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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Audiomischpult zur Verarbeitung einer
Vielzahl von Audiokanälen,
in deren jedem eine Vielzahl von Audioverarbeitungsfunktionen auszuführen ist.
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Traditionell
sind Audiomischpulte auf einer diskreten Technologie basiert gewesen,
bei der Audiosignal-Verarbeitungsmodule in einer gewünschten Beziehung
miteinander verbunden und dann durch manuelle bzw. durch manuell
betätigbare
Schalter im Mischpult gesteuert wurden. Traditionelle Audiomischpulte
weisen jedoch eine Anzahl von Nachteilen auf, einschließlich ihrer
physikalischen Größe, der
Gesamtanzahl von manuell betätigbaren
Steuerungen bzw. Steuereinrichtungen (Überblendregler, Potentiometer,
Schalter, etc.) und der relativen Inflexibilität der Gesamtanordnung. In typischer
Weise stellen Audiomischpulte größenordnungsmäßig 128 Kanäle bereit,
in deren jedem die Verstärkung,
Entzerrung und andere Audioverarbeitungsfunktionen ausgeführt werden
können,
und zwar mit einem für jeden
Kanal zweckbestimmt vorgesehenen Kanal-Überblendregler. Darüber hinaus
kann jeder Kanal etwa 100 Parametereinstellungen (z.B. die Verstärkung, Entzerrungsfilterfrequenzen,
etc.) und Tasten zur Steuerung bestimmter Betriebsmoden, wie eines
Solo- bzw. Einzelmodus erfordern, um die Überwachung eines einzelnen
Kanals zu ermöglichen. Dies
bedeutet, dass ein vollkommen aufgebautes Mischpult bzw. Pult eine
sehr große
Anzahl von Überblendreglern,
Tasten, Pultknöpfen,
etc. enthalten wird.
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Demgemäß ist vorgeschlagen
worden, ein Audiomischpult mit einer Frontplatte bereitzustellen, die
eine Vielzahl von durch einen Anwender bedienbare Steuerungen zur
Steuerung von ver schiedenen Audiosignal-Verarbeitungsfunktionen
und einen digitalen Signalprozessor zur Verarbeitung von Audiosignalen
in Abhängigkeit
von den Einstellungen der durch den Anwender bzw. Benutzer bedienbaren Steuerungen
enthält.
Es ist vorgeschlagen worden, die Anzahl der Überblendregler dadurch zu verringern,
dass ein Mischpult mit einer Reihe von Überblendreglern bereitgestellt
wird, die einer ausgewählten
Gruppe von Kanälen
zugeordnet werden können. Es
wird gehofft, dass eine solche Technologie zur Verringerung der
Gesamtgröße derartiger
Mischpulte führen
kann, während
zugleich die Flexibilität
gesteigert wird. Ein Nachteil einer derartigen Technologie liegt
jedoch in der Beseitigung der direkten physikalischen Beziehung
zwischen den tatsächlichen
Audiofunktionen und den Zwischenverbindungen sowie den Anwendersteuerungen
des Mischpults und der Verarbeitung jener Funktionen. So entsteht
beispielsweise ein Problem mit der Anzeige des Zustands der Steuerfunktionen,
die einem Kanal zugeordnet sind, der gerade nicht der Reihe von Überblendreglern
zugewiesen ist.
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In
der internationalen Patentanmeldung WO 93/03549 ist ein Audiomischpult
angegeben, welches eine Anordnung zum Mischen von Audio-Eingangssignalen
bereitstellt, die von einer Vielzahl von Eingangskanälen empfangen
werden. Das Steuersystem enthält
menüauswählbare Funktionen
zur Einstellung von Steuerungsmoden und von Leit- bzw. Routingsignalen.
Das Mischpult weist ein Haupt- bzw. Mastermodul auf, welches mehrere
Eingangsblöcke
für Signalsteuerungsvorrichtungen
enthält. Vier
Hilfs-Busmaster-Steuerungsblöcke
sind für
Einsatz-Mischungen oder als Gruppenübertragungen für Mono-
oder Stereosignal-Prozessoren
vorgesehen. Jeder individuelle Hilfsbus weist ein Sendepegel-Steuerungspotentiometer
sowie eine EIN/AUS-Taste mit einer Anzeigeeinrichtung auf. Jedes
Paar weist eine Block-Dämpfungstaste
auf.
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Verschiedene
Aspekte und Merkmale der vorliegenden Erfindung sind in den beigefügten Ansprüchen festgelegt.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Audiomischpult
zur Verarbeitung einer Vielzahl von Audiokanälen bereitgestellt, in deren
jeden eine Vielzahl von Audioverarbeitungsfunktionen auszuführen ist,
wobei das betreffende Audiomischpult ein Steuerfeld aufweist, welches
eine Reihe von durch einen Benutzer bzw. Anwender betätigbaren
Kanalsteuerungen enthält,
deren jede zur Betätigung
einer bestimmten Kanalfunktion für
einen entsprechenden Kanal vorgesehen ist, wobei eine Einrichtung
zur Zuteilung einer ausgewählten
Gruppe von Kanälen
zu der Reihe von Kanalsteuerungen vorgesehen ist und wobei eine
globale Funktionsanzeigeeinrichtung zur Anzeige vorgesehen ist,
dass die bestimmte Kanalfunktion für zumindest einen Kanal ausgewählt worden
ist, ob der betreffende Kanal sich in einer Gruppe von Kanälen befindet
oder nicht, welche momentan der genannten Reihe von Kanalsteuerungen
zugeteilt ist.
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Vorzugsweise
umfasst das Pult eine durch einen Benutzer betätigbare globale Funktions-Löschsteuereinrichtung,
wodurch eine Benutzeroperation der betreffenden globalen Funktions-Löschsteuerung veranlasst, die
genannte bestimmte Kanalfunktion in sämtlichen Kanälen zu löschen. Durch
die Bereitstellung der globalen Funktions-Löschung ist es möglich, die
bestimmte Kanalfunktion in sämtlichen
Kanälen zu
löschen,
und zwar sowohl in Kanälen,
die momentan der Reihe von Kanalsteuerungen zugeteilt sind, als
auch in Kanälen,
die momentan nicht der Reihe von Kanalsteuerungen zugeteilt sind.
Dadurch ist es nicht notwendig, die nicht zugeteilten Kanäle zu ermitteln,
bezüglich
der die Funktion aktiv ist, um sie zu löschen.
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Die
Kanalsteuerungen können
Tasten aufweisen, die möglicherweise
mit einer Kanalfunktions-Anzeigeeinrichtung verbunden sind (beispielsweise
mit einer Beleuchtung in der Taste), um anzuzeigen, dass die bestimmte
Funktion für
den Kanal ausgewählt
ist, der momentan der betreffenden Taste zugeordnet ist.
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Vorzugsweise
ist die globale Funktions-Anzeigeeinrichtung einer globalen Funktions-Löschtaste
zum Löschen
der bestimmten Kanalfunktion in sämtlichen Kanälen zugehörig.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist jede Kanalsteuerung der Reihe von durch einen
Benutzer bzw. Anwender betätigbaren Kanalsteuerungen
einem Kanal-Überblendregler
zugehörig,
wobei die Zuteilungseinrichtung eine ausgewählte Gruppe von Kanälen der
Reihe von Kanalsteuerungen und zugehörigen Kanal-Überblendreglern
zuteilt.
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Außerdem ist
die bestimmte Funktion bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung eine Einzelkanal-Überwachungsfunktion.
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Vorzugsweise
bewirkt eine Aktivierung einer Einzelkanal-Überwachungssteuerung die Stummsteuerung
aller übriger
Kanäle
mit Ausnahme jener, die über
eine aktivierte Einzelkanal-Überwachungssteuerung
verfügen.
Dies gestattet der Bedienperson, sich individuell die Komponentenklänge (in
typischer Weise gesonderte Instrumente) der vollständigen Mischung
anzuhören.
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Vorzugsweise
können
die globale Funktions-Anzeigeeinrichtung und die globale Funktions-Löschtaste
ferner für
Vor-Überblend-Hör- und Nach-Überblend-Hörfunktionen
angewandt sein.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Audiomischpult zur Verarbeitung
einer Vielzahl von Audiokanälen
bereitgestellt, in deren jeden eine Vielzahl von Audioverarbeitungsfunktionen auszuführen ist,
wobei das Audiomischpult ein Steuerfeld mit einer Reihe von Einzelfunktions-Auswahleinrichtungen,
deren jede für
einen entsprechenden Kanal vorgesehen ist, der zuteilbar sein kann,
und eine Einzelfunktions-Auswahleinrichtung zur Auswahl einer Funktion
aus einer Vielzahl von Einzelkanal-Überwachungsfunktionen aufweist.
