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DE69522627T2 - Passive Datenaufzeichnung auf magnetischen Schichten eines photographischen Filmes - Google Patents

Passive Datenaufzeichnung auf magnetischen Schichten eines photographischen Filmes

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Publication number
DE69522627T2
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
camera
permanent magnets
housing
magnetic
recorder
Prior art date
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Application number
DE69522627T
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English (en)
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DE69522627D1 (de
Inventor
George William Brock
Tomasz Marek Jagielinski
Robert Earl Swanson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
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Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
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Publication of DE69522627T2 publication Critical patent/DE69522627T2/de
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    • G03B17/24Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor with means for separately producing marks on the film, e.g. title, time of exposure
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Recording Or Reproducing By Magnetic Means (AREA)
  • Camera Data Copying Or Recording (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft das Aufzeichnen von Daten auf fotografischem Film im Allgemeinen und das Aufzeichnen von Daten auf fotografischem Film mit einer MOF(magnetics-on-film)-Magnetschicht im Besonderen.
  • Bekannt sind Daten aufzeichnende Kameras, bei denen während der Belichtung von Bildern in der Kamera Informationen, wie z. B. Datum der Belichtung, Uhrzeit, Bildfeldnummer und dergleichen, auf fotografischem Film aufgezeichnet und später ausgelesen werden können. Zum optischen Aufzeichnen der Informationen werden lichterzeugende Elemente in der Kamera, wie z. B. lichtemittierende Dioden, verwendet, die beim Belichten eines Bildfeldes einen Teil des fotografischen Films belichten. Diese Informationen sind zwar nützlich, beeinträchtigen jedoch das gefällige Aussehen des erzeugten Bildes und sind nach Art und Umfang begrenzt.
  • Fotografischen Film mit einer Magnetschicht zu versehen, auf der Daten aufgezeichnet werden können, ist ebenfalls Stand der Technik. Die Daten werden mit Magnetköpfen aufgezeichnet und gelesen. Auf diese Weise können Informationen der oben beschriebenen Art und außerdem Informationen wie z. B. Belichtungseinstellungen, Identifizierung der Kamera, detaillierte Daten zur Identifizierung des Fotografen und dergleichen aufgezeichnet werden. Das Aufzeichnen von Informationen wie z. B. Belichtungseinstellungen hat den Vorteil, dass die fotografische Verarbeitung durch Auslesen der verschlüsselten Daten verbessert und die verschlüsselte Information je nach Art der Daten abgerufen und dem Fotografen bei Rückgabe des verarbeiteten Films zur Verfügung gestellt werden kann, ohne dass ein Teil des fotografischen Bildes markiert oder auf andere Weise überschrieben oder verdeckt werden muss.
  • Stattdessen können die Informationen auch ganz oder teilweise für eine Aufnahme in das fotografische Bild ausgewählt werden.
  • Das Aufzeichnen von Informationen auf die MOF-Magnetschicht durch die Magnetschicht durch die Kamera bietet ein hohes Maß an Komfort, erfordert jedoch eine dafür besonders ausgelegte und ausgerüstete Kamera mit Magnetaufzeichnungsköpfen. Die Kamera benötigt daher eine Stromversorgung für die Köpfe ebenso wie eine Aufzeichnungssteuerschaltung, die in der Lage ist, die für die Verschlüsselung von Informationen erforderlichen Signale zu erzeugen. Eine ungeeignete Stromversorgung macht die Aufzeichnungsköpfe wertlos. Außerdem lassen sich spezifische Informationen zu dem in der Kamera reproduzierten Bild, wie z. B. der Ort der fotografischen Szene, nicht ohne weiteres eingeben und aufzeichnen. Selbst wenn der Benutzer in der Lage wäre, detaillierte Bilddaten zum Aufzeichnen einzugeben, wäre das Eingeben der Daten wahrscheinlich eine umständliche und potentiell zeitraubende Aufgabe, die den Aufnahmevorgang stören könnte. Der Mechanismus für die Eingabe von Bilddaten, wie z. B. eine Kleintastatur, würde die Masse und Komplexität der Kamera erhöhen. Es wäre daher von Vorteil, wenn identifizierende Informationen über die fotografische Szene, wie z. B. Ort, Sehenswürdigkeiten und dergleichen, aufgezeichnet werden könnten, ohne dass der Fotograf die Informationen bereitstellen und in die Kamera eingeben müsste.
