DE69600210T2 - Biegsamer, schalldämpfender Schlauch - Google Patents
Biegsamer, schalldämpfender SchlauchInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen biegsamen schalldämpfenden Schlauch mit wenigstens ersten Garnen und zweiten Garnen, wobei die ersten Garne aus einem Kunststoffmaterial und die zweiten Garne aus einem bauschigen Material gebildet sind.
- Dämpfende Schläuche von diesem Typ werden für die Umhüllung von Automobilkabeln benutzt, um den Schall zu dämpfen, den sie erzeugen können, wenn sie gegen die Karosserie des Fahrzeugs schlagen, wenn letzteres in Betrieb ist.
- Da sie Schwingungen unterworfen sind, erzeugen Kraftfahrzeuge Geräusche, die für die Fahrzeuginsassen störend sind. Zu diesen Geräuschen zählen die von den Kabeln erzeugten, wenn sie aufgrund der Schwingungen gegen die Kraftfahrzeugkarosserie schlagen.
- Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Dämpfungsschläuche bekannt, um Automobilkabel zu umhüllen und das Geräusch zu absorbieren, das sie erzeugen.
- Diese Schläuche werden üblicherweise durch Flechten von Garnen aus Kunststoffmaterial hergestellt, die den Vorteil haben, sehr flexibel zu sein und sich verschiedenen Kabeldurchmessern anzupassen. Der Nachteil dieses Typs von Schläuchen ist, daß die Schallabsorption aufgrund der Eigenschaften der verwendeten Materialien gering ist.
- Ebenso sind dämpfende Schläuche aus Garnen aus bauschigem Material bekannt, die den Nachteil haben, daß sie auch nicht die richtige Festigkeit oder Nachgiebigkeit für den Gebrauch haben, obwohl die Geräuschabsorption größer ist als bei den meisten Schläuchen mit Garnen aus Kunststoffmaterial.
- Eine Kombination von diesen zwei Typen von Schläuchen mit Garnen aus Kunststoffmaterial und Garnen aus bauschigem Material wurde in der Patentanmeldung PCT/GB90/00761 (siehe ebenfalls US-A-4,989,422) offenbart, die einen textilen Isolierschlauch für das Einhüllen von Kabeln, Drähten oder Ähnlichem beschreibt, der ein Monofilamentgarn aus Kunststoffmaterial mit einem Durchmesser von 0,18 bis 0,3 Millimeter und ein Garn aus bauschigem Material aufweist, wobei das Verhältnis zwischen der Anzahl von Garnen aus Kunststoffmaterial und der Anzahl von Garnen aus bauschigem Material zwischen 1 zu 1 und 3 zu 1 liegt.
- Dieser Isolierschlauch hat den Nachteil, daß seine Nachgiebigkeit aufgrund der Anzahl und dem Durchmesser der Garne aus Kunststoffmaterial begrenzt ist.
- Darüber hinaus ist die Schallabsorption aufgrund der Tatsache begrenzt, daß er eine Anzahl von Garnen aus bauschigem Material (das das geräuschabsorbierende Material ist) aufweist, die gleich oder kleiner als die Anzahl von Garnen aus Kunststoffmaterial ist.
- Der erfindungsgemäße Schlauch liefert eine Lösung für die vorgenannten Nachteile, während er gleichzeitig andere Vorteile aufweist, die beschrieben werden.
- Der erfindungsgemäße schalldämpfende Schlauch ist von dem Typ, der wenigstens erste Garne und zweite Garne aufweist, die miteinander verflochten sind, wobei die ersten Garne aus einem Kunststoffmaterial und die zweiten Garne aus einem bauschigen Material gebildet sind, und der dadurch gekennzeichnet ist, daß die ersten Garne aus Kunststoffmaterial einen Durchmesser zwischen ungefähr 0,5 und 0,7 Millimeter aufweisen, wobei das Verhältnis zwischen der Anzahl von ersten und zweiten Garnen zwischen 1 zu 4 und 1 zu 6 liegt.
- Dank des Durchmessers des Garnes aus Kunststoffmaterial weist der Schlauch eine große Nachgiebigkeit auf, wobei er seine ursprüngliche Länge nahezu vollständig wiedererlangt, nachdem er Zug unterworfen wurde, wie aus den durchgeführten Tests ersehen werden kann, die in dieser Beschreibung im folgenden beschrieben sind.
- Darüber hinaus ermöglicht das Verhältnis zwischen den ersten und zweiten Garnen eine höhere Schallabsorption als bei den bekannten Dämpfungsschläuchen.
- Vorteilhafterweise weist der erfindungsgemäße Schlauch ebenfalls dritte Garne aus Multifilamenten auf, die die Zugfestigkeit des erfindungsgemäßen Schlauches noch weiter erhöhen.
- Bevorzugt liegt das Verhältnis zwischen der Anzahl von ersten und dritten Garnen zwischen 1 zu 1 und 1 zu 3.
- In einer Ausführungsform ist das Material der dritten Garne Polyester.
- Vorteilhafterweise liegt die Zugfestigkeit der ersten Garne aus Kunststoffmaterial zwischen ungefähr 70 und 100 Newton.
- Ebenso liegt die Zugfestigkeit der zweiten Garne aus bauschigem Material vorteilhafterweise zwischen ungefähr 10 und 20 Newton.
- Ebenso liegt die Zugfestigkeit der dritten Garne aus Multifilamenten vorteilhafterweise zwischen ungefähr 35 und 60 Newton.
