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Technisches
Gebiet
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich allgemein auf einen Hin- und herlaufenden Kompressor, der die
Drehung einer Antriebswelle in eine hin- und herbewegende Bewegung
von Kolben umwandelt, und genauer auf eine Konstruktion zum Verringern des
bei den Nocken-Kolbenverbindungen
auftretenden Gleitwiderstandes.
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Stand der
Technik
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Ein Hin- und herlaufender Kompressor,
wie z. B. der in 10 gezeigte,
ist typischerweise in Klimaanlagen für Fahrzeuge und ähnliches
eingesetzt. Dieser Kompressor weist ein paar Zylinderblöcke 30 und 31 auf,
die miteinander kombiniert sind. Eine Taumelscheibenkammer 32 ist
zwischen diesen Zylinderblöcken 30 und 31 definiert.
Gehäuse 35 und 36 sind über Ventilscheiben 33 bzw. 34 an
den äußeren Endflächen der
Zylinderblöcke 30 und 31 angebracht.
Eine Einlasskammer 36 und eine Abgabekammer 37 sind
zwischen der Ventilscheibe 33 und dem Gehäuse 35 und
ebenfalls zwischen der Ventilscheibe 34 und dem Gehäuse 36 definiert.
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Die Antriebswelle 39 ist
drehbar in diesen Zylinderblöcken 30 und 31 gelagert.
Eine als Nocke dienende Taumelscheibe 40 ist in der Taumelscheibenkammer 32 an
der Antriebswelle 39 befestigt. Eine Mehrzahl Paare von
Zylinderbohrungen 41 und 42 sind in den Zylinderblöcken 30 und 31 um
die Antriebswelle 39 definiert. Ein Doppelkopfkolben 43 ist in
jedem Paar Zylinderbohrungen 41 und 42 aufgenommen.
Schuhe 44, die als Nockenmitnehmer dienen, sind zwischen
der Taumelscheibe 40 und jedem Kolben 43 angeordnet.
Jeder Schuh 44 weist eine gleitende Oberfläche 45 auf,
die in gleitender Berührung
mit der Vorderfläche
oder Rückfläche der
Taumelscheibe 40 ist, und eine kugelige Oberfläche 47, die
in gleitender Berührung
mit einer Aufnahmeaussparung 46 des Kolbens 43 ist.
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Bei dem oben beschriebenen Kompressor wird
jeder Kolben 43 in den Zylinderbohrungen 41, 42 über die
Schuhe 44 unter Betätigung
der Taumelscheibe 40 hin- und herbewegt, wenn die Taumelscheibe 40 mit
der Drehung der Antriebsschwelle 39 gedreht wird. Wenn
der Kolben 43 hin- und
herbewegt wird, wird aus der Einlasskammer 37 ein Kältemittel
in die Zylinderbohrungen 41 und 42 eingebracht,
da sich jeder Kolben 43 von dem oberen Totpunkt zu dem
unteren Totpunkt bewegt. Dann wird das in die Zylinderbohrungen 41 und 42 eingebrachte Kältemittel
verdichtet, da sich der Kolben 43 von dem unteren Totpunkt
zu dem oberen Totpunkt bewegt, und wird in die Abgabekammer 38 abgegeben.
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Im Allgemeinen wird, um die Abgabekapazität eines
Kompressors zu vergrößern, das
Vergrößern der
Abmessungen der Zylinderbohrungen 41 und 42 und
das Vergrößern der
Abmessungen der Kolben 43, Taumelscheibe 40 und
Schuhe 44 in Erwägung
gezogen. Die Kolben 43 und Taumelscheibe 40 sind
allgemein aus einer leichten Aluminiumlegierung oder ähnlichem
hergestellt. Jedoch können
sich diese Teile festfressen, die aus demselben metallischen Werkstoff
hergestellt sind. Dementsprechend sind aus einem Eisenwerkstoff
hergestellte Schuhe 44 zwischen den Kolben 43 und
der Taumelscheibe 40 angeordnet, um ein Festfressen zwischen
den Kolben 43 und der Taumelscheibe 40 zu verhindern. Da
jedoch Eisenmetalle ein hohes spezifisches Gewicht haben, erhöht das Vergrößern der
Abmessungen der Schuhe 44 das Gesamtgewicht des Kompressors.
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Es wird angenommen, dass nur die
Abmessungen der Kolben 43 und die der Taumelscheibe 40 vergrößert werden,
ohne die Abmessungen der Schuhe 44 zu ändern, um die Abgabekapazität zu vergrößern. Wenn
jedoch die Abgabekapazität
vergrößert wird,
wird die auf die Kolben 43 über die Schuhe 44 angewendete
Kraft auf die Taumelscheibe 40 ebenfalls erhöht. Dementsprechend
wird die Kraft erhöht,
die pro Flächeneinheit
der kugeligen Fläche 47 und
der gleitenden Flächen 45 der
Schuhe 44 angewendet wird, wenn die Abmessungen der Schuhe 44 unverändert bleiben.
Folglich wird der Gleitwiderstand zwischen der kugeligen Fläche 47 der
Schuhe 44 und der Aufnahmeaussparung 46, die in
dem Kolben 43 definiert ist, und der Gleitwiderstand zwischen
den Gleitflächen 45 der
Schuhe 44 und der Taumelscheibe 40 erhöht.
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Wenn der Gleitwiderstand zwischen
den kugeligen Flächen 47 der
Schuhe 44 und der Aufnahmeaussparung 46 der Kolben 43 erhöht wird,
können sich
die Schuhe 44 nicht glatt entlang der inneren Flächen der
schuhhaltenden Aussparungen 46 bewegen. Die Schuhe werden
durch die Taumelscheibe 40 innerhalb der Aufnahmeaussparungen 46 bewegt. Wenn
sich die Schuhe nicht glatt bewegen können, wird die zwischen den
Gleitflächen 45 der
Schuhe 44 und der Taumelscheibe 40 angewendete
Kraft erhöht,
was den Gleitwiderstand zwischen den Gleitflächen 45 der Schuhe 44 und
der Taumelscheibe 40 weiter erhöht.
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Bei dem oben beschriebenen Kompressor wird
ein Kältemittel
von einem externen Kältemittelkreislauf über die
Taumelscheibenkammer 32 in die Einlasskammer 37 eingebracht.
Das in die Taumelscheibenkammer 32 eingebrachte Kältemittel
kühlt jedes
Teil in der Taumelscheibenkammer 32 und verhindert ebenfalls
ein Pulsieren, das durch das Einbringen des Kältemittels in die Zylinderbohrungen 41 und 42 verursacht
wird. Jedoch wird R134a (CF3CH2F)
als Kältemittel
eingesetzt, das kein Chlor enthält.
