DE69705628T2 - Chlorfluorkohlenwasserstoff freie aerosol-arzneizubereitungen enthaltend mometasonfuroat - Google Patents
Chlorfluorkohlenwasserstoff freie aerosol-arzneizubereitungen enthaltend mometasonfuroatInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft Aerosol-Zubereitungen von Wirkstoffen, wie beispielsweise Zubereitungen, die sich für die Verwendung in unter Druck stehenden Aerosol-Maß-Dosier-Inhalatoren eignen. Die Erfindung betrifft insbesondere Aerosol-Zubereitungen des Wirkstoffs Mometasonfuroat mit dem Treibmittel 1,1,1,2,3,3,3-Heptafluorpropan (HFC-227).
- Wirkstoffe in Aerosolform werden seit vielen Jahren zur Behandlung von Erkrankungen des respiratorischen Traktes sowie zur einfachen systemischen Einbringung verschiedener pharmazeutischer Agenzien in den menschlichen Körper verwendet. Die typische Aerosol-Zubereitung in einem Maß-Dosier-Inhaltor zur Behandlung von Erkrankungen, wie beispielsweise Asthma oder Rhinitis, ist eine Suspension einer oder mehrerer Wirkstoffsubstanzen in einer vollständig halogenierten (mit Chlor oder Fluor) Niederalkyl-Treibmittel-Verbindung, die außerdem geringe Mengen von Tensiden und/oder Arzneimittelträgern enthält, welche üblicherweise im Treibmittel löslich sind.
- Bei den pharmazeutischen Agenzien, die mittels eines Maß-Dosier- Inhalators verabreicht werden, handelt es sich in der Regel um Bronchialdilatatoren oder Kortikosteroide. Die Steroid-Wirkstoffe, die derzeit in dieser Form für inhalationstherapeutische Verwendungen in den Vereinigten Staaten zur Verfügung stehen, umfassen Beclomethason-Dipropionat (Verabreichung sowohl nasal als auch über die unteren Atemwege), Budesonid (Verabreichung nasal und über die Atemwege), Dexamethason-Natriumphosphat (Verabreichung nasal und über die Atemwege), Flunisolid (Verabreichung nasal) und Triamcinolon-Acetonid (Verabreichung nasal und über die Atemwege). Fluticason-Propionat wurde ebenfalls kürzlich zum Verkauf als Wirkstoff für die unteren Atemwege zugelassen. Übliche Zubereitungen enthalten Fluor-Chlor-Kohlenstoff- Treibmittel, die Wirkstoffsubstanz sowie im Treibmittel lösliches Ethanol, und manchmal zusätzlich ein Tensid, wie beispielsweise Ölsäure, das zur Erhaltung einer stabilen Suspension, zum Schmieren des Messventils und anderen Zwecken dient.
- Bestimmte Steroide weisen jedoch eine signifikante Löslichkeit in Ethanol auf. Ist nicht genügend Ethanol vorhanden, um eine Lösung dieser Wirkstoffe in einem Aerosol-Behälter aufrecht zu erhalten, können normale Temperaturschwankungen, die während der Lagerung und Benutzung auftreten, bei einer gesättigten Lösung sich wiederholende Löslichkeitserhöhungen und -verminderungen verursachen. Bei jeder Abnahme der Löslichkeit der Wirkstoffsubstanz, wie beispielsweise bei absinkender Umgebungstemperatur, neigt diese zur Kristallisation. Aufgrund der üblicherweise geringen Geschwindigkeit von Temperaturänderungen bildet der Wirkstoff Kristalle, die weitaus größer sind als solche, die in geeigneter Weise abgegeben werden können - insbesondere, wenn der Wirkstoff für die Verabreichung in die Bronchien oder in die Lunge gedacht ist. Generell werden Wirkstoffpartikelgrößen von etwa 1 bis etwa 5 um für die Verabreichung an die unteren Atemwege bevorzugt, wobei Partikel, die kleiner als 0,5 um sind, häufig ausgeatmet werden, ohne sich vollständig auf den Geweben abzulagern, während Partikel mit einer Größe von mehr als 10 um eine erhebliche Ablagerung im Mund und/oder Pharynx aufweisen können und somit die unteren Atemwege nicht erreichen. Sehr große Partikel können ein Messventil nicht passieren und werden sich nicht zuverlässig abgeben lassen.
