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Die
Erfindung betrifft einen Axialkolbenverdichter, insbesondere einen
Verdichter für
die Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
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Derartige
Kompressoren sind beispielsweise aus der
DE 196 47 861 , der
EP 0 688 953 , der
EP 0 838 590 , der
EP 0 911 517 , der
US 5,704,769 , sowie der
US 5,733,107 bekannt. Die vorstehend
näher bezeichneten
Druckschriften beziehen sich auf Verdichter mit einem nicht variablen
Hubvolumen, d.h. der Kippwinkel der die Kolben antreibenden Schrägscheibe
ist nicht veränderbar.
Weiterhin weisen derartige und insbesondere die in den zitierten
Druckschriften beschriebenen Verdichter häufig doppelt oder beidseitig
wirkende Kolben auf. Bei solchen Konstruktionen sind üblicherweise
das Triebwerk sowie ein dieses umgebender Triebwerksraum in bezug auf
die axiale Erstreckung mittig angeordnet. Daran sind in der Regel
zu beiden Seiten zwei Zylinderblöcke
angeschlossen, in denen jeweils ein Ende der beiden Kolbenenden
der Kolben geführt
ist. Üblich sind
bei diesen Konstruktionen meist drei doppelt wirkende Kolben.
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Betrachtet
man einen derartigen, doppelt wirkenden Kolben, so ist, wenn sich
das eine Kolbenende in seinem zugeordneten Zylinderblock bzw. der
zugeordneten Zylinderbohrung in der oberen Totpunktlage befindet,
das andere Kolbenende in seinem zugeordneten Zylinderblock bzw.
der ihm zugeordneten Zylinderbohrung in der unteren Totpunktlage.
Wie bei allen Verdichtern solcher Bauart üblich, werden die Zylinderblöcke, genauer
gesagt die Zylinderbohrungen, durch eine Ventilplatten-Baugruppe abgeschlossen,
welche in der Regel aus einer Ventilplatte, aus Saugventilen, Druckventilen
und Ventilanschlägen
besteht.
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An
die Baugruppe der Ventilplatte wiederum schließt sich ein Zylinderkopf an,
der eine Sauggaskammer von einer Druckgaskammer trennt. Aufgrund der
erläuterten
Verdichterkonstruktion sind Zylinderblock, Ventilplatten-Baugruppe
sowie der Zylinderkopf paarweise vorhanden.
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Bei
den erwähnten
Verdichtern gibt es lediglich zwei Drucklagen, nämlich den Druck im Ansaugzustand
des Verdichters (Ansaugdruck), sowie den Druck nach dem Verdichtungsvorgang
(Verdichtungsdruck). Zwischen diesen beiden Drucklagen gibt es keine
weitere Drucklage. Ein im Triebwerk durch Leckagegas (Kolben) verursachter
Druck, der größer als
der Ansaugdruck (und kleiner als der Verdichtungsdruck) ist, wird
durch einen Kurzschluß bzw.
eine Verbindung zur Saugseite verhindert.
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Bei
einem über
dem Kippwinkel der Schrägscheibe
regelbaren Verdichter hingegen wird der Schrägscheiben-Kippwinkel durch
Variation des Drucks im Triebwerksraum verändert. Der Druck im Triebwerksraum
kann auf Drücke
zwischen dem Hochdruckniveau (d.h. also dem Verdichtungsdruck) und
dem Niederdruckniveau (Ansaugdruck) variiert werden.
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Die
Verdichter gemäß dem Stand
der Technik werden meist durch ein aus dem Verdichtergehäuse herausgeführtes Wellenende
angetrieben. Hierzu werden beispielsweise Magnetkupplungen und Riemenscheiben
verwendet, über
die der Verdichter mit der Motordrehzahl antreibbar ist.
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Da
bei einer Konstruktion basierend auf dem Konzept einer doppelt wirkenden
Kolbenanordnung zwei Zylinderköpfe
eingesetzt werden müssen,
muß durch
eine zentrale Bohrung eines Zylinderkopfes die Welle aus dem Verdichtergehäuse geführt werden. Zum
Antrieb wird wie bereits vorstehend erwähnt, üblicherweise eine Magnetkupplung
eingesetzt. Als Wellenabdichtung werden für das Kältemittel R134a vorrangig Lippendichtungen
in ein- bis mehrstufigen Ausführungen
eingesetzt. Weiterhin im Gespräch sind
Axialgleitringdichtungen, insbesondere verbunden mit dem Wunsch,
Leckagen für
das Kältemittel R134a
weiter zu reduzieren oder auch für
die Anwendung von CO2 als Kältemittel.
