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DE69524663T2 - Verwendung von Extracten aus filamentösen Bakterien als kosmetische Mittel gegen Hautaltern - Google Patents

Verwendung von Extracten aus filamentösen Bakterien als kosmetische Mittel gegen Hautaltern

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Publication number
DE69524663T2
DE69524663T2 DE69524663T DE69524663T DE69524663T2 DE 69524663 T2 DE69524663 T2 DE 69524663T2 DE 69524663 T DE69524663 T DE 69524663T DE 69524663 T DE69524663 T DE 69524663T DE 69524663 T2 DE69524663 T2 DE 69524663T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
skin
extracts
use according
extract
bacterium
Prior art date
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Application number
DE69524663T
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Lucien Aubert
Richard Martin
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LOreal SA
Original Assignee
LOreal SA
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Publication date
Application filed by LOreal SA filed Critical LOreal SA
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Publication of DE69524663D1 publication Critical patent/DE69524663D1/de
Publication of DE69524663T2 publication Critical patent/DE69524663T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q19/00Preparations for care of the skin
    • A61Q19/08Anti-ageing preparations
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/96Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing materials, or derivatives thereof of undetermined constitution
    • A61K8/99Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing materials, or derivatives thereof of undetermined constitution from microorganisms other than algae or fungi, e.g. protozoa or bacteria
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61P17/00Drugs for dermatological disorders
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Extrakten von filamenteusen, nicht photosynthetischen und nicht fruktifizierenden Bakterien als kosmetische Mittel gegen die Hautalterung.
  • Man weiß, dass die Hautalterung, die entweder durch das Alter oder aufgrund anderer Faktoren wie den Umweltfaktoren beruht, sich insbesondere in einer Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften der Haut zeigt und spezieller in einem Verlust der Elastizität und des Tonus mit dem Erscheinen von Falten. Man bringt dieses Phänomen insbesondere mit einer Änderung der Gewebeelastizität und spezieller mit einer Verringerung der Zahl und des Durchmessers von elastischen Fasern in Verbindung.
  • Die Hautalterung ist gleichermaßen von einer Verminderung der Hautbestandteile begleitet mit der Konsequenz einer verstärkten Zerbrechlichkeit der Haut. Von dem Seltenerwerden der Fibroblasten wie auch der Änderung von deren Aktivität wird angenommen, dass sie eine sehr wesentliche Rolle bei den Hautalterungsprozessen spielen.
  • Man weiß gleichermaßen, dass der Gasaustausch über die Hautoberfläche abläuft, mit Elimination des Kohlendioxids und Absorption von Sauerstoff. Dieses Phänomen, das als Hautatmung bezeichnet wird, nimmt mit dem Alter ab, und diese Verringerung wird als ein Ergebnis der Verringerung epidermaler Aktivität betrachtet.
  • Das Dokument GB-A-2 034 687 beschreibt die Erzeugung einer Substanz mit bakteriostatischer Aktivität in der Biomasse und/oder im Kulturmilieu einer Mikroorganismenkultur vom Typ Beggiatoa. Diese bakteriostatische Substanz kann für Hautmassagen oder als Bestandteil für kosmetische Produkte verwendet werden.
  • Das Dokument FR-A-2 283 223 beschreibt die Verwendung der Biomasse, die durch Kultur von Schwefelbakterien aus der Familie der Beggiatoaceen erhalten wird, oder von Extrakten dieser Biomasse in Zubereitungen für die topischen Anwendungen wie Pomaden, Cremes oder Schminkmilch, Abschminkmilch oder Haarlotionen. Diese Biomassen oder Extrakte weisen insbesondere einen lokalen antientzündlichen und narbenbildenden Effekt auf, wie auch eine auf die Hauthydratation günstige Wirkung.
  • Man hat nun entdeckt, dass die Extrakte von filamenteusen, nicht photosynthetischen und nicht fruktifizierenden Bakterien in der Lage sind, die Hautalterung zu verringern und/oder zu verzögern, wenn sie auf die Haut aufgetragen werden.
  • Diese Extrakte weisen gleicheimaßen einen stimulierenden Effekt auf die Melanozyten auf und sind geeignet, wenn sie auf die Kopfhaut aufgetragen werden, das Ausbleichen der Haare, das als eine Folge der Hautalterung betrachtet werden kann, zu verringern und/oder zu verzögern.
  • In der vorliegenden Anmeldung umfasst der Ausdruck "Bakterienextrakt" auch Extrakte, die, richtig gesagt, Biomasse darstellen, erhalten nach Kultur der Bakterien. Falls gewünscht, können diese Biomassen mindestens teilweise dehydriert und/oder zerkleinert werden. Selbstverständlich erstreckt sich die Erfindung auf die Verwendung von Extrakten, die die gesamte Fraktion der Biomasse enthalten, welche dieselben Eigenschaften gegen die Hautalterung aufweisen, wie die gesamte Biomasse. Die gemäß der Erfindung verwendeten Extrakte umfassen gleichermaßen die Derivate, die ausgehend von der Biomasse erhalten werden, beispielsweise Acylierungsderivate.
  • Die erfindungsgemäßen Bakterienextrakte sind Extrakte von Bakterien, ausgewählt unter den filamenteusen, nicht photosynthetischen und nicht fruktifizierenden Bakterien, wie sie in der Klassifikation aus Bergey's Manual of Systematic Bacteriology, Bd. 3, Abschnitt 23, 9. Auflage, 1989, definiert sind.
  • Unter diesen Bakterien sind ganz speziell die Bakterien aus der Ordnung der Beggiatoales und insbesondere die Bakterien aus der Gattung Beggiatoa zu nennen, wie beispielsweise verschiedene Stämme von Beggiatoa alba, folgend der in Arch. Microbiol. (1984) 137, 139-144, gegebenen Definition. Es ist angemessen anzumerken, dass diese Definition von B. alba den alten Zeichnungen Beggiatoa arachnoidea, B. gigantea, B. leptomiformis, B. minima, B. mirabilis aus Bergey's Manual, 8. Auflage entspricht.
  • Insbesondere sind unter anderem zu nennen die Bakterien der Gattung Vitreoscilla (von denen man weiß, dass sie der Gattung Beggiatoa nahe sind und schwierig von dieser zu unterscheiden sind) wie auch die Bakterien der Gattungen Flexithrix und Leucothrix.
  • Diese Bakterien, die definiert worden sind, und von denen viele beschrieben worden sind, haben im Allgemeinen ein aquatisches Habitat und können insbesondere in Meerwasser oder in Thermalquellwasser gedeihen.
  • Unter diesen geeigneten Bakterien sind beispielsweise zu nennen:
  • - Vitreoscilla beggiatoides (ATCC 43181),
  • - Beggiatoa alba (ATCC 33555),
  • - Flexithrix dorotheae (ATCC 23163),
  • - Leucothrix mucor (ATCC 25107).
  • Zum Herstellen des Bakterienextraktes der Erfindung ist es möglich, diese Bakterien gemäß bekannter Verfahren zu kultivieren, anschließend die erhaltene Biomasse abzutrennen. Ein bevorzugtes Kulturverfahren ist wie in dem Patent FR-2 693 654 beschrieben.
  • Nach Kultur der Bakterien kann man die Biomasse über verschiedene bekannte Methoden abtrennen und isolieren, beispielsweise durch Filtration, durch Trocknen auf einem Zylinder mit Abstreifer oder Zentrifugation und/oder Lyophilisation. Eine vorhergehende Aufkonzentration beispielsweise bei 80ºC unter verringertem Druck kann diese Trennung erleichtern.
  • Man kann diese Bakterienextrakte in Form von Derivaten, beispielsweise mindestens teilweise acylierten Derivaten verwenden. Man kann die Acylierung mit Hilfe eines Carbonsäureanhydrids oder mit einem entsprechenden Säurechlorid bewirken. Man kann beispielsweise das Essigsäureanhydrid oder Acetylchlorid verwenden. Man bewirkt die Acylierungsreaktion auf eine Weise, dass mindestens ein Teil der primären und sekundären Amingruppen, die in der bakteriellen Biomasse vorhanden sind, acetyliert werden. Die Anteile an Acetylierungsmittel und die Bedingungen der Acylierungsreaktion lassen sich leicht durch Dosierung nach klassischen Verfahren (beispielsweise Potentiometrie) der primären und sekundären Aminogruppen vor und nach der Acylierungsreaktion bestimmen.
  • In den erfindungsgemäß verwendeten Zubereitungen werden die bakteriellen Extrakte im Allgemeinen in einer Menge von 0,01 bis 2% und insbesondere 0,01 bis 1 Gew.-% Bakterientrockenextrakt verwendet, bezogen auf das Gewicht der Zubereitung.
  • Diese Zubereitungen enthalten den Bakterienextrakt in Form von Dispersionen in einem geeigneten Träger wie beispielsweise Wasser, organischen Lösungsmitteln, Fettkörpern, eingeschlossene Öle, und deren Mischungen, insbesondere Emulsionen.
  • Sie können insbesondere in Form von hydroalkoholischen oder oleoalkoholischen Lotionen, von Gelen, von Emulsionen mit flüssiger Konsistenz, Cremes, festen Sticks oder vesikulären Dispersionen vorliegen. Diese Zubereitungen können gemäß üblicher Verfahren hergestellt werden. Sie enthalten diejenigen Bestandteile und Träger, die es ihnen gestatten, insbesondere in einer der Formen vorzuliegen, die beschrieben worden sind. Sie können darüber hinaus andere aktive Bestandteile enthalten; wie beispielsweise UV absorbierende Substanzen, Hydratisierungsmittel, Mittel gegen freie Radikale, Weichmacher bzw. Verdickungsmittel und Sequestriermittel. Sie können gleichermaßen übliche Bestandteile enthalten, wie Konservierungsmittel und Parfüme.
  • Zur Herstellung der Zubereitungen in Form der vesikulären Dispersionen mit Hilfe von amphiphilen ionischen oder nicht ionischen Lipiden kann man gemäß bekannter Verfahren vorgehen, beispielsweise indem man die Lipide in einer wässrigen Lösung zur Bildung von dispergierten Kügelchen in dem wässrigen Milieu aufgehen lässt, wie in dem Artikel von Bangham et al., J. Mol. Biol. 13, 2: 38 (1965) oder in den Patenten FR-2 315 991 und 2 416 008 beschrieben. Andere Verfahren zur Herstellung dieser vesikulären Dispersionen sind in dem Überblick beschrieben, betitelt "Les liposomes en biologie cellulaire et pharmacologie" Ed.INSER I/John Libbery Eurotext, 1987, Seiten 6 bis 18.
  • Die Erfindung betrifft gleichermaßen ein Verfahren zur kosmetischen Behandlung zur Bekämpfung der Hautalterung, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Haut oder die Kopfhaut einen Bakterienextrakt aufträgt, wie er oben definiert ist, insbesondere in Form einer wie zuvor definierten Zubereitung.
  • Die Zubereitungen werden auf die Haut und/oder die Kopfhaut gemäß üblicher Verfahren aufgetragen.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung ohne diese einzuschränken.
  • BEISPIEL 1: Selektion/Adaption und Kultur eines filamenteusen, nicht photosynthetischen und nicht fruktifizierenden Bakteriums
  • Man arbeitet wie in Beispiel 1 der FR-2 693 654 beschrieben.
  • Die Biomasse wird durch Zentrifugation gesammelt.
  • Man arbeitet in einer industriellen Zentrifuge, die auf 20ºC gekühlt ist und eine Beschleunigung oberhalb von 5000 · g aufbringen kann.
  • Die so erhaltene Biomasse kann durch Erwärmen (beispielsweise in einem Autoklaven bei 121ºC für 20 Minuten), durch Trocknung, durch Lyophilisation oder Einfrieren stabilisiert werden.
  • BEISPIEL 2: Herstellung eines acetylierten Derivats
  • Zu 100 g der trockenen Bakterienbiomasse gibt man 155 ml einer 32%igen Lösung von Natriumhydroxid hinzu.
  • Man rührt die erhaltene Mischung bei 4ºC für 2 Stunden. Man gibt danach 117 ml Essigsäureanhydrid hinzu.
  • Dann bewirkt man eine Lyophilisation.
  • Durch Titrieren der primären und sekundären Amine vor und nach der Acetylierung mittels Potentiometrie mit Perchlorsäure stellt man fest, dass etwa 60% der primären und sekundären Amingruppen des Ausgangsprodukts acetyliert sind.
  • Auf analoge Weise werden acetylierte Bakterienextrakte ausgehend von der bakteriellen Biomasse hergestellt, die aus den Kulturen von Beggiatoa alba (ATCC 33555) hervorgeht.
  • BEISPIEL 3: Creme
  • Diese Creme entspricht der folgenden Zusammensetzung:
  • - Lyophilisat, erhalten in Beispiel 1 0,05%
  • - Carbomer 940* 0,30%
  • - Triethanolamin 0,30%
  • - Stearinsäure 3,00%
  • - Cetylalkohol 2,00%
  • - Autoemulgierbares Glycerolmonostearat 3,00%
  • - Sojaöl 10,00%
  • - Lanolinalkohol 2,00%
  • - Isopropylmyristät 4,00%
  • - Cetyl- und Stearyl-2-Ethylhexanoat 4,00%
  • - Perhydrosqualen 3,00%
  • - Paraffin 2,00%
  • - Glycerol 3,00%
  • - Konservierungsmittel 0,30%
  • - Wasser ad. 100,00%
  • * Carbomer 940: Handelsmarke, bezeichnend eine vernetzte Polyacrylsäure.
  • Zur Herstellung dieser Creme erwärmt man die wässrige Phase, enthaltend das Glycerol, die Konservierungsmittel und das Wasser, auf 80ºC; man dispergiert das Carbomer 940, das anschließend durch das Triethanolamin neutralisiert wird. Die Fettphase, erwärmt und homogenisiert bei 80ºC, wird unter heftigem Rühren in die wässrige Phase eingeführt. Das Lyophilisat aus Beispiel 1 wird in 10 g Wasser dispergiert und bei 40ºC in die Creme unter Rühren eingebracht. Die Mischung wird bis auf Raumtemperatur gekühlt.
  • Diese Creme wird auf die Haut von Gesicht und Hals ein- bis zweimal pro Tag aufgetragen. Dieses gestattet, insbesondere nach Anwendung für eine ausreichende Zeit, einen jungen Anblick der Haut zu erhalten.
  • BEISPIEL 4: Milch für die Haut
  • Diese Milch hat die folgende Zusammensetzung:
  • - Acetyliertes, lyophilisiertes. Derivat aus Beispiel 2 0,1%
  • - Autoemulgierbares Glycerolmonostearat 3,0%
  • - Vaseline 1,5%
  • - Vaselinöl 2,5%
  • - Reiskleieöl 1,5%
  • - Flüchtiges Siliconöl 5,0%
  • - Karitebutter 3,0%
  • - Carbomer 940 0,2%
  • - Triethanolamin 0,2%
  • - Xanthangummi 0,1%
  • - Glycerol 3,0%
  • - Parfüm 0,1%
  • - Konservierungsmittel 0,3%
  • - Wasser ad. 100,0%
  • Diese Creme wird auf analoge Weise zu der in Beispiel 3 beschriebenen hergestellt.
  • Aufgetragen auf die Gesichtshaut vermindert diese Milch die Wirkung der beschleunigten Hautalterung, die insbesondere bei der Sonne exponierten Personen auftritt.
  • BEISPIEL 5: Auf die Kopfhaut aufzutragende Zubereitung
  • Diese Zubereitungen sind dazu bestimmt, das Auftreten weißer Haare zu verzögern.
  • a) Gel
  • Dieses Gel hat die folgende Zubereitung:
  • - Gefrorene Suspension aus Beispiel 1,5% an aktivem Material 1,0%
  • - Carbomer 940 0,5%
  • - Triethanolamin 0,5%
  • - Propylenglycol 3,0%
  • - Konservierungsmittel 0,3%
  • - Ethanol 28,0%
  • - Wasser ad. 100,0%
  • Eine Anwendung pro Tag wird angeraten.
  • b) Hydroalkoholische Lösung
  • Diese Suspension enthält 0,5% des in Beispiel 2 erhaltenen acetylierten, lyophilisierten Derivats in einer Mischung aus Ethanol/Wasser mit 35 Gew.-% Ethanol.
  • BEISPIEL 6: Creme
  • Eine Emulsion mit der folgenden Zusammensetzung wird gemäß der Vorgehensweise von Beispiel 3 hergestellt:
  • Test auf Hauttoleranz
  • Man geht gemäß dem Test von Marzulli und Maibach vor: Wiederholte Anwendung eines Produkts oder einer sensibilisierenden Substanz unter abschließendem Verband (zum Erleichtern der Penetration) für eine Periode von 3 Wochen, was es gestattet, wenn das Produkt sensibilisierend ist, die Bildung von spezifischen Antikörpern zu induzieren.
  • Nach einer Pause von 2 Wochen wird das Produkt wiederum aufgetragen (auslösende Exposition).
  • Wenn eine Sensibilisierung aufgetreten ist, zeigt sich eine allergische Reaktion.
  • Protokoll
  • Der Test wird mit Hilfe einer wie oben hergestellten Creme an 50 Probanden auf folgende Weise ausgeführt:
  • Material
  • Das Produkt wird unter okklusivem Verband der Marke Leukotest aufgetragen, indem die das zu testende Produkt aufnehmende Baumwollkompresse von der hypoallergenen Masse des Adhäsivs über einem Synthesefaserbogen isoliert ist und durch einen Zellophanring eingegrenzt ist, was es gestattet, die Reaktion der Haut strikt auf die getestete Oberfläche einzugrenzen.
  • Produktauftrag
  • Die Pflaster werden auf die saubere Haut ohne vorherige Behandlung aufgetragen.
  • Die Anwendungen werden auf derselben Stelle auf der linken Schulter der Probanden für die gesamte Phase der Induktion wiederholt; dieselbe Oberfläche der Haut erhält theoretisch auf diese Weise dreimal pro Woche jeden zweiten Tag für drei aufeinander folgende Wochen 0,1 ml Produkt, das unter dem abschließenden Verband für 48 Stunden gehalten wird; der Auftrag wird bis zu einem auslösenden Exponieren suspendiert, wenn ein Zeichen der Intoleranz festgestellt wird.
  • Nach zwei Wochen Pause fährt man mit einer erneuten Anwendung des Produkts zum einen auf derselben Stelle, die zur Induktion diente (linke Schulter) und zum anderen auf einer neuen Stelle fort, definiert auf der rechten Schulter des Probanden; diese okklusiven Pflaster werden für 24 Stunden an Ort und Stelle gehalten.
  • Untersuchungen
  • Im Verlauf der Induktionsphase:
  • Vor jeder Anwendung nimmt man eine Bewertung des Hautzustands vor. Diese Untersuchung wird unmittelbar nach Anhebung des Pflasters erneuert.
  • Im Falle einer eventuellen entzündlichen Reaktion sollten die Anwendungen des Produkts für das betrachtete Individuum suspendiert werden, bis zu einer erneuten Exposition. Nach der auslösenden Phase:
  • Die Ablesungen erfolgen unmittelbar, nach 24 und nach 48 Stunden nach Anhebung des Pflasters.
  • Diese Untersuchungen gestatten es gegebenenfalls zu beobachten:
  • - im Verlauf der neun ersten Anwendungen auf derselben Stelle der Haut Zeichen der Intoleranz durch Akkumulation des Produktes;
  • - nach der auslösenden Anwendung Manifestationen, die einen allergischen Prozess anzeigen.
  • Bewertungsskala
  • Der Kliniker ist gehalten, die Bedeutung der Hautreaktion nach den folgenden Skalen einzuteilen:
  • Erythem:
  • 0 - kein Erythem
  • 1 - diskretes Erythem
  • 2 - echtes Erythem
  • 3 - echtes Erythem mit Ödem
  • Pruritus:
  • 0 - kein Pruritus
  • 1 - leichter Pruritus
  • 2 - deutlicher Pruritus
  • Ekzemähnliche Lesionen:
  • 0 - Fehlen von Vesikeln
  • 1 - Anwesenheit von Vesikeln
  • Er beachtet gleichzeitig eventuelle Anmerkungen der Probanden.
  • Darstellung der Ergebnisse
  • Die Reaktionen auf das Produkt werden bewertet nach:
  • - einem allgemeinen Kriterium, das sich zusammensetzt aus der Prozentzahl der Individuen, die diese Hautreaktionen zeigen, welche von diesem Typ sind;
  • - einem spezifischeren Kriterium, das hervorgeht aus dem Typ der beobachteten Reaktionen und von deren Schwere.
  • Ausgehend von diesen Elementen definiert man:
  • - die Gewichtigkeit des irritierenden Vermögens, das durch das Auftreten gegebenenfalls von Ödemen oder einem Pruritus begleiteten Erythemen gekennzeichnet ist;
  • - die Bedeutung des sensibilisierenden Vermögens, das sich über die erythemen Reaktionen ausdrückt, begleitet im Allgemeinen von Pruritus, Ödemen und/oder Ekzemen, beobachtet insbesondere im Verlauf der auslösenden Phase.
  • Chronologie des Tests
  • Die Chronologie der Applikationen ist folgende:
  • T0 - Erster Auftrag des Pflasters für 48 Stunden
  • T2 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 2. Pflasters
  • T4 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 3. Pflasters
  • T7 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 4. Pflasters
  • T9 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 5. Pflasters
  • T11 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 6. Pflasters
  • T14 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 7. Pflasters
  • T16 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 8. Pflasters
  • T18 - Ablesung des Resultats und Auftrag des 9. Pflasters
  • T21 - Ablesung des Resultats
  • T35 - Erneuter Auftrag des Produkts, gehalten unter einem Pflaster für 24 Stunden
  • T36 - Ablesung des Resultats 1/2 Stunde nach Abnahme des Pflasters
  • T37 - Ablesung des Resultats 24 Stunden nach Abnahme des Pflasters
  • T38 - Ablesung des Resultats 48 Stunden nach Abnahme des Pflasters.
  • Ergebnis Induktionsphase
  • An 50 Probanden wurde keine Hautreaktion beobachtet.
  • Auslösende Exposition
  • An 50 Probanden wurden keine Hautreaktionen beobachtet.
  • Diese Ergebnisse sind insbesondere bemerkenswert, da sie in Anwesenheit in der getesteten Creme von Konservierungsmitteln und Parfüm erhalten werden, deren Risiko für die Potentialisierung der Wirkungen sensibilisierender Substanzen wohlbekannt sind.
  • BEISPIEL 7: Untersuchung der Hautatmung über die Methode des Gasaustausches
  • Das Testprinzip besteht aus der Messung des Fluxes von Sauerstoff und Kohlendioxid über die Barriere der Epidermis in einer gegebenen Zeitspanne an ruhenden Individuen.
  • Hierfür stellt man durch Abguss eine Zelle aus Siliconharz mit zylindrischer Form und kreisförmigen Querschnitt her. Die Zelle wird mit ihrem offenen Ende auf die Haut des Vorderarms aufgebracht und mit Hilfe eines elastischen Riemens gehalten.
  • Das zu testende Produkt (bestehend aus dem Lyophilisat aus Beispiel 1 in 0,05%) wird in einer Menge von 2 mg/cm³ aufgetragen.
  • Das in der Zelle enthaltene Luftvolumen, die so an Ort und Stelle gehalten wird, beträgt etwa 8,8 cm³ und die Oberfläche der Haut in Kontakt mit der so umschlossenen Luft beträgt etwa 12,6 cm².
  • Zum Zeitpunkt Null werden zwei Zellen gleichzeitig auf der zu untersuchenden Partie fixiert, von denen eine eine Hautoberfläche als Kontrolle, die andere eine behandelte Hautoberfläche bedeckt.
  • Eine Probe von 0,2 ml Luft wird alle 10 Minuten aus der Zelle mit Hilfe einer Gasspritze entnommen. Die Deformierbarkeit der Zelle gestattet das Einhalten eines konstanten Drucks im Inneren derselben trotz dem entnommenen Luftvolumen.
  • Die entnommene Luft wird mittels Gasphasenchromatographie analysiert.
  • Der Test wird an 16 Personen mit Alter zwischen 20 und 54 Jahren (Durchschnittsalter 38 Jahre) durchgeführt.
  • Man beobachtet für die behandelten Hautzonen, bezogen auf die nicht behandelten Kontrollzonen, eine mittlere Förderung von 27% des Kohlendioxidfluxes und eine Förderung von 21% des Sauerstofffluxes über die Haut.
  • BEISPIEL 8: Wirkungen auf die Proliferation von Fibroblasten der menschlichen Haut
  • Fibroblasten werden in einem kompletten Nährmilieu in einer Menge von 7500 Zellen pro Vertiefung kultiviert.
  • Bei dem untersuchten Produkt handelt es sich um dasjenige aus Beispiel 2.
  • Dieses wird in die Kulturen in unterschiedlichen Konzentrationen zugegeben. Man fährt fort, indem man die Zellen nach unterschiedlichen Kulturzeiten zählt.
  • Man stellt beispielsweise nach 72 Stunden fest, dass die Anzahl der mit 50 ug/ml des untersuchten Produkts behandelten Zellen 30% höher ist, bezogen auf die Zellzahlen der Kontrollvertiefungen.
  • In den Kulturüberständen dosiert man mittels der ELISA-Technik Interleukin-1β, von dem man weiß, dass es das Elastin-Gen aktiviert (bei dem es sich um den Ursprung der Hautelastizität handelt).
  • Im Falle der mit einer Dosis von 150 ug/ml behandelten Zellen findet man eine IL-1β- Konzentration von 34,5 pg/ml (Kontrolle: 5,5 pg/ml).
  • Darüber hinaus ist die Untersuchung auf eine mögliche Elastase-Aktivität im Kulturmedium negativ (Kontrollen und behandelte Proben).
  • BEISPIEL 9: Tests auf Elastase-Inhibitoren
  • Bei dem verwendeten Produkt handelt es sich um das aus Beispiel 1 in Form des Lyophilisats.
  • Man misst die Aktivität einer Pankreaselastase (Sigma; 83 U/mg; Proteine: 15 mg/ml) in Anwesenheit und in Abwesenheit des untersuchten Produkts.
  • Hierfür wird die Elastase (verdünnt auf 0,15 mg Protein/ml) dem Additionsprodukt einer Triethanolaminlösung (Triton X100) zugesetzt.
  • Man beobachtet eine 38%ige Verringerung der Elastase-Aktivität.
  • Wenn das untersuchte Produkt auf die Hälfte verdünnt wird, ist die Verringerung der Elastaseaktivität 31%.
  • BEISPIEL 10: Anwendungstests für einen Monat an Probanden
  • Das getestete Produkt wird in Form einer Creme mit 0,05% des aktiven Produkts aufgetragen. Bei dieser Creme handelt es sich um die in Beispiel 3 beschriebene Formulierung.
  • Das getestete Produkt wird einmal pro Tag in einer Menge von 2 mg pro Quadratzentimeter Haut auf die Haut des Gesichts und des Unterarms aufgetragen. Die Dauer der Anwendung beträgt 4 Wochen.
  • Die Behandlung erfolgt an 17 Probanden.
  • 1. Messung der mechanischen Epidermiseigenschaften
  • Die Messung der biomechansichen Epidermiseigenschaften (Dehnbarkeit Ue, Tonizität Ur, Elastizität Ur/Ue) wird gemäß dem von C. Escoffier et al., J: Invest. Dermatol. 93, 353-357 (1989) beschriebenen Verfahren mit dem von Rigal und Leveque, Bioeng. Skin 1: 13-23 (1985) beschriebenen Gerät durchgeführt.
  • Die Messungen werden an der Haut des Unterarms durch Positionieren der Messsonde auf der Haut mit Hilfe eines Adhäsivs realisiert.
  • Die Messungen werden zum Zeitpunkt Null und nach zwei Wochen und vier Wochen ausgeführt.
  • Was die Dehnbarkeit Ue angeht, beobachtet man eine Erhöhung von 23% nach zwei Wochen (30% nach vier Wochen). Für die Tonizität Ur beträgt die Erhöhung 40% in der gleichen Zeit (43% nach vier Wochen).
  • Im Ergebnis verbessert das aufgetragene Produkt die biomechanischen Eigenschaften der Epidermis und insbesondere die Dehnbarkeit, auf eine nach zweiwöchiger Behandlung sichtbare Weise.
  • 2. Auswirkung auf Falten
  • Die Wirkung auf die Falten wird durch Analyse von Bildern untersucht. Das Verfahren besteht aus dem Beleuchten der negativen Replikation (Eindruck in Silicon von Falten der dem Augenlid benachbarten Zone, genannt "Krähenfüße") mit Hilfe eines hellen Lichts, das die Bildung von Schatten hinter jeder Falte erzeugt. Diese Schatten werden durch Bildanalyse gemäß dem von Corcuffet al., J. of the Soc. of Cosmet. Chem. 34, 177-190 (1983) und von Corcuff, Acta Stereologica 2(1), 85-88 (1983) beschriebenen Verfahren quantifiziert.
  • Dieses Verfahren gestattet die Messung der Oberfläche von untersuchten Falten. Man findet, dass die Oberfläche der Falten nach vier Wochen signifikant verringert ist. Parallel hierzu bemerkt man eine Verringerung der Faltenanzahl mit einer Länge zwischen 1 und 9 mm, wie auch eine Verringerung der mittleren Länge der Falten einer Länge unterhalb von 1 mm.
  • 3. Glättung der Haut
  • Gleichermaßen wurde die Auswirkung auf die Glättung der Haut des Unterarms bewertet in dem Verfahren, das die Hautfalte mit Hilfe einer Haut-Klammer misst (Referenz: Dykes et al., Arch. Dermatol. Res. 256-261, 1976), die mit einer graduierten Skala ausgestattet ist, vertrieben von Schnelltaster. Die Dicke der zwischen den beiden Backen der Klammer gefassten Haut wird direkt auf der Skala abgelesen.
  • Man beobachtet eine signifikante Erhöhung von 2% nach zwei Wochen und 3,5% nach vier Wochen Behandlung.

Claims (8)

1. Verwendung eines Extrakts mindestens eines filamenteusen, nicht photosynthetischen und nicht fruktifizierenden Bakteriums als kosmetisches Mittel gegen die Hautalterung.
2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte Bakterium der Ordnung der Beggiatoales angehört.
3. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte Bakterium der Gattung Beggiatoa, Vitreoscilla, Flexithrix oder Leucothrix angehört.
4. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte Bakterium ausgewählt ist unter den Stämmen von Beggiatoa alba.
5. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Extrakt aus der bakteriellen Biomasse besteht, erhalten nach Kultur des Bakteriums, wobei die Biomasse gegebenenfalls mindestens teilweise dehydriert oder lyophilisiert und/oder zerkleinert ist.
6. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Extrakt in Form eines Derivats der Acylierung vorliegt.
7. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bakterienextrakt in Form einer Zubereitung angewandt wird, enthaltend eine Menge von 0,01-2% und insbesondere 0,01-1 Gew.-% des trockenen Bakterienextrakts, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
8. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Haut oder Kopfhaut den Extrakt mindestens eines filamenteusen, nicht photosynthetischen und nicht fruktifizierenden Bakteriums aufbringt.
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