- Im Falle des selbst in Ethanol verhältnismäßig löslichen Beclomethason-Dipropionats kann aus der Verbindung und dem Fluor- Chlor-Kohlenstoff oder Fluor-Kohlenwasserstoff eine Zusatzverbindung gebildet werden (manchmal auch "Solvat" oder "Clathrat" genannt); wurde dieses Clathrat mit einem Treibmittel formuliert, so läßt sich keine Zunahme der Partikelgröße feststellen.
- Aufgrund des Einflusses vollständig halogenierter Fluor-Chlor- Kohlenstoff-Treibmittel auf die umweltschädliche Zerstörung des Ozon in der oberen Atmosphäre ist die Verfügbarkeit dieses Treibmittels wesentlich beschränkt worden. Dies hat die Entwicklungsarbeit an Zubereitungen verstärkt, die Treibmittel mit reduzierter Reaktivität in der oberen Atmosphäre beinhalten, wobei sich derartige Arbeiten insbesondere auf die Treibmittel 1,1,1,2-Tetrafluorethan (HFC-134a) und HFC-227 konzentrierten, da diese Verbindungen annähernd die gleichen physikalischen Eigenschaften wie die älteren Fluor-Chlor-Kohlenstoffe haben, welche für medizinische Aerosole verwendet wurden. Neuere Studien weisen dem HFC-134a ein unerwünschtes Potential zur Ansäuerung von Oberflächenwasser zu, da es die in der Umwelt äußerst stabile Trifluoressigsäure in der Atmosphäre zu bilden scheint.
- Im Europäischen Patent 0 553 298 B1 wurde vorgeschlagen, ein Aerosol mit HFC-134a durch einfache Zugabe einer ausreichenden Menge Ethanol zuzubereiten, um das Beclomethason-Dipropionat wenigstens im erwarteten Umgebungstemperatur-Bereich in Lösung zu erhalten. In vielen Ländern wird jedoch aufgrund eines verbreiteten Alkoholismus sowie wegen der Leichtigkeit, mit der Ethanol systemisch von den unteren Atemwegsgeweben absorbiert wird, versucht, auf jeglichen Ethanolgehalt zu verzichten. Produkte, die zur Verwendung bei Kindern gedacht sind, sollten grundsätzlich einen geringstmöglichen Ethanolgehalt aufweisen.
- Die Internationale Patentanmeldung WO 93/11745 offenbart eine Aerosol-Suspensionszubereitung, die Wirkstoffsubstanzen, Fluor- Kohlenstoff oder Wasserstoff enthaltendes Fluor-Chlor-Kohlenstoff-Treibmittel und ein polares Verschnittmittel, wie beispielsweise einen Alkohol, enthalten. Tenside werden angeblich nicht benötigt.
- In der Internationalen Patentanmeldung WO 94/03153 wird berichtet, dass Solvate von Beclomethason und HFC-134a zur Herstellung stabiler Suspensionen in einem Fluor-Kohlenstoff oder Wasserstoff enthaltenden Fluor-Chlor-Kohlenstoff-Treibmittel in Abwesenheit von solvatisierenden Substanzen, wie beispielsweise Alkohol, verwendet werden können.
- Der Wirkstoff Mometasonfuroat würde bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen Vorteile gegenüber den gegenwärtig verfügbaren Kortikosteroiden aufweisen. Wie in der Internationalen Patentanmeldung WO 95/20393 beschrieben wird, entfaltet der Wirkstoff seine Wirkung sehr schnell und scheint nach nasaler Verabreichung oder Verabreichung über die Atemwege in nicht nachweisbaren Konzentrationen im Blut vorzuliegen.
- Bedauerlicherweise zeigt dieser Wirkstoff eine gewisse Löslichkeit in Ethanol sowie eine Zunahme der Partikelgröße während der Lagerung von Aerosol-Suspensionszubereitungen, die unter Verwendung großer Mengen an Ethanol hergestellt wurden.
- Die Internationalen Patentanmeldungen WO 92/22287 und WO 92/22288 offenbaren Aerosol-Zubereitungen von Mometasonfuroat in den Treibmitteln HFC-134a und HFC-227, wobei jedoch das Problem der unerwünschten Größenzunahme der Partikel nicht angesprochen wird.
- Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird eine hinsichtlich der Partikelgröße stabile, unter Druck stehende Aerosol-Suspensionszubereitung von Mometasonfuroat bereitgestellt, die das Treibmittel HFC-227, 1 bis 10 Gew.% Ethanol und Mometasonfuroat in Konzentrationen von mindestens 1% der Ethanol-Konzentration umfasst. Die Zubereitung kann außerdem ein Tensid enthalten.
