DE69708201T2 - Durchflussregelventil mit weicher Öffnungsbewegung - Google Patents
Durchflussregelventil mit weicher ÖffnungsbewegungInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft Durchflußregelventile zur Verwendung in pneumatischen Schaltungen. Insbesondere betrifft die Erfindung Sicherheitssperrventile zur Verwendung in pneumatischen Schaltungen, die eine weiche Öffnungsbewegung erfordern, wenn der Fluiddruck erstmals in die pneumatische Schaltung eingeleitet wird.
- In Herstellerkreisen werden Druckluftzylinder und andere druckluftbetätigte Vorrichtungen zur Steuerung von Maschinen, zur Betätigung von Werkzeugen sowie zur Durchführung verschiedener anderer Fertigungsaktivitäten verwendet. Diese Vorrichtungen können in eine einzige Richtung druckluftbetätigt sein, wobei der Rücklauf durch Federn und/oder durch die Schwerkraft erfolgt, oder diese Vorrichtungen können in beide Richtungen druckluftbetätigt sein, wobei die Steuerung der Vorrichtung über ein Luftventil erfolgt. Manchmal wird es notwendig, die Zufuhr von Druckluft zu der Vorrichtung zu unterbrechen, wenn zum Beispiel Kundendienst- oder Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Wenn eine Unterbrechung der Druckluftzufuhr erforderlich ist, verlangen normale Vorsichtsmaßnahmen, daß das Unterbrechungsventil gesperrt werden muß, um zu verhindern, daß es wieder in Gang gesetzt wird, während noch jemand an der Vorrichtung arbeitet. Bei druckluftbetätigten Geräten sollte ein Sperrventil verwendet werden, um die Druckluftzufuhr zu dem Gerät zu unterbrechen und eventuell noch vorhandene oder restliche stromabwärtige Luft abzulassen, um die Person, die diese Kundendienst- oder Wartungsarbeiten durchführt, zu schützen. Sobald die Kundendienst- und/oder Reparaturarbeiten erledigt sind und der Vorrichtung wieder Druckluft zugeführt wird, kann die sofortige Zufuhr von Druckluft bei vollem Systemdruck zu einer plötzlichen und möglicherweise gefährlichen Verlagerung der gesteuerten Vorrichtung führen.
- Es ist in der Technik wohlbekannt, ein mit einem Kolben, einer Spule oder einem Ventilkegel betätigtes Durchflußregelventil zwischen der Druckluftzufuhr und dem Regelventil für die spezielle druckluftbetriebene Vorrichtung bereitzustellen. Der Kolben des Durchflußregelventils wird normalerweise durch Federkraft in seine geschlossene Stellung gedrückt, wobei um den Kolben herum und zum Auslaß des Ventils ein verengter Umgehungskanal vorgesehen ist. Mit dieser Anordnung wird verhindert, daß der volle Systemdruck durch das Durchflußregelventil strömt, wenn das Ventil erstmals geöffnet wird. Der verengte Umgehungskanal um den Kolben herum wird auf der Förderseite des Durchflußregelventils langsam Luftdruck aufbauen und somit die durch das Ventil gesteuerte Vorrichtung langsam und sicher bewegen. Wenn der Luftdruck auf der Auslaßseite des Ventils einen vorbestimmten Wert erreicht, wird das Durchflußregelventil öffnen und durch das Durchflußregelventil vollen Versorgungsdruck für den normalen Betrieb schicken.
- Bei einigen Versionen eines solchen Durchflußregelventils hat der verengte Umgehungskanal die Form eines durch das Ventil gebohrten kleinen Loches. Bei diesen Durchflußregelventilen ist eine Feinabstimmung des Zeitpunkts für die Zufuhr des vollen Systemdrucks nicht möglich, und somit sind sie nur begrenzt brauchbar. Bei anderen Versionen von Durchflußregelventilen war der verengte Umgehungskanal einstellbar. Einige einstellbare Versionen der Durchflußregelventile erwiesen sich als kostspielig in der Fertigung und waren kompliziert zu montieren und zu reparieren.
