DE6949682U - Aufblasbares boot. - Google Patents
Aufblasbares boot.Info
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- B63B7/06—Collapsible, foldable, inflatable or like vessels having parts of non-rigid material
- B63B7/08—Inflatable
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Description
METZELER AKTIENGESELLSCHAFT, MÜNCHEN
PA 10 377 Kl/sm 17. Dezember 1969
Aufblasbares Boot
Die Erfindung betrifft ein aufblasbares Boot, bestehend aus aufblasbaren Seitenzellen und einem aufblasbaren
Außenboden, wobei Außenboden und Seitenzellen durch einen nichtaufblasbaren Streifen verbunden sind.
Es ist bereits bekannt, auf blasbar·' Bootskörper durch einen zwischen Seitenzellen und Außenboden eingeklemmten
Einsatzboden zu versteifen. Dabei kann zwischen Einsatzboden und Außenboden zusätzlich noch ein aufblasbarer
oder massiver Kiel eingesetzt werden, um den Bootskörper im Wasser längs zu führen, und den hautähnlichen, flexiblen
Außenbeden zu verspannen.
Die Seitenzellen ergeben dabei durch den in ihnen herrschenden
Druck und die Werkstoffspannung die Außenform und den Innenraum des Bootes. Für besondere Zwecke, z.B.
zum Segeln oder zur Erzielung einer günstigen Vasserlage werden die Seitenränder durch besondere Spreizvorrichtungen
oder sonstige Zusatzvorrichtungen auseinandergedrückt und dadurch der Bootskörper versteift. Diese
Zusatzeinrichtungen sind teuer, schwer, platzbeengend und lösen ihre Aufgabe nur unbefriedigend. Außerdem muß
der Bootskörper dazu mit Verankerungspunkten, Beschlagen
und dgl. versehen sein, die wiederum teuer sind und in nicht benutztem Zustand (Badebetrieb) störend wirken.
Es sind ferner zusammenlegbare Paddelboote bekannt, bei denen zwischen Außenboden, bestehend aus mehreren aufblasbaren
Zellen und den Seitenzellen mindestens ein nicht aufblasbarer Streifen vorgesehen ist. Diese Boote sind
mit diesem Streifen jedoch nur ausgerüstet, um eine schönere äußere Form zu haben und da sie ansonsten in
ihrer Form zu schmal ausfallen wurden, um einen oder
mehrere, z.B. aufblasbare Sitze in der Breite einbringen zu lassen.
-J-
Diese Paddelboote sind jedoch nur für Badebetrieb geeignet, da ihre Steifigkeit, ihr geringer Aufblasdruck
und ihre Wasser.Age, sowie der sehr kleine Innenraum
eine Verwendung zum Segeln oder Motorisieren nicht erlauben·
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, ein aufblasbares Boot zu schaffen, das die Nachteile der bekannten Schlauchboote
und Faltboote nicht aufweist, und das ein einem starren Segelboot ähnliches Fahrverhalten und dessen gute Wasserlage
besitzt.
Die Erfindung löst die Aufgabe dahingehend, daß zwischen den aufgeblasenen Seitenzellen und dem nicht aufblasbaren
Streifen ein quer zur Bootslängsrichtung steifer Einsatzboden klemmend gehaltert ist, wobei der Streifen so breit
ist, daß er beim Aufblasen des Bootskörpers durch das Holen des Werkstoffes erzeugte Spannungen über den Einsatzboden
auf die auf dem Einsatzboden hebelig abgestützten Seitenzellen überträgt. Es ist ferner für die
Erfindung von Vorteil, daß der Bootskörper aus je einem entsprechend konfektionierten,, einstückigen Oberblatt
und Unterblatt, die durch Verklebung und Vulkanisation
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} verbunden sind, besteht. Schließlich ist es noch vorteil-
\ haft, daß der nichtaufblasbare Streifen durch eine seine
j Zugfähigkeit erhöhende und mit dem Oberblatt und dem
I Unterblatt verbundene Riefe ergänzt ist.
j In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Bootsquer-
j schnitten im Grundzuge dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Hälfte eines Querschnittes des ohne Einsatzboden aufgeblasenen Bootskörpers,
Fig. 2 den Bootskörper nach Fig. 1, mit einem Einsatzboden versehen,
Fig. 3 abändernd zu den Fig. 1 und 2 einen Bootskörper
mit ungleich großen aufblasbaren Zellen im Außenboden.
Bei dem Bootskörper nach Fig. 1 sind zwei aufblasbare
Seitenzellen 1 übe" einen nichtaufblasbaren Streifen 2
mit dem aus aufblasbaren Zellen 3 bestehenden Außenboden verbunden.
Seitenzellen 1 übe" einen nichtaufblasbaren Streifen 2
mit dem aus aufblasbaren Zellen 3 bestehenden Außenboden verbunden.
Der Streifen 2 ist dadurch erzeugt, daß ein einstückiges, ;;
den Bootskörper mit einem ebenfalls einstückigen Unterblatt Ik bildendes Oberblatt 13« in diesem Bereich mittels
einer zugstarken Riefe 12 durch z.B. Kleben und Vulkanisation verbunden ist.
