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DE69612225T2 - Verfahren und Vorrichtung zum Richten von flachen metallischen Produkten sowie Blechen, Metallbanden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Richten von flachen metallischen Produkten sowie Blechen, Metallbanden

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Publication number
DE69612225T2
DE69612225T2 DE69612225T DE69612225T DE69612225T2 DE 69612225 T2 DE69612225 T2 DE 69612225T2 DE 69612225 T DE69612225 T DE 69612225T DE 69612225 T DE69612225 T DE 69612225T DE 69612225 T2 DE69612225 T2 DE 69612225T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
straightening
roller
product
arrangement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69612225T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69612225D1 (de
Inventor
Jacques-Yves Bourgon
Olivier Guillard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sollac SA
Original Assignee
Sollac SA
Lorraine de Laminage Continu SA SOLLAC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sollac SA, Lorraine de Laminage Continu SA SOLLAC filed Critical Sollac SA
Publication of DE69612225D1 publication Critical patent/DE69612225D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69612225T2 publication Critical patent/DE69612225T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D1/00Straightening, restoring form or removing local distortions of sheet metal or specific articles made therefrom; Stretching sheet metal combined with rolling
    • B21D1/02Straightening, restoring form or removing local distortions of sheet metal or specific articles made therefrom; Stretching sheet metal combined with rolling by rollers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)
  • Straightening Metal Sheet-Like Bodies (AREA)
  • Registering, Tensioning, Guiding Webs, And Rollers Therefor (AREA)
  • Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Richten flacher Gegenstände wie Bänder, Bleche oder Platten aus Metall, insbesondere aus Stahl, die im folgenden ganz allgemein unter der Bezeichnung Blech zusammengefaßt werden nach dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 3.
  • Die Veröffentlichung FR-A-2 334 440 beschreibt ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit Ausnahme des Merkmals, das die Verwendung von einstellbaren Kompensationsanordnungen für die Nachgiebigkeit betrifft, die unabhängig voneinander den einzelnen Walzen zugeordnet sind.
  • Derartige Vorrichtungen zum Richten, auch Richtmaschinen genannt, werden im Hinblick auf die Vermeidung von Planfehlern der Bleche nach dem Warm- oder Kaltwalzen verwendet. In der Tat können beispielsweise nach den Schritten des Warmwalzens (in einem Vierwalzengerüst mit Drehrichtungsumkehr für Bleche oder mit einer Fertigstrecke für Bänder), des Abkühlens und der Nachbehandlung die Walzprodukte Planfehler aufweisen, die sich nicht weiter ausbreiten, wie z. B. Kantenfehler oder Mittenfehlex in Längsrichtung, oder aber sich später weiter ausbreitende Planfehler wie Bogenfehler oder Ziegelfehler. Diese geometrischen Fehlstellen beeinträchtigen in sichtbarer Weise das Walzprodukt.
  • Andererseits kann es passieren, dass ein offensichtlich ebenes Blech sich beim späteren Stanz- bzw. Schnittschritt verformt aufgrund der Freisetzung von inneren Spannungen, denen der Bereich des Zuschnitts vor dem Stanz- bzw. Schnittvorgang ausgesetzt war. Diese Fehler resultieren aus einer heterogenen Verteilung der inneren Spannungen im Blech und zwar sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung zur Walzrichtung.
  • Das Richten dient dazu, diese sich weiter ausbreitenden und nicht weiter ausbreitenden Fehlstellen zu unterdrücken und die Stabilität des Blechs nach dem Zuschnitt zu gewährleisten durch Unterdrückung oder mindestens Minimierung der inneren Spannungen.
  • Das Prinzip des Richtens mit einer für die Erfindung geeigneten Richtmaschine besteht darin, das durchlaufende Blech einer Folge von Wechselbiegebelastungen zu unterwerfen, deren Amplitude zunehmend in Richtung Behandlungsende abnimmt. In Richtmaschinen mit Walzen wird diese Folge von Biegebelastungen während des Durchlaufes des Bleches zwischen Richtwalzen erreicht, die versetzt zueinander und verschachtelt ineinander derart angeordnet sind, dass diese Wechselbiegebelastungen durchgeführt werden, wobei der Verschachtelungsgrad in Vorschubrichtung des Bleches gesehen abnimmt, entsprechend der zunehmenden Verringerung der Amplitude der Biegebelastungen.
