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Die Erfindung betrifft ein Fadenverbindungsverfahren gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 und eine Verbindungsvorrichtung zu dessen Durchführung.
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WO-A-9400626 offenbart ein Verbindungsverfahren einer Spinnmaschine, das durch
Ansaugen eines vorderen Fadens in ein Saugrohr durchgeführt wird Der vordere
Faden wird dann zu den vorderen Rollen eines Streckwerks zurückgeführt und in ein
weiteres Saugrohr gesaugt. Dieses Saugrohr ist zwischen einer Spinnstelle und den
vorderen Rollen des Streckwerks angeordnet. Zum Verbinden wird der Saugluftstrom
des weiteren Saugrohrs unterbrochen, und das Faserband und der vordere Faden
werden am Eingang der Spinnstelle zusammengebracht und dann in sie eingeführt.
Während des Verbindens wird der vordere Faden durch die vorderen Rollen des
Streckwerks geführt und daher durch die Klemmwirkung der vorderen Rollen
abgeflacht. Außerdem ist es erforderlich, den Zeitpunkt einzustellen, zu dem der
vordere Faden in die vorderen Rollen eingebracht und zu dem das Faserband
zugeführt wird.
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Das der Erfindung zugrundeliegende Problem besteht darin, ein Verbindungsverfahren
und eine Verbindungsvorrichtung zu dessen Durchführung zu schaffen, durch die die
Verformungen des vorderen Fadens verhindert wird.
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Gelöst wird dieses Problem durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1. Eine Verbindungsvorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist im
Anspruch 2 definiert.
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Gemäß der Erfindung wird der vordere Faden nicht in das Streckwerk eingeführt und
daher nicht verformt. Außerdem kann die Zufuhr des Faserbandes begonnen werden
wenn der vordere Faden vom Saugrohr eingesaugt wird, so daß der Lauf des vorderen
Fadens mit dem vom Saugrohr eingesaugten Faserband und dem eingesaugten
vorderen Faden begonnen werden, so daß der Lauf des vorderen Fadens mit dem
vom Saugrohr eingesaugten Faserband und dem eingesaugten vorderen Faden
begonnen werden kann, ohne daß eine detaillierte Einstellung der Zugzeit des
vorderen Fadens, der der Drallvorrichtung zugeführt wird, und des Zuführzeitpunkts
des zugeführten Faserbar des erforderlich ist, und die Verbindungsvorrichtung kann
daher vereinfacht werden.
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Die Erfindung wird nun anhand eines Beispiels und unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:
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Die Fig. 1 bis 5 eine Spinnstelle mit einer Verbindungsvorrichtung zur Erläuterung
verschiedener Schritte des Verfahrens gemäß der Erfindung zeigen,
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die Fig. 6 eine vergrößerte Schnittdarstellung der Drallvorrichtung ist, und
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die Fig. 7 ein Zeitdiagramm des Fadenverbindungsverfahrens der Erfindung ist.
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Zunächst wird anhand der Fig. 1-6 eine Spinnstelle einer Spinnmaschine in einer
Ausführungsform beschrieben, auf die das Verbindungsverfahren der Erfindung
anwendbar ist.
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D ist ein Streckwerk, das beispielsweise vierstufig ist. Das Streckwerk D hat vier
Stufen, die aus hinteren Rollen 1, dritten Rollen 2, mittleren Rollen 3, an denen ein
Laufriemchen befestigt ist, und vorderen Rollen 4 besteht. 5 ist eine
Faserbandführung, und ein Faserband 6, das in die Faserbandführung 5 eingeführt
und dem Streckwerk D zugeführt wird, wird zu einer Drallvorrichtung geleitet, die später
beschrieben wird und einen Faden Y erzeugt, nachdem er dem Streckwerk D zugeführt
und gestreckt wurde.
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Eine Drallvorrichtung T besteht hauptsächlich aus einer Luftspinndüse 7, die einen
Spinnluftstrom durch Einblasen von Druckluft erzeugt, einem Düsenblock 8, der die
Düse 7 trägt, einer Spindel (ein Fadenführungsrohr) 9, die eine Einführungsöffnung 9b
hat und deren Spitze 9a im inneren Teil 7a der Luftspinndüse 7 angeordnet ist, sowie
einer Spindelhalterung 10. Der innere Teil 7a der Luftspinndüse 7 ist der
Verbindungsbereich, wo die Fasern, die das Faserband 6 bilden, das dem inneren Teil
7a der Luftspinndüse 7 zugeführt wird, und der wicklungsseitige Spinnfaden Y, der in
die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 eingeführt und in den inneren Teil 7a der
Luftspinndüse 7 geführt wild, verbunden werden.
