DE69700775T2 - Aufzeichnungsmaterial, das eine glänzende Kieselsäureoberfläche verwendet - Google Patents
Aufzeichnungsmaterial, das eine glänzende Kieselsäureoberfläche verwendetInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Aufzeichnungsmedium mit einer Glanzoberflächenschicht (bzw. glänzende Oberflächenschicht).
- Eine Glanzoberflächenschicht zum Glätten der Oberfläche wird manchmal auf Aufzeichnungsmedien, die beim Aufzeichnen mit einer Tintenzusammensetzung verwendet werden, aufgebracht, um dem aufgezeichneten Bild ein hochqualitatives Gefühl beim Anfassen oder eine photographieähnliche Qualität zu verleihen. Tintenstrahldrucker, insbesondere Farbtintenstrahldrucker, haben es ermöglicht, Bilder mit einer hohen Auflösung zur Verfügung zu stellen, was zu einem Bedarf an Aufzeichnungsmedien mit einer Glanzoberflächenschicht geführt hat, die zur Verwendung beim Tintenstrahlaufzeichnen geeignet sind.
- Da die Oberfläche der Glanzoberflächenschicht glatt ist, steht zu befürchten, daß ein Aufzeichnungsmedium mit einer Glanzoberflächenschicht beim Zuführen oder Befördern in einem Drucker versagt. Wenn das Aufzeichnungsmedium beispielsweise so plaziert ist, daß die Glanzoberflächenschicht einer Blattzufuhrwalze des Druckers gegenüberliegt, kann die Blattzufuhrwalze mit der glatten Glanzoberflächenschicht nicht wirksam in Kontakt treten und läuft leer durch, wodurch es unmöglich wird, das Aufzeichnungsmedium zufriedenstellend zu befördern. Auf der anderen Seite, wenn das Aufzeichnungsmedium so plaziert ist, daß die Glanzoberflächenschicht der Seite des Blattzufuhrbehälters des Druckers gegenüberliegt, wird die Glanzoberflächenschicht von den gestapelten Blättern des Aufzeichnungsmediums adsorbiert, wodurch ein Fehler beim Zuführen des Aufzeichnungsmediums verursacht wird.
- Herkömmliche Glanzoberflächenschichten wurden durch Aufbringen eines Gemisches aus Silicamaterial mit einem Bindemittel auf die Oberfläche eines Substrates, beispielsweise mittels eines Gießverfahrens, aufgebracht. Beispielsweise offenbart die JP- Veröffentlichung Nr. 27458711990 eine Glanzoberflächenschicht, die ein Pigment und ein wasserlösliches Bindemittel umfaßt Das Pigment besteht im wesentlichen aus syn thetischem und kolloidalem Silicamaterial. Die JP-Veröffentlichung Nr. 117335/1995 offenbart eine Glanzoberflächenschicht, die im wesentlichen aus kolloidalen Partikeln mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von nicht mehr als 300 nm besteht. Der dort beschriebene Vorteil ist, daß die Verwendung von Silicamaterial eine Glanzoberflächenschicht mit einem guten Glanz liefert.
- Die EP-A-0 586 846 offenbart ein Tintenstrahlaufzeichnungsblatt, das einen Träger und eine tinteaufnehmende Schicht auf mindestens einer Seite des Trägers umfaßt, wobei die tinteaufnehmende Schicht ein Kation-modifiziertes nicht-kugelförmiges kolloidales Silicamaterial enthält.
- Die EP-A-0 655 346 offenbart ein Tintenstrahlaufzeichnungsblatt, das einen Träger und eine tinteaufnehmende Schicht, die darauf beschichtet ist, umfaßt, wobei die tinteaufnehmende Schicht eine beschichtete Schicht ist, die im wesentlichen aus nicht-kugelförmigen kationischen kolloidalem Silicamaterial besteht und die entlang der Oberfläche des Trägers in einer Beschichtungsmenge von 0,5 bis 5,0 g/m² Kontur-beschichtet ist.
- Derzeit ist jedoch keine Glanzoberflächenschicht unter Verwendung von Silicamaterial mit einer bestimmten Geometrie bekannt.
- Es hat sich nun herausgestellt, daß das Einverleiben eines Gemisches aus Silicamaterial in Form von im wesentlichen kugelförmigen Partikeln und Silicamaterial in Form von länglichen Partikeln in die Glanzoberflächenschicht ein Versagen des Aufzeichnungsmediums beim Zuführen oder Befördern in einem Drucker verhindern kann, ohne dessen Glanz zu opfern. In der Beschreibung und den Ansprüchen soll die Verwendung des Begriffs "Silicamaterial" Silicamaterial und SiO&sub2; umfassen. Die vorliegende Erfindung wurde wegen dieser Erkenntnis gemacht.
- Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Aufzeichnungsmedium zur Verfügung zu stellen, das eine Glanzoberflächenschicht mit einem guten Glanz hat und einem Drucker gut zugeführt und darin befördert werden kann.
- Eine Lösung dieses Problems ist es, ein Aufzeichnungsmedium zur Verfügung zu stellen, das ein Substrat und eine Glanzoberflächenschicht auf dem Substrat umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Glanzoberflächenschicht ein Silicamaterial in Form von im wesentlichen kugelförmigen Partikeln und ein Silicamaterial in Form von länglichen Partikeln umfaßt.
- Fig. 1 ist eine erklärende Ansicht einer Ausführungsform des Zuführens eines Aufzeichnungsmediums von einem Blattzufuhrbehälter in einem Drucker und
- Fig. 2 zeigt eine Testmaschine für den Reibungskoeffizienten nach JIS P 8147.
- Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium wird bei Aufzeichnungsverfahren unter Verwendung von Tintenzusammensetzungen verwendet. Aufzeichnungsverfahren unter Verwendung einer Tintenzusammensetzung beinhalten beispielsweise Tintenstrahlaufzeichnen, Aufzeichnen unter Verwendung von Schreibgeräten, wie Stiften, und andere vielfältige Druckverfahren. Außerdem ist die Tintenzusammensetzung nicht auf flüssige Tinte beschränkt und umfaßt eine große Vielzahl an Tintenzusammensetzungen, wie feste Farbstoffe und Farbstoffe, die bei Verwendung geschmolzen werden. Insbesondere wird das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium vorzugsweise beim Tintenstrahlaufzeichnen verwendet.
- Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium hat eine Glanzoberflächenschicht auf seiner Oberfläche. Die Glanzoberflächenschicht umfaßt im wesentlichen Silicamaterial in Form von im wesentlichen kugelförmigen Partikeln und Silicamaterial in Form von länglichen Partikeln und ein Bindemittel.