  • Die starken Durchbiegungen, denen das Blech am Eingang der Richtmaschine unterworfen wird, sind erforderlich, um das Material ausreichend zu erweichen und damit im wesentlichen die ursprünglichen sich nicht weiter ausbreitenden Geometriefehler zu beseitigen. In dem Maß, in dem die Wechselbiegebelastungen kombiniert mit der Zugwirkung für den Vorschub des Bleches ausreichend groß sind, erfolgt eine Erweichung sämtlicher Materialfasern über die gesamte Breite des Bleches. Diese starken Verformungen erzeugen üblicherweise eine nicht homogene Verteilung der inneren Längsspannungen (die die Ursache für die Bogenfehler sind) und Querspannungen (die die Ursache für die Ziegelfehler sind) und zwar über die Dicke des Bleches. Obwohl das gesamte Material erweicht wird, ist diese Erweichung mehr oder weniger ausgeprägt als Funktion der ursprünglichen Geometriefehler. Für ein korrektes Richten muß diese heterogene Verteilung der Spannungen beseitigt werden und die Intensität der Spannungen verringert werden in einem nachfolgenden Schritt, wie es in der Praxis durch die Aufeinanderfolge von Biegeschwingungen abnehmender Amplitude in Richtung des Ausgangs der Dressiermaschine erfolgt.
  • Ein Richten ist besonders wirkungsvoll, wenn das erhaltene Blech vor dem Zuschnitt absolut eben ist und ebenso der Rest nach einem Zuschnitt, was nur erhalten werden kann mit einem sehr geringen Gradienten der verbleibenden inneren Spannungen nach dem Richten. Nur eine homogene Deformation des Bleches über seine Breite ermöglicht es, diese geringstmöglichen Gradienten der verbleibenden Spannungen zu erzielen.
  • Die derzeit bekannten Richtmaschinen (siehe beispielsweise die Veröffentlichung DE-A-33 08 616, die dem Oberbegriff des Anspruchs 3 entspricht) weisen üblicherweise neben den herkömmlichen Positionsregelanordnungen für die beidseits des Blechweges angeordneten Richtwalzen einstellbare Kompensationsanordnungen für das Nachgeben oder Gegenbiegeanordnungen auf, die dazu dienen, ein Durchbiegen der Richtwalzen unter dem Einfluß der Kräfte zu vermeiden, denen sie während des Richtens ausgesetzt sind. So sind z. B. in Fig. 1, in der in schematischer Weise eine Richtmaschine für dünne Platten dargestellt ist, Stützrollen 9 vorgesehen, die an einem Traggestell 7 angeordnet sind und mit den Richtwalzen 5 in Kontakt stehen. Dadurch werden letztere von den Stützrollen gehalten, welche die Biegeverformungen der Walzen begrenzen. Es sei betont, dass die Richtwalzen drehbar gelagert sind in (in Fig. 1 nicht dargestellten) Lagern, die im Gehäuse 3 der beiden Walzenstühle der Richtmaschine angeordnet sind (oberer Walzenstuhl 1, unterer Walzenstuhl 2). Wenigstens einer der Walzenstühle ist in seiner Stellung verstellbar, sodass der Abstand den beiden Reihen von Richtwalzen S einstellbar ist, während in jedem Walzenstuhl die Stützrollen 9 mit dem Traggestell 7 verbunden sind, das wiederum Teil des Walzenstuhl ist, sodass sie ausschließlich mehr oder weniger gegen die Richtwalzen gedrückt werden können, um deren Verformungen zu vermeiden. Eine typische Regelanlage für die Gegenbiegung besteht aus einer Anordnung von abgeschrägten Regelkeilen 11, die zwischen dem Walzenstuhl und dem Traggestell für die Stützrollen angeordnet ist; die horizontale Relativverschiebung der abgeschrägten Regelkeile, die durch einen Motor 13 gesteuert wird, führt zu einem höheren oder geringeren Andruck der Gesamtanordnung der Stützrollen 9 an die Richtwalzen 5 und begrenzt dadurch deren Verformung durch die Biegekraft des Bleches. Andere Regelanordnungen für die Gegenbiegung wie Druckzylinder sind ebenfalls bekannt und werden verwendet, um auf die Stützrollen einzuwirken und dadurch eine Kompensation der Durchbiegung oder des Nachgebens aller Richtwalzen eines Walzenstuhls zu ermöglichen, sei es des oberen oder des unteren, oder auch beider Walzenstühle zusammen.
  • Es wurde jedoch festgestellt, dass diese Richtmaschinen oftmals nicht zu ausreichend planen Produkten führen und dass die aus der Richtmaschine austretenden Bleche entweder noch sichtbare Planfehler aufweisen, wie z. B. Randfehler oder Mittenfehler, oder aber Fehler, die erst während des Zuschneidens auftreten, wie z. B. Bogen- oder Schlagfehler, wobei letztere Fehler sind, die eine Verformung der Krümmung des Bleches in seiner eigenen Ebene bewirken.
