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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbindungen mit pharmazeutischen
Eigenschaften und insbesondere auf Verbindungen, die zum Verhindern
und Behandeln von entzündlichen
Darmerkrankungen verwendbar sind. Genauer bezieht sich die vorliegende
Erfindung auf die Verwendung von Verbindungen bei der Herstellung
von Medikamenten zur Behandlung von Patienten, die an einer idiopathischen
chronischen entzündlichen
Darmerkrankung (beispielsweise ulzerative Kolitis) leiden, und insbesondere
auf Stoffzusammensetzungen, die als pharmazeutische Zusammensetzungen
bei der Pävention
und Behandlung solch einer Erkrankung einsetzbar sind.
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Idiopathische
ulzetrative Kolitis (ulcerative Colitis = UC) ist eine wiederkehrende
akute und chronische entzündliche
Darmstörung,
die im Wesentlichen das Rektum und den linken Kolon befällt, aber
manchmal auch den gesamten Dickdarm. Siehe Kirsner et al., N. Engl.
J. Med., Vol. 306, Seiten 775–837
(1982). UC umfasst ein Spektrum von diffusen kontinuierlichen oberflächlichen
Entzündungen
des Kolons, die im Rektum beginnen und sich bis zu unterschiedlichen
proximalen Niveaus erstrecken. Siehe, Cecil Textbook Of Medicine, 19.
Auflage, Seite 699, herausgegeben von Wyngaarden et al. (1992).
Unterlagen, die sich auf die Ätiologie (d.
h. die definitive Pathogenese ist nicht bekannt), Epidemiologie,
Pathogenese, Pathologie, Symptome, Diagnose (z.B. Endoskopie und
Radiographie) und Komplikationen (z.B. Krebs, Darmkomplikationen,
so wie Rektalblutung und toxischer Riesenkolon, und außerhalb
des Darms liegende Komplikationen, so wie Anämie und Leukozytose) beziehen,
sind in relativ vollständigem
Detail im Cecil Textbook of Medicine (supra) dargestellt.
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Die
Weise, in der UC behandelt wird, kann variieren, und typischerweise
hängt die
medizinische Behandlung von der Ernsthaftigkeit der Symptome ab,
die sich bei dem Patienten zeigen. Kortikosteroide (z.B. Prednison),
Antibiotika (z.B. Tetrazyklin, Sulfa-Trimethoprim, Metronidazol und Cephalexin)
und immunsupressive Mittel (z.B. 6-Mercaptopurin und Azathioprin) werden
oft zur Behandlung von UC verwendet.
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Entzündungshemmer
(z.B. Sulfasalazin und Mesalamin) sind in gewissem Umfang bei einigen
Patienten bei der Behandlung von akuter UC wirksam. Bestimmte entzündungshemmende
Mittel sind kommerziell als Asacol von Rolm Pharma GmbH, Dipentum
von Kabi Pharmacia AB und Rowasa von Solvay Pharmaceuticals erhältlich.
In ernsteren Fällen
oder wenn die entzündungshemmenden
Mittel darin scheitern, die Symptome von UC zu beseitigen, werden
chirurgische Verfahren angewandt. Typische chirurgische Verfahren
umfassen die Kolektomie, die Proktokolektomie und die Ileostomie.
Siehe Cecil Textbook of Medicine (supra). Andere Behandlungsmethoden
für Magen-Darmströrungen sind
in den US-Patenten Nummern 5,321,818 für Rubin et al., 5,324,738 für Dinan
et al., 5,331,013 für
Ahlman et al. und 5,340,801 für
Ewing et al. vorgeschlagen worden.
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Epidemiologische
Studien weisen auf eine Möglichkeit
hin, dass der Lebensstil eine Rolle bei der Entwicklung von UC spielen
kann. Siehe Shievananda et al., Current opinion in Gastroenterology,
Vol. 9, Seiten 560–565
(1993). Faktoren wie die Umwelt und das Rauchen von Zigaretten sind
auf Verbindungen mit UC untersucht worden. Siehe Lashner, Digestive
Diseases and Sciences, Vol. 35 (7), Seiten 827–832 (1992), und Calkins, Digestive
Diseases und Sciences, Vol. 34 (12), Seiten 1841–1854 (1989). Verschiedene
klinische Studien haben berichtet, dass das Rauchen von Zigaretten
den Verlauf von UC verbessert. Siehe Rudra et al., Scand. J. Gastroenterol.,
Vol. 24 (Suppl. 170), Seiten 61–63
(1989), und Thomas und Rhodes, International Symposium on Nicotine,
S38, 1994, Hrgs. Clarke et al.. Verschiedene Hypothesen sind vorgeschlagen
worden, um die umgekehrte Beziehung zwischen Zigarettenrauchen und
UC zu erklären.
Diese Hypothesen umfassen mit dem Rauchen verbundene Änderungen
des kolonischen Mukus (Amaral-Corfield et al., Med. Sci. Res., Vol.
19, Seiten 309–310
(1991)); der Darmpermeabilität
(Prytz et al., Scand. J. Gastroenterol., Vol. 24, Seiten 10841088
(1989)) der rektalen Durchblutung (Srivastava et al., Gut, Vol.
31, Seiten 1021–1024
(1990)), der Immunglobulinsekretion (Barton et al., Gut, Vol. 31,
Seiten 378–382
(1990), Srivastava et al., Eur. J. Gastroenterol. & Hepatol., Vol.
3, Seiten 815–818
(1991)) und der Antioxidanzienabwehr (Cope et al., Gut, Vol. 33, Seiten
721–723
(1992)). Nikotin ist als Behandlung für aktive UC getestet worden.
Siehe Srivastava et al., Eur. J. Gastroenterol. & Hepatol., Vol. 3, Seiten 815–818 (1991)).
Die Verbesserung von UC-Symptomen
wurde auch nach der Anwendung von Nikotinkaugummi (Lashner et al.;
Digestive Diseases and Sciences, Vol. 35 (7), Seiten 827–832 (1990))
und von Nikotinpflastern (Pullan et al., N. Engl. J. Med., Vol.
330, Seiten 811–815 (1994))
beobachtet.
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Es
wäre wünschenswert,
eine pharmazeutische Zusammensetzung bereitzustellen, die für die Verhinderung
und Behandlung von entzündlichen
Darmerkrankungen einsetzbar wäre.
Es wäre
höchst
nützlich,
Individuen, die an bestimmten entzündlichen Darmerkrankungen leiden,
zu einer Unterbrechung der Symptome dieser Erkrankungen durch Verabreichung
einer Verbindung zu verhelfen, die Nikotinpharmakologie aufweist und
einen nützlichen
Effekt auf die Funktion des Magen-Darmtrakts hat, die aber zu keinen
verknüpften
Nebenwirkungen führt
(z.B. erhöhter
Puls und Blutdruck), die mit der Wechselwirkung dieser Verbindung
mit Kreislaufplätzen
zusammenhängen.
Es wäre
sehr wünschenswert,
eine pharmazeutische Zusammensetzung bereitzustellen, die eine Verbindung
umfasst, die mit Nikotinrezeptoren wechselwirkt, welche das Potential
haben, die Funktion des Magen-Darmtraktes
zu beeinflussen, die aber nicht jene Rezeptoren signifikant beeinflusst,
welche das Potential haben, Nebenwirkungen auszulösen (z.B.
erhebliche Blutdruckeffekte und erhebliche Aktivität an Skelettmuskulaturplätzen).
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf arylsubstitutierte aliphatische
Aminverbindungen, arylsubstituierte olefinische Aminverbindungen
und arylsubstituierte acetylenische Aminverbindungen.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Verbindung
der vorliegenden Erfindung bei der Herstellung eines Medikaments
zum Bereitstellen von Prävention
oder Behandlung einer entzündlichen
Darmerkrankung, wie beispielsweise ulzerativer Kolitis.
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In
einem anderen Aspekt bezieht sich die vorliegende Erfindung auf
eine pharmazeutische Zusammensetzung, die eine effektive Menge einer
Verbindung der vorliegenden Erfindung aufweist. Solche eine pharmazeutische
Zusammensetzung umfasst eine Verbindung, die die Fähigkeit
hat, mit den Nikotinrezeptorplätzen
eines Patienten zu wechselwirken und die deshalb die Fähigkeit
hat, als Therapeutikum bei der Verhinderung und Behandlung einer
entzündlichen
Darmerkrankung, wie beispielsweise ulzerativer Kolitis, zu wirken.
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Die
pharmazeutischen Zuzsammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind
für die
Prävention
und Behandlung von entzündlichen
Darmerkrankungen einsetzbar. Die pharmazeutischen Zusammensetzungen stellen
einen therapeutischen Nutzen für
Individuen bereit, die an bestimmten entzündlichen Darmerkrankungen leiden,
indem die Verbindungen innerhalb dieser Zusammensetzung das Potential
haben, (i) Nikotinpharmakologie zu entwickeln, (ii) Symptome zu
verhindern und zu unterdrücken,
die mit solchen Erkrankungen verbunden sind, und (iii) keine erheblichen
negativen Nebenwirkungen auszulösen
(beispielsweise signifikante Anstiege bei Blutdruck und Puls und
signifikante Effekte auf die Skelettmuskulatur). Die pharmazeutischen
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung werden als sicher und
wirksam bezüglich
der Verhinderung und Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen angesehen.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich in einem Aspekt auf bestimmte
Verbindungen mit der Formel:
wobei X Stickstoff oder Kohlenstoff
ist, der an eine Substituentenart gebunden ist, die durch einen
Sigma m-Wert größer als
0, oft größer als
0,1, allgemein größer als
0,2 und selbst größer als
0,3; kleiner als 0 und allgemein kleiner als –0,1; oder von 0 charakterisiert
ist. So wie er gemäß Hansch
et al., Chem. Rev., Vol. 91, Seiten 165–195 (1991) bestimmt wird;
n eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 5, vorzugsweise von 1 bis
3 und am meisten bevorzugt 2 oder 3, ist; Z' und Z" unabhängig voneinander für Wasserstoff
oder ein niedriges Alkyl stehen (z.B. Alkyl, das 1 bis 5 Kohlenstoffatome
enthält,
so wie Methyl, Ethyl oder Isopropyl) und vorzugsweise mindestens
Z' oder Z" Wasserstoff ist;
A, A' und A" unabhängig voneinander
für Wasserstoff,
Alkyl (beispielsweise niedriges gradkettiges oder verzweigtes Alkyl,
einschl. C
1-C
7 aber
vorzugsweise Methyl oder Ethly) oder HALO steht (z.B. F, Cl, Br
oder I); die gestrichelte Linie in der Struktur für eine C-C-Einfachbindung,
eine C-C-Doppelbindung
oder eine C-C-Dreifachbindung steht; die Wellenlinie in der Struktur
für eine
cis (Z)- oder trans (E)-Form der Verbindung steht, wenn die gestrichelte
Linie eine C-C-Doppelbindung
ist; und X' für CH
2, wenn die gestrichelte Linie eine C-C-Einfachbindung
ist, CH, wenn die gestrichelte Linie eine C-C-Doppelbindung ist,
und C steht, wenn die gestrichelte Linie eine C-C-Dreifachbindung
ist. X umfasst N, C-H, C-F, C-Cl, C-Br, C-I, C-NR'R", C-CF
3,
C-OH, C-CN, C-SH, C-SCH
3, C-N
3,
C-SO
2CH
3, C-OR', C-C(=O)NR'R", C-NR'C(=O)R', C-C(=O)OR', C-OC(=O)R, C-OC(=O)NR'R" und C-NR'C(=O)OR', wobei R' und R" unabhängig voneinander Wasserstoff
oder ein niedriges Alkyl sind (z.B. Alkyl, das 1 bis 5 Kohlenstoffatome
enthält,
vorzugsweise Methyl oder Ethyl). Wenn X für ein Kohlenstoffatom steht,
das an eine Substituentenart gebunden ist, hat diese Substituentenart
oftmals einen Sigma m-Wert, der zwischen –0,3 und etwa 0,75 liegt und
häufig zwischen
etwa –0,25
und etwa 0,6. Unter bestimmten Umständen, wenn X für ein Kohlenstoffatom
steht, das an eine Substituentenart gebunden ist, die gestrichelte
Linie eine C-C-Doppelbindung ist und die Verbindung die trans (E)-Form
aufweist, ist die Substituentenart dadurch charakterisiert, dass
sie einen Sigma m-Wert ungleich 0 aufweist. Insbesondere, wenn die
gestrichelte Linie eine C-C-Doppelbindung ist, die Verbindung die trans
(E)-form aufweist, A, A',
A" und Z' alle Wasserstoff
sind, n 2 ist und Z" Methyl
ist, ist die Substituentenart dadurch charakterisiert, dass sie
einen Sigma m-Wert ungleich 0 aufweist. Zusätzlich ist es sehr bevorzugt, wenn
A Wasserstoff ist, es ist bevorzugt, wenn A' Wasserstoff ist, und normalerweise
ist A" Wasserstoff.
Allgemein sind sowohl A als auch A' Wasserstoff; manchmal sind A und A' Wasserstoff und
A" ist Methyl oder
Ethyl; und oft sind A, A' und
A" sämtlich Wasserstoff.
Eine repräsentative
Verbindung ist N-Methyl-4-(3-Pyridinyl)-Butan-1-Amin, bei der die
gestrichelte Linie eine C-C-Einfachbindung ist, X' CH
2 ist,
X C-H ist, n 2 ist und A, A', A" und Z' jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Eine andere repräsentative
Verbindung ist N-Methyl-4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-Amin,
bei der die gestrichelte Linie eine C-C-Dreifachbindung ist, X' C ist, X C-H ist,
n 2 ist und A, A',
A" und Z' jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Andere repräsentative
Verbindungen sind (Z)-Metanikotin und (E)-Metanikotin, für die die
gestrichelte Linie eine C-C-Doppelbindung ist, X' CH ist, n 2 ist und A, A', A" und Z' jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Von besonderem Interesse sind Verbindungen mit der Formel

wobei n, X, A, A', A", Z' und Z" so sind, wie hier
zuvor beschrieben wurde, und wobei jene Verbindungen die cis (Z)-
oder trans (E)-Form haben können.
