DE4327200A1 - Einrichtung zur stereophonen Wiedergabe - Google Patents
Einrichtung zur stereophonen WiedergabeInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung nach der
Gattung des Hauptanspruchs.
Das menschliche Gehör erhält seine Richtungsinformation aus
der Auswertung von Pegel- und Laufzeitdifferenzen zwischen
den vom rechten und den vom linken Ohr empfangenen
akustischen Signalen. Bei einem idealen Hörort in der Mitte
eines sogenannten Stereo-Dreiecks aus linkem Lautsprecher,
dem rechten Lautsprecher und Zuhörern entspricht dann die
Richtungsinformation der Stereo-Aufnahme.
Befindet sich dagegen der Hörer an einem Ort, der
asymmetrisch zu einem Zwei- oder Mehr-Lautsprechersystem
liegt, so ist der Klangeindruck räumlich stark zu dem
jeweils nächsten Lautsprecher verschoben.
Während Pegeldifferenzen durch herkömmliche Balance-Regler
und Fader manuell ausgeglichen werden können, werden
üblicherweise die Laufzeitdifferenzen der Schallsignale der
einzelnen Lautsprechersysteme nicht ausgeglichen. Diese sind
jedoch zum Richtungshören gemäß dem psycho-akustischen
Gesetz der ersten Wellenfront von wesentlicher Bedeutung.
Es sind zwar schon Autoradios mit Laufzeitausgleich bekannt,
diese erfordern jedoch ein manuelles Vermessen und
anschließendes Eingeben der Abstände zwischen dem Hörort und
den Lautsprechern.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einer
Einrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs das
Einstellen der Verzögerungszeiten zu erleichtern.
Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung wird diese Aufgabe
dadurch gelöst, daß zur Wiedergabe mit Hilfe der einzelnen
Lautsprecher vorgesehene Audiosignale
Verzögerungseinrichtungen durchlaufen, deren
Verzögerungszeit einstellbar ist, daß Mittel zur Messung der
Schall-Laufzeiten von den einzelnen Lautsprechern zum Hörort
vorgesehen sind und daß die Verzögerungszeiten derart
selbsttätig einstellbar sind, daß die Summe der
Schall-Laufzeit und der jeweils eingestellten
Verzögerungszeit für alle Lautsprecher gleich ist.
Außer einer Bedienungserleichterung hat die erfindungsgemäße
Einrichtung ferner den Vorteil, daß die tatsächliche
Schall-Laufzeit berücksichtigt wird, während die manuelle
Messung für einen angenommenen Weg des Schalls zwischen dem
betreffenden Lautsprecher und dem Hörort durchgeführt wird.
Bei letzterem wird beispielsweise eine Reflexion oder
Umlenkung der Schallwellen nicht berücksichtigt.
Pegeldifferenzen am Hörort werden gemäß einer Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Einrichtung dadurch berücksichtigt,
daß ferner Mittel zur Messung der durch die Wiedergabe eines
Meßsignals, vorzugsweise eines Rauschsignals, durch die
einzelnen Lautsprecher am Hörort bewirkten Schall-Pegel
vorgesehen sind und daß die Lautstärke der einzelnen
Lautsprecher im Sinne eines Ausgleichs von Pegeldifferenzen
selbsttätig voreinstellbar ist.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung
besteht darin, daß die eingestellten Verzögerungszeiten und
gegebenenfalls der gespeicherten Voreinstellungen der
Lautstärke für mehrere Hörorte nicht-flüchtig speicherbar
sind. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, daß eine
Information darüber, welche der gespeicherten
Verzögerungszeiten und gegebenenfalls der gespeicherten
Voreinstellungen der Lautstärke jeweils beim Einschalten der
Einrichtung den Verzögerungseinrichtungen zugeführt werden,
ebenfalls nicht-flüchtig speicherbar ist.