Die Einzelfunktionen, die durch die Einzelfunktions-Auswahlein richtung
auswählbar
sind, umfassen einen Modus oder mehrere Moden der folgenden Einzelmoden, nämlich:
- – einen
Modus, in welchem jeweils ein oder mehrere Kanäle für eine Einzelüberwachung
durch eine erste Operation einer durch einen Benutzer betätigbaren
entsprechenden Steuerung ausgewählt
werden können,
wobei die Auswahl solange beibehalten wird, bis sie entweder durch
eine zweite Operation der in Frage kommenden, durch einen Benutzer
betätigbaren
Steuerung oder durch eine Operation einer globalen Löschung mittels
einer globalen Funktions-Löschsteuerung gelöscht wird,
- – einen
Modus, in welchem ein Kanal für
eine Einzelüberwachung
durch eine erste Operation einer durch einen Benutzer betätigbaren
entsprechenden Steuerung ausgewählt
werden kann, wobei die Auswahl solange beibehalten wird, bis sie
entweder durch eine zweite Operation der entsprechenden, durch einen
Benutzer betätigbaren Steuerung
oder durch eine Operation einer globalen Löschung mittels einer globalen
Funktions-Löschsteuerung
oder durch eine erste Operation einer durch einen Benutzer betätigbaren Steuerung
für einen
anderen Kanal gelöscht
wird; und
- – einen
Modus, in welchem ein Kanal für
eine Einzelüberwachung
lediglich während
einer Zeitspanne des Betriebs bzw. der Operation einer durch einen
Benutzer betätigbaren
Steuerung für den
betreffenden Kanal ausgewählt
ist, wobei die genannte Auswahl auf die Beendigung der Benutzeroperation
der genannten, durch einen Benutzer betätigbaren Steuerung hin gelöscht wird.
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Vorzugsweise
ist die oder jede Anzeigeeinrichtung ferner beleuchtet, um eine
aktive Auswahl anzuzeigen.
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Es
wird außerdem
eine durch einen Benutzer bzw. Anwender betätigbare Steuereinrichtung bzw. Steuerung
bereitgestellt, möglicherweise
in einem Pult bzw. Mischpult, wie es oben festgelegt ist, wobei die
betreffende Steuereinrichtung bzw. Steuerung einen EIN-Zustand
und einen AUS-Zustand aufweist und eine Automatikmodus-Steuerung
enthält,
die so betreibbar ist, dass in einem ersten Durchgang Anfangs-Schaltzeiten,
zu denen die betreffende, durch einen Benutzer betätigbare
Steuerung von AUS in EIN geschaltet wird, und End-Schaltzeiten zu
speichern sind, zu denen der betreffende Schalter von EIN in AUS
geschaltet wird, und zwar zur automatischen Wiedergabe der betreffenden
Steuerungs-Schaltvorgänge
in einem anschließenden Durchgang;
die betreffende Automatisierungsmodus-Steuerung ist in einem anschließenden Durchgang
betreibbar, um die genannten Anfangs- und/oder End-Schaltänderungen
durch überlappende
Schaltzeiten selektiv zu ändern.
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Vorzugsweise
spricht die Automatikmodus-Steuerung an,
- – um den
Schalter vor der aufgezeichneten Anfangs-Schaltzeit einzuschalten,
gefolgt vom Ausschalten des Schalters nach der aufgezeichneten Anfangs-Schaltzeit,
jedoch vor der aufgezeichneten End-Schaltzeit, um eine aufgezeichneten
Anfangs-Schaltzeit durch Überschreiben
der aufgezeichneten Anfangs-Schaltzeit mit einer Einschaltzeit vorzurücken, oder
- – um
den Schalter nach der aufgezeichneten Anfangs-Schaltzeit, jedoch
vor der aufgezeichneten End-Schaltzeit einzuschalten, gefolgt vom
Ausschalten des Schalters nach der aufgezeichneten End-Schaltzeit
zur Verzögerung
einer aufgezeichneten End-Schaltzeit durch Überschreiben der aufgezeichneten
End-Schaltzeit durch eine Abschaltzeit, oder
- – um
den Schalter vor der aufgezeichneten Anfangs-Schaltzeit, gefolgt
vom Ausschalten des Schalters nach der aufgezeichneten End-Schaltzeit
einzuschalten, um die aufgezeichneten Anfangs- und End-Schaltzeiten
zu löschen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird eine durch einen Benutzer betätigbare Steuerung
bereitgestellt, um die Signalquelle für die Regieraum-Lautsprecher
auszuwählen.
Wenn bei einem konventionellen Pult- bzw. Mischpult eine Nach-Überblend-Hör-(AFL)- oder eine Vor-Überblend-Hör-(PFL)-Funktion aktiviert
ist, wird das Ergebnis mit den Regieraum-Lautsprechern angehört. Die Operation der Lautsprecherquelle-Auswahlfunktion verbindet
die Lautsprecher lediglich mit dem Haupt-Stereoabgabebus permanent,
was der Bedienperson ermöglicht,
die AFL- und PFL-Funktionen allein unter Verwendung von Kopfhörern anzuhören, während das
vollständige
Gemisch von den Lautsprechern hörbar
ist.
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Es
wird ferner ein Audiomischpult zur Verarbeitung einer Vielzahl von
Audiokanälen
bereitgestellt, in deren jeden eine Vielzahl von Audioverarbeitungsfunktionen
auszuführen
ist, wobei eine Mehrkanal-Aufzeichnungseinrichtung, eine erste Verstärkungssteuerung
(beispielsweise eine Aufzeichnungspegel-Steuerung) und eine zweite
seriell angeschlossene Verstärkungssteuereinrichtung
(beispielsweise eine Überwachungspegel-Steuerung) vorgesehen
sind. Dabei spricht die zweite Verstärkungssteuereinrichtung funktional
auf das erste Verstärkungssteuersignal
an.
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Vorzugsweise
spricht die zweite Verstärkungssteuerung
auf Einstellungen der ersten Verstärkungsteuereinrichtung an,
um inverse Einstellungen auf die Verstärkung für die zweite Verstärkungsteuereinrichtung
auszuüben,
wodurch ein konstantes Ausgangssignal für den Benutzer einer Überwachung-
bzw. Monitorfunktion sogar während Änderungen
in der Aufzeichnungsverstärkung
bereitgestellt werden kann, um das Signal-Rausch-Verhältnis bzw.
den Störabstand
bei der Aufzeichnung durch Einstellen der Aufzeichnungspegel-Steuerung
zu optimieren.
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Unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
wird eine Ausführungsform
der Erfindung beispielhaft beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
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1 ein
schematisches Blockdiagramm eines Mischpults für eine Audiosignalverarbeitung,
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2 eine
detailliertere schematische Darstellung eines Teiles eines Steuerfeldes
des Mischpults gemäß 1,
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3 eine
schematische Darstellung der Verbindung von durch einen Benutzer
betätigbaren Steuerungen
im Steuerfeld 12 und dem Signalverarbeitungsnetzwerk des
Mischpults gemäß 1,
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4 eine
schematische Darstellung von Aspekten eines Verarbeitungskanals
des Mischpults gemäß 1,
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5 ein
Ablaufdiagramm, welches die Verknüpfungssteuerung für Schaltfunktionen
des Mischpults gemäß 1 veranschaulicht,
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6 ein
Zeitdiagramm zur Erläuterung
der Verknüpfungssteuerung
gemäß 5,
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7 ein
schematisches Diagramm, welches eine Realisierung der Einzelmodus-Funktionen veranschaulicht,
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8 ein
schematisches Diagramm, welches Aspekte eines Signalverarbeitungskanals
des Mischpults gemäß 1 veranschaulicht,
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9 eine
Reihe von Zeitdiagrammen zur Erläuterung
von Aspekten eines automatischen Schaltbetriebs des Mischpults gemäß 1 und
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10 ein
Ablaufdiagramm, welches den automatischen Schaltmodus des Mischpults
gemäß 1 veranschaulicht.
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1 zeigt
ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm eines Mischpults 10 für die Verwendung
in einem Audio-Aufzeichnungsstudio. Das Mischpult bzw. Pult 10 umfasst
eine Frontplatte bzw. ein vorderes Feld 12, ein Prozessor-Netzwerk 14 mit einer
Reihe von Signalprozessoren 15 und einer Vielzahl von Steuerungs-Prozessoren
sowie einer Pufferschaltung 16 und einem oder mehreren
Eingangs-/Ausgangs-Interface-Prozessoren
und Schnittstellen 18. Wie in 1 gezeigt,
ist eine Host-Einheit 20 vorgesehen, die mit dem Rest des Systems
permanent oder lediglich während
der Initialisierungs- und Störbeseitigungsstufen
des Betriebs verbunden sein könnte.
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Das
Feld 12 umfasst eine Reihe von Bedienperson-Steuereinrichtungen,
welche Überblendregler,
Schalter, Dreh-Steuereinrichtungen, Video-Anzeigeeinheiten, Lampen
und andere Anzeigeeinrichtungen umfassen, wie dies in 1 in
einer schematischen Weise dargestellt ist. Optional kann das Feld 12 auch
mit einer Tastatur, mit einer Nachlaufvorrichtung bzw. mit Nachlaufvorrichtungen,
etc. sowie mit einem Allzweck-Prozessor (nicht dargestellt) für die Eingabe
und Steuerung von Aspekten des Betriebs des Pults versehen sein.