  • US-A-5 132 715 beschreibt die Verwendung eines Permanentmagneten zum Löschen eines vorgegebenen Informationsmusters auf der Magnetschicht eines fotografischen Films in der Weise, dass gewünschte Format für Pseudobildformate automatisch kodiert werden könnte.
  • Die vorangehende Erörterung dürfte gezeigt haben, dass es einen Bedarf für ein System gibt, das die Möglichkeit bietet, Informationen auf der MOF-Magnetschicht eines fotografischen Films aufzuzeichnen, ohne dass dafür besonders ausgerüstete Kameras erforderlich sind und ohne dass die Informationen vom Fotografen eingegeben werden müssen. Die vorliegende Erfindung deckt diesen Bedarf.
  • Nach dem in Anspruch 1 offenbarten erfindungsgemäßen Verfahren wird ein festgelegtes Informationsmuster auf der Magnetschicht eines in der Kamera befindlichen fotografischen Films von einem stromlosen Aufzeichnungsmechanismus aufgezeichnet, der nicht Bestandteil der Kamera ist und eine Vielzahl von Permanentmagnetelementen aufweist, deren Magnetpole so angeordnet sind, dass die Pole eine Folge alternierender, dem Informationsmuster entsprechender magnetischer Orientierungen bilden, und zu dem außerdem ein Gehäuse gehört, das die Kamera in eine Stellung lenkt, in der die Magnetelemente die Folge magnetischer Orientierungen auf die Magnetschicht aufbringen. Die Folge der Orientierungen stellt Informationen dar, die später abgefragt und einem Fotolabor und/oder dem Fotografen zur Verfügung gestellt werden können. Der Magnetrekorder benötigt keine Stromversorgung und kann vom Fotografen bei praktisch jedem Wetter betätigt werden. Um den Rekorder zu benutzen, schiebt der Fotograf einfach eine Kamera, in der sich ein Filmstreifen mit einer Magnetschicht befindet, in das Gehäuse. Auf diese Weise können Angaben zum Aufnahmeort oder andere interessierende Informationen problemlos auf die Magnetschicht des fotografischen Films aufgebracht werden, ohne dass dafür eine Kamera mit besonderen Aufzeichnungsköpfen und eine Stromquelle zum Erzeugen der magnetisch aufgezeichneten Informationen erforderlich ist.
  • Nach dem in Anspruch 9 offenbarten Aspekt schafft die Erfindung einen Magnetrekorder für eine Kamera, in der sich ein Filmstreifen mit einer Magnetschicht befindet. Der Rekorder kann eine lineare Anordnung kleiner Permanentmagnete aufweisen, die mit alternierenden Polen in einem stützenden Gehäuse so orientiert sind, dass die Kamera bei ihrer Aufnahme im Gehäuse in die Nähe der Magnetanordnung gelangt und die Magnete eine Folge magnetischer Übergänge auf die Magnetschicht aufbringen. Die auf dem Film aufgezeichneten magnetischen Übergänge stellen eine Datenfolge dar, die zur Erzeugung der gewünschten Informationen von einem Magnetkopf gelesen werden kann. Der Magnetrekorder kann vorteilhaft in der Nähe von Sehenswürdigkeiten aufgestellt und mit Magneten versehen werden, deren Polorientierungen Informationen über die Sehenswürdigkeiten aufzeichnen.
  • Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Magnetrekorder ein Walzenrad mit einer Vielzahl kleiner Permanentmagnete auf, die mit alternierend orientierten Polen auf der äußeren Umfangsfläche des Rades angeordnet sind. Beim Abrollen des Rades in unmittelbarer Nachbarschaft zur Rückwand der Kamera zeichnen die Magnete auf der Magnetschicht eine Folge magnetischer Übergänge auf. Die auf dem Film aufgezeichneten magnetischen Übergänge stellen eine Datenfolge dar, die zur Erzeugung der gewünschten Informationen von einem Magnetkopf gelesen werden kann. Das Walzenrad kann mindestens teilweise in einem die Kamera aufnehmenden Gehäuse angeordnet werden, derart, dass zwischen den Permanentmagneten und der Kamera Reibschluss auftritt.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Magnetrekorders.
  • Fig. 2 eine Einzelansicht der linearen Anordnung des Aufzeichnungsmechanismus des in Fig. 1 dargestellten Rekorders.
  • Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Magnetrekorders mit einem erfindungsgemäßen Walzenrekorder.
  • Fig. 4 eine Seitenansicht des in Fig. 3 dargestellten Walzenrekorders.
  • Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen mehrspurigen Walzenrekorders.
  • Fig. 1 zeigt einen Magnetrekorder 10, der eine Einwegkamera 12 aufnimmt, in der sich ein fotografischer Filmstreifen 14 mit einer Magnetschicht befindet. Der Rekorder weist ein Gehäuse 16 auf, in dem eine lineare Anordnung 18 kleiner Permanentmagnete angeordnet ist. Wenn die Kamera mit der Kamerarückwand 20 zu dieser Anordnung in den Rekorder eingeschoben wird, befindet sich der Film in der Kamera in ausreichender Nähe zu der Magnetanordnung, sodass die Magnete eine Folge magnetischer Übergänge auf der Magnetschicht aufzeichnen. Die Abmessungen der Magnete werden so gewählt, dass die Dichte der magnetischen Übergänge ausreicht, Daten zu umfassen, die von einem Magnetkopf gelesen werden können. Auf diese Weise können die Daten beispielsweise Informationen über den Aufstellungsort des Rekorders 10, wie z. B. Sehenswürdigkeiten oder historische Ereignisse, liefern. Nach Auslesen aus der Magnetschicht können die Daten zu Text entschlüsselt und beispielsweise auf der Rückseite eines Fotoabzugs oder auf dem Rand eines Diapositivrahmens festgehalten werden.
  • Zum Gebrauch des Rekorders 10 schiebt der Fotograf die Kamera 12 einfach in einen Aufnahmeschlitz 22 oder eine Öffnung des Rekordergehäuses 16, sodass die Kamerarückwand in die Nähe der linearen Anordnung 18 gelangt. Die Bewegung der Kamera 12 relativ zu der linearen Anordnung verläuft in der Richtung des Pfeils 23. Nach erfolgter Annäherung der Kamerarückwand an die lineare Anordnung wird die Kamera wieder aus dem Gehäuse gezogen. Die Informationen befinden sich jetzt als Aufzeichnung auf der Magnetschicht. Das Gehäuse dient also als Halterung für die Permanentmagnete und Führung der Kamera, damit diese in die zum Aufbringen des Informationsmusters auf die Magnetschicht erforderliche Berührung mit den Magneten gelangt.
  • Der Aufnahmeschlitz 22 des Rekorders 10 wird vorzugsweise für die Aufnahme einer herkömmlichen Einwegkamera ausgelegt. Da solche Kameras bei Touristen und Reisegruppen beliebt sind, wird der Rekorder auf die Abmessungen typischer Einwegkameras abgestimmt. Der Aufnahmeschlitz ist so ausgerichtet, dass die Einwegkamera 12 nicht senkrecht eingeschoben werden kann und dass dem Fotografen das Einschieben der Kamera mit der für die Aufzeichnung der Informationen richtigen Ausrichtung erleichtert wird. Daher entspricht die Höhe des Aufnahmeschlitzes des Rekorders annähernd der Außenhöhe der Einwegkamera. Die Tiefe des Rekorders wird vorzugsweise etwas kleiner gewählt als die Tiefe einer Einwegkamera, damit ein Teil der Kamera nach dem Einschieben in den Aufnahmeschlitz noch aus dem Rekorder ragt, um die Entnahme der Kamera zu erleichtern. Die Entnahme der Kamera aus dem Rekorder kann dem Fotografen auch durch eine Aussparung 24 erleichtert werden, die wahlweise in der oberen Wandung des Rekordergehäuses vorgesehen werden kann.