Durch diese Weiterbildung kann beispielsweise ein Autoradio
mit der erfindungsgemäßen Einrichtung nach dem Messen der
Schall-Laufzeiten für die einzelnen Sitzpositionen derart
programmiert werden, daß die Wiedergabe durch Tastendruck
auf die einzelnen Sitzpositionen optimiert werden kann und
daß beim Einschalten des Gerätes die einer vorgegebenen
Sitzposition zugeordneten Verzögerungszeiten eingestellt
werden. Diese wird im allgemeinen die Sitzposition des
Fahrers sein.
Moderne Empfangsgeräte, insbesondere Autoradios, umfassen
häufig eine digitale Signalverarbeitung. Hierbei ist es
vorteilhaft, wenn gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
vorgesehen ist, daß die Verzögerungseinrichtungen von
digitalen Speichern gebildet werden, aus denen die jeweils
zu verzögernden Audiosignale gegenüber dem Einschreiben
zeitverzögert ausgelesen werden.
Eine vorteilhafte Gestaltung dieser Ausführungsform besteht
darin, daß die digitalen Speicher Teile einer digitalen
Audiosignalverarbeitungseinrichtung sind, daß nach der
Messung der Schall-Laufzeiten (Tx) für alle Lautsprecher
(1 . . . x) daraus die maximale Schall-Laufzeit (Tmax)
ausgewählt wird und daß die einzelnen Verzögerungszeiten
gemäß Tax = (Tmax-Tx)·k berechnet wird, wobei Ta die
einzustellende Verzögerungszeit in Abtastzyklen der
digitalen Audiosignalverarbeitungseinrichtung, x den
jeweiligen Lautsprecher und k das Verhältnis zwischen der
Prozessor-Zyklusdauer, in welcher die Schall-Laufzeiten Tx
bzw. Tmax gemessen wurden, und der Abtastzyklusdauer
bezeichnet.
Eine Anpassung der erfindungsgemäßen Einrichtung an die
jeweilige Anordnung der Lautsprecher und des Hörortes ist in
vorteilhafter Weise dadurch möglich, daß zur Messung der
Schall-Laufzeit nacheinander jeweils einem Lautsprecher ein
Impulssignal zugeführt wird, wobei gleichzeitig ein
Zeitmesser gestartet wird, der die Zeit mißt, bis an einem
Meß-Mikrofon dem Schall-Pegel einen vorgegebenen Schwellwert
überschreitet. Um eine Überlastung von Hochton-Lautsprechern
zu vermeiden, kann dabei vorgesehen sein, daß das
Impulssignal über ein Tiefpaßfilter, vorzugsweise dritter
Ordnung mit einer Grenzfrequenz von 11.kHz, dem Lautsprecher
zugeführt wird. Das Impulssignal selbst wird beispielsweise
durch ein Rechteckimpuls von etwa 3 ms Dauer realisiert.
Neben der selbsttätigen Anpassung an die Schall-Laufzeiten
können bei der erfindungsgemäßen Einrichtung auch andere
Anpassungen vorgenommen und gespeichert werden. So ist
beispielsweise eine Weiterbildung dadurch gekennzeichnet,
daß die Audiosignale ferner
Frequenzgang-Entzerrerschaltungen durchlaufen, daß Mittel
zur Messung des Frequenzgangs zwischen den Lautsprechern und
einem Meß-Mikrofon vorgesehen sind und daß die
Frequenzgang-Entzerrer nach den Ergebnissen der Messung
einstellbar sind, wobei die jeweils eingestellten
Frequenzgänge der einzelnen Lautsprecher für verschiedene
Hörorte speicherbar sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
anhand mehrerer Figuren dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Einrichtung,
Fig. 2 ein Ablauf-Diagramm zur Erläuterung der Messung der
Schall-Laufzeiten und der Schallpegel sowie der
anschließenden Einstellung der Verzögerungszeiten
und Lautstärke und
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Autos mit vier
Lautsprechern und einem Fahrer und mit den durch die
Verzögerungszeiten für diese Hörposition
entstehenden scheinbaren Lagen der Lautsprecher.
Gleiche Teile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen. In Fig. 3 sind Signalleitungen als durchgezogene
Linien und Steuerleitungen als gestrichelte Linien
dargestellt.