Für solche
Verbindungen von besonderem Interesse ist X bevorzugt Stickstoff
oder Kohlenstoff, der an eine Substituentenart gebunden ist, die
dadurch charakterisiert ist, dass sie einen Sigma m-Wert größer als
0, oft größer als
0,1, allgemein größer als
0,2 und selbst größer als
0,3; kleiner als 0 und allgemein kleiner als –0,1; oder von 0 aufweist.
Eine repräsentative
Verbindung ist (E)-4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin,
bei der X N ist, n 2 ist und A, A' und A" Z' und
Z" jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-4-[3-(5-Methoxypyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei der X C-OCH
3 ist, n 2 ist und A, A', A",
Z' und Z" jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-N-Methyl-4-(5-Pyromidinyl)-3-Buten-1-Amin, bei der X N
ist, n 2 ist, A, A',
A" und Z" jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-N-Methyl-4-[3-(5-Methoxypyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei der X C-OCH
3 ist, n 2 ist und A, A', A" und
Z' jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-4-[3-(5-Ethoxypyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei der X
C-OCH
3 ist, n 2 ist und A, A', A", Z' und Z" jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-N-Methyl-4-(3-(5-Methoxypyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei der X C-OCH
2CH
3 ist, n 2 ist,
A, A', A" und Z' jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-4-[3-(5-Aminopyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei der X C-NH
2 ist, n 2 ist und A, A', A",
Z' und Z" jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-N-Methyl-4-[3-(5-Aminopyridin)yl] -3-Buten-1-Amin,
bei der X C-NH
2 ist, n 2 ist, A, A', A" und Z' jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-4-[3-(5-Brompyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei der
X C-Br ist, n 2 ist und A, A',
A", C' und Z" jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-M-Methyl-4-[3-(5-Brompyridin)yl] -3-Buten-1-Amin,
bei der X C-Br ist, n 2 ist, A, A', A" und
Z' jeweils Wasserstoff
sind und Z" Methyl
ist. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-4-[3-(5-Methoxy-6-Methylpyridin)yl]-3-Buten-1-Amin,
bei der X C-OCH
3 ist, n 2 ist, A" Methyl ist und A,
A', Z' und Z" jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-M-Methyl-4-[3-(5-Methoxy-6-Methylpyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei der X C-OCH
3 ist, n 2 ist, A" und Z" jeweils Methyl sind und A, A' und Z' jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-M-Methyl-4-[3-(6-Methylpyridin)yl]-3-Buten-1-Amin, bei
der X C-N ist, n 2 ist, A" und
Z" jeweils Methyl
sind und A, A' und
Z' jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-4-[-3(6-Methylpyridin)yl]-3-Buten-1-Amin,
bei der X C-H ist, n 2 ist, A" Methyl
ist und A, A', Z' und Z" jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-N-Methyl-5-[-3- Pyridinyl]-4-Penten-1-Amin, bei der
X C-H ist, n 3 ist, Z" Methyl
ist und A, A', A" und Z' jeweils Wasserstoff
sind. Eine andere repräsentative
Verbindung ist (E)-N-(2-Propyl)-4-[3-Pyridinyl]-3-Buten-1-Amin, bei der X
C-N ist, n 2 ist, Z" Isopropyl
ist und A, A', A" und Z' jeweils Wasserstoff
sind.
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Die
Weise, in der arylsubstituierte aliphatische Aminverbindungen der
vorliegenden Erfindung synthetisch produziert werden, kann variieren.
Die Zubereitung von verschiedenen arylsubstituierten aliphatischen Aminverbindungen
kann unter Verwendung der Typen von Techniken ausgeführt werden,
die von Rondahl, Acta Pharm. Suec., Vol. 13, Seiten 229–234 (1976),
offenbart sind. Bestimmte Verbindungen vom Metanikotintyp, die eine
gesättigte
Seitenkette statt einer olefinischen Seitenkette aufweisen, können durch
Hydrierung der entsprechenden Verbindungen vom Metanikotintyp oder
der entsprechenden acetylenischen Vorstufen zubereitet werden. Zum
Beispiel kann Dihydrometanikotin durch Hydrierung von (E)-Metanikotin
zubereitet werden, wie von Kamimura et al., Agr. Biol. Chem., Vol.
27, No. 10, Seiten 684–688
(1963) beschrieben wird.
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Die
Weise, in der arylsubstituierte acetylenische Aminverbindungen der
vorliegenden Erfindungen synthetisch hergestellt werden, kann variieren.
Zum Beispiel kann eine arylsubstituierte acetylenische Aminverbindung,
wie M-Metyl-4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-Amin, unter Anwendung einer
Anzahl von synthetischen Schritten zubereitet werden: (i) Umwandlung
von 3-Pyridincarboxaldehyd zu einem 1,1-Dihalo-2-(3-Pyridinyl)-Ethylen
unter Verwendung eines Kohlenstofftetrahalids und Triphenylphosphin,
(ii) Seitenkettenausbau bei dieser Zwischenstufe durch Reaktionen
mit Butyllithium und Ethylenoxid, was 4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-ol ergibt,
(iii) Umwandlung dieser Zwischenstufe in ihren Methansulfonatester
und (iv) Mesylataustausch durch Methylamin, was N-Methyl-4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-Amin
ergibt.
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Die
Weise, in der arylsubstituierte olefinische Aryinverbindungen der
vorliegenden Erfindung synthetisch hergestellt werden, kann variieren.
(E)-Metanikotin kann unter Verwendung der Techniken zubereitet werden,
die von Löffler
et al.; Chem. Ber., Vol. 42, Seiten 3431–3438 (1909), und Laforge,
J.A.C.S., Vol. 50, Seite 2477 (1928), dargestellt sind. Bestimmte
neue 6-substituierte Verbindungen vom Metanikotintyp können von den
entsprechenden 6-substituierten
Verbindungen vom Nikotintyp unter Anwendung der allgemeinen Verfahren
von Acheson et al., J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1, Vol. 2, Seiten
579–585
(1980) zubereitet werden. Die erforderlichen Vorstufen für solche
Verbindungen, 6-substituierte Verbindungen vom Nikotintyp, können von 6-substituierten
Nikotinsäureestern
synthetisiert werden unter Anwendung der allgemeinen Verfahren,
die von Rondahl, Acta Pharm. Suec., Vol. 14, Seiten 113–118 (1977),
offenbart sind. Die Zubereitung bestimmter 5-substituierter Verbindungen
vom Metanikotintyp kann aus den entsprechenden 5-substituierten
Verbindungen vom Nikotintyp unter Anwendung des allgemeinen Verfahrens
bewirkt werden, das von Acheson et al., J. Chem. Soc., Perkin Trans.
1, Vol. 2, Seiten 579–585
(1980), gelehrt wird. Die 5-Haloverbindungen
vom Nikotintyp (z.B. Fluor- und Bromverbindungen vom Nikotintyp)
und die 5-Aminverbindungen vom Nikotintyp können unter Anwendung der allgemeinen
Prozeduren zubereitet werden, die von Rondahl, Act. Pharm. Suec.,
Vol. 14, Seiten 113–118
(1977), offenbart werden. Die 5-Trifluormethylverbindungen vom Nikotintyp
können
unter Anwendung der Techniken und Materialien zubereitet werden,
die bei Ashimori et al., Chem. Pharm. Bull., Vol. 38 (9), Seiten
2446–2458
(1990), und Rondahl, Acta Pharm. Suec., Vol. 14, Seiten 113–118 (1977),
dargestellt sind. Weiterhin kann die Zubereitung von bestimmten
Verbindungen vom Metanikotintyp bewirkt werden unter Anwendung von
palladiumkatalysierten Kopplungsreaktionen eines aromatischen Halids
und eines terminalen Olefins, das einen geschützten Aminsubstituenten enthält, Entfernen
der Schutzgruppe, um ein primäres
Amin zu erhalten, und optionale Alkylierung, um ein sekundäres oder
tertiäres
Amin bereitzustellen. Insbesondere können bestimmte Verbindungen
vom Metanikotintyp zubereitet werden durch Unterwerfen einer 3-Halo-substituierten,
5-substituierten Pyridinverbindung oder einer 5-Halo-substituierten
Pyrimidinverbindung unter eine palladiumkatalysierte Kopplungsreaktion
unter Verwendung eines Olefins, das eine geschützte Aminfunktionalität aufweist
(z.B. solch eines Olefins, das durch die Reaktion eines Phthalamidsalzes
mit 3-Halo-1-Propen, 4-Halo-1-Buten, 5-Halo-1-Penten oder 6-Halo-1-Hexen erhalten
wird). Siehe, Frank et al., J. Org. Chem, Vol. 43 (15), Seiten 2947–2949 (1978),
und Malek et al., J. Org. Chem, Vol. 47, Seiten 5395–5397 (1982).
Alternativ können
bestimmte Verbindungen vom Metanikotintyp zubereitet werden durch
Koppeln eines N-geschützten modifizierten
Aminosäurerests,
so wie 4-(N-Methyl-N-tert-Butyloxycarbonyl) Aminobutansäuremethylester,
mit einer Aryllithiumverbindung, wie sie durch ein geeignetes Arylhallid
und Butyllizium erhalten werden kann. Das resultierende N-geschützte Arylketon
wird dann chemisch zu dem entsprechenden Alkohol reduziert, zu dem Alkylhallid
konvertiert und anschließend
dehydrohalogenisiert, um die olefinische Funktionalität einzuführen. Die
Entfernung der N-schützenden
Gruppe ergibt die gewünschte
Verbindung vom Metanikotintyp. Es gibt eine Anzahl von unterschiedlichen
Verfahren, um Verbindungen vom (Z)-Metanikotintyp bereitzustellen.
Bei einem Verfahren können
die Verbindungen vom (Z)-Metanikotintyp
aus Verbindungen vom Nikotintyp als Mischung von E- und Z-Isomeren
synthetisiert werden, und die Verbindungen vom (Z)-Metanikotintyp
können
dann durch Chromatographie unter Verwendung der Typen von Techniken
separiert werden, die von Sprouse et al., Abstracts of Papers, Seite
32, Coresta/TCRC Joint Conference (1972), offenbart sind. Bei einem
anderen Verfahren kann (Z)-Metanikotin zubereitet werden durch gesteuerte
Hydrierung der entsprechenden acetylenischen Verbindung (z.B. N-Methyl-4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-Amin).
Zum Beispiel können
bestimmte 5-substituierte Verbindungen vom (Z)-Metanikotintyp und
bestimmte 6-substituierte Verbindungen vom (Z)-Metanikotintyp aus
5-substituierten 3-Pyridincarboxaldehyden bzw. 6-substituierten
3-Pyridincarboxaldehyden zubereitet werden.
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Eine
repräsentative
Verbindung, (E)-n-Methyl-4-[3-(5-Brompyridin)yl]-3-Buten-1-Amin
kann unter Verwendung der folgenden repräsentativen Prozedur synthetisiert
werden. Zu 5-Bromnikotin
(0,018 Mol) in 10 ml Methylenchlorid getrocknet über Phosphorpentaoxid wird
eine Lösung
von Ethylchlorformat (0,018 Mol) in 10 ml gleichermaßen getrocknetem
Methylenchlorid tropfenweise über
10 bis 15 min. zugegeben. Die resultierende Mischung wird dann unter
Stickstoffatmosphäre
für etwa
3 Stunden refluxiert. Dann wird das Methylenchlorid unter Verwendung
eines Rotationsverdampfers entfernt, und das zurückbleibende Material wird unter
reduziertem Druck destilliert, um ein N-Ethylcarbamatderivat des 5-Brommetanikotinprodukts
als dicke Flüssigkeit zu
ergeben, die einen Siedepunkt von 182 °C bei 0,04 mm Hg aufweist. Dieses
Produkt (0,08 Mol) wird dann für
mehrere Stunden in 15 ml konzentrierter wässriger Salzsäure refluxiert.
Die resultierende Reaktionsmischung wird gekühlt und unter Verwendung von
konzentriertem wässrigen
Natriumhydroxid auf pH 8 bis 9 basisch eingestellt, während die
Mischung auf einer Temperatur von ungefähr 0 °C gehalten wird. Das resultierende
Produkt wird viermal mit 20 ml Mengen Chloroform extrahiert, und
die zusammengefassten gesammelten Fraktionen werden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet. Dann wird das Chloroform unter Verwendung
eines Rotationsverdampfers entfernt, und das zurückbleibende Material wird unter
reduziertem Druck destilliert, um das (E)-N-Methyl-4-[3-(5-Brompyridin)yl]3-Buten-1-Aminprodukt als farblose
Flüssigkeit
zu ergeben, die einen Siedepunkt von 115 °C bei 0,04 mm Hg aufweist. Das
Produkt kann in ein Fumaratsalz umgewandelt werden, das einen Schmelzpunkt
von 148 bis 150 °C
aufweist.
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Eine
repräsentative
Verbindung (E)-N-Methyl-5-[3-Pyridinyl]-4-Penten-1-Amin, kann unter
Verwendung der folgenden repräsentativen
Prozedur synthetisiert werden. Eine Lösung von N-Methylanabasin (0,011 Mol)
in 100 ml Methylenchlorid wird tropfenweise in einen leichten molaren
Uberschuss von Ethylchlorformat in 100 ml Methylenchlorid hinein
unter Stickstoffatmosphäre
in einem mit einem Kondensor ausgerüsteten Kolben zugegeben. Dann
wird die Mischung für
ungefähr
drei Stunden refluxtiert. Dann wird das Methylenchlorid unter Verwendung
eines Rotationsverdampfers entfernt, und das verbleibende Material
wird unter Verwendung eines Kurzwegdestillationsapparats destilliert,
um N-Ethylcarbamat des trans-Homometanikotinprodukts als farblose
Flüssigkeit
zu ergeben, die einen Schmelzpunkt von 170 bis 172 °C bei 1 mm
Hg aufweist. Dieses Produkt (0,012 Mol) wird dann in 50 ml konzentrierter
wässriger
Salzsäure
aufgelöst,
und die resultierende Mischung wird über Nacht refluxiert. Die Reaktionsmischung
wird dann gekühlt.
