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DE69632891T2 - Nachweis und Identifizierung von Pilzen - Google Patents

Nachweis und Identifizierung von Pilzen Download PDF

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DE69632891T2
DE69632891T2 DE69632891T DE69632891T DE69632891T2 DE 69632891 T2 DE69632891 T2 DE 69632891T2 DE 69632891 T DE69632891 T DE 69632891T DE 69632891 T DE69632891 T DE 69632891T DE 69632891 T2 DE69632891 T2 DE 69632891T2
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polynucleotide
nucleic acid
species
dna
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Alison Monifieth Dundee Dolan
James Moffat Duncan
David Edward Llewelyn Cooke
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Scottish Crop Research Institute
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Scottish Crop Research Institute
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12QMEASURING OR TESTING PROCESSES INVOLVING ENZYMES, NUCLEIC ACIDS OR MICROORGANISMS; COMPOSITIONS OR TEST PAPERS THEREFOR; PROCESSES OF PREPARING SUCH COMPOSITIONS; CONDITION-RESPONSIVE CONTROL IN MICROBIOLOGICAL OR ENZYMOLOGICAL PROCESSES
    • C12Q1/00Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions
    • C12Q1/68Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving nucleic acids
    • C12Q1/6876Nucleic acid products used in the analysis of nucleic acids, e.g. primers or probes
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    • C12Q1/6895Nucleic acid products used in the analysis of nucleic acids, e.g. primers or probes for detection or identification of organisms for plants, fungi or algae

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Nachweis und zur Identifizierung von Pilzen in z. B. Kultur, Pflanzenmaterial, Boden, Propagationsmedien oder Wasser unter Verwendung von Oligonukleotidprimern, um (unter Verwendung der Polymerase-Kettenreaktion) zu Pilznukleinsäure und zu Polynukleotiden wie etwa Primern zur Verwendung in diesem Verfahren zu amplifizieren oder zu hybridisieren.
  • Die Oomycetes-Klasse enthält einige der wichtigsten und schädlichsten Pilzkrankheitserreger von Pflanzen, insbesondere innerhalb der Gattungen Phytophthora, Pythium und Peronospora, die der Ordnung Peronosporales angehören. Phytophthora beinhaltet ungefähr sechzig Arten, wobei alle davon auf Pflanzen krankheitserregend sind; einige sind auf einen oder ein paar Wirte hoch spezialisiert, andere weisen einen sehr breiten Wirtsbereich von mehreren tausend Pflanzen auf. Eine Liste der zehn für den Handel bedeutendsten Krankheiten in der Welt könnten Krautfäule und Knollenfäule der Kartoffel umfassen, die durch Phytophthora infestans verursacht wird, und Schwarzfäule der Kakaobohne, die durch mehrere Phytophthora spp. verursacht werden, und verschiedene Formen von Krankheiten auf Eukalyptus, die durch P. cinnamomi verursacht werden. Pythium ist ebenfalls wichtig; es ist eine viel diversere Gruppe von im Allgemeinen nicht spezialisierten Pilzen, die hauptsächlich Umfallkrankheiten von Keimpflanzen und von Gewebe von Sukkulenten verursachen. Peronospora ist typisch für die biotrophen und obligaten falschen Mehltaue, welche hoch spezialisierte Krankheitserreger der Blätter und Stiele von Pflanzen sind. Es gibt etliche Gattungen und viele Arten von falschem Mehltau, wobei jede im Allgemeinen einen beschränkten Wirtsbereich aufweist.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Identifizierung von Pilzen auf der Ebene der Gattungen und auf der Ebene der Arten unter Verwendung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) bereit. Kurz gesagt wird durch PCR eine Ziel-DNA-Sequenz exponentiell auf Niveaus amplifiziert, die durch nicht radioaktive Techniken nachweisbar sind. Zwei kurze Stücke DNA (Primer), die normalerweise zwischen 10 und 30 Nukleotide lang sind, werden durch chemische Standard-Verfahren synthetisiert. Die DNA-Sequenz des 'Vorwärts'-Primers ist komplementär zu den Sequenzen an dem Anfang der Ziel-DNA in dem absteigenden DNA-Strang in der DNA-Doppel-Helix, während die 'Rückwärts'-Primer-Sequenz zu dem Ende der Ziel-Sequenz in dem komplementären DNA-Strang komplementär ist.
  • Die Primer werden zu der Test-DNA zusammen mit der Enzym Taq-Polymerase, einer Mischung aus den vier in der DNA vorkommenden Desoxyribonukleotiden und Puffern usw. hinzugefügt. Die Mischung wird dann auf eine Temperatur (1) erhitzt, bei der sich die beiden Stränge der Ziel-DNA trennen. Beim Abkühlen heften sich die Primer, die in dem Reaktionsgemisch im Überschuss vorkommen, an komplementäre Sequenzen auf den getrennten Einzelsträngen (Annealing), und die Taq-Polymerase synthetisiert dann neue DNA-Doppelstränge, die an den Enden der kurzen Helices, welche durch das Annealing der Primer an die Doppelstränge geformt wurden, beginnen. Ein neuer Strang wird in der Vorwärtsrichtung von dem Vorwärts-Primer und in der Rückwärtsrichtung von dem Rückwärts-Primer geformt. Die Taq-Polymerase wird bei hohen Temperaturen nicht zerstört und wird durch wiederholte Zyklen der Reaktion arbeiten. Dadurch kann die gesamte Reaktion aufgehalten werden, indem die Temperatur wiederum erhöht wird, bis sich die Stränge trennen, und dann wiederholt werden, indem die Temperatur gesenkt wird, um das Annealing und die DNA-Synthese zu erlauben.
