DE69616623T2 - Intraorales Kommunkationssystem - Google Patents
Intraorales KommunkationssystemInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft den Bereich der Kommunikationssysteme und insbesondere ein Kommunikationssystem, bei dem eine in der Mundhöhle eines Menschen getragene Einheit die interaktive Kommunikation vereinfacht.
- In der Kommunikationstechnik treten Situationen auf, in denen es für einen Menschen vorteilhaft ist, wenn er ohne die Verwendung von normalen akustischen oder manuellen Mitteln kommunizieren und eine Vorrichtung steuern kann. Solche Situationen treten häufig auf, wenn ein Mensch aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage ist, die normalen Kommunikationsmittel zu verwenden oder eine Person mit einer Aufgabe beschäftigt ist, welche die vollständige Nutzung manueller oder anderer Möglichkeiten erfordert.
- In der Technik hat man Anstrengungen unternommen, um die Kommunikationsfähigkeit durch Einheiten zu ermöglichen, die in der Mundhöhle getragen und durch die Bewegung der Zunge, des Kiefers und/oder des Kopfes bedient werden. Diese Einheiten wurden in der Technik als intraorale Steuereinheiten bekannt. In der US-Patentschrift 4 605 927 wird ein Schalter mit Hilfe der Zunge betätigt, wobei die Kommunikation mit einer fernen Vorrichtung über eine intraorale Stromversorgung und einen FM- Sender erfolgt. In der US-Patentschrift 4 728 812 wird ein Potentiometer mit Hilfe einer Kieferbewegung betätigt. In der US-Patentschrift 5 233 662 werden Lichtstrahlen im Mundstück mit der Zunge unterbrochen, wobei das Ergebnis über ein Ton- oder Lichtsignal vom Mundstück übertragen wird. In der US- Patentschrift 5 212 476 werden elektrische Signale, die durch den Ionenaustausch bei der Kontraktion des Zungenmuskels erzeugt werden, durch einen Sendeempfänger übertragen. Im IBM Technical Disclosure Bulletin (TDB) 32, 12. Mai 1990, Seiten 445 bis 447, werden mit Hilfe der Zunge codierbare Kombinationen von Luftlöchern in einem Mundstück blockiert, wobei die Ergebnisse durch die Wirkung der sich ändernden Luftströmung auf eine ferne Vielzahl von Druckwandlern übertragen werden und die codierbaren Kombinationen der Luftlöcher ein breites Spektrum an erläuternden Informationen ermöglichen.
- Die Europäische Patentanmeldung EP-A-1-0487027 beschreibt eine Vorrichtung für einen Behinderten. Es wird vorgeschlagen, eine Platte zu verwenden, die so ausgelegt ist, dass sie der Form des Gaumens eines Menschen entspricht und eine Anordnung von Tasten umfasst, die mit der Zunge betätigt werden können. Auf diese Weise werden Signale erzeugt und an eine Schnittstelle übertragen, um mit Hilfe einer Steuereinheit, die einen Mikroprozessor umfasst, verschiedene Vorrichtungen zu steuern.
- Aus WO-A-9007249 ist eine durch die Zunge aktivierte Kommunikationssteuereinheit bekannt, die eine intraorale Senderbaugruppe enthält, welche eine Tastatur mit einer Vielzahl von mit der Zunge betätigbaren Positionen hat, um ein Signal zu erzeugen, das von der aktivierten Position abhängt, und einen Sender, um codierte Signale zu übertragen. Die intraorale Senderbaugruppe enthält eine zweiseitige Leiterplatte, wobei die erste Seite Elektronik zur Übertragung von Signalen und die zweite Seite eine Schaltung enthält, um von einer Position in eine andere umzuschalten. Außerdem enthält die Steuereinheit einen Empfänger, um die codierten Signale von dem Sender zu empfangen, und der Empfänger sendet die Signale an den Mikrocomputer, der die codierten Signale decodiert, um einen Satz von Befehlen zu bilden, der zum Betreiben einer Einheit dient. Der Mikrocomputer sendet die Signale an die zu betreibende Einheit.
- Eine Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten intraoralen Kommunikationsmundstücks, eines intraoralen Kommunikationssystems und eines Prozesses zur Kommunikation mittels des Mundstücks.