Eine oder mehrere der Videoanzeigeeinheiten in dem Feld können dann
als Anzeigeeinrichtung für
den Allzweckrechner bzw. -computer verwendet werden.
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Bei
einer Ausführungsform
ist die Host-Einheit 20 als Allzweck-Arbeitsstation bzw.
-Arbeitsplatzrechner realisiert, in die bzw. den eine computergestützte Design-(CAD)-Packung
oder andere Software-Packungen für
eine Kopplung mit anderen Merkmalen des Mischpults einbezogen sind.
Die Host-Einheit könnte
alternativ als zweckgebundener bzw. zweckgebauter Arbeitsplatzrechner,
der eine Spezialzweck-Verarbeitungsschaltung enthält, um die
gewünschte
Funktionalität
bereitzustellen, oder als Mainframe-Computer oder als Teil eines
Computer-Netzwerks
realisiert sein. Wie in 1 dargestellt, enthält die Steuereinheit 20 eine
Anzeigeeinrichtung 20D, Benutzer-Interfacegeräte 20I, wie eine Tastatur,
eine Maus, etc., und eine Verarbeitungs- und Kommunikationseinheit 20P.
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Beim
normalen Betrieb wird die Steuerung des Mischpults im vorderen Feld
oder Mischtisch 12 ausgeführt. Das Mischpult 10 ist
mit anderen Geräten zur
Kommunikation bzw. Übertragung
von Audio- und Steuerdaten zwischen dem Prozessor-Netzwerk 14 und
verschiedenen Eingabe-/Ausgabevorrichtungen bzw. -geräten (nicht
dargestellt) verbunden, wie beispielsweise mit Lautsprechern, Mikrofonen,
Aufzeichnungsgeräten,
Musikinstrumenten, etc. Der Betrieb des Studio-Netzwerks kann in
dem vorderen Feld oder Mischtisch 12 gesteuert werden,
wodurch die Kommunikation bzw. Übertragung
von Daten zwischen den Geräten
im Studio-Netzwerk und die Realisierung der erforderlichen Verarbeitungsfunktionen durch
das Prozessor-Netzwerk 14 auf den Betrieb der Feld-Steuerungen
hin erfolgen.
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Das
Prozessor-Netzwerk 14 kann als in eine Steuerseite 16,
die auf den Status bzw. Zustand der verschiedenen Steuerungen in
dem vorderen Feld 12 anspricht, und eine Audiosignal-Verarbeitungsseite 15 aufgeteilt
betrachtet werden, welche die erforderlichen Audio-Verarbeitungsfunktionen
in Abhängigkeit
von den Steuerungseinstellungen implementiert und Audiodaten mit
dem Studio-Netzwerk über
das Eingabe-/Ausgabe- bzw. I/O-Interface 18 kommuniziert.
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Die
Verarbeitung von digitalen Audiodaten wird durch eine Parallel-Signalverarbeitungsanordnung 15 ausgeführt, die
eine große
Anzahl von integrierten Signalverarbeitungsschaltungen (SPICs) enthält. Die
SPICs arbeiten unter einer Mikroprogrammsteuerung, wobei ein Mikrocode
durch die Host-Einheit 20 in einer Initialisierungsphase
des Betriebs geladen wird. Bei der bevorzugten Ausführungsform
ist das Prozessor-Netzwerk 14 in einem Gestell angeordnet,
in dem eine Vielzahl von Karten untergebracht ist. Jede Karte trägt eine
Reihe von beispielsweise 25 SPICs, wobei die horizontalen und vertikalen
Busse zwischen den Karten derart angeschlossen sind, dass die SPICs
unter einem logischen und elektrischen Gesichtspunkt eine große Reihe
bzw. Anordnung bilden. Die Busse können mit periodischen Pipeline-Registern
zu einer Schleife geschaltet sein, um eine bidirektionale Übertragung bzw.
Kommunikation um die Schleife herum zu ermöglichen und um die Verbindungsmöglichkeit
der Anordnung zu erweitern. Die Signalprozessoren sind außerdem mit
dem I/O-Interface 18 verbunden.
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Die
Parallel-Verarbeitungsanordnung als Ganzes sorgt für die Implementierung
bzw. Realisierung sämtlicher
Audio-Verarbeitungsfunktionen, die in Abhängigkeit von der Konfiguration
des Studio-Netzwerks und der Steuerungseinstellungen in dem vorderen
Feld 12 durch Festlegen von digitalen Audio-Verarbeitungskanälen in dem
Signalverarbeitungsnetzwerk erforderlich sind. Der in der Initialisierungsphase
geladene Mikrocode sorgt für
individuelle Audiosignal-Verarbeitungsfunktionen, obwohl die Leitweglenkung
bzw. das Routing von Daten und die Abgabe von Koeffizientendaten
unter der Steuerung des Steuerungs-Prozessors bzw. der Steuerungs-Prozessoren 16 zur
Betriebszeit erfolgt. Um eine bestimmte Funktion ein- oder auszuschalten oder
um das Routing von Daten zu ändern,
ist der Steuerungs-Prozessor oder sind die Steuerungs-Prozessoren 16 mit
der Reihe der SPICs 15 gekoppelt, um Signaldaten, Koeffizienten
und Adressen in die SPICs einzuschreiben und um Signaldaten, Koeffizienten
und Adressen aus den SPICs zu lesen.
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Der
Steuerungs-Prozessor ist bzw. die Steuerungs-Prozessoren 16 sprechen
auf den Betrieb der durch einen Benutzer betätigbaren Feld-Steuerungen,
wie der Kanal-Überblendregler 26,
der Schalter 39 und der Steuerknöpfe 38, etc. durch
eine Bedienperson an, um die Charakteristiken, wie Signalpegel, etc.
von Audiosignalen zu verändern.
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Wie
aus 1 ersehen werden kann, ist das Steuerfeld des
Mischpults in zwei Haupt-Unterfelder 22, 24 und
einem zentralen Steuerfeld 40 aufgeteilt. Die Unter- bzw.
Subfelder 22 und 24 sind vorzugsweise in derselben
Weise konfiguriert, so dass der Benutzer bzw. Anwender entweder
das linke oder das rechte Unterfeld benutzen kann, ohne seinen Betriebsmodus
anpassen zu müssen.
Das zentrale bzw. mittlere Steuerfeld 40 enthält zentralisierte
Funktionen, die auf den Gesamtbetrieb des Steuerfeldes und den Betrieb
der einzelnen Unterfelder 22 und 24 anwendbar
sind.
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Jedes
Unterfeld 22 und 24 ist mit einer Reihe 26B von
Kanal-Überblendreglern 26 neben
dem Benutzer ausgestaltet. Diese Kanal-Überblendregler 26 stellen
die Hauptkanal-Überblendregler
für eine
Einstellung der Verstärkung
von ausgewählten Kanälen bereit.
Oberhalb jeder Reihe 26B von Überblendreglern 26 befindet
sich ein Steuerbereich 30, der eine Vielzahl von Benutzer-Eingabevorrichtungen
enthält, wie
Drehsteuerknöpfe 38 und
Steuertasten 39. Die Steuerknöpfe 38 werden zur
Einstellung von Steuerungsparametern verwendet, und die Steuertasten 39 werden
in typischer Weise zum Ein- und Ausschalten von Steuerfunktionen
herangezogen. Die verschiedenen, durch einen Benutzer betätigbaren Steuerungen
können
in dem Steuerbereich 30 in einer Weise angeordnet sein,
die für
Auszuführende
typische Audiosignal-Verarbeitungsfunktionen passend ist. Durch
Anordnen der Steuerungen in dem Steuerbereich in einer logischen
Art und Weise ist die Benutzer- bzw. Anwenderbetätigung dieser Steuerungen erleichtert.
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Der
zentrale Steuerbereich 40 enthält ferner einen Satz von Überblendreglern
zur Steuerung von Hauptpultoperationen, wobei die betreffenden Überblendregler
einen Haupt- bzw. Master-Überblendregler
für die
Steuerung der Gesamtverstärkung
des Audiopults enthält.
Der betreffende Bereich enthält
außerdem
ein Steuerfeld 44, welches Steuerknöpfe 48 und Steuertasten 50 zur
Einstellung der Gesamt-Steuerfunktionen und zur Zuteilung und Ein- und
Ausschaltung von ausgewählten
Funktionen umfasst.