Anzumerken bleibt an dieser Stelle, daß auch in Verbindung mit CO2 als Kältemittel
Lippendichtungen in der Diskussion sind.
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Üblicherweise
korrespondiert bei Verdichtern mit einer doppelt wirkenden Kolbenanordnung
die Wellenabdichtung, unabhängig
davon, welcher Bauart sie ist, mit dem niedrigeren Druckniveau.
Dazu ist das Triebwerk inklusive Antriebswelle und Wellenabdichtung mit
dem Saugdruck beaufschlagt. Die Beaufschlagung des Triebwerks (trotz
eventuell vorhandener Leckagen) mit dem Saugdruck wird, wie bereits
vorstehend ausgeführt,
durch einen Kurzschluß zwischen
Triebwerkskammer und Sauggaskammer erzielt.
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Bei
den vorstehend näher
beschriebenen Verdichtern beinhaltet der die Wellenabdichtung beinhaltende
Zylinderkopf etwa in konzentrischer Anordnung eine Wellenabdichtungskammer,
sowie eine ringförmige
Saugkammer und eine ringförmige Druckkammer.
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Im
Gegensatz hierzu ist beispielsweise durch den Serienverdichter „DKS-15" der Zexel Corporation
eine Konstruktion bekannt, bei der die Wellenabdichtung direkt in
der zentral angeordneten Sauggaskammer integriert ist. Dies heißt in anderen Worten,
daß die
Wellenabdichtungskammer, welche im Zentrum befindlich ist, mit einer
ringförmigen Saugkammer
zusammenfällt.
Demzufolge ist die Druckgaskammer konzentrisch und ringförmig um die
Sauggaskammer herum angeordnet.
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Ähnliche
Verdichterkonstruktionen in bezug auf eine Unterteilung des Zylinderkopfes
in zwei Kammern sind beispielsweise aus der
EP 1 164 289 , der
EP 1 233 180 , der
EP 1 239 154 und der
DE 102 06 748 bekannt. Bei den in
diesen Druckschriften beschriebenen Verdichtern handelt es sich
im wesentlichen um hinsichtlich ihres Kolbenhubes regelbare Verdichter,
bei denen die Kolben einseitig wirksam sind.
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Wie
bereits erwähnt,
sind die Wellenabdichtungen in der Regel in der zentral liegenden
Sauggaskammer angeordnet. Bei Verdichtern, deren Kolbenhub regelbar
ist, ist die Wellenabdichtung in der Regel in axialer Erstreckung
auf der dem Zylinderkopf gegenüber
liegenden Seite angeordnet.
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Eine
Anordnung der Wellenabdichtung, insbesondere einer mechanischen
Axialgleitringdichtung im Zylinderkopf bzw. in der Sauggaskammer
hat den Vorteil, daß die
Wellenabdichtung einerseits vergleichsweise gut durch das in der
Sauggaskammer befindliche Sauggas gekühlt werden kann und andererseits
durch den niedrigsten Druck innerhalb des Verdichters beaufschlagt
wird (wie dies bei Verdichtern mit ungeregeltem Hub der Fall ist).
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Nachteilig
an den Gegenständen
der
EP 1 164 289 , der
EP 1 233 180 , der
EP 1 239 154 sowie der
DE 102 06 748 ist, daß die Ölversorgung
der Wellenabdichtung im Betrieb nicht optimal gelöst ist,
das Kältemittel
vergleichsweise wenig kühlend
wirksam werden kann, daß sich
die Wellenabdichtung, insbesondere der Dichtspalt, in einer Art
Totraum befinden (schlechte Ölzirkulation)
und daß bei
Verdichterstillstand keine Ölvorlage
an den Dichtringen anliegen kann (Öl fließt vom Dichtspalt weg), was
bei langen Stillstandszeiten zwangsläufig zu Leckagen führt.
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Ausgehend
von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen Verdichter anzugeben, bei welchem die Ölversorgung sowohl bei längeren Stillstandszeiten
als auch im Betrieb des Verdichters sowie die Sauggaskühlung der Wellenabdichtung
verbessert sind.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Verdichter mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst, wobei
bevorzugte Weiterentwicklungen und Ausführungsformen in den Unteransprüchen beschrieben sind.