Dieses Gas zerstört
die stratosphärische Ozonschicht
nicht. Chlor wird als Hochdruckzusatz verwendet. Ein „Hochdruckzusatz„ ist eine
Substanz, die mit der Oberfläche
eines Metalls reagiert, und eine metallische Verbundschicht bildet,
um einen Reibungswiderstand zu verringern. Das in die Taumelscheibenkammer 32 eingebrachte
Kältemittel wäscht durch
seine eigene Handlung an den Flächen der
Taumelscheibe 40 und anderen Teilen angebrachte Schmiermittel
weg, so dass eine Schmierung zwischen den Schuhen 44 und
den Kolben 43 und der Taumelscheibe 40 nicht einfach
erreicht wird. In solchen Fällen
gibt es einen großen
Gleitwiderstand, wenn als Hochdruckzusatz dienendes Chlor nicht
in den Kältemittelmolekülen vorhanden
ist.
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Als nächstes Dokument des Standes
der Technik ist
US 4519119 bezeichnet,
die einen Kolben für
einen Taumelscheibenbauartkompressor offenbart, wobei der Kolben
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung hergestellt ist, der
darauf eine aus Fluorkunstharz bestehende Ummantelungsschicht aufweist.
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Außerdem offenbart die Schrift
JP 62-041980 einen Hin- und
herlaufenden Kompressor mit einer Nocke, die mit einem Nockenmitnehmer gleitbar
verbunden ist, der in einem gleitbaren Kontakt mit einem Kolben
ist. Der Nockenmitnehmer besteht aus gesinterten Keramikpartikeln
und Kalk, wobei nur eine Oberfläche
dessen, die zu dem Kolben gerichtet ist, durch eine Zinn enthaltende
Schicht bedeckt ist.
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Schließlich offenbart die Schrift
US 5056417 einer Oberflächendeckschicht
für eine
aus Aluminium oder Aluminium hergestellte Taumelscheibe. Die Deckschicht,
die im Gleitkontakt mit einem Schuh ist, enthält Zinn.
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Deswegen ist es eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung einen Hin- und herlaufenden Kompressor bereit
zu stellen, der den Gleitwiderstand bei den Nockenkolbenverbindungen
verringert.
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Offenbarung
der Erfindung
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Die Aufgabe wird durch einen Hin-
und herlaufenden Kompressor gelöst,
der die technischen Merkmale gemäß dem Patentanspruch
1 aufweist.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
verringert deswegen die Ummantelungsschicht, die bei dem Aufnahmeabschnitt
des Kolbens ausgebildet ist, den Gleitwiderstand zwischen dem Aufnahmeabschnitt
des Kolbens und dem Schuh. Dementsprechend kann der Schuh glatt
in dem Aufnahmeabschnitt des Kolbens gleiten, sogar wenn eine Verringerung
eines Schmiermittels in dem Kompressor auftritt. Auf diese Weise
kann die Nocke den Schuh mit einer kleinen Kraft bewegen. Folglich
kann die zwischen dem Schuh und der Nocke wirkende Kraft verringert
werden, um den Gleitwiderstand dazwischen zu verringern.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
eines entsprechenden Abschnittes eines Taumelscheibenbauartkompressors
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 ist
eine perspektivische Ansicht und zeigt einen Kolben in der ersten
Ausführungsform;
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3 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
eines entsprechenden Abschnitts des Kolbens;
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4 ist
ein Diagramm und zeigt Messergebnisse der Zeit bis zum Festfressen,
das bei der ersten Ausführungsform
aufgetreten ist;
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5 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
eines entsprechenden Abschnittes eines Taumelscheibenkompressors
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung;
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6 ist
ein Diagramm und zeigt Messergebnisse von der Zeit bis zu einem
Festfressen, das bei der zweiten Ausführungsform aufgetreten ist;
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7 ist
eine Querschnittsansicht und zeigt einen Wellennockenbauartkompressor
gemäß einer anderen
Ausführungsform
der Erfindung;
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8 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
eines entsprechenden Abschnittes eines Nockenmitnehmers gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung;
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9 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
eines entsprechenden Abschnittes einer Taumelscheibe gemäß einer
anderen Ausführungsform der
Erfindung; und
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10 ist
eine Querschnittsansicht eines Taumelscheibenbauartkompressors gemäß dem Stand
der Technik.
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Bevorzugte Verfahren zum
Ausführen
der Erfindung
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(erste Ausführungsform)
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Ein Taumelscheibenbauartkompressor
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf 1 bis 4 beschrieben. Es sollte hier angemerkt
werden, dass die mechanische Konstruktion des Kompressors der ersten
Ausführungsform
im Wesentlichen gleich ist, wie die des in 10 gezeigten Kompressors, der mit Bezug
auf den Stand der Technik beschrieben wurde. Deswegen sind ähnliche
oder gleiche Bauteile, wie die in dem in 10 gezeigten Kompressor, mit denselben
Bezugszeichen entsprechend bezeichnet, und deren Beschreibung wird
ausgelassen. Deswegen werden nur Unterschiede zu dem in 10 gezeigten Kompressor
beschrieben.
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Wie in 1 bis 3 gezeigt, weist bei dem Kompressor
gemäß der ersten
Ausführungsform,
ungleich dem in 10 gezeigten
Kompressor, jeder Kolben 1 eine Ummantelungsschicht 6 auf,
die als Hauptkomponente Zinn aufweist und über dessen gesamte Oberfläche ausgebildet
ist. Jeder Kolben 1 hat ein paar Aufnahmeaussparungen 2 die
kugelige Flächen
von Schuhen 44 gleitbar aufnehmen.
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Der Kolben 1 besteht aus
einem Hauptkörper 5,
der aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierungsmatrix hergestellt
ist, und einer über
die gesamte Oberfläche
des Hauptkörpers 5 gebildeten
Ummantelungsschicht 6. Als Aluminiumlegierung kann z. B.
eine Al-Si-Legierung oder eine Al-Si-Cu-Legierung passend eingesetzt
werden. Der Hauptkörper 5 besteht
bevorzugt aus einer Aluminiumlegierungsmatrix, die harte Partikel
enthält.
Solch eine Aluminiumlegierung ist durch eine Aluminium-Hochsiliziumlegierung
verkörpert.
