[go: up one dir, main page]

DE694936C - Gerbmittel - Google Patents

Gerbmittel

Info

Publication number
DE694936C
DE694936C DE1936A0085610 DEA0085610D DE694936C DE 694936 C DE694936 C DE 694936C DE 1936A0085610 DE1936A0085610 DE 1936A0085610 DE A0085610 D DEA0085610 D DE A0085610D DE 694936 C DE694936 C DE 694936C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tanning
sulphite
tanning agents
waste liquor
waste
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1936A0085610
Other languages
English (en)
Inventor
Leif Jantzen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TOTEN CELLULOSEFAB AS
Original Assignee
TOTEN CELLULOSEFAB AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TOTEN CELLULOSEFAB AS filed Critical TOTEN CELLULOSEFAB AS
Priority to DE1936A0085610 priority Critical patent/DE694936C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE694936C publication Critical patent/DE694936C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/24Chemical tanning by organic agents using lignin derivatives, e.g. sulfate liquor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Gerbmittel Es ist bereits vorgeschlagen worden, Gerbmittel aus Calcium- und Natriumsulfitablaugen herzustellen. Die Verfahren zur' Herstellung derartiger Gerbmittel, welche dem Wesen nach in der Reinigung der Laugen von Eisen und Kalk und in der nachträglichen Einstellung des für die Gerbung notwendigen p1.1-Wertes bestehen, sind schwierig und kostspielig, abgesehen davon, daß bei diesen Reinigungsverfahren die Ligninsulfosäuren in unerwünschter Weise vexändext werden und der Aschengehalt des Proiduktes sich zufolge der verwendeten Fällungsmittel nicht wesentlich vermindert, im allgemeinen sogar erhöht.
  • Durch diese Schwierigkeiten und die nicht zufriedenstellenden Eigenschaften der aus den erwähnten Sulfitablaugen hergestellten Gerbstoffe war die Anwendungsmöglichkeit dieser Sulfitablaugen für die Gerbstofftechnik beschränkt, und die bisherigen Vorschläge zur Herstellung von Gerbstoffen aus den erwähnten Sulfitablaugen konnten das Problem ,einer zweckmäßigen Verwertung dieses lästigen Abfallproduktes der Celluloseindustrie nicht lösen. In der Fachliteratur (vgl. Ledertechnische Rundschau 1933, »Sulfitcellulaseablauge als Gerbmittel«) wurde immer wieder auf die großen Schwierigkeiten bei der Herstellung von Gerbmitteln aus Sulfitcelluloseablaugen hingewiesen, und es wurde davor gewarnt, andere als nach den bekannten. und bewährten Methoden hergestellte Sulfitcelluloiseg:erbmdttel zu verwenden.
  • Die Erfindung fußt auf der überraschenden Erkenntnis, daß die beim Aufschluß von Holz u. dgl. mit schwefeliger Säure unter Zusatz kleiner' A=oniakmengen nach dem Verfahren der Patentschrift 495I46 anfallende Ablauge ein besonders h.o,chwertiges Gerhmittel für alle Arten der vegetabilischen Gerbung vorstellt. Demgemäß besteht die Erfindung in der Verwendung der nach dem Verfahren der Patentschrift 4951q.6 gewomnenen Sulfitoellulo@seablauge zum Gerben von tierischen Hautblößen.
  • Die Verwendung dieser Ablauge zum Gerben war bisher nicht bekannt. Bekannt war lediglich, aus Sulfitcellulo!s.e,ablauge Gerb-.extrakte herzustellen (W i 1 s o- n - S t a t h e r -G ie r t h, Bd. 2, S. 68o) bzw. Reaktionsprodukte aus natürlichem Gerbstoff und Sulfitcellulois.e in alkalischer Lösung als Gerbmittel zu verwenden (amerikanische Patentschrift I 563 oio). Auch die sonst in Frage kommende Literatur betrifft lediglich die Verwendung derartiger Ablaugen nach Voirnahnie einer besonderen Reinigung. -Das neue Gerbmittel ist unvergleichlich wertvoller als das in W i 1 s o n - S t a t h e r - G ie r t h beschriebene, nach komplizierter Reinigung gewonnene Gerbmitt@el. f-Die Reinigung der Sulfitcellulois@ablauge muß mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis durchgeführt werden, tvemi man für den Gerber brauchbare Produkte erhalten will (vgl. H e r f e 1 d , »Ledertechnische Rundschau« 1933, Nr.5, 6 und 7, »Sulfitcelluloseablauge als G@erbimittel«).
  • Es läßt sich nicht jede beliebige Sulfitablauge unmittelbar als Gerbstoff verwenden, sondern technisch in Frage kommt nur die im vorliegenden Fall angegebene Lauge nach Patentschrift 495I46 Dem Vorschlage, die Sulfitablauge nach der Patentschrift 495146 unmittelbar oder in eingedi.ckter Form als. Gerbmittel zu v-erwenden, standen schwerwiegende Bedenken entgegen.
  • Man hatte nämlich die Befürchtung, daß die Ammoniaksalze, welche voraussichtlich in dieser Ablauge vorhanden waren, beim Lagern der Leder zur Ausscheidung neigen sollten. Es hat .sich nun gezeigt, daß bei dieser Ablauge entgegen aller Erwartung diese Ausscheidung im vorliegenden Fall nicht .stattfindet. Der Ammoniakgehalt wirkt im Gegenteil nützlich; da nämlich eine alkalische Weiterverarbeitung der Laugen nicht erforderlich ist, werden die in ihnen enthaltenen Zuckerarten nicht oxydiert, sondern bleiben vergärbar, und bei der Vergärung während des Gerbprozesses werden die Ammoniumsalze ganz oder größtenteils als Nährstoffe verbraucht.
  • Die nach dem Verfahren der erwähnten Patentschrift abfallende Sulfitablauge bietet den weiteren technischen Vorteil, daß sie nach Eindickung bis zu 2o% Trockenstoffgehalt oder mehr den für die Gerbung notwendigen pH-Wert besitzt, sie hat einen mini malen Aschengehalt und ist praktisch frei von Kalk und Eisen. Die eingedickte Ablauge läßt sich .daher erfindungsgemäß ohne Anwendung jeglicher Reinigungsmittel verwenden. Zu Versandzwecken kann die Lauge auch bis zur Trockne eingedampft und nachträglich wieder in.. Wasser gelöst werden.
  • Die beim Aufschluß von Holz u. dgl. mit schwefeliger Säure unter Zusatz kleiner Mengen von Ammoniak anfallende Sulfitablauge enthält beispielsweise bei einer Dichte von 3o° Bd 6o% Gesamttrock enmasse, 320,b nach der Filtermethede festgestellte Gerbstoffe, 28% lösliche Nichtgerbstoffe, keine unlöslichen Rückstände und 400'o Wasser; der pH-Wert schwankt zwischen 3,9 und 4,2 und der Aschengehalt zwischen 0,3 bis o,50/0; die Tintornetergrade nach L o v i b o n t ergeben: rot 1,5, gelb 6,o.
  • Die Aschengehalte der bisher bekannten, durch Aufarbeitung von Sulfitcelluloseablaugen. hergestellten Gerb.extrakte schwanken zwischen 5,7 bis 20,40% (vgl. Volgel, »Die Herstellung und Untersuchung der Sulfitcelluloseextraktesowie ihre Anwendung in der G,erberei«).
  • Die neuen Gerbmittel weisen einen pH-Wert von 3,9 bis 4,2 auf. Der PH-Wert von 3,9 bis 4,2 fällt in den Bereich der bekannt günstigen pH-Werte natürlicher pflanzlicher Gerbstoffe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIi Die Verwendung der nach dem Verfahren der Patentschrift 495 1.16 gewonnenen Sulfitcelluloseablauge zum Gerben von tierischen Hautblößen.
DE1936A0085610 1936-07-15 1936-07-15 Gerbmittel Expired DE694936C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936A0085610 DE694936C (de) 1936-07-15 1936-07-15 Gerbmittel