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben aufgeführten Probleme zu beseitigen und insbesondere die Herstellung und die Lieferung von Blechen zu ermöglichen, bei denen die Planfehler in höchstmöglicher Weise verringert sind, insbesondere weniger als 3 mm/m betragen und bei denen nach Auslieferung an den Abnehmer und beim nachfolgenden Zuschnitt keine Fehlstellen mehr auftreten.
  • Im Hinblick auf diese Zielsetzung betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Richten flacher metallischer Gegenstände wie Bleche, Platten oder Bänder gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein wirkungsvolles Richten hoher Leistung ermöglicht, die die Herstellung von Blechen gewährleistet, die nicht nur keinerlei geometrische Planfehler aufweisen am Ausgang der Richtmaschine, sondern außerdem einen sehr geringen Gradienten der inneren Spannungen aufweisen, sodass das Risiko des späteren Auftretens von Planfehlern, d. h. wenn das Blech zugeschnitten wird, praktisch vermieden ist.
  • Die Erfinder haben als Folge vertiefter Studien des Richtverfahrens mit Hilfe von herkömmlichen Richtmaschinen erkannt, dass die Planfehler, die nach dem Richtschritt noch vorhanden sind, insbesondere aus unterschiedlichen Verformungen zwischen verschiedenen Längsfasern des Produktes resultieren während der aufeinanderfolgenden wechselseitigen Durchbiegungen, denen sie durch die Richtwalzen ausgesetzt sind. Diese Unterschiede in der Behandlung des Materials, welches das Blech bildet, über seine Breite, führen, selbst wenn das Produkt beim Verlassen der Richtmaschine eben zu sein scheint, zu erheblichen Gradienten der inneren Spannungen in Querrichtung, die später, z. B. beim Zuschneiden des Bleches, zu Verformungen der aus dem Blech erhaltenen Zuschnitte, Bänder oder gerichteten Platten führen.
  • Die Erfinder haben nach den möglichen Ursachen dieser Heterogenitäten in der Behandlung des Bleches während des Richtens mit den herkömmlichen Techniken geforscht. Als erste Ursache wurde festgestellt, dass im gewalzten Blech vor dem Richten Faserfehler auftreten vom Typ lange Ränder oder lange Mitte. Diese sich später nicht weiter ausbreitenden Fehler können prinzipiell während der ersten Wechselbiegebelastungen korrigiert werden, die durch die ersten Walzen der Richtmaschine hervorgerufen werden und die zu plastischen Verformungen des Materials führen sollen. Aufgrund der Fehler in diesen Fasern haben die Verformungen jedoch nicht den gleichen Effekt für sämtliche Fasern, da die langen Fasern weniger plastifiziert werden als die kurzen Fasern, sodass die oben erwähnten Gradienten der inneren Spannungen auftreten. Die anschließenden wechselseitigen Durchbiegungen mit abnehmender Amplitude des Produktes durch diejenigen Richtwalzen, die hinten angeordnet sind, dienen im Prinzip dazu, den Zustand der inneren Spannung zu homogenisieren und ihre Intensität zu verringern.
  • Von den Erfindern durchgeführte Versuche mit herkömmlichen Richtmaschinen, wie sie derzeit im Einsatz sind, haben gezeigt, dass diese Homogenisierung nicht besonders ausgeprägt ist, dass die Auswirkungen der Deformationsbedingungen der Durchbiegung, die über die Breite des Bleches variabel sind, und von diesem bei Eintritt in die Richtmaschine aufgenommen werden, weiter hinten wieder auftreten und insbesondere am Ausgang der Richtmaschine, und dass selbst in dem Fall, in dem die ersten Durchbiegungen zu einer gewissen Homogenisierung der Verteilung der Spannungen in Querrichtung führen, diese Homogenität am Ausgang der Richtmaschine nicht mehr vorhanden ist.
  • Die Versuche bestanden insbesondere darin, in eine in der Stahlblechverarbeitung üblicherweise verwendete Richtmaschine Stahlbleche einzubringen, wobei auf beiden Seiten Meßanordnungen für die Verformung angeordnet sind, und zwar zum einen in der Mitte und zum anderen in der Nähe der Seiten, und die Verformungen während des Durchlaufs des Bleches zu verfolgen. Als Beispiel sind in den Fig. 3 und 4 zwei Kurven dargestellt. Diese Kurven beziehen sich auf Bleche geringer Dicke (einige mm), wobei jedoch sehr ähnliche Resultate erhalten wurden für dickere oder dünnere Produkte.