Die Aluminium-Hochsiliziumlegierung
enthält
ungefähr
10 bis 30 Gewichtsprozent Silizium. Wenn die Aluminium-Hochsiliziumlegierung einen
Siliziumanteil aufweist, der das Niveau nicht übersteigt, bei dem ein eutektisches
Gemisch gebildet wird, kann das Silizium in Form von eutektischem Silizium
vorhanden sein (d. h. die harten Partikel). Bei der ersten Ausführungsform
ist der Hauptkörper 5 des
Kolbens 1 aus einer Matrix einer Aluminium-Hochsiliziumlegierung 4 hergestellt,
die 12 Gewichtsprozent Silizium 3 enthält.
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Nebenbei sind andere Werkstoffe,
die harte Partikel enthalten, ein Al-Mn intermetallischer Verbund,
ein Al-Si-Mn intermetallischer
Verbund, ein Al-Fe-Mn intermetallische Verbund und ein Al-Cr intermetallischer
Verbund, wobei diese Werkstoffe als Matrix des Hauptkörpers 5 verwendet
werden können.
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Außerdem sind in der ersten Ausführungsform
die Schuhe 44 aus einem SUJ2 Werkstoff ( ein Stahlwerkstoff
für ein
Hochkohlenstoffhaltiges Chromlager) hergestellt, der durch JIS spezifiziert
ist, während
die Taumelscheibe 40 aus einer Aluminium-Hochsilizium-Legierung
hergestellt ist.
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Die Kolben 1, die in dem
Kompressor der ersten Ausführungsform
eingesetzt werden, können passend
ausgewählt
werden wie unten beschrieben, zum Beispiel aus den Beispielen 1
bis 9, die verschiedene Bauarten von entsprechenden Ummantelungsschichten 6 aufweisen.
Die Kolben 1 der Beispiele 1 bis 9 werden nacheinander
beschrieben. In den Beispielen 1 bis 9 bestehen die Hauptkörper 5 der
Kolben 1 aus derselben Konstruktion, wobei die Ummantelungsschichten 6 verschiedene
Zusammensetzungen aufweisen.
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(Beispiel 1)
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Der Kolben 1 des Beispiels
1 weist eine dünnekupfereutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 6 auf. Diese
Ummantelungsschicht 6 wird wie folgt gebildet. Der gesamte
Hauptkörper 5 wird
in eine wässrige
Lösung
eingetaucht, die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumstannats und 0,012
Gewichtsprozent eines Kupferglukonats enthält, und wird bei 60 bis 80°C gehalten,
um auf der Oberfläche des
Hauptkörpers 5 einen
stromlosen Überzug
zu bewirken. Folgend wird der Hauptkörper 5 aus der wässrigen
Lösung
herausgenommen und gespült. Auf
diese Weise wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und
Kupfer als Ummantelungsschicht 6 über die gesamte Oberfläche des
Kolbens 1 gebildet, wobei die Aufnahmeaussparungen 2 enthalten
sind, die die Schuhe 44 berühren. Die Ummantelungsschicht 6 enthält 97 Gewichtsprozent Zinn
und 3 Gewichtsprozent Kupfer und weist eine Dicke von 1,2 μm auf.
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(Beispiel 2)
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Der Kolben 1 des Beispiels
2 weist eine Zinn-Nickeleutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 6 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Nickel als Ummantelungsschicht 6 über die
gesamte Oberfläche
des Kolbens 1 mit den Aufnahmeaussparungen 2 gebildet,
indem eine wässrige
Lösung,
die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumstannats und 0,005 Gewichtsprozent
eines Nickelchlorids enthält,
auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 6 enthält 98 Gewichtsprozent Zinn
und 2 Gewichtsprozent Nickel und weist eine Dicke von 1 μm auf.
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(Beispiel 3)
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Der Kolben 1 des Beispiels
3 weist eine Zinn-Zinkeutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 6 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Zink als Ummantelungsschicht 6 über die
gesamte Oberfläche
des Kolbens 1 mit den Aufnahmeaussparungen 2 gebildet,
indem eine wässrige
Lösung,
die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumstannats und 0,005 Gewichtsprozent
eines Zinksulfats enthält,
auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 6 enthält 97 Gewichtsprozent Zinn
und 3 Gewichtsprozent Zink und weist eine Dicke von 1 μm auf.
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(Beispiel 4)
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Der Kolben 1 des Beispiels
4 weist eine Zinn-Bleieutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 6 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Blei als
Ummantelungsschicht 6 über
der gesamten Oberfläche des Kolbens 1 mit
den Aufnahmeaussparungen 2 gebildet, indem eine wässrige Lösung, die
6 Gewichtsprozent eines Potassiumsstannats und 0,007 Gewichtsprozent
eines Bleisulfats enthält,
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 6 enthält 95 Gewichtsprozent
Zinn und 5 Gewichtsprozent Blei und weist eine Dicke von 2 μm auf.
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(Beispiel 5)
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Der Kolben 1 des Beispiels
5 weist eine Zinn-Indiumeutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 6 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Indium als Ummantelungsschicht 6 über der
gesamten Oberfläche
des Kolbens 1 mit den Aufnahmeaussparungen 2 gebildet,
indem eine wässrige
Lösung,
die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumstannats und 0,005 Gewichtsprozent
eines Indiumsulfats enthält,
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 6 enthält 97 Gewichtsprozent Zinn
und 3 Gewichtsprozent Indium und weist eine Dicke von 1 μm auf.
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(Beispiel 6)
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Der Kolben 1 des Beispiels
6 weist eine Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 6 auf,
die nur Zinn enthält.
Insbesondere wird eine Plattierungsschicht aus reinem Zinn als Ummantelungsschicht 6 über der
gesamten Oberfläche
des Kolbens 1 mit den Aufnahmeaussparungen 2 gebildet,
indem eine wässrige
Lösung,
die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumstannats enthält, auf gleiche Weise wie in
Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 6 weist
eine Dicke von 1,5 μm
auf.
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(Beispiel 7)
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Der Kolben 1 des Beispiels
7 weist als Ummantelungsschicht 6 eine Zinn-Kupfereurektische Plattierungsschicht
auf, die ein Fluorkunstharzpulver als festes Schmiermittel enthält. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Kupfer, die
ein Fluorkunstharzpulver enthält,
als Ummantelungsschicht 6 über der gesamten Oberfläche des
Kolbens 1 mit den Aufnahmeaussparungen 2 ausgebildet,
indem eine wässrige
Lösung,
die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumstannats, 0,003 Gewichtsprozent
eines Kupferglukonats und 1,0 Gewichtsprozent eines Fluorkunstharzpulvers
enthält, auf
gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 6 enthält 99 Gewichtsprozent
Zinn, 0,9 Gewichtsprozent Kupfer und 0,1 Gewichtsprozent Fluorkunstharzpulver
und weist eine Dicke von 1,4 μm
auf.