Das resultierende Produkt wird viermal mit 20 ml Mengen Chloroform
extrahiert, und die zusammengefassten gesammelten Fraktionen werden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet. Dann wird das Chloroform unter Verwendung
eines Rotationsverdampfers entfernt, und das zurückbleibende Material wird unter
reduziertem Druck destilliert, um das (E)-N-Methyl-5-[3-Pyridinyl]-4-Penten-1-Aminprodukt als farblose
Flüssigkeit
zu ergeben, die einen Siedepunkt von 81 bis 82 °C bei 4 mm Hg aufweist. Das
Produkt kann in ein Fumaratsalz umgewandelt werden, das einen Schmelzpunkt
von 139 bis 140 °C
aufweist.
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Eine
repräsentative
Verbindung, (E)-N-(2-Propyl)-4-[3-Pyridinyl]-3-Buten-1-Amin kann
unter Verwendung der folgenden repräsentativen Prozedur synthetisiert
werden. (E)-4-[3-Pyridinyl]-3-Buten-1-Amin
(0,5 Millimol) wird gemäß der Prozedur
von Heck, J. Org. Chem., Vol. 43, Seite 2947 (1978), zubereitet,
mit 2-Jodpropan (0,525 Millimol) und Kaliumcarbonat (1 Millimol)
kombiniert und in 30 ml Tetrahydrofuran für 36 Stunden refluxiert. Dann
wird das Tetrahydrofuran unter Verwendung eines Rotationsverdampfers
entfernt, und 5 ml Ethylester wird dem zurückbleibenden Rest zugesetzt.
Filtration gefolgt von Konzentration auf einem Rotationsverdampfer
ergibt ein braunes Öl,
das durch Säulenchromatographie
gefolgt von Destillation unter reduziertem Druck (138 bis 140 °C bei 0,25
ml Hg) gereinigt werden kann, um das (E)-N-(2-Propyl)-4-[3-Pyridinyl]-3-Buten-1-Aminprodukt
zu ergeben.
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Eine
repräsentative
Verbindung, (E)-N-Methyl-4-[3-(5-Aminpyridin)yl]-3-Buten-1-Amin
kann unter Anwendung der folgenden repräsentativen Prozeduren synthetisiert
werden. 5-Aminonikotin
(1 Millimol) wird gemäß der Prozedur
von Rondahl, Acta. Pharm. Suec., Vol. 14, Seite 113 (1977) zubereitet,
mit Phthalsäureanhydrid
(1 Millimol) kombiniert und in 3 ml Toluol für 16 Stunden unter Verwendung
einer Dean-Stark-Falle refluxiert. Die Reaktionsmischung wird auf
Raumtemperatur abgekühlt,
und das Toluol wird unter Verwendung eines Rotationsverdampfers
entfernt. Zu dem verbleibenden Rest wird 2 ml Methylenchlorid zugegeben,
gefolgt von der tropfenweisen Zugabe von Ethylchlorformat (1,1 Millimol)
unter Stickstoffatmosphäre.
Die resultierende Mischung wird für 8 Stunden refluxiert, auf
Raumtemperatur gekühlt
und auf einem Rotationsverdampfer konzentriert. Das resultierende
viskose Öl
wird unter Vakuum für
eine Stunde auf 160 °C
erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann werden 10 ml einer
10 %igen wässrigen
Lösung
von Natriumdicarbonat zu der Reaktionsmischung zugegeben. Die Mischung
wird dann dreimal mit 15 ml Mengen Chloroform extrahiert. Die zusammengefassten
Mengen werden über
wasserfreiem Natriumcarbonat getrocknet. Filtration gefolgt von
Verdampfung des Chloroforms ergibt ein blassbraunes Öl. Dieses Öl wird in
1 ml Tetrahydrofuran aufgelöst,
gefolgt von 2 ml einer Lösung
von zwei Teilen Methylamin in drei Teilen Wasser. Diese Mischung
wird für
10 Stunden gerührt.
Dann werden Tetrahydrofuran und überschüssiges Methylamin
unter Verwendung eines Rotationsverdampfers entfernt. Konzentrierte
wässrige
Salzsäure
(5 ml) wird der Reaktionsmischung zugesetzt, gefolgt von Refluxieren
für mehrere
Stunden. Die saure Lösung
wird nach Abkühlen
auf Raumtemperatur dreimal mit 10 ml Portionen Ethylacetat extrahiert.
Dann wird die saure Lösung
unter Verwendung von Kaliumcarbonat und dann Natriumhydroxid basisch
eingestellt. Die basische Lösung
wird dann viermal mit 10 ml Portionen n-Butylalkohol extrahiert.
Die zusammengefassten Extrakte werden über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet. Filtration gefolgt von Konzentration auf einem Rotationsverdampfer
ergibt das (E)-N-Methyl-4-[3-(5-Aminpyridin)yl]-3-Buten-1-Aminprodukt als dunkelbraunes Öl. Das Produkt
kann durch Säulenchromatographie
unter Verwendung eines Chloroform:Methanol:Triethylamin-(60:20:20)-Lösungsmittelsystems
als Eluierungsmittel gereinigt werden.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung von Verbindungen
bei der Herstellung eines Medikamentszur Bereitstellung von Prävention
einer entzündlichen
Darmerkrankung, so wie UC, für
einen Patienten, der zu solch einer Erkrankung neigt, und zur Bereitstellung
einer Behandlung eines Patienten, der an einer entzündlichen
Darmerkrankung, so wie UC, leidet. Insbesondere ist das Medikament
zur Verabreichung an einen Patienten in einer Menge einer Verbindung
vorgesehen, die wirksam ist, um ein gewisses Maß an Prävention des Fortschritts von
UC (d.h. zum Bereitstellen schützender Effekte),
Unterdrückung
von Symptomen von UC und Unterdrückung
des wieder Auftretens von UC bereitzustellen. Das Medikament ist
zur Verabreichung in einer effektiven Menge einer Verbindung vorgesehen,
die von der Grundformel ausgewählt
wird, die hier zuvor dargelegt wurde. Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf eine pharmazeutische Zusammensetzung, die eine
Verbindung umfasst, die von der Grundformel ausgewählt wurde,
die hier zuvor dargelegt wurde. Die Verbindungen sind normalerweise
nicht optisch aktiv. Bestimmte Verbindungen können jedoch Substituentengruppen
mit einem solchen Charakter besitzen, dass diese Verbindungen optische
Aktivität
besitzen. Optisch aktive Verbindungen können als racemische Mischungen
oder als Enantiomere verwendet werden. Die Verbindungen können in
einer Form als freie Basen oder in einer Salzform (z.B. als pharmazeutisch akzeptable
Salze, so wie Chlorid-, Perchlorat-, Ascorbat-, Sulfat-, Tartrat-,
Fumarat-, Zitrat-, Malat-, Laktat- oder Aspartatsalze) verwendet
werden.
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Die
pharmazeutische Zusammensetzung kann auch verschiedene andere Komponenten
als Zusatzstoffe oder Zuschläge
umfassen. Beispielhafte pharmazeutisch akzeptable Komponenten oder
Zuschläge
umfassen Antioxydanzien, frei Radikale bindende Mittel, Peptide,
Antibiotika, bakteriostatische Mittel, immunsupressive Mittel, Puffer,
entzündungshemmende
Mittel, Fieber hemmende Mittel, Schmerzmittel, Durchfall hemmende
Mittel, Membran stabilisierende Mittel, Öle, Bindemittel mit verzögerter Freigabe,
Anästatika,
Steroide und Koritkosteroide. Solche Komponenten können zusätzlichen
therapeutischen Nutzen erbringen, wirken, um die therapeutische
Wirkung der pharmazeutischen Zusammensetzung zu beeinflussen, oder
dahingehend wirken, dass sie jegliche möglichen Nebenwirkungen verhindern,
die als Resultat der Verabreichung der pharmazeutischen Zusammensetzung
auftreten können.
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Die
Weise, in der die Verbindungen verabreicht werden, kann variieren.
Die Verbindungen können durch
Inhalation verabreicht werden (beispielsweise in der Form eines
Aerosols entweder nasal oder unter Verwendung von Austragsvorrichtungen
des Typs, der in dem US-Patent Nr. 4,922,901 für Brooks et al. dargestellt ist). Äußerlich
(beispielsweise in Form einer Lotion), oral (beispielsweise in flüssiger Form
innerhalb eines Lösungsmittels,
wie einer wässrigen
oder nicht wässrigen
Lösung,
oder innerhalb eines festen Trägers),
intravenös
(z.B. innerhalb einer Dextrose- oder Salzlösung), als Infusion oder Injektion
(beispielsweise als Suspension oder Emulsion in einer pharmazeutisch
akzeptablen Lösung
oder Mischung von Lösungen),
als Zäpfchen oder
Klistier oder transdermal (z.B. unter Verwendung eines Transdermalpflasters).
Obwohl es möglich
ist, die Verbindungen in Form einer konzentrierten aktiven Chemikalie
zu verabreichen, ist es bevorzugt, jede Verbindung in Form einer
pharmazeutischen Zusammensetzung oder Formulierung zur effizienten
und effektiven Verabreichung darzubieten. Exemplarische Verfahren
zum Verabreichen solcher Verbindungen werden dem Fachmann klar sein.
Z.B. können
die Verbindungen in Form einer Tablette (so wie bei Asacol), als
Hartgelatinekapsel (so wie z.B. bei Dipentum) oder als Rektalsuspensionsklistier
(so wie z.B. bei Rowasa) verabreicht werden. Als anderes Beispiel
können
die Verbindungen unter Anwendung der Typen von Pflastertechnologien, die
von der Ciba-Geigy Corporation und der Alza Corporation verfügbar sind,
transdermal ausgetragen werden. Die Verabreichung der pharmazeutischen
Kompositionen der vorliegenden Erfindung an ein warmblütiges Tier
wie einen Menschen kann intermittierend erfolgen oder mit einer
stufenweisen, kontinuierlichen, konstanten oder gesteuerten Rate.
Zusätzlich
können
die Tageszeit und die Anzahl an Malen am Tag, an denen die pharmazeutische
Formulierung verabreicht wird, variieren. Die Verabreichung ist
vorzugsweise so, dass die aktiven Inhaltsstoffe der pharmazeutischen
Formulierung mit Rezeptorplätzen
innerhalb des Körpers
des Subjekts wechselwirken, die die Funktion innerhalb des Magen-Darmtrakts
beeinflussen.
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Die
Dosis der Verbindung ist die Menge, die wirksam ist, um das Auftreten
der Symptome der Krankheit zu verhindern oder um einige Symptome
der Krankheit, unter der der Patient leidet, zu behandeln. Mit "effektiver Menge", "therapeutischer Menge" oder "effektive Dosis" ist gemeint, dass
die Menge ausreichend ist, um die gewünschten pharmakologischen oder
therapeutischen Effekte hervorzurufen, so dass sie in die wirksame
Prävention
oder Behandlung der Krankheit resultiert. Prävention der Krankheit wird
durch eine Verlängerung
oder Verzögerung
des Einsetzens der Symptome der Krankheit manifestiert. Die Behandlung
der Krankheit wird durch ein Abnehmen bei den Symptomen manifestiert,
die mit der Krankheit verbunden sind, oder durch eine Verbesserung
beim wieder Auftreten der Symptome der Krankheit.
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Die
effektive Dosis kann abhängig
von solchen Faktoren wie dem Zustand des Patienten, der Ernsthaftigkeit
der Symptome der Krankheit und der Art, in der die pharmazeutische
Zusammensetzung verabreicht wird, variieren. Bei Menschen als Patienten
erfordert die effektive Dosis von typischen Verbindungen allgemein die
Verabreichung der Verbindung in einer Menge von mindesten 1, oft
mindestens 10 und häufig
mindestens etwa 25 mg/24 h/Patient. Bei Menschen als Patienten erfordert
die effektive Dosis von typischen Verbindungen das Verabreichen
der Verbindung, das im Allgemeinen ungefähr 500, oft ungefähr 400 und
häufig
ungefähr 300
mg/24 Stunden/Patient nicht überschreitet.
Zusätzlich
ist die Verabreichung der effektiven Dosis so, dass die Konzentration
der Verbindung innerhalb des Plasmas des Patienten normalerweise
500 ng/ml und häufig 100
ng/ml nicht überschreitet.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung haben die Fähigkeit
mit bestimmten cholinergischen Nikotinrezeptoren innerhalb des Körpers des
Patienten zu wechselwirken. Insoweit haben diese Verbindungen die
Fähigkeit,
Nikotinpharmakologie zu zeigen. Relevante Rezeptorplätze können die
Hochaffinitätsplätze umfassen,
die charakteristisch für
jene sind, die im Gehirn gefunden werden. Die Rezeptorbindungskonstanten der
typischen Verbindungen, die beim Ausführen der vorliegenden Erfindung
verwendbar sind, sind allgemein größer als 1 nM, oft größer als
200 nM und häufig
größer als
etwa 500 nM. Die Rezeptorbindungskonstanten solcher typischen Verbindungen
sind allgemein kleiner als 10 μM,
oft kleiner als 7 μM
und häufig
kleiner als etwa 2 μM.
Rezeptorbindungskonstanten stellen ein Maß der Fähigkeit der Verbindung dar,
an die Hälfte
der relevanten Rezeptorplätze
von bestimmten Zellen des Patienten anzubinden. Siehe Cheng, et
al., Biochem. Pharmacol., Vol. 22, Seiten 3099–3108 (1973).