  • Der Rekorder 10 kann vorteilhaft an touristisch interessanten Orten aufgestellt und zum Aufzeichnen auf die Magnetschicht des Films mit Informationen über den Standort gespeist werden. Die Informationen können später im Fotolabor ausgelesen werden und enthalten eine Kennzeichnung des Aufnahmeorts. Anhand der Kennzeichnung des Aufnahmeorts kann eine vollständigere Beschreibung des Standorts aus einer Datenbank abgefragt werden. Die Datenbank lässt sich durch Softwareänderungen problemlos auf dem jeweils neuesten Stand halten. Darüber hinaus kann die vollständigere Beschreibung auch Tonaufzeichnungen zur Ergänzung des "Foto-CD"-Formats oder gedruckte Informationen zur Ergänzung des fotografischen Bildes umfassen. Weitere Formate für vollständigere Beschreibungen bieten sich dem Fachmann als naheliegend an.
  • Fig. 2 veranschaulicht weitere Einzelheiten des Rekorders 10 und zeigt, dass die lineare Anordnung 18 eine Vielzahl kleiner Permanentmagnete 26 mit als "N" und "S" bezeichneten Magnetpolen aufweist, die mit alternierenden Polorientierungen angeordnet sind. Die Darstellung zeigt die Magnete zu Anschauungszwecken annähernd in ihrer Funktionsbeziehung zu dem Filmstreifen 14 und dessen Magnetschicht, die vorzugsweise als MOF(magnetics-on-film)-Schicht ausgebildet ist, und der Kamerarückwand 20. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weisen die Permanentmagnete 26 eine Vielzahl unterschiedlicher Breiten zur Verschlüsselung einer Vielzahl von Datenmustern auf.
  • Das in Fig. 2 dargestellte Codemuster 30 soll die auf der MOF-Schicht des Films aufgezeichnete Musterfolge magnetischer Übergänge veranschaulichen. Fig. 2 zeigt, dass das den ungleichförmigen Magnetbreiten entsprechende Codemuster ein Informationssignal, wie z. B. digitale Daten, darstellt. Die genaue Menge der von den magnetischen Übergängen dargestellten Daten hängt von den Breiten der Magnete und dem auf dem Filmstreifen innerhalb eines fotografischen Bildes verfügbaren Platz ab. Somit könnten, wenn die MOF-Schicht lichtdurchlässig ist und sich über den gesamten Bereich des Filmstreifens erstreckt, mehrere Reihen von Magnetanordnungen zur Aufzeichnung einer relativ großen Informationsmenge vorgesehen werden.
  • Die Permanentmagnete 26 werden für die Aufzeichnung von Übergängen auf magnetischen Medien ausgewählt, deren Koerzitivkraft geringer ist als die des Feldes, das die Magnete umgibt. So wird beispielsweise bei der von dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Rekorder mit linearer Anordnung bewirkten "Kontakt"-Aufzeichnung ein magnetisches Zielmedium (wie z. B. die MOF-Schicht des Films) fest gegen eine lineare Anordnung von Magneten gedrückt, deren Koerzitivkraft beispielsweise 5000 Oersted (1 Oe = 100014B Alm) beträgt, und dann außer Berührung gebracht. Magnetisierte Bereiche, oder magnetische Übergänge, werden auf dem Zielmaterial in einem Bild der magnetischen Übergänge der linearen Anordnung aufgezeichnet.
