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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Grillgerät zum Garen von
Lebensmitteln nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Die DE-A 24 25 860 zeigt und beschreibt zwei
Ausführungsbeispiele eines Grillgerätes, von denen eines nach der oben
angegebenen Bauart ausgebildet ist. Der Motor der Antriebseinheit ist
in der Mitte eines Schwenkarmes des beweglichen Rahmens in einer
solchen Position befestigt, daß seine Antriebswelle unmittelbar
den Träger für die Lebensmittel in Drehung versetzt.
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Die DE-A 14 54 157 betrifft ein elektrisches Grillgerät mit
einem beweglichen Träger für die Lebensmittel, der ein Drehlager
hat, welches in einer Führung so angebracht ist, daß es vertikal
verstellt werden kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Grillgerät zu
entwickeln, das ohne den Eingriff des Benutzers während des
Grillens in der Lage ist, einen Grillzyklus in einer
programmierbaren und vollständig automatischen Art und Weise durchzuführen.
Während des automatischen Grillzyklus soll das Grillgut
gegenüber der Wärmequelle auf einem Abstand gehalten werden, der
größer als ein vorbestimmter Abstand ist, insbesondere dann, wenn
der Träger gewendet wird. Am Ende des automatischen Grillzyklus
soll das Grillgerät in einer Position angehalten werden, die
gewährleistet, daß das Grillgut so wenig wie möglich der
Wärmequelle ausgesetzt ist.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Grillgerät
gelöst, das die Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist. Weitere
Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Die Erfindung ist nachstehend an allgemeinen
Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen:
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Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform des Grillgerätes gemäß
der Erfindung,
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Fig. 2 und 3 das in Fig. 1 gezeigte Grillgerät in zwei
unterschiedlichen Arbeitspositionen,
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Fig. 4 die Draufsicht des in Fig. 1 gezeigten Grillgerätes,
wobei einige Teile im Schnitt gezeigt sind, während andere Teile
aus Gründen der Klarheit weggelassen sind,
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Fig. 5 eine vergrößerte Ansicht eines in Fig. 4 gezeigten
Teils, wobei einige Einzelheiten im Querschnitt dargestellt
sind,
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Fig. 6 ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung und
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Fig. 7 ein drittes bevorzugtes Ausführungsbeispiel.
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Aus den Fig. 1 und 2 ergibt sich, daß das Grillgerät zum
Garen von Lebensmitteln 2 (Fig. 4) insgesamt mit 1 bezeichnet
ist. Das Grillgerät 1 hat ein festes Gestell 3, eine an diesem
Gestell 3 angebrachte Wärmequelle 4 zum Erwärmen und Garen der
Lebensmittel 2 sowie einen beweglichen Rahmen 5, der drehbar an
dem Gestell 3 gelagert ist.
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Wie sich im Einzelnen aus Fig. 4 ergibt, hat das Gestell 3 zwei
zueinander parallele Seitenwände 6 und 7 sowie zwei Traversen 8
und 9, die parallel zueinander angeordnet sind und gemeinsam mit
den Seitenwänden 6 und 7 einen im wesentlichen rechteckigen
Rahmen 10 bilden, der im wesentlichen in einer horizontalen Ebene
liegt. Die Enden 11 der Seitenwände 6 und 7, die sich im Bereich
der Traverse 8 über den Rahmen 10 hinaus erstrecken, tragen
Gelenke 12, die zueinander entlang einer Achse 13 ausgerichtet
sind, welche parallel neben der Traverse 8 verläuft, wodurch der
Rahmen 5 mit dem Gestell 3 verbunden ist. Das Gestell 3 hat
einen aus vier im wesentlichen vertikalen Säulen 15 bestehenden
Unterbau 14, wobei sich die Säulen 15 von den einander gegenüberliegenden
Enden der Seitenwände 6 und 7 in Längsrichtung
nach unten erstrecken.
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Aus den Fig. 1 und 4 ergibt sich, daß die Wärmequelle 4 einen
schüsselförmigen Behälter 16 hat, der an dem Gestell 3 befestigt
ist und dessen oben offenes Ende 17 zum Rahmen 10 weist und
unter diesem liegt. Der Behälter 16 dient zur Aufnahme von
Brennmaterial (bekannt und nicht dargestellt), mit dessen Hilfe das
Grillgut 2 erwärmt und gegart wird. Der Behälter 16 hat in
seiner Bodenplatte 18 eine Öffnung 19, über welche die Rückstände
des Brennmaterials herausgenommen werden können. An der oberen
Kante der Öffnung 19 ist eine Klappe 20 angelenkt, die die
Öffnung 19 normalerweise geschlossen hält.