- Demgemäß geht es bei der weiteren Entwicklung von Durchflußregelventilen mit weicher Öffnungsbewegung um Durchflußregelventile, die angeblich die gewünschte Einstellbarkeit bieten, und um Ventile, die zu niedrigeren Kosten produziert werden können und gleichzeitig einfach zu betätigen, zu warten und zu reparieren sind.
- Die GB 1,029,624 offenbart ein Durchflußregelventil zur Bereitstellung einer zeitlichen Verzögerung bei der Regelung des Fluidstromes. Das Durchflußregelventil hat ein Gehäuse mit einer Einlaßöffnung, einer Auslaßöffnung und einem zwischen den Öffnungen verlaufenden Kanal. Ein in dem Kanal vorgesehener Kolben kann zwischen einem geöffneten Zustand und einem geschlossenen Zustand bewegt werden und wird durch eine Feder elastisch in Richtung der geschlossenen Stellung gedrückt. Eine der Öffnungen steht über einen gedrosselten Fluidzumeßkanal mit einer Speicherkammer in Verbindung. Der Kolben bewegt sich in Reaktion auf einen Überdruck in der Speicherkammer in seinen geöffneten Zustand und öffnet dadurch das Durchflußregelventil nach einer Verzögerung, die durch den Strom durch den gedrosselten Fluidzumeßkanal gesteuert wird.
- Die US-A-5,301,714 offenbart eine Mehrstellungsventilvorrichtung zur wahlweisen Abgabe von Fluid und zum kontinuierlichen Durchströmen der Ventilvorrichtung.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Durchflußregelventil bereitgestellt, das folgendes umfaßt:
- ein Ventilgehäuse mit einer Einlaßöffnung, einer Auslaßöffnung und einer Ausströmöffnung;
- eine Ventilspulenvorrichtung, die in bezug auf das Ventilgehäuse zwischen einem geöffneten Zustand und einem geschlossenen Zustand bewegbar ist;
- einen ersten Kanal, der sich zwischen der Auslaßöffnung und der Ausströmöffnung erstreckt, wobei der erste Kanal geöffnet ist, wenn sich das Ventil in dem geschlossenen Zustand befindet;
- einen zweiten Kanal, der sich zwischen der Einlaßöffnung und der Auslaßöffnung erstreckt, wobei der zweite Kanal geöffnet ist, wenn sich das Ventil in dem geöffneten Zustand befindet; und
- einen dritten Kanal, der sich zwischen der Einlaßöffnung und der Auslaßöffnung erstreckt, wobei der dritte Kanal sich öffnen kann, wenn das Ventil vor dem Öffnen des zweiten Kanals von dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand bewegt wird, und für eine vorbestimmte Zeit vor dem Öffnen des zweiten Kanals geöffnet bleiben kann.
- Die vorliegende Erfindung liefert der Technik ein Durchflußregelventil mit der gewünschten weichen Öffnungsbewegung, die einstellbar sein kann.
- Die vorliegende Erfindung kann ein Ventilgehäuse nutzen, bei dem es sich um dasselbe Gehäuse handelt, das bei einem bekannten Ein/Aus-Ventil ohne weiche Öffnungsbewegung verwendet wird, indem die Ventilspule des bekannten Ein/Aus-Ventils durch eine Ventilspule mit einer beweglichen Anordnung aus Kolben und Dichtung ersetzt wird, die zum Zeitpunkt der Betätigung des Ventils in Betrieb gesetzt wird. In diesem Fall führt die bewegliche Anordnung aus Kolben und Dichtung dazu, daß der Strömungskanal durch das Ventilgehäuse von der Einlaßöffnung zur Auslaßöffnung erneut "gesperrt" wird, selbst wenn der Ventilgriff in die Stellung "Ein" gezogen wurde. Ein verengter Umgehungskanal erhöht langsam den stromabwärtigen Druckpegel, bis dieser stromabwärtige Druck die Anordnung aus Kolben und Dichtung in eine vollständig geöffnete Stellung des Durchflußregelventils bewegt.
- Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann aus der anschließenden ausführlichen, als nichteinschränkendes Beispiel dienenden Beschreibung anhand der Zeichnungen ersichtlich.
- In den Zeichnungen, die die für die Durchführung der vorliegenden Erfindung derzeit als am besten erachtete Ausführungsform veranschaulichen, zeigen:
- Fig. 1 eine teilweise im Querschnitt dargestellte Seitenansicht eines Durchflußregelventils gemäß der vorliegenden Erfindung, das in seiner geschlossenen Stellung gezeigt ist;
- Fig. 2 eine seitliche Querschnittsansicht eines Ventilgehäuses gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3 eine teilweise im Querschnitt dargestellte Seitenansicht einer Ventilspule gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4 eine Ansicht ähnlich der von Fig. 1, wobei das Ventil jedoch in seiner Stellung unmittelbar nach Betätigung dargestellt ist; und
- Fig. 5 eine Ansicht ähnlich der von Fig. 1 und 4, wobei das Ventil jedoch in seiner vollständig geöffneten Stellung gezeigt ist.
- Mit Bezug auf die Zeichnungen, in denen gleiche Bezugszeichen in den verschiedenen Ansichten gleiche oder entsprechende Teile bezeichnen, ist nun in Fig. 1 ein Durchflußregelventil mit der Fähigkeit zu einer weichen Öffnungsbewegung gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt, das allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. Das Durchflußregelventil 10 umfaßt ein Ventilgehäuse 12 und eine Ventilspulenvorrichtung 14.
- Gemäß Fig. 1 und 2 besitzt das Ventilgehäuse 12 einen Verriegelungsflansch 18 und eine in Längsrichtung verlaufende Bohrung 20, die über eine Einlaßkammer 24 mit einer Einlaßöffnung 22, über eine Auslaßkammer 28 mit einer Auslaßöffnung 26 und über eine Ausströmkammer 32 mit einer Ausströmöffnung 30 in Verbindung steht. Die Einlaßöffnung 22 kann mit einer Druckluftquelle verbunden werden, die Auslaßöffnung 26 kann mit einer Zuleitung einer druckluftbetätigten Vorrichtung verbunden sein, und die Ausströmöffnung 30 kann mit einem Schalldämpfer oder einer ähnlichen, nach außen führenden Vorrichtung verbunden sein. Die Bohrung 20 besitzt eine erste Dichtungsfläche 34 zwischen den Kammern 32 und 28, eine zweite Dichtungsfläche 36 zwischen den Kammern 28 und 24 und eine dritte Dichtungsfläche 38 zwischen der Kammer 24 und der Atmosphäre. Eine ringförmige Nut 40 erstreckt sich von der Bohrung 20 in das Gehäuse 12, um einen Sitz für eine Haltefeder 42 bereitzustellen, die mit der Ventilspulenvorrichtung 14 zusammenwirkt, um das Durchflußregelventil 10 lösbar in einer geschlossenen oder in einer geöffneten Stellung zu halten. Der Verriegelungsflansch 18 besitzt eine Öffnung 44, die ein Vorhängeschloß 46 oder dergleichen aufnimmt, das mit der Ventilspulenvorrichtung 14 zusammenwirkt, um das Durchflußregelventil 10 in seiner geschlossenen Stellung zu verriegeln. Die Dichtungsflächen 34, 36 und 38 wirken mit der Ventilspulenvorrichtung 14 zusammen, um den Fluiddruck in der Einlaßöffnung 22 zu isolieren und die Auslaßöffnung 26 mit der Ausströmöffnung 30 zu verbinden, wenn sich das Durchflußregelventil 10 in einer geschlossenen Stellung befindet, und um die Ausströmöffnung 30 zu isolieren und die Einlaßöffnung 22 mit der Auslaßöffnung 26 zu verbinden, wenn sich das Durchflußregelventil 10 in einer geöffneten Stellung befindet.
