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DE69600006T2 - Oxidationshaarfärbemittel, enthaltend ein Meta-Aminophenol und 6-Hydroxyindolin, und Färbeverfahren mit demselben Mittel - Google Patents

Oxidationshaarfärbemittel, enthaltend ein Meta-Aminophenol und 6-Hydroxyindolin, und Färbeverfahren mit demselben Mittel

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DE69600006T2
DE69600006T2 DE69600006T DE69600006T DE69600006T2 DE 69600006 T2 DE69600006 T2 DE 69600006T2 DE 69600006 T DE69600006 T DE 69600006T DE 69600006 T DE69600006 T DE 69600006T DE 69600006 T2 DE69600006 T2 DE 69600006T2
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Germany
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phenylenediamine
aniline
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bis
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LOreal SA
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere von menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar, die mindestens eine geeignet gewählte Oxidationsbase, mindestens ein m- Aminophenol als ersten Kuppler und 6-Hydroxyindolin und/oder mindestens eines seiner Additionssalze mit einer Säure als zweiten Kuppler enthält, sowie das Verfahren zum Färben unter Verwendung dieser Zusammensetzung mit einem Oxidationsmittel.
  • Es ist bekannt, Keratinfasern und insbesondere menschliches Haar mit Färbemittelzusammensetzungen zu färben, die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen, insbesondere ooder p-Phenylendiamine und o- oder p-Aminophenole, die auch als Oxidationsbasen bezeichnet werden, enthalten. Die Farbstoffvorprodukte von Oxidationsfarbstoffen oder Oxidationsbasen sind farblose oder schwach gefärbte Verbindungen, die, wenn sie mit oxidierenden Produkten kombiniert werden, über eine oxidative Kondensation farbige und färbende Verbindungen ergeben können.
  • Es ist ferner bekannt, daß die mit den Oxidationsbasen erzielten Farbnuancen variiert werden können, indem diese mit Kupplern oder Farbnuancierungsmitteln kombiniert werden, wobei diese insbesondere unter den aromatischen m-Diaminen, m-Aminophenolen, m-Dihydroxybenzolen und verschiedenen Indol- oder Indolinverbindungen ausgewählt sind.
  • Durch die Mannigfaltigkeit der Moleküle, die als Oxidationsbasen und Kuppler verwendet werden, kann eine reiche Farbpalette erzielt werden.
  • Die durch die Oxidationsfarbstoffe erzielte sog. permanente Färbung muß im übrigen verschiedenen Anforderungen genügen. So darf sie keine Nachteile bezüglich der Toxikologie aufweisen, es müssen Farbnuancen in der gewünschten Intensität erzielt werden können, und sie muß eine gute Haltbarkeit gegenüber äußeren Einwirkungen aufweisen (Licht, ungünstige Witterungseinflüsse, Wäschen, Dauerwellen, Schweiß, Frottieren).
  • Durch die Färbemittel müssen ferner weiße Haare abgedeckt werden können und sie müssen schließlich so wenig selektiv wie möglich sein, d.h. durch sie müssen die geringstmöglichen Farbabweichungen über die Länge einer Keratinfaser erzielt werden können, welche nämlich von ihrer Wurzel bis zu ihrer Spitze unterschiedlich sensibilisiert (d.h. strapaziert) sein kann.
  • Zur Erzielung von natürlichen Färbungen oder mit Glanz angereicherten Färbungen werden häufig Färbemittelzusammensetzungen verwendet, die ein p-Phenylendiaminderivat als Oxidationsbase und ein m-Aminophenolderivat als Kuppler enthalten. Diese Zusammensetzungen sind jedoch nicht völlig zufriedenstellend, da sie im allgemeinen eine große Selektivität aufweisen.
  • Es wurden andererseits bereits, insbesondere in der Patentanmeldung FR-2 008 797, Zusammensetzungen zum oxidativen Färben von Keratinfasern in alkalischem Medium vorgeschlagen, die mindestens eine Oxidationsbase, wie beispielsweise p-Phenylendiamin oder ein p-Phenylendiaminderivat, in Kombination mit einem Indolinkuppler, wie beispielsweise 6-Hydroxyindolin, enthalten. Diese Zusammensetzungen sind jedoch nicht völlig zufriedenstellend, da sie zu Färbungen führen, die ebenfalls eine hohe Selektivität aufweisen.
  • Die Anmelderin hat nun festgestellt, daß es möglich ist, neue Färbemittel in einem alkalischen, neutralen oder sauren Medium herzustellen, die kräftige Färbungen hervorrufen können, die weniger selektiv als die Färbungen des Standes der Technik sind und die gegenüber verschiedenen Einwirkungen, welchen das Haar ausgesetzt sein kann, gut beständig sind, indem mindestens eine geeignet gewählte Oxidationsbase, mindestens ein m-Aminophenol als erster Kuppler und 6- Hydroxyindolin und/oder eines seiner Additionssalze mit einer Säure als zweiter Kuppler kombiniert werden.
