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Die Erfindung bezieht sich auf ein
Gerät zur
Bilderzeugung mit magnetischer Resonanz, das Folgendes umfasst:
einen Hauptmagneten zur Erzeugung eines temporär konstanten Magnetfelds durch
eine Patientenaufnahmeöffnung,
eine Gradientenfeldspulenanordnung mit einer Primärspule und
einer Abschirmungsspule zur Erzeugung von Magnetfeldern, die in
der genannten Öffnung
Magnetfeldgradienten bilden und dazu neigen, außerhalb der Patientenaufnahmeöffnung aufgehoben
zu werden, und eine HF-Spule zur Erzeugung von Magnetresonanz in
der Öffnung,
wobei das genannte temporär
konstante Magnetfeld Komponenten an der Gradientenfeldspulenanordnung
hat, die sich in Bezug auf die Öffnung
in axialer und radialer Richtung erstrecken und die während des
Betriebs mit dem Strom, der an die Primär- und Abschirmungsspulen der
Gradientenfeldspulenanordnung angelegt wird, auf eine solche Weise
in Wechselwirkung treten, dass die Primär- und Abschirmungsspulen eine Lorentz-Nettokraft
erfahren, wobei die Primärspule
oder die Abschirmungsspule zusätzliche
Kraftkorrekturwicklungen haben, die jeweils angrenzend an Kantenbereiche
der Primärspule oder
der Abschirmungsspule, axial vom Isozentrum des Magnetfelds abgesetzt,
angeordnet sind.
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Magnetische Bilderzeugungsgeräte haben
im Allgemeinen eine Öffnung
mit einem Durchmesser von 90 cm oder mehr, um den Körper eines
zu untersuchenden Patienten aufzunehmen. Die Öffnung ist von einer Reihe
ringförmiger
supraleitender Magneten umgeben, um entlang der Längsachse
der Patientenaufnahmeöffnung
ein im Wesentlichen homogenes Magnetfeld zu erzeugen. Je geringer
der axiale Abstand der Magneten ist, desto homogener wird das primäre Magnetfeld
innerhalb der Patientenaufnahmeöffnung
und desto länger
ist die axiale Ausdehnung, über
die ein derartiges homogenes Magnetfeld vorhanden ist. Üblicherweise
ist die Öffnung
mindestens 1,6 m lang und oft noch länger.
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Einer der Nachteile derartiger langer Öffnungsmagneten
besteht darin, dass die interessierende Region für das medizinische Personal
häufig
unzugänglich
ist. Wenn auf der Grundlage des Bildes ein bestimmter Vorgang durchgeführt werden,
muss der Patient zunächst
aus der Öffnung
entfernt werden, bevor man den Vorgang durchführen kann.
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Durch das Bewegen des Patienten erhöht sich
jedoch das Risiko von Justierungsfehlern zwischen Patient und Bild.
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Eine Möglichkeit, den Zugang zum Patienten
zu verbessern, besteht darin, die Länge des Magneten und der Patientenaufnahmeöffnung zu
verringern. Wenn man den Magneten und die Öffnung auf etwa 1 m oder ungefähr um den
Durchmesser der Öffnung
verkürzte,
würde dies
den Zugang zum Patienten deutlich verbessern. Obwohl die Größe des homogenen
Magnetfelds dabei zu einer scheibenähnlichen Form komprimiert wird,
reicht der Bereich wesentlicher Homogenität immer noch für eine Serie
von 10 bis 20 zusammenhängenden
Schichtbildern aus. Helikale oder kontinuierliche Kernspinresonanz-Abtastverfahren (NMR)
können
ebenfalls angewendet werden.
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Obwohl ein adäquates Bildgebungsvolumen verbleibt,
neigt das Magnetfeld im Raum um die Peripherie der die Gradientenspule
aufnehmenden Öffnung
herum dazu, relativ inhomogen zu werden, und hat sowohl axiale z-Komponenten
als auch radiale x- und
xy-Komponenten. Die Gradientenspule hat in der Regel Wicklungen
zur Erzeugung von drei linearen und orthogonalen Magnetfeldgradienten,
um eine räumliche
Auflösung und
Unterscheidung von Kernspinresonanzsignalen zu schaffen. Gradientenspulen
sind typischerweise dafür konzipiert
und konstruiert, die Stärke
und Linearität über das
Bildgebungsvolumen und die gespeicherte Energie und Induktivität in der
Gradientenspule zu optimieren. Siehe hierzu beispielsweise die US-amerikanische Patentschrift
Nr. 5.296.810 von Morich. Zur Erzeugung der Magnetfeldgradienten
werden Stromimpulse an die x-, y- und/oder
z-Gradienten angelegt. Diese Ströme
treten mit dem Hauptmagnetfeld in Wechselwirkung, um Lorentz-Kräfte an der
Gradientenspule zu erzeugen. Aufgrund der in den Gradientenspulenströmen enthaltenen
Symmetrie werden die Lorentz-Kräfte über der
gesamten Spule aufgehoben, wenn die Gradientenspule in einem homogenen
Magnetfeld angeordnet wird. Wenn das Hauptmagnetfeld jedoch weniger
homogen ist, insbesondere wenn signifikante radiale und inhomogene
axiale Komponenten im Umfeld der Gradientenspulen vorhanden sind,
kann ein Nettoschub entwickelt werden. In der Regel verursacht eine
Impulsgabe bei der z-Gradientenspule einen Nettoschub in der z-Richtung,
eine Impulsgabe bei der x-Gradientenspule einen Nettoschub in der
x-Richtung, und eine Impulsgabe bei der y-Gradientenspule einen
Nettoschub in der y-Richtung. Im Fall der z-Gradientenspule kann die axiale Nettokraft
in der Größenordnung
von einigen hundert Pfund (1 Pfund = 4,448 N) liegen. Diese Nettoschübe neigen
dazu, die Gradientenspule axial aus der Öffnung herauszudrücken oder
herauszudrängen.