  • Nach dem ersten Temperaturzyklus funktionieren vier Stränge als Schablonen, jedoch werden zwei sehr kurze Stränge, welche nur die Sequenz zwischen den Primern darstellen, synthetisiert. Die Anzahl dieser kurzen Stränge wird mit jedem Zyklus verdoppelt, während die ursprünglichen langen Stränge nicht verdoppelt werden. Innerhalb von 35 Reaktionszyklen können ein paar Kopien der Ziel-Sequenz in Millionen von Kopien amplifiziert werden. Da diese von einheitlicher Länge sind, können sie durch Elektrophorese in einem einzelnen Band konzentriert werden und ihre Anwesenheit kann durch das Färben mit Ethidiumbromid oder anderen Reagenzien hervorgebracht werden. Eine DNA-Sequenz, die für einen bestimmten Organismus einzigartig ist, kann daher vor einem Hintergrund anderer DNA auf nachweisbare Niveaus amplifiziert werden, wenn angemessene Primer für diese einzigartige DNA-Sequenz hergestellt werden können.
  • Die verschachtelte PCR (eine Variante der PCR-Technik) erfordert zwei Sätze an Primern. Der erste Satz erzeugt ein wie oben beschriebenes Amplifikationsprodukt. Der zweite Satz an Primern muss zu den Sequenzen innerhalb dieses Produktes komplementär sein. Durch das Hinzufügen einer kleinen Menge des Reaktionsprodukts aus dem ersten Reaktionszyklus zu einer anderen Reaktion kann eine kurze DNA-Sequenz, die sich im Innern des ursprünglichen Produkts befindet, amplifiziert werden. Die verschachtelte PCR weist zwei Vorteile auf: der erste Satz an Primern kann weniger spezifisch sein und dadurch die Amplifikation von DNA aus mehreren möglichen Ziel-Organismen ermöglichen – Spezifität kann dann erreicht werden, indem spezifischere Primer in der zweiten Reaktion verwendet werden, und sie erhöht die Empfindlichkeit mit zwei Runden Amplifikation.
  • Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Primer, die zu rDNA komplementär sind. Die ribsosomale RNA-Gen-Wiederholung (rDNA) kodiert RNA, das nach der Verarbeitung die RNA-Untereinheiten innerhalb der Ribosomen ausmacht. Die Untereinheiten sind über alle Organismen hinweg hoch konserviert. Kodierungsregionen der großen und kleinen Untereinheit-rDNA zeigen hohe Niveaus an Sequenzhomologie. Die internen transkribierten Spacer-Regionen (ITS1 und ITS2), die sich zwischen den 18S- und 28S-Genen befinden, werden transkribiert, aber anschließend vor dem Zusammensetzen des Ribosoms entfernt (Nues et al. 1994).
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Polynukleotid mit einer Sequenz, die mindestens einem Teil einer der SEQ ID NO: 1–11 oder einem komplementären Strang davon entspricht, bereitgestellt.
  • Ferner wird gemäß der Erfindung die Verwendung eines beliebigen von derartigen Polynukleotiden zum Nachweis einer Pilzart, insbesondere einer Peronospora- und noch genauer einer Phytophthora-Art bereitgestellt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Polynukleotid mit einer Sequenz, die mindestens einem Teil einer der SEQ ID NO: 12–39 oder einem komplementären Strang davon entspricht, bereitgestellt.
  • Des Weiteren wird gemäß der Erfindung die Verwendung eines wie oben beschriebenen Polynukleotids mit einer Sequenz, die zu mindestens einem Teil der artspezifischen Sequenz der Nukleinsäure der ITS-Region oder der Nukleinsäure der ITS flankierenden Region komplementär ist, um jene Art nachzuweisen, bereitgestellt.
  • Die Erfindung umfasst beide komplementären Stränge einer doppelsträngigen Polynukleotidsequenz.
  • Vorzugsweise weist das Polynukleotid eine Sequenz auf, die mindestens einem Teil einer der Sequenzen SEQ ID NO: 1–39 entspricht.
  • Vorzugsweise können die Primer und Polynukleotide der Erfindung eine bestimmte Art der Peronosporales, vorzugsweise eine bestimmte Phytophthora-Art in einer Mischung aus unterschiedlichen Arten nachweisen.
  • Vorzugsweise werden die Primer und Polynukleotide der Erfindung in einem Nukleotidhybridisierungsassay, wie etwa einem Polymerase-Kettenreaktionsassay verwendet, um die Arten von Phytophthora zu identifizieren.
