DE69625063T2 - Harninkontinenzvorrichtung für frauen - Google Patents
Harninkontinenzvorrichtung für frauenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft allgemein eine Vorrichtung zum Lindern der weiblichen Harninkontinenz, und genauer eine Vorrichtung, welche den Meatus urinarius externus verengt, um die weibliche Harninkontinenz zu lindern.
- Die weibliche Harninkontinenz stellt in der gesamten Welt ein wesentliches Problem dar und kann die Folge einer Vielzahl physischer bzw. mentaler Dysfunktionen sein. Eine neurogenetische Harnblasendysfunktion, eine Verletzung an der Harnröhre bzw. am Harnblasenhals sowie Verletzungen, welche während der Geburt eines Kindes erlitten wurden, können allesamt eine Harninkontinenz bei Frauen bewirken. Neben der Tatsache, dass dieser Zustand ein medizinisches Problem darstellt, kann dieser Zustand soziale Verlegenheit bei Frauen hervorrufen, welche von diesem Problem geplagt sind.
- Es wurde eine Vielzahl von Vorrichtungen vorgeschlagen, um die weibliche Harninkontinenz zu lindern. Viele dieser vorgeschlagenen medizinischen Vorrichtungen weisen interne Komponenten, wie Katheter, Ballone und Pessare auf, welche entweder in die Harnröhre oder in die Vagina eingeführt werden und im Körper der Benutzerin verbleiben müssen, wenn die Vorrichtung angewendet wird. Bei diesen inneren Vorrichtungen existieren mehrere Nachteile. Die inneren Komponenten können Ursache von Reizungen des Körpers sein bzw. zu Infektionen oder anderen unerwünschten Körperreaktionen führen. Ferner können derartige bekannte Vorrichtungen unbequem zu tragen, unpraktisch anzuwenden und teuer sein.
- Es ist daher wichtig, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die weibliche Harninkontinenz lindert, kein hohes Risiko bezüglich einer Infektion des Körpers mit sich bringt, angenehm zu tragen ist, einfach angewendet und entfernt wird und kostengünstig hergestellt werden kann.
- Die vorliegende Erfindung liefert die oben erwähnten erwünschten Eigenschaften unter Vermeidung der unerwünschten Eigenschaften von Vorrichtungen des Standes der Technik.
- Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Lindern der weiblichen Harninkontinenz, umfassend:
- einen elastischen und zumindest teilweise Verformbaren Vorrichtungskörper mit einem Greifabschnitt;
- wobei der Vorrichtungskörper darin eine Kammer definiert, welche derart bemessen ist, dass diese eine reziproke elastische Verformung des Vorrichtungskörpers ermöglicht, um darin ein Vakuum zu erzeugen, um die Vorrichtung auf dem Körper eines Benutzers zu halten und den Meatus urinarius des Körpers der Benutzerin zu schließen;
- wobei der ein Vakuum erzeugende Abschnitt eine zylindrische Form mit einer im wesentlichen vertikalen zylindrischen Seitenwand, welche um eine Mittelachse der Vorrichtung mittig angeordnet ist, und eine gerundete Außenstirnwand aufweist;
- wobei der Vorrichtungskörper einen umgebenden Flansch definiert, welcher eine Körperkontaktfläche aufweist, die als Dichtungsfläche mit dem Körper der Benutzerin wirkt;
- wobei die Vorrichtung derart wirkt, dass diese den Meatus urinarius der Benutzerin schließt, wodurch ein Harnaustritt aus dem Körper der Benutzerin verhindert wird.
- Die vorliegende Erfindung ist ausführlicher in den beiliegenden Ansprüchen dargelegt. Die oben genannten und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden besser unter Bezugnahme auf die folgende Beschreibung ersichtlich, welche in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung erfolgt. Es zeigt:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung für weibliche Harninkontinenz mit einem kreisförmigen Körper, welcher eine Kammer definiert;
- Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht der Vorrichtung von Fig. 1 entlang der Linie 2-2'von Fig. 1;
- Fig. 3 ist eine Bodenansicht der Vorrichtung von Fig. 1; und
- Fig. 4 ist eine Querschnittsansicht entlang einer Linie 2- 2' von Fig. 1 der Vorrichtung von Fig. 1, wenn sich diese in Position auf dem Körper der Benutzerin befindet.