Obwohl die Gradientenspule mechanisch verankert werden kann, neigen diese
großen
Kräfte
weiterhin dazu, starke Geräusche
sowie verstärkte
Vibrationen am Magneten und beim Patienten zu verursachen. Derartige
Vibrationen haben schädliche
Auswirkungen auf die Bilderzeugung, wie beispielsweise einen Verlust
an Auflösung.
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Ein Gerät zur Bilderzeugung mit magnetischer
Resonanz der eingangs erwähnten
Art ist aus der Patentschrift EP-A-0.231.879 bekannt. Die Primär- und Abschirmungsspulen
des bekannten Geräts
erzeugen ein lineares Gradientenfeld innerhalb der Gradientenfeldspulenanordnung.
Außerhalb
der Gradientenfeldspulenanordnung haben die Primär- und Abschirmungsspulen im
Wesentlichen einen Wert von Null. Als Folge wird eine Wechselwirkung
zwischen der Gradientenfeldspulenanordnung und externen Strukturen
eliminiert. Insbesondere wird die Erzeugung von unerwünschten
Wirbelströmen
in dem Hauptmagneten durch das Magnetfeld der Gradientenfeldspulenanordnung
verhindert. Eine Reduzierung der Wirbelstromeffekte um mehr als
den Faktor 100 wird ohne weiteres erzielt. Durch die Eliminierung
induzierter Wirbelströme
wird die Stabilität
des Gradientenfelds verbessert. Wenn die Primär- und Abschirmungsspulen der
Gradientenfeldspulenanordnung fest miteinander verbunden sind, werden
Kräfte
zwischen der Gradientenfeldspulenanordnung und dem Hauptmagneten
im Wesentlichen aufgehoben, so dass Geräusche reduziert werden.
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Die vorliegende Erfindung hat zur
Aufgabe, ein Gerät
zur Bilderzeugung mit magnetischer Resonanz der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, bei dem mechanische Vibrationen und hörbare Geräusche, die
durch die Wechselwirkung zwischen dem Magnetfeld des Hauptmagneten
und dem an die Primär-
und Abschirmungsspulen der Gradientenfeldspulenanordnung angelegten
Strom verursacht werden, weiterhin reduziert werden.
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Um die genannte Aufgabe zu erfüllen, ist
ein erfindungsgemäßes Gerät zur Bilderzeugung
mit magnetischer Resonanz dadurch gekennzeichnet, dass den Kraftkorrekturwicklungen
während
des Betriebs Strom zugeführt
wird, und zwar in einer Richtung, die der Richtung des der betreffenden
Primär-
oder Abschirmungsspule zugeführten
Stroms entgegengesetzt ist, so dass die Kraftkorrekturwicklungen
eine Lorentz-Kraft erfahren, wobei der genannte Strom, der den Kraftkorrekturwicklungen
zugeführt
wird, so beschaffen ist, dass die genannte durch die Kraftkorrekturwicklungen
erfahrene Lorentz-Kraft gleich und entgegengesetzt zu der von den
Primär-
oder Abschirmungsspulen erfahrenen Lorentz-Nettokraft ist.
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In einem erfindungsgemäßen Gerät hat die
Patientenaufnahmeöffnung üblicherweise
ein Länge/Durchmesser-Verhältnis von
weniger als 1,5:1, zum Beispiel von 1:1.
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In einer speziellen Ausführungsform
der Erfindung ist die Gradientenspulenanordnung eine selbstabschirmende
Gradientenspule mit einer Primärspule
und einer Abschirmungsspule, wobei Stromimpulse durch die Primär- und die
Abschirmungsspule fließen,
welche Magnetfelder erzeugen, die innerhalb der Gradientenspulenanordnung
kombiniert werden, um einen linearen Magnetfeldgradienten zu bilden,
und die außerhalb der
Gradientenspulenanordnung dazu neigen aufgehoben zu werden, wobei
die durch die Abschirmungsspule fließenden Stromimpulse in Wechselwirkung
mit den genannten radialen Magnetfeldkomponenten treten, um eine
erste Kraft zu erzeugen, wobei die primäre Gradientenspule die genannten
Kraftkorrekturwicklungen enthält,
so dass Stromimpulse durch die primäre Gradientenspule mit den
genannten radialen Magnetfeldkomponenten in Wechselwirkung treten,
um eine zweite Kraft zu erzeugen, die gleich der ersten Kraft und
ihr entgegengesetzt ist.
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In einer zweiten speziellen Ausführungsform
hat die Gradientenspulenanordnung primäre und sekundäre Gradientenspulen
mit jeweils vier symmetrisch angeordneten Thumbprint-Spulen, um
transversal zur Längsachse
der Öffnung
einen Magnetfeldgradienten zu erzeugen, wobei die durch die Thumbprint-Spulen fließenden Stromimpulse
in Wechselwirkung mit den genannten axialen und radialen Magnetfeldkomponenten treten,
um die genannte radiale Kraft zu erzeugen, wobei die Kraftkorrekturwicklungen
kraftausgleichende Stromschleifen enthalten, die angrenzend an ein
Ende von mindestens einer der primären und sekundären Gradientenspulen
angeordnet sind, um Stromflüsse
zu führen,
die in entgegengesetzter Richtung zu einer am dichtesten angrenzenden
Thumbprint-Spule zirkulieren, um die genannten radialen Kräfte entlang
der radialen Richtung auszugleichen.
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In einer weiteren speziellen Ausführungsform
hat die Gradientenspulenanordnung eine primäre z-Gradientenspule mit einer
Reihe von Schleifenspulen, die um einen zylindrischen Spulenkörper herum
angeordnet sind, um entlang der Längsachse der Öffnung ein
z-Gradientenfeld zu erzeugen, und die Kraftkorrekturwicklungen haben
Schleifen, die um Enden des zylindrischen Spulenkörpers herum
verlaufen und mit den z-Gradienten-Schleifenspulen in Reihe geschaltet
sind, um gemeinsame Stromimpulse, jedoch in entgegen gesetzter Richtung,
zu führen.
