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DE69507113T2 - Therapeutisches Mittel zur Behandlung von ischämischen oder Reperfusion Schädigungen des Myokards - Google Patents

Therapeutisches Mittel zur Behandlung von ischämischen oder Reperfusion Schädigungen des Myokards

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DE69507113T2
DE69507113T2 DE69507113T DE69507113T DE69507113T2 DE 69507113 T2 DE69507113 T2 DE 69507113T2 DE 69507113 T DE69507113 T DE 69507113T DE 69507113 T DE69507113 T DE 69507113T DE 69507113 T2 DE69507113 T2 DE 69507113T2
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DE
Germany
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ischemic
therapeutic agent
myocardium
reflow
compound
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DE69507113T
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DE69507113D1 (de
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Yasushi Asahikawa-Shi Hokkaido Abiko
Akiyoshi Asahikawa-Shi Hokkaido Hara
Hiroko Asahikawa-Shi Hokkaido Hashizume
Junichi Sayama-Shi Saitama Kawagoe
Yoichi Komae-Shi Tokyo Yamauchi
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Kowa Co Ltd
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Kowa Co Ltd
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/55Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having seven-membered rings, e.g. azelastine, pentylenetetrazole
    • A61K31/551Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having seven-membered rings, e.g. azelastine, pentylenetetrazole having two nitrogen atoms, e.g. dilazep

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Description

    STAND DER TECHNIK DER ERFINDUNG 1) Fachgebiet der Erfindung:
  • Die vorliegende Erfindung betrifft therapeutische Mittel gegen ischämische Schäden oder Reperfusionsschädigungen des Myokards, welche eine hervorragende Wirksamkeit bei der Wiederherstellung der Herzfunktionen aufweisen, die durch eine myokardiale Ischämie oder einen Wiederbeginn des Blutflusses bzw. einen Wiederfluß (reflow) beeinträchtigt sind.
  • 2) Stand der Technik:
  • Martindale, The Extra Pharmacopoeia, 1993, Seite 1019: "Dilazep Hydrochloride" sowie S. Sugiyama et al., Arzneimittelforschung, Band 35 (12), 1985, Seiten 1802-1804, offenbaren die Verwendung von N,N'-Bis(3-(3,4,5-trimethoxybenzoyloxy)propyl)homopiperazin)hydrochlorid bei einer Behandlung ischämischer Herzkrankheiten und Reperfusionsschädigung. Bei Herzoperationen am offenen Herzen, einschließlich einer Herztransplantation, ist eine Aorta-Blockade nützlich und sogar wesentlich, da sie eine hervorragende Umgebung für die operativen Techniken, einschließlich eines blutlosen und stationären Blickfeldes, bereitstellt. Aufgrund der Unterbrechung des Herzblutflusses während der Operation fangen Myokardialzellen jedoch schnell an, einen anaeroben Stoffwechsel durchzuführen, bei dem die Energieherstellungseffizienz sehr niedrig liegt. Anschließend vermindert eine Anreicherung von Milchsäure und Wasserstoffionen, die im Laufe des anaeroben Stoffwechsels gebildet werden, den pH im Gewebe und unterdrücken eine Oxidation von Fettsäuren, wobei Schäden an den Mitochondrien hervorgerufen werden. Als Folge weisen Myokardialzellen Störungen in den energieabhängigen Zellmembranfunktionen auf, und diese Störungen behindern die Äquilibrierungsfähigkeit und eine Fähigkeit des Zytoplasmas, eine Zellkapazität beizubehalten. Zusätzlich fließen Calciumionen in anormaler Weise in die Zellen, wobei Natriumionen und Wasser in die Zellen eingeschleust werden. Am Ende treten bei Myokardialzellen irreversible ischämische Schäden auf.
  • Um den oben erwähnten myokardialen ischämischen Schäden vorzubeugen, ist es wesentlich, daß energiereiche Substanzen im Herzmuskel während einer Ischämie erhalten bleiben. Gegenwärtig wird ein Schutzverfahren für Herzmuskel eingesetzt, welches primär aus einer Kombination einer lokalen Kühlmethode für Herzmuskeln und einer Methode einer Mehr fach-Verabreichung einer Myokardial-Konservierungslösung besteht, wobei eine Myokardial- Konservierungslösung in Abständen an den Patienten verabreicht wird. Dieses Verfahren kann jedoch immer noch nicht in befriedigender Weise ischämische Schäden des Myokards vermeiden.
