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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft leitende Polymer-Zusammensetzungen und elektrische
Einrichtungen, die derartige Zusammensetzungen umfassen.
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EINLEITUNG
ZU DER ERFINDUNG
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Leitende
Polymer-Zusammensetzungen und elektrische Einrichtungen, die derartige
umfassen, sind altbekannt. Derartige Zusammensetzungen umfassen
eine polymerische Komponente und, darin verteilt, einen teilchenförmigen leitenden
Füllstoff,
wie beispielsweise schwarzer Kohlenstoff (Ruß) oder Metall. Leitende Polymer-Zusammensetzungen
sind in den U.S. Patenten mit den Nummern 4.237.441 (van Konynenburg
et al), 4.388.607 (Toy et al), 4.534.889 (van Konynenburg et al),
4.545.926 (Fouts et al), 4.560.498 (Horsma et al), 4.591.700 (Sopory),
4.724.417 (Au et al), 4.774.024 (Deep et al), 4.935.156 (van Konynenburg
et al), 5.049.850 (Evans et al), 5.250.228 (Baigrie et al), 5.378.407
(Chandler et al), und 5.451.919 (Chu et al), und in der internationalen
Anmeldung Nr. PCT/US95/07925 (Raychem Corporation, eingereicht am
7. Juni 1995) beschrieben.
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Derartige
Zusammensetzungen zeigen oft ein Verhalten mit einem positiven Temperaturkoeffizienten (Positive
Temperature Coeffizient; PTC) auf, d. h. sie vergrößern sich
in dem spezifischen Widerstand im Ansprechen auf eine Erhöhung in
der Temperatur, allgemein über
einen relativ kleinen Temperaturbereich. Die Temperatur, bei der
diese Erhöhung
auftritt, ist die Schalttemperatur Ts und
kann als die Temperatur an dem Überschneidungspunkt
von Verlängerungen
der im Wesentlichen geraden Abschnitte eines Plots des Logs des
Widerstands eines PTC Elements über
der Temperatur, die auf jeder Seite des Abschnitts der Kurve liegen,
die eine starke Änderung
in der Neigung aufzeigt, definiert werden. Diese Erhöhung von
dem spezifischen Widerstand bei 20°C (ρ20)
auf einen spezifischen Spitzenwiderstand (ρpeak,
d. h. der maximale spezifische Widerstand, den die Zusammensetzung über Ts aufzeigt, oder der spezifische Widerstand,
den die Zusammensetzung bei einer spezifizierten Temperatur über Ts aufzeigt) ist die PTC Anomaliehöhe.
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PTC
leitende Polymer-Zusammensetzungen sind insbesondere zur Verwendung
in elektrischen Einrichtungen, wie Schaltungsschutzeinrichtungen,
Erwärmern,
und Sensoren, die auf Änderungen
in der Umgebungstemperatur, des Stroms, und/oder von Spannungsbedingungen
ansprechen, geeignet. Für
Schaltungsschutzeinrichtungs-Anwendungen ist es wünschenswert,
dass die Zusammensetzung einen so niedrig wie möglichen spezifischen Widerstand
und eine so hoch wie mögliche
PTC Anomaliehöhe
aufweist. Ein niedriger spezifischer Widerstand erlaubt die Herstellung
von kleinen Einrichtungen, die einen niedrigen Widerstand aufweisen.
Derartige Einrichtungen benötigen
wenig Platz auf einer gedruckten Schaltungsplatine oder einem anderen
Substrat und tragen einen geringen Widerstand zu einer elektrischen
Schaltung während
eines normalen Betriebs bei. Weil zusätzlich eine Bestrahlung, Wärmebehandlung,
und andere Verarbeitungsschritte, die oft ein Teil der Herstellung
der Einrichtung sind, den Widerstand erhöhen, ist ein Material mit einem
geringen spezifischen Widerstand wünschenswert. Eine hohe PTC
Anomaliehöhe
erlaubt der Einrichtung die notwendige angelegte Spannung auszuhalten.