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Mehrere Lufteinblasöffnungen 7b zur Erzeugung eines Drehluftstroms sind in der
Luftspinndüse 7 angeordnet. 11 ist eine Luftkammer, die zwischen dem Düsenblock 8
und der Spindelhalterung 10 gebildet ist. Die Luftkammer 11 ist mit einer
Luftsaugquelle (in den Zeichnungen nicht gezeigt) verbunden, die Luft mit einem
niedrigen Saugdruck über die Ansaugöffnung 12 ansaugt und während des
Spinnvorgangs als eine Austrittsöffnung für die von den Lufteinblasöffnungen 7b der
Luftspinndüse 7 eingeblasene Luft ebenso wie zum Entfernen von Flugfaserabfall und
dergleichen, der in der Luftkammer 11 während des Spinnvorgangs erzeugt wird, dient.
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13 ist eine Lufteinblasöffnung, die in der Spindel 9 und der Spindelhalterung 10
angeordnet ist, um einen Luftstrom in Richtung der Spitze 9a der Spindel 9 zu
erzeugen. Die Lufteinblasöffnung 13 ist mit der Druckluftquelle (in den Zeichnungen
nicht gezeigt) über ein Rohr 14 verbunden, das an die Spindelhalterung 10
angeschlossen ist.
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15 ist ein Schlitz, der in der Seitenwand der Spindelhalterung 10 auf der Seite des
Düsenblocks 8 ausgebildet ist. 16 ist ein Schlitz, der im Düsenblock 8 auf der Seite der
Spindelhalterung 10 gegenüber dem Schlitz 15 der Spindelhalterung 10 ausgebildet
ist. Wie später beschrieben, tritt, wenn der Düsenblock 8 und die Spindelhalterung 10
miteinander verbunden sind, der vordere Faden, der in die Einführungsöffnung 9b der
Spindel 9 eingeführt wird, in die Schlitze 15, 16 ein, und die Anordnung ist derart, daß
er von der Seitenwand des Düsenblocks 8 und der Seitenwand der Spindelhalterung
10 nicht eingefangen wird.
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17 ist ein Zylinder. Ein untere Rahmen 19 der Spindelhalterung 10 ist an der Spitze
einer Kolbenstange des Zylinders 17 befestigt. Der Zylinder 17 wird daher verstellt, und
die Spindelhalterung 10 kann durch die Bewegungen des unteren Rahmens nach links
und nach rechts mit dem Düsenblock 8 verbunden oder von diesem getrennt werden.
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20 ist ein Saugrohr, dessen Spitze zwischen dem Düsenblock 8 und der vorderen Rolle
4 angeordnet und mit der Saugluftquelle (in den Zeichnungen nicht gezeigt) verbunden
ist. 21 ist eine Klemmrolle, die mit der Abgaberolle 22 verbindbar oder von dieser
trennbar ist, die normalerweise stets angetrieben und so angeordnet ist, daß der
Spinnfaden Y in Richtung der Spulmaschine (in den Zeichnungen nicht gezeigt) durch
Verbinden der Klemmrolle 21 mit der Abgaberolle 22 abgegeben wird.
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Wenn die Spinnmaschine den Faden y spinnt, wird das Faserband 6, das dem
Streckwerk D über die Faserbandführung 5 zugeführt wird, durch die Drallvorrichtung T
verdrillt, nachdem es vom Streckwerk D gestreckt wurde, und bildet den Faden Y. Die
Fasern, die dass Faserband 6 bilden, das der Luftspinndüse 7 der Drallvorrichtung 10
zugeführt wird, gelangen in die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 von der Spitze 9a
her, während sie durch den Drehluftstrom, der von den Lufteinblasöffnungen 7b
eingeblasen wird, gedreht werden, und der Faden Y wird erzeugt. Auf diese Weise
stoppt unter normalen Spinnmaschinenbetriebsbedingungen die Zufuhr von Druckluft
von der Lufteinblasöffnung 13 her, das Saugrohr 20 arbeitet und daher Wird
normalerweise Saugluft im Saugrohr 20 erzeugt.
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Es wird nun anhand der Fig. 2-7 der Verbindungsvorgang beschrieben.