- Um einen allgemeinen Überblick zu liefern und unter Bezugnahme auf Fig. 1-3 umfaßt ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung für weibliche Harninkontinenz 12 der Erfindung, welche in perspektivischer Ansicht, Querschnittsansicht und Bodenansicht in der jeweiligen Figur dargestellt ist, einen Vorrichtungskörper 14. Der Vorrichtungskörper 14 definiert eine Kammer 16 und weist einen ein Vakuum erzeugenden Abschnitt 18 und einen Körperkontaktabschnitt 20 auf. Der Körperkontaktabschnitt 20 umfaßt einen mittleren Kegelstumpfabschnitt 22 und einen äußeren umgebenden Flansch 24.
- Fig. 1-3 zeigen einen ein Vakuum erzeugenden Abschnitt 18, welcher eine Kreisform mit einer im wesentlichen vertikalen zylindrischen Seitenwand 26, welche mittig um die Mittelachse der Vorrichtung angeordnet ist, eine gerundete äußere Stirnwand 28 und einen Fingergreifabschnitt 29 mit einem Fingergreifvorsprung 30 aufweist.
- Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung 12 einstückig durch ein herkömmliche Formverfahren ausgebildet. Ferner besteht bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel die Vorrichtung 12 aus einem von FDA zugelassenen Material. Während die Vorrichtung 12 typischerweise ein einheitliches Element ist, welches aus einem Stück Material gebildet ist, kann diese aus mehreren miteinander verbundenen Materialstücken gebildet werden. Der ein Vakuum erzeugende Abschnitt 18 muss zumindest teilweise komprimierbar sein, um mindestens ein Teilvakuum in der Kammer 16 zu erzeugen, welches ausreicht, die Vorrichtung 12 mit dem Körper der Benutzerin durch eine Luftdruckdifferenz zwischen der Luft innerhalb der Kammer 16 und dem Atmosphärendruck zu dichten. Die Erzeugung des Vakuums wird nachfolgend genauer beschrieben.
- Die Dicke des Vorrichtungskörpers 14 ist derart ausgelegt, dass die zylindrische Seitenwand 26 dicker und beständiger bezüglich einer Verformung bzw. eines Zusammenfallens durch Atmosphärendruck, ist als der Flansch 24, welcher bezüglich der Dicke ausgehend vom mittleren Kegelstumpfabschnitt 22 hin zum Rand des Vorrichtungskörpers 14 abgeschrägt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel können sowohl die Seitenwand 26 als auch der Flansch 24 aus einem von FDA zugelassenen Medizinmaterial hergestellt werden. Wird die Vorrichtung 12 verwendet, so verhindert die unterschiedliche Wanddicke, dass die Vorrichtung in sich zusammenfällt, wobei dennoch ermöglicht wird, dass sich der Flansch 24 in Richtung des Körpers der Benutzerin bewegt.
- Fig. 4 zeigt die Harninkontinenzvorrichtung 12 von Fig. 1-3 bei Verwendung. Wie in Fig. 4 dargestellt, kann der Flansch 24 in Richtung des Körpers der Benutzerin verformt werden bzw. kann diesen an dem ebenen Bereich des Körpers der Benutzerin eng berühren, welcher den Meatus urinarius bzw. die Harnröhrenöffnung umgibt. Bei einem Ausführungsbeispiel kann der Vorrichtungskörper 14 einen Abschnitt der Öffnung der Harnröhre 32 in Berührung mit dem Flansch 24 und dem mittleren Kegelstumpfabschnitt 22 ziehen. Ein Ziehen eines Abschnitts der Öffnung der Harnröhre 32 in Berührung mit dem Vorrichtungskörper 14 wirkt derart, dass die Harnröhrenöffnung der Benutzerin gegen einen Harnfluss geschlossen wird, dass die Vorrichtung 12 in Position auf dem Körper der Benutzerin gehalten und eine geeignete Dichtung zwischen dem Körper der Benutzerin und der Vorrichtung 12 am Flansch 24 hergestellt wird.
- Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird, wenn die Vorrichtung 12 verwendet wird, die Harnröhrenöffnung der Benutzerin durch eins sanftes Zusammendrücken des die Harnröhrenöffnung umgebenden Bereichs geschlossen. Dieses Zusammendrücken erzeugt einen Verschluss, welcher durch das Vakuum, welches im Vakuumerzeugungsabschnitt 18 erzeugt wird, in Position gehalten wird. Jegliche Struktur, welche die Harnröhrenöffnung extern gegen einen Harnfluss verschließt und dennoch einen Komfort bei der Nutzung gewährleistet, kann die Vorteile der vorliegenden Erfindung liefern. Diese Vorteile können durch die Vorrichtung 12 erzielt werden, welche nur außerhalb des Körpers der Benutzerin angewendet wird, ohne dass irgendein Abschnitt des Vorrichtungskörpers 14 in den Körper der Benutzerin eintritt.