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(Beispiel 8)
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Während
der Kolben 1 des Beispiels 8 eine Zinn-Kupfereutektische Plattierungsschicht
wie die Ummantelungsschicht 6 im Beispiel 1 aufweist, wird die
Ummantelungsschicht 6, die durch eine chemische Plattierungsbehandlung
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 erhalten wird, bei einer Temperatur
von 150°C
für eine
Stunde einer Wärmebehandlung
ausgesetzt.
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(Beispiel 9)
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Der Kolben 1 des Beispiels
9 weist eine Zinn-Kupfer-Zinkeutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 6 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn, Kupfer und Zink als
Ummantelungsschicht 6 über
der gesamten Oberfläche
des Kolbens 1 mit den Aufnahmeaussparungen 2 gebildet,
indem eine wässrige
Lösung,
die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumsstannats und 0,003 Gewichtsprozent
eines Kupferglukonats und 0,003 Gewichtsprozents eines Zinksulfats
enthält,
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 6 enthält 97 Gewichtsprozent Zinn,
1,5 Gewichtsprozent Kupfer und 1,5 Gewichtsprozent Zink und weist
eine Dicke von 1,2 μm
auf.
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Die vorliegenden Erfinder führten den
folgenden Versuch durch, um so die Antifestfressleistung von die
Kolben 1 der Beispiele 1 bis 9 entsprechend einsetzenden
Kompressoren zu bestätigen.
Bei diesem Versuch wurde die Zeit bis zum Festfressen zwischen der
Taumelscheibe 40 und den Schuhen 44 gemessen,
während
jeder Kompressor, der in einer Fahrzeugklimaanlage eingebaut war,
unter schwierigen Bedingungen betrieben wurde (bei denen kein Schmierstoff
in dem Kompressor vorhanden war). Die Kompressoren wurden bei diesem
Test unter den folgenden Bedingungen betrieben; Einlassdruck: –0,5 kg/cm2, Abgabedruck: 3 kg/cm2,
Umdrehungen der Antriebswelle 39: 1000 U/min. Außerdem waren die
Schuhe 44 aus einem SUJ2 (JIS) Werkstoff hergestellt und
die Taumelscheiben 40 waren aus einer Aluminium-Hochsiliziumlegierung
hergestellt. Außerdem
wurde bei der Durchführung
dieses Versuchs ein Kompressor eingesetzt, der Kolben einsetzt,
die nur aus einer Aluminium-Hochsiliziumlegierung 4 hergestellt
waren, die 12 Gewichtsprozent Silizium 3 enthält, d. h.
Kolben ohne Ummantelungsschicht 6 waren als Vergleichsbeispiel
bereitgestellt und auf gleiche Weise wie oben beschrieben getestet.
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4 ist
ein Diagramm und zeigt die Ergebnisse dieses Versuchs. Die in 4 gezeigten Versuchsergebnisse zeigen,
dass das Festfressen zwischen den Schuhen 44 und den Taumelscheiben 40 unter
schwierigen Einsatzbedingungen in den Kompressoren viel länger dauert,
die die Kolben 1 der Beispiele 1 bis 9 einsetzen, die die
Ummantelungsschichten 6 einsetzen, wenn mit dem Kompressor des
Vergleichsbeispiels verglichen. Im Detail zeigt der Kompressor,
der die Kolben 1 des Beispiels 1 eingebaut hat, wobei jeder
eine Zinn-Kupfereutektische Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht
aufweist, die beste Anti-Festfressleistung.
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Wie oben beschrieben ist in der ersten
Ausführungsform
eine Ummantelungsschicht 6 auf der Oberfläche jedes
Kolbens 1 ausgebildet, die Zinn als Hauptkomponente enthält. Zinn
ist eine selbst schmierende Substanz. Dementsprechend wird der Gleitwiderstand
zwischen den aufnehmenden Aussparungen 2 des Kolbens 1 und
den kugeligen Oberflächen 47 der
Schuhe 44 verringert, und sogar wenn ein Mangel an Schmiermittel
in dem Kompressor besteht, können
sich die Schuhe 44 glatt entlang den inneren Oberflächen der
Aufnahmeaussparungen 2 bewegen. Dementsprechend kann die
Taumelscheibe 40 die Schuhe 44 innerhalb der Aufnahmeaussparungen 2 mit
einer kleinen Kraft bewegen. Als Ergebnis ist die Kraft gemäßigt, die
zwischen der gleitenden Oberfläche 45 jedes
Schuhs 44 und der Taumelscheibe 40 wirkt, um den
Gleitwiderstand zwischen den gleitenden Oberflächen 45 und der Taumelscheibe 40 zu
verringern. Deswegen entstehen wegen des Ansteigens des Gleitwiderstandes
keine Probleme, wenn die Abgabekapazität eines Kompressors erhöht wird,
sogar wenn die Abmessungen der Kolben 1 und der Taumelscheibe 40 vergrößert werden, ohne
die Abmessungen der Schuhe 44 zu vergrößern.
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Die Ummantelungsschicht 6 wird über die gesamte
Oberfläche
jedes Kolbens 1 gebildet. Dementsprechend ist der Gleitwiderstand
zwischen dem äußeren Umfang
des Kolbens 1 und dem inneren Umfang der Zylinderbohrungen 41 und 42 verringert, um
eine glatte Bewegung der Kolben in den Zylinderbohrungen 41 und 42 zu
gestatten.
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Durch das Einbringen von zumindest
einem Metall in die Ummantelungsschicht 6, die Zinn als Hauptkomponente
enthält,
das aus Kupfer, Nickel, Zink, Blei und Indium gewählt wurde,
kann nicht nur die Ummantelungsschicht 6 verdichtet werden,
sondern ein harter metallischer Verbund kann durch die Ummantelungsschicht 6 verteilt
werden, um sie zu verstärken.
Dies verringert den Reibungswiderstand und den Verschleißwiderstand.
Wenn z. B. Kupfer in die Ummantelungsschicht 6 eingebracht
ist, die Zinn als Hauptbestandteil enthält, wird die Ummantelungsschicht 6 verdichtet
und ein harter Zinn-Kupferverbund
(Cu6Sn5) wird durch
die Ummantelungsschicht 6 verteilt um sie zu verstärken.