  • Kombinationen aus mehr als einem Primer und/oder Polynukleotid können in demselben Assay verwendet werden. Zum Beispiel kann der Assay ein Paar von Primern (einen Vorwärtsprimer und einen Rückwärtsprimer), die aus den oben aufgelisteten Polynukleotiden ausgewählt sind, verwenden. Es reicht aus, wenn nur eines der Polynukleotide (z. B. der Vorwärtsprimer) zu einer einzigartigen Sequenz in der zu amplifizierenden und nachzuweisenden Ziel-DNA komplementär ist, jedoch wird bevorzugt, dass sowohl der Vorwärts- als auch der Rüchwärtsprimer zu einzigartigen Sequenzen in der Ziel-DNA komplementär ist.
  • Ferner wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Nachweis der Anwesenheit der Nukleinsäure, die für eine Pilzart charakteristisch ist, bereitgestellt, wobei das Verfahren das Bereitstellen einer Probe eines zu untersuchenden Materials, von dem vermutet wird, dass es Nukleinsäure aus der Pilzart enthält oder aus dieser besteht, das Bereitstellen eines Polynukleotids mit einer Sequenz, die zu mindestens einem Teil der artspezifischen Sequenz der DNA der ITS-Region oder der DNA der ITS flankierenden Region der Pilzart oder einem Äquivalent oder einem funktionellen Analogon davon komplementär ist, das In-Kontakt-Bringen des Polynukleotids mit dem Material und das Bestimmen, ob zwischen dem Polynukleotid und der Probe des Materials eine Reaktion stattgefunden hat, beinhaltet.
  • Die Materialprobe kann Pflanzengewebe, Tiergewebe oder lebloses Nahrungsgewebe wie etwa Erde beinhalten.
  • Vorzugsweise beinhaltet die Reaktion das Binden des Polynukleotids und des Materials und bringt optional die Amplifikation von DNA mit sich.
  • Das in dem Verfahren verwendete Polynukleotid besteht vorzugsweise aus, umfasst oder ist abgeleitet von einer beliebigen der Sequenzen SEQ ID NO: 1–39 und am besten einer beliebigen der SEQ ID NO: 1–11.
  • Die Vorteile eines Tests auf der Basis einer PCR basierten spezifischen Amplifikation gegenüber früher aufgezeichneten Verfahren sind Geschwindigkeit, Einfachheit und Empfindlichkeit. Unbearbeitete Präparationen von Pilzmaterial stellen ausreichende DNA bereit, um die Identifizierung zu ermöglichen. Myzel, Zoosporen oder Oosporen können durch Ultraschalldesintegration oder Gefrier-Auftau-Zyklus behandelt werden, um ausreichende DNA, die eine Reinheit aufweist, welche für den PCR-Vorgang geeignet ist, freizusetzen. Dies beseitigt die Erfordernis, unter Verwendung von herkömmlichen, zeitaufwendigen Verfahren Pilzmyzel zu kultivieren und DNA zu extrahieren. Der PCR-Amplifikationsvorgang ist erheblich einfacher als das Übertragen von DNA auf Nylonmembranen und die Hybridisierung mit einer radioaktiv markierten Sonde. Eine PCR-Reaktion kann innerhalb von 3 Stunden aufgestellt und laufen gelassen werden. Bis heute aufgezeichnete Empfindlichkeit lag in dem Bereich von 100 fg bis 10 pg von reiner DNA, was mehr ist als die durch Hybridisierung, weil die PCR die DNA amplifiziert.
  • Während weitere Abwandlungen und Verbesserungen angebracht werden können, ohne den Bereich dieser Erfindung zu verlassen, ist Folgendes eine Beschreibung eines oder mehrere Beispiele der Erfindung mit Bezug auf die beigelegten Zeichnungen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1a ist eine schematische Darstellung der Schritte der Polymerase-Kettenreaktion (PCR);
  • 1b ist eine schematische Darstellung der Schritte der verschachtelten PCR;
  • 2 ist ein Negativbild eines mit Ethidiumbromid gefärbten Gels von PCR-Produkten, die mit P. cambivora spezifischen Primern (Primer 2 und Primer 3) mit DNA eines Bereichs der Phytophthora-Arten amplifiziert wurden. Bahn 1–9 P. fragariae var. fragariae Rassen A1, A2, A3, A4, A6, A7, A8, A9 und A10, Bahn 10 P. cambivora, Bahn 11 P. cinnamomi, Bahn 12 P. fragariae var. rubi, Bahn 13 P. cactorum, Bahn 14, P. cryptogea, Bahn 15 P. drechsleri, Bahn 16 P. megasperma, Bahn 17 Kontrolle. Bahn-DNA-Leiter;
  • 3 zeigt den Nachweis von Phytophthora cryptogea in infizierten Tomatenpflanzen. 1 – Markerbahn; 2 – reine DNA von P. cryptogea; 3 – negative Kontrolle ohne DNA; 4–9 infizierte Tomatenstängel;
  • 4A zeigt ein Agarosegel, das Amplifikationsprodukte trennt, welche mit (A) der universalen Primerkombination ITS6 und ITS4 und (B) dem Peronosporales Primer 8 und dem universalen Primer ITS4 erhalten wurden. In A: Bahnen 1 – Marker; Bahn 2 – Phaeodactylum tricornata; Bahn 3 – Saprolegnia ferax; Bahn 4 – Thraustotheca clavata; Bahn 5 – Achyla radiosa; Bahn 6 – Saprolegnia turfosa; Bahn 7 – Brevilegnia gracilis; Bahn 8 – Pythium sylvaticum*; Bahn 9 – Phytophthora infestans*; Bahn 10 – Peronospora viciae*; Bahnen 11 – bis 14 – vier Isolate von Peronospora sparsa*; Bahn 15 – Albugo candida*; Bahn 16 – Kontrolle, keine DNA.