- Fig. 1 und 2 zeigen einen Fingergriffvorsprung 30, welcher an der äußeren Stirnwand 28 angebracht ist. Es ist jedoch nicht notwendig, dass die Vorrichtung 12 einen Fingergriffvorsprung 30 umfasst. Der Fingergriffabschnitt 30 ist wichtig zur Anordnung speziell bei älteren Patienten. Jegliche Gestaltung des Vorrichtungskörpers 14, welche derart gestaltet ist, dass es dem Benutzer ermöglicht wird, die Vorrichtung 12 mit den Fingern der Benutzerin zu greifen, wodurch es dem Benützer ermöglicht wird, die Vorrichtung 12 auf dem Körper der Benutzerin anzuordnen und die Vorrichtung 12 vom Körper der Benutzerin mittels der Finger der Benutzerin zu entfernen, ist akzeptabel. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann der Fingergreifabschnitt 29 einfach die Außenfläche der zylindrischen äußeren Seitenwand 26 sein, welche die Kammer 16 umgibt. Somit kann, obwohl in Fig. 1-3 eine Vorrichtung 12 dargestellt ist, welche eine zylindrische Seitenwand 26, eine gerundete äußere Stirnwand 28, einen mittleren Kegelstumpfabschnitt 22 und einen äußeren umgebenden Flansch 24 aufweist, die Form der Vorrichtung 12 stark variieren.
- Der Zweck der mittleren Kegelstumpfabschnitts 22 besteht darin, einen Verschluss der Harnröhrenöffnung der Benutzerin zu liefern. Typischerweise ist der Winkel der Körperkontaktfläche 34 des mittleren Kegelstumpfabschnitts 22 mit der Körperkontaktfläche 36 des äußeren umgebenden Flanschs 24 stumpf, um das Verschließen des Meatus zu verbessern. Die Körperkontaktfläche 34 des mittleren Kegelstumpfabschnitts 22 definiert den unteren Abschnitt der Kammer 16 und schließt den Meatus durch Drücken auf den Meatus.
- Am mittleren Kegelstumpfabschnitt 22 angebracht ist der äußere umgebende Flansch 24, welcher oben erläutert wurde. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel, dargestellt in Fig. 1-3, weist der äußere umgebende Flansch 24 eine Körperkontaktfläche 36 auf, welche einen kontinuierlichen Ring um den Meatus bzw. die Öffnung der Harnröhre der Benutzerin bildet. Jedoch können andere Abschnitte der Vorrichtung 12, wie der ein Vakuum erzeugende Abschnitt 18, quadratisch, rund, rechteckig, wulstig sein oder jegliche andere Form aufweisen. Die äußere Stirnwand 28 kann eher flach als gerundet sein. Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen weist die Kammer 16 ein geeignetes Volumen auf, um das Erzeugen eines Vakuums innerhalb der Kammer 16 zu ermögliche, welches ausreicht, die Vorrichtung 12 auf dem Körper der Benutzerin zu halten.
- Die Vorrichtung 12 kann viele verschiedene Größen aufweisen. Jedoch weist in Übereinstimmung mit der normalen Anatomie von Frauen in den Vereinigten Staaten bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Körperkontaktabschnitt 20 einen Außendurchmesser vorzugsweise in dem Bereich von 2,3 bis 3,4 Zentimetern auf, wobei etwa 3,4 Zentimeter bevorzugt sind. Der Bereich von 2,3 bis 3,4 Zentimetern Außendurchmesser ist wichtig für eine richtige Anordnung der Vorrichtung auf dem Körper der Benutzerin und zum Halten der Vorrichtung 12 in Position auf dem Körper der Benutzerin. Bei den Ausführungsbeispielen, bei welchen der Flansch 24 eine umgebende Form, wie oval, quadratisch, rechteckig oder dreieckig, aufweist, kann der Flansch 24 eine maximale Breite von etwa 3,4 Zentimetern aufweisen. Der äußere umgebende Flansch 24 weist einen Innendurchmesser vorzugsweise in dem Bereich von 1,0 Zentimetern bis 2,5 Zentimetern auf, wobei etwa 1,5 Zentimeter bevorzugt sind. Die Vorrichtung 12 weist eine Höhe auf, welche vorzugsweise in dem Bereich von 1,0 bis 3,0 Zentimetern liegt, wobei etwa 2,0 Zentimeter bevorzugt sind. Die Höhe der Vorrichtung 12 kann stark variieren, durch Halten der Höhe der Vorrichtung 12 zwischen etwa 1,0 und 3,0 Zentimetern jedoch kann der Benutzer die Vorrichtung ohne Unbehagen tragen und die Vorrichtung leicht anordnen. Die Höhe beträgt vorzugsweise nicht mehr als etwa 3,0 Zentimeter, um eine leichte Anwendung zu ermöglichen. Außerdem wird, wenn die Höhe zwischen etwa 1,0 und 3,0 Zentimetern gehalten wird, sobald die Vorrichtung auf dem Benutzer angeordnet ist, diese durch die Schamlippe bedeckt und kann nicht durch von dem Benutzer getragene Kleidungsstücke entfernt werden.
- Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung 12 einstückig aus elastomerem Material hergestellt.
- Fig. 19-3 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Inkontinenzvorrichtung 12, welche um eine Mittelachse symmetrisch ist. Jedoch muß die Vorrichtung 12 nicht bei sämtlichen Ausführungsbeispielen symmetrisch sein.
- Fig. 4 zeigt die Anordnung der Vorrichtung 12 für weibliche Harninkontinenz von Fing. 1-3 bei Verwendung. Der Benutzer ordnet den Flansch 24 derart an, dass dieser im wesentlichen genau in der Schamlippe der Benutzerin auf einem im wesentlichen ebenen Bereich liegt, welcher den Meatus umgibt. Dieser Zwischenraum hilft dem Benutzer, die Vorrichtung 12 zu platzieren und in Position anzuordnen. Sobald in Position, zieht die Vorrichtung 12 die Schleimhaut um den Meatus in direkten Kontakt mit den Körperkontaktflächen 34 und 36 des mittleren Kegelstumpfabschnitts 22 bzw. des umgebenden Flanschs 24. Die Körperkontaktflächen 34 und 36 drücken gegen die den Meatus umgebende Schleimhaut, um den Meatus zu schließen und einen Harnaustritt zu verhindern. Ein Anordnen der Schleimhaut unterhalb des Flanschs 24 unterstützt ein mittiges Anordnen und Halten der Vorrichtung 12 in Position auf dem Körper der Benutzerin.
- Ein Anwenden einer Vorrichtung 12 für weibliche Harninkontinenz, welche aus einem elastischen und teilweise verformbaren Material hergestellt ist, wird gemäß folgendem Verfahren durchgeführt. Der Benutzer verformt den Vorrichtungskörper 14 im Innern, bringt den Vorrichtungskörper 14 über der Harnröhrenöffnung an und lässt den Vorrichtungskörper 14 los, um ein Ausdehnen des Vorrichtungskörpers 14 zu dessen ursprünglicher. Form zu ermöglichen, wie in Fig. 2 dargestellt. Bei Ausdehnen des Vorrichtungskörpers 14 zu dessen ursprünglicher Form wird ein Vakuum innerhalb der Innenkammer 16 erzeugt. Das Vakuum bewirkt, dass der äußere Atmosphärendruck gegen den Flansch 24 und den mittleren Kegelstumpfabschnitt 22 drückt und die Vorrichtung 12 in geeignetem Dichtungseingriff mit dem. Körper der Benutzerin gehalten wird. Die Luftdruckdifferenz drückt die Schleimhaut bzw. das Gewebe, welche bzw. welches den Meatus unmittelbar umgibt, zusammen und erzeugt eine Dichtung zwischen dem Körper der Benutzerin und der Vorrichtung 12 an den Flächen 34 und 36. Die Druckdifferenz zwischen dem Inneren der Vorrichtung 12 und dem Atmosphärendruck kann stark variieren. Die Druckdifferenz wird teilweise durch das Ausmaß gesteuert, in welchem der Benutzer die Kammer 16 zusammendrückt, bevor ein elastisches Rückkehren des Vorrichtungskörpers 14 zu dessen normaler Gestaltung, wie in Fig. 2 dargestellt, ermöglicht wird. In einigen Fällen kehrt der Vorrichtungskörper 14 nicht vollständig zu dessen normaler Gestaltung nach einem Zusammendrücken und Anwenden auf den Benutzer zurück. Jedoch verbleibt in allen Fällen mindestens ein Teilvakuum innerhalb der Kammer 16. Neben dem Enthalten eines Vakuums kann die Innenkammer 16 als Speicher dienen und einen Auslauf speichern, welches auftreten kann, während die Vorrichtung 12 in Position ist. Bei den meisten Ausführungsbeispielen der Vorrichtung 12 tritt normalerweise kein Auslaufen auf.