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Die Ummantelungsschicht 6 wird
mittels chemischer Plattierung gebildet. Mit diesem chemischen Plattierungsverfahren
kann ein eutektisches Gemisch aus Zinn und anderen Metallen, wie
z. B. Kupfer leicht abgelagert werden, und ein fester Schmierstoff,
wie z. B. Fluorkunstharzpulver kann leicht in die Ummantelungsschicht 6 eingebracht
werden.
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(zweite Ausführungsform)
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Als nächstes wird ein Taumelscheibenbauartkompressor
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung mit Bezug auf die 5 und 6 beschrieben. Es sollte
hier angemerkt werden, dass die mechanische Zusammensetzung des
Kompressors der zweiten Ausführungsform
im Wesentlichen die Gleiche ist, wie die des in 10 gezeigten Kompressors, der mit Bezug
auf den Stand der Technik beschrieben wurde. Deswegen sind ähnliche
oder die gleichen Bauteile, wie die in dem in 10 gezeigten Kompressor, entsprechend
mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet, und die Beschreibung von
diesen wird ausgelassen. Deswegen werden nur die Unterschiede zu
dem in 10 gezeigten
Kompressor beschrieben.
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Wie in 5 gezeigt,
weist der Kompressor gemäß der zweiten
Ausführungsform,
ungleich zu dem in 10 gezeigten
Kompressor Schuhe 7 auf, die alle eine über deren gesamte Oberfläche ausgebildete
Ummantelungsschicht 11 mit Zinn als Hauptkomponente aufweisen.
Der Hauptkörper 12 jedes Schuhs 7 ist
aus einem SUJ2 Werkstoff hergestellt, wie in JIS spezifiziert. Der
Schuh weist eine kugelige Oberfläche 8 auf,
die gleitbar mit einer Aufnahmeaussparung 46 des Kolbens 43 in
Eingriff ist, und eine Gleitoberfläche 10, die mit der
Vorderfläche
oder Rückfläche der
Taumelscheibe 40 einen gleitenden Kontakt herstellt. Die
kugelige Oberfläche 8 des Schuhs 7 weist
einen kugeligen Abschnitt 9 auf, der einen Krümmungsradius
aufweist, der größer ist
als der des Rests der Oberfläche 8.
Ein Ölspeicher
zum Speichern eines Schmiermittels darin ist zwischen diesem kugeligen
Abschnitt 9 und jeder Aufnahmeaussparung 46 des
Kolbens 43 definiert. Die gleitende Oberfläche 10 des
Schuhs 7 ist in Richtung des Randes leicht kegelig, um
eine konvexe Form aufzuweisen, damit ein leichtes Eintreten des
Schmierstoffes in den Zwischenraum zwischen der gleitenden Oberfläche 10 und
Taumelscheibe 40 möglich
ist. Außerdem
sind in der zweiten Ausführungsform
sowohl die Taumelscheibe 40 als auch die Kolben 43 aus
einem Aluminium-Hochsiliziumwerkstoff hergestellt.
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Bei dem Kompressor der zweiten Ausführungsform
können
passende Schuhe aus denen ausgewählt
werden, die verschiedene Ummantelungsschichten 11 aufweisen,
wie in den folgende Beispielen 1 bis 9 gezeigt. Die Schuhe 7 der
Beispiele 1 bis 9 werden einer nach dem anderen beschrieben. Die Hauptkörper 12 der
Schuhe 7 der Beispiele 1 bis 9 sind alle gleich, nur die
Ummantelungsschichten 11 sind zueinander unterschiedlich.
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(Beispiel 1)
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Der Schuh 7 des Beispiels
1 weist eine Zinn-Kupfereutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf. Diese
Ummantelungsschicht 11 wird wie folgt gebildet. Der Hauptkörper 12 des
Schuhs 7 wird in eine wässrige
Lösung
eingetaucht, die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumsstannats und 0,012
Gewichtsprozent eines Kupferglukonats enthält. In diesem Zustand wird
der Hauptkörper 12 mit
einer Katode verbunden, und ein Metallstab mit einer hohen Ionisierungstendez
wird als Anode verwendet. Wenn eine vorbestimmte Spannung zwischen
diesen Elektroden angewendet wird, wobei die auf diese Weise vorbereitete
wässrige
Lösung
als ein Elektrolyt eingesetzt wird, werden Zinn und Kupfer unter
elektrolytischer Aktivität
ausgefällt,
um sich miteinander an der Oberfläche des Hauptkörpers 12 anzuhaften.
Folgend wird der Hauptkörper 12 aus
der wässrigen
Lösung
herausgenommen und gespült. Auf
diese Weise wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und
Kupfer als Ummantelungsschicht 11 über der gesamten Oberfläche des Schuhs 7 gebildet.
Der auf diese Weise plattierte Schuh wird dann oberflächenpoliert,
während
der Zwischenraum zwischen der Taumelscheibe 40, mit der
der Schuh 7 verwendet wird, und dem Kolben 43 berücksichtigt
wird, um eine gleichmäßige Ummantelungsschicht 11 aufzuweisen.
Die Ummantelungsschicht 11 enthält 97 Gewichtsprozent Zinn
und 3 Gewichtsprozent Kupfer und weist eine Dicke von 1,2 μm auf.
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(Beispiel 2)
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Der Schuh 7 des Beispiels
2 weist eine Zinn-Nickeleutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Nickel als
Ummantelungsschicht 11 über
der gesamten Oberfläche
des Schuhs 7 ausgebildet, indem eine wässrige Lösung, die 6 Gewichtsprozent
eines Kaliumsstannats und 0,005 Gewichtsprozent eines Nickelchlorids
enthält,
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 11 enthält 98 Gewichtsprozent
Zinn und 2 Gewichtsprozent Nickel und die Dicke der Ummantelungsschicht 11 ist durch
ein Oberflächenpolieren
auf 1 μm
angepasst.
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(Beispiel 3)
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Der Schuh 7 des Beispiels
3 weist eine Zinn-Zinkeutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Zink als Ummantelungsschicht 11 über der
gesamten Oberfläche
des Schuhs 7 gebildet, indem eine wässrige Lösung, die 6 Gewichtsprozent
eines Kaliumsstannats und 0,005 Gewichtsprozent eines Zinksulfats enthält, auf
gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 11 enthält 97 Gewichtsprozent
Zinn und 3 Gewichtsprozent Zink und die Dicke der Ummantelungsschicht 11 wird
durch Oberflächenpolieren
auf 1 μm
angepasst.