Durch das Holen des Werkstoffes beim Aufblasen, d.h. durch die relativen Verkürzungen des Außenbodens und der Seitenzellen
1 berührt sich die untere der Seitenzellen 1 und die äußerste der Zellen 3 in der Zone 4. Durch die
Elastizität des Gewebes und durch die große Auflagefläche in dieser Zone üben die Zellen jedoch nur geringe
Kräfte aufeinander aus. Der gezeigte Bootskörper entspricht in seiner Stabilität, dem labilen Fahrverhaiten und der
Wasserlage einem herkömmlichen Paddelboot für B iebetrieb.
Dem Bootskörper nach Fig. 1 ist nun, wie in Fig. 2 gezeigt, vor dem Aufblasen ein quer zur Bootslängsrichtung starrer
Einsatzboden 5 in die durch den Streifen 2 und die Seitenzelle
1 begrenzten Winkel 6 eingeklemmt. Durch den beim Aufblasen der Zelle entstehenden Zug (Pfeil H) im Streifen
2 entsteht um den Seitenrand des Einsatzbodens 5 ein im
Uhrzeigersinn gerichtetes Drehmoment, das die sich auf
dem Einsatzboden hebelig abstützenden Seitenzellen 1 um
den Seitenrand des Einsatzbodens herum soweit nach außen dreht, bis z.B. ein Spritzverdeck 7 gespannt wird und
ein Weiterdrehen der Seitenwände verhindert.
Es hat sich in der Praxis erwiesen, daß mit diesem Verfahren eine Steifigkeit eines Bootskörpers und eine
optimale Ausnutzung des Boots-Innenraumes erzielt wird,
wie sie bisher ohne zusätzliche Spreiz- und Versteifungseinrichtungen nicht erreicht werden konnte.
Fig. 3 zeigt abändernd zu Fig. 2 eiuen Bootskörper, bei
dem in der Mitte des Außenbodens 8 ein Kielschlauch 9 vorgesehen ist, der im Querschnitt größer als die äußere
Zelle 3 ist. Der Kielschlauch 9 ist mit der Zelle 3 über einen Streifen des Außenbodens 8, der durch Verbinden
des Oberblattes mit dem Unterbla't gebildet ist, verbunden, der sich bei Einwirkung des Wasserdruckes
(Pfeile 10) wölbt und über die Zelle 3 die Zugspannung
im Streifen 2 noch verstärkt und som.it den Bootskörper bei stoßweisen Fahrbeanspruchungen, wie z.B. Wellenschlägen,
kurzzeitig noch mehr versteift.
Die durch das Hinausdrehen der Seitenwände erhaltene,
sehr steife und stabile Ausführung des Bootskörpers hat im Querschnitt eine Form, die der geöffneten und
geschwungenen V-Form eines starren Bootskörpers sehr nahekommt, während hingegen bei bekannten Schlauchbooten
die Seitenwände meist nahezu senkrecht zur Wasseroberfläche stehen. Der erfindungsgemäße Bootskörper hat
durch seine Form deshalb bei dem gleichen Luftvolumen in den Zellen, wie es herkömmliche Schlauchfcootkörper
hiben, einen größeren Auftrieb und eine größere Tragfähigkeit .
Der Wert der Erfindung liegt vor allem auch in einer Kombination der aufgezeigten Merkmale, d.h. es ist durch
sie möglich, mit geringsten finanziellen und technischen Aufwendungen (einfache Konfektion eines Ober- und eines
Unterblattes) einen im Innenraum und in der Tragfähigkeit
maximalen ausnutzbaren Bootskörper mit hervorragenden Eigenschaften (Fahrverhalten, Wasserlage, Tragfähigkeit ...)
zu schaffen.
Claims (3)
- METZELER AKTIENGESELLSCHAFT, MÜNCHENPA 10 377 Kl/sm17. Dezember 1969Schutzansprüche' 1. Aufblasbares Boot, bestehend aus aufblasbaren Seiten-V zellen und einem aufblasbaren Außenboden, wobei Außen-; boden und Seitenzellen durch einen nicht aufblasbarenStreifen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daßzwischen den aufgeblasenen Seitenzellen und dem nicht aufblasbaren Streifen (2) ein quer zur Bootslängsrichtung steifer Einsatzboden (5) klemmend gelialtert ist, wobei der Streifen (2) so breit ist, daß er beim Aufblasen des Bootskörpers durch das Holen des Werkstoffes erzeugte Spannungen über den Einsatzboden (5) auf die auf dem Einsätzböden hebelig abgestützten Seitenteilen (i) überträgt.ti t ·2 -
- 2. Aufblasbares Boot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bootskörper aus je einen entsprechend konfektionierten, einstückigen Oberblatt (13) und Unterblatt (l4t), die durch Verklebung und Vulkanisation verbunden sind, besteht.
- 3. Aufblasbares Boot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtaufblasbare Streifen (2) durch eine seine Zugfähigkeit erhöhende und mit dem Oberblatt (13) und dem Unterblatt (Ik) verbundene Riefe (12) ergänzt ist.AKTIENGEifEfiLSSCUAFT
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6949682U DE6949682U (de) | 1969-12-23 | 1969-12-23 | Aufblasbares boot. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6949682U DE6949682U (de) | 1969-12-23 | 1969-12-23 | Aufblasbares boot. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6949682U true DE6949682U (de) | 1970-07-16 |
Family
ID=34127961
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE6949682U Expired DE6949682U (de) | 1969-12-23 | 1969-12-23 | Aufblasbares boot. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6949682U (de) |
-
1969
- 1969-12-23 DE DE6949682U patent/DE6949682U/de not_active Expired
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