- Gemäß Fig. 1 und 3 umfaßt die Ventilspulenvorrichtung 14 einen Spulenkörper 50, einen Handgriff 52, ein ausströmseitiges Spulensegment 54, einen Kolben 56 und einen Einstellschaft 58. Der Spulenkörper 50 ist ein im allgemeinen zylindrisches Element mit einem Schaftabschnitt 60 an einem Ende, der auf einen Stopfenabschnitt 62 trifft, um eine radiale Schulter 64 zu bilden. Der Spulenkörper 50 besitzt eine axial verlaufende Bohrung 66, die durch den Schaftabschnitt 60 und den Stopfenabschnitt 62 verläuft. Die Bohrung 66 umfaßt einen ersten Gewindeabschnitt 68 am Ende des Schaftabschnitts 60, einen gestuften Abschnitt 70 in der Mitte der Bohrung 66 in der Nähe der Schulter 64 und einen zweiten Gewindeabschnitt 72 am Ende des Stopfenabschnitts 62. Zwei schräg verlaufende Kanäle 74 erstrecken sich von der Schulter 64 in die Bohrung 66, wie in Fig. 3 gezeigt.
- Die Außenseite des Stopfenabschnitts 62 besitzt eine erste ringförmige Dichtungsnut 76, in der ein Dichtungsring 78 angeordnet ist, eine zweite ringförmige Dichtungsnut 80, in der ein Dichtungsring 82 angeordnet ist, und zwei ringförmige Nuten 84, die mit der Feder 42 zusammengreifen, um das Durchflußregelventil 10 lösbar in seiner geschlossenen oder in seiner geöffneten Stellung zu halten. Der Handgriff 52 ist an dem zu dem Schaftabschnitt 60 entgegengesetzten Ende des Stopfenabschnitts 62 befestigt und wird durch einen Spannstift 86 festgehalten, der durch eine Bohrung 88 in dem Handgriff 52 und einen in dem Stopfenabschnitt 62 des Spulenkörpers ausgebildeten Schlitz 90 gedrückt wird. Der Handgriff 52 wird an dem Spulenkörper 50 befestigt, nachdem der Spulenkörper 50 in die Bohrung 20 des Gehäuses 12 eingesetzt wurde. Eine Durchgangsbohrung 92 erstreckt sich durch den Handgriff 52, um den Zugang zu dem Einstellschaft 58 zu ermöglichen.
- Das ausströmseitige Spulensegment 54 ist an dem zu dem Stopfenabschnitt 62 entgegengesetzten Ende des Schaftabschnitts 60 durch einen Bolzen 94 befestigt, der in den Gewindeabschnitt 68 der Bohrung 66 eingeschraubt ist. Eine Bohrung 96 erstreckt sich durch das Spulensegment 54, um mit einer Bohrung 98 zusammenzupassen, die sich durch den Schaftabschnitt 60 erstreckt, um die Bohrung 66 zu schneiden. Die Außenseite des Spulensegments 54 besitzt eine ringförmige Nut 100, in der ein Dichtungsring 102 angeordnet ist.
- Der Kolben 56 ist verschiebbar auf dem Schaftabschnitt 60 des Spulenkörpers 50 zwischen der Schulter 64 und dem ausströmseitigen Spulensegment 54 aufgenommen. Eine Feder 104 ist zwischen dem Kolben 56 und dem ausströmseitigen Spulensegment 54 angeordnet, um den Kolben 56 zur Schulter 64 hin vorzuspannen. Die Außenseite des Kolbens 56 besitzt eine ringförmige Nut 106, in der ein Dichtungsring 108 angeordnet ist.