  • Die vorliegende Erfindung basiert auf dieser Feststellung.
  • Ein erster Geggenstand der Erfindung ist daher eine Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere von menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie in einem zum Färben geeigneten Medium enthält:
  • - mindestens eine Oxidationsbase, die unter den p- Phenylendiaminen und/oder Bisphenylalkylendiaminen ausgewählt ist,
  • - mindestens ein m-Aminophenol als ersten Kuppier und
  • - mindestens einen zweiten Kuppler, der unter 6- Hydroxyindolin und seinen Additionssalzen mit einer Säure ausgewählt ist.
  • Mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung zum oxidativen Färben können wenig selektive kräftige Färbungen in unterschiedlichen Farbnuancen erzielt werden, die hervorragende Eigenschaften der Beständigkeit gegenüber atmosphärischen Einwirkungen, wie Licht und ungünstigen Witterungseinflüssen, und gleichzeitig gegenüber Schweiß und verschiedenen Behandlungen, denen das Haar unterzogen werden kann (Haarwäschen, permanente Verformungen), aufweisen.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum oxidativen Färben von Keratinfasern unter Verwendung dieser Zusammensetzung.
  • Von den m-Aminophenolen, die als erster Kuppler in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden können, können die Verbindungen genannt werden, die der folgenden Formel (1) und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure entsprechen:
  • worin bedeuten:
  • R&sub1; und R&sub4;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoff- oder Halogenatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, oder C&sub1;&submin;&sub4; Alkoxy;
  • R&sub2; ein Wasserstoffatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl&sub1; c&sub2; &sub4;-Polyhydroxyalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Trifluoralkyl oder Carbamoylmethyl;
  • R&sub3; ein Wasserstoffatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl oder R&sub3; bildet mit R&sub2; und dem Stickstoffatom eine fünf- oder sechsgliedrigen Heterocyclus;
  • R&sub5; ein Wasserstoff- oder Halogenatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4; - Alkoxy, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl oder C&sub2;&submin;&sub4;-Polyhydroxyalkyl.
  • Von den m-Aminophenolen der obengenannten Formel (1), die als erster Kuppler in den erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen verwendet werden, können insbesondere genannt werden: 3 -Aminophenol, 5-Amino-2-methoxyphenol, 5- Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-Amino-2,4-dimethoxyphenol, 5-Amino-2-β-hydroxyethyloxyphenol, 5-N-(β-hydroxyethyl)amino-4-methoxy-2-methylphenol, 5-Amino-4-methoxy-2- methylphenol, 5-N-(γ-hydroxypropyl) amino-2-methylphenol, 5- N-(β-hydroxyethyl) amino-2-methylphenol, 5-Amino-2- methylphenol, 3-N-(carbamoylmethyl) aminophenol, 5-N- (carbamoylmethyl amino-2-methylphenol, 3-N,N-(dimethyl)- aminophenol, 3-N,N-(diethyl) aminophenol, 3-Amino-2,4- dichlorphenol, 3-Amino-4,6-dichlorphenol, 5-Amino-6-chlor-2-methylphenol, 2-Chlor-5-N-(2', 2', 2'-trifluorethyl)- aminophenol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 3-N- (cyclopentyl)aminophenol und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure.
  • Von den p-Phenylendiaminen, die als Oxidationsbasen in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden könnenf können die Verbindungen genannt werden, die der folgenden Formel (II) und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure entsprechen:
  • worin bedeuten:
  • R&sub6;, R&sub7; und R&sub8;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoff- oder Halogenatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;- Alkoxy, Sulfo, Carboxy, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl oder C&sub2;&submin;&sub4;- Polyhydroxyalkyl;
  • R&sub9; und R&sub1;&sub0;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoffatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl, c&sub2;&submin;&sub4;- Polyhydroxyalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy-C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;- Carbamoylalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Mesylaminoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Acetylaminoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Ureidoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Carbalkoxy-C&sub1;&submin;&sub4;-Aminoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;- Sulfoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Piperidinoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Morpholinoalkyl, Phenyl oder Phenyl, das in p-Stellung mit Amino substituiert ist, oder R&sub9; und R&sub1;&sub0; bilden zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Piperidino- oder Morpholino-Heterocyclus, mit der Maßgabe, daß, wenn R&sub9; und R&sub1;&sub0; nicht gleichzeitig Wasserstoff bedeuten, mindestens eine der Gruppen R&sub6; und R&sub8; Wasserstoff ist.
  • Von den C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylgruppen und C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxygruppen der obengenannten Formeln (I) und (II) können insbesondere die Gruppen Methyl, Ethyl, Propyl, Methyloxy und Ethyloxy genannt werden.
