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Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der
Erkennung eines Objektes mithilfe eines
Funk-Identifizierungssystems, das abgekürzt mit IFF bezeichnet wird
("Identification Friend or Foe" - Identifizierung von Freund oder
Feind). Nachfolgend wird diese Abkürzung ohne weitere
Erläuterung verwendet.
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Es ist bekannt, daß man nach der Erfassung eines
Objektes durch ein erstes System, im allgemeinen ein
Radarsystem, in Richtung dieses Objektes ein Signal aussendet,
das mindestens aus einem Paar von Impulsen besteht, deren
zeitlicher Abstand einer an das Objekt gerichteten Frage
entspricht, beispielsweise seine Identität betreffend. Wenn
das Objekt eine geeignete Vorrichtung besitzt, antwortet es
durch Aussendung einer Nachricht, die aus Binärwerten "0"
und "1" in gleichmäßiger Verteilung besteht und in Form von
Impulsen zusammen mit zwei Rahmenimpulsen und einem
Zentralimpuls ausgesendet wird.
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Es ist bekannt, daß die Anfrage-Einrichtung unter
Verwendung einer mechanischen Richtantenne realisiert wird,
aber die Signale aufgrund von insbesondere Sekundärkeulen
der Antenne oder Mehrfachreflexionen stören den Empfang des
Nutzsignals der Antwort. Um gegen diese Störungen
vorzugehen, wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen: Erfassung
der eventuellen Antworten während einer beschränkten
Zeitspanne, auch Antwortfenster genannt, die mit der Reichweite
verknüpft ist, oder Eliminierung der Störsignale durch eine
sogenannte GVT- und/oder RSLS-Verarbeitung.
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GVT bedeutet "Gain Variable dans le Temps" oder
zeitlich veränderbare Verstärkung und wird in
englischsprachigen Ländern mit GTC abgekürzt ("Gain Time Control"). Die
Verarbeitung vom Typ GVT besteht darin, die Empfindlichkeit
des Empfängers an die Entfernung des Objektes anzupassen,
sodaß die störenden Wirkungen einer unnötig großen
Empfindlichkeit verringert werden. Hierzu wird der Verstärkungsgrad
des Empfängers zu Beginn des Antwortfensters reduziert, d. h.
für Entfernungen unterhalb einer maximalen Reichweite, und
im allgemeinen wird die maximale Reduzierung des
Verstärkungsgrads für Entfernungen von 3 bis 5 km entsprechend den
20 bis 33 ersten Mikrosekunden eines Antwortfensters
angewendet. Dann erhöht man zunehmend die Empfindlichkeit
abhängig von der Entfernung, bis die maximale Empfindlichkeit
für einen Bereich von 25% bis 100% der maximalen Reichweite
erreicht ist.
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RSLS ist die Abkürzung des englischsprachigen
Begriffs "Reception Side Lobe Suppression" (Unterdrückung der
Sekundärkeulen beim Empfang). Die Bearbeitung vom Typ RSLS
besteht in einem Vergleich der Amplitude der Signale des
Summenkanals Σ und des Differenzkanals Δ, die von zwei
identischen Empfängern geliefert wurden, von denen der eine
einer Richtantenne und der andere einer ungerichteten
Antenne zugeordnet ist. Ein Signal des Summenkanals Σ wird nur
berücksichtigt; wenn der Wert seiner Amplitude mindestens
gleich der Summe des entsprechenden Signals im
Differenzkanal Δ und eines vorgegebenen Werts ist.
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Die Verarbeitungen vom Typ GVT und RSLS, wie sie für
Antennen mit mechanischer Schwenkung oder Abtastung
eingesetzt werden, stellen zufrieden, aber sie können nicht bei
Antennen mit elektronischer Abtastung eingesetzt werden, da
die Antennendiagramme unabhängig vom Richtwinkel der Antenne
konstant bleiben müssen. Dies ist aber bei Antennen mit
elektronischer Abtastung nicht gegeben. Trotzdem wäre es
sehr erwünscht, Antennen mit elektronischer Abtastung
verwenden zu können, da diese Antennen keine beweglichen teile
besitzen und sehr kompakt sind. Es wäre daher erwünscht, die
Verarbeitungen vom Typ GVT und RSLS entsprechend anzupassen.