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Zwischen
jedem der Unterfelder 22 und 24 und dem zentralen
Steuerbereich 40 ist ein Block von Drucktasten 28 für die Auswahl
einer Gruppe von verfügbaren
Kanälen
(beispielsweise von 256 Kanälen
bei der bevorzugten Ausführungsform)
für die
Zuteilung zu den Kanal-Überblendreglern 26 (beispielsweise
den 16, 24 oder 32 Kanal-Überblendreglern) des
angrenzenden Unterfeldes 22 oder 24 vorgesehen.
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Direkt
unterhalb jedes Überblendreglers
der Reihe 26B von Kanal-Überblendreglern 26 befindet sich
eine Zugriffs-Steuertaste einer Reihe 32B von Zugriffs-Steuertasten 32 für die Zuweisung
des zugehörigen
Steuerbereichs 30 zu einem bestimmten Kanal, dem die bestimmte
Taste in der Tastenreihe 32B und der entsprechende Überblendregler
in der Überblendreglerreihe 26B zugewiesen
sind. Die Zugriffs-Steuertasten 32 sind mit Beleuchtung
ausgestattet, um eine Anzeige dafür zu liefern, dass eine bestimmte
Zugriffs-Steuertaste 32 aktiviert worden ist und dass auf
den Kanal zugegriffen worden ist.
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Jedes
der Unterfelder 22 und 24 sowie das Steuerfeld 40 enthält Sichtanzeigen 34, 46 zur
Darstellung der gewünschten
Information. Außerdem sind
Sichtanzeigeeinrichtungen den Tasten 32 und 39 zugehörig (z.B.
Lampen in den Tasten), um eine Anzeige zu liefern, wenn die betreffenden
Tasten aktiviert sind; Sichtanzeigen sind den Steuerknöpfen 36 zugehörig, um
eine Anzeige über
die aktuelle „Position" jener Steuerknöpfe zu liefern.
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2 zeigt
eine detailliertere schematische Darstellung des unteren rechten
Teiles des Feldes 12 von 1.
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Es
dürfte
einzusehen sein, dass eine Einzeltaste 36 oberhalb jedes
Kanal-Überblendreglers
der Reihe von Kanal-Überblendreglern 26 vorgesehen ist.
Eine Aktivierung einer Einzeltaste ermöglicht, den Signalverarbeitungskanal,
der momentan der betreffenden Taste und dem Überblendregler unmittelbar darunter
zugeordnet ist, separat von den anderen Kanälen zu überwachen. Somit kann beispielsweise ein
bestimmtes Instrument überwacht
werden, und zwar in typischer Weise unter Verwendung der Studio-Überwachungslautsprecher.
Wie später
beschrieben werden wird, sind verschiedene Einzelmoden bei der bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen. Außerdem
ist in 2 die Reihe 32B von Zugriffssteuertasten 32 dargestellt,
auf die oben Bezug genommen worden ist für die Zuweisung des zugehörigen Steuerbereichs 30 zu
einem bestimmten Kanal, dem die bestimmte Taste in der Tastenreihe 32 und
der entsprechende Überblendregler in
der Überblendreglerreihe 26 zugeteilt
sind.
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In 2 ist
außerdem
eine Anzahl von Einzelmodus-Steuertasten und -Anzeigeeinrichtungen dargestellt.
Diese enthalten eine Einzelmodus-Taste 41 zur Auswahl eines
Einzelüberwachungsmodus, eine
AFL-Modus-Taste 42 zur Auswahl eines AFL-Überwachungsmodus über den
AFL-Bus und eine globale Einzel-Löschtaste 43.
Die globale Einzel-Löschtaste
ist beleuchtet, wenn ein Einzelmodus oder ein AFL-Modus in zumindest
einem Kanal aktiviert worden ist.
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Außerdem sind
drei Tasten 45A, 45B und 45C zur Auswahl
eines von drei Einzelmoden dargestellt, nämlich:
45A – eines
Standard-Einzelmodus, in welchem ein oder mehrere Kanäle unabhängig für eine Einzelüberwachung
durch eine erste Operation einer entsprechenden, durch einen Benutzer
betätigbaren Steuerung
ausgewählt
werden können,
wobei die Auswahl solange beibehalten wird, bis sie entweder durch
eine zweiten Operation der in Frage kommenden, durch einen Benutzer
betätigbaren
Steuerung oder durch eine Operation einer globalen Löschung durch
eine globale Funktions-Löschsteuerung
gelöscht
wird;
45B – eines
Verriegelungs-Einzelmodus, in welchem ein oder mehrere Kanäle jeweils
für eine
Einzelüberwachung
durch eine erste Operation einer entsprechenden, durch einen Benutzer
betätigbaren
Steuerung ausgewählt
werden können,
wobei die Auswahl solange beibehalten bleibt, bis sie entweder durch eine
zweite Operation der in Frage kommenden, durch einen Benutzer betätigbaren
Steuerung oder durch eine Operation einer globalen Löschung durch eine
globale Funktions-Löschsteuerung
oder durch eine erste Operation einer durch einen Benutzer betätigbaren
Steuerung für
einen anderen Kanal gelöscht
wird; und
45C – eines
Kurzzeit-Einzelbetriebs bzw. -Einzelmodus, in welchem ein Kanal
für eine
Einzelüberwachung
lediglich während
einer Zeitspanne einer Betätigung
einer durch einen Benutzer betätigbaren
Steuerung für
den Kanal ausgewählt
ist, wobei die Auswahl auf die Beendigung der Benutzeroperation der durch
einen Benutzer betätigbaren
Steuerung hin gelöst
wird.
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3 zeigt
eine schematische Darstellung der Beziehung zwischen den Benutzer-Eingabevorrichtungen
bzw. -geräten
(einschließlich
der Schalter 32 und 36 – auch der Plus- und Minus-Tasten 64 bzw. 62 und
der EIN-Tasten 65 von 2 – und der
analogen Benutzervorrichtungen 26 und 38) in dem Steuerfeld
und dem Signalverarbeitungs-Netzwerk 15. Speziell umfasst
das Steuerfeld 12 eine Multiplexanordnung 52,
die auf eine Abtast-Steuerung 56 anspricht, um individuell
sämtliche,
durch einen Benutzer betätigbaren
Steuerungen in dem Steuerfeld sequenziell abzutasten. Die von den
Benutzer-Eingabevorrichtungen abgetasteten Werte, die binäre Ausgangssignale
liefern, wie die Schalter 32, 36, 62, 64 bzw. 65,
werden direkt über
eine Leitung 53 zu dem Prozessor-Netzwerk 14 als
Zeitmultiplexsignale weitergeleitet. Von analogen Eingabevorrichtungen,
wie Steuerknöpfen 38 und
dem Überblendregler 26 abgetastete
Analogwerte werden in einer Zeitmultiplexweise über einen Analog-/Digital-
bzw. A/D-Wandler 54 an das Prozessor-Netzwerk 14 abgegeben.
Somit werden die durch einen Benutzer betätigbaren Steuerungen in dem
Steuerfeld 12 in einer Art und Weise abgetastet, die einem
Durchschnittsfachmann, der Benutzer-Eingabevorrichtungen, wie Tastaturen,
etc. nutzt, vertraut ist. Die Abtast-Steuerung 56 kann
in dem Steuerfeld 12, wie in 3 dargestellt,
enthalten sein, oder die Abtaststeuerung kann alternativ direkt von
dem Signalverarbeitungs-Netzwerk 14 erfolgen, wie dies
durch die gestrichelte Linie 58 dargestellt ist.
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Die
Zeitmultiplexsignale von dem A/D-Wandler 54 werden in dem
(den) Steuerprozessor(en) 16 verarbeitet, in welchem bzw.
in welchen die Eingangssignale gesonderten Steuerungs- und Signalverarbeitungskanälen mit
den notwendigen Signalverarbeitungsfunktionen zugewiesen werden,
die in dem Netzwerk 15 der Signalprozessoren SP in Signalverarbeitungskanälen ausgeführt werden,
wobei die Eingangs- und Ausgangs-Audiosignale über Eingangs- und Ausgangsleitungen
I/O geliefert werden.
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Im
Betrieb wählt
der Benutzer bzw. Anwender bei der vorliegenden Ausführungsform
der Erfindung eine bestimmte Gruppe von verfügbaren Kanälen (beispielsweise eine von
32 Gruppen von 16 Kanälen
aus 256 Kanälen
bei dieser Ausführungsform) durch
Betätigung
einer in Frage kommenden Taste des Blockes der Tasten 28 für ein bestimmtes
Unterfeld (beispielsweise das Unterfeld 22) aus. Sodann weist
der Benutzer durch Betätigen
der Zugriffssteuertaste 32 für einen bestimmten Kanal-Überblendregler in der Reihe
der Überblendregler 26 die
Steuerknöpfe
und -tasten 38 und 39 sowie den Block 60 des
Steuerbereichs 30 dem ausgewählten Kanal zu. Die Audio-Verarbeitungsstufen
für den
ausgewählten Kanal
können
dann unter Heranziehung des Eingabefeldes 61 des Blocks 60 festgelegt
werden. Anschließend
können
die Steuerparameter für
den betreffenden Audio-Verarbeitungskanal durch Betätigen der
durch den Benutzer betätigbaren
Steuerknöpfe 38,
Tasten 39 und des Kanal-Überblendreglers für den betreffenden
Kanal eingestellt und gesteuert werden. Zu diesem Zeitpunkt kann
die Verstärkung
für die
anderen Kanäle
in der ausgewählten Gruppe
von Kanälen
durch andere Überblendregler in
der Reihe 26B von Überblendreglern 26 eingestellt werden.