  • In den Figuren entsprechen die Kurven J1, J5 und J2, J6 Verformungen, die in um/m gemessen wurden durch Meßanordnungen, die entlang der Seitenränder angeordnet sind und die Kurven J3, J4 Verformungen, die durch Meßanordnungen gemessen wurden, die in der Blechmitte angeordnet waren. Jede Spitze 21, 23 der verschiedenen Kurven entspricht dem Vorbeilauf des mit einer Meßanordnung versehenen Blechbereichs an einer Richtwalze (51, 53), wie es schematisch in Fig. 2 dargestellt ist, wobei die Differenz in der Abszisse zwischen aufeinanderfolgenden Spitzen dem Abstand zwischen den senkrechten Ebenen der Achsen zweier aufeinanderfolgender Richtwalzen entspricht. Die nach unten gerichteten Spitzen entsprechen den auf derjenigen Seite des · Bleches angeordneten Meßanordnungen, die die zugeordneten Richtwalzen berühren mit Kompressionsverformung, während die nach oben gerichteten Spitzen denjenigen Meßanordnungen auf der anderen Seite entsprechen, mit Längungseinwirkung.
  • Diese Kurven machen also die Entwicklung der Verformungen über die Länge der schematisch in Fig. 2 dargestellten Richtmaschine sichtbar.
  • Die Kurven in Fig. 3 wurden mit einer minimalen Durchbiegungskompensation der Walzen erhalten, die mittels einer Durchbiegungskompensationsanordnung erfolgt, wie sie in den derzeit üblichen Richtmaschinen häufig eingesetzt wird, entsprechend derjenigen in Fig. 1, d. h. dass sie zugleich auf sämtliche Walzen eines Walzenstuhls mit gleichmäßiger Verschiebung der Stützrollen für jede Walze einwirkt.
  • Es sei betont, dass mit einer derartigen geringen Kompensation des Nachgebens die an den Seitenrändern gemessenen Verformungen (Kurven J1, J5 und J2, J6) praktisch doppelt so groß sind wie diejenigen, die in der Mitte gemessen wurden (Kurven J3, J4) und dies über die gesamte Länge der Richtmaschine. Die Erfinder haben außerdem festgestellt, dass eine Beziehung besteht zwischen einerseits der Differenz der Verformungen der mittigen Fasern und der Fasern in der Nähe der Seitenränder und andererseits den Planfehlern des Bleches am Ausgang der Richtmaschine. Diese Differenz der Verformung konnte durch die Tatsache erklärt werden, dass als Folge einer unzureichenden Kompensation alle Walzen durch die Biegekräfte des Bleches nachgeben, sodass der Spalt zwischen den Walzen im Mittenbereich größer ist als an den Rändern und damit zur beobachteten Verformung führt, die im Mittenbereich geringer ist als an den Seiten.
  • Derartige Richtbedingungen führten zu:
  • - dem Auftreten von Fehlern vom Typ lange Ränder an dünnen Blechen nach dem Verlassen der Richtmaschine, selbst bei Abwesenheit derartiger Fehler vor dem Richtvorgang, wobei sich dies dadurch erklärt, dass eine größere plastische Verformung der Ränder verglichen mit derjenigen der Mitte erfolgt, da der Spalt in der Mitte größer ist als der Spalt an den Rändern;
  • Verformungen des Bleches während eines späteren Schnitt- oder Stanzverfahrens (variable Bogen während des Stanzens, auftretende Schlagfehler während der Längsteilung) aufgrund eines Gradienten ungleich Null der Spannungen in Querrichtung (Kompressionsspannungen in der Blechebene und an deren Rändern, die zur Abflachung der Ränder führen, deren Länge nach der durch die ersten Richtwalzen hervorgerufenen Plastifizierung größer als diejenige der Mitte ist, die selbst weniger verformt wird, und aufgrund von reziproken Zugspannungen in der Mitte),
  • - ein Weiterbestehen der Fehler vom Typ lange Ränder oder lange Mitte
  • und damit insgesamt zu einer Verschlechterung der ursprünglichen Planizität.
  • Weitere Versuche wurden durchgeführt mit einer Überkompensierung des Nachgebens, um Durchbiegungen der Walzen zu vermeiden, insbesondere am Richtmaschineneingang und dadurch die oben erwähnten Fehler vom Typ lange Ränder zu vermeiden. Dadurch wurde jedoch eine Überverformung der Mitte des Bleches bezüglich der Seitenränder erhalten, die zu Verformungen beim Stanz- oder Schneidschritt führten (Bogen- und/oder Schlagfehler) und zum Auftreten von Fehlern vom Typ lange Mitte an Blechen mit geringer Dicke.
  • In weiteren Versuchen, deren Resultate in Fig. 4 dargestellt sind, wurde die Kompensation des Nachgebens angepaßt dahingehend, dass die von den ersten Walzen hervorgerufenen Verformungen über die gesamte Blechbreite im wesentlichen äquivalent waren. In diesen verschiedenen Versuchen wurde festgestellt, dass die Planfehler am Ausgang der Richtmaschine weiter bestanden und dass damit zusammenhängend die auf Höhe der hinten am Ausgang der Richtmaschine angeordneten Walzen gemessenen Verformungen erheblich größer waren in der Mitte des Bleches (Kurven J'3, J'4), als diejenigen an den Seitenrändern (Kurven J'1, J'5 und J'2, J'6).
