen Hauptscheinwerfer, kann er sowohl in waagerechter als auch vertikaler Richtung extrem verkleinerte Abmessungen aufweisen, und beansprucht an der Vorderseite des Fahrzeugs nicht sehr viel Platz.
- Zum Beispiel kann ein Zusatzscheinwerfer mit einer Höhe und Breite von einigen Zentimetern bis zu rund zehn Zentimetern verwendet werden.
- Fig. 3 ist die schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Kombination der Einrichtungen cm, CD und CR am Abstützpunkt V. Es umfaßt ein einziges lineares Stellelement 55 mit mehreren Stellungen für die Funktionen der Einrichtungen CD und CR, das die Translation einer Stange 51 steuert, deren vorderes Ende bei 51a ein Gewinde aufweist. Durch eine geeignete elektronische Steuerung des linearen Stellelementes 55 ist gleichzeitig der Übergang vom Abblendlichtbündel auf das Fernlichtbündel bzw. umgekehrt und im Abblendlichtmodus die dynamische Korrekturfunktion in Abhängigkeit von den Lageveränderungen gewährleistet.
- Das am Punkt V befindliche manuelle Korrekturglied cm umfaßt einen Betätigungsknopf 54, der in einen Ritzelsatz 53 eingreift, welcher die. Stange 51 in eine Drehbewegung versetzt, die in diesem Bereich zum Beispiel einen quadratischen Querschnitt aufweist und sich axial im Verhältnis zu dem Ritzel, in das sie eingreift, verschieben kann. Der mit Gewinde versehene Teil 51a greift in ein Teil 52 ein, das von einem Käfig 21 umschlossen ist, der an der Rückseite des Reflektors 20 angeordnet ist und gleichzeitig Kugelgelenk und Mutter für diesen mit Gewinde versehenen Teil bildet. Auf diese Weise können die Gewindestange 51 und der Reflektor in eine wechselseitige Bezugsstellung gebracht werden, von der aus die dynamische Korrektur und die Abblendlicht-Fernlicht-Umschaltung erfolgt.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 5 bis 7 ist ein Scheinwerfer gezeigt mit:
- - einem ersten Element der Umschalteinrichtung für Abblend- und Fernlicht CR am feststehenden Abstützpunkt PF;
- - einer dynamischen Korrektureinrichtung CD und dem zweiten Element der Umschalteinrichtung für Abblend- und Fernlicht CR am beweglichen Abstützpunkt V, sowie
- - einer manuellen Korrektureinrichtung cm am beweglichen Abstützpunkt H.
- Bei dieser Ausführung betrifft die manuelle Korrektur also nur die azimutale Bezugseinstellung des Lichtbündels.
- Die dynamische Korrektur der Höheneinstellung erfolgt auch hier in herkömmlicher Weise am Punkt V.
- Die Umschaltung zwischen Abblendlicht und Fernlicht erfolgt dagegen an zwei Punkten, PF und V, derart, daß beim Übergang vom Abblendlichtbündel F1 zum Fernlichtbündel F2 eine Verschiebung nach oben und eine seitliche Verschiebung kombiniert werden, wie in Fig. 8 dargestellt.
- Genauer gesagt, wird der Anhebewinkel des Lichtbündels so gewählt, daß in der Ferne eine Beleuchtung der Fahrbahn mit ausreichender Intensität erreicht wird (typischerweise ein Anhebewinkel von 1,5%), während der Winkel der seitlichen Versetzung so gewählt wird, daß der Konzentrationsfleck des Abblendlichtbündels F1 auf der Fahrbahnachse zentriert ist. In der Tat ist zu beachten, daß sich ein herkömmliches Abblendlichtbündel durch einen zum Straßenrand hin dezentrierten Konzentrationsfleck auszeichnet, um vorrangig eine Beleuchtung dieses Straßenrandes zu erreichen, und daß es das Ziel der Versetzung ist, den Konzentrationsfleck wieder auf die Achse zu verlagern. Der Wert dieser Winkelverschiebung, die also bei Rechtsverkehr nach links erfolgt, liegt beispielsweise bei 3%.