Die Gruppe der ausgewählten
Kanäle
kann zu jeder Zeit durch Betätigen
einer in Frage kommenden Taste in dem Block von Tasten 28 geändert werden,
und die Zuweisung der Steuerknöpfe 38 und Tasten 39 in
dem Steuerbereich 30 kann für irgendeinen der Kanäle der ausgewählten Gruppe
von Kanälen
durch Betätigen
der in Frage kommenden Steuertaste in der Reihe von Steuertasten 32 geändert werden.
-
4 zeigt
eine schematische Darstellung von Aspekten einer Steuerungsstruktur
für zuweisbare
Steuerungs-Verarbeitungskanäle,
die in den Steuerungs-Prozessoren implementiert bzw. realisiert sind.
Bezüglich
der 4 dürfte
einzusehen sein, dass beim vorliegenden Beispiel die Verbindungen durch
direk te Verbindungslinien zwischen den Steuertasten 62, 64, 65 und 28/32 und
der Steuerungs-Verarbeitungsanordnung 67 über eine
Steuerungsstruktur dargestellt sind, wie sie in 3 veranschaulicht
ist. In dem Steuerungs-Prozessor bzw. in den Steuerungs-Prozessoren 16 werden
die Signale für
die Steuertasten 62, 64, 65 und 28/32 aus
den in Frage kommenden Zeitschlitzen innerhalb der Abtastfolge identifiziert
bzw. festgestellt, die unter Bezugnahme auf 3 beschrieben
ist.
-
4 dient
der Veranschaulichung der Arbeitsweise, die ausgeführt wird,
wenn eine Einzeltaste 36 für einen bestimmten Kanal der
Kanäle
betätigt wird,
der gerade einem Überblendregler
der Sätze von Überblendreglern 26 zugeteilt
ist. Es dürfte
einzusehen sein, dass parallele Steuerungs-Verarbeitungskanäle für die anderen
Kanäle
existieren, die gerade aktiv sind.
-
Somit
wird das Ausgangssignal von der Einzeltaste 36 nach Verarbeitung
durch die Schaltfunktion 61 einer Demultiplexer-/Zuteilungsfunktion 62 zugeführt. Die
Demultiplexer-/Zuteilungsfunktion 62 spricht auf die Betätigung der
in Frage kommenden einen Taste der Steuertasten 28 an,
um eine Gruppe von Steuerkanälen
für die
Reihe von Überblendreglern
und Einzelmodus-Tasten auszuwählen,
wodurch die Demultiplexer-/Zuweisungsfunktion 62 wirksam ist,
um das Einzelmodus-Schalteingangssignal dem Steuerungs-Verarbeitungskanal 68 zuzuführen, der gerade
der betreffenden Einzeltaste 36 zugewiesen ist.
-
Vorzugsweise
ist gemäß einer
Option, die mittels einer Optionstaste ausgewählt werden kann, die Betätigung einer
Einzeltaste 36 für
einen Kanal wirksam, um einen automatischen Zugriff auf den entsprechenden
Kanal zu bewirken, wodurch es nicht notwendig ist, die Zugriffs-Steuertaste 32 gesondert
zu aktivieren, um die Steuerungen in dem Steuerbereich 30 des
Feldes 12 dem entsprechenden Kanal zuzuordnen.
-
Ein
Ausgangssignal des Steuerungs-Verarbeitungskanals 68 wird
einer Einzelmodus-Anzeigelampe 36I für eine Einzeltaste 36 über den
Multiplexer 66 zugeführt;
die Lampe 36I kann in der Einzeltaste 36 selbst
einbezogen sein, um eine Anzeige darüber zu liefern, ob ein Einzelmodus
für den
Kanal ausgewählt
worden ist, der gerade der betreffenden Taste zugewiesen ist. Ein
weiteres Ausgangssignal von dem Steuerungs-Verarbeitungskanal wird
abgegeben, um die globale Einzelmodus-Löschanzeigelampe 43I zu
aktivieren, wenn ein Einzelmodus für zumindest einen Kanal aktiviert
worden ist, ob der Kanal momentan der Reihe von Überblendreglern und Einzeltasten 26/36 zugewiesen
ist oder nicht.
-
Um
die Kanäle
aufzuzeichnen, bezüglich
der ein Einzelmodus gerade aktiv ist, sind Gruppen von Ein-Bit-Registern 64 vorgesehen,
wobei jede Gruppe von Ein-Bit-Registern einer entsprechenden Gruppe von
auswählbaren
Kanälen
zugehörig
bzw. zugeordnet ist. In dem in Frage kommenden Register kann ein
logisches 1-Bit gespeichert werden, wenn ein Einzelmodus bzw. -betrieb
für den
betroffenen Kanal ausgewählt
ist, und ansonsten kann bzw. ist ein logisches 0-Bit gespeichert.
Somit kann der Einzelmodusstatus für jede Gruppe von beispielsweise
16, 24 oder 32 Kanälen
in einem 16 Bits umfassenden Wort gespeichert werden; der Einzelmodusstatus
für sämtliche
256 Kanäle
wird bei der bevorzugten Ausführungsform
in 32 16-Bit-Steuerwörtern gespeichert.
Somit sind die Register 64 vorzugsweise in bestimmten Steuerwörtern realisiert,
die unter bestimmten Speicheradressen in dem Steuerungs-Prozessorspeicher
gespeichert sind.
-
Um
zu bestimmen, ob ein Einzelmodus in irgendeinem bestimmten Kanal
aktiviert worden ist, ist es lediglich notwendig zu bestimmen, ob
das in Frage kommende Bit für
den betreffenden Kanal eine logische 1 ist. Um zu bestimmen, ob
ein Einzelmodus für zumindest
einen Kanal gesetzt worden ist, braucht der Steuerungs-Prozessorkanal
lediglich zu bestimmen, ob irgendeines der Steuerwörter nicht
Null ist.
-
Die
globale Einzelmodus-Löschtaste 43 ist mit
sämtlichen
Steuerkanälen
einschließlich
des Steuerkanals 68 verbunden. Tatsächlich ist der Schalter für die globale
Einzelmodus-Löschtaste 43 so
angeschlossen, dass dann, wenn die globale Einzelmodus-Löschtaste 43 betätigt wird,
sämtliche Steuerkanäle sämtliche
Steuerwörter 64 zurücksetzen,
wodurch jeglicher zuvor ausgewählter
Einzelmodus für
irgendeinen Kanal, ob für
einen Kanal, der gerade der Reihe von Einzeltasten 36B zugeteilt
ist oder nicht, gelöscht
wird.
-
Die
Einzelmodus-Tasten 45A, 45B und 45C sind
mit dem Steuerkanal 68 für eine Auswahl des Einzelmodustyps
verbunden. Die drei Tasten 45A, 45B und 45C sind
durch eine globale Verriegelungs-Schaltfunktion 63 mit
jedem der Kanäle
derart verriegelt, dass der Einzelmodus gemeinsam für sämtliche
Kanäle
ausgewählt
wird.
-
Steuer-
und Koeffizienten-Signalabgaben von dem Steuerkanal, der in dem
Steuerungs-Prozessor bzw. in den Steuerungs-Prozessoren 16 implementiert
ist, gelangen zu dem entsprechenden Signalkanal hin, der in der
Signalverarbeitungsanordnung 15 implementiert bzw. realisiert
ist.
-
5 veranschaulicht
in einem Ablaufdiagramm die Schalt- bzw. Schalter-Verriegelungsfunktion 61,
die in 4 veranschaulicht ist. Diese Schaltfunktion simuliert
die Schaltfunktion vom Verriegelungstyp eines mechanischen Schalters
ohne die Forderung nach tatsächlicher
Bereitstellung von manuellen Schaltern. Somit können einfache Schalter vom
Logik- bzw. Verknüpfungstyp
im Feld 12 verwendet werden, wobei die Verknüpfungsschalter
geschlossen sind, wenn eine zugehörige Steuertaste gedrückt ist,
und sie sind geöffnet,
wenn die zugehörige
Steuertaste hochgestellt ist.
-
Im
Gegensatz dazu sind bei einem konventionellen mechanisch verriegelten
Schalter die Schalterkontakte auf ein Herunter drücken des Schalters in einer
ersten Aktion geschlossen, und sie sind anschließend auf ein Loslassen der
Taste auf deren anschließende
Betätigung
hin geöffnet.