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Der Rahmen 5 hat zwei seitliche Wangen 21 und 22, deren Enden
mit den Gelenken 12 an den Seitenwänden 6 und 7 verbunden sind.
Darüber hinaus sind die beiden seitlichen Wangen 21 und 22 über
eine Stange 23 miteinander verbunden, die sich zwischen der
Traverse 8 und den Gelenken 12 erstreckt.
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Das Grillgerät 1 hat außerdem einen Träger 24 für die
Lebensmittel 2. Dieser Träger 24 ist mit dem Rahmen 5 über eine Achse 25
drehbar verbunden, welche parallel zur Achse 13 verläuft und auf
der von der Stange 23 abgewandten Seite der Traverse 8 liegt.
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Wie Fig. 4 zeigt, hat Träger 24 einen Grill 26, der aus zwei im
wesentlichen rechteckigen Rosten 27 besteht, die einander
gegenüberliegen.
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Bei der in Fig. 6 gezeigten Variante besteht der Träger 24
anstatt aus einem Grill 26 aus einem Spieß 58.
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Der Träger 24 hat zwei Zapfen 29 und 30, die von den beiden
Enden des Grills 26 bzw. des Spießes 58 abstehen. Diese Zapfen 29
und 30 sind sowohl zueinander als auch zu der Achse 25 koaxial,
wobei der Zapfen 30 ein Vierkantprofil aufweist, während der
Zapfen 29 aus einem runden Abschnitt besteht und drehbar axial
in einen Sitz 31 eingreift (Fig. 5). Der obere Bereich des
Sitzes 31 ist offen und verläuft am Ende der zum Rahmen 5
gehörenden Wange 21 koaxial zur Achse 25. Wie Fig. 5 näher
zeigt, kann der Zapfen 29 aus dem Sitz 31 herausgenommen werden,
wozu ein Feststellelement 32 geöffnet wird, das außerhalb des
Sitzes 31 eine L-förmige Platte 33 hat. Diese Platte 33
übergreift eine Nut 34, die den Zapfen 29 am Umfang aufnimmt;
die Platte 33 hat zwei Schlitze 35 für den Eingriff
entsprechender Stifte 36, die an der Wange 21 angebracht sind,
so daß die Platte 33 verschoben werden kann, um den Sitz 31 zu
öffnen (Fig. 6) oder zu schließen (Fig. 5).
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Der Zapfen 30 kann von einer Antriebseinheit 37 gelöst werden,
welche mit dem Zapfen 30 gekoppelt ist, um den Träger 24 um die
Achse 25 zu drehen und gleichzeitig den Rahmen 5 um die Achse 13
zu schwenken. Es ist zu beachten, daß die Antriebseinheit 37 den
Rahmen 5 um die Achse 13 schwenken kann, und zwar aus einer in
Fig. 2 gezeigten Garstellung, in der die beiden Seitenwangen 21
und 22 des Rahmens 5 parallel zueinander und zu den Stirnseiten
der Seitenwände 6 und 7 des Gestells 3 verlaufen, so daß der
Träger 24 neben dem Rahmen 10 und gegenüber dem offenen Ende 17
des Behälters 16 liegt, in eine Zwischenstellung, die in Fig. 3
gezeigt ist und in welcher die beiden seitlichen Wangen 21 und
22 des Rahmens 5 mit den Seitenwänden 6 und 7 des Gestells 3
einen spitzen Winkel bilden.
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Aus Fig. 4 geht hervor, daß die Antriebseinheit 37 von einem
Gehäuse 38 getragen wird, das an einem Ende der Wange 22
ausgebildet ist. Die Antriebseinheit hat einen mit einem
Zeitschalter 39a verbundenen Motor 39, der an dem Gehäuse 38 im
wesentlichen koaxial zu der Stange 23 angebracht ist, sowie ein
Kettengetriebe 40, das innerhalb des Gehäuses 38 untergebracht
ist und ein Zahnrad 41 aufweist, welches auf die Ausgangswelle
des Motors 39 aufgezogen ist und um die eigene Achse 42 rotiert,
die parallel zu den Achsen 13 und 25 verläuft. Zu dem
Kettentrieb gehört ferner ein Zahnrad 43, das fest mit einer
Büchse 44 verbunden ist, die koaxial zur Achse 25 verläuft und
drehbar im Gehäuse 38 gelagert ist, sowie eine Kette 45, die
innerhalb des Gehäuses 38 über die beiden Zahnräder 41 und 43
läuft.