Der spezifische Widerstand einer leitenden Polymer-Zusammensetzung kann
verringert werden, indem eine größere Menge
von leitendem Füllstoff
hinzugefügt
wird, aber dies verringert im Allgemeinen die PTC Anomalie. Eine
mögliche Erläuterung
für die
Verringerung der PTC Anomalie ist, dass die Hinzufügung von
einer größeren Menge
von leitendem Füllstoff
(a) die Menge des kristallinen Polymers, der zu der PTC Anomalie
beiträgt,
verringert oder (b) die polymerische Komponente physikalisch verstärkt und
somit die Ausdehnung bei der Schmelztemperatur verringert.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Wir
haben nun entdeckt, dass Zusammensetzungen, die einen geringen spezifischen
Widerstand aufweisen, d. h. kleiner als 1,0 Ohm-cm, und eine hohe
PTC Anomalie, d. h. einer Änderung
im spezifischen Widerstand von wenigstens 104,
hergestellt werden können,
indem eine relativ hohe Menge eines spezifischen Rußes mit
einem kristallinen Polymer gemischt wird.
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Somit
stellt diese Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer leitenden
Polymer-Zusammensetzung bereit,
die
- (1) eine spezifische Leitfähigkeit
(bzw. einen spezifischen Widerstand) von weniger als 100 Ohm-cm bei 20°C aufweist,
und
- (2) umfasst (i) höchstens
64 Volumen-% der gesamten Zusammensetzung aus einer polymerischen
Komponente mit einer Kristallinität von wenigstens 20% und einem
Schmelzpunkt Tm und ii) wenigstens 36 Volumen-%
der gesamten Zusammensetzung aus einem leitenden Partikelfüllstoff,
der Ruß umfasst,
wobei der Ruß eine
DBP Zahl von 60 bis 120 cm3/100 g umfasst,
wobei
das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: - (A)
Vermischen der polymerischen Komponente und des Füllstoffs
in einem ersten Schritt bei einer Temperatur, die größer als
Tm ist, um ein erstes Gemisch mit einem
spezifischen Energieverbrauch S1 und einer PTC
Anomalie von 20°C
bis (Tm + 5°C) PTC1 zu
bilden,
- (B) Abkühlen
des ersten Gemischs, und
- (C) Vermischen des ersten Gemischs in einem zweiten Schritt
bei einer Temperatur, die größer als
Tm ist, um ein abschließendes Gemisch mit einem spezifischen
Energieverbrauch, der wenigstens 1,2 S1 ist,
und einer PTC Anomalie von 20°C
bis (Tm + 5°C), die wenigstens 1,2 PTC1 ist, zu ergeben.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNG
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Die
Figur ist eine Draufsicht auf eine elektrische Einrichtung der Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
polymerische Komponente der Zusammensetzung umfasst ein oder mehrere
kristalline Polymere und weist eine Kristallinität von wenigstens 20%, vorzugsweise
wenigstens 30%, insbesondere wenigstens 40%, wie gemessen durch
ein differenzielles Scan-Calorimeter, auf. Für einige Anwendungen kann es
wünschenswert
sein den kristallinen Polymerer (die kristallinen Polymere) mit
ein oder mehreren zusätzlichen
Polymeren, z. B. einem Elastomer oder einem amorphen thermoplastischen
Polymer, zu vermischen, um spezifische physikalische oder thermische
Eigenschaften, z. B. eine Flexibilität oder eine maximale Aussetzungstemperatur,
zu erreichen. Es wird bevorzugt, dass die polymerische Komponente
Polyäthylen,
z. B. Polyäthylen
mit hoher Dichte, Polyäthylen
mit mittlerer Dichte, Polyäthylen
mit niedriger Dichte, lineares Polyäthylen mit niedriger Dichte,
oder eine Vermischung von zwei oder mehreren von diesen Polyäthylenen
umfasst. Polyäthylen
mit hoher Dichte, das eine Dichte von wenigstens 0,94 g/cm3, allgemein 0,95 bis 0,97 g/cm3,
aufweist, wird besonders bevorzugt. Die polymerische Komponente
umfasst höchstens
64 Volumen-%, vorzugsweise höchstens
62 Volumen-%, insbesondere höchstens
60 Volumen-%, insbesondere
höchstens
58 Volumen-% des gesamten Volumens der Zusammensetzung. Die polymerische
Komponente weist eine Schmelztemperatur auf, wie durch die Spitze
des Endoterms eines differenziellen Scan-Calorimeters gemessen,
von Tm auf. Wenn mehr als eine Spitze vorhanden
ist, wird Tm als die Temperatur der höchsten Temperaturspitze
definiert. Bevorzugten Polyäthylen
mit einer hohen Dichte weist eine Schmelztemperatur von ungefähr 135°C auf.
