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DE694408C - Verfahren zur Aufbewahrung und Versendung von Brom in fester Form in Metallbehaeltern - Google Patents

Verfahren zur Aufbewahrung und Versendung von Brom in fester Form in Metallbehaeltern

Info

Publication number
DE694408C
DE694408C DE1937B0177135 DEB0177135D DE694408C DE 694408 C DE694408 C DE 694408C DE 1937B0177135 DE1937B0177135 DE 1937B0177135 DE B0177135 D DEB0177135 D DE B0177135D DE 694408 C DE694408 C DE 694408C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bromine
molecular compound
storing
container
solid form
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1937B0177135
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Bloch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RUDOLF BLOCH DR
Original Assignee
RUDOLF BLOCH DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RUDOLF BLOCH DR filed Critical RUDOLF BLOCH DR
Priority to DE1937B0177135 priority Critical patent/DE694408C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE694408C publication Critical patent/DE694408C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/09Bromine; Hydrogen bromide
    • C01B7/096Bromine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Packages (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufbewahrung und Versendung von Brom in fester Form in Metallbehältern Flüssiges Brom muß bekanntlich, da es Eiseen sehr stark angreift, in Flaschen äus blauen oder halbweißem starkem Glas mit sorgfältig eingeschliffenem Stöpsel von häch'stqns a 1 Inhalt aufbewahrt lund versandt werden. Diese Verpackung ist nicht n'ur sehr umständlich, sondern vor ollem auch so teuer, @daß sie den Brompreis ;außerordentlichlelastet.
  • Man hat daher -schon vorgeschlagen, das Brom zum Zwecke der Verpackung von- den letzten Spuren Wasser -zu befreien, um so den Angriff auf das Eisen z4 vermeiden. Es hat sich jedoch gezeigt, @daß hierbei -trotz-der umständlichen Vortrocknung des Broms eine stark wasseranziehende und leicht zerfiießliche Eisenbromidschicht gebildet wird, wodurch finit der Zeit eine 7ZerstZ#xung der eisernen Behälter und seine Verunreinigung deg Broms mit Eisen bedingt ist. Man ist daher dazu übergegangen, die Eisgenbehälter zu versilbern, wodurch die Verpackung jedoch wieder erheblich verteuert wird. Außerdem müssen mit Rücksicht auf den flüssigen Zustand -des Broms Behälter erheblicher Festigkeit verwendet werden.
  • Es würde nun gefunden, daß Brom ohne jede Vorbehandlu.ng dadurch auf billige und einfache Weise in Metallbehaltiern gelagert und versandt werden kann, daß man @es in Form einer eine Vielzahl von. Brommolekülen ienthaltmd,en- Molekülverbindung oerwendet.
  • Eine solche feste Molekülverbindung entsteht bekanntlich z. B. durch Anlagerung von Brom an Tetramethylammoniumbrornid, wobei die Ausgangsverbindung ;noch 12 weitere Moleküle Brom aufnimmt. Die Masse enthält schließlich 93% Brom. Sie ist bei gewöhnlicher Temperatur fest, hat leinen sehr hohen Bromdampfdruck und schmilzt erst bei !etwa q.0° C. "Eine Reaktion mit der Behälterwand ist daher ausgeschlossen. Ähnlich verhalten sich noch eine große Einzahl anderer bekannter Verbindungen, hauptsächlich Ammoniumverbindungon und Amine.
  • Bisher wurde das. Tetram!ethylammoni:umbromid r2 Br, durch Einleiten von gasförmigen Brom ;auf das Bromid hergestellt. Es wurde gefunden, daß sich die Molekülverbindung auch @dqrcli. Vermischen des Bromides mit flüssigem Brom bildet, was für die Füllung ,der Lager- Bund Versandbehälter 'v öp großem Vorteil ist.
  • Für das Verfahren der Erfindung wer dein. zweckmäßig dichte Behälter beliebiger Größe aus verbleitem Eisenblech verwendet. Da. aber die Bruchgefahr keinerlei Rolle mehr spielt, können Behälter leichtester Bauart verwendet werden.
  • Aus solchen Bromfässern kann das Brom in Mengen vorn über 85% des Füllgewichtes sehr leicht durch Einblasen von heißer Luft oder Wasserdampf wiedergewonnen werden. Dabei wird reines Brom gewonnen, wähmrid die Ausgangsverbindung im Faß zurückbleibt und stets wieder von neuem zur Aufhahme von Brom verwendet werden kam. Es ist dies ein erheblicher technischer und wirtschaftlicher Vorteil, weil. so die Ausgangsverbindung zur Verpackung gehört. Dias Einleiten von heißer Luft oder Wasserdampf wird dadurch sehr erleichtert, daß die Molekülverbindung bei Aden in Frage kommenden Temperaturen schmilzt.
  • D,er Behälter kann entsprechend mit einem oder mehreren die Füllmasse .durchdri:ngenden@Rohnen zum Einleiten von Brom, heißer Luft oder Wasserdampf ausgestattet sein.
  • Man kann das Brom auch durch Außenbeheizung austreiben.
  • Man hat schon vorgeschlagen, Brom dadurch in. fester. Form aufzubewahren oder zu versenden, @daß man ies in Bromeisen überführt oder von Kieselgur o. ,dgl. aufsaugen läßt. Bromeisen läßt sich all echte chemische Verbindung nur durch einen besonderen Arbeitsgang in Brom und Eisern spalten. Aus Kieselgur kann das Brom .nur in Dampfform gewonnen werden. Die Kieselgur stellt aiußerd@em neinerhebliches totes Gewicht dar, das den Transport verteuert.
  • Demgegenüber bietet die Erfindung den Vorteil, daß Brom ohne beachtliche Mehrbelastung in fester Form gelagert und versandt und durch einfaches Erwärmen in flüssiger Form zurückgewonnen. werden kann. Selbstverständlich kann :die Molekülverbindung in vielen Fällten :auch als solche verbraucht werden, insbesondere dann, wenn das %Vorhandensein der Ausgangsverbindung die 'Wirtschaftlichkeit und Durchführbarkeit der 'Tabsichtigten Bromweiterverarbeitung nicht stört. So ist ;es z. B. ohne weiteres möglich, die Molekülverbindung ;unmittelbar mit Silbernitrat oder Silbersulfat zu Silberbromid umzusetzen. Dasselbe gilt für zahlreiche andere Bromsalze und wertvolle organische Bromverbindungen.
  • Das Gewicht der Verpackung kann durch das Verfahrender Erfindung auf eiln Zehntel des bisher erforderlichen Gewichtes vermindert werden. -