- Die Erfindung betrifft ein intraorales Kommunikationssystem, das ein Mundstück enthält, bei dem einzelne auswählbare, mit der Zunge unterscheidbare, druckempfindliche getrennte Positionen sowie Kombinationen dieser Positionen veranlasst werden, Signale zu erzeugen, indem sie zwischen einer von der Zunge ausgeübten Kraft und einer Gegenkraft, die durch die vom Gaumen gebotene Unterstützung für das Mundstück ausgeübt wird, niedergedrückt werden. Die Signale werden über ein Kabel oder durch Übertragung mittels Licht oder Hochfrequenz an eine Kommunikations- und Steuereinheit wie zum Beispiel einen Rechner bereitgestellt, wobei über einen Monitor eine Rückmeldung an die kommunizierende Person erfolgt.
- Fig. 1 ist eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße intraorale Mundstückelement.
- Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Mundstückelements von Fig. 1 entlang der Linie 2-2 von Fig. 1.
- Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht des Mundstückelements der Fig. 1 und 2.
- Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung des Mundstückelements von Fig. 1 entlang der Linie 4-4 von Fig. 1.
- Fig. 5 ist eine schematische Darstellung, welche die interaktive Kommunikation eines Menschen mit den Elementen in dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem zeigt.
- Fig. 6 und Fig. 7 sind beispielhafte Verdrahtungsmuster für die druckempfindlichen Stellen in der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mundstückelements.
- Fig. 8 ist eine Schnittdarstellung einer druckempfindlichen Stelle in dem erfindungsgemäßen Mundstückelement entlang der Linie 4-4 von Fig. 1.
- In Kommunikationssituationen, in denen der übliche Gebrauch der Hände, der Arme und der Stimme nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, wie zum Beispiel, wenn die potenziell kommunizierende Person körperlich behindert ist oder Aufgaben durchführt, bei denen die übliche Art der Kommunikation nicht möglich ist oder bereits durch andere Tätigkeiten in Anspruch genommen wird; die Erfindung stellt ein System bereit, das es der kommunizierenden Person gestattet, interaktiv zu kommunizieren, das heißt, sowohl erläuternde Informationen (expository type information), bei denen es sich um konstruierte Informationen handelt, als auch Auswahlinformationen (selection type information), bei denen es sich um Informationen mit Bedienerführung handelt, zu übermitteln.
- Die Fähigkeit zur Übermittlung von erläuternden Informationen wird durch ein Mundstück bereitgestellt, das im Mund platziert wird und der Form des Gaumens entspricht, wobei wählbare Kombinationen von druckempfindlichen getrennten Positionen, die man mit der Zunge unterscheiden kann, veranlasst werden, Signale zu erzeugen, indem sie durch die Kraft des Zungendrucks niedergedrückt werden. Die mit der Zunge unterscheidbaren, druckempfindlichen Stellen verleihen der kommunizierenden Person einzeln und in verschiedenen Kombinationen die Fähigkeit, ein breites Spektrum an erläuternden Informationen zu konstruieren.
- Die Fähigkeit zur Übermittlung von Auswahlinformationen wird durch eine getrennte Signalisierungsfunktion bereitgestellt, die durch Zungendruck auf eine bestimmte zungendruckempfindliche Stelle betätigt wird. Eine solche Signalisierungsfunktion wird durch eine Lichtquelle realisiert, die an das über die Lippen hinausragende Mundstück angeschlossen wird, durch die Bewegung des Kopfes gerichtet und durch Zungendruck auf eine getrennte druckempfindliche Stelle eingeschaltet wird.
- Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem macht einen direkten und interaktiven Informationsaustausch zwischen einer kommunizierenden Person und einem Steuersystem möglich, das ein Informationsverarbeitungssystem enthält.
- In den Fig. 1 bis 4 sind Draufsichten, Schnittdarstellungen und perspektivische Ansichten des Aufbaus und der Merkmale eines Mundstückelements gezeigt, das die Grundgedanken der Erfindung umsetzt.