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Verteilt
in der polymerischen Komponente ist ein leitender Partikelfüllstoff,
der Ruß umfasst.
Für einige Anwendungen
können
auch andere leitende Partikelmaterialien, wie Graphit, Metall, Metalloxyd,
leitendes beschichtetes Glas oder Keramikkugeln, ein leitender Partikelpolymer,
oder eine Kombination von diesen vorhanden sein. Derartige leitende
Partikelfüllstoffe
können
in der Form von Pulver, Kugeln, Flocken, oder Fasern sein. Es wird
jedoch bevorzugt, dass der Partikelfüllstoff im Wesentlichen aus
Ruß besteht,
der eine DBP Zahl von 60 bis 120 cm3/100
g, vorzugsweise 60 bis 100 cm3/100 g, insbesondere
60 bis 90 cm3/100 g, insbesondere 65 bis
85 cm3/100 g, aufweist. Die DBP Zahl ist
eine Anzeige über
die Menge der Struktur des Rußes
und wird durch das Volumen von n-Dibutyl-Phthalat (DBP) absorbiert
durch eine Einheitsmasse von Ruß bestimmt. Dieser
Test ist in ASTM D2414-93 beschrieben. Die Menge des leitenden Füllstoffs,
die benötigt
wird, basiert auf der erforderlichen spezifischen Leitfähigkeit
der Zusammensetzung und der Leitfähigkeit des leitenden Füllstoffs
selbst. Für
Zusammensetzungen der Erfindung umfasst der leitende Füllstoff
wenigstens 36 Volumen-%, vorzugsweise wenigstens 38 Volumen-%, insbesondere wenigstens
40 Volumen-% des Gesamtvolumens der Zusammensetzung.
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Die
leitende Polymer-Zusammensetzungen kann zusätzliche Komponenten wie Antioxidationsmittel, Inert-Füllstoffe,
nichtleitende Füllstoffe,
strahlungs-vernetzende Stoffe (oft bevorzugt als Prorads oder vernetzungs
Verbesserer), Stabilisatoren, Dispersionsmittel, Kopplungsmittel,
Säure-Scavengers (z. B.
CaCO3), oder andere Komponenten umfassen.
Diese Komponenten umfassen im Allgemeinen höchstens 20 Volumen-% der gesamten
Zusammensetzung.
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Die
Zusammensetzung weist einen spezifischen Widerstand bei 20°C, ρ20,
von höchstens
100 Ohm-cm, vorzugsweise höchstens
10 Ohm-cm, insbesondere höchstens
5 Ohm-cm, weiter insbesondere höchstens
1,0 Ohm-cm, insbesondere höchstens
0,9 Ohm-cm, weiter insbesondere höchstens 0,8 Ohm-cm auf.
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Die
Zusammensetzung zeigt ein Verhalten mit einem positiven Temperaturkoeffizienten
(Positive Temperature Coeffizient; PTC) auf, d. h. sie zeigt eine
starke Erhöhung
in dem spezifischen Widerstand mit der Temperatur über einem
relativ kleinen Temperaturbereich auf. Der Ausdruck „PTC" wird verwendet,
um eine Zusammensetzung oder Einrichtung zu bezeichnen, die einen
R14 Wert von wenigstens 2,5 und/oder einen R100 Wert von wenigstens 10 aufweist und es
wird bevorzugt das die Zusammensetzung oder Einrichtung einen R30 Wert von wenigstens 6 aufweisen sollte,
wobei R14 das Verhältnis der spezifischen Widerstände an dem Ende
und an dem Beginn eines 14°C
Bereichs ist, R100 das Verhältnis der
spezifischen Widerstände
an dem Ende und dem Beginn eines 100°C Bereichs ist, und R60 das Verhältnis der spezifischen Widerstände an dem Ende
und dem Beginn eines 30°C
Bereichs ist. Zusammensetzungen der Erfindung zeigen eine PTC Anomalie bei
wenigstens einer Temperatur über
dem Bereich von 20°C
bis (Tm+ 5°C) von wenigstens 104, vorzugsweise wenigstens 104,5,
insbesondere wenigstens 105, insbesondere
wenigstens 105,5, d. h. der log[Widerstand bei(Tm + 5°C)/Widerstand
bei 20°C]
ist wenigstens 4,0, vorzugsweise wenigstens 4,5, insbesondere wenigstens
5,0, insbesondere wenigstens 5,5. Wenn der maximale Widerstand bei
einer Temperatur Tx erzielt wird, die unter
(Tm + 5°C)
ist, dann wird die PTC Anomalie durch den log(Widerstand bei Tx/Widerstand bei 20°C) bestimmt. Um sicherzustellen,
dass die Effekte der Verarbeitung wird der thermischen Geschichte
neutralisiert werden, sollte wenigstens ein thermischer Zyklus von
20°C auf
(Tm + 5°C)
und zurück
auf 20°C
ausgeführt
werden, bevor die PTC Anomalie gemessen wird.
