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Die Erfindung betrifft eine nichtwässrige Sekundärbatterie. Genauer gesagt,
betrifft die Erfindung eine nichtwässrige Sekundärbatterie mit einer
positiven Elektrode, einer negativen Elektrode und einem nichtwässrigen
Ionenleiter.
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Einhergehend mit einer Verkleinerung und Energieeinsparung elektronischer
Systeme und dergleichen wurde die zum Ansteuern einer elektronischen
Komponente wie eines IC benötigte Spannung von 5 V auf 3 V und weiter auf unter 3 V
abgesenkt. Außerdem wurden elektronische Systeme zunehmend mit einer
Schnurlosfunktion versehen. Aus diesem Grund sind kleine und leichte
Sekundärbatterien mit hoher Energiedichte erwünscht, damit ein elektronisches
System mit einer Spannung betrieben werden kann, die durch eine einzelne
Batterie als Antriebsquelle angelegt wird.
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Zu derzeit verfügbaren Sekundärbatterien, die so beschaffen sind, dass sie
eine Spannung von über 3 V erzeugen, gehören eine
Lithiumionen-Sekundärbatterie (mittlere Spannung: 3,6 V) unter Verwendung von Lithiumkobaltat als
aktives Material der positiven Elektrode und einem Kohlenstoffmaterial, das
Lithiumionen ein- und auslagern kann, als aktives Material der negativen
Elektrode. Ferner wurde eine Lithium-Sekundärbatterie unter Verwendung
metallischen Lithiumas oder einer Lithiumlegierung als negativer Elektrode
und Vanadiumpentoxid, Titandisulfid, Wolframtrioxid oder Mangandioxid als
aktives Material der positiven Elektrode vorgeschlagen.
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Jedoch erzeugt eine Lithiumionen-Sekundärbatterie eine relativ hohe
Spannung von 3,6 V, obwohl eine elektronische Komponente wie ein IC eine
niedrigere Ansteuerspannung benötigt. Die als Energiequelle dienende
Sekundärbatterie bewirkt einen großen Energieverlust. Aus diesem Grund ist es
wünschenswert, die Batteriespannung einer Lithiumionen-Sekundärbatterie
abzusenken.
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Um die Batteriespannung abzusenken, ist es erforderlich, ein aktives
Material der positiven Elektrode mit einem niedrigeren Potenzial als dem von
Lithiumkobaltat zu verwenden. Zu Beispielen spezieller aktiver Materialien
für positive Elektroden gehören Mangandioxid, Vanadiumpentoxid, Titansulfid
und Molybdänsulfid. Unmittelbar nach dem Herstellen einer Batterie unter
Verwendung eines derartigen aktiven Materials für positive Elektroden
befindet sich dieses in einem geladenen Zustand, und daher sollte als Erstes
ein Entladeprozess ausgeführt werden. Eine Lithiumionen-Sekundärbatterie
verwendet als aktives Material der negativen Elektrode ein Kohlenstoff-
oder Graphitmaterial oder dergleichen, in das Lithiumionen eingelagert oder
aus ihm ausgelagert werden können. Unmittelbar nach dem Herstellen einer
Batterie unter Verwendung eines derartigen aktiven Materials der negativen
Elektrode befindet sich dieses in einem ungeladenen Zustand, weswegen als
Erstes ein Ladeprozess ausgeführt werden soll. Wenn das oben genannte
aktive Material der positiven Elektrode und das aktive Material der negativen
Elektrode in Kombination zur Herstellung einer Sekundärbatterie verwendet
werden, arbeitet die sich ergebende Sekundärbatterie nicht.
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Um dafür zu sorgen, dass eine Sekundärbatterie unter Verwendung von
Mangandioxid, Vanadiumpentoxid, Titansulfid oder Molybdänsulfid als aktives
Material der positiven Elektrode korrekt arbeitet, sollte als aktives Materials
der negativen Elektrode ein Material verwendet werden, das anfangs Lithium
enthält. Zu Beispielen derartiger Lithium enthaltenden Substanzen gehören
metallisches Lithium und Lithiumlegierungen.
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Jedoch leidet eine Lithium-Sekundärbatterie unter Verwendung von
metallischem Lithium oder einer Lithiumlegierung als negativer Elektrode derselben
unter den folgenden Problemen.
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Wenn Lithiummetall alleine als negative Elektrode der Batterie verwendet
wird, werden während wiederholter Lade-Entlade-Zyklen während eines
Lithium-Löse/Abscheide-Prozesses Dendriten (verzweigter, baumähnlicher Kristall)
auf dem Lithiummetall erzeugt. Die Dendriten wachsen so, dass sie eine
Trenneinrichtung der Batterie durchdringen und mit der positiven Elektrode
in Kontakt treten, was zu einem Kurzschluss zwischen der negativen und der
positiven Elektrode führt. Ferner verhindert die Erzeugung von Dendriten,
dass abgeschiedenes Lithium für den Lade-Entlade-Prozess vollständig
genutzt wird, wodurch sich die Zykluseigenschaften der negativen Elektrode
verschlechtern.
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Wenn eine Lithiumlegierung an Stelle metallischen Lithiums verwendet wird,
ist die Erzeugung von Dendriten im Vergleich zum Fall verringert, bei dem
metallisches Lithium alleine als negative Elektrode verwendet wird, und die
Eigenschaften des Lade-Entlade-Zyklus sind verbessert. Selbst unter
Verwendung einer Lithiumlegierung kann jedoch die Erzeugung von Dendriten nicht
vollständig verhindert werden, was zu einem Kurzschluss innerhalb der
Sekundärbatterie führt.
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Wie oben beschrieben, ist es wünschenswert, die Batteriespannung einer
Sekundärbatterie abzusenken, die in einem elektronischen System zu
verwenden ist, das eine verringerte Ansteuerspannung benötigt. Ferner besteht
Bedarf an einer sicheren Sekundärbatterie, die ein aktives Material der
positiven Elektrode wie Mangandioxid, Vanadiumpentoxid, Titansulfid oder
Molybdänsulfid verwendet, das sich anfangs in einem geladenen Zustand
befindet und das frei von internen Kurzschlüssen ist.
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Als Ergebnis einer intensiven Untersuchung haben die Erfinder der
vorliegenden Erfindung herausgefunden, dass die oben genannten Probleme auf die
folgende Weise gelöst werden können, und sie haben die Erfindung
geschaffen.
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Durch die Erfindung ist eine nichtwässrige Sekundärbatterie mit einer
positiven Elektrode, einer negativen Elektrode und einem nichtwässrigen
Ionenleiter geschaffen, wobei die positive Elektrode oder die negative Elektrode
Lithium oder eine Substanz, die Lithium absorbieren und desorbieren kann,
als aktives Material enthält und die andere Elektrode als aktives Material
ein Lithium-Übergangsmetall-Nitrid mit Antiflussspat-Struktur enthält, die
durch LixMnN&sub4;, mit 5 ≤ x ≤ 7,6 oder durch LixFeN&sub2;, mit 2,5 ≤ x ≤ 3,9, repräsentiert
ist.
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Die Erfindung wird unten nur beispielhaft unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen detaillierter beschrieben.
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Fig. 1 ist ein schematisches Diagramm zum Veranschaulichen der
Kristallstruktur von Li&sub7;MnN&sub4;;
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Fig. 2 ist ein schematisches Diagramm zum Veranschaulichen der
Kristallstruktur von Li&sub3;FeN&sub2;;
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Fig. 3 ist ein Röntgenbeugungsmuster von Li&sub7;MnN&sub4;, das bei einem Beispiel 1
als aktives Elektrodenmaterial verwendet wurde;
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Fig. 4 ist eine grafische Darstellung zum Veranschaulichen der Beziehung
der anfänglichen Entladekapazität über dem x-Wert von LixMnN&sub4;, das bei
Beispielen 1 bis 10 und Vergleichsbeispielen 1 bis 4 als aktives
Elektrodenmaterial verwendet wurde;
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Fig. 5 ist ein Röntgenbeugungsmuster von Li&sub3;FeN&sub2;, das bei einem Beispiel 11
als aktives Elektrodenmaterial verwendet wurde;
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Fig. 6 ist eine grafische Darstellung zum Veranschaulichen der Beziehung
der anfänglichen Entladekapazität über dem x-Wert von LixFeN&sub2;, das bei
Beispielen 11 bis 18 und Vergleichsbeispielen 5 bis 9 als aktives
Elektrodenmaterial verwendet wurde;
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Fig. 7 ist eine schematische Schnittansicht zum Veranschaulichen einer bei
Beispielen verwendeten Knopfbatterie;
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Fig. 8 ist eine grafische Darstellung zum Veranschaulichen der Beziehung
der anfänglichen Entladekapazität über dem x-Wert von LixMnN4, das in einer
Knopfbatterie bei Beispielen 22 bis 31 und Vergleichsbeispielen 10 bis 13
als aktives Elektrodenmaterial verwendet wurde; und
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Fig. 9 ist eine grafische Darstellung zum Veranschaulichen der Beziehung
der anfänglichen Entladekapazität über dem x-Wert von LixMnN&sub4;, das in einer
Knopfbatterie bei Beispielen 36 bis 43 und Vergleichsbeispielen 14 bis 18
als aktives Elektrodenmaterial verwendet wurde.