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Ein
erfindungsgemäßer Verdichter
umfaßt ein
Gehäuse,
einen Zylinderblock, mindestens einen im Zylinderblock axial hin-
und herbeweglichen Kolben und einen Zylinderkopf. Eine Sauggaskammer ist
im wesentlichen im Zylinderkopf angeordnet, und der Verdichter weist
weiterhin einen Sauggaseintritt und eine Antriebswelle auf. Ein
wesentlicher Punkt eines erfindungsgemäßen Verdichters ist es, daß die Antriebswelle
zwischen der Sauggaskammer und dem Sauggaseintritt nach außen hin
abgedichtet ist, und zwar durch eine Wellenabdichtung. Dadurch ist gewährleistet,
daß die Ölversorgung
der Wellenabdichtung auch bei längeren
Stillstandszeiten sowie im Betrieb des Verdichters optimiert ist,
da das Öl nicht
aus der Kammer herausfließen
kann (internes Dichtelement bzw. Ölniveausicherung), während die Sauggaskühlung der
Wellenabdichtung ebenfalls ein optimales Niveau erreicht.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Wellenabdichtung innerhalb einer gesonderten Wellenabdichtungskammer
angeordnet, wodurch ein montage- und wartungsfreundlicher (z.B.
bei Montage der Wellenabdichtung von außen) Axialkolbenverdichter
entsteht. Die Wellenabdichtungskammer ist vorzugsweise zwischen
der Saugkammer und dem Sauggaseintritt angeordnet, was einen konstruktiv geringen
Aufwand sicherstellt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist zwischen der Umfangswand der Wellenabdichtungskammer und wenigstens
einem Teil der darin angeordneten Wellenabdichtung ein Ringraum
begrenzt, in den der Sauggaseintritt mündet. Der Ringraum kommuniziert vorzugsweise
mit einem Axialspalt zwischen der Stirnseite der Wellenabdichtung
und der dieser Stirnseite zugewandten Seitenwand der Wellenabdichtungskammer.
Die Breite des Ringraumes und/oder des Axialspaltes beträgt dabei
etwa zwischen 1,5 mm und 5,0 mm. Die vorstehend erwähnten Ausführungsformen
stellen konstruktiv einfache Varianten eines erfindungsgemäßen Verdichters
dar, wobei durch die Tatsache, daß der mittlere Durchmesser der
Wellenabdichtungskammer nicht deutlich größer als der mittlere Durchmesser
der Wellenabdichtung selbst ist, der Vorteil erzielt wird, daß das im
Kältemittelstrom
mitgeführte Öl bzw. die
im Kältemittelstrom mitgeführte Ölmenge tendenziell
größer ist
als bei einer relativ weitläufigen
Wellenabdichtungskammer. Weiterhin ist die Strömungsgeschwindigkeit des Kältemittels
vergleichsweise größer und
der Kühleffekt durch
Turbulenzen und die entsprechend erzwungene Konvektion größer als
bei einem Verdichter mit einer größeren Wellenabdichtungskammer.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist der Zylinderkopf einteilig ausgebildet, was einen geringen Fertigungsaufwand
sicherstellt. Einer alternative Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet,
daß der
Zylinderkopf zweiteilig ausgeführt ist.
Dabei können
die Bauteile des Zylinderkopfes aus gleichen Werkstoffen, z.B. Aluminium,
oder aus unterschiedlichen Werkstoffen, beispielsweise aus Aluminium
und Stahl, bestehen. Bauteile, die große Kavitäten enthalten, können aus
einem festen Werkstoff konstruiert werden (dies ist insbesondere
für die Anwendung
von CO2 als Kältemittel von großem Vorteil),
während
das Bauteil, welches die Wellenabdichtung beinhaltet, aus einem
Werkstoff, der eine gute Wärmeleitfähigkeit
aufweist, ausgebildet ist. Ein möglicher
Werkstoff hierfür
ist Aluminium, der sich neben seiner guten Wärmeleitfähigkeit auch durch ein geringes
Gewicht auszeichnet. Dadurch ist eine hinreichende Wärmeabfuhr
an die Umgebung sichergestellt.