  • Aufgrund dieser verschiedenen Meßergebnisse und der Feststellung, dass es nicht möglich war, ein zufriedenstellendes Richten mit den bekannten Verfahren unter Einsatz der derzeit bestehenden Richtmaschinen zu erzielen, haben die Erfinder das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren entwickelt, wie es weiter oben beschrieben wurde. In der Tat ist es möglich, durch individuelle Kompensation des Nachgebens einer jeden Walze die durch jede Walze hervorgerufenen Verformungen in den unterschiedlichen Längsbereichen des Produktes zu steuern durch Anpassung der jeder Walze zugestandenen Durchbiegung oder auf diese ausgeübte Gegenbiegung durch die Kompensationsanordnung für das Nachgeben, insbesondere unter Berücksichtigung der zur Regelung der Kompensation des Nachgebens der auf jede Walze einwirkenden Kräfte.
  • Im Vergleich dazu erfordern die bekannten Richtverfahren eine Regelung der Kompensation des Nachgebens, die für alle Walzen identisch ist; da jedoch die auf die hinten angeordneten Walzen einwirkenden Kräfte geringer sind als diejenigen, die auf die am Eingang angeordneten Walzen wirken aufgrund der geringeren dem Produkt auferlegten Deformationen, ist ihre Eigennachgiebigkeit ebenfalls geringer. Da in den herkömmlichen Richtmaschinen die Kompensation des Nachgebens identisch ist hinsichtlich der Verschiebung der Stützrollen für sämtliche Walzen, erhält man also ein erhebliches Nachgeben und damit eine übermäßige Durchbiegung der Walzen am Eingang im Falle einer optimalen Kompensation an den Walzen am Ausgang oder eine übermäßige Gegendurchbiegung der Walzen am Ausgang im Falle einer optimalen Kompensation für die Walzen am Eingang.
  • In beiden Fällen kann der Spalt zwischen zwei einander zugeordneten Walzen (eine untere Walze und eine obere Walze) nicht über ihre gesamte Länge konstant gehalten werden für sämtliche Walzen, sodass notwendigerweise unterschiedliche Verformungen des Produktes in unterschiedlichen Längsbereichen auftreten und damit die Existenz eines Spannungsgradienten in Querrichtung, der schädlich für die erforderliche Planizität ist. Im Gegensatz dazu ermöglicht das erfindungsgemäß Verfahren eine Anpassung der Kompensation des Nachgebens für jede Walze und gewährleistet damit, dass der optimale Spalt für jedes Walzenpaar eingehalten wird, unabhängig von seiner Anordnung in der Richtmaschine, sodass das Produkt im wesentlichen identischen Verformungen über seine gesamte Breite unterworfen wird.
  • Es sei jedoch betont, dass diese identischen Biegeverformungen über die Breite des Produktes nicht notwendigerweise auch über die gesamte Länge der Richtmaschine auftreten. Es kann in der Tat erforderlich sein, die Kompensation des Nachgebens für die erste oder die ersten Walzen als Funktion des Vorhandenseins oder der Abwesenheit von Fehlern vom Typ lange Ränder oder lange Mitte im zu richtenden Produkt anzupassen, derart, dass das Produkt während der Biegeverformungen innen ausreichend plastifiziert wird, um in erster Linie diese Faserfehler zu unterdrücken oder wenigstens zu reduzieren, bevor das Richten fortgesetzt wird im Hinblick auf eine Verringerung der Intensität der inneren Spannungen und der Homogenisierung ihrer Verteilung.
  • Es ist klar, dass die Walzen am Ausgang, d. h. diejenigen, die ganz hinten in Richtung des Durchlaufs des Bleches angeordnet sind, keinerlei Biegeverformungen erleiden dürfen, sodass ihre Eigennachgiebigkeit soweit wie möglich vollständig kompensiert werden muß, damit der Spalt zwischen zwei nebeneinander angeordneten Walzen über die gesamte Breite gleich groß ist, sodass die Biegeverformungen für sämtliche Fasern des Bleches über die gesamte Breite identisch sind im Bereich der letzten Walzen, die vor dem Ausgang der Richtmaschine angeordnet sind.
  • Im Gegenzug ist diese perfekte Konstanz des Spaltes über die gesamte Breite nicht notwendigerweise erforderlich für die Walzen am Eingang oder es kann sogar wünschenswert sein, dass der Spalt nicht konstant ist, um die Verformungen der verschiedenen Fasern als Funktion ihres Zustandes beim Eintritt in die Richtmaschine anzupassen. Aus diesem Grund muß erfindungsgemäß die Nachgiebigkeit der Walzen am Eingang nicht notwendigerweise exakt kompensiert werden, sondern im Gegenteil als Funktion der Fehler des Bleches vor dem Richten eingestellt werden.