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In noch einer weiteren speziellen
Ausführungsform
hat die Gradientenspulenanordnung eine primäre z-Gradientenspule, um entlang
der Längsachse
der Öffnung
und einer zweiten, abgeschirmten z-Gradientenspule ein z-Gradientenfeld
zu erzeugen, wobei die zweite z-Gradientenspule um die primäre z-Gradientenspule
herum angeordnet ist, wobei an die primäre und an die sekundäre z-Gradientenspule
angelegte Stromimpulse Magnetfelder verursachen, die innerhalb der
Gradientenspulenanordnung kombiniert werden, um axial entlang der Öffnung und
der Gradientenspulenanordnung einen linearen Gradienten zu erzeugen,
und die außerhalb
der Gradientenspulenanordnung aufgehoben werden.
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Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung
liegt darin, dass sie den Zugang zu Bereichen des Patienten in der
Untersuchungsregion erleichtert.
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Ein weiterer Vorteil der vorliegenden
Erfindung liegt darin, dass sie die Bildqualität verbessert.
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Ein weiterer Vorteil der vorliegenden
Erfindung liegt darin, dass sie die Befestigung und Konstruktion der
Gradientenspulen vereinfacht.
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Ein erfindungsgemäßes Gerät zur Bilderzeugung mit magnetischer
Resonanz sowie ein erfindungsgemäßes Verfahren
für die
Konstruktion der Spulen einer Gradientenspulenanordnung werden nun
anhand von Beispielen und unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung des Gerätes
zur Bilderzeugung mit magnetischer Resonanz;
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2A und 2B exemplarische Stromverteilungen
für primäre z-Gradientenspule und
die abgeschirmte z-Gradientenspule des Gerätes, und
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3A und 3B eine primäre und eine
abgeschirmte oder sekundäre
x- oder y-Gradientenspulenwicklung des Gerätes.
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Bezug nehmend auf 1 enthält das Gerät eine Vielzahl primärer Magnetspulen 10,
die entlang einer Längs-
oder z-Achse einer Zentralöffnung 12 ein
temporär
konstantes Magnetfeld erzeugen. Die primären Magnetspulen werden von
einem Spulenkörper 14 getragen
und von einem torischen Heliumgefäß oder -behälter 16 aufgenommen.
Der Behälter
ist mit flüssigem
Helium gefüllt,
um die primären
Magnetspulen 10 auf supraleitenden Temperaturen zu halten.
Der Behälter 16 ist
von einer oder mehreren Kälteabschirmungen 18 umgeben,
die sich in einem Vakuum-Dewar-Gefäß 20 befinden.
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Eine Ganzkörper-Gradientenspulenanordnung 30 umfasst
x-, y- und z-Spulen,
die um die Öffnung 12 herum
angebracht sind. Vorzugsweise handelt es sich bei der Gradientenspulenanordnung
um eine selbstabschirmende Gradientenspulenanordnung mit primären x-,
y- und z-Spulenanordnungen r, die in einem dielektrischen
Spulenkörper
34 eingekapselt
sind, sowie mit einer sekundären
oder abschirmenden Gradientenspulenanordnung 36, die sich
auf einem die Öffnung
definierenden Zylinder 38 des Vakuum-Dewar-Gefäßes 20 befindet.
Der dielektrische Spulenkörper 34 mit
den eingekapselten Gradientenspulen kann als Öffnungsauskleidung fungieren,
oder es kann eine kosmetische Verkleidung eingesetzt werden. Vorzugsweise
sind zwischen den dielektrischen Spulenkörpern der primären und
der abschirmenden Gradientenspule nach Bedarf Shim-Einschübe (nicht
gezeigt) positioniert, um das Magnetfeld zu justieren. In der Gradientenspulenanordnung 30 ist
eine Ganzkörper-Hochfrequenzspule 40 angebracht.
Zwischen der Ganzkörper-Hochfrequenzspule 40 und
der Gradientenspulenanordnung 30 befindet sich eine Ganzkörper-Hochfrequenzabschirmung 42, zum
Beispiel eine Schicht aus Kupferdrahtgeflecht.
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Eine Benutzerschnittstelle und Steuereinheit 50 umfasst
eine Anzeigeeinheit, beispielsweise einen Videomonitor 52,
sowie Eingabemittel, einschließlich
einer Tastatur 54 und einer Maus 56. Trackballs,
Lichtstifte und andere Bedienereingabemittel kommen ebenfalls in
Betracht. Computergestelle 58 enthalten einen MR-Sequenzspeicher
und -Controller, einen Rekonstruktionsprozessor sowie andere Computerhardware
und -software zur Steuerung der HF-Spule 40 und der Gradientenspule 30,
um eine beliebige aus der Vielzahl konventioneller MR-Bildgebungssequenzen,
einschließlich
Echo-Planar, Echo-Volumen,
Spin-Echo und andere Bildgebungssequenzen, zu implementieren. Echo-Planar- und Echo-Volumen-Bildgebungssequenzen
sind durch kurze Datenerfassungszeiten sowie hohe Gradientenstärken und
Anstiegsgeschwindigkeiten gekennzeichnet. Die Gestelle 58 enthalten
außerdem
einen digitalen Sender, um der HF-Spule HF-Erregungs- und Resonanzmanipulierungssignale
zuzuführen,
und einen digitalen Empfänger,
um die Magnetresonanzsignale zu empfangen und zu demodulieren. Die
empfangenen Magnetresonanzsignale werden von einem Array-Prozessor
und zugehöriger
Software zu einer Bilddarstellung rekonstruiert, die im Computerspeicher,
auf einer Festplatte oder einem anderen Aufzeichnungsmedium gespeichert
wird. Ein Videoprozessor extrahiert selektiv Teile der gespeicherten
rekonstruierten Bilddarstellung und formatiert die Daten für die Anzeige
durch den Videomonitor 52. Es kann auch ein Bilddrucker
vorgesehen werden, um Ausdrucke von ausgewählten Bildern auf Papier anzufertigen.