- Die Verwendung von Silicamaterial in Form von im wesentlichen kugelförmigen Partikeln in Kombination mit Silicamaterial in Form von länglichen Partikeln zur Bildung der Glanzoberflächenschicht in dem Aufzeichnungsmedium kann der Glanzoberflächenschicht einen guten Glanz verleihen und gleichzeitig wirksam ein Versagen des Aufzeichnungs mediums beim Zuführen oder Befördern in einem Drucker verhindern. Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium kann einen Oberflächenglanz (60º Spiegelglanz) von nicht weniger als 35, vorzugsweise nicht weniger als 40, verwirklichen. Außerdem ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung der Haftreibungskoeffizient zwischen Glanzoberflächen, wie er gemäß dem in dem japanischen Industriestandard JIS P 8147 beschriebenen Verfahren gemessen wird, im Bereich von 0,8 bis 1,1.
- Mit dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmedium tritt ein Versagen des Aufzeichnungsmediums beim Zuführen weder auf, wenn die Glanzoberflächenschicht der Behälterseite gegenüberliegt noch wenn die Glanzoberflächenschicht der Blattzuführwalzenseite gegenüberliegt, wie in einem Blattzufuhrbehälter und einem Blattzufuhrverfahren in einem Drucker, wie in Fig. 1 gezeigt. In der Zeichnung werden Blätter eines Aufzeichnungsmediums 1 aufeinandergelegt und in einen Behälter 2 plaziert, der Aufzeichnungsmedien aufnehmen kann. Das Aufzeichnungsmedium 1 in dem Behälter 2 wird mittels eines Blatts 3, das in dem Behälter 2 angebracht, angehoben. Eine Blattzufuhrwalze 4 wird als Druckteil irr Druckkontakt mit dem angehobenen. Aufzeichnungsmedium 1a gebracht und mit der Drehung der Blattzufuhrwalze 4 wird das oberste Blatt 1a des Aufzeichnungsmediums aus dem Behälter gezogen. Mit der Drehung der Blattzufuhrwalze 4 wird das Aufzeichnungsmedium 1a in Richtung 6 eines Aufzeichnungsgeräts zugeführt, während es auf einem Trennkissen 5 rutscht (das beispielsweise aus Urethanharz, geschäumtem Urethan, Etherurethankautschuk, einer Kombination aus Kork mit Kautschuk oder einem Elastomer gemacht ist). Wenn die Oberfläche der Glanzoberflächenschicht auf der Seite des Behälters 2 ist, wird die Glanzoberfläche des Aufzeichnungsmediums 1a auf der Rückseite des darunterliegenden Blattes des Aufzeichnungsmediums 1 adsorbiert, weshalb zu befürchten steht, daß das Blatt beim Zuführen versagt. Außerdem ist es wahrscheinlich, daß die Glanzoberfläche des letzten Blattes des Aufzeichnungsmediums, das in dem Behälter 2 ist, an den Behälter 2 adsorbiert wird, was zu einem Versagen des Blattes beim Zuführen führt. Mit dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmedium kann eine solche Adsorption wirksam verhindert werden. Auf der anderen Seite, wenn die Oberfläche der Glanzoberflächenschicht auf die Seite der Blattzufuhrwalze 4 zeigt, ist es wahrscheinlich, daß diese leer durchläuft, was zu einem Versagen des Blattes beim Zuführen führt. Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium kann jedoch wirksam mit der Blattzufuhrwalze 4 in Kontakt treten und wird dadurch ohne leeres Durchlaufen der Blattzufuhrwalze 4 transportiert. Außerdem kann das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium vorteilhafterweise zufriedenstellend mit verschiedenen Transportwalzen und ähnlichem in einem Drucker in Kontakt treten und wird dadurch erfolgreich befördert.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck "kugelförmig" "in Form von im wesentlichen kugelförmigen Partikeln" und ein Würfel oder ein Polyeder können in der vorliegenden Erfindung als eine im wesentlichen kugelförmige Form betrachtet werden. Vorzugsweise bedeutet er Kugeln. Auf der anderen Seite bedeutet der Ausdruck "nicht-kugelförmig" "in Form von länglichen Partikeln", vorzugsweise mit einer Länge/Dicke von nicht weniger als 5. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das nicht-kugelförmige Silicamaterial in einer solchen Form, daß im wesentlichen kugelförmige Silicamaterialpartikel unter Bildung einer Kette miteinander verbunden sind. In diesem Zusammenhang bedeutet Länge die Länge der Kette. Ein kettenförmiges kolloidales Silicamaterial bezieht sich auf ein kolloidales Silicamaterial mit einer solchen Struktur, daß kugelförmige Silicamaterialpartikel unter Bildung einer langen Kette miteinander verknüpft sind. Diese Kette kann zwischen ihren beiden Enden verzweigt sein. In diesem Zusammenhang bedeutet die Länge den längsten Teil. Die lange Kette bezieht sich auf eine Kette aus mindestens drei kugelförmigen Silicamaterialpartikeln, vorzugsweise mindestens fünf kugelförmigen Silicamaterialpartikeln und insbesondere mindestens sieben kugelförmige Silicamaterialpartikel. Die Silicamaterialpartikel können so verknüpft sein, daß zwischen den primären Partikeln des kugelförmigen Silicamaterials zwei- oder höherwertige Metallionen angeordnet sind. Bevorzugte Metallionen beinhalten zwei- oder höherwertige Metallionen, wie Ca²&spplus;, Zn²&spplus;, Mg²&spplus; Ba²&spplus;, Al³&spplus; und Ti&sup4;&spplus;, wobei Ca²&spplus; insbesondere bevorzugt ist. Zusammengesetzte oder gemischte Partikel, die aus kolloidalem Silicamaterial und anderen anorganischen Partikeln, wie Aluminiumoxid, Ceroxid und Titandioxid zusammengesetzt sind, können ebenfalls verwendet werden. Das nicht-kugelförmige Silicamaterial kann so sein, daß diese zur Verknüpfung der Silicamaterialpartikel dazwischen angeordnet sind.
- In der vorliegenden Erfindung können das kugelförmige Silicamaterial und das nichtkugelförmige Silicamaterial als kolloidales Silicamaterial vorliegen. Die Ausgangsform ist jedoch nicht besonders eingeschränkt solange die erfindungsgemäße Wirkung erzielt werden kann.