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Während eine
Dispersion (Verteilung) des leitenden Füllstoffs und von anderen Komponenten
in der polymerischen Komponente durch irgendeine geeignete Einrichtung
zum Mischen erreicht werden kann, einschließlich einer Lösungsmittel-Mischung,
wird bevorzugt, dass die Zusammensetzung unter Verwendung eines
Schmelzverarbeitungsgeräts,
einschließlich
von Mischern, die durch derartige Hersteller wie Brabender, Moriyama
und Banbury hergestellt werden, und unter Verwendung eines kontinuierlichen
Zusammensetzungsherstellungsgeräts,
wie Extruder mit einer sich gemeinsam drehenden oder entgegengesetzt
drehenden Zwillingsschnecke, in der Schmelze verarbeitet wird. Vor
der Vermischung können
die Komponenten der Zusammensetzung in einem Vermischer, beispielsweise
einem HenschelTM Vermischer, vermischt werden,
um die Gleichförmigkeit
des Gemischs zu verbessern, das in das Mischgerät hineingeladen wird. Zusammensetzungen
der Erfindung können
durch Verwendung eines einzelnen Schmelzvermischschritts hergestellt
werden, aber vorzugsweise werden sie durch ein Verfahren hergestellt,
bei dem zwei oder mehrere Mischschritte vorhanden sind. Jeder Mischschritt
erfordert, dass die Zusammensetzung bei einer Temperatur größer als
Tm gemischt wird. Es wird bevorzugt, dass
die Mischtemperatur so gering wie möglich ist, z. B. bei einer
Temperatur von höchstens
(Tm + 100°C),
vorzugsweise höchstens
(Tm + 50°C),
insbesondere höchstens
(Tm + 30°C).
Zwischen jedem Mischschritt wird die Zusammensetzung auf eine Temperatur
abgekühlt,
die höchstens
(Tm – 30°C), vorzugsweise
höchstens
(Tm – 40°C), z. B.
Raumtemperatur, ist. Während
oder nach dem Kühlschritt kann
die Zusammensetzung granuliert, als Pulver verarbeitet, pulverisiert
oder anders zerkleinert werden, um die Leichtigkeit zu verbessern,
mit der sie an das Mischgerät
für den
nächsten
Mischschritt hinzugefügt
wird. Während
jedes Mischschritts wird der spezifische Energieverbrauch (SEC),
d. h. die Gesamtmenge der Arbeit in MJ/kg, die in die Zusammensetzung
während
des Mischprozesses gebracht wird, aufgezeichnet. Der gesamte SEC
für eine
Zusammensetzung, die in zwei oder mehreren Schritten gemischt worden
ist, ist die Gesamtheit von jedem der Schritte. Somit werden die
polymerische Zusammensetzung und der Füllstoff, sowie irgendwelche
zusätzlichen
Komponenten, in einem ersten Schritt bei einer Temperatur größer als
Tm gemischt, um ein erstes Gemisch zu bilden,
das einen spezifischen Energieverbrauch S1 aufweist.