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Dopaminausschüttung ist
mit der Regulierung der Durchblutung des Magen-Darmtrakt verbunden. Siehe
Goodman and Gilman's
The Pharmacological Basis of Therapeutics, 16. Auflage, Seiten 138–175 (1980).
Positive Effekte von Nikotin auf die rektale Durchblutung sind in
der Pathophysiologie von UC impliziert worden. Siehe Srivastava
et al., Gut, Vol. 31, Seiten 1021–1024 (1990). Die Verbindungen,
die gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung einsetzbar sind, haben die Fähigkeit,
eine Nikotinfunktion zu zeigen, indem sie effektiv eine Neurotransmittersekretion
herbeiführen.
Insbesondere haben solche Verbindungen die Fähigkeit, die Ausschüttung oder
Sekretion von Dopamin zu verursachen. Allgemein sorgen typische
Verbindungen, die beim Ausführen
der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, für die Sekretion von Dopamin
in Mengen von mindestens 25 %, oft mindestens 50 % und häufig mindestens
75 %, dessen, was durch eine gleiche molare Menge von (S)-(–)-Nikotin
ausgelöst
wird. Bestimmte Verbindungen der vorliegenden Erfindung können Dopaminsekretion
in einer Menge bereitstellen, die das überschreitet, was durch eine
gleiche molare Menge von (S)-(–)-Nikotin
ausgelöst
wird.
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Es
ist vorgeschlagen worden, dass eine Wechselwirkung zwischen Nikotinprozessen
und dem Immunsystem existiert. Siehe Lukas et al., Intl. Rev. Neurobiol.,
Vol. 34, Seiten 25–130
(1992) und Jonakait, TINS, Vol. 16 (10), Seiten 419–423 (1993).
Zum Beispiel resultiert die Deafterentierung von sympathischen Ganglien (d.h.
das Beenden der Nikotinzufuhr) in die Sensibilisierung von nicht-neuronalen
Zellen innerhalb des Ganglions und eine erhöhte Produktion des Differenzierungsfaktors
für sympathische
Neuronen (Leukämieinhibierungsfaktor
= LIF). Solch eine Produktion wird durch Kortikosteroide blockiert,
die dafür
bekannt sind, die Symptome von UC zu verbessern. Der Anstieg bei
LIF resultiert umgekehrt in einen Anstieg bei der Substanz P und
Acetylcholin in den Ganglioneuronen, was in eine Stimulation einer
Immunsystemreaktion resultiert und so zu einem Anstieg bei Interleukin-2(IL-2),
Interleukin-1(IL-1), Interleukin-6(IL-6) und TNF-a führt. Siehe
Jonakait, TINS, Vol. 16(10), Seiten 419–423 (1993). Ein Mechanismus,
durch den die Verbindung der vorliegenden Erfindung nützlich in
Bezug auf die Prävention
Verhindern und/oder Behandlung von UC sein kann, schließt die Fähigkeit
dieser Verbindungen ein, einen cholinergischen Nikotininput bereitzustellen,
der erforderlich ist, um die Aktivierung von LIF zu verhindern,
wodurch sie (i) eine sich anschließende Reihe von Immunsystemreaktionen
und (ii) die Bildung von IL1-, IL-2 und TNF-a verhindert.
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Von
der Verabreichung von Nikotin ist gezeigt worden, dass sie positive
Effekte beim Gedächtnis
auslöst
und Neurotransmitterausschüttung
im zentralen Nervensystem induziert, aber auch die Produktion von IL-2
verhindert. Siehe Denicoff et al., Ann. Intern. Med., Vol. 107,
Seiten 293–300
(1987), Plata-Salaman et al., Neurosc. Biobeh. Res., Vol. 15, Seiten
185–215
(1991), und Hanish et al., J. Neurose, Vol. 13, Seiten 3368–3374 (1993).
So ist von Nikotinverbindungen erwartet worden, dass sie einen antagonistischen
Effekt zwischen Neurotransmitterausschüttung und IL-2-Ausschüttung entwickeln.
So wird angenommen, dass Verbindungen, die Nikotinpharmakologie
zeigen, wie sie durch Binden an Nikotinrezeptoren und Modulation
von Neurotransmitterausschüttung
beurteilt wird, die pharmakologische Fähigkeit bereitstellen sollten,
den Zyklus der Immunantwort vermittelten Entzündungssymptome von Krankheiten
wie UC zu unterbrechen.
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Den
Verbindungen der vorliegenden Erfindung fehlt, wenn sie in effektiven
Mengen gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden, die Fähigkeit,
die Aktivierung von Nikotinrezeptoren menschlicher Muskulatur in
einem signifikanten Maß anzuregen.
Diesbezüglich
zeigen die Verbindungen der vorliegenden Erfindung eine geringe
Fähigkeit, einen
isotopischen Rubidiumionenfluss durch Nikotinrezeptoren in Zellpräparationen
zu verursachen, die von Muskelpräparationen
erhalten werden. Somit entwickeln solche Verbindungen Rezeptoraktivierungskonstanten
(die ein Maß der
Konzentration der Verbindung bereitstellen, die benötigt wird,
um die Hälfte
der relevanten Rezeptorplätze
der Skelettmuskulatur eines Patienten zu aktivieren), die die relativ
hoch sind. Allgemein aktivieren typische Verbindungen, die beim
Ausführen
der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, einen isotopischen Rubidiumionenfluss
von weniger als 15 %, oft von weniger als 10 % und häufig von
weniger als 5 % desjenigen, der durch eine gleiche molare Menge
an (S)-(–)-Nikotin
hervorgerufen wird.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind, wenn sie in effektiven
Mengen gemäß der Verwendung
der vorliegenden Erfindung verwendet werden, selektiv in Bezug auf
bestimmte relevante Nikotinrezeptoren, verursachen aber keine signifikante
Aktivierung von Rezeptoren, die mit unerwünschten Nebenwirkungen verknüpft sind.
Dies bedeutet, dass eine bestimmte Dosis der Verbindung, die in
die Prävention
und/oder Behandlung von UC resultiert, im Wesentlichen ineffektiv
beim Auslösen
der Aktivierung von bestimmten Nikotinrezeptoren des ganglionischen
Typs ist. Diese Selektivität
der Verbindung der vorliegenden Erfindung gegenüber solchen Rezeptoren, die
für die
Kreislaufnebenwirkungen verantwortlich sind, wird durch ein Fehlen der
Fähigkeit
dieser Verbindung demonstriert, die Nikotinfunktion von Nebennierenchromaffingewebe
zu aktivieren. Insoweit haben solche Verbindungen eine schlechte
Fähigkeit,
isotopischen Rubidiumionenfluss durch Nikotinrezeptoren in Zellpräparationen
zu verursachen, die von der Nebennierendrüse erhalten werden. Allgemein
aktivieren typische Verbindungen, die beim Ausführen der vorliegenden Erfindung
verwendbar sind, einen isotopischen Rubidiumionenfluss von weniger
als 15 %, oft von weniger als 10 % und häufig von weniger als 5 % dessen,
was durch eine gleiche molare Menge an (S)-(–)-Nikotin ausgelöst wird.
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Verbindungen
der vorliegenden Erfindung sind, wenn sie in effektiven Mengen gemäß der Verwendung
der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden wirksam in Bezug auf
das Bereitstellen eines gewissen Maßes an Prävention des Fortschreitens
von UC, einer Verbesserung der Symptome von UC und einer Verbesserung
beim wieder Auftreten von UC. Solche effektive Mengen dieser Verbindungen
sind jedoch nicht ausreichend, um vorhersehbare Nebenwirkungen auszulösen, wie
sie durch erhöhte
Effekte bezüglich
des Kreislaufsystems und der Skelettmuskulatur angezeigt werden.
Als solche stellt die Verabreichung von Verbindungen der vorliegenden
Erfindung ein therapeutisches Fenster dar, in dem die Behandlung
von UC bereitgestellt wird und in dem Nebenwirkungen vermieden werden.
D.h., eine effektive Dosis einer Verbindung der vorliegenden Erfindung
ist ausreichend, um die gewünschten
Effekte innerhalb des Magen-Darmtrakts bereitzustellen, aber unzureichend
(d.h., sie liegt nicht auf einem ausreichend hohen Niveau), um unerwünschte Nebenwirkungen
auszulösen.
Typischerweise liegt eine wirksame Verabreichung einer Verbindung
der vorliegenden Erfindung, die in eine Behandlung von UC resultiert,
bei Verabreichung von weniger als einem Fünftel und oft von weniger als
einem Zehntel der Menge vor, die ausreichend ist, um irgendwelche
Nebenwirkungen in einem signifikanten Umfang zu verursachen.
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Das
folgende Beispiel wird gegeben, um verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung weiter zu illustrieren, es sollte aber nicht als den
Schutzbereich derselben limitierend ausgelegt werden. Soweit nicht
anders angegeben, sind alle Anteile und Prozentsätze auf das Gewicht bezogen.
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BEISPIEL
-
Beispiel
Nr. 1 Ist (E)-4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Aminmonofumarat (Verbindung
III-Monofumarat), das
im Wesentlichen gemäß den folgenden
Techniken zubereitet wurde:
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N-3-Buten-1-Phthalimid (I)
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Diese
Verbindung wurde im Wesentlichen gemäß den Techniken zubereitet,
die bei Heck et al., J. Org. Chem., vol. 43, Seiten 2947–2949 (1978),
beschrieben sind.
-
(E)-N-T4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Phthalimid
(II)
-
Unter
einer Stickstoffatmosphäre
wurde eine Mischung aus I (28,20 g, 140 mmol), 5-Brompyrimidin (21,63 g, 136 mmol), Palladium
(II)-Acetat (306 mg, 1,4 mmol), tri-o-Tolylphosphin (828 mg, 2,7 mmol) und Triethylamin
(27,54 g, 272 mmol) für
27 h gerührt
und auf ungefähr
110 °C erhitzt.
Die ausgefällten
braunen Feststoffe wurden in Wasser eingerührt, gefiltert und in heißem N,N-Dimethylformamid
(DMF) (45 ml) aufgelöst.
Holzkohle (Darco® G-60,1 g) wurde zugegeben,
und die Mischung wurde durch Celite® (1,8
g) gefiltert, wobei der Filterkuchen mit heißem DMF (10 ml) gewaschen wurde.
Das Filtrat wurde mit einem gleichen Volumen Wasser verdünnt und
für 15
Stunden auf 5 °C
gekühlt.
Die Feststoffe wurden abgefiltert, mit Wasser gewaschen (2×25 ml)
und getrocknet, wodurch ein beiges kristallines Pulver (28,55 g,
75,1 %) erzeugt wurde. Die weitere Reinigung, die zwei Rekristallisationen
aus DMF-Wasser (1:1) gefolgt von zwei Rekristallisationen aus Toluol
umfasste, ergab Verbindung II als leicht beiges kristallines Pulver
(18,94 g, 49,8 %), Schmelzpunkt 177–178,5 °C.
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IR
(KBr): 3445 (w), 3014 (w), 2951 (w), 1768 (m, C=O), 1703 (s, C=O),
1650 (w, C=C), 1558 (m), 1433 (s), 1402 (s), 1367 (s), 1330 (m),
1057 (m), 964 (m, trans C=C), 879 (m), 721 (S, 1,2-disubst. Benzen),
717 (W, 5-Pyrimidinyl), 633 (w, 5-Pyrimidinyl) cm–1.
-
1H-NMR(CDCl3): δ 9.01 (s,
1H), 8.60 (s, 2H), 7.85 (m, 2H), 7.70 (m, 2H), 6.35 (m, 2H), 3.85
(m, 2H), 2.63 (m, 2H).
-
13C-NMR(CDCl3): δ 168.26,
157.21, 154.09, 134.07, 131.97, 131.37, 130.69, 125.60, 123.33,
37.11, 32.49.
-
EI-MS:
m/z (relative Intensität)
279 (M+–,
5%), 160 (100%), 131 (43%), 119 (45%), 104 (17%), 77 (31%), 65 (13%),
51 (11%).
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HRMS:
berechnet für
C16H13N3O2 (M+–): m/z 279.0992. gefunden:
279.1008.
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Anal.
berechnet für
C16H13N3O2: C, 68.81; N, 4.69; N, 15.05. gefunden:
C, 68.68; N, 4.82; N, 14.94.
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(E)-4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin
(III)
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Hydrazinhydrat
(2.69 g, 53,7 mmol, 99%) wurde zu einer Mischung aus II (6.00 g,
21.5 mmol) und Methanol (100 ml) hinzu gegeben, und die Mischung
wurde bei Raumtemperatur für
27 Stunden gerührt.
Die weiße
Suspension wurde mit 1M NaOH-Lösung
(400 ml) verdünnt
und mit Chloroform (5 × 100
ml) extrahiert. Die Chloroformextrakte wurden zusammengefasst, getrocknet
(Na2SO4), gefiltert
und durch Rotationsverdampfung konzentriert. Der Rückstand
wurde 5 h bei 55 °C
vakuumgetrocknet, um (E)-4-(5- Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin
(III) als ein leicht gelbes Öl
(2,95 g, 92,2%) zu ergeben, das ohne weitergehende Reinigung verwendet
wurde.
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IR
(Film): 3345 (br, N-H), 1655 (m, C=C), 1560 (s), 1490 (s), 1440
(s), 1415 (s), 1390 (m), 1317 (s), 1190 (m), 968 (m, trans C=C),
721 (s, 5-Pyrimidinyl), 636 (m, 5-Pyrimidinyl) cm–1.
-
1H-NMR (CDCl3): δ 9.13 (s,
1H), 8.68 (s, 2H), 6.38 (m, 2H), 2.84 (t, 2H, J = 7 Hz), 2.40 (m,
2H), 1.26 (br s, 2H).
-
13C-NMR(CDCl3): δ 157.04,
153.96, 133.16, 130.92, 124.82, 41.36, 37.44.
-
EI-MS:
m/z (relative Intensität)
148 (M+–-1,
0.1 %), 132 (1 %), 120 (100%), 93 (31 %), 66 (40%), 51 (11 %), 44
(14%).