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Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, Abfrage-
Einrichtungen vorzuschlagen, die Antennen mit elektronischer
Abtastung verwenden und bei denen Verarbeitungen vom Typ GVT
und/oder RSLS, die an derartige Antennen speziell angepaßt
sind, verwendet werden können.
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Dies wird insbesondere durch eine Anpassung der
betreffenden Verarbeitung an die Ausrichtung der Antenne
erreicht.
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Gegenstand der Erfindung ist also eine
Abfrageeinrichtung für ein Funk-Identifizierungssystem, bei dem
empfangsseitig eine Vorrichtung zum Empfang von Funkwellen,
die gemäß verschiedenen Winkeln ausgerichtet werden kann und
ein Signal liefern soll, das als Signal des Summenkanals Σ
bezeichnet wird, und eine Schaltung zur
Impulsdiskriminierung vom Typ eines zeitlich variablen Verstärkungsgrads
vorgesehen sind, die Vergleichsmittel mit einem ersten
Eingang, der an die Vorrichtung gekoppelt ist, einem zweiten
Eingang und einem Ausgang, und einen Signalgenerator
aufweisen, um ein Bezugssignal einer zeitlich variablen
Amplitude an den zweiten Eingang der Vergleichsmittel zu
liefern, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine
Antenne mit elektronischer Abtastung enthält und daß der
Signalgenerator Mittel zur Speicherung mehrerer Kurven der
Veränderung des Bezugssignals abhängig von der Zeit, damit
der Generator als Bezugssignal ein Signal liefern kann, das
wahlweise einer dieser Kurven entspricht, und Auswahlmittel
enthält, um eine der Kurven abhängig vom Richtwinkel der
Vorrichtung auszuwählen.
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Gegenstand der Erfindung ist auch eine Abfrage-
Einrichtung für ein Funk-Identifizierungssystem, bei dem
empfangsseitig eine Vorrichtung zum Empfang von Funkwellen,
die gemäß verschiedenen Winkeln ausgerichtet werden kann und
zwei unterschiedliche Signale liefern soll, nämlich ein
Signal des Summenkanals Σ und ein Signal des Differenzkanals
Δ, und eine Schaltung zur Unterdrückung der Sekundärkeulen
vorgesehen sind, die einen Generator für Signalpegel zur
Lieferung eines Signals eines gegebenen Pegels sowie Vergleichsmittel
zum Empfang der Signale des Summenkanals Σ und
des Differenzkanals Δ sowie des Signals mit dem gegebenen
Pegel aufweist und die eine Ausgangssignal dann und nur dann
liefert, wenn die Amplitude des Signals auf dem Summenkanal
Σ mindestens der des Signals auf dem Differenzkanal Δ,
vergrößert um die Amplitude des Signals mit gegebenem Pegel,
gleicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine
Antenne mit elektronischer Abtastung besitzt und daß der
Pegelgenerator Mittel zur Speicherung mehrerer Pegelwerte,
damit der Generator als Signal eines gegebenen Pegels ein
Signal liefern kann, das wahlweise einem der gespeicherten
Werte entspricht, und Mittel zur Auswahl eines der
gespeicherten Werte abhängig vom Richtwinkel der Vorrichtung
enthält.
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Gegenstand der Erfindung ist auch eine Abfrage-
Einrichtung für ein Funk-Identifizierungssystem, bei dem
empfangsseitig eine Vorrichtung zum Empfang von Funkwellen,
die gemäß verschiedenen Winkeln ausgerichtet werden kann und
zwei unterschiedliche Signale liefern soll, nämlich ein
Signal des Summenkanals Σ und ein Signal des Differenzkanals
Δ, eine Schaltung zur Impulsdiskriminierung vom Typ mit
zeitlich variablem Verstärkungsgrad, die erste
Vergleichsmittel mit einem ersten Eingang, der an die Vorrichtung
gekoppelt ist, einem zweiten Eingang und einem Ausgang, und
einen ersten Signalgenerator enthält, um ein Bezugssignal
einer zeitlich variablen Amplitude an den zweiten Eingang
der ersten Vergleichsmittel zu liefern, und eine Schaltung
zur Unterdrückung der Sekundärkeulen vorgesehen sind, die
einen Pegelgenerator zur Lieferung eines Signals eines
gegebenen Pegels sowie zweite Vergleichsmittel zum Empfang
der Signale des Summenkanals Σ und des Differenzkanals Δ und
des Signals gegebenen Pegels sowie zur Lieferung eines
Ausgangssignals dann und nur dann aufweist, wenn die
Amplitude des Signals auf dem Summenkanal Σ mindestens der des
Signals auf dem Differenzkanal Δ, erhöht um die Amplitude
des Signals mit gegebenen Pegel, gleicht, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Antenne mit
elektronischer Abtastung enthält, daß der Signalgenerator Mittel zur
Speicherung mehrerer Kurven der Variation des Bezugssignals
abhängig von der Zeit enthält, um als Bezugssignal ein
Signal liefern zu können, das wahlweise einer dieser Kurven
entspricht, und erste Mittel zur Auswahl einer dieser Kurven
abhängig vom Richtwinkel der Vorrichtung enthält, und daß
der Pegelgenerator Mittel zur Speicherung mehrerer Werte,
die als Signal mit gegebenem Pegel ein Signal liefern
können, das wahlweise einem der eingespeicherten Werte
entspricht, sowie Mittel zur Auswahl eines der gespeicherten
Werte abhängig vom Richtwinkel θ der Vorrichtung enthält.
