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DE69522841T2 - Farbige Polymerzusammensetzung - Google Patents

Farbige Polymerzusammensetzung

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DE69522841T2
DE69522841T2 DE69522841T DE69522841T DE69522841T2 DE 69522841 T2 DE69522841 T2 DE 69522841T2 DE 69522841 T DE69522841 T DE 69522841T DE 69522841 T DE69522841 T DE 69522841T DE 69522841 T2 DE69522841 T2 DE 69522841T2
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/0008Organic ingredients according to more than one of the "one dot" groups of C08K5/01 - C08K5/59
    • C08K5/0041Optical brightening agents, organic pigments
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring

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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)
  • Polyamides (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine gefärbte Polymerzusammensetzung, insbesondere eine gefärbte Polymerzusammensetzung, basierend auf einem oder mehreren organischen Farbstoffen und/oder Pigmenten, welche hiernach als Farbmittel bezeichnet werden.
  • Solch eine Zusammensetzung und ein Verfahren zum Herstellen einer solchen ist in EP-A-0050501 (Sumitomo) offenbart worden, welche (A) ein Copolymer aus Ethylen und ein Monomer, welches einen basischen Stickstoff trägt, (B) einen anionischen Farbstoff (Säurefarbstoff), welcher zu der Zusammensetzung durch eine anionische Färbetechnik unter Verwendung von Wasser als Lösungsmittel zugegeben wurde und gegebenenfalls (C) ein Metallsalz einer Carbonsäure, gemischt mit (A) und (B) umfasst. (C) ist chemisch nicht in der Lage, mit dem basischen Stickstoff zu reagieren.
  • Insbesondere in Fällen, wo es gewünscht wird, die Verwendung von (Schwer-) Metallen, zum Beispiel Blei und Cadmium zu vermeiden, werden organische Verbindungen bevorzugt. Jedoch ist ein schwerer Nachteil von organischen Farbmitteln, dass sie im allgemeinen weniger farbecht sind und ihre Farbe ist häufig weniger brillant. Insbesondere in thermoplastischen Polymeren mit einer hohen Verarbeitungstemperatur sind diese Nachteile hervortretend. Insbesondere für Polyamide ist nur eine begrenzte Anzahl an organischen Farbstoffen und Pigmenten geeignet.
  • In dieser Anmeldung versteht man unter organischen Farbstoffen Farbe verleihende organische Verbindungen, welche unter den Verwendungsbedingungen vollständig in dem Polymer löslich sind. Pigmente sind nicht löslich und bestehen aus Partikeln, welche mit physikalischen Mitteln in der polymeren Matrix dispergiert werden.
  • Farbstoffe werden ferner in wasserlösliche und Polymer- lösliche Materialien eingeteilt. Für die letzte Klasse wird manchmal der Begriff Lösungsmittel-löslich verwendet, aber aufgrund seines verwirrenden Charakters wird er in dieser Anmeldung nicht verwendet werden. Polymer-lösliche Farbstoffe sind nur begrenzt in Wasser löslich.
  • Wasserlösliche Farbstoffe werden hauptsächlich unter anderem für die Färbung von Fasern und in (Drucker-) Tinten verwendet. Die wasserlöslichen Farbstoffe werden durch das Substratpolymer durch physikalische oder chemische Interaktion aus der wässerigen Lösung sorbiert. Bindungskräfte schließen Wasserstoffbrücken, π-artige Bindungen und Van de Waals Kräfte ein. Falls ionenbildende Gruppen vorhanden sind, findet Interaktion durch Ionenaustausch statt. Dies ist zum Beispiel beim Färben von Acryl- und Polyamidfasern unter Verwendung von Säurefarbstoffen der Fall. Der Gehalt an freien Aminogruppen in dem Polyamid bestimmt die Menge an Farbstoff, die gebunden werden kann, also die Farbintensität und die Färbegeschwindigkeit. Jedoch ist die Wirkung der Endgruppen auf die Färbbarkeit von textilen Fasern durch in Wasser nicht lösliche Farbstoffe, die sogenannten Dispersionssysteme, vernachlässigbar. Für eine Diskussion der Prinzipien und Methoden siehe z. B. The Theory of Coloration of Textiles, The Dyers Company Publications Trust, p. 146 ff.
  • Polymere werden durch das physikalische Beimischen von Farbmitteln gefärbt, wobei Löslichkeit und Dispergierbarkeit wichtige Parameter sind. Die durch Polymer-lösliche und wasserlösliche Farbstoffe zu erfüllenden Anforderungen unterscheiden sich darin, dass die Polymer-löslichen Farbstoffe in der Lage sein müssen, während des Mischens mit der Schmelze und während der Verarbeitung des Polymers durch z. B. Spritzguss sehr hohen Temperaturen standzuhalten. Das Gleiche trifft für die Anwendung von Pigmenten zu.
  • In Anbetracht der benötigten Hochtemperaturstabilität sind nur eine begrenzte Anzahl von Farbmitteln zur Verwendung in Polymerzusammensetzungen geeignet, welche durch die Schmelze oder in Duroplasthärtung bei erhöhten Temperaturen verarbeitet werden müssen. Diese Einschränkung ist im Fall von Farbmitteln für Polymere mit einem reduzierenden und/oder alkalischen Charakter, wie Polyamide und Copolymere mit Polyamidsegmenten sogar noch stärker.
  • Ein weiterer begrenzender Faktor bezüglich mit organischer Farbmitteln gefärbter Polymere ist die Tatsache, dass die Farbe häufig weniger brillant ist. Diese Begrenzung wird bei Polymeren besonders stark wahrgenommen, für welche die Wahl von Farbstoffen und/oder Pigmenten aufgrund ihrer hohen Reaktivität bei hohen Temperaturen begrenzt ist.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist eine gefärbte Polymerzusammensetzung mit einer guten Farbechtheit und hoher Brillianz.
  • Weitere Gegenstände sind das Verfahren zum Herstellen einer solchen Polymerzusammensetzung und ein geformtes Objekt, welches durch Schmelzverarbeiten der Polymerzusammensetzung erhalten wird.
  • Die mit organischen Farbmitteln gemäß der Erfindung gefärbte Polymerzusammensetzung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerzusammensetzung eine wirksame Menge einer Verbindung umfasst, welche Gruppen in dem Polymer maskiert, die bezüglich dem Farbmittel reaktiv sind, indem sie mit ihnen reagiert.
  • Im Prinzip kann jedes Polymer als Polymermatrix für die Zusammensetzung dienen; die Erfindung ist besonders wirksam, falls das Matrixpolymer reduktive und/oder alkalische Gruppen enthält. Der Grund dafür ist, dass die Qualität der Farbe der meisten Farbstoffe und/oder Pigmente negativ beeinflusst wird, falls diese Gruppen bei hohen Temperaturen anwesend sind, z. B. Farbmittel basierend auf Azoverbindungen, Anthrachinon, Xanthen, z. B. Rhodamin B, Azinverbindungen, z. B. Nigrosin, Perinon und Chinolin und Pigmente, basierend auf Mono- und Disazoverbindungen, Chinacridon, Dioxazin, Anthrachinon, Perylen, Thioindigo und Chlorisoindolin sind diesen Gruppen gegenüber empfindlich.
  • Für eine umfassende Beschreibung von organischen Pigmenten und Farbstoffen und ihrer Anwendung in Polymerzusammensetzungem wird der Leser auf z. B. die Encyclopedia of Polymer Science and Technology, (1985), Vol. 3. Pp. 746-758 und darin erwähnte Literaturhinweise verwiesen.
  • Beispiele für Polymere mit alkalischen und/oder reduzierenden Gruppen oder Polymere, in welchen diese Gruppen bei Erhitzen gebildet werden können, sind Polyamide, Copolymere von Polyamiden, zum Beispiel Polyetheresteramide, Polyester und Copolyester, phenolische Harze, welche bei hohen Temperaturen aushärten und Polyhydroxyacrylate.
  • Alkalische Gruppen in Polymeren sind zum Beispiel Aminogruppen und Metall-neutralisierende Gruppen in Ionomeren, zum Beispiel in Polyethylenmethacrylat. Gruppen mit einer reduzierenden Kapazität sind zum Beispiel Aminogruppen, Aldehydgruppen und Thiolgruppen. Hydroxylgruppen in Polyestern können bei Erhitzen Aldehyd bilden.
  • Alkalische Gruppen können im Prinzip durch elektrophile Gruppen, wie Säuren und Epoxide, vorzugsweise Monoepoxide abgedeckt werden. Die hochsiedenden Säuren, zum Beispiel Benzoesäure, Säureanhydride, z. B. Phthalsäureanhydrid, Säurechloride und Chlor-substituierte Triazinderivate, zum Beispiel 2,4-Diphenyl- 6-chlortriazin sind annehmbar. Verbindungen, welche die reaktive Gruppe durch eine Nicht-Gleichgewichtsreaktion maskieren, sind besonders wirksam. Aminogruppen werden vorzugsweise mit Verbindungen, ausgewählt aus der Gruppe umfassend N-Acyl-lactame, zun. Beispiel N-Acetylcaprolactam, N,N'-Adipoyldicaprolactam, N,N'- Terephthaloyldicaprolactam, N,N-Isophthaloyldicaprolactam und Gemischen daraus abgedeckt. Lactone, z. B. γ-Butyrolacton, können sich ebenfalls mit den Aminoendgruppen in Polyamiden umsetzen. Jedoch ist die Wirkung hiervon auf die Farbstabilität begrenzt, weil die Verringerung im Gehalt an freien Aminoendgruppen offensichtlich nicht ausreichend groß ist. Versuche haben neben anderen Dingen enthüllt, dass die Gegenwart von 2% γ-Butyrolacton in einem Polyamid-6 mit etwa 45 meq NH&sub2;/kg zu einer Reduzierung im Aminoendgruppengehalt auf 20 meq NH&sub2;/kg führte.
  • Obwohl eine Reduzierung des Gehalts an freien reaktiven Gruppen auf weniger als 20 meq/kg Polyamid etwas Wirkung zeigt, sollte der Gehalt an freien reaktiven Gruppen vorzugsweise auf weniger als 10 meq/kg, bevorzugterweise auf weniger als 5 meq/kg verringert werden.
  • Um dies zu erreichen, enthält die Polymerzusammensetzung vorzugsweise die Verbindung, welche reaktive Gruppen maskiert, in einem Molverhältnis von mindestens 1 : 1, bezogen auf die reaktiven Gruppen. Bevorzugterweise sollte dieses Verhältnis mindestens 1,35 : 1 betragen. Für Verbindungen, deren Maskierungskapazität schwächer ist, zum Beispiel γ-Butyrolacton, sollte dieses Verhältnis vorzugsweise mindestens 5 : 1 betragen.
  • Das Verfahren dieser Erfindung zum Erhalten der gefärbten Polymerzusammensetzungen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung, welche reaktive Gruppen in dem Polymer durch Umsetzen mit dem Farbmittel maskiert, vor oder während des Einmischens des Farbmittels zu dem Polymer zugegeben wird.
  • Die reaktive Verbindung wird vorzugsweise zugegeben, bevor das Farbmittel mit dem Polymer in der Schmelze in Kontakt kommt. Die Zugabe kann zum Beispiel während der Polymerisation stattfinden; im allgemeinen wird dies am Ende der Polymerisation des Matrixpolymers sein. Die Verbindung kann auch auf die Polymerkörner aufgetragen werden, welche nachfolgend in einem Extruder oder einer anderen Schmelzvorrichtung, zum Beispiel einem Banbury-Mischer geschmolzen werden, woraufhin das Farbmittel zugegeben wird, möglicherweise in einer Vormischung, falls so gewünscht. Offensichtlich können das Polymer, die Verbindung und das Farbmittel im festen Zustand vorgemischt werden und nachfolgend gleichzeitig zu dem Extruder oder der Schmelzvorrichtung zugegeben werden. Klar wird ein Fachmann in der Lage sein, die wünschenswerteste Ausführungsform in Abhängigkeit von den Bedingungen und der verfügbaren Ausrüstung zu wählen.
  • Im Fall von Duroplasten werden die Verbindung und das Farbmittel vor dem ersten Härtungsschritt zugegeben, wobei die Verbindung vorzugsweise zu dem reaktivsten Bestandteil zugegeben wird, und das Farbmittel zu dem am wenigsten reaktiven Bestandteil, bevor die (Vor-)Polymerisation begonnen wird, oder zu den Vorpolymerisations-Umsetzungsgemisch, so lange dies leicht gemischt werden kann.
  • Zusätzlich kann die Polymerzusammensetzung gemäß der Erfindung die üblichen Zusatzstoffe enthalten, zum Beispiel Füllstoffe, verstärkende Fasermaterialien wie Glasfasern, UV- Stabilisatoren, Flammenhemmer, Weichmacher und Formtrennmittel, und andere Polymere, welche keine reaktiven Gruppen enthalten, können ebenfalls vorhanden sein.
  • Die Erfindung wird nun mit Bezugnahme auf eine Anzahl an Beispielen veranschaulicht, ohne darauf begrenzt zu werden.
  • Die in diesen Beispielen und Vergleichsbeispielen hergestellten gefärbten Proben werden durch Messen der CIELab-Werte (CIE = Comission Internationale d'Eclairage) auf Farbqualität getestet. Dieses bezieht die Bestimmung sogenannter Normalfarbwerte aus der spektralen Zusammensetzung der Lichtquelle, die Reflexionswerte des gefärbten Objekts und die Response der lichtempfindlichen Zapfen in der Netzhaut ein, welche Werte nachfolgend in CIELab-Werte umgewandelt werden.
  • Eine umfassende Beschreibung dieses Farbmessverfahrens kann zum Beispiel in Judd und Wyszecki, Color in Business, Science and Industry, John Wiley and Sons, ISBN 0/471/45212-2 und Billmeyer und Saltzman, Principles of Color Technology, Interscience Publishers, New York/London/Sydney, Libr. of Congress Card Nr. 66-20386 gefunden werden.
  • Der Wert von L* ist ein Maß für die Leuchtkraft der Farbe, 0 ≤ L* ≤ 100, 0 = schwarz, 100 = weiß; a* und b* zeigen jeweils die Position auf der Rot/Grün- und der Gelb/Blau-Achse an. Ein höherer absoluter Wert auf der a*- oder b*-Achse zeigt einen höheren Sättigungsgrad an. Die Farbechtheit wurde durch Spritzgießen der verschiedenen Zusammensetzungen nach Verweilzeiten von 1 und 10 Minuten in der Schmelze bestimmt. Der Farbunterschied ΔE*ab ist ein Maß für die Stabilität der Farbe. ΔE*ab wird aus der Veränderung in L*, a* und b* über den Zeitraum zwischen 4 und 13 Minuten gemäß ΔE*ab = ((ΔL*)² + (Δa*)² + (Δa*)² + (Δb+)²)1/2 berechnet. Höhere Werte von ΔE*ab zeigen eine geringere thermische Stabilität der Farbe an.
  • Der Aminoendgruppengehalt der Polyamidzusammensetzungen wurde durch potentiometrische Titration in Phenol bei 80ºC bestimmt.
  • Die in den Beispielen verwendeten Farbmittel waren auf rote und gelbe Farbmittel beschränkt, um einen besseren Vergleich der Wirkungen auf Farbe für die Zusammensetzungen der Erfindung zu ermöglichen. Es wird dem Fachmann offensichtlich sein, dass andere Farbmittel, die andere Farben vorsehen, zum Beispiel Anthrachinon-basierte Blau- und Grünfarbstoffe wie Solvent Blue 56 und Solvent Green 3 oder Küpenpigmente wie Isoviolanthrone Violet (PV31) in den Zusammensetzungen der Erfindung eingeschlossen werden können.
  • Die Erfindung wird in den Beispielen mit Bezugnahme auf eine Anzahl an Polyamiden demonstriert, weil diese Polymere im allgemeinen aufgrund der Gegenwart der Aminoendgruppen, welche sowohl alkalische, als auch reduzierende Eigenschaften haben, die am wenigsten stabil gefärbten Zusammensetzungen ergeben. Jedoch wird dem Fachmann klar sein, dass die Erfindung nicht auf Zusammensetzungen begrenzt ist, welche Polyamide umfassen, sondern im Prinzip für alle Polymerzusammensetzungen wirksam ist, welche reduzierende und alkalische Gruppen enthalten. Diese Gruppen können in dem Polymermolekül vorhanden sein, zum Beispiel -OH Endgruppen in Polystern.
  • Materialien:
  • Polyamid 6, NH&sub2;-Gruppen: c. 50 meq pro kg
  • Polyamid 66, NH&sub2;-Gruppen: c. 45 meq pro kg
  • Polyamid 46, NH&sub2;-Gruppen: c. 25 meq pro kg
  • Farbstoffe und Pigmente werden durch die Farbindexnummer (C.I.- Nr.) gekennzeichnet
  • C.I. Pigment Yellow 147, Const. Nr.: 60645, Anthrachinon
  • C.I. Pigment Red 242, Const. Nr.: 20067, Disazo- Kondensationsprodukt
  • C.I. Solvent Yellow 163, Const. Nr. 58840, Anthrachinon
  • C.I. Pigment Red 149, Const. Nr.: 71137, Perylen
  • C.I. Pigment Red 178, Const. Nr.: 71155, Perylen
  • C.I. Pigment Red 209, Const. Nr.: 73905, Chinacridon
  • Beispiele und Vergleichsversuche Beispiel I und Vergleichsversuch A
  • 0,5 Gew.-% TiO&sub2; und 0,2 Gew.-% C.I.-Pigment Yellow 147 werden auf die Oberfläche von Polyamid-6-Körnern durch Taumeln für 30 Minuten bei Raumtemperatur aufgetragen, gefolgt von Extrusion bei 260ºC. Aus diesem Extrudat werden Tafeln bei 280ºC spritzgegossen und ihre Farbe wird bewertet. Der Versuch wird wiederholt, außer dass das Polyamid-6 zuerst für 30 Minuten mit 0,9 Gew.-% N-Acetylcaprolactam bei Raumtemperatur getaumelt wird und bei 260ºC extrudiert wird, wonach das Pigment aufgetragen wird.
  • Der Aminoendgruppengehalt des Polyamids wird vor und nach der Behandlung mit dem N-Acetylcaprolactam (ACL) bestimmt.
  • Die Ergebnisse der Messungen werden in Tabelle 1 aufgelistet. Tabelle 1
  • Eine deutliche Verbesserung sowohl bei der Leuchtkraft, als auch der Farbsättigung wird erreicht.
  • Beispiel II
  • Beispiel I wurde wiederholt, außer dass dieses Mal Solvent Yellow 163 (0,2 Gew.-%) als Farbstoff verwendet wurde. Solvent Yellow ist ein Farbstoff, der leicht in Polyester anwendbar ist, aber für Polyamide nicht empfohlen wird.
  • Farbtesttafeln der N-Acetylcaprolactam enthaltenden Zusammensetzung und der Zusammensetzung ohne N-Acetylcaprolactam (Referenz) zeigten jeweils die folgenden CIELab-Werte:
  • L* = 81,4, a* = 18,6 und b* = 69,3 und
  • L* = 69,4, a* = 27,6 und b* = 54,0.
  • Beispiel III
  • Beispiel II wird wiederholt, aber anstelle von N-Acetylcaprolactam werden 0,9 Gew.-% Phthalsäureanhydrid verwendet. Der Gehalt an freien Aminoendgruppen verringerte sich auf 4 meq pro kg.
  • Die an bei 280ºC spritzgegossenen Tafeln gemessenen CIELab- Werte sind wie folgt:
  • L* = 80,1, a* = 19,2 und b* = 69,6.
  • Beispiel IV
  • Polyamid-66 mit 45 meq Aminoendgruppen pro kg werden mit 0,9 Gew.-% N-Acetylcaprolactam getaumelt und nachfolgend bei 260ºC extrudiert. Der Gehalt an Aminoendgruppen beträgt dann 3 meq pro kg.
  • Die nach der Extrusion erhaltenen Körner werden mit 0,5 Gew.-% TiO&sub2;, 0,2 Gew.-% C.I. Pigment Red 149 getaumelt und bei 260ºC extrudiert.
  • Aus diesem Extrudat werden Farbtesttafeln bei 290ºC spritzgegossen. Die CIELab-Werte von diesen sind
  • L* = 48,9, a* = 40,1 und b* = 16,4
  • Für das nicht modifizierte Material, Vergleichsversuch C, sind die CIELab-Werte:
  • L* = 47,4, a* = 30,2 und b* = 12,9.
  • C.I. Pigment Red 149 ist ein Perylenpigment, welches im allgemeinen für Vinylpolymere, Polyethylen, Polypropylen und Cellulosepolymere empfohlen wird.
  • Beispiel V
  • Polyamid 4,6 mit 25 meq Aminoendgruppen pro kg wird mit 0,9 Gew.-% N-Acetylcaprolactam getaumelt, (30 Min. bei Raumtemperatur) und nachfolgend bei 290ºC extrudiert.
  • Der Aminoendgruppengehalt beträgt dann 5 meq/kg. Die so erhaltenen Polymerkörner werden mit 0,5 Gew.-% TiO&sub2; und 0,2 Gew.-% C.I. Solvent Yellow 163 getaumelt und bei 290ºC extrudiert.
  • Aus dieser Zusammensetzung werden Farbtesttafeln bei einer eingestellten Temperatur von 300ºC spritzgegossen, wobei die Verweilzeit in dem Spritzgießformteil 4 und 10 Minuten beträgt. ΔE* für die Zusammensetzung mit N-Acetylcaprolactam ist 2,4, für die Referenzzusammensetzung, in welcher kein N-Acetylcaprolactam vorhanden ist, ist ΔE*ab 5,2.
  • Es ist sehr überraschend, dass trotz der sehr hohen Verarbeitungstemperatur, dieser Farbstoff, welcher nicht für Polyamid empfohlen wird, trotzdem eine hohe Farbechtheit in der Zusammensetzung gemäß der Erfindung zeigt.
  • Beispiel VI
  • Beispiel I wurde wiederholt, aber dieses Mal wurde C.I. Pigment Red 209 als Farbmittel verwendet. Die CIELab-Werte waren L* = 51,2, a* = 45,9 und b* = 28,7. Die Thermostabilität ΔE* beträgt 0,9 im Gegensatz zu ΔE* = etwa 8 für ein Referenzbeispiel mit unbehandeltem Polyamid.

Claims (14)

1. Gefärbte Polymerzusammensetzung, welche ein oder mehrere organische Farbmittel umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung zusätzlich eine wirksame Menge von einer Verbindung umfasst, die Gruppen in dem Polymer, die bezüglich des Farbmittels reaktiv sind, durch Umsetzen mit diesen Gruppen maskiert.
2. Polymerzusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die reaktiven Gruppen in dem Polymer alkalische und/oder reduzierende Eigenschaften haben und die Verbindung ausgewählt wird aus der Gruppe, welche niedrig flüchtige Säuren, Säureanhydride, Lactone, Chlor-substituierte Triazine, Epoxide und Acyllactame umfasst.
3. Polymerzusammensetzung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die reaktive Gruppe eine Aminogruppe, Hydroxylgruppe, Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Thiolgruppe ist.
4. Polymerzusammensetzung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer ein Polyamid oder ein Copolymer ist, welches Polyamidgruppen enthält.
5. Polymerzusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis von Verbindung : Farbmittelreaktive Gruppen mindestens 1 ist.
6. Polymerzusammensetzung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis von Verbindung : Farbmittelreaktive Gruppen mindestens 1,35 ist.
7. Polymerzusammensetzung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis von Verbindung : Farbmittelreaktive Gruppen mindestens 5 ist.
8. Verfahren zum Verbessern der Farbe von Polymerzusammensetzungen, welche mit organischen Farbmitteln gefärbt sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine wirksame Menge einer Verbindung, welche Gruppen in dem Polymer, die bezüglich des Farbmittels reaktiv sind, durch Umsetzen mit diesen Gruppen maskiert, beigemischt wird.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung ausgewählt wird aus der Gruppen, welche Lactone, nicht flüchtige Säuren, Säureanhydride oder Säurechloride, Epoxide, Chlor-substituierte Triazine und Acryllactame umfasst.
10. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis der beizumischenden Verbindung mindestens 1 : 1, bezogen auf die reaktiven Gruppen in dem Polymer ist.
11. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis der beizumischenden Verbindung mindestens 1,35 : 1, bezogen auf die reaktiven Gruppen in dem Polymer ist.
12. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung dem Polymer vor dem organischen Farbmittel beigemischt wird.
13. Aus der Polymerzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1- 7 geformtes Objekt.
14. Aus der Polymerzusammensetzung unter Verwendung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 8-12 geformtes Objekt.
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