Nachdem das erste Gemisch abgekühlt
ist, wird es in einem zweiten Schritt bei einer Temperatur größer als
Tm gemischt. Der SEC der Zusammensetzung
nach dem zweiten Schritt ist wenigstens 1,2 S1,
vorzugsweise wenigstens 1,3 S1, vorzugsweise
wenigstens 1,5 S1. Die PTC Anomalie der
Zusammensetzung nach dem ersten Schritt über dem Temperaturbereich 20°C bis (Tm + 5°C)
ist PTC1, während die PTC Anomalie nach
dem zweiten Schritt über dem
gleichen Bereich wenigstens 1,2 PTC1, vorzugsweise
wenigstens 1,3 PTC1, vorzugsweise wenigstens
1,4 PTC1 ist. Zwischen dem ersten und dem
zweiten Schritt kann das erste Gemisch bei einer Temperatur größer als
Tm gemischt und ein oder mehrere Male abgekühlt werden,
um insgesamt drei oder mehr Mischschritte zu ergeben. Ein derartiger
Mehrfach-Mischprozess
führt zu
einer Zusammensetzung, die einen relativ geringen spezifischen Widerstand
aufweist, d. h. kleiner als 100 Ohm-cm, vorzugsweise kleiner als
10 Ohm-cm, insbesondere weniger als 5 Ohm-cm, insbesondere weniger
als 1,0 Ohm-cm, während
eine geeignet hohe PTC Anomalie aufrechterhalten wird, d. h. wenigstens
104, vorzugsweise wenigstens 104,5,
insbesondere wenigstens 105.
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Nach
dem Mischen kann die Zusammensetzung durch irgendein geeignetes
Verfahren in der Schmelze geformt werden, z. B. durch eine Schmelz-Extrudierung,
eine Spritzguss-Formung, eine Kompressions-Formung, und eine Sinterung,
um ein Widerstandselement mit dem leitenden Polymer zu erzeugen.
Für viele
Anwendungen ist es wünschenswert,
dass die Zusammensetzung in eine Schicht extrudiert wird, von der
das Element geschnitten, gewürfelt
oder ansonsten entfernt werden kann. Das Element kann irgendeine
Form aufweisen, z. B. rechteckförmig,
quadratisch, kreisförmig
oder ringförmig.
In Abhängigkeit
von der beabsichtigten Endverwendung kann die Zusammensetzung verschiedene
Verarbeitungstechniken durchlaufen, z. B. eine Vernetzung oder eine
Wärmebehandlung
nach der Formung. Eine Vernetzung kann durch chemische Mittel oder
durch eine Bestrahlung, z. B. unter Verwendung eines Elektronenstrahls
oder einer Co60 γ Bestrahlungsquelle, erreicht
werden und kann entweder vor oder nach der Anbringung der Elektrode
durchgeführt
werden. Ein besonders bevorzugtes Verfahren, bei dem die Einrichtungen
aus einem Laminat vor einer Vernetzung geschnitten werden, ist in
der U.S. Anmeldung Nr. 08/408.768 (Toth et al, eingereicht am 22.
März 1995)
offenbart. Der Grad einer Vernetzung hängt von der erforderlichen
Anwendung für
die Zusammensetzung ab, ist aber allgemein geringer als das Äquivalent
von 200 Mrads, und ist vorzugsweise wesentlich geringer, d. h. von 1
bis 20 Mrads, vorzugsweise von 1 bis 15 Mrads, vorzugsweise von
2 bis 10 Mrads. Derartige niedrige Vernetzungsgrade sind besonders
nützlich
für Anwendungen,
bei denen eine Einrichtung einer relativ geringen Spannung, d. h.
kleiner als 60 Volt, ausgesetzt wird. Es ist festgestellt worden,
dass mit einer Erhöhung
in der Menge des Rußes,
der in der Zusammensetzung vorhanden ist, die Menge der Vernetzung,
die benötigt
wird, um die maximale PTC Anomalie zu erreichen, abnimmt. Somit
wird für
eine elektrische Stabilität
bevorzugt, dass Einrichtungen der Erfindung, die wenigstens 36 Volumen-%
Ruß enthalten,
auf das Äquivalent
von weniger als 10 Mrads vernetzt werden.
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Die
Zusammensetzungen können
verwendet werden, um elektrische Einrichtungen zu erstellen, z.