-
Die
Schalter-Verriegelungsfunktion enthält ein Register A für eine interne
Nutzung und ein Register B, welches einen Abgabewert enthält (EIN
oder AUS ist dargestellt als 1 oder 0). Das Eingangssignal von dem
Schalter wird ebenfalls durch eine 1 oder 0 angezeigt, was gedrückt oder
losgelassen darstellt.
-
Zu
einem Systeminitialisierungszeitpunkt werden die beiden Register
A und B gelöscht,
so dass sie 0 führen.
Wenn der Eingabe- bzw. Eingangsschalter betätigt wird, prüft die Schalter-Verriegelungsfunktion,
ob das Eingangssignal eine 1 ist (Schritt 70).
-
Wenn
das Eingangssignal eine 1 ist, überprüft die Schalter-Verriegelungsfunktion
sodann (Schritt 72), ob der Wert im Register B (das Ausgangssignal)
eine 1 ist. Trifft dies zu, dann wird der Wert in A auf 1 gesetzt
(Schritt 74), und es wird keine weitere Aktion unternommen,
d.h., dass der Ausgangswert bei 1 verbleibt. Falls das Eingangssignal eine
1 ist und der Wert in B (das Ausgangssignal) eine 0 ist, dann wird
der Wert in B auf 1 gesetzt (Schritt 75), was bedeutet,
dass sich das Ausgangssignal ändert
von „AUS" in „EIN".
-
Falls
das Eingangssignal eine 0 ist, prüft die Schalter-Verriegelungsfunktion,
ob der Wert in A eine 1 ist (Schritt 71). Falls der Wert
in A eine 1 ist, dann werden die Werte in A und B auf 0 gesetzt
(Schritt 73), was bedeutet, dass sich das Ausgangssignal von „EIN" in „AUS" ändert.
-
Demgemäß ist die
Schalt- bzw. Schalterfunktion daher in einem Verriegelungsmodus
der Schalter betreibbar, um den tatsächlichen Schalt- bzw. Schalterkontaktzustand
zu überwachen.
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6 stellt
eine Reihe von Zeitdiagrammen dar, wobei 6(a), 6(b) und 6(c) die Schaltzustände veranschaulichen,
die aus dem unter Bezugnahme auf 5 beschriebenen
Prozess resultieren. Somit stellt A1 die erste Betätigung der Steuertaste
dar, wobei D1 das Herabdrücken
der betreffenden Taste angibt und wobei R1 sich auf das Loslösen der
betreffenden Taste während
deren erster Betätigung
bezieht. A2 stellt die zweite Betätigung der betreffenden Taste
dar, wobei D2 das Herabdrücken
der betreffenden Taste darstellt und wobei R2 das Loslassen der
betreffenden Taste während
deren zweiter Betätigung
darstellt. Mit 75 ist die Änderung im Funktionswert von
AUS in EIN beim Schritt 75 in 5 veranschaulicht,
und mit 73 ist der entsprechende Funktionsübergang
beim Schritt 73 in 5 dargestellt.
In 6(c) geben die Bezugszeichen 75I und 73I die Übergänge für das Aufleuchten
bzw. das Erlöschen
einer Lampe an, die der betroffenen Taste zugehörig und vorzugsweise in dieser
enthalten ist, und zwar auf ein Betätigen und ein Auslösen der
auf die betreffende Taste sich beziehenden Steuerfunktion.
-
7 veranschaulicht
in einem schematischen Diagramm die Realisierung von Einzelbetriebs-
bzw. Einzelbetätigungsmoden.
-
Die
globale Einzelmodus-Löschtaste 43 ist für jeden
Kanal 68 mit einer Einzelmodus-Steuerung 92 verbunden.
Falls die globale Einzelmodus-Taste aktiviert wird, dann veranlasst
dies, dass der Inhalt sämtlicher
Steuerworte 64 für
die betreffenden Kanäle
auf Null zurückzusetzen
ist, wodurch sämtliche
zuvor gesetzten Einzelmoden gelöscht
werden.
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Die
drei Schalter 45A, 45B und 45C sind über die
Verriegelungs-Schaltfunktion mit der Einzelmodus-Steuerung 92 für jeden
Kanal 68 verbunden, um der Einzelmodus-Steuerung 92 ein
Signal bereitzustellen, welches repräsentativ ist für einen
momentan ausgewählten
Einzelmodus.
-
Der
Ausgang der Schalter- bzw. Schaltfunktion 61 für die Einzeltaste 36 für den in 7 dargestellten
Kanal ist mit der Einzelmodus-Steuerung 92 in dem Kanal
verbunden.
-
Der
Ausgang der Schaltfunktion 61 für die Einzeltasten 36 für jeden
der Kanäle
ist mit einem entsprechenden Eingang einer ODER-Funktion 90 verbunden.
Der Ausgang der ODER-Funktion 90 ist gemeinsam mit den
Einzelmodus-Steuerungen 92 des jeweiligen Kanals 68 verbunden.
-
Die
Einzelmodus-Funktion weist drei Operations- bzw. Betriebsmoden auf.
-
In
einem ersten Modus, der durch Betätigen der Taste 45A ausgewählt wird,
können
jeweils ein oder mehrere Kanäle
für eine
Einzelüberwachung durch
eine erste Betätigung
bzw. Operation einer Einzeltaste für den oder den jeweiligen betroffenen
Kanal ausgewählt
werden, wobei die Auswahl solange beibehalten bleibt, bis sie entweder
durch eine zweite Betätigung
bzw. Operation der Einzeltaste für
den betreffenden Kanal oder durch eine Operation eines globalen
Löschens
durch eine globale Funktions-Löschsteuerung
gelöscht
wird.
-
In
diesem ersten Modus überprüft die Einzelmodus-Steuerung 92 auf
eine Betätigung
einer Einzeltaste für
einen Kanal hin, ob in der in Frage kommenden Bitposition innerhalb
des in Frage kommenden Steuerwortes 64 für den betreffenden
Kanal eine logische Eins gespeichert ist. Falls bestimmt wird, dass
für den
betreffenden Steuerkanal eine logische Eins gespeichert ist, wird
daraus geschlossen, dass der Einzelmodus gerade eingeschaltet ist
und dass daher eine logische Null in die betreffende Bitposition im
Steuerwort 64 geschrieben wird, um den Einzelmodus auszuschalten,
und zwar mit dem Ergebnis, dass der Einzelmodus gelöscht wird
und dass die Beleuchtung 36I für die Einzeltaste 36 ausgeschaltet wird.
Falls alternativ dazu bestimmt wird, dass eine logische Null an
der in Frage kommenden Bitposition in dem in Frage kommenden Steuer wort 64 gespeichert
ist, wird an der betreffenden Position in dem Steuerwort 64 eine
logische Eins gespeichert, um den Einzelmodus einzuschalten, wodurch
die Einzelmodus-Funktion aktiviert und die Beleuchtung 36I für die in
Frage kommende Einzeltaste 36 eingeschaltet werden. Falls
die globale Einzelmodus-Anzeigeeinrichtung 41 nicht bereits
beleuchtet ist, wird sie durch den Steuerkanal 68 ebenfalls
beleuchtet. In entsprechender Weise wird dann, wenn die Lampe in
der globalen Einzel-Löschtaste 43 nicht
bereits leuchtet, diese sodann leuchten. Eine Betätigung der
globalen Einzelmodus-Löschtaste 43 bewirkt
in diesem Modus das Löschen
sämtlicher
momentan aktiver Einzelmoden.
-
In
einem zweiten verriegelten Modus, der durch Betätigen der Taste 45B ausgewählt wird,
kann ein Kanal für
eine Einzelüberwachung
durch eine erste Operation bzw. Betätigung einer Einzeltaste 36 für den betroffenen
Kanal ausgewählt
werden, wobei die Auswahl solange beibehalten bleibt, bis sie entweder durch
eine zweite Betätigung
bzw. Operation der Einzeltaste für
den betreffenden Kanal oder durch eine Betätigung bzw. Operation eines
globalen Löschens mittels
einer globalen Funktions-Löschsteuerung oder
durch eine erste Betätigung
bzw. Operation einer Einzeltaste für einen anderen Kanal gelöscht wird.
-
In
diesem zweiten Modus werden auf eine Aktivierung einer Einzeltaste 36 für einen
bestimmten Kanal hin alle zuvor ausgewählten Einzelmoden dadurch gelöscht, dass
sämtliche
Steuerwörter 64 auf Null
zurückgesetzt
werden. Falls ein Kanal zuvor festgelegt bzw. gesetzt worden ist,
wird dies am Ausgang des ODER-Gliedes 90 ermittelt, dessen
Ausgangssignal einen hohen Pegel führen wird. Dies bewirkt außerdem das
Löschen
der Beleuchtung jeglicher Einzelmoden. Sodann wird nahezu unverzüglich eine
logische Eins in die in Frage kommende Bitposition in dem in Frage
kommenden Steuerwort für
den betroffenen Kanal geschrieben, um den Einzelmodus für den betreffenden
Kanal zu aktivieren und um die Beleuchtung 36I für den Einzelmodus-Schalter 36 für den betreffenden
Kanal einzuschalten. Falls die globale Einzelmodus-Anzeigeeinrichtung 41 und
die globale Einzelmodus-Löschtaste 43 nicht
bereits beleuchtet sind, werden diese sodann ebenfalls durch den
Steuerkanal 68 beleuchtet. In diesem Modus bewirkt eine
Operation bzw. Betätigung
der globalen Einzelmodus-Löschtaste 43 die
Löschung
des, falls gegeben, gerade aktiven Einzelmodus.