- Die Luftdruckdifferenz zwischen dem Innern der Vorrichtung. 12 und der Atmosphäre ist schwierig zu ermitteln. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird aufgrund der Tatsache, dass die Wände des Vorrichtungskörpers elastisch verformbar sind, die Druckdifferenz durch das Zusammendrücken des Vorrichtungskörpers 14 und das Ausdehnen des Vorrichtungskörpers 14 zu dessen ursprünglicher Form nach Anwenden auf den Körper der Benutzerin erzeugt. Die Luftdruckdifferenz kann von Anwendung zu Anwendung variieren, selbst wenn die gleiche Vorrichtung verwendet wird, da die Luftdruckdifferenz von der Art der Anwendung der Vorrichtung und von der Stärke abhängt, in welcher der Benutzer den Vorrichtungskörper 14 zusammendrückt. Erstaunlicherweise wurde festgestellt, dass selbst bei kleinen Vorrichtungen, welche dem Verfahren der vorliegenden Erfindung folgend gestaltet und angewendet wurden, eine ausreichende Luftdruckdifferenz erzeugt wird, um die Vorrichtung in Position auf dem Körper der Benutzerin zu halten und einen Harnfluss zu verhindern.
- Somit kann eine weibliche Benutzerin eine Harninkontinenz, wie beispielsweise eine Stressinkontinenz, lindern, indem diese die Vorrichtung 12 über der Harnröhrenöffnung anwendet, wobei der Schamlippenzwischenraum dazu verwendet wird, das Anordnen der Vorrichtung zu unterstützen. Um die Vorrichtung 12 anzubringen, drückt der Benutzer vor einem In-Berührung- Bringen des Vorrichtungskörpers 14 mit dem Körper der Benutzerin den Vorrichtungskörper 14 am Fingergreifabschnitt 29 elastisch nieder. Sobald der Vorrichtungskörper 14 niedergedrückt ist, bringt der Benutzer den umgebenden Flansch 24 mit der die Öffnung der Harnröhre umgebenden Schleimhaut in Berührung. Mit dem Vorrichtungskörper 14 wendet der Benutzer einen leichten Druck auf die Schleimhaut an, welche die Öffnung der Harnröhre umgibt. Dann gibt der Benutzer den Vorrichtungskörper 14 frei, wodurch das Erzeugen eines Vakuums innerhalb der Vorrichtung bewirkt wird. Das Vakuum liefert die Luftdruckdifferenz, welche bewirkt, dass die Atmosphäre auf das Äußere des Flanschs 24 und des Kegelstumpfabschnitts 22 drückt. Der Druck hält die Vorrichtung 12 in Position auf dem Körper der Benutzerin und schließt den Meatus der Benutzerin, wie in Fig. 4 dargestellt. Wenn gewünscht, kann der Benutzer das Vakuum auflösen und die Vorrichtung 12 einfach entfernen, um ein Ausscheiden zu ermöglichen. Der Benutzer kann das Vakuum vor einem Entfernen der Vorrichtung 12 auflösen, indem dieser den Fingergreifabschnitt 29 leicht niederdrückt. In einigen Fällen kann der Benutzer lediglich die Vorrichtung 12 von der Schleimhaut abziehen. Die Vorrichtung 12 ist angenehm zu tragen, kann leicht von einer Mehrheit von Patienten verwendet werden, und es stellte sich heraus, dass diese ein Austreten von Urin verhindert und somit eine Harninkontinenz, einschließlich einer Stressinkontinenz bei Frauen, lindert.
- Bei anderen Ausführungsbeispielen kann die Vorrichtung 12 der vorliegenden Erfindung vor einer Anwendung sterilisiert werden, um das Risiko einer Infektion bzw. Reizung der Haut der Benutzerin zu verringern. Da die Vorrichtung bei einer Verwendung außerhalb des Körpers der Benutzerin ist und keine Komponenten aufweist, welche in die Harnröhre eingeführt werden, ist eine Sterilisation der Vorrichtung vor einer Verwendung nicht erforderlich.