- Konkret wird dies mit Hilfe der Umschalteinrichtungen CR erreicht, die zwei unterschiedliche Translationswerte für die Abstützpunkte PF und V hervorrufen, wobei der Wert αm Punkt V größer ist. Aus der Translation am Punkt PF ergibt sich die Seitenkomponente der Verschiebung, während sich aus der Differenz zwischen der Translation am Punkt PF und am Punkt V die Vertikalkomponente der Verschiebung ergibt.
- Hier läßt sich nachvollziehen, daß der als "feststehender Punkt" PF bezeichnete Punkt im Grunde genommen bei dieser Ausführung nicht feststehend ist, da er sich bei der Umschaltung zwischen Abblendlicht und Fernlicht verlagert. Dieser Punkt wird dennoch weiterhin so bezeichnet, da er in der Tat als feststehender Punkt bei der manuellen und dynamischen Korrektur in einer der beiden Stellungen dient.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 9 bis 12 ist ein Scheinwerfer gezeigt, der sich zunächst insofern von den vorhergehenden Ausführungen unterscheidet, als das rechtwinklige Dreieck der Abstützpunkte umgekehrt ist, wobei sich der Punkt V hier oberhalb des Punktes PF befindet, die Punkte PF und H vertauscht sind und das Dreieck im Punkt PF rechtwinklig ist.
- Er umfaßt:
- - die Umschalteinrichtung für Abblend- und Fernlicht CR am Abstützpunkt PF;
- - eine erste manuelle Korrektureinrichtung cm am Abstützpunkt H, sowie
- - eine zweite manuelle Korrektureinrichtung cm und die dynamische Korrektureinrichtung CD am Abstützpunkt V.
- Die beiden manuellen Korrektureinrichtungen ermöglichen die Bezugseinstellung des Lichtbündels sowohl hinsichtlich der Höhe (Wirkung auf den Punkt V) als auch azimutal (Wirkung auf den am Punkt H).
- Die dynamische Korrektureinrichtung wirkt in herkömmlicher Weise auf den Punkt. V.
- Die Umschalteinrichtung für Abblend- und Fernlicht zeichnet sich bei dieser Ausführungsform dadurch besonders aus, daß sie an einem einzigen Punkt, nämlich dem feststehenden Punkt PF wirkt, um den Reflektor um eine Achse zu drehen, die durch die Diagonale des rechtwinkligen Dreiecks verläuft, welche mit den beweglichen Punkten H und V verbunden ist.
- Auf diese Weise wird gleichzeitig die Versetzung des Abblendlichtbündels F1 nach oben und seitlich erreicht, um das Fernlichtbündel F2 zu erzeugen.
- Wird der Winkel der Hypotenuse HV im Verhältnis zur Horizontalen mit α bezeichnet, so entspricht genauer gesagt der Winkel der Verschiebungsrichtung des Lichtbündels in der Projektionsebene demselben Wert α, jedoch in Bezug auf die Vertikale (siehe Fig. 12).
- Man wählt somit die Lage der drei Punkte PF, H und V an der Rückseite des Reflektors in der Weise, daß die gewünschte Neigung bei der Verschiebung erreicht wird.
- Dank dieser Ausführungsform kann die Umschaltung zwischen Abblendlicht und Fernlicht mit Hilfe einer einzigen Einrichtung CR erfolgen.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 13 ist die Anordnung von Korrekturgliedern/Umschaltern für Abblendlicht- und Fernlicht am linken und rechten Scheinwerfer eines Fahrzeugs gezeigt.