-
In
einem dritten Modus, der durch eine Betätigung bzw. Operation der Taste 45C ausgewählt wird,
wird ein Kanal für
eine Einzelüberwachung
lediglich während
einer Zeitspanne der Betätigung bzw.
Operation einer durch einen Benutzer betätigbaren Steuerung bzw. Steuereinrichtung
für den
genannten Kanal ausgewählt,
und die betreffende Auswahl wird auf eine Beendigung der Benutzeroperation
der betreffenden, durch einen Benutzer betätigbaren Steuerung bzw. Steuereinrichtung
gelöscht.
-
In
diesem dritten Modus ist lediglich der Einzelmodus für einen
Kanal während
des Herabdrückens
der Einzeltaste für
den betreffenden Kanal aktiviert. Demgemäß wird die Schaltfunktion 61 für die Einzeltasten
während
des momentanen Einzelmodus umgangen (Pfad 94), wodurch
das physikalische Schließen
und Öffnen
der den Einzeltasten zugehörigen
Schalter bestimmt, ob der Einzelmodus aktiv ist oder nicht; eine
logische Eins wird bzw. ist somit lediglich vorübergehend in das in Frage kommende
Bit in dem in Frage kommenden Steuerwort 64 während des
Herabdrückens
der betreffenden Taste geschrieben.
-
Eine
durch einen Benutzer betätigbare
Steuerung ist vorgesehen, um die Signalquelle für die Regieraum-Lautsprecher
auszuwählen.
Bei einem konventionellen Pult bzw. Mischpult wird in dem Fall, dass
eine Nach-Überblend-Hör-(AFL)-
oder Vor-Überblend-Hör-(PFL)-Funktion
aktiviert ist, das Ergebnis durch die Regieraum-Lautsprecher gehört. Eine
Operation der Lautsprecher-Quelle-Auswahlfunktion verbindet die
Lautspre cher lediglich mit dem Haupt-Stereo-Abgabebus permanent
und ermöglicht der
Bedienperson, die AFL- und PFL-Funktionen allein unter Verwendung
von Kopfhörern
zu überwachen,
während
das komplette Mischsignal durch die Lautsprecher hörbar ist.
-
8 veranschaulicht
in einem schematischen Diagramm Aspekte eines Signalverarbeitungskanals,
der in einem Audiomischpult gemäß der vorliegenden
Erfindung realisiert ist.
-
In 8 ist
ein Mikrofon 110 über
eine Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 mit
einem Aufzeichnungskanal 114 verbunden (beispielsweise
mit einem Aufzeichnungskanal eines Mehrspur-Bandrecorders). Das Ausgangssignal des
Aufzeichnungskanals 114 oder das Ausgangssignal der Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 kann
mittels eines Schalters 116 ausgewählt werden, um über eine Überwachungspegel-Steuerung 122 zu
einem Ausgangswähler 124 geleitet
zu werden, damit es entweder zu einem Hauptbus 130 oder
zu einem AFL-Bus 132 weitergeleitet wird. Die Überwachungspegel-Steuerung 118 ist
mit der Überwachungspegel-Steuerung 122 über eine
Verknüpfungsschaltung 120 verbunden,
die Einstellungen kompensiert, welche bezüglich der Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 vorgenommen
worden sind.
-
Während der
Aufzeichnung ist es erwünscht sicherzustellen,
dass der maximal mögliche
Signalpegel in dem Aufzeichnungskanal 114 aufgezeichnet wird,
um das Signal-Rausch-Verhältnis
bzw. den Störabstand
zu optimieren und um damit den Rauschpegel bei einer anschließenden Wiedergabe der
Aufzeichnung zu verringern. Falls Dynamikänderungen bezüglich der
Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 vorgenommen sind, hat
dies einen Auswirkung auf den Abgabewert, der entweder über den Aufzeichnungskanal 114 oder
direkt zu dem Schalter 116 geleitet wird. Um die Forderung
nach einer darauffolgenden manuellen Änderung der Einstellung der Überwachungspegel-Steuerung 118 zur
Kompensation von Änderungen
in der Einstellung der Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 zu
vermeiden, gelangt demgemäß ein Überblendregler-Einstellwert,
in typischer Weise in dB, von der Überwachungspegel-Steuerung 118 zu
dem positiven Eingang bzw. Plus-Eingang einer Subtrahiereinrichtung 120,
und ein Überblendregler-Einstellwert,
in typischer Weise in dB, von der Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 gelangt
zu dem negativen Eingang bzw. Minus-Eingang der Subtrahiereinrichtung 120.
Demgemäß wird jegliche Änderung
in der Einstellung der Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 in
der Überwachungspegel-Steuerung 122 aufgehoben.
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Es
sei angemerkt, dass der in 8 dargestellte
Aufbau innerhalb der Steuerungs- und Signalverarbeitungskanäle in dem
Steuerungs- und Datenverarbeitungs-Netzwerk 14 digital
realisiert ist. Somit werden beispielsweise die Eingangswerte für die Steuereinrichtungen
bzw. Steuerungen 112 und 118 dadurch bereitgestellt,
dass Steuerkanäle
in den Steuerungs-Prozessoren 16 realisiert sind, um die Überblendregler-Einstellwerte
in einer Weise beizubehalten und einzustellen, die generell der
Operation der Einzeltasten in 4 entspricht,
allerdings mit der Ausnahme, dass im Falle der Überblendregler-Steuerung die
Eingangsvorrichtungen Überblendregler
anstelle von Einzelmodus-Schaltern sind und dass der Steuerungs-Prozessor
die Subtrahiereinrichtung 120 realisiert. Das Ausgangssignal
von der Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 wird direkt als Koeffizientendaten
zu einer in Frage kommenden Stelle in dem Signalverarbeitungspfad
geleitet, wie er in dem Signalverarbeitungs-Netzwerk realisiert
ist, um die Aufzeichnungspegel-Steuerung 112 zu realisieren;
das Ausgangssignal der Subtrahiereinrichtung 120 wird als
Koeffizientendaten zu dem Signalverarbeitungs-Netzwerk hingeleitet,
um die kompensierte Überwachungspegel-Steuerung 118 zu
realisieren, die durch die Überblendregler-Steuerfunktion 122 dargestellt
ist. Obwohl in 8 ein sehr einfacher Signalverarbeitungspfad
dargestellt ist, dürfte einzusehen
sein, dass Signalverarbeitungskanäle viele Stufen und viele unterschiedliche
Signalverarbeitungsoperationen aufweisen können.
-
Bei
komplexen Signalverarbeitungsoperationen ist es zuweilen erwünscht, Schalter-
bzw. Schaltoperationen vorzuprogrammieren. So kann es erwünscht sein,
die Operation eines Stummschalters vorzuprogrammieren, um eine selektive
Löschung während einer
bestimmten Zeit im Zuge einer Mischoperation vorzunehmen. So kann
beispielsweise in einem Kanal, der für eine Schlagzeug- bzw. Perkussionssequenz
vorgesehen ist, ein Schlagzeuger versehentlich mit einem zusätzlichen
Trommelschlag aufgezeichnet sein, wo der Trommelschlag nicht erforderlich
war. Durch die Nutzung der Stummtaste ist es möglich, den Trommelschlag zu
löschen.
Dies erfolgt normalerweise dadurch, dass ein Aufzeichnungsmaterial
anschließend
unter Anwendung der Stummsteuerung während der in Frage kommenden Zeit
weitergeleitet wird. Eine exakte Identifizierung der EIN- und AUS-Zeiten
für die
Stummschaltung ist allerdings eine schwierige Aufgabe. Bei einem
ersten Durchlauf kann es möglich
sein, den Start der Stummsteuerungsoperation korrekt zu identifizieren, während es
indessen nicht möglich
sein kann, das Ende der Stummsteuerungsoperation genau zu identifizieren.
Im Hinblick auf korrekte Stummsteuerungs-Übergänge ist es traditionell erforderlich
gewesen, den Durchlauf zu wiederholen und die Stummsteuerungsoperationen
wiederholt aufzuzeichnen. Bei einem anschließenden Versuch kann es jedoch vorkommen,
dass die Anfangsoperation zeitlich ungenau war, obwohl die Auslösung der
Stummsteuerungsoperation zeitlich genau war.