  • Andererseits ist es bekannt, daß, obwohl ischämische Herzmuskeln sich von dem Niederenergiezustand erholen, wenn die Aorta-Blockierung nach einer Herzoperation aufgehoben wird, ein Wiederfluß (reflow) von Blut nach einer Ischämie sogar noch schlimmere Störungen hervorruft, die als Reperfusionsschädigungen bezeichnet werden. Man nimmt an, daß Reperfusionsschädigungen in erster Linie hervorgerufen werden durch Veränderungen in den Membranen während einer Ischämie, welche den Wiederfluß auslösen. Innerhalb eines frühen Stadiums von 2 bis 3 Minuten ab dem Beginn des Wiederflusses tritt ein anormaler Transfer von Calciumionen sowie Natriumionen und Wasser auf, und es werden Sauerstoff Radikale gebildet. Um Reperfusionsschädigungen vorzubeugen, wurden brauchbare Verbindungen untersucht, zusätzlich zu einem Verfahren zur sorgfältigen Aufnahme des Blutflusses, das hohe handwerkliche Fähigkeit erfordert. Erfolgreiche Ergebnisse bei einer Vermeidung von Reperfusionsschädigungen wurden jedoch noch nicht erhalten.
  • Man nimmt an, daß der Beginn eines Herzinfarkts ausgelöst wird von einer wiederholten Blockade der Herzarterie und einem anschließenden Wiederfließen, welches hervorgerufen wird beispielsweise von Atheriosklerose und einer Thrombose. In diesem Fall erleiden Herzmuskeln ischämische Schäden und Reperfusionsverletzungen. Bei der Therapie von Herzinfarkten wird eine perkutane Transluminal-Koronarangioplasie (PTCA) eingesetzt, bei der Ballons zur Erweiterung des Innendurchmessers der Herzarterie eingesetzt werden oder eine perkutane Transluminal-Koronarrekanalisation (PTCR), bei der ein thrombolytisches Mittel durch einen Katheter verabreicht wird, und auf diese Weise wurden günstige Ergebnisse erhalten. Diese Ansätze sind jedoch noch immer nicht frei von Störungen des Wiederflusses. Unter den obigen Umständen haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung ernsthafte Untersuchungen durchgeführt, um Arzneimittel zu entdecken, die fähig sind, solche Störungen zu unterdrücken, und als Ergebnis haben sie gefunden, daß die Verbindungen der folgenden Formel (1), ihre Säureadditionssalze und ihre Hydrate eine Wirkung bei einer Wiederherstellung von Herzfunktionen aufweisen, die durch ischämisches Wiederfließen im Herzmuskel erniedrigt waren, und daß diese Verbindungen, Salze und Hydrate brauchbar sind als therapeutische Mittel für ischämische Schäden und Reperfusionsschädigungen des Myokards. Die vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage dieser Ergebnisse vollendet.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Arzneimittel bereitzustellen, das ischämische Schäden und Reperfusionsverletzungen des Myokards unterdrückt, und welches die postoperative Wiederherstellung von Herzfunktionen beschleunigt.
  • Unter einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein therapeutisches Mittel für ischämische Schäden oder Reperfusionsschädigungen des Myokards bereitgestellt., welches als aktiven Bestandteil eine Verbindung der folgenden Formel (1), ein Säureadditionssalz davon oder ein Hydrat davon umfaßt:
  • wobei R¹, R², R³, R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; gleich oder voneinander verschieden sind und jeweils für eine Niederalkoxygruppe stehen, und A und A' gleich oder voneinander verschieden sind und jeweils für eine Niederalkylengruppe stehen.
  • Unter einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung ischämischer Schäden oder Reperfusionsschädigungen des Myokards bereitgestellt, welches eine Verabreichung einer wirksamen Menge der obigen Verbindung an einen Patienten mit ischämischen Schäden oder Reperfusionsschädigungen des Myokards einschließt.
  • Unter einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird eine Verwendung der obigen Verbindung bei der Herstellung eines therapeutischen Mittels für ischämische Schäden oder Reperfusionsverletzungen des Myokards bereitgestellt. Die obigen und weiteren Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die einzige Figur ist ein Graph, der eine Wirkung auf die Wiederherstellung von Herzfunktionen zeigt, die durch myokardiale Ischämie und anschließendes Wiederfließen erniedrigt waren.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Verbindungen der vorgenannten Formel (1) (hiernach als Verbindungen (1) bezeichnet), die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sind bereits bekannt. Beispielsweise werden sie in EP-A 541 798 beschrieben. Diese Veröffentlichung beschreibt, daß diese Verbindungen als das Gehirn schützende Wirkstoffe zur Linderung von Störungen von Gehirnfunktionen, wie Hirnblutung, Hirninfarkt, subarachnoide Blutung, vorübergehende ischämische Hirnattacke und zerebrovaskulare Störungen, oder bei der Verhinderung des Fortschreitens solcher Störungen brauchbar sind. Diese Veröffentlichung schlägt jedoch nicht vor, daß die Verbin dungen bei ischämischen Schäden oder Reperfusionsverletzungen des Myokards anwendbar sind.