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Ein Lithium-Übergangsmetall-Nitrid mit Antiflussspat-Struktur kann als
aktives Material entweder der positiven oder der negativen Elektrode
verwendet werden. Wenn das Übergangsmetall Mangan ist, ist das
Lithium-Übergangsmetall-Nitrid unmittelbar nach seiner Herstellung durch LixMnN&sub4; (5 < x <
7,6) repräsentiert, und es verfügt über Lithiummangelstruktur,
stöchiometrische Struktur oder Lithiumüberschussstruktur. Wenn das Übergangsmetall
Eisen ist, ist das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid unmittelbar nach seiner
Herstellung durch LixFeN&sub2; (2,5 < x < 3,8) repräsentiert, und es verfügt über
Lithiummangelstruktur, stöchiometrische Struktur oder
Lithiumüberschussstruktur.
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Wenn Lithium während des Lade-Entlade-Prozesses in das
Lithium-Übergangsmetall-Nitrid eingelagert oder aus ihm ausgelagert wird, ändert sich der
Zusammensetzungsanteil von Lithium im aktiven Material.
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Die Fig. 1 ist ein schematisches Diagramm zum Veranschaulichen der
Antiflussspat-Kristallstruktur von Li&sub7;MnN&sub4;. Die Fig. 2 ist ein schematisches
Diagramm zum Veranschaulichen der Antiflussspat-Kristallstruktur von
Li&sub3;FeN&sub2;. Gemäß den Fig. 1 und 2 befinden sich Übergangsmetallatome an vier
Koordinationspositionen, und Lithiumatome liegen ebenfalls an vier
Koordinationspositionen. In Fig. 1 sind Stickstoffatome mit einer verzerrten
kubischen dichtesten Kugelpackung angeordnet, und die Übergangsmetallatome
belegen den Tetraederort, um ein anionisches, dreidimensionales Netzwerk zu
bilden. Die Bezugszahl 10 bezeichnet Lithiumatome. In der Fig. 2 sind
Stickstoffatome mit einer verzerrten kubischen dichtesten Kugelpackung
positioniert, und die Übergangsmetallatome belegen den Tetraederort, wobei
Tetraeder, die Ränder gemeinsam haben, eindimensionale Ketten bilden. Die
Bezugszahl 12 bezeichnet Lithiumatome.
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Das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid wird z. B. auf die folgende Weise
hergestellt. Als Lithiummaterial ist Lithiumnitrid verwendbar. Als
Übergangsmetallmaterials ist ein Übergangsmetall oder ein Nitrid desselben verwendbar.
Das Übergangsmetallmaterial wird mit einer Überschlussmenge an
Lithiumnitrid gemischt. Die Menge des Lithiumnitrids hängt von der Zusammensetzung
des herzustellenden Lithium-Übergangsmetall-Nitrids ab. Das so erhaltene
Gemisch wird bei einer Temperatur von 400ºC bis 1300ºC in einer
Stickstoffatmosphäre gebrannt, die einige wenige Prozent Wasserstoff enthält, um das
Lithium-Übergangsmetall-Nitrid herzustellen. Alternativ kann das Gemisch
als Erstes durch Pressen gefort und dann gebrannt werden.
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Wenn das so hergestellte Lithium-Übergangsmetall-Nitrid als aktives
Material einer Elektrode verwendet wird, wird die Elektrode aus einem das
Lithium-Übergangsmetall-Nitrid, ein leitendes Material, ein Bindemittel,
einen wahlweise vorhandenen Feldelektrolyt und dergleichen enthaltenden
Gemisch geformt.
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Zu Beispielen spezieller leitender Materialien gehören
Kohlenstoffmaterialien wie Ruß, Acetylenruß und Ketchen-Ruß, Graphitteilchen (z. B.
Naturgraphit und Kunstgraphit), Metallpulver und Metallfasern, jedoch ohne
Beschränkung hierauf.
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Zu Beispielen spezieller Bindemittel gehören Fluorpolymere wie
Polytetrafluorethylen und Polyvinylidenfluorid, Polyolefinpolymere wie Polyethylen,
Polypropylen und Ethylen-Propylen-Dien-Teerpolymer sowie Styrolbutadienkautschuk,
jedoch ohne Beschränkung hierauf.
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Für den wahlweise zumischbaren Festelektrolyt besteht keine spezielle
Beschränkung, sondern es kann ein beliebiges von anorganischen und
organischen Materialien sein, die als Verwendung für eine Elektrode bekannt sind.
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Als anorganischer Festelektrolyt sind ein Nitrid, Halogenide und
Oxysäuresalze von Lithium verwendbar. Zu Beispielen hierfür gehören Li&sub3;N, LiI,
Li&sub3;N-LiI-LiOH, LiSiO&sub4;, LiSiO&sub4;-LiI-LiOH, Li&sub3;PO&sub4;-Li&sub4;SiO&sub4;,
Phosphorsulfidverbindungen und Li&sub2;SiS&sub3;.
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Zu Beispielen organischer Festelektrolyte gehören Polyethylenoxidderivate,
Polyethylenoxidderivate enthaltende Polymere, Polypropylenoxidderivate,
Polypropylenoxidderivate enthaltende Polymere und Phosphoresterpolymere.
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Das Mischungsverhältnis beträgt vorzugsweise 1 bis 50 Gewichtsteile des
leitenden Materials und 1 bis 30 Gewichtsteile des Bindemittels auf 100
Gewichtsteile des aktiven Materials. Wenn der Anteil des leitenden
Materials weniger als 1 Gewichtsteil beträgt, kann keine praxisgerechte
Sekundärbatterie hergestellt werden, da der Widerstand oder die Polarisation der
sich ergebenden Elektrode erhöht ist, was zu verringerter Lade- und
Entladekapazität führt. Wenn der Anteil des leitenden Materials größer als 50
Gewichtsteile ist, was abhängig von der Art eines einzumischenden Materials
variieren kann, ist die Lade- und Entladekapazität der sich ergebenden
Elektrode in unerwünschter Weise verringert, da der Relativgehalt des
aktiven Materials in der Elektrode verringert ist. Wenn der Anteil des
Bindemittels weniger als 1 Gewichtsteil beträgt, geht das Bindevermögen
verloren. Wenn der Anteil des Bindemittels mehr als 30 Gewichtsteile beträgt,
ist der Relativgehalt des aktiven Materials in der sich ergebenden
Elektrode verringert, wie im Fall des leitenden Materials. Ferner ist der
Widerstand oder die Polarisation der Elektrode erhöht, wie oben beschrieben, so
dass ihre Lade- und Entladekapazität unerwünscht verringert ist. Dies macht
die Elektrode nicht praxisgerecht.
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Zum Herstellen der Elektrode wird das oben genannte Gemisch zu einer
Tablette pressgeformt. Alternativ wird das oben genannte Gemisch mit einem
geeigneten Lösungsmittelgemisch und die sich ergebende Paste wird auf einen
Sammler aufgetragen und dann getrocknet und zu Lagenform gepresst. Für das
Herstellverfahren für die Elektrode besteht keine Beschränkung auf diese
Verfahren.
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Wie oben beschrieben, kann ein Sammler dazu verwendet werden, die
Übertragung von Elektronen zur/von der Elektrode zu erleichtern. Für das Material
des Sammlers besteht keine spezielle Beschränkung, sondern er kann aus
einem Monoelementmetall, einer Legierung, einem Kohlenstoffmaterial oder
dergleichen hergestellt werden. Zu Beispielen spezieller Materialien für
den Sammler gehören Titan, Eisen, Nickel, Kupfer, Aluminium, rostfreier
Stahl sowie Kupfer-, Aluminium-und Materialien aus rostfreiem Stahl, die
mit Kohlenstoff, Nickel, Titan, Silber oder dergleichen beschichtet sind,
und solchen Materialien, die zur Oxidation oberflächenbehandelt sind. Der
Sammler kann in Folienform, Filmform, Lagenform, Gitterform, Stanzform,
Lattenform, poröser Form oder geschäumter Form oder in Form eines
verdichteten Fasermaterials vorliegen. Für die Dicke des Sammlers besteht keine
spezielle Beschränkung, sondern sie kann 1 um bis 1 mm betragen.
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Wenn eine Elektrode, die das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid als aktives
Material enthält, als positive Elektrode verwendet wird, wird eine negative
Elektrode eine solche Elektrode verwendet, die Lithium oder ein Material,
das Lithium absorbieren und desorbieren kann, verwendet. Zu Beispielen
eines Materials, das Lithium absorbieren und desorbieren kann, gehören
Lithiumlegierungen wie eine Lithiumaluminiumlegierung, eine
Lithiumzinnlegierung, eine Lithiumbleilegierung sowie die Woodsche Legierung. Jedoch
können Lithium und Lithiumlegierungen Dendriten erzeugen, und daher ist die
Verwendung der folgenden aktiven Materialien bevorzugter. Zu anderen
Beispielen aktiver Materialien, die Lithium absorbieren und desorbieren,
gehören leitende Polymere (Polyacethylen, Polythiophen, Polyparaphenylen und
dergleichen), pyrolysierte Kohlenstoffmaterialien, in einer Gasphase unter
Anwesenheit eines Katalysators pyrolysierte Kohlenstoffmaterialien,
Kohlenstoffmaterialien, die sich aus einem Brennvorgang von Pech, Kohle, Teer und
dergleichen ergeben, sowie Kohlenstoffmaterialien, die sich aus einem
Brennvorgang von Polymeren wie Cellulose, Phenol und dergleichen ergeben.
In diese Materialien können Lithiumionen elektrochemisch eingelagert und
aus ihnen ausgelagert werden. Zu weiteren, anderen Beispielen hierzu
gehören Graphitmaterialien (z. B. Naturgraphit, Kunstgraphit, Blähgraphit und
dergleichen), die Lithiumionen ein- und auslagern können, sowie
anorganische Verbindungen (z. B. WO&sub2;, MoO&sub2; und dergleichen), in die Lithiumionen
dotiert werden können und aus denen diese Dotierung entfernt werden kann.