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(Beispiel 4)
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Der Schuh 7 des Beispiels
4 weist eine Zinn-Bleieutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Blei als
Ummantelungsschicht 11 über
der gesamten Oberfläche des
Schuhs 7 ausgebildet, indem eine wässrige Lösung, die 6 Gewichtsprozent
eines Kaliumsstannats und 0,007 Gewichtsprozent eines Bleisulfats
enthält, auf
gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 11 enthält 95 Gewichtsprozent
Zinn und 5 Gewichtsprozent Blei und die Dicke der Ummantelungsschicht 11 wird
durch Oberflächenpolieren
auf 2 μm
angepasst.
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(Beispiel 5)
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Der Schuh 7 des Beispiels
5 weist eine Zinn-Indiumeutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Indium als
Ummantelungsschicht 11 über
der gesamten Oberfläche
des Schuhs 7 ausgebildet, indem eine wässrige Lösung, die 6 Gewichtsprozent
eines Kaliumsstannats und 0,005 Gewichtsprozent eines Indiumsulfats
enthält,
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 11 enthält 97 Gewichtsprozent
Zinn und 3 Gewichtsprozent Indium und die Dicke der Ummantelungsschicht 11 wird
durch Oberflächenpolieren
auf 1 μm
angepasst.
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(Beispiel 6)
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Der Schuh 7 des Beispiels
6 weist eine Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf,
die nur Zinn enthält.
Insbesondere wird eine Plattierungsschicht aus reinem Zinn als Ummantelungsschicht 11 über der
gesamten Oberfläche
des Schuhs 7 ausgebildet, indem eine wässrige Lösung, die 6 Gewichtsprozent
eines Kaliumsstannats enthält,
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Dicke der
Ummantelungsschicht 11 ist durch Oberflächenpolieren auf 1,5 μm angepasst.
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(Beispiel 7)
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Der Schuh 7 des Beispiels
7 weist eine Zinn-Kupfereutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf, die
ein Molybdendisulfidpulver als festes Schmiermittel enthält. Insbesondere wird
eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn und Zink als Ummantelungsschicht 11 über der
gesamten Oberfläche
des Schuhs 7 gebildet, die Molybdendisulfidpulver enthält, indem
eine wässrige
Lösung,
die 6 Gewichtsprozent eines Kaliumsstannates und 0,003 Gewichtsprozent
eines Kupferglukonats und 1,0 Gewichtsprozent des Molybdendisulfidpulvers
enthält,
auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 11 enthält 99 Gewichtsprozent
Zinn und 0,9 Gewichtsprozent Kupfer und 0,1 Gewichtsprozent des
Molybdendisulfidpulvers, und die Dicke der Ummantelungsschicht 11 wird
durch Oberflächenpolieren
auf 1,4 μm
angepasst.
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(Beispiel 8)
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Während
der Schuh 7 des Beispiels 8 eine Zinn-Kupfereutektische Plattierungsschicht
als Ummantelungsschicht 11 aufweist, wie in Beispiel 1,
ist die Ummantelungsschicht, die auf gleiche Weise wie im Beispiel
1 durch elektrolytische Plattierungsbehandlung und Polieren gebildet
wird, bei einer Temperatur von 150°C für eine Stunde einer Wärmebehandlung
ausgesetzt.
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(Beispiel 9)
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Der Schuh 7 des Beispiels
9 weist eine Zinn-Kupfer-Zinkeutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 auf. Insbesondere
wird eine eutektische Plattierungsschicht aus Zinn, Kupfer und Zink
als Ummantelungsschicht 11 über der gesamten Oberfläche des
Schuhs 7 gebildet, indem eine wässrige Lösung, die 6 Gewichtsprozent
eines Kaliumsstannats und 0,003 Gewichtsprozent eines Kupferglukonats
und 0,003 Gewichtsprozent eines Zinksulfats enthält, auf gleiche Weise wie in
Beispiel 1 eingesetzt wird. Die Ummantelungsschicht 11 enthält 97 Gewichtsprozent
Zinn, 1,5 Gewichtsprozent Kupfer und 1,5 Gewichtsprozent Zink, und
die Dicke der Ummantelungsschicht 11 wird durch Oberflächenpolieren
auf 1,2 μm
angepasst.
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Die vorliegenden Erfinder führten den
folgenden Versuch durch, um die Antifestfresseigenschaften die Schuhe 7 der
Beispiel 1 bis 9 entsprechend einsetzenden Kompressoren zu bestätigen. Bei
diesem Versuch wurde die Zeit bis zum Festfressen zwischen der Taumelscheibe 40 und
den Schuhen 7 gemessen, während jeder Kompressor, der
in eine Fahrzeugklimaanlage eingebaut war, unter schwierigen Umständen betrieben
wurde (bei denen kein Schmierstoff in dem Kompressor vorhanden ist).
Die Kompressoren wurden fortgesetzt bei diesem Versuch unter folgenden Bedingungen
betrieben; Einlassdruck: –0,5
kg/cm2, Abgabedruck: 3 kg/cm2,
Umdrehung der Antriebswelle 39: 1000 U/min. Außerdem waren
die Taumelscheiben 40 und die Kolben 43 der Kompressoren
aus einer Aluminium-Hochsiliziumlegierung
hergestellt. Außerdem
wurde bei der Durchführung
dieses Versuchs ein Kompressor als Vergleichsbeispiel bereitgestellt,
der Schuhe einsetzt, die nur aus einem SUJ2 Werkstoff hergestellt waren,
d. h., Schuhe ohne Ummantelungsschicht 11, und auf gleiche
Weise getestet, wie oben beschrieben.
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6 ist
ein Diagramm und zeigt die Ergebnisse dieses Versuchs. Die in 6 gezeigten Versuchsergebnisse
zeigen, dass das Festfressen zwischen den Schuhen 7 und
den Taumelscheiben 40 in den Kompressoren, die die Schuhe 7 aus
Beispielen 1 bis 9 einsetzen, die die Ummantelungsschicht 11 aufweisen,
viel länger
dauert, wenn mit dem Kompressor des Vergleichsbeispiels verglichen.
Genauer zeigt der Kompressor, der die Schuhe 7 des Beispiels 1
eingebaut hat die beste Anti-Festpress-Eigenschaft, wobei jeder eine Zinn-Kupfereutektische
Plattierungsschicht als Ummantelungsschicht 11 aufweist.
-
Wie oben beschrieben ist in der zweiten
Ausführungsform
eine Ummantelungsschicht 11 als Hauptbestandteil auf der
Oberfläche
jedes Schuhs 7 gebildet. Dementsprechend ist der Gleitwiderstand zwischen
den Aufnahmeaussparungen 46 des Kolbens 43 und
der kugeligen Oberfläche 8 der
Schuhe 7 verringert, und der Gleitwiderstand zwischen der Taumelscheibe 40 und
der gleitenden Oberfläche 10 des
Schuhs 7 ist verringert. Dementsprechend kann ein glattes
Gleiten der Taumelscheibe 40 und der Kolben 43 an
deren Verbindungen garantiert werden, um den Gleitwiderstand bei
den Verbindungen zu regeln, selbst wenn eine Knappheit an Schmiermittel
in dem Kompressor auftritt.