- Es wurde festgestellt, dass die erfindungsgemäße Zubereitung keine signifikante Veränderungen hinsichtlich der Partikelgröße des suspendierten Wirkstoffs aufweist. Darüber hinaus ähneln sich die Dichten der festen und flüssigen Phasen, wodurch eine Suspension erhalten wird, die eine verringerte Neigung zum Absetzen von Partikeln aufweist; dies resultiert in einer weitestgehend erleichterten Redispersion zu einer einheitlichen Suspension, nachdem die Zubereitung für längere Zeit in einem ungestörten Zustand belassen wurde.
- Die Erfindung stellt unter Druck stehende Aerosol-Zubereitungen des Kortikosteroid-Wirkstoffs Mometasonfuroat bereit, insbesondere Zubereitungen, die sich für eine Verwendung in Maß-Dosier- Inhalatoren eignen.
- Mometasonfuroat ist auch unter dem chemischen Namen 9α,21-Dichlor-11β,17-dihydroxy-16α-methylpregna-1,4-dien-3,20-dion 17-(2-furoat) bekannt, weist die empirische Formel C&sub2;&sub7;H&sub3;&sub0;Cl&sub2;O&sub6; sowie ein Molekulargewicht von 521,44 auf. Der Wirkstoff wird derzeit in Creme-, Salben-, und Lotions-Zubereitungen für die Behandlung verschiedener dermatologischer Zustände vertrieben.
- In den erfindungsgemäßen Zubereitungen, die zur Behandlung von Erkrankungen des unteren Respirationstraktes, wie beispielsweise Asthma, geeignet sind, liegt mindestens ein erheblicher Anteil des Wirkstoffs als suspendierte Partikel in einer für die Respiration geeigneten Größe vor, z. B. 0,5 bis 10 um in ihrer größten Ausdehnung. Für die erfindungsgemäßen Zubereitungen, die sich zur Behandlung von Erkrankungen des oberen Respirationstraktes, wie beispielsweise Rhinitis, eignen, können größere Wirkstoffpartikel zulässig sein, wobei jedoch der oben genannte Größenbereich bevorzugt bleibt.
- Wie andere Wirkstoffe, die eine wesentliche Löslichkeit in Ethanol aufweisen, besitzt auch Mometasonfuroat die Neigung, in Ethanol enthaltenden Zubereitungen ein Kristallwachstum zu zeigen. Die Erfinder haben jedoch Zubereitungsparameter entdeckt, die Wachstum der Wirkstoff-Partikelgröße nicht fördern. Diese Parameter weisen außerdem den Vorteil auf, dass die Konzentration des benötigten Ethanol minimiert und damit die Möglichkeit einer unangenehmen geschmacklichen Wahrnehmung reduziert wird. Die Zusammensetzungen eignen sich dadurch besser für eine Verwendung bei Kindern und anderen mit geringer Alkoholtoleranz.
- Es wurde festgestellt, dass ein bestimmter, minimaler Gehalt an Ethanol benötigt wird, um eine einheitliche und vorhersagbare Verabreichung des Wirkstoffs aus einem Maß-Dosier-Spender zu gewährleisten. Dieser minimale Gehalt beträgt 1 Gew.% der Gesamtzubereitung und resultiert in einer gerade akzeptablen Verabreichung des Wirkstoffs. Größere Ethanol-Mengen fördern im Allgemeinen die Verabreichungseigenschaften des Wirkstoffs.
- Aus den zuvor genannten Gründen und um ein Kristallwachstun des Wirkstoffs in den Zubereitungen zu verhindern ist es jedoch notwendig, die Konzentration an Ethanol zu begrenzen. Experimentelle Ergebnisse deuten an, dass das Verhältnis des Gewichtes an Mometasonfuroat zum Gewicht an Ethanol wichtig ist, um eine Zunahme der Partikelgröße zu verhindern; im Allgemeinen lassen sich unmittelbare und schwerwiegend nachteilige Veränderungen in der Kristallmorphologie und Größe beobachten, wenn der Wirkstoff bei 0,6 % der Ethanol-Konzentration vorliegt. Dieser Effekt kann nicht beobachtet werden, wenn das Mometasonforoat bei 1,3% der Ethanol-Konzentration vorliegt, was den Schluß zuläßt, dass der Wirkstoff in Konzentrationen von mindestens etwa 1% der Ethanol-Konzentration vorliegen muss.