- Der Einstellschaft 58 erstreckt sich durch die Bohrung 92 in dem Handgriff 52, durch die Bohrung 66 in dem Spulenkörper 50 und umfaßt einen Abschnitt 110, der in den Gewindeabschnitt 72 der Bohrung 66 eingeschraubt ist. Das in der Bohrung 66 befindliche Ende des Schaftes 58 hat einen verjüngten Kopf 112, der mit dem gestuften Abschnitt 70 der Bohrung 66 zusammenwirkt, um eine veränderliche Öffnung für den einstellbaren Umgehungskanal des Durchflußregelventils 10 bereitzustellen. Auf dem Schaft 58 ist eine Dichtung 114 angeordnet, um zu verhindern, daß der Strom des Umgehungskanals über Zwischenräume entlang der Länge des Schaftes 58 nach außen entweicht. Das dem verjüngten Kopf 112 entgegengesetzte Ende des Schaftes 58, das sich in der Bohrung 92 befindet, ist mit einem Schlitz 116 versehen, mit dem der Schaft 58 gedreht wird, um die Größe der Öffnung, die Öffnung des Umgehungskanals oder den Durchflußquerschnitt des Umgehungskanals einzustellen. Durch Drehen des Schaftes 58 wird somit die Stellung des verjüngten Kopfes 112 in bezug auf den gestuften Abschnitt 70 der Bohrung 66 eingestellt, wodurch wiederum die Geschwindigkeit des Druckaufbaus eingestellt wird, mit der die weiche Öffnungsbewegung gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet.
- Die geschlossene Stellung des Durchflußregelventils 10 ist in Fig. 1 gezeigt. Die Ventilspulenvorrichtung 14 ist vollständig in das Ventilgehäuse 12 eingesetzt, wobei ihr Weg durch den Handgriff 52 begrenzt wird, der ein radiales Ende 120 des Gehäuses 12 berührt. Die Einlaßöffnung 22 ist isoliert, weil die Dichtung 82 die Dichtungsfläche 36 berührt und die Dichtung 78 die Dichtungsfläche 38 berührt. Die Auslaßöffnung 26 ist zur Ausströmöffnung 30 hin offen, da sich der Dichtungsring 102 auf dem ausströmseitigen Spulensegment 54 in einer nichtdichtenden Stellung befindet, so daß eine ungehinderte Strömung von der Auslaßöffnung 26 zur Atmosphäre an der Öffnung 30 möglich ist. Der Kolben 56 befindet sich neben der Schulter 64, was eine ungehinderte Strömung von Druckluft von der Auslaßöffnung 26 zu der Ausströmöffnung 30 ermöglicht. Das Durchflußregelventil 10 kann in dieser geschlossenen Stellung verriegelt werden, indem man das Vorhängeschloß 46 in die Öffnung 44 des Verriegelungsflansches 18 einsetzt, wie in Fig. 1 gezeigt. Das Vorhängeschloß ragt in eine ringförmige Nut 122 in dem Handgriff 52. Sobald das Vorhängeschloß 46 mit dem Durchflußregelventil 10 zusammengebaut wurde, kann das Durchflußregelventil 10 nicht mehr öffnen, weil sich die Ventilspulenvorrichtung 14 nicht mehr relativ zu dem Gehäuse 12 bewegen kann.
- Gemäß Fig. 3 und 4 nun beginnt das Öffnen des Durchflußregelventils 10 mit dem Entfernen des Vorhängeschlosses 46. Mit dem Entfernen des Vorhängeschlosses 46 kann der Handgriff 52 gezogen werden, um die Ventilspulenvorrichtung 14 in ihre aktivierte Stellung zu bewegen, wie in Fig. 4 gezeigt. In dieser aktivierten Stellung wird die Dichtung 82 von einer Seite der Einlaßkammer 24, wo sie die Dichtungsfläche 36 berührt, zur entgegengesetzten Seite der Einlaßkammer 24 bewegt, um mit der Dichtungsfläche 38 in Berührung zu kommen. Durch diese Bewegung wird der Stopfenabschnitt 62 des Spulenkörpers 50 an der