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936A0085610 DE694936C (de) 1936-07-15 1936-07-15 Gerbmittel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE694936C true DE694936C (de) 1940-08-12

Family

ID=6949536

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1936A0085610 Expired DE694936C (de) 1936-07-15 1936-07-15 Gerbmittel

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE694936C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE694936C (de) Gerbmittel
DE927140C (de) Verfahren zur Fraktionierung von Staerke
DE925605C (de) Entkaelkungsmittel
EP0015478B1 (de) Alterungsbeständige Chromgerbstoffe
DE2739844A1 (de) Verfahren zum chromgerben
DE599880C (de) Verfahren zur Herstellung von pentosanreichem Zellstoff aus zellstoffhaltigem Fasergut, insbesondere Graesern
DE472870C (de) Verfahren zur Herstellung von Glyzerin durch Gaerung
DE669997C (de) Verfahren zur Herstellung von Sicherheitspapier
DE673164C (de) Desinfektionsmittel
DE687851C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Alginsaeure aus Algen
AT60041B (de) Verfahren zur Herstellung eines Gerbextraktes.
DE609982C (de) Verfahren zur Verbesserung von Lithopone
DE722940C (de) Verfahren zur Verzuckerung von Cellulose
DE1151431C2 (de) Verfahren zur herstellung von zellstoff aus lignozellulosehaltigem material
DE365587C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalisalpeter aus Kalirohsalzen
DE612246C (de) Verfahren zur Entchromung von chromgaren Lederabfaellen
DE499458C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mit Hilfe von Eisenverbindungen
AT132686B (de) Verfahren zur Behandlung von Lithopone.
DE446489C (de) Gewinnung von Hafnium
DE419778C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenleder
DE634496C (de) Verfahren zur Herstellung von Zement
DE337330C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
DE448911C (de) Verfahren zum Gerben von tierischen Haeuten
DE585426C (de) Herstellung von Pottasche
DE739668C (de) Verfahren zur Herstellung von hoch veredeltem Zellstoff aus Stroh