-
Das
Monofumarat von III wurde durch Hinzufügen einer warmen Lösung von
Fumarsäure
(156 mg, 1,34 mmol) in Ethanol (5 ml) zu einer warmen Lösung von
III (100 mg, 0,67 mmol) in Ethanol (3 ml) zubereitet. Die Mischung
wurde durch Rotationsverdampfung konzentriert, und die leicht gelben
Feststoffe wurden aus Ethanol-Ether (1:1) rekristallisiert. Die
Feststoffe wurden gefiltert, mit Ethanol, Ether gewaschen und bei
50 °C für 24 h vakuumgetrocknet,
was das Monofumarat als weißes
kristallines Pulver (63,8 mg, 35,9 %), Schmelzpunkt 160 bis 161,5 °C, ergab.
-
IR
(KBr): 3300–2300
(br, s, Amincarboxylat), 1705 (s, C=O), 1664 (s), 1606 (s, C=C),
1556 (s), 1409 (s, Fumarat), 1254 (m), 1186 (m), 981 (m, trans C=C),
852 (m), 796 (m), 723 (w, 5-Pyrimidinyl),
648 (m, Fumarat), 631 (m, 5-Pyrimidinyl) cm–1.
-
1H-NMR (D2O): δ 9.00 (s,
1H), 8.84 (s, 2H), 6.69 (s, 2H), 6.63 (d, 1H, J = 16.4 Hz), 6.52
und 6.46, (dt, 1H, J = 16.1, 6.8 Hz), 3.20 (m, 2H), 2.72 (m, 2H).
-
13C-NMR (D2O): δ 171.45,
154.10, 134.63, 131.04, 130.23, 126.05, 38.40, 30.33.
-
Anal.
berechnet für
C8H11N3C4H4O4:
C, 54.33; H, 5.70; N, 15.84. Gefunden: C, 54.24; H, 5.75; N, 15.65.
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Probe
Nr. 2 ist (E)-N-Methyl-4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin (Verbindung
VI), die im Wesentlichen gemäß den folgenden
Techniken zubereitet wurde.
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(E)-N-tert-Butyloxycarbonyl-4-(5-Pyrimidinyl)-5-Buten-1-Amin
(IV)
-
Eine
Lösung
von di-tert-Butyldicarbonat (2,66 g, 12,2 mmol) in Methylenchlorid
(10 ml) wurde tropfenweise über
5 Minuten in eine gerührte
Lösung
von (E)-4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin (III) (1,70 g, 11,4 mmol) in Methylenchlorid
bei 0 °C
zugegeben. Die gelbe Lösung
wurde bei 0 °C
für 15
Minuten und bei Raumtemperatur für
22 h gerührt.
Konzentration durch Rotationsverdampfung, gefolgt von Vakuumtrocknung
bei 30 °C
für 15
Stunden ergab ein gelbes Öl.
Das Öl
wurde auf Kieselsäuregel
chromatographiert (165 g), wobei zuerst mit Ethylacetat eluiert
wurde, um Verunreinigungen zu entfernen. Das Eluieren mit Chloroform-Methanol (2:1) ergab
das Produkt, das erneut chromatographiert wurde, wobei mit Ethylacetat
eluiert wurde. Ausgewählte
Fraktionen wurden in Chloroform zusammengefasst und durch Rotationsverdampfung
konzentriert. Der Rückstand
wurde bei 35 °C
für 48
Stunden vakuumgetrocknet, um die Verbindung IV als leicht gelbes Öl (2,56 g,
90,1 %) zu ergeben, das beim Abkühlen
kristallisierte, was einen leicht gelben kristallinen Feststoff, Schmelzpunkt
54 bis 55,5 °C,
ergab.
-
IR
(KBr): 3030 (w), 2990 (w), 2980 (w), 2965 (w), 2935 (w), 3298 (s,
Amid N-H), 1712 (s, Karbamat C=O), 1657 (w, C=C), 1560 (s), 1535
(s, Amid N-H), 1433 (s), 1414 (s), 1367 (s, tert-Butyl), 1275 (s,
Amid N-H), 1246 (s, Ester C-O), 1174 (s, Ester C-O), 1149 (s), 111
(m), 987 (m), 966 (m trans C=C), 723 (w, 5-Pyrimidinyl), 636 (m,
5-Pyrimidinyl) cm–1.
-
1H-NMR(CDCl3): δ 9.05 (s,
1H), 8.70 (s, 2H), 6.37 (m, 2H), 4.59 (br s, 1H), 3.30 (m, 2H),
2.43 (m, 2H), 1.46 (s, 9H).
-
13C-NMR(CDCl3): δ 157.34,
156.83, 155.84, 154.18, 153.79, 132.24, 130.75, 125.15, 79.42, 39.64, 34.05,
28.56, 28.20.
-
EI-MS:
m/z (relative Intensität)
249 (M+–,
0.1 %), 193 (15%), 176 (124%), 132 (16%), 120 (79%), 119 (85 %),
93 (19%), 65 (24 %), 57 (100%).
-
Anal.
berechnet für
C13H19N2O2: C, 62.62; H, 7.68, N, 16.86. Gefunden:
C, 62.61; H, 7.62; N, 16.78.
-
(E)-N-Methyl-N-tert-Butyloxycarbonyl-4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin
(V)
-
Unter
einer Stickstoffatmosphäre
wurde Natriumhydrid (0,78 g, 19,5 mmol, 60 % Dispersion in Öl) zu einer
gerührten
Lösung
von IV (0,05 g, 2.0 mmol), 1,2-Dimethoxyethan (20 ml), DMF (25 ml)
und einer Spur Diisopropylamin hinzu gegeben. Die Mischung wurde
bei Raumtemperatur für
45 min. gerührt,
und eine Lösung
von Jodmethan (2,59 g, 18,3 mmol) in 1,2-Dimethoxyethan (5 ml) wurde
zugegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur für 3 Tage
gerührt,
gekühlt,
und Wasser (25 ml) wurde tropfenweise zugegeben. Die Mischung wurde
mit Wasser (200 ml) verdünnt
und mit Chloroform (7 × 50
ml) extrahiert. Alle Chloroformextrakte wurden zusammengefasst,
getrocknet (Na2SO4),
gefiltert und durch Rotationsverdampfung konzentriert. Der Rückstand
wurde unter Hochvakuum bei Raumtemperatur getrocknet, um ein rot-braunes Öl zu ergeben.
Das Öl
wurde auf Kieselsäuregel
(50 g) chromatographiert, wobei mit Ethylacetat eluiert wurde. Ausgewählte Fraktionen
wurden zusammengefasst, durch Rotationsverdampfung konzentriert
und unter Hochvakuum bei Raumtemperatur getrocknet, um Verbindung
V als leicht gelbes Öl
(0,40 g, 76,1%) zu ergeben.
-
IR
(Film): 3650–3200
(br, w), 2980 (m), 2940 (m), 1697 (s, Karbamat C=O), 1556 (s), 1484
(s), 1452 (s), 1420 (s, N-CH3), 1411 (s, tert-Butyl), 1394 (s, tert-Butyl),
1369 (s), 1304 (m), 1249 (m, Ester C-O), 1218 (m), 1163 (s, Ester
C-O), 1136 (s), 972 (m, trans C=C), 883 (m), 774 (m), 721 (m, 5-Pyrimidinyl),
631 (m, 5-Pyrimidinyl) cm–1.
-
1H-NMR(CDCl3): δ 9.01 (s,
1H), 8.63 (s, 2H), 6.31 (m, 2H), 3.32 (m, 2H), 2.82 (s, 3H), 2.44
(m, 2H), 1.39 (s, 9H).
-
13C-NMR(CDCl3): δ 157.06,
155.70, 153.95, 132.49, 130.94, 124.73, 79.51, 34.38, 28.45.
-
EI-MS:
m/z (relative Intensität)
263 (M+–,
0.3 %), 207 (5%), 190 (7%), 144 (24%), 133 (9%), 120 (39%), 93 (13%),
88 (15%), 65 (11%), 57 (100%), 44 (89%).
-
HRMS:
Berechnet für
C14H21N3O2 (M+–): m/z 263.1634. Gefunden:
263.1643.
-
(E)-N-Methyl-4-(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin
(VI)
-
Unter
einer Stickstoffatmosphäre
wurde Jodtrimethylsilan (0,05 g, 1,5 mmol) bei Raumtemperatur tropfenweise
zu einer gerührten
Lösung
von V (0,33g, 1,2 mmol) in Chloroform (20 ml) hinzu gegeben. Die rot-braune
Mischung wurde 30 min. gerührt,
und Methanol (20 ml) wurde zugegeben. Die Mischung wurde eine Stunde
gerührt
und durch Rotationsverdampfung konzentriert. Der Rückstand
wurde mit 1M NaOH-Lösung
(25 ml) basisch eingestellt und mit Chloroform extrahiert (7 × 25 ml).
Die Chloroformextrakte wurden zusammengefasst, getrocknet (Na2SO4) und durch Rotationsverdampfung
konzentriert, was ein braunes Öl
ergab. Das Öl
wurde auf Kieselsäuregel
(35 g) chromatographiert, wobei mit Methanol-Amoniumhydroxyd (10:1)
eluiert wurde. Ausgewählte
Fraktionen wurden zusammengefasst, bei 45 °C für drei Stunden vakuumgetrocknet,
was (E)-N-Methyl-N-4(5-Pyrimidinyl)-3-Buten-1-Amin
(VI) als bräunlich
gelbes Öl
(0,12 g, 59,6 %) ergab.
-
IR
(Film): 3148 (br, s, N-H), 1653 (s, C=C), 1560 (s), 1473 (m), 1435
(s), 1414 (s, N-CH3), 970 (m, trans C=C),
721 (s, 5-Pyrimidinyl), 636 (s, 5-Pyrimidinyl) cm–1.
-
1H-NMR(CDCl3): δ 9.02 (s,
1H), 8.68 (s, 2H), 6.37 (m, 2H), 2.76 (t, 2H, J = 6.8 Hz), 2.46
(m, 5H, einschl. eines N-CH3 Singlets),
1.65 (br s, 1H).
-
13C-NMR(CDCl3): δ 157.09,
154.01, 132.99, 130.90, 124.81, 50.76, 36.06, 33.35.
-
EI-MS:
m/z (relative Intensität)
146 (0,3%), 132 (0,4%), 120 (22%), 93 (4%), 65 (4%), 44 (100%).
-
HRMS:
Berechnet für
C7H8N2 (M+–-44():
m/z 120.0676. Gefunden: 120.0687.
-
Probe
Nr. 3 ist (E)-4-[3-(5-Methoxypyridin)yl]-3-Buten-1-Amidmonofumarat
(Verbindung IX-Monofumarat),
das im Wesentlichen gemäß den folgenden
Techniken zubereitet wurde.
-
3-Brom-5-Methoxypyridin
(VII)
-
Diese
Verbindung wurde im Wesentlichen gemäß den Techniken zubereitet,
die in Comins et al., J. Org. Chem., Vol. 55, Seiten 69–73 (1990)
beschrieben sind.
-
(E)-N-4-[3-(5-Methoxypyridin)yl]-3-Buten-1-pHThalimid
(VIII)
-
Unter
einer Stickstoffatmosphäre
wurde eine Mischung aus N-3-Buten-1-Phthalimid (I) (5.51g, 27,4 mmol),
3-Brom-5-Methoxypyridin (VII) (5.00g, 26.6 mmol), Palladium (II)-Acetat
(59.7 mg, 0.27 mmol), tri-o-Tolylphosphin (162 mg, 0,53 mmol) und
Triethylamin (5.38 g, 53.2 mmol) für 21 h gerührt und auf ungefähr 100 °C erhitzt.
Die ausgefällten
braunen Feststoffe wurden in Wasser aufgerührt, gefiltert und in heißem DMF
(30 ml) aufgelöst.
Die Mischung wurde durch Celite® (1g)
gefiltert, wobei der Filterkuchen mit heißem DMF (10 ml) gewaschen wurde.
Das Filtrat wurde mit einem gleichen Volumen Wasser verdünnt und
für 15
Stunden auf 5 °C
abgekühlt.
Die Feststoffe wurden abgefiltert, mit Wasser (2 × 10 ml),
kaltem Ethanol (10 ml) gewaschen und getrocknet, was ein beiges
kristallines Pulver (7,76 g, 95,0 %) erzeugte. Weitergehende Reinigung,
die zwei Rekristallisationen aus DMF-Wasser (1:1) umfasste, ergab
Verbindung VIII als leicht beiges kristallines Pulver (5,36 g, 65,4
%), Schmelzpunkt 148 bis 151 °C.
Eine analytische Probe wurde aus Toluol rekristallisiert, was ein
leicht beiges kristallines Pulver, Schmelzpunkt 148–151,5 °C, ergab.
-
IR
(KBr): 3440 (w), 3040 (m), 2960 (s), 2940 (s), 2825 (w), 1766 (m,
C=O), 1700 (s, C=O), 1654 (m, C=C), 1580 (m, Pyridinyl), 1455 (s),
1420 (s), 1320 (m), 1190 (m), 1000 (s), 973 (s, trans C=C), 867
(s, 3,5-disubst. Pyridin), 723 (s, 1,2-disubst. Benzen), 703 (s,
3,5-disubst. Pyridin) cm–1.
-
1H-NMR(CDCl3): δ 8.14 (s,
1H), 8.08 (s, 1H), 7.82 (m, 2H, 7.69 (m, 2H), 7.10 (dd, 1H, J =
2.4, 2.0 Hz), 6.38 (d, 1H, J = 16.1 Hz), 6.25 und 6.20 (dt, 1H,
J = 15.9, 6.89 Hz), 3,84 (t, 5H, einschl. eines O-CH3 Singlets, J
= 7.1 Hz), 2.62 (dq, 2H, J = 7.1, 1.0 Hz).
-
13C-NMR(CDCl3): δ 168.27,
155.73, 140.72, 136.45, 133.96, 132.05, 120.00, 123.26, 116.80,
55.52, 37.34, 32.30.