- Der linke Scheinwerfer weist eine optische Achse xGxG und drei Abstützpunkte PFG, HG und VG auf. Der rechte Scheinwerfer weist eine optische Achse xDxD und drei Abstützpunkte PFD, HD und VD auf. Wie zu erkennen ist, sind die beiden rechtwinkligen Dreiecke, deren jeweilige Abstützpunkte die Spitzen bilden, im Verhältnis zu einer senkrechten Mittelebene des Fahrzeugs symmetrisch.
- Außerdem umfaßt diese Ausführung:
- - manuelle Korrektureinrichtungen an den feststehenden Abstützpunkten PFG bzw. PFD,
- - erste Elemente der Umschalteinrichtung für Abblendlicht und Fernlicht CR an den Abstützpunkten HG bzw. HD, sowie
- - zweite Elemente der Umschalteinrichtung für Abblendlicht und Fernlicht CR und dynamische Korrektureinrichtungen CD an den Abstützpunkten VG bzw. VD.
- Damit die Versetzung der Abblendlichtbündel zur Erzeugung der Fernlichtbündel in beiden Fällen identisch ist, müssen die an den Punkten VG und VD befindlichen Umschalteinrichtungen CR verständlicherweise in derselben Richtung wirken, während die an den Punkten HG, HD befindlichen Korrekturglieder CR in entgegengesetzten Richtungen wirken müssen.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 14 bis 16 ist eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung gezeigt.
- Fig. 14 zeigt im unteren Bereich drei Abstützpunkte PF, H und V mit zwei Elementen der Umschalteinrichtung für Abblendlicht und Fernlicht CR an den Punkten H bzw. V.
- Wie in Fig. 15 dargestellt, muss bei dieser Ausführungsform der Verschiebeweg D des am Abstützpunkt H befindlichen Umschaltelementes CR groß sein und kann in bestimmten Fällen 20 mm erreichen. Daraus resultiert die Möglichkeit eines beträchtlichen Ausschlags des Reflektors 20 im Gehäuse 30 und eine Überdimensionierung des Gehäuses.
- Um dieses Problem zu verringern, erfolgt die Umschaltung zwischen Abblendlicht und Fernlicht bei dieser Variante mit Hilfe eines zusätzlichen dritten Elementes CR' am Abstützpunkt PF, wobei den Umschaltbewegungen an den Punkten PF und H entgegengesetzte Richtungen verliehen werden, während jedoch die Amplitude gleich bleibt, so daß die Amplitude D/2 also der Hälfte jener entspricht, die im Fall der in Fig. 14 dargestellten Ausführungsform am Funkt H erforderlich ist.
- Wie in Fig. 16 dargestellt, ist die Verschiebungsamplitude an den betreffenden Abstützpunkten und damit die Überdimensionierung des Gehäuses auf diese Weise geringer.
- Es folgen nun zusätzliche Erläuterungen, die für alle Ausführungsformen gelten, bei denen eine dynamische Korrektureinrichtung CD und ein Umschaltelement für Abblendlicht und Fernlicht CR an ein- und demselben Abstützpunkt wirken, wobei der Fall als Beispiel dienen soll, bei dem diese mit CD + CR1 bezeichnete Kombination am Abstützpunkt V wirkt, während der Abstützpunkt H über ein weiteres Umschaltelement für Abblendlicht und Fernlicht CR2 am Punkt H verfügt.
- Typischerweise beträgt der Weg des dynamischen Korrekturglieds 8 mm. Der Weg des Umschalters CR1 beträgt beispielsweise 4 mm, während der Weg des Umschalters CR2 3 mm beträgt.