- Das intraorale Kommunikationssystem verfügt über ein erfindungsgemäßes Mundstück. Das Mundstück liegt unmittelbar am Gaumen an, wenn es richtig platziert ist. Das Mundstück ist ein schichtweise aufgebauter, verdrahteter, druckempfindlicher und strukturierter Teil des Systems, das dem Gaumen entsprechend geformt ist, hinter der oberen Zahnreihe platziert wird, um die Kanten hermetisch versiegelt und mit einem oder mehreren der folgenden Merkmale ausgestattet ist: einer Vielzahl von getrennten, mit der Zunge unterscheidbaren und zungendruckempfindlichen Stellen, einer Kabeleinführung, die Strom und Signale zuführen kann, einer kleinen Stromversorgung, einem Signalverarbeitungschip und einem Lichtstift oder einer Lichtquelle, der/die über die Zähne und Lippen hinausragt.
- Bezug nehmend auf Fig. 1, ist eine Ausführungsform der Erfindung gezeigt, in der das Mundstück 1 einen Bereich 2 hat, der dem Bereich des Mundes hinter der oberen Zahnreihe, die nicht gezeigt ist, entspricht und eine Halterung 4 eines externen Kabels 3 trägt, die an das Mundstück 1 angeschlossen ist und über die obere und die untere Zahnreihe und die Ober- und die Unterlippe, die nicht gezeigt sind, hinausragt. In dem Bereich 5 des Mundstücks 1 befinden sich die in Abständen angeordneten druckempfindlichen Stellen 6 bis 14, von denen jede innerhalb der Schichten der Struktur eine druckempfindliche elektrische Signaleinheit enthält, die jeweils als die Elemente 15 bis 23 gekennzeichnet ist. Auf der Unterseite oder der Seite, die direkt auf der Zunge aufliegt, wenn das Mundstück 1 richtig platziert ist, befinden sich entsprechende Ausbuchtungen oder Erhebungen 24 bis 32, durch die die Zunge die einzelnen Stellen unterscheiden kann und die bei der Umsetzung von grobem Zungendruck helfen, damit eine Konzentration auf die druckempfindliche Signaleinheit an der bestimmten Stelle stattfindet. In der Praxis stellen drei Reihen mit jeweils drei druckempfindlichen Stellen eine umfangreiche Zahl von Permutationen und Kombinationen bereit, die mit einer beträchtlichen Anzahl von erläuternden Aussagen korrelieren können.
- Eine Richtsignalisierungsfunktion wird durch einen Lichtstift oder eine Lichtquelle 33 bereitgestellt, der/die zusammen mit der durch die Zunge unterscheidbaren Umschaltung eine Kopfbewegung ermöglicht, um das Licht zu richten und es mit der Zunge anzuschalten. In Fig. 1 befindet sich der Richtschalter 34 in dem Bereich hinter der oberen Zahnreihe an einer von den Stellen 6 bis 14 getrennten Stelle, und damit er von der Zunge leichter unterschieden werden kann, wird eine andere, verlängerte Erhebung 35 vorgesehen, wie gezeigt ist.
- Die Schichtstruktur des Mundstücks 1 ist um die Kanten und um die Halterung 4 hermetisch versiegelt und symbolisch als das Element 36 gekennzeichnet. Ein elektrisches Übertragungskabel 3 ragt aus dem Mundstück 1 zur Stromversorgung und zu Signalverarbeitungs- und -übertragungselementen des Systems, die in dieser Figur nicht gezeigt sind, heraus.
- Bezug nehmend auf Fig. 2, ist eine Schnittdarstellung des Mundstücks 1 entlang der Linien 2-2 von Fig. 1 gezeigt, wobei für gleiche Elemente die gleichen Bezugszahlen wie in Fig. 1 verwendet werden. Wenn es richtig platziert ist, befindet sich die Oberseite 38 des Mundstücks 1 in Kontakt mit dem Gaumen, der nicht gezeigt ist, wobei sich der Bereich 2 hinter der oberen Zahnreihe, die nicht gezeigt ist, und die Halterung 4 des Kabels 3 zwischen den Zahnreihen, die nicht gezeigt sind, befinden. Die Erhebungen 24 bis 32 von Fig. 1, von denen die Erhebungen mit der Bezugszahl 24, 25, 27, 28, 30, 31 und 35 in Fig. 2 zu sehen sind und von denen jede aus der Oberfläche 39 herausragt, können von der Zunge ohne weiteres unterschieden werden, und der Kraft des von der Zunge ausgeübten Drucks wirkt die gegen den Gaumen gerichtete unterstützende Gegenkraft des Mundstücks entgegen.