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Die Erfindung sowie weitere Merkmale werden nun
anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine Antenne mit mechanischer
Abtastung.
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Fig. 2 zeigt eine Antenne mit elektronische
Abtastung.
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Die Fig. 3 und 5 zeigen Diagramme bezüglich der
erfindungsgemäßen Signalverarbeitung.
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Die Fig. 4 und 6 zeigen Schaltungen zur
Verarbeitung von Signalen gemäß der Erfindung.
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In den verschiedenen Figuren werden einander
entsprechende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Fig. 1 zeigt eine Richtantenne mit zwei
unterschiedlichen Richtpositionen, nämlich einer Position Am1
entsprechend einem Richtwinkel 6 ml und einer Hauptkeule Lml sowie
einer Position Am2 entsprechend einem Richtwinkel θm2 und
einer Hauptkeule Lm2. Eine solche Antenne hat für alle
Richtwinkel die gleichen Merkmale, wie dies insbesondere aus
der Darstellung der Keulen Lm1 und Lm2 ersichtlich ist.
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Fig. 2 zeigt eine Antenne A mit umschaltbaren
Elementen, die im elektronischen Abtastmodus betrieben wird.
In dieser Figur wurde die Hauptkeule entsprechend dem Summenkanal
Σ aufgrund der Antenne A für drei unterschiedliche
Richtwinkel θ1, θ2, θ3 dargestellt (Keulen L1, L2, L3). Wie
man aus der Darstellung der Keulen L1, L2, L3 sieht, hat die
Antenne A Merkmale, die vom Richtwinkel abhängen, und dies
gilt auch für jedes Strahlungsdiagramm entsprechend dem
Summenkanal Σ und für jedes Strahlungsdiagramm entsprechend
dem Differenzkanal Δ. Es sei daran erinnert, daß die Summen-
und Differenzkanäle Σ und Δ gleichzeitig ausgehend von einer
gemeinsamen Antenne mit elektronischer Umschaltung durch
Kombination der von den Strahlungselementen der Antenne
gelieferten Signale erhalten werden.
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Um diese Veränderung der Merkmale der Antenne zu
berücksichtigen, wird vorgeschlagen, spezielle
Verarbeitungen vom Typ GVT und/oder RSLS für jeden Wert oder zumindest
mehrere Gruppen von Werten des Richtwinkels zu realisieren.
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Die Fig. 3 und 4 zeigen, wie die Verarbeitung des
Typs GVT in einer IFF-Abfrage-Einrichtung unter Verwendung
einer Antenne mit elektronischer Umschaltung zur
Durchführung einer elektronischen Abtastung eingesetzt wird.
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Fig. 3 zeigt eine Gruppe von vier Diagrammen über
einer Zeitachse. Im obersten Diagramm ist mit einer
durchgezogenen Linie die Entwicklung der Leistung eines Signals K
dargestellt, das am Summenkanal einer Antenne im
Schaltzustand A (Fig. 2) auftritt. Für die Vereinfachung der
Darstellung wird davon ausgegangen, daß das Signal K, das aus
dem Summenkanal E empfangen wird, die gleiche Form für alle
drei Richtwinkel θ1, θ2, θ3 (Fig. 2) besitzt. Es wird daher
nur einmal gezeichnet.