- Beim Übergang vom Abblendlichtbündel auf das Fernlichtbündel, der herkömmlicherweise mit Hilfe des Bedienungshebels des Fahrzeugs ausgelöst wird, ist ein elektronischer Rechner so ausgelegt, daß er:
- - die von den Lagesensoren des Fahrzeugs gelieferten Informationen für die dynamische Korrektur grundsätzlich unterbricht; der Rechner gibt also nur eine statische Information an die Einrichtung CD weiter, um sie in der Position zu blockieren, in der sie sich befindet; eine dynamische Lagekorrektur im Fernlichtmodus ist nicht zwingend vorgeschrieben;
- - grundsätzlich die Information bezüglich der Verschiebung um 4 mm an das Element CR1 und die Information bezüglich der Verschiebung um 3 mm an das Element CR2 sendet, um so den eigentlichen Übergang vom Abblendlichtbündel (zum Beispiel F1 im Fall der Fig. 8) auf das Fernlichtbündel (F2 im Fall derselben Figur) auszuführen;
- - gegebenenfalls die Lampe des Zusatzscheinwerfers einschaltet, wenn ein solcher für die Fernlichtstellung (Lichtbündel F3) vorgesehen ist, und
- - schließlich, wenn die Lampe durch eine Abblendlichtbündel- Abdeckvorrichtung ergänzt wird, zum Beispiel in Form einer Direktlicht-Abdeckung oder einer Abdeckwanne (wie beim vorderen Faden einer genormten H4-Lampe), die mit einem Parabolreflektor zusammenwirkt, diese Abdeckvorrichtung einzieht, um den Lichtstrom zu vergrößern.
- Natürlich erfolgen diese Schritte gleichzeitig, und bei der Rückkehr vom Fernlichtbündel zum Abblendlichtbündel werden die Schritte in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt.
- Festzustellen ist, daß durch die Kombination der ersten beiden oben beschriebenen Schritte auf eine separate Platine zur Montage der Einrichtungen CD und CR1 verzichtet werden kann, die beide direkt am Gehäuse angebracht werden können und denselben Elektromotor gemeinsam benutzen.
- Befinden sich dagegen eine manuelle Korrektureinrichtung cm und eine dynamische Korrektureinrichtung CD am gleichen Abstützpunkt, so muss die Einrichtung cm am Gehäuse und die Einrichtung CD an einer beweglichen Platine befestigt werden, die vom Korrekturglied cm verlagert wird.
- In der Praxis können die Umschaltelemente für Abblendlicht und Fernlicht, die die Funktion von linearen Stellelementen mit zwei diskreten Stellungen übernehmen, aus Zweistellungs- Elektromagneten, Motoren mit blockiertem Moment oder Schrittmotoren bestehen.
- Und schließlich ist festzuhalten, daß das Prinzip der Verlagerung des Abblendlichtbündels zur Erzeugung eines Fernlichtbündels gemäß der vorliegenden Erfindung auch bei Scheinwerfern genutzt werden kann, bei denen die Montage des Reflektors am Gehäuse nicht mit Hilfe von drei Abstützpunkten, sondern mit anderen Mitteln erfolgt.
Claims (17)
1. Scheinwerfer für ein Kraftfahrzeug mit einer einzigen
Lichtquelle (10), einem einzigen Reflektor (20), der die Lampe
aufnimmt und an drei an den Spitzen eines Dreiecks angeordneten
Abstützpunkten (PF, H, V) befestigt ist, und gesteuerten
Verlagerungsmitteln, um selektiv mindestens einen der Abstützpunkte
in eine aus einer auf zwei diskrete Stellungen beschränkten
Gruppe translatorisch zu verschieben, nämlich eine erste
Stellung (F1), die einem Abblendlichtbündel entspricht, und eine
zweite, angehobene Stellung, die einem Fernlichtbündel (F2)
entspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verlagerungsmittel ein einziges
Stellglied (CR) aufweisen, das auf der Höhe eines einzigen
Abstützpunktes (V, PF) wirkt.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß er ein Translations-Stellglied (CR)
eines Abstützpunktes (V) aufweist, der senkrecht zu einem
feststehenden Punkt (PF) angeordnet ist.
3. Scheinwerfer nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß er außerdem an dem genannten
senkrecht zu dem Festpunkt (PF) angeordneten Abstützpunkt
wenigstens eine Lichtbündelhöheneinstellungs-Korrektureinrichtung
(cm, CD) aufweist.