-
EI-MS:
m/z (relative Intensität)
308 (M+–,
13%), 160 (100%), 148 (8%), 133 (10%), 105 (8%), 77 (15%).
-
Anal.
berechnet für
C18H16N2O3: C, 70.12; H, 5.23; N, 9.09. Gefunden:
C, 70.34; H, 5.29; N, 9.00.
-
(E)-4-[3-(5-Methoxypyridin)yl]-3-Buten-1-Amin
(IX)
-
Hydrazinhydrat
(245 mg, 4.90 mmol, 99%) wurde zu einer Mischung aus VIII (500 mg,
1.62 mmol) und Methanol (20 ml) hinzu gegeben, und die Mischung
wurde bei Raumtemperatur für
20 h gerührt.
Die graue Suspension wurde mit 1M NaOH-Lösung (190 ml) verdünnt und
mit Chloroform extrahiert (5 × 25
ml). Die Chloroformextrakte wurden zusammengefasst, getrocknet (Na2SO4), gefiltert
und durch Rotationsverdampfung konzentriert. Das Rohprodukt (287
mg) wurde durch Vakuumdestillation weiter gereinigt, was Verbindung
IX (183 mg, 62,3%) als ein leicht gelbes Öl ergab, Siedepunkt 110 °C bis 0,05
mm Hg.
-
IR
(Film): 3350 (br, s), 3035 (s), 2940 (s), 2840 (m), 1585 (s), 1460
(s), 1425 (s), 1320 (s), 1295 (s, ArO-CH3), 1185 (m), 1160 (m),
1050 (m), 1020 (sh), 965 (s, trans C=C), 885 (m, 3,5-disubst. Pyridin),
820 (w), 710 (m, 3,5-disubst. Pyridin).
-
1H-NMR(CDCl3): δ 8.16 (d,
1H J = 2.0 Hz), 8.13 (d, 1H, J= 2.9 Hz), 7.14 (dd, 1H, J 0 2.6,
2.0 Hz), 6.41 (d, 1H, J = 15.9 Hz), 6.27 und 6.22 (dt, 1H, J = 15.0,
7.1 Hz), 3.84 (s, 3H), 2.84 (t, 2H, J = 6.6 Hz), 2.36 (dq, 2H, J
= 6.6, 1.0 Hz).
-
13C-NMR(CDCl3): 155.79,
140.70, 136.24, 133.72, 130.79, 128.27, 116.91, 55.57, 37.29, 29.70.
-
EI-MS:
m/z (relative Intensität)
178 (M+–,
0,4%), 149 (88%), 148 (100%), 133 (12%), 105 (9%), 78 (10%).
-
Das
Monofumarat von IX wurde durch Zugeben einer warmen Lösung von
Fumarsäure
(131 mg, 1,12 mmol) in 1-Propanol (15 ml) zur Verbindung IX (166mg,
0.93 mmol) zubereitet. Nach dem Rühren für 30 min. wurde die Lösung durch
Rotationsverdampfung zu einem weißen Pulver konzentriert. Das
Rohprodukt wurde aus 2-Propanol rekristallisiert, und die Mischung
wurde für
15 Stunden bei Raumtemperatur gehalten. Die Feststoffe wurden abgefiltert,
mit kaltem 2-Propanol, Ether gewaschen und bei 50 °C für 6 Stunden
vakuumgetrocknet, was das Monofumarat als ein weißes kristallines
Pulver (177 mg, 64,6 %), Schmelzpunkt 151–153 °C, ergab.
-
IR
(KBr): 3300–2400
(br, s, Amincarboxylat), 1700 (s, C=O), 1630 (s, C=O), 1570 (sh),
1535 (m), 1460 (m), 1435 (m), 1290 (s, ArO-CH3), 1158 (m), 1040
(m), 982 (s, trans C=C), 875 (m, 3,5-disubst. Pyridin), 793 (m),
705 (m, 3,5-disubst. Pyridin), 652 (m).
-
1N-NMR(D2O): δ 8.31 (s,
1H), 8.25 (s, 1H), 7.85 (s, 1H), 6.68 (d, 1H, J = 16.1 Hz), 6.57
(s, 2H), 6.53 und 6.48 (dt, 1H, J = 15.9, 7.1 Hz), 3.98 (s. 3H),
3.21 (t, 2H, J = 7.1 Hz), 2.68 (q, 2H, J = 7.1 Hz).
-
13C-NMR (D2O): δ 172.93,
156.77, 136.17, 135.62, 134.90, 131.81, 130.25, 128.04, 122.44,
56.31, 38.54, 30.14.
-
Anal.
berechnet für
C10H14N2O
C4H4O4:
C, 57.14; H, 6.16; N, 9.52. Gefunden: C,56.91; H, 6.18; N, 9.51.
-
Probe
Nr. 4 ist N-Methyl-4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-Amin, das im Wesentlichen
gemäß den folgenden Techniken
zubereitet wurde.
-
1,1-Dibrom-2-(3-Pyridinyl)-Ethylen
(X)
-
Tetrabrommethan
(24.82g, 0.747 Mol) und Triphenylphosphin (39.17g, 0.149 Mol) wurden
zusammen in trockenem Methylenchlorid (100 ml) für 5 min. bei 0 °C unter einer
Stickstoffatmosphäre
gerührt.
Zu dieser Mischung wurde tropfenweise Pyridin 3-Carboxaldehyd (4 g, 0.0373 mol) zugegeben.
Die Lösung
wurde dann für
45 min. bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit wässriger 6N Salzsäure extrahiert (3 × 25 ml),
die wässrige
Lage mit festem Natriumbicarbonat auf pH 8 bis 9 basisch eingestellt
und mit Chloroform extrahiert (4 × 25 ml). Die zusammengefassten
organischen Flüssigkeiten
wurden über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und auf einem Rotationsverdampfer
konzentriert, um einen dunkelfarbigen Sirup zu ergeben. Das Rohprodukt
wurde auf Kieselsäuregel
(70 bis 230 mesh) mit Chloroform: Methanol (95:5) als Elutionsmittel
chromatographiert, um einen leicht gelben Feststoff (5,0 g, 70 %)
zu ergeben, der beim Stehenlassen schnell dunkel wurde.
-
1H-NMR(CDCl3) δ 8.65 (s,
H), 8.58 (d, 1H), 8.00 (d, 1H), 7.45 (s, 1H), 7.22-7.36 (m, 1H).
-
Anal.
berechnet für
C7H4NBr2:
C, 31.94; H, 1.90; N, 5.32; Br, 60.84. Gefunden: C, 32.11; H, 2.03;
N, 5.50; Br, 60.99.
-
4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-ol
(XI)
-
Zu
trockenem THF (10 ml), das in einem 50 ml Kolben mit rundem Boden
enthalten war, welcher mit einem Stickstoffgasballon fixiert war,
wurde X (2,5 g, 0,01 mol) zugegeben. Der Kolben wurde in einem acetontrockenen
Eisbad auf –78 °C abgekühlt, und
n-Butyllithium in THF (22 ml einer 2,5 molaren Lösung in THF) wurde tropfenweise über eine
Spritze unter konstantem Rühren
zugegeben. Nach der Zugabe wurde die Lösung für eine Stunde gerührt. Die
Reaktionsmischungstemperatur wurde dann auf –60 °C eingestellt, und Ethylenoxyd
(1 ml) wurde in einer Portion zugegeben, und der Reaktion wurde
erlaubt, sich unter Rühren
auf Umgebungstemperatur aufzuwärmen.
Die resultierende Mischung wurde mit Wasser (10 ml) abgeschreckt
und mit Chloroform (3 × 25
ml) extrahiert; die zusammengefassten organischen Flüssigkeiten
wurden über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und auf einem Rotationsverdampfer
unter reduziertem Druck konzentriert. Das resultierende Öl wurde
auf Kieselsäuregel
chromatographiert, um das Produkt als leicht braune Flüssigkeit
(590 mg, 40%) zu ergeben.
-
1H-NMR(CDCl3) δ 8.71 (s,
1H), 8.49 (d, 1H), 7.68 (d, 1H) 7.29-7.36 (m, 1H), 3.92 (t, 2H),
2.80 (m, 5H).
-
Anal.
berechnet für
C9H9NO: C, 73.46;
H, 6.12; N, 9.52. Gefunden: C, 73.61; H, 6.31; N, 9.66.
-
Methansulfonatester von
4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-ol (XII)
-
XI
(0,15 g, 1,0 mmol) wurde in trockenem Methylenchlorid (2 ml) aufgelöst, und
zu dieser Lösung
wurde Triethylamin (0,184 ml, 1,3 mmol) hinzu gegeben. Die Reaktion
wurde über
Nacht unter Stickstoffatmosphäre
gerührt.
Die Mischung wurde auf 4 °C
abgekühlt,
und Methansulfonylchlorid (0,15 g, 1,3 mmol) wurde zugegeben. Die
Reaktionsmischung wurde dann über
Eis/Wasser (10 ml) gegossen, und die resultierende Mischung wurde
für 5 min.
gerührt.
Zu dieser Mischung wurde gesättigte
wässrige
Natriumbicarbonatlösung
(5 ml) gekühlt
auf 4 °C
zugegeben, und die Mischung wurde für 30 min. gerührt, dann
mit Chloroform (4 × 10
ml) extrahiert. Die zusammengefassten organischen Fraktionen wurden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, gefiltert, und das Volumen wurde auf einem
Rotationsverdampfer konzentriert. Das Produkt wurde unter Anwendung
von Gelchromatographie weiter gereinigt, wobei mit einer Chloroform:Methanol-Mischung
eluiert wurde, die 1% Triethylamin enthielt. Die Ausbeute von XII
ist 0,218 g (ungefähr
97 %).
-
1H NMR (CDCl3) δ 8.59 (s,
1H), 7.62 (d, 1H), 7.18-7.22 (m, 1H) =, 4.31 (t, 2H), 3.00 (s, 3H),
2.80 (t, 2H).
-
N-Methyl-4-(3-Pyridinyl)-3-Butyn-1-Amin
(XIII)
-
Eine
wässrige
Methylaminlösung
(5 ml, 40%, 58,7 mmol) wurde mit XII (200 mg, 0,08 mmol) gemischt und
für drei
Stunden in einem abgedichteten Rohr bei 45 °C gerührt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war,
wurde Wasser (10 ml) zu der gekühlten
Reaktionsmischung zugegeben, und die Reaktionsmischung wurde mit
Chloroform (10 × 5
ml) extrahiert. Die zusammengefassten organischen Extrakte wurden über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und konzentriert. Die erhaltenden
Rückstände wurden
auf einer Kieselsäuregelsäule unter
Verwendung von Methanol:Chloroform (1:9) und dann mit einer Chloroform:Methanol-Mischung,
die 1% Triethylamin enthielt, als Elutionsmittel chromatographiert.
Ungefähr
70 mg XIII wurde als leicht gelber Sirup erhalten, der bei 110 bis
112 °C,
0,04 mm Hg destilliert wurde. XIII wurde in seine Monofumaratsalzform
umgewandelt, die einen Schmelzpunkt von 103 bis 104 °C entwickelt.
-
Freie
Base. 1H-NMR (CDCl3) δ 8.61 (s,
1H), 8.48 (d, 1H), 7.62 (d, 1H), 7.20 (t, 1H), 2.82 (t, 2H), 2.61 (t,
2H) =, 2.33 (s, 3H), 1.4 (br s, 1H).
-
Fumaratsalz. 1H-NMR (D2O) δ 8.51 (s,
1H), 8.89 (d, 1H), 7.91 (d, 1H), 7.40 (m, 1H), 6.28 (s, 2H), 3.20 (t,
2H), 2.80 (t, 2H), 2.62 (s, 3H).
-
13C-NMR(D2O) δ 164.5, 151.8,
148.0, 146.0, 138.8, 128.2, 124.5, 93.0, 82.3, 50.4, 36.2, 20.1.
-
Anal.
berechnet für
C14H16N2O4: C, 60.86; H, 5.70; N, 10.14. Gefunden:
C, 60.84; H, 5.72; N, 10.23.
-
Probe
Nr. 5 ist (Z)-Metanikotin, das im Wesentlich gemäß den folgenden Techniken zubereitet
wurde.
-
(Z)-Metanikotin (XIV)
-
Zusammen
mit Methanol (20 ml), Eisessigsäure
(1 ml) und einer katalytischen Menge Quinolin wurde XIII als freie
Base (200 mg, 1,25 mmol) in eine Hydrierungsflasche gegeben. Lindlar's Katalysator (Palladium/Kalziumcarbonat
versetzt mit Blei) (60 mg) wurde zugegeben, und die Mischung hydrierte
bei 50 psig in einem Parr-Reaktionsapparat über Nacht bei Raumtemperatur.
Der Katalysator wurde abgefiltert, die resultierende Lösung wurde
mit wässrigem
Natriumhydroxyd (50% Gewicht/Volumen) auf pH 8-9 basisch eingestellt und
dann mit Chloroform (3×25
ml) extrahiert. Die zusammengefassten organischen Flüssigkeiten
wurden auf einem Rotationsverdampfer konzentriert, und der Rückstand
wurde auf 60 bis 230 mesh Kieselsäuregel unter Verwendung von
Chloroform:Methanol:Triethylamin (90:10:1) als Elutionsmittel chromatographiert,
um XIV als farbloses Öl
bei etwa 100% Ausbeute zu ergeben. XIV wird in sein Monofumaratsalz
umgewandelt, das einen Schmelzpunkt von 117-118 °C aufweist.
-
Freie
Base. 1H-NMR(CDCl3) δ 8.56 (s,
1H), 8.42 (d, 1H), 7.60 (d, 1H), 7.22 (m, 1H), 6.81 (m, 1H), 6.51 (d,
1H), 2.79 (t, 2H), 2.52 (m, 2H), 2.41 (s, 3H).