  • Aus diesem Grund ist es erforderlich, die Kompensierung des Nachgebens individuell für jede Walze einstellen zu können. Um außerdem die Homogenität in Querrichtung der Spannungen über die gesamte Breite des Bleches zu gewährleisten, ist es wünschenswert, dass die Abfolge der Verformungen für jede Faser über die gesamte Länge der Richtmaschine identisch für sämtliche Fasern ist oder mit anderen Worten, dass gleiche Verformungen an allen Stellen über die Breite des Bleches auftreten. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass, wie oben ausgeführt, die Verformungen am Ausgang in der Tat identisch sind, die Verformungen am Eingang es jedoch nicht notwendigerweise sind, ist es erforderlich, das Nachgeben der Zwischenwalzen unabhängig für jede einzelne Walze steuern zu können, um zu erreichen, dass die Abfolge der Verformungen soweit wie möglich gleich ist und möglicherweise genau identisch. Dies führt in der Tat zu einem Kompromiß zwischen den Regelbedingungen für die Kompensation des Nachgebens mit der Folge der in Fig. 3 dargestellten Kurven und zu idealen Regelbedingungen, bei denen die den Rändern entsprechenden Kurven und die der Mitte des Bleches entsprechende Kurve zusammenfallen über die gesamte Länge der Richtmaschine, wie es zumindest am Ausgang der Fall sein muß.
  • Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Richten ebener metallischer Produkte zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens, wobei diese Vorrichtung in Anspruch 3 gekennzeichnet ist.
  • Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist die Anordnung zur Kompensation des Nachgebens Stützrollen auf für die Richtwalzen, eine Druckanordnung, um die Rollen an die Walzen anzupressen und Regelanordnungen, die unabhängig für jede Walze sind für den von den Rollen auf die Walzen ausgeübten Druck.
  • Vorzugsweise sind mehrere Rollenanordnungen über die Länge einer jeden Walze verteilt, wobei jede dieser Anordnungen eine unabhängige Regelanordnung für den Druck aufweist.
  • Weitere bevorzugte Merkmale und Vorteile gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Richtmaschine hervor im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung; Es zeigen
  • Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht einer herkömmlichen Richtmaschine für dünne Bleche,
  • Fig. 2 eine Ansicht im vergrößerten Maßstab mit der Relativanordnung einiger Richtwalzen und den Verformungen des Bleches während des Richtens,
  • Fig. 3 eine Kurvendarstellung für die in um/m gemessenen Verformungen eines Bleches während des Richtens beim Durchlauf durch eine herkömmliche Richtmaschine mit minimaler Kompensation des Nachgebens,
  • Fig. 4 eine ähnliche Kurvendarstellung für den Falle einer geregelten Kompensation des Nachgebens mit optimaler Auswirkung am Ort der maximalen Verformungen des Bleches,
  • Fig. 5 eine Prinzipdarstellung im Querschnitt des oberen Walzenstuhls eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Richtmaschine und
  • Fig. 6 die Ansicht eines Teilschnitts entlang der Linie VI - VI von Fig. 5.
  • Im folgenden wird nicht mehr auf die Fig. 1 bis 4 eingegangen, die bereits im einleitenden Teil der Beschreibung und in den oben beschriebenen Erklärungen ausführlich erläutert wurden, im Zusammenhang mit den durch die Blechverformung auftretenden Problemen, wenn diese Verformungen in der Breite nicht homogen sind.
  • Es sei nur betont im Zusammenhang mit Fig. 2, in der das allgemeine Richtprinzip dargestellt ist, dass die Amplitude der Biegeverformungen des Bleches 30 in seiner Vorschubrichtung (Pfeil F) abnimmt, wobei diese Abnahme hervorgerufen wird durch einen zunehmenden Abstand in Vorschubrichtung der beiden Reihen von Richtwalzen, die vom oberen Walzenstuhl (Walzenreihe 51) und vom unteren Walzenstuhl (Walzenreihe 53) getragen werden.
  • Die Fig. 5 und 6 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Richtmaschine. Dabei ist nur der obere Walzenstuhl 1 dargestellt, da der untere Walzenstuhl in ähnlicher Weise ausgebildet ist.
  • Die Richtwalzen 51 sind drehbar in Lagern 61 angeordnet, die mit dem Gehäuse 63 des Walzenstuhls verbunden sind.