4. Scheinwerfer nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Korrektureinrichtung
eine manuelle Einrichtung (cm) ist.
5. Scheinwerfer nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Korrektureinrichtung
eine dynamische Korrektureinrichtung (CD) in Abhängigkeit von
Lageveränderungen des Fahrzeugs ist.
6. Scheinwerfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das einzige Stellglied (CR) das
Lichtbündel anheben und es seitlich entgegengesetzt zum
Strassenrand versetzen kann.
7. Scheinwerfer nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das einzige Stellglied (CR) auf der
Höhe eines Abstützpunktes (PF) gegenüber einer Seite (HV) des
Dreiecks angeordnet ist, die bezüglich der Waagerechten und der
Senkrechten geneigt ist.
8. Scheinwerfer nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß er ferner eine dynamische
Korrektureinrichtung (CD) in Abhängigkeit von Lageveränderungen des
Fahrzeugs aufweist, die auf der Höhe eines Abstützpunktes (V)
vorhanden ist, der sich senkrecht zu dem gegenüber einer
geneigten Seite des Dreiecks angeordneten Abstützpunkt (PF)
befindet.
9. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß er ferner wenigstens eine manuelle
Lichtbündelkorrektureinrichtung (cm) aufweist, die sich auf der
Höhe eines Abstützpunkts (H, V) befindet, der von dem gegenüber
einer geneigten Seite des Dreiecks angeordneten Abstützpunkt
(PF) verschieden ist.
10. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung (α) der genannten
geneigten Seite (HV) des Dreiecks bezüglich der Waagerechten
gleich der Neigung der Versetzungsrichtung des Lichtbündels
bezüglich der Senkrechten gewählt wird.
11. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen dem Winkel
der seitlichen Versetzung des Lichtbündels und seinem
Anhebewinkel im Bereich von 2 :
1 ist.
12. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß er einen Reflektor (20) aufweist,
der ein Abblendlichtbündel großer Breite selbst bilden kann,
und daß die Abdeckscheibe glatt oder gering streuend ist.
13. Scheinwerfer nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (CR) und die
dynamische Korrektureinrichtung (CD) denselben Motor gemeinsam
benutzen.
14. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (CR) aus der Gruppe
umfassend Zweistellungs-Elektromagnete, Motoren mit blockiertem
Moment und Schrittmotoren ausgewählt ist.
15. Scheinwerfer nach einem Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß er außerdem Mittel (CD) umfaßt, um
eine dynamische Korrektur der Reflektorausrichtung in
Abhängigkeit von Fahrzeuglageveränderungen durchzuführen, und eine
Einrichtung, um die genannten Mittel bei dem Übergang auf
Fernlicht zu deaktivieren.
16. Linker oder rechter Satz zweier Fahrzeugscheinwerfer,
dadurch gekennzeichnet, daß er einen ersten Scheinwerfer nach
einem der Ansprüche 1 bis 15 und einen zweiten Scheinwerfer mit
kleineren Abmessungen umfaßt, der eingeschaltet werden kann,
wenn das von dem ersten Scheinwerfer ausgestrahlte Lichtbündel
in die Fernlichtstellung gebracht wird.
17. Satz zweier Fahrzeugscheinwerfer links und rechts,
dadurch gekennzeichnet, daß er zwei Scheinwerfer nach einem der
Ansprüche 1 bis 15 umfaßt, daß die Abstützpunkte (PFG, HG, V0)
eines Scheinwerfers bezüglich einer senkrechten Mittelebene des
Fahrzeugs symmetrisch zu den Abstützpunkten (PFD, HD, VD) des
anderen Scheinwerfers zueinander stehen, und daß das
Translations-Stellglied (CR) eines Abstützpunktes (HG) des einen der
Scheinwerfer und das Translations-Stellglied (CR) eines homologen
Abstützpunktes (HD) des anderen Scheinwerfers in Bezug
aufeinander entgegengesetzt wirken.
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