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Eine
mit der Antriebswelle drehfest verbundene Riemenscheibe weist vorzugsweise
Strömungselemente
auf, die bei einer Drehung derselben eine Luftströmung bewirken,
die auf den Zylinderkopf und das die Wellenabdichtung aufnehmende
Bauteil des Verdichters, also beispielsweise die Wellenabdichtungskammer,
gerichtet sind. Die Riemenscheibe ist dabei an der der Sauggaskammer
zugewandten Seite des Verdichters angeordnet. Neben ihrer Funktionalität hinsichtlich
des Antriebs des erfindungsgemäßen Verdichters übernimmt
die Riemenscheibe demnach eine zweite Funktion, nämlich die, den
Verdichter entsprechend zu kühlen.
Dadurch wird mit geringen konstruktiven Mitteln eine optimale Wärmeabfuhr
erreicht. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Wellenabdichtungskammer derart
ausgebildet, daß bei
einem Stillstand des Verdichters eine Ölvorlage in derselben gehalten
wird. Dies stellt eine optimale Ölversorgung
sicher, wobei vorzugsweise in der Wellenabdichtungskammer zum Halten
der Ölvorlage
eine Ölsperrwand
und/oder eine Labyrinthdichtung und/oder eine Dichtlippe angeordnet
ist bzw. sind. Die Abdichtung im Bereich der Welle ermöglicht eine
optimale Ölversorgung,
wobei die bevorzugten Ausführungsformen
hinsichtlich der Dichtungsart einfach und kostengünstig herstellbar sind.
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Die Ölvorlage
erreicht bevorzugt mindestens die Unterkante eines Dichtspaltes
der Wellenabdichtung. Dies impliziert, daß der in die Wellenabdichtungskammer
führende
Sauggaseintritt sowie der aus dieser herausführende Sauggasaustritt (in
Richtung zur Sauggaskammer) in bezug auf die Einbaulage des Verdichters
so angeordnet sind, daß sie
sich keinesfalls an der Unterseite der Wellenabdichtungskammer befinden
oder so angeordnet sind, daß ein vollständiges Entleeren
der Kammer beispielsweise bei Verdichterstillstand ermöglicht wird.
In einer vorteilhaften Ausführungsform
liegen sämtliche Öffnungen
und Aussparungen der Wellenabdichtungskammer, insbesondere die Öffnungen
für die
Verbindungen zwischen der Wellenabdichtungskammer und dem Sauggaseintritt
bzw. der Wellenabdichtungskammer und der Sauggaskammer oberhalb
der Unterkante des Dichtspaltes der Wellenabdichtung. Dadurch wird
ein Auslaufen des Öls,
das die Ölvorlage bilden
soll, insbesondere bei einem Verdichterstillstand, wirkungsvoll
verhindert. Die Öffnung
in der Wellenabdichtungskammer für
die Verbindung zwischen Wellenabdichtungskammer und Sauggaseintritt
ist derart angeordnet, daß sie
zwischen Unterkante und Oberkante des Dichtspaltes liegt. Dies stellt
eine effiziente Kühlung
sicher. Bevorzugt liegt die Öffnung
für die
Verbindung zwischen Wellenabdichtungskammer und Sauggaseintritt
mittig zwischen der Unterkante und der Oberkante des Dichtspaltes.
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In
einer weiteren Ausführungsform
sind die Öffnungen
für die
Verbindungen zwischen der Wellenabdichtungskammer und dem Sauggaseintritt bzw.
der Wellenabdichtungskammer und der Sauggaskammer zudem auf einem
unterschiedlichen Niveau in der Wellenabdichtungskammer angeordnet. Auch
durch die Anordnung auf unterschiedlicher Höhe wird die Kühlfunktion
verbessert. Auch eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters
fördert
eine optimale Kühlfunktion
für den
Verdichter: In besagter Ausführungsform
ist der Sauggaskanal derart ausgebildet, daß aus diesem austretendes Sauggas
bzw. das gesamte aus diesem austretende Sauggas hauptsächlich den
Bereich des Dichtspaltes der Wellenabdichtung anströmt und/oder
um die Wellenabdichtung herumgelenkt wird. Durch eine derartige
Konstruktion wird ferner eine Art „Totraum" hinsichtlich der Kühlung vermieden.