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In der bevorzugten Ausführungsform
haben der Durchmesser und die Länge
der Öffnung 12 ein
Größenverhältnis von
etwa 1:1. Es ist allerdings zu beachten, dass die vorliegende Erfindung
auch für
andere Magneten geeignet ist, insbesondere für Magneten mit begrenzter Hauptmagnetfeldhomogenität. Normalerweise könnte man
erwarten, dass Magneten mit einem Öffnungslänge/Durchmesser-Verhältnis von
bis zu 1,5:1 für die
vorliegende Erfindung in Frage kommen. Die vorliegende Erfindung
wird jedoch auch für
Magnetresonanzbildgebungsgeräten
mit längeren Öffnungen
geeignet sein, bei denen die Hauptmagnetfeldinhomogenität, insbesondere
radiale Feldkomponenten, in dem Bereich der Gradientenspulen ausreicht,
um eine Bildverschlechterung aufgrund von Vibration zu verursachen,
oder bei denen die Nettokräfte
ausreichen, um eine mechanische Befestigung der Gradientenspulen
schwierig zu machen.
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Die Wechselwirkung zwischen den sich
räumlich
verändernden
Komponenten der Magnetfelder und den Stromdichten der Spulenanordnung
wirft zwei unterschiedliche Probleme auf. Zum einen besteht eine Wechselwirkung
zwischen dem azimutal gerichteten Strom der z-Gradientenspule mit
Bρ0.
Da beide Größen punktsymmetrische
Funktionen um das geometrische Zentrum des magnetischen Pluspols
des Gradientensystems sind, erzeugen sie nach der Lorentz-Kraft-Gleichung
eine z-gerichtete Schubkraft. Je nach dem axialen oder z-Verhalten
von Bρ0,
insbesondere seines Wertes an den Leitern der z-Gradientenspule, kann der Wert der Schubkraft
mehrere hundert Pfund oder einige taussend Newton erreichen.
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Das zweite Problem betrifft die Wechselwirkung
zwischen der Stromdichte für
eine transversale x- oder y-Gradientenspule und sowohl die Bρ0-
als auch Bz0-Komponente des Hauptmagnetfelds. Das
Ergebnis einer solchen Wechselwirkung wird erneut durch die Lorentz-Kraft-Gleichung
bestimmt, ist jedoch eine radial gerichtete Nettokraft. Aufgrund
der azimutalen Abhängigkeit
der Stromdichte des transversalen Gradienten verläuft die
radial gerichtete Kraft für
eine x- oder y-Gradientenspule entsprechend in x- oder y-Richtung. Die Größe dieser
Kraft ist wiederum von dem Wert der Bρ0-
und Bz0-Komponenten
des statischen Magnetfelds an den Stromleitungen für die x-
und y-Gradientenspulen
abhängig.
Da der Radius der x- und y-Gradientenspulen unterschiedlich ist,
wird auch der Wert der entsprechenden Kraft unterschiedlich sein.
Der Wert der Komponenten von B0 ändert sich
mit der radialen Position.
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Zunächst die analytische Ausweitung
des z-gerichteten Schubkraft betrachtend, die das Ergebnis der Wechselwirkung
zwischen der z-Gradientenspule und der Bp0-Komponente ist, wird
ein Minimierungsverfahren für
die Konstruktion von z-Gradientenspulen
mit einer Nettoschubkraft von Null vorgestellt. Bei einer herkömmlichen
z-Gradientenspule ist der Strom punktsymmetrisch um das geometrische
Zentrum der Spule herum verteilt und auch das Magnetfeld Bρ0 ist
punktsymmetrisch um das geometrische Zentrum des Magneten herum verteilt.
Da diese beiden Zentren normalerweise zusammenfallen, ist das Ergebnis
der Wechselwirkung zwischen dem Strom und der Bp0-Feldkomponente eine
z-gerichtete Schubkraft an der Gradientenspule.
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Bezug nehmend auf die 2A und 2B ist die z-Gradientenspule selbstabschirmend,
mit einer inneren oder primären
Wicklung 60 des Radius a und einer äußeren oder sekundären Abschirmwicklung 62 des Radius
b. Zur Vereinfachung der Konstruktion ist die primäre z-Gradientenspule
in ringförmigen
Schleifen um den dielektrischen Spulenkörper 34 gewickelt
und mit Epoxidharz oder einem anderen Harz vergossen. Die abschirmende
z-Gradientenspule ist vorzugsweise ringförmig um den dielektrischen
Spulenkörper 34 gewickelt,
der in das Vakuum-Dewar-Gefäß integriert
ist. Selbstverständlich
sind auch alternative Ausführungsformen
möglich,
bei denen er kein integraler Bestandteil des Vakuum-Dewar-Gefäßes ist.
Die Stromdichte für
die innere Gradientenspule Jφ
a (z)
ist azimutal gerichtet und verändert
sich nur entlang der axialen Richtung der Spule. Ähnlich ist
auch die Stromdichte für
die äußere Gradientenspule
Jφ
b (z) azimutal gerichtet und verändert sich
entlang der axialen Richtung der Spule. Die Wechselwirkung zwischen
diesen beiden Stromdichten mit der radialen Komponente des Hauptmagnetfelds
an den radialen Stellen der Spule, d.h. Bρ0
a bzw. Bρ0
b, erzeugt eine Lorentz-Kraft, die entlang
der z-Richtung gerichtet
ist.