  • Bei einer in Fig. 3 dargestellten alternativen Ausführungsform weist ein Rekorder 102 Permanentmagnete 104 auf, die mit alternierenden Polen auf der äußeren Umfangsfläche eines drehbaren Walzenrades 106 angeordnet sind. Der Rekorder wurde zu Anschauungszwecken als Phantombild dargestellt. Wie bei der oben beschriebenen linearen Anordnung zeichnen die Magnete eine Folge magnetischer Übergänge auf einem magnetischen Zielmedium auf. Beim Abrollen eines Zielmediums (oder einer das Zielmedium enthaltenden Kamera) relativ zu dem Walzenrad-Rekorder gelangen die Magnete der Reihe nach in relativ große Nähe zu dem Zielmedium und zeichnen auf dem Medium magnetische Übergänge auf, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgelesen werden können.
  • Fig. 3 zeigt die oben erwähnte Einwegkamera 12, in der sich ein fotografischer Filmstreifen mit einer MOF-Schicht befindet, mit einem speziell für die Aufzeichnung von Informationen über den "Aufnahmeort" eingerichteten Rekorder. Der Rekorder 102 weist ein Gehäuse 108 auf, das die Kamera aufnimmt und so führt, dass die Kamerarückwand 20 in die unmittelbare Nähe der Permanentmagnete 104 gelangt und die entsprechenden Muster auf die MOF-Schicht des Kamerafilms 14 (Fig. 1) magnetisiert werden. Das Gehäuse besteht aus einem hohlen Kasten oder Führungsrohr mit offenen Enden 110, die so bemessen sind, dass sie eine typische Einwegkamera in der richtigen Ausrichtung für Aufzeichnungen auf der MOF-Schicht aufnehmen können.
  • Das Walzenrad 106 des Rekorders ist so gelagert, dass ein Teil der äußeren Umfangsfläche in eine Öffnung 112 einer Seitenwand 114 des Gehäuses 108 ragt. Wenn die Einwegkamera 12 durch das Gehäuse geschoben wird, bewegt sie sich an dem Walzenrad vorbei und gelangt in Reibungskontakt mit den Permanentmagneten 104 des Rades, sodass das Rad an der vorbeigleitenden Kamera abrollt. Auf diese Weise werden die Magnete in die Nähe des Filmstreifens 14 der Kamera gedreht, sodass sie eine Magnetisierung der in unmittelbarer Nähe der Kamerarückwand 20 angeordneten MOF-Schicht 28 des Films 14 im Muster der Magnete bewirken. Die Bewegung der Kamera 12 relativ zu dem Walzenrad 106 verläuft in der Richtung des Pfeils 116.
  • Der Druck zwischen der Oberfläche des Walzenrades und der vorbeigleitenden Kamera mit dem darin enthaltenen Medium muss daher groß genug sein, um das Rad ohne Schlupf in Drehung zu versetzen, damit die auf dem magnetischen Medium aufgezeichneten magnetisierten Übergänge klar umrissene Grenzen aufweisen. Wenn dies der Fall ist, kann das aufgezeichnete Muster problemlos ausgelesen werden. Die Geschwindigkeit, mit der die Kamera 12 durch das Gehäuse 108 geschoben wird, ist insofern verhältnismäßig irrelevant, als das Walzenrad 106 durch den Reibungskontakt mit der Kamerarückwand 20 in Drehung versetzt wird. Infolgedessen bringen die Permanentmagnete das entsprechende festgelegte Muster magnetischer Orientierungen praktisch unabhängig von der Geschwindigkeit, mit der die Kamera an dem Walzenrad vorbeibewegt wird, auf die Magnetschicht auf.
  • Fig. 4 zeigt das Walzenrad 106 in einem Grundriss relativ zu der Rückwand 20 der beispielhaft gezeigten Einwegkamera 12 (Fig. 1) und dem Filmstreifen 14 mit dessen MOF-Schicht 28. Fig. 4 veranschaulicht, dass die Permanentmagnete 104 nicht über den gesamten Umfang des Walzenrads verteilt angeordnet werden müssen. Wenn das Rad im Intervall eines Einzelbildfeldes des Films eine volle Umdrehung ausführen kann, dann wird das magnetisierte Muster mit Sicherheit auch dann auf der MOF-Schicht aufgezeichnet, wenn über den Umfang des Rades nur eine Folge der Permanentmagnete vorhanden ist. Das Muster kann sich jedoch auch über den Umfang des Walzenrades wiederholen und redundante Muster erzeugen, wenn dies als Fehlerkontrolle oder sonstige Sicherheit gegen Schlupf gewünscht wird.