- Das kolloidale Silicamaterial ist in der Regel eine anionische kolloidale Dispersion, die durch stabiles Dispergieren ultrafeiner Partikel von Kieselsäureanhydrid (Siliciumdioxid, Silicamaterial) hergestellt wird, wie beispielsweise mit dem nachstehenden Verfahren. Eine wäßrige Natriumsilicatlösung wird über ein Kationenaustauscherharz geleitet. Man erhält ein Sol mit einem Verhältnis von SiO&sub2;/Na&sub2;O von 60 bis 130. Das Sol wird sodann erhitzt und mit einer Temperatur von 60ºC oder mehr beheizt, um einzelne dispergierte Partikel zu bilden. Sodann wird dazu ein Sol gegeben, das über ein Ionentauscherharz geleitet worden ist, um eine Polymerisationsablagerung zu verursachen. Somit kann kolloidales Silicamaterial als ein Sol hergestellt werden, daß zu Partikeln mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 3 bis 200 nm gewachsen ist und sodann stabilisiert wurde.
- In der vorliegenden Erfindung kann technisch erhältliches kolloidales Silicamaterial verwendet werden. Beispiele dafür sind Ludox, hergestellt von Du Pont, Syton, hergestellt von Monsanto, Nalcoag, hergestellt von Nalco und Snowtex, hergestellt von Nissan Chemical Industry Ltd.
- In der vorliegenden Erfindung ist die Größe des kugelförmigen Silicamaterials in bezug auf dessen Durchmesser vorzugsweise etwa 20 bis 100 nm, insbesondere etwa 40 bis 60 nm. Auf der anderen Seite ist die Dicke des nicht-kugelförmigen Silicamaterials vorzugsweise etwa 5 bis 40 nm, insbesondere etwa 10 bis 20 nm.
- Die Menge an kugelförmigen Silicamaterial und nicht-kugelförmigen Silicamaterial in der Glanzoberflächenschicht ist etwa 70 bis 95 Gew.-%, insbesondere etwa 85 bis 95 Gew.-%.
- Das Mischungsverhältnis von kugelförmigen Silicamaterial zu nicht-kugelförmigen Silicamaterial in der Glanzoberflächenschicht ist vorzugsweise etwa 2 : 8 bis 9,5 : 0,5, bevorzugter etwa 5 : 5 bis 8 : 2.
- Die Dicke der Glanzoberflächenschicht kann geeigneterweise durch Beachten verschiedener Anforderungen gewählt werden. In dem nachstehend beschriebenen Herstellungsverfahren ist jedoch die Bedeckung der Glanzoberflächenschicht vorzugsweise etwa 7 bis 35 g/m², bevorzugter etwa 9 bis 20 g/m².
- In der vorliegenden Erfindung kann das Bindemittel zur Bildung einer Glanzoberflächenschicht geeigneterweise unter Inbetrachtziehen des Herstellungsverfahrens und ähnlichem ausgewählt werden. Beispiele dafür sind wasserlösliche Harze und wäßrige Emulsionsharze, wie Acrylharze, Polyesterharze, Polyurethanharze, Styrol/Butadien- Copolymerharz, Acrylnitril/Butadien-Copolymerharz, Polyvinylalkoholharz, wasserlösliches Polyvinylacetalharz, Polyvinylbutyralharz und andere Vinylharze, Amidharz, oxidierte Stärke, Casein, Polyethylenoxid, Poiyvinylpyrrolidon, Siliconharz, Harz-modifiziertes Maleinsäureharz, Harz-modifiziertes Phenolharz, Alkydharz und Cumaron-Indenharz.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Glanzoberflächenschicht außerdem verschiedene Additive umfassen, um die Eigenschaften des Aufzeichnungsmediums zu verbessern. Spezielle Beispiele für solche bevorzugten Additive beinhalten Antioxidationsmittel, Ultraviolettabsorber, Fluoreszenzaufheller, Imprägnierungsmittel, Anti-Ausbleichmittel und Antistatikmittel.
- Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium wird unter Verwendung eines Substrats als einem Basismaterial gebildet. Das Substrat für das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium ist nicht besonders eingeschränkt solange es die Glanzoberflächenschicht oder eine nachstehend beschriebene tinteaufnehmende Schicht tragen kann und eine zufriedenstellende Festigkeit als Aufzeichnungsmedium hat. Das Substrat kann entweder durchsichtig oder undurchsichtig sein. Undurchsichtige hier verwendbare Substrate beinhalten Kleidung, Hölzer, metallische Blätter und Papiere. Daneben kön nen undurchsichtig gemachte transparente Substrate, wie nachstehend beschrieben, ebenfalls verwendet werden.
- In der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von Papier als Substrat bevorzugt. Vorzugsweise umfaßt das Papier Pulpematerial, das im wesentlichen aus natürlichen Cellulosefasern zusammengesetzt ist. Obwohl die Zusammensetzung und das Herstellungsverfahren geeigneterweise gewählt werden können, ist beispielsweise Papier, das nach dem Naßpapierverfahren hergestellt wurde, bevorzugt. Als Pulpematerial können insbesondere Holzpulpen verwendet werden, die aus Nadel- oder Laubhölzern alleine oder aus einem geeigneten Gemisch aus Nadel- oder Laubhölzern hergestellt wurden, wie Kraftzellstoff, Sulfitzellstoff und halbchemischer Zellstoff. Gebleichter Zellstoff ist für scharfe Drucke bevorzugt. Es ist auch möglich, Abfallpapierpulpe und Nicht-Holz- Pulpen, wie Bagasse, Kenaf, Baumwolle, Hanf, Alfapapier, Bambus und Stroh, zu verwenden.
- Bei der Papierherstellung können zweckmäßigerweise Schlichtungsmittel. Naßfestmittel. Füllmittel und Oberflächenfestigkeitsmittel, als intern zugegebene Chemikalien einverleibt werden. Außerdem können gegebenenfalls intern zugegebene Festigkeitsmittel, wie Stärke, modifizierte Stärke, Carboxymethylcellulose, Polyacrylamid und Styrolharz, Farbstoffe, Fixiermittel, wie Aluminiumsulfat und Polyacrylamid, und neben den nachstehend als Beschichtungsmaterialien beschriebenen Oberflächenfestigkeitsmitteln, Imprägniermittel, wie Dialdehydstärke, Melaminharz und Polyamidharz, Antistatikmittel, wasserabweisende Mittel, Antihaftmittel, Oberflächenschlichtungsmittel, Pigmente und ähnliches als die intern zu dem Pulpematerial zugegebenen Chemikalien verwendet werden.