  • 4B. Amplifikationsprodukte, die mit der Primerkombination DC6 und ITS4 erhalten wurden: Bahnen 1- Marker; Bahn 2 – Phaeodactylum tricornata; Bahn 3 – Saprolegnia ferax; Bahn 4 – Thraustotheca clavata; Bahn 5 – Achyla radiosa; Bahn 6 – Saprolegnia turfosa; Bahn 7 – Brevilegnia gracilis; Bahn 8 – Pythium sylvaticum*; Bahn 9 – Phytophthora infestans*; Bahn 10 – Peronospora viciae*; Bahnen 11 und 12 – Peronospora sparsa*; Bahn 13 – Albugo candida*; Bahn 14 – Kontrolle, keine DNA; (* – Art, die zu den Peronosporales gehört);
  • 5 zeigt die Amplifikation von DNA aus 18 Arten von Phytophthora und Pythium durch den Peronosporales-Primer DC6 und ITS4: Bahn 1 – Marker; Bahn 2 – Kontrolle, keine DNA; Bahn 3 Phytophthora fragariae; Bahn 4 – Phytophthora capsici; Bahn 5 – Phytophthora palmivora; Bahn 6 – Phytophthora drechsleri; Bahn 7 – Phytophthora megasperma; Bahn 8 – Phytophthora cryptogea; Bahn 9 – Phytophthora cinnamomi; Bahn 10 – Phytophthora syringae; Bahn 11 – Phytophthora citricola; Bahn 12 – Phytophthora cambivora; Bahn 13 – Phytophthora nicotianae; Bahn 14 – Phytophthora idaei; Bahn 15 – Phytophthora erythroseptica; Bahn 16 – Phytophthora citrophthora; Bahn 17 – Phytophthora infestans; Bahn 18 – Phytophthora cactorum; Bahn 19 – Pythium sylvaticum; Bahn 20 – Pythium ultimum;
  • 6 zeigt eine graphische Darstellung, welche den Nachweis der Infektion von Erdbeerwurzeln durch Phytophthora fragariae var. fragariae mittels direkter PCR (Weiß) mit spezifischen Primern für P. fragariae, und verschachtelter PCR (Schwarz), zunächst mit dem Peronosporales Primer und den ITS4 Primern, dann denselben spezifischen Primern, anzeigt; und
  • 7 zeigt gleich ausgerichtete DNA-Sequenzen der ITS1-Regionen verschiedener Phytophthora-Arten.
  • Materialien und Verfahren
    • 1. Kultivierung der Pilze: Die Pilze wurden auf schrägen Hafermehl-Agar-Kulturen bei 4°C gehalten. Das auf Gartenbohnen-Agarmedium bei 20°C im Dunkeln gezüchtete Myzel wurde abgestreift und verwendet, um 20 ml eines definierten Saccharose/Asparagin/Mineralsalz-Mediums bei 20°C im Dunkeln anzuimpfen. Nach 1 Woche wurde das Myzel durch das Filtern durch Filterpapier geerntet, mit destilliertem Wasser gewaschen und gelagert (–20°C). Die Zoosporen wurden hergestellt, indem Myzel-Agar-Pfropfen in ein Wasserextrakt aus erdfreiem Kompost 3 Tage lang bei 14 °C im Dunkeln gegeben wurden, wobei das Extrakt jeden Tag gewechselt wurde. Am letzten Tag wurde das Extrakt durch destilliertes Wasser ersetzt, und nach der Inkubation über Nacht bei 4°C und vier Stunden bei Raumtemperatur wurden die Zoosporen eingesammelt.
    • 2. Pflanzen: Erdbeerpflanzen, Sorte Alexandria, wurden aus Samen 6 Wochen lang in Töpfen gezüchtet. Kurz vor der Animpfung wurde Wasser in den Topf gegossen, um die Erde zu durchtränken. Die Pflanzen wurden dann mit einer Suspension von 25000 Zoosporen in 50 ml Wasser und zu verschiedenen Zeitabständen angeimpft; danach wurden die Pflanzen aus den Töpfen entfernt, ihre Wurzeln wurden in Leitungswasser gewaschen und zwei cm lange Wurzelfragmente wurden abgeschnitten und unter einem Fluoreszenzmikroskop untersucht oder direkt für die DNA-Extraktion verwendet.