-
Difumaratsalz. 1H-NMR (D2O) δ 8.48 (br
s, 2H), 8.10 (d, 1H), 7.75-7.63 (m, 1H), 6.52 (d, 1H), 6.40 (s, 1H),
5.85-5.78 (m, 1H), 3.00 (t, 2H), 2.51 (m, 5H).
-
Anal.
berechnet für
C10H14N2 2C4H4O4:
C, 52.82; N, 5.58; N, 7.10. Gefunden: C, 54.47; H, 5.68; N, 6.98.
-
Probe
Nr. 6 ist (E)-N-Methyl-4-[3-(6-Methylpyridin)yl]-3-Buten-1-Amin,
das im Wesentlichen gemäß den folgenden
Techniken zubereitet wurde.
-
6-Methvlmyosmin (XV)
-
Natriumhydrid
(60% in Öl)
(1,9 g, 0,079 Mol) wurde in einen zweihalsigen 150 ml Kolben mit
rundem Boden gegeben und mit trockenem THF (50 ml) gewaschen. Ein
weiteres Aliquot von trockenem THF (100 ml) wurde zugegeben, gefolgt
von einer Lösung
von N-Vinylpyrrolidon
(4,7 g, 0,04 mol) in trockenem THF (30 ml), und die Mischung wurde
für 30
min. bei Raumtemperatur gerührt.
Eine Lösung
von Ethyl 6-Methylnikotinat (5,0 g, 0,033 mol) in trockenem THF
(20 ml) wurde dann tropfenweise über
10 min. zugegeben, wobei während dieser
Zeit die Freisetzung von Wasserstoff auftrat. Die Reaktion wurde
mit Stickstoff gespült,
und die Mischung wurde für
6 Stunden refluxiert. Nach dem Kühlen
wurde wässrige
Salzsäure
(6N, 25 ml) zugegeben, und das THF wurde durch Rotationsverdampfung
unter reduziertem Druck entfernt. Ein weiteres Volumen wässriger
Salzsäure
(6N, 20 ml) wurde zugegeben, und die Mischung wurde über Nacht
refluxiert. Beim Kühlen
wurde die Mischung mit wässrigem
Natriumhydroxyd (50 % Gewicht/Volumen) auf pH 8 bis 9 basisch eingestellt,
und XV wurde mit Chloroform (5 × 20
ml) extrahiert. Die zusammengefassten organischen Flüssigkeiten
wurden über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert, und das Lösungsmittel
wurde ausgedampft, um XV zu ergeben, das als lohfarbiger Feststoff
(4.45 g, 84 %) aus Methanol kristallisiert wurde.
-
1H-NMR (CDCl3) δ 8.82 (s,
1H), 8.15 (d, 1H), 7.20 (d, 1H), 4.12 (t, 2H), 2.98 (t, 2H), 2.80
(s, 3H), 2.00 (m, 2H).
-
13C-NMR(CDCl3) δ 172.5, 160.08,
148.1, 135.01, 122.7, 61.5, 34.89, 24.2, 22.2.
-
Anal.
berechnet für
C10H12N2:
C, 75.00, H, 7.50; N, 17.50. Gefunden: C, 74.94; H, 7.51; N, 17.47.
-
(+/–)-6-Methylnornikotin (XVI)
-
In
einen Kolben mit rundem Boden wurden XV (3,0 g, 0,018 mol), Methanol
(20 ml) und Eisessigsäure (4
ml) gegeben. Die Mischung wurde in einem Trockeneis-Acetonbad auf –78°C abgekühlt, und
Natriumborhydrid (1,332 g, 0,36 mol) wurde über 30 min. zugegeben. Nach
der Zugabe wurde es der Reaktionsmischung erlaubt, sich auf Raumtemperatur
aufzuwärmen,
und sie wurde für
eine Stunde gerührt.
Das Methanol wurde dann auf einem Rotationsverdampfer unter reduziertem
Druck entfernt, und der Rückstand
wurde mit wässrigem
Natriumhydroxyd (50 % Gewicht/Volumen) auf pH 8 bis 9 basisch eingestellt.
Die wässrige
Lösung
wurde mit Chloroform (5 × 25
ml) extrahiert, und die zusammengefassten organischen Flüssigkeiten
wurde über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und auf einem Rotationsverdampfer
ausgedampft, um XVI als dunkelbraune Flüssigkeit zu erhalten, die bei
4 mm Hg destilliert wurde, um eine klare, farblose Flüssigkeit
(Siedepunkt 113–114 °C, 4 mm Hg)
(2,43 g, 80 %) zu ergeben.
-
1H-NMR(CDCl3) δ 8.42 (s,
1H), 8.15 (d, 1H), 7.60 (d, 1H), 7.10 (d, 1H), 4.15 (t,1H), 3.12
(m, 1H),3.00 (m, 1H), 2.30 (s, 3H), 2.204.12 (t, 2H), 2.98 (t, 2H),
2.80 (s, 3H), 2.00 (m, 2H).
-
13C-NMR(CDCl3) δ 172.5, 160.08,
148.1, 135.01, 122.7, 61.5, 34.89, 24.2, 22.2.
-
Anal.
berechnet für
C10H12N2:
C, 75.00, H, 7.50; N, 17.50. Gefunden: C, 74.94; H, 7.51; N, 17.47.
-
(+/–)-6-Methylnikotin (XVII)
-
In
einen Kolben mit rundem Boden wurde XVI (2,0 g) gegeben, und Formaldehyd
(37 Gewicht/Volumen) in Wasser (20 ml) und Ameisensäure (95
bis 97 % Gewicht/Volumen, 45 ml), beide auf 0 °C, wurden zugegeben. Die Mischung
wurde dann unter Stickstoff für
8 Stunden refluxiert. Die gekühlte
Reaktionsmischung wurde mit wässrigem
Natriumhydroxyd (50 % Gewicht/Volumen) auf pH 8 bis 9 basisch eingestellt,
und die Lösung
wurde mit Chloroform (5 × 25
ml) extrahiert. Die zusammengefassten organischen Flüssigkeiten
wurden über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, gefiltert und ausgedampft;
und das resultierende Öl
wurde unter reduziertem Druck destilliert, um XVIII als klares,
geruchloses Öl
(Siedepunkt 107 °C
bis 3 mm Hg, 92 % Ausbeute) zu ergeben.
-
1H-NMR (CDCl3) δ 8.40 (s,
1H), 7.60 (d, 1H), 7.12 (d, 1H), 3.15 (t, 1H), 3.00 (t, 1H), 2.56
(s, 3H), 2.40-2.20 (m, 1H), 2.18-2.08 (m, 4H), 2.00-1.92 (m, 1H),
1.80-1.60 (m, 2H).
-
HClO4-Salz. Anal. berechnet für C11H18N2Cl2O8: C, 35.01; H, 4.77; N, 7.42; Cl, 18.83.
-
Gefunden:
C, 35.12; H, 4.85; N, 7.37; Cl, 18.76.
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N-Ethylcarbamat von (+/–)-6-Methylmetanikotin
(XVIII)
-
Zu
einer gerührten
Lösung
von XVIII (3,0 g, 0,017 Mol) in Methylenchlorid (25 ml) unter Stickstoffatmosphäre wurde
tropfenweise eine Lösung
von Ethylchlorformat (2,40 g) in Methylenchlorid (10 ml) bei Raumtemperatur
zugegeben. Die Mischung wurde für
4 Stunden refluxiert. Nach der Verdampfung des Lösungsmittels auf einem Rotationsverdampfer
unter reduziertem Druck wurde das resultierende Öl vakuumdestilliert, um XVIII
als dickviskose Flüssigkeit
(Siedepunkt 172-175 °C,
4 mm Hg) zu ergeben, die durch Kieselsäuregelsäulenchromatographie weiter
gereinigt wurde, um etwa 3g XVIII (70 % Ausbeute) zu ergeben.
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1H-NMR (CDCl3) δ 8.40 (s,
1H), 7.61 (d, 1H), 7.08 (d, 1H), 6.60 (d, 1H), 6.08-6.00 (m, 1H),
4.18 (q, 2H), 3.40 (m, 2H), 2.91 (s, 3H), 2.60-2.42 (m, 5H), 1.22
(t, 3H).
-
(E)-N-Methyl-4-[3-(6-Methylpyridin)y]-3-Buten-1-Amin
(XIX)
-
In
einen Kolben mit rundem Boden wurde XVIII (3,0 g, 0,012 mol) gegeben,
und konzentrierte Schwefelsäure
(15 ml) wurde zugegeben. Die Mischung wurde über Nacht refluxiert, und die
resultierende Lösung wurde
mit wässrigem
Natriumhydroxyd (50 % Gewicht/Volumen) auf pH 8-9 basisch eingestellt.
Die Lösung wurde
mit Chloroform (4 × 25
ml) extrahiert, die zusammengefassten organischen Flüssigkeiten
wurden über wasserfreiem
Natriumcarbonat getrocknet, gefiltert, und das Lösungsmittel wurde ausgedampft,
um ein Öl
zu ergeben. Vakuumdestillation des Öls ergab XIX als eine klare
farblose Flüssigkeit
(Siedepunkt 80 °C
bei 0,2 mm Hg, 78 % Ausbeute). XIX wurde dann in Form eines Monofumaratsalzes
bereitgestellt, Schmelzpunkt 134-135 °C.
-
Difumaratsalz. 1H-NMR (DMSO-d6) δ 8.42 (s,
1H), 7.76 (d, 1H), 7.20 (d, 1H), 6.52-6.24 (m, 4H), 3.00 (t, 2H),
2.60-2.00 (m, 3H).
-
Anal.
berechnet für
C11H16N2.2C4H4O4:
C, 55.88; H, 5.88; N, 6.86. Gefunden: C, 55.72; H, 5.93; N, 6.83.
-
Probe
Nr. 7 ist N-Methyl-(3-Pyridinyl)-Butan-1-Amin, das im Wesentlichen
gemäß den folgenden
Techniken zubereitet wurde.
-
(E)-Metanikotin
(0,4 g, 2,46 mmol) wurde in einer Mischung aus Methanol (20 ml)
und Eisessigsäure (1
ml) aufgelöst,
und 5 % Pd-C-Katalysator (30 mg) wurde zugegeben. Die Mischung wurde
bei 50 psig Wasserstoff für
2 Stunden hydriert. Die Reaktionsmischung wurde dann gefiltert,
und das Lösungsmittel
wurde auf einem Rotationsverdampfer entfernt. Zu dem Rückstand
wurde Wasser (5 ml) zugegeben, und die wässrige Lösung wurde mit 40 % wässrigem
Natriumhydroxyd auf pH 8 – 9
basisch eingestellt. Die Mischung wurde dann mit Chloroform (5 × 10 ml)
extrahiert, und die zusammengefassten organischen Flüssigkeiten
wurden über
Kaliumcarbonat getrocknet, gefiltert, und Lösungsmittel wurde unter reduziertem
Druck auf einem Rotationsverdampfer ausgedampft. Das resultierende Öl wurde
dann in Form eines Difumaratsalzes bereitgestellt, wobei der Schmelzpunkt
115 bis 116 °C
betrug.
-
Freie
Base. 1N-NMR (CDCl3) δ 8.42 (m,
2H), 7.50 (d, 1H), 7.20 (m, 1H), 2.64-2.58 (m, 4H), 2.40 (s, 3H),
2.78-22.60 (m, 22H), 2.42-2.59 (m, 2H), 1.22 (breites s, 1H).
-
Difumaratsalz. 1N-NMR (D2O) δ 8.64 (d,
2H), 8.43 (d, 1H), 8.00 (m, 1H), 6.62 (s, 4H), 3.24 (t, 2H), 2.90 (t,
2H), 2.70 (s, 3H), 1.81-1.69 (m, 4H).
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Anal.
berechnet für
C10H16N2.2C4H4O4.1/2H2O: C, 53.33; H, 6.17; N, 6.91. Gefunden:
C, 53.33; H, 6.06; N, 7.07.
-
Probe
Nr. 8 ist (E)-Metanikotin, das unter allgemeiner Anwendung der Techniken
bereitgestellt wurde, die von Laforge,J.A.C.S., Vol. 50, Seite 2477
(1928) dargestellt sind.
-
Zu
Vergleichszwecken wurde die Probe Nr. C-1 bereitgestellt. Diese
Probe ist (S)-(–)-Nikotin,
von dem berichtet wurde, dass es einen positiven Effekt in Bezug
auf die Behandlung von verschiedenen Störungen des zentralen Nervensystems
gezeigt hat.
-
Bestimmung der
Bindung von Verbindungen an relevante Rezeptorplätze
-
Ratten
(Sprague-Dawley) wurden unter einem 12 Stunden-Licht-/Dunkelheitszyklus
gehalten, und es wurde ihnen freier Zugang zu Wasser und Nahrung
gewährt,
die von Wayne Lab Blox, Madison, Wl, geliefert wurde. Die Tiere,
die in den vorliegenden Studien verwendet wurden, wogen 200 bis
250 g. Gehirnmembranpräparationen
wurden von Gehirngewebe von entweder Männchen oder Weibchen erhalten.
-
Ratten
wurden nach Anästhesierung
mit 70 % CO2 durch Enthauptung getötet. Gehirne
wurden entfernt und auf eine eiskalte Platte gegeben. Das Kleinhirn
wurde entfernt, und das verbleibende Gewebe wurde in 10 Volumen
(Gewicht:Volumen) von eiskaltem Puffer (Krebs-Ringers HEPES: NaCl, 118 mM; KCl, 4.8
mM; CaCl2, 2.5 mM; MgSO4,
1.2 mM; HEPES, 20 mM; pH auf 7.5 mit NaOH) gegeben und mit einer
Glas-Teflon-Gewebemühle
homogenisiert. Das resultierende Homogenat wurde bei 18.000 × g für 20 min.
zentrifugiert, und das resultierende Pellet wurde in 20 Volumen
Wasser resuspendiert. Nach 60 min. Inkubation bei 4 °C wurde ein
neues Pellet durch Zentrifugation bei 18.000 × g für 20 min. gesammelt. Nach Resuspension
in 10 Volumen Puffer wurde ein neues finales Pellet erneut durch
Zentrifugation bei 18.000 × g
für 20
min. gesammelt. Vor jedem Zentrifugationsschritt wurde die Suspension
bei 37 °C
für 5 min.
inkubiert, um die Hydrolyse von endogenem Acetylcholin zu fördern. Das
letzte Pellet wurde mit Puffer beschichtet und bei –70 °C gelagert.
