DE69503686T2 - Verfahren und Vorrichtung zum Drehen von Produkten wie grafischen Produkten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Drehen von Produkten wie grafischen ProduktenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wendevorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Eine derartige Vorrichtung ist aus FR-A-2 592 015 bekannt und dient dem Wenden von Metallrohlingen für Besteck. Die bekannte Vorrichtung weist eine Zuförderanordnung, ein Wendegestell aus wenigstens einer Scheibe mit Schlitzen, die das Produkt tragen, und eine Abförderanordnung auf. Sowohl die Zuförderanordnung, als auch die Abförderanordnung sind mit Schubelementen versehen, welche die Rohlinge vorwärts schieben. Die Schubelemente des Abförderers dienen als Antriebseinrichtung zum Beschleunigen der gewendeten Produkte. Nahe dem Ausgabeende der Zuförderanordnung ist ein Ausrichtelement zum Bewegen der Rohlinge gegen die hinteren Schubelemente vorgesehen.
- Eine weitere Wendevorrichtung ist aus dem US-Patent 1JS-A 5 213 196 bekannt. Das Wendegestell besteht aus einem Endlosförderband, das um zwei Umlenkrollen läuft und mit sich nach außen erstreckenden Produktträgern versehen ist. Diese Vorrichtung dient dem gleichzeitigen Wenden und Trocknen von Produkten. Zu diesem Zweck durchläuft das Förderband einen Trockentunnel. Daher werden an die Geschwindigkeit der Verarbeitung der Produkt keine Anforderungen gestellt. Ferner muß diese Vorrichtung keine Anforderungen bezüglich einer kompakte Gesamtlänge erfüllen. Wird diese Vorrichtung mit hoher Geschwindigkeit betrieben, kommen die zu wendenden Produkte am Förderband des Wendegestells zum Stillstand. Infolgedessen kann insbesondere das vordere Ende des zu wendenden Produkts beschädigt werden. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit dieser Vorrichtung sollte daher gering sein.
- Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine kompakte Wendevorrichtung zu schaffen, welche die Produkte mit hoher Geschwindigkeit zuführt, wendet und wieder abführt, ohne diese zu beschädigen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
- Die Vorderkante der Produkte kommt daher nicht in Berührung mit Nabe des Wendegestells. Durch die nahe dem Ausgabeende der Zuförderanordnungen vorgesehenen Verlangsamungseinrichtungen und aufgrund der Tatsache, daß sich die Zuförderer zwischen den Produktträgern des Wendegestells fortsetzen, ist die Gesamtlänge der Wendevorrichtung kürzer als diejenige bekannter Wendevorrichtungen. Da die Abförderer mit Antriebseinrichtungen versehen sind, kann die Abfördergeschwindigkeit der gewendeten Produkte genau eingestellt werden und die gewendeten Produkte können wieder auf die hohe (Zuförder-)Geschwindigkeit gebracht werden.
- Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung wird dadurch erreicht, daß die Verlangsamungseinrichtungen durch elastische Stifte gebildet sind, deren Winkel in bezug zu den Zuförderern einstellbar ist. Infolgedessen können dickere und/oder schwerere Produkte adäquat durch die selbe Verlangsamungseinrichtung verlangsamt werden, bevor sie von den Produktträgern des Wendegestells aufgehoben und getragen werden.
- Vorzugsweise ist das Wendegestell durch eine Anzahl von Scheiben gebildet, die in einem bestimmten gegenseitigen Abstand auf einer angetriebenen Welle angebracht sind, und an ihrem Außenumfang sich nach außen erstreckende runde Stangen auf weisen, wobei eine Anzahl von Stangen, die in einer parallel zur Mittellinie des Wendegestells verlaufenden Ebene liegen, zusammen einen Produktträger bilden. Die Stangen sind zwischen den Zuförderern und den Verlangsamungseinrichtungen bewegbar, wobei die Stangen die Zuförderer im wesentlichen parallel passieren. Infolgedessen werden die zu wendenden Produkte im wesentlichen gleichmäßig von den Produktträgern aufgehoben und über die gesamte Länge derselben gestützt.
- Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel setzen sich die elastischen Stifte der Verlangsamungseinrichtungen zwischen den Scheiben des Wendegestells fort. Dies verhindert jeglichen Kontakt zwischen den zu wendenden Produkten und den Scheiben des Wendegestells.
- Das Wendegestell ist ferner mit winkelverstellbaren Abförderern versehen, die Antriebseinrichtungen für das kontrollierte Beschleunigen der gewendeten Produkte aufweisen. Zu diesem Zweck sind die Abförderer mit Förderbändern mit Öffnungen und mit einer Saugvorrichtung zum Aufbringen einer Ansaugkraft auf die gewendeten Produkte versehen. Auf diese Weise kann die Abfördergeschwindigkeit der gewendeten Produkte genau eingestellt und beibehalten werden.
- Vorzugsweise liegt die Mittellinie des Wendegestells höher als die Oberseite der Zuförderer und das Wendegestell kann nach oben verschwenkt werden, so daß die Abförderer derart gekippt werden können, daß sie mit den Zuförderern fluchten. Gegebenenfalls kann das Wendegestell weggeschwenkt werden, so daß die Produkte nicht gewendet, sondern ohne Wenden weitergefördert werden.
- Die erfindungsgemäße Wendevorrichtung wird im folgenden anhand eines exemplarischen Ausführungsbeispiels erläutert, welches in der Zeichnung dargestellt ist.
- Die Figur ist eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Wendevorrichtung. Das Wendegestell 1 besteht aus einer Anzahl von Scheiben 3, die mit sich nach außen erstreckenden Produktträgern 2 versehen sind. Dem Wendegestell 1 ist eine Anzahl parallel angeordneter Zuförderer 4 vorangestellt. Der Winkel der Zuförderer 4 in bezug zur horizontalen Ebene ist einstellbar. Zwischen den Zuförderern 4 befinden sich einstellbare Verlangsamungseinrichtungen 5 zum Verlangsamen der zu wendenden Produkte 8. Die Produkte 8 werden sodann durch die Produktträger 2 des Wendegestells 1 von den Förderern 4 gehoben. Infolgedessen stößt die Vorderkante der Produkte 8 nicht an den Scheiben 3 des Wendegestells 1 an. Die Verlangsamungseinrichtungen 5 bestehen aus elastischen Stiften, deren Winkel zu den Zuförderern 4 einstellbar ist. Dadurch können dickere und/oder schwerere Produkte 8 mit den selben Verlangsamungseinrichtungen 5 adäquat verlangsamt werden, bevor sie abgenommen und von den Produktträgern 2 des Wendegestells 1 getragen werden.
- Vorzugsweise besteht das Wendegestell 1 aus einer Anzahl von Scheiben 3, die in einem bestimmten gegenseitigen Abstand auf einer antreibbaren Welle angebracht sind und an ihren Umfängen mit sich nach außen erstreckenden runden Stangen 2 versehen sind, wobei eine Anzahl von Stangen 2, die in einer zur Mittellinie des Wendegestells 1 parallelen Ebene liegen, zusammen einen Produktträger bilden. Die Stangen 2 sind zwischen den Zuförderern 4 und den Verlangsamungseinrichtungen 5 bewegbar, wobei die Stangen die Zuförderer 4 im wesentlichen parallel passieren. Infolgedessen werden die zu wendenden Produkte 8 im wesentlichen gleichmäßig abgenommen und über die gesamte Länge gestützt.
- Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel setzen sich die elastischen Stifte der Verlangsamungseinrichtung 5 zwischen den Scheiben 3 des Wendegestells 1 fort. Dadurch wird jeglicher Kontakt zwischen den zu wendenden Produkten 8 und den Scheiben 3 des Wendegestells 1 verhindert.
- Die Wendevorrichtung weist ferner im Winkel verstellbare Abförderer 6 auf, welche Antriebseinrichtungen 7 für die kontrollierte Beschleunigung der zu wendenden Produkte 8' haben. Zu diesem Zweck sind die Abförderer 6 mit Förderbändern versehen, die Öffnungen aufweisen, unter denen eine Saugvorrichtung 7 zum Aufbringen einer Saugkraft auf die gewendeten Produkte 8' angeordnet ist. Auf diese Weise kann die Abfördergeschwindigkeit der gewendeten Produkte 8' genau eingestellt und beibehalten werden.