- Begrenzungen in den verfügbaren Mess-Ventil-Verabreichungsvolumen (z. B. 25 bis 100 ul pro Betätigung) sowie den Mengen der Wirkstoffsubstanz, die in einer Dosis zur Behandlung eines speziellen Zustandes benötigt wird (im Allgemeinen 10 bis 500 ug pro Ventilbetätigung) werden für jede einzelne Zubereitung die Punkte innerhalb der genannten Ethanol-Parameter festsetzen. Die Bestimmung solcher Mengen ist dem auf diesem Gebiet tätigen Durchschnittsfachmann bekannt.
- Aerosol-Zubereitungen wird häufig ein Tensid zugesetzt, beispielsweise, um zur Erhaltung einer stabilen Suspension des Wirkstoffs beizutragen, sowie zum Schmieren des Messventils. Die Zubereitungen der vorliegenden Erfindung benötigen kein Tensid zur Erhaltung der jederzeitigen Verteilbarkeit (wie z. B. durch moderates Schütteln unmittelbar vor der Benutzung), da der Wirkstoff lose Flocken im Treibmittel bildet und keine Neigung zeigt, sich abzusetzen oder zusammenzulagern. Bei ungestörter Lagerung verbleiben die Wirkstoffpartikel lediglich in ihrem geflockten Zustand.
- Tenside können jedoch in geringen, für andere Aerosol-Zubereitungen üblichen, Mengen zugesetzt werden, um die richtige Funktion des Messventils zu gewährleisten. Die gewöhnlich verwendete Ölsäure eignet sich in einem Gehalt, bei dem bis zu 50 ug der Ölsäure pro Betätigung des Ventils verabreicht werden. Da man natürlich bestrebt ist, die Mengen an chemischen Substanzen in einer Behandlungsdosis zu minimieren, sollten die geringsten Konzentrationen verwendet werden, die die erwünschten Effekte erbringen. Andere nützliche Tenside umfassen, ohne darauf beschränkt zu sein, Sorbitantrioleat, Cetylpyridiniumchlorid, Sojalecithin, Polyoxyethylen (20) sorbitanmonolaurat, Polyoxyethylen (10) stearylether, Polyoxyethylen (2) oleylether, Polyoxyethylen-polyoxypropylen-ethylendiamin-Blockcopolymere, Polyoxyethylen (20) sorbitanmonostearat, Polyoxyethylen-polyoxypropylen-Blockcopolymere, Castoröl-ethoxylat, und Mischungen jeder dieser Tenside. Es ist grundsätzlich bevorzugt, dass das Tensid in den eingesetzten Mengen in der Alkohol-Treibmittel-Lösung löslich ist. Für jedes gewünschte Tensid können einfache Experimente zur Messung der Reproduzierbarkeit der Wirkstoff-Verabreichung durchgeführt werden, um die optimale Menge des Tensids für die jeweilige Zubereitung und das jeweilige Verabreichungssystem zu bestimmen.
- Die erfindungsgemäßen Zubereitungen werden gemäß den im Stand der Technik für andere Aerosol-Zusammensetzungen üblichen Verfahren hergestellt. In der Regel werden alle Bestandteile außer das Treibmittel miteinander vermischt und in den Aerosol-Behälter eingebracht. Die Behälter können anschließend auf Temperaturen unterhalb des Siedepunkts des Treibmittels abgekühlt werden, und die erforderliche Menge des gekühlten Treibmittels kann zugesetzt werden, bevor das Dosier-Ventil auf den Behälter aufgebracht wird. Alternativ können die Behälter mit den Messventilen versehen werden, bevor sie mit dem Treibmittel befüllt werden. Die erforderliche Menge des Treibmittels wird dabei durch das Ventil eingebracht.
- Bestimmte Aspekte der Erfindung werden in den nachfolgenden Beispielen näher beschrieben. Im Rahmen der Beispiele bezeichnet "Prozent" den prozentualen Gewichtsanteil, sofern der Kontext nicht eindeutig auf etwas anderes verweist.
- Nachfolgend sind Beispiele erfindungsgemäßer, nützlicher Aerosol-Suspensions-Zubereitungen aufgeführt. Die Mengen der Bestandteile sind jeweils in Prozentwerten an Mometasonfuroat ("MF"), Ölsäure ("Ölsäure"), Ethanol ("EtOH") und HFC-227 ("Treibmittel") angegeben.