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Wenn ein Fadenbruch auftritt, wird ein Detektionssignal durch einen Detektionssensor
(in den Zeichnungen nicht gezeigt) erzeugt und in Zuordnung mit diesem wird die
Zufuhr des Faserbandes 6 durch Unterbrechen des Antriebs der hinteren Rollen 1 und
der dritten Rollen 2 über eine Kupplung (in den Zeichnungen nicht gezeigt), die mit den
hinteren Rollen 1 verbunden ist, angehalten. Die Drallvorrichtung T arbeitet weiter wie
zuvor. Die Spitze des Faserbandes 6 wird dann unmittelbar zwischen den stationären
dritten Rollen 2 und den noch antreibenden mittleren Rollen 3 in eine sich verjüngende
Form gezogen. Außerdem wird, nachdem eine bestimmte Zeitperiode abgelaufen ist,
das Einblasen von Luft aus den Lufteinblasöffnungen 7b angehalten, und der Betrieb
der Drallvorrichtung T wird unterbrochen.
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Nun wird die Kolbenstange 18 durch die Bewegung des Zylinders 17 vorgeschoben,
die Spindelhalterung 10 wird vom Düsenblock 8 gelöst und der Kopf A' eines
Transferarms A, der durch zwei Antriebsrollen 23, 24 die Spitze des vorderen Bandes
Y' erfaßt, das auf die Auflaufspule aufgewickelt ist und von der Aufwickelspule durch
eine allgemein bekannte Saugöffnung abgezogen, oder das vordere Band Y', das von
einer für andere Zwecke hergestellten Auflaufspule abgezogen wird, wird in der Nähe
der Fadenaustrittsöffnung 9c der Spindel 9 angeordnet. Zusätzlich wird ein Saugkopf
25 eines Luftansaugelements S zwischen der Spindelhalterung 10 und dem
Düsenblock 8 derart angeordnet, daß sich die Spitze 9a der Spindel 9 in der Nähe der
Ansaugöffnung 26 des Saugkopfes 25 befindet.
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Danach wird ein Saugluftstrom in der Ansaugöffnung 26 des Saugkopfes 25 erzeugt
und der vordere Faden Y' wird in die Ansaugöffnung 9b der Spindel 9 durch Betrieb der
Antriebsrollen 23,- 24 des Transferarms A eingeführt. Dann wird die Spitze des
vorderen Fadens Y' angesaugt und im Saugkopf 25 des Luftansaugelements S (siehe
Fig. 2) gehalten.
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Nun wird, wie Fig. 3 zeigt, das Luftansaugelement S, das den vorderen Faden Y' hält,
abgesenkt, die Kolbenstange 18 wird durch den Betrieb des Zylinders 17
zurückgezogen, und die Spindelhalterung 10 und der Düsenblock 8 werden gekuppelt.
Selbst wenn die Spindelhalterung 10 und der Düsenblock 8 gekuppelt werden, wird der
vordere Faden Y' nicht durch die Wände der Spindelhalterung 10 und des
Düsenblocks 8 eingefangen, wenn er in die Schlitze 15, 16 eintritt. Mit dem Absenken
des Luftansaugelements S werden die Antriebsrollen 23, 24 nach Abgabe einer
bestimmten Menge des vorderen Fadens Y' durch den Betrieb der Antriebsrollen 23,
24 des Transferarms A angehalten.
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Nun wird ein Luftstrom in Richtung der Spitze 9a in der Einführungsöffnung 9b der
Spindel 9 durch die Zufuhr von Druckluft zur Lufteinblasöffnung 13 von einer
Druckluftquelle (in den Zeichnungen nicht gezeigt) über ein Rohr 14 erzeugt. Es ist zu
beachten, daß der Saugluftstrom normalerweise im Saugrohr 20 erzeugt wird.
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Wenn der im Saugrohr 26 des Luftansaugelements S erzeugt Saugluftstrom
unterbrochen wird, wird der vordere Faden Y', der im Luftansaugelement S gehalten
wird, in das Saugrohr 20, in dem ein Saugluftstrom erzeugt wird, durch Ausstoß aus
dem Faserbandführungseinlaß 7c der Luftspinndüse 7, die die Öffnung für die Führung
in die Drallvorrichtung T des Faserbandes 6 ist, aufgrund des Luftstroms eingeführt,
der in der Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 in Richtung der Spitze 9a erzeugt wird
(siehe Fig. 4).
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Nachdem der vordere Faden Y' in die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 eingeführt
wurde und im Saugrohr 20 gehalten wird, wird die Zuführ von Druckluft zur
Lufteinblasöffnung 13 vorzugsweise unterbrochen, wenn jedoch die aus den
Lufteinblasöffnungen 7b der Luftspinndüse 7 eingeblasene Druckluft ausreichend stark
ist, selbst wenn Druckluft aus der Lufteinblasöffnung 13 eingeblasen wird, wird der
Antrieb der Drallvorrichtung T nicht beeinflußt, und die Zufuhr von Druckluft zur
Lufteinblasöffnung 13 muß nicht unterbrochen werden.