B. Schaltungsschutzeinrichtungen, Erwärmer, Sensoren, oder Widerstände, bei
denen ein Element, das aus der leitenden Polymer-Zusammensetzung
gebildet ist, in einen physikalischen und elektrischen Kontakt mit
wenigstens einer Elektrode ist, die zur Verbindung des Elements
mit einer elektrischen Energiequelle geeignet ist. Der Typ von Elektrode
hängt von
der Form des Elements ab und kann zum Beispiel feste oder verdrillte Drähte, Metallfolien,
Metallgitter, oder Schichten mit einer metallischen Farbschicht
sein. Elektrische Einrichtungen der Erfindung können irgendeine Form aufweisen,
z. B. planar, axial oder wie ein Hundeknochen, aber besonders nützliche
Einrichtungen umfassen zwei laminare Elektroden, vorzugsweise Metallfolienelektroden, und
ein leitendes Polymerelement, welches zwischen ihnen eingebettet
ist. Insbesondere geeignete Folienelektroden sind in den U.S. Patenten
Nrs. 4.689.475 (Matthiesen) und 4.800.253 (Kleiner et al), und in
der Internationalen Anmeldung Nr. PCT/US95/07888 (Raychem Corporation,
eingereicht am 7. Juni 1995) offenbart. Zusätzliche metallische Zuleitungen,
z. B. in der Form von Drähten
oder Bändern,
können
an den Folienelektroden angebracht werden, um eine elektrische Verbindung
mit einer Schaltung zu ermöglichen.
Zusätzlich können Elemente
zum Steuern des thermischen Ausgangs der Einrichtung, z. B. ein
oder mehrere leitende Anschlüsse,
verwendet werden. Diese Anschlüsse
können
in der Form von Metallplatten sein, z. B. Stahl, Kupfer, oder Messing,
oder in der Form von Rippen, die entweder direkt oder mit Hilfe
einer zwischenliegenden Schicht, wie einem Lötmittel oder einem leitenden
Klebemittel, an den Elektroden angebracht sind; siehe zum Beispiel
die U.S. Patent Nr. 5.089.801 (Chan et al), und 5.436.609 (Chan
et al). Für
einige Anwendungen wird bevorzugt die Einrichtungen direkt an einer
Schaltungsplatine anzubringen. Beispiele von derartigen Anbringungstechniken
sind in den internationalen Patentanmeldungs-Nummern. PCT/US93/06480
(Raychem Corporation, eingereicht am 8. Juli 1993), PCT/US94/10137
(Raychem Corporation, eingereicht am 13. September 1994), und PCT/LTS95/05567
(Raychem Corporation, eingereicht am 4. Mai 1995) gezeigt.
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Die
US-A-5.451.919 beschreibt eine Polymer-PTC-Zusammensetzung, die
einen spezifischen Widerstand von kleiner als 1 Ohm-cm bei 20°C aufweist,
wobei ein leitender Füllstoff
auf Ruß basiert
und eine DBP Zahl von 83 cm3/g aufweist.
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Schaltungsschutzeinrichtungen
weisen im Allgemeinen einen Widerstand bei 20°C, R20,
von weniger als 100 Ohm, vorzugsweise weniger als 20 Ohm, insbesondere
weniger als 10 Ohm, insbesondere weniger als 5 Ohm, und weiter insbesondere
weniger als 1 Ohm auf. Der Widerstand wird nach einem thermischen
Zyklus von 20°C
bis (Tm + 5°C) bis 20°C gemessen. Für viele
Anwendungen ist der Widerstand der Schaltungsschutzeinrichtung viel
kleiner als 1 Ohm, z. B. 0,010 bis 0,500 Ohm. Erwärmer weisen
allgemein einen Widerstand von wenigstens 100 Ohm, vorzugsweise
wenigstens 250 Ohm, insbesondere wenigstens 500 Ohm auf. Wenn die
elektrische Einrichtung ein Erwärmer
ist, dann ist der spezifische Widerstand der leitenden Polymer-Zusammensetzung
vorzugsweise höher
als für
Schaltungsschutzeinrichtungen, z. B. 102 bis
105 Ohm-cm, vorzugsweise 102 bis
104 Ohm-cm.
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Die
Erfindung wird durch die Zeichnung illustriert, in der die Figur
eine elektrische Einrichtung 1 der Erfindung zeigt. Das
Widerstandselement 3, das aus einer leitenden Polymer-Zusammensetzung
gebildet ist, ist zwischen zwei Metallfolienelektroden 5, 7 eingebettet.
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Die
Erfindung wird durch die folgenden Beispiele illustriert, wobei
die Beispiele 8 und 9 Vergleichsbeispiele sind.