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Wie
bereits vorstehend ausgeführt,
soll die Wellenabdichtung bei einem erfindungsgemäßen Verdichter
nicht nur im wesentlichen durch das Sauggas und das mitgeführte Öl gekühlt werden,
sondern auch durch eine Wärmeabfuhr
nach außen,
d.h. also eine Wärmeabfuhr
an die Umgebung, welche direkt oder indirekt über die Gehäuseteile erfolgen kann. Dazu
ist in einer bevorzugten Ausführungsform
der Zylinderkopf mindestens zweiteilig ausgebildet, wobei zwischen
wenigstens zwei Bauteilen des besagten Zylinderkopfes eine thermische
Isolierung angeordnet ist, so daß sich im Bereich der Wellenabdichtung
ein vergleichsweise kühles
Bauteil befindet, das insbesondere aus einem thermisch gut leitenden Werkstoff
wie beispielsweise Aluminium hergestellt ist. Die thermische Isolierung
umfaßt
bevorzugt ein Stahlblech, welches auf einer oder auf beiden Seiten, d.h.
also auf einer dem Zylinderblock zugewandten Seite des Stahlblechs
und/oder auf einer dem Zylinderblock abgewandten Seite des Stahlblechs
elastomerbeschichtet ist.
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Die
Wellenabdichtung umfaßt
in einer besonderen Ausführungsform
eine Lippendichtung oder eine Axialgleitringdichtung. Dies stellt
eine konstruktiv leicht ausführbare
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verdichters
sicher. Ferner sind in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
am Zylinderkopf Kühlrippen
angeordnet, welche für
eine gute Wärmeabfuhr
sorgen.
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Zur
Erhöhung
der Sicherheit ist vorzugsweise in bzw. an der Verbindung zwischen
Sauggaseintritt und Wellenabdichtungskammer ein Rückschlagventil
angeordnet.
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Die
Erfindung wird nachfolgend in Hinsicht auf weitere Vorteile und
Merkmale beispielhaft und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in:
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1 eine
bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verdichters
im Querschnitt;
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2 eine
vereinfachte Darstellung der 1 mit einer
vergrößerten Detailansicht
einer Wellenabdichtungskammer im Querschnitt entlang einer Schnittebene
I-I sowie als schematische Darstellung;
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3 wiederum
eine vereinfachte Darstellung der 1 mit einer
Detaildarstellung eines internen Dichtelements (a) sowie einer Detailansicht
einer Lagerung (b) der Antriebswelle (jeweils in Schnittansicht);
und
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4 nochmals
eine vereinfachte Schnittansicht eines Verdichters gemäß der 1 mit
einer Detailansicht der Wellenabdichtungskammer (im Querschnitt,
entlang einer Schnittebene I-I (a)), sowie eine schematische Ansicht
der Wellenabdichtung (b).
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Wie
beispielsweise der 1 zu entnehmen ist, weist die
bevorzugte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verdichters 1 ein
Gehäuse 2,
einen Zylinderblock 3 und einen Zylinderkopf 4 auf.
Im Zylinderblock 3 sind sieben Kolben (nicht dargestellt) axial
hin- und herbewegbar
gelagert. Eine Sauggaskammer 5 ist im wesentlichen im Zylinderkopf 4 angeordnet
und steht mit einem Sauggaseintritt 6 in Verbindung. Der
Verdichter wird über
eine Riemenscheibe 12 mittels einer Antriebswelle 7 angetrieben. Bei
dem vorliegenden Verdichter handelt es sich um einen Verdichter
mit variablem Kolbenhub, wobei der Kolbenhub durch eine Druckdifferenz,
die zwischen Sauggasseite und einer Triebwerkskammer 7a herrscht,
geregelt wird. Je nach der Größe der Druckdifferenz
wird eine Schwenk- bzw. Schrägscheibe 7b mehr
oder weniger aus ihrer vertikalen Lage ausgelenkt bzw. verschwenkt.
Je größer der
daraus resultierende Schwenkwinkel ist, desto größer ist der Kolbenhub, und
dementsprechend wird ein um so höherer
Druck an der Auslaßseite
des Verdichters (DP) zur Verfügung
gestellt.