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Es ist zu beachten, daß in diesem Zustand, wie Fig. 4 zeigt, der vordere Faden Y'
vorzugsweise von den stationären Antriebsrollen 23, 24 des Transferarms A erfaßt
wird, so daß kein überschüssiger vorderer Faden Y' ausgegeben wird. Der Transferarm
A kann jedoch auch in eines Standby-Position durch Lösen des vorderen Fadens Y'
durch die Antriebsrollen 23, 24 des Transferarms A zurückgestellt werden.
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Während der Betrieb der Drallvorrichtung T' und das Einblasen von Luft aus den
Lufteinblasöffnungen 7b unterbrochen sind, werden die stationären hinteren Rollen 1
und die dritten Rollen 2 wieder betätigt, und wenn sich das Faserband 6, das von den
hinteren Rollen 1 und den dritten Rollen 2 erfaßt wird, bewegt, wird das Faserband 6,
das aus den vorderen Rollen 4 ausgegeben wird, in das Saugrohr 20 eingeführt. Wie
Fig. 5 zeigt, wird der vordere Faden Y', der aus dem Faserbandführungseinlaß 7c der
Luftspinndüse 7 ausgegeben wird, und das Faserband 6, das aus den vorderen Rollen
4 ausgegeben wird, zusammen in das Saugrohr 2 eingeführt. Das Faserband 6 wird
durch den fortgesetzten Antrieb der Drallvorrichtung D in das Saugrohr 20 gesaugt.
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Wie oben beschrieben wird, wenn der vordere Faden Y' das Faserband 6, die durch
die Wiederinbetriebnahme des Streckwerks D zusammen in das Saugrohr 20 gesaugt
werden, der vordere Fäden Y' in Richtung der Auflaufspule durch den Kontakt der
Klemmrollen 21 mit den Abgaberollen 22 gezogen, und wenn Luft aus den
Lufteinblasöffnungen 7b gesaugt wird, wird ein Saugluftstrom, der stärker als der
Saugluftstrom des Saugrohrs 20 ist, nahe Faserbandführungseinlaß 7c der
Luftspinndüse 7 erzeugt, so daß die Fasern, die das Faserband 6 bilden, das aus den
vorderen Rollen 4 abgegeben wird, in den Faserbandführungseinlaß 7c der
Luftspinndüse 7 geführt werden, und der Fadenverbindungsvorgang dadurch
durchgeführt wird, daß sie im inneren Teil 7a der Luftspinndüse 7, der den
Verbindungsbereich bildet, mit dem vorderen Faden Y' verschlungen werden.
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Wie oben beschrieben, kann, wenn der vordere Faden Y' und das Faderband 6, die
durch die Wiederinbetriebnahme des Streckwerks D gezogen werden, zusammen in
das Saugrohr 20 gesaugt werden, wenn die Drallvorrichtung T wieder in Betrieb
genommen wird, das Fadenverbinden zuverlässig durchgeführt werden, ohne daß man
sich auf die Zugzeitsteuerung des vorderen Fadens Y', der in die Drallvorrichtung T
geführt wird, und die Zufuhrzeitsteuerung des Faserbandes 6 zur Drallvorrichtung T
verlassen muß, indem die hinteren Rollen 1 und die dritten Rollen 2 wieder in Betrieb
genommen werden.
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsform sind die Spindelhalterung 10 und der
Düsenblock 8 so ausgebildet, daß sie getrennt und in Kontakt gebracht werden
können, jedoch können die Spindelhalterung 10, die aus der Drallvorrichtung T und
dem Düsenblock bestehen, eine einzige Einheit sein. In diesem Falle wird nach der
Positionierung des Kopfes A' des Transferarms A, der den vorderen Faden Y' erfaßt,
nahe der Fadenauslaßöffnung 9c der Spindel 9 ein Luftstrom in Richtung der Spitze 9a
in der Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 durch Zufuhr von Druckluft zur
Lufteinblasöffnung 13 erzeugt, ein Saugluftstrom wird im Saugrohr 20 erzeugt, und der
vordere Faden Y' wird in die Drallvorrichtung T durch den Betrieb der Antriebsrollen 23,
24 des Transferarms A eingeführt und aus dem Faserbandführungseinlaß 7c der
Drallvorrichtung T ausgegeben. Daher kann bei der vorliegenden Ausführungsform das
Luftansaugelement S weggelassen werden.