  • Jede Walze ist mit einer Anordnung zur Kompensation des Nachgebens verbunden, bestehend aus mehreren Stützrolleneinrichtungen 65, die über die Länge der Walzen verteilt sind. Die Anzahl dieser Einrichtungen hängt von der Länge der Walzen ab. Vorzugsweise ist eine Stützrolleneinrichtung in der Mitte der Walze angeordnet und eine andere Einrichtung an jedem ihrer beiden Enden. Weitere Stützrolleneinrichtungen können an Zwischenstellen angeordnet sein, wenn die Walzen sehr lang sind, zum Richten breiter Bleche oder Bändern.
  • Jede Einrichtung weist zwei Stützrollen 67 auf, deren Achsen beidseits der senkrechten Ebene, welche die Achse der Walze 51 durchsetzt, derart zueinander verschoben sind, dass diese in senkrechter Richtung beaufschlagt wird, wobei auch eine Verschiebung oder eine Durchbiegung in der waagrechten Ebene verhindert wird. Jedes Rollenpaar 67 ist in einer Halterung 69 angeordnet, die in senkrechter Richtung verschiebbar am Walzenstuhl 1 geführt wird.
  • Ein Druckzylinder 71 ist zwischen dem Walzenstuhl und jeder Halterung 69 für die Rollen vorgesehen, um die Rollen 67 an die Walze 51 anzudrücken.
  • Obwohl in Fig. 6 nur fünf Richtwalzen dargestellt sind, sei betont, dass diese Anzahl auch größer sein kann.
  • In herkömmlicher Weise sind alle Walzen im selben Walzenstuhl angeordnet, wobei die Regelung des Abstandes zwischen den oberen Walzen und den unteren Walzen gleichzeitig für sämtliche Walzen durchgeführt wird, durch Regelung der Relativstellung der unteren und oberen Walzenstühle durch Abstandsveränderung und durch Verschwenken, d. h. durch Relativneigung, sodass der Spalt zwischen den unteren Walzen und den oberen Walzen am Ausgang der Richtmaschine größer ist als am Eingang.
  • Vorzugsweise kann die erste oder können die ersten Walzen am Eingang der Richtmaschine unabhängig von den hinten in der Richtmaschine angeordneten Walzen in ihrer Stellung geregelt werden derart, dass eine Steuerung der Amplitude der ersten Biegeverformungen möglich ist, ohne diejenigen der nachfolgenden Walzen zu beeinflussen. Zu diesem Zweck kann z. B. die erste obere Walze 52 am Eingang auf einem Walzenstuhl 1' angeordnet sein, der unabhängig vom Walzenstuhl 1 ist, der die Richtwalzen am Ausgang trägt und mit einer eigenen Regelanordnung für den Abstand der Walze 52 von den entsprechenden Walzen des unteren Walzenstuhls versehen ist.
  • Ferner ist die erste Walze 52 mit einer sehr wirkungsvollen Anordnung zur Kompensation des Nachgebens versehen, um die Planfehler durch selektives Strecken der Fasern (in der Mitte oder an den Seitenrändern) zu korrigieren, wobei die nachfolgenden Walzen eine zunehmende und homogene Entspannung über die Breite des Bleches gewährleisten und wobei dies möglich wird durch die individuell einstellbare Kompensation der Absenkung für eine jede Walze.
  • Die Steuerung der Druckzylinder und damit die Gegendurchbiegung der Richtwalzen wird festgelegt als Funktion der Eigenschaften des zu richtenden Produktes, entweder durch Berechnung oder durch Versuche, während deren Durchführung die von den Richtwalzen aufgenommenen Kräfte gemessen werden, um daraus die auf jeder Walze durch die Druckzylinder aufzubringende Gegendurchbiegung abzuleiten, die auch von ähnlichen Betätigungsanordnungen aufgebracht werden kann und die auf die Stützrollen einwirkt. Diese Steuerung wird normalerweise während des Betriebes der Richtmaschine nicht verändert, obwohl es möglich ist, zu jedem beliebigen Zeitpunkt auf einen der Druckzylinder einzuwirken.
  • Die Richtmaschine ist mit einer Anordnung zur kontinuierlichen Messung der Kräfte versehen, die vom Produkt auf die Walzen aufgebracht wird, oder für die Stellung der Walzen oder der Stützrollen, und mit einer Steueranordnung für die Druckzylinder als Funktion der gemessenen Kräfte oder der gemessenen Positionen, um während des Richtens die Gegendurchbiegungen einer jeden Walze zu regeln.
  • Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Richtmaschine beschränkt, die nur als Beispiel dient. Die Anzahl der Walzen, die Anzahl der Rollen pro Walze und die Relativanordnung der Rollen bezüglich der Walzen kann verändert werden, ohne den durch die Ansprüche festgelegten Schutzumfang zu verlassen. Auch die oben beschriebene Anordnung zur Regelung der Gegendurchbiegung kann durch andere äquivalente Anordnungen ersetzt werden, wie sie dem Fachmann bekannt sind.