  • In Formel (1) weisen die Niederalkoxygruppen, die von R¹ bis R&sup6; dargestellt werden, vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatome auf. Insbesondere sind Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy und Isopropoxy bevorzugt. Die Niederalkylengruppe, die von A und A' dargestellt werden, sind vorzugsweise C&sub1;-C&sub6;-lineare oder -verzweigte Alkylengruppen und noch bevorzugterweise C&sub3;-C&sub5;-Alkylengruppen. Insbesondere sind n-Propylen, n-Butylen und n-Pentylen bevorzugt. Unter den Verbindungen (1) sind diejenigen bevorzugt, bei denen R¹ bis R&sup6; für Methoxy steht, und A und A' für Butylen steht. Insbesondere ist N,N'-Bis[4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butyl]homopiperazin bevorzugt.
  • Die Verbindungen (1) können nach dem Verfahren, das beispielsweise in EP-A 541 798 beschrieben wird, hergestellt werden, und vorzugsweise nach Verfahren (1), das in dieser Veröffentlichung beschrieben wird.
  • In der vorliegenden Erfindung können auch Säureadditionssalze oder Hydrate der Verbindungen (1) eingesetzt werden. Säureadditionssalze können durch Routineverfahren hergestellt werden. Als Beispiele für die Säuren, die zur Herstellung der Säureadditionssalze eingesetzt werden können, gibt es anorganische Säuren, wie Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure und Bromwasserstoffsäure; organische Säuren, wie Essigsäure, Milchsäure, Succinsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Maleinsäure, Zitronensäure, Fumarsäure, Methansulfonsäure und Toluolsulfonsäure.
  • Das therapeutische Mittel gemäß der vorliegenden Erfindung enthält Verbindungen (1), Säureadditionssalze davon oder Hydrate davon als aktive Bestandteile.
  • Diese aktiven Bestandteile werden einzeln oder in Kombination mit pharmazeutisch unbedenklichen Hilfsstoffen, Bindemitteln, Trägern, Verdünnern usw. eingesetzt und zu Tabletten, Kapseln, Körnern, Pulvern, Injektionen oder Suppositorien formuliert. Diese Formulierungen können nach bekannten Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise werden zur Herstellung von Formulierungen für eine orale Verabreichung, Verbindungen (1) zusammen mit Hilfsstoffen, wie Stärke, Mannitol und Lactose; Bindemitteln, wie Carboxymethylcellulose-Na und Hydroxypropylcellulose; Sprengmitteln, wie kristalline Cellulose und Carboxymethylcellulose-Ca; Gleitmitteln, wie Talk und Magnesiumstearat; und Fließverbesserern, wie leichtes Kieselsäureanhydrid, vermischt.
  • Die Dosis der Verbindungen (1) der vorliegenden Erfindung variiert in Abhängigkeit von des Patienten Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Gesundheitsbedingungen usw. Im allgemeinen ist eine Dosis von 0,1 bis 1.000 mg/Tag bei einem Erwachsenen bevorzugt, die auf einmal oder unterteilt in 2 bis 3 Portionen verabreicht wird. Für den Fall, daß die Verbindungen (1) in einer extrakorporalen Zirkulation eingesetzt werden, werden sie vorzugsweise so eingestellt, daß sie eine Konzentration im Bereich von 1 nM bis 1 mM haben.
  • Vorzugsweise werden die therapeutischen Mittel der vorliegenden Erfindung diejenigen Patienten verabreicht, die eine Blockierung der Aorta oder einen Wiederfluß bei einer Operation am offenen Herzen, PTCA oder PTCR haben werden, oder an Patienten, die gerade derart auf eine systemische Weise oder durch orale Verabreichung behandelt werden. In einer anderen Ausführungsform können die therapeutischen Mittel der extrakorporalen Zirkulation solcher Patienten zugesetzt werden. Bei Patienten, die möglicherweise einen Beginn eines Herzinfarkts erleiden werden, sind eine orale und systemische Verabreichung bevorzugt. Für den Fall einer Herztransplantation werden die therapeutischen Mittel dem Donor und dem Empfänger verabreicht und ebenfalls der Konservierungslösung für das Herz.