- Zur Verwendung in der Tintenstrahlaufzeichnung wird die Luftpermeabilität des Aufzeichnungsmediums so eingestellt, daß sie vorzugsweise etwa 60 bis 120 s · 100 cm&supmin;³ ist. Die Luftpermeabilität des Papiersubstrats ist vorzugsweise nicht mehr als 80 s · 100 cm&supmin;³, insbesondere bevorzugt 30 bis 60 s · 100 cm&supmin;³. Um eine solche Luftpermeabilität zu liefern wird ein Stoff mit einem Mahlgrad des Pulpematerials zwischen 30 und 50º SR zur Verfügung gestellt und es werden geeigneterweise dazu intern zugegebene Chemikalien zugegeben, wie Schlichtungsmittel, Naßfestmittel und Füllmittel, gefolgt von der Papierherstellung. Die Luftpermeabilität kann auch mit einer Leimpressenbeschichtung mit einem Oberflächenfestigkeitsmittel im Laufe der Papierherstellung oder durch Beschichten eines Oberflächenfestigkeitsmittels nach der Papierherstellung eingestellt werden.
- Der Stockigt-Schlichtungsgrad des Papiersubstrats ist vorzugsweise 10 bis 100 s. Ein Stockigt-Schlichtungsgrad in dem vorstehend genannten Bereich kann ein Aufzeichnungsmedium liefern, bei dem die Wahrscheinlichkeit zum Ausfransen oder Ausbluten geringer ist, das eine gute Tinteaufnahmefähigkeit hat und eine gute Adhäsion zwischen der tinteaufnehmenden Schicht und dem Papiersubstrat liefert. In der vorliegenden Erfindung ist das auf das Papiersubstrat aufgebrachte Schlichtungsmittel nicht besonders eingeschränkt. Beispiele dafür sind Harze (gelöst oder emulgiert), Alkylketendimere, Alkenylbernsteinsäureanhydride, Wachse, Styrolharze, Olefinharze, Styrol-Acrylharze und Styrol-Maleinsäureharze. Das Schlichtungsmittel wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 1,0 Gewichtsteilen, basierend auf 100 Gewichtsteilen der Pulpe, zugegeben.
- Das Naßfestmittel, das auf das Papiersubstrat aufgebracht werden kann, dient der Verbesserung des Stockigt-Schlichtungsgrads und verleiht gleichzeitig eine Imprägnierung. Bevorzugte Beispiele für hierin verwendbare Naßfestmittel sind Melaminharze, Polyamidepichlorhydrinharze und Harnstoffharze. Das Naßfestmittel wird vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,01 bis 1,0 Gewichtsteilen, basierend auf 100 Gewichtsteilen der Pulpe, zugegeben.
- Das Füllmittel, das auf das Papiersubstrat aufgebracht werden kann, dient zur Regulierung der Glätte, wodurch die Bildung der tinteaufnehmenden Schicht erleichtert wird, und gleichzeitig der Verbesserung der Undurchsichtigkeit, wodurch zu der deckenden Wirkung beigetragen wird. Bevorzugte Beispiele für hierin verwendbare Füllmittel beinhalten Kaolin, Ton, Talk, Titandioxid und Calciumcarbonat. Das Füllmittel wird gewöhnlich in einer Menge von nicht mehr als 10 Gewichtsteilen, vorzugsweise 0 bis 5 Gewichtsteilen, basierend auf 100 Gewichtsteilen der Pulpe, zugegeben.
- Das Oberflächenfestigkeitsmittel, das auf das Papiersubstrat aufgebracht werden kann, dient der Verbesserung der Luftpermeabilität und des Stockigt-Schlichtungsgrads des Papiersubstrats. Bevorzugte Beispiele für hierin verwendbare Oberflächenfestigkeitsmittel sind oxidierte Stärke, veresterte Stärke, Polyacrylamid, Acrylsäureharz, Polyvinylalkohol, SBR, NBR und Vinyloxidharz. Diese können mit einer Leimpresse einer Papiermaschine oder einem von der Maschine getrennten Beschichtungsgerät aufgebracht werden. Die Bedeckung ist vorzugsweise etwa 0,5 bis 2,5 g · m&supmin;².
- Wenn ein transparentes Substrat als das Substrat für das Aufzeichnungsmedium ausgewählt wird sind Beispiele für die hierin verwendbaren transparenten Substrate Filme oder Blätter aus Polyesterharz, Diacetatharz, Triacetatharz, Acrylsäureharz, Polycarbonatharz, Polyvinylchloridharz, Polyimid, Cellophan und Celluloid und Glasscheiben und ähnliches. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wenn das Substrat durchsichtig ist, ist die Verwendung eines Polyesterfilms bevorzugt. Insbesondere bevorzugt ist ein biaxial gereckter Polyethylenterephthalatfilm, bei dem eine oder beide Oberflächen einer Koronaentladungsbehandlung ausgesetzt worden sind, da darauf eine gleichmäßige Beschichtung gebildet werden kann und zusätzlich eine gute Adhäsion zwischen der tinteaufnehmenden Schicht und dem Substrat erreicht werden kann. Außerdem kann ein geweißter Polyethylenfilm verwendet werden, der durch Einverleiben eines weißen anorganischen Pigments in den Polyethylenfilm oder durch Einverleiben von feinen Luftblasen in das Innere des Films hergestellt werden kann.
- Die Dicke des Substrats wird geeignet gewählt und beträgt im allgemeinen vorzugsweise etwa 50 bis 250 um, insbesondere etwa 75 bis 200 um.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Aufzeichnungsmedium eine tinteaufnehmende Schicht zwischen dem Substrat und der Glanzoberflächenschicht haben. Die tinteaufnehmende Schicht kann im wesentlichen aus einem Pigment und einem Bindemittel zusammengesetzt sein. Hierin verwendbare Pigmente beinhalten Pigmente, wie Siliciumdioxid, Ton, Glimmer, Glimmer, der aufgeschwollen werden kann, Talk, Kaolin, Diatomeenerde, Calciumcarbonat, Bariumsulfat, Aluminiumsilicat, synthetischen Zeolith, Aluminiumoxid, Zinkoxid, Lithopone und Satin weiß und organische und anorganische färbende Pigmente. Beispiele für hierin verwendbare Bindemittel beinhalten wasserlösliche Harze und wäßrige emulgierte Harze, wie Acrylharz, Polyesterharz, Polyurethanharz, Styrol/Butadien-Copolymerharz, Acrylnitril/Butadien-Copolymerharz, Polyvinylalkoholharz, wasserlösliches Polyvinylacetalharz, Polyvinylbutyralharz, andere Vinylharze, Amidharz, oxidierte Stärke, Casein, Polyethylenoxid, Polyvinylpyrrolidon, Siliconharz, Harz-modifizierte Maleinsäure, Harzmodifizierte Phenolsäure, Alkydharz und Cumaron-Indenharz.