Das Blockschaltbild gemäß Fig. 1 stellt den NF-Teil
beispielsweise eines Autoradios dar mit Eingängen 1, 2, 3
für einen Empfangsteil, einen Kassettenspieler und einen
CD-Spieler. Einem weiteren Eingang 4, der lediglich für
eines der Stereo-Signale, beispielsweise das rechte Signal
R, ausgeführt ist, werden Signale eines Mikrofon-Verstärkers
5 zugeführt. Während einer Betriebsart "Messen" befindet
sich der Eingangsumschalter 6 in der Stellung 4, so daß die
Signale des Mikrofon-Verstärkers 5 weitergeleitet werden. In
einer Betriebsart "Wiedergabe" werden Signale von einem der
Eingänge 1, 2 oder 3 über den Eingangsumschalter 6 einem
Stereo-Analog/Digital-Wandler 7 zugeführt. Der
Eingangsumschalter 6 und weitere später beschriebene
Umschalter sind von einer Steuereinrichtung 8 steuerbar.
Die Ausgänge des Analog/Digital-Wandlers 7 sind mit
Eingängen eines Zweifach-Umschalters 9 verbunden, der
ebenfalls von der Steuereinrichtung 8 steuerbar ist. In der
oberen Stellung des Zweifach-Umschalters 9 gelangen die
digitalisierten Audiosignale L und R zu jeweils zwei
steuerbaren Verzögerungseinrichtungen 10, 11; 12, 13. Diese
können als Schreib-Lese-Speicher (RAM) auf einem digitalen
Signalprozessor realisiert oder extern an diesen
angeschlossen werden. Der Speicherzugriff erfolgt über die
interne Adressen- und Datenverwaltung des digitalen
Signalprozessors. Die Ablauf-, Umschalt- und Pegelsteuerung
kann durch den digitalen Signalprozessor selbst oder einen
externen Microcontroller erfolgen.
Die Ausgangssignale der steuerbaren
Verzögerungseinrichtungen sind jeweils für den linken
Front-Lautsprecher, für den linken Rück-Lautsprecher, für
den rechten Front-Lautsprecher und für den rechten
Rück-Lautsprecher vorgesehen und daher mit LF, LR, RF und RR
bezeichnet. Diese Signale werden Eingängen eines
Vierfach-Umschalters 14 zugeführt und in der oberen Stellung
des Vierfach-Umschalters zu zwei
Stereo-Digital/Analog-Wandlern 15, 16 weitergeleitet.
Die Ausgangssignale LF′, LR′, RF′ und RR′ der
Digital/Analog-Wandler 15, 16 gelangen über steuerbare
Lautstärkesteller 17, 18, 19, 20 und Leistungsverstärker 21,
22, 23, 24 als Signale LF′′, LR′′, RF′′ und RR′′ zu den
Lautsprechern 25, 26, 27, 28. Ein Meß-Mikrofon 29 kann an
die verschiedenen Hörorte, in einem Kraftfahrzeug die
verschiedenen Sitzpositionen, gebracht werden und ist mit
dem Eingang des Mikrofon-Verstärkers 5 verbunden.
An die Steuereinrichtung 8 ist eine Bedien- und
gegebenenfalls Anzeigeeinheit 30 angeschlossen, mit der
außer den üblichen Bedienfunktionen durch eine entsprechende
Tasteneingabe die Messung der Laufzeiten und der
Schall-Pegel eingeleitet werden kann. Für diese Betriebsart
"Messen" wird der Zweifach-Umschalter 9 in die untere
Stellung gesteuert. Ferner sind während der Betriebsart
"Messen" die einzelnen Umschalter des Vierfach-Umschalters
14 unabhängig voneinander derart steuerbar, daß nacheinander
jeweils einer der Umschalter die Mittelstellung (Anschluß an
Testsignal Impuls oder Rauschen) und die anderen Umschalter
die untere Stellung einnehmen, in welcher die jeweiligen
Lautsprecher keine Signale erhalten. Das über die
Signalkette 29, 5, 4, 6, 7, 9 einlaufende Meßsignal MESS
wird dann einem Pegelmesser 31 und anschließend einem
Schwellwert-Diskriminator 32 zugeführt. Dessen Ausgang ist
mit einem Laufzeitmesser 33 verbunden, der im wesentlichen
aus einem Zählen besteht, der von der Steuereinrichtung
zusammen mit einem Impulsgenerator 34 gestartet und durch
das Ausgangssignal des Schwellwert-Diskriminators 32
angehalten wird.