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Die Verarbeitung vom Typ GVT des Signals K besteht
wie bei einer Antenne mit mechanischer Abtastung darin, eine
Schwellwertkurve abhängig von der im Antwortfenster
abgelaufene Zeit zu bestimmen und nur die Teile des Signals K zu
berücksichtigen, deren Amplitude über dieser Kurve liegt. Im
beschriebenen Beispiel ist der Beginn des Antwortfensters
entsprechend dem Zeitpunkt t = 0 in Fig. 3 durch die Rückflanke
des letzten Frageimpulses bestimmt. Hier sind jedoch
mehrere Schwellwertkurven je für einen anderen Richtwinkel
der Antenne mit elektronischer Abtastung bestimmt, nämlich
die Kurven M1, M2, M3 für den Winkel θ1 bzw θ2 bzw. θ3, wie
in Fig. 2 angegeben.
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Die Schwellwertkurven M1, M2, M3 werden genauso wie
bei einer Antenne mit mechanischer Abtastung bestimmt, d. h.
daß die Empfindlichkeit des Empfängers an die Entfernung des
Objektes angepaßt wird, sodaß der Verstärkungsgrad des
Empfängers zu Beginn des Antwortfensters während einer Dauer
entsprechend im allgemeinen den Antworten von Objekten in
einer Entfernung von 3 bis 5 km um einen konstanten Wert
deutlich verringert wird. Dann wird die Empfindlichkeit
zunehmend abhängig von der Entfernung bis zu einer maximalen
Empfindlichkeit für einen Bereich zwischen 25% und 100% der
maximalen Reichweite erhöht. Diese maximale Empfindlichkeit
entspricht dem maximalen Rauschpegel Nb im Empfänger.
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Abhängig von diesen drei Schwellwertkurven ergibt die
Verarbeitung vom Typ GVT des Signals K gemäß Fig. 3 nicht
die gleiche Menge von wertvollen Informationen. Dies ist
normal, da nicht vergessen werden darf, daß nur zur
Vereinfachung der Zeichnung eine gleiche Form des Signals K
angenommen wurde; man muß aber in Wirklichkeit damit rechnen,
daß das Signal K nacheinander eines von drei Signalen ist,
die unter je einem der Richtwinkel θ1, θ2, θ3 empfangen
wurden und sich zeitlich unterscheiden, aus
unterschiedlichen Richtungen kommen und somit völlig unterschiedlich
sind.
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Die Informationen, die von der Verarbeitung des Typs
GVT als wertvoll betrachtet werden, sind in den drei unteren
Diagrammen der Fig. 3 dargestellt, nämlich die Diagramme
G1, G2, G3 entsprechend den Richtwinkeln θ1, θ2, θ3 in Fig.
2. Natürlich entspricht die Zeitachse jedes der Diagramme
G1, G2, G3 in einer vertikalen Translation einer Zeitachse
des Diagramms, in dem das Signal K dargestellt ist. Dies
erlaubt insbesondere die Feststellung, daß dem dritten
Impuls der Diagramme G2 und G3 kein Impuls im Diagramm G1
entspricht, da in diesem Augenblick die Leistung im Signal K
zunimmt und die Schwellwertkurven M2 und M3 übersteigt, aber
die Schwellwertkurve M1 nicht erreicht.
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Das Blockschaltbild einer Ausführungsform einer
Impulsdiskriminierungsschaltung vom Typ GVT ist in Fig. 4
gezeigt. In dieser Figur wie in Fig. 6 wurden die
Vorrichtungen zur genauen Synchronisierung, die klassische Technik
darstellen, zur Vereinfachung der Zeichnung und der
Erläuterung nicht dargestellt.
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Nach der Bestimmung der Schwellwertkurven, wie der
Kurven M1, M2, M3 in Fig. 3 für verschiedene Richtwinkel,
werden diese Werte in einer Speicherschaltung 4 gespeichert.
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Wenn ein Abfragesignal von der Abfrage-Einrichtung,
die die Schaltung gemäß Fig. 4 enthält, ausgesendet wird,
bestimmt das Ende dieses Abfragesignals, das durch die
Rückflanke eines in der technischen Literatur meist mit P3
bezeichneten Impulses bestimmt wird, den Beginn eines
Antwortfensters, indem ein Zähler 2 gestartet wird, dessen
Zähldauer der Dauer des Antwortfensters gleicht.