- Es wurden Versuche zur Bestimmung der Auswirkungen von variablen, niedrigen Ethanol-Konzentrationen auf die Eigenschaften der Aerosol-Wirkstoff-Verabreichung durchgeführt. In diesen Versuchen wurde mikronisiertes Mometasonfuroat einer "Konzentrat"-Suspension mit Ethanol und (gegebenenfalls) Ölsäure versetzt. Eine für die Abgabe von 120 Dosen erforderliche Menge des gut durchmischten Konzentrats wird in Metall-Aerosol-Behälter eingewogen. Anschließend wird ein Dosier-Ventil auf den Behälter aufgebracht, welches 63 ul pro Betätigung verabreicht (ein Volumen, das 100 ug Mometasonfuroat enthält), und das flüssige HFC-227-Treibmittel wird durch das Ventil in den Behälter eingewogen. Die Konzentration des Mometasonfuroat in der fertigen Zubereitung beträgt 0,112%.
- Um die Wirkstoffverabreichung aus den Behältern zu testen, wird das Gewicht der Wirkstoffsubstanz bestimmt, das durch zwei Betätigungen des Dosierventils verabreicht wird, und durch zwei geteilt, um die verabreichte Menge bei einer einzelnen Betätigung zu berechnen. Nach einer bestimmten Anzahl von "Anfangs"- Betätigungen wird dies für die ersten beiden aus dem Behälter verabreichten Dosierungen, für zwei Dosierungen nach Verabreichung der Hälfte aller zu verabreichenden Dosierungen sowie für zwei Dosierungen am Ende der Behälterkapazität durchgeführt. Im Folgenden sind die durchschnittlichen Mengen, die von verschiedenen Behältern einer jeden Zubereitung erhalten wurden, tabellarisch aufgeführt, wobei die Zubereitungsinformation Aufschluss über die Menge an Ölsäure geben, die bei jeder einzelnen Dosierventilbetätigung verabreicht wird.
- Anfang 75,2 ug
- Hälfte 83,4 ug
- Ende 92,6 ug
- Anfang 94,3 ug
- Hälfte 96,4 ug
- Ende 110 ug
- Anfang 104 ug
- Hälfte 102 ug
- Ende 106 ug
- Anfang 93,3 ug
- Hälfte 98,8 ug
- Ende 99,0 ug
- Die Wirkstoff-Verabreichung aus den Behältern, die. 1% Ethanol enthalten, wäre für ein kommerzielles Produkt gerade noch akzeptabel, wohingegen die Verabreichungen aus allen anderen Behältern mit Zubereitungen höheren Alkoholgehaltes akzeptabel wären. Die grundsätzlichen Richtwerte der Wirkstoffverabreichung für Inhalationsprodukte, die zur Behandlung von Asthma gedacht sind, werden durch staatliche Stellen, wie beispielsweise die United States Food and Drug Administration festgesetzt.
- Es wurden Versuche zur Bestimmung der Auswirkungen variabler Anteile von Wirkstoff- zu Ethanolgewichten in Aerosol-Zubereitungen auf die Stabilität der Wirkstoffpartikelgröße gemessen.
- Die Zubereitungen werden in mit Aerosol-Ventilen versehenen Glasbehältern aus den folgenden, mengenmäßig in Prozent angegebenen Komponenten hergestellt:
- HFC-227 94,969
- Ethanol 4,985
- Mometasonfuroat 0,034
- Ölsäure 0,012
- Mometasonfuroat/Ethanol = 0,00674
- HFC-227 97,457
- Ethanol 2,499
- Mometasonfuroat 0,032
- Ölsäure 0,011
- Mometasonfuroat/Ethanol = 0,0130
- HFC-227 97,366
- Ethanol 2,497
- Mometasonfuroat 0,127
- Ölsäure 0,011
- Mometasonfuroat/Ethanol = 0,0508
- HFC-227 97,188
- Ethanol 2,492
- Mometasonfuroat 0,308
- Ölsäure 0,011
- Mometasonfuroat/Ethanol = 0,0124
- Jede Zubereitung wird nach ihrer Herstellung auf Kristallwachstum hin untersucht. Die Behälterinhalte werden visuell und durch Aufsprühen einer Dosis der Zubereitung auf einen Objektträger untersucht, wobei man das Treibmittel verdampfen läßt, und die Partikel auf dem Objektträger mit polarisiertem Licht bei 100facher Vergrößerung visuell untersucht. Zubereitung A zeigt eine umfassende Veränderung der Kristallmorphologie in längliche, Nadelähnliche Formen, von denen viele eine maximale Ausdehnung von mehr als 30 um aufzuweisen scheinen; die Veränderungen sind visuell in dem Behälter ohne jegliche Vergrößerung sichtbar. Die Partikel in jeder anderen Zubereitung scheinen sowohl hinsichtlich Partikelform als auch -größe denen des ursprünglich mikronisierten Mometasonfuroats zu ähneln. Zubereitung A wird für die Verabreichung des Mometasonfuroats mittels Inhalation nicht geeignet sein.
