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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Uhr mit einem Gehäuse, das
mit einem drehbaren Aussenring ausgestattet ist, von dem eine ringförmige Partie
gezahnt ist, mit einer Aufzugwelle, die einen Abschnitt vieleckigen Querschnitts
aufweist, der sich ausserhalb des Uhrwerks befindet, mit einem Trieb, das mit einem
Loch eines Querschnitts, der zu dem des benannten Abschnitts komplementär ist,
ausgestattet und auf diesen aufgepresst ist, wobei sich die Verzahnung des Triebs im
Eingriff mit der Verzahnung der benannten ringförmigen, gezahnten Partie befindet,
wodurch eine kinematische Verbindung zwischen dem drehbaren Aussenring und der
Aufzugwelle hergestellt wird.
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Solche Uhren sind bereits in CH 1825 und CH 72 852 beschrieben worden. In
jeder der vorgeschlagenen Lösungen kommt der drehbare Aussenring mit einem
Zahnrad in Eingriff, das mit einer Wippe verbunden ist, die dazu bestimmt ist, den
drehbaren Aussenring wahlweise mit dem Aufzugsmechanismus der Feder des
Federhauses oder mit dem Zeigerstellwerk zu koppeln.
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Diese Lösungen erfordern eine völlige Umwandlung des Uhrwerks, so dass
nur mit solchen Uhrwerken ausgerüstete Uhren mit einem drehbaren Aussenring
aufgezogen werden können.
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Eine andere Lösung ist in CH 662 235 vorgeschlagen worden, wo der drehbare
Aussenring mit einer Verzahnung ausgestattet ist, die einerseits mit einem Trieb in
Eingriff kommt, das fest mit der Aufzugwelle verbunden ist, und andererseits mit
einem Rad eines Stellmechanismus, der auf eine Hilfsplatine montiert ist. Es ist das
Ziel dieser Lösung, einen Aufzugsmechanismus und einen Stellmechanismus mit dem
drehbaren Aussenring verbinden zu können, ohne das Uhrwerk abzuändern, aber
durch Hinzufügen einer zusätzlichen Baugruppe, die auf die Hilfsplatine montiert ist.
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Eine solche Uhr weist jedoch mehrere Nachteile auf. Sie erfordert einen
zusätzlichen Mechanismus, und die diesen tragende Hilfsplatine erhöht spürbar die
Höhe des Uhrwerks. Ausserdem zieht man, wenn man die Uhr aufziehen will,
gleichzeitig die Zeigerstellwippe mit, was bei einem bestimmten Verdrehungswinkel ein auf
der Wippe sitzendes Verbindungsrad mit einem Zeigerstelltrieb in Eingriff bringt, so
dass man die Zeit verstellt, obwohl man nur die Uhr aufzuziehen wünscht, wenn man
nicht darauf achtet, diesen Verdrehungswinkel nicht zu überschreiten.
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Weitere Systeme des Aufzugs und der Zeigerstellung durch den Aussenring
sind in CH-A-316 834 sowie in CH-A-65 378 beschrieben worden. In beiden Fällen
ist das Trieb, das mit der Zahnkrone des drehbaren Aussenrings im Eingriff steht, mit
der Aufzugwelle in Rotation und Translation völlig fest verbunden. Im ersten dieser
beiden Dokumente wird durch Verschiebung der Aufzugwelle die Verzahnung des
Triebs teilweise von der Zahnkrone des Aussenrings weggezogen, wodurch die
Gefahr besteht, dass diese Verzahnungen beschädigt werden. Das zweite dieser
Dokumente weist diesen Nachteil nicht auf, da die Breite der Zahnkrone entsprechend
vergrössert worden ist, um mit dem Trieb der Aufzugwelle in den beiden
Axialstellungen dieser Welle im Eingriff zu sein. Diese Lösung, die für eine Auto-
Armaturenbrettuhr bestimmt ist, wäre für eine Armbanduhr unpassend, da sie die
Breite des Mittelteils erhöhen und der Ästhetik des Gehäuses abträglich sein würde.
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Obwohl die Möglichkeit, einen Abschnitt der Aufzugwelle mit quadratischem
Querschnitt zu gestalten, was erlaubt, das Kupplungstrieb in allen seinen axialen
Stellungen, also für Aufzug und für Zeigerstellung, mitzunehmen, für alle
Aufzugsmechanismen seit bald einem Jahrhundert wohl bekannt ist, handelt es sich jedoch in
diesem Falle nicht darum, dieses Kupplungstrieb axial festzuhalten. Im Gegenteil
wird dieses Kupplungstrieb axial im umgekehrten Sinne der Aufzugwelle verschoben,
und zwar vermittels des Winkelhebels und der Wippe für die Zeigerstellung, um es in
Eingriff mit dem Zeigerstell-Verbindungsrad zu bringen.
