DE696268C - Verfahren zum Entwickeln von Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen neben Drucken mit Eisfarbenpraeparaten, die durch Saeureeinwirkung entwickelt werden und schwerloesliche Metalloxyde enthalten - Google Patents
Verfahren zum Entwickeln von Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen neben Drucken mit Eisfarbenpraeparaten, die durch Saeureeinwirkung entwickelt werden und schwerloesliche Metalloxyde enthaltenInfo
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Description
- Verfahren zum Entwickeln von Drucken mit Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen neben Drucken mit Eisfarbenpräparaten, die durch Säureeinwirkung entwickelt werden und schwerlösliche Metalloxyde enthalten Die gemeinsame nasse Entwicklung von Drucken mit Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen (Indig osolen) und Drucken mit Eisfarbenpräparaten, die durch Säureeinwirkung entwickelt werden (Rapidogenfarbstoffen), war bisher in befriedigender Weise nicht durchführbar, da es nicht möglich war, eine zugleich für beide Farbstoffarten geeignete Säurekonzentration des Entwicklungsbades zu finden.
- Die Eisfarbenpräparatewerden nämlich am besten in einem Bade, das Ameisen- und Essigsäure enthält, entwickelt. Diese organischen Säuren genügen zwar auch zur Entwicklung mancher Estersalze von Leuko= küpenfarbstoffen. Für einen Teil der Estersalze ist dagegen mineralsaure Reaktion. des Entwicklungsbades zur Spaltung unumgänglich nötig, wodurch die Farbstoffbildung aus den Eisfarb.enpräparaten., jedoch verzögert oder verhindert wird. Weiter ist die genaue Einbaltung einer bestimmten Temperatur und einer bestimmten Säurekonzentration des Entwicklungsbades notwendig, um eine gleichmäßig gute Entwicklung der Drucke zu erzielen, ein Erfordernis, welches im Druckereibetriebe nicht immer gut erfüllbar ist.
- Es wurde nun gefunden, daß Drucke mit den Eisfarbenpräparaten neben Drucken mit Estersalzen von LeukoIzüpenfarbstoffen auch in mineralsaurem Bade entwickelt werden können, wenn man der Eisfarbendruckpasite in Wasser schwerlösliche Metalloxyde oder hydroxyde, wie Zinkoxyd oder Aluminiumhydroxyd, zusetzt. Ein genaues Einhalben der Entwicklungstemperatur ist dann nicht mehr nötig. Man hat einen Spielraum von 15 bis 2o° C.
- Es ist zwar bekannt, Eisfarben neben,Estersalzfärbungen ,auf ähnliche Weise zu entwickeln. Bei diesien bekannten Verfahren werden Eisfarbenpräparate verwendet, die ebenfalls in Wasser schwerlösliche Metalloxyde .enthalten. Die Entwicklungsbäder enthalten neben organischen Säuren dissozierhare, Mineralsäure ahsp.albende Salze, und die Entwicklung der Färbungen wird durch Hitze-,einwirkun,g auf einer geheizten Trockentroimmel oder in einer geheizten Kammer herbeigeführt. Bei dem vorliegenden Verfahren werden dagegen Entwicklungsbäder verwendet, die neben organischen Säuren freie Mine-
go° C. Diese Entwicklung ist milder als dl Entwicklung bei den bekannten Verfahren;' so daß die Gefahr einer Faserschädigung durch die Mineralsäure, die bei den bekannten Verfahren nicht von der Hand zuweisen ist, ausgeschaltet wird. Außerdem ist das vorliegende Verfahren in der Durchführungralsäure enthalten, und die Entwicklung C$@,@' folgt in diesen Bädern bei ungefähr 75 W' Beispieleerläutert: Man bedruckt weißes Baumwollgewebe mit Druckpasten, die nach folgender Vorschrift hergestellt wurden:ach as Verfahren T. wird durch die folgenden r. 2. .. q.. Estersälz aus Leuko-5 : 7-5': 7'-tetrabromindigo (vgl. schweizer. Patent- schrift 103 i38)................. .......:........................ 5 - - Estersalz aus Leukodimethoxydibenzanthron (vgl. schweizer. Patentschrift 116 27g)......... .......... . ..........:.. .......:...... - 8 - - Estersalz des Leuköküpenfarbstoffes.aus a-Isatinanilid und i-Methyl-7,8- (oxybenzo)-carbazol (vgl, Schweizer. Patentschrift 116 28o) . . . . . . . . . . - - 6 - Estersalz aus Leuko-5 : 6 ; 7-trichlorthionaphthen-5' : 7'-dichlorindolindigo (vgl. Patentschrift 451411) . . : . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . - - 8 Wässer .............................. .......... . :........ 38 37 39 35 Neutrale Stärketragantverdickung................................... 50 50 50 50 Nätriumcarbonatlösung 1o o/oig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 2 2 2 Natriumnitritlösung 30 o/oig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . : . . . . . . . 5 3 3 5 " 100 g Nach dem Drucken wird getrocknet und ohne zu dämpfen in einem Bade entwickelt, das je Liter Wasser 5 ccm Schwefelsäure 66° Bé 25g Natriumsulfat 5 ccm Ameisensäure go%ig 20 ccm Es-sigsäurle q.oo;öig enthält.5. 6. B. Eisfarbenpräparat, enthaltend die Diazoaminoverbindung aus dianotiertem I-Aminö-2-chlorbenzol und dem Natriumsalz von 2-Aminobenzol-i-carbonsäure- 4-sulfonsäure sowie 4., 4.'-Diacetoacetylamino-3, 3'-dimethyldiphenyl . . . . . . . . 8 Eisfarbenpräparat, enthaltend die Diazoaminoverbindung aus dianotiertem I-Arnin0-3-nitrobenzol und dem Natriumsalz von 2-Aminobenzol-i-carbonsäure-- 4.-sulfönsäure sowie 2', 3'-0xynaphthoylaminobenzol .............. ...:.. . - 8 Eisfärbenpräparat, enthaltend die Diazoäminoverbindung aus dianotiertem I-Amino-2-methoxy-5-nitrobenzol und dem Natriumsalz von 2-Aminobenzol-i- carbonsäure-4 -sulfonsäuresowie 1-(2', 3'-Oxynaphthoylämino)-4-methoxybenzol - - 8 Natronlauge 38° Bé.............:....... . .......... .....:....... 3 3 3 Alkohol .. ............................... ..... . ....... ...... . 3 3 3 Wasser ............. ........................_....... .............. 16 16 16 Stärketragantverdickung.......................:........................: 50 50 50 Zinkoxydglycerin 1.i................................................... 2o 2o 2o 100 g - Die Entwicklungstemperatur beträgt 75 bis go° C, die Entwicklungsdauez ungefähr 2o Sekunden. Nachher wird gewaschen, neutralisiert und geseift.
- Nach diesem Verfahren können sämtliche angegebenen Druckpasten nebeneinander gedrückt werden, und man erhält sowohl mit den Estersalzen von Leukoküp.enfarbstoffen als auch mit den Eisfarbenpräparaten -voll entwickelte und gleichmäßige Farbtöne.
Claims (1)
- PATENTANS:PRUCIi.:-Verfahren zum Entwickeln von Drucken mit Estersalzen von Leukoküp!enfarbätoffen neben Drucken mit Eisfarbenpräparaten, die durch Säureeinwirkung entwickelt werden und schwerl sliche Metalloxyde enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die bedruckte und nachher getrocknete Ware kurze Zeit in einem Entwicklungsbade, das neben organischen Säuren freie Mineralsäure enthält, bei 75 bis go° C behandelt, wäscht, neutralisiert und seift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937D0075958 DE696268C (de) | 1937-08-17 | 1937-08-17 | Verfahren zum Entwickeln von Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen neben Drucken mit Eisfarbenpraeparaten, die durch Saeureeinwirkung entwickelt werden und schwerloesliche Metalloxyde enthalten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937D0075958 DE696268C (de) | 1937-08-17 | 1937-08-17 | Verfahren zum Entwickeln von Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen neben Drucken mit Eisfarbenpraeparaten, die durch Saeureeinwirkung entwickelt werden und schwerloesliche Metalloxyde enthalten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE696268C true DE696268C (de) | 1940-09-17 |
Family
ID=7062077
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937D0075958 Expired DE696268C (de) | 1937-08-17 | 1937-08-17 | Verfahren zum Entwickeln von Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen neben Drucken mit Eisfarbenpraeparaten, die durch Saeureeinwirkung entwickelt werden und schwerloesliche Metalloxyde enthalten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE696268C (de) |
-
1937
- 1937-08-17 DE DE1937D0075958 patent/DE696268C/de not_active Expired
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