  • Um die Datenmenge, die auf einer vorgegebenen Länge des magnetischen Mediums, beispielsweise einem Bildfeld eines fotografischen Filmstreifens, aufgezeichnet werden kann zu erhöhen, können mehrere Walzenräder vorgesehen werden. Zur Maximierung der Datenaufzeichnung würde man in diesem Fall jedes Rad mit einem anderen Muster und einem entsprechenden Permanentmagnetsatz versehen. Fig. 5 zeigt einen Rekorder 202 mit drei Walzen für eine dreispurige Aufzeichnung magnetischer Übergänge. Die drei Walzen 204, 206, 208 drehen sich um eine Tragstange 209 und daher um dieselbe Achse. In der dargestellten Ausführungsform weist die Kamera 210 eine Kamerarückwand 212 mit Nuten 214 auf, die jeweils ein anderes Walzenrad aufnehmen. Auch hier befindet sich die MOF-Schicht 28 des fotografischen Filmstreifens an der Kamerarückwand 212. Die Nuten können die Präzision der Aufzeichnung insofern erhöhen, als sie zur Einhaltung einer genauen relativen Beabstandung beitragen und einen relativ engen Reibungskontakt zwischen der Kamerarückwand und den drei Walzenrädern ermöglichen. Die Bewegung der Kamera relativ zu den Walzenrädern verläuft in der Richtung des Pfeils 216.
  • Die Magnetpole werden vorzugsweise so angeordnet, dass der Abstand der Pole voneinander nicht mehr als etwa dem Zehnfachen der Entfernung des fotografischen Filmstreifens 14 von den Permanentmagneten 104 entspricht. In anderen Worten, der Abstand des fotografischen Filmstreifens 14 von den Permanentmagneten 104 beträgt nicht weniger als etwa ein Zehntel des minimalen Abstandsintervalls der Magnetpole. Es hat sich gezeigt, dass bei Anwendung der Lehren der vorliegenden Erfindung die Erzeugung von regelmäßigen, sich wiederholenden Polintervallen in einer Größenordnung von 0,9 mm (35 mils) keinerlei Schwierigkeiten bietet. Ein solches Abstandsintervall liefert etwa 11,22 Bits/cm (28.5 Bits/Zoll) an Informationen. Mit einem Polabstand von 0, 9 mm (35 mils) konnte auf einem magnetischen Medium mit einer Koerzitivkraft von etwa 900 Oe (1 Oe = 1000/4B A/m) bis zu einem Trennungsabstand von etwa einem Zehntel der Wellenlänge des Musters (d. h. bis zu einem Trennungsabstand von 0,09 mm (3.5 mils)) ein problemlos identifizierbares magnetisiertes Muster aufgezeichnet werden.
  • Es hat sich ferner gezeigt, dass mit Mustern, die größere Musterabstände oder Wellenlängen aufweisen, und magnetischen Medien mit geringerer Koerzitivkraft größere Trennungsabstände (sogar eine Trennung von 2,3 mm (90 mils)) erzielt werden können. Die Verwendung von Mustern größerer Länge und/oder Medien geringerer Koerzitivkraft ist daher angezeigt, wenn die Auslegung der Kamera oder des Gehäuses relativ große Trennungsabstände erfordert. Aufgrund der magnetischen Feldstärke der Permanentmagnete und der Koerzitivkraft der verwendeten magnetischen Medien sind die erfindungsgemäßen Rekorder überschreibfähig. Infolgedessen sind beim Kontrolllesen nach mehrfachem Einschieben eines festgelegten Abschnitts des magnetischen Mediums in den Rekorder keine Schwierigkeiten aufgetreten.