- Für ein besseres Verständnis von all dem Ausgeführten sind Zeichnungen beigefügt, die schematisch und mittels nicht einschränkender Beispiele verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schlauches zusammen mit den Ergebnissen zeigt, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielt wurden.
- Figur 1 ist ein Aufriß eines Abschnitts des Dämpfungsschlauches;
- Figur 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie II-II der Figur 1 der Garne, die den Dämpfungsschlauch bilden.
- Die Figuren zeigen, daß der Schlauch 1 drei verschiedene Typen von miteinander verflochtenen Garnen aufweist.
- Die ersten Garne 2 sind Monofilamentgarne aus Kunststoffmaterial mit einem Durchmesser zwischen ungefähr 0,5 und 0,7 Millimeter. Für jedes erste Garn 2 aus Kunststoffmaterial gibt es vier zweite Garne 3 aus bauschigem Material und ein drittes Garn 4 aus mehreren Polyesterfilamenten.
- Das Verhältnis zwischen der Anzahl von ersten Monofilamentgarnen 2, der Anzahl von zweiten bauschigen Garnen 3 und der Anzahl von dritten Multifilamentgarnen 4 kann jedes beliebige zwischen 1-4-1 und 1-6-3 sein.
- Dieser Bereich von Verhältnissen verleiht dem Schlauch eine größere Nachgiebigkeit, so daß er seine ursprüngliche Länge nahezu vollständig wiedergewinnt, nachdem er einem Längszug unterworfen wurde. Die Schallabsorption ist ebenfalls größer als bei bekannten Dämpfungsschläuchen.
- Es werden nun verschiedene Tests beschrieben, die mit zehn Proben des erfindungsgemäßen Schlauchs, Modell Periflex Pep-0 (Antigeräusch), Größe 14, Farbe weiß, unter Verwendung der folgenden Apparate durchgeführt wurden:
- - Heraeus Zwangsbelüfungsofen.
- - Instron 1011 Kraftmesser.
- - Verbrennungskammer, hergestellt von Relats S.A. gemäß dem Standard ISO 3795.
- Nach zehn Proben ging die Flamme sofort aus, wenn die Flamme von der Probe entfernt wurde (Typ A, nicht brennbar).
- Nachdem der Schlauch für 140 Stunden einer Temperatur von 150º Celsius unterworfen wurde, wurde er geringfügig braun.
- Die folgende Tabelle legt die Ergebnisse dar, die mit zehn Proben des erfindungsgemäßen Schlauches in seinem ursprünglichen Zustand erhalten wurden:
- Die nächste Tabelle legt die Bezugnahmen und die Ergebnisse dar, die mit zehn Proben des erfindungsgemäßen Schlauches erzielt wurden, nachdem er 240 Stunden einer Temperatur von 150º Celsius unterworfen wurde.
- Wie beobachtet werden kann, hat sich der erfindungsgemäße Schlauch nicht grundlegend geändert.
- Die nachstehende Tabelle legt die Ergebnisse dar, die mit fünf Proben des erfindungsgemäßen Schlauches erzielt wurden, nachdem er für 240 Stunden einer Temperatur von 150º Celsius unterworfen wurde:
- Der Test für die Berechnung der Rückstellung des Schlauches wurde mit den folgenden Polyestergarnen durchgeführt:
- - 16 Monofilamentgarne mit einem Durchmesser von 0,5 Millimetern.
- - 64 bauschige Multifilamentgarne mit 1340 Denier.
- - 16 Multifilamentgarne mit 1100 Denier.
- Der ursprüngliche Durchmesser des Schlauches in Ruhe betrug 10 Millimeter und die ursprüngliche Länge in Ruhe betrug 149 Millimeter.
- Die folgenden Ergebnisse wurden erzielt, indem der Schlauch auf einen Dorn aufgebracht wurde:
- Wie beobachtet werden kann, hat sich der erfindungsgemäße Schlauch nicht wesentlich verändert.
Claims (7)
1. Biegsamer schalldämpfender Schlauch (1), mit
wenigstens ersten Garnen (2) und zweiten Garnen (3) , die
miteinander verflochten sind, wobei die ersten Garne
(2) aus einem Kunststoffmaterial und die zweiten Garne
(3) aus einem bauschigen Material gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Garne (2) aus
Kunststoffmaterial einen Durchmesser zwischen ungefähr
0,5 und 0,7 mm aufweisen, wobei das Verhältnis
zwischen der Anzahl der ersten Garne (2) und der Anzahl
der zweiten Garne (3), die den Schlauch bilden,
zwischen 1 zu 4 und 1 zu 6 liegt.
2. Schlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
er auch dritte Garne aus Multifilamenten enthält.
3. Schlauch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis zwischen der Anzahl der ersten Garne
(2) und der Anzahl der dritten Garne (4) zwischen 1 zu
1 und 1 zu 3 liegt.
4. Schlauch nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Material der dritten Garne (4) Polyester
ist.
5. Schlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugfestigkeit der ersten Garne (2) aus
Kunststoffmaterial ungefähr zwischen 70 und 100 N beträgt.
6. Schlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugfestigkeit der zweiten Garne (3) aus bauschigem
Material ungefähr zwischen 10 und 20 N beträgt.
7. Schlauch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugfestigkeit der dritten Garne (4), die aus
Multifilamenten gebildet sind, ungefähr zwischen 35 und
60 N beträgt.
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