- Es wurde festgestellt, dass Vorrichtungen des oben beschriebenen Typs über lange Zeitspannen verwendet werden können und in Berührung und in gedichtetem Zustand mit der Haut der Benutzerin über Zeitspannen von 2 bis 6 Stunden oder mehr in einigen Fällen bleiben.
- Nach einer Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung ist Fachleuten auf diese Gebiet ersichtlich, dass ändere Ausführungsbeispiele, welche die Grundgedanken beinhalten, verwendet werden können. Die speziellen Materialien, die einstückige Beschaffenheit sowie die geometrische Gestaltung der Vorrichtungen der vorliegenden Erfindung können stark variieren. Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen ist eine Luftdruckdifferenz zwischen der Kammer 16 der Vorrichtung und der Atmosphäre wesentlich, um eine Dichtung zwischen der Vorrichtung und dem Körper der Benutzerin zu schaffen. Die Dichtung wirkt zusammen mit einer mechanischen Schließung des Meatus, um eine Harninkontinenz zu lindern. Die zwischen dem Flansch 24, dem mittleren Kegelstumpfabschnitt 22 und dem Körper der Benutzerin durch die Luftdruckdifferenz erzeugte Dichtung ist ausreichend stark, um einem Harnfluss aus der Vorrichtung über lange Zeitspannen bei Harndrücken, welche normalerweise an der Harnröhrenöffnung vorhanden sind, zu widerstehen und zu verhindern.
Claims (5)
1. Vorrichtung (12) zum Lindern weiblicher
Harninkontinenz, umfassend:
einen elastischen und zumindest teilweise verformbaren
Vorrichtungskörper (14) mit einem Greifabschnitt (29, 39);
wobei der Vorrichtungskörper darin eine Kammer (16)
definiert, welche derart bemessen ist, dass eine reziproke
elastische Verformung des Vorrichtungskörpers gewährleistet
ist, um darin ein Vakuum zum Halten der Vorrichtung auf dem
Körper einer Benutzerin und zum Schließen des Meatus des
Körpers der Benutzerin zu erzeugen;
wobei der ein Vakuum erzeugende Abschnitt eine zylindrische
Form mit einer im wesentlichen vertikalen zylindrischen
Seitenwand (26), welche um eine Mittelachse der Vorrichtung
mittig angeordnet ist, und einer gerundeten äußeren
Stirnwand (28) aufweist;
wobei der Vorrichtungskörper einen umgebenden Flansch (24)
definiert, welcher eine Körperkontaktfläche (36) aufweist,
die als Dichtungsfläche mit dem Körper der Benutzerin
dient;
wobei die Vorrichtung derart wirkt, dass diese den Meatus
der Benutzerin schließt, wodurch ein Austreten von Urin aus
dem Körper der Benutzerin verhindert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der umgebende
Flansch (24) einen Außendurchmesser von zwischen im
wesentlichen 2,3 und im wesentlichen 3,4 Zentimetern
aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der umgebende
Flansch (24) einen Außendurchmesser von im wesentlichen 3
Zentimetern aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei
die durch die Kammer (16) definierte Mittelachse ausgehend
vom oberen Abschnitt des Vorrichtungskörpers (14) hin zum
unteren Abschnitt des Vorrichtungskörpers verläuft, wobei
der untere Abschnitt durch den umgebenden Flansch (24)
definiert ist und die Höhe vom oberen Abschnitt bis zum
unteren Abschnitt im wesentlichen 2 Zentimeter beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
die Vorrichtung (12) einstückig aus einem elastischen
Material hergestellt ist, welches eine einfache Anwendung
auf den Körper der Benutzerin durch Verformen der Kammer
(16) des Vorrichtungskörpers (14), Anwenden der Vorrichtung
auf den Körper der Benutzerin um die Öffnung der Harnröhre
und Aufheben des Verformungsdrucks, um eine
Luftdruckdifferenz zwischen der Kammer und der Atmosphäre
zu definieren, welche ausreicht, den umgebenden Flansch
(24) zum Körper der Benutzerin zu dichten und einen
Flüssigkeitsstrom dadurch hindurch bei normalen Drücken zu
verhindern, welche in vom Körper abgegebenen
Urinflüssigkeiten vorhanden sind, ermöglicht,
wobei die Vorrichtung ferner eine Meatus-verengende Fläche
(34) definiert, um den Meatus zu schließen, wenn die
Vorrichtung angewendet wird, wobei die Druckdifferenz zum
Anordnen der Vorrichtung dient.
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