    • 3. DNA-Extraktion: Pilz-DNA wurde extrahiert, indem gemäß den Herstellerempfehlungen ein Nucleon II Extraktionskit (Scotlab Ltd., Glasgow, Vereinigtes Königreich) verwendet wurde. Es wurden zwischen 150 und 250 mg komprimierter Feuchtgutmasse von Myzel in einem zur Verwendung in 1,5 ml Eppendorf-Röhrchen verkleinerten Protokoll extrahiert; dies ergab 30 bis 50 μg DNA. Die Pflanzen-DNA wurde aus zwei oder drei 2 cm langen Wurzelfragmenten extrahiert.
    • 4. PCR-Bedinpungen: Die Reaktionsgemische waren je nach Primer unterschiedlich, und so auch die Zykluszeiten und -temperaturen. Im Allgemeinen wurden die Primer bei 1 mM mit 0,2 mM der vier dNTPs, 1 mg ml-1, 0,05 Einheiten von Taq-Polymerase pro μl Reaktion und dem PCR-Puffer, der mit dem Enzym (20 mM Tris-HCI pH-Wert 8,4, 50 mM KCl, 1,5 mM MgCl2) bereitgestellt wurde, verwendet. Test-DNA (0,5 μl) wurde am Ende in das Reaktionsgemisch zugegeben. Im Falle der verschachtelten PCR wurde das Amplifikationsprodukt, das nach der ersten Runde PCR erhalten wurde, einhundert mal in sterilem Wasser verdünnt, und der zweiten Runde PCR wurden 0,5 μl zugegeben. Je nach Erfordernissen könnte das endgültige Volumen der PCR-Reaktion 25, 50 oder 100 μl betragen.
  • Die Thermocyclerparameter für die direkte und verschachtelte PCR waren wie folgt: Die DNA wurde bei 94°C 3 Min. lang denaturiert. Für die direkte PCR mit Primern 1 und 2 wurden die Röhrchen 25 Zyklen Denaturierung bei 94°C, 30 Sek., Annealing 65°C, 15 Sek. und Synthese, 72°C unterzogen. Für die verschachtelte PCR in der ersten Runde mit Primern Primer 8 und ITS4 wurde die DNA bei 94°C 3 Min. lang denaturiert, gefolgt von 30 Zyklen Denaturierung bei 94°C, 30 Sek., Annealing 55°C, 15 Sek. und Synthese 72°C für 1 Min. 30 Sek. Die Reaktion wurde abgeschlossen, indem die Röhrchen 10 Min. lang bei 72°C stehen gelassen wurden. In der zweiten Runde mit Primern 1 und 2 wurde die DNA bei 94°C 3 Min. lang denaturiert, gefolgt von 23 Zyklen Denaturierung bei 94°C, 30 Sek., Annealing 65°C, 15 Sek. und Synthese 72°C, 1 Min. 30 Sek. Die Reaktion wurde abgeschlossen, indem die Röhrchen 10 Min. lang bei 72°C stehen gelassen wurden.
  • Die Ergebnisse der PCR-Reaktion wurden durch Elektrophorese der PCR-Produkte auf einem TAE 1X (40 mM Tris-Acetat, 1 mM EDTA)-Agarosegel untersucht, wobei mit Ethidiumbromid (0,5 μg/ml) gefärbt und mit UV-Licht beleuchtet wurde.
  • Beispiele
  • Die ribosomalen ITS-Regionen und flankierenden Sequenzen, die in SEQ ID NO: 12–39 gezeigt sind, wurden sequenziert, und die Oligonukleotide wurden mittels chemischer Standard-Verfahren synthetisiert, um spezifische Amplifikation der ITS- (oder flankierenden) Regionen ausgewählter Phytophthora und anderer Pilz-Arten zu ermöglichen. Derartige Primer ermöglichen ein Identifikations- und Nachweissystem in einem einzelnen Schritt, in dem die Anwesenheit eines PCR amplifizierten DNA-Produkts die Anwesenheit und Identität des Krankheitserregers bestätigt. Einzelheiten der Primer sind unten in Tabelle 1 gezeigt:
  • Tabelle 1
    Figure 00110001
  • Figure 00120001
  • Beispiel 1
  • Der Vorwärts-Primer DC1, der einer einzigartigen Sequenz in der ITS1-Region von Phytophthora fragariae var. fragariae rDNA entspricht, wurde synthetisiert und weist die Sequenz auf, die in SEQ ID NO: 1 gezeigt ist. Der Rückwärts-Primer DC5 weist eine Sequenz auf, die in SEQ ID NO: 2 gezeigt ist, und wurde von der ITS2-Region von Phytophthora fragariae var. fragariae rDNA abgeleitet. Wenn diese Primer bei einer geeigneten Annealingtemperatur (z. B. 62°C) zusammen verwendet wurden, amplifizierten sie ein Band (550 bp) aus zehn Isolaten von P. fragariae var. fragariae und vier P. fragariae var. rubi von unterschiedlichen physiologischen Rassen und/oder geographischen Ursprüngen. Im Gegensatz dazu wurde aus 16 anderen Arten keine DNA amplifiziert: P. cactorum, P. cambivora, P. capsici, P. cinnamomi, P. citricola, P. citrophthora, P. cryptogea, P. drechsleri, P. erythoseptica, P. gonapodyides, P. idaei, P. ilicis, P. megasperma, P. nicotianae, P. palmivora und P. syringae. Anfänglich trat ein schwaches Band mit P. syringae auf, jedoch beseitigte eine geringfügige Modifikation der Bedingungen dieses Artefakt.