Diese aktiven Materialien können alleine oder in Kombination verwendet
werden.
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Unter den oben genannten aktiven Materialien der negativen Elektrode sind
die pyrolysierten Kohlenstoffmaterialien, die Kohlenstoffmaterialien, die
in einer Gasatmosphäre in Anwesenheit eines Katalysators pyrolysiert
wurden, die Kohlenstoffmaterialien, die sich aus dem Brennen von Pech, Koks,
Teer oder dergleichen ergeben, die Kohlenstoffmaterialien, die sich aus dem
Brennen von Polymeren ergeben, sowie Graphitmaterialien (Naturgraphit,
Kunstgraphit, Blähgraphit und dergleichen) besonders bevorzugt, da die sich
ergebende Sekundärbatterie hinsichtlich der Batterieeigenschaften und der
Sicherheit hervorragend ist.
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Wenn leitende Polymere, Kohlenstoffmaterialien, Graphitmaterialien,
organische Verbindungen und dergleichen als aktives Material der negativen
Elektrode verwendet werden, können ein leitendes Material und ein Bindemittel
zugesetzt werden.
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Zu Beispielen spezieller leitender Materialien gehören
Kohlenstoffmaterialien wie Ruß, Acethylenruß und Ketchen-Ruß, Graphitteilchen (z. B.
Naturgraphit, Kunstgraphit und dergleichen), Metallpulver und Metallfasern,
jedoch ohne Beschränkung hierauf.
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Zu Beispielen spezieller Bindemittel gehören Fluorpolymere wie
Polytetrafluorethylen und Polyvinylidenfluorid, Polyolefinpolymere wie Polyethylen,
Polypropylen und Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer sowie
Styrolbutadienkautschuk, jedoch ohne Beschränkung hierauf.
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Wenn eine Elektrode, die das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid als aktives
Material enthält, als negative Elektrode verwendet wird, wird als positive
Elektrode eine solche Elektrode verwendet, die ein aktives Material
enthält, das Lithium absorbieren und desorbieren kann. Als aktives Material
der positiven Elektrode sind Chalcogenverbindungen verwendbar, die Lithium
ein- und auslagern können. Zu Beispielen hierfür gehören solche
Chalcogenverbindungen wie Lithium enthaltende Oxide, wie LiCoO&sub2;, LiNiO&sub2;, LiFeO&sub2;,
LiMnO&sub2; und LiVO&sub2;, Manganoxid, Titanoxid, Vanadiumoxid, Wolframoxid,
Molybdänoxid, Nioboxid, Chromoxid, Titansulfid, Molybdänsulfid, Niobsulfid,
Vanadiumsulfid, Titanselenid und Molybdänselenid.
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Eine negative Elektrode, die das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid als ihr
aktives Material enthält, enthält zunächst Lithium, und daher wird die
positive Elektrode als Erstes einem Endladeprozess unterzogen. Das aktive
Material der positiven Elektrode ist vorzugsweise ein aktives Material, in
das Lithium eingelagert werden kann, d. h. ein aktives Material, das
zunächst kein Lithium enthält. Daher werden als aktives Material der
positiven Elektrode vorzugsweise Chalcogenverbindungen wie Manganoxid, Titanoxid,
Vanadiumoxid, Wolframoxid, Molybdänoxid, Nioboxid, Chromoxid, Titansulfid,
Molybdänsulfid, Niobsulfid, Vanadiumsulfid, Titanselenid und
Molybdänselenid verwendet. Ferner kann eine Lithium enthaltende Manganverbindung mit
einem Zusammensetzungsverhältnis Li/Mn von weniger als 1/2 als aktives
Material der positiven Elektrode dienen, in das Lithium eingelagert werden
kann. Unter den oben beschriebenen Chalcogenverbindungen sind MnO&sub2;, V&sub2;O&sub5;,
V&sub6;O&sub1;&sub3;, TiO&sub2;, WO&sub3;, MoO&sub3;, Nb&sub2;O&sub5;, VO&sub2;, CrO&sub2;, Cr&sub3;O&sub8;, TiS&sub2;, MoS&sub2;, MoS&sub3; und
Lithium enthaltendes Manganoxid als aktives Material der positiven Elektrode
besonders bevorzugt.
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Wenn eine der oben genannten Verbindungen als aktives Material der
positiven Elektrode verwendet wird, wird die positive Elektrode aus einem Gemisch
geformt, das das aktive Material, ein leitendes Material, ein Bindemittel,
einen wahlweise vorhandenen Festelektrolyt und dergleichen enthält.
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Zu Beispielen spezieller leitender Materialien gehören
Kohlenstoffmaterialien wie Ruß, Acethylenruß und Ketchen-Ruß, Graphitteilchen (z. B.
Naturgraphit, Kunstgraphit und dergleichen), Metallpulver und Metallfasern,
jedoch ohne Beschränkung hierauf. Zu Beispielen spezieller Bindemittel
gehören Fluorpolymeree wie Polytetrafluorethylen und Polyvinylidenfluorid,
Polyolefinpolymere wie Polyethylen, Polypropylen und Ethylen-Propylen-Dien-
Terpolymer sowie Styrolbutadienkautschuk, jedoch ohne Beschränkung hierauf.
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Das Mischungsverhältnis beträgt vorzugsweise 1 bis 50 Gewichtsteile des
leitenden Materials und 1 bis 30 Gewichtsteile des Bindemittels in Bezug
auf 100 Gewichtsteile des aktiven Materials. Wenn der Anteil des leitenden
Materials weniger als 1 Gewichtsteil beträgt, kann keine praxisgerechte
Sekundärbatterie hergestellt werden, da der Widerstand oder die
Polarisation der sich ergebenden Elektrode erhöht ist, was zu verringerter Lade- und
Entladekapazität führt. Wenn der Anteil des leitenden Materials größer als
50 Gewichtsteile ist (was abhängig von der Art des zuzumischenden leitenden
Materials variieren kann), ist die Lade- und Entladekapazität der sich
ergebenden Elektrode unerwünscht verringert, da der Relativgehalt des
aktiven Materials in der Elektrode verringert ist. Wenn der Anteil des
Bindemittels weniger als 1 Gewichtsteil beträgt, geht das Bindevermögen
verloren. Wenn der Anteil des Bindemittels größer als 30 Gewichtsteile ist, ist
der Relativgehalt des aktiven Materials in der sich ergebenden Elektrode
verringert, wie im Fall des leitenden Materials. Ferner ist der Widerstand
oder die Polarisation der Elektrode erhöht, wie oben beschrieben, so dass
ihre Lade- und Entladekapazität unerwünscht verringert ist. Dies macht die
Elektrode nicht praxisgerecht.
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Als Ionenleiter für die Sekundärbatterie sind organische
Elektrolytlösungen, Festelektrolyte (z. B. Polymer-Festelektrolyte und anorganische
Festelektrolyte), geschmolzene Salze und dergleichen verwendbar. Darunter sind
organische Elektrolytlösungen besonders bevorzugt.
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Eine organische Elektrolytlösung enthält ein organisches Lösungsmittel und
einen Elektrolyten.
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Für das organische Lösungsmittel besteht keine spezielle Beschränkung,
jedoch kann es ein organisches Lösungsmittel sein, das kein Protonendonor
ist. Zu Beispielen hiervon gehören Ester wie Propylencarbonat,
Ethylencarbonat, Butylencarbonat, Diethylcarbonat, Dimethylcarbonat,
Methylethylcarbonat, γ-Butyrolacton, Methylformiat und Methylacetat, Tetrahydrofuran und
substituierte Tetrahydrofurane wie 2-Methyltetrahydrofuran, Ether wie
Dioxolan, Diethylether, Dimethoxyethan, Diethoxyethan und Methoxyethoxyethan,
Dimethylsulfoxid, Sulfolan, Methylsulfolan und Acetonitril. Diese
organische Lösungsmittel können entweder alleine oder als Gemisch verwendet
werden.
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Zu Beispielen spezieller Elektrolyte gehören Lithiumsalze wie
Lithiumperchlorat, Lithiumborfluorid, Lithiumphosphorfluorid,
Arsenlithiumhexafluorid, Lithiumtrifluormethansulfonat, Lithiumhalogenide und
Lithiumchloroaluminate, jedoch ohne Beschränkung hierauf. Diese Elektrolyte können entweder
alleine oder als Gemisch verwendet werden.
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Die organische Elektrolytlösung kann dadurch hergestellt werden, dass der
Elektrolyt in einem der oben genannten Lösungsmittel gelöst wird.
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Als anorganische Festelektrolyte sind Nitride, Halogenide und Oxysäuresalze
von Lithium bekannt. Zu Beispielen hiervon gehören Li&sub3;N, LiI, Li&sub3;N-LiI-
LiOH, LiSiO&sub4;, LiSiO&sub4;-LiI-LiOH, Li&sub3;PO&sub4;-Li&sub4;SiO&sub4;, Phosphorsulfidverbindungen
und Li&sub2;Si&sub3;.
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Als organischer Festelektrolyt sind Substanzen verwendbar, die einen der
oben genannten Elektrolyte und ein die Dissoziation deselben erlaubendes
Polymer enthalten, sowie Substanzen, die ein Polymer mit einer
ionisierenden Gruppe enthalten. Zu Beispielen von Polymeren, die die Dissoziation des
Elektrolyten erlauben, gehören Polyethylenoxidderivate, Polymere, die
Polyethylenoxidderivate enthalten, Polypropylenoxidderivate, Polymere, die
Polypropylenoxidderivate enthalten sowie Phosphoresterpolymere. Auch ist
ein Polymermatrixmaterial verwendbar, das eines der oben genannten polaren
Lösungsmittel, die kein Protonendonor sind, ein Gemisch eines Polymers mit
einer ionisierenden Gruppe und einer polaren Elektrolytlösung, die kein
Protonendonor ist, und eine Polyacrylonitril enthaltende Elektrolytlösung
enthält. Anorganische und organische Festelektrolyte können in Kombination
verwendet werden.