Der Ausgang des Impulsgenerators ist über ein Tiefpaßfilter
35 mit einem ersten Eingang eines Umschalters 36 verbunden.
An den zweiten Eingang des Umschalters 36 ist ein
Rauschgenerator 37 angeschlossen, der ebenfalls von der
Steuereinrichtung 8 steuerbar ist.
Fig. 2 zeigt den Ablaufplan eines Programms für die
Steuereinrichtung 8 (Fig. 1) während der Betriebsart
"Messen" und in gekürzter Form während der Betriebsart
"Wiedergabe". In der Betriebsart "Wiedergabe" bzw. im
Normalbetrieb sind die üblichen Funktionen, wie
beispielsweise eine manuelle Steuerung der Lautstärkesteller
17 bis 20 und die Auswahl zwischen den Eingängen 1, 2 oder
3, möglich. Ferner können in der Betriebsart "Wiedergabe"
für mehrere Hörorte zuvor abgelegte Laufzeit- und
Lautstärkeeinstellungen aus einem nicht-flüchtigen Speicher
der Steuereinrichtung 8 ausgelesen und den Stellern 10 bis
13 und 17 bis 20 zugeführt werden. Der Zweifach-Umschalter 9
und der Vierfach-Umschalter 14 befinden sich in der oberen
Stellung o.
Der Programmteil 41, der diese Funktionen bewirkt, wird
zyklisch durchlaufen, wobei vor jeder Wiederholung eine
Abfrage erfolgt, ob eine akustische Einmessung erfolgen
soll. Ist dieses mit Hilfe der Bedieneinrichtung 30
eingegeben worden, so wird nach der Verzweigung 42 die
Betriebsart "Messen" aktiviert. In einem Programmteil 43
werden die Lautstärkesteller 17 bis 20 (Fig. 1) auf einen
definierten Normwert (mittlere Lautstärke) eingestellt.
Ferner wird in diesem Programmteil darauf gewartet, daß der
Bediener das Meß-Mikrofon 29 (Fig. 1) an den ersten zu
messenden Hörort gebracht hat.
Danach werden im Programmteil 44 der Eingangsumschalter auf
den Eingang 4 und der Doppel-Umschalter 6 in die untere
Stellung gesteuert. Der Vierfach-Umschalter 14 wird für den
jeweils einzumessenden Kanal auf die mittlere Stellung m und
für die anderen Kanäle auf die untere Stellung u gebracht,
in welcher eine Stummschaltung der angeschlossenen
Lautsprecher erfolgt.
Bei 45 wird der Umschalter 36 auf die linke Stellung 1
gestellt, während der Impulsgenerator 34 und der
Laufzeitmesser 33 gestartet werden. Sobald der Schall-Pegel
am Meß-Mikrofon einen bestimmten Schwellwert überschreitet,
wird bei 46 der Laufzeitmesser 33 angehalten und der Meßwert
in der Steuereinrichtung 8 (Fig. 1) gespeichert.
Danach wird im Programmteil 47 der Umschalter 36 in die
rechte Stellung r gebracht und der Rauschgenerator für eine
Zeit von etwa 500 ms in Betrieb genommen. Mit Hilfe des
Pegelmessers 31 erfolgt bei 48 eine Ermittlung des
durchschnittlichen Rauschpegels am Mikrofon über einen Teil
des Zeitfensters, beispielsweise über 200 ms. Dieser Wert
wird ebenfalls gespeichert.
Bei 49 verzweigt sich das Programm in Abhängigkeit davon, ob
alle vier Kanäle eingemessen wurden. Ist dieses noch nicht
der Fall, werden die Programmteile 44 bis 49 für den
nächsten Kanal wiederholt. Sind jedoch alle vier Kanäle
eingemessen, liegen für die Laufzeiten der vier Kanäle die
Meßwerte TLF, TRF, TLR, TRR (Tx) und für die Lautstärkepegel
die Meßwerte LLF, LRF, LLR, LRR (Lx) vor.