  • Von den p-Phenylendiaminen der obengenannten Formel (II), die als Oxidationsbasen in den erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen verwendet werden können, können insbesondere genannt werden: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p- phenylendiamin, 2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2-Methyl-5- methoxy-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-5-methoxy-p- phenylendiamin, N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, N, N-Diethyl- p-phenylendiamin, N,N-Dipropyl-p-phenylendiamin, 4-Amino- N,N-diethyl-3-methylanilin, N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-p- phenylendiamin, 4-Amino-N,N-bis-(β-hydroxyethyl)-3-p- methylanilin, 4-Amino-3-chlor-N,N-bis-(β-hydroxyethyl)- anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl, carbamoylmethyl)-anilin, 4- Amino-3-methyl-N,N-(ethyl, carbamoylmethyl)-anilin, 4- Amino-N,N-(ethyl, β-piperidinoethyl)-anilin, 4-Amino-3- methyl-N,N-(ethyl, p-piperidinoethyl)-anilin, 4-Amino-N,N(ethyl, β-morpholinoethyl)-anilin, 4-Amino-3-methyl-N,N(ethyl, β-morpholinoethyl)-anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl, β- acetylaminoethyl)-anilin, 4-Amino-N-(β-methoxyethyl)- anilin, 4-Amino-3-methyl-N,N-(ethyl, β-acetylaminoethyl)anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl, β-mesylaminoethyl)-anilin, 4- Amino-3-methyl-N,N-(ethyl, β-mesylaminoethyl)-anilin, 4- Amino-N,N-(ethyl, β-sulfoethyl)-anilin, 4-Amino-3-methyl- N,N-(ethyl, β-sulfoethyl)-anilin, N-[(4'-Amino)phenyl]- morpholin, N- [(4'-Amino)phenyl]-piperidin, 2-β- Hydroxyethyl-p-phenylendiamin, 2 -Fluor-p-phenylendiamin, 2- Carboxy-p-phenylendiamin, 2-Sulfo-p-phenylendiamin, 2- Isopropyl-p-phenylendiamin, 2-n-Propyl-p-phenylendiamin, N- (β-Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin, 2-Hydroxymethyl-p- phenylendiamin, N,N-Dimethyl-3-methyl-p-phenylendiamin, N,N-(Ethyl, β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(β,γ- Dihydroxypropyl)-p-phenylendiamin, N-(4'-Aminophenyl)-p- phenylendiamin, N-Phenyl-p-phenylendiamin, 2-β- Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure.
  • Von den p-Phenylendiaminen der obengenannten Formel (II), die als Oxidationsbasen in den erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen verwendet werden, werden insbesondere bevorzugt: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2,6- Dimethyl -p-phenylendiamin, 2-β-Hydroxyethyl -pphenylendiamin, 2 -n-Propyl-p-phenylendiamin, 2 -Isopropyl-pphenylendiamin, N-(β-Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin, N, N- Bis-(β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 4-Amino-N-(βmethoxyethyl)-anilin und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure.
  • Von den Bisphenylalkylendiaminen, die als Oxidationsbasen in den erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen verwendet werden können, können insbesondere die Verbindungen der folgenden Formel (III) und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure genannt werden:
  • worin bedeuten:
  • Z&sub1; und Z&sub2;,die identisch oder voneinander verschieden sind, Hydroxy oder NHR&sub1;&sub4;, wobei R&sub1;&sub4; Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl bedeutet,
  • R&sub1;&sub1; Wasserstoff, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl, c&sub2;&submin;&sub4;- Polyhydroxyalkyl oder C&sub1;&submin;&sub4;-Aminoalkyl, wobei die Aminoguppe substituiert sein kann.
  • R&sub1;&sub2; und R&sub1;&sub3;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, Y eine Gruppe, die unter den folgenden Gruppen ausgewählt ist:
  • wobei n Null oder eine ganze Zahl von 1 bis einschließlich 8 und m Null oder eine ganze Zahl von 1 bis einschließlich 4 bedeutet.
  • Von den C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylgruppen der obengenannten Formel (III) können insbesondere Methyl, Ethyl und Propyl genannt werden.
  • Von den Bisphenylalkylendiaminen der obengenannten Formel (III), die als Oxidationsbasen in den erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen verwendet werden, können insbesondere genannt werden: N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'- bis-(4'-aminophenyl)-1,3-diamino-propanol, N,N'-Bis-(β- hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-ethylendiamin, N,N'-Bis-(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis- (β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-bis-(4-methylaminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-bis-(ethyl)-N,N'-bis-(4'-amino-3'-methylphenyl)- ethylendiamin und die Additionssalze dieser Verbindungen mit einer Säure.