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Zum Festhalten des Ionenleiters wird eine Trenneinrichtung verwendet. Zu
beispielhaften Materialien für die Trenneinrichtung gehören Fließgewebe und
gewirkte Gewebe aus elektrisch isolierenden Kunstharzfasern, Glasfasern und
Naturfasern, mikroporöse Materialien sowie verdichtete Materialien aus
Aluminiumoxidpulver und dergleichen. Darunter sind Fließgewebe aus
Kunstharzfasern wie Polyethylen und Polypropylen wegen der Qualitätsstabilität
der Batterie besonders bevorzugt. Eine Trenneinrichtung aus einem
Fließgewebe aus irgendeiner dieser Kunstharzfasern oder einem mikroporösen
Material kann so ausgebildet werden, dass die positive Elektrode und die
negative Elektrode voneinander getrennt werden, wenn die Batterie anormal
erwärmt wird, wodurch die Trenneinrichtung schmilzt. Aus dem
Sicherheitsgesichtspunkt heraus ist eine Trenneinrichtung dieses Typs besonders
bevorzugt.
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Für die Dicke der Trenneinrichtung besteht keine spezielle Beschränkung
solange sie eine erforderliche Menge des Ionenleiters halten kann und einen
Kurzschluss zwischen der positiven und der negativen Elektrode verhindern
kann, jedoch beträgt sie typischerweise ungefähr 0,01 mm bis ungefähr 1 mm,
vorzugsweise ungefähr 0,02 mm bis ungefähr 0,05 mm.
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Die Erfindung kann bei jeder Sekundärbatterie von Münzform, Knopfform,
Lagenform, zylindrischer Form, quadratischer Form oder dergleichen
angewandt werden.
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Eine Münz- oder Knopfbatterie kann auf übliche Weise hergestellt werden.
Genauer gesagt, werden die positive Elektrode und die negative Elektrode,
die jeweils als Tablette ausgebildet sind, in ein Gehäuse eingesetzt, und
die Elektrolytlösung wird in das Gehäuse eingegossen und dann wird eine
Abdeckung durch Aufpressen am Gehäuse befestigt, wobei dazwischen eine
isolierende Dichtung eingefügt wird.
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Auch eine zylindrische oder quadratische Batterie kann auf übliche Weise
hergestellt werden. Genauer gesagt, wird eine Folienelektrode in ein
Gehäuse eingesetzt und elektrisch mit diesem verbunden, und die Elektrolytlösung
wird in das Gehäuse eingegossen. Dann wird das Gehäuse durch einen
Abdichtungskörper mit einer dazwischen eingefügten Isolierdichtung abgedichtet,
oder der Abdichtungskörper wird durch eine hermetische Abdichtung gegen das
Gehäuse isoliert. Als Abdichtungskörper kann ein Sicherheitsventil mit
einer Sicherheitsvorrichtung verwendet werden. Zu beispielhaften
Sicherheitsvorrichtungen gehören eine Schmelzsicherung, ein Bimetall und ein
PTC(positiver Temperaturkoeffizient)-Bauteil, die als
Überstrom-Schutzvorrichtung wirken. Außerdem kann, um einen Anstieg des Innendrucks des
Batteriegehäuses zu verhindern, der Abdichtungskörper, die hermetische
Abdichtung (Dichtring) oder das Batteriegehäuse mit einem Schlitz ausgebildet
sein. Ferner kann eine externe Schaltung zum Verhindern übermäßigen Ladens
oder Entladens der Batterie vorhanden sein.
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Die Tabletten- oder Folienelektrode wird vorzugsweise vorab auf übliche
Weise getrocknet und entfeuchtet. Zum Beispiel kann Heißluft, Vakuum,
Infrarotstrahlung, Ferninfrarotstrahlung, Mikrowellenstrahlung und trockene
Luft alleine oder in Kombination zum Trocknen und Entfeuchten der Elektrode
verwendet werden. Die Trocknungstemperatur liegt vorzugsweise im Bereich
zwischen 50ºC und 380ºC. Eine Temperatur unter 50ºC ist nicht bevorzugt, da
die in der Elektrode enthaltene Feuchtigkeit nicht vollständig entfernt
werden kann. Eine Temperatur über 380ºC ist bevorzugt, da das Bindemittel
schmelzen kann, wodurch sich die Elektrode verformt.
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Wie oben beschrieben, enthält eine erfindungsgemäße nichtwässrige
Sekundärbatterie eine positive Elektrode, eine negative Elektrode und einen
nichtwässrigen Ionenleiter. Entweder die positive oder die negative Elektrode
enthält Lithium oder ein Material, das Lithium absorbiert und desorbieren
kann, als aktives Material, und die andere Elektrode enthält ein Lithium-
Übergangsmetall-Nitrid von Antiflussspat-Struktur als aktives Material.
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Da als aktives Material ein Lithium-Übergangsmetall-Nitrid verwendet wird,
kann die Batteriespan nung gesenkt werden. Demgemäß zeigt die
Sekundärbatterie als Energiequelle für ein mit niedriger Spannung betriebenes System
hohen Energiewirkungsgrad.
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Wenn das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid als aktives Material der negativen
Elektrode verwendet wird, sind Absorption und Desorption von Lithium
möglich und als Erstes wird ein Entladeprozess ausgeführt. Das heißt, dass ein
aktives Material, in das zunächst Lithium eingelagert werden kann
(typischerweise eine Chalcogenverbindung, die zunächst kein Lithium enthält),
als Elektrodenmaterial der positiven Elektrode verwendet werden kann. Daher
ist die Sekundärbatterie frei von der Erzeugung von Lithiumdendriten.
Sowohl das Material der positiven Elektrode als auch dasjenige der negativen
Elektrode kann durch eine Reaktion der Absorption und Desorption von
Lithium wiederholte Lade-Entlade-Prozesse erfahren. Daher ist die
Sekundärbatterie im Wesentlichen frei von einer Zersetzung der Elektrolytlösung, wie sie
andernfalls auf Grund einer niedrigeren Spannung auftreten könnte und sie
ist sicher.
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Das durch LixMnNy (5 < x < 7,6) oder LixFeN&sub2; (2,5 < y < 3,8) repräsentierte
Lithium-Übergangsmetall-Nitrid ermöglicht es, dass die Sekundärbatterie eine
niedrige Betriebsspannung liefert.
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Wenn das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid für die positive Elektrode
verwendet wird und ein Kohlenstoff- oder Graphitmaterial, das Lithium absorbieren
und desorbieren kann, für die negative Elektrode verwendet wird, ist die
Sekundärbatterie frei von der Erzeugung von Lithiumdendriten. Das aktive
Material der positiven Elektrode und dasjenige der negativen Elektrode
zeigen auf Grund einer Reaktion des Einlagerns und Auslagerns von Lithium
hervorragende Lade-Entlade-Wiederholungseigenschaften. Ferner ist die
Sekundärbatterie im Wesentlichen frei von einer Zersetzung der
Elektrolytlösung, wie sie ansonsten auf Grund einer niedrigeren Spannung auftreten
könnte und sie ist sicher.
BEISPIELE
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Nachfolgend wird die Erfindung durch Beispiele detailliert beschrieben.
Beispiel 1
* Herstellung des aktiven Materials
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Lithiumnitrid (Li&sub3;N) und Mangannitrid (Mn&sub4;N) wurden im Verhältnis Li : Mn =
7,1 : 1 eingewogen und in einem Mörser gemischt. Das Gemisch wurde dadurch zu
einer Tablette pressgeformt, dass es einem Druck von 100 kg/cm² ausgesetzt
wurde. Die Tablette wurde bei 600ºC für zehn Stunden in einer
Stickstoffatmosphäre gebrannt, die 1% Wasserstoff enthielt. So wurde das aktive
Material Li&sub7;MnN&sub4; hergestellt. Das aktive Material wurde durch
Pulver-Röntgenbeugungsanalyse unter Verwendung von CuKα-Strahlung als Röntgenquelle
analysiert. Das erhaltene Röntgenbeugungsmuster ist in der Fig. 3 dargestellt.
* Herstellung der Elektrode
-
Das so hergestellte aktive Material, Acetylenruß und Polytetrafluorethylen
wurden in einem Mörser im Verhältnis 100 : 10 : 5 gemischt. Das Gemisch wurde
zu einer Tablette mit einem Durchmesser von 20 mm und einem Gewicht von
0,25 g pressgeformt. Dabei wurde in die Tablette ein Gitter aus rostfreiem
Stahl (SUS304) als Sammler eingebettet. Mit dem Gitter aus rostfreiem Stahl
wurde durch Punktschweißen ein Draht aus rostfreiem Stahl verbunden, um für
eine Stromsammelleitung zu sorgen. So wurde eine Testelektrode zu deren
Auswertung hergestellt.