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Generell beschreibt die Lorentz-Gleichung
die elementare Kraft, die ein Stromelement J
φ
a,b (z) dz (a,b)
in Anwesenheit eines
Magnetfelds B
ρ0
a,b erfährt,
als:
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Die Nettokraft, die von diesen zwei
Spulen erzeugt wird, ist entlang der z-Richtung gerichtet und hat die Form:
mit
wobei B
ρ0
a,b (z) bekannte reelle Funktionen von (z)
sind. Die Fourier-Transformationspaare für J
φ
a,b und B
ρ0
a,b sind:
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Diese Gleichungen können benutzt
werden, um die Fourier- oder k-Raum-Darstellung der Nettoschubkraft
zu erhalten als:
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Da B
ρ0
a,b (z) eine reine reelle, unsymmetrische
Funktion von z ist, gilt:
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Für
einen Satz von z-Gradientenspulen mit dem Radius a bzw. b lässt sich
der Ausdruck der axialen z-Komponente des Magnetfelds infolge der
Gradientenspule B
z in den drei Bereichen,
die die beiden Spulen definieren, aufgrund des Verhaltens der Stromdichte
vereinfachen. Genauer gesagt wird für einen im Umkreis einer zylindrischen
Gradientenspule homogenen Strom keine Winkelabhängigkeit berücksichtigt.
Der Strom in der z-Gradientenspule ist auf Veränderungen entlang der z-Richtung
beschränkt.
Mit diesen Einschränkungen lautet
der Ausdruck für
B
z in den drei Bereichen:
wobei j
φ
a (k) und j
φ
b (k) jeweils Fourier-Transformationen der
Stromdichten der inneren Spule mit dem Radius a bzw. der äußeren Spule
mit dem Radius b sind. Idealerweise ist das von der z-Gradientenspule
erzeugte Magnetfeld B
z im Innenbereich beider
Spulen linear und außerhalb
der beiden Spulen gleich Null. Um die Einschränkung zu erfüllen, dass
das Feld außerhalb
der beiden Spulen Null ist, wird B
z im Bereich
b < ρ gleich Null
gesetzt, d.h. die Gleichung (6c) wird mit Null gleichgesetzt. Eine
Möglichkeit,
die Gleichung (6c) gleich Null zu setzen, besteht darin, die Stromdichten
der inneren und äußeren Spulen
so in Beziehung zu setzen, so dass die Summe ihrer Fourier-Komponenten
Null ergibt, d.h.:
oder:
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Indem man Gleichung (8) in Gleichung
(6a) einsetzt, wird der Ausdruck für das Magnetfeld für den Innenbereich
der beiden Spulen ρ < a zu:
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Ausgehend von Gleichung (8) kann
der Ausdruck für
die Nettokraft ebenfalls vereinfacht werden:
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Die in der Spule W gespeicherte Energie
im Sinne von Gleichung (8) ist:
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Bei einer Gradientenspule der Länge L ist
die Fourier-Erweiterung um das geometrische Zentrum herum für den Strom
der inneren Spule in einer selbstabschirmenden Konstruktion:
wobei j
n
a die Fourier-Koeffizienten der Erweiterung
und sin k
nz die antisymmetrische Bedingung
für den
Strom um die Ursprung herum ist. Bei einer Spule der Länge L ist
der Strom vorzugsweise so beschränkt,
dass er an den Spulenenden zu Null wird, wodurch auch die Werte
beschränkt
werden, die k
n annehmen kann. Die zulässigen Werte
für k
n sind daher:
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Die Fourier-Transformation von für j
φ
a (z) ist:
mit
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Aufgrund der Symmetrieanforderungen
ist die Abhängigkeit
von ψ
n(k) in der Variablen k:
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Anhand des Ausdrucks der Fourier-Komponente
des Stroms sind die Ausdrücke
für das
Gradientenmagnetfeld B
z, die gespeicherte
magnetische Energie W in der Gradientenspule und die z-gerichtete
Schubkraft F
z:
-
Da B
ρ0
a,b (z) eine unsymmetrische Funktionen in
Bezug auf z ist, wird die zugehörige
Fourier-Transformation definiert als:
mit:
-
Die Gleichung (20) hat dann die Form:
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Anhand der Ausdrücke für das Magnetfeld, die gespeicherte
Energie und die z-gerichtete Schubkraft kann die Funktion E definiert
werden als:
wobei B
zSC und
F
zSC
net die vorgegebenen
Beschränkungswerte
des Magnetfelds an den Beschränkungspunkten
bzw. die z-gerichtete Schubkraft sind.
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Indem man E in Bezug auf j
n
a minimiert, erhält man folgende
Matrixgleichung für
j
n'
a:
oder
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Je nach dem Wert von j kann die Djn-Matrix entweder dem Ausdruck für das Magnetfeld
oder dem Ausdruck für
die z-gerichtete Schubkraft entsprechen.
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Die Umwandlung speziell für die D
jn-Matrix lautet:
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Die Daten für den Ausdruck B
ρ0
a,b (z) erhält man vom eigentlichen Hauptmagneten
10.
Aufgrund der Antisymmetrie von B
ρ0
a,b (z) werden nur positive z-Werte erzeugt.
Um die erzeugten Daten für
die Radialkomponente des Magnetfelds in die Gleichung (24a) einzubeziehen,
wird Folgendes angenommen:
wobei Ω der Gesamtanzahl von Punkten
entlang z entspricht, und B
γ
a,b der
entsprechende Wert von B
ρ0
a,b (z) an
der Stelle z
γ ist.
Die Fourier-Transformation B
ρ0
a,b (k)
lautet:
-
Darüber hinaus stehen die erzeugten
Werte für
B
ρ0
a,b (z) für
die axialen Abstände,
die größer sind
als die halbe Länge
der Gradientenspule und bis zu dem Punkt, an dem es keine signifikante
Aktion zwischen der Stromdichte der Gradientenspulen und den Radialkomponenten
des Hauptmagneten gibt. Indem man die infiniten Summierungen bei
M Termen abschneidet, wird die Matrixdarstellung für die Gleichung
(24b) zu Folgendem:
wobei
eine 1xm-Matrix ist,
C eine MxM-Matrix ist,
λ eine 1xN
1+1-Matrix
ist, und
D eine N
1+1xM-Matrix
ist.