Im anschließenden Programmteil 50 werden die einzustellenden
Verzögerungszeiten für die Verzögerungseinrichtungen 10 bis
13 gemäß Tax = (Tmax-Tx)·k berechnet, wobei Ta die
einzustellende Verzögerungszeit in Abtastzyklen der
digitalen Audiosignalverarbeitungseinrichtung, x den
jeweiligen Lautsprecher (LF, RF, LR, RR) und k das
Verhältnis zwischen der prozessor-Zyklusdauer, in welcher
die Schall-Laufzeiten Tx gemessen wurden, und der
Abtastzyklusdauer bezeichnet. Zuvor wurde aus den gemessenen
Schall-Laufzeiten die maximale Schall-Laufzeit Tmax (in
prozessor-Zyklen) ermittelt. Ferner erfolgt im Programmteil
49 die Einstellung der Verzögerungseinrichtungen 10 bis 13
auf die errechneten Werte und eine Speicherung der vier
Werte zusammen mit einer Angabe des zugehörigen Hörortes in
einem nicht-flüchtigen Speicher der Steuereinrichtung.
Im Programmteil 51 folgen die entsprechenden Schritte für
die gemessenen Lautstärkepegel Lx. Zunächst wird Lmax
gebildet. Danach werden Lax = Lmax-Lx für die verschiedenen
Lautsprecher berechnet. Die vier Ausgleichspegel Lax werden
als fester Offset zum jeweiligen vom Benutzer eingestellten
Lautstärkepegel in den einzelnen Kanälen hinzuaddiert. Die
Ausgleichspegel werden nach ihrer Berechnung im
nicht-flüchtigen Speicher für den zugehörigen Hörort
abgelegt.
Eine Verzweigung 52 erfolgt in Abhängigkeit davon, ob noch
weitere Hörorte eingemessen werden sollen. Ist dieses nicht
der Fall, werden bei 53 die Lautstärkesteller auf die vor
dem Aktivieren der Betriebsart "Messen" vorhandenen Werte
zuzüglich des im Programmteil 51 ermittelten Offsets
eingestellt. Bei 53 wird ferner wieder derjenige Eingang 1,
2 oder 3 eingestellt, der vor dem Einmessen aktiv war.
Außerdem werden die übrigen Umschalter entsprechend der
Betriebsart "Wiedergabe" umgeschaltet. Das Programm wird
dann bei 41 fortgesetzt. Sollen jedoch noch weitere Hörorte
eingemessen werden, was durch eine entsprechende Eingabe
erfolgt, wird das Programm nach der Verzweigung 52 bei 43
wiederholt.
Fig. 3 zeigt schematisch ein Auto 60 mit einem Fahrer 61 und
vier Lautsprechern 25, 26, 27, 28. Die. Abstände a, b, c und
d vom Kopf des Fahrers zu den einzelnen Lautsprechern sind
verschieden groß. Dadurch treten die eingangs erwähnten
nachteiligen Effekte auf. Bei der erfindungsgemäßen
Einrichtung wird durch den Laufzeitausgleich mit Hilfe der
steuerbaren Verzögerungseinrichtungen 10 bis 13 (Fig. 1) der
für den psycho-akustischen Höreindruck wirksame Abstand zu
allen Lautsprechern gleich groß gemacht. Dabei behält der
vom Fahrer 61 am weitesten entfernt liegende Lautsprecher 28
seinen Abstand d bei. Die weiteren Lautsprecher erhalten
durch den Laufzeitausgleich ebenfalls einen Abstand von d
und befinden sich scheinbar in den Positionen 25′, 26′ und
27′, die auf einem Kreis um den Fahrer 61 liegen.