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Eine
Abdichtung der Antriebswelle nach außen erfolgt durch eine Wellenabdichtung 8,
wobei besagte Wellenabdichtung 8 zwischen der Sauggaskammer 5 und
dem Sauggaseintritt 6 innerhalb einer gesonderten Wellenabdichtungskammer 9 angeordnet
ist. Die Wellenabdichtungskammer 9 ist in ihren gesamten
Abmessungen zwischen der Sauggaskammer 5 und dem Sauggaseintritt 6 angeordnet. Zwischen
einer Umfangswand der Wellenabdichtungskammer 9 und der
darin angeordneten Wellenabdichtung 8 ist ein Ringraum 10 begrenzt,
in den der Sauggaseintritt 6 mündet. Der Ringraum 10 ist dabei
mit einem Axialspalt 11 versehen, welcher zwischen einer
Stirnseite der Wellenabdichtung 8 und der dieser Stirnseite
zugewandten Seitenwand der Wellenabdichtungskammer 9 angeordnet
ist. Die Breite des Ringraums 10 bzw. des Axialspaltes 11 beträgt in etwa
3,0 mm, wobei an dieser Stelle festzuhalten ist, daß eine Breite
von etwa 1,5 mm und 5,0 mm die Strömungsverhältnisse im Kompressor günstig beeinflussen
kann.
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Der
Zylinderkopf 4 der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform
ist zweiteilig ausgebildet und setzt sich aus zwei Bauteilen 4a und 4b sowie
einer Isolierung 16 zusammen. Dadurch wird erreicht, daß Teile,
die einer hohen Belastung unterliegen bzw. einem hohen Druck ausgesetzt
sind, aus einem entsprechend zähen
Werkstoff (Stahl) gefertigt sind (Teil 4b), während Teile,
die geringeren Belastungen unterliegen (Teil 4a), dafür aber für die Wärmeabfuhr optimiert
sind, aus einem leichteren, thermisch gut leitfähigen Werkstoff (Aluminium)
gebildet sind. Die beiden Teile sind durch die thermische Isolierung 16 voneinander
getrennt. Diese besteht aus einem Stahlblech, das in etwa eine Dicke
von 0,3 mm aufweist und beidseitig elastomerbeschichtet ist. Selbstverständlich sind
auch Stahlbleche denkbar, die nur einseitig elastomerbeschichtet
sind. Wenn von beiden Seiten die Rede ist, so sind die beiden Seiten
gemeint, die dem Zylinderblock 3 zugewandt bzw. dem Zylinderblock 3 abgewandt
sind. Wie erwähnt
ist das Bauteil 4a, welches die Wellenabdichtung 8 aufnimmt,
wegen der benötigten
guten Wärmeableitung aus
Aluminium gefertigt, während
das Bauteil 4b, welches die Sauggaskammer 5 und
vor allem den Druckgasauslaß (DP)
beherbergt, aus Stahl gefertigt ist.
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Die
Antriebswelle 7 ist mit der Riemenscheibe 12 drehfest
verbunden, wobei die Riemenscheibe 12 an der der Sauggaskammer 5 zugewandten
Seite des Verdichters 1 angeordnet ist. Die Riemenscheibe weist
Strömungselemente 31 auf,
die bei Drehung derselben eine auf den Zylinderkopf 4,
d.h. also insbesondere auf das Bauteil 4a des Zylinderkopfes, welches
die Wellenabdichtung umfaßt,
gerichtete Luftströmung
(angedeutet durch die Pfeile 32a und 32b) bewirken.
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Die
Wellenabdichtungskammer 9 ist derart ausgebildet, daß bei einem
Stillstand des Verdichters 1 eine Ölvorlage 14 in der
Wellenabdichtungskammer 9 gehalten wird (vgl. hierzu 2).
Aus der schematischen Darstellung in 2 ist ferner
ersichtlich, daß in
einer Verbindung 33 zwischen Sauggaseintritt 6 und
Wellenabdichtungskammer 9 ein Rückschlagventil 15 angeordnet
ist. Die Verbindung zwischen Wellenabdichtungskammer 9 und
Sauggaskammer 5 ist mit dem Bezugszeichen 34 gekennzeichnet.
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Wie
aus 3, insbesondere aus der Detailzeichnung (a) in
der 3 ersichtlich ist, ist an der Antriebswelle 7 eine
Dichtlippe 17 angeordnet, welche die Triebwerkskammer gegen
die mit Saugdruck beaufschlagten Bauteile des Verdichters abdichtet. An
die Dichtlippe 17 anschließend ist ferner ein Lager 35 (vgl.
auch 3 (b)) angeordnet.