  • Die Primer wurden um so wenige wie drei Basenpaarunterschiede an ihren 3'-Enden gestaltet, was für die spezifische DNA-Amplifikation ausreichte. DC1 und DC5 wurden entweder in direkter PCR für P. fiagariae oder in der zweiten Runde einer verschachtelten PCR nach den Primern DC6 und ITS4 verwendet.
  • Beispiel 2
  • Der Vorwärts-Primer DC4 weist die Sequenz, die in SEQ ID NO: 3 gezeigt ist, auf und ist komplementär zu einer einzigartigen Sequenz in Phytophfhora cambivora ITS1 rDNA. Wenn diese Primer mit dem Rückwärts-Primer ITS2 (siehe Referenz 5) oder DC5 über einer geeigneten Annealingtemperatur (z. B. 60–62°C) verwendet werden, amplifizieren sie ein 530 by Band aus der DNA, die nur aus der oben genannten Art gewonnen wurde. Die DNA von anderen Arten zeigte keine Amplifikationsprodukte (siehe 2).
  • Beispiel 3
  • Der Primer DC3 ist von einer Sequenz abgeleitet, die für die ITS1-Region von Phytophthora nicotianae und P. infestans einzigartig ist (wobei die Spezifität nicht auf eine einzelne Art herabgeht), und weist die Sequenz auf, die in SEQ ID NO: 4 gezeigt ist. Wenn diese Primer zusammen mit dem Primer ITS2 oder ITS4 (siehe Referenz 5) bei einer geeigneten Annealingtemperatur (z. B. 58°C) verwendet werden, sind sie für die oben genannten Arten spezifisch. DC3 amplifiziert auch ein Band, das spezifische von P. nicotianae-DNA ist, wenn er zusammen mit DC8 verwendet wird.
  • Beispiel 4
  • Der Primer DC8 (Rückwärts) ist von der ITS2-Region von P. nicotianae abgeleitet und weist die Sequenz auf, die in SEQ ID NO: 5 gezeigt ist. Wenn die Primer zusammen mit DC3 verwendet werden, amplifizieren sie ein Band, das nur von jener Art stammt.
  • Beispiel 5
  • Der Primer ADF1 (Vorwärts) ist von der ITS1-Region von P. cactorum abgeleitet und hatte die Sequenz, die in SEQ ID NO: 6 gezeigt ist. Der Primer ADR1 (Rückwärts) weist eine Sequenz, die in SEQ ID NO: 7 gezeigt ist, auf und ist von einer Sequenz ITS2-rDNA aus Phytophthora cactorum abgeleitet. Werden diese Primer zusammen verwendet, amplifizieren sie ein Band von P. cactorum-DNA. Die Primer ADF1 und ADR1 differenzieren nicht zwischen P. cactorum und dem sehr eng verwandten P. idaei, das üblicherweise auf der Himbeere vorkommt. Zwischen den Produkten von diesen zwei Arten besteht jedoch ein Einzel-Basenpaar-Sequenzunterschied, der mit Bst Ell, einem DNA-Restriktionsenzym, eine einzigartige Restriktionsstelle erzeugt: das Produkt von P. idaei wird in zwei Stücke geschnitten, wohingegen das Produkt von P. cactorum nicht betroffen ist, und die beiden PCR-Produkte können dadurch differenziert werden. Die Primer ADF1 und ADF2 amplifizieren DNA von keiner der anderen, oben aufgelisteten Arten.
  • Wenn ADR1 mit einem Primer ITS1 (8) verwendet wird, ist er für die Arten von Phytophthora (d. h. P. cactorum, P. idaei und P. pseudotsugae) der Gruppe 1 spezifisch.
  • Beispiel 6
  • Der Primer DC9 ist ein Vorwärts-Primer, der von der ITS1-Region von P. cinammomi abgeleitet ist, und weist die Sequenz auf, die in SEQ ID NO: 8 gezeigt ist. DC9 amplifiziert ein Band von DNA von P. cinammomi spezifisch, wenn er zusammen mit DC5 verwendet wird.