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Die Schuhe 44 können sich
glatt entlang der inneren Oberflächen
der Aufnahmeaussparung 46 unter der Wirkung der Ummantelungsschicht 11 bewegen,
die auf den kugeligen Oberflächen 8 gebildet ist.
Als Ergebnis ist die Kraft gemäßigt, die
zwischen der gleitenden Oberfläche 10 jedes
Schuhs 7 und der Taumelscheibe 40 wirkt, um den
Gleitwiderstand zwischen der gleitenden Oberfläche 10 und der Taumelscheibe 40 zu
verringern. Die Ummantelungsschicht 11 ist ebenfalls auf
der gleitenden Oberfläche 10 des Schuhs 7 vorhanden,
wobei auf diese Weise der Gleitwiderstand zwischen der gleitenden
Oberfläche 10 und
der Taumelscheibe 40 weiter verringert werden kann. Deswegen
entstehen wegen des Ansteigens des Gleitwiderstandes keine Probleme,
wenn die Abgabekapazität
eines Kompressors zu erhöhen ist,
selbst wenn die Abmessungen der Kolben 43 und der Taumelscheibe 40 vergrößert werden,
ohne die Abmessungen der Schuhe 7 zu ändern.
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Da Zinn nicht nur hervorragende Schmiereigenschaften
herausstellt, sondern ebenfalls Rost verhindert, kann die Ummantelungsschicht 11,
die Zinn als Hauptkomponente enthält, und an der Oberfläche jedes
Schuhs 7 ausgebildet ist, der aus einem Eisenwerkstoff
hergestellt ist, den Schuh 7 vor dem Rosten schützen.
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Auswirkungen auf die Ummantelungsschicht 11,
die Zinn als Hauptkomponente enthält, durch das Einbringen von
zumindest einem Metall, das aus der Gruppe ausgewählt wurde,
die Kupfer umfaßt,
sind die gleichen wie in der ersten Ausführungsform.
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Es sollte verstanden werden, dass
die vorliegende Erfindung nicht auf die vorangehende Ausführungsform beschränkt ist,
sondern ebenfalls wie folgt ausgeführt werden kann, indem die
Aufmachung der entsprechenden Teile geändert wird:
- (1)
In jeder der ersten und zweiten Ausführungsformen, während die
vorliegende Erfindung in einem Kompressor einer Doppelkopfkolbentaumelscheibenbauart
ausgeführt
ist, kann die vorliegende Erfindung zum Beispiel ausgeführt werden
in einem Kompressor einer Einzelkopfkolbentaumelscheibenbauart,
einem Kompressor einer veränderliche
Volumenbauart, der das Abgabevolumen durch das Neigen des Kippwinkels
der Taumelscheibe anpassen kann, einen Kompressor einer Wellennockenbauart
wie in 7 gezeigt oder ähnlichem.
Nebenbei sind bei dem Kompressor einer Wellennockenbauart in 7 ähnliche oder gleiche Komponenten,
wie die in dem in 10 gezeigten
Kompressor entsprechend mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet,
und deren Beschreibung wird ausgelassen. Wie in 7 gezeigt, weist dieser Kompressor einer
Wellennockenbauart anstelle der Taumelscheibe 40 in dem in 1 gezeigten Kompressor eine
Wellennocke 48 mit einer welligen Nockenoberfläche auf.
Die gleitende Oberfläche 45 von
jedem Schuh 44 ist gestaltet, einen gleitenden Kontakt
mit der vorderen Nockenoberfläche
oder hinteren Nockenoberfläche
der Wellennocke 48 herzustellen.
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Bei dem oben beschriebenen Kompressor einer
Wellennockenbauart ist jeder Kolben 43 angepasst, sich
zweimal oder öfter
hin- und herzubewegen (zweimal in 7)
wo Drehung der Antriebswelle 39, und es ist erforderlich,
dass die Schuhe 44 den komplizierten Nockenoberflächen folgen,
da die Nockenoberflächen
die Verdrängung
erzeugen. Dementsprechend sind bei den Kompressoren einer Wellennockenbauart
verglichen mit den Kompressoren einer Taumelscheibenbauart die Bedingungen
zwischen den Schuhen 44 und den Kolben 43 und
zwischen den Schuhen 44 und den Wellennocken 48 härter.
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Dementsprechend ist eine Verringerung
des Gleitwiderstandes wichtig, der bei den Verbindungspunkten der
Wellennocken 48 und der Kolben 43 auftritt, so
dass der Kompressor einer Wellennockenbauart eine stabile Verdichtung
durchführen
kann.
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Bei dem in 7 gezeigten Kompressor können die
Kolben 43 mit den Kolben 1 wie in der vorangehenden
ersten Ausführungsform
beschrieben ersetzt werden, oder die Schuhe 44 können mit
den Schuhen 7 wie in der vorangehenden zweiten Ausführungsform
beschrieben ersetzt werden, um den Gleitwiderstand zu verringern,
der bei den Verbindungspunkten zwischen den Wellennacken 48 und den
Kolben 43 auftritt.
- (2) Während im
Wesentlichen halbkugelförmige Schuhe 7 und 44 als
Nockenmitnehmer in der ersten Ausführungsform bzw. der zweiten
Ausführungsform
eingesetzt waren, können
diese Schuhe 77 und 44 mit einer Konstruktion
ersetzt werden, die Rollen einsetzt. Anders als in 8 gezeigt kann jeder Nockenmitnehmer
aus einem Rutscher 13 bestehen, der einen gleitenden Kontakt
mit der Taumelscheibe 40 herstellt, und einer Kugel 14,
die mit einer Aussparung 13a des Rutschers 13 in
Eingriff ist. Die Kugel 14 ist gleitbar in der Aufnahmeaussparung 46 des
Kolbens 43 in Eingriff. Nebenbei sind in 8 ähnliche
oder gleiche Bestandteile, wie die in dem in 10 gezeigten Kompressor entsprechend
mit den selben Bezugszeichen bezeichnet und deren Beschreibung wird
ausgelassen. Bei der in 8 gezeigten
Konstruktion können
die Kolben 43 mit den Kolben 1 ersetzt werden,
wie in der vorangehenden ersten Ausführungsform beschrieben, oder die
Ummantelungsschicht 11 wie sie auf dem Schuh 7 in
der vorangehenden zweiten Ausführungsform
gebildet ist, kann auf dem Rutscher 13 oder dem Ball 14 oder
beiden ausgebildet sein.