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Indem man die Beschränkungsgleichung
für das
Gradientenfeld B
z und die z-gerichtete Schubkraft verwendet,
werden die Lagrange-Multiplikatoren bestimmt. Die Fourier-Komponenten
der Stromdichte für
die primäre
oder innere Gradientenspule lauten in Matrixform:
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Die kontinuierliche Verteilung der
Stromdichte der inneren Spule erhält man, indem man den Ausdruck für die Fourier-Komponenten
des Stroms in der inneren Spule findet und die Gleichung (14) zu
Hilfe nimmt. Um den Strom für
die äußere Spule
zu bestimmen, verwendet man das Abschirmverhältnis zwischen der Fourier-Transformation
für beide
Stromdichten der Gleichung (8). Um die kontinuierliche Stromverteilung
der äußeren Spule
zu erhalten, verwendet man eine inverse Fourier-Transformation.
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Der nächste Schritt ist der Vorgang
der Diskretisierung der kontinuierlichen Stromverteilung für beide Spulen.
Die kontinuierliche Stromverteilung wird in positive und negative
Stromregionen unterteilt. Indem man die Fläche unterhalb jeder Region
integriert, erhält
man den Gesamtstrom in jeder Region. Wenn der Strom für alle Regionen
des Zylinders berechnet wurde, werden diskrete Stromschleifen auf
einem dielektrischen Spulenkörper
positioniert, um das Verhalten des kontinuierlichen Strommusters
nachzuahmen. Jede Region wird mit diskreten Leitern gefüllt, die
die vorgeschriebene Strommenge führen.
Die Strommenge ist bei der bevorzugten Ausführungsform für jede Leiterschleife
die gleiche. In jeder Region wird die kontinuierliche Stromdichte
in kleinere Segmente unterteilt, die der gewählten gleichen Strommenge entsprechen.
Die gewählte Strommenge
kann iterativ angepasst werden, um den kontinuierlichen Stromdichten
in den gewählten
Stromregionen besser zu entsprechen. Jeder Leiter ist am Mittelpunkt
des zugehörigen
Segments angeordnet, um von beiden Seiten des Segments eine gleichmäßige Verteilung
zu erzielen. Diese Stromverteilung wird anschließend zur Berechnung des erzeugten
Magnetfelds analysiert, um sicherzustellen, dass das gewünschte Magnetfeld
auch tatsächlich
erreicht wurde. Alternativ kann man das Zentrum eines Massenschemas
aus der US-amerikanischen Patentschrift Nr. 5.296.810 verwenden,
auf die bereits zuvor verwiesen wurde.
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Weiterhin Bezug nehmend auf 2 hat in der bevorzugten
Ausführungsform
die innere oder primäre Spule
einen Radius von ca. 340 mm und eine Länge von ca. 700 bis 900 mm.
Die äußere oder
Abschirmungsspule hat einen Radius von ca. 385 mm. Für die Fourier-Reihenentwicklung
bieten zehn Punkte eine annehmbare Definition der Stromdichte, obwohl
auch größere oder
kleinere Zahlen gewählt
werden können.
Um die Eigenschaften des Feldes und der Schubkraft zu definieren,
werden vorzugsweise fünf
Beschränkungspunkte gewählt. Das
Feld muss innerhalb eines im Wesentlichen ellipsenförmigen Bildgebungsvolumens
von 40 cm bis 50 cm begrenzt sein. Der erste Beschränkungspunkt
begründet
eine Gradientenfeldstärke,
zum Beispiel ca. 13,5 mT/m. Der zweite Beschränkungspunkt definiert die Linearität des Feldes
entlang der Gradientenachse. Vorzugsweise ist das Magnetfeld an
den Kanten der 25-cm-Abmessung des Volumens so begrenzt, dass es
sich um nicht mehr als 5 % verändern
kann. Die verbleibenden beiden Beschränkungen definieren die Homogenität des Feldes über eine
Ebene senkrecht zur Gradientenachse. Vorzugsweise ist das Magnetfeld
so beschränkt,
dass es bei einem radialen Abstand von ca. 22 cm vom Zentrum der
Spulen innerhalb von 7 % seines tatsächlichen Werts bleibt.
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Der letzte Beschränkungspunkt definiert den Wert
der z-gerichteten Schubkraft, der vorzugsweise weniger als –1,0 e–08 Newton
beträgt.
Eine geeignete primäre
Gradientenspule, die diese Beschränkungen erfüllt, ist in 2A dargestellt, und eine geeignete äußere oder
Abschirmungsspule, die diese Beschränkungen erfüllt, ist in 2B dargestellt. Es ist zu beachten, dass
die primäre
Gradientenspule verschiedene Kraftkorrekturwicklungen 64 hat,
die an ihren Enden oder Extremen eine umgekehrte Polarität haben.
Wenn man diese Wicklungen umgekehrter Polarität entfernte, würde die
Gradientenspule eine Netto-Längskraftkomponente
ertragen, die über
die oben diskutierten Beschränkungen
hinausginge.
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Obwohl das oben beschriebene Verfahren
eine ideale Stromverteilung berechnet, kann der kraftkorrigierende
Strom zur Aushebung der Axialkraft iterativ bestimmt werden. Genauer
gesagt sind an den Enden einer der Primär- und Sekundärspulen,
vorzugsweise der Primärspulen,
verschiedene Spulenwicklungen angeordnet. Die Nettokraft an der
Gradientenspulenanordnung während
eines Gradientenstromimpulses wird gemessen. Der durch die Kraftkorrekturwicklungen
(oder die Anzahl kraftkorrigierender Schleifen) fließende Strom
wird iterativ angepasst, bis die Axialkraft im Wesentlichen Null
ist.
-
Bezug nehmend auf die 3A und 3B umfasst die Gradientenspulenanordnung
weiterhin eine x-Gradientenspule und eine y-Gradientenspule. Die
x- und y-Gradientenspulen
haben im Wesentlichen dieselbe Konstruktion, jedoch um 90° gedreht.