  • Von den Bisphenylalkylendiaminen der Formel (III) wird das N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-1,3- diamino-propanol besonders bevorzugt.
  • Die Additionssalze mit einer Säure, die im Rahmen der erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen verwendet werden können, sind insbesondere unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten und Tartraten ausgewählt.
  • Die erfindungsgemäße Oxidationsbase oder die Oxidationsbasen, d.h. das oder die p-Phenylendiamine und/oder das oder die Bisphenylalkylendiamine, machen vorzugsweise etwa 0,0005 bis 12 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung und noch bevorzugter etwa 0,005 bis 6 Gew.-% aus.
  • Das oder die m-Aminophenole der Formel (I), die in den erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen als erster Kuppler verwendet werden, machen vorzugsweise etwa 0,0001 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbezusammensetzung und noch bevorzugter etwa 0,005 bis 5 Gew.-% aus.
  • Das 6-Hydroxyindolin und/oder sein Additionssalz mit einer Säure oder seine Additionssalze mit einer Säure, die in den erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen als zweiter Kuppler verwendet werden, machen vorzugsweise etwa 0,0001 bis 5 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung und noch bevorzugter etwa 0,005 bis 3 Gew.-% aus.
  • Das zum Färben geeignete Medium (oder der Träger) besteht im allgemeinen aus Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und mindestens einem organischen Lösungsmittel zur Solubilisierung der Verbindungen, die nicht ausreichend wasserlöslich sind. Von den organischen Lösungsmitteln können beispielsweise die niederen Alkanole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie Ethanol und Isopropanol, Glycerin, die Glykole und Glykolether, wie 2-Butoxyethanol, Propylenglykol, Propylenglykolmonomethylether, Diethylenglykolmonoethylether und Diethylenglykolmonomethylether, sowie die aromatischen Alkohole, wie Benzylalkohol oder Phenoxyethanol, analoge Produkte und deren Gemische genannt werden.
  • Die Lösungsmittel können vorzugsweise in Anteilen im Bereich von etwa 1 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Färbemittelzusammensetzung, oder noch bevorzugter im Bereich von etwa 5 bis 30 Gew.-% vorliegen.
  • Der pH-Wert der erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzung liegt im allgemeinen im Bereich von 3 bis 12. Er kann mit üblicherweise beim Färben von Keratinfasern verwendeten Mitteln zum Ansäuern oder Alkalischmachen auf den gewünschten Wert eingestellt werden.
  • Von den Mitteln zum Ansäuern können beispielsweise die anorganischen oder organischen Säuren, wie Salzsäure, Orthophosphorsäure, die Carbonsäuren, wie Weinsäure, Gitronensäure und Milchsäure, und die Sulfonsäuren genannt werden.
  • Von den Mitteln zum Alkalischmachen können beispielsweise Ammoniak, Alkalicarbonate, Alkanolamine, wie Mono-, Di- und Triethanolamin sowie deren Derivate, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid und Verbindungen der folgenden Formel IV
  • worin bedeuten:
  • R eine ggf. mit einer Hydroxygruppe oder einer C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylgruppe substituierte Propylengruppe und
  • R&sub1;&sub5;, R&sub1;&sub6;, R&sub1;&sub7; und R&sub1;&sub8;, die gleich oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoffatom, eine C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylgruppe oder eine C&sub1;&submin;&sub4;-Hydroxyalkylgruppe, genannt werden.
  • Die erfindungsgemäße Färbemittelzusammensetzung kann neben den obengenannten Färbemitteln weitere Oxidationsbasen und/oder weitere Kuppler und/oder Direktfarbstoffe enthalten, insbesondere um die Farbnuancen zu modifizieren oder sie mit Glanz anzureichern.
  • Die erfindungsgemäße Färbemittelzusammensetzung kann ferner verschiedene Hilfsstoffe enthalten, die üblicherweise in Zusammensetzungen zum Färben von Haaren verwendet werden, wie anionische, kationische, nichtionische, amphotere, zwitterionische grenzflächenaktive Stoffe oder deren Gemische, anionische, kationische, nichtionische, amphotere, zwitterionische Polymere oder deren Gemische, anorganische oder organische Verdickungsmittel, Antioxidantien, Penetrationsmittel, Maskierungsmittel, Parfums, Puffer, Dispergiermittel, Konditioniermittel, wie beispielsweise Silicone, Filmbildner, Konservierungsmittel und Trübungsmittel.
  • Der Fachmann wird selbstverständlich die ggf. eingesetzte(n) zusätzliche(n) Verbindung(en) so auswählen, daß die mit der erfindungsgemäßen ternären Kombination verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den beabsichtigten Zusatz (oder die Zusätze) nicht oder im wesentlichen nicht verändert werden.