- Bezug nehmend auf Fig. 3, ist eine perspektivische Ansicht des Mundstücks 1 der Fig. 1 und 2 gezeigt, wobei in Fig. 3 für gleiche Elemente die gleichen Bezugszahlen wie in den Fig. 1 und 2 verwendet werden. Die perspektivische Ansicht veranschaulicht die durch die Zunge mögliche Unterscheidbarkeit der bestimmten Stelle 6 einer Erhebung 24 auf der unmittelbar auf der Zunge aufliegenden Oberfläche 39.
- Bezug nehmend auf Fig. 4, ist eine Schnittdarstellung einer druckempfindlichen Stelle entlang der Linie 4-4 von Fig. 1 gezeigt, wobei die Stelle 7 als Beispiel dient und für gleiche Elemente die gleichen Bezugszahlen wie in den Fig. 1, 2 und 3 verwendet werden. In Fig. 4 sind die äußeren Schichten 40 und 41 zu sehen, die dazu dienen, die Verdrahtung und die druckempfindlichen Elemente an den bestimmten Stellen zu kapseln und strukturell zu unterstützen. Die Schicht 40 wird vom Gaumen unterstützt, wie durch den Hinweispfeil 42 gezeigt ist, der die Gegenkraft zur Kraft der Zunge darstellt, die nicht gezeigt ist und durch den Hinweispfeil 43 dargestellt wird. Die Schicht 40 kann aus einem steifen Material wie zum Beispiel dem Akrylkunststoff bestehen, der bei zahnärztlichen und kieferorthopädischen Vorrichtungen verwendet wird, und der individuellen Form des Gaumens entsprechend modelliert werden, oder sie kann aus einem mundfloraresistenten, nichttoxischen Material bestehen, das einigermaßen flexibel ist, aber auch der in Fig. 3 gezeigten allgemeinen Form entspricht. Die Schicht 41 muss leicht federnd sein, damit der Zungendruck übertragen werden kann, wie durch den Hinweispfeil 43 dargestellt ist, der auf die Erhebung 25 auf der Oberfläche 39 auf das druckempfindliche Element 16 ausgeübt wird. Das aus Polyurethan bestehende Material, das in der Technik für medizinische Zwecke eingesetzt wird, ist für diese Anforderungen ausreichend.
- Das druckempfindliche Element 16 kann eines von zwei allgemeinen Arten von druckempfindlichen Elementen sein; es kann von derjenigen Art sein, die eine Schaltereigenschaft vom Typ "offen und geschlossen" aufweist, die zwischen normalerweise getrennten Leitern, die veranlasst werden, sich unter Druck zu berühren, für eine durchgehende elektrische Verbindung sorgt, oder von derjenigen Art, die ein quantitatives Maß des Drucks bereitstellt, wie zum Beispiel Dehnungsmesstreifen oder Kraftsensoren. Das druckempfindliche Element 16 wird in einer Öffnung in einer elektrisch isolierenden Schicht 44 angeordnet, die das Element 16 in seiner Position hält und die Leiter trägt. Die Leiter 45 und 46 sind als orthogonal zueinander angeordnete Leiter gezeigt, wobei jeder für eine durchgehende elektrische Verbindung zu einem Kontakt des druckempfindlichen Elements 16 sorgt.
- Die in Wechselbeziehung stehenden strukturellen und physischen Eigenschaften des Mundstücks 1 werden in ein Kommunikationssystem integriert, das über ein umfangreiches Funktionsspektrum verfügt. Fig. 5 ist eine schematische Darstellung, welche die interaktive Kommunikation eines Menschen mit den Elementen in dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem zeigt, wobei gegebenenfalls die gleichen Bezugszahlen wie in den vorherigen Figuren verwendet werden. Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem bietet durch Kodifizierung von Druckereignissen an mehreren Stellen die Möglichkeit einer interaktiven Übertragung von Auswahlinformationen zusammen mit erläuternden Informationen zwischen einer kommunizierenden Person und einer Steuervorrichtung.