Am Tag des Tests wurde das Pellet aufgetaut, in Puffer resuspendiert
und bei 18.000 × g
für 20
min. zentrifugiert. Das erhaltene Pellet wurde in Puffer auf eine
Endkonzentration von ungefähr
5 mg Protein/ml resuspendiert. Protein wurde durch das Verfahren
von Lowry et al., J. Biol. Chem., Vol. 193, Seiten 265–275 (1951),
unter Verwendung von bovinem Serumalbumin als Standard bestimmt.
-
Die
Bindung von L-[3H]-Nikotin wurde unter Anwendung
einer Modifikation des Verfahrens von Romano et al., Science, Vol.
210, Seiten 647–650
(1980), wie zuvor von Marks et al., Mol. Pharmacol., Vol. 30, Seiten 427–436 (1986),
beschrieben wurde, gemessen. Das L-[3H]-Nikotin, das in allen Experimenten verwendet wurde,
wurde chromatographisch durch das Verfahren von Romm, et al., Life
Sci., Vol. 46, Seiten 935–943 (1990)
gereinigt. Die Bindung von L-[3H]-Nikotin
wurde unter Verwendung einer zweistündigen Inkubation bei 4 °C gemessen.
Die Inkubationen enthielten ungefähr 50 μg Protein und wurden in 12 mm × 75 mm
Polypropylenteströhrchen
bei einem letztendlichen Inkubationsvolumen von 250 μl durchgeführt. Der
Inkubationspufter war Krebs-Ringers HEPES, das 200 mM TRIS-Puffer,
pH 7,5, enthielt. Die Bindungsreaktion wurde durch Filtration des
Protein enthaltenden gebundenen Liganden auf Glasfaserfiltern (Micro
Filtration Systems) bestimmt, die mit Puffer getränkt worden
waren, der 0,5 % Polyethylenimin enthielt. Das Filtrationsvakuum
betrug –50
bis –100
Torr. Jeder Filter wurde 5 mal mit 3 ml eiskaltem Puffer gewaschen.
Der Filtrationsapparat wurde vor der Verwendung auf 2 °C abgekühlt und über den
Filtrationsprozess hinweg kalt gehalten. Nichtspezifische Bindung
wurde durch Einschluss von 10 μM
nichtradioaktivem Nikotin in die Inkubationen bestimmt.
-
Die
Verhinderung der L-[3H]-Nikotinbindung durch
Testverbindungen wurde durch Einschließen von acht unterschiedlichen
Konzentrationen der Testverbindung in die Inkubation bestimmt. Die
Verhinderungsprofile wurden unter Verwendung von 10 nM L-[3H]-Nikotin
gemessen, und IC50-Werte wurden als die
Konzentration an Verbindung abgeschätzt, die 50 % der spezifischen
L-[3H]-Nikotinbindung verhinderte. Die Verhinderungskonstanten
(Ki-Werte), angegeben in nM, wurden aus den IC50-Werten
unter Verwendung des Verfahrens von Cheng et al.; Biochem. Pharmacol.,
Vol. 22, Seiten 3099–3108
(1973), berechnet.
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Bestimmung von
Dopaminausschüttung
-
Dopaminausschüttung wurde
durch Präparieren
von Synaptosomen aus dem striären
Bereich des Rattengehirns gemessen, das von Sprague-Dawley Ratten
allgemein gemäß den Prozeduren
erhalten wurde, die bei Nagy et al., J. Neurochem., Vol. 43, Seiten
1114-1123 (1984)
dargelegt sind. Striata von vier Ratten wurden in 2 ml 0,32M Sukrose
gepuffert mit 5 mM HEPES (pH 7,5) unter Verwendung einer Glas-Teflon-Gewebemühle homogenisiert.
Das Homogenat wurde mit zusätzlicher
Homogenisierungslösung
auf 5 ml verdünnt
und bei 1.000 × g
für 10
min. zentrifugiert. Diese Prozedur wurde an dem neuen Pellet wiederholt,
und der resultierende Überstand
wurde bei 12.000 × g
für 20
min. zentrifugiert. Ein dreischichtiger diskontiniertlicher Percoll-Gradient,
bestehend aus 16 %, 10 und 7,5 % HEPES-gepufterter Percoll-Sukrose
wurde hergestellt, wobei das letzte Pellet in der obersten Schicht
dispergiert war. Nach der Zentrifugation bei 15.000 × g für 20 min.
wurden die Synaptosome oberhalb der 16 %-Schicht mit einer Pasteur-Pipette
geborgen, mit 8 ml Perfusionspufter 128 mM NaCl, 2,4, mM KCl, 3,2
mM CaCl2, 1,2 mM KH2PO4 1,2 mM MgSO4, 25
mM HEPES, pH 7,4, 10 mM Dextrose, 1mM Ascorbat, 0,01 mM Pargylin)
verdünnt
und bei 15.000 × g
für 20
min. zentrifugiert. Das neue Pellet wurde gesammelt und in Perfusionspuffer
resuspendiert. Die Synaptosomsuspension wurde für 10 min. bei 37 °C inkubiert.
[3H]-Dopamin (Amersham, 40 bis 60 Ci/mmol)
wurde zu der Suspension hinzugegeben, um eine Endkonzentration von
0,1 μm zu
ergeben, und die Suspension wurde für weitere 5 min. inkubiert.
Unter Verwendung dieses Verfahrens wurden 30 bis 90 % des Dopamins
in die Synaptosome aufgenommen, wie durch Szintillationszählung nach
Filtration durch Glasfaserfilter bestimmt wurde, die mit 0,5 % Polyethylenimin
getränkt
waren. Ein kontinuierliches Pertusionssystem wurde verwendet, um
die Ausschüttung
nach Aussetzung gegenüber
jedem Liganden zu beobachten. Synaptosome wurden auf Glasfaserfilter (Gelman
Typ A/E) gegeben. Pertusionspuffer wurde auf die Filter getropft
(0,2 bis 0,3 mm/min.) und mit einer peristaltischen Pumpe durch
die Filter gesogen. Synaptosome wurden für mindestens 20 min. vor der
Zugabe des Liganden mit Perfusionspufter gewaschen. Nach der Zugabe
von 0,2 ml einer Lösung,
die verschiedene Ligandenkonzentrationen enthielt, wurde das Perfusat
in 1 min.-Intervallen in Szintillationsphiolen gesammelt, und die
Dopaminausschüttung
wurde durch Szintillationszählung
quantifiziert. Peaks von freigesetzter Radioaktivität oberhalb
des Untergrunds wurden aufsummiert, und die mittlere Basisausschüttung während dieser Zeit
wurde von der Summe abgezogen. Die Ausschüttung wurde als Prozentsatz
der Ausschüttung
ausgedrückt,
die mit einer gleichen Konzentratin an (S)-(–)-Nikotin erhalten wurde.
-
Bestimmung von Wechselwirkung
mit der Muskulatur.
-
Die
Aktivierung der menschlichen Muskulatur wurde an der humanen Klonlinie
TE671/RD bestimmt, die von einem embryonalen Rhabdomyosarkom (Stratton,
et al., Carcinogen, Vol. 10, Seiten 899905 (1989)) erhalten wird.
Wie durch pharmakologische (Lukas, J. Pharmacol. Exp. Ther., Vol.
251, Seiten 175–182 (1989)),
elektrophysiologische (Oswald et al, Neurosci. Lett., Vol. 96, Seiten
207–212
(1989)), und molekularbiologische Studien (Luther et al., J. Neurosci.,
Vol. 9, Seiten 1082–1096
(1989)) belegt wurde, expressivieren diese Zellen muskelartige Nikotinrezeptoren.
Acetylcholinnikotinrezeptor-(nAChR)-Funktion wurde unter Verwendung
von 86Rb+-Ausfluss
gemäß einem
Verfahren getestet, das von Lukas et al., Anal. Biochem., Vol. 175 Seiten
212–218
(1988), beschrieben ist. Die Dosis-Antwort-Kurven wurden aufgetragen, und
die Konzentration, die in die halbe maximale Aktivierung von spezifischem
Ionenausfluss von Nikotinzreptoren resultiert, wurde für humane
Muskulatur und ganglionische Rattenpräparationen (EC50) bestimmt.
Die Maximalaktivierung für
einzelne Verbindungen (Emax) wurde als Prozentsatz der maximalen
Aktivierung bestimmt, die durch (S)-(–)-Nikotin induziert wird.
-
Bestimmung der Wechselwirkung
mit Ganglien
-
Ganglionische
Effekte wurden an der Rattenpheochromocytomklonlinie PC12 bestimmt,
die eine kontinuierliche klonale Zelllinie von Neuralleistenursprung
ist, die von einem Tumor des Rattennebennierenmarks erhalten wird,
das neuronale Nikotinrezeptoren vom ganglionischen Typ expressiviert
(s. Whiting et al., Nature, Vol. 327, Seiten 515–518 (1987); Lukas, J. Pharmacol.
Exp. Ther., Vol. 251, Seiten 175–182 (1989), Whiting et al.,
Mol. Brain Res., Vol. 10, Seiten 61–70 (1990)). Die Diskussion
betreffend die Heterogenizität
der Unterarten von Nikotinrezeptoren ist in Lukas et al., Internatl.
Review Neurobiol., Vol. 34, Seiten 25–130 (1992), dargestellt. Acetycholinnikotinrezeptoren
expressiviert in Rattenganglien teilen ein sehr hohes Maß an Homologie mit
ihren menschlichen Gegenstücken.
Siehe Fornasari et al., Neurosci. Lett., Vol. 111, Seiten 351–356 (1990), und
Chini et al., Proc. Natl. Acad. Sci USA, Vol. 89, Seiten 1572–1576 (1992).
Beide oben beschriebenen klonalen Zelllinien wurden gemäß Routineprotokollen
in der proliferativen Wachstumsphase gehalten (Bencherif et al.,
Mol. Cell. Neurosci., Vol. 2, Seiten 52–65, (1991), und Bencherif
et al., J. Pharmacol. Exp. Ther., Vol. 257, Seiten 946–953 (1991)).
Intakte Zellen auf Schalen wurden für funktionale Studien verwendet.
Routinemäßig wurden
Probenaliquots für
die Proteinkonzentrationsbestimmung unter Verwendung des Verfahrens von
Bradford, Anal. Biochem., Vol. 72, Seiten 248–254 (1976) mit bovinem Serumalbumin
als Standard reserviert.
-
Acetylcholinnikotinrezeptor-(nAChR)-Funktion
wurde unter Verwendung von 86Rb+-Ausfluss
gemäß einem
Verfahren getestet, das von Lukas et al., Anal. Biochem., Vol. 175,
Seiten 212–218
(1988) beschrieben ist. Zellen wurden in 35 mm Durchmesser Löcher von
6 Loch Scheiben für
mindestens 48 Stunden plattiert und für mindestens 4 Stunden bei
37 °C in
einem Medium beladen, das Serum und 1 μCi/mI86Rb+ enthielt. Nach der Entfernung des Beladungsmediums
wurden die Zellen schnell 3 mal mit markierungsfreier Ringer-Lösung gewaschen
und für
4 min. bei 20 °C
gegenüber
900 μl Ringer-Lösung ausgesetzt,
die die angegebene Konzentration der zu testenden Verbindung (um
den Gesamtausfluss zu definieren) oder zusätzlich zu 100 μM Mekamylamin
enthielt (um den nicht-spezifischen Ausfluss zu definieren). Das
Medium wurde entfernt, und 86Rb+ wurde
unter Verwendung Cerenkov-Detektion quantifiziert (siehe Lukas et
alI., Anal. Biochem., Vol. 175, Seiten 212-218 (1988)). Der spezifische Ionenausfluss
wurde als die Differenz beim Isotopenausfluss zwischen den Gesamt-
und den nichtspezifischen Ausflussproben bestimmt. Die Dosis-Antwortkurven wurden
aufgetragen, und die Konzentration, die in die halbe maximale Aktivierung
des spezifischen Ionenausflusses durch Nikotinrezeptoren resultierte,
wurde für menschliche
Muskulatur und ganglionische Rattenpräparationen (EC50) bestimmt.
Die maximale Aktivierung für
einzelne Verbindungen (Emax) wurde als Prozentsatz der maximalen Aktivierung
bestimmt, die durch (S)-(–)-Nikotin
induziert wird.
-
Daten
sind in Tabelle I wiedergegeben.
-
-
Die
Daten in Tabelle I weisen darauf hin, dass die Verbindungen der
vorliegenden Erfindung die Fähigkeit
haben, Behandlung von Patienten bereitzustellen, die für UC anfällig sind
oder an UC leiden. Die Verbindungen binden an relevante Nikotinrezeptoren
an und zeigen so bekannte Nikotinpharmakologie. Von Verbindungen,
die Nikotinpharmakologie aufweisen, wird erwartet, dass sie eine
Verbesserung der Symptome von UC verursachen. Die Verbindungen der
vorliegenden Erfindung wirken, indem sie die Freisetzung von Dopamin
aus striärem
Gewebe verursachen. Von dieser Ausschüttung von Dopamin wird erwartet,
dass sie eine dopaminergische Regulierung der rektalen Durchblutung
verursacht und so das Potential bereitstellt, die Symptome von UC
zu lindern. Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung verursachen
in den verwendeten therapeutischen Mengen keine ersichtlichen Effekte
an Muskulaturplätzen
und ganglionischen Plätzen,
was somit auf ein Fehlen von unerwünschten Nebenwirkungen dieser
Verbindungen hinweist.