  • Die erfindungsgemäße Färbemittelzusammensetzung kann in verschiedenen Formen vorliegen, beispielsweise als Flüssigkeit, Creme, Gel oder in beliebigen weiteren Formen, die zur Durchführung einer Färbung von Keratinfasern und insbesondere dem menschlichem Haar geeignet sind.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere von menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar, unter Verwendung der oben definierten Färbemittelzusammensetzung.
  • Nach diesem Verfahren wird mindestens eine oben definierte Färbemittelzusammensetzung auf die Fasern aufgebracht, wobei die Farbe bei einem alkalischen, neutralen oder sauren pH-Wert mit einem Oxidationsmittel entwickelt wird, das unmittelbar bei der Anwendung zu der Färbemittelzusammensetzung gegeben wird oder das in einer oxidierenden Zusammensetzung vorliegt, die gleichzeitig oder getrennt davon anschließend aufgebracht wird.
  • Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Färbeverfahrens wird bei der Anwendung die oben beschriebene Färbemittelzusammensetzung mit einer oxidierenden Zusammensetzung vermischt, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens ein Oxidationsmittel enthält, das in einer zur Bildung einer Färbung ausreichenden Menge vorliegt. Das erhaltene Gemisch wird dann auf die Keratinfasern aufgetragen, man läßt etwa 3 bis 50 Minuten und vorzugsweise etwa 5 bis 30 Minuten einwirken, wonach gespült, mit Haarwaschmittel gewaschen, von neuem gespült und getrocknet wird.
  • Das in der oben definierten oxidierenden Zusammensetzung vorliegende Oxidationsmittel kann unter den zum oxidativen Färben von Keratinfasern herkömmlich verwendeten Oxidationsmitteln ausgewählt werden; von diesen können Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid, die Alkalimetallbromate und die Salze von Persäuren, wie Perborate und Persulfate, genannt werden. Wasserstoffperoxid wird besonders bevorzugt.
  • Der pH-Wert der oben definierten oxidierenden Zusammensetzung, die das Oxidationsmittel enthält, ist so, daß nach dem Mischen mit der Färbemittelzusammensetzung der pH-Wert der resultierenden auf die Keratinfasern aufgebrachten Zusammensetzung vorzugsweise im Bereich von etwa 3 bis 12 und noch bevorzugter von 5 bis 11 liegt. Der gewünschte Wert wird mit üblicherweise beim Färben von Keratinfasern verwendeten Mitteln zum Ansäuern und Alkalischmachen, wie den obengenannten, eingestellt.
  • Die oben definierte oxidierende Zusammensetzung kann ferner verschiedene Hilfsstoffe enthalten, die üblicherweise in Zusammensetzungen zum Färben von Haaren verwendet werden, beispielsweise die oben genannten.
  • Die Zusammensetzung, die am Ende auf die Keratinfasern aufgetragen wird, kann in unterschiedlichen Formen vorliegen, beispielsweise als Flüssigkeit, Creme, Gel oder in beliebigen weiteren Formen, die dazu geeignet sind, eine Färbung von Keratinfasern und insbesondere von menschlichem Haar durchzuführen.
  • Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung mit mehreren Abteilungen oder "Kit" zum Färben oder beliebige weitere Verpackungssysteme mit mehreren Abteilungen, wobei eine erste Abteilung die oben definierte Färbemittelzusammensetzung und eine zweite Abteilung die oben definierte oxidierende Zusammensetzung enthält. Die Vorrichtungen können mit einem Mittel ausgestattet sein, durch das das gewünschte Gemisch auf die Haare gebracht werden kann, wie die Vorrichtungen, die in dem Patent FR-2 586 913 der Anmelderin beschrieben sind.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie einzuschränken.
  • Beispiele
  • Es wurden die folgenden Färbemittelzusammensetzungen 1 bis 5 hergestellt:
  • (*) Färbemittelzusammensetzung, die kein Teil der Erfindung ist
  • (**) Erfindungsgemäße Färbemittelzusammensetzung
  • - mit 2 mol Glycerin veretherter Oleylalkohol 4,0 g
  • - mit 4 mol Glycerin veretherter Oleylalkohol mit 78 % Wirkstoff (WS) 5,69 g WS
  • - Ölsäure 3,0 g
  • - Oleylamin mit 2 mol Ethylenoxid, unter der Handelsbezeichnung ETHOMEEN 012 von der Firma AKZO im Handel 7,0 g
  • - Diethylaminopropyllaurylaminosuccinamat, Natriumsalz, mit 55 % Wirkstoff (WS) 3,0 g WS
  • - Oleylalkohol 5,0 g
  • - Ölsäurediethanolamid 12,0 g
  • - Propylenglykol 3,5 g
  • - Ethanol 7,0 g
  • - Dipropylenglykol 0,5 9
  • - Propylenglykolmonomethylether 9,0 g
  • - Natriummetabisulfit in wäßriger Lösung, 35 % WS 0,455 g WS
  • - Ammoniumacetat 0,8 9
  • - Antioxidationsmittel, Maskierungsmittel q.s.