  • Die vorstehend beschriebenen Magnetrekorder zeichnen auf einem magnetischen Medium, wie z. B. einem fotografischen Film mit einer MOF-Schicht, ein magnetisches Muster auf, ohne dass dafür besondere Kameraausrüstungen, wie z. B. Magnetschreibköpfe, und eine Stromquelle zur Erzeugung des magnetischen Musters benötigt werden. Die erfindungsgemäßen Rekorder benötigen also keine Stromversorgung und können von einem Fotografen bei praktisch jedem Wetter bequem bedient werden. Auf diese Weise können Angaben über den Aufnahmeort oder andere interessierende Informationen problemlos auf die MOF-Schicht des fotografischen Films aufgebracht werden.
  • Wenn dies gewünscht wird, können die Magnetrekorder mit einem Antriebsmechanismus versehen werden, der die Bewegung, mit der die Kamera an den Permanentmagneten vorbeigeführt wird, unterstützt.
  • Ferner können die Permanentmagnete auf der äußeren Umfangsfläche eines Walzenrades angebracht werden, das an einem Griff aufgehängt ist, mit dem der Fotograf das Rad über die Rückwand einer Kamera rollen kann, um das magnetische Muster auf die Magnetschicht aufzubringen.

Claims (16)

1. Verfahren zum magnetischen Aufzeichnen eines festgelegten Informationsmusters (30) auf mindestens einer Spur einer Magnetschicht (28) eines in einer Kamera (12) befindlichen, fotografischen Filmstreifens (14), gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Anordnen einer Vielzahl von Permanentmagneten (26) außerhalb der Kamera, wobei die Magnetpole derart angeordnet sind, dass sie eine Folge von alternierenden, magnetischen Orientierungen im festgelegten Informationsmuster (30) bilden; und
- Platzieren der Permanentmagnete (26) in einem die Kamera (12) aufnehmenden Gehäuse (16) derart, dass durch das Einbringen der Kamera (12) in das Gehäuse (16) der Filmstreifen (14) in ausreichender Nähe zu den Magneten (26) zu liegen kommt, so dass sie das festgelegte Informationsmuster auf die Magnetschicht (28) aufbringen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zum Anordnen der Permanentmagnete folgenden Schritt umfasst:
- Verbringen der Permanentmagnete (26) in eine lineare Anordnung.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zum Platzieren der Magnete (26) folgenden Schritt umfasst:
- Verbringen der linearen Anordnung in eine Position, so dass beim Einschieben der Kamera (12) in das Gehäuse (16) die Permanentmagnete (26) mit der Rückwand der Kamera (12) in Berührung kommen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zum Anordnen der Permanentmagnete folgenden Schritt umfasst:
- Verbringen der Permanentmagnete (104) auf die äußere Umfangsfläche eines Walzenrades (106).
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zum Verbringen der Magnete auf die Umfangsfläche folgenden Schritt umfasst:
- Verbringen des Walzenrades (106) in eine Öffnung (112) des Gehäuses (108), so dass sich beim Einschieben der Kamera (12) in das Gehäuse (108) das Walzenrad (106) dreht und die Permanentmagnete (104) in Reibungskontakt mit der Rückwand (20) der Kamera (12) gelangen.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zum Verbringen der Magnete auf die Umfangsfläche folgenden Schritt umfasst:
- Anordnen des Walzenrades (106) relativ zum Gehäuse (108) so, dass das Walzenrad (106) beim Einschieben der Kamera (12) in das Gehäuse (108) gedreht wird und die Permanentmagnete (104) das festgelegte Informationsmuster (30) im wesentlichen unabhängig von der Einschiebegeschwindigkeit der Kamera (12) in das Gehäuse auf die Magnetschicht (28) aufbringen.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zum Anordnen folgenden Schritt umfasst:
- Anordnen der Permanentmagnete (104) derart, dass die Magnetpole in einem Abstand von nicht mehr als etwa dem Zehnfachen der Entfernung des fotografischen Filmstreifens (14) von den Permanentmagneten (104) voneinander beabstandet sind.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zum Platzieren der Permanentmagnete folgenden Schritt umfasst:
- Anordnen der Permanentmagnete (104) derart, dass der Abstand des fotografischen Filmstreifens (14) von den Permanentmagneten (104) nicht weniger als etwa ein Zehntel des minimalen Abstandsintervalls der Magnetpole beträgt.