- Vorzugsweise liegt die Mittellinie des Wendegestells 1 höher als die Oberseite der Zuförderer 4 und das Wendegestell 1 kann nach oben verschwenkt werden, so daß die Abförderer 6 derart gekippt werden können, daß sie mit den Zuförderern 4 fluchten.
- Auf diese Weise kann das Wendegestell 1 weggeschwenkt werden, so daß die Produkte 8 nicht gewendet, sondern ohne Wenden weitergefördert werden.
- Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
- Die zu wendenden Produkte 8 werden den Zuförderern 4 zugeführt, von den einstellbaren Verlangsamungseinrichtungen 5 verlangsamt, sodann von den Produktträgern 2 von unten abgenommen und gewendet, und schließlich von den Abförderern 6 getragen, beschleunigt und abgefördert. Somit werden die Produkte 8 von dem Wendegestell 1 abgenommen, gewendet und abgefördert, ohne dabei beschädigt zu werden.
Claims (9)
1. Wendevorrichtung zum Wenden von Produkten, mit einer Zuförderanordnung (4)
und einer Abförderanordnung (6), die jeweils aus einer Anzahl paralleler, mit
gegenseitigem Abstand nebeneinander angeordneter Förderer gebildet sind, wobei ein
Wendegestell (1) zwischen der Zu- und der Abförderanordnung (4 bzw. 6) angeordnet ist,
welches durch den Zwischenraum zwischen den Förderern der Abförderanordnung (6)
bewegbare Produktträger (2) aufweist, wobei der Abförderer eine Antriebseinrichtung
(7) zum Beschleunigen der gewendeten Produkte (8') aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Produktträger (2), die beispielsweise für grafische Produkte vorgesehen
sind, sich von einer Nabe (3) aus nach außen erstrecken, wobei dem Ausgabeende der
Zuförderanordnung (4) benachbart eine einstellbare Verlangsamungseinrichtung (5)
vorgesehen ist, welche die zu wendenden Produkte (8) derart verlangsamt, daß ein
vorderes Ende der Produkte (8) nicht in Kontakt mit der Nabe (3) des Wendegestells
(1) gelangt.
2. Wendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verlangsamungseinrichtung (5) durch federnde Stifte gebildet ist, deren Winkel zu den
Zuförderern einstellbar ist.
3. Wendevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wendegestell (1) durch eine Anzahl von Scheiben (3) gebildet ist, die in einem
bestimmten gegenseitigen Abstand auf einer angetriebenen Welle angebracht sind, und an
ihrem Außenumfang sich nach außen erstreckende runde Stangen aufweisen, wobei
eine Anzahl von Stangen, die in einer parallel zur Mittellinie des Wendegestells
verlaufenden Ebene liegen, zusammen einen Produktträger (2) bilden.
4. Wendevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (2)
zwischen den Zuförderern (4) und der Verlangsamungseinrichtung (5) bewegbar sind,
wobei die Stangen (2) die Zuförderer (4) wenigstens im wesentlichen parallel passieren.
5. Wendevorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stangen (2) zwischen den Abförderern (6) bewegbar sind, wobei die Stangen (2) die
Abförderer (6) wenigstens im wesentlichen parallel passieren.
6. Wendevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die federnden Stifte der Verlangsamungseinrichtung (5) sich zwischen
den Scheiben (3) fortsetzen.
7. Wendevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die im Winkel verstellbaren Abförderer (6) eine Antriebseinrichtung (7)
für die kontrollierte Beschleunigung von Produkten (8') aufweisen.
8. Wendevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abförderer (6)
Förderbänder mit Öffnungen und eine Saugvorrichtung zum Aufbringen einer
Saugkraft auf die gewendeten Produkte (8') aufweisen.
9. Wendevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittellinie des Wendegestells (1) höher liegt als die Oberseite der
Zuförderer (4) und das Wendegestell (1) nach oben verschwenkbar ist, so daß die
Abförderer (6) in Flucht mit den Zuförderern (4) kippbar sind.
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