Die Konstruktion des Nockenmitnehmers,
der in 8 gezeigt ist,
kann auf dem oben beschriebenen Kompressor einer Wellennockenbauart
angewendet werden, der in 7 gezeigt
ist.
- (3) In der ersten Ausführungsform
ist auf jeder Oberfläche
der Taumelscheibe 40 eine Ummantelungsschicht 15 ausgebildet,
die Zinn als Hauptkomponente enthält, und die den gleitenden
Kontakt mit den Schuhen 44 herstellt, wie in 9 gezeigt. Die Zusammensetzung
der Ummantelungsschicht 15 kann die gleiche sein, wie die
der Ummantelungsschicht 6 des Kolbens 1. Auf diese Weise
kann der Gleitwiderstand zwischen der Taumelscheibe 40 und
den Schuhen 44 weiter verringert werden.
Eine Ummantelungsschicht,
die Zinn als Hauptbestandteil enthält, kann auf der gleitenden
Oberfläche 45 jedes
Schuhs 44 ausgebildet sein, anstelle die Ummantelungsschicht 15 auf
jeder Seite der Taumelscheibe 40 auszubilden. Mit den anderen
Worten kann der Schuh 7 in der zweiten Ausführungsform
die Ummantelungsschicht 11 nur an der gleitenden Oberfläche 10 erhalten,
und solche Schuhe 7 können
als Schuhe in der ersten Ausführungsform
eingesetzt werden.
- (4) In der ersten Ausführungsform
kann die Ummantelungsschicht 6 nur bei den Aufnahmeaussparungen 2 des
Kolbens 1 ausgebildet sein.
- (5) In der zweiten Ausführungsform
kann die Ummantelungsschicht 11 entweder auf der kugeligen Oberfläche 8 oder
der gleitenden Oberfläche 10 von
jedem Schuh 7 ausgebildet sein. Wenn die Ummantelungsschicht 11 nur
auf der kugeligen Oberfläche 8 des
Schuhs 7 ausgebildet ist, können die Ummantelungsschichten 15 auf
jeder Seite der Taumelscheibe 40 ausgebildet sein, wie
in (3) beschrieben. Wenn die Ummantelungsschicht 11 nur
auf der gleitenden Oberfläche
des Schuhs 7 ausgebildet ist, kann der Kolben 1 in
der ersten Ausführungsform,
d. h. der Kolben 1 mit der Ummantelungsschicht 6 eingesetzt
werden.
- (6) In der ersten Ausführungsform
kann die Oberfläche
des Hauptkörpers 5 des
Kolbens 1 vor der Bildung der Ummantelungsschicht 6 auf
dem Hauptkörper 5 einer
Vorbehandlung ausgesetzt werden, wie z. B. einer Alumitbehandlung,
einer Manganphosaphatbehandlung, einer Zinkphosphatbehandlung oder
einer Zinkplattierungsbehandlung. Auf diese Weise kann der Gleitwiderstand
des Kolbens 1 mit Bezug auf die Schuhe 44 weiter
verringert werden.
- (7) In jeder der vorangehenden Ausführungsformen kann eine Aluminiumkeramik
(Al2O3) Schicht auf
der gleitenden Oberfläche 10 des
Hauptkörpers 12 von
jedem Schuh 7 ausgebildet werden, und auf der gleitenden
Oberfläche 45 von
jedem Schuh 44. Auf diese Weise kann der Gleitwiderstand
der Schuhe mit der Taumelscheibe 40 weiter verringert werden.
- (8) In jeder der vorangehenden Ausführungsformen kann das Verhältnis von
Zinn zu anderen Metallen, das ebenfalls in der Ummantelungsschicht 6 oder 11 vorhanden
ist, abhängig
von der gewünschten
Wirkung des Kompressors geeignet abgeändert werden. Wenn z. B. sowohl
Zinn als auch Kupfer in der Ummantelungsschicht 6 oder 11 vorhanden
sind, kann der Kupfergehalt wünschenswert
innerhalb des Bereichs von 0,1 Gewichtsprozent bis 50 Gewichtsprozent
abgeändert
werden. Wenn der Kupfergehalt weniger als 0,1 Gewichtsprozent beträgt, kann
die Verdichtung und Verstärkung
der Ummantelungsschicht 6 oder 11 nicht voll erreicht
werden, und die Wirkung die durch das Einbringen des Kupfers erbracht
werden soll, kann nicht erreicht werden. Wenn der Kupfergehalt höher als
50 Gewichtsprozent ist, kann die Selbstschmierung des Zinns nicht
voll erhalten werden, was in einem erhöhten Gleitwiderstand resultiert.
- (9) In jeder der vorangehenden Ausführungsformen kann das in der
Ummantelungsschicht 6 oder 11 als fester Schmierstoff
eingebrachte Fluorkunstharzpulver oder das Moybdendisulfidpulver mit
einem Kohlenstoffpulver, einem Bornitridpulver oder ähnlichem
ersetzt werden.
- (10) In jeder der vorangehenden Ausführungsformen kann die Ummantelungsschicht 6 oder 11 nicht
mittels eines Nassplattierungsverfahrens, wie z. B. elektrolytischer
Plattierung und chemischer Plattierung gebildet werden, sondern
kann durch das Einsetzen eines CVD Verfahrens oder eines Trockenplattierungsverfahrens,
wie z. B. einer Vakuumablagerung, Sputtern, Ionenplattierung und
PVD gebildet werden. Wenn der feste Schmierstoff, der in (9) beschrieben
ist, in die Ummantelungsschicht 6 oder 11 eingebracht
wird, kann ein Verbundplattierungsverfahren eingesetzt werden.
- (11) In jeder der vorangehenden Ausführungsformen kann die Dicke
der Ummantelungsschicht 6 oder 11 passend in dem
Bereich von 1 bis 5 μm angepasst
werden. Wenn die Ummantelungsschicht 6 oder 11 eine
Dicke aufweist, die kleiner ist als 1 μm, kann der Reibungskoeffizient
nicht ausreichend verringert werden. Wenn die Ummantelungsschicht 6 oder 11 eine
Dicke aufweist, die größer ist
als 5 μm,
ist wahrscheinlich das ein Problem in der Steifigkeit der Schicht
auftritt, und die Ummantelungsschicht 6 oder 11 kann
sich ablösen.