Einlaßkammer 24 vorbeibewegt, aber der Kolben 56 bleibt in seiner Stellung, wobei die Dichtung 108 die Dichtungsfläche 36 berührt, um die Einlaßöffnung 22 gegen die Auslaßöffnung 26 und die Ausströmöffnung 30 zu isolieren. Außerdem wird das Ausströmsegment 54 so bewegt, daß die Dichtung 102 die Dichtungsfläche 34 berührt, um sowohl die Einlaßöffnung 22 als auch die Auslaßöffnung 26 gegen die Ausströmöffnung 30 zu isolieren. Die weiche Öffnungsbewegung gemäß der vorliegenden Erfindung wird durch die Kanäle 74 bereitgestellt. Einströmende Druckluft aus der Einlaßöffnung 22 wird der Einlaßkammer 24 zugeführt. Unter Druck stehendes Fluid strömt durch die Kanäle 74 und in die Bohrung 68 durch die durch den verjüngten Abschnitt 112 des Schaftes 58 und den gestuften Abschnitt 70 der Bohrung 66 begrenzte Öffnung. Druckluft strömt die Bohrung 66 hinab und verläßt die Bohrung 66 durch die Öffnungen 96 und 98, um die mit der Auslaßöffnung 26 verbundenen Fluidleitungen allmählich langsam mit Druck zu beaufschlagen. Der Durchsatz an Druckluft von der Einlaßöffnung 22 zu der Auslaßöffnung 26 wird gesteuert durch die Öffnung zwischen dem verjüngten Abschnitt 112 und dem gestuften Abschnitt 70, die einstellbar ist durch Drehen des Gewindeschaftes 58 mit Hilfe eines Schraubendrehers und des Schlitzes 116. Über die Größe der Öffnung wird die Geschwindigkeit der Druckbeaufschlagung des mit der Auslaßöffnung 26 verbundenen Verbrauchers gesteuert.
- Der Kolben 56 wird zunächst infolge der Druckluft, die der Einlaßkammer 24 zugeführt wird, in seiner unteren Stellung weg von der Schulter 64 gehalten. Der Luftdruck wirkt gegen die Oberseite des Kolbens 56, um den Kolben in seiner unteren Stellung zu halten. Diese Stellung des Kolbens 56 wird durch den Druck in der Einlaßkammer 24 beibehalten, bis sich der Druck in der Auslaßkammer 28 infolge des oben beschriebenen Umgehungskanalsystems aufbaut. Wenn der Druck in der Auslaßkammer 28 in Kombination mit der Kraft der Feder 104 die von dem Druck in der Einlaßkammer 24 ausgeübte Kraft übersteigt, wird der Kolben 56 aus der in Fig. 4 gezeigten Stellung in die in Fig. 5 gezeigte Stellung bewegt, bei der es sich um die vollständig geöffnete Stellung des Durchflußregelventils 10 handelt.
- In der vollständig geöffneten Stellung gemäß Fig. 5 hat sich der Kolben 56 in seine Stellung unmittelbar neben der Schulter 64 bewegt. Die Einlaßöffnung 22 ist zu der Auslaßöffnung 26 hin vollständig geöffnet. Die Dichtungen 78 und 82 stehen in Kontakt mit der Dichtungsfläche 38, und die Dichtung 102 steht in Kontakt mit der Dichtungsfläche 34.
- Wenn das Durchflußregelventil 10 geschlossen werden soll, wird die Ventilspulenvorrichtung 14 aus der in Fig. 5 gezeigten Stellung in die in Fig. 1 gezeigte Stellung bewegt, um die Zufuhr von Druckluft von der Einlaßöffnung 22 augenblicklich abzuschneiden und die Druckluft von der Auslaßöffnung 26 zur Ausströmöffnung 30 entweichen zu lassen.
- Mit der obigen ausführlichen Beschreibung wird zwar die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben, doch versteht es sich, daß die vorliegende Erfindung modifiziert, verändert und abgeändert werden kann, ohne vom Umfang und der wahren Bedeutung der beigefügten Ansprüche abzuweichen.