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Die Ölvorlage
in der Wellenabdichtungskammer 9 übersteigt, wie aus 2 in
Verbindung mit 4 (insbesondere 4 (a))
ersichtlich ist, eine Unterkante 36 eines Dichtspaltes
der Wellenabdichtung 8. Im Detail ist die Entstehung des
besagten Spaltes in 4 dargestellt. In einer vereinfachten Darstellung
besteht die Dichtungs- bzw. Dichtringgeometrie aus einem Ring 38,
der mit dem Zylinderkopf 4 verbunden ist, und einem Ring 39,
der mit der Welle rotiert und mit einer Feder vorgespannt ist. Aus
der Detailzeichnung der Kammer 9 in 4 sind die
Unterkante 36 des Dichtspaltes sowie auch die Oberkante 37 des
Dichtspaltes ersichtlich. Ferner sind die Verbindungen 33 und 34 eingezeichnet,
wobei die Verbindung 33 wie bereits vorstehend erwähnt diejenige
zwischen Wellenabdichtungskammer 9 und Sauggaseintritt 6 ist,
und die Verbindung 34 diejenige zwischen Wellenabdichtungskammer 9 und
der Sauggaskammer 5 ist. Zum sicheren Halten der Ölvorlage
sind die in der Wellenabdichtungskammer 9 angeordneten Öffnungen
für die
Verbindungen 33 und 34 oberhalb der Unterkante 36 des
Dichtspaltes der Wellenabdichtung 8 angeordnet. Die Öffnung für die Verbindung 33 ist
derart angeordnet, daß sie
mittig zwischen Unterkante 36 und Oberkante 37 des Dichtspaltes
liegt. Um ideale Strömungsverhältnisse und
eine ideale Kühlwirkung
zu haben, sind die Öffnungen
für die
Verbindungen 33 und 34, die in der Wellenabdichtungskammer 9 angeordnet
sind, auf einem unterschiedlichen Niveau in der Wellenabdichtungskammer 9 angeordnet
(vgl. hierzu wiederum 4 (a)). Der Sauggaskanal 13 ist
ferner derart ausgebildet, daß das
Sauggas, das aus dem Sauggaskanal austritt, einerseits den Bereich
des Dichtspaltes der Wellenabdichtung 8 anströmt und andererseits
um die Wellenabdichtung 8 herumgelenkt wird. Dies stellt
ideale Strömungsverhältnisse sicher.
Letztendlich sei noch angemerkt, daß am Zylinderkopf 4 Kühlrippen 30 angeordnet
sind.
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Obwohl
die Erfindung anhand einer Ausführungsform
mit fester Merkmalskombination beschrieben wird, umfaßt sie doch
auch die denkbaren weiteren vorteilhaften Kombinationen dieser Merkmale, wie
sie insbesondere, aber nicht erschöpfend, durch die Unteransprüche angegeben
sind. Sämtliche
in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand
der Technik neu sind.
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- 1
- Verdichter
- 2
- Gehäuse
- 3
- Zylinderblock
- 4
- Zylinderkopf
- 4a
- Bauteil
des Zylinderkopfes 4, das die Wellenabdichtung umfaßt
- 4b
- Bauteil
des Zylinderkopfes 4, das die Sauggaskammer und den Auslaß für
-
- Druckgas
(DP) umfaßt
- 5
- Sauggaskammer
- 6
- Sauggaseintritt
- 7
- Antriebswelle
- 7a
- Triebwerkskammer
- 7b
- Schwenkscheibe
- 8
- Wellenabdichtung
- 9
- Wellenabdichtungskammer
- 10
- Ringraum
- 11
- Axialspalt
- 12
- Riemenscheibe
- 13
- Sauggaskanal
- 14
- Ölvorlage
- 15
- Rückschlagventil
- 16
- Isolierung
- 17
- Dichtlippe
- 30
- Kühlrippe
- 31
- Strömungselemente
- 32a
- Pfeil
- 32b
- Pfeil
- 33
- Verbindung
Wellenabdichtungskammer 9 – Sauggaseintritt 6
- 34
- Verbindung
Wellenabdichtungskammer 9 – Sauggaskammer 5
- 35
- Lager
- 36
- Unterkante
Dichtspalt
- 37
- Oberkante
Dichtspalt
- 38
- Ring
- 39
- Ring