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BEISPIELE 1 BIS 7
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Sechzig
Volumenprozent von pulverisiertem Polyäthylen hoher Dichte (PetrotheneTM LB 832, erhältlich von USI, mit einer Schmelztemperatur
von ungefähr
135°C) wurde
in einen HenschelTM Vermischer mit 40 Volumen-%
Rußkugeln
(RavenTM 430 mit einer Partikelgröße von 82
nm, einer Struktur (DBP) von 80 cm3/100
g, und einem Oberflächengebiet
von 34 m2/g, erhältlich von Columbian Chemicals)
vorgemischt und das Gemisch wurde dann für ein Mischinkrement in dem
Bereich von 4 bis 32 Minuten in einem 3,0 Liter MoriyamaTM Mischer gemischt. Das Gemisch wurde abgekühlt, granuliert
und, für
die Beispiele 2 bis 4 und 6, ein oder mehrere Male neu vermischt,
um eine Gesamtmischzeit zu ergeben, wie in der Tabelle I spezifiziert.
Der spezifische Energieverbrauch (SEC) in MJ/kg, d. h. die Gesamtmenge
der Arbeit, die während
des Verbindungsprozesses verwendet wird, wurde aufgezeichnet und
wurde für
diejenigen Verbindungen, die mehr als einmal vermischt wurden, kumuliert.
Das Gemisch wurde dann mit einer Kompressions-Formung verarbeitet,
um eine Schicht mit einer Dicke von 0,64 bis 0,76 nun (0,025 bis 0,030
Inch) zu ergeben, und die Schicht wurde dann zwischen zwei Schichten
von einer elektroplatierten Nickelfolie mit einer Dicke von ungefähr 0,033
nun (0,0013 Inch) (erhältlich
von Fukuda) unter Verwendung einer Presse laminiert. Das Laminat
wurde auf 10 Mrads unter Verwendung eines 3,0 MeV Elektronenstrahls
bestrahlt und Chips mit einem Durchmesser von 12,7 mm (0,5 Inch) wurden
aus dem Laminat gestanzt. Einrichtungen wurden aus jedem Chip dadurch
gebildet, dass 20 AWG Zinn-beschichtete Kupferzuleitungen an jede
Metallfolie dadurch angelötet
wurden, dass die Chips in eine Lötmittelformulierung
von 63% Blei/37% Zinn, erwärmt
auf 240 bis 245°C
für ungefähr 2,5 bis
3,0 Sekunden, eingetaucht wurden und die Einrichtungen einer Luftkühlung ausgesetzt
wurden. Die Eigenschaften des Widerstands über der Temperatur der Einrichtungen
wurden bestimmt, indem die Einrichtungen in einem Ofen positioniert
und der Widerstand bei Intervallen über den Temperaturbereich 20
bis 160 bis 20°C
gemessen wurde. Zwei Temperaturzyklen wurden ablaufen gelassen.
Der spezifische Widerstand bei 20°C
für den
zweiten thermischen Zyklus wurde aus dem Widerstand berechnet und
als ρ20 aufgezeichnet. Die Höhe der PTC Anomalie wurde als
log (Widerstand bei 140°C/Widerstand
bei 20°C)
bestimmt und für
den zweiten Zyklus als PTC2 aufgezeichnet.
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Die
Ergebnisse, die in der Tabelle I gezeigt sind, zeigen an, dass mehrere
Mischzyklen eine Erhöhung in
dem spezifischen Widerstand erzeugten, aber eine wesentlich größere Erhöhung in
der PTC Anomalie.
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BEISPIELE 8 BIS 14
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Ein
pulverisiertes Petrothen LB 832 wurde mit Raven 430 in den Mengen
vorgemischt, die nach dem Volumenprozent in der Tabelle II gezeigt
sind. Das Gemisch wurde dann unter Verwendung eines 70 nun (2,75 Inch)
BussTM Verkneters gemischt, um Kügelchen
zu bilden. Für
das Beispiel 13 wurden die Kügelchen
des Beispiels 12 durch den Buss Kneter ein zweites Mal geführt. Für das Beispiel
14 wurden die Kügelchen
des Beispiels 13 durch den Buss Kneter ein drittes Mal geführt. Die
Kügelchen
für jede
Zusammensetzung wurden durch eine Schichtschablone extrudiert, um
eine Schicht mit einer Dicke von 0,25 mm (0,010 Inch) zu ergeben. Die
extrudierte Schicht wurde wie in dem Beispiel 1 laminiert. Einrichtungen
wurden dann durch entweder den Prozess C oder D hergestellt.