  • Beispiele:
  • Die vorliegende Erfindung wird in weiteren Einzelheiten anhand der folgenden Beispiele erläutert, die nicht als die vorliegende Erfindung einschränkend ausgelegt werden dürfen.
  • Herstellung von Beispiel 1: Herstellung von N,N'-Bis[4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butyl]homopiperazin · 2HCl:
  • 1-Chlor-4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butan (7,5 g), Homopiperazin (1,3 g), Kaliumcarbonat (4,5 g) und Kaliumiodid (5,3 g) wurden zu Dimethylformamid (4,2 ml) zugesetzt, und das erhaltene Gemisch wurde bei 100ºC für 1 Stunde gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde in eine NaCl-Lösung eingegossen und anschließend mit Ethylacetat extrahiert. Die Ethylacetatschicht wurde mit verdünnter Chlorwasserstoffsäure extrahiert und die wäßrige Schicht wurde mit Ethylacetat gewaschen. Das erhaltene Material wurde mit NaOH alkalisch gemacht und mit Ether extrahiert. Die Etherschicht wurde mit einer NaCl-Lösung gewaschen und getrocknet. Das Lösungsmittel wurde abdestilliert. Der Rückstand wurde mit Silicagel-Säulenchromatographie gereinigt. Eine freie Base wurde in einer Menge von 4,7 g erhalten.
  • Dieses Produkt wurde in ein Hydrochlorid durch ein Routineverfahren umgewandelt und aus Methanol-Ether umkristallisiert, wobei 3,2 g der Titelverbindung mit einem Schmelzpunkt von 191-194ºC (Zersetzung) erhalten wurden.
  • ¹H-NMR (CDCl&sub3;); δ
  • 2,60 (4 H, br, t, J = 8 Hz)
  • 3,82 (6 H, s)
  • 3,86 (12 H, s)
  • 6,37 (4 H, s)
  • IR (KBr); cm&supmin;¹
  • 1587, 1238, 1122
  • Beispiel 1 (Wirkung auf die Wiederherstellung von Herzfunktionen, die durch myokardiale Ischämie-Wiederfließen erniedrigt wurden):
  • Wirkungen von N,N'-Bis[4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butyl]homopiperazin · 2HCl (im folgenden als Testverbindung bezeichnet) auf Herzfunktionen, die durch myokardiale Ischämie- Wiederfließen erniedrigt waren, wurden untersucht unter Verwendung eines Rattenherz-Wiederfließmodells.
  • Unter Verwendung einer Langendorff-Methode und einer Methode eines arbeitenden Herzens bei Ratten wurde ein Wiederfließ-Herzmodell etabliert. Die Änderungen bei den Herzfunktionen wurden überprüft unter Verwendung eines Frequenzdruckprodukts (arterieller Blutdruck x Puls) [Ichihara und Abiko, J. Cardiovasc. Pharmacol., 5, 745-751 (1983)]. 15 Minuten nach Anwendung einer Methode eines arbeitenden Herzens wurden die Ratten in eine Ischämie für 15 Minuten und anschließend zu einem Wiederfließen für 20 Minuten gezwungen. Die Testverbindung wurde in eine Perfusionsflüssigkeit (Krebs-Henzelite-Natriumbicarbonatpuffer) aufgelöst, so daß die Konzentration bei 1 uM oder 5 uM lag. Die so hergestellte Testlösung wurde den Ratten für 20 Minuten, ab 5 Minuten vor der Anwendung der ischämischen Belastung bis zur Beendigung der Belastung, verabreicht. Eine Gruppe von Ratten, denen die Testverbindung nicht verabreicht wurde, wurde als Kontrolle verwendet, und die erhaltenen Ergebnisse wurden verglichen mit denjenigen, die mit den Gruppen von Ratten erhalten wurden, denen die Testverbindung verabreicht wurde.