  • - Parfum, Konservierungsmittel q.s.
  • - Ammoniak mit 20 % NH3 10,0 9.
  • Bei der Anwendung wird jede Färbemittelzusammensetzung 1 bis 5 mit der gleichen Gewichtsmenge einer Wasserstoffperoxidlösung (20 Volumina, 6 Gew.-%) vermischt.
  • Jedes resultierende Gemisch wurde 30 Minuten auf Strähnen von natürlichem grauen Haar mit 90 % weißen Haaren (Strähne Nr. 1 nicht sensibilisierter Haare) oder auf eine Strähne aus den gleichen grauen Haaren mit 90 % weißen Haaren, die jedoch darergewellt waren (Strähne Nr. 2 sensibilisierter Haare), aufgebracht. Die Haarsträhnen wurden dann gespült, mit Standardhaarwaschmittel gewaschen und danach getrocknet.
  • Die Farbe der Strähnen wurde dann in MUNSELL-Werten mit dem Colorimeter MINOLTA CM 2002 bestimmt.
  • Nach der MUNSELL-Bezeichnung wird eine Farbe durch den Ausdruck HV/C definiert, wobei die drei Parameter die Farbnuance oder den Farbtonwert Hue (H), die Intensität oder den Intensitätswert (V) bzw. die Reinheit oder Farbsättigung (C) bezeichnen; der Schrägstrich in diesem Ausdruck ist nur eine Konvention und bedeutet und kein Verhältnis.
  • Der Unterschied in der Farbschattierung von zwei Strähnen wurde mit der NICKERSON-Gleichung berechnet:
  • ΔE = 0,4 C&sub0;ΔH + 6ΔV + 3ΔC, wie dies beispielsweise in "Couleur, Industrie et Technique", S. 14-17, Bd. 5, 1978 beschrieben ist.
  • In dieser Gleichung bedeutet ΔE den Farbunterschied von zwei Strähnen, wobei ΔH, ΔV und ΔC die Änderung des Absolutwertes der Parameter H, V und C darstellt, und wobei C die Reinheit der Strähne bezeichnet, bezüglich der die Farbdifferenz bestimmt werden soll.
  • Durch den Unterschied in der Farbe zwischen natürlichem (nicht sensibilisiert) und dauergewelltem (sensibilisiert) Haar konnte die Selektivität jeder Färbemittelzusammensetzung 1 bis 5 gezeigt werden; sie wurde unter Verwendung der Nickerson-Gleichung berechnet.
  • Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben:
  • Die Ergebnisse zeigen, daß die erfindungsgemäßen Färbemittelzusammensetzungen 4 und 5, d.h. die Zusammensetzungen, die eine Oxidationsbase (p-Phenylendiamin) in Kombination mit einem m-Aminophenol als ersten Kuppier und 6- Hydroxyindolin-Hydrochlorid als zweiten Kuppler enthalten, zu einer wesentlich weniger selektiven Färbung führen. Die Vergleichszusammensetzungen 1 bis 3 (die kein Teil der Erfindung sind, da sie nur einen der beiden Kuppler enthalten) führen dagegen zu deutlich selektiveren Färbungen.

Claims (20)

1. Zusammensetzung zum oxidativen Färben von Keratinfasern und insbesondere von menschlichen Keratinfasern wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einem zum Färben geeigneten Medium
- mindestens eine Oxidationsbase, die unter den p- Phenylendiaminen und/oder Bisphenylalkylendiaminen ausgewählt ist,
- mindestens ein m-Aminophenol als ersten Kuppler und
- mindestens einen zweiten Kuppler, der unter 6- Hydroxyindolin und seinen Additionssalzen mit einer Säure ausgewählt ist,
enthält.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die m-Aminophenole, die als erster Kuppler verwendet werden, unter den Verbindungen der folgenden Formel (1) und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt sind:
worin bedeuten:
R&sub1; und R&sub4;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoff- oder Halogenatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy;
R&sub2; ein Wasserstoffatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl, C&sub2;&submin;&sub4;-Polyhydroxyalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Trifluoralkyl oder Carbamoylmethyl;
R&sub3; ein Wasserstoffatom oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl oder R&sub3; bildet mit R&sub2; und dem Stickstoffatom eine fünf- oder sechsgliedrigen Heterocyclus;
R&sub5; ein Wasserstoff- oder Halogenatom, C&sub1;&submin;&sub4; -Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;- Alkoxy, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl oder C&sub2;&submin;&sub4;-Polyhydroxyalkyl.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, daß das oder die m-Aminophenole, die als erster Kuppler verwendet werden, ausgewählt sind unter: 3- Aminophenol, 5-Amino-2-methoxyphenol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-Amino-2,4-dimethoxyphenol, 5-Amino-2-β-hydroxyethyloxyphenol, 5-N-(β-hydroxyethyl) amino-4-methoxy-2-methylphenol, 5-Amino-4-methoxy-2-methylphenol, 5-N-(y-hydroxypropyl) amino-2-methylphenol, 5- N-(β-hydroxyethyl) amino-2 -methylphenol, 5 -Amino-2- methylphenol, 3-N-(carbamoylmethyl)aminophenol, 5-N- (carbamoylmethyl) amino-2 -methylphenol, 3 -N, N- (dimethyl) aminophenol, 3-N,N-(diethyl) aminophenol, 3- Amino-2,4-dichlorphenol, 3-Amino-4, 6-dichlorphenol, 5- Amino-6-chlor-2-methylphenol, 2-Chlor-5-N-(2', 2', 2'- trifluorethyl) aminophenol, 5-Amino-4-chlor-2- methylphenol, 3-N-(cyclopentyl)aminophenol und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure.
4. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die p-Phenylendiamine unter den Verbindungen der folgenden Formel (II) und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt sind:
worin bedeuten:
R&sub6;, R&sub7; und R&sub8;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoff- oder Halogenatom, C&sub1;&submin;&sub4;- Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy, Sulfo, Carboxy, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalky oder C&sub2;&submin;&sub4;-Polyhydroxyalkyl;
R&sub9; und R&sub1;&sub0;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoffatom, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;- Monohydroxyalkyl, C&sub2;&submin;&sub4;-Polyhydroxyalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkoxy-C&sub1;&submin;&sub4;-alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Carbamoylalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Mesylaminoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Acetylaminoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Ureidoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Carbalkoxy-C&sub1;&submin;&sub4;-aminoalkyl, -C&sub1;&submin;&sub4;Sulfoalkyl, C&sub1;&submin;&sub4; Piperidinoalkyl, C&sub1;- &sub4;-Morpholinoalkyl, Phenyl oder Phenyl, das in p- Stellung mit Amino substituiert ist, oder R&sub9; und R&sub1; bilden zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Piperidino- oder Morpholino- Heterocyclus,
mit der Maßgabe, daß, wenn R&sub9; und R&sub1;&sub0; nicht gleichzeitig Wasserstoff bedeuten, mindestens eine der Gruppen R&sub6; und R&sub8; Wasserstoff ist.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die p-Phenylendiaminen der Formel (II) ausgewählt sind unter: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin, 2,3-Dimethyl-p- phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6- Diethyl-p-phenylendiamin, 2,5-Dimethyl-p- phenylendiamin, 2-Methyl-5-methoxy-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-5-methoxy-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl- p-phenylendiamin, N,N-Diethyl-p-phenylendiamin, N,N- Dipropyl-p-phenylendiamin, 4-Amino-N,N-diethyl-3methylanilin, N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-p- phenylendiamin, 4-Amino-N,N-bis-(β-hydroxyethyl)-3- methylanilin, 4-Amino-3-chlor-N,N-bis-(β-hydroxyethyl)- anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl, carbamoylmethyl)-anilin, 4- Amino-3-methyl-N,N-(ethyl, carbamoylmethyl)-anilin, 4- Amino-N,N-(ethyl, β-piperidinoethyl)-anilin, 4-Amino-3- methyl-N,N-(ethyl, β-piperidinoethyl)-anilin, 4-Amino- N,N-(ethyl, β-morpholinoethyl)-anilin, 4-Amino-3- methyl-N,N-(ethyl, β-morpholinoethyl)-anilin, 4-Amino- N,N-(ethyl, β-acetylaminoethyl)-anilin, 4-Amino-N-(β- methoxyethyl)-anilin, 4-Amino-3-methyl-N,N-(ethyl, β- acetylaminoethyl)-anilin, 4-Amino-N,N-(ethyl, βmesylaminoethyl)-anilin, 4-Amino-3-methyl-N,N-(ethyl, β-mesylaminoethyl)-anilin, 4-Amino-N&sub1;N-(ethyl, β- sulfoethyl)-anilin, 4-Amino-3-methyl-N,N-(ethyl, β- sulfoethyl)-anilin, N- [(4'-Amino)phenyl] -morpholin, N- [(4'-Amino) phenyl] -piperidin, 2-β-Hydroxyethyl-p- phenylendiamin, 2-Fluor-p-phenylendiamin, 2-Carboxy-p- phenylendiamin, 2-Sulfo-p-phenylendiamin, 2-Isopropyl- p-phenylendiamin, 2-n-Propyl-p-phenylendiamin, N-(β- Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin, 2-Hydroxymethyl-p- phenylendiamin, N,N-Dimethyl-3-methyl-p-phenylendiamin, N,N-(Ethyl, β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(β,γ- Dihydroxypropyl)-p-phenylendiamin, N-(4'-Aminophenyl)p-phenylendiamin, N-Phenyl-p-phenylendiamin, 2-β- Hydroxyethyloxy-p-phenylendiamin und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure.