Gleichzeitig mit dem Start des Zählers 2 erscheint ein Signal ähnlich
dem Signal K in Fig. 3 auf dem Summenkanal E des Empfängers
der Abfrageeinrichtung. In diesem Signal wird die Antwort
auf das gerade ausgesendete Abfragesignal gesucht, also die
wertvolle Information gemäß den Kriterien einer Verarbeitung
vom Typ GVT. So wird das Signal des Summenkanals E in
digitale Werte umgewandelt. Diese digitalen Werte werden in
einer Vergleichsschaltung 5 mit den digitalen Werten
derjenigen Schwellwertkurve verglichen, die dem Richtwinkel der
Antenne im Augenblick der Abfrage entspricht, für die eine
Antwort erwartet wird. Die Auswahl der Schwellwertkurve aus
dem Speicher der Schaltung 4 entsprechend dem Richtwinkel θ
der Antenne erfolgt durch ein an einen Auswahleingang der
Schaltung gemäß Fig. 4 angelegtes Signal, das den Wert θ
angibt. Der ausgewählte Speicher wird durch eine
Adressenschaltung 3 gelesen, dessen Weiterschaltung durch den Zähler
2 geregelt wird.
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Die so ausgebildete Schaltung zur
Impulsdiskriminierung gemäß Fig. 4 liefert am Ausgang der
Vergleichsschaltung 5 Impulse G der Art, wie sie in Fig. 3 durch die
Diagramme G1, G2 und G3 dargestellt sind.
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Die Fig. 5 und 6 zeigen, wie die Verarbeitung vom
Typ RSLS in einer Abfrage-Einrichtung IFF durchgeführt wird,
die eine Antenne mit elektronischer Umschaltung zur
Durchführung einer elektronischen Abtastung verwendet.
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Fig. 5 zeigt eine Gruppe von vier Zeitdiagrammen. Im
obersten Diagramm ist mit durchgezogener Linie der Verlauf
der Leistung P eines Signals K~ dargestellt, das auf dem
Summenkanal Σ der Antenne im Schaltzustand A gemäß Fig. 2
erscheint. Wie in Fig. 3 wird zur Vereinfachung der
Zeichnung das auf dem Summenkanal S empfangene Signal als für
alle drei Richtwinkel θ1, θ2, θ3 gemäß Fig. 2 die gleiche
Form aufweisend angenommen und wird daher nur einmal
gezeichnet. Im oberen Diagramm ist mit einer unterbrochenen
Linie der Verlauf der Leistung eines Signals KΔ dargestellt,
das am Differenzkanal Δ in Verbindung mit der Antenne A zum
gleichen Zeitpunkt wie das Summensignal KΣ auf dem
Summenkanal Σ auftritt. Auch hier wird nur ein Signal gezeichnet und
es wird angenommen, daß es nacheinander unter den
Richtwinkeln θ1, θ2, θ3 gemäß Fig. 2 erhalten wurde.
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Die Verarbeitung vom Typ RSLS der Signale KΣ und KΔ
besteht wie bei einer Antenne mit mechanischer Abtastung
darin, einen Vergleichspegel zu bestimmen und im
Antwortfenster nur die Teile des Signals KE zu berücksichtigen, deren
Amplitude größer als die entsprechenden Teile des Signals KΔ,
vergrößert um den Wert des Vergleichspegels, ist. Hier wird
jedoch der Vergleichspegel für jeden Richtwinkel bestimmt,
nämlich die Pegel N1, N2, N3 für je einen der Winkel θ1, θ2,
θ3. Daraus folgt, daß für eine gleiche Form der Signale KΣ
und KAI wie dies im oberen Diagramm der Fig. 5 angenommen
wurde, je nach dem betreffenden Richtwinkel mehr oder
weniger Teile des Signals KΣ als Träger einer wertvollen
Information berücksichtigt werden. So wird mit den Pegeln N1, N2,
N3 (Fig. 5) der vierte Impuls des Signals KΣ nur für die
Richtwinkel θ1 und θ2 berücksichtigt. Dies ist in den drei
unteren Diagrammen R in Fig. 5 dargestellt, die die für die
Verarbeitung vom Typ RSLS wertvollen Informationen zeigen,
nämlich die Diagramme R1, R2, R3 für je einen der
Richtwinkel 61, 62, 83 gemäß Fig. 2. Natürlich entspricht die
Zeitachse jedes der Diagramme R1, R2 und R3 in einer
vertikalen Translation der Zeitachse des Diagramms, in dem die
Summen- und Differenzsignale KΣ und KΔ dargestellt sind. Dies
erlaubt insbesondere die Bemerkung, daß dem zweiten Impuls
des Diagramms R2 kein Impuls im Diagramm R3 entspricht, da
zu diesem Zeitpunkt die Signale KE und K6 durch Maxima
verlaufen, deren Pegelunterschied größer als N1 und N2, aber
kleiner als N3 ist.