Claims (10)
1. Einrichtung zur stereophonen Wiedergabe in einem
geschlossenen Raum, vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug, mit
mehreren Lautsprechern und mindestens einem Hörort, der von
den Lautsprechern unterschiedlich weit entfernt sein kann,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Wiedergabe mit Hilfe der
einzelnen Lautsprecher (25, 26, 27, 28) vorgesehene
Audiosignale Verzögerungseinrichtungen (10, 11, 12, 13)
durchlaufen, deren Verzögerungszeit einstellbar ist, daß
Mittel (5, 29, 31, 32, 33, 34, 35) zur Messung der
Schall-Laufzeiten von den einzelnen Lautsprechern (25, 26,
27, 28) zum Hörort vorgesehen sind und daß die
Verzögerungszeiten derart selbsttätig einstellbar sind, daß
die Summe der Schall-Laufzeit und der jeweils eingestellten
Verzögerungszeit für alle Lautsprecher (25, 26, 27, 28)
gleich ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ferner Mittel (5, 29, 31, 37) zur Messung der durch die
Wiedergabe eines Meßsignals, vorzugsweise eines
Rauschsignals, durch die einzelnen Lautsprecher (25, 26, 27,
28) am Hörort bewirkten Schall-Pegel vorgesehen sind und daß
die Lautstärke der einzelnen Lautsprecher (25, 26, 27, 28)
im Sinne eines Ausgleichs von Pegeldifferenzen selbsttätig
voreinstellbar ist.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die eingestellten Verzögerungszeiten und
gegebenenfalls Voreinstellungen der Lautstärke für mehrere
Hörorte nicht-flüchtig speicherbar sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Information darüber, welche der gespeicherten
Verzögerungszeiten und gegebenenfalls der gespeicherten
Voreinstellungen der Lautstärke beim Einschalten der
Einrichtung den Verzögerungseinrichtungen (10, 11, 12, 13)
zugeführt werden, ebenfalls nicht-flüchtig speicherbar ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtungen
(10, 11, 12, 13) von digitalen Speichern gebildet werden,
aus denen die jeweils zu verzögernden Audiosignale gegenüber
dem Einschreiben zeitverzögert ausgelesen werden.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die digitalen Speicher Teile einer digitalen
Audiosignalverarbeitungseinrichtung sind, daß nach der
Messung der Schall-Laufzeiten (Tx) für alle Lautsprecher
daraus die maximale Schall-Laufzeit (Tmax) ausgewählt wird
und daß die einzelnen Verzögerungszeiten gemäß
Tax = (Tmax-Tx)·k berechnet wird, wobei Ta die
einzustellende Verzögerungszeit in Abtastzyklen der
digitalen Audiosignalverarbeitungseinrichtung, x den
jeweiligen Lautsprecher und k das Verhältnis zwischen der
Prozessor-Zyklusdauer, in welcher die Schall-Laufzeiten Tx
bzw. Tmax gemessen wurden, und der Abtastzyklusdauer
bezeichnet.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Messung der Schall-Laufzeit
nacheinander jeweils einem Lautsprecher ein Impulssignal
zugeführt wird, wobei gleichzeitig ein Zeitmesser (33)
gestartet wird, der die Zeit mißt, bis an einem Meß-Mikrofon
(29) der Schall-Pegel einen vorgegebenen Schwellwert
überschreitet.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Impulssignal durch einen Rechteckimpuls von
mindestens 3 ms Länge realisiert wird.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Impulssignal über ein Tiefpaßfilter
(35), vorzugsweise dritter Ordnung mit einer Grenzfrequenz
von 11 kHz, dem Lautsprecher (25, 26, 27, 28) zugeführt
wird.
10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Audiosignale ferner
Frequenzgang-Entzerrerschaltungen durchlaufen, daß Mittel
zur Messung des Frequenzgangs zwischen den Lautsprechern und
einem Meß-Mikrofon vorgesehen sind und daß die
Frequenzgang-Entzerrer nach den Ergebnissen der Messung
einstellbar sind, wobei die jeweils eingestellten
Frequenzgänge der einzelnen Lautsprecher für verschiedene
Hörorte speicherbar sind.
Priority Applications (6)
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE4327200A DE4327200A1 (de) | 1993-08-13 | 1993-08-13 | Einrichtung zur stereophonen Wiedergabe |
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Family Applications (2)
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