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Die
Eigenschaften des Widerstands über
der Temperatur der Einrichtungen wurden durch Abarbeitung der Prozedur
des Beispiels 1 bestimmt. Werte des spezifischen Widerstands wurden
aus dem aufgezeichneten Widerstand bei 20°C bei dem ersten bzw. zweiten
Zyklus, ρ1 und ρ2, berechnet. Die Höhe der PTC Anomalie wurde als
log (Widerstand bei 140°C/Widerstand
bei 20°C)
für den
ersten und zweiten Zyklus bestimmt und wurde in Dekaden als PTC1 und bzw. PTC2 aufgezeichnet.
Die Ergebnisse, die in der Tabelle II gezeigt sind, zeigen an, dass
Zusammensetzungen mit einem spezifischen Widerstand von kleiner
als 1 Ohm-cm bei Ruß-Beladungen
von wenigstens 38 Volumen-% hergestellt werden könnten und dass die Erhöhung in
der PTC Anomalie stark war, obwohl der spezifische Widerstand bei
einem mehrfachen Mischen anstieg.
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PROZESS C
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Das
Laminat wurde auf 5 Mrads unter Verwendung eines 3,0 MeV Elektronenstrahls
bestrahlt und Chips mit einem Durchmesser von 12,7 mm (0,5 Inch)
wurden aus dem Laminat gestanzt. Einrichtungen wurden aus jedem
Chip gebildet, indem 20 AWG Zinn-beschichtete Kupferzuleitungen
an jede Metallfolie dadurch angelötet wurden, dass die Chips
in eine Lötmittelformulierung
von 63% Blei/37% Zinn, erwärmt
auf 245°C
für ungefähr 1,5 Sekunden,
eingetaucht werden und die Einrichtungen einer Luftkühlung unterzogen
wurden.
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PROZESS D
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Chips
mit einem Durchmesser von 12,7 mm (0,5 Inch) wurden aus dem Laminat
gestanzt und Zuleitungen wurden angebracht, um eine Einrichtung
zu bilden, indem 20 AWG Zinn-beschichtete Kupferzuleitungen an jede
Metallfolie angelötet
wurden. Der Lötvorgang
wurde dadurch ausgeführt,
dass die Chips in eine Lotmittelformulierung von 63% Blei/37% Zinn,
erwärmt
auf 245°C
für ungefähr 1,5 Sekunden,
eingetaucht wurden und die Einrichtungen einer Luftkühlung unterzogen
wurden. Die Einrichtungen wurden dann auf 5 Mrads unter Verwendung
eines 3,0 MeV Elektronenstrahls bestrahlt.
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BEISPIELE 15 BIS 16
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Petrothene
LB 832 und Raven 430 wurden unter Verwendung eines Buss Kneters
gemischt, extrudiert und laminiert, wie im Beispiel 8 beschrieben.
Nach dem obigen Prozess C wurden Einrichtungen von 0 bis 30 Mrads
bestrahlt und Zuleitungen wurden angebracht. Die Eigenschaften des
Widerstands über
der Temperatur wurden wie oben gemessen und der spezifische Widerstand
bei 20°C
für den
zweiten thermischen Zyklus, ρ2, und die PTC Anomalie höhe für den zweiten Zyklus, PTC2, wurden in der Tabelle III aufgezeichnet.
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BEISPIEL 17
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Fünfundfünfzig Volumenprozent
Petrothene LB 832 und 45 Volumen-% Raven 430 wurden in einem Henschel
Mischer vorgemischt und dann für
15 Minuten in einem 350 cm3 Brabender Mischer,
erwärmt
auf 200°C,
gemischt. Die Zusammensetzung wurde granuliert, getrocknet und in
ein Band mit Dimensionen von 76 × 0,38 nun (3 × 0,015
Inch) extrudiert, das dann mit Elektroden laminiert wurde. Einrichtungen
wurden dann wie in den Beispielen 15 und 16 vorbereitet. Die Ergebnisse,
die in der Tabelle III gezeigt sind, zeigten an, dass die optimale
PTC Anomalie bei einer niedrigeren Strahldosierung erreicht würde, wenn
die Rußmenge
anstieg.
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