6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die p-Phenylendiamine der Formel (II) ausgewählt sind unter: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2-β-Hydroxyethyl-p- phenylendiamin, 2-n-Propyl-p-phenylendiamin, 2- Isopropyl-p-phenylendiamin, N-(β-Hydroxypropyl)-pphenylendiamin, N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-p- phenylendiamin, 4-Amino-N-(β-methoxyethyl)-anilin und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure.
7. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bisphenylalkylendiamine unter den Verbindungen der folgenden Formel (III) und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure ausgewählt sind:
worin bedeuten:
Z&sub1; und Z&sub2;, die identisch oder voneinander verschieden sind, Hydroxy oder NHR&sub1;&sub4;, wobei R&sub1;&sub4; Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl bedeutet,
R&sub1;&sub1; Wasserstoff, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, C&sub1;&submin;&sub4;-Monohydroxyalkyl, C&sub2;&submin;&sub4;- Polyhydroxyalkyl oder C&sub1;&submin;&sub4;-Aminoalkyl, wobei die Aminoguppe substituiert sein kann,
R&sub1;&sub2; und R&sub1;&sub3;, die identisch oder voneinander verschieden sind, ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl, Y eine Gruppe, die unter den folgenden Gruppen ausgewählt ist:
wobei n Null oder eine ganze Zahl von 1 bis einschließlich 8 und m Null oder eine ganze Zahl von 1 bis einschließlich 4 bedeutet.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bisphenylalkylendiamine der Formel (III) ausgewählt sind unter: N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'- bis-(4'-aminophenyl)-1,3-diamino-propanol, N,N'-Bis-(β- hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-ethylendiamin, N,N'-Bis-(4-aminophenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Bis- (β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4-aminophenyl)- tetramethylendiamin, N,N'-bis-(4-methylaminophenyl)- tetramethylendiamin, N,N'-bis-(ethyl)-N,N'-bis-(4'- amino-3'-methylphenyl)-ethylendiamin und den Additionssalzen dieser Verbindungen mit einer Säure.
9. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüöhe, dadurch gekennzeichnet, daß die Additionssalze mit einer Säure unter den Hydrochloriden, Hydrobromiden, Sulfaten und Tartraten ausgewählt sind.
10. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die p- Phenylendiamine und/oder das oder die Bisphenylalkylendiamine 0,0005 bis 12 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung ausmachen.
11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die p-Phenylendiamine und/oder das oder die Bisphenylalkylendiamine 0,005 bis 6 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung ausmachen.
12. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die m- Aminophenole der Formel (I) 0,0001 bis 10 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung ausmachen.
13. Zusammensetzung nach Anspruch 12,dadurch gekennzeichnet, daß das oder die m-Aminophenole der Formel (1) 0,005 bis 5 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung ausmachen.
14. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das 6-Hydroxyindolin und/oder seine Additionssalze mit einer Säure 0,0001 bis 5 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung ausmachen.
15. Zusammensetzung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das 6-Hydroxyindolin und/oder seine Additionssalze mit einer Säure 0,005 bis 3 Gew.-% des Gesamtgewichts der Färbemittelzusammensetzung ausmachen.
16. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Färben geeignete Medium aus Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und mindestens einem organischen Lösungsmittel besteht, das unter den niederen Alkanolen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Glycerin, Glykolen und Glykolethern, aromatischen Alkoholen, analogen Produkten und deren Gemischen ausgewählt ist.
17. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen pH-Wert im Bereich von 3 bis 12 aufweist.
18. Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere von menschlichen Keratinfasern, wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Fasern eine Färbemittelzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 17 aufgetragen und die Farbe bei einem sauren, neutralen oder alkalischen pH-Wert mit einem Oxidationsmittel entwickelt wird, das bei der Anwendung zu der Färbemittelzusammensetzung gegeben wird oder das in einer oxidierenden Zusammensetzung vorliegt, die gleichzeitig oder getrennt davon anschließend aufgetragen wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel unter Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid, Alkalimetallbromaten und Salzen von Persäuren, wie Perboraten und Persulfaten, ausgewählt ist
20. Vorrichtung mit mehreren Abteilungen oder "Kit" zum Färben mit mehreren Abteilungen, wobei eine erste Abteilung eine Färbemittelzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 17 und eine zweite Abteilung eine oxidierende Zusammensetzung enthält.
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