* Auswertung der Elektrode
-
Die Elektrode wurde mittels eines Dreielektrodenverfahrens ausgewertet,
wobei Lithiumelektroden als Gegenelektrode und Bezugselektrode verwendet
wurden. Als Elektrolytlösung wurde Polycarbonat verwendet, das 1 mol/l
Lithiumperchlorat enthielt. Im ersten Lade-Entlade-Zyklus wurde die
Elektrode mit einer Stromdichte von 16,8 mA/g bis auf 1,6 V aufgeladen, und
dann wurde sie mit derselben Stromdichte bis auf 0,8 V entladen. Danach
wurde der Lade-Entlade-Zyklus im selben Potenzialbereich mit derselben
Stromdichte wiederholt.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Li&sub7;MnN&sub4;-Elektrode 170 mAh/g bzw. 1,10 V im ersten Lade-Entlade-Zyklus sowie
152 mAh/g bzw. 1,03 V im zehnten Lade-Entlade-Zyklus.
Beispiel 2 bis 10 und Vergleichsbeispiele 1 bis 4
* Herstellung aktiver Materialien
-
Lithiumnitrid (LI&sub3;N) und metallisches Mangan(Mn)pulver wurden in Mörsern
mit verschiedenen Li-Mn-Verhältnissen gemischt. Die Gemische wurden jeweils
durch Anwenden eines Drucks von 100 kg/cm² zu einer Tablette pressgeformt.
-
Die jeweiligen Tabletten wurden bei 600ºC für zehn Stunden in einer
Stickstoffatmosphäre gebrannt, die 1% Wasserstoff enthielt. So wurden aktive
Materialien LixMnN&sub4; hergestellt (bei den Beispielen 2 bis 10 gilt: x = 5,01;
5,48; 5,94; 6,45; 6,97; 7,11; 7,33; 7,42 bzw. 7,57; und bei den
Vergleichsbeispielen 1 bis 4 gilt: x = 4,21; 4,49; 7,68 bzw. 7,74). Die Zusammensetzung
der jeweiligen aktiven Materialien wurde dadurch bestimmt, dass das
Verhältnis zwischen Lithium und Mangan durch induktiv gekoppelte
Plasma-Atomemissionsspektroskopie (ICP-AES) bestimmt wurde.
* Herstellung von Elektroden
-
Unter Verwendung der so hergestellten aktiven Materialien wurden
Testelektroden in Tablettenfarm mit einem Durchmesser von 20 mm und einem Gewicht
von 0,25 g auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 hergestellt.
* Auswertung von Elektroden
-
Die Elektroden wurden unter denselben Bedingungen wie beim Beispiel 1
ausgewertet. Die Ergebnisse sind in der Fig. 4 dargestellt, in der der x-Wert
von LixMnN&sub4; über der Entladekapazität der Elektrode im ersten Lade-Entlade-
Zyklus für die Beispiele 1 bis 10 und die Vergleichsbeispiele 1 bis 4
aufgetragen ist.
-
Die Fig. 4 zeigt, dass die aktiven Materialien LixMnN&sub4; bei denen 5 < x < 7,6
galt, für die Elektrode geeignet waren.
Beispiel 11
* Herstellung des aktiven Materials
-
Lithiumnitrid (Li&sub3;N) und Eisennitrid (Fe&sub4;N) wurden im Verhältnis Li : Fe =
3,1 : 1 eingewogen und in einem Mörser gemischt. Das Gemisch wurde dadurch zu
einer Tablette pressgeformt, dass es einem Druck von 100 kg/cm² ausgesetzt
wurde. Die Tablette wurde bei 600ºC für zehn Stunden in einer
Stickstoffatmosphäre gebrannt, die 1% Wasserstoff enthielt. So wurde das aktive
Material Li&sub3;FeN&sub2; hergestellt. Das aktive Material wurde durch
Pulver-Röntgenbeugungsanalyse unter Verwendung von CuKα-Strahlung als Röntgenquelle
analysiert. Das erhaltene Röntgenbeugungsmuster ist in der Fig. 5 dargestellt.
* Herstellung der Elektrode
-
Eine Testelektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 20 mm und
einem Gewicht von 0,2 g wurde im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie beim
Beispiel 1 mit der Ausnahme hergestellt, dass das so hergestellte aktive
Material, Acetylenruß und Polytetrafluorethylen im Verhältnis 100 : 20 : 15
gemischt wurden.
* Auswertung der Elektrode
-
Die Elektrode wurde mittels eines Dreielektrodenverfahrens ausgewertet,
wobei Lithiumelektroden als Gegenelektrode und Bezugselektrode verwendet
wurden. Als Elektrolytlösung wurde eine Lösung verwendet, bei der 0,5 mol/l
Lithiumtrifluormethansulfonat in einem Lösungsmittelgemisch gelöst waren,
das y-Butyrolacton und Dimethoxyethan im Verhältnis 1 : 1 enthielt. Im ersten
Lade-Entlade-Zyklus wurde die Elektrode mit einer Stromdichte von 25,6 mA/g
bis auf 1,5 V aufgeladen, und dann wurde sie mit derselben Stromdichte bis
auf 0,7 V entladen. Danach wurde der Lade-Entlade-Zyklus im selben
Potenzialbereich mit derselben Stromdichte wiederholt.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Li&sub3;FeN&sub2;-Elektrode 175 mAh/g bzw. 1,2 V im ersten Lade-Entlade-Zyklus sowie
146 mAh/g bzw. 1,2 V im zehnten Lade-Entlade-Zyklus.
Beispiel 12 bis 18 und Vergleichsbeispiele 5 bis 9
* Herstellung aktiver Materialien
-
Lithiumnitrid (LI&sub3;N) und metallisches Eisen(Fe)pulver wurden in Mörsern mit
verschiedenen Li-Fe-Verhältnissen gemischt. Die Gemische wurden jeweils
durch Anwenden eines Drucks von 100 kg/cm² zu einer Tablette pressgeformt.
Die jeweiligen Tabletten wurden bei 600ºC für zehn Stunden in einer
Stickstoffatmosphäre gebrannt, die 1% Wasserstoff enthielt. So wurden aktive
Materialien LixFeN&sub2; hergestellt (bei den Beispielen 12 bis 18 gilt: x = 2,52;
2,74; 3,22; 3,46; 3,57; 3,67; bzw. 3,78; und bei den Vergleichsbeispielen 5
bis 9 gilt: x = 1,82; 1,94; 2,03; 2,24 bzw. 3,98). Die Zusammensetzung der
jeweiligen aktiven Materialien wurde dadurch bestimmt, dass das Verhältnis
zwischen Lithium und Eisen durch induktiv gekoppelte
Plasma-Atomemissionsspektroskopie (ICP-AES) bestimmt wurde.
* Herstellung von Elektroden
-
Unter Verwendung der so hergestellten aktiven Materialien wurden
Testelektroden in Tablettenform mit einem Durchmesser von 20 mm und einem Gewicht
von 0,25 g auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 hergestellt.
* Auswertung von Elektroden
-
Die Elektroden wurden im Wesentlichen unter denselben Bedingungen wie beim
Beispiel 11 ausgewertet, jedoch mit dem Unterschied, dass eine Lösung
verwendet wurde, bei der 1 mol/l Lithiumperchlorat in einem
Lösungsmittelgemisch gelöst war, das Propylencarbonat und Ethylmethylcarbonat im
Verhältnis 1 : 1 enthielt. Die Ergebnisse sind in der Fig. 6 dargestellt, in der der
x-Wert von LixFeN&sub2; über der Entladekapazität der Elektrode im ersten Lade-
Entlade-Zyklus für die Beispiele 11 bis 18 und die Vergleichsbeispiele 5
bis 9 aufgetragen ist.
-
Die Fig. 6 zeigt, dass die aktiven Materialien LiXFeN&sub2; bei denen 2,5 < x < 3,8
galt, für die Elektrode geeignet waren.
Beispiel 19
* Herstellung eines aktiven Materials der positiven
Elektrode sowie der positiven Elektrode
-
Ein aktives Material Li&sub7;MnN&sub4; der positiven Elektrode sowie eine positive
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einem
Gewicht von 50 mg wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 hergestellt.
* Herstellung der negativen Elektrode
-
Für eine negative Elektrode wurde pyrolysiertes Kohlenstoffmaterial
verwendet. Propan als Ausgangsmaterial wurde bei 750ºC für zwei Stunden bei
normalem Druck durch Gasphasenpyrolyse zersetzt, und der sich ergebende
Kohlenstoff wurde auf einem Nickelsammler (Oberfläche: 4 cm²) abgeschieden, um
die Elektrode herzustellen. Gemäß einer Röntgenbeugungsanalyse war das so
erhaltene Kohlenstoffmaterial dergestalt, dass der Zwischengitterabstand
zwischen (002)-Ebenen 0,337 nm betrug und die Kristallitdicke Lc in
der Richtung der (002)-Ebene 15 nm betrug. Gemäß
Argonlaser-Raman-Spektroskopie war das Kohlenstoffmaterial dergestalt, dass das Verhältnis (R-Wert)
einer Peakintensität um 1360 cm&supmin;¹ herum zu der um 1580 cm&supmin;¹ herum 0,46
betrug. Ein Nickeldraht wurde durch Punktschweißen mit der Elektrode
verbunden, um für eine Stromsammelleitung zu sorgen. Die Elektrode wurde bei
200ºC bei Unterdruck getrocknet, um als negative Elektrode verwendet zu
werden. Das Gewicht des aktiven Materials in der negativen Elektrode betrug
23 mg.