  • Beispiel 7
  • Der Primer CRYF (Vorwärts) weist eine Sequenz auf, die in SEQ ID NO: 9 gezeigt ist, und ist von einer einzigartigen Stelle in der ITS1-rDNA von P. cryptogea abgeleitet. Der Primer CRYR ist ein Rückwärts-Primer von der ITS2-Region desselben Organismus, der die Sequenz, die in SEQ ID NO: 10 gezeigt ist, aufweist. Wenn diese beiden Primer zusammen verwendet wurden, wiesen sie P. cryptogea in mit P. cryptogea infizierten Tomatenstängelbasen und in der Steinwolle, in der die Pflanzen gewachsen waren, nach (siehe 3). Außerdem haben sie aus keiner anderen, oben erwähnten Phytophthora-Art DNA amplifiziert.
  • Beispiel 8
  • Der Primer DC6, der die Sequenz aufweist, die in SEQ ID NO: 11 gezeigt ist, wurde erhalten, indem Sequenzen des 18S-Gens von rDNA von Angehörigen der Oomycota, einschließlich Pilzen, die den Peronosporales angehören, anderer Ordnungen, Pflanzen und andere Pilze verglichen wurden. Ein Vorwärts-Primer wurde dann gestaltet, der nur mit Angehörigen der Peronosporales reagiert, wenn er zusammen mit dem veröffentlichten universalen Primer ITS4, 5'-CAGGGACTTTGGGTAATCA (White et al., 1990) verwendet wird, dessen Sequenz von dem Anfang des 28S-rDNA-Gens abgeleitet ist, und der ein 1500 bp Produkt, das sowohl ITS1- als auch ITS2-rDNA Sequenzen aller getesteter Pilze, die der Ordnung Peronosporales (Pythium ultimum und Pythium sylvaticum) und Gewebe von einer Auswahl von Pflanzenarten, die mit den falschen Mehltauen (Peronospora viciae, Peronospora sparsa, Peronospora parasitica oder Albugo candida) infiziert wurden, außer Bremia lactucae, einem falschen Mehltau, angehören, enthält. Mit den Isolaten von Achlya spp., Saprolegnia spp. und Thraustotheca spp., die anderen Ordnungen der Oomycetes angehören, oder mit gesunden Pflanzen wurde keine Amplifikation erhalten.
  • DC6 amplifizierte ein Produkt mit einer Anzahl von anderen falschen Mehltauen, einschließlich mehreren Peronospora spp. und Albugo candida. DC6 amplifiziert kein Produkt mit anderen Pilzen, selbst nicht mit jenen, die der Oomycota angehören, wenn sie nicht Angehörige der Ordnung Peronosporales sind (4A, B). Falsche Mehltaue sind obligate Krankheitserreger und treten stets in enger Verbindung mit ihren Wirten auf; dennoch wurde nur ein einziges PCR-Produkt erhalten, als DNA von Pflanzen, die mit falschen Mehltauen infiziert wurden, amplifiziert wurde, und dieses Produkt kam von den falschen Mehltauen, nicht den Pflanzen. Bei universalen Primern wurden immer zwei Produkte erhalten, eines von der Pflanze und das andere von dem Pilz.
  • Die Universalität der Anwendung dieses Primers auf die Phytophthora-Arten und Pythium ist aus 5 ersichtlich. Der Teilausfall mit P. palmivora, der in Bahn 5 beobachtet wurde, trat in späteren Experimenten nicht auf.
  • 6 zeigt klar die Verbesserung der verschachtelten PCR bei dem Nachweis in infiziertem Pflanzenmaterial (in diesem Fall Erdbeerwurzeln) auf, indem der Peronosporales DC6 Primer gegenüber direkter PCR mit dem spezifischen Primer alleine verwendet wurde; es wurde bei beiden Verfahren mit DNA von den Wurzeln der Kontrollen keine Amplifikation erhalten. Nach zwei Tagen ergaben nur 30% der Proben von angeimpften Pflanzen ein Produkt mit direkter PCR, aber nach vier Tagen war dies auf 100% angestiegen, und obgleich es an Tagen 5 und 6 sank (60–70%), stieg es bis zum Ende des Experiments wieder auf 100% an. Demgegenüber waren alle Proben mit der verschachtelten PCR ab dem 2. Tag positiv.
  • Die verschachtelte PCR wurde auch mit DNA-Proben verwendet, die zwei Stunden, 16 Stunden und ein Tag nach der Animpfung extrahiert wurden. P. fragariae wurde in allen Proben, die einen Tag nach der Animpfung entnommen wurden, nachgewiesen, jedoch nur in einigen Wurzeln nach 16 Stunden und in keiner nach zwei Stunden.
  • 7 zeigt eine Auflistung von DNA-Sequenzen der ITS1-Regionen verschiedener Phytophtora-Arten, die gleich ausgerichtet sind, um die Konservierungsregionen (in Schwarz) und die Variationsregionen (in Weiß) zu zeigen. Wenn Primer konstruiert werden, um eine oder eine Gruppe von Arten von den restlichen Arten zu differenzieren, kann ein Fachmann eine Oligonukleotidsequenz auswählen, die zwischen den Arten von Interesse variiert oder konstant ist. Zum Beispiel differenziert ein Oligonukleotid, das die Sequenz 5'-TCTCGGG umfasst, die Gruppe P. fragariae, P. cambivora und P. cinammomi von den anderen. Unter Verwendung von verschachtelten PCR-Techniken oder eines geeigneten Rückwärts-Primers, der für eine dieser ausgewählten Arten spezifisch ist, kann die ausgewählte Gruppe auf eine einzelne Art reduziert werden.