Claims (11)
1. Durchflußregelventil (10), das folgendes umfaßt:
ein Ventilgehäuse (12) mit einer Einlaßöffnung (22), einer
Auslaßöffnung (26) und einer Ausströmöffnung (30);
eine Ventilspulenvorrichtung (14), die in bezug auf das
Ventilgehäuse (12) zwischen einem geöffneten Zustand und einem
geschlossenen Zustand bewegbar ist;
einen ersten Kanal (28, 20, 32), der sich zwischen der
Auslaßöffnung (26) und der Ausströmöffnung (30) erstreckt, wobei
der erste Kanal geöffnet ist, wenn sich das Ventil in dem
geschlossenen Zusand befindet;
einen zweiten Kanal (24, 20, 32), der sich zwischen der
Einlaßöffnung (22) und der Auslaßöffnung (26) erstreckt, wobei
der zweite Kanal geöffnet ist, wenn sich das Ventil in dem
geöffneten Zustand befindet; und
einen dritten Kanal (24, 74, 66, 28), der sich zwischen der
Einlaßöffnung (22) und der Auslaßöffnung (26) erstreckt,
wobei der dritte Kanal sich öffnen kann, wenn das Ventil vor
dem Öffnen des zweiten Kanals von dem geschlossenen Zustand
in den geöffneten Zustand bewegt wird, und für eine
vorbestimmte Zeit vor dem Öffnen des zweiten Kanals geöffnet
bleiben kann.
2. Durchflußregelventil nach Anspruch 1, das ferner einen
Kolben (56) umfaßt, der verschieblich auf der
Ventilspulenvorrichtung (14) angeordnet ist, wobei der Kolben (56) den
zweiten Kanal (24, 20, 32) schließt und den dritten Kanal
(24, 74, 66, 28) öffnet, wenn das Ventil von der
geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung bewegt wird.
3. Durchflußregelventil nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die
vorbestimmte Zeit durch eine in dem dritten Kanal (24, 74,
66, 28) befindliche Öffnung (112, 70) gesteuert wird.
4. Durchflußregelventil nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, bei dem die vorbestimmte Zeit einstellbar ist.
5. Durchflußregelventil nach Anspruch 1, bei dem sich der
Kanal durch die Ventilspulenvorrichtung (14) erstreckt.
6. Durchflußregelventil nach Anspruch 5, das ferner einen
Kolben (56) umfaßt, der verschieblich auf der
Ventilspulenvorrichtung (14) angeordnet ist, wobei der Kolben (56)
zwischen einer den ersten Kanal (28, 20, 32) schließenden
blockierten Stellung und einer geöffneten Stellung bewegbar ist,
und der Kolben (56) sich in der blockierten Stellung
befindet, um den ersten Kanal zu schließen, wenn die
Ventilspulenvorrichtung (14) zunächst in den geöffneten Zustand gebracht
wird, wobei der dritte Kanal (24, 74, 66, 28) offen ist, wenn
sich der Kolben (56) in der blockierten Stellung befindet, um
einen spezifizierten Fluidstrom zwischen der Einlaßöffnung
(22) und der Auslaßöffnung (26) zu ermöglichen, so daß der
Fluiddruck in der Auslaßöffnung (26) langsamer ansteigt als
bei geöffnetem erstem Kanal, und wobei sich der Kolben (56)
von der blockierten Stellung in die geöffnete Stellung
bewegt, um den ersten Kanal zu öffnen, wenn der Fluiddruck in
der Auslaßöffnung (26) einen spezifizierten Druck erreicht.
7. Durchflußregelventil nach Anspruch 6, bei dem die
Anstiegsgeschwindigkeit des Fluiddrucks in der Auslaßöffnung
(26) einstellbar ist.
8. Durchflußregelventil nach Anspruch 6, bei dem die
Anstiegsgeschwindigkeit des Fluiddrucks in der Auslaßöffnung
durch eine Öffnung (112, 70) gesteuert wird.
9. Durchflußregelventil nach Anspruch 7, bei dem die
Öffnung (112, 70) einstellbar ist.
10. Durchflußregelventil nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, das ferner eine Einrichtung (46, 44, 18) zum Sperren
der Ventilspule in der geschlossenen Stellung umfaßt.
11. Durchflußregelventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
das ferner eine Halteeinrichtung (46, 44, 18) umfaßt, um die
Ventilspulenvorrichtung (14) lösbar in der geöffneten oder
geschlossenen Stellung zu befestigen.
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|---|---|---|---|
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