* Auswertung der Batterie
-
Eine Batterie wurde unter Verwendung einer Becherglaszelle, der positiven
und der negativen Elektrode, die auf diese Weise hergestellt worden waren,
und einer Elektrolytlösung hergestellt, in der 1 mol/l Lithiumperchlorat in
einem Lösungsmittelgemisch gemischt waren, das Propylencarbonat und
Deethylcarbonat im Verhältnis 1 : 1 enthielt. Die so hergestellte Batterie
wurde auf die folgende Weise ausgewertet. In einem Lade-Entlade-Test wurde
die Batterie zunächst mit einem Strom von 0,2 mA bis auf 1,7 V geladen und
dann mit demselben Strom im ersten Lade-Entlade-Zyklus bis auf 0,5 V
entladen. Der Lade-Entlade-Zyklus wurde danach im selben Spannungsbereich und
mit demselben Strom wiederholt.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und die mittlere Spannung der
Batterie 5,5 mAh bzw. 0,9 V im ersten Lade-Entlade-Zyklus sowie 4,8 mAh
bzw. 0,88 V im zehnten Lade-Entlade-Zyklus.
Beispiel 20
* Herstellung eines aktiven Materials der positiven Elektrode und einer
positiven Elektrode
-
Ein aktives Material Li&sub3;FeN&sub2; der positiven Elektrode wurde auf dieselbe
Weise wie beim Beispiel 11 hergestellt, und eine positive Elektrode in
Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von 0,7 mm
wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 hergestellt. Das Gewicht des
aktiven Materials in der positiven Elektrode betrug 200 mg.
* Herstellung der negativen Elektrode
-
Naturgraphit (hergestellt in Madagaskar, Flockenform, Teilchendurchmesser:
11 um, d&sub0;&sub0;&sub2;: 0,337 nm; Lc: 27 nm; La (KristallitdLcke in der Richtung der
a-Achse): 17 nm; R-Wert: 0; Oberfläche: 8 m²/g) wurde als aktives Material
der negativen Elektrode verwendet. Der Naturgraphit und
Polytetrafluorethylen wurden im Verhältnis 10 : 1 gemischt, und das Gemisch wurde zur
Herstellung einer negativen Elektrode zu einer Tablette mit einem Durchmesser von
15 mm und einer Dicke von 0,57 mm pressgeformt. Das Gewicht des aktiven
Materials der Tablette betrug 90 mg. Beim Pressformen wurde ein
Nickelgittersammler in die Tablette eingebettet. Die Tablette wurde bei 200ºC unter
Unterdruck getrocknet, um aus ihr Feuchtigkeit zu entfernen. So wurde die
negative Elektrode hergestellt.
* Herstellung einer Batterie
-
Eine Knopfbatterie, wie sie in der Fig. 7 dargestellt ist, würde auf die
folgende Weise hergestellt. Die positive Elektrode 3 mit dem Sammler 2
derselben wurde in ein Gehäuse 1 für die positive Elektrode mit einer darin
eingesetzten Isolierdichtung 8 durch Pressen eingepasst. Auch der positiven
Elektrode 3 wurde eine Trenneinrichtung 7 aus einem Polypropylenylies
platziert, und es erfolgte Imprägnierung mit einer Elektrolytlösung, in der 1
mol/l des Elektrolytsalzes LiPF&sub6; in einem Lösungsmittelgemisch gelöst war,
das Ethylencarbonat, Propylencarbonat und Diethylcarbonat im
Volumenverhältnis 2 : 1 : 3 enthielt. Die negative Elektrode 6 mit einem Sammler 5 für
diese, die in ein Gehäuse 4 für die negative Elektrode eingesetzt war,
wurde auf der Trenneinrichtung 7 platziert. Daraufhin wurde das Gehäuse 1
der positiven Elektrode durch Pressen am Gehäuse 4 der negativen Elektrode
befestigt, wobei die Isolierdichtung 8 zur Abdichtung dazwischen eingefügt
wurde. So wurde die Knopfbatterie hergestellt.
* Auswertung der Batterie
-
Die so hergestellte Batterie wurde dadurch ausgewertet, dass ihre
Entladekapazität gemessen wurde. Die Batterie wurde mit einem Ladestrom von 1 mA
bis zu einer oberen Ladespannung von 1,6 V geladen, und sie wurde mit einem
Entladestrom von 1 mA bis auf eine untere Grenzspannung von 0,6 V im ersten
Lade-Entlade-Zyklus entladen. Danach wurde der Lade-Entlade-Prozess im
selben Spannungsbereich und mit derselben Stromdichte wiederholt, um die
Batterie auszuwerten.
-
Im Ergebnis betrugen die mittlere Spannung und die Entladekapazität der
Batterie 0,9 V bzw. 22 mAh im ersten Lade-Entlade-Zyklus sowie 0,9 V bzw.
19 mAh im zehnten Lade-Entlade-Zyklus.
Beispiel 21
* Herstellung eines aktiven Materials der negativen
Elektrode und einer negativen Elektrode
-
Das aktive Material Li&sub3;FeN&sub2; der negativen Elektrode sowie eine negative
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einem
Gewicht von 50 mg wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 hergestellt.
* Herstellung einer positiven Elektrode
-
Das aktive Material V&sub2;O&sub5; der positiven Elektrode, Acetylenruß und
Polyvinylidenfluorid wurden im Verhältnis 100 : 10 : 10 gemischt und zum Gemisch wurde
N-methylpyrrolidon zugesetzt, um eine Paste zu erhalten. Die Paste wurde
auf einen Aluminiumfoliensammler aufgetragen und bei 100ºC und ferner bei
200ºC im Vakuum getrocknet. Die getrocknete Paste wurde dadurch
pressgeformt, dass ein Druck von 100 kg/cm² auf sie ausgeübt wurde, um eine
positive Elektrode mit einer Fläche von 4 cm² und einem Gewicht von 70 mg
herzustellen. Ein Aluminiumdraht wurde durch Punktschweißen mit der Elektrode
verbunden, um eine Stromsammelleitung aufzubauen.
* Auswertung einer Batterie
-
Eine Batterie wurde unter Verwendung einer Becherglaszelle, der positiven
und der negativen Elektrode, die auf diese Weise hergestellt worden waren,
und einer Elektrolytlösung hergestellt, in der 1 mol/l Lithiumperchlorat in
einem Lösungsmittelgemisch gemischt waren, das Propylencarbonat und
Deethylcarbonat im Verhältnis 2 : 1 enthielt. Die so hergestellte Batterie
wurde auf die folgende Weise ausgewertet. In einem Lade-Entlade-Test wurde
die Batterie zunächst mit einem Strom von 0,2 mA bis auf 1,7 V geladen und
dann mit demselben Strom im ersten Lade-Entlade-Zyklus bis auf 3,0 V
entladen. Der Lade-Entlade-Zyklus wurde danach im selben Spannungsbereich und
mit demselben Strom wiederholt.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und die mittlere Spannung der
Batterie 5,2 mAh bzw. 2,03 V im ersten Lade-Entlade-Zyklus sowie 4,5 mAh
bzw. 1,98 V im zehnten Lade-Entlade-Zyklus.
Beispiel 22
* Herstellung eines aktiven Materials der negativen
Elektrode und einer negativen Elektrode
-
Das aktive Material Li&sub7;MnN&sub4; der negativen Elektrode und eine negative
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von
0,6 mm wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 hergestellt. Das
Gewicht des aktiven Materials der Tablette betrug 0,16 g.
* Herstellung einer positiven Elektrode
-
Lithiumhydroxid und Mangandioxid (I. C. Nr. 12) wurden im Verhältnis Li : Mn =
3 : 10 gemischt, und das Gemisch wurde bei 400ºC in Luft für 48 Stunden
wärmebehandelt, um ein aktives Material der positiven Elektrode aus Lithium
enthaltendem Mangandioxid herzustellen. Das so hergestellte aktive Material
der positiven Elektrode, Acetylenruß und Polytetrafluorethylen wurden in
einem Mörser 100 : 10 : 7.0 gemischt, und das Gemisch wurde dadurch zu einer
Tablette mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von 0,74 mm
pressgeformt, dass ein Druck von 100 kg/cm² ausgeübt wurde. Das Gewicht des
aktiven Materials in der Tablette betrug 0,20 g. Beim Pressformen wurde ein
Sammler aus einem Titangitter in die Tablette eingebettet. Die Tablette
wurde bei 200ºC bei Unterdruck getrocknet, um Feuchtigkeit aus ihr zu
entfernen. So wurde eine positive Elektrode hergestellt.
* Auswertung einer Batterie
-
Eine Knopfbatterie wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 20
hergestellt.
-
Die so hergestellte Knopfbatterie wurde als Erstes in einem ersten Lade-
Entlade-Zyklus mit einem Strom von 1 mA bis auf eine Entladegrenzspannung
von 0,9 V entladen und dann mit demselben Strom bis auf 3,2 V aufgeladen.
Danach wurde der Entlade-Lade-Prozess im selben Potenzialbereich und mit
derselben Stromdichte wiederholt, um die Batterie auszuwerten.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Batterie 19 mAh bzw. 1,45 V im ersten Entlade-Lade-Zyklus sowie 16 mAh bzw.
1,41 V im zehnten Entlade-Lade-Zyklus sowie 14 mAh bzw. 1,39 V im 100.
Entlade-Lade-Zyklus. Wie es aus dem Vorstehenden ersichtlich ist, war die
Batterie hinsichtlich
der Zykluseigenschaften hervorragend, und sie war
frei von einer Zersetzung der Elektrolytlösung.
Beispiele 23 bis 31 und Vergleichsbeispiele 10 bis 13
* Herstellung aktiver Materialien der negativen Elektrode
und negativer Elektroden
-
Aktive Materialien LixMnN&sub4; der negativen Elektrode (bei den Beispielen 23
bis 31 gilt x = 5,01; 5,48; 5,94; 6,45; 6,97; 7,11; 7,33; 7,42 bzw. 7,57; und
bei den Vergleichsbeispielen 10 bis 13 gilt x = 4,21; 4,49; 7,68 bzw. 7,74)
und negative Elektroden in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm
und einer Dicke von 0,6 mm wurden auf dieselbe Weise wie bei den Beispielen
20 bis 10 bzw. den Vergleichsbeispielen 1 bis 4 hergestellt. Das Gewicht
des aktiven Materials in jeder Tablette betrug 0,16 g.