Da eine über
die andere geschichtet ist, haben sie natürlich einen etwas unterschiedlichen
Radius. Die x- und y-Gradientenspulen haben jeweils vier im Wesentlichen
identische Wicklungen, die symmetrisch auf beiden Seiten des Isozentrums
angeordnet sind. Jeder der Quadranten der primären x- oder y-Gradientenspule
enthält
eine Wicklung, wie sie im Wesentlichen in 3A dargestellt ist. Jeder der Quadranten
der abschirmenden x- oder y-Gradientenspule
enthält
eine Wicklung, wie sie im Wesentlichen in 3B dargestellt ist. Erneut wird eine
Stromverteilung berechnet, um die gewählte Gradientenstärke zu erzeugen,
die gespeicherte Energie zu minimieren und die Lorentz-Nettolateralkräfte auf
Null zu bringen.
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Für
die transversalen x- oder y-Gradientenspulen kann die Gesamtstromdichte
dargestellt werden als:
wobei δ(ρ-ρ
0) die
Einschränkung
ist, dass der Strom auf eine zylindrische Oberfläche mit dem Radius ρ
0 begrenzt
ist. Wiederum sind die x- und y-Gradientenspulen selbstabschirmend.
Das bedeutet, sie haben eine innere oder Primärspule mit dem Radius a und
eine äußere sekundäre oder
Abschirmungsspule mit dem Radius b. Die Stromdichte für die äußere Spule
mit dem Radius b ist analog zu Gleichung (30). Die Wechselwirkung zwischen
den Komponenten der Stromdichte und den entsprechenden Komponenten
des Hauptmagnetfelds ergibt eine x-gerichtete Lorentz-Kraft für die selbstabschirmenden
x-Gradientenspulen
und eine y-gerichtete Kraft für
die selbstabschirmenden y-Gradientenspulen.
Die folgende Diskussion konzentriert sich auf die x-Gradientenspulen.
Es ist jedoch hervorzuheben, dass dieselbe Diskussion in gleicher
Weise auch auf y-Gradientenspulen
anwendbar ist, die eine identische Konstruktion haben, jedoch um
90° gedreht
und mit einem etwas kleineren Radius.
-
Die Lorentz-Gleichung beschreibt
die Elementarkraft, die ein Stromelement Idl in Anwesenheit des Magnetfelds
B
0 erfährt:
oder
wobei B
ρ0
a,b (z) und B
z0
a,b (z) radiale und axiale Komponenten des
Hauptmagnetfelds B
0 an den Radiusstellen (a,b)
sind. Indem man die Gleichung (31b) integriert, erhält man eine
Nettokraft entlang der x-Achse:
mit:
wobei B
ρ0
a,b (z) und B
z0
a,
b (z) bekannte
reelle Funktionen von z sind. Die Fourier-Transformationspaare für j
φ
a,b, j
z
a,b,
B
ρ0
a,b und B
z0
a,b sind:
-
Unter Verwendung der Beschränkung
sowie
der Abschirmungsbedingungen, werden folgende Beziehungen abgeleitet:
-
Der Ausdruck für F
x
net aus der Gleichung (32b) wird umgeschrieben
als:
wobei * die komplexe Konjugation
der Fourier-Transformationen der beiden Komponenten des Hauptmagnetfelds
darstellt.
-
Bei einer realen Magnetkonstruktion
gibt es keinen brauchbaren analytischen Ausdruck für B
z0
a,b (z) und B
ρ0
a,b (z). Um die numerisch erzeugten Daten
für beide
Komponenten des Magnetfelds entlang der zentralen z-Achse des Magneten
analytisch einzubeziehen, werden folgende Darstellungen angenommen:
wobei B
z0
a,b (z) die Symmetrie um z und B
ρ0
a,b (z) die Antisymmetrie um z herum ist.
Die Beschränkung
für die innere
Spulenlänge,
die Begrenzung der Stromdichte auf eine zylindrische Oberfläche, die
azimutalen und axialen Symmetrien für j
φ
a und j
z
a und
die Forderung, dass die Stromdichte der Kontinuitätsgleichung
folgt, schafft eine Fourier-Reihenentwicklung für beide Komponenten um das
geometrische Zentrum der Spule herum:
wobei j
φ
a die Fourier-Koeffizienten sind, L die Gesamtlänge der
inneren Spule darstellt, und k
n = 2nπ/L ist, da der
Strom nicht aus den Enden des Zylinders fließen kann. Darüber hinaus
sind beide Stromkomponenten für |z| > L/2 Null.
-
Der allgemeine Ausdruck für das Magnetfeld
einer selbstabschirmenden Gradientenspule in Bezug auf die Fourier-Transformation
der Stromdichte lautet:
wobei j
φ
a (m,k) die doppelte Fourier-Transformation
von jφ
a (φ,z)
ist. Da die azimutale Abhängigkeit
von j
φ
a proportional zu cos (φ) ist, ist die Fourier-Transformation
von j
φ
a ungleich Null, wenn m = ± 1 ist.