- Die Zusammensetzung der tinteaufnehmenden Schicht kann geeigneterweise durch Inbetrachtziehen der Tintenabsorption, der Trockenheit der Tinte, der Schärfe des aufgezeichneten Bildes und ähnlichem bestimmt werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, eine Kombination eines wasserlöslichen Harzes, wie eines Polyvinylalkoholharzes, eines wasserlöslichen Polyvinylacetalharzes oder Polyvinylpyrrolidon, als dem Bindemittel mit Siliciumdioxid als dem Pigment zu verwenden. In diesem Fall ist das bevorzugte Verhältnis von Harz zu Siliciumdioxid 1 : 1 bis 1 : 15, insbesondere 1 : 2 bis 1 : 10. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der durchschnittliche Partikeldurchmesser des Silicamaterials etwa 1 bis 30 um (Volumendurchschnittspartikeldurchmesser, wie mit der Coulter-Zählmethode gemessen), insbesondere bevorzugt 5 bis 25 um.
- Andere Bestandteile zur Verbesserung der Eigenschaften des Aufzeichnungsmediums können der tinteaufnehmenden Schicht des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmediums zugegeben werden. Beispiele dafür sind Imprägnierungsmittel, wie Melamin- Formaldehydharz, Harnstoff-Formaldehydharz, Acrylamidharz, Glyoxal und Ammoniumzirconcarbonat. Diese können zugegeben werden, um die Wasserbeständigkeit der tinteaufnehmenden Schicht zu verbessern und ein Ausfransen oder Ausbluten der Tinte zu verhindern. Außerdem können Dispergiermittel, Fluoreszenzfarbstoffe, Mittel zum Anpassen des pH-Werts, Antischaummittel, Benetzungsmittel, Haltbarkeitsmittel und ähnliches zugegeben werden, um die Leistungsfähigkeit, die Aufzeichnungseigenschaften und die Lagerstabilität der Tintenstrahlaufzeichnungsblätter zu verbessern.
- Beispiele für die tinteaufnehmende Schicht beinhalten eine in der JP-Veröffentlichung 222281/1985 beschriebene tintenaufnehmende Schicht, in der ein fluorhaltiges synthetisches Silicamaterial als Hohlraum-bildendes Material verwendet wird. Die in dieser Veröffentlichung beschriebene tinteaufnehmende Schicht ermöglicht das Einstellen eines speziellen Gehalts an Fluor in dem synthetischen amorphen Silicamaterial, wodurch das Ausfransen oder Ausbluten wirksam kontrolliert wird.
- Ein anderes bevorzugtes Beispiel für eine tinteaufnehmende Schicht ist in der JP-Veröffentlichung 95285/1987 beschrieben. In der in dieser Veröffentlichung beschriebenen tinteaufnehmenden Schicht wird amorphes Silicamaterial als Teil des Pigments verwendet und die tinteaufnehmende Schicht wird durch Gießbeschichten gebildet. Diese tinteaufnehmende Schicht hat eine hohe Glätte und kann einen Druck mit einem scharfen Rand der Punkte liefern.
- Ein weiteres bevorzugtes Beispiel für die tinteaufnehmende Schicht ist in der JP-Veröffentlichung 186372/1989 beschrieben. Diese tinteaufnehmende Schicht umfaßt ein Polyacrylamid mit einem Molekulargewicht von 10000 bis 500000, synthetisches amorphes Silicamaterial und Polyvinylalkohol und hat eine sehr gute Lagerstabilität des aufgezeichneten Bildes.
- Beispiele für andere tinteaufnehmende Schichten sind in den JP-Veröffentlichungen 27667011990, 13927511990 und 29783111994 beschrieben. Die in diesen Veröffentlichungen beschriebene tinteaufnehmende Schicht wird durch Anordnen einer porösen Schicht eines bestimmten Aluminiumoxidhydrats gebildet und der beanspruchte Vorteil der tinteaufnehmenden Schicht ist die Verwirklichung eines Drucks mit einer ausgeprägten Kugelform des Tintenpunkts, einer exzellenten Farbstoffixierung und einer hohen Farbdichte.
- Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium wird vorzugsweise wie nachstehend hergestellt.
- Eine Beschichtungsflüssigkeit, die ein Gemisch aus kugelförmigem Silicamaterial und nicht-kugelförmigem Silicamaterial und einem Bindemittel umfaßt, wird bereitgestellt. Als das kugelförmige und das nicht-kugelförmige Silicamaterial werden bevorzugt kolloidale Silicamaterialien verwendet, um die Beschichtungsflüssigkeit herzustellen.
- Die Beschichtungsflüssigkeit kann durch Zugabe eines Bindemittels zu einem Gemisch aus kugelförmigem und nicht-kugelförmigem Silicamaterial, gegebenenfalls unter Zugabe weiterer optionaler Additive, und Mischen hergestellt werden.
- Sodann wird ein Substrat für ein Aufzeichnungsmedium oder ein Substrat mit einer tinteaufnehmenden Schicht, wie nachstehend beschrieben, bereitgestellt. Die Beschichtungsflüssigkeit wird sodann auf die Oberfläche des Substrats oder, wenn eine tinteaufnehmende Schicht auf dem Substrat anwesend ist, auf die Oberfläche der tinteaufnehmenden Schicht aufgetragen, wodurch eine Glanzoberflächenschicht gebildet wird. Die Glanzoberflächenschicht kann durch ein beliebiges geeignet gewähltes Verfahren gebildet werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Bildung der Glanzoberflächenschicht mittels des Filmgießverfahrens, das nachstehend beschrieben ist, bevorzugt. Beispielsweise ist das in der JP-Veröffentlichung 15147611988 beschriebene Verfahren bevorzugt. Gemäß diesem Verfahren kann ein Aufzeichnungsmedium mit einer ausgezeichneten Tintenabsorption hergestellt werden.
- In dem Filmgießverfahren kann die Beschichtungsflüssigkeit mit jedem beliebigen Verfahren ohne besondere Einschränkungen beschichtet werden, solange die Beschichtungsflüssigkeit gleichmäßig auf die Oberfläche des Substrats oder die Oberfläche der tinteaufnehmenden Schicht beschichtet wird. Beispiele für hierin verwendbare Beschichtungsverfahren beinhalten air-knife-Beschichten, rod-bar-Beschichten, Gravürbeschichten und Umkehrwalzenbeschichten.