- Bezug nehmend auf Fig. 5, wird das Mundstück 1 im Mund der kommunizierenden Person 50 platziert, wobei die Halterung 4 des Kabels 3 mit dem Lichtstift oder der Lichtquelle 33 über die Lippen hinausragt. Mindestens die Stromversorgung und optional die Decodierung und Weiterleitung werden vom Element 51 bereitgestellt, das an einer Halskette befestigt ist, welche die kommunizierende Person 50 trägt. Das Element 51 leitet die Drucksignale von den druckempfindlichen Elementen 15 bis 23 und 34 mit Hilfe von Kommunikationsverfahren, die in der Technik üblich sind, wie zum Beispiel frequenzmodulierte (FM-)Srahlung oder codiertes Infrarotlicht, die symbolisch in Form des gestrichelten Pfeils 53 gezeigt sind, an einen Prozessor 52 weiter. Das Licht von der Lichtquelle 33, die durch Zungendruck auf das Element 34 eingeschaltet wird, wird durch eine Kopfbewegung der kommunizierenden Person 50 auf ein ausgewähltes lichtempfindliches Element gerichtet, das wiederum mit der Steuereinheit 52 kommuniziert. Ein Rechnermonitor 55 stellt Anzeigefunktionen bereit, damit der kommunizierenden Person 50 Informationen zurückgemeldet und Vorrichtungen gesteuert werden können, wie es in der Technik üblich ist. Es gibt einen optischen Rückmeldungs- Kommunikationskanal, der als die punktierte Linie 56 vom Monitor 55 zur kommunizierenden Person 50 gezeigt ist. Durch Betrachtung des Monitors 55 kann die kommunizierende Person 50 Antworten erstellen, die über das Mundstück 1 übermittelt werden sollen. Der elektrische Kommunikationskanal zwischen dem Monitor 55 und dem Prozessor 52 ist symbolisch als der Pfeil 57 gezeigt. Ein Ausgangssignal vom Prozessor 52 an eine zu steuernde Vorrichtung ist symbolisch als das mit einem Pfeil gekennzeichnete Element 58 gezeigt. Die erfindungsgemäße Kommunikation trägt auch der Signalgabe mittels codiertem Infrarotlicht und der akustischen Signalgabe Rechnung.
- Es dürfte offensichtlich sein, dass bei den von der Erfindung bereitgestellten interaktiven Funktionen viele verschiedene Änderungen an der Struktur und der Anordnung möglich sind. Als ein Beispiel wird das System in Fig. 5 der Klarheit der Funktion halber in Form der getrennten Elemente 51, 52 und 55 beschrieben, wohingegen es sich bei den Elementen 52 und 55 in der Praxis um eine einzelne Rechnereinheit handeln könnte, die über ein längeres Kabel 3 angeschlossen ist, wobei davon ausgegangen wird, dass die kommunizierende Person 50 lange Kabel toleriert. Es ist auch möglich, die Stromversorgung und einen Teil der Verarbeitung im Mundstück vorzusehen. Es ist ferner möglich, die Verarbeitung und die Kodifizierung im Mundstück 1 durchzuführen, damit eine Lichtquelle wie zum Beispiel die Lichtquelle 33 eine Infrarotlicht-Übertragung an die Steuereinheit 52 vornehmen kann.
- Die Fig. 6 und 7 sind beispielhafte Verdrahtungsmuster für die druckempfindlichen Stellen, und Fig. 8 ist eine Schnittdarstellung der Position eines druckempfindlichen Elements entlang der Linie 4-4 von Fig. 1 in einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mundstücks 1, in der gegebenenfalls die gleichen Bezugszahlen wie in den vorherigen Figuren verwendet werden.
- Bezug nehmend auf die Fig. 6, 7 und 8 zeigt Fig. 6 eine Draufsicht auf ein gemeinsames Leiterverbindungsmuster 60 mit Anschluss an einen Leiter eines gemeinsamen Kabels 3, wie es in dem Fall verwendet würde, in dem jedes druckempfindliche Element 15 bis 23 ein Schalter wäre, der an eine gemeinsame Spannungsversorgung angeschlossen würde. Das druckempfindliche Element 34 ist der Betätigungsschalter für die Lichtquelle 33, die wiederum eine in der Technik übliche Infrarotlicht emittierende Diode ist. Das Element 34 ist über eine gesonderte Verbindung an die Lichtquelle 33 angeschlossen, und die verbleibende Anschlussstelle der Lichtquelle 33 ist mit dem Verbindungsmuster 60 verbunden. Das Verbindungsmuster 60 wird mittels in der Technik üblicher Beschichtungsverfahren wie zum Beispiel Siebdruck, gefolgt von einer Galvanisierung bis zur gewünschten Strombelastbarkeit, hergestellt. Das Muster 60 wird von der freiliegenden Seite 39 mit der Erhebung 25 auf die Rückseite der Schicht 41 von Fig. 8 aufgebracht.