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Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, wenigstens teilweise die oben
erwähnten Nachteile zu beheben und so vorzugehen, dass der Uhrenaufzug, der bisher
als ein negativer Vorgang empfunden wurde und in den automatischen und
elektrischen Uhren abgeschafft wurde, eine angenehme und unterhaltende Angelegenheit
wird, die sich im Gegensatz zu einer Uhr mit Aufzug durch Aufzugwelle leichter
ausführen lässt, während man sie am Arm behält. Wie aus der folgenden
Beschreibung ersichtlich wird, sind ausser der rein mechanischen Konzeption der
Aufzugsvorrichtung Vorkehrungen getroffen worden, um sie vor Staub zu schützen und eine
lange Lebensdauer des drehbaren Aussenrings und der Schutzdichtungen zu
gewährleisten.
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Daher hat diese Erfindung eine Uhr des oben erwähnten Typs zum
Gegenstand, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das benannte Trieb axial zwischen zwei
mit dem Gehäuse fest verbundenen Anschlägen positioniert ist, wobei der benannte
Abschnitt vieleckigen Querschnitts der Aufzugwelle so lang gewählt ist, dass sich die
benannte Aufzugwelle zwischen zumindest zwei Stellungen verschieben kann, eine
zum Aufzug und die andere zum Stellen der Uhr, wobei die kinematische Verbindung
zwischen dem Aussenring und der Aufzugwelle über das benannte Trieb
aufrechterhalten bleibt.
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Gemäss anderen Eigenheiten dieser Erfindung sei erwähnt, dass die normale
Feder einer Uhr mit manuellem Aufzug vorzugsweise durch eine Schleppfeder ersetzt
wird, wie sie in den Uhren mit automatischem Aufzug verwendet wird. Der drehbare
Aussenring gestattet nämlich ein spürbar grösseres Drehmoment auf die Feder
auszuüben als mit der Aufzugwelle. Folglich ist es äusserst vorteilhaft, dass die
Gangfeder, nachdem sie völlig gespannt ist, im Federhaus schlüpfen kann, so dass man
ohne die Gefahr einer Beschädigung der Feder endlos weiter am Aussenring drehen
kann, obwohl die Feder völlig gespannt ist.
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Da in diesem Falle der Aufzug kein Ende hat, weiss der Benutzer nicht, ob die
Feder gespannt ist oder nicht. Es kann daher vorteilhaft sein, eine Anzeige für den
Grad der Spannung der Gangfeder hinzuzufügen, die eine an sich bekannte
Vorrichtung ist.
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Die erfindungsgemässe Uhr verlangt keinerlei Abwandlung, was das Uhrwerk
selbst betrifft, die einzige erforderliche Abwandlung ist die der Aufzugwelle. Es ist
daher dank der vorliegenden Erfindung möglich, das Aufzugssystem jedweder Uhr
anzupassen, indem nur die Aufzugwelle ausgewechselt wird.
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Die beigefügte Zeichnung veranschaulicht schematisch und beispielhaft eine
Ausführungsform der Uhr, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet.
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Fig. 1 ist eine Teilansicht dieser Uhr im Axialschnitt.
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Fig. 2 ist eine vergrösserte Ansicht einer Einzelheit der Fig. 1.
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Die in dieser Figur veranschaulichte Uhr umfasst ein Uhrwerk 1, das von
einem Zifferblatt 2 überdeckt wird und das in einem Gehäuse mit einem Mittelteil 3,
einem Boden 4 und einem Uhrglas 5 sitzt.
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Der obere Abschnitt des Gehäusemittelteils 3 weist eine ringförmige
Aussparung 6 auf, in deren Boden eine Ringnut 7 eingelassen ist. Ein drehbarer
Aussenring 8 ist in der ringförmigen Aussparung 6 angeordnet und wird axial durch Stifte 9a
gehalten, die in die Verlängerung des Endes der Schraube 9 eingearbeitet sind, radial
durch den drehbaren Aussenring 8 führen und im Winkel um diesen herum verteilt
sind. Diese Stifte 9a greifen in eine Ringnut 10 der Seitenfläche der ringförmigen
Aussparung 6 ein. Eine Ringnut 11 parallel zur Ringnut 10 dient dazu, eine O-Ring-
Dichtung 12 aufzunehmen. Eine zweite Dichtung 13 ist in einer Ringnut 23
untergebracht, die in die Unterseite des drehbaren Aussenrings 8 eingelassen ist. Wie
in Fig. 2 ersichtlich, hat diese Dichtung 13 vorzugsweise einen halbkreisförmigen
Querschnitt, wobei ihre ebene Seite an den Boden der Nut 23 angeklebt ist. Die
Gestalt der Dichtung 13 und ihre Verklebung erlauben eine Erhöhung ihrer
Lebensdauer und erleichtern die Drehbewegung des drehbaren Aussenrings 8 in
beiden Richtungen. Die Dichtung 12 ihrerseits ist vorzugsweise eine O-Ring-
Dichtung.
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Die Unterseite dieses drehbaren Aussenrings 8 weist noch eine vorspringende
Ringpartie 8a auf, an deren Rand eine Stirnverzahnung 8b angebracht ist, wobei diese
ringförmige Partie 8a in der Ringnut 7 untergebracht ist.
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Diese Nut 7 steht mit einem zylindrischen Lager 14 in Verbindung, dessen
Rotationsachse mit der Achse der Aufzugwelle 15 zusammenfällt. Diese Aufzugwelle
15 umfasst einen Abschnitt von quadratischem Querschnitt 15a, der durch eine
Öffnung des gleichen Querschnitts führt, die auf die Achse des Triebs 16 zentriert ist,
das mit der Verzahnung 8b im Eingriff steht. Ein Verschlussorgan 17, das ein Rohr 18
trägt, das mit einer O-Ring-Dichtung 19 ausgestattet ist, die dazu bestimmt ist, mit
einer Aufzugskrone 20 zusammenzuwirken, ist durch zwei (nicht dargestellte)
Schrauben, die zu beiden Seiten der Aufzugwelle 15 im Mittelstück 3 angebracht
sind, in das zylindrische Lager 14 eingepasst. Daher ist das Trieb 16 axial zwischen
zwei Anschlägen fixiert, die einerseits aus dem Boden des zylindrischen Lagers 14
und andererseits aus der Innenseite des Verschlussorgans 17 bestehen. Die
Seitenfläche dieses Verschlussorgans weist eine Rille 17a auf, in der eine O-Ring-Dichtung
24 sitzt. Zwischenstücke 21, 22, zum Beispiel aus Nylon, können zu beiden Seiten
dieses Treibs 16 angeordnet sein, um sein Festfressen zu vermeiden. Dank dieser
Anordnung kann der Abschnitt quadratischen Querschnitts 15a der Aufzugwelle 15
frei durch die Öffnung des Triebs 16 gleiten, während dieses im Eingriff mit der
Verzahnung 8b des drehbaren Aussenrings bleibt. Daher kann die Aufzugwelle 15
verschiedene Stellungen einnehmen, zwei oder drei für den Aufzug, die
Zeigerstellung oder auch die Datumseinstellung, wie eine normale Aufzugwelle, wobei die
kinematische Verbindung zwischen dem drehbaren Aussenring 8 und der
Aufzugwelle 15 fortdauernd durch das Trieb 16 aufrechterhalten wird, das sich mit dieser
Welle 15 dank des Abschnitts 15a von quadratischem Querschnitt mitdreht.
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Man stellt daher sehr wohl fest, dass keinerlei Abwandlung oder Zusatz nötig
ist, was den Uhrenmechanismus selbst angeht. Die Abänderungen betreffen nur das
Gehäuse und den Abschnitt der Aufzugwelle ausserhalb des Uhrwerks.
Vorteilhafterweise und um zu gestatten, dass sich der drehbare Aussenring 8 endlos drehen
lässt, was für den Benutzer einen bestimmten spielerischen Aspekt haben kann, kann
man eine Schleppfeder wie in einer automatischen Uhr verwenden. Dadurch kann
man jedes Risiko einer Beschädigung der Gangfeder vermeiden.
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Es ist auch zu bemerken, dass der Aufzugs- und Stellmechanismus durch die
Dichtungen völlig gegen ein Eindringen von Wasser und Staub geschützt ist, was
diesen Mechanismus gegen eine Beschädigung oder ein Festfressen der beweglichen
Teile, des drehbaren Aussenrings 8 und des Triebs 16, sichert.
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Das Einpassen der Uhr ins Gehäuse ist gegenüber einem normalen Gehäuse
nur sehr wenig abgeändert. Nachdem das Uhrwerk in das Gehäuse eingesetzt ist, setzt
man, wie gewöhnlich, bevor der Boden 4 angebracht wird, die Aufzugwelle 15 ein,
die wie in allen Uhren dadurch befestigt wird, dass die Schraube des (nicht gezeigten)
Winkelhebels festgezogen wird. Danach muss nur axial das Trieb 16 eingeführt und
auf den Abschnitt quadratischen Querschnitts 15a dieser Welle aufgepresst werden,
wonach man das Verschlussorgan 17 aufsetzt und es am Mittelstück 3 mit Hilfe von
zwei (nicht dargestellten) Schrauben befestigt, die zu beiden Seiten der Aufzugwelle
15 angeordnet sind. Danach verbleibt es nur noch, den drehbaren Aussenring 8
aufzusetzen und die Befestigungsschrauben 9 festzuziehen, um den drehbaren
Aussenring 8 auf dem Mittelstück 3 zu halten, ihm dabei aber zu gestatten, gedreht zu
werden, um das Trieb 16 und die Aufzugwelle 15 mitzuführen und je nach der axialen
Stellung dieser Welle 15 die Uhr aufzuziehen oder zu stellen.