  • Wie in der anliegenden einzigen Figur gezeigt wird, verminderte sich in der Kontrollgruppe (Nicht-Verabreichung der Testverbindung) das Frequenzdruckprodukt nach Anwendung der Ischämie-Belastung, und ein Wert von 0 dauerte an von 5 Minuten nach Beginn der ischämischen Belastung bis zum Ende des Tests, d. h. bis 20 Minuten nach Beginn eines Wiederfließens. In den Gruppen, denen die Testverbindung verabreicht wurde, erniedrigte sich das Frequenzdruckprodukt nach der Anwendung der Ischämie-Belastung wie bei der Nicht-Verabreichungsgruppe, und die Frequenz erreichte 0 nach 5 Minuten nach Anwendung der ischämischen Belastung. Wenn ein Wiederfließen begonnen wurde, erhöhte sich jedoch das Frequenzdruckprodukt. Nach 20 Minuten ab Beginn des Wiederfließens hatte sich das Frequenzdruckprodukt um etwa 52% (1 uM Verabreichung) und etwa 69% (5 uM Verabreichung) erholt, verglichen mit dem Wert, der erhalten wurde zum Zeitpunkt von 10 Minuten nach Anwendung der Methode des arbeitenden Herzens. Entsprechend wurde bestätigt, daß die Testverbindung eine Wirkung bei einer Wiederherstellung von Herzfunktionen zeigen, die durch myokardiale Ischämie-Wiederfließen erniedrigt waren.
  • Beispiel 2 (Test auf akute Toxizität):
  • Gruppen von männlichen Wistar-Ratten (etwa 10 Wochen alt) des Shizouka Laboratory Animal Center, wobei jede aus 5 Ratten bestand, wurden verwendet. Die Testverbindung wurde in 5% Gummiarabikum suspendiert, und 300 oder 1.000 mg/kg der Suspension wurde jeder Ratte oral verabreicht. Das Verhalten der Ratten wurde nach 0,5, 1, 2 und 4 Stunden nach der Verabreichung beobachtet. Anschließend wurden die Tiere für weitere 3 Tage unter Beobachtung gefüttert.
  • Als Ergebnis wurde gefunden, daß die Testverbindung weder ungewöhnliches Verhalten noch den Tod bei beiden Dosen von 300 mg/kg und 1.000 mg/kg durch orale Verabreichung hervorruft.
  • Beispiel 3 (Kapseln):
  • N,N-Bis[4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butyl]homopiperazin · 2HCl 30 mg
  • Mikrokristalline Cellulose 30 mg
  • Lactose 57 mg
  • Magnesiumstearat 3 mg
  • Gesamtmenge 120 mg
  • Die obigen Bestandteile wurden nach einem bekannten Verfahren vermischt und anschließend in eine Gelatinekapsel eingefüllt, um ein eingekapseltes Mittel zu schaffen.
  • Beispiel 4 (Tabletten):
  • N,N-Bis[4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butyl]homopiperazin · 2HCl 30 mg,
  • Stärke 44 mg
  • Stärkepulver (für Pasten) 5,6 mg
  • Magnesiumstearat 0.4 mg
  • Carboxymethylcellulose-Ca 20 mg
  • Gesamtmenge 100 mg
  • Die obigen Bestandteile wurden nach einem bekannten Verfahren vermischt, um eine Tablette zu schaffen.
  • Beispiel 5 (Injektionsflüssigkeiten):
  • N,N'-Bis[4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butyl]homopiperazin · 2HCl (100 mg) und NaCl (900 mg) wurden in etwa 80 ml destilliertem Wasser für die Injektion aufgelöst, und zu der erhaltenen Lösung wurde destilliertes Wasser für die Injektion zugesetzt, um eine Gesamtmenge von 100 ml zu schaffen. Die erhaltene Lösung wurde aseptisch filtriert und auf 10 lichtgeschützte Ampullen verteilt. Die Ampullen wurden versiegelt, um eine aseptische Injektionsflüssigkeit zu schaffen.
  • Wie oben beschrieben haben die therapeutischen Mittel der vorliegenden Erfindung eine hervorragende Wirksamkeit bei der Wiederherstellung erniedrigter Herzfunktionen, die durch myokardiale Ischämie-Wiederfließen hervorgerufen werden, und sie weisen eine niedrige Toxizität auf. Daher sind sie brauchbar als therapeutische Mittel für ischämische Schäden oder Reperfusionsschädigungen des Myokards.

Claims (2)

1. Verwendung einer Verbindung der folgenden Formel (1), eines Säureadditionssalzes davon oder eines Hydrats davon:
wobei R¹, R², R³, R&sup4;, R&sup5; und R&sup6; gleich oder voneinander verschieden sind und jeweils für eine Niederalkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen stehen, und A und A' gleich oder voneinander verschieden sind und jeweils für eine Niederalkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen stehen, zur Herstellung eines therapeutischen Mittels zur Behandlung von ischämischen Schäden oder Reperfusionsschädigungen des Myokards.
2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der Wirkstoff N,N'-Bis[4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)butyl]homopiperazin, ein Säureadditionssalz davon oder ein Hydrat davon ist.
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