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Aufbewahrung und Versendung von Brom in. fester Form in Metallbehältern, dadurch gekennzeichnet, daß .das Brom in Form seiner eine Vielzahl von Brommolekülen enthaltenden festen Molekülverbindung, wie sie z. B. durch Anlagerung von Brom an Ammonium bzw. Anünbromide, vorzugsweise von 12 Molekülen Brom an i Molekül Tetramethylammoniümbromid gebildet werden, verwendet wird..
  2. 2. Verfahren mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß .der Behälter mit seinem oder mehreren in -die Masse der Molekülverbindung eintauchenden Rollren zum Einleiten von Brom, heißer Luft oder Wasserdampf ausgestattet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß die Molekülverbindung als Ganzes dem Verwendungszweck zugeführt und ider Behälter von neuem mit Molekülverbindung beladen wird. q. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet,. @daß das Brom durch Einblasen von heißer Luft oder Wasserdampf oder durch äußeres Erhitzen in reinem Zustand wiedergewonnen wird, während .die Ausgangsverbindung im Behälter zurückbleibt und von neuem mit Brom beladen wird.
DE1937B0177135 1937-01-24 1937-01-24 Verfahren zur Aufbewahrung und Versendung von Brom in fester Form in Metallbehaeltern Expired DE694408C (de)

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DE (1) DE694408C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1081866B (de) * 1957-05-17 1960-05-19 Degussa Brombehaelter

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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