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Die Büchse 44 erstreckt sich aus dem Gehäuse 38 heraus in
Richtung auf die seitliche Wange 21 und ist mit ihrem vom
Zahnrad 43 wegweisenden Ende mit einem mittleren Bereich einer
Traverse 46 fest verbunden. Die Traverse 46 besteht aus zwei
Armen 47, die sich bezüglich der Achse 25 von der Büchse 44
diametral gegenüberliegend erstrecken. An jedem Ende der
Traverse 46 ist eine Rolle 48 angebracht, die um ihre zu den
Achsen 13 und 25 parallele Achse frei drehbar ist. Die Rollen 48
rollen auf einer Ablaufbahn 49 ab, die durch die obere Fläche
der Seitenwand 7 des Gestells 3 gebildet wird. Die Büchse 44 hat
an ihrem mit der Traverse 46 verbundenen Ende eine
Vierkantöffnung 50, in welche der Zapfen 30 axial beweglich,
jedoch radial fest eingreift.
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Bei einer nicht dargestellten Variante ist die Traverse 46
anstatt mit der Büchse 44 mit dem Zapfen 30 des Trägers 24
verbunden.
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Aus der obigen Beschreibung ergibt sich die Funktionsweise. Wenn
der Motor 39 eingeschaltet ist, setzt er den Träger 24 sowie die
Traverse 46 um die Achse 25 in Drehung, wobei die bezüglich der
Drehrichtung der Traverse 46 voreilende Rolle 48 auf der
Ablaufbahn 49 abrollt, während sich die andere Rolle 48 von der
Ablaufbahn 49 wegbewegt. Durch die Drehbewegung des Trägers 24
um die Achse 25 aufgrund des Antriebs durch den Motor 39 wird
der Rahmen 5 veranlaßt, aus seiner Betriebsstellung in eine
Zwischenstellung zu schwenken. Genauer gesagt entspricht eine
Drehung des Trägers 24 um 180º einer Bewegung des Rahmens 5 aus
seiner Betriebsstellung in eine Zwischenstellung und einer
Rückkehr des Rahmens 5 in seine Betriebsstellung.
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Daraus ergibt sich, daß während des Grillvorganges der Träger 24
immer auf einem Abstand gehalten wird, der niemals über den
Abstand hinausgeht, der von dem Träger 24 eingenommen wird,
während sich der Rahmen 5 in seiner Betriebsstellung befindet.
Durch eine Zeiteinstellung des Motors 39 kann der Garvorgang
programmiert und automatisch durchgeführt werden, wobei der
Träger 24 am Ende des Grillprozesses in einer zum Rahmen 10
querliegenden Stellung angehalten werden kann, d. h. in einer
Position, in der das Grillgut 2 so wenig wie möglich der
Wärmequelle ausgesetzt ist.
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Bei der in Fig. 7 gezeigten Variante ist ein Grillgerät 57
gezeigt, das ähnlich wie das Grillgerät 1 ausgebildet ist. Der
erste Unterschied besteht darin, daß der Unterbau 14 des
Grillgerätes 51 so konstruiert ist, daß sich der Rahmen 10 in
einer vertikalen Stellung befindet. Der zweite Unterschied
besteht darin, daß die Wärmequelle 4 ein Strahlungselement 52
ist, vorzugsweise in Form einer Platte oder einer elektrischen
Spule, die auf der dem Rahmen 10 gegenüberliegenden Seite des
Trägers 24 angebracht ist. Um in diesem Fall den Kontakt
zwischen den Rollen 48 und der Ablaufbahn 49 während des
Grillens zu gewährleisten, hat der Rahmen 5 Gegengewichte 53,
die an jeder Wange 21, 22 in der Nähe der Stange 20 angebracht
sind. Diese Gegengewichte 53 erstrecken sich über die
entsprechenden seitlichen Wangen 21 und 22 vom Rahmen 5 weg.