* Herstellung positiver Elektroden
-
Positive Elektroden wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 22
hergestellt.
* Herstellung von Batterien
-
Knopfbatterien wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 22 hergestellt
und ausgewertet.
-
Die Ergebnisse sind in der Fig. 8 dargestellt, in der der x-Wert von
LixMnN&sub4; über der Entladekapazität der Elektrode im ersten Entlade-Lade-
Zyklus für die Beispiele 22 bis 31 und die Vergleichsbeispiele 10 bis 13
aufgetragen ist.
-
Die Fig. 8 zeigt, dass die aktiven Materialien LixMnN&sub4;, bei denen 5 < x < 7,6
gilt, für die negative Elektrode geeignet sind.
Beispiel 32
* Herstellung eines aktiven Materials der negativen
Elektrode und einer negativen Elektrode
-
Das aktive Material Li&sub7;MnN&sub4; der negativen Elektrode und eine negative Elektrode
in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von
0,60 mm wurden im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1
hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass das aktive Material, Acetylenruß
und Polytetrafluorethylen im Gewichtsverhältnis 100 : 5 : 5 gemischt wurden.
Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette betrug 0,16 g.
* Herstellung einer positiven Elektrode
-
Lithiumhydroxid und Mangandioxid (I. C. Nr. 12) wurden im Verhältnis Li : Mn =
1 : 10 gemischt, und das Gemisch wurde bei 450ºC in Luft für 48 Stunden
wärmebehandelt, um ein aktives Material der positiven Elektrode aus Lithium
enthaltendem Mangandioxid herzustellen. Das so hergestellte aktive Material
der positiven Elektrode, Acetylenruß und Polytetrafluorethylen wurden in
einem Mörser 100 : 10 : 10 gemischt, und das Gemisch wurde dadurch zu einer
Tablette mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von 0,74 mm
pressgeformt, dass ein Druck von 100 kg/cm² ausgeübt wurde. Das Gewicht des
aktiven Materials in der Tablette betrug 0,20 g. Beim Pressformen wurde ein
Sammler aus einem Titangitter in die Tablette eingebettet. Die Tablette
wurde bei 200ºC bei Unterdruck getrocknet, um Feuchtigkeit aus ihr zu
entfernen. So wurde eine positive Elektrode hergestellt.
* Auswertung einer Batterie
-
Eine Knopfbatterie wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 20
hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass als Elektrolytlösung eine Lösung
verwendet wurde, bei der 1 mol/l Lithiumperchlorat in einem
Lösungsmittelgemisch gelöst waren, das Propylencarbonat und Ethylmethylcarbonat im
Verhältnis 1 : 1 enthielt. Die so hergestellte Knopfbatterie wurde zunächst im
ersten Entlade-Lade-Zyklus mit einem Strom von 1 mA bis zu einer
Entladegrenzspannung von 1,9 V entladen und dann mit demselben Strom bis auf 3,2 V-
geladen. Der Entlade-Lade-Prozess wurde danach im selben Potenzialbereich
und mit derselben Stromdichte wiederholt, um die Batterie auszuwerten.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Batterie im ersten Entlade-Lade-Zyklus 19 mAh bzw. 1,48 V, im zehnten
Entlade-Lade-Zyklus 17 nah bzw. 1,44 V und im 100. Entlade-Lade-Zyklus 15 mAh
bzw. 1,41 V. Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass die Batterie
hinsichtlich der Zykluseigenschaften hervorragend war und dass sie frei von
einer Zersetzung der Elektrolytlösung war.
Beispiel 33
* Herstellung eines aktiven Materials der negativen
Elektrode und einer negativen Elektrode
-
Das aktive Material Li&sub7;MnN&sub4; der negativen Elektrode und eine negative
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von
0,82 mm wurden im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1
hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass das aktive Material, Acetylenruß
und Polytetrafluorethylen im Gewichtsverhältnis 100 : 40 : 28 gemischt wurden.
Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette betrug 0,12 g.
* Herstellung einer positiven Elektrode
-
Lithiumhydroxid und Mangandioxid (I. C. Nr. 12) wurden im Verhältnis Li : Mn =
1,1 : 2 gemischt, und das Gemisch wurde bei 700ºC in Luft für 20 Stunden
wärmebehandelt, um ein aktives Material der positiven Elektrode aus Lithium
enthaltendem Mangandioxid (Lithiummanganoxid LiMn&sub2;O&sub4; vom Spinelltyp)
herzustellen. Das so hergestellte aktive Material der positiven Elektrode,
Acetylenruß und Polytetrafluorethylen wurden in einem Mörser 100 : 10 : 10
gemischt, und das Gemisch wurde dadurch zu einer Tablette mit einem
Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von 0,55 mm pressgeformt, dass ein Druck von
100 kg/cm² ausgeübt wurde. Das Gewicht des aktiven Materials in der
Tablette betrug 0,15 g. Beim Pressformen wurde ein Sammler aus einem Titangitter
in die Tablette eingebettet. Die Tablette wurde bei 100ºC bei Unterdruck
getrocknet, um Feuchtigkeit aus ihr zu entfernen. So wurde eine positive
Elektrode hergestellt.
* Auswertung einer Batterie
-
Eine Knopfbatterie wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 20
hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass als Elektrolytlösung eine Lösung
verwendet wurde, bei der 1 mol/l Lithiumperchlorat in einem
Lösungsmittelgemisch gelöst waren, das Propylencarbonat und Ethylmethylcarbonat im
Verhältnis 1 : 1 enthielt. Die so hergestellte Knopfbatterie wurde zunächst im
ersten Entlade-Lade-Zyklus mit einem Strom von 1 mA bis zu einer
Entladegrenzspannung von 0,9 V entladen und dann mit demselben Strom bis auf 3,2 V
geladen. Der Entlade-Lade-Prozess wurde danach im selben Potenzialbereich
und mit derselben Stromdichte wiederholt, um die Batterie auszuwerten.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Batterie im ersten Entlade-Lade-Zyklus 16 mAh bzw. 1,55 Vf im zehnten
Entlade-Lade-Zyklus 14 mAh bzw. 1,47 V und im 100. Entlade-Lade-Zyklus 13 mAh
bzw. 1,45 V. Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass die Batterie
hinsichtlich der Zykluseigenschaften hervorragend war und dass sie frei von
einer Zersetzung der Elektrolytlösung war.
Beispiel 34
* Herstellung eines aktiven Materials der negativen
Elektrode und einer negativen Elektrode
-
Das aktive Material Li&sub7;MnN&sub4; der negativen Elektrode und eine negative
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von
0,67 mm wurden im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1
hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass das aktive Material, Acetylenruß
und Polytetrafluorethylen im Gewichtsverhältnis 100 : 2 : 2 gemischt wurden.
Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette betrug 0,18 g.
* Herstellung einer positiven Elektrode
-
Titandisulfid (TiS&sub2;) als aktives Material der positiven, Elektrode,
Acetylenruß und Polytetrafluorethylen wurden in einem Mörser 100 : 3 : 4 gemischt,
und das Gemisch wurde dadurch zu einer Tablette mit einem Durchmesser von
15 mm und einer Dicke von 0,67 mm pressgeformt, dass ein Druck von 100
kg/cm² ausgeübt wurde. Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette
betrug 0,18 g. Beim Pressformen wurde ein Sammler aus einem Titangitter in
die Tablette eingebettet. Die Tablette wurde bei 100ºC bei Unterdruck
getrocknet, um Feuchtigkeit aus ihr zu entfernen. So wurde eine positive
Elektrode hergestellt.
* Auswertung einer Batterie
-
Eine Knopfbatterie wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 20
hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass als Elektrolytlösung Propylencarbonat
verwendet wurde, in dem 1 mol/l Lithiumperchlorat gelöst war.
-
Die so hergestellte Knopfbatterie wurde zunächst im ersten Entlade-Lade-
Zyklus mit einem Strom von 1 mA bis zu einer Entladegrenzspannung von 0,5 V
entladen und dann mit demselben Strom bis auf 3,5 V geladen. Der Entlade-
Lade-Prozess wurde danach im selben Potenzialbereich und mit derselben
Stromdichte wiederholt, um die Batterie auszuwerten.
-
Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Batterie im ersten Entlade-Lade-Zyklus 20 mAh bzw. 0,82 V, im zehnten
Entlade-Lade-Zyklus 18 mAh bzw. 0,80 V und im 100. Entlade-Lade-Zyklus 16 nah
bzw. 0,78 V. Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass die Batterie
hinsichtlich der Zykluseigenschaften hervorragend war und dass sie frei von
einer Zersetzung der Elektrolytlösung war.
Beispiel 35
* Herstellung eines aktiven Materials der negativen
Elektrode und einer negativen Elektrode
-
Das aktive Material Li&sub7;MnN&sub4; der negativen Elektrode und eine negative
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von
0,57 mm wurden im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1
hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass das aktive Material, Acetylenruß
und Polytetrafluorethylen im Gewichtsverhältnis 100 : 5 : 5 gemischt wurden.
Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette betrug 0,15 g.