In diesem Fall lautet die zweidimensionale Fourier-Transformation der
Stromdichte:
mit:
wobei ψ
n (k)
eine gerade Funktion von k und j
φ
a (+1,k) = j
φ
a (–1,k)
ist. Daher hat der Ausdruck des Gradientenfelds folgende Form:
-
In ähnlicher Form ist die im System
gespeicherte Energie:
und der Ausdruck für die x-gerichtete
Lorentz-Kraft wird geschrieben als:
-
Die Funktion E wird gebildet und
hat dieselbe Form wie die Gleichung (22). Im vorliegenden Fall jedoch ist
E abhängig
von j
φ
na und die Kraft ist entlang der x-Achse
anstatt der z-Achse gerichtet. Indem man E in Bezug auf j
φn
a minimiert, erhält man daher eine Matrixgleichung
für j
φn,
a wie folgt:
-
Indem man die infiniten Summierungen
bei M Termen abschneidet und die kompakte Schreibweise verwendet,
wird die Gleichung (38) vereinfacht zu:
oder:
wobei
eine 1xm-Matrix ist,
C eine MxM-Matrix ist,
λ eine 1xN
1+1-Matrix
ist, und
D eine N
1+1xM-Matrix
ist, mit:
-
Da die Gleichung (46) mit der Gleichung
(28) identisch ist, findet man die Ausdrücke der kontinuierlichen Stromverteilung
für beide
Spulen, indem man die oben beschriebenen Schritte ausführt. Um
beide Stromdichten zu diskretisieren, betrachtet man zunächst die
Kontinuitätsgleichung
für die
Stromdichte:
-
Analog zum Magnetfeld, bei dem ein
Vektorpotential eingeführt
wird, wird die Stromdichte als eine Rotation der Strömungsfunktion
ausgedrückt als:
-
Da der Strom nur auf der Oberfläche eines
Zylinders mit dem Radius a = ρ
a fließen
kann und nur eine Winkel- und Axialabhängigkeit hat, ist die Beziehung
zwischen der Stromdichte und der Strömungsfunktion in Zylinderkoordinaten:
und S
ρ findet
man anhand von:
-
Die Konturverläufe der Stromdichte werden
bestimmt durch:
wobei N die Anzahl der Stromkonturen
ist, S
min der Minimalwert der Stromdichte
ist, und S
inc die Strommenge zwischen den
beiden Konturlinien darstellt. S
inc wird
wie folgt bestimmt:
wobei S
max den
Maximalwert der Stromdichte darstellt. Die mittels dieses Verfahrens
erzeugten Konturen folgen dem Stromfluss, und der Abstand zwischen
ihnen entspricht einem Strom gleich einer Menge von S
inc in Ampere.
Die diskreten Leitungen sind so positioniert, dass sie mit diesen
Konturlinien zusammenfallen.
-
In der bevorzugten Ausführungsform
hat die selbstabschirmende, kraftfreie x-Gradientenspule einen Radius
der inneren Spule von ca. 1/3 m und eine Länge von ca. 100 bis 900 mm.
Der Radius der äußeren Spule
beträgt
ca. 0,4 m. Bei der Konstruktion dieser selbstabschirmenden Spule
ist die Anzahl der verwendeten Fourier-Koeffizienten gleich Gesamtzahl
an Beschränkungspunkten
erhöht
um 1. Zusätzlich
werden vier Beschränkungspunkte
gewählt,
um die Qualität
des Magnetfelds innerhalb eines ellipsenförmigen Volumens von 40–50 cm mal
25 cm zu spezifizieren und die Lorentz-Nettokraft für das gesamte
Gradientenspulensystem zu eliminieren. Die erste Beschränkung gibt
die Stärke
des Gradientenfelds vor, z.B. 13,5 mT/m. Die zweite Beschränkung spezifiziert
die Linearität
des Gradientenfelds entlang der x-Achse und bis zu einem Abstand von
25 cm vom Isozentrum des Gradientenfelds, z.B. 5%. Die dritte Beschränkung spezifiziert
die Homogenität des
Gradientenfelds entlang der z-Achse in einem Abstand von bis zu ±6 cm vom
Isozentrum des Gradientenfelds, z.B. 12%. Die vierte Beschränkung spezifiziert
den Wert der x-gerichteten Nettokraft an der Stelle der Gradientensätze, z.B.
1 × 10–7 Newton.
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Infolge dieses Satzes von Beschränkungen
wird eine kontinuierliche Stromverteilung sowohl für die inneren
als auch die äußeren Spulen
erzeugt, die, wenn sie diskretisiert wird, die in den 3A und 3B veranschaulichte Form annimmt. Genauer
gesagt wird bei Anwendung dieser Konstruktionsanforderungen eine kontinuierliche
Stromverteilung von jza und jzb erzeugt.
Zur Erzeugung eines diskreten Strommusters ist nur die z-Komponente
der Stromdichte erforderlich. Die Beschränkungen werden auch so gewählt, dass
eine ganzzahlige Anzahl von Windungen für die inneren und äußeren Spulen
mit einer konstanten Strommenge pro Schleife erzielt werden kann.
Mit Hilfe des Strömungsfunktionsverfahrens
erhält
man die diskrete Stromverteilung der inneren Spule für lateralkraftfreie
Konfiguration, wie in 3A dargestellt.
Es ist zu beachten, dass die innere oder primäre Spule eine Thumbprint-Wicklung 70 und
eine zusätzliche
oder kraftausgleichende Wicklung 72 hat. Der Strom in der
kraftkorrigierenden Wicklung fließt effektiv in einer entgegengesetzten
Spiralrichtung zum primären
Spulenteil 70. Die Stromverteilung und die Anzahl der Windungen
im kraftaufhebenden Spulenteil 72 ist so gewählt, dass
die vom Primärspulenabschnitt 70 aus 3A erzeugte Nettokraft in
x- oder y-Richtung
zu Null wird. Je nach Beschaffenheit der B0-Feldkomponenten
in einer bestimmten Konstruktion können ähnliche kraftfreie Ergebnisse
auch erzielt werden, indem man nahe einer Außenkante der Spule eine Wicklung
platziert, deren Wicklungssinn dem der sekundären x- oder y-Gradientenspule
entgegengesetzt ist. Die Stromstärke
in den kraftaus gleichenden Wicklungen oder die Anzahl der Windungen
wird angepasst, bis eine Stromdichte erreicht ist, die eine x- oder
y-Kraftkomponente erzeugt, die gleich der von den anderen x- oder
y-Gradientenspulen erzeugten Kraftkomponente und dieser entgegengesetzt
ist.
-
Obwohl in der bevorzugten Ausführungsform
kraftausgleichende Spulen nur für
die primäre
Wicklung von abgeschirmten Gradientenspulen verwendet werden, ist
hervorzuheben, dass sich bei primären und sekundären Spulen
die Kraft jeweils auch individuell ausgleichen lässt.