  • Auch die Anordnungen zur Regelung des Andrucks können mehreren Stützrolleneinrichtungen gleichzeitig zugeordnet sein, sofern es erwünscht ist, die Herstellungskosten der Maschine zu verringern. So kann z. B. ein einziger Druckzylinder in Mittenstellung entlang der Erzeugenden einer Walze einer metallischen Stützplatte zugeordnet sein, die zwischen dem Druckzylinder und den Halterungen 69 angeordnet ist. Im letzteren Fall jedoch werden die Feinregelungen der Gegendurchbiegungen erheblich verringert, können jedoch für bestimmte Anlagen ausreichen.
  • Als Funktion dieser Wünsche oder Erfordernisse wird der Fachmann zwischen einer Lösung mit einer vollständig unabhängig arbeitenden Anordnung für die Gegendurchbiegung pro Stützrolle oder Rollenpaar 67 und einer Lösung mit einer mehreren Stützrolleneinrichtungen gemeinsamen Anordnung zur Gegendurchbiegung wählen, die auf die gleiche Richtwalze 51 oder in Längsrichtung der Richtmaschine auf aufeinander folgende Richtwalzen einwirkt.

Claims (7)

1. Verfahren zum Richten flacher metallischer Produkte (39), wie Bleche, Platten oder Bänder, wobei das Produkt zwei Anordnungen von Richtwalzen (5, 51, 53) durchläuft und die Richtwalzen (51) der einen Anordnung in Vorschubrichtung (F) bezüglich denjenigen (53) der anderen Anordnung versetzt sind, wobei die beiden Anordnungen im Abstand voneinander angeordnet und derart positioniert sind, dass das Produkt einer Folge von Wechselbiegungen mit abnehmender Amplitude unterworfen wird und wobei jede Richtwalze mit einer eigenen Anordnung zur Kompensation des Nachgebens (67, 69) versehen ist, die unabhängig von den anderen Walzen regelbar ist, um die Durchbiegung der Richtwalzen, die durch die Kräfte bewirkt wird, welche vom Produkt auf diese Walzen ausgeübt wird, zu kompensieren, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachgeben der hinten am Ausgang der Richtmaschine angeordneten Walzen unabhängig für jede Walze kompensiert wird, um den Abstand zwischen zwei einander zugeordneten Walzen über die gesamte Länge des Produktes konstant zu halten, und so alle Längsfasern mit einer Folge von Biegeverformungen zu beaufschlagen, deren Amplituden und deren Amplitudenvariationen in Vorschubrichtung im wesentlichen identisch über die gesamte Breite sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass außerdem das Nachgeben der ersten Walze oder der ersten Walzen, die vorn in Vorschubrichtung des Produktes gesehen angeordnet sind, derart kompensiert wird, dass während der Biegeverformungen das Produkt plastifiziert wird, um Faserfehler zu unterdrücken, ohne dass die Verformungen notwendigerweise identisch über die Breite des Produktes sind.
3. Vorrichtung zum Richten flacher metallischer Produkte mit wenigstens einer Einrichtung aus zwei Walzenstühlen (1, 2), deren jeder eine Anordnung Richtwalzen (5, 51, 53) aufweist, wobei jede mit einer eigenen Anordnung zur Kompensation des Nachgebens (67, 69) versehen ist, die unabhängig für jede Walze regelbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens zwei Walzenstuhleinrichtungen (1, 1') aufweist, wobei jede Einrichtung eine individuelle Anordnung zur Regelung des Abstandes der Walzenstühle aufweist, und daß sie eine Meßanordnung für die Kräfte aufweist, die vom Produkt (30) auf die Walzen (51, 53) ausgeübt werden sowie eine Anordnung zur Steuerung der Einrichtungen zur Kompensation des Nachgebens als Funktion der gemessenen Kräfte.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung zur Kompensation des Nachgebens Stützrollen (67) für die Richtwalzen aufweist, eine Andruckanordnung (69), um die Rollen auf die Walzen zu pressen, und dass unabhängige Regeleinrichtungen (71) für jede Walze vorgesehen sind, um den von den Rollen ausgehenden Druck auf die Walzen zu übertragen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Einrichtungen (65) mit Rollen (67) über die Länge einer jeden Walze verteilt sind, wobei jede Einrichtung mit einer unabhängig arbeitenden Regelanordnung für den Druck versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (71) für den von den Rollen auf die Walzen (51) übertragenen Druck mehreren Einrichtungen (65) für die Rollen gemeinsam ist, die über die Länge einer jeden Walze verteilt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (71) für den von den Rollen auf die Walzen (51) übertragenen Druck mehreren Einrichtungen (65) für die Rollen gemeinsam ist, die auf einanderfolgende Walzen einwirken.
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