* Herstellung einer positiven Elektrode
-
Vanadiumoxid (V&sub6;O&sub1;&sub3;) als aktives Material der positiven, Elektrode,
Acetylenruß und Polytetrafluorethylen wurden in einem Mörser 100 : 35 : 28 gemischt,
und das Gemisch wurde dadurch zu einer Tablette mit einem Durchmesser von
15 mm und einer Dicke von 0,80 mm pressgeformt, dass ein Druck von 100
kg/cm² ausgeübt wurde. Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette
betrug 0,11 g. Beim Pressformen wurde ein Sammler aus einem Titangitter in
die Tablette eingebettet. Die Tablette wurde bei 100ºC bei Unterdruck
getrocknet, um Feuchtigkeit aus ihr zu entfernen. So wurde eine positive
Elektrode hergestellt.
* Auswertung einer Batterie
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Eine Knopfbatterie wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 20
hergestellt.
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Die so hergestellte Knopfbatterie wurde zunächst im ersten Entlade-Lade-
Zyklus mit einem Strom von 1 mA bis zu einer Entladegrenzspannung von 0,5 V
entladen und dann mit demselben Strom bis auf 3,5 V geladen. Der Entlade-
Lade-Prozess wurde danach im selben Potenzialbereich und mit derselben
Stromdichte wiederholt, um die Batterie auszuwerten.
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Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Batterie im ersten Entlade-Lade-Zyklus 20 mAh bzw. 1,02 V, im zehnten
Entlade-Lade-Zyklus 18 nah bzw. 0,98 V und im 100. Entlade-Lade-Zyklus 17 nah
bzw. 0,95 V. Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass die Batterie
hinsichtlich der Zykluseigenschaften hervorragend war und dass sie frei von
einer Zersetzung der Elektrolytlösung war.
Beispiele 36 bis 43 und Vergleichsbeispiele 14 bis 18
* Herstellung aktiver Materialien der negativen Elektrode
sowie negativer Elektroden
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Aktive Materialien LixFeN&sub2; der negativen Elektrode (bei den Beispielen 36
bis 43 gilt x = 2,52; 2,74; 3,22; 3,46; 3,57; 3,67 bzw. 3,78 und negative
Elektroden in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke
von 0,6 mm wurden im Wesentlichen auf dieselbe Weise wie bei den Beispielen
12 bis 18 bzw. den Vergleichsbeispielen 5 bis 9 hergestellt. Das Gewicht
des aktiven Materials in jeder Tablette betrug 0,16 g. Beim Beispiel 43
wurden Li&sub3;FeN&sub2; als aktives Material sowie eine negative Elektrode in
Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von 0,6 mm auf
dieselbe Weise wie beim Beispiel 11 hergestellt. Das Gewicht des aktiven
Materials in der Tablette betrug 0,16 g.
* Herstellung positiver Elektroden
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Positive Elektroden wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 21
hergestellt.
* Auswertung von Batterien
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Knopfbatterien wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 22 hergestellt
und ausgewertet.
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Die Ergebnisse sind in der Fig. 9 dargestellt, in der der x-Wert von
LixMnN&sub4; über der Entladekapazität der Elektrode im ersten Entlade-Lade-
Zyklus für die Beispiele 36 bis 43 und die Vergleichsbeispiele 14 bis 18
aufgetragen ist.
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Die Fig. 9 zeigt, dass die aktiven Materialien LixMnN&sub4; der negativen
Elektrode, bei denen 2,5 < x < 3,8 gilt, für die negative Elektrode geeignet sind.
Vergleichsbeispiel 19
* Herstellung einer negativen Elektrode
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In Madagaskar hergestellter Naturgraphit als aktives Material der negativen
Elektrode und Polytetrafluorethylen wurden im Verhältnis 10 : 1 gemischt, und
das Gemisch wurde zu einer Tablette mit einem Durchmesser von 15 mm und
einer Dicke von 0,54 mm pressgeformt. Das Gewicht des aktiven Materials in
der Tablette betrug 80 mg. Beim Pressformen wurde ein Nickelgittersammler
in die Tablette eingebettet. Die Tablette wurde bei 200ºC bei Unterdruck
getrocknet, um Feuchtigkeit aus ihr zu entfernen. So wurde eine negative
Elektrode hergestellt.
* Herstellung einer positiven Elektrode
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LiCoO&sub2; als aktives Material der positiven, Elektrode, Acetylenruß und
Polytetrafluorethylen wurden in einem Mörser 100 : 10 : 10 gemischt, und das
Gemisch wurde dadurch zu einer Tablette mit einem Durchmesser von 15 mm und
einer Dicke von 0,8 mm pressgeformt, dass ein Druck von 100 kg/cm² ausgeübt
wurde. Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette betrug 0,22 g.
Beim Pressformen wurde ein Sammler aus einem Titangitter in die Tablette
eingebettet. Die Tablette wurde bei 200ºC bei Unterdruck getrocknet, um
Feuchtigkeit aus ihr zu entfernen. So wurde eine positive Elektrode
hergestellt.
* Auswertung einer Batterie
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Eine Knopfbatterie wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 20
hergestellt.
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Die so hergestellte Knopfbatterie wurde zunächst im ersten Lade-Entlade-
Zyklus mit einem Strom von 1 mA bis zu einer Ladegrenzspannung von 4,5 V
geladen und dann mit demselben Strom bis auf 2,7 V entladen. Der
Lade-Entlade-Prozess wurde danach im selben Potenzialbereich und mit derselben
Stromdichte wiederholt, um die Batterie auszuwerten.
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Im Ergebnis betrugen die Entladekapazität und das mittlere Potenzial der
Batterie im ersten Lade-Entlade-Zyklus 20 mAh bzw. 3,74 V, im zehnten
Entlade-Lade-Zyklus 15 nah bzw. 3,68 V und im 100. Lade-Entlade-Zyklus 9 mAh
bzw. 3,55 V. Die Beeinträchtigung der Zykluseigenschaften beruht auf der
Zersetzung der Elektrolytlösung.
Vergleichsbeispiel 20
* Herstellung einer negativen Elektrode
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Das aktive Material Li&sub7;MnN&sub4; der negativen Elektrode und eine negative
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von
0,82 mm wurden auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 22 hergestellt. Das
Gewicht des aktiven Materials in der Tablette betrug 0,12 g.
* Herstellung einer positiven Elektrode
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LiCoO&sub2; als aktives Material der positiven Elektrode und eine positive
Elektrode in Tablettenform mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Dicke von
0,74 mm wurden auf dieselbe Weise wie beim Vergleichsbeispiel 19
hergestellt. Das Gewicht des aktiven Materials in der Tablette betrug 0,20 g.
* Auswertung einer Batterie
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Eine Knopfbatterie wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 20
hergestellt.
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Die Knopfbatterie wurde mit einem Strom von 1 mA bis auf 1,0 V entladen.
Dabei betrug die Entladekapazität der Batterie 1 mAh.
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Wie oben beschrieben, verfügt eine erfindungsgemäße nichtwässrige
Sekundärbatterie über eine positive Elektrode, eine negative Elektrode und einen
nichtwässrigen Ionenleiter. Entweder die positive oder die negative
Elektrode enthält Lithium oder eine Substanz, die Lithium absorbieren und
desorbieren kann, als aktives Material, und die andere Elektrode enthält ein
Lithium-Übergangsmetall-Nitrid mit Antiflussspat-Struktur als aktives
Material.
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Die Batteriespannung der Sekundärbatterie kann dadurch abgesenkt werden,
dass
das Lithium-Übergangsmetall-Nitrid z. B. als aktives Material der
negativen Elektrode verwendet wird. Ferner kann ein aktives Material wie
Mangandioxid, Vanadiumpentoxid, Titansulfid oder Molybdänsulfid, das sich
zunächst in einem geladenen Zustand befindet, als aktives Material der
positiven Elektrode verwendet werden. So kann die Batteriespannung dadurch
variabel eingestellt werden, dass ein aktives Material der positiven
Elektrode ausgewählt wird, das in Kombination mit der Lithium-Übergangsmetall-
Nitrid zu verwenden ist.
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Ferner kann die Batteriespannung der Sekundärbatterie dadurch variabel
eingestellt werden, dass ein Kohlenstoff-oder Graphitmaterial oder eine
Lithiumlegierung als aktives Material der negativen Elektrode verwendet
wird und ein Lithium-Übergangsmetall-Nitrid als aktives Material der
positiven Elektrode in Kombination verwendet wird.
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Die Sekundärbatterie kann den Lade-Entlade-Prozess durch eine Einlagerungs-
und Auslagerungsreaktion von Lithium in den aktiven Materialien der
positiven und der negativen Elektrode wiederholen. Außerdem ist die
Sekundärbatterie im Wesentlichen frei von einer Zersetzung der Elektrolytlösung, wie
sie ansonsten bei niedrigerer Spannung auftreten kann, und sie ist sicher.
Dies ermöglicht es, die Batteriespannung, Entlade- und Ladeeigenschaften
sowie Zykluseigenschaften der Sekundärbatterie variabel einzustellen, um
dadurch die Designflexibilität einer Batterie zu erhöhen. So kann die
erfindungsgemäße Sekundärbatterie in einer Vielzahl kleiner, tragbarer
elektronischer Systeme verwendet werden.
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Das durch LixMnN&sub4; (5 < x < 7,6) oder LixFeN&sub2; (2,5 < y < 3,8) repräsentierte
Lithium-Übergangsmetall-Nitrid ermöglicht es, dass die Sekundärbatterie eine
noch niedrigere Betriebsspannung liefert.
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Das aktive Material, das Lithium absorbieren und desorbieren kann und das
ein Kohlenstoff- oder Graphitmaterial enthält, macht die Sekundärbatterie
hoch sicher.