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Die vorliegende Erfindung betrifft ein
Thermotransfer-Bildempfangsblatt und insbesondere ein
Thermotransfer-Bildempfangsblatt zur Verwendung in einem
Thermotransfer-Aufzeichnungssystem, bei welchem ein sublimierbarer Farbstoff als farbgebendes
Mittel verwendet wird.
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Im Stand der Technik sind verschiedene
Thermotransfer-Aufzeichnungssysteme bekannt, und eines davon ist ein
Farbstoffsublimationstransfer-Aufzeichnungssystem, bei welchem ein
sublimierbarer Farbstoff als farbgebendes Mittel von einem
Thermotransferblatt auf ein Bildempfangsblatt mittels eines
Thermodruckkopfes übertragen wird, welcher in der Lage ist, als
Reaktion auf Aufzeichnungssignale Hitze zu erzeugen und dabei
ein Bild zu bilden. In diesem Aufzeichnungssystem kann, da ein
Farbstoff als farbgebendes Mittel verwendet wird und eine
Abstufung der Dichte möglich ist, ein Bild hoher Schärfe
gebildet werden, und gleichzeitig sind die Farbreproduktion und die
Halbtonreproduktion ausgezeichnet, wodurch es möglich wird,
ein Bild mit einer Qualität zu erzeugen, welches mit einem
mittels Silbersalzphotographie gebildeten Bild vergleichbar
ist.
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Aufgrund der oben genannten ausgezeichneten Leistungsfähigkeit
und der Entwicklung verschiedener, mit Multimedia-Anwendungen
verbundener Hardware und Software hat das
Farbstoffsublimationstransfer-Aufzeichnungssystem sehr schnell den Markt für
ein ganzfarbiges Hardcopy-System für Computergraphiken,
statische Bilder aus der Satellitenkommunikation, für auf CD-ROMS
dargestellte digitale Bilder sowie analoge Bilder wie z. B.
Video erweitert.
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Es existieren verschiedene spezifische Anwendungen des
Bildempfangsblattes im Farbstoff
sublimationstransfer-Aufzeichnungssystem; repräsentative Beispiele davon umfassen den
Belegdruck, die Bildausgabe, die Ausgabe eines z. B.
CAD/CAM-Designs, Ausgabeanwendungen für verschiedene medizinische
Analysegeräte wie z. B. den CT-Scan, Ausgabeanwendungen für
Messeinrichtungen, Alternativen für die Sofortbildphotographie, die
Ausgabe eines Bildes eines Gesichtes für Identifikationskarten
(ID-Cards), Kreditkarten und andere Karten sowie Anwendungen
bei zusammengesetzten Photographien und Bildern als Andenken
bei Unterhaltungseinrichtungen wie z. B. Vergnügungsparks,
Museen, Aguarien und dergleichen.
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Das Thermotransfer-Bildempfangsblatt zum
Farbstoffsublimationstransfer, welches in den verschiedenen oben genannten
Anwendungen verwendet wird (im Folgenden einfach als
"Thermotransfer-Bildempfangsblatt" oder "Bildempfangsblatt"
bezeichnet), umfasst allgemein ein Substrat (ebenfalls als "Träger"
bezeichnet) sowie eine darauf ausgebildete
Farbempfangsschicht. Von diesem Bildempfangsblatt wird zunächst gefordert,
dass es beim Drucken eine hohe Empfindlichkeit und
Hitzebeständigkeit aufweist. Falls die Hitzebeständigkeit schlecht
ist, bewirkt das Erhitzen zum Zeitpunkt des Druckvorgangs ein
Kräuseln bzw. das Hinterlassen von Spuren des
Thermodruckkopfes auf der Oberfläche des Bildempfangsblattes, welche die
Bildqualität verschlechtern. Im Hinblick auf die
Empfindlichkeit beim Drucken hat die Erhöhung der Geschwindigkeit der
Farbstoffsublimationstransfer-Aufzeichnung in den vergangenen
Jahren zu einer starken Nachfrage nach einem Bildempfangsblatt
mit hoher Empfindlichkeit beim Drucken geführt.
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Die Eigenschaften der Farbempfangsschicht sind natürlich im
Hinblick auf die Empfindlichkeit des Bildempfangsblattes
wich
tig. Zusätzlich sind auch die Eigenschaften des Substrates
sehr wichtig.
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Bisher wurden verschiedene Substrate zum Zwecke der
Verbesserung der Empfindlichkeit beim Drucken sowie der
Hitzebeständigkeit des Bildempfangsblattes vorgeschlagen.
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So lehrt z. B. die offengelegte japanische
Patentveröffentlichung Nr. 136783/198, dass ein Substrat, welches teilweise
oder in seiner Gesamtheit einen Film verwendet, welcher in
seinem Inneren Mikroporen aufweist und welcher mittels
Extrudierens und biaxialen Streckens einer Harzzusammensetzung
hergestellt wird, welche eine Mischung aus
Polyethylenterephthalat mit einem anorganischen Pigment und einem Olefin umfasst,
und welcher einen gewissen Grad an Polsterung aufweist, eine
hohe Empfindlichkeit beim Drucken besitzt und somit ein
scharfes Bild liefern kann.
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Die offengelegte japanische Patentveröffentlichung Nr.
168493/1989 lehrt, dass gute Resultate erhalten werden können,
wenn ein auf dieselbe Art und Weise wie das in der
offengelegten japanischen Patentveröffentlichung Nr. 136783/1989
beschriebene Substrat hergestelltes Substrat in seinem Inneren
geschlossene Zellen aufweist und ein bestimmtes spezifisches
Gewicht hat.
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Die offengelegte japanische Patentveröffentlichung Nr.
207694/1991 spezifiziert die Dichte des Substrats.
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Die offengelegten japanischen Patentveröffentlichungen Nr.
16539/1993 und 169865/1993 beschreiben Substrate, welche einen
bestimmten Prozentsatz an Hohlräumen aufweisen, und die
offengelegte japanische Patentveröffentlichung Nr. 246153/1993
be
schreibt ein Substrat, welches ein bestimmtes Material umfasst
und eine bestimmte Dichte und bestimmte Hohlräume auf weist.
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Darüber hinaus beschreiben die offengelegten japanischen
Patentveröffentlichungen Nr. 115687/1989, 263691/1990 und
290790/1988 Substrate, bei denen die Empfindlichkeit beim
Drucken verbessert wird, indem die Polsterungs- und
Isolationseigenschaften verbessert werden.
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Gemäß den von den Erfindern der vorliegenden Erfindung
durchgeführten Studien weisen indessen alle oben genannten
Substrate immer noch unbefriedigende Eigenschaften in mindestens
einer Hinsicht bezüglich der Empfindlichkeit beim Drucken und
der Hitzebeständigkeit auf.
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Was die zusätzlich zu der oben beschriebenen hohen
Empfindlichkeit beim Drucken und Hitzebeständigkeit vom
Thermotransfer-Bildempfangsblatt geforderten Eigenschaften anbetrifft,
besteht in den letzten Jahren eine stetig steigende Nachfrage
des Marktes nach hinreichender Weißheit, Deckfähigkeit und
einem gleichmäßigen Erscheinungsbild (eine gleichmäßige
Oberfläche, unabhängig davon, ob die Oberfläche glänzend oder matt
ist) gemäß den beabsichtigten Verwendungen der
Bildempfangsblätter.
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Darüber hinaus steigt gleichzeitig mit der aktuellen Erhöhung
der Aufzeichnungsgeschwindigkeit (Zeilengeschwindigkeit) des
Farbstoffsublimationstransfer-Systems auch die Temperatur des
Thermodruckkopfes im Drucker. Bei einer Erhöhung der
Temperatur des Thermodruckkopfes wird ein Auftreten einer
Entlaminierung zwischen dem Substrat des
Thermotransfer-Bildempfangsblattes und den auf dem Substrat liegenden Schichten
wahrscheinlicher.
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Besonders im Falle eines Bildempfangsblattes, welches mit
einer weißen Deckschicht zwischen dem Substrat und der
Farbmittelempfangsschicht ausgestattet ist, besteht, da in der
weißen Deckschicht ein weißes anorganisches Pigment vorhanden
ist, die Wahrscheinlichkeit, dass die Adhäsion zwischen dem
Substrat und der weißen Deckschicht schlecht ist, was
voraussichtlich zu einer Entlaminierung zwischen dem Substrat und
der weißen Deckschicht während des Drückens führt, wodurch es
unmöglich wird, ein qualitativ hochwertiges Bild
bereitzustellen. Darüber hinaus gibt die Entlaminierung Anlass zu
Transportfehlern im Drucker.
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Es wurden verschiedene Anstrengungen unternommen, um die
Adhäsion zwischen dem Substrat des Bildempfangsblattes und der
über dem Substrat liegenden Schicht zu verbessern.
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So lehrt beispielsweise die offengelegte japanische
Patentveröffentlichung Nr. 211089/1991 eine Oberflächenmodifikation
eines Polyesterfilms als Substrat mittels Corona- bzw.
Plasmabehandlung. Indessen ist die durch die Corona- bzw.
Plasmabehandlung verliehene Adhäsionseigenschaft instabil und
verringert sich im Laufe der Zeit.
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Weiterhin beschreibt die offengelegte japanische
Patentveröffentlichung Nr. 211089/1991 ein alternatives Verfahren, bei
welchem ein Harz, wie z. B. ein Acrylharz, welches sowohl zur
Farbmittelempfangsschicht als auch zum Substrat eine gute
Adhäsion aufweist, aufgebracht wird. Die Verwendung solcher
Harze wie z. B. eines Acrylharzes, welche in organischen
Lösungsmitteln löslich sind, als Adhäsionsschicht weist indessen
die folgenden Probleme auf. Wenn eine Beschichtungslösung für
eine Farbmittelempfangsschicht, in welcher gewöhnlich ein
organisches Lösungsmittel verwendet wird, auf die adhäsive
Harzschicht geschichtet wird, wird die adhäsive Schicht durch das
in der Beschichtungslösung enthaltene organische Lösungsmittel
angegriffen, wodurch das Erscheinungsbild des
Bildempfangsblattes merklich verschlechtert wird, was den kommerziellen
Wert dieses Produktes schmälert.
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Demgemäß besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, ein Thermotransfer-Bildempfangsblatt bereitzustellen,
welches beim Drucken eine hohe Empfindlichkeit und
Hitzebeständigkeit aufweist.
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Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Thermotransfer-Bildempfangsblatt mit einer weißen
Deckschicht bereitzustellen, welches eine ausgezeichnete
Adhäsion zwischen dem Substrat und der weißen Deckschicht
sowie ein ausgezeichnetes Erscheinungsbild aufweist.
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Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben gefunden, dass
die Verwendung eines wie in Anspruch 1 definierten Substrates
ein Thermotransfer-Bildempfangsblatt mit hoher Empfindlichkeit
und Hitzebeständigkeit beim Drucken liefern kann.
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Daher wird in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
ein Thermotransfer-Bildempfangsblatt zur Verfügung gestellt,
umfassend ein Substrat und eine Farbmittelempfangsschicht,
wobei das Substrat eine Kunststofffolie umfasst, die Mikroporen
aufweist, wobei die fraktale Dimension der Mikroporen nicht
weniger als 1,45 beträgt, wie im Folgenden definiert wird.
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Fig. 1 ist eine schematische Darstellung, welche die Form und
Verteilung der im Substratblatt des
Thermotransfer-Bildempfangsblattes gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung enthaltenen Mikroporen zeigt; und
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Fig. 2 ist eine schematische Darstellung zum Vergleich mit
Fig. 1, welche den Zustand der Mikroporen für einen Fall
zeigt, bei dem die Anzahl der Mikroporen im Substratblatt
außerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung liegt (diese
ist kleiner als die Anzahl von Mikroporen, die in der
vorliegenden Erfindung spezifiziert ist).
Bildempfangsblatt mit Mikroporen einer bestimmten fraktalen
Dimension
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Das erfindungsgemäße Thermotransfer-Bildempfangsblatt umfasst
ein Substrat und eine Farbmittelempfangsschicht, wobei das
Substrat eine Kunststofffolie umfasst, die Mikroporen
aufweist, wobei die fraktale Dimension der Mikroporen nicht
weniger als 1,45 beträgt.
Substrat
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Das Substrat umfasst eine Kunststofffolie, die Mikroporen
sowie eine im Folgenden beschriebene optionale Schicht aufweist.
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Die Kunststofffolie kann nach den folgenden beiden Verfahren
hergestellt werden.
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Im ersten Verfahren wird ein Harz mit feinverteilten
anorganischen Teilchen gemischt und die resultierende Mischung
(Compound) zu einem Film extrudiert, wonach an den Film ein
geeigneter biaxialer Streckvorgang durchgeführt wird. Bei diesem
Streckvorgang dienen die feinverteilten anorganischen Teilchen
als Keime zur Bildung von Poren im Film. Beispiele des
verwendeten Harzes umfassen verschiedene Polyolefinharze wie z. B.
Polypropylen sowie Polyesterharze. Von den Polyesterharzen
wird Polyethylenterephthalat besonders bevorzugt.
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Beispiele der feinverteilten anorganischen Teilchen, die mit
dem oben genannten Harz gemischt werden sollen, umfassen
Titanoxid, Calciumcarbonat, Bariumcarbonat, Bariumsulfat,
Zinkoxid und andere bekannte weiße Pigmente. Die Menge der
feinverteilten anorganischen Teilchen kann 1 bis 10 Gewichtsteile,
bezogen auf 100 Gewichtsteile des Harzes, betragen.
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Beim zweiten Verfahren zur Herstellung der Kunststofffolie,
die Mikroporen aufweist, wird ein Harz als Hauptkomponente mit
einem mit dem Harz nicht mischbaren Polymer gemischt, und die
resultierende Mischung wird als Film extrudiert, wonach ein
geeigneter biaxialer Streckvorgang mit dem Film durchgeführt
wird. Eine mikroskopische Beobachtung der Mischung zeigt, dass
das Harz und das Polymer zusammen eine feine Inselstruktur
darstellen. Die Bildung einer Folie aus der Mischung, gefolgt
von einem Streckvorgang der Folie, bewirkt eine Spaltung an
der Zwischenschicht der Inselstruktur bzw. starke Verformung
des die Inseln bildenden Harzes, was zur Bildung der
Mikroporen führt.
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Das Harz als die Kunststofffolie darstellende Hauptkomponente
kann das oben genannte Harz sein, d. h. ein Polyolefin oder ein
Polyester. Das mit dem Polymer nicht mischbare Harz umfasst
z. B. Gummis wie z. B. Polyisopren, Acrylharze wie z. B.
Polymethylmethacrylat sowie Harze wie z. B. Polymethylpenten und
Polystyrol. Die Menge des verwendeten Polymers kann 2 bis 10
Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile des oben
genannten Harzes, sein. Es wird besonders bevorzugt, als Hauptharz
Polypropylen in Kombination mit Polymethylmethacrylat,
Polystyrol, Polyisopren oder einer Mischung davon als das
nichtmischbare Polymer zu verwenden. Polymethylmethacrylat wird als
nicht mischbares Polymer besonders bevorzugt.
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Bei der vorliegenden Erfindung ist es wichtig, dass die
Mikroporen in der nach den oben genannten Verfahren gebildeten
Kunststofffolie eine fraktale Dimension von 1,45 oder mehr
aufweisen.
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Die Signifikanz dieses Parameters wird im Folgenden
beschrieben.
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Für die Empfindlichkeit beim Druckvorgang mit einem
Farbstoffsublimationstransfer-Bildempfangsblatt ist die
Wärmeisolationseigenschaft des Substrats von besonderer Wichtigkeit. Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben gefunden, dass ein
Hauptfaktor, der die Wärmeisolationseigenschaften des
Substrats regelt, nicht in dem Prozentsatz der Poren oder der
Dichte des Substrats liegt, sondern in der Form bzw.
Morphologie der Poren.
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Genauer gesagt, falls zwei Substrate denselben Prozentsatz an
Poren und dieselbe Dichte aufweisen, aber sich voneinander
hinsichtlich der Morphologie der Poren unterscheiden, d. h.,
wenn ein Substrat eine geringere Anzahl von relativ
gleichförmigen großen Poren aufweist und das andere Substrat eine
größere Anzahl von relativ ungleichförmigen kleineren Poren
aufweist, wird das letztgenannte Substrat eine höhere
Empfindlichkeit beim Druckvorgang liefern und eine bessere
Hitzebeständigkeit auf weisen. Wenn der Zustand bzw. die Morphologie
der im Substrat existierenden Poren als Erscheinungsbild der
Poren im Querschnitt des Substrats ausgedrückt wird, so kann
gesagt werden, dass die kompliziertere Form bzw. Figur die
besseren Ergebnisse liefert. Die Komplexität einer solchen
Form bzw. Figur der Mikroporen kann am besten als "fraktaler
Index" definiert werden.
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Die "fraktale Dimension" ist als Index zum Ausdruck der
Komplexität der Form und Verteilung eines Objektes bekannt. Es
existieren viele bekannte Definitionen der fraktalen
Dimension. Die Definition, die am weitesten verbreitet ist und in
der vorliegenden Erfindung übernommen wurde, lautet wie folgt.
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Die benötigte Mindestanzahl an Kreisen mit Radius r, welche
die Mikroporen in einem Bereich der Folie vollständig
abdecken, wird als N(r) angenommen. In diesem Fall ändert sich,
wenn die Größe von r, das heißt, die Kreisfläche S(r)
verändert wird, natürlich auch der N(r)-Wert. Dies bedeutet, dass
das infrage kommende Objekt oder die infrage kommende Form aus
der Anzahl N(r) an Kreisen gebildet wird. Daher kann die
fraktale Dimension aus der Steigung einer doppellogarithmischen
Aufzeichnung der Fläche S(r) des Kreises gegen N(r) ermittelt
werden. Das heißt,
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LogN(r) = a · LogS(r) + C(Konstante)
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D = 1 - a,
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wobei D die fraktale Dimension darstellt.
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Ein Substrat, welches beim Druckvorgang eine hohe
Empfindlichkeit und eine ausgezeichnete Hitzebeständigkeit aufweist, kann
erhalten werden, wenn die fraktale Dimension der Mikroporen in
der Kunststofffolie auf 1,45 oder höher festgelegt wird. Wenn
die fraktale Dimension weniger als 1,45 beträgt, weist das
Substrat im Wesentlichen eine schlechte Empfindlichkeit
während des Druckvorgangs auf. Was die Obergrenze der fraktalen
Dimension anbetrifft, würden die Mikroporen dann, wenn die
fraktale Dimension 2,0 oder mehr beträgt, theoretisch den
gesamten Bereich abdecken, was tatsächlich unmöglich ist. Gemäß
den Untersuchungen, die von den Erfindern der vorliegenden
Erfindung durchgeführt wurden, beträgt die Obergrenze der
fraktalen Dimension aus praktischer Sicht etwa 1,85.
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Ein Wert der fraktalen Dimension im oben angegebenen Bereich
kann erhalten werden, indem in Abhängigkeit von der Art des
verwendeten Harzes die Filmbildungsbedingungen bei der
Herstellung der Kunststofffolie wie z. B. der Grad des Knetens des
"Compounds" und das Streckverhältnis des Filmes in geeigneter
Weise festgesetzt werden.
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Wenn die beiden oben beschriebenen Verfahren zur Bildung der
Kunststofffolie verglichen werden, stellt sich das
letztgenannte Verfahren als geeigneter dar, um eine fraktale
Dimension von ≥ 1,45 zu erhalten. Im letztgenannten Verfahren kann
die Inselstruktur der Mischung durch ein geeignetes Kneten des
Harzes sehr fein gestaltet werden, wobei relativ
ungleichförmige kleine Mikroporen mit einer komplizierten Form einfacher
zu erhalten sind.
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Erfindungsgemäß wird die oben genannte Kunststofffolie, die
Mikroporen aufweist, deren fraktale Dimension 1,45 oder mehr
beträgt, im Wesentlichen als Substrat verwendet. Es ist
wünschenswert, eine Kunststofffolie, welche keine Mikroporen
aufweist, und/oder eine Kunststofffolie, welche Mikroporen
aufweist, deren fraktale Dimension weniger als 1,45 beträgt, auf
die oben genannte Kunststofffolie zu laminieren. Diese
zusätzliche Schicht kann bereitgestellt werden, indem z. B. das diese
Schicht bildende Material zum Zeitpunkt der Bildung der
Kunststofffolie koextrudiert wird. Das Material für diese
zusätzliche Schicht kann dasselbe Material sein wie für die Schicht
mit den Mikroporen mit einer fraktalen Dimension von 1,45 oder
mehr.
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So kann beispielsweise eine Kunststofffolie mit einer
mehrschichtigen Struktur, welche eine Schicht eines Harzes wie
z. B. Polypropylen als Mittelschicht umfasst, auf deren beiden
Seiten Schichten der Kunststofffolie mit Mikroporen, deren
fraktale Dimension 1,45 oder mehr beträgt, als Substrat
verwendet werden. Als solche Kunststofffolie mit einer
mehrschichtigen Struktur kann ein kommerziell erhältliches
synthetisches Papier eingesetzt werden.
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Es ist weiter möglich, als Substrat ein Laminat zu verwenden,
welches als Mittelschicht die Kunststofffolie mit den
Mikroporen umfasst, deren fraktale Dimension 1,45 oder mehr beträgt,
mit auf den beiden Seiten der Mittelschicht auf laminierten
Deckschichten, welche ein anorganisches Pigment enthalten.
Diese Deckschichten können mittels Koextrusion mit der
Mittelschicht gebildet werden.
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Weiterhin kann in Abhängigkeit vom Anwendungsgebiet eine
Schicht, die keine Mikroporen aufweist, auf der Schicht mit
Mikroporen des oben genannten synthetischen Papiers oder
Kunststofffilms mit einer mehrschichtigen Struktur
bereitgestellt werden, um ein Laminat mit einer fünfschichtigen
Struktur zu bilden und so Hochglanz und Oberflächenglätte zu
erreichen. Die Dicke der Schicht, die keine Mikroporen aufweist,
beträgt vorzugsweise 1 bis 10 um. Eine Dicke von weniger als
1 um reicht nicht zur Verleihung von Glanz und Glätte aus.
Andererseits verringert sich die Empfindlichkeit während des
Druckvorgangs, wenn die Dicke 10 um übersteigt.
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Weiterhin ist es auch möglich, als Substrat ein Laminat zu
verwenden, welches die Kunststofffolie umfasst, die Mikroporen
aufweist, deren fraktale Dimension 1,45 oder mehr beträgt,
wobei Papier, ein Plastikfilm oder dergleichen darauf
auflaminiert ist. In diesem Fall wird die Laminierung vorzugsweise so
durchgeführt, dass eine symmetrische Struktur entsteht, d. h.,
indem eine Kunststofffolie mit Mikroporen, deren fraktale
Di
mension 1,45 oder mehr ist, auf beide Seiten des Papiers oder
des PET als Mittelschicht auflaminiert werden.
Farbmittelempfangsschicht
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Das für die Farbmittelempfangsschicht verwendbare Harz kann
irgendein Harz sein, welches Herkömmlicherweise für
Farbstoffsublimationsthermotransfer-Bildempfangsblätter verwendet wird.
Spezifische Beispiele des Harzes umfassen Polyolefinharze wie
z. B. Polypropylen; halogenierte Harze wie z. B.
Polyvinylchlorid und Polyvinylidenchlorid; Vinylharze wie z. B.
Polyvinylacetat und Polyacrylester sowie Copolymere davon;
Polyesterharze wie z. B. Polyethylenterephthalat und
Polybutylenterephthalat; Polystyrolharze; Polyamidharze; Copolymere von
Olefinen wie z. B. Ethylen oder Propylen mit anderen
Vinylmonomeren; Ionomere; sowie Cellulosederivate. Diese Harze können
entweder alleine oder als Mischungen von zwei oder mehreren
davon verwendet werden. Von diesen Harzen werden
Polyesterharze und Vinylharze bevorzugt.
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Die Farbmittelempfangsschicht kann ein Trennmittel zum Zwecke
der Verhinderung einer Hitzeverschmelzung zwischen der
Farbmittelempfangsschicht und einem Thermotransfer-Blatt während
der Bildbildung enthalten. Als Trennmittel können Silikonöl,
Phosphat-Plastifizierungsmittel sowie Fluorverbindungen
verwendet werden. Von diesen wird Silikonöl bevorzugt. Die Menge
an zugegebenem Trennmittel beträgt vorzugsweise 0,2 bis 30
Gewichtsteile, bezogen auf das Harz zur Bildung der
Empfangsschicht.
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Die Farbmittelempfangsschicht kann mittels herkömmlicher
Verfahren auf das Substratblatt geschichtet werden, wie z. B.
Walzenbeschichtung, Stabbeschichtung, Tiefdruckbeschichtung und
reverse Tiefdruckbeschichtung. Die diesbezügliche Bedeckung
beträgt vorzugsweise 0,5 bis 10 g/m² (bezogen auf
Trockenmasse).
Zusätzliche Schicht
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Das erfindungsgemäße Thermotransfer-Bildempfangsblatt kann
lediglich aus dem oben genannten Substratblatt und der oben
genannten Farbmittelempfangsschicht bestehen. Falls notwendig,
können jedoch auch zusätzliche Schichten bereitgestellt
werden.
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Beispielsweise kann, um dem Bildempfangsblatt eine hohe
Weißheit und Deckkraft zu verleihen, eine weiße Deckschicht
zwischen dem Substratblatt und der Farbmittelempfangsschicht
vorgesehen sein.
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Die weiße Deckschicht kann eine Mischung eines bekannten
weißen anorganischen Pigmentes wie z. B. Titanoxid oder
Calciumcarbonat zusammen mit einem Bindemittel umfassen. Das
Bindemittel kann ein bekanntes Harz oder eine Mischung bekannter
Harze darstellen, wie z. B. Polyurethan-, Polyester-,
Polyolefin-, modifiziertes Polyolefin- und Acrylharz.
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Weiterhin können, um die Widerstandsfähigkeit des
Bildempfangsblattes gegenüber einer mit dem Druckvorgang verbundenen
Kräuselung oder mit Umwelteinflüssen verbundenen Kräuselung zu
erhöhen, verschiedene Kunststofffolien oder verschiedene
Papiersorten auf das Bildempfangsblatt laminiert werden. Genauer
gesagt kann beschichtetes Papier, Kunstpapier, holzfreies
Papier, Kristallpapier, Harz-EC-Papier, ein Polyester,
Polypropylen oder dergleichen auf die von der Empfangsschicht
abgewandte Seite des Substratblattes laminiert werden. Darüber
hinaus kann das Substrat nötigenfalls eine Sandwichstruktur
aufweisen, umfassend eine Mittelschicht, gebildet aus einer
der oben genannten verschiedenen Papiersorten oder einem
Plas
tikfilm, wobei Substratblätter auf beide Seiten der
Mittelschicht laminiert sind.
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Darüber hinaus kann auch gemäß einem ein Bildempfangsblatt
tragenden System eines verwendeten Druckers eine
Schmiermittel-Rückseitenschicht auf der von der
Farbmittelempfangsschicht abgewandten Seite des Bildempfangsblattes vorgesehen
sein. Die Rückseitenschicht wird vorzugsweise bereitgestellt,
indem mit einer Dispersion eines anorganischen oder
organischen Füllstoffs in einem Harz bei einer Bedeckung von 0,3 bis
3 g/m² beschichtet wird. Das für die Schmiermittelschicht zu
verwendende Harz kann irgendein bekanntes Harz sein. Zur
rückseitigen Schicht kann ein Schmiermittel wie z. B. ein Silikon
oder ein Trennmittel hinzugefügt werden.
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Die nachfolgenden Beispiele illustrieren die vorliegende
Erfindung, sind jedoch nicht dazu bestimmt, diese zu
beschränken.
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In den nachfolgenden Beispielen beziehen sich "Teile" auf das
Gewicht, und die Bedeckung der Farbmittelempfangsschicht
bezieht sich auf Trockenmasse.
Beispiel B1
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Das Compound 1 mit der nachfolgenden Zusammensetzung wurde
extrudiert, und das Extrudat wurde zur Herstellung einer 60 um
dicken Folie mit Mikroporen biaxial gestreckt.
Compound 1
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Polypropylen 100 Teile
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Polymethylmethacrylat 8 Teile
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Diese Folie hatte einen Prozentsatz von 20,9% Poren sowie eine
fraktale Dimension D von 1,63. Diese Folie wurde auf beiden
Seiten eines weißen PET (W-400, hergestellt von Diafoil Co.,
Ltd.) unter Herstellung eines Substrats laminiert.
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Eine Oberfläche des Substrats wurde mittels reverser
Tiefdruckbeschichtung mit einer Beschichtungslösung für eine
Farbmittelempfangsschicht mit der nachfolgenden Zusammensetzung
bei einer Bedeckung von 4,0 g/m² beschichtet, wodurch ein
Thermotransfer-Bildempfangsblatt gebildet wurde.
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[Beschichtungslösung für eine Farbmittelempfangsschicht]
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Ethylen/Vinylacetat-Copolymer (#1000A,
hergestellt von Denki kagaku Kogyo K. K.) 7,2 Teile
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Styrol/Methylmethacrylat-Copolymer (#400,
hergestellt von Denki kagaku Kogyo K. K.) 1,6 Teile
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Polyester (Vylon® 600, hergestellt von
Toyobo Co., Ltd.) 11,2 Teile
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Vinylmodifiziertes Silikon (X-62-1212,
herstellt von Shin-Etsu Chemical Co., Ltd.) 2,0 Teile
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Methylethylketon 39,0 Teile
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Toluol 39,0 Teile
Beispiel B2
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Das Compound 2 mit der nachfolgenden Zusammensetzung wurde
extrudiert, und das Extrudat wurde zur Herstellung einer 60 um
dicken Folie mit Mikroporen biaxial gestreckt.
Compound 2
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Polypropylen 100 Teile
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Polymethylenmethacrylat 7 Teile
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Diese Folie wies einen Prozentsatz von 18,9% Poren und eine
fraktale Dimension D von 1,48 auf. Die 60 um dicke Folie wurde
auf das nachfolgende beschichtete Papier auf dessen von der
Polyethylenschicht abgewandten Seite laminiert, und eine
Beschichtungslösung für eine weiße Deckschicht mit der
nachfolgenden Zusammensetzung wurde auf dieselbe Art und Weise wie im
Beispiel B1 auf die Seite der 60 um dicken Folie geschichtet,
wodurch ein Thermotransfer-Bildempfangsblatt hergestellt
wurde.
Beschichtetes Papier
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"New Top" (Grundgewicht: 104,9 g/m², hergestellt von New Oji
Paper Co., Ltd.) mit einer auf einer dessen Seiten mittels
Extrusion gebildeten 40 um dicken Polyethylenschicht.
Beschichtungslösung für eine weiße Deckschicht
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Bindemittel (N-2303, hergestellt von Nippon
Polyurethane Industry Co., Ltd.) 10 Teile
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Weißes Pigment (TiO&sub2;, mittlerer
Teilchendurchmesser 0,5 um) 15 Teile
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Organisches Lösungsmittel 60 Teile
Beispiel B3
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Das Compound 3 mit der nachfolgenden Zusammensetzung wurde
extrudiert, und das Extrudat wurde zur Herstellung einer 60 um
dicken Folie mit Mikroporen biaxial gestreckt.
Compound 3
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Polypropylen 100 Teile
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Polymethylmethacrylat 5 Teile
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Diese Folie wies einen Prozentsatz von 13,6% Poren und eine
fraktale Dimension D von 1,59 auf. Im Anschluss daran wurde
das Verfahren gemäß Beispiel B1 wiederholt, um ein
Thermotransfer-Bildempfangsblatt herzustellen.
Vergleichsbeispiel B1
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Das Compound 4 mit der nachfolgenden Zusammensetzung wurde
extrudiert, und das Extrudat wurde zur Herstellung einer 60 um
dicken Folie mit Poren biaxial gestreckt.
Compound 4
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Polypropylen 100 Teile
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Calciumcarbonat 10 Teile
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Die Folie wies einen Prozentsatz von 15,6% Poren und eine
fraktale Dimension D von 1,40 auf. Im Anschluss daran wurde
das Verfahren gemäß Beispiel B1 wiederholt, um ein
Thermotransfer-Bildempfangsblatt herzustellen.
Vergleichsbeispiel B2
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Das Compound 5 mit der nachfolgenden Zusammensetzung wurde
extrudiert, und das Extrudat wurde zur Herstellung einer 60 um
dicken Folie mit Poren biaxial gestreckt.
Compound 5
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Polypropylen 100 Teile
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Titanoxid 5 Teile
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Diese Folie wies einen Prozentsatz von 16,5% Poren und eine
fraktale Dimension D von 1,41 auf. Im Anschluss daran wurde
das Verfahren gemäß Beispiel B1 wiederholt, um ein
Thermotransfer-Bildempfangsblatt herzustellen.
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Auf die in den obigen Beispielen und Vergleichsbeispielen
hergestellten Thermotransfer-Bildempfangsblätter wurde in
Abstufungs-Testmuster unter den Bedingungen einer angelegten
Spannung von 15,7 V und einer Druckgeschwindigkeit von
5,5 msec/Zeile gedruckt. Zur Auswertung der Empfindlichkeit
beim Druckvorgang wurde die Druckdichte bei der neunten
Abstufung von insgesamt 14 Abstufungen mittels Messung der
Reflexionsdichte mit einem Macbeth Densiometer bestimmt. Die
Druckdichte wurde auf der Basis einer optischen Dichte von 1,0
bewertet. Die Bewertungskriterien sind die folgenden:
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: gut mit einer 4%-igen oder höheren Verbesserung gegenüber
dem Referenzwert
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: gegenüber dem Referenzwert geringfügig verbessert
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X: niedriger als der Referenzwert
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Die Hitzebeständigkeit wurde mittels visueller Inspektion des
Oberflächenerscheinungsbildes des Druckes (hinsichtlich der
Anwesenheit von Spuren des Thermodruckkopfes) bewertet. Die
Bewertungskriterien sind die folgenden:
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: gut
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: etwas schlechter, aber immer noch akzeptabel
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X: nicht akzeptabel
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Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben.
Tabelle B1