  • Abwandlungen und Verbesserungen können angebracht werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.
  • Literaturnachweis
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    • 10 Britische Patentanmeldung Nr. 9509112.0.
  • SEQUENZPROTOKOLL
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Claims (14)

  1. Ein Polynukleotid mit einer Sequenz, die einer der SEQ ID NO: 1 bis 39 oder einem komplementären Strang davon entspricht.
  2. Die Verwendung eines Polynukleotids gemäß Anspruch 1 zur Identifizierung von Pilz-Nukleinsäure durch das Binden zwischen dem Polynukleotid und einer Ziel-Nukleinsäuresequenz des Pilzes.
  3. Verwendung eines Polynukleotids gemäß Anspruch 2 in einem Nukleotid-Hybridisierungsassay.
  4. Verwendung eines Polynukleotids gemäß Anspruch 3 in einem PCR-Assay.
  5. Verwendung eines Polynukleotids gemäß einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei in dem Assay Kombinationen aus mehr als einem Polynukleotid gemäß Anspruch 1 verwendet werden.
  6. Verwendung eines Polynukleotids gemäß Anspruch 5, wobei nur eines der Polynukleotide zu einer einzigartigen Sequenz in der zu identifizierenden Ziel-Nukleinsäure komplementär ist.
  7. Verwendung eines Polynukleotids gemäß Anspruch 5, wobei jedes Polynukleotid zu einer einzigartigen Sequenz in der zu identifizierenden Ziel-Nukleinsäure komplementär ist.
  8. Verwendung eines Polynukleotids gemäß einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei die Ziel-Nukleinsäuresequenz dupliziert wird.
  9. Verwendung eines Polynukleotids gemäß einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei eine erste Kombination aus Polynukleotiden verwendet wird, um eine erste Sequenz von Pilz-Nukleinsäure zu amplifizieren, und wobei eine zweite Kombination aus Polynukleotiden verwendet wird, um aus dieser ersten Sequenz eine zweite Sequenz von Pilz-Nukleinsäure, die in der ersten Sequenz enthalten ist, zu amplifizieren.
  10. Verwendung eines Polynukleotids gemäß Anspruch 9, wobei die erste Kombination aus Polynukleotiden ausgewählt wird, um eine Pilz-Nukleinsäuresequenz, die verschiedenen Pilzarten gemein ist, zu amplifizieren, und wobei die zweite Kombination aus Polynukleotiden ausgewählt wird, um eine Pilz-Nukleinsäuresequenz, die für eine Pilzart spezifisch ist, zu amplifizieren.
  11. Ein Verfahren zum Nachweis der Anwesenheit der Nukleinsäure, die für eine Pilzart charakteristisch ist, wobei das Verfahren das Bereitstellen einer Probe eines zu untersuchenden Materials, von dem vermutet wird, dass es Nukleinsäure aus der Pilzart enthält oder aus dieser besteht, das Bereitstellen eines Polynukleotids gemäß Anspruch 1 mit einer Sequenz, die zu mindestens einem Teil der artspezifischen Sequenz der DNA der ITS-Region oder der DNA der ITS flankierenden Region der Pilzart komplementär ist, das In-Kontakt-Bringen des Polynukleotids mit dem Material und das Bestimmen, ob zwischen dem Polynukleotid und der Probe des Materials eine Reaktion stattgefunden hat, beinhaltet.
  12. Verfahren zum Nachweis der Anwesenheit eines Pilzes und/oder zur Bestimmung der Pilzart, die für die Pilzinfektion in organischer Substanz verantwortlich ist, wobei das Verfahren das Bereitstellen einer Probe eines zu untersuchenden Materials, von dem vermutet wird, dass es Nukleinsäure aus der Pilzart enthält oder aus dieser besteht, das Bereitstellen eines Polynukleotids gemäß Anspruch 1 mit einer Sequenz, die zu mindestens einem Teil der artspezifischen Sequenz der DNA der ITS-Region oder der DNA der ITS flankierenden Region der Pilzart komplementär ist, das In-Kontakt-Bringen des Polynukleotids mit dem Material, das Bestimmen, ob zwischen dem Polynukleotid und der Probe des Materials eine Reaktion statt gefunden hat, und das Bestimmen der hervorgehenden Pilzart aus den Ergebnissen dieser Reaktion beinhaltet.
  13. Verfahren gemäß Anspruch 11 oder 12, wobei die Reaktion das Binden des Polynukleotids mit dem Material und die Amplifikation von Nukleinsäure beinhaltet.
  14. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 2 bis 10 oder Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei der Pilz der Ordnung Peronosporales angehört.
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