- In dem Filmgießverfahren wird ein Film mit einer glatten Oberfläche, vorzugsweise ein Harzfilm, auf die Beschichtungsflüssigkeitsschicht aufgelegt. Der Film sollte laminiert werden, wenn die Beschichtungsflüssigkeitsschicht noch in einem ungetrockneten Zu stand ist. Daher wird der Film, wenn es möglich ist, unmittelbar nach dem Beschichten laminiert. Vorzugsweise wird die Laminierung durch Durchleiten zwischen zwei Walzen, wie Zweiwalzenkalandern, durchgeführt. Die Laminierbedingungen, wie Druck und Temperatur, können geeignet gewählt werden, solange ein guter Glanz der Glanzoberflächenschicht und zusätzlich vielfältige gute Eigenschaften des Aufzeichnungsmediums verwirklicht werden können. Der Druck der Zweiwalzenkalander ist jedoch vorzugsweise etwa 3 bis 5 kg/cm². Bevorzugte für die Laminierung auf der Beschichtungsflüssigkeitsschicht verwendbare Filme sind Harzfilme mit einer hohen Glätte (z. B. Bekk-Glätte des Films von nicht weniger als 5000 s), wie Polyester, Polypropylen, Polyethylen und Polyimid, und Harzfilme, die durch Zurverfügungstellen einer ablösbaren Siliconbeschichtung auf dem Harzfilm hergestellt werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, eine Beschichtungsflüssigkeit und einen Film zu verwenden, die eine solche Beziehung haben, daß der Kontaktwinkel der Beschichtungsflüssigkeit zu dem Film nicht mehr als 90º ist.
- Nach der Laminierung wird die Beschichtungsflüssigkeitsschicht getrocknet. Danach wird der Film entfernt. Man erhält ein Aufzeichnungsmedium. Die Beschichtungsflüssigkeitsschicht wird durch Verdampfen des Lösungsmittels aus der Papiersubstratseite getrocknet. Die Regulierung der Trocknungsbedingungen, wie die Temperatur, wird als wichtig erachtet, um eine gute Luftpermeabilität des Aufzeichnungsmediums und eine Glätte der Oberfläche der Glanzoberflächenschicht zu verwirklichen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das Trocknen dadurch bewirkt, daß sie Beschichtungsflüssigkeitsschicht mit einer Temperatur von etwa 110 bis 150ºC und einer Düsenluftgeschwindigkeit von nicht weniger als 0,25 m · s&supmin;¹ (15 m/min) für 30 bis 60 s ausgesetzt wird. Die Bedingungen zum Abtrennen des Harzfilms, wie Winkel oder Geschwindigkeit, können geeigneterweise so gewählt werden, daß die Oberfläche der Glanzoberflächenschicht einen guten Glanz, Bekk-Glätte und einen erwünschten Haftreibungskoeffizienten hat.
- Wenn eine tinteaufnehmende Schicht vorgesehen wird, kann die tinteaufnehmende Schicht durch Auflösen oder Dispergieren von Material zur Bildung einer tinteaufnehmenden Schicht in Wasser oder einem geeigneten Lösungsmittel gebildet werden, um eine Beschichtungsflüssigkeit zu erhalten. Sodann wird die Beschichtungsflüssigkeit auf das Substrat beispielsweise durch Walzen-, Schneiden-, air-knife-, rod-bar-, Gravür-, Komma- oder Farbstoffbeschichten beschichtet.
- Die Bedeckung der tinteaufnehmenden Schicht nach dem Trocknen ist vorzugsweise 5 bis 30 g · m&supmin;², insbesondere bevorzugt 10 bis 20 g · m&supmin;².
- JIS P 8147: Verfahren zur Bestimmung des Haftreibungskoeffizienten von Papier Der Haftreibungskoeffizient zwischen den Glanzoberflächen der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmedien wird nach dem nachstehend in JIS P 8147 beschriebenen Verfahren als Horizontalverfahren gemessen.
- Die bei dem Testverfahren verwendete Testmaschine ist in Fig. 2 gezeigt. Die Maschine besteht aus einem Zugprüfgerät mit einer konstanten Zuggeschwindigkeit (nicht gezeigt), einer horizontalen Platte 21 und einem Gewicht 22. Die Beladungszelle mit einer maximalen Beladung von 49,0 N (5 kgf) wird in dem Zugprüfgerät mit einer konstanten Zuggeschwindigkeit verwendet. Die horizontale Platte 22 ist eine Metall-, Glas- oder Holzplatte mit einer glatten Oberfläche mit einer Breite von etwa 200 mm und einer Länge von etwa 450 mm. Ein Ende der Platte 22 ist an den niedrigeren beweglichen Träger 24 des Zugprüfgeräts mit Schrauben befestigt, damit die Platte 22 horizontal sein kann. An der horizontalen Platte 22 ist eine Laufrolle 25 mit einem geringen Gewicht und einer niedrigen Reibung angebracht. Die äußere Seite der Laufrolle 25 ist gerade unter der Beladungszelle des Zugprüfgeräts angebracht und die untere Seite ist in derselben Höhe, wie der Haken 23 des Gewichts 22 angebracht. Das Gewicht 22 ist ein metallischer Block mit einer glatten Oberfläche und ist mit dem Beladungszellenteil 26 des Zugprüfgeräts mittels eines Drahts 27, der ein dünner Metalldraht, wie ein Edelstahldraht oder ein Draht aus synthetischen Fasern, wie Polyesterfasern ist, über die Laufrolle 25 verbunden. Der auf den Boden des Gewichts 22 aufgebrachte Druck ist 1,64 ± 0,24 kPa (16,7 ± 2,5 g ·cm&supmin;²). Wenn beispielsweise das Gewicht mit einer Breite von 60 mm, einer Länge von 100 mm und einem Gewicht von 1000 g verwendet wird, müssen die Größe und Masse nicht exakt sein.
- Zwei Teststücke aus Papier 28 und 29 werden zwischen die horizontale Platte 21 und das Gewicht 22 gelegt. Flusen, Falten und ähnliches sollten bei den Teststücken nicht vorhanden sein. Es ist erforderlich, Sorge zu tragen, daß die Testergebnisse nicht durch Berühren des vermessenen Teils, wodurch dieser mit Fett von der Hand verunreinigt wird, oder durch Markieren mit einem Bleistift oder ähnlichem beeinträchtigt werden. Die Teststücke für die horizontale Platte 21 sind etwa 40 mm breiter, als diejenigen für das Gewicht 22 und die Länge stimmt mit der horizontalen Platte unter Berücksichtigung des Fixierungsteils überein (beispielsweise etwa 100 mm Breite und 250 mm Länge). Die Teststücke für das Gewicht 22 haben dieselbe Breite, wie das Gewicht 22, und die Länge ist so, daß sie an das Gewicht 22 angebracht werden können (beispielsweise 60 mm Breite und 120 mm Länge).