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Das Schema eines Ausführungsbeispiels einer Schaltung
zur Unterdrückung der Sekundärkeulen ist in Fig. 6 gezeigt.
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Nach der Bestimmung der Vergleichspegel, wie z. B. N1,
N2, N3, für verschiedene Richtwinkel werden ihre Werte in
einem Speicher 6 gespeichert.
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Die analogen Signale der Kanäle KΣ und KΔ, die vom
Empfänger der Abfrage-Einrichtung geliefert werden, werden
durch Analog/Digitalwandler 1, 7 digitalisiert. Die Ausgänge
des Speichers 6 und des Wandlers 7 sind an je einen Eingang
eines Addierers 8 angeschlossen, dessen Ausgang an den
ersten Eingang einer Vergleichsschaltung 9 führt. Die
Vergleichsschaltung 9 empfängt an ihrem zweiten Eingang das
Ausgangssignal des Wandlers 1 und liefert an ihrem Ausgang
Impulse, die durch die Verarbeitung vom Typ RSLS erhalten
wurden. So arbeitet die Schaltung zur Unterdrückung der
Sekundärkeulen gemäß Fig. 6 durch Auswahl eines
Vergleichspegels N entsprechend dem Richtwinkel 6 der Antenne aus dem
Speicher 6 und durch Vergleich zwischen dem Pegel des
Signals auf dem Summenkanal Σ und der Summe aus dem Pegel des
Signals auf dem Differenzkanal Δ und des ausgewählten Pegels
N. Ein Impuls R wird durch die Vergleichsschaltung 9 nur
geliefert, wenn der Wert des digitalen Signals an deren an
den Addierer 8 angeschlossenem Eingang kleiner als der Wert
des digitalen Signals am anderen Eingang ist.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die
beschriebenen Beispiele beschränkt. So können beispielsweise die
Verarbeitungsschaltungen der Fig. 4 und 6 auch analoge
Vergleichsschaltungen enthalten. Im Fall der Fig. 4
empfängt die Schaltung 5 dann unmittelbar das Signal auf dem
Summenkanal Σ an ihrem ersten Eingang und das Signal aus dem
Speicher 4 über einen Digital/Analogwandler. Im Fall der
Fig. 6 empfängt die Schaltung 9 unmittelbar das Signal vom
Summenkanal 12, und auf den Addierer 8 folgt ein Digital/-
Analogwandler, wenn Addierer 8 nicht selbst ein Analog-
Addierer ist, wobei der Wandler 7 durch einen Kurzschluß
ersetzt ist und ein Digital/Analogwandler zwischen den
Speicher 6 und den Addierer 8 eingefügt ist. Entsprechend
kann der Vergleich durch Vergleichen des Signals auf dem
Differenzkanal Δ mit dem Signal auf dem Summenkanal Σ,
verringert um einen gegebenen Pegel, durchgeführt werden,
anstatt durch Vergleich des Signals auf dem Summenkanal Σ
mit dem Signal auf dem Differenzkanal Δ, erhöht um den
gleichen gegebenen Pegel.
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Außerdem sei bemerkt, daß eine Abfrage-Einrichtung
IFF gemäß der Erfindung entweder mit einer Schaltung zur
Verarbeitung vom Typ GVT oder mit einer Schaltung zur
Unterdrückung der Sekundärkeulen oder mit beiden Schaltungen
versehen sein kann. In diesem letzteren Fall wird ein Impuls
als wertvolle Information betrachtet, wenn er gleichzeitig
am Ausgang der; beiden Schaltungen auftritt. Im Fall der
Fig. 4 und 6 könnte der Analog/Digitalwandler 1 für beide
Schaltungen wirksam sein, weshalb er in beiden Figuren
dasselbe Bezugszeichen trägt.