- Die Behälter mit den Zubereitungen B, C und D wurden dem folgenden Temperaturprogramm aus Einfrieren und Auftauen unterworfen: -20ºC für 3 Tage, anschließend Raumtemperatur für 1 Tag, anschließend 50ºC für 2 Tage, anschließend -20ºC für 4 Tage, anschließend 50ºC für 3 Tage, anschließend -20ºC für 3 Tage, anschließend 50ºC für 3 Tage und schließlich Raumtemperatur für 1 Tag. Bei Wiederholung der mikroskopischen Untersuchung wurden keine durch die Temperaturschwankungen induzierte Veränderungen der Partikelform oder -größe in irgendeiner der Zubereitungen beobachtet.
Claims (18)
1. Aerosol-Suspensionszubereitung, umfassend 1,1,1,2,3,3,3-
Heptafluorpropan, 1 bis 10 Gew.% Ethanol und mikronisiertes
Mometasonfuroat in Konzentrationen von mindestens 1% der
Ethanolkonzentration, wobei die Zubereitung gegebenenfalls
auch ein Tensid enthalten kann.
2. Aerosol-Suspensionszubereitung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie 1 bis 5 Gew.% Ethanol umfaßt.
3. Aerosol-Suspensionszubereitung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie 2 bis 5 Gew.% Ethanol umfaßt.
4. Aerosol-Suspensionszubereitung gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie ein Tensid umfaßt.
5. Aerosol-Suspensionszubereitung gemäß Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Tensid Ölsäure umfaßt.
6. Aerosol-Suspensionszubereitung gemäß Anspruch 1, welche in
einem Maß-Dosier-Behälter enthalten ist.
7. Aerosol-Suspensionszubereitung gemäß Anspruch 1, die in
einer Vorrichtung enthalten ist, welche eine abgemessene
Menge von 10 bis 500 ug Mometasonfuroat bei einer einzelnen
Auslösungsbetätigung verabreicht.
8. Verwendung einer Aerosol-Suspensionszubereitung, umfassend
1,1,1,2,3,3,3-Heptafluorpropan, 1 bis 10 Gew.% Ethanol und
mikronisiertes Mometasonfuroat in Konzentrationen von
mindestens 1% der Ethanolkonzentration zur Herstellung eines
Inhalations-Arzneimittels zur Behandlung von allergischen
Reaktionen im respiratorischen Trakt.
9. Verwendung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Suspension 1 bis 5 Gew.% Ethanol umfaßt.
10. Verwendung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Suspension 2 bis 5 Gew.% Ethanol umfaßt.
11. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 8-10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Suspension ein Tensid umfaßt.
12. Verwendung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tensid Ölsäure umfaßt.
13. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 8-12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Suspension zur Verabreichung in einem Maß-
Dosier-Behälter vorliegt.
14. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 8-13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Suspension zur Verabreichung in
abgemessenen Mengen von 10 bis 500 ug Mometasonfuroat bei einer
einzelnen Auslösungsbetätigung der Verabreichungsvorichtung
vorliegt.
15. Maß-Dosier-Inhalationsbehälter, der eine
Aerosol-Suspensionszubereitung enthält, umfassend
1,1,1,2,3,3,3-Heptafluorpropan, 1 bis 10 Gew.% Ethanol und mikronisiertes
Mometasonfuroat in Konzentrationen von mindestens 1% der
Ethanolkonzentration, wobei die Zubereitung gegebenenfalls auch ein
Tensid enthalten kann.
16. Maß-Dosier-Inhalationsbehälter gemäß Ansprüch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß 10 bis 500 ug Mometasonfuroat bei einer
einzelnen Auslösungsbetätigung verabreicht werden.
17. Maß-Dosier-Inhalationsbehälter gemäß Anspruch 15 oder 16 zur
Behandlung von Erkrankungen des unteren respiratorischen
Traktes.
18. Maß-Dosier-Inhalationsgerät gemäß Anspruch 15 oder 16 zur
Behandlung von Erkrankungen des oberen respiratorischen
Traktes.
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