- Bezug nehmend auf Fig. 7, ist eine Draufsicht eines gesonderten Verdrahtungsmusters 61 für die Lichtquelle 33 und die druckempfindlichen Elemente 15 bis 23 und 34 gezeigt, wobei die Leiter vom Kabel 3 zu den einzelnen druckempfindlichen Stellen 15 bis 23 und 34 führen. Die Verdrahtung 61 von Fig. 7 wird auf die Schicht 40 in Fig. 8 auf der Seite aufgebracht, die der freiliegenden Seite 38 gegenüber liegt. Die Isolierschicht 44, die nur in der Schnittdarstellung in Fig. 8 gezeigt ist, trennt die Schichten der Fig. 6 und 7 und weist eine Stärke auf, die einen Abstand 62 von ungefähr 0,1 Millimeter erzeugt, wenn auf die Erhebung 25 kein Zungendruck ausgeübt wird. Die Öffnung 63, die den Schnittpunkt der Leiter 61 und 62 in der Schicht 44 umgibt, beträgt ungefähr 0,05 Millimeter, was ausreichend ist, damit sich die Schicht 41 unter Zungendruck biegen kann, um den Abstand 62 zu schließen. Das Mundstück 1 weist eine gewisse Flexibilität auf, wobei die Schichten 40 und 41 aus einem Polyurethan-Material hergestellt werden, und das Mundstück mittels in der Technik üblicher Verschmelzungsverfahren um die Kanten hermetisch versiegelt wird und die allgemeine Form von Fig. 3 aufweist. Durch Verwendung des üblichen Verdrahtungsmusters von Fig. 6 zusammen mit dem gesonderten Verdrahtungsmuster wird die Anzahl der im Kabel 3 benötigten Leiter auf weniger als 15 verringert.
- Ein intraorales Kommunikationssystem wurde beschrieben, bei dem der von der kommunizierenden Person auf Stellen in einem Mundstück ausgeübte Zungendruck codierte erläuternde Informationen liefert. Der Zungendruck auf eine getrennte Stelle des Mundstücks löst die Übertragung von Auswahlinformationen aus. Die kommunizierende Person empfängt Informationen über einen Rechnermonitor. Die kombinierten Informationsarten können bei der interaktiven Kommunikation mit Informationsverarbeitungs- und Steuereinheiten verwendet werden.
Claims (12)
1. Intraorales Kommunikationsmundstück (1), das Folgendes
umfasst:
ein schichtweise aufgebautes Teil (36) aus versiegeltem,
mundfloraresistentem Material,
wobei das schichtweise aufgebaute Teil (36) so ausgelegt
ist, dass es der Form des Gaumens eines Menschen im
Bereich hinter der oberen Zahnreihe entspricht,
wobei das schichtweise aufgebaute Teil (36) innerhalb
seiner Schichten eine Gruppe (5) von Signalelementen (15,
16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23), die mit der Zunge
unterschieden werden können und zungendruckempfindlich
sind, mit einem Signalleiter (60; 61) hat, der zu dem
Kommunikationsmittel (51) führt, damit außerhalb des
Mundes eine Kommunikation stattfinden kann,
wobei das intraorale Kommunikationsmundstück
gekennzeichnet ist durch
eine Lichtquellen-Halterung (4), die mit dem schichtweise
aufgebauten Teil (36) verbunden und so ausgelegt ist, dass
sie über die obere Zahnreihe hinausragt, und
ein zungendruckempfindliches Lichtquellen-
Betätigungselement (34), das in dem schichtweise
aufgebauten Teil (36) von der Gruppe (5) getrennt
angeordnet wird.
2. Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das schichtweise aufgebaute Teil (36) eine erste und eine
zweite Seite hat, wobei die erste Seite (38) des
schichtweise aufgebauten Teils (36) so ausgelegt ist, dass
sie der Form des Gaumens eines Menschen im Bereich hinter
der oberen Zahnreihe entspricht, und
die zweite Seite (39) des schichtweise aufgebauten Teils
(36) eine die Zunge führende Erhebung (24, 25, 26, 27, 28,
29, 30, 31, 32; 35) hat, die sich räumlich mit jedem
Signalelement (15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 35)
deckt.
3. Mundstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
eine die Zunge führende Erhebung (24, 25, 26, 27, 28, 29,
30, 31, 32; 35) von den anderen getrennt ist und eine
spezielle Form hat.
4. Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das schichtweise aufgebaute Teil (36) durch Verschmelzung
um die Kanten hermetisch versiegelt ist.
5. Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gruppe (5) eine Vielzahl von Reihen getrennter
druckempfindlicher Signalelemente (15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23) hat und sich das getrennte spezielle
Signalelement (35) in einem getrennten Bereich des
schichtweise aufgebauten Teils (36) befindet.
6. Mundstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die der ersten Seite (38) gegenüber liegende Schichtseite
(39) innerhalb des schichtweise aufgebauten Teils (36) ein
gesondertes Verdrahtungsmuster (60) aus Leitern aufweist,
wobei ein getrennter Leiter von einem gemeinsamen Kabel
(3) zu jedem druckempfindlichen Signalelement (15, 16, 17,
18, 19, 20, 21, 22, 23) führt.
7. Mundstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die der zweiten Seite (38) gegenüber liegende Schichtseite
(39) innerhalb des schichtweise aufgebauten Teils (36) ein
gemeinsames Verdrahtungsmuster (60) aus Leitern aufweist,
wobei ein einzelner Leiter von einem gemeinsamen Kabel (3)
denselben Anschluss eines jeden druckempfindlichen
Signalelements (15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23)
elektrisch zusammenführt.
8. Intraorales Kommunikationssystem, das gekennzeichnet ist
durch:
ein Mundstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
Anzeigemittel (55), die innerhalb des Sichtbereichs einer
kommunizierenden Person (50) mit dem Mundstück (1)
angeordnet sind,
wobei die Anzeigemittel (55) so ausgelegt sind, dass sie
der kommunizierenden Person (50) Informationen anzeigen,
und
Verarbeitungsmittel (52), die auf mindestens eines der
elektrischen und Lichtsignale von dem Mundstück (1)
ansprechen und dem Anzeigemittel (55) Anzeigeinformationen
bereitstellen sowie Steuersignale bereitstellen.
9. System nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein Element
(51), das am Hals der kommunizierenden Person (50)
getragen wird und mindestens eine der Funktionen
Stromversorgung und Signalübertragung bereitstellt.
10. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Funktionen des Anzeigemittels (55) und des
Verarbeitungsmittels (52) in einem einzigen Rechnerelement
untergebracht sind.
11. Kommunikationsprozess, der die folgenden Schritte umfasst:
Bereitstellen sowohl von elektrischen als auch optischen
Signalen, die in Verbindung mit einem Mundstück (1) nach
einem der vorstehenden Ansprüche geliefert werden, das von
einer kommunizierenden Person (50) zum Signalaustausch mit
einem Prozessor (52) verwendet wird,
Bereitstellen einer Anzeige (55), die so angeordnet wird,
dass sie von der kommunizierenden Person (50) betrachtet
werden kann, und
Verarbeiten sowohl der elektrischen als auch der optischen
Signale, um zumindest der kommunizierenden Person (50)
Anzeigeinformationen bereitzustellen und um Steuersignale
zu erzeugen.
12. Prozess nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schritt der Bereitstellung von elektrischen und
Lichtsignalen, die in Verbindung mit dem Mundstück (1)
geliefert werden, die Erzeugung der Signale durch eine
Gruppe (5) von signalerzeugenden Elementen (15, 16, 17,
18, 19, 20, 21, 22, 23), die mit der Zunge unterschieden
werden können und zungendruckempfindlich sind, und durch
ein einziges, durch Zungendruck betätigtes, auf den Kopf
gerichtetes Lichtsignalelement (34) beinhaltet.
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