-
Entsprechend
einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann demgemäß der Steuerungs-Prozessor
so programmiert werden bzw. sein, dass entweder der Start einer
Stummsteuerungsoperation durch Verschieben des Starts nach vorn
eingestellt wird oder dass das Ende der Stummsteuerungsoperation
durch Verschieben des Endes in Rückwärtsrichtung
eingestellt wird. Die Logik bzw. Verknüpfung zur Realisierung dieser
Funktion ist in dem Ablaufdiagramm gemäß 10 veranschaulicht,
wobei 9 die verschiedenen Aktionen veranschaulicht, wie
sie in dem Ablaufdiagramm gemäß 10 ausgeführt werden.
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9(a) veranschaulicht einen möglichen ersten
Durchlauf zum Zusammenmischen zweier Signale, wobei ein erstes Signal
während
Zeitspannen, in denen die Schalterposition mit EIN dargestellt ist, unterbrochen
oder stummgesteuert ist. Somit ist, wie in 9(a) gezeigt,
während
eines ersten Durchlaufs die Stummsteuerungsoperation während einer
Zeitspanne zwischen T0N und T0F eingeschaltet, sodann wieder zwischen
einer Zeitspanne T1N und T1F und dann während einer dritten Zeitspanne
bei T2N eingeschaltet. Demgemäß werden
in einem anschließenden Durchlauf, wie in 9(b) veranschaulicht, die
Aktionen des ersten Durchlaufs wiederholt, wie dies dargestellt
ist. Es sei angenommen, dass der Zeitpunkt des Endes der ersten
Aktivierung bei T0F und der Anfang der Aktivierung bei T1N unrichtig sind.
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9(c) und 9(d) veranschaulichen Korrektursignale,
die eingegeben werden, bzw. die resultierenden Signale zum Vorrücken des T0N-Übergangs
und zum Verzögern
des T1F-Übergangs,
um die Übergänge T0N' bzw. T1F' bereitzustellen.
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Um
die Vorderflanke T0N einer in 9(a) dargestellten
ersten Stummsteuerungsoperation M0 vorzurücken und um eine resultierende
erste Stummsteuerungsoperation M0' zu liefern, wie sie in 9(d) dargestellt
ist, wird der Stummschalter bzw. Stummsteuerungsschalter bei t0n
vor dem vorherigen T0N-Übergang
der ersten Stummsteuerungsoperation eingeschaltet und bei t0f zwischen
den vorherigen T0N- und T0F-Übergängen der
ersten Stummsteuerungsoperation M0 ausgeschaltet. Die Steuerlogik
der automatischen Schalter- bzw. Schaltsteuereinrichtung ist somit
so ausgelegt, dass die Vorderflanke der aufgezeichneten Stummsteuerungs-Schaltoperation
vorgerückt
wird, um eine neue Vorderflanke der resultierenden ersten Stummsteuerungsoperation
M0' zu einem t0n
entsprechenden Zeitpunkt zu erzeugen.
-
Um
die Rückflanke
T1F einer in 9(a) dargestellten zweiten
Stummsteuerungsoperation M1 zu verzögern und um eine in 9(d) dargestellte resultierende erste
Stummsteuerungsoperation M1' zu
liefern, wird der Stummsteuerungsschalter bei t1n zwischen den vorherigen
T1N- und T1F-Übergängen der
zweiten Stummsteuerungsoperation M1 eingeschaltet und bei t1f nach
dem vorherigen T1F-Übergang
der zweiten Stummsteuerungsoperation ausgeschaltet. Die Steuerlogik
der automatischen Schalter- bzw. Schaltsteuereinrichtung ist somit
so ausgelegt, dass die Rückflanke
der zweiten aufgezeichneten Stummsteuerungs-Schaltoperation verzögert wird,
um eine neue Rückflanke
für die
resultierende zweite Stummsteurungsoperation M1' zu einem t1f entsprechenden Zeitpunkt
zu erzeugen.
-
9(e) veranschaulicht eingegebene Korrektursignale
zum Löschen
eines ausgewählten Stummsteuersignals.
Um die erste Stummsteuerungsoperation M0 zu löschen, die in 9(a) dargestellt
ist, und um das resultierende Löschen
der ersten Stummsteuerungsoperation herbeizuführen, wie dies in 9(f) veranschaulicht ist, wird die Stummsteuerungstaste
bei t0n vor der Vorderflanke T0N der vorherigen ersten Stummsteuerungsoperation
M0 eingeschaltet und bei t0f nach der Rückflanke T0F der vorherigen
ersten Stummsteuerungsoperation M0 ausgeschaltet. Somit ist die
Steuerlogik der automatischen Schalter- bzw. Schaltsteuereinrichtung
so ausgelegt, dass sie auf diese Folge von Operationen anspricht,
um das Löschen
einer zuvor aufgezeichneten Stummsteuerungs-Schaltoperation zu verzögern.
-
10 veranschaulicht
die Steuerlogik der Automatikmodus-Steuerung des Steuerkanals 68 gemäß 4 für automatisierte
Schaltsteuerungszeiten. Wenn so beim Schritt 140 tn kleiner
ist als TN und wenn tf größer ist
als TN, jedoch kleiner als TF, dann wird TN beim Schritt 142 zu
tn vorgerückt,
wie dies in der ersten Stummsteuerungsoperation der 9(c) und 9(d) dargestellt ist. Wenn tn beim Schritt 144 größer ist
als TN, jedoch kleiner als TF und wenn tf größer ist als TF, dann wird TF
beim Schritt 146 gleich auf tf gesetzt, wie dies in der
zweiten Stummsteuerungsoperation in 9(c) und 9(d) dargestellt ist.
-
Wenn
tn beim Schritt 148 kleiner ist als TN und wenn tf größer ist
als TF, dann werden TN und TF beim Schritt 150 zusammen
gelöscht.
Damit wird die betroffene Stummsteuerungsoperation gelöscht, wie dies
für die
erste Stummsteuerungsoperation in 9(e) und 9(f) dargestellt ist.
-
Unter
allen übrigen
Bedingungen wird, wie beim Schritt 152 dargestellt, keine
Aktion ausgeführt.
-
Es
sind verschiedene Aspekte eines Audiomischpults mit Benutzersteuerungen
beschrieben worden, die den jeweiligen Verarbeitungskanälen dynamisch
zugeteilt werden können.
Insbesondere sind Aspekte von Einzelmodus- und Steuertastenoperationen
eines Audiomischpults beschrieben worden. Eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ermöglicht
die Bereitstellung eines kompakten Audiomischpults mit voller Funktionalität, jedoch
lediglich mit einer relativ geringen Anzahl von durch einen Benutzer
betätigbaren
Steuerungen bzw. Steuereinrichtungen und unter weiterhin gegebener
Aufrechterhaltung einer logischen und leichten Benutzeroperation.
-
Obwohl
in der vorliegenden Anmeldung besondere Ausführungsformen der Erfindung
beschrieben worden sind, dürfte
einzusehen sein, dass viele Modifikationen und/oder Hinzufügungen zu
den bestimmten Ausführungsformen
im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden können.
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Obwohl
in 1 ein Steuerfeld dargestellt ist, welches beispielsweise
zwei Unterfelder und einen mittleren Steuerbereich aufweist, dürfte einzusehen
sein, dass bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung eine
andere Anzahl von Unterfeldern vorgesehen sein könnte. Außerdem könnte eine andere bzw. unterschiedliche
Anzahl von Überblendreglern
inner halb jedes Unterfeldes vorgesehen sein. Darüber hinaus dürfte einzusehen
sein, dass bei alternativen Ausführungsformen
der Erfindung eine andere Anordnung der verschiedenen Steuerbereiche
innerhalb des Steuerfeldes vorgesehen sein könnte.
-
Obwohl
gewisse Schalter- bzw. Schaltsteuerungsoperationen, wie der Automatikmodus,
in Bezug auf gewisse Schalter- bzw. Schaltfunktionen, wie die Stummsteuerung,
beschrieben worden sind, dürfte
ferner einzusehen sein, dass im Rahmen der Erfindung andere Kombinationen
von Schalter- bzw. Schaltfunktionen und -Operationen vorstellbar
sind.
-
Anstelle
einer einfachen Subtraktionsfunktion zum Subtrahieren des Aufzeichnungspegel-Steuerungswertes
von der Überwachungspegel-Steuerung,
wie in 8 dargestellt, könnte, sofern erwünscht, eine
komplexere Funktion angewandt werden, um besondere Überblendregler-Charakteristiken
(z.B. nichtlineare Charakteristiken) zu berücksichtigen. Obwohl in 8 auf
einen Aufzeichnungs-Überblendregler
und einen Überwachungs-Überblendregler Bezug genommen
worden ist, können
die in 8 angewandten Prinzipien auch bei irgendwelchen
Signalverarbeitungskanälen angewandt
werden, bei denen zwei Überblendregler oder
andere variable Steuerungsfunktionen in Reihe in einen Signalverarbeitungskanal
einbezogen sind.