- Der Test wird wie nachstehend beschrieben durchgeführt. Die zwei Enden des Teststücks 29 werden an der horizontalen Platte 21 mit einem Klebeband angebracht, damit keine Falten oder Verwertungen gebildet werden. Auf der anderen Seite werden die beiden Enden des Teststücks 28 an dem Gewicht 22 so angebracht, so daß keine Falten oder Verwerfungen gebildet werden. In dem Zugprüfgerät ist die Bewegungsgeschwindigkeit des unteren beweglichen Trägers 24 auf 0,16 mm · s&supmin;¹ ± 0,003 mm · s&supmin;¹ (10,0 ± 0,2 mm/min) eingestellt. Der volle Ausschlag des Aufzeichnungsteils in dem Zugprüfgerät wird auf 9,8 N (1 kgf) eingestellt. Das Gewicht 22 wird um 50 mm bewegt und die Reibungskraft, die währenddessen auftritt, wird aufgezeichnet. Der erste auftretende Peak in dem Moment, wenn sich das Gewicht 22 beginnt zu bewegen, wird als die Kraft der Haftreibung genommen. Während sich das Gewicht weiter bewegt, wird die Reibungskraft als die Kraft der dynamischen Reibung genommen. Das Verfahren wird fünfmal oder mehr mit jeder Kombination von Teststücken durchgeführt.
- Der Haftreibungskoeffizient (us) wird gemäß der nachstehenden Gleichung berechnet:
- us = Fus/Fn
- wobei
- Fus die Kraft der Haftreibung (mN) und Fn die senkrechte Belastung, die durch das Gewicht 22 verursacht wird (mN), ist.
- Es wird der Durchschnittswert von mindestens fünf Testergebnissen mitgeteilt.
- Die vorliegende Erfindung wird detaillierter in bezug auf die nachstehenden Beispiele beschrieben, obwohl sie nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
- Ein Pulpematerial, das aus 50 Gew.-% NBKP und 50 Gew.-% LBKP zusammengesetzt ist, wurde mittels einer Mahlmaschine (beater) mit einem Mahlgrad von 45º SR eingestellt. Sodann wurden interne Additive mit der nachstehenden Formulierung zu dem Zellstoff zugegeben. Man erhält ein Rohmaterial. Aus diesem Rohmaterial wurde Papier mittels einer Fourdrinier-Maschine hergestellt. Eine Beschichtungsflüssigkeit mit den nachstehenden Beschichtungschemikalien wurde mittels einer Leimpresse mit einer Bedeckung von 1,0 g · m&supmin;² beschichtet. Die erhaltene Beschichtung wurde getrocknet. Man erhält ein Papiersubstrat.
- Ton (ein spezieller Güteklasse-Ton, hergestellt von 2,25 Gew.-% Kanatani Kogyo)
- Talk (SWB, hergestellt von Nippon Talc Co., Ltd.) 2,25 Gew.-%
- Melaminharz (Sumirez Resin 607SY, hergestellt von 0,23 Gew.-% Sumitomo Chemical Co., Ltd.)
- Harzschlichte (Sizepine E, hergestellt von Arakawa 0,5 Gew.-% Chemical Industries, Ltd.)
- Aluminiumsulfat (hergestellt von Nippon Light Metal Co., Ltd.) 2,7 Gew.-%
- Oxidierte Stärke (SK-20, hergestellt von Japan Com 20 Gewichtsteile Starch Co., Ltd.)
- Polyacrylamid (Polymerset 305, hergestellt von Arakawa 40 Gewichtsteile Chemical Industries, Ltd.)
- Kochsalz 0,5 Gewichtsteile
- Wasser 500 Gewichtsteile
- Eine Beschichtungsflüssigkeit für eine tinteaufnehmende Schicht mit der nachstehenden Zusammensetzung wurde auf eine Seite des Papiersubstrats beschichtet. Die Beschichtung wurde sodann unter Bildung einer tinteaufnehmenden Schicht mit einer Bedeckung von 15 g · m&supmin;², auf trockner Basis, getrocknet.
- Beschichtungsflüssigkeit für die tinteaufnehmende Schicht
- Siliciumdioxid (Handelsname "Carplex BS304F", hergestellt von Shionogi & Co., Ltd., Durchschnittspartikeldurchmesser 5,3 um) 150 Gewichtsteile
- Polyvinylalkohol (Handelsname "Gohsenal T-330", hergestellt von Nippon Synthetic Chemical Industry Co., Ltd., 10% wäßrige Lösung) 75 Gewichtsteile
- Melaminvemetzungsmittel (Handelsname "Sumirez Resin SR613", hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd., Feststoffanteil 80%) 3,2 Gewichtsteile
- Wasser 650 Gewichtsteile
- Danach wurde die Beschichtungsflüssigkeit für eine Glanzoberflächenschicht, umfassend kugelförmiges Silicamaterial (Handelsname "Snowtex XL", hergestellt von Nissan Chemical Industry Ltd., Feststoffanteil 20%) und nicht-kugelförmigen Silicamaterial (Handelsname "Snowtex UP", hergestellt von Nissan Chemical Industry Ltd., Feststoffanteil 20%) in den in der nachstehenden Tabelle 1 angegebenen Mengen (Gewichtsteilen) und 50 Gewichtsteile Polyvinylalkohol (Handelsname "Gohsenal T-330", hergestellt von Nippon Synthetic Chemical Industry Co., Ltd., 10% Lösung), auf eine tinteaufnehmende Schicht mittels eines Mikrogravürbeschichtungsgeräts beschichtet. Sofort nach dem Beschichten wurde ein 25 um dicker Polyesterfilm auf die Beschichtungsflüssigkeitsschicht gelegt (Feststoffanteil: etwa 18,3%). Das Laminat wurde durch Zweiwalzenkalender geleitet (Druck 4 kg · cm²). Das Laminat wurde sodann durch einen Schwebetrockner (Temperatur 120ºC) geleitet, wodurch das Laminat getrocknet wurde. Der Polyesterfilm wurde sodann entfernt. Man erhält ein Aufzeichnungsmedium mit einer Glanzoberflächenschicht bei einer Bedeckung von 12 g m², auf trockner Basis.
- Ein Aufzeichnungsmedium des Vergleichsbeispiels 1 und ein Aufzeichnungsmedium des Vergleichsbeispiels 2 wurden in derselben Weise, wie vorstehend beschrieben, hergestellt, außer, daß entweder kugelförmiges kolloidales Silicamaterial allein oder nicht kugelförmiges kolloidales Silicamaterial allein in einer Menge von 250 Gewichtsteilen verwendet wurden. Tabelle 1
- *Verhältnis von kugelförmigen zu nicht-kugelförmigen Silicamaterial
- Als Tintenstrahlaufzeichnungsdrucker wurden MJ700V2C (hergestellt von Seiko Epson Corp., wobei das Aufzeichnungsmedium mit der Glanzoberfläche auf die Zufuhrbehälterseite zeigt) und MJ800C (hergestellt von Seiko Epson Corp., wobei das Aufzeichnungsmedium mit der Glanzoberfläche in Richtung der Zufuhrwalzenseite zugeführt wurde) verwendet. Die in den Beispielen 1 bis 6 und Vergleichsbeispielen 1 und 2 hergestellten Aufzeichnungsmedien wurden in den Zufuhrbehälter des Druckers gegeben und 1000 Blätter des Aufzeichnungsmediums wurden in einer Umgebung von 23ºC und einer Feuchtigkeit von 55% zugeführt, um ein Versagen des Aufzeichnungsmediums beim Zuführen zu überprüfen. Der Prozentsatz an Versagen der Zufuhr der Blätter (%) wurde gemäß der nachstehenden Gleichung bestimmt: Versagen der Blattzufuhr (%) = (Anzahl an Versagen der Blattzufuhr 1000) · 100.
- Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefaßt. In der Tabelle sind die Beurteilung mit MJ700V2C und die Beurteilung mit MJ800C jeweils mit (I) und (II) angegeben. Die Zuführbarkeit wurde als A beurteilt, wenn der Prozentsatz an Versagen der Blattzufuhr geringer als 1% war, mit B, wenn der Prozentsatz an Versagen der Blattzufuhr 1 bis 5% war und mit NG, wenn der Prozentsatz an Versagen der Blattzufuhr 5% überschritten hat.
- Der Glanz der Oberfläche der nach den Beispielen 1 bis 6 und Vergleichsbeispielen 1 und 2 hergestellten Aufzeichnungsmedien wurde in 60º Spiegelglanz gemäß dem in JIS Z8741 beschriebenen Verfahren gemessen. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 2 zusammengefaßt.
- Die Aufsichtsschwärzung eines schwarzgefleckten (100 Zoll) Bildbereichs von Drucken, die unter Verwendung der in den Beispielen 1 bis 6 und Vergleichsbeispielen 1 und 2 hergestellten Aufzeichnungsmedien hergestellt wurden, wurde mit einem Macbeth- Aufsichtsschwärzungsmeßgerät (RD-917) gemessen.
- Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 2 zusammengefaßt.
- Zwei Blätter der nach den Beispielen 1 bis 6 und Vergleichsbeispielen 1 und 2 hergestellten Aufzeichnungsmedien wurden so aufeinandergelegt, daß deren Glanzoberflächen einander zugewandt waren. Der Reibungskoeffizient zwischen den Glanzoberflä chen wurde als Haftreibungskoeffizient unter Verwendung eines Testgeräts zum Messen eines Reibungskoeffizienten (horizontale Richtung), wie in JIS P8147 beschrieben, in einer Umgebung von 20ºC und 65% gemessen. Das Teststück hat eine Breite von - 30 mm und eine Länge von 150 mm und die Bewegungsgeschwindigkeit war 1,6 mm·s&supmin;¹ (100 mm/min).
- Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefaßt. Tabelle 2
Claims (13)
1. Aufzeichnungsmedium (1) umfassend: ein Substrat und eine
Glanzoberflächenschicht auf dem Substrat, dadurch gekennzeichnet, daß die
Glanzoberflächenschicht ein Silicamaterial in Form von im wesentlichen kugelförmigen
Partikeln und ein Silicamaterial in Form von länglichen Partikeln umfaßt.
2. Aufzeichnungsmedium (1) nach Anspruch 1, wobei das Verhältnis von Silicamaterial
in Form von im wesentlichen kugelförmigen Partikeln zu Silicamaterial in Form von
länglichen Partikeln 2 : 8 bis 9, 5 : 0,5 ist.
3. Aufzeichnungsmedium (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Silicamaterial in Form
von im wesentlichen kugelförmigen Partikeln oder das Silicamaterial in Form von
länglichen Partikeln von kolloidalem Silicamaterial abgeleitet ist.
4. Aufzeichnungsmedium (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das kolloidale
Silicamaterial in Form von länglichen Partikeln eine langkettige Struktur hat, die
miteinander verknüpfte Silicamaterialkugeln umfaßt.
5. Aufzeichnungsmedium (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei eine
tinteaufnehmende Schicht zwischen dem Substrat und der Glanzoberflächenschicht
vorgesehen ist.
6. Aufzeichnungsmedium (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die
Glanzoberflächenschicht einen 60º Spiegelglanz von nicht weniger als 35 hat.
7. Aufzeichnungsmedium (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der
Haftreibungskoeffizient nach JIS P8147 zwischen Glanzoberflächen der
Aufzeichnungsmedien 0, 8 bis 1,1 ist.
8. Verfahren zur Herstellung des Aufzeichnungsmediums (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 7, umfassend die Schritte:
- Herstellen einer Beschichtungsflüssigkeit,
- Beschichten der Beschichtungsflüssigkeit auf ein Substrat oder eine
tintenaufnehmende Schicht auf einem Substrat, um eine
Beschichtungsflüssigkeitsschicht zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Beschichtungsflüssigkeit ein Silicamaterial in Form von im wesentlichen
kugelförmigen Partikeln, ein Silicamaterial in Form von länglichen Partikeln und ein
Bindemittel umfaßt, und
- Auflegen und Bringen eines Films mit einer glatten Oberfläche in engen Kontakt mit
der Beschichtungsflüssigkeitsschicht,
- Trocknen der Beschichtungsflüssigkeitsschicht unter Bildung einer
Glanzoberflächenschicht, und
- Entfernen des Films von der Glanzoberflächenschicht.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Film mit einer glatten Oberfläche ein Harzfilm
ist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Beschichtungsflüssigkeit und der
verwendete Film eine solche Beziehung zueinander haben, daß der Kontaktwinkel der
Beschichtungsflüssigkeit zu dem Film nicht größer als 90º ist.
11. Aufzeichnungsverfahren umfassend das Drucken einer Tintenzusammensetzung
auf das Aufzeichnungsmedium (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Aufzeichnungsverfahren ein
Tintenstrahlaufzeichnungsverfahren ist, umfassend die Schritte von:
- Ausstoßen von Tröpfchen einer Tintenzusammensetzung, und
- Ablagern der Tröpfchen auf dem Aufzeichnungsmedium (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 7, um Drucken durchzuführen.
13. Aufzeichnung, hergestellt mittels des Aufzeichnungsverfahrens nach einem der
Ansprüche 11 oder 12.
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