9. Rekorder (10) zum magnetischen Aufzeichnen eines festgelegten Informationsmusters auf mindestens einer Spur einer Magnetschicht (28) eines in einer Kamera (12) befindlichen, fotografischen Filmstreifens (14), gekennzeichnet durch
- ein die Kamera (12) aufnehmendes Gehäuse (16);
- eine Vielzahl von zumindest teilweise innerhalb des Gehäuses (16) und außerhalb der Kamera angeordneten Permanentmagneten (104), welche Magnetpole aufweisen, die in einer Anordnung derart angeordnet sind, dass sie eine Folge von alternierenden, magnetischen Orientierungen im festgelegten Informationsmuster bilden, wobei die Permanentmagnete (104) in ausreichender Nähe zu mindestens einer Wand der Kamera (12) angeordnet sind, wenn die Kamera (12) im Gehäuse (16) aufgenommen wird, um das festgelegte Informationsmuster auf die Magnetschicht (28) aufzubringen.
10. Rekorder (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagnete (104) linear angeordnet sind.
11. Rekorder (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagnete (104) innerhalb des Gehäuses (16) so angeordnet sind, dass sie bei der Aufnahme der Kamera (12) in das Gehäuse (16) mit der Rückwand (20) der Kamera (12) in Berührung kommen und das festgelegte Informationsmuster auf der Magnetschicht (28) aufbringen.
12. Rekorder (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagnete (104) auf der äußeren Umfangsfläche eines Walzenrades (106) angeordnet sind.
13. Rekorder (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzenrad (106) relativ zu einer Öffnung (112) des Gehäuses (108) derart gelagert ist, dass die Permanentmagneten (104) bei der Aufnahme der Kamera (12) im Gehäuse (108) mit der Rückwand (20) der Kamera (12) in Reibungskontakt kommen und so das Walzenrad (106) in Drehung versetzen und das festgelegte Informationsmuster auf die Magnetschicht (28) aufbringen.
14. Rekorder (10) nach Anspruch 13, desweiteren gekennzeichnet durch mehrere Walzenräder (204), (206), (208), die jeweils relativ zur Gehäuseöffnung (112) so gelagert sind, dass sie jeweils ein entsprechendes, festgelegtes Informationsmuster (30) aus magnetischen Übergängen auf die Magnetschicht (28) aufbringen.
15. Rekorder (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagneten (104) so angeordnet sind, dass die Magnetpole in einem Abstand von nicht mehr als etwa dem Zehnfachen der Entfernung des fotografischen Filmstreifens (14) von den Permanentmagneten (104) voneinander beabstandet sind, wenn die Kamera im Gehäuse (16) aufgenommen und das festgelegte Informationsmuster (30) auf die Magnetschicht (28) aufgebracht wird.
16. Rekorder (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagneten (104) zumindest teilweise innerhalb des Gehäuses (16) so angeordnet sind, dass der Abstand des fotografischen Filmstreifens (14) von den Permanentmagneten (104) nicht weniger als etwa ein Zehntel des minimalen Abstandsintervalls der Magnetpole beträgt, wenn die Kamera (12) im Gehäuse (16) aufgenommen und das festgelegte Informationsmuster (30) auf die Magnetschicht (28) aufgebracht wird.
DE69522627T 1994-08-23 1995-07-24 Passive Datenaufzeichnung auf magnetischen Schichten eines photographischen Filmes Expired - Fee Related DE69522627T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US08/294,285 US5572267A (en) 1994-08-23 1994-08-23 Passive data recording onto magnetic layers of photographic film

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69522627D1 DE69522627D1 (de) 2001-10-